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	<title>Atheismus in der Schweiz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:310px; margin:0 0 1em 1em;&quot; |+ &#039;&#039;&#039;Atheismus in der Schweiz&#039;&#039;&#039; |- ! Staat | Schweiz |- ! Verwandte Begriffe | Konfessionslosigkeit, Agnostizismus, Freidenkertum, Säkularismus, Humanismus |- ! Verfassungsrechtliche Grundlage | Glaubens- und Gewissensfreiheit nach Artikel 15 der Bundesverfassung |- ! Anteil ohne Religionszugehörigkeit | 34 Prozent |- ! Bezugsjahr | 2022 |- ! Bedeutende Organisati…»</title>
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		<updated>2026-07-26T11:11:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:310px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; |+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atheismus in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; |- ! Staat | &lt;a href=&quot;/de/Schweiz&quot; title=&quot;Schweiz&quot;&gt;Schweiz&lt;/a&gt; |- ! Verwandte Begriffe | Konfessionslosigkeit, Agnostizismus, Freidenkertum, Säkularismus, Humanismus |- ! Verfassungsrechtliche Grundlage | Glaubens- und Gewissensfreiheit nach Artikel 15 der Bundesverfassung |- ! Anteil ohne Religionszugehörigkeit | 34 Prozent |- ! Bezugsjahr | 2022 |- ! Bedeutende Organisati…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:310px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atheismus in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verwandte Begriffe&lt;br /&gt;
| Konfessionslosigkeit, Agnostizismus, Freidenkertum, Säkularismus, Humanismus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verfassungsrechtliche Grundlage&lt;br /&gt;
| Glaubens- und Gewissensfreiheit nach Artikel 15 der Bundesverfassung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Anteil ohne Religionszugehörigkeit&lt;br /&gt;
| 34 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezugsjahr&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bedeutende Organisation&lt;br /&gt;
| Freidenker-Vereinigung der Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gründung der nationalen Freidenkerorganisation&lt;br /&gt;
| 1908&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Entwicklung&lt;br /&gt;
| Starker Anstieg der Konfessionslosigkeit seit dem späten 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atheismus in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Überzeugung, dass keine Götter existieren, sowie in einem weiteren gesellschaftlichen Zusammenhang atheistische, freidenkerische, säkulare und nichtreligiöse Strömungen innerhalb der [[Schweiz]]. Atheismus ist dabei nicht mit Konfessionslosigkeit gleichzusetzen: Nicht jede Person ohne Religionszugehörigkeit bezeichnet sich als atheistisch, während umgekehrt auch einzelne Mitglieder einer Religionsgemeinschaft atheistische oder agnostische Auffassungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe der Menschen ohne Religionszugehörigkeit ist in der Schweiz seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark gewachsen. Im Jahr 2022 gehörten 34 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren keiner Religion an. Damit bildeten Konfessionslose erstmals eine grössere Bevölkerungsgruppe als die Angehörigen der römisch-katholischen Kirche, deren Anteil bei 32 Prozent lag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs2022&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bfs.admin.ch/asset/de/30166136 Die Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit ist neu die grösste Gruppe], Bundesamt für Statistik, 26. Januar 2024, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wachsende Anteil konfessionsloser Menschen ist Ausdruck einer allgemeinen Säkularisierung. Kirchenaustritte, abnehmende religiöse Sozialisation, gesellschaftlicher Individualismus, wissenschaftlich geprägte Weltbilder und veränderte Vorstellungen von Familie und Lebensführung haben zu dieser Entwicklung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffliche Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atheismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheismus bezeichnet im engeren Sinn die Auffassung, dass es keine Götter oder übernatürlichen göttlichen Wesen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein positiver oder starker Atheismus vertritt ausdrücklich die Überzeugung, dass keine Gottheit existiert. Ein negativer oder schwacher Atheismus bezeichnet dagegen das Fehlen eines Glaubens an Götter, ohne notwendigerweise eine endgültige Aussage über deren Nichtexistenz zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Alltagssprache wird der Begriff teilweise weiter verwendet und umfasst auch religionskritische, freidenkerische oder stark säkulare Haltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Agnostizismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agnostizismus bezeichnet die Auffassung, dass die Existenz oder Nichtexistenz eines Gottes nicht sicher erkannt oder bewiesen werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheismus und Agnostizismus schliessen sich nicht zwingend aus. Eine Person kann agnostisch sein, weil sie eine gesicherte Erkenntnis über Gott für unmöglich hält, und zugleich atheistisch leben, weil sie keinen Gottesglauben besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionslosigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als konfessionslos oder ohne Religionszugehörigkeit gelten in statistischen Erhebungen Personen, die keiner Kirche, Religionsgemeinschaft oder anderen religiösen Tradition angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kategorie umfasst Atheisten und Agnostiker, aber auch Menschen mit persönlichen spirituellen Überzeugungen, religiös Gleichgültige und Personen, die ihren Glauben ausserhalb einer Institution leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Untersuchung des Bundesamtes für Statistik bezeichneten sich 67 Prozent der Menschen ohne Religionszugehörigkeit als weder religiös noch spirituell. 26 Prozent verstanden sich jedoch eher oder sicher als spirituell, während sich rund 6 Prozent als religiös bezeichneten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfsreligionslos&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swissstats.bfs.admin.ch/data/webviewer/appId/ch.admin.bfs.swissstat/article/issue230122412300-01/package Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit], Bundesamt für Statistik, Neuenburg 2023, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freidenkertum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freidenkertum bezeichnet eine weltanschauliche Tradition, die Überzeugungen nicht auf religiöse Autoritäten oder Offenbarungen, sondern auf Vernunft, Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnisse stützen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freidenkende können atheistisch, agnostisch oder religionskritisch sein. In der Schweiz ist das organisierte Freidenkertum eng mit Forderungen nach einer Trennung von Staat und Kirche, weltanschaulicher Neutralität und humanistischer Ethik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säkularismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Säkularismus ist eine politische und gesellschaftliche Haltung, die staatliche Institutionen von religiösen Organisationen und Glaubenslehren trennen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Säkularismus setzt nicht zwingend Atheismus voraus. Auch religiöse Menschen können sich für einen weltanschaulich neutralen Staat einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistische Erfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Zahl der Atheisten in der Schweiz lässt sich nicht allein anhand der Religionszugehörigkeit bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundesamt für Statistik erhebt einerseits die formale oder selbst angegebene Religionszugehörigkeit. Andererseits werden in periodischen Befragungen Glaubensformen, Religiosität, Spiritualität und religiöse Praktiken untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei unterscheiden sich mehrere Gruppen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitglieder einer Kirche oder Religionsgemeinschaft&lt;br /&gt;
* Personen ohne Religionszugehörigkeit&lt;br /&gt;
* Menschen, die sich ausdrücklich als atheistisch bezeichnen&lt;br /&gt;
* Agnostiker&lt;br /&gt;
* religiös oder spirituell Unentschiedene&lt;br /&gt;
* Personen mit individuellen Glaubensvorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die statistische Kategorie «ohne Religionszugehörigkeit» ist deshalb wesentlich grösser als die Gruppe ausdrücklich bekennender Atheisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch unter Kirchenmitgliedern gibt es atheistische oder agnostische Einstellungen. In einer Erhebung bezeichneten sich 6,3 Prozent der Katholiken und 9,1 Prozent der Angehörigen protestantischer Gemeinschaften als atheistisch. Weitere 18 beziehungsweise 19 Prozent bezeichneten sich als agnostisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfsglaube&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swissstats.bfs.admin.ch/data/webviewer/appId/ch.admin.bfs.swissstat/article/issue200113681900-06/package Glaube], Bundesamt für Statistik, Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur 2019, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Konfessionslosigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil der Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit war in der Schweiz bis weit ins 20. Jahrhundert sehr gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 gehörte ungefähr ein Prozent der Bevölkerung keiner Religion an. Danach nahm der Anteil kontinuierlich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Entwicklung des Anteils ohne Religionszugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| rund 1 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| rund 4 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| rund 7 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| rund 11 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| rund 20 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| 32 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| 34 Prozent&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werte beziehen sich wegen Veränderungen der Erhebungsmethode und der berücksichtigten Altersgruppen nicht in jedem Fall auf vollständig identische Grundgesamtheiten. Sie zeigen jedoch den langfristigen Bedeutungsgewinn der Konfessionslosigkeit deutlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfsreligionslandschaft&amp;quot;&amp;gt;[https://www.census1850.bfs.admin.ch/de/religionslandschaft.html Religionslandschaft], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 wurde die Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit erstmals zur grössten einzelnen weltanschaulichen Gruppe der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstieg der Konfessionslosigkeit lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenaustritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der konfessionslosen Bevölkerung gehörte früher einer Religion an. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik waren etwa zwei Drittel der Menschen ohne Religionszugehörigkeit während ihrer Kindheit religiös zugehörig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfsreligionslos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenaustritte erfolgen aus unterschiedlichen Gründen. Genannt werden unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlust des persönlichen Glaubens&lt;br /&gt;
* Ablehnung kirchlicher Lehren&lt;br /&gt;
* Kritik an kirchlichen Institutionen&lt;br /&gt;
* Missbrauchsskandale&lt;br /&gt;
* Haltung der Kirchen zu Sexualität, Familie und Geschlechterrollen&lt;br /&gt;
* Wunsch, keine Kirchensteuer mehr zu bezahlen&lt;br /&gt;
* fehlende persönliche Verbindung zur Kirche&lt;br /&gt;
* religiöse oder spirituelle Selbstbestimmung ausserhalb einer Institution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Austritt aus einer Landeskirche bedeutet nicht automatisch, dass eine Person atheistisch wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abnehmende religiöse Sozialisation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Überzeugungen werden häufig innerhalb von Familien weitergegeben. Wenn Eltern keiner Kirche mehr angehören oder Religion im Familienleben eine geringere Rolle spielt, wachsen Kinder seltener mit einer festen konfessionellen Identität auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taufen, Gottesdienstbesuche, Gebete und kirchliche Jugendangebote haben in vielen Familien an Bedeutung verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung verstärkt sich über Generationen, weil konfessionslose Eltern ihre Kinder meist nicht mehr selbstverständlich einer Religionsgemeinschaft anschliessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung und Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturwissenschaftliche Erklärungsmodelle haben traditionelle religiöse Deutungen von Natur, Mensch und Welt teilweise zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Evolutionstheorie, moderne Medizin, Kosmologie und historische Bibelforschung beeinflussen das Weltbild vieler Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Personen ohne Religionszugehörigkeit betrachteten 69 Prozent die Evolutionstheorie als die schlüssigste Erklärung für den Ursprung des Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfsreligionslos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Bildung führt jedoch nicht zwangsläufig zu Atheismus. Viele Wissenschaftler und hochgebildete Menschen gehören weiterhin einer Religion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Individualisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In modernen Gesellschaften werden Lebensentwürfe zunehmend als persönliche Entscheidung betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen wählen Partnerschaft, Beruf, Wohnort und Weltanschauung weniger stark nach traditionellen familiären oder kirchlichen Vorgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion wird dadurch von einer gesellschaftlich erwarteten Zugehörigkeit zu einer individuellen Möglichkeit unter mehreren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urbanisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konfessionslose Menschen sind in Städten und Agglomerationen stärker vertreten als in vielen ländlichen Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Städtische Räume bieten eine grössere Vielfalt an Lebensformen, sozialen Milieus und Weltanschauungen. Religiöse Kontrolle durch Familie und Dorfgemeinschaft ist dort häufig schwächer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders hohe Anteile ohne Religionszugehörigkeit weisen grössere Städte und Teile der Westschweiz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftlicher Wertewandel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er-Jahren haben sich Einstellungen zu Ehe, Sexualität, Frauenrechten, Scheidung, gleichgeschlechtlichen Beziehungen und Familienformen stark verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen verloren an Einfluss, wenn ihre Positionen von grossen Teilen der Gesellschaft als nicht mehr zeitgemäss wahrgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, Moral müsse zwingend religiös begründet sein, wird heute von vielen Menschen nicht mehr geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Unterschiede ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitung von Konfessionslosigkeit und atheistischen Einstellungen unterscheidet sich zwischen den Kantonen und Sprachregionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohe Anteile ohne Religionszugehörigkeit finden sich insbesondere in urbanen Kantonen und Städten wie [[Kanton Basel-Stadt|Basel-Stadt]], [[Kanton Genf|Genf]], [[Kanton Neuenburg|Neuenburg]], [[Kanton Waadt|Waadt]] und [[Kanton Zürich|Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In stärker ländlich und traditionell katholisch geprägten Kantonen ist der Anteil häufig geringer. Dazu gehören Teile der [[Zentralschweiz]], des [[Kanton Wallis|Wallis]], des [[Kanton Freiburg|Kantons Freiburg]] und des [[Kanton Appenzell Innerrhoden|Kantons Appenzell Innerrhoden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede werden jedoch kleiner. Auch in traditionell katholischen und reformierten Regionen nehmen Kirchenaustritte und Konfessionslosigkeit zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westschweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der französischsprachigen Schweiz ist der Gedanke eines laizistischen Staates stärker verbreitet als in vielen Teilen der Deutschschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantone Genf und Neuenburg kennen eine besonders weitgehende institutionelle Trennung von Staat und Religionsgemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genf bezeichnet sich in seiner Kantonsverfassung ausdrücklich als laizistisch. Religiöse Gemeinschaften sind dort grundsätzlich privatrechtlich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschschweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Deutschschweiz bestehen in den meisten Kantonen öffentlich-rechtlich anerkannte Landeskirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelisch-reformierten Kirchen und die römisch-katholischen Körperschaften verfügen über historisch gewachsene Beziehungen zum Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheistische und freidenkerische Organisationen kritisieren insbesondere die Kirchensteuer für Unternehmen, den konfessionellen Religionsunterricht und staatliche Beiträge an Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italienische Schweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kanton Tessin]] war historisch stark römisch-katholisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dort ist die Zahl konfessionsloser Menschen gestiegen, sie liegt jedoch häufig unter den Anteilen grosser urbaner Kantone der Deutsch- und Westschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Stellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaubens- und Gewissensfreiheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel 15 der Bundesverfassung garantiert die Glaubens- und Gewissensfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder gemeinsam mit anderen auszuüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung schützt ebenso die Freiheit, keiner Religion anzugehören, religiöse Überzeugungen abzulehnen oder eine Religionsgemeinschaft zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder an religiösem Unterricht beziehungsweise einer religiösen Handlung teilzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesverfassung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft], Artikel 15, Fedlex, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Schutz wird als negative Religionsfreiheit bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Negative Religionsfreiheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die negative Religionsfreiheit schützt Personen davor, gegen ihren Willen religiösen Regeln, Symbolen, Handlungen oder Organisationen unterworfen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann etwa folgende Bereiche betreffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teilnahme an Gottesdiensten&lt;br /&gt;
* religiöse Rituale&lt;br /&gt;
* Schulgebete&lt;br /&gt;
* religiösen Unterricht&lt;br /&gt;
* Kirchenmitgliedschaft&lt;br /&gt;
* religiöse Symbole staatlicher Institutionen&lt;br /&gt;
* religiöse Eide&lt;br /&gt;
* Angabe der Religionszugehörigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der konkrete Schutz wird durch Gesetze und Gerichtsentscheide ausgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhältnis von Staat und Kirchen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Artikel 72 der Bundesverfassung sind grundsätzlich die Kantone für die Regelung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb bestehen erhebliche kantonale Unterschiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Kantonen sind die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche öffentlich-rechtlich anerkannt. Einige Kantone erkennen zusätzlich christkatholische oder jüdische Gemeinschaften an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genf und Neuenburg kennen eine weitergehende Trennung von Staat und Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheistische und humanistische Vereinigungen besitzen üblicherweise keine den Landeskirchen vergleichbare öffentlich-rechtliche Stellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchensteuer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder öffentlich-rechtlich anerkannter Religionsgemeinschaften müssen in vielen Kantonen Kirchensteuer bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aus der Kirche austritt, wird grundsätzlich von der persönlichen Kirchensteuer dieser Gemeinschaft befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Kantonen müssen jedoch auch juristische Personen Kirchensteuern entrichten. Unternehmen können als juristische Personen keine religiöse Überzeugung haben und auch nicht aus einer Kirche austreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unternehmenssteuern werden von säkularen Organisationen regelmässig kritisiert. Befürworter verweisen darauf, dass Kirchen gesellschaftliche, kulturelle und soziale Leistungen erbringen, von denen auch Unternehmen und Nichtmitglieder profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtslage unterscheidet sich von Kanton zu Kanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsunterricht an Schulen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung des Religionsunterrichts liegt weitgehend in der Zuständigkeit der Kantone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurde in vielen Schulen konfessioneller Unterricht durch die Landeskirchen angeboten. Eltern konnten ihre Kinder aus verfassungsrechtlichen Gründen davon abmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Kantonen entstanden inzwischen obligatorische, konfessionsneutrale Fächer über Religionen, Ethik und Kulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fächer sollen Wissen über verschiedene religiöse und nichtreligiöse Weltanschauungen vermitteln, ohne die Schüler zu einem Glauben zu verpflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freidenkerische Organisationen fordern, dass auch Atheismus, Agnostizismus, Humanismus und Religionskritik angemessen behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse Symbole im öffentlichen Raum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuze in Schulzimmern, Gerichtssälen oder anderen öffentlichen Gebäuden sind wiederholt Gegenstand politischer und rechtlicher Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker betrachten dauerhaft angebrachte religiöse Symbole in staatlichen Einrichtungen als Widerspruch zur weltanschaulichen Neutralität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befürworter verstehen Kreuze teilweise als Ausdruck von Geschichte, Kultur und Tradition und nicht ausschliesslich als religiöses Bekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beurteilung hängt vom Kontext, vom Kanton und von der Art der staatlichen Institution ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eide und Gelübde ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Übernahme öffentlicher Ämter können religiöse Eidesformeln mit weltlichen Gelübden ergänzt oder ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheistische Amtsträger dürfen nicht verpflichtet werden, sich auf Gott oder eine religiöse Schrift zu berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Behörden verwenden deshalb neutrale Formulierungen, die unabhängig von der Weltanschauung abgegeben werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestattung und Friedhöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliche Friedhöfe stehen grundsätzlich auch konfessionslosen und atheistischen Personen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben kirchlichen Abdankungen werden zunehmend weltliche Trauerfeiern durchgeführt. Diese können von Angehörigen, freien Rednern oder humanistischen Zeremonienleitern gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige freidenkerische Organisationen vermitteln Redner für nichtreligiöse Abschiedsfeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Zahl konfessionsloser Menschen verändert Friedhofskultur, Trauerrituale und Bestattungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eheschliessung und Lebensfeiern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtsgültige Ehen werden in der Schweiz vor dem Zivilstandsamt geschlossen. Eine kirchliche Trauung ist freiwillig und darf erst nach der zivilen Eheschliessung stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konfessionslose Paare können ausschliesslich standesamtlich heiraten oder eine zusätzliche weltliche Feier durchführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humanistische Organisationen bieten Zeremonien für Hochzeiten, Willkommensfeste für Kinder und andere Lebensübergänge an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Feiern orientieren sich an persönlichen Werten und Beziehungen statt an religiösen Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufklärung und frühe Religionskritik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an kirchlichen Autoritäten und religiösen Dogmen verbreitete sich in der Schweiz besonders während der [[Aufklärung]] des 18. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophen, Naturforscher und politische Schriftsteller betonten Vernunft, individuelle Freiheit und naturwissenschaftliche Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offener Atheismus blieb jedoch gesellschaftlich riskant. In vielen Kantonen waren Kirche, Schule und Staat eng miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religionskritik wurde häufig eher als Deismus, Rationalismus oder Antiklerikalismus formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Helvetische Republik]] von 1798 brachte die rechtliche Gleichstellung der Bürger und schwächte alte kirchliche Herrschaftsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religionsfreiheit und staatliche Zentralisierung wurden diskutiert, konnten jedoch wegen der politischen Instabilität nur teilweise verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Helvetischen Republik gewannen die Kirchen in vielen Kantonen wieder stärkeren Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liberalismus des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der politische Liberalismus wandte sich gegen kirchliche Kontrolle über Bildung, Ehe und staatliche Institutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders im [[Kulturkampf in der Schweiz|Kulturkampf]] des 19. Jahrhunderts kam es zu Konflikten zwischen liberalen Regierungen und der römisch-katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Liberale waren nicht atheistisch, unterstützten aber eine Begrenzung kirchlicher Macht und eine stärkere Trennung von Religion und Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der obligatorischen staatlichen Volksschule und der Zivilehe waren wichtige Schritte der Säkularisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung freidenkerischer Organisationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1870 entstanden in verschiedenen Schweizer Städten antiklerikale und freidenkerische Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zürich bestand ein früher Freidenker-Club. Auch in Genf, Lausanne, La Chaux-de-Fonds und weiteren Städten bildeten sich Vereinigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. April 1908 wurde in Zürich der Deutschschweizer Freidenkerbund gegründet. Dieses Datum gilt als Beginn der heutigen Freidenker-Vereinigung der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freidenkergeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://frei-denken.ch/geschichte Geschichte], Freidenker-Vereinigung der Schweiz, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen Freidenker setzten sich für wissenschaftliche Bildung, Feuerbestattung, Zivilehe, weltliche Schulen und die Trennung von Staat und Kirche ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freidenkertum und Arbeiterbewegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freidenkerische Ideen waren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert teilweise mit der sozialistischen und gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen wurden von manchen Arbeitern als Stützen der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freidenkervereine organisierten Vorträge, Bildungsabende, weltliche Feiern und Unterstützungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung blieb jedoch kleiner als in einigen Nachbarländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischenkriegszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenkriegszeit war das organisierte Freidenkertum politischen und gesellschaftlichen Spannungen ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konservative und kirchliche Kreise betrachteten Atheismus teilweise als Bedrohung der öffentlichen Moral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig verbreiteten sich säkulare Weltbilder in wissenschaftlichen, sozialistischen und liberalen Milieus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Schweiz zunächst stark christlich geprägt. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung gehörte einer katholischen oder reformierten Kirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er-Jahren nahm die Bindung an kirchliche Institutionen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesellschaftliche Wandel zeigte sich in sinkenden Gottesdienstbesuchen, weniger geistlichen Berufungen, rückläufigen Taufen und zunehmenden Kirchenaustritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volkszählungen dokumentierten seit 1970 einen stetig wachsenden Anteil ohne Religionszugehörigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit 2000 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Jahrtausendwende beschleunigte sich der Rückgang der grossen Landeskirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe der Konfessionslosen wuchs schneller als jede einzelne Religionsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig führten Migration und religiöse Vielfalt dazu, dass die Schweiz sowohl säkularer als auch religiös pluralistischer wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 waren Menschen ohne Religionszugehörigkeit erstmals die grösste statistische Gruppe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freidenker-Vereinigung der Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz ist die bedeutendste nationale Organisation für säkulare, humanistische und religionskritische Anliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beschreibt ihre Ausrichtung mit den Begriffen «säkular – humanistisch – rational».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren Zielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trennung von Staat und Kirche&lt;br /&gt;
* Gleichbehandlung religiöser und nichtreligiöser Weltanschauungen&lt;br /&gt;
* Förderung wissenschaftlicher Weltbilder&lt;br /&gt;
* weltlich-humanistische Ethik&lt;br /&gt;
* Schutz der Glaubens-, Gewissens- und Meinungsfreiheit&lt;br /&gt;
* Kritik an religiösen Privilegien&lt;br /&gt;
* Förderung nichtreligiöser Lebensfeiern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation besteht aus einem nationalen Dachverband und regionalen Gruppen beziehungsweise Sektionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freidenkerueber&amp;quot;&amp;gt;[https://frei-denken.ch/ueber Die FreidenkerInnen in Kürze], Freidenker-Vereinigung der Schweiz, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie veranstaltet Vorträge, Podiumsdiskussionen, kulturelle Anlässe und das Wissensfestival Denkfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Humanistische Strömungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben ausdrücklich atheistischen Organisationen bestehen humanistische Vereinigungen und Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der säkulare Humanismus begründet ethische Normen mit menschlichen Bedürfnissen, Vernunft, Mitgefühl und Menschenrechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er vertritt die Auffassung, dass ein verantwortliches und sinnvolles Leben ohne Glauben an übernatürliche Wesen möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humanistische Gruppen engagieren sich unter anderem für Bildung, Wissenschaftskommunikation, Sterbehilfe, reproduktive Selbstbestimmung und weltliche Feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheismus ist in der heutigen Schweiz rechtlich geschützt und gesellschaftlich weitgehend akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Benachteiligung aufgrund atheistischer Überzeugungen ist unzulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch können regionale und familiäre Unterschiede bestehen. In stark religiös geprägten Milieus kann ein Kirchenaustritt Konflikte innerhalb von Familien oder Dorfgemeinschaften auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheisten werden gelegentlich mit moralischer Gleichgültigkeit oder grundsätzlicher Religionsfeindlichkeit gleichgesetzt. Organisierte Freidenker wenden sich gegen solche Zuschreibungen und betonen, dass Ethik unabhängig von Religion begründet werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moral ohne Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Frage in Debatten über Atheismus betrifft die Grundlage moralischen Handelns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Säkulare Ethik stützt sich unter anderem auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Menschenrechte&lt;br /&gt;
* Vernunft&lt;br /&gt;
* Empathie&lt;br /&gt;
* Gegenseitigkeit&lt;br /&gt;
* Verantwortung&lt;br /&gt;
* Vermeidung von Leid&lt;br /&gt;
* gesellschaftliche Vereinbarungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheistische und humanistische Positionen gehen davon aus, dass moralische Regeln nicht zwingend eine göttliche Autorität voraussetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Vertreter betonen dagegen teilweise die Bedeutung religiöser Traditionen für Wertebildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis teilen religiöse und nichtreligiöse Menschen zahlreiche grundlegende moralische Überzeugungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion und Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Parteien der Schweiz unterscheiden sich in ihrem Verhältnis zu Religion und Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christlich geprägte Parteien berufen sich teilweise ausdrücklich auf religiöse Traditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liberale, sozialdemokratische, grüne und linke Parteien vertreten häufiger Forderungen nach einer stärkeren weltanschaulichen Neutralität des Staates, sind jedoch nicht grundsätzlich atheistisch ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheistische Politiker sind in verschiedenen Parteien aktiv. Die Religionszugehörigkeit spielt bei Wahlen meist eine geringere Rolle als in früheren Jahrzehnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Debatten betreffen insbesondere Kirchensteuern, Religionsunterricht, religiöse Symbole, Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch und öffentlich-rechtliche Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atheismus und Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Institutionen in der Schweiz sind weltanschaulich nicht auf Atheismus festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschung orientiert sich jedoch methodisch an überprüfbaren Beobachtungen, nachvollziehbaren Argumenten und natürlichen Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übernatürliche Behauptungen können nicht als wissenschaftliche Erklärung dienen, wenn sie nicht überprüfbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Atheisten betrachten die naturwissenschaftliche Methode als Grundlage ihres Weltbilds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig arbeiten religiöse und nichtreligiöse Wissenschaftler gemeinsam an Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sterbehilfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussion über assistierten Suizid besitzt in der Schweiz eine besondere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisationen wie Exit und Dignitas unterstützen unter gesetzlichen Voraussetzungen Menschen mit einem dauerhaften Sterbewunsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Säkulare und freidenkerische Kreise betonen häufig das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Gemeinschaften vertreten teilweise zurückhaltendere oder ablehnende Positionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung zur Sterbehilfe lässt sich jedoch nicht allein aus Religionszugehörigkeit oder Atheismus ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militär und Seelsorge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Armee verfügt traditionell über eine Militärseelsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese war lange christlich geprägt, wurde jedoch schrittweise für weitere Religionsgemeinschaften und weltanschauliche Bedürfnisse geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konfessionslose Angehörige der Armee können seelsorgerische Angebote nutzen, ohne ein religiöses Bekenntnis ablegen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Säkulare Organisationen fordern teilweise stärker weltanschaulich neutrale psychologische und beratende Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien und öffentliche Debatte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheismus und Konfessionslosigkeit werden in Schweizer Medien besonders im Zusammenhang mit Kirchenaustritten, Kirchenfinanzierung, religiösen Symbolen und Missbrauchsskandalen behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliche Debatten entstehen auch durch religionskritische Bücher, Satire, Karikaturen und politische Kampagnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungsäusserungsfreiheit schützt grundsätzlich auch scharfe Kritik an Religionen. Ihre Grenzen liegen unter anderem beim Persönlichkeitsschutz, bei Diskriminierung und strafbaren Aufrufen zu Hass oder Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an religiösen Lehren ist von Angriffen auf Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik am organisierten Atheismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen einzelnen atheistischen Strömungen vor, Religion pauschal als irrational oder schädlich darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weisen darauf hin, dass Religionsgemeinschaften soziale, kulturelle und karitative Aufgaben erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch innerhalb atheistischer und humanistischer Kreise wird über Ton, Strategie und Verhältnis zu religiösen Menschen diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil setzt auf konfrontative Religionskritik, andere bevorzugen Dialog und gemeinsame Arbeit an Menschenrechten, Wissenschaft und gesellschaftlichen Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwärtige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atheismus ist in der Schweiz von einer früheren Minderheitenposition zu einem sichtbaren Bestandteil der weltanschaulichen Vielfalt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Konfessionslosigkeit verändert Kirchen, Politik, Bildung, Friedhofskultur und soziale Institutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeskirchen verlieren Mitglieder und Einnahmen, bleiben jedoch bedeutende gesellschaftliche Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach weltlichen Ritualen, neutraler Seelsorge und nichtreligiösen Formen gemeinschaftlicher Orientierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung bedeutet nicht, dass Religion vollständig verschwindet. Vielmehr entsteht eine pluralistische Gesellschaft, in der traditionelle Kirchen, neue Religionsgemeinschaften, persönliche Spiritualität, Agnostizismus und Atheismus nebeneinander bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Religionen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Christentum in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Judentum in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Konfessionslosigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Atheismus]]&lt;br /&gt;
* [[Agnostizismus]]&lt;br /&gt;
* [[Säkularismus]]&lt;br /&gt;
* [[Humanismus]]&lt;br /&gt;
* [[Glaubens- und Gewissensfreiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Kirchensteuer in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Statistik: &amp;#039;&amp;#039;Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Neuenburg 2023.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Statistik: &amp;#039;&amp;#039;Religion und Spiritualität in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Ergebnisse der Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur, Neuenburg.&lt;br /&gt;
* Claude Bovay: &amp;#039;&amp;#039;Religionslandschaft in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bundesamt für Statistik, Neuenburg.&lt;br /&gt;
* Jörg Stolz, Judith Könemann, Mallory Schneuwly Purdie, Thomas Englberger und Michael Krüggeler: &amp;#039;&amp;#039;Religion und Spiritualität in der Ich-Gesellschaft. Vier Gestalten des (Un-)Glaubens.&amp;#039;&amp;#039; Theologischer Verlag Zürich, Zürich 2014.&lt;br /&gt;
* Freidenker-Vereinigung der Schweiz: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Freidenker-Vereinigung der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 2008.&lt;br /&gt;
* René Pahud de Mortanges (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staat und Religion in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Zürich.&lt;br /&gt;
* Adrian Loretan: &amp;#039;&amp;#039;Religionen im Kontext der Menschenrechte.&amp;#039;&amp;#039; Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/sprachen-religionen/religionen.html Religionen] beim Bundesamt für Statistik&lt;br /&gt;
* [https://frei-denken.ch frei-denken.ch] – Freidenker-Vereinigung der Schweiz&lt;br /&gt;
* [https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft] bei Fedlex&lt;br /&gt;
* [https://www.census1850.bfs.admin.ch/de/religionslandschaft.html Religionslandschaft der Schweiz seit 1850] beim Bundesamt für Statistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atheismus nach Staat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säkularismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freidenkertum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humanismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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