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	<title>Buch am Irchel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME_ORT = Buch am Irchel |BILD_WAPPEN = CHE Buch am Irchel COA.svg |BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Buch am Irchel 2023.png |REGION-ISO = CH-ZH |KANTON = Zürich |REGION = Zürcher Weinland |BEZIRK = Andelfingen |BFS = 0024 |PLZ = 8414 |BREITENGRAD = 47.548889 |LÄNGENGRAD = 8.622218 |HÖHE = 534 |FLÄCHE = 10,26 |EINWOHNER = 1060 |STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024 |WEBSITE = www.buchamirchel.ch }} &#039;&#039;&#039;Buch am Irche…»</title>
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		<updated>2026-07-24T14:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME_ORT = Buch am Irchel |BILD_WAPPEN = CHE Buch am Irchel COA.svg |BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Buch am Irchel 2023.png |REGION-ISO = CH-ZH |KANTON = Zürich |REGION = &lt;a href=&quot;/de/Z%C3%BCrcher_Weinland&quot; title=&quot;Zürcher Weinland&quot;&gt;Zürcher Weinland&lt;/a&gt; |BEZIRK = Andelfingen |BFS = 0024 |PLZ = 8414 |BREITENGRAD = 47.548889 |LÄNGENGRAD = 8.622218 |HÖHE = 534 |FLÄCHE = 10,26 |EINWOHNER = 1060 |STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024 |WEBSITE = www.buchamirchel.ch }} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buch am Irche…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Buch am Irchel&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Buch am Irchel COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Buch am Irchel 2023.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Zürcher Weinland]]&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buch am Irchel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Andelfingen]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im [[Zürcher Weinland]] am Nordostfuss des bewaldeten Höhenzugs [[Irchel]]. Zur Gemeinde gehören Oberbuch, Unterbuch sowie die Aussenwachten und Weiler Wiler, Bebikon und Desibach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 10,26 Quadratkilometer grosse Gemeindegebiet ist überwiegend von Landwirtschaftsflächen und Wald geprägt. Der höchste Punkt befindet sich auf dem Buchemer Irchel auf 694 Metern über Meer. Dort steht der weithin bekannte [[Aussichtsturm Irchel|Irchelturm]], von dem sich eine weite Aussicht über das Weinland, das Flaachtal und bei guten Bedingungen bis zum Säntis und nach Deutschland bietet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde Buch am Irchel: Gemeinde in Zahlen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;turm&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/sehenswuerdigkeiten/11507 Gemeinde Buch am Irchel: Irchelturm], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch am Irchel wurde 1089 erstmals urkundlich erwähnt. Die ländlich geprägte Gemeinde gehört mit rund 1060 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den kleineren Gemeinden des Kantons Zürich. Neben der Landwirtschaft bestehen vor allem kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Viele Erwerbstätige pendeln in die Räume [[Winterthur]], [[Zürich]], [[Schaffhausen]] und zum [[Flughafen Zürich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;portrait&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/uebersichtportrait Gemeinde Buch am Irchel: Gemeindeporträt], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schweizerdeutsche Ortsname lautet &amp;#039;&amp;#039;Buech am Irchel&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;Buech&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird gewöhnlich mit den ausgedehnten Buchenbeständen in Verbindung gebracht, die den Irchel und die umliegenden Waldgebiete seit Jahrhunderten prägen. Der Zusatz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;am Irchel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet die Gemeinde von anderen Schweizer Orten namens Buch und bezeichnet ihre Lage am gleichnamigen Höhenzug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste überlieferte Nennung stammt aus dem Jahr 1089. Damals übertrug Graf Kuno von Achalm-Wülflingen die Kirche von Buch und umfangreichen Grundbesitz an das [[Kloster Zwiefalten]] im heutigen deutschen Bundesland Baden-Württemberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/geschichte/5938 Gemeinde Buch am Irchel: Geschichte der Gemeinde], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch am Irchel liegt im südlichen Teil des Zürcher Weinlands, ungefähr zwölf Kilometer nordwestlich von Winterthur. Das Siedlungsgebiet befindet sich am sanft abfallenden Nordosthang des Irchels und in der vorgelagerten, landwirtschaftlich genutzten Hügellandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Berg am Irchel]] im Nordwesten;&lt;br /&gt;
* [[Volken]] im Norden;&lt;br /&gt;
* [[Dorf ZH|Dorf]] im Nordosten;&lt;br /&gt;
* [[Neftenbach]] im Südosten;&lt;br /&gt;
* [[Dättlikon]] im Süden;&lt;br /&gt;
* [[Freienstein-Teufen]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorfzentrum liegt auf rund 534 Metern über Meer. Der tiefste Punkt der Gemeinde befindet sich beim Lotzenbach im Gebiet Bähl beziehungsweise Wiler auf etwa 407 Metern über Meer. Der höchste Punkt ist der Buchemer Irchel auf 694 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch am Irchel ist keine vollständig geschlossene Siedlung. Die Gemeinde setzt sich aus mehreren Dorfteilen, Weilern und Einzelhöfen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Siedlungsteile von Buch am Irchel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Siedlungsteil&lt;br /&gt;
! Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberbuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Höher gelegener Dorfteil am Hang des Irchels mit Kirche, Gemeindeverwaltung und Wohngebieten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterbuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Tiefer gelegener Dorfteil entlang der Hauptstrasse in Richtung Flaachtal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Aussenwacht nordöstlich des Hauptdorfs mit landwirtschaftlich geprägtem Ortsbild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bebikon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Kleiner Weiler im östlichen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Desibach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Ländliche Aussenwacht in Richtung Dorf und Neftenbach&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen zahlreiche Flur-, Hof- und Geländenamen, darunter Rütiholz, Aeschhalde, Sandwies, Salenhof, Bähl und Zieglen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fläche und Bodennutzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde umfasst 1026 Hektaren. Davon entfallen rund 376,5 Hektaren auf Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt; Ein grosser Teil der übrigen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft ist durch Ackerflächen, Wiesen, Obstgärten, Hecken, Waldränder und kleinere Bachläufe geprägt. Die historische Streusiedlung und die vergleichsweise geringe Bautätigkeit ausserhalb der Dorfteile haben dazu beigetragen, dass Buch am Irchel seinen ländlichen Charakter weitgehend bewahren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldgebiete am Irchel dienen der Forstwirtschaft, dem Schutz der Böden und der Naherholung. Sie bilden zugleich einen bedeutenden Lebensraum für Wildtiere, Vögel, Amphibien und zahlreiche Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irchel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Irchel]] ist ein langgestreckter, stark bewaldeter Höhenzug zwischen dem unteren Tösstal, dem Zürcher Weinland und dem Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein geologischer Aufbau geht auf Ablagerungen und Erosionsprozesse während und nach den Eiszeiten zurück. Die steilen Hänge bestehen teilweise aus Molasse, Schotter und Moränenmaterial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Irchel befinden sich prähistorische Wallanlagen und weitere archäologische Fundstellen. Das Gebiet war aufgrund seiner erhöhten und geschützten Lage bereits in früher Zeit von strategischer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist der Höhenzug ein beliebtes Wander- und Erholungsgebiet. Ein dichtes Netz von Wald- und Wanderwegen verbindet Buch am Irchel mit Berg am Irchel, Teufen, Dättlikon und Neftenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet wird durch mehrere kleinere Bäche und Entwässerungsgräben gegliedert. Zu ihnen gehören der Lotzenbach und der Desibach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewässer fliessen je nach Lage in Richtung [[Thur]], [[Töss]] oder [[Rhein]]. Sie dienten früher der Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen und teilweise dem Betrieb kleiner gewerblicher Anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturnahe Bachabschnitte, Feuchtwiesen und Waldquellen besitzen heute eine wichtige ökologische Funktion. Bei baulichen Eingriffen werden Gewässer nach Möglichkeit offengelegt oder ökologisch aufgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Buch am Irchel war bereits in römischer Zeit besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei archäologischen Untersuchungen in der reformierten Kirche wurden römische Ziegel- und Keramikfragmente gefunden. Diese Funde lassen vermuten, dass sich in unmittelbarer Nähe der heutigen Kirche zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert ein römischer Gutshof befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Münze des römischen Kaisers Maximian, die 1843 östlich des Dorfs bei den Sandwiesen entdeckt wurde, gelangte in die Sammlung des heutigen [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]]. Im Gebiet Zieglen oberhalb von Wiler werden weitere römische Baureste vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmal&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/sport-kultur/kultur/arch%C3%A4ologie/denkmalpflege/vergriffene-publikationen/04_Bericht_Denkbank.pdf Kanton Zürich: Zürcher Denkmalpflege, 4. Bericht 1964/1965], S. 25–28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen Mittelalter gehörte die Gegend um den Irchel zu einem grösseren alemannischen Herrschaftsraum. Im Verlauf des 8. Jahrhunderts entstand die Grafschaft Wülflingen-Buch, die von der Burg Alt-Wülflingen aus verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung Buchs erfolgte 1089. Graf Kuno von Achalm-Wülflingen schenkte dem Kloster Zwiefalten die Kirche, einen grossen Teil des Dorfs und mehr als zwanzig landwirtschaftliche Huben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Grafen gelangten die Güter 1094 an seine Verwandten, die Grafen von Horberg. Im 13. Jahrhundert kam Buch in den Besitz der [[Habsburg]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 14. Jahrhunderts verpfändeten die Habsburger die Herrschaft an die Herren von Seen. Durch Erbschaft und Verkauf wechselte die niedere Gerichtsherrschaft später zu den Herren von Landenberg-Greifensee, den Herren von Rümlang und verschiedenen stadtzürcherischen Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Inhabern der Gerichtsherrschaft gehörten die Familien Steiner, Escher, Meiss und Hirzel. Oberst Salomon Hirzel liess 1750 oberhalb von Oberbuch ein Jagdhaus errichten, das bis heute unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baracke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1760 übernahm die Stadt Zürich die Herrschaft über Buch. Die niedere Gerichtsbarkeit und der Einzug der Abgaben wurden der [[Landvogtei Andelfingen]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht, Obstbau und Forstwirtschaft. Daneben waren Heimarbeit, Textilverarbeitung und verschiedene Handwerke verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche bildete zusammen mit Pfarrhaus und Friedhof das geistliche Zentrum der Siedlungen. Kirchlich gehörten zeitweise auch umliegende Orte zur Pfarrei Buch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und Gemeindeorganisation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und dem Ende der Alten Eidgenossenschaft wurden 1798 die bisherigen Herrschaftsrechte aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gräslikon wurde der neu gebildeten politischen Gemeinde Buch am Irchel zugeteilt. Die Einwohner von Gräslikon strebten jedoch eine Verbindung mit Berg am Irchel an. 1845 erhielt Gräslikon den Status einer Zivilgemeinde, bevor es 1855 endgültig der Gemeinde Berg am Irchel angeschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Grenzänderung erhielt die politische Gemeinde Buch am Irchel im Wesentlichen ihre heutige Gestalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1844 und etwa 1895 wurde das heutige kommunale Strassennetz ausgebaut. Im Jahr 1847 entstand ein Armenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 erhielt Buch am Irchel seine erste Telegraphenstation. Die kommunale Wasserversorgung wurde 1911 in Betrieb genommen, wobei Desibach und Bebikon zunächst noch nicht angeschlossen waren. 1916 wurde die Gemeinde elektrifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;daten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/geschichte/5939 Gemeinde Buch am Irchel: Einige Daten zur Geschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur erleichterte das tägliche Leben, veränderte den ländlichen Charakter der Gemeinde jedoch zunächst nur langsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während viele ländliche Zürcher Gemeinden nach dem Zweiten Weltkrieg stark wuchsen, blieb die Einwohnerzahl von Buch am Irchel bis in die 1980er-Jahre relativ stabil. Erst danach entstanden vermehrt neue Wohnhäuser und kleinere Quartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit dem späten 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1980er-Jahren wandelte sich Buch am Irchel zunehmend zu einer Wohngemeinde. Die Landwirtschaft blieb dennoch ein wichtiger Bestandteil der lokalen Wirtschaft und der Landschaftspflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungswachstum erfolgte im Vergleich zu den Agglomerationsgemeinden des Kantons Zürich moderat. Die kommunale Planung verfolgt das Ziel, die historischen Siedlungsteile, das Kulturland und die Landschaft am Irchel zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den 1. Januar 2013 wurde der kleine Weiler Oberhueb von Buch am Irchel abgetrennt und der Gemeinde Neftenbach zugeteilt. Dadurch verkleinerte sich das Gemeindegebiet geringfügig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. und 18. Jahrhundert nahm die Bevölkerung deutlich zu. Nach 1850 verringerte sie sich, wobei der Anschluss Gräslikons an Berg am Irchel im Jahr 1855 einen erheblichen Einfluss auf die Statistik hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts führten Abwanderung und der Strukturwandel in der Landwirtschaft zu einem weiteren Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1980er-Jahren wächst Buch am Irchel wieder. Ende 2024 verzeichnete die kommunale Statistik 1060 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Ausländeranteil lag bei rund neun Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634&lt;br /&gt;
| 311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1671&lt;br /&gt;
| 524&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| 640&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1792&lt;br /&gt;
| 655&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1801&lt;br /&gt;
| 602&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 840&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1860&lt;br /&gt;
| 606&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1870&lt;br /&gt;
| 590&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880&lt;br /&gt;
| 518&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 516&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910&lt;br /&gt;
| 496&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| 436&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| 445&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 435&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 437&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 555&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 728&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 874&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| 1022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| 1060&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahlen bis 1850 schliessen Gräslikon ein, das 1855 der Gemeinde Berg am Irchel zugeteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grosse Mehrheit der Bevölkerung spricht Deutsch. Die traditionell vorherrschende Konfession ist die evangelisch-reformierte Kirche. Wie im übrigen Kanton Zürich nahm der Anteil konfessionsloser und andersgläubiger Einwohner im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;In Silber auf grünem Boden eine rote Buche.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen zeigt eine Blutbuche beziehungsweise Rotlaubbuche. Das Motiv geht auf einen aussergewöhnlichen Baum zurück, der im Gemeindeholz auf dem Stammberg stand und seit mindestens 1680 bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blutbuche galt als eine der ältesten bekannten Vertreterinnen ihrer Art in Europa. Sie unterschied sich von gewöhnlichen Buchen durch die rötliche Färbung ihrer Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Baum ist eine örtliche Sage verbunden. Demnach sollen zwei aus fremden Kriegsdiensten heimgekehrte Brüder während einer Hungersnot wegen einer gefangenen Maus in Streit geraten sein. Einer der Brüder wurde getötet, und sein Blut soll die Blätter der am Tatort stehenden Buche rot gefärbt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Baum wurde im Verlauf der Jahrhunderte stark beschädigt und fiel schliesslich einem Sturm zum Opfer. Ein jüngerer Nachkomme soll die Tradition der Bucher Blutbuche weiterführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wappen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/wappen Gemeinde Buch am Irchel: Das Wappen von Buch am Irchel – die Blutbuche], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch am Irchel ist als politische Gemeinde nach dem Gemeindegesetz des Kantons Zürich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung über Budget, Jahresrechnung, kommunale Erlasse, Investitionen und weitere Sachgeschäfte. Kantonale und eidgenössische Vorlagen sowie Wahlen werden an der Urne entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der Gemeinderat. Er führt die Gemeindeverwaltung und ist für Ressorts wie Finanzen, Hochbau, Tiefbau, Sicherheit, Gesundheit, Soziales, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Kultur zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Kirchstrasse 1 in Oberbuch. Für zahlreiche Aufgaben arbeitet Buch am Irchel mit den Nachbargemeinden und weiteren Gemeinden des Bezirks Andelfingen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kooperationen bestehen unter anderem in den Bereichen Schule, Feuerwehr, Zivilschutz, Gesundheitsversorgung, Altersbetreuung, Abfallentsorgung und öffentlicher Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist bis heute ein bedeutender Wirtschaftszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 bestanden in Buch am Irchel 17 Landwirtschaftsbetriebe. Sie bewirtschaften Ackerflächen, Wiesen, Obstgärten und Weiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Erzeugnissen gehören Getreide, Mais, Raps, Futterpflanzen, Obst, Milch und Fleisch. Einige Betriebe bieten ihre Produkte im Direktverkauf an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft trägt wesentlich zum Erhalt der offenen Kulturlandschaft zwischen den Dorfteilen, Weilern und Waldgebieten bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forstwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehr als 376 Hektaren besitzt Buch am Irchel eine grosse Waldfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kommunale Forstbetrieb pflegt die Wälder, gewinnt Holz und unterhält Wege, Schutzbauten und Erholungseinrichtungen. Ein Teil des Holzes wird als Bau-, Industrie- oder Energieholz genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben ihrer wirtschaftlichen Funktion schützen die Wälder vor Erosion, speichern Wasser und dienen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe und Beschäftigung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 wurden in der Gemeinde 78 Betriebe mit insgesamt 202 Beschäftigten gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das örtliche Gewerbe umfasst Handwerks-, Bau-, Landwirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Wegen der geringen Zahl lokaler Arbeitsplätze pendelt ein grosser Teil der Erwerbstätigen in umliegende Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Arbeitsorte sind Winterthur, Zürich, Schaffhausen, Bülach, Andelfingen und die Flughafenregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch am Irchel liegt an regionalen Strassenverbindungen zwischen Winterthur, Flaach, Andelfingen, Neftenbach und dem unteren Tösstal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstrasse führt durch Oberbuch und Unterbuch in Richtung Flaach beziehungsweise Neftenbach. Nebenstrassen verbinden das Hauptdorf mit Wiler, Bebikon, Desibach, Berg am Irchel und Dorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen Anschlüsse an das übergeordnete Strassennetz befinden sich im Raum Winterthur, Andelfingen und Henggart. Über die [[Autobahn A4 (Schweiz)|Autobahn A4]] bestehen Verbindungen nach Schaffhausen, Zürich und in die Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch am Irchel besitzt keinen Bahnhof. Die Gemeinde wird durch Postautolinien des [[Zürcher Verkehrsverbund]]s erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 670 verbindet Buch am Irchel mit Winterthur und Flaach. Die Linie 677 führt in Richtung Andelfingen und Hettlingen. In den Nächten am Wochenende verkehrt die Nachtlinie N64.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://online.fahrplaninfo.zvv.ch/frame_hst3.php?%24hstName=Buch+am+Irchel%2C+Unterbuch&amp;amp;hstNr=2739&amp;amp;lang=de Zürcher Verkehrsverbund: Haltestelle Buch am Irchel, Unterbuch], Fahrplanjahr 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haltestellen befinden sich unter anderem in Oberbuch, Unterbuch, Wiler, Desibach und bei der Sägerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Bahnhöfe liegen in Andelfingen, Henggart, Hettlingen, Pfungen und Winterthur. Von dort bestehen Anschlüsse an die [[Zürcher S-Bahn]] und den regionalen Fernverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschafts-, Wald- und Nebenwege verbinden die einzelnen Siedlungsteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderwege führen über den Irchel nach Berg am Irchel, Dättlikon, Teufen und Neftenbach. Eine regionale Wanderroute verbindet Desibach über Dorf und den Worrenberg mit Flaach, der Thurmündung und dem Rhein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zvv.ch/de/freizeit-und-events/freizeittipps/wandern/buch-am-irchel-ziegelhuette.html Zürcher Verkehrsverbund: Wanderung Buch am Irchel–Worrenberg–Ziegelhütte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule werden durch die Schulgemeinde Flaachtal geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Schulgemeinde gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Berg am Irchel]];&lt;br /&gt;
* Buch am Irchel;&lt;br /&gt;
* [[Dorf ZH|Dorf]];&lt;br /&gt;
* [[Flaach]];&lt;br /&gt;
* [[Volken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerinnen und Schüler besuchen je nach Schulstufe verschiedene Standorte im Flaachtal. Zwischen den Ortschaften verkehren Schulbusse und Linien des öffentlichen Verkehrs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/schulgemeindeflaachtal Gemeinde Buch am Irchel: Schulgemeinde Flaachtal], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen und Berufsfachschulen befinden sich vor allem in Winterthur, Bülach und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt ausserdem über eine Bibliothek sowie Räume für Vereine, Kurse und kulturelle Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche von Buch am Irchel ist bereits für das Jahr 1089 belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen weisen auf mehrere Bauphasen hin. Die früheste nachweisbare Kirche war vermutlich eine rechteckige Saalkirche. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstand wahrscheinlich ein Neubau mit Chorturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Übergang der Kollatur an das Chorherrenstift St. Jakob auf dem Heiligenberg in Winterthur im Jahr 1444 wurden Kirche und Chor im spätgotischen Stil verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts entstand ein neues Kirchenschiff. Der Turm erhielt 1824 nach einer Aufstockung seine heutige Form. Renovationen erfolgten unter anderem 1923 und von 1965 bis 1966.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche bildet gemeinsam mit Pfarrhaus, Friedhof und Gemeindeverwaltung das historische Zentrum von Oberbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehört die Gemeinde zur evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Flaachtal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Konfessionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Bevölkerung wird durch die regionalen Kirchgemeinden betreut. Weitere Einwohner gehören Freikirchen, anderen Religionsgemeinschaften oder keiner Konfession an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irchelturm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Irchelturm steht auf dem höchsten Punkt des Bucher Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster Aussichtsturm wurde 1930 mit Unterstützung des aus Buch stammenden Jakob Zimiker errichtet. Die heutige Stahlkonstruktion entstand 1983 als Ersatz des älteren Turms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm ist insgesamt rund 63 Meter hoch. Die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform befindet sich auf ungefähr 28 Metern Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Plattform reicht der Blick über das Zürcher Weinland, das Flaachtal und den Rhein. Bei klarer Sicht sind Teile des Schwarzwalds, des Alpsteins und die Gipfel der Ostschweizer Alpen sichtbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;turm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche ist das bedeutendste historische Bauwerk des Dorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Baugeschichte reicht bis ins Hochmittelalter zurück. Der massige Turm, das Kirchenschiff und die schlichte reformierte Innenausstattung dokumentieren mehrere Jahrhunderte kirchlicher und baulicher Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den archäologischen Untersuchungen von 1965 wurden neben Fundamenten älterer Kirchen auch römische Keramik- und Ziegelfragmente entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutbuche auf dem Stammberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Blutbuche auf dem Stammberg bildete die Vorlage für das Gemeindewappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der ursprüngliche Baum nicht mehr erhalten ist, lebt das Motiv durch einen Nachfolger, das Wappen und die örtliche Sage weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Blutbuche gehört zu den bekanntesten Überlieferungen des Zürcher Weinlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jagdhaus Baracke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das als Baracke bezeichnete Jagdhaus wurde 1750 von Oberst Salomon Hirzel oberhalb von Oberbuch errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name bezieht sich nicht auf eine moderne Militärbaracke, sondern ist die überlieferte Bezeichnung des historischen Gebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jagdhaus erinnert an die Zeit, in der Zürcher Familien die niedere Gerichtsherrschaft und umfangreichen Grundbesitz in Buch am Irchel besassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Bauernhäuser ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oberbuch, Unterbuch, Wiler, Bebikon und Desibach befinden sich traditionelle Bauernhäuser, Vielzweckbauten, Scheunen und Speicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dokumentieren die bäuerliche Vergangenheit der Gemeinde. Typisch sind Wohn- und Ökonomieteile unter einem gemeinsamen Dach, Fachwerkkonstruktionen und weit auskragende Dächer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gebäude und Ortsbilder sind in kommunalen oder kantonalen Inventaren verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freilichtspiele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jubiläumsjahr 1989 werden in Buch am Irchel in unregelmässigen Abständen Freilichtspiele aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Stück trug den Titel &amp;#039;&amp;#039;D’Rotlaubbuech&amp;#039;&amp;#039; und behandelte die Sage um die Blutbuche. Weitere Produktionen griffen Ereignisse der lokalen Geschichte oder bekannte literarische Stoffe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inszenierungen werden überwiegend von Laiendarstellerinnen und Laiendarstellern aus Buch am Irchel und der Region getragen und besitzen eine wichtige Bedeutung für das kulturelle Gemeindeleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Irchel ist das wichtigste Naherholungsgebiet der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldwege, Feuerstellen und Aussichtspunkte werden von Wanderern, Spaziergängern, Velofahrern und Familien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offene Kulturlandschaft zwischen Buch, Wiler, Bebikon und Desibach bietet Ausblicke über das Weinland. Obstbäume, Hecken und Waldränder schaffen abwechslungsreiche Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vereinsleben spielt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt eine wichtige Rolle. In der Gemeinde und der näheren Region bestehen unter anderem Turn-, Schiess-, Musik-, Kultur- und Dorfvereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turnverein Buch am Irchel wurde 1919 gegründet und betreibt verschiedene Angebote im Breitensport.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buchamirchel.ch/vereinsliste/24874 Gemeinde Buch am Irchel: Turnverein Buch am Irchel], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Buch am Irchel verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jacob Merz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (1783–1807), Zeichner und Kupferstecher, in Buch am Irchel geboren;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnold Hug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (1832–1895), klassischer Philologe und Professor an der [[Universität Zürich]], in Buch am Irchel geboren;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salomon Hirzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Zürcher Offizier und Gerichtsherr, liess 1750 das Jagdhaus Baracke errichten;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Zimiker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Förderer des ersten Irchelturms von 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Ereignisse der Gemeindeentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1.–3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Römischer Gutshof oder eine vergleichbare Siedlungsanlage im Bereich der heutigen Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1089&lt;br /&gt;
| Erste urkundliche Erwähnung und Schenkung der Kirche an das Kloster Zwiefalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Buch gelangt in habsburgischen Besitz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Bau oder grundlegende Erneuerung des Kirchturms&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1444&lt;br /&gt;
| Übergang der Kollatur an das Chorherrenstift St. Jakob auf dem Heiligenberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitte des 17. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
| Neubau des Kirchenschiffs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1680&lt;br /&gt;
| Historische Blutbuche auf dem Stammberg urkundlich bekannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1750&lt;br /&gt;
| Bau des Jagdhauses Baracke durch Salomon Hirzel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1760&lt;br /&gt;
| Übernahme der Herrschaft durch die Stadt Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Bildung der politischen Gemeinde und Zuteilung Gräslikons&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1824&lt;br /&gt;
| Umbau und Aufstockung des Kirchturms&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1844–1895&lt;br /&gt;
| Ausbau des heutigen kommunalen Strassennetzes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1855&lt;br /&gt;
| Anschluss Gräslikons an Berg am Irchel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| Einrichtung der ersten Telegraphenstation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1911&lt;br /&gt;
| Bau der kommunalen Wasserversorgung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1916&lt;br /&gt;
| Elektrifizierung der Gemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1919&lt;br /&gt;
| Gründung des Turnvereins Buch am Irchel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| Errichtung des ersten Irchelturms&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1965–1966&lt;br /&gt;
| Renovation und archäologische Untersuchung der reformierten Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1983&lt;br /&gt;
| Bau des heutigen Irchelturms&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Erstes Freilichtspiel zum 900-jährigen Gemeindejubiläum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| Übertragung des Weilers Oberhueb an die Gemeinde Neftenbach&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Andelfingen]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Weinland]]&lt;br /&gt;
* [[Irchel]]&lt;br /&gt;
* [[Aussichtsturm Irchel]]&lt;br /&gt;
* [[Berg am Irchel]]&lt;br /&gt;
* [[Dorf ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Flaach]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Buch am Irchel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Buch am Irchel.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1938, S. 168–172.&lt;br /&gt;
* Jacob Jäggi: &amp;#039;&amp;#039;Die Blutbuche zu Buch am Irchel.&amp;#039;&amp;#039; Neujahrsblatt, Zürich 1893.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &amp;#039;&amp;#039;Buch am Irchel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Buch am Irchel: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindechronik Buch am Irchel.&amp;#039;&amp;#039; Buch am Irchel.&lt;br /&gt;
* Kanton Zürich: &amp;#039;&amp;#039;Zürcher Denkmalpflege. 4. Bericht 1964/1965.&amp;#039;&amp;#039; Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.buchamirchel.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Buch am Irchel]&lt;br /&gt;
* [https://www.buchamirchel.ch/geschichte/5938 Geschichte der Gemeinde Buch am Irchel]&lt;br /&gt;
* [https://www.buchamirchel.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://www.buchamirchel.ch/wappen Geschichte des Gemeindewappens und der Blutbuche]&lt;br /&gt;
* [https://www.buchamirchel.ch/sehenswuerdigkeiten/11507 Informationen zum Irchelturm]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000018/ Buch am Irchel im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Buch am Irchel|Buch am Irchel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Andelfingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Weinland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1089]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irchel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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