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	<title>Aussersihl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&#039;&#039;&#039;Aussersihl&#039;&#039;&#039; ist die historische Bezeichnung für das Gebiet des heutigen Zürcher Stadtkreises 4. Die ehemalige politische Gemeinde lag westlich der Sihl vor den Toren der damaligen Stadt Zürich. Sie wurde 1787 von Wiedikon getrennt und am 1. Januar 1893 im Rahmen der ersten grossen Eingemeindung Teil der Stadt Zürich.&lt;ref name=&quot;HLS&quot;&gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aussersihl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die historische Bezeichnung für das Gebiet des heutigen &lt;a href=&quot;/de/Kreis_4_(Z%C3%BCrich)&quot; title=&quot;Kreis 4 (Zürich)&quot;&gt;Zürcher Stadtkreises 4&lt;/a&gt;. Die ehemalige politische Gemeinde lag westlich der &lt;a href=&quot;/de/Sihl&quot; title=&quot;Sihl&quot;&gt;Sihl&lt;/a&gt; vor den Toren der damaligen Stadt &lt;a href=&quot;/de/Z%C3%BCrich&quot; title=&quot;Zürich&quot;&gt;Zürich&lt;/a&gt;. Sie wurde 1787 von &lt;a href=&quot;/de/Wiedikon&quot; title=&quot;Wiedikon&quot;&gt;Wiedikon&lt;/a&gt; getrennt und am 1. Januar 1893 im Rahmen der ersten grossen &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Eingemeindung_Z%C3%BCrichs&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Eingemeindung Zürichs (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Eingemeindung&lt;/a&gt; Teil der Stadt Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aussersihl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die historische Bezeichnung für das Gebiet des heutigen [[Kreis 4 (Zürich)|Zürcher Stadtkreises 4]]. Die ehemalige politische Gemeinde lag westlich der [[Sihl]] vor den Toren der damaligen Stadt [[Zürich]]. Sie wurde 1787 von [[Wiedikon]] getrennt und am 1. Januar 1893 im Rahmen der ersten grossen [[Eingemeindung Zürichs|Eingemeindung]] Teil der Stadt Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003115/ Aussersihl], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besteht der Kreis 4 aus den statistischen Quartieren [[Werd]], [[Langstrasse]] und [[Hard (Zürich)|Hard]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreis4&amp;quot;&amp;gt;Stadt Zürich: [https://www.stadt-zuerich.ch/de/politik-und-verwaltung/statistik-und-daten/kreise-und-quartiere/kreis-04.html Kreis 4], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aussersihl gehört zu den dicht bebauten, vielfältigen und innenstadtnahen Gebieten Zürichs. Seine Entwicklung wurde besonders durch die Industrialisierung, starke Zuwanderung, die Geschichte als Arbeiterquartier und die Nähe zum [[Zürich Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Aussersihl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtkreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Kreis 4 (Zürich)|Kreis 4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quartiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Werd]], [[Langstrasse]], [[Hard (Zürich)|Hard]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Postleitzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 8004&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ehemalige Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1787–1892&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eingemeindung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1. Januar 1893&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aussersihl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verweist auf die Lage des Gebietes ausserhalb beziehungsweise jenseits der Sihl, vom historischen Zürich auf der östlichen Seite des Flusses aus betrachtet. Die Sihl bildete lange eine deutlich wahrnehmbare Grenze zwischen der befestigten Stadt und den ländlich geprägten Gebieten im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Aussersihl liegt unmittelbar westlich und südwestlich der Zürcher Innenstadt. Im Osten bilden die Sihl und die Bereiche um [[Selnau]], [[Stauffacher (Zürich)|Stauffacher]] und das ehemalige Kasernenareal wichtige Übergänge zur Innenstadt. Nach Westen reicht der Kreis 4 bis in die Gebiete von Hard und Hardau. Im Norden schliesst das [[Industriequartier (Zürich)|Industriequartier]] des Kreises 5 an, während südlich [[Wiedikon]] liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Aussersihl wird im Alltag teilweise als Synonym für den gesamten Kreis 4 verwendet. Die offizielle statistische Gliederung der Stadt unterscheidet innerhalb des Kreises jedoch die drei Quartiere Werd, Langstrasse und Hard.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreis4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Wiedikon zur selbständigen Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Aussersihl gehörte ursprünglich zu Wiedikon. 1787 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Ausser-Sihl-Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; von Wiedikon getrennt und bildete fortan eine eigene Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; Bis zum Ende des Ancien Régime war das Gebiet der Obervogtei Wiedikon zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchlich waren die Bewohner lange mit der Stadt Zürich verbunden. Eine besondere historische Bedeutung hatte die bereits 1221 erwähnte Kapelle [[St. Jakob an der Sihl]], die sich ausserhalb der mittelalterlichen Stadt befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; In ihrer Umgebung befanden sich Einrichtungen für Kranke und Ausgestossene. Der Standort lag an einer wichtigen Ausfallstrasse und wurde später zu einem bedeutenden Verkehrsknoten des wachsenden Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 19. Jahrhundert bestand Aussersihl überwiegend aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, einzelnen Häusergruppen, Gewerbebetrieben und Verkehrswegen. Mit der Industrialisierung änderte sich der Charakter des Gebietes innerhalb weniger Jahrzehnte grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung und starkes Bevölkerungswachstum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Aussersihl zu einem der am schnellsten wachsenden Vororte Zürichs. Fabriken, Werkstätten, Bauunternehmen und die expandierende Eisenbahn boten zahlreiche Arbeitsplätze. Gleichzeitig waren Grundstücke ausserhalb der damaligen Stadtgrenzen günstiger als innerhalb Zürichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arbeiterinnen und Arbeiter aus anderen Teilen der Schweiz sowie aus dem Ausland liessen sich in Aussersihl nieder. Zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und der Eingemeindung wuchs die Bevölkerung ungefähr um den Faktor 15. Kurz vor der Vereinigung mit Zürich lebten bereits fast 30&amp;#039;000 Menschen in der Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wachstum&amp;quot;&amp;gt;Stadt Zürich: [https://www.stadt-zuerich.ch/de/stadtleben/stadtportraet/zuerichs-geschichte/digitale-zeitreise/wachstum.html Wachstum – Zürichs Geschichte], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rasante Wachstum stellte die Gemeinde vor grosse Herausforderungen. In kurzer Zeit mussten Strassen, Kanalisationen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen geschaffen werden. Viele Wohnhäuser entstanden in dichter Blockrandbebauung. Die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde konnten mit dem Bevölkerungswachstum und den notwendigen Investitionen nur schwer Schritt halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussersihl entwickelte sich gleichzeitig zu einem wichtigen Zentrum der Zürcher Arbeiterschaft. Die soziale Struktur unterschied sich deutlich von den wohlhabenderen Gemeinden am Zürichsee und an den Hängen des Zürichbergs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung von 1893 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die finanziellen und infrastrukturellen Probleme der schnell wachsenden Vororte gehörten zu den wichtigsten Gründen für eine Vereinigung mit der Stadt Zürich. Am 1. Januar 1893 wurden elf umliegende Gemeinden, darunter Aussersihl, Wiedikon, Enge, Riesbach, Hottingen, Hirslanden, Fluntern, Oberstrass, Unterstrass, Wipkingen und Wollishofen, mit Zürich vereinigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtvereinigung&amp;quot;&amp;gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch/articles/000171 Zürich (Gemeinde)], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese erste grosse Eingemeindung stieg die Bevölkerung Zürichs auf rund 121&amp;#039;000 Personen. Die Stadt überschritt damit erstmals die Grenze von 100&amp;#039;000 Einwohnern und wurde zur Grossstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussersihl und Wiedikon bildeten zunächst gemeinsam den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreis III&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das ehemalige Gemeindegebiet von Aussersihl umfasste dabei auch Teile des späteren Industriequartiers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neue Kreiseinteilung von 1913 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Wachstum setzte auch nach der Eingemeindung fort. 1913 wurde die Einteilung der Stadt neu organisiert. Aus dem bisherigen Kreis III entstanden mehrere eigenständige Stadtkreise. Wiedikon wurde zum [[Kreis 3 (Zürich)|Kreis 3]], der zentrale Teil von Aussersihl zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreis 4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und das nördlich gelegene Industriegebiet zum [[Kreis 5 (Zürich)|Kreis 5]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreise&amp;quot;&amp;gt;Statistik Stadt Zürich: [https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/web/de/politik-verwaltung/statistik-und-daten/publikationen-dienstleistungen/publikationen/praesentationen/zuercher-stadtquartiere/2020-11-10_Statistik-um-12_Z%C3%BCrcher-Stadtquartiere.pdf Zürcher Stadtquartiere], 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erhielt der Kreis 4 im Wesentlichen seine bis heute bestehende Identität als Aussersihl. Bei der späteren statistischen Unterteilung wurde das Gebiet in die Quartiere Werd, Langstrasse und Hard gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeiter- und Einwanderungsquartier ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussersihl war über lange Zeit eines der ausgeprägtesten Arbeiterquartiere Zürichs. Die Nähe zu Industriebetrieben, Eisenbahnanlagen und Baustellen führte dazu, dass sich zahlreiche Beschäftigte mit vergleichsweise niedrigen Einkommen hier niederliessen. Entsprechend wichtig wurden Arbeitervereine, Gewerkschaften und politische Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuwanderung aus dem Ausland prägte das Quartier bereits im 19. Jahrhundert. Besonders viele italienische Arbeiter kamen während des Baubooms nach Zürich. Soziale Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen entluden sich im Juli 1896 in den sogenannten [[Italienerkrawall|Italienerkrawallen]]. Ausgangspunkt war eine Auseinandersetzung in Aussersihl; die Unruhen dauerten mehrere Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Italienerkrawall&amp;quot;&amp;gt;Historisches Lexikon der Schweiz: [https://hls-dhs-dss.ch/articles/016531 Italienerkrawall], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während des 20. und frühen 21. Jahrhunderts blieb Aussersihl ein stark durch Migration geprägter Stadtteil. Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern eröffneten Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, kleine Gewerbebetriebe und kulturelle Einrichtungen. Diese Vielfalt ist insbesondere rund um die Langstrasse bis heute deutlich sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quartiere ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werd ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Werd]] liegt im südöstlichen Teil des Kreises 4 und grenzt unmittelbar an die Zürcher Innenstadt sowie an Wiedikon. Das Quartier umfasst unter anderem Gebiete beim Stauffacher und entlang der Sihl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine zentrale Lage weist Werd eine Mischung aus Wohnhäusern, Büros, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen auf. Der Stauffacher ist einer der bedeutendsten Verkehrsknoten im westlichen Zentrum von Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langstrasse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Quartier [[Langstrasse]] bildet den zentralen und bekanntesten Teil von Aussersihl. Die namensgebende Langstrasse verläuft vom Gebiet beim Stauffacher nach Norden in Richtung Kreis 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Langstrassenquartier ist für seine aussergewöhnlich gemischte Nutzung bekannt. Wohnungen, Restaurants, Bars, Nachtlokale, kleine Geschäfte, Hotels, soziale Einrichtungen und kulturelle Angebote liegen teilweise unmittelbar nebeneinander. Die Gegend gehört zu den internationalsten und am stärksten vom Nachtleben geprägten Teilen Zürichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen öffentlichen Räumen gehören der [[Helvetiaplatz (Zürich)|Helvetiaplatz]], die [[Bäckeranlage]] und das [[Kasernenareal (Zürich)|Kasernenareal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hard (Zürich)|Hard]] bildet den westlichen Teil von Aussersihl. Das Quartier entwickelte sich besonders im 20. Jahrhundert stark. Neben älteren Blockrandbebauungen entstanden zahlreiche kommunale und genossenschaftliche Wohnsiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den markanten Bauwerken gehören die Hochhäuser der [[Hardau]] sowie das [[Lochergut]]. Mehrere Wohnanlagen aus den 1920er- und 1930er-Jahren dokumentieren die Zürcher Wohnungsbaupolitik der Zwischenkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plätze und öffentliche Räume ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetiaplatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Helvetiaplatz (Zürich)|Helvetiaplatz]] gehört zu den wichtigsten öffentlichen Plätzen Aussersihls. Er liegt in unmittelbarer Nähe der Langstrasse und des Kanzleiareals. Der Platz wird für Märkte, politische Veranstaltungen, Kundgebungen und kulturelle Anlässe genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Lage und Geschichte entwickelte sich der Helvetiaplatz zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Treffpunkt des Kreises 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bäckeranlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bäckeranlage]] ist eine zentrale Grün- und Erholungsfläche im dicht bebauten Quartier. Sie dient als Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner und spielt eine wichtige Rolle im sozialen Leben Aussersihls. Das Quartierzentrum Aussersihl befindet sich ebenfalls bei der Anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Befragung der Stadt Zürich bezeichnete Aussersihl als besonders lebendiges Gebiet und hob unter anderem die Bäckeranlage, den Markt auf dem Helvetiaplatz und die zahlreichen Möglichkeiten für soziale Kontakte hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quartierbegehung&amp;quot;&amp;gt;Stadt Zürich: [https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/web/de/lebenslagen/alter/dokumente/quartierbegehungen/aussersihl-ergebnisbericht.pdf Auswertung Quartierbegehung Aussersihl], 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kasernenareal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kasernenareal (Zürich)|Kasernenareal]] liegt zwischen Sihl und Langstrassenquartier. Die ehemalige Militärkaserne und die zugehörigen Zeughausbauten entstanden im 19. Jahrhundert. Nach dem Wegzug des Militärs ins Reppischtal 1987 wurden Teile des Areals für neue öffentliche, administrative und kulturelle Nutzungen geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grosse ehemalige Exerzierfläche gehört zu den bedeutendsten zusammenhängenden Freiräumen im innenstadtnahen Aussersihl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den markantesten Sakralbauten gehört die reformierte [[St.-Jakobs-Kirche (Zürich)|Kirche St. Jakob]] am Stauffacher. Sie wurde von 1899 bis 1901 nach Plänen der Berliner Architekten Johannes Vollmer und Heinrich Jassoy errichtet. Ihr hoher Turm prägt das Stadtbild rund um den Stauffacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Nähe befindet sich die römisch-katholische [[St. Peter und Paul (Zürich)|Kirche St. Peter und Paul]], die 1873–1874 für die stark wachsende katholische Bevölkerung Aussersihls erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Quartier Hard liegen unter anderem die [[Bullingerkirche]] und die katholische [[Kirche St. Felix und Regula (Zürich)|Kirche St. Felix und Regula]]. Die Vielzahl unterschiedlicher Gotteshäuser spiegelt die religiöse und kulturelle Vielfalt des Stadtteils wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussersihl liegt unmittelbar neben dem Zürcher Stadtzentrum und ist sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Mehrere Tram- und Buslinien der [[Verkehrsbetriebe Zürich]] durchqueren den Kreis 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Knotenpunkte sind der Stauffacher, der Albisriederplatz und verschiedene Haltestellen entlang der Badenerstrasse, der Stauffacherstrasse und der Hardstrasse. Der [[Bahnhof Zürich Wiedikon]] liegt nahe der südlichen Grenze des Kreises, während der [[Zürich Hauptbahnhof]] von den östlichen Teilen Aussersihls zu Fuss erreichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dichte Bebauung und die zentrale Lage führen gleichzeitig zu einer starken Beanspruchung des Strassenraums. In den vergangenen Jahrzehnten wurden deshalb zahlreiche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung sowie zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung und gesellschaftlicher Wandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussersihl gehört traditionell zu den sozial und kulturell vielfältigsten Teilen Zürichs. Der hohe Anteil zugezogener Personen hat das Quartier seit dem 19. Jahrhundert geprägt. Auch im 21. Jahrhundert liegt der Anteil ausländischer Bewohnerinnen und Bewohner über dem städtischen Durchschnitt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quartierbegehung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 20. Jahrhundert unterliegt der Kreis 4 einem starken städtebaulichen und sozialen Wandel. Die zentrale Lage macht Wohnungen und Gewerbeflächen zunehmend attraktiv. Sanierungen und Neubauten verbessern einerseits die Bausubstanz, führen andererseits aber zu Diskussionen über steigende Mieten, den Verlust preisgünstiger Wohnungen und die Verdrängung langjähriger Bewohnerinnen und Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Veränderungen hat Aussersihl einen eigenständigen Charakter bewahrt. Kleine Gewerbebetriebe, internationale Gastronomie, Nachtleben, soziale Einrichtungen und kulturelle Projekte prägen das Gebiet ebenso wie genossenschaftlicher und städtischer Wohnungsbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== «Chreis Cheib» ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreis 4 wird im Zürcher Volksmund häufig als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;«Chreis Cheib»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Das schweizerdeutsche Wort &amp;#039;&amp;#039;Cheib&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Keib&amp;#039;&amp;#039; konnte ursprünglich einen Tierkadaver bezeichnen. Nach Angaben der Stadt Zürich befanden sich im Gebiet einst Gruben für tote Pferde und Kleintiere, woraus sich die volkstümliche Bezeichnung entwickelt haben soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cheib&amp;quot;&amp;gt;Stadt Zürich, Wasserversorgung: [https://www.stadt-zuerich.ch/de/aktuell/publikationen/2015/brunnenguide-kreise-3-4-5-9.html Brunnenguide Kreise 3, 4, 5, 9], abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung wird heute meist ohne die frühere negative Bedeutung verwendet und ist Teil der lokalen Identität des Kreises 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Aussersihls ist eng mit dem Wandel Zürichs von einer relativ kleinen Stadt zur Industrie- und Grossstadt verbunden. Kaum ein anderer Zürcher Stadtteil verdeutlicht das Bevölkerungswachstum und die gesellschaftlichen Veränderungen des späten 19. Jahrhunderts so stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Vorstadtgebiet wurde zunächst zum Arbeiterquartier, später zu einem der wichtigsten Einwanderungsgebiete Zürichs und schliesslich zu einem vielseitigen innerstädtischen Wohn-, Kultur-, Gewerbe- und Ausgehviertel. Historische Arbeiterhäuser und Genossenschaftssiedlungen stehen heute neben modernen Wohnbauten, Bürogebäuden, Restaurants und kulturellen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussersihl gilt damit als ein Gebiet, in dem sich verschiedene Phasen der Zürcher Stadtgeschichte unmittelbar nebeneinander ablesen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kreis 4 (Zürich)]]&lt;br /&gt;
* [[Werd]]&lt;br /&gt;
* [[Langstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Hard (Zürich)]]&lt;br /&gt;
* [[Helvetiaplatz (Zürich)]]&lt;br /&gt;
* [[Stauffacher (Zürich)]]&lt;br /&gt;
* [[Kasernenareal (Zürich)]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Eingemeindungen der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Statistische Quartiere der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochbaudepartement der Stadt Zürich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Baukultur in Zürich. Aussersihl, Industrie / Zürich West.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 2004.&lt;br /&gt;
* Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Statistik Stadt Zürich: &amp;#039;&amp;#039;Zürcher Stadtquartiere.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 2020.&lt;br /&gt;
* Quartierverein Aussersihl-Hard: Publikationen und Dokumentationen zur Geschichte des Quartiers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-zuerich.ch/de/politik-und-verwaltung/statistik-und-daten/kreise-und-quartiere/kreis-04.html Kreis 4 – Stadt Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003115/ Aussersihl im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aussersihl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreis 4 (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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