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	<title>Bahnstrecke Zofingen–Wettingen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Bahnstrecke_Zofingen%E2%80%93Wettingen&amp;diff=2642&amp;oldid=prev</id>
		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&#039;&#039;&#039;Bahnstrecke Zofingen–Wettingen&#039;&#039;&#039; ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke im Kanton Aargau. Sie wurde 1877 von der Schweizerischen Nationalbahn (SNB) erbaut und verband Zofingen über Suhr, Lenzburg, Othmarsingen, Mellingen und Baden Oberstadt mit Wettingen. Die 41,5 Kilometer lange Strecke war Teil des ehrgeizigen Projekts der Nationalbahn, eine neue Ost-West-Verbindung d…»</title>
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		<updated>2026-08-09T14:14:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnstrecke Zofingen–Wettingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke im &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Aargau&quot; title=&quot;Kanton Aargau&quot;&gt;Kanton Aargau&lt;/a&gt;. Sie wurde 1877 von der &lt;a href=&quot;/de/Schweizerische_Nationalbahn&quot; title=&quot;Schweizerische Nationalbahn&quot;&gt;Schweizerischen Nationalbahn&lt;/a&gt; (SNB) erbaut und verband &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Zofingen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Zofingen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Zofingen&lt;/a&gt; über &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Suhr_AG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Suhr AG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Suhr&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Lenzburg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Lenzburg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Lenzburg&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Othmarsingen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Othmarsingen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Othmarsingen&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Mellingen_AG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Mellingen AG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Mellingen&lt;/a&gt; und Baden Oberstadt mit &lt;a href=&quot;/de/Wettingen&quot; title=&quot;Wettingen&quot;&gt;Wettingen&lt;/a&gt;. Die 41,5 Kilometer lange Strecke war Teil des ehrgeizigen Projekts der Nationalbahn, eine neue Ost-West-Verbindung d…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bahnstrecke Zofingen–Wettingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke im [[Kanton Aargau]]. Sie wurde 1877 von der [[Schweizerische Nationalbahn|Schweizerischen Nationalbahn]] (SNB) erbaut und verband [[Zofingen]] über [[Suhr AG|Suhr]], [[Lenzburg]], [[Othmarsingen]], [[Mellingen AG|Mellingen]] und Baden Oberstadt mit [[Wettingen]]. Die 41,5 Kilometer lange Strecke war Teil des ehrgeizigen Projekts der Nationalbahn, eine neue Ost-West-Verbindung durch das Schweizer Mittelland zu schaffen und den etablierten Privatbahnen Konkurrenz zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot;&amp;gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042013/ «Schweizerische Nationalbahn (SNB)»], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Zofingen–Baden Oberstadt wurde am 6. September 1877 eröffnet. Wegen Verzögerungen beim Bau der Limmatbrücke konnte der letzte Abschnitt von Baden Oberstadt nach Wettingen erst am 15. Oktober 1877 in Betrieb genommen werden. Die Nationalbahn geriet bereits 1878 in Konkurs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besitzt die historische Gesamtstrecke keine einheitliche Funktion mehr. Zwischen Zofingen und Lenzburg verkehrt die Linie S28 der [[S-Bahn Aargau]], während der Abschnitt östlich von Lenzburg teilweise Bestandteil der stark befahrenen Heitersbergachse ist. Auf dem alten Streckenast von Gruemet über Mellingen und Baden Oberstadt nach Wettingen wurde der reguläre Personenverkehr im Dezember 2004 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AG2004&amp;quot;&amp;gt;Kanton Aargau: [https://www.ag.ch/de/medien/medienmitteilungen?mm=neues-konzept-fuer-die-nationalbahn-0bb6cac6-f4cb-4134-9d32-9c9ab2543cab_de «Neues Konzept für die Nationalbahn»], 5. August 2002, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bahnstrecke Zofingen–Wettingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streckenanfang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zofingen|Zofingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streckenende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Wettingen|Wettingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Länge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 41,5 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spurweite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1435 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eröffnung Zofingen–Baden Oberstadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 6. September 1877&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eröffnung Baden Oberstadt–Wettingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 15. Oktober 1877&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ursprüngliche Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Schweizerische Nationalbahn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heutige Eigentümerin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stromsystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweigleisig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Lenzburg–Abzweigung Gruemet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Personenverkehr Zofingen–Lenzburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regulärer Personenverkehr Gruemet–Wettingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| seit 2004 eingestellt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1860er und 1870er Jahren war das schweizerische Eisenbahnnetz von mehreren grossen privaten Bahngesellschaften geprägt. In der Nord- und Ostschweiz dominierte insbesondere die [[Schweizerische Nordostbahn]] (NOB), während die [[Schweizerische Centralbahn]] (SCB) wichtige Verbindungen im Raum Basel, Olten und in der Zentralschweiz kontrollierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische und wirtschaftliche Kreise in [[Winterthur]] und mehreren anderen Städten sahen diese Machtkonzentration kritisch. Sie planten deshalb eine neue Eisenbahnverbindung, die möglichst unabhängig von den bestehenden Gesellschaften eine Ost-West-Achse durch das Mittelland schaffen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus mehreren Vorgängerprojekten entstand 1875 die Schweizerische Nationalbahn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr langfristiges Ziel war eine Verbindung vom Bodensee über Winterthur, das Zürcher Unterland, Wettingen, Lenzburg und Zofingen weiter in Richtung Solothurn und Westschweiz. Die Bahn wurde als Gegenprojekt zu den bestehenden grossen Privatbahnen verstanden und politisch teilweise als eine Art «Volksbahn» dargestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweizerische Nationalbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalbahn wurde stark von Städten und Gemeinden entlang der geplanten Strecke finanziert. Besonders Winterthur spielte eine zentrale Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die etablierten Gesellschaften verfügte die SNB jedoch über keine bereits bestehenden Hauptachsen, auf denen sie hohe Einnahmen erzielen konnte. Zudem mussten ihre Strecken teilweise ungünstige Linienführungen nehmen, weil wichtige Verkehrswege bereits von konkurrierenden Eisenbahngesellschaften besetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche Teil des Nationalbahnnetzes sollte von Winterthur über [[Effretikon]], [[Seebach]], [[Regensdorf]], Wettingen, Baden Oberstadt, Lenzburg und Suhr nach Zofingen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Suhr entstand zusätzlich eine kurze Verbindung nach [[Aarau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke Zofingen–Wettingen bildete damit einen wesentlichen Bestandteil der geplanten Nationalbahn-Transversale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau und Eröffnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke wurde ursprünglich eingleisig angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. September 1877&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nahm die Schweizerische Nationalbahn den Verkehr zwischen Zofingen und Baden Oberstadt auf. Gleichzeitig wurde die Zweigstrecke von Suhr nach Aarau eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Abschnitt zwischen Baden Oberstadt und Wettingen konnte zunächst nicht benutzt werden, da die neue Eisenbahnbrücke über die [[Limmat]] noch nicht fertiggestellt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15. Oktober 1877&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde die Verbindung Baden Oberstadt–Wettingen eröffnet. Am selben Tag nahm die Nationalbahn auch den anschliessenden Streckenabschnitt von Wettingen über das [[Furttal]] und den Raum Zürich nach Effretikon in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bestand für kurze Zeit eine durchgehende Nationalbahnverbindung von Zofingen über Wettingen und den Norden Zürichs nach Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenz zur Nordostbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Linie war insbesondere als Konkurrenz zur bestehenden NOB-Verbindung zwischen Baden und Aarau konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Nordostbahn durch das [[Aaretal]] über Brugg und Aarau führte, wählte die Nationalbahn eine südlichere Route über Mellingen und Lenzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch weiter östlich vermied die SNB das Zentrum von Zürich. Ihre Züge verkehrten von Wettingen durch das Furttal über Regensdorf und Seebach nach Effretikon und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade dieser Umstand erwies sich wirtschaftlich als schwerer Nachteil. Zürich war bereits damals das wichtigste Verkehrs- und Wirtschaftszentrum der Region, doch die Nationalbahn besass keine attraktive direkte Verbindung zum Zürcher Hauptbahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die etablierten Bahngesellschaften reagierten zudem mit eigenen Angeboten und Infrastrukturprojekten auf den neuen Konkurrenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurs der Nationalbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nationalbahnprojekt geriet schon kurz nach der Eröffnung des vollständigen Netzes in schwere finanzielle Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten waren hoch, während die Einnahmen aus Personen- und Güterverkehr deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Gleichzeitig belastete die wirtschaftliche Krise nach dem [[Gründerkrach]] das Unternehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1878&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; musste die Schweizerische Nationalbahn zwangsliquidiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konkurs hatte erhebliche Folgen für die beteiligten Städte und Gemeinden. Zahlreiche öffentliche Körperschaften hatten grosse Summen in die Nationalbahn investiert und mussten die daraus entstandenen Schulden teilweise während Jahrzehnten abzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurden die finanziellen Folgen in Winterthur, doch auch verschiedene Aargauer Gemeinden waren betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordostbahn konnte grosse Teile des ehemaligen Nationalbahnnetzes später zu einem Bruchteil der ursprünglichen Baukosten übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufteilung nach dem Konkurs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige Konkurrenzbahn wurde nach der Liquidation in das Netz der bisherigen Konkurrenten integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordostbahn übernahm einen grossen Teil des ehemaligen SNB-Netzes. Der Abschnitt Zofingen–Suhr gelangte schliesslich zur [[Schweizerische Centralbahn|Centralbahn]], während andere Abschnitte der ehemaligen Nationalbahn von der NOB betrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit verlor die Bahnstrecke Zofingen–Wettingen bereits wenige Jahre nach ihrer Eröffnung ihren Charakter als durchgehend von einem einzigen Unternehmen betriebene Nationalbahnstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 wurden sowohl die Nordostbahn als auch die Centralbahn im Rahmen der Verstaatlichung der grossen Privatbahnen Teil der neu geschaffenen [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit befand sich die Strecke wieder unter einer gemeinsamen Eigentümerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrifizierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektrifizierung erfolgte nicht auf der gesamten Strecke gleichzeitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Lenzburg–Gexi wurde im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der [[Aargauische Südbahn|Aargauischen Südbahn]] 1927 mit Fahrleitung ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 folgte der Abschnitt von Gexi nach Othmarsingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche Streckenteil Zofingen–Suhr wurde 1946 elektrifiziert. Am 17. Dezember 1946 folgten schliesslich Suhr–Lenzburg sowie Othmarsingen–Wettingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem ist die gesamte historische Strecke für elektrischen Betrieb mit dem bei den SBB üblichen System von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz Wechselstrom ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckenverlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zofingen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt ist der [[Bahnhof Zofingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof war bereits 1856 an der Strecke Olten–Luzern eröffnet worden. Mit der Nationalbahn erhielt Zofingen 1877 eine weitere Bahnverbindung nach Nordosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalbahnstrecke verlässt den Bahnhof in Richtung Norden und trennt sich von der Hauptstrecke in Richtung Olten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute beginnt hier die Linie S28 der S-Bahn Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küngoldingen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Station ist [[Küngoldingen]], ein Ortsteil der Gemeinde [[Oftringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle dient vor allem dem lokalen Pendlerverkehr. Von hier führt die Strecke weiter in Richtung Striegel und Safenwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Walterswil-Striegel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Station &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walterswil-Striegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erschliesst unter anderem die nahe solothurnische Gemeinde [[Walterswil SO|Walterswil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn selbst verläuft in diesem Bereich auf aargauischem Gebiet. Dadurch bleibt die historische Strecke Zofingen–Wettingen im Wesentlichen eine Bahnlinie des Kantons Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Safenwil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschliessend erreicht die Strecke [[Safenwil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Safenwil liegt zwischen dem Wiggertal und dem Raum Kölliken und besitzt seit der Eröffnung der Nationalbahn einen Eisenbahnanschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn ist heute insbesondere für den regionalen Pendlerverkehr in Richtung Zofingen, Suhr und Lenzburg von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kölliken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Kölliken]] bestehen zwei Zugangsstellen zur Bahn: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kölliken Oberdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und der [[Bahnhof Kölliken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führt hier durch das dicht besiedelte Suhrental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kölliken ist zudem für den Güterverkehr von Bedeutung, unter anderem durch industrielle und logistische Anschlüsse im Umfeld der Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberentfelden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter nordöstlich erreicht die Nationalbahnstrecke [[Oberentfelden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kreuzt sie die meterspurige Strecke der heutigen [[Aargau Verkehr|Aargau Verkehr AG]] zwischen Aarau und Schöftland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch stellte die Kreuzung zweier Bahnsysteme mit unterschiedlichen Stromarten besondere technische Anforderungen an die Fahrleitungsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suhr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Suhr]] war von Beginn an ein wichtiger Punkt der Nationalbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von hier führte die 1877 gleichzeitig eröffnete Zweigstrecke nach Aarau. Dadurch war Aarau trotz der südlich an der Stadt vorbeiführenden Nationalbahn an das neue Netz angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühere Normalspurstrecke Suhr–Aarau wurde 2004 für den SBB-Personenverkehr aufgegeben. Ihre Trasse wurde später für den Ausbau der meterspurigen Wynentalbahn verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute treffen in Suhr die normalspurige SBB-Strecke Zofingen–Lenzburg und das Netz von Aargau Verkehr zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hunzenschwil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Suhr und Lenzburg befindet sich der [[Bahnhof Hunzenschwil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Station erschliesst die gleichnamige Gemeinde und ist Bestandteil der heutigen S28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Hunzenschwil führt die Strecke weiter zum wichtigen Bahnknoten Lenzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lenzburg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Lenzburg]] ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten des Kantons Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kreuzt beziehungsweise berührt die ehemalige Nationalbahn mehrere weitere Eisenbahnverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Lenzburg bestehen heute direkte Verbindungen unter anderem nach Aarau, Zürich, Brugg, Wohlen und Luzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die historische Bahnstrecke Zofingen–Wettingen besitzt Lenzburg heute eine besondere Bedeutung, weil hier der reguläre durchgehende Personenverkehr auf der ehemaligen Nationalbahn endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie S28 verkehrt zwischen Zofingen und Lenzburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2026&amp;quot;&amp;gt;SBB: [https://www.sbb.ch/content/dam/internet/sbb/downloads/multi/reiseinformationen/bahnverkehrsinformation/pdf-fahrplaene/abfahrtsplakate/2026/liniennetzplaene/LPL_Aargau.pdf Liniennetzplan S-Bahnen Aargau 2026], gültig ab 14. Dezember 2025, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lenzburg–Othmarsingen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Lenzburg führt die historische Nationalbahnstrecke in Richtung [[Othmarsingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt wurde später eng mit anderen Hauptbahnverbindungen verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Gexi bestehen Verbindungen zur Aargauischen Südbahn in Richtung Wohlen und Rotkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau des schweizerischen Eisenbahnnetzes veränderte die Bedeutung dieses Streckenabschnitts grundlegend. Aus der ursprünglich als Konkurrenzbahn errichteten Nebenachse wurde teilweise ein Bestandteil wichtiger nationaler Verkehrsverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Othmarsingen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Othmarsingen]] ist ein Verzweigungspunkt verschiedener Bahnstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von hier bestehen Bahnverbindungen in Richtung Lenzburg, Brugg, Wohlen und Mägenwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt von Lenzburg über Othmarsingen in Richtung Gruemet wurde im Zusammenhang mit dem Bau der Heitersbergstrecke wesentlich ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mägenwil und Reussbrücke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Othmarsingen führt die Strecke über [[Mägenwil]] in Richtung Reusstal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Kunstbauten der ursprünglichen Nationalbahn gehörte die Eisenbahnbrücke bei Mellingen über die [[Reuss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der SNB errichtete erste Brücke war ein Stahlfachwerkbau und gehörte zu den frühen grösseren Konstruktionen der Maschinenfabrik Bell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dem Bau des [[Heitersbergtunnel]]s wurde die ursprüngliche Brücke 1973 durch eine neue Verbundkonstruktion ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurde der Abschnitt von Lenzburg bis zur Abzweigung Gruemet zu einer zweigleisigen Hauptstrecke ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abzweigung Gruemet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abzweigung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gruemet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist für die heutige Funktion der ehemaligen Nationalbahnstrecke besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier trennt sich die moderne Hauptstrecke in Richtung [[Heitersbergtunnel]] und [[Killwangen-Spreitenbach]] von der alten Nationalbahntrasse in Richtung Mellingen, Baden Oberstadt und Wettingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1975 eröffnete Heitersbergstrecke entwickelte sich zu einer der wichtigsten Eisenbahnachsen zwischen dem Raum Zürich und dem Mittelland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch erhielt der Abschnitt Lenzburg–Gruemet eine wesentlich grössere Bedeutung, während der alte Nationalbahnast in Richtung Wettingen langfristig an Bedeutung verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mellingen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Nationalbahn besass einen Bahnhof in [[Mellingen AG|Mellingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser lag nicht am Standort der heutigen Station [[Mellingen Heitersberg]]. Die heutige Haltestelle entstand erst im Zusammenhang mit dem modernen Verkehrsangebot auf der Heitersbergachse und wurde im Dezember 2004 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Nationalbahnhof gehörte dagegen zur Strecke über Baden Oberstadt nach Wettingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einstellung des Personenverkehrs auf diesem Abschnitt verlor er seine Funktion als regulärer Personenbahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dättwil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mellingen führt die alte Trasse weiter über den Raum [[Dättwil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dättwil entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wohn-, Gewerbe- und Arbeitsplatzgebiet der Stadt Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieses Wachstums konnte sich der Personenverkehr auf der alten Nationalbahnstrecke langfristig nicht gegen die konkurrierenden Bahn- und Busverbindungen behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baden Oberstadt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baden Oberstadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der wichtigste Bahnhof der Nationalbahn im Raum Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baden besass damit ab 1877 zwei unterschiedliche Eisenbahnzugänge: den bereits bestehenden Bahnhof an der NOB-Hauptstrecke im Zentrum und den Bahnhof der Nationalbahn in der Oberstadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BadenHLS&amp;quot;&amp;gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001633/ «Baden (AG, Gemeinde)»], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage des Bahnhofs Oberstadt war für den überregionalen Verkehr weniger günstig als jene des zentralen Bahnhofs Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme der Nationalbahn durch die Konkurrenz verlor diese Trennung zunehmend ihren ursprünglichen Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Baden Oberstadt wurde bis 2004 im regionalen Personenverkehr bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Limmatbrücke und Wettingen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Baden Oberstadt und Wettingen überquert die Bahn die Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau dieser Verbindung verzögerte 1877 die vollständige Eröffnung der Nationalbahn. Während Zofingen–Baden Oberstadt bereits am 6. September in Betrieb ging, konnte der letzte Abschnitt erst am 15. Oktober eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahnbrücke verbindet die Hochlage bei Baden Oberstadt mit dem Bahnknoten Wettingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Wettingen]] war für die Nationalbahn besonders wichtig. Hier traf ihre Ost-West-Strecke auf andere Bahnlinien und führte in Richtung Furttal weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalbahn setzte sich von Wettingen über [[Würenlos]], [[Otelfingen]], Regensdorf, Seebach und Effretikon bis Winterthur fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bahnhöfe und Haltestellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Stationen und Betriebsstellen der historischen Strecke gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Station oder Betriebsstelle&lt;br /&gt;
! Heutiger Personenverkehr&lt;br /&gt;
! Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zofingen|Zofingen]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| Ausgangspunkt der S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Küngoldingen]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Walterswil-Striegel&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Safenwil]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kölliken Oberdorf&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kölliken]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberentfelden]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Suhr AG|Suhr]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28, Anschluss an Aargau Verkehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hunzenschwil]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Lenzburg|Lenzburg]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| Grosser Bahnknoten, Endpunkt der S28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Othmarsingen]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| Heute Teil weiterer Hauptbahnverbindungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mägenwil]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| Regionalverkehr auf der modernen Hauptachse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruemet&lt;br /&gt;
| nein&lt;br /&gt;
| Abzweigung zur Heitersbergstrecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mellingen&lt;br /&gt;
| nein&lt;br /&gt;
| Historischer Nationalbahnhof&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dättwil&lt;br /&gt;
| nein&lt;br /&gt;
| Früher Regionalverkehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baden Oberstadt&lt;br /&gt;
| nein&lt;br /&gt;
| Historischer Bahnhof der Nationalbahn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Wettingen|Wettingen]]&lt;br /&gt;
| ja&lt;br /&gt;
| Bahnknoten, aber kein regulärer Personenverkehr mehr über den alten Nationalbahnast&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heitersbergstrecke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Heitersbergtunnel]]s und der neuen Hauptstrecke zwischen dem Raum Lenzburg und dem Limmattal veränderte die Nationalbahnstrecke grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel wurde 1975 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die neue Verbindung wurde die bestehende Infrastruktur zwischen Lenzburg und Gruemet ausgebaut und teilweise zweigleisig angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Gruemet zweigt die Heitersbergstrecke in Richtung Killwangen-Spreitenbach ab. Fernverkehrs- und Regionalzüge können dadurch auf direkterem Weg in Richtung Zürich fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Strecke von Gruemet über Mellingen und Baden Oberstadt nach Wettingen wurde dagegen zu einer Nebenverbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einstellung des Personenverkehrs östlich von Lenzburg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das regionale Bahnangebot im Kanton Aargau grundlegend neu organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton und die SBB beschlossen, den Personenverkehr der eigentlichen Nationalbahn künftig auf den Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zofingen–Lenzburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu konzentrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AG2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Fahrplanwechsel am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12. Dezember 2004&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde der reguläre Personenverkehr auf der alten Verbindung von Lenzburg über Mellingen, Dättwil und Baden Oberstadt nach Wettingen eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurden andere Bahn- und Busverbindungen in der Region ausgebaut. Dazu gehörte die neue Haltestelle Mellingen Heitersberg an der Hauptachse nach Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit endete nach 127 Jahren der durchgehende regionale Personenverkehr auf dem östlichen Teil der historischen Nationalbahnstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige S28 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche Abschnitt zwischen Zofingen und Lenzburg blieb dagegen im Personenverkehr erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fahrplanjahr 2026 wird er von der Linie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S28&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[S-Bahn Aargau]] bedient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBB2026&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die S28 verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zofingen – Küngoldingen – Walterswil-Striegel – Safenwil – Kölliken Oberdorf – Kölliken – Oberentfelden – Suhr – Hunzenschwil – Lenzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung besitzt insbesondere für den regionalen Pendlerverkehr eine wichtige Funktion. In Zofingen, Suhr und Lenzburg bestehen Anschlüsse an weitere Bahn- und Buslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Korridor Zofingen–Lenzburg ist vollständig in den [[Tarifverbund A-Welle]] integriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWelle&amp;quot;&amp;gt;Tarifverbund A-Welle: [https://www.a-welle.ch/linien-und-zonen/zonenplaene A-Welle Zonenpläne], Fahrplan- und Tarifperiode 2026, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== «Nazeli» ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn zwischen Zofingen und Lenzburg wird regional auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;«Nazeli»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der volkstümliche Name leitet sich von der ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationalbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ab und erinnert damit bis heute an die ursprüngliche Bahngesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Schweizerische Nationalbahn nur wenige Jahre existierte, hat sich ihr Name im regionalen Sprachgebrauch über Generationen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung wird insbesondere für den heutigen Regionalverkehr auf dem Abschnitt Zofingen–Lenzburg verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güterverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige Nationalbahn besitzt auch nach der Einstellung des Personenverkehrs auf ihrem östlichen Abschnitt weiterhin Bedeutung für den Güterverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf verschiedenen Abschnitten bestehen Anschlüsse zu Industrie-, Logistik- und Lageranlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Streckenast zwischen Gruemet und Wettingen kann zudem für Güterzüge und betriebliche Fahrten verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist die Strecke östlich von Gruemet nicht vollständig stillgelegt, obwohl dort seit 2004 keine regulären Personenzüge mehr verkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umleitungsstrecke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche betriebliche Bedeutung besitzt der alte Nationalbahnabschnitt als mögliche Umleitungsroute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die direkte Verbindung durch den Heitersbergtunnel wegen Bauarbeiten oder Störungen nicht zur Verfügung steht, können geeignete Züge über Teile der historischen Strecke umgeleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch besitzt die im regulären Personenverkehr kaum noch sichtbare Verbindung weiterhin einen strategischen Wert für die Eisenbahninfrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Region ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstrecke hat die Entwicklung mehrerer Gemeinden zwischen Zofingen und Lenzburg beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Safenwil, Kölliken, Oberentfelden, Suhr und Hunzenschwil erhielten durch die Bahn eine direkte Verbindung zu wichtigen regionalen Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. und 21. Jahrhundert gewann insbesondere der Pendlerverkehr an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute verbindet die S28 mehrere stark gewachsene Gemeinden und schafft Anschlüsse an die Hauptachsen in Lenzburg und Zofingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für Mellingen und Baden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im östlichen Teil der Strecke hatte die Nationalbahn erhebliche Auswirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mellingen erhielt 1877 einen Eisenbahnanschluss, der jedoch ausserhalb der später wichtigsten Verkehrsströme lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baden erhielt mit Baden Oberstadt einen zweiten Bahnhof.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BadenHLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch der Nationalbahn und der Zusammenführung der Strecken unter grösseren Bahngesellschaften verlor die ursprüngliche Konkurrenzsituation ihre Bedeutung. Der zentrale Bahnhof Baden blieb langfristig wesentlich wichtiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese historische Entwicklung trug dazu bei, dass der Personenverkehr über Baden Oberstadt 2004 schliesslich eingestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Folgen des Nationalbahnkonkurses ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Strecke ist eng mit einem der spektakulärsten wirtschaftlichen Fehlschläge der frühen Schweizer Eisenbahngeschichte verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalbahn sollte die Macht der etablierten Eisenbahngesellschaften brechen. Stattdessen führten hohe Baukosten, ungünstige Streckenführungen, starke Konkurrenz und zu geringe Einnahmen innerhalb kürzester Zeit zum finanziellen Zusammenbruch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLSSNB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da zahlreiche Gemeinden Aktien gezeichnet oder Garantien übernommen hatten, wurde aus dem Konkurs nicht nur ein Problem privater Investoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunale Haushalte wurden teilweise über Jahrzehnte belastet. Die Nationalbahn wurde dadurch zu einem bekannten Beispiel für die Risiken des weitgehend privatwirtschaftlich organisierten Eisenbahnbaus des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstrecke Zofingen–Wettingen ist ein bedeutendes Zeugnis der sogenannten Eisenbahnkrise der 1870er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie zeigt, wie intensiv die privaten Bahngesellschaften um Verkehrsgebiete, Konzessionen und wirtschaftlich attraktive Verbindungen konkurrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Scheitern der Nationalbahn trug zugleich zur weiteren Konzentration des schweizerischen Eisenbahnwesens bei. Ihre Strecken gelangten zu den grossen Konkurrenzgesellschaften und wurden 1902 schliesslich Teil der SBB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Scheiterns der ursprünglichen Gesellschaft blieb ein grosser Teil ihrer Infrastruktur erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Zofingen–Lenzburg wird fast 150 Jahre nach seiner Eröffnung weiterhin täglich im Personenverkehr genutzt. Der Abschnitt Lenzburg–Gruemet wurde sogar Teil einer wichtigen nationalen Hauptachse, während die alte Verbindung nach Wettingen als Güter- und Reserveinfrastruktur erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hat die Nationalbahn ihre ursprüngliche Funktion als durchgehende Konkurrenztransversale zwar verloren, ihr bauliches Erbe prägt das Aargauer Eisenbahnnetz jedoch bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Nationalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Nordostbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Centralbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Bundesbahnen]]&lt;br /&gt;
* [[S-Bahn Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Zofingen]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Suhr]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Lenzburg]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Othmarsingen]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Wettingen]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Wettingen–Effretikon]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Aarau–Suhr]]&lt;br /&gt;
* [[Heitersbergtunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Aargauische Südbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Tarifverbund A-Welle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans G. Wägli: &amp;#039;&amp;#039;Schienennetz Schweiz. Ein technisch-historischer Atlas&amp;#039;&amp;#039;. AS Verlag, Zürich 1998.&lt;br /&gt;
* Hans G. Wägli: &amp;#039;&amp;#039;Bahnprofil Schweiz 2005&amp;#039;&amp;#039;. Diplory Verlag, Grafenried 2004.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Bärtschi: «Schweizerische Nationalbahn (SNB)». In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Schlussbericht über die Zwangsliquidation der Schweizerischen Nationalbahn, 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.sbb.ch/ Schweizerische Bundesbahnen]&lt;br /&gt;
* [https://www.a-welle.ch/ Tarifverbund A-Welle]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042013/ Historisches Lexikon der Schweiz – Schweizerische Nationalbahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/de/medien/medienmitteilungen?mm=neues-konzept-fuer-die-nationalbahn-0bb6cac6-f4cb-4134-9d32-9c9ab2543cab_de Kanton Aargau – Neues Konzept für die Nationalbahn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zofingen–Wettingen railway line}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Bundesbahnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Nationalbahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Zofingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Lenzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Baden AG)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahngeschichte (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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