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	<title>Fasnacht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&#039;&#039;&#039;Fasnacht&#039;&#039;&#039; bezeichnet in der Schweiz die Fest- und Brauchtumszeit unmittelbar vor der christlichen Fastenzeit. Sie ist in zahlreichen Regionen des Landes unter unterschiedlichen Namen und in stark voneinander abweichenden Formen verbreitet. Typische Elemente sind Masken und Verkleidungen, Umzüge, Musik, Lärmbräuche, satirische Darstellungen, Tanz, gemeinsames Essen sowie die zeitweilige Umkehr gesellschaftlicher Rollen und Regeln.  Die Schwei…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasnacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der &lt;a href=&quot;/de/Schweiz&quot; title=&quot;Schweiz&quot;&gt;Schweiz&lt;/a&gt; die Fest- und Brauchtumszeit unmittelbar vor der christlichen &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Fastenzeit&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Fastenzeit (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Fastenzeit&lt;/a&gt;. Sie ist in zahlreichen Regionen des Landes unter unterschiedlichen Namen und in stark voneinander abweichenden Formen verbreitet. Typische Elemente sind Masken und Verkleidungen, Umzüge, Musik, Lärmbräuche, satirische Darstellungen, Tanz, gemeinsames Essen sowie die zeitweilige Umkehr gesellschaftlicher Rollen und Regeln.  Die Schwei…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasnacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Schweiz]] die Fest- und Brauchtumszeit unmittelbar vor der christlichen [[Fastenzeit]]. Sie ist in zahlreichen Regionen des Landes unter unterschiedlichen Namen und in stark voneinander abweichenden Formen verbreitet. Typische Elemente sind Masken und Verkleidungen, Umzüge, Musik, Lärmbräuche, satirische Darstellungen, Tanz, gemeinsames Essen sowie die zeitweilige Umkehr gesellschaftlicher Rollen und Regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Fasnacht ist keine einheitliche Veranstaltung. Zwischen der streng ritualisierten [[Basler Fasnacht]], der ausgelassenen Fasnacht der [[Zentralschweiz]], den traditionellen Maskenbräuchen des [[Wallis]], dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rabadan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im [[Kanton Tessin]] und dem jurassischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carimentran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bestehen erhebliche Unterschiede. Viele dieser Bräuche gehören heute zum [[Immaterielles Kulturerbe der Schweiz|immateriellen Kulturerbe der Schweiz]]. Die Basler Fasnacht wurde 2017 zusätzlich in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der [[UNESCO]] aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNESCO&amp;quot;&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/basel-carnival-01262 Basel Carnival], UNESCO Intangible Cultural Heritage, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin:0 0 1em 1em; width:310px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Fasnacht in der Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Art&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Volksfest, Brauchtum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitraum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| hauptsächlich Januar bis März, abhängig vom Ostertermin und der lokalen Tradition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hauptzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Tage vor [[Aschermittwoch]], regional auch danach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbreitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ganze [[Schweiz]], mit starken regionalen Unterschieden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Typische Elemente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Masken, Umzüge, Guggenmusik, Trommeln, Pfeifen, Satire, Lärm- und Feuerbräuche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bekannte Formen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Basler Fasnacht]], [[Luzerner Fasnacht]], Solothurner Fasnacht, Rabadan, Carimentran&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;UNESCO&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Basler Fasnacht seit 2017&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasnacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise historisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fastnacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird gewöhnlich als Bezeichnung für die Nacht beziehungsweise die Zeit vor Beginn der Fastenperiode erklärt. Es steht damit in direktem Zusammenhang mit der christlichen Fastenzeit vor [[Ostern]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/articles/011515 Fasnacht], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region existieren unterschiedliche Bezeichnungen. In der deutschsprachigen Schweiz sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasnacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasnet&amp;#039;&amp;#039; und lokale Dialektformen verbreitet. In der französischsprachigen Schweiz wird überwiegend von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carnaval&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gesprochen, im italienischsprachigen [[Kanton Tessin]] von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carnevale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Kanton Jura]] ist zudem die traditionelle Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carimentran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch einzelne Tage besitzen regionale Namen. In der Zentralschweiz beginnt die intensivste Phase vielerorts am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmutzigen Donnerstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und endet am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Güdisdienstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise Fasnachtsdienstag. Der folgende Aschermittwoch markiert im katholischen Kirchenjahr den Beginn der Fastenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Basler Fasnacht]] bildet eine bekannte Ausnahme: Sie beginnt erst am Montag &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Aschermittwoch und dauert genau 72 Stunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAKBasel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/de/home/traditionen/basler-fasnacht-.html Basler Fasnacht], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fasnacht in der Schweiz entwickelte sich über viele Jahrhunderte. Ihre historische Grundlage ist eng mit dem christlichen Jahreslauf verbunden. Vor der früher streng eingehaltenen Fastenzeit wurden noch einmal Lebensmittel konsumiert, die während des Fastens nicht oder nur eingeschränkt erlaubt waren. Gleichzeitig entstanden Feste, Spiele, Umzüge und gesellschaftliche Rituale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[Mittelalter]] sind Fasnachtsveranstaltungen in Schweizer Städten belegt. Dabei bestanden grosse regionale Unterschiede. Zu den Formen gehörten öffentliche Essen, Maskentreiben, Tänze, Wettkämpfe, Fasnachtsspiele und Umzüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, sämtliche Fasnachtsbräuche seien direkte Überreste vorchristlicher Rituale zur «Vertreibung des Winters», gilt als zu vereinfachend. Zwar können einzelne Masken-, Feuer- und Lärmbräuche ältere kulturelle Elemente aufgenommen haben, die historische Entwicklung der Fasnacht ist jedoch eng mit dem christlichen Kalender, städtischen Festkulturen, Zünften und lokalen gesellschaftlichen Strukturen verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der frühen Neuzeit versuchten kirchliche und weltliche Behörden immer wieder, bestimmte Formen der Fasnacht einzuschränken. Anlass dafür waren unter anderem Alkoholkonsum, Gewalt, Maskierung, politische Satire und die zeitweise Aufhebung der gewöhnlichen gesellschaftlichen Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]] veränderte das Fasnachtsbrauchtum in den reformierten Gebieten, führte jedoch keineswegs überall zu seinem Verschwinden. Besonders deutlich zeigt dies Basel, wo sich eine der bedeutendsten Fasnachtstraditionen Europas entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche Fasnachtsgesellschaften, Zünfte, Cliquen und Musikformationen. Viele heute als traditionell wahrgenommene Formen wurden in dieser Zeit neu organisiert oder grundlegend verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Funktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal der Fasnacht ist das zeitweilige Verlassen des gewöhnlichen Alltags. Menschen verkleiden sich, tragen Masken und übernehmen andere Rollen. Gesellschaftliche Hierarchien können symbolisch aufgehoben oder umgekehrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische und gesellschaftliche Satire besitzt in vielen Schweizer Fasnachten eine zentrale Bedeutung. Politikerinnen und Politiker, Behörden, lokale Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen werden auf Wagen, Laternen, Plakaten, in Versen oder in musikalischen Darbietungen kommentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fasnacht dient zugleich als starkes gesellschaftliches Bindeglied. In vielen Orten wird sie von Vereinen und Gruppen organisiert, deren Mitglieder während eines grossen Teils des Jahres Kostüme herstellen, Musik einstudieren, Wagen bauen und Sujets vorbereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für zahlreiche Städte und Dörfer stellt die Fasnacht einen wichtigen Bestandteil der lokalen Identität dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Masken und Verkleidungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Masken gehören zu den ältesten und auffälligsten Elementen der Schweizer Fasnacht. Regional werden sie auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Larven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Formen reichen von einfachen Gesichtsmasken bis zu aufwendig geschnitzten Holzmasken. Besonders bedeutende Traditionen des Maskenschnitzens bestehen unter anderem im [[Sarganserland]] und im [[Lötschental]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sarganserland&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/en/home/traditions/mask-carving-and-fasnacht-in-sarganserland.html Mask carving and Fasnacht in Sarganserland], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkleidung ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre gewöhnliche Identität zeitweise abzulegen. Historisch war die Anonymität der Maskierten teilweise auch ein Grund für behördliche Verbote und Einschränkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute reichen die Kostüme von traditionellen Figuren bis zu jährlich wechselnden Verkleidungen, die politische oder gesellschaftliche Themen aufgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik prägt viele Schweizer Fasnachten. Zu den bekanntesten Formen gehört die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guggenmusik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Guggenmusiken bestehen meist aus Blechblas- und Schlaginstrumenten und spielen bewusst kraftvolle, rhythmische und teilweise schräg arrangierte Versionen bekannter Musikstücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark ist die Guggenmusik in der [[Zentralschweiz]] verbreitet. Sie gehört heute jedoch auch in zahlreichen anderen Regionen zur Fasnachtskultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eigene musikalische Tradition besitzt Basel. Dort spielen die klassischen Fasnachtscliquen vor allem [[Piccolo]] und [[Trommel]]. Die Basler Trommeltradition entwickelte eine weit über die Fasnacht hinausreichende Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kanton Uri]] ist unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katzenmusik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, während in anderen Regionen Glocken, Schellen und verschiedene Lärminstrumente verwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zentralschweiz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/en/home/traditions/carnival-in-central-switzerland.html Carnival in Central Switzerland], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Basler Fasnacht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Basler Fasnacht}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Basler Fasnacht]] ist die international bekannteste Schweizer Fasnacht und gilt als grösste Fasnachtsveranstaltung des Landes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNESCO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ältester dokumentierter Fasnachtsanlass in Basel gilt ein Ritterturnier von 1376. Die heutige Form entwickelte sich jedoch über mehrere Jahrhunderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAKBasel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fasnacht beginnt am Montag nach Aschermittwoch um genau 4 Uhr morgens mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Morgestraich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die Beleuchtung der Innenstadt wird ausgeschaltet. Danach ziehen Cliquen mit Trommeln und Piccolos durch die dunklen Strassen. Licht spenden vor allem die bemalten Fasnachtslaternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Montag und Mittwoch finden die grossen Umzüge, die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cortèges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, statt. Cliquen, Wagen, Guggenmusiken und weitere Gruppen greifen dabei ihre jeweiligen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sujets&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf. Diese behandeln häufig aktuelle politische, gesellschaftliche oder lokale Ereignisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Besonderheit sind die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schnitzelbänke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In gereimten, oft bissigen und satirischen Versen werden Ereignisse des vergangenen Jahres kommentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienstag gehört unter anderem den Kindern und den Guggenmusiken. Nach genau 72 Stunden endet die Fasnacht am Donnerstagmorgen um 4 Uhr mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endstraich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAKBasel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Basler bezeichnen ihre Fasnacht im Dialekt häufig als die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;«drey scheenschte Dääg»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 nahm die UNESCO die Basler Fasnacht in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNESCO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fasnacht in der Zentralschweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fasnacht besitzt in der [[Zentralschweiz]] eine ausserordentlich starke gesellschaftliche Verankerung. Sie wird in den Kantonen [[Kanton Luzern|Luzern]], [[Kanton Uri|Uri]], [[Kanton Schwyz|Schwyz]], [[Kanton Obwalden|Obwalden]], [[Kanton Nidwalden|Nidwalden]] und [[Kanton Zug|Zug]] in zahlreichen lokalen Formen gefeiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zentralschweiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptzeit liegt gewöhnlich zwischen Schmutzigem Donnerstag und Güdisdienstag. Lärm, Musik, Maskierung und das spielerische Vertauschen gesellschaftlicher Rollen gehören zu den gemeinsamen Elementen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luzern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Luzerner Fasnacht]] zählt neben der Basler Fasnacht zu den grössten Fasnachtsereignissen der Schweiz. Eine zentrale Figur ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruder Fritschi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags beginnt die Fasnacht mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urknall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; am [[Vierwaldstättersee]]. Danach füllt sich die [[Altstadt Luzern|Luzerner Altstadt]] mit kostümierten Gruppen und Guggenmusiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grosse Umzüge finden am Schmutzigen Donnerstag und am Güdismontag statt. Die intensive Fasnachtszeit endet in der Nacht auf Aschermittwoch mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monstercorso&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guggenmusiken prägen das Erscheinungsbild der Luzerner Fasnacht besonders stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uri ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kanton Uri]] besitzt die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katzenmusik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine wichtige Stellung. Charakteristisch sind rhythmische, lärmintensive Musikzüge. Besonders bekannt ist die Katzenmusik in [[Altdorf UR|Altdorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zentralschweiz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwyz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kanton Schwyz]] haben sich verschiedene traditionelle Fasnachtsfiguren erhalten. Bekannt sind unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nüssler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und die Figur des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blätz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nüsseln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; führen maskierte Fasnächtler einen charakteristischen Tanz auf. Solche lokalen Figuren unterscheiden die Schwyzer Fasnacht von stärker durch moderne Guggenmusiken geprägten Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Solothurner Fasnacht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Solothurn]]er Fasnacht besitzt eine eigenständige Tradition. Sie beginnt bereits am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13. Januar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, dem Hilari-Tag. Der Name bezieht sich auf den heiligen Hilarius; zugleich erinnert das lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;hilaris&amp;#039;&amp;#039; an Fröhlichkeit und Heiterkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/de/home/traditionen/solothurner-fasnacht.html Solothurner Fasnacht], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jahrhundert ist der Hilari-Tag als Auftakt der Solothurner Fasnachtszeit belegt. Seit 1853 veranstaltet die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Narrenzunft Honolulu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; an diesem Tag ihre närrische Generalversammlung und den Hilari-Umgang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Fasnacht wird Solothurn symbolisch zu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Honolulu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die gewöhnliche Ordnung der Stadt wird dabei für kurze Zeit durch eine närrische Gegenwelt ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Umzüge, Guggenmusiken, Masken und satirische Darstellungen gehören zur heutigen Solothurner Fasnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fasnacht im Tessin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im italienischsprachigen [[Kanton Tessin]] wird die Fasnacht als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carnevale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gefeiert. Die grösste Veranstaltung ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rabadan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Bellinzona]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabadan&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/en/home/traditions/rabadan-and-carnival-in-ticino.html Rabadan and carnival in Ticino], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feierlichkeiten beginnen traditionell am Donnerstagabend mit der symbolischen Übergabe der Stadtschlüssel an &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;König Rabadan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Für mehrere Tage übernimmt damit symbolisch das närrische Königreich die Herrschaft über die Tessiner Kantonshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Programm gehören Konzerte von Fasnachtsmusiken, Kinderveranstaltungen, Umzüge und ein grosser Sonntagsumzug. Ebenfalls charakteristisch sind gemeinsame Essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine traditionelle Speise ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Risotto mit Luganighe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einer Tessiner Schweinswurst. Am Fasnachtsdienstag werden in Bellinzona grosse Mengen davon an die Bevölkerung ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabadan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Bellinzona besitzen zahlreiche weitere Tessiner Gemeinden eigene Carnevali. Das Bundesamt für Kultur nennt mehr als hundert lokale Fasnachtsveranstaltungen im Kanton.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabadan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jurassischer Karneval ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kanton Jura]] wird der Karneval traditionell auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carimentran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Er verbindet Umzüge, Maskenbälle, Musik und gesellschaftliche Satire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition ist mehrere Jahrhunderte alt und entwickelte sich zusammen mit den politischen und wirtschaftlichen Veränderungen des Juras.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jura&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/de/home/traditionen/jurassischer-karneval.html Jurassischer Karneval], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Ort unterscheiden sich Ablauf und Figuren erheblich. Wie in anderen Regionen erlaubt die Fasnacht auch hier eine zeitweilige Umkehr gesellschaftlicher Rollen sowie die humoristische Kommentierung des öffentlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fasnacht im Wallis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kanton Wallis]] existieren mehrere besonders alte und markante Maskentraditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschäggättä ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tschäggättä}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Schweizer Fasnachtsfiguren gehören die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschäggättä&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des [[Lötschental]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tragen grosse, meist aus [[Arve]]nholz geschnitzte Masken, Ziegen- oder Schaffelle und eine Glocke am Gürtel. Traditionell ziehen die Figuren während der Fasnachtszeit durch die Dörfer des Tales.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschaeggaettae&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/de/home/traditionen/die-tschaeggaettae.html Tschäggättä], Lebendige Traditionen der Schweiz, Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tschäggättä treten traditionell zwischen dem 3. Februar, dem Tag nach [[Mariä Lichtmess]], und Mitternacht des Fasnachtsdienstags auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschaeggaettae&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eindrucksvollen Holzmasken haben sich zu einem kulturellen Symbol des Lötschentals entwickelt und werden heute auch ausserhalb der eigentlichen Fasnachtszeit als Zeugnisse des lokalen Kunsthandwerks gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evolène ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im französischsprachigen Oberwallis haben sich alte Maskenfiguren erhalten. In [[Evolène]] treten unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Empaillés&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pelluches&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf. Ihre Kostüme unterscheiden sich deutlich von den Maskentraditionen anderer Schweizer Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bräuche zeigen besonders deutlich die grosse regionale Vielfalt der Walliser Fasnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarganserland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Sarganserland]] im [[Kanton St. Gallen]] ist für seine geschnitzten Fasnachtsmasken bekannt. Das Schnitzen und Tragen von Holzmasken besitzt dort eine lange Tradition.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sarganserland&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch wurde die Fasnacht vor allem auf den Strassen und in Wirtshäusern gefeiert. Später kamen grössere Umzüge, Maskenbälle und Guggenmusik-Veranstaltungen hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maskenschnitzerei verbindet die Fasnacht mit einem regionalen Kunsthandwerk, das auch ausserhalb der Festzeit gepflegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuer- und Lärmbräuche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feuer und Lärm treten bei zahlreichen Bräuchen im Umfeld der Fasnachtszeit auf. Glocken, Trommeln, Ratschen und Blasinstrumente erzeugen eine bewusst intensive Geräuschkulisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders spektakulärer Feuerbrauch ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chienbäse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Liestal]]. Am Sonntag nach Aschermittwoch werden grosse brennende Bündel aus Föhrenscheiten durch die Altstadt getragen. Zusätzlich ziehen brennende Wagen durch die Strassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chienbäse gehört zu den bekanntesten lebendigen Traditionen des [[Kanton Basel-Landschaft|Kantons Basel-Landschaft]] und zieht jedes Jahr zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chienbaese&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/de/home/kantone/basel-landschaft.html Basel-Landschaft – Lebendige Traditionen], Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Guggenmusik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guggenmusik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entwickelte sich zu einem der bekanntesten modernen Merkmale der Schweizer Fasnacht. Die Gruppen bestehen meist aus Trompeten, Posaunen, Hörnern, Sousaphonen und verschiedenen Schlaginstrumenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch sind stark rhythmische und bewusst eigenwillige Bearbeitungen populärer Musikstücke. Kostüme und Masken einer Guggenmusik folgen häufig einem gemeinsamen Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ausgeprägt ist die Guggenmusik-Kultur in der Zentralschweiz, sie ist inzwischen aber in einem grossen Teil der Schweiz verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei klassischen Blasmusikvereinen steht nicht die möglichst originalgetreue Wiedergabe eines Musikstücks im Vordergrund. Klang, Rhythmus, Lautstärke, gemeinsame Inszenierung und die unmittelbare Wirkung auf das Publikum sind zentrale Bestandteile der Darbietung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umzüge und Sujets ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fasnachtsumzüge gehören in zahlreichen Schweizer Orten zu den Höhepunkten der Festzeit. Sie reichen von kleinen Dorfumzügen bis zu Veranstaltungen mit Tausenden von Teilnehmenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wagen und Gruppen behandeln häufig ein bestimmtes &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sujet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Grundlage können lokale Ereignisse, internationale Politik, prominente Persönlichkeiten oder gesellschaftliche Debatten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satire darf während der Fasnacht traditionell deutlich direkter sein als im gewöhnlichen öffentlichen Leben. Politikerinnen und Politiker sowie Behörden müssen damit rechnen, karikiert und verspottet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ausgeprägt ist die Sujet-Tradition in Basel, sie findet sich jedoch auch in vielen anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulinarische Traditionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fasnacht gehören zahlreiche regionale Speisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Deutschschweiz sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fasnachtschüechli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; weit verbreitet. Das dünne, knusprige und mit Puderzucker bestreute Gebäck wird traditionell während der Fasnachtszeit angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Basel gehören &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehlsuppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwiebelwähe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Käsewähe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu den klassischen Fasnachtsspeisen. Besonders nach dem Morgestraich werden sie in zahlreichen Restaurants und Beizen serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tessin ist die Verbindung von Fasnacht und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Risotto mit Luganighe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besonders ausgeprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabadan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Getränke und gemeinschaftliche Essen gehören vielerorts zur Fasnachtskultur. Historisch steht diese Tradition in Zusammenhang mit dem ausgiebigen Essen vor Beginn der Fastenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konfessionelle Unterschiede ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Fasnacht wurde stark von der konfessionellen Geschichte der Schweiz beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In katholisch geprägten Gebieten blieb die Verbindung zur vorösterlichen Fastenzeit besonders sichtbar. Die Tage unmittelbar vor Aschermittwoch entwickelten sich vielerorts zu einer intensiven Festperiode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In reformierten Gebieten wurden Fasnachtsveranstaltungen nach der Reformation teilweise verboten oder eingeschränkt. Sie verschwanden jedoch nicht überall. Die Basler Fasnacht ist das bekannteste Beispiel einer ausserordentlich starken Fasnachtstradition in einer historisch reformierten Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Verbreitung lässt sich deshalb nicht allein anhand der Konfessionsgrenzen erklären. Lokale Geschichte und Vereinskultur spielen eine mindestens ebenso wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fasnacht als «fünfte Jahreszeit» ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird die Fasnacht häufig als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fünfte Jahreszeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Damit wird ausgedrückt, dass die Fasnachtszeit für aktive Fasnächtlerinnen und Fasnächtler eine eigene gesellschaftliche Welt mit Regeln, Ritualen und Traditionen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung beginnt vielerorts Monate vor dem eigentlichen Fest. Guggenmusiken proben ihre Stücke, Cliquen entwickeln Sujets, Wagenbaugruppen konstruieren ihre Fahrzeuge und Kostüme werden angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Städten beginnt die offizielle Fasnachtszeit bereits Wochen vor dem eigentlichen Höhepunkt. Die Solothurner Fasnacht startet beispielsweise am 13. Januar mit dem Hilari.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Fasnacht wird überwiegend von lokalen Vereinen, Zünften, Cliquen, Guggenmusiken und Komitees getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Organisationen bestehen dauerhaft und übernehmen Aufgaben wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Planung von Umzügen&lt;br /&gt;
* Koordination von Gruppen&lt;br /&gt;
* Herstellung von Kostümen und Masken&lt;br /&gt;
* Wagenbau&lt;br /&gt;
* musikalische Proben&lt;br /&gt;
* Organisation von Bällen und Veranstaltungen&lt;br /&gt;
* Bewahrung lokaler Fasnachtsfiguren und Rituale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung erfolgt zu einem grossen Teil ehrenamtlich. Dadurch ist die Fasnacht nicht nur ein Volksfest, sondern zugleich Ausdruck einer ausgeprägten Schweizer Vereins- und Freiwilligenkultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Immaterielles Kulturerbe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Schweizer Fasnachtstraditionen sind in der vom [[Bundesamt für Kultur]] geführten Liste der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lebendigen Traditionen der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vertreten. Dazu gehören unter anderem die Basler Fasnacht, die Fasnacht in der Zentralschweiz, die Solothurner Fasnacht, der jurassische Karneval, Rabadan und die Tessiner Fasnacht sowie verschiedene Maskenbräuche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LebendigeTraditionen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lebendige-traditionen.ch/tradition/de/home/informationen/liste-der-lebendigen-traditionen.html Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz], Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste soll die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes der Schweiz dokumentieren und die Weitergabe der Traditionen fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LebendigeTraditionen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere internationale Anerkennung erhielt die Basler Fasnacht. Die UNESCO nahm sie 2017 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNESCO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Vielfalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fasnacht zeigt exemplarisch den ausgeprägten kulturellen Regionalismus der Schweiz. Selbst benachbarte Gemeinden können unterschiedliche Figuren, Termine, Musikformen und Rituale besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in Basel Piccolos, Trommeln, Laternen und Schnitzelbänke dominieren, stehen in Luzern Guggenmusiken und grosse Strassenfeste im Mittelpunkt. Im Lötschental prägen archaisch wirkende Holzmasken das Erscheinungsbild, während Bellinzona während des Rabadan symbolisch von einem Fasnachtskönig regiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vielfalt ist einer der Gründe dafür, dass sich keine einzelne Veranstaltung als «die Schweizer Fasnacht» bezeichnen lässt. Vielmehr bildet die Fasnacht eine Familie regionaler Traditionen, die durch gemeinsame Grundelemente miteinander verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche Bedeutung in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im 21. Jahrhundert besitzt die Fasnacht in vielen Schweizer Städten und Gemeinden eine hohe Bedeutung. Sie bringt Generationen zusammen und verbindet traditionelle Elemente mit aktuellen gesellschaftlichen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig verändert sich die Fasnacht laufend. Neue Musikstile, Materialien und Formen der politischen Satire werden aufgenommen. Vereine diskutieren Fragen der Nachhaltigkeit, der Sicherheit und des Umgangs mit grossen Besucherzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz solcher Veränderungen bleiben Maskierung, Musik, gemeinschaftliches Feiern und die zeitweilige Aufhebung des gewöhnlichen Alltags zentrale Merkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Fasnacht ist deshalb nicht lediglich die Bewahrung eines historischen Brauches. Sie ist eine lebendige Tradition, die jedes Jahr neu gestaltet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Basler Fasnacht]]&lt;br /&gt;
* [[Luzerner Fasnacht]]&lt;br /&gt;
* [[Tschäggättä]]&lt;br /&gt;
* [[Chienbäse]]&lt;br /&gt;
* [[Brauchtum in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Immaterielles Kulturerbe der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Kultur]]&lt;br /&gt;
* [[Fastenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Aschermittwoch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/articles/011515 Fasnacht] im [[Historisches Lexikon der Schweiz|Historischen Lexikon der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [https://www.lebendige-traditionen.ch/ Lebendige Traditionen der Schweiz] – [[Bundesamt für Kultur]]&lt;br /&gt;
* [https://ich.unesco.org/en/RL/basel-carnival-01262 Basler Fasnacht] bei der UNESCO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fasnacht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immaterielles Kulturerbe (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksfest in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Winter in der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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