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	<title>Carouge GE - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; |- ! colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center; font-size:120%;&quot; | Carouge |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Wappen von Carouge |- ! Staat | Schweiz |- ! Kanton | Genf |- ! BFS-Nummer | 6608 |- ! Postleitzahl | 1227 |- ! Koordinaten | 46° 11′ N, 6° 08′ E |- ! Höhe | 386 m ü. M. |- ! Fläche | 2,70 km² |- ! Einwohner | 23…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; |- ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%;&amp;quot; | Carouge |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:CHE_Carouge_COA.svg&quot; title=&quot;Datei:CHE Carouge COA.svg&quot;&gt;120px|Wappen von Carouge&lt;/a&gt; |- ! Staat | Schweiz |- ! Kanton | Genf |- ! BFS-Nummer | 6608 |- ! Postleitzahl | 1227 |- ! Koordinaten | 46° 11′ N, 6° 08′ E |- ! Höhe | 386 m ü. M. |- ! Fläche | 2,70 km² |- ! Einwohner | 23…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%;&amp;quot; | Carouge&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Carouge COA.svg|120px|Wappen von Carouge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Staat&lt;br /&gt;
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! Einwohner&lt;br /&gt;
| 23&amp;#039;050&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohnerstand&lt;br /&gt;
| 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bevölkerungsdichte&lt;br /&gt;
| 8&amp;#039;547 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sprache&lt;br /&gt;
| Französisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Stadtpräsident&lt;br /&gt;
| Patrick Mützenberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.carouge.ch/ www.carouge.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carouge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Kanton Genf]] in der [[Schweiz]]. Zur Unterscheidung von ähnlich benannten Orten wird sie auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carouge GE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die dicht bebaute Gemeinde liegt unmittelbar südlich der Stadt [[Genf]] am linken Ufer der [[Arve]] und gehört vollständig zur Genfer Agglomeration. Ende 2025 zählte Carouge 23&amp;#039;050 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 2,70 Quadratkilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ocstat&amp;quot;&amp;gt;[https://statistique.ge.ch/communes/apercu.asp?commune=8 Carouge – Chiffres clés], Office cantonal de la statistique des Kantons Genf, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge ist vor allem für seine im 18. Jahrhundert unter der Herrschaft des [[Königreich Sardinien|Königreichs Sardinien]] angelegte Altstadt bekannt. Das regelmässige Strassennetz, die niedrigen Häuser mit Innenhöfen und Gärten, die schattigen Plätze und die zahlreichen Handwerksbetriebe verleihen dem historischen Zentrum ein für den Kanton Genf ungewöhnliches, südländisch geprägtes Erscheinungsbild. Aus diesem Grund trägt Carouge den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cité sarde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auf Deutsch «sardinische Stadt».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde von der sardinischen Monarchie gezielt als wirtschaftliches und politisches Gegengewicht zum benachbarten Genf ausgebaut. 1786 erhob König Viktor Amadeus III. Carouge zur königlichen Stadt. Die damalige Förderung religiöser Toleranz, des Handels und der Niederlassungsfreiheit trug zur Entwicklung einer kosmopolitischen Bevölkerung bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.carouge.ch/tourisme/histoire-de-carouge Histoire de Carouge], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Carouge ein Wohn-, Gewerbe-, Kultur- und Dienstleistungszentrum. Die Altstadt ist für ihre Märkte, Restaurants, Galerien, unabhängigen Geschäfte und Ateliers bekannt. Im Norden und Westen der Gemeinde liegen ehemalige und weiterhin genutzte Industrie- und Gewerbegebiete, die teilweise im Rahmen des Grossprojekts [[Praille-Acacias-Vernets]] zu neuen Stadtquartieren umgestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge liegt südlich des Genfer Stadtzentrums und ist baulich vollständig mit der Kernstadt und den benachbarten Gemeinden zusammengewachsen. Die Arve bildet einen grossen Teil der nördlichen Gemeindegrenze. Jenseits des Flusses befinden sich die Genfer Quartiere Plainpalais, Les Acacias und Champel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst 270 Hektaren. Mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als 8&amp;#039;500 Einwohnern je Quadratkilometer gehört Carouge zu den am dichtesten besiedelten Gemeinden der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ocstat&amp;quot; /&amp;gt; Die Gemeinde grenzt an Genf, [[Lancy]], [[Plan-les-Ouates]] und [[Veyrier GE|Veyrier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände steigt vom Ufer der Arve nach Süden leicht an. Neben der Arve gehört die [[Drize]] zu den prägenden Gewässern. Der ursprünglich offen verlaufende Fluss wurde in Teilen des Stadtgebiets kanalisiert und über längere Abschnitte eingedolt. Historisch lieferte sein Wasser Energie für Mühlen und Gewerbebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Zentrum wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vieux-Carouge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Es umfasst insbesondere die Place du Marché, die Place du Temple, die Place de Sardaigne sowie die Rue Ancienne, Rue Saint-Joseph und Rue Jacques-Dalphin. Die meist zwei- oder dreigeschossigen Gebäude besitzen auf der Strassenseite regelmässige Fassaden, während sich auf der Rückseite häufig Gärten, Innenhöfe, Werkstätten und Nebengebäude befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich und südöstlich der Altstadt liegen die Quartiere Fontenette und Moraines. Südlich des historischen Zentrums entstanden im 20. Jahrhundert grössere Wohnanlagen, darunter die weithin sichtbaren Tours de Carouge. Weitere Wohn- und Bildungsgebiete befinden sich bei La Tambourine, Battelle und Grange-Collomb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden und Nordwesten reichen Teile der Gewerbegebiete Praille und Acacias auf das Gemeindegebiet. Diese Flächen bilden einen starken Kontrast zur kleinteiligen Bebauung des Vieux-Carouge. Im Rahmen des Projekts Praille-Acacias-Vernets sollen Teile der bisherigen Industrieareale langfristig in gemischte Quartiere mit Wohnungen, Arbeitsplätzen, öffentlichen Einrichtungen und Grünräumen umgewandelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pav&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ge.ch/document/reponses-vos-questions-projet-pav Les réponses à vos questions sur le projet Praille-Acacias-Vernets], Kanton Genf, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühmittelalterliche Quellen nennen den Ort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quadruvium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quatruvio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Diese Bezeichnungen gehen auf das lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;quadrivium&amp;#039;&amp;#039; für eine Kreuzung mehrerer Strassen zurück. 1248 ist die Form &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carrogium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; belegt. Später erschienen Schreibweisen wie Quarrouiz, Quarroggi und Quaroggio.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;Dominique Zumkeller: [https://hls-dhs-dss.ch/articles/002890 Carouge (GE)], in: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, Version vom 6. Oktober 2011, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name verweist auf die historische Bedeutung des Ortes als Verkehrsknoten. Bereits in der Antike trafen hier Strassen aus dem Gebiet von Annecy, Seyssel und Savoyen zusammen, bevor sie über die Arve nach Genf und weiter ins Schweizer Mittelland führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Französisch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carougeois&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carougeoises&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike und Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Spuren zweier nacheinander errichteter Brücken über die Arve weisen auf einen wichtigen Übergang um etwa 100 v. Chr. hin. Die Brücken standen im Zusammenhang mit der Entwicklung des gallischen Oppidums und der späteren römischen Stadt Genava. Der Übergang war Teil einer Verkehrsverbindung zwischen Genf, dem Alpenvorland und dem Gebiet des heutigen Savoyen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem Ende der römischen Herrschaft blieb die Strassenkreuzung von Bedeutung. Die heutige Rue Ancienne folgt weitgehend einem historischen Verkehrsweg, der während des Mittelalters von Händlern, Reisenden und Fuhrwerken benützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge war zunächst ein kleines Dorf mit landwirtschaftlichen Betrieben, Mühlen, Herbergen und Handwerksstätten. Nach dem Erlöschen des Hauses der Grafen von Genf im Jahr 1401 gelangte der Ort dauerhaft unter die Herrschaft des [[Haus Savoyen|Hauses Savoyen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau unter sardinischer Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turiner Vertrag von 1754 beendete die komplizierten geteilten Herrschaftsrechte zwischen der Republik Genf und Savoyen. Carouge wurde vollständig dem Königreich Sardinien zugeschlagen, dessen Herrscher zugleich Herzöge von Savoyen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung in Turin erkannte die günstige Lage des Ortes unmittelbar vor den Toren Genfs. Sie beabsichtigte, durch eine neue Handelsstadt einen Teil der Waren- und Finanzströme der wohlhabenden Genfer Republik auf sardinisches Gebiet umzulenken. In den 1760er- und 1770er-Jahren begann deshalb der planmässige Ausbau Carouges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Entwürfe für die neue Stadt wurden ausgearbeitet. Grundlage der endgültigen Anlage wurde der Plan des Ingenieurs und Architekten Filippo Nicolis de Robilant von 1781. Domenico Elia, Giuseppe Viana und Lorenzo Giardino entwickelten diesen Plan weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Stadtgebiet wurde durch gerade Strassen in regelmässige Baublöcke gegliedert. Nur die ältere Rue Ancienne unterbrach das geometrische Raster. Die Häuser wurden in einheitlichen Proportionen errichtet, blieben jedoch verhältnismässig niedrig. Hinter den Strassenfassaden befanden sich Gärten, Höfe, Ställe, Lager- und Werkstatträume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wuchs ausserordentlich schnell. 1772 lebten 567 Menschen in Carouge, 1781 waren es bereits 1&amp;#039;454 und 1786 mehr als 3&amp;#039;100. Zum Zeitpunkt der französischen Annexion 1792 zählte der Ort 4&amp;#039;672 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königliche Stadt und religiöse Toleranz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Januar 1786 erhob König Viktor Amadeus III. Carouge zur königlichen Stadt. Zur Förderung der Ansiedlung gewährte die sardinische Regierung der Bevölkerung wirtschaftliche und religiöse Freiheiten, die für die damalige Zeit ungewöhnlich weitreichend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Katholiken konnten sich auch Protestanten und Juden niederlassen und ihre Religion ausüben. Die Stadt besass keine Befestigungsmauern und verstand sich als offene Handelsstadt. Die Niederlassung von Menschen aus Frankreich, Savoyen, dem Piemont, Genf, deutschen Territorien und den eidgenössischen Orten führte zu einer stark gemischten Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1777 waren ein Wochenmarkt und zwei jährliche Messen erlaubt. Zahlreiche Gasthäuser, Handwerksbetriebe und Geschäfte profitierten vom Verkehr auf den Strassen nach Genf, Annecy, Chambéry und Lyon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1792 wurde Carouge von den Truppen des revolutionären Frankreichs besetzt und Frankreich angeschlossen. Die Stadt gehörte zunächst zum Département Mont-Blanc und ab 1798 zum Département Léman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Revolutionszeit wurden kirchliche Tätigkeiten zeitweise unterbrochen. Die katholische Kirche Sainte-Croix diente den revolutionären Klubs als Versammlungsort, und mehrere Strassen erhielten neue Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die französische Eingliederung verlor Carouge seine Funktion als bevorzugtes sardinisches Gegenstück zu Genf. Genf wurde 1798 ebenfalls französisch und zum Hauptort des Départements Léman bestimmt. Damit standen die beiden zuvor konkurrierenden Städte unter derselben Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anschluss an Genf und die Schweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Herrschaftssystems kam Carouge im September 1814 zunächst wieder zum Königreich Sardinien. Der [[Turiner Vertrag (1816)|Turiner Vertrag vom 16. März 1816]] regelte schliesslich die Abtretung Carouges und weiterer savoyischer Gemeinden an den Kanton Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge wurde damit Teil der Schweiz. Der Anschluss erfolgte bei einem Teil der Bevölkerung ohne grosse Begeisterung, da sich die Stadt über Jahrzehnte als Konkurrentin Genfs entwickelt hatte und wirtschaftlich stark auf Savoyen und Frankreich ausgerichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert verschwanden die politischen Grenzen zwischen Carouge und Genf zunehmend aus dem täglichen Wirtschaftsleben. Die beiden Städte blieben jedoch selbstständige Gemeinden mit jeweils eigenen Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge war bereits im 18. Jahrhundert ein Standort von Mühlen, Gerbereien und Uhrmacherwerkstätten. Die Werkstätten der Carouger Uhrmacher erreichten jedoch nie die Bedeutung der Genfer Uhrenindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 19. Jahrhundert bestanden eine grosse Baumwollspinnerei und mehrere Betriebe zur Herstellung von Fayencen und Keramik. Namen wie Herpin, Baylon, Dortu, Picolas und Coppier sind mit der Carouger Keramiktradition verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen etwa 1870 und dem Ersten Weltkrieg siedelten sich zahlreiche mechanische Werkstätten und industrielle Unternehmen an. Carouge entwickelte sich zu einer Arbeiter- und Gewerbestadt. Wohnhäuser, kleine Fabriken, Lager, Druckereien und Handwerksbetriebe lagen vielfach dicht nebeneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau des Eisenbahn- und Güterverkehrs im Gebiet La Praille verstärkte die Industrialisierung. 1958 wurde die Fondation des terrains industriels Praille-Acacias gegründet, um die Industrie- und Gewerbeflächen rund um den Güterbahnhof La Praille zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit dem 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 20. Jahrhunderts wuchs Carouge über die Grenzen der historischen Stadt hinaus. Neue Wohnquartiere, Schulhäuser, Sportanlagen und Verwaltungsbauten entstanden. In den 1960er-Jahren wurden die Tours de Carouge errichtet, um zusätzlichen Wohnraum für die rasch wachsende Bevölkerung zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig setzte sich die Gemeinde für den Schutz des historischen Stadtbildes ein. Zahlreiche Häuser des Vieux-Carouge wurden restauriert und neuen Nutzungen zugeführt. Ehemalige Werkstätten dienen heute als Ateliers, Galerien, Restaurants oder Geschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wandelten sich Teile der lokalen Wirtschaft vom produzierenden Gewerbe zu Dienstleistungen, Kultur, Gastronomie und Detailhandel. Handwerkliche Betriebe und kleinere Manufakturen bilden dennoch weiterhin einen wichtigen Teil der städtischen Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgestaltung der Gebiete Praille, Acacias und Etoile gehört zu den bedeutendsten städtebaulichen Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Durch diese Entwicklung wird die Bevölkerung Carouges voraussichtlich weiter zunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2025 lebten 23&amp;#039;050 Menschen in Carouge. Die Bevölkerungsdichte betrug 8&amp;#039;547 Einwohner je Quadratkilometer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ocstat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Bevölkerung war eng mit den politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der Stadt verbunden. Das rasche Wachstum während der sardinischen Ausbauphase wurde durch die französische Annexion zunächst gebremst. Im 19. und 20. Jahrhundert führten Industrialisierung, Zuwanderung und die Ausdehnung der Genfer Agglomeration erneut zu einer starken Zunahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge besitzt eine international zusammengesetzte Bevölkerung. Neben Französisch werden Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Englisch und zahlreiche weitere Sprachen gesprochen. Die kulturelle Vielfalt setzt die Tradition der im 18. Jahrhundert entstandenen offenen Handelsstadt fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzgebende Behörde ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conseil municipal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er besteht seit Beginn der Legislaturperiode 2025–2030 aus 33 Mitgliedern, die alle fünf Jahre gewählt werden. Der Gemeinderat beschliesst unter anderem das Budget, kommunale Reglemente, Baukredite und grundlegende politische Vorhaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parlament&amp;quot;&amp;gt;[https://www.carouge.ch/mairie/conseil-municipal Le Conseil municipal], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive ist der dreiköpfige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conseil administratif&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Seine Mitglieder werden ebenfalls für fünf Jahre gewählt und leiten die verschiedenen Bereiche der Gemeindeverwaltung. Der Vorsitz und damit das Amt des Stadtpräsidenten wechseln innerhalb der Exekutive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Legislaturperiode 2025–2030 gehören Patrick Mützenberg, Raffaele Fraomene und Sonja Molinari dem Conseil administratif an. Patrick Mützenberg ist 2026 amtierender Stadtpräsident.&amp;lt;ref name=&amp;quot;politik&amp;quot;&amp;gt;[https://www.carouge.ch/mairie/le-conseil-administratif Le Conseil administratif], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung hat ihren Hauptsitz in der Mairie an der Place du Marché. Neben den klassischen kommunalen Aufgaben befasst sie sich insbesondere mit der Erhaltung der Altstadt, dem Wohnungsbau, der Entwicklung der neuen Quartiere, der Mobilität und der Förderung des Kulturlebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft Carouges ist vielfältig. Im historischen Zentrum dominieren Detailhandel, Gastronomie, persönliche Dienstleistungen, Kunsthandwerk, Galerien und kleinere Unternehmen. Zahlreiche Betriebe nutzen die Arkaden und ehemaligen Werkstätten der Altstadthäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionelle und zeitgenössische Handwerkszweige umfassen unter anderem Keramik, Schmuckgestaltung, Möbelbau, Restaurierung, Textilgestaltung, Druckgrafik und Lebensmittelproduktion. Die Märkte und unabhängigen Geschäfte ziehen Kundschaft aus der gesamten Genfer Region an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Gewerbegebieten Praille und Acacias befinden sich grössere Unternehmen, Logistikbetriebe, Autogaragen, Handelsfirmen, Bauunternehmen und Dienstleister. Teile dieser Flächen sollen langfristig einer gemischten Nutzung mit Wohnungen, Büros, Kulturangeboten und öffentlichen Einrichtungen zugeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge ist eng in den Arbeitsmarkt des Kantons Genf und der grenzüberschreitenden Agglomeration eingebunden. Viele Einwohner arbeiten in der Stadt Genf, bei internationalen Organisationen, im Finanzsektor oder in den umliegenden Industrie- und Dienstleistungsgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge ist durch das Netz der [[Transports publics genevois]] eng mit Genf und den übrigen Gemeinden des Kantons verbunden. Im regulären Betrieb führen die Tramlinien 12 und 18 durch das historische Zentrum. Wichtige Haltestellen sind Armes, Marché, Ancienne und Rondeau.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.carouge.ch/lieux/temple-de-carouge Temple de Carouge – Accès], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Buslinien erschliessen die Wohnquartiere, Gewerbegebiete und benachbarten Gemeinden. Die nahe gelegenen Bahnhöfe Lancy-Pont-Rouge und Lancy-Bachet bieten Anschlüsse an den [[Léman Express]] sowie an weitere Tram- und Buslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Strassenverbindungen führen über die historischen Arvebrücken ins Genfer Zentrum sowie über die Route de Saint-Julien, die Route de Veyrier und den Rondeau in Richtung der südlichen Agglomerationsgemeinden und der französischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vieux-Carouge wurden mehrere Strassen verkehrsberuhigt oder teilweise dem Fuss- und Veloverkehr vorbehalten. Die dichte Bebauung und die kurzen Entfernungen begünstigen den Fussverkehr. Gleichzeitig führen der Durchgangsverkehr und die begrenzten Platzverhältnisse regelmässig zu verkehrspolitischen Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde betreibt mehrere Primarschulen und Einrichtungen für die familienergänzende Betreuung. Zu den Schulstandorten gehören unter anderem Jacques-Dalphin, Promenades, Pervenches, Tambourine und Vigne-Rouge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen und Berufsbildungseinrichtungen befinden sich in Carouge und den angrenzenden Genfer Gemeinden. Die Universität Genf und verschiedene Hochschulen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln rasch erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Battelle-Areal im Süden der Gemeinde wird für Bildungs-, Forschungs- und Gemeinschaftseinrichtungen genutzt. Die Entwicklung der neuen Wohnquartiere erfordert den weiteren Ausbau von Schulen, Kindertagesstätten und Sportanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge verfügt über ein im Verhältnis zur Gemeindegrösse umfangreiches Kulturangebot. Theater, Museum, Kino, Konzertlokale, Bibliotheken, Galerien und Ateliers prägen das öffentliche Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kultur&amp;quot;&amp;gt;[https://www.carouge.ch/vie-pratique/culture-fetes-et-loisirs Culture, fêtes et loisirs], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musée de Carouge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musée de Carouge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde im Oktober 1984 eröffnet. Anlass für seine Gründung war eine umfangreiche Schenkung des Malers Émile Chambon an die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum befindet sich in der Maison Montanrouge an der Place de Sardaigne. Das Haus wurde zwischen 1788 und 1790 für den königlichen Uhrmacher Jean-Antoine Demontanrouge errichtet und ist ein typisches Beispiel der sardinischen Stadtarchitektur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;museum&amp;quot;&amp;gt;[https://www.carouge.ch/musee-de-carouge/histoire-du-musee-de-carouge Histoire du Musée de Carouge], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlungen dokumentieren die Geschichte, Kunst und Keramikproduktion der Stadt. Das Museum veranstaltet regelmässig Wechselausstellungen. Seit 1987 organisiert es einen internationalen Keramikwettbewerb, der zeitgenössische Positionen dieses Kunsthandwerks präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater und Musik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Théâtre de Carouge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den bedeutenden französischsprachigen Bühnen der Genfer Region. Es zeigt klassische und zeitgenössische Theaterproduktionen und verfügt über eigene Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kultur- und Konzertlokal &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chat Noir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist für Konzerte, Kleinkunst, Clubveranstaltungen und gastronomische Angebote bekannt. Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cinéma Bio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zeigt sowohl aktuelle Filme als auch Produktionen des unabhängigen Autorenkinos.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.carouge.ch/lieux/cinema-bio Cinéma Bio], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kulturangebote entstehen in Galerien, Künstlerateliers, Bibliotheken und öffentlichen Räumen. Skulpturen, Brunnen und Kunstwerke sind über das gesamte Gemeindegebiet verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feste und Märkte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markt auf der Place du Marché gehört zu den bekanntesten Wochenmärkten des Kantons Genf. Er findet am Mittwoch- und Samstagmorgen sowie während eines Teils des Jahres auch am Donnerstagabend statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tourismus&amp;quot;&amp;gt;[https://www.carouge.ch/tourisme Carouge Tourisme], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den regelmässigen Veranstaltungen gehören der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Printemps carougeois&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die traditionelle &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vogue de Carouge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Weihnachtsveranstaltungen, Strassenfeste, Konzerte und Ausstellungen. Die Plätze und verkehrsberuhigten Strassen der Altstadt dienen dabei als Veranstaltungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vieux-Carouge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vieux-Carouge ist eines der geschlossensten Beispiele einer geplanten Stadt des späten 18. Jahrhunderts in der Schweiz. Das Zentrum wird durch ein rechtwinkliges Strassennetz, regelmässige Baublöcke und mehrere repräsentative Plätze gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Häuser besitzen meist zwei Wohngeschosse und ein ausgebautes Dach. Zur Strasse hin erscheinen sie geschlossen und einheitlich, während sich auf der Hofseite Balkone, Galerien, Treppen, Gärten und Werkstätten befinden. Fensterläden, Arkaden und farbig verputzte Fassaden tragen zum charakteristischen Stadtbild bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Place du Marché ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Place du Marché bildet das gesellschaftliche Zentrum der Altstadt. Sie ist von Wohn- und Geschäftshäusern, Restaurants, der Mairie und der Kirche Sainte-Croix umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts standen auf dem Platz mehrere Reihen von Platanen. 1867 wurde eine monumentale Brunnenanlage nach Plänen des Genfer Architekten Jean-Daniel Blavignac aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche Sainte-Croix ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirche Sainte-Croix&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde nach Plänen des Architekten Giuseppe Battista Piacenza erbaut und 1780 eingeweiht. Der ursprüngliche, italienisch beeinflusste Bau war zur heutigen Place de Sardaigne ausgerichtet. Bei der Erweiterung von 1824 wurde die Orientierung des Gebäudes verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche besitzt ein Carillon mit 36 Glocken und eine bedeutende Orgel.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.carouge.ch/lieux/eglise-sainte-croix Eglise Sainte-Croix], Stadt Carouge, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temple de Carouge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der reformierte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Temple de Carouge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1822 an der Place du Temple errichtet. Sein Bau verdeutlicht die dauerhafte Präsenz der protestantischen Bevölkerung nach dem Anschluss an Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude besitzt einen repräsentativen Säulenvorbau. Zusammen mit dem baumbestandenen Platz bildet es ein städtebauliches Gegenstück zur katholischen Kirche an der Place du Marché.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Place de Sardaigne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Place de Sardaigne erinnert mit ihrem Namen an die früheren sardinischen Herrscher. An ihr befinden sich das Musée de Carouge und mehrere typische Wohnhäuser aus der Gründungszeit der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz wird für Ausstellungen, Veranstaltungen und öffentliche Begegnungen genutzt. Seine Bebauung zeigt besonders deutlich das Zusammenspiel von regelmässigen Fassaden und begrünten Innenbereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arveufer und Pont de Carouge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arve bildet einen bedeutenden Natur- und Erholungsraum. Fuss- und Velowege begleiten Teile des Flussufers. Mehrere Brücken verbinden Carouge mit dem Genfer Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pont de Carouge steht in der Tradition der historischen Flussübergänge, denen der Ort seine Entwicklung als Verkehrsknoten verdankt. Von den Brücken und Uferwegen bestehen Ausblicke auf die schnell fliessende, häufig von Sedimenten grau gefärbte Arve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carouge verfügt über Sportplätze, Turnhallen, Schwimmbäder und Anlagen für zahlreiche Vereins- und Freizeitsportarten. Ein wichtiges Sportzentrum befindet sich bei der Fontenette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Verein ist der Fussballclub [[Étoile Carouge FC]]. Seine Heimspiele trägt er im Stade de la Fontenette aus. Der Verein spielte während seiner Geschichte in verschiedenen nationalen Ligen und besitzt eine bedeutende Nachwuchsabteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Vereine widmen sich unter anderem Leichtathletik, Basketball, Tennis, Schwimmen, Kampfsport, Gymnastik und Radsport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Carouge geboren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jean-Adolphe Fontanel]] (1818–1879), Arzt und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Amédée Girod]] (1835–1905), Jurist und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Alexandre Triquet]] (1860–1915), Typograf, Gewerkschafter und Politiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Carouge verbunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Émile Chambon (1905–1993), Maler und Kunstsammler; seine Schenkung bildete eine Grundlage des Musée de Carouge&lt;br /&gt;
* Lorenzo Giardino, Architekt und Planer der sardinischen Stadt&lt;br /&gt;
* Filippo Nicolis de Robilant (1723–1783), Ingenieur und Verfasser eines grundlegenden Stadtplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Genf]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Genf]]&lt;br /&gt;
* [[Genf]]&lt;br /&gt;
* [[Arve]]&lt;br /&gt;
* [[Praille-Acacias-Vernets]]&lt;br /&gt;
* [[Étoile Carouge FC]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Genf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pierre Baertschi, Isabelle Brunier: &amp;#039;&amp;#039;Carouge, ville nouvelle du XVIIIe siècle.&amp;#039;&amp;#039; Genf.&lt;br /&gt;
* André Corboz: &amp;#039;&amp;#039;Invention de Carouge 1772–1792.&amp;#039;&amp;#039; Payot, Lausanne 1968.&lt;br /&gt;
* Dominique Zumkeller: &amp;#039;&amp;#039;Carouge, une ville d’industrie et d’ateliers.&amp;#039;&amp;#039; Carouge.&lt;br /&gt;
* Dominique Zumkeller: &amp;#039;&amp;#039;Petite histoire du Musée de Carouge.&amp;#039;&amp;#039; Slatkine, Genf 2021.&lt;br /&gt;
* Catherine Courtiau: &amp;#039;&amp;#039;Carouge. Urbanisme et architecture.&amp;#039;&amp;#039; Carouge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.carouge.ch/ Offizielle Website der Stadt Carouge]&lt;br /&gt;
* [https://www.carouge.ch/tourisme Touristische Informationen über Carouge]&lt;br /&gt;
* [https://www.carouge.ch/tourisme/histoire-de-carouge Geschichte von Carouge]&lt;br /&gt;
* [https://www.carouge.ch/musee-de-carouge Musée de Carouge]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/articles/002890 Carouge im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carouge GE| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Genf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Genf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Arve]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Genf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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