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	<title>Egg ZH - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:310px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; |+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egg ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; |- ! Staat | Schweiz |- ! Kanton | Zürich |- ! Bezirk | Uster |- ! BFS-Nummer | 0192 |- ! Postleitzahlen | 8132 Egg bei Zürich&amp;lt;br /&amp;gt;8132 Hinteregg&amp;lt;br /&amp;gt;8133 Esslingen |- ! Koordinaten | 47° 18′ N, 8° 41′ O |- ! Höhe | 545 m ü. M. |- ! Fläche | rund 14,5 km² |- ! Ortsteile | Egg, Hinteregg und Esslingen |- ! Einwohnerbezeichnung | Eggerin, Egger…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:310px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egg ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Staat&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
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! Einwohnerbezeichnung&lt;br /&gt;
| Eggerin, Egger&lt;br /&gt;
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! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.egg.ch www.egg.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egg ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Uster]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] in der [[Schweiz]]. Sie liegt am nordöstlichen Abhang des [[Pfannenstiel (Berg)|Pfannenstiels]] zwischen dem [[Greifensee]] und dem Höhenzug des Pfannenstiels. Die Gemeinde besteht aus den drei Hauptorten Egg, Hinteregg und Esslingen sowie zahlreichen Weilern, Aussenwachten und Einzelhöfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeportraet&amp;quot;&amp;gt;[https://www.egg.ch/uebersichtportrait Gemeinde Egg: Porträt], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg gehört zur Agglomeration Zürich, weist ausserhalb seiner grösseren Siedlungen jedoch ausgedehnte Landwirtschaftsflächen, Wälder und naturnahe Gebiete auf. Die Gemeinde erstreckt sich von der Ebene beim Greifensee bis in die höheren Lagen des Pfannenstiels und verbindet damit städtisch beeinflusste Wohngebiete mit einer weitgehend ländlich gebliebenen Kulturlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet liegt südöstlich der Stadt [[Zürich]] im Übergangsraum zwischen dem [[Zürcher Oberland]], dem rechten Zürichseeufer und dem Glatttal. Es reicht vom Greifensee auf etwa 438 Metern über Meer bis zum Pfannenstiel auf rund 853 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeportraet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von ungefähr 14,5 Quadratkilometern gehört Egg zu den flächenmässig grösseren Gemeinden des Bezirks Uster. Die Landschaft steigt von Westen nach Osten deutlich an. Während Esslingen und Teile von Niederesslingen näher an der Ebene des Greifensees liegen, befinden sich Egg und Hinteregg auf höher gelegenen Terrassen und Hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind [[Maur ZH|Maur]] im Norden und Nordwesten, [[Uster]] im Westen, [[Gossau ZH|Gossau]] und [[Grüningen ZH|Grüningen]] im Süden sowie [[Oetwil am See]] und [[Meilen]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenunterschied innerhalb des Gemeindegebiets beeinflusst Klima, Vegetation und Siedlungsstruktur. Die tieferen Lagen sind vergleichsweise mild, während in den Höhenlagen des Pfannenstiels im Winter häufiger Schnee liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wälder bedecken vor allem die höheren Bereiche und steileren Hänge. Dazwischen liegen Wiesen, Äcker, Obstgärten und kleinere Feuchtgebiete. Zahlreiche Bäche entwässern das Gebiet in Richtung Greifensee oder Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindegliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besteht aus den drei Hauptorten Egg, Hinteregg und Esslingen. Hinzu kommen die Aussenwachten Rällikon, Inner-Vollikon, Usser-Vollikon, Niederesslingen, Rohr, Schaubigen, Eichholz, Neuhaus und Guldenen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeportraet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Egg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg ist der politische und administrative Mittelpunkt der Gemeinde. Hier befinden sich das Gemeindehaus, die reformierte Kirche, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und verschiedene öffentliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Dorfkern entstand an der alten Strassenverbindung über den Pfannenstiel. Er wird durch traditionelle Bauernhäuser, ehemalige Handwerksbetriebe und kirchliche Gebäude geprägt. Im 20. Jahrhundert entstanden rund um den Kern grössere Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle Egg der [[Forchbahn]] liegt im Zentrum des Ortsteils. Dadurch bestehen direkte öffentliche Verkehrsverbindungen nach Zürich und Esslingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinteregg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinteregg liegt nordwestlich von Egg an der Forchstrasse und am Hang des Pfannenstiels. Der Ortsteil war ursprünglich eine bäuerliche Streusiedlung und hiess im 17. Jahrhundert teilweise «Fryenegg». Der Name erinnerte an die dort ansässigen freien Bauern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot;&amp;gt;Martin Illi: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000129/ Egg ZH], in: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, Version vom 17. Oktober 2005, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Hinteregg ist ein historisches Gebäude aus der Frühzeit der Forchbahn. Die gute Verkehrsanbindung förderte im 20. Jahrhundert den Bau neuer Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Bevölkerungswachstums sind in Hinteregg ältere Bauernhäuser, Wiesen und kleinere Landwirtschaftsbetriebe erhalten geblieben. Die höheren Lagen bieten Ausblicke über das Zürcher Oberland und bei klarem Wetter bis zu den Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Esslingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esslingen liegt im südwestlichen Teil der Gemeinde. Der Ortsteil entwickelte sich an der Strassen- und Bahnverbindung zwischen Zürich, Egg, Grüningen und dem Zürcher Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Endstation Esslingen der Forchbahn bildet einen regionalen Verkehrsknoten. Von dort verkehren Buslinien in Richtung Oetwil am See, Grüningen, Mönchaltorf und Stäfa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esslingen besitzt Wohnquartiere, Gewerbebetriebe, Schulen und lokale Einkaufsmöglichkeiten. Das Siedlungsgebiet ist im Laufe des 20. Jahrhunderts stark gewachsen und reicht heute teilweise bis an die umliegenden Aussenwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vollikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inner-Vollikon und Usser-Vollikon liegen südlich von Egg. Die beiden historischen Siedlungen sind von Landwirtschaftsflächen und Obstgärten umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usser-Vollikon besitzt einen gut erhaltenen Dorfkern mit traditionellen Bauernhäusern. Dieser ist in der kommunalen Bau- und Zonenordnung als schützenswertes Ortsbild berücksichtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bauzonenordnung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.egg.ch/_doc/5989207 Gemeinde Egg: Bau- und Zonenordnung], Stand 2025, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aussenwachten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren kleineren Siedlungen gehören Rällikon, Niederesslingen, Rohr, Schaubigen, Eichholz, Neuhaus und Guldenen. Daneben bestehen zahlreiche Einzelhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streusiedlungen gehen auf die landwirtschaftliche Nutzung des ausgedehnten Gemeindegebiets zurück. Viele Höfe entstanden ausserhalb der geschlossenen Dorfkerne in der Nähe ihrer Felder, Wiesen und Wälder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname Egg gehört zu den in der Deutschschweiz verbreiteten Geländebezeichnungen. Das Wort «Egg» bezeichnet einen lang gezogenen Höhenrücken, eine Geländekante oder einen vorspringenden Hang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung entspricht der Lage des Dorfs auf einem Geländerücken am nordöstlichen Abhang des Pfannenstiels. Der Zusatz «ZH» dient zur Unterscheidung von anderen schweizerischen Orten und Gemeinden namens Egg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühe überlieferte Namensform lautet «Echa». Sie erscheint im Zusammenhang mit dem Besitz des [[Kloster St. Gallen|Klosters St. Gallen]] im Frühmittelalter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten bekannten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit stammen aus der späten Bronzezeit. Grabfunde belegen, dass das Gebiet bereits lange vor der Entstehung der heutigen Dörfer besiedelt oder zumindest regelmässig genutzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen Greifensee, Pfannenstiel und Zürichsee bot günstige Voraussetzungen für Landwirtschaft, Viehhaltung, Jagd und Verkehr. Weitere Funde weisen auf eine Nutzung des Gebiets während der Eisenzeit und der römischen Epoche hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft entstanden alemannische Höfe und kleinere Siedlungen. Aus ihnen entwickelten sich im Früh- und Hochmittelalter die späteren Dörfer, Weiler und Aussenwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster St. Gallen erwarb im 8. und 9. Jahrhundert einen grösseren Güterkomplex in Egg. Bereits im Jahr 858 befand sich ein Teil der Kirche im Besitz des Klosters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 972 erhielt auch das [[Kloster Einsiedeln]] Grundbesitz im Gemeindegebiet. Die beiden Klöster verfügten über Bauernhöfe, Abgabenrechte und kirchliche Einkünfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den klösterlichen Gütern bestanden Höfe freier Bauern. Das spätmittelalterliche Habsburger Urbar dokumentiert diese besondere soziale Struktur. Die frühere Bezeichnung «Fryenegg» für Hinteregg erinnert an die freien Grundbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kyburger und Habsburger ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogtei über die St. Galler Güter wurde 1253 an die [[Grafen von Kyburg]] verpfändet. Nach dem Aussterben des älteren Kyburger Grafenhauses gelangten die Herrschaftsrechte 1273 an die [[Habsburg]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Habsburger übernahmen 1354 auch die Schirmherrschaft über die Güter des Klosters Einsiedeln. Damit verfügten sie über einen wesentlichen Teil der weltlichen Herrschaftsrechte im Gebiet von Egg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lokale Verwaltung blieb jedoch aufgrund der unterschiedlichen Grundherren und Rechtsverhältnisse zersplittert. Klöster, Adelsfamilien und freie Bauern besassen nebeneinander Rechte und Güter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1408 gelangte Egg zusammen mit der [[Herrschaft Grüningen]] unter die Herrschaft der Stadt Zürich. Zürich übernahm die hohe Gerichtsbarkeit und einen grossen Teil der Verwaltungsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkrieg]] wurden Esslingen und Vollikon der Obervogtei Stäfa zugeteilt. Die übrigen Gebiete gehörten weiterhin zur Herrschaft beziehungsweise Landvogtei Grüningen. Diese Aufteilung bestand bis 1798.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Viehhaltung, Wein- und Obstbau. Wegen der unterschiedlichen Höhenlagen konnten verschiedene landwirtschaftliche Erzeugnisse angebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche von Egg war bereits im frühen Mittelalter ein kirchlicher Mittelpunkt der Umgebung. Nach mehreren Besitzerwechseln verfügte ab 1478 das Chorherrenstift St. Martin auf dem Zürichberg über den Kirchensatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zürcher Reformation wurde Egg in den 1520er-Jahren reformiert. Der Kirchensatz ging danach an den Zürcher Rat über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kirchgemeinde Egg gehörte bis 1729 auch [[Oetwil am See]]. Die ausgedehnte Pfarrei umfasste zahlreiche Dörfer, Weiler und Einzelhöfe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation veränderte Gottesdienst, Kirchenorganisation, Bildung und Armenfürsorge. Kirchliche Güter und Aufgaben wurden stärker von der Zürcher Obrigkeit kontrolliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Heimarbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert war Egg fast vollständig landwirtschaftlich geprägt. Die Bauern betrieben Ackerbau, Viehwirtschaft, Obstbau und teilweise Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den höher gelegenen Höfen spielte die Vieh- und Milchwirtschaft eine wichtige Rolle. In den tieferen und wärmeren Gebieten wurden Getreide, Obst und Reben angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 18. Jahrhundert ergänzten viele Familien ihr Einkommen durch Heimarbeit. Besonders verbreitet waren das Spinnen und Weben für Zürcher Textilverleger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimarbeit ermöglichte auch kleineren Bauernfamilien und landlosen Haushalten ein zusätzliches Einkommen. Gleichzeitig führte sie zu einer stärkeren Einbindung der ländlichen Bevölkerung in die überregionalen Märkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im Jahr 1798 endeten die alten Herrschaftsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dörfer und Aussenwachten wurden zu einer politischen Gemeinde zusammengefasst. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts änderte sich die Zugehörigkeit zu den kantonalen Verwaltungsbezirken mehrfach. Seit 1831 gehört Egg zum Bezirk Uster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der politischen Gemeinde bestanden mehrere Zivilgemeinden. Sie verwalteten lokale Güter, Strassen, Wasserversorgungen und weitere gemeinschaftliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgemeinde Bad wurde 1921 aufgehoben. Die Zivilgemeinden Egg, Hinteregg, Esslingen, Hof und Lieburg folgten 1927.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt; Ihre Aufgaben gingen auf die politische Gemeinde über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der Forchstrasse im Jahr 1847 verbesserte die Verbindung zwischen Zürich, Egg und dem Zürcher Oberland. Vorher erfolgten Transporte hauptsächlich über steile und teilweise schlecht ausgebaute Landstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Strasse erleichterte den Warenverkehr und den Zugang zu den Märkten in Zürich. Zwischen 1836 und 1906 verkehrten Postkutschen über Hinteregg und Esslingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forchbahngeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://forchbahn.ch/ueber-uns/ Forchbahn: Geschichte], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 nahm die [[Forchbahn]] den Betrieb zwischen Zürich und Esslingen auf. Sie schuf eine leistungsfähige Verbindung für Personen und Güter und beeinflusste die Entwicklung aller drei Hauptorte nachhaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn führte zunächst teilweise auf der Strasse. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Streckenabschnitte ausgebaut, Haltestellen modernisiert und der Betrieb verdichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1875 bis 1966 bestand in Egg eine Seidenstofffabrik der Firma Schroeder. Sie gehörte zu den wichtigsten Industriebetrieben der Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 begann die Franz Büttner AG mit der Herstellung von Farbbändern. Der Betrieb wurde 1972 von Pelikan übernommen. Die Produktion von Büro- und Schreibwaren schuf zahlreiche Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den grösseren Betrieben entstanden Schreinereien, Bauunternehmen, Mühlen, mechanische Werkstätten und weitere Gewerbebetriebe. Dennoch blieb die Landwirtschaft bis weit ins 20. Jahrhundert ein bedeutender Wirtschaftszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religiöse Gemeinschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1865 versammelte sich in Egg eine religiöse Gemeinschaft um Dorothea Boller, die als «Mutter von Zion» bezeichnet wurde. Die Gruppe wurde als Auferstehungssekte bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft erwarb ein beträchtliches Vermögen. Ein Teil davon fiel später an die Gemeinde Egg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurde die katholische St.-Antonius-Kirche errichtet. Sie wurde 1925 zur Pfarrkirche erhoben und entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort. Seit 1926 werden dort Reliquien des heiligen Antonius von Padua aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum zur Agglomerationsgemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts blieb die Bevölkerungszahl relativ stabil. 1950 lebten 2439 Menschen in der Gemeinde. Danach begann ein starkes Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchbahn, der Ausbau des Strassennetzes und die Nähe zur Stadt Zürich machten Egg zu einer attraktiven Wohngemeinde. Zwischen 1960 und 1970 stieg die Einwohnerzahl von 3018 auf 5250.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden vor allem in Egg, Hinteregg und Esslingen. Die drei Siedlungskerne wuchsen teilweise zusammen. Gleichzeitig wurden Schulen, Sportanlagen, Strassen und Versorgungsnetze erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 zählte Egg 7455 Einwohnerinnen und Einwohner. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich das Wachstum in langsamerem Tempo fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindewappen zeigt in Blau eine silberne, aufrechte Pflugschar. Die Pflugschar verweist auf die jahrhundertelange Bedeutung der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motiv ist seit längerer Zeit als Zeichen der Gemeinde überliefert. Im 20. Jahrhundert wurden Form und Farben vereinheitlicht und als offizielles Gemeindewappen festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einfache heraldische Darstellung erinnert an die bäuerliche Vergangenheit der Gemeinde, deren zahlreiche Höfe und Landwirtschaftsflächen das Landschaftsbild bis heute prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsentwicklung war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts durch langsames Wachstum und zeitweilige Rückgänge gekennzeichnet. Seit den 1960er-Jahren nahm die Einwohnerzahl aufgrund der Einbindung in die Agglomeration Zürich stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1467&lt;br /&gt;
| 38 Haushaltungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634&lt;br /&gt;
| 899&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1699&lt;br /&gt;
| 1245&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 2523&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 2309&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| 2439&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 3018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| 5250&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 6533&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 7455&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2026&lt;br /&gt;
| rund 8650&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rückgang zwischen 1850 und 1900 hing unter anderem mit der Abwanderung in die Städte und Industriegebiete zusammen. Der starke Anstieg nach 1960 wurde durch neue Wohnquartiere und verbesserte Verkehrsverbindungen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung ist überwiegend deutschsprachig. Im Alltag wird hauptsächlich Zürichdeutsch gesprochen. Daneben sind aufgrund der Zuwanderung zahlreiche weitere Sprachen verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die religiöse Zusammensetzung hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert. Neben der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Kirche bestehen weitere Religionsgemeinschaften sowie ein wachsender Anteil konfessionsloser Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg ist als Einheitsgemeinde organisiert. Die politische Gemeinde und die Schulgemeinde bilden eine gemeinsame kommunale Organisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das oberste politische Organ sind die Stimmberechtigten. Sie entscheiden an Gemeindeversammlungen und an der Urne über kommunale Vorlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung beschliesst unter anderem über Budget, Jahresrechnung, kommunale Erlasse, Kredite und grössere Bauvorhaben. Geschäfte von besonderer Tragweite können einer Urnenabstimmung unterstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er leitet die Gemeindeverwaltung und ist für die Umsetzung der politischen Beschlüsse verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Aufgabenbereichen gehören Finanzen, Bau und Planung, Sicherheit, Gesundheit, Soziales, Umwelt, Liegenschaften, Kultur und Bildung. Die Schulpflege ist für die strategische Führung der Volksschule zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Forchstrasse 145 in Egg. Sie umfasst die Einwohnerdienste, das Steueramt, das Bauamt, die Finanzverwaltung, die Sozialabteilung und weitere kommunale Stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeverwaltung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.egg.ch Gemeinde Egg: Gemeindeverwaltung], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Dienstleistungen gehören die Bearbeitung von Baugesuchen, An- und Abmeldungen, Ausweise, Steuerfragen, Sozialberatung, Bestattungswesen sowie die Organisation von Wahlen und Abstimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde veröffentlicht amtliche Mitteilungen, Beschlüsse, Veranstaltungshinweise und Informationen über laufende Projekte auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg entwickelte sich von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Wohn- und Dienstleistungsstandort. Landwirtschaft, Gewerbe und kleinere Industrieunternehmen sind dennoch weiterhin vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landwirtschaftlichen Betriebe konzentrieren sich hauptsächlich auf die Aussenwachten und die höher gelegenen Gebiete. Zu ihren Tätigkeiten gehören Milchwirtschaft, Viehhaltung, Ackerbau, Obstbau und Direktvermarktung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Egg, Hinteregg und Esslingen bestehen Betriebe aus den Bereichen Bau, Handwerk, Detailhandel, Gastronomie, Gesundheitswesen, Beratung und persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere Arbeitgeber befinden sich auch ausserhalb der Gemeinde in Zürich, Uster, Dübendorf, Küsnacht und weiteren Orten der Region. Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt deshalb aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gute Erreichbarkeit und die landschaftlich attraktive Lage haben die Nachfrage nach Wohnraum erhöht. Dadurch gewann das Bau- und Immobilienwesen an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg ist durch die Forchbahn, regionale Buslinien und mehrere Kantonsstrassen gut erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forchbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchbahn verbindet die Gemeinde mit der Stadt Zürich. Auf dem Gemeindegebiet liegen unter anderem die Haltestellen Hinteregg, Egg, Langwies und Esslingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn verkehrt von Esslingen über Egg, Hinteregg, Forch und Zumikon nach Zürich. Im Zürcher Stadtgebiet benutzen die Züge teilweise das Tramnetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die direkte Verbindung ermöglichte seit dem frühen 20. Jahrhundert das Pendeln nach Zürich. Sie war ein wichtiger Grund für die Entwicklung Eggs zur Agglomerationsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Station Esslingen bildet den südöstlichen Endpunkt der Bahn. Dort bestehen Anschlüsse an regionale Buslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uster–Oetwil-Bahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1909 und 1949 verkehrte die elektrische [[Uster–Oetwil-Bahn]]. Sie verband Uster über Mönchaltorf und Esslingen mit Oetwil am See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Esslingen nutzte sie zeitweise Anlagen gemeinsam mit der Forchbahn. Nach der Stilllegung wurde ein Teil der Verkehrsaufgaben durch Buslinien übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1995 errichtete Bahnhof Esslingen ersetzte die früheren Bahnanlagen und wurde an die Anforderungen des modernen öffentlichen Verkehrs angepasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;esslingenbahnhof&amp;quot;&amp;gt;[https://forchbahn.ch/auf-den-spuren-der-alten-frieda/ Forchbahn: Auf den Spuren der alten Frieda], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchstrasse verbindet Egg mit Zürich und dem Zürcher Oberland. Weitere Strassen führen nach Maur, Uster, Grüningen, Oetwil am See und Meilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Anschluss Forch besteht Zugang zur [[Autostrasse A52]]. Sie führt in Richtung Zürich und Hinwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstrassen sind besonders während der Pendlerzeiten stark belastet. Die Gemeinde fördert deshalb den öffentlichen Verkehr sowie sichere Fuss- und Veloverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg verfügt über mehrere Kindergärten und Primarschulhäuser in den verschiedenen Ortsteilen. Die Sekundarschule befindet sich ebenfalls in der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schulanlagen gehören Bützi, Güetli, Zentrum, Esslingen und weitere Standorte. Turnhallen, Sportplätze und Räume für die schulergänzende Betreuung ergänzen das Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungswachstum führte wiederholt zu einem zusätzlichen Bedarf an Schulraum. Die Gemeinde plant deshalb die Sanierung, Erweiterung und teilweise Erneuerung ihrer Schulanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen und Berufsfachschulen befinden sich vor allem in Uster, Küsnacht, Zürich und Wetzikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Volksschule bestehen eine Musikschule, eine Gemeindebibliothek sowie verschiedene private Bildungs- und Betreuungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen und Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Egg steht im historischen Dorfkern. Ihre Geschichte reicht bis ins Frühmittelalter zurück. Bereits 858 befand sich ein Teil der Kirche im Besitz des Klosters St. Gallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Erscheinungsbild entstand durch mehrere Umbauten und Erneuerungen. Kirche und Pfarrhaus bilden ein bedeutendes historisches Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirchgemeinde organisiert Gottesdienste, kirchlichen Unterricht, soziale Angebote, Konzerte und Veranstaltungen für verschiedene Altersgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche St. Antonius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche St. Antonius wurde 1921 errichtet und 1925 zur Pfarrkirche erhoben. Sie entwickelte sich schon unter ihrem ersten Pfarrer Anton Bolte zu einem Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 werden in der Kirche Reliquien des heiligen Antonius von Padua aufbewahrt. 1939 wurde ein Pilgersaal gebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-egg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrei betreut die katholische Bevölkerung von Egg und der Umgebung. Neben Gottesdiensten bietet sie Bildungs-, Jugend- und Sozialarbeit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsbild und Baukultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Dorfkerne von Egg, Hinteregg und Vollikon besitzen traditionelle Bauernhäuser, Wohnhäuser und ehemalige Gewerbebauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Bauernhäuser sind als Riegelbauten ausgeführt und verbinden Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem gemeinsamen Dach. Grosse Scheunentore und weit auskragende Dächer erinnern an die frühere landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Bautätigkeit seit den 1960er-Jahren veränderte das Erscheinungsbild der Hauptorte. Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Schulen und Gewerbebauten ergänzten die historischen Kerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunale Bau- und Zonenordnung unterscheidet verschiedene Kernzonen. Besonders schützenswerte Ortsbilder befinden sich in Egg, Hinteregg, Hof und Usser-Vollikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bauzonenordnung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Landschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet besitzt aufgrund seiner grossen Höhenunterschiede vielfältige Lebensräume. Dazu gehören Wälder, Wiesen, Obstgärten, Bäche, Feuchtgebiete und landwirtschaftlich genutzte Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pfannenstiel ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet für die Bevölkerung der Region Zürich. Wanderwege führen durch die Wälder und über Höhenzüge mit Aussicht auf den Zürichsee, den Greifensee und die Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den tieferen Lagen befinden sich naturnahe Flächen im Umfeld des Greifensees. Der See und seine Ufergebiete sind für den Vogel- und Pflanzenschutz von grosser Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg beteiligt sich an regionalen Projekten zur ökologischen Vernetzung. Hecken, Waldränder, Bäche und extensive Wiesen sollen als Lebensräume aufgewertet und miteinander verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde gehört zum Gebiet des Naturnetzes Pfannenstil. Dieses unterstützt Projekte zur Pflege und Wiederherstellung wertvoller Landschaftselemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben wird von zahlreichen Vereinen, Kirchen, Schulen und freiwilligen Organisationen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vereinsangebot umfasst Sport, Musik, Theater, Natur, Jugendförderung, Politik und gemeinnützige Tätigkeiten. Turnhallen, Sportplätze und Gemeinderäume stehen für Proben, Trainings und Veranstaltungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmässige Märkte, Dorffeste, Konzerte und Vereinsanlässe finden in den verschiedenen Ortsteilen statt. Der zentrale Platz in Egg wird unter anderem für die Chilbi und den Sommermarkt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche Gliederung der Gemeinde fördert teilweise eigenständige lokale Identitäten in Egg, Hinteregg und Esslingen. Gleichzeitig schaffen Schulen, Vereine und politische Institutionen eine gemeinsame Gemeindekultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gemeinde bestehen Sportanlagen, Turnhallen, Tennisplätze, Fussballfelder und Spielplätze. Vereine bieten zahlreiche Mannschafts- und Einzelsportarten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wege am Pfannenstiel und in Richtung Greifensee werden zum Wandern, Joggen und Velofahren genutzt. Im Winter sind in den höheren Lagen bei geeigneten Bedingungen Langlauf und Schlitteln möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den beliebten Ausflugszielen gehören die Wälder des Pfannenstiels, Aussichtspunkte oberhalb von Hinteregg und die Uferlandschaft des Greifensees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchbahn ermöglicht einen einfachen Zugang zu den Wandergebieten und verbindet verschiedene Ausgangspunkte innerhalb der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr und Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr Egg ist für Brandbekämpfung, Rettungen, technische Hilfeleistungen und die Bewältigung von Elementarereignissen zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des ausgedehnten Gemeindegebiets, der Streusiedlungen und der bewaldeten Höhenlagen muss sie unterschiedliche Einsatzgebiete abdecken. Sie arbeitet bei grösseren Ereignissen mit den Feuerwehren der Nachbargemeinden zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polizeiliche Aufgaben werden durch die Kantonspolizei Zürich und kommunale Sicherheitsstellen wahrgenommen. Für medizinische Notfälle stehen regionale Rettungsdienste zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bevölkerungsschutz und die Zivilschutzorganisation werden gemeinsam mit weiteren Gemeinden der Region organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde unterhält Strassen, Schulhäuser, Sportanlagen, Verwaltungsgebäude sowie Anlagen für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der grossen Höhenunterschiede und der zahlreichen Aussenwachten ist die Versorgung mit Wasser und anderen Dienstleistungen technisch anspruchsvoll. Pumpwerke, Reservoire und Leitungsnetze sichern die Trinkwasserversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abwasser wird über kommunale und regionale Anlagen behandelt. Für Abfälle und wiederverwertbare Stoffe bestehen Sammelstellen und regelmässige Abfuhren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Egg und Esslingen befinden sich Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Angebote, Restaurants und verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Weitere Angebote sind in Uster, Zürich und den Gemeinden am rechten Zürichseeufer erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egg verbindet drei grössere Siedlungen mit einer ausgedehnten Streusiedlungs- und Hoflandschaft. Die Gemeinde weist deshalb sowohl vorstädtische als auch stark ländliche Bereiche auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchbahn und die Nähe zu Zürich prägen den Alltag vieler Einwohnerinnen und Einwohner. Gleichzeitig sind Landwirtschaft, Wälder und historische Dorfkerne weiterhin wichtige Bestandteile der lokalen Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den zentralen Herausforderungen gehören die Bereitstellung von Wohn- und Schulraum, die Bewältigung des Verkehrs, der Schutz des Ortsbilds und die Erhaltung der Landschaft am Pfannenstiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Uster]]&lt;br /&gt;
* [[Pfannenstiel]]&lt;br /&gt;
* [[Greifensee]]&lt;br /&gt;
* [[Forchbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Esslingen ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Hinteregg]]&lt;br /&gt;
* [[Maur ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Oetwil am See]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Martin Gubler: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band III: Die Bezirke Pfäffikon und Uster.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser, Basel 1978.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &amp;#039;&amp;#039;Egg ZH.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Gemeinde Egg: &amp;#039;&amp;#039;Egg – Geschichte und Gegenwart einer Zürcher Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Egg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.egg.ch Offizielle Website der Gemeinde Egg]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000129/ Egg ZH im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?bfs=192 Gemeindeporträt des Statistischen Amts des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://forchbahn.ch Offizielle Website der Forchbahn]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch Bundesgeoportal mit Karten von Egg ZH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Egg ZH|Egg ZH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Uster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfannenstiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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