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	<title>Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Bahnstrecke_Zug%E2%80%93Arth-Goldau&amp;diff=2641&amp;oldid=prev</id>
		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&#039;&#039;&#039;Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau&#039;&#039;&#039; ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke in den Kantonen Zug und Schwyz. Sie verbindet den Bahnhof Zug mit dem bedeutenden Eisenbahnknoten Arth-Goldau und verläuft grösstenteils entlang des östlichen Ufers des Zugersees zwischen See und Zugerberg beziehungsweise den Ausläufern der Rigi.  Die rund 15,8 Kilometer lange Strecke wurde am &#039;&#039;&#039;1. Juni 18…»</title>
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		<updated>2026-08-09T14:14:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke in den Kantonen &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Zug&quot; title=&quot;Kanton Zug&quot;&gt;Zug&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Schwyz&quot; title=&quot;Kanton Schwyz&quot;&gt;Schwyz&lt;/a&gt;. Sie verbindet den &lt;a href=&quot;/de/Bahnhof_Zug&quot; title=&quot;Bahnhof Zug&quot;&gt;Bahnhof Zug&lt;/a&gt; mit dem bedeutenden Eisenbahnknoten &lt;a href=&quot;/de/Bahnhof_Arth-Goldau&quot; title=&quot;Bahnhof Arth-Goldau&quot;&gt;Arth-Goldau&lt;/a&gt; und verläuft grösstenteils entlang des östlichen Ufers des &lt;a href=&quot;/de/Zugersee&quot; title=&quot;Zugersee&quot;&gt;Zugersees&lt;/a&gt; zwischen See und &lt;a href=&quot;/de/Zugerberg&quot; title=&quot;Zugerberg&quot;&gt;Zugerberg&lt;/a&gt; beziehungsweise den Ausläufern der &lt;a href=&quot;/de/Rigi&quot; title=&quot;Rigi&quot;&gt;Rigi&lt;/a&gt;.  Die rund 15,8 Kilometer lange Strecke wurde am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Juni 18…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke in den Kantonen [[Kanton Zug|Zug]] und [[Kanton Schwyz|Schwyz]]. Sie verbindet den [[Bahnhof Zug]] mit dem bedeutenden Eisenbahnknoten [[Bahnhof Arth-Goldau|Arth-Goldau]] und verläuft grösstenteils entlang des östlichen Ufers des [[Zugersee]]s zwischen See und [[Zugerberg]] beziehungsweise den Ausläufern der [[Rigi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 15,8 Kilometer lange Strecke wurde am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Juni 1897&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; durch die [[Gotthardbahn-Gesellschaft]] (GB) eröffnet. Gleichzeitig nahm die [[Schweizerische Nordostbahn]] (NOB) die anschliessende [[Bahnstrecke Thalwil–Zug]] in Betrieb. Gemeinsam schufen die beiden Strecken eine wesentlich direktere Verbindung von [[Zürich]] über Zug nach Arth-Goldau und weiter über die [[Gotthardbahn]] in die Zentralschweiz und ins [[Tessin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Industriekultur&amp;quot;&amp;gt;[https://www.industriegeschichte-zug.ch/MediaInterface/get/vawgioslblgjpzl/viaduktadrianwalchwil.pdf SBB Viadukt bei St. Adrian Walchwil], Schweizerische Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streckenanfang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zug|Zug]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streckenende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Arth-Goldau|Arth-Goldau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Länge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rund 15,8 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spurweite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1435 mm ([[Normalspur]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eröffnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1897&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erbauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Gotthardbahn-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heutiger Eigentümer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Schweizerische Bundesbahnen]] (SBB)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stromsystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| überwiegend eingleisig, mehrere Doppelspurabschnitte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kantone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zug|Zug]], [[Kanton Schwyz|Schwyz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Gotthard-Zubringer Zürich–Zug–Tessin&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie gehört bis heute zu den wichtigsten nördlichen Zufahrtsstrecken zur Gotthardachse. Sie wird sowohl von Fernverkehrszügen zwischen Zürich und dem Tessin als auch von Zügen der [[Stadtbahn Zug]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Gotthardbahn zwischen Immensee, Arth-Goldau, Erstfeld und dem Tessin wurde 1882 eröffnet. Zürich besass damals jedoch noch keine direkte Eisenbahnverbindung über Zug nach Arth-Goldau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zürich nach Zug führte seit 1864 eine Bahnstrecke über [[Affoltern am Albis]] und das [[Knonaueramt]]. Von Zug aus mussten Züge in Richtung Gotthard zunächst über [[Rotkreuz]] und [[Immensee]] verkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahnverbindung zwischen Zürich und dem Gotthard war damit länger und betrieblich weniger günstig als eine direkte Linienführung über den östlichen Zugersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während der Planung der Gotthardbahn war eine Verbindung von Zug nach Goldau vorgesehen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Gotthardbahn-Gesellschaft wurde der Bau jedoch zunächst zurückgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau des Gotthard-Zubringers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1890er-Jahren wurde die direkte Verbindung schliesslich realisiert. Dabei entstanden zwei von unterschiedlichen Bahngesellschaften gebaute Abschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizerische Nordostbahn errichtete die Strecke von [[Thalwil]] über Sihlbrugg und Baar nach Zug. Die Gotthardbahn-Gesellschaft baute den südlich anschliessenden Abschnitt von Zug über Walchwil nach Arth-Goldau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Industriekultur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Strecken wurden am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Juni 1897&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit entstand die Verbindung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zürich–Thalwil–Baar–Zug–Walchwil–Arth-Goldau–Gotthard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verkürzte die Bahnverbindung zwischen Zürich und der Gotthardbahn deutlich und entwickelte sich rasch zur wichtigsten Gotthard-Zufahrt aus dem Raum Zürich und der Nordostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuer Bahnhof Zug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der neuen Strecke erforderte auch eine grundlegende Neuordnung des Eisenbahnknotens Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ältere Bahnhof Zug war als Kopfbahnhof für die 1864 eröffneten Strecken nach Zürich und Luzern angelegt worden. Für die durchgehende Verbindung von Thalwil nach Arth-Goldau war diese Lage ungeeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde ein neuer Durchgangsbahnhof errichtet. Mit seiner Eröffnung 1897 änderte sich die Struktur des Zuger Bahnnetzes grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige [[Bahnhof Zug]] entwickelte sich in der Folge zu einem bedeutenden Knoten zwischen den Achsen Zürich–Luzern und Zürich–Gotthard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau von Arth-Goldau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Bahnhof Arth-Goldau|Arth-Goldau]] musste für die neue Verbindung umfangreich umgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof war seit der Eröffnung der Gotthardbahn 1882 ein wichtiger Verkehrspunkt. Mit der neuen Strecke aus Zug wurde er endgültig zum grossen Eisenbahnknoten der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Zuger Strecke erforderte einen Umbau zum Keilbahnhof sowie ein neues Aufnahmegebäude. Auch die Anlagen der [[Arth-Rigi-Bahn]] wurden angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein 1897 entstanden im Umfeld des Bahnhofs zahlreiche neue Wohn- und Gasthäuser. Der Personalbestand der Gotthardbahn in Goldau stieg im selben Jahr von 10 auf 63 Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arth&amp;quot;&amp;gt;[https://www.arth.ch/kulturspur-goldau/7767 SBB-Bahnhof Arth-Goldau], Gemeinde Arth, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verstaatlichung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gotthardbahn-Gesellschaft blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts Eigentümerin und Betreiberin der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1909&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde die Gotthardbahn verstaatlicht. Ihre Strecken gingen an die [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] (SBB) über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem befindet sich auch die Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau im Eigentum der SBB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrifikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gotthardachse gehörte zu den ersten grossen Hauptstrecken der SBB, die nach dem Ersten Weltkrieg umfassend elektrifiziert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grund war die Abhängigkeit der Schweiz von importierter Kohle. Die Nutzung heimischer Wasserkraft sollte den Eisenbahnbetrieb unabhängiger machen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Gotthardstrecke erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke im Raum Arth-Goldau wurde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1922&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; elektrifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither wird sie mit dem schweizerischen Bahnstromsystem betrieben. Die Fahrleitung führt 15 kV Wechselstrom mit einer Frequenz von heute 16,7 Hz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektrifikation ermöglichte leistungsfähigere und schwerere Züge auf der Gotthardachse und beendete schrittweise die Dominanz der Dampflokomotiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckenverlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke beginnt im [[Bahnhof Zug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort führt sie zunächst in südlicher Richtung durch das Stadtgebiet. Die Bahnanlagen liegen in diesem Bereich teilweise erhöht und überqueren mehrere wichtige Stadtstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschliessend folgt der Stadttunnel, durch den die Strecke den dichter bebauten Bereich südlich des Zentrums durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtgebiet befinden sich mehrere Haltestellen der [[Stadtbahn Zug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zug Postplatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bahnhof Zug Postplatz|Zug Postplatz]] liegt nahe dem südlichen Rand des Stadtzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle gehört zu den innerstädtischen Zugangspunkten zur Stadtbahn und erschliesst insbesondere das Gebiet zwischen Altstadt, Seeufer und südlichen Stadtquartieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zug Casino ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle [[Bahnhof Zug Casino|Zug Casino]] wurde im Dezember 2009 eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtbahn&amp;quot;&amp;gt;[https://cdn.zg.ch/dam/jcr%3Ab5075e74-c2fa-43d0-a797-d1789cfef041/Brosch%C3%BCre%20SBB%20Stadtbahn%20Zug.pdf Direkt, effizient, vernetzt – Stadtbahn Zug], SBB und Kanton Zug, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befindet sich nahe dem Zugersee und verbessert die Erschliessung des südlichen Stadtzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zug Fridbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter südlich folgt die Haltestelle [[Bahnhof Zug Fridbach|Zug Fridbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erschliesst die Wohngebiete zwischen der Stadt Zug und Oberwil und wird von Regionalzügen der Stadtbahn bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zug Oberwil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Zug Oberwil]] liegt im Zuger Stadtteil [[Oberwil bei Zug|Oberwil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglich einfachere Station wurde im Rahmen des Ausbaus der Stadtbahn zu einer Kreuzungsstation erweitert. Seit 2010 können sich dort Züge auf der ansonsten weitgehend eingleisigen Strecke begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Ausbau war für die Verdichtung des Regionalverkehrs von grosser Bedeutung. Gemeinsam mit der Kreuzungsmöglichkeit in Walchwil ermöglichte er einen dichteren Fahrplan zwischen Zug und Walchwil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtbahn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Oberwil verengt sich der Raum zwischen dem Zugersee und den steilen Hängen des Zugerbergs deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strecke entlang des Zugersees ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der landschaftlich auffälligste Teil der Bahnstrecke beginnt südlich von Oberwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn folgt über mehrere Kilometer dem östlichen Ufer des Zugersees. Zwischen See und Berghang steht teilweise nur wenig Raum für Bahnlinie, Kantonsstrasse und Siedlungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwierigen geologischen Verhältnisse stellten bereits beim Bau Ende des 19. Jahrhunderts eine grosse Herausforderung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände besteht teilweise aus instabilen Nagelfluh- und Lockergesteinsschichten. Deshalb mussten zahlreiche Tunnel, Stützmauern, Viadukte, Durchlässe und Schutzbauten erstellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Industriekultur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Walchwil Hörndli ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walchwil Hörndli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde im Dezember 2010 eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtbahn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dient vor allem der lokalen Erschliessung der nördlichen Wohngebiete von [[Walchwil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der Haltestelle gehörte zur Erweiterung der Stadtbahn Zug. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur zwischen Zug und Walchwil ausgebaut, um einen dichteren Regionalverkehr zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bahnhof Walchwil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Walchwil]] wurde 1897 zusammen mit der Bahnstrecke eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besitzt wegen der überwiegend eingleisigen Strecke eine besondere betriebliche Bedeutung. Über viele Jahrzehnte war Walchwil die wichtigste Kreuzungsstelle zwischen Zug und Arth-Goldau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof liegt oberhalb des Dorfzentrums von Walchwil und bietet aufgrund seiner erhöhten Lage teilweise Aussicht über den Zugersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau der Strecke entstanden zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten, wodurch die betriebliche Abhängigkeit vom Bahnhof Walchwil reduziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tunnel und Viadukte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die topografisch schwierige Linienführung erforderte auf relativ kurzer Strecke zahlreiche Kunstbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders dicht folgen Tunnel und Brücken südlich von Walchwil aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Bauwerken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bauwerk&lt;br /&gt;
! Länge&lt;br /&gt;
! Lage beziehungsweise Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lotenbachtunnel&lt;br /&gt;
| rund 36 m&lt;br /&gt;
| nördlich von Walchwil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bühltunnel&lt;br /&gt;
| rund 90 m&lt;br /&gt;
| Raum Walchwil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rossplattentunnel&lt;br /&gt;
| 48 m&lt;br /&gt;
| südlich von Walchwil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| St.-Adrian-Viadukt&lt;br /&gt;
| 94 m&lt;br /&gt;
| Querung eines Tobels bei St. Adrian&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| St.-Adrian-Tunnel&lt;br /&gt;
| 65 m&lt;br /&gt;
| südlich von Walchwil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rufibach-Viadukt&lt;br /&gt;
| 70 m&lt;br /&gt;
| Querung des Rufibachs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rufibachtunnel&lt;br /&gt;
| 40 m&lt;br /&gt;
| Raum Walchwil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalkofentunnel&lt;br /&gt;
| 69 m&lt;br /&gt;
| Richtung Arth-Goldau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mühlefluhtunnel&lt;br /&gt;
| rund 192 m&lt;br /&gt;
| unmittelbar vor Arth-Goldau&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kurzen Abstände zwischen diesen Bauwerken verdeutlichen die schwierigen Platzverhältnisse am östlichen Zugersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== St.-Adrian-Viadukt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den markantesten historischen Kunstbauten gehört der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St.-Adrian-Viadukt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; südlich von Walchwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1897 entstandene Bauwerk kombiniert eine Naturstein-Bogenkonstruktion mit einem eisernen Fachwerkträger. Der Viadukt ist etwa 94 Meter lang; sein eiserner Hauptträger besitzt eine Länge von rund 68,6 Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Industriekultur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar davor und danach befinden sich der Rossplatten- und der St.-Adrian-Tunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination von Tunnel, Brücke und steilem Berghang macht diesen Abschnitt zu einem charakteristischen Beispiel für den Eisenbahnbau des späten 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturgefahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke entlang des östlichen Zugersees ist aufgrund ihrer Lage verschiedenen Naturgefahren ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hangrutschungen;&lt;br /&gt;
* Murgänge;&lt;br /&gt;
* Hochwasser in Seitenbächen;&lt;br /&gt;
* Steinschlag und Blocksturz;&lt;br /&gt;
* Instabilität von Böschungen und Dämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Starke Niederschläge können insbesondere im steilen Gelände südlich von Walchwil Probleme verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SBB haben deshalb im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Schutzbauten, Entwässerungsanlagen, Stützkonstruktionen und Überwachungssysteme installiert beziehungsweise erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beherrschung der Naturgefahren gehört weiterhin zu den besonderen Anforderungen beim Unterhalt der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arth-Goldau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor [[Goldau]] durchfährt die Strecke den Mühlefluhtunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich Goldau Mühlefluh beginnt die mehrgleisige Einfahrt in den Bahnhof Arth-Goldau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Arth-Goldau]] liegt auf dem Ablagerungsgebiet des [[Bergsturz von Goldau|Goldauer Bergsturzes von 1806]] und gehört zu den wichtigsten Eisenbahnknoten der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier trifft die Strecke aus Zug auf die Gotthardbahn aus Richtung [[Immensee]] und [[Luzern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem bestehen Anschlüsse an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Gotthardstrecke Richtung [[Schwyz]], [[Brunnen]], [[Erstfeld]] und Tessin;&lt;br /&gt;
* die Strecke der [[Schweizerische Südostbahn|Schweizerischen Südostbahn]] über [[Biberbrugg]] nach [[Pfäffikon SZ]] und [[Rapperswil]];&lt;br /&gt;
* die [[Arth-Rigi-Bahn]] zur [[Rigi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arth-Goldau ist damit sowohl für den nationalen Fernverkehr als auch für den Regional- und touristischen Verkehr von grosser Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbahn Zug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12. Dezember 2004&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Strecke Bestandteil der [[Stadtbahn Zug]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtbahn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtbahn wurde geschaffen, um die bereits bestehenden Eisenbahnstrecken im Kanton stärker für den regionalen Verkehr zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau verkehrt die Linie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verbesserung des Angebots wurden mehrere neue Haltestellen geschaffen und bestehende Bahnhöfe ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Erweiterungen gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Eröffnung von Zug Casino;&lt;br /&gt;
* die Eröffnung von Walchwil Hörndli;&lt;br /&gt;
* der Ausbau von Zug Oberwil zur Kreuzungsstation;&lt;br /&gt;
* weitere Anpassungen der Bahninfrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Massnahmen ermöglichten einen Halbstundentakt auf dem dichter besiedelten Abschnitt bis Walchwil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtbahn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bahnhöfe und Haltestellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für den Regionalverkehr relevanten Stationen entlang der Strecke sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bahnhof oder Haltestelle&lt;br /&gt;
! Gemeinde&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
! Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zug|Zug]]&lt;br /&gt;
| [[Zug]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Fernverkehrs- und Regionalverkehrsknoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zug Postplatz|Zug Postplatz]]&lt;br /&gt;
| [[Zug]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Stadtbahn-Haltestelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zug Casino|Zug Casino]]&lt;br /&gt;
| [[Zug]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Stadtbahn-Haltestelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zug Fridbach|Zug Fridbach]]&lt;br /&gt;
| [[Zug]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Stadtbahn-Haltestelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zug Oberwil|Zug Oberwil]]&lt;br /&gt;
| [[Zug]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Bahnhof und Kreuzungsstelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Walchwil Hörndli|Walchwil Hörndli]]&lt;br /&gt;
| [[Walchwil]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Stadtbahn-Haltestelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Walchwil|Walchwil]]&lt;br /&gt;
| [[Walchwil]]&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Bahnhof und Kreuzungsstelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Arth-Goldau|Arth-Goldau]]&lt;br /&gt;
| [[Arth SZ|Arth]]&lt;br /&gt;
| Schwyz&lt;br /&gt;
| Bedeutender nationaler Bahnknoten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbau Zugersee Ost ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überwiegend eingleisige Strecke stellte mit dem Wachstum des Fern- und Regionalverkehrs zunehmend einen Kapazitätsengpass dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders problematisch war, dass schnelle Fernverkehrszüge und haltende Regionalzüge dieselbe Infrastruktur benutzen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Kapazität und Fahrplanstabilität zu verbessern, planten die SBB einen umfangreichen Ausbau unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zugersee Ost&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentrales Element war der Bau einer rund &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1,7 Kilometer langen Doppelspur bei Walchwil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot;&amp;gt;[https://news.sbb.ch/de/019d7b78-ac60-7ba0-8f94-998ec202739b/beschwerde-abgewiesen-sbb-startet-bauarbeiten-am-zugersee-mitte-2019 Beschwerde abgewiesen: SBB startet Bauarbeiten am Zugersee Mitte 2019], SBB, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt sollte insbesondere ermöglichen, mehr Fernverkehrszüge auf der Gotthardachse zu führen, ohne den Regionalverkehr der Stadtbahn einzuschränken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckensperre 2019–2020 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die umfangreichen Arbeiten wurde der Abschnitt zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau ab Mitte 2019 für rund eineinhalb Jahre vollständig gesperrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit wurden Fernverkehrszüge über die westliche Seite des Zugersees umgeleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zug–Rotkreuz–Immensee–Arth-Goldau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Regionalverkehr wurden Ersatzbusse eingesetzt beziehungsweise bestehende Busverbindungen verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständige Sperrung ermöglichte es, zahlreiche Bauarbeiten gleichzeitig durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierung der Strecke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau beschränkte sich nicht auf die neue Doppelspur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig sanierten die SBB auf der Strecke Zug–Arth-Goldau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sieben Tunnel und 49 weitere Infrastrukturobjekte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Dazu gehörten Brücken, Durchlässe und Unterführungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Tunnelprofile wurden teilweise angepasst. Dadurch können auf der Verbindung zwischen Zug und Arth-Goldau grundsätzlich auch Doppelstockfahrzeuge verkehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu wurden die Gleis- und Perronanlagen im Bahnhof Arth-Goldau erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Gesamtprojekt waren zum damaligen Planungsstand rund 190 Millionen Franken vorgesehen, davon etwa 100 Millionen für den Substanzerhalt und 90 Millionen für die Doppelspur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiedereröffnung 2020 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Fahrplanwechsel im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dezember 2020&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde die Strecke wieder vollständig für den Bahnverkehr geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Doppelspur bei Walchwil erhöhte die Kapazität und verbesserte die betriebliche Flexibilität erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Linie S2 wurde insbesondere die Bedienung von Walchwil Hörndli verbessert. Die neue Infrastruktur erlaubt dort einen dichteren Regionalverkehr, während gleichzeitig mehr Kapazität für Fernverkehrszüge zur Verfügung steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschluss der Arbeiten fiel zeitlich mit der Inbetriebnahme des [[Ceneri-Basistunnel]]s zusammen und war Bestandteil zahlreicher Ausbauprojekte an den Zufahrten zur schweizerischen Nord-Süd-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fernverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau besitzt eine zentrale Funktion im schweizerischen Fernverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist Bestandteil der direkten Achse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zürich–Zug–Arth-Goldau–Gotthard–Tessin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fahrplan 2026 benutzen unter anderem Fernverkehrszüge der Relation Zürich–Arth-Goldau–Bellinzona–Lugano beziehungsweise Chiasso die Strecke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2026&amp;quot;&amp;gt;[https://company.sbb.ch/content/dam/internet/corporate/downloads/de/sbb-als-geschaeftspartner/flotte-unterhalt/onestopshop/Bezeichnung-der-zuege-2026.pdf.sbbdownload.pdf Bezeichnung der Züge – Fahrplan 2026], SBB Infrastruktur, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören Verbindungen des [[InterCity]]- und [[EuroCity]]-Verkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist die Strecke Teil einer internationalen Nord-Süd-Verbindung zwischen der Deutschschweiz, dem Tessin und Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Treno Gottardo ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Züge des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Treno Gottardo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Schweizerische Südostbahn|Schweizerischen Südostbahn]] benutzen die Bahnstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie IR46 verbindet Zürich über Zug und Arth-Goldau mit der historischen Gotthard-Bergstrecke und fährt über Erstfeld, Göschenen, Airolo und Bellinzona bis [[Locarno]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2026&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch besteht neben den schnellen Verbindungen durch den [[Gotthard-Basistunnel]] weiterhin eine direkte Verbindung von Zürich über die klassische Gotthard-Bergstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie S2 der Stadtbahn Zug übernimmt den Regionalverkehr auf der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verbindet den Raum Zug mit Oberwil und Walchwil und fährt bei einem Teil der Verbindungen über Arth-Goldau weiter in Richtung Schwyz beziehungsweise Erstfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Zug–Walchwil besitzt aufgrund der dichteren Besiedlung ein stärkeres Regionalverkehrsangebot als der südliche Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination von Fern- und Regionalverkehr auf einer teilweise eingleisigen Strecke stellt hohe Anforderungen an die Fahrplangestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung der Doppelspur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2020 in Betrieb genommene Doppelspur bei Walchwil beseitigte zwar nicht sämtliche eingleisigen Abschnitte, schuf jedoch eine zusätzliche Möglichkeit für Zugkreuzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können entgegenkommende Züge flexibler disponiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist besonders wichtig, weil auf der Strecke mehrere unterschiedliche Zugarten verkehren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Verkehrsart&lt;br /&gt;
! Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[InterCity]]&lt;br /&gt;
| schnelle nationale Verbindung Zürich–Tessin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[EuroCity]]&lt;br /&gt;
| internationale Verbindungen Richtung Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[InterRegio]]&lt;br /&gt;
| Verbindung über die Gotthard-Bergstrecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| S2&lt;br /&gt;
| regionaler Verkehr der [[Stadtbahn Zug]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Haltemuster dieser Züge erhöhen die betriebliche Komplexität einer eingleisigen Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Gotthardachse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ihrer Eröffnung 1897 gehört die Bahnstrecke zu den wichtigsten Zufahrten zur Gotthardbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gotthardachse besitzt sowohl für den innerschweizerischen Verkehr als auch für internationale Verbindungen zwischen Nord- und Südeuropa eine herausragende Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zürich aus bildet die Strecke über Zug und Arth-Goldau die direkte Zufahrt zur Gotthardroute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eröffnung des [[Gotthard-Basistunnel]]s 2016 und des Ceneri-Basistunnels 2020 wurden die Reisezeiten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin erheblich verkürzt. Die historische Strecke Zug–Arth-Goldau blieb dabei Teil der nördlichen Zufahrt zu diesen neuen Basistunneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke entlang des Zugersees gehört zu den landschaftlich attraktiven Bahnverbindungen der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Zug aus bieten sich an mehreren Stellen Blicke über den See zum [[Rigi]]massiv und zu den Bergen der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders zwischen Oberwil und Walchwil verläuft die Bahn teilweise unmittelbar oberhalb des Seeufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Walchwil wird die Landschaft deutlich steiler. Tunnel, Viadukte und Stützmauern zeigen hier, welche technischen Herausforderungen die Bahnbauer Ende des 19. Jahrhunderts bewältigen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur und Unterhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination aus dichter Zugfolge, geologisch schwierigem Gelände und zahlreichen historischen Kunstbauten macht die Strecke unterhaltsintensiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tunnel und Brücken müssen regelmässig kontrolliert und saniert werden. Gleichzeitig sind Massnahmen gegen Naturgefahren erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig sind Entwässerungsanlagen. Sie sollen verhindern, dass starke Niederschläge die steilen Hänge destabilisieren oder Wasser und Geschiebe auf das Bahntrassee gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfassende Sanierung von 2019 bis 2020 war deshalb nicht nur ein Kapazitätsausbau, sondern auch eine langfristige Erneuerung wesentlicher Teile der mehr als hundert Jahre alten Infrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstrecke Zug–Arth-Goldau erfüllt heute mehrere Funktionen gleichzeitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teil der nationalen Nord-Süd-Achse;&lt;br /&gt;
* Zufahrt von Zürich zum Gotthard;&lt;br /&gt;
* Bestandteil internationaler Bahnverbindungen nach Italien;&lt;br /&gt;
* Regionalverkehrsachse für Zug und Walchwil;&lt;br /&gt;
* Verbindung zur klassischen Gotthard-Bergstrecke;&lt;br /&gt;
* Zugang zum Eisenbahnknoten Arth-Goldau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Mehrfachfunktion erklärt, weshalb selbst ein relativ kurzer Streckenabschnitt für das schweizerische Bahnnetz eine hohe strategische Bedeutung besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zukünftige Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapazität der Bahnverbindungen im Raum Zug bleibt Gegenstand der langfristigen schweizerischen Verkehrsplanung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Zug und der Bund untersuchen langfristige Möglichkeiten für leistungsfähigere Gotthard-Zufahrten. Dabei werden grundsätzlich Varianten auf beiden Seiten des Zugersees betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kantonale Richtplan hält fest, dass der Bund gemeinsam mit Zug und den betroffenen Nachbarkantonen die langfristige Linienführung des NEAT-Zubringers zwischen dem Raum Baar und Arth-Goldau beziehungsweise Schwyz evaluieren soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richtplan2026&amp;quot;&amp;gt;[https://cdn.zg.ch/dam/jcr%3Af8cd851d-1bd4-4490-9ce0-75751e652747/260224_Richtplantext.pdf Kantonaler Richtplan des Kantons Zug], Stand 2026, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt die Frage nach weiteren Kapazitätsausbauten auch nach der Doppelspur Walchwil von langfristiger Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Zug]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Zug Oberwil]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Walchwil]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Arth-Goldau]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Thalwil–Zug]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthardbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthardbahn-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthard-Basistunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Ceneri-Basistunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Stadtbahn Zug]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Bundesbahnen]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Südostbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Zugersee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans G. Wägli: &amp;#039;&amp;#039;Schienennetz Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Generalsekretariat SBB, Bern 1980.&lt;br /&gt;
* Hans G. Wägli: &amp;#039;&amp;#039;Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+&amp;#039;&amp;#039;. AS Verlag, Zürich 2010.&lt;br /&gt;
* Gerhard Oswald: &amp;#039;&amp;#039;Endstation Brunnen oder Goldau? Zur Entstehungsgeschichte der Bahnverbindung zwischen Innerschwyz und Ausserschwyz&amp;#039;&amp;#039;. Schwyzer Hefte 54, Schwyz 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.sbb.ch/ Schweizerische Bundesbahnen]&lt;br /&gt;
* [https://www.zg.ch/ Offizielle Website des Kantons Zug]&lt;br /&gt;
* [https://www.arth.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Arth]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zug–Arth-Goldau railway line}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Zug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotthardbahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Bundesbahnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Zug)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Walchwil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arth SZ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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