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	<title>Bezirk Laufenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&quot; |+ &#039;&#039;&#039;Bezirk Laufenburg&#039;&#039;&#039; |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Karte des Bezirks Laufenburg |- ! Kanton | Aargau |- ! Hauptort | Laufenburg |- ! BFS-Nummer | 1906 |- ! Fläche | 171,78 km² |- ! Einwohner | 37&#039;689 |- ! Stand | 31. Dezember 2025 |- ! Bevölkerungsdichte | rund 219 Einwohner pro km² |- ! Gemeinden…»</title>
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		<updated>2026-08-03T07:13:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; |+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk Laufenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:Karte_Bezirk_Laufenburg_2023.png&quot; title=&quot;Datei:Karte Bezirk Laufenburg 2023.png&quot;&gt;300px|Karte des Bezirks Laufenburg&lt;/a&gt; |- ! Kanton | Aargau |- ! Hauptort | Laufenburg |- ! BFS-Nummer | 1906 |- ! Fläche | 171,78 km² |- ! Einwohner | 37&amp;#039;689 |- ! Stand | 31. Dezember 2025 |- ! Bevölkerungsdichte | rund 219 Einwohner pro km² |- ! Gemeinden…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk Laufenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Karte Bezirk Laufenburg 2023.png|300px|Karte des Bezirks Laufenburg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
| Aargau&lt;br /&gt;
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| Laufenburg&lt;br /&gt;
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! Gemeinden&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk Laufenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einer der elf Bezirke des [[Kanton Aargau|Kantons Aargau]] in der [[Schweiz]]. Er umfasst im Wesentlichen das obere [[Fricktal]] zwischen dem [[Hochrhein]], dem [[Bözberg]] und den Jurahöhen im Nordwesten des Kantons. Hauptort und Sitz des Bezirksgerichts ist die Stadt [[Laufenburg AG|Laufenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk umfasst seit 2023 insgesamt 17 Einwohnergemeinden. Auf einer Fläche von 171,78 Quadratkilometern lebten Ende 2025 insgesamt 37&amp;#039;689 Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs-flaeche&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/kennzahlen/results?IncArea=True&amp;amp;SnapshotDate=06.04.2025&amp;amp;Unit=Districts Geographische Kennzahlen der Schweizer Bezirke], Bundesamt für Statistik, Stand 6. April 2025, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung2025&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ag.ch/media/kanton-aargau/dfr/dokumente/statistik/publikationen/statistikthemen/01-bevoelkerung/2025/bev-lkerung-2025-jahrespublikation.pdf Kantonale Bevölkerungsstatistik 2025], Statistik Aargau, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Region ist durch einen Gegensatz zwischen den stärker besiedelten und industrialisierten Gemeinden im Sissletal und am Rhein sowie den ländlichen Dörfern und Tälern des Aargauer Juras geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Laufenburg liegt im Nordwesten des Kantons Aargau. Im Norden bildet der Rhein über weite Strecken die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Im Westen grenzt der Bezirk an den [[Bezirk Rheinfelden]] und teilweise an den [[Kanton Basel-Landschaft]]. Im Süden folgen der [[Bezirk Aarau]] und im Südosten der [[Bezirk Brugg]]. Im Nordosten schliesst sich der [[Bezirk Zurzach]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bezirkskarte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ag.ch/media/kanton-aargau/dvi/dokumente/arp/vermessungsamt/dokumente-und-grundlagen/kartenstaende/karte-gemeinden-bezirke.pdf Gemeinden und Bezirke des Kantons Aargau], Vermessungsamt des Kantons Aargau, Stand Januar 2026, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturräumlich gehört das Gebiet überwiegend zum [[Jura (Gebirge)|Jura]]. Im nördlichen und mittleren Teil bestimmen die Hochflächen, Stufen und Täler des Tafeljuras das Landschaftsbild. Gegen Süden und Südosten geht das Gelände in den stärker gefalteten Aargauer Jura und den Bözberg über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhenlage reicht von weniger als 300 Metern über Meer am Rhein bis zu Jurahöhen von mehr als 800 Metern. Grosse Teile des Bezirks sind bewaldet. Zwischen den bewaldeten Höhenzügen liegen landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, Wiesentäler, Obstgärten und Rebberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhein und Seitentäler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rhein bildet die wichtigste natürliche Grenze und Wasserachse des Bezirks. Unmittelbar am Fluss liegen unter anderem Laufenburg, Sisseln und Schwaderloch. Weitere Ortsteile der Gemeinden Kaisten und Mettauertal reichen bis in die Nähe des Rheins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutendste Binnengewässer ist die [[Sissle]]. Sie entspringt im Bereich des Bözbergs, durchfliesst das obere Fricktal und mündet bei [[Sisseln]] in den Rhein. An ihrem Lauf liegen unter anderem Frick, Oeschgen und Eiken. Das breite Sissletal bildet den wichtigsten Siedlungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsraum des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Landschaftsräumen gehören das Mettauertal, das Sulztal, das Benkental sowie die Seitentäler von Gansingen, Herznach, Wittnau, Wölflinswil und Zeihen. Viele dieser Täler besitzen bis heute einen deutlich ländlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft und Natur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft des Bezirks weist eine grosse Vielfalt an Waldgesellschaften, Magerwiesen, Hochstammobstgärten, Rebflächen und trockenen Jurahängen auf. Zahlreiche Gebiete besitzen eine hohe Bedeutung für den Natur- und Landschaftsschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gemeinden gehören ganz oder teilweise zum Gebiet des [[Jurapark Aargau|Juraparks Aargau]]. Der regionale Naturpark setzt sich für die Erhaltung der Kulturlandschaft, die Förderung regionaler Produkte und einen naturverträglichen Tourismus ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Südhängen des Juras bestehen günstige Bedingungen für den Weinbau. Daneben prägen Kirsch-, Zwetschgen- und Apfelbäume die traditionelle Kulturlandschaft des Fricktals. In den höher gelegenen Gemeinden spielen Viehwirtschaft, Ackerbau und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Laufenburg besteht seit dem 1. Januar 2023 aus 17 Einwohnergemeinden. Ihre Zuteilung ist im Dekret über die Bezirks- und Kreiseinteilung des Kantons Aargau festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bezirkseinteilung&amp;quot;&amp;gt;[https://gesetzessammlungen.ag.ch/app/de/texts_of_law/117.110 Dekret über die Bezirks- und Kreiseinteilung], Systematische Sammlung des Aargauischen Rechts, Stand 1. Januar 2026, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gemeinde&lt;br /&gt;
! Lage und Besonderheiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Böztal]]&lt;br /&gt;
| Gemeinde am Bözberg und im oberen Fricktal; 2022 aus Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen entstanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eiken]]&lt;br /&gt;
| Siedlungs- und Gewerbegemeinde im Sissletal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Frick]]&lt;br /&gt;
| Bevölkerungsreichste Gemeinde und regionales Zentrum des oberen Fricktals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gansingen]]&lt;br /&gt;
| Ländliche Gemeinde im Mettauertal mit den Ortsteilen Gansingen, Büren und Galten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gipf-Oberfrick]]&lt;br /&gt;
| Wohngemeinde südlich von Frick am Übergang zu den Jurahöhen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herznach-Ueken]]&lt;br /&gt;
| 2023 durch den Zusammenschluss von Herznach und Ueken entstandene Gemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kaisten]]&lt;br /&gt;
| Gemeinde zwischen dem Sissletal, dem Rhein und den Höhen des Tafeljuras; seit 2010 mit Ittenthal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Laufenburg AG|Laufenburg]]&lt;br /&gt;
| Bezirkshauptort und historische Stadt am Rhein; seit 2010 mit Sulz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mettauertal]]&lt;br /&gt;
| Flächenmässig grosse Talgemeinde mit Etzgen, Hottwil, Mettau, Oberhofen und Wil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Münchwilen AG|Münchwilen]]&lt;br /&gt;
| Kleine Wohn- und Industriegemeinde in der Rheinebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberhof AG|Oberhof]]&lt;br /&gt;
| Ländliche Gemeinde im oberen Benkental&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oeschgen]]&lt;br /&gt;
| Wohngemeinde an der Sissle zwischen Frick und Eiken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schwaderloch]]&lt;br /&gt;
| Gemeinde am Hochrhein an der Grenze zu Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sisseln]]&lt;br /&gt;
| Industrie- und Wohngemeinde an der Mündung der Sissle in den Rhein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wittnau AG|Wittnau]]&lt;br /&gt;
| Dorf in einem Seitental des oberen Fricktals nahe der Grenze zu Basel-Landschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wölflinswil]]&lt;br /&gt;
| Ländliche Gemeinde im oberen Fricktal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zeihen]]&lt;br /&gt;
| Gemeinde am östlichen Rand des Fricktals mit den Siedlungsteilen Ober- und Unterzeihen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frick ist die bevölkerungsreichste Gemeinde des Bezirks und erfüllt zahlreiche Funktionen eines regionalen Zentrums. Laufenburg ist dagegen der historische und administrative Hauptort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Bezirks war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Archäologische Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit wurden unter anderem in Frick, Herznach, Kaisten, Wittnau und auf verschiedenen Jurahöhen entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region besitzt zudem eine besondere paläontologische Bedeutung. In einer Tongrube bei Frick wurden seit den 1960er-Jahren zahlreiche Knochen des Dinosauriers &amp;#039;&amp;#039;Plateosaurus&amp;#039;&amp;#039; gefunden. Die Funde gehören zu den bedeutendsten Dinosaurierfundstellen der Schweiz und werden teilweise im Sauriermuseum Frick gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Epoche lag das Fricktal zwischen den bedeutenden Siedlungszentren [[Augusta Raurica]] und [[Vindonissa]]. Eine wichtige Strassenverbindung führte durch das Gebiet des heutigen Bezirks über den Bözberg. Entlang des Rheins errichteten die Römer Gutshöfe, kleinere Siedlungen und in der Spätantike Wachttürme zur Sicherung der Rheingrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überreste römischer Anlagen wurden unter anderem bei Laufenburg, Kaisten, Sisseln, Schwaderloch, Mettauertal und Frick gefunden. Nach dem Rückzug der römischen Verwaltung im 5. Jahrhundert siedelten sich Alemannen in der Region an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter gehörten grosse Teile des oberen Fricktals zum Einflussbereich des [[Kloster Säckingen|Klosters Säckingen]]. Das Frauenstift besass zahlreiche Dinghöfe, Kirchenrechte, Waldungen und landwirtschaftliche Güter. Weitere Besitzungen lagen bei regionalen Adelsfamilien und geistlichen Institutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Laufenburg entstand an einer Engstelle des Rheins. Die Stromschnellen, die als «Laufen» bezeichnet wurden, gaben dem Ort seinen Namen. Die Habsburger liessen auf einem Felsen über dem Fluss eine Burg errichten und entwickelten Laufenburg zu einem befestigten Markt- und Verwaltungsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer habsburgischen Erbteilung im Jahr 1232 entstand die Linie der Grafen von Habsburg-Laufenburg. Ihr Herrschaftsbereich umfasste zeitweise Gebiete beidseits des Rheins. Nach dem Aussterben der Linie gelangten die Besitzungen schrittweise an die Hauptlinie der Habsburger zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frick entwickelte sich an der Strasse über den Bözberg zu einem Marktort. Zahlreiche umliegende Dörfer blieben dagegen durch Landwirtschaft, kirchliche Grundherrschaften und lokale Niedergerichte geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorderösterreich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Spätmittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der grösste Teil des Fricktals zu [[Vorderösterreich]]. Das Gebiet war auf die österreichischen Herrschaften Rheinfelden und Laufenburg verteilt. Politisches und wirtschaftliches Zentrum des östlichen Fricktals war Laufenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zugehörigkeit zu Vorderösterreich unterschied das Fricktal von den südlich und östlich angrenzenden Gebieten, die seit dem 15. Jahrhundert unter der Herrschaft der eidgenössischen Orte Bern und Basel standen. Die Bevölkerung des Fricktals blieb nach der Reformation überwiegend römisch-katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriege zwischen den Habsburgern, Frankreich und den eidgenössischen Orten belasteten die Region wiederholt. Besonders während des Dreissigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert kam es zu Einquartierungen, Plünderungen und Zerstörungen. Auch in späteren europäischen Konflikten war die strategisch wichtige Rheingrenze betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Kanton Fricktal zum Kanton Aargau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1797 besetzten französische Truppen das Fricktal. Im Frieden von Campo Formio und später im Frieden von Lunéville verzichtete Österreich auf seine linksrheinischen Gebiete. Die politische Zukunft der Region blieb zunächst ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 entstand der kurzlebige [[Kanton Fricktal]]. Ende desselben Jahres wurde das Fricktal in die Schweizerische Eidgenossenschaft aufgenommen. Mit der Mediationsakte von 1803 wurde es dem neu geschaffenen Kanton Aargau angegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-fricktal&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008297/ Fricktal], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der aargauischen Bezirkseinteilung von 1803 wurden die Gemeinden des helvetischen Distrikts Frick im Wesentlichen auf die neuen Bezirke Laufenburg und Rheinfelden verteilt. Laufenburg wurde Hauptort des östlichen Bezirks.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-bezirk&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008523/ Laufenburg (AG, Bezirk)], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere heutige Gemeinden entstanden unmittelbar nach dem Kantonswechsel durch die Aufteilung älterer Gemeindeverbände. So wurden 1803 Sisseln von Eiken, Oberhof von Wölflinswil, Ueken von Herznach und Wil von Mettau getrennt. 1804 entstanden die selbständigen Gemeinden Frick und Gipf-Oberfrick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veränderungen des Bezirksgebiets ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen des Bezirks blieben während des 19. und 20. Jahrhunderts weitgehend stabil. Eine bedeutende Änderung erfolgte 1866: Oberleibstadt aus dem Bezirk Zurzach und Unterleibstadt aus dem Bezirk Laufenburg schlossen sich zur Gemeinde Leibstadt zusammen. Die neue Gemeinde wurde dem Bezirk Zurzach zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts veränderten mehrere Gemeindefusionen die innere Gliederung und teilweise auch die Grenzen des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2010 schlossen sich Etzgen, Mettau, Oberhofen und Wil mit der zuvor zum Bezirk Brugg gehörenden Gemeinde Hottwil zur neuen Gemeinde Mettauertal zusammen. Da Mettauertal dem Bezirk Laufenburg zugeteilt wurde, wechselte das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Hottwil vom Bezirk Brugg zum Bezirk Laufenburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fusion-mettauertal&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/mutations/3170 Gemeindefusion zur Gemeinde Mettauertal], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 2010 wurden Ittenthal in Kaisten und Sulz in Laufenburg eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eingemeindung-kaisten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/mutations/3171 Eingemeindung von Ittenthal in Kaisten], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;eingemeindung-sulz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/mutations/3172 Eingemeindung von Sulz in Laufenburg], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2022 vereinigten sich Hornussen sowie die drei zuvor zum Bezirk Brugg gehörenden Gemeinden Bözen, Effingen und Elfingen zur Gemeinde Böztal. Die neue Gemeinde wurde dem Bezirk Laufenburg zugeteilt, wodurch sich dessen Gebiet erneut vergrösserte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fusion-boeztal&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/mutations/3958 Gemeindefusion zur Gemeinde Böztal], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2023 bilden Herznach und Ueken die Gemeinde Herznach-Ueken. Damit sank die Zahl der Gemeinden im Bezirk auf 17.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fusion-herznach-ueken&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/mutations/3969 Gemeindefusion zur Gemeinde Herznach-Ueken], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2025 zählte der Bezirk Laufenburg 37&amp;#039;689 Einwohnerinnen und Einwohner. Zu Beginn desselben Jahres waren es 37&amp;#039;051 Personen gewesen. Innerhalb eines Jahres nahm die Bevölkerung somit um 638 Personen zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung ist ungleich über den Bezirk verteilt. Die grössten Siedlungsgebiete liegen im Sissletal zwischen Frick, Oeschgen, Eiken und Sisseln sowie im Umfeld von Laufenburg. Frick ist mit mehr als 6000 Einwohnerinnen und Einwohnern die grösste Gemeinde und zugleich das wichtigste Versorgungs- und Dienstleistungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinden wie Gansingen, Oberhof, Wölflinswil, Wittnau und Teile des Mettauertals weisen eine vergleichsweise geringe Siedlungsdichte auf. Dort prägen kleinere Dörfer, Einzelhöfe, Landwirtschaftsflächen und Wälder das Landschaftsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsentwicklung wurde seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Industrialisierung des Hochrheingebiets, den Ausbau der Verkehrsverbindungen und die zunehmende Bedeutung des Fricktals als Wohnregion zwischen Basel, Brugg und Zürich beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell war der Bezirk aufgrund seiner vorderösterreichischen Vergangenheit stark römisch-katholisch geprägt. Durch Zuwanderung, gesellschaftlichen Wandel und den wachsenden Anteil konfessionsloser Menschen ist die religiöse Zusammensetzung inzwischen vielfältiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache ist überwiegend eine hochalemannische Form des [[Schweizerdeutsch]]en. In Verwaltung, Schulen und schriftlicher Kommunikation wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftsstruktur des Bezirks reicht von international ausgerichteten Industriebetrieben bis zu kleinen Landwirtschafts-, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendsten Industrie- und Gewerbezonen liegen in der Rheinebene und entlang der Verkehrsachse durch das Sissletal. Sisseln, Münchwilen, Eiken, Kaisten und Laufenburg verfügen über grössere Produktions- und Gewerbeareale. Wichtige Branchen sind die chemische und pharmazeutische Industrie, die Lebensmittelherstellung, die Metallverarbeitung, der Maschinenbau, die Energieversorgung, die Logistik und das Baugewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Basel und zum grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum am Hochrhein begünstigt international tätige Unternehmen. Viele Beschäftigte pendeln zwischen den Gemeinden des Fricktals, der Region Basel und den angrenzenden deutschen Landkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frick ist das wichtigste regionale Zentrum für Detailhandel, Bildung, Gesundheitsversorgung, Verwaltung und weitere Dienstleistungen. Auch Laufenburg besitzt als historischer Hauptort und Grenzstadt eine hohe Bedeutung für öffentliche Einrichtungen, Tourismus und grenzüberschreitende Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Forstwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Juragemeinden bleiben Landwirtschaft und Forstwirtschaft landschaftlich und wirtschaftlich bedeutsam. Angebaut werden Getreide, Mais, Raps, Gemüse und Futterpflanzen. Daneben bestehen Milchvieh-, Rinder- und Schweinehaltungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fricktal ist für seinen Obstbau bekannt. Traditionell spielen insbesondere Kirschbäume eine wichtige Rolle. Aus den Früchten werden Tafelobst, Konfitüren, Säfte und Obstbrände hergestellt. An geeigneten Südhängen wird Wein angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgedehnten Wälder liefern Holz und dienen zugleich dem Schutz der Landschaft, der biologischen Vielfalt und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rhein wird seit dem frühen 20. Jahrhundert zur Stromerzeugung genutzt. Das Wasserkraftwerk Laufenburg gehört zu den ältesten grossen Laufwasserkraftwerken am Hochrhein. Die Energieproduktion und die dazugehörenden Netzinfrastrukturen prägten die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Dächern, Landwirtschafts- und Gewerbebauten entstanden im 21. Jahrhundert zahlreiche Photovoltaikanlagen. Gemeinden und regionale Organisationen befassen sich zudem mit Energieeffizienz, Wärmeverbünden und einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk liegt an wichtigen Verbindungen zwischen Basel, dem Aargauer Mittelland und dem Raum Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Autobahn A3 (Schweiz)|Autobahn A3]] durchquert den Bezirk von Westen nach Osten. Sie verbindet die Region mit Basel, Brugg und Zürich. Wichtige Anschlüsse befinden sich im Raum Eiken, Frick und Böztal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Frick steigt die Autobahn zum Bözberg an und führt durch den Bözbergtunnel in Richtung Brugg. Die Hauptstrassen durch das Sissletal, das Mettauertal und entlang des Rheins erschliessen die übrigen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Grenzübergänge verbinden den Bezirk mit Deutschland. Besonders bedeutend ist die Rheinbrücke zwischen dem schweizerischen und dem deutschen Laufenburg. Die beiden Städte bilden trotz der Staatsgrenze einen eng verbundenen Lebens- und Wirtschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bözbergstrecke bildet die wichtigste Eisenbahnverbindung des Bezirks. Sie führt von Basel über Stein-Säckingen, Eiken und Frick durch den Bözberg nach Brugg und Zürich. Frick ist ein regionaler Bahnknoten und Endpunkt von Verbindungen der S-Bahn Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang des Rheins verläuft die Bahnstrecke zwischen Stein-Säckingen und Koblenz. Sie erschliesst unter anderem Laufenburg und stellt Verbindungen in Richtung Basel, Zurzach und Baden her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Postauto- und Regionalbuslinien verbinden die Bahnhöfe mit den Dörfern der Juratäler. Für kleinere Gemeinden sind diese Linien ein wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Verkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langsamverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rheinradweg und verschiedene nationale und regionale Velorouten führen durch den Bezirk. Wanderwege erschliessen die Jurahöhen, den Bözberg, das Mettauertal und die Landschaften des Juraparks Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Wege, Themenpfade und Aussichtspunkte verbinden Naturerlebnisse mit Informationen zur Geschichte, Geologie und Landwirtschaft der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung und Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk ist eine territoriale Gliederung des Kantons Aargau. Er besitzt keine eigenständige kommunale Regierung und kein Bezirksparlament. Seine Aufgaben liegen hauptsächlich im Bereich der Rechtspflege, der Wahlen und der kantonalen Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laufenburg ist der amtliche Bezirkshauptort. Dort befinden sich das Bezirksgericht und das Familiengericht. Beide Gerichte haben ihren Sitz an der Gerichtsgasse 85.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bezirksgericht&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ag.ch/de/ueber-uns/gerichte-kanton-aargau/organisation/bezirksgerichte/gerichte-nach-bezirken/laufenburg Bezirksgericht Laufenburg], Kanton Aargau, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bezirksgericht behandelt erstinstanzlich Zivil- und Strafsachen, soweit diese nicht einer anderen Behörde zugewiesen sind. Das Familiengericht nimmt zugleich die Aufgaben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für kantonale Wahlen bildet der Bezirk einen Wahlkreis. Die Zahl der Sitze im [[Grosser Rat des Kantons Aargau|Grossen Rat]] richtet sich nach der Bevölkerungszahl des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden arbeiten in zahlreichen regionalen Bereichen zusammen. Dazu gehören Raumplanung, öffentlicher Verkehr, Pflegeversorgung, Abfallwirtschaft, Standortförderung, Kultur und Tourismus. Eine wichtige Koordinationsfunktion übernimmt der Planungsverband Fricktal Regio, dem Gemeinden der Bezirke Laufenburg und Rheinfelden sowie Leibstadt angehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fricktal-regio&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fricktal.ch/wp-content/uploads/2026/05/Organisation-und-Zusammenarbeit-2026-genehmigt.pdf Organisation und Zusammenarbeit], Fricktal Regio Planungsverband, 2026, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden führen Kindergärten und Primarschulen. Oberstufenstandorte befinden sich unter anderem in Frick und Laufenburg. Je nach Wohnort besuchen Jugendliche die Sekundar-, Real- oder Bezirksschule in einem regionalen Schulzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frick besitzt mit der Kantonsschule ein bedeutendes Bildungszentrum für das gesamte Fricktal. Die 1979 eröffnete Schule bietet gymnasiale Bildung und weitere Ausbildungsgänge an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berufslernende besuchen je nach Fachrichtung Schulen in Frick, Rheinfelden, Aarau, Brugg, Baden oder Basel. Die gute Verkehrsanbindung ermöglicht auch den Besuch von Hochschulen und Fachhochschulen ausserhalb des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt Laufenburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt von Laufenburg liegt auf einem Felssporn am Rhein. Ihr Erscheinungsbild wird von engen Gassen, historischen Bürgerhäusern, Resten der Stadtbefestigung und der Kirche St. Johann geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der gegenüberliegenden Rheinseite liegt die deutsche Stadt Laufenburg. Beide Stadtteile gehörten bis zu den napoleonischen Grenzveränderungen zu einer gemeinsamen Stadt. Die alte Rheinbrücke verbindet die historischen Zentren und dient heute vor allem dem lokalen und touristischen Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Schlosshügel sind Reste der ehemaligen habsburgischen Burg erhalten. Von dort bietet sich ein Blick über die Altstadt, den Rhein und das deutsche Ufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laufenburger Fasnacht gehört zu den bekanntesten traditionellen Veranstaltungen der Region. Sie wird auf beiden Seiten des Rheins gepflegt und besitzt eine lange Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frick ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frick verfügt über mehrere regional bedeutende Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Das Sauriermuseum zeigt Fossilien und Rekonstruktionen aus der Tongrube Frick. Im Mittelpunkt stehen die dort gefundenen Plateosaurier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Kirche St. Peter und Paul, historische Häuser und das Ortsmuseum erinnern an die Entwicklung Fricks vom Marktort zum regionalen Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergwerk Herznach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Herznach wurde vom 18. Jahrhundert bis 1967 Eisenerz gewonnen. Das ehemalige Bergwerk ist heute als Museum und Besucheranlage zugänglich. Ein Teil des Stollensystems kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bergwerk dokumentiert die Industrie- und Sozialgeschichte des oberen Fricktals. Ein geologischer Rundweg informiert über die Entstehung der Erzvorkommen und die Landschaft des Aargauer Juras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Kultur- und Naturzielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Cheisacherturm bei Gansingen mit Aussicht über den Jura und den Schwarzwald;&lt;br /&gt;
* historische Kirchen und Kapellen in Wittnau, Wölflinswil, Herznach, Hornussen und weiteren Dörfern;&lt;br /&gt;
* Spuren römischer Wachttürme entlang des Rheins;&lt;br /&gt;
* die historischen Ortskerne von Mettau, Hottwil, Wil, Bözen und Elfingen;&lt;br /&gt;
* Rebberge und Trockenmauern an den Jurahängen;&lt;br /&gt;
* Wanderwege im Jurapark Aargau und über den Bözberg;&lt;br /&gt;
* die Rheinlandschaft zwischen Sisseln, Laufenburg und Schwaderloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Identität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk bildet zusammen mit dem Bezirk Rheinfelden die Region Fricktal. Trotz der administrativen Teilung bestehen enge wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Verbindungen zwischen dem oberen und dem unteren Fricktal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu Vorderösterreich prägt die historische Identität der Region. Sie zeigt sich in der traditionell katholischen Kulturlandschaft, in Bräuchen, in der Architektur und in zahlreichen grenzüberschreitenden Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff «oberes Fricktal» wird häufig für den Bezirk Laufenburg verwendet. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist die Abgrenzung jedoch nicht immer identisch mit den politischen Bezirksgrenzen. Gemeinden im Bözberggebiet oder am Rhein können sich gleichzeitig mehreren Teilregionen zugehörig fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wappen des Bezirks wird das Wappen des Hauptortes Laufenburg verwendet. Es zeigt in Gelb einen aufgerichteten roten Löwen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Löwe geht auf die Grafen von Habsburg-Laufenburg zurück. Das Motiv erscheint bereits auf mittelalterlichen Siegeln und verweist auf die historische Bedeutung der Stadt als habsburgischer Herrschafts- und Verwaltungsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Edith Hunziker, Susanne Ritter-Lutz: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau. Band X: Der Bezirk Laufenburg.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2019, ISBN 978-3-03797-552-7.&lt;br /&gt;
* Patrick Bircher: &amp;#039;&amp;#039;Der Kanton Fricktal. Bauern, Bürger und Revolutionäre an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Forum Fricktal, Laufenburg 2002.&lt;br /&gt;
* Dominik Sauerländer: &amp;#039;&amp;#039;Laufenburg (AG, Bezirk).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Franz Jehle, Anton Senti: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Laufenburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 1–3, Laufenburg.&lt;br /&gt;
* Linus Hüsser: &amp;#039;&amp;#039;Das Fricktal. Landschaft und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Fricktalisch-Badische Vereinigung für Heimatkunde, Frick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/ Offizielle Website des Kantons Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008523/ Bezirk Laufenburg im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.fricktal.ch/ Fricktal Regio Planungsverband]&lt;br /&gt;
* [https://www.jurapark-aargau.ch/ Jurapark Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.laufenburg.ch/ Offizielle Website der Stadt Laufenburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.sauriermuseum-frick.ch/ Sauriermuseum Frick]&lt;br /&gt;
* [https://www.bergwerkherznach.ch/ Bergwerk Herznach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fricktal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1803]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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