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	<title>Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz - Benutzerbeiträge [de-ch]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Rechtlicher Hinweis:&#039;&#039;&#039; Helvetia.wiki ist ein unabhängiges Enzyklopädieprojekt und steht in keiner organisatorischen, wirtschaftlichen oder redaktionellen Verbindung zur Helvetia Versicherungen oder zu anderen Unternehmen und Organisationen mit dem Namen «Helvetia». Das Projekt ist weder mit Wikipedia noch mit der Wikimedia Foundation oder anderen Wikimedia-Projekten verbunden und wird von diesen weder betrieben noch unterstützt. Inhalte können ganz oder teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt worden sein und deshalb Fehler, veraltete Angaben oder unzutreffende Informationen enthalten. Helvetia.wiki ist keine amtliche Quelle. Prüfen Sie wichtige Angaben stets anhand offizieller und verlässlicher Quellen und treffen Sie keine rechtlichen, medizinischen, finanziellen oder sonstigen wichtigen Entscheidungen allein aufgrund der hier veröffentlichten Inhalte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<updated>2026-07-24T18:27:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Helvetia.wiki ist ein unabhängiges Enzyklopädieprojekt und steht in keiner organisatorischen, wirtschaftlichen oder redaktionellen Verbindung zur Helvetia Versicherungen oder zu anderen Unternehmen und Organisationen mit dem Namen «Helvetia». Das Projekt ist weder mit Wikipedia noch mit der Wikimedia Foundation oder anderen Wikimedia-Projekten verbunden und wird von diesen weder betrieben noch unterstützt. Inhalte können ganz oder teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt worden sein und deshalb Fehler, veraltete Angaben oder unzutreffende Informationen enthalten. Helvetia.wiki ist keine amtliche Quelle. Prüfen Sie wichtige Angaben stets anhand offizieller und verlässlicher Quellen und treffen Sie keine rechtlichen, medizinischen, finanziellen oder sonstigen wichtigen Entscheidungen allein aufgrund der hier veröffentlichten Inhalte.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-07-24T18:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Helvetia.wiki ist ein unabhängiges Enzyklopädieprojekt und steht in keiner Verbindung zur Helvetia Versicherungen oder zu anderen Unternehmen und Organisationen mit dem Namen «Helvetia». Inhalte können ganz oder teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt worden sein und deshalb Fehler, veraltete Angaben oder unzutreffende Informationen enthalten. Helvetia.wiki ist keine amtliche Quelle. Prüfen Sie wichtige Angaben st…»&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Helvetia.wiki ist ein unabhängiges Enzyklopädieprojekt und steht in keiner Verbindung zur Helvetia Versicherungen oder zu anderen Unternehmen und Organisationen mit dem Namen «Helvetia». Inhalte können ganz oder teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt worden sein und deshalb Fehler, veraltete Angaben oder unzutreffende Informationen enthalten. Helvetia.wiki ist keine amtliche Quelle. Prüfen Sie wichtige Angaben stets anhand offizieller und verlässlicher Quellen und treffen Sie keine rechtlichen, medizinischen, finanziellen oder sonstigen wichtigen Entscheidungen allein aufgrund der hier veröffentlichten Inhalte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kategorie:Seiten_mit_ignorierten_Anzeigetiteln&amp;diff=712</id>
		<title>Kategorie:Seiten mit ignorierten Anzeigetiteln</title>
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		<updated>2026-07-24T17:39:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «Diese Wartungskategorie enthält Seiten, bei denen ein mit &amp;lt;code&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{DISPLAYTITLE:…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt; oder dem Schlüsselwort &amp;lt;code&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{SEITENTITEL:…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt; festgelegter Anzeigetitel von MediaWiki ignoriert wurde.  Dies geschieht in der Regel, wenn der gewünschte Anzeigetitel nicht ausreichend mit dem tatsächlichen Seitennamen übereinstimmt. Betroffene Seiten sollten überprüft und der Anzeigetitel gegebenenfalls korrigiert od…»&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Wartungskategorie enthält Seiten, bei denen ein mit &amp;lt;code&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{DISPLAYTITLE:…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt; oder dem Schlüsselwort &amp;lt;code&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{SEITENTITEL:…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt; festgelegter Anzeigetitel von MediaWiki ignoriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies geschieht in der Regel, wenn der gewünschte Anzeigetitel nicht ausreichend mit dem tatsächlichen Seitennamen übereinstimmt. Betroffene Seiten sollten überprüft und der Anzeigetitel gegebenenfalls korrigiert oder entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kategorie wird automatisch durch die MediaWiki-Software gefüllt und sollte nicht manuell in Seiten eingefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__HIDDENCAT__&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiki:Wartung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wiki:Nutzungsbedingungen&amp;diff=711</id>
		<title>Wiki:Nutzungsbedingungen</title>
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		<updated>2026-07-24T17:37:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{{DISPLAYTITLE:Nutzungsbedingungen}}  Diese Nutzungsbedingungen regeln den Zugriff auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sowie die Nutzung der auf dieser Website bereitgestellten Inhalte und Funktionen.  Mit dem Aufrufen oder der Nutzung von Helvetia Wiki erklären sich die Nutzerinnen und Nutzer mit diesen Nutzungsbedingungen einverstanden, soweit die entsprechenden Bestimmungen auf sie anwendbar sind.  == Geltungsbereich ==  Diese Nutz…»&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Nutzungsbedingungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Nutzungsbedingungen regeln den Zugriff auf &#039;&#039;&#039;Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz&#039;&#039;&#039; sowie die Nutzung der auf dieser Website bereitgestellten Inhalte und Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufrufen oder der Nutzung von Helvetia Wiki erklären sich die Nutzerinnen und Nutzer mit diesen Nutzungsbedingungen einverstanden, soweit die entsprechenden Bestimmungen auf sie anwendbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geltungsbereich ==&lt;br /&gt;
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== Benutzerkonten und Zugangsrechte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit Helvetia Wiki Benutzerkonten oder geschützte Funktionen anbietet, müssen die bei der Registrierung gemachten Angaben korrekt sein.&lt;br /&gt;
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Die Administration kann Registrierungen, Bearbeitungsrechte und andere Funktionen auf bestimmte Benutzergruppen beschränken. Insbesondere können die Erstellung und Bearbeitung von Seiten ausschliesslich der Administration oder ausdrücklich freigeschalteten Personen vorbehalten werden.&lt;br /&gt;
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== Bearbeitung und Einreichung von Inhalten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit Bearbeitungs-, Kommentar-, Upload- oder Vorschlagsfunktionen zur Verfügung stehen, dürfen nur Inhalte eingereicht werden, für deren Veröffentlichung die erforderlichen Rechte bestehen.&lt;br /&gt;
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Mit der Einreichung eines Textes, Bildes oder einer anderen Datei bestätigt die einreichende Person insbesondere, dass:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Urheberrechtlich geschützte Texte, Bilder, Karten, Grafiken oder Datenbanken dürfen nicht ohne entsprechende Erlaubnis vollständig oder in wesentlichen Teilen übernommen werden.&lt;br /&gt;
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== Lizenzierung der Textinhalte ==&lt;br /&gt;
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Nutzerinnen und Nutzer sind dafür verantwortlich, wichtige Angaben anhand amtlicher oder anderer geeigneter Quellen zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Einzelne Funktionen, Sprachversionen, Seiten oder Dateien können jederzeit geändert, verschoben oder eingestellt werden.&lt;br /&gt;
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== Haftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Helvetia Wiki und das Vertrauen auf die bereitgestellten Informationen erfolgen auf eigene Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit gesetzlich zulässig, haftet der Betreiber nicht für direkte oder indirekte Schäden, Folgeschäden, Datenverluste, entgangene Gewinne oder sonstige Nachteile, die aus der Nutzung, Nichtverfügbarkeit oder fehlerhaften Nutzung der Website oder ihrer Inhalte entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies gilt auch für Schäden, die durch externe Links, heruntergeladene Dateien, technische Störungen, Schadsoftware oder unbefugte Eingriffe Dritter verursacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen eine Haftung nach zwingendem schweizerischem Recht nicht ausgeschlossen oder beschränkt werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Hinweise befinden sich im [[Wiki:Impressum|Impressum und Haftungsausschluss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meldung von Rechtsverletzungen und Fehlern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweise auf mögliche Urheberrechtsverletzungen, Persönlichkeitsverletzungen, Datenschutzprobleme, sachliche Fehler oder andere problematische Inhalte können über [[Wiki:Kontakt|Kontakt zur Administration]] eingereicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Meldung sollte möglichst folgende Angaben enthalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die genaue Internetadresse der betroffenen Seite oder Datei;&lt;br /&gt;
* eine eindeutige Beschreibung des beanstandeten Inhalts;&lt;br /&gt;
* den Grund der Beanstandung;&lt;br /&gt;
* geeignete Belege oder Quellen;&lt;br /&gt;
* Angaben zur eigenen Berechtigung, falls Rechte im eigenen Namen geltend gemacht werden;&lt;br /&gt;
* eine Kontaktmöglichkeit für Rückfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausreichend konkrete Meldungen werden im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten geprüft. Bei einer begründeten Beanstandung kann der betroffene Inhalt korrigiert, eingeschränkt, ausgeblendet oder entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sperrung und Beschränkung der Nutzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verstössen gegen diese Nutzungsbedingungen, bei Sicherheitsrisiken oder bei missbräuchlicher Nutzung kann die Administration angemessene Massnahmen treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Einschränkung technischer Zugriffe;&lt;br /&gt;
* die Sperrung von IP-Adressen;&lt;br /&gt;
* die Einschränkung oder Aufhebung von Benutzerrechten;&lt;br /&gt;
* die vorübergehende oder dauerhafte Sperrung eines Benutzerkontos;&lt;br /&gt;
* die Entfernung unzulässiger Inhalte;&lt;br /&gt;
* die Sicherung von Daten zur Aufklärung eines Vorfalls;&lt;br /&gt;
* die Meldung schwerwiegender Vorfälle an zuständige Stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massnahmen richten sich nach Art, Umfang und Schwere des jeweiligen Verstosses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Nutzung von Helvetia Wiki können technische Zugriffsdaten und weitere Personendaten bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelheiten zur Bearbeitung von Personendaten, zu Server-Protokolldateien, Cookies, Benutzerkonten und öffentlichen Bearbeitungen sind in der [[Wiki:Datenschutz|Datenschutzerklärung]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Änderungen der Nutzungsbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Nutzungsbedingungen können geändert werden, wenn dies aufgrund technischer, redaktioneller, organisatorischer oder rechtlicher Entwicklungen erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt die jeweils auf dieser Seite veröffentlichte Fassung. Wesentliche Änderungen können auf einer geeigneten Projektseite bekannt gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Nutzung von Helvetia Wiki nach Veröffentlichung einer Änderung gilt im gesetzlich zulässigen Umfang als Zustimmung zur aktualisierten Fassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendbares Recht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit gesetzlich zulässig, unterstehen diese Nutzungsbedingungen und die Nutzung von Helvetia Wiki dem schweizerischen Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwingende gesetzliche Bestimmungen, insbesondere zwingende Gerichtsstände und Verbraucherschutzbestimmungen, bleiben vorbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Salvatorische Klausel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte eine Bestimmung dieser Nutzungsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam oder nicht durchsetzbar sein, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unwirksame oder nicht durchsetzbare Bestimmung ist im Rahmen des gesetzlich Zulässigen durch eine Regelung zu ersetzen, die ihrem Zweck möglichst nahekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen über das Projekt befinden sich auf der Seite [[Wiki:Über Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz|Über Helvetia Wiki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtliche Angaben und Hinweise zur Haftung sind im [[Wiki:Impressum|Impressum]] aufgeführt. Informationen zur Bearbeitung von Personendaten enthält die [[Wiki:Datenschutz|Datenschutzerklärung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Stand: 24. Juli 2026&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wiki:%C3%9Cber_Helvetia_Wiki_%E2%80%93_Die_Enzyklop%C3%A4die_der_Schweiz&amp;diff=710</id>
		<title>Wiki:Über Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</title>
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		<updated>2026-07-24T17:33:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{{DISPLAYTITLE:Über Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein unabhängiges Online-Nachschlagewerk über die Schweiz. Das Projekt sammelt und vermittelt Wissen über das Land, seine Regionen, Geschichte, Bevölkerung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Natur und Gesellschaft.  Ziel von Helvetia Wiki ist es, verlässliche und verständlich aufbereitete Informationen über die Schweiz an einem…»&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Über Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz&#039;&#039;&#039; ist ein unabhängiges Online-Nachschlagewerk über die Schweiz. Das Projekt sammelt und vermittelt Wissen über das Land, seine Regionen, Geschichte, Bevölkerung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Natur und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Helvetia Wiki ist es, verlässliche und verständlich aufbereitete Informationen über die Schweiz an einem Ort zugänglich zu machen. Die Enzyklopädie richtet sich sowohl an Menschen, die in der Schweiz leben, als auch an Leserinnen und Leser im Ausland, die mehr über das Land erfahren möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltlicher Schwerpunkt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt von Helvetia Wiki steht die Schweiz in ihrer geografischen, historischen, politischen und kulturellen Vielfalt. Die Enzyklopädie behandelt unter anderem folgende Themenbereiche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Schweizerische Eidgenossenschaft und ihre politischen Institutionen;&lt;br /&gt;
* die Kantone, Bezirke, Gemeinden, Städte und Ortschaften;&lt;br /&gt;
* Landschaften, Regionen, Seen, Flüsse und Berge;&lt;br /&gt;
* Geschichte, historische Ereignisse und bedeutende Persönlichkeiten;&lt;br /&gt;
* Verkehr, Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen;&lt;br /&gt;
* Wirtschaft, Unternehmen, Bildung und Wissenschaft;&lt;br /&gt;
* Architektur, Kunst, Literatur, Brauchtum und Alltagskultur;&lt;br /&gt;
* Tourismus, Sehenswürdigkeiten und Kulturgüter;&lt;br /&gt;
* die sprachliche und gesellschaftliche Vielfalt der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben gesamtschweizerischen Themen werden auch regionale und lokale Inhalte berücksichtigt. Dadurch sollen nicht nur bekannte Städte, Landschaften und Institutionen, sondern auch kleinere Gemeinden, historische Orte und weniger bekannte Besonderheiten dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziel des Projekts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helvetia Wiki verfolgt das Ziel, eine umfassende, übersichtliche und langfristig nutzbare Wissenssammlung über die Schweiz aufzubauen. Die Artikel sollen wichtige Sachverhalte erklären, Zusammenhänge aufzeigen und den Einstieg in weiterführende Themen erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird besonderer Wert auf eine sachliche Darstellung, eine klare Gliederung und eine möglichst verständliche Sprache gelegt. Die Enzyklopädie soll sowohl für eine kurze Informationssuche als auch für eine vertiefte Beschäftigung mit einem Thema geeignet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helvetia Wiki versteht sich nicht als Ersatz für amtliche Publikationen, wissenschaftliche Fachliteratur oder individuelle Beratung. Bei rechtlich, medizinisch, finanziell oder sicherheitsrelevanten Fragen sind die zuständigen Behörden oder qualifizierte Fachpersonen beizuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache und Schreibweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschsprachige Ausgabe verwendet grundsätzlich die in der Schweiz übliche Standardsprache. Dabei wird die schweizerische Rechtschreibung berücksichtigt. Insbesondere wird anstelle des Buchstabens «ß» die Schreibweise mit «ss» verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsnamen, Behördenbezeichnungen, historische Begriffe und Eigennamen werden möglichst in ihrer in der Schweiz gebräuchlichen oder amtlichen Form wiedergegeben. Bei mehrsprachigen Orten und Institutionen können zusätzliche Bezeichnungen in anderen Landessprachen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helvetia Wiki berücksichtigt die Mehrsprachigkeit der Schweiz und kann Inhalte in mehreren Sprachversionen anbieten. Die einzelnen Sprachfassungen müssen nicht in jedem Fall denselben Umfang besitzen und werden unabhängig voneinander weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redaktionelle Grundsätze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inhalte von Helvetia Wiki sollen sachlich, nachvollziehbar und möglichst neutral formuliert sein. Wertende oder werbliche Aussagen werden vermieden, sofern sie nicht für das Verständnis eines Themas notwendig und durch geeignete Quellen eingeordnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten redaktionellen Grundsätzen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine neutrale und ausgewogene Darstellung;&lt;br /&gt;
* die Trennung zwischen überprüfbaren Tatsachen und Bewertungen;&lt;br /&gt;
* die Verwendung möglichst zuverlässiger und nachvollziehbarer Quellen;&lt;br /&gt;
* die Beachtung der schweizerischen Rechtschreibung;&lt;br /&gt;
* eine klare und einheitliche Struktur der Artikel;&lt;br /&gt;
* die Korrektur erkannter sachlicher und sprachlicher Fehler;&lt;br /&gt;
* die Beachtung von Urheber-, Persönlichkeits- und Datenschutzrechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei kontroversen Themen sollen unterschiedliche relevante Sichtweisen angemessen dargestellt werden. Helvetia Wiki vertritt keine politische, konfessionelle oder weltanschauliche Richtung.&lt;br /&gt;
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== Quellen und Aktualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erstellung und Überarbeitung der Artikel werden nach Möglichkeit zuverlässige Quellen verwendet. Dazu gehören insbesondere amtliche Veröffentlichungen, Statistiken, wissenschaftliche Literatur, Fachpublikationen, historische Nachschlagewerke sowie Informationen anerkannter Institutionen.&lt;br /&gt;
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Quellenangaben ermöglichen es den Leserinnen und Lesern, wichtige Aussagen zu überprüfen und sich weiterführend mit einem Thema zu beschäftigen. Externe Verweise dienen der Ergänzung und stellen keine uneingeschränkte Empfehlung der verlinkten Inhalte dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz sorgfältiger Bearbeitung können einzelne Artikel unvollständig, fehlerhaft oder nicht mehr aktuell sein. Daten wie Einwohnerzahlen, politische Ämter, administrative Strukturen, Fahrpläne, Preise oder gesetzliche Regelungen können sich verändern. Verbindliche Auskünfte sind deshalb bei den jeweils zuständigen Stellen einzuholen.&lt;br /&gt;
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== Unabhängigkeit ==&lt;br /&gt;
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Die Inhalte werden nach enzyklopädischen Gesichtspunkten ausgewählt und bearbeitet. Eine Aufnahme in die Enzyklopädie stellt weder eine Empfehlung noch eine Auszeichnung dar.&lt;br /&gt;
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== Mitarbeit und Korrekturhinweise ==&lt;br /&gt;
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Eine Meldung sollte möglichst den Titel oder die genaue Internetadresse der betroffenen Seite sowie eine kurze Beschreibung der vorgeschlagenen Änderung enthalten. Bei sachlichen Korrekturen sind geeignete Quellenangaben hilfreich.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wiki:Impressum&amp;diff=709</id>
		<title>Wiki:Impressum</title>
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		<updated>2026-07-24T17:33:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Zwingende gesetzliche Bestimmungen und zwingende Gerichtsstände bleiben vorbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Stand: 24. Juli 2026&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wiki:Impressum&amp;diff=708</id>
		<title>Wiki:Impressum</title>
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		<updated>2026-07-24T17:32:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
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Helvetia Wiki stellt allgemeine enzyklopädische Informationen über die Schweiz, ihre Geschichte, Geografie, Bevölkerung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Institutionen und weitere Themen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
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Die Inhalte dienen ausschliesslich der allgemeinen Information und Wissensvermittlung. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Fehlerfreiheit, Aktualität oder Eignung für einen bestimmten Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtigkeit und Aktualität der Inhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inhalte werden nach bestem Wissen erstellt und bearbeitet. Dennoch können sachliche Fehler, veraltete Angaben, unvollständige Informationen, Übersetzungsfehler oder missverständliche Formulierungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helvetia Wiki übernimmt keine Gewähr dafür, dass sämtliche Angaben jederzeit vollständig, richtig und aktuell sind. Dies gilt insbesondere für Angaben, die sich regelmässig verändern können, beispielsweise Einwohnerzahlen, politische Ämter, Fahrpläne, Preise, Öffnungszeiten, Gesetze, Vorschriften oder organisatorische Zuständigkeiten.&lt;br /&gt;
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Verbindliche und aktuelle Informationen sind bei den jeweils zuständigen Behörden, Institutionen, Unternehmen oder Fachstellen einzuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keine fachliche Beratung ==&lt;br /&gt;
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Die auf Helvetia Wiki veröffentlichten Inhalte stellen keine individuelle Rechts-, Steuer-, Finanz-, Anlage-, Versicherungs-, Medizin-, Gesundheits-, Sicherheits- oder sonstige Fachberatung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidungen mit rechtlichen, finanziellen, gesundheitlichen oder sicherheitsrelevanten Folgen sollten nicht allein aufgrund der auf dieser Website veröffentlichten Informationen getroffen werden. In solchen Fällen ist eine entsprechend qualifizierte Fachperson oder die zuständige amtliche Stelle beizuziehen.&lt;br /&gt;
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== Haftungsbeschränkung ==&lt;br /&gt;
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Die Nutzung von Helvetia Wiki und der darin enthaltenen Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung.&lt;br /&gt;
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== Inhalte verschiedener Autorinnen und Autoren ==&lt;br /&gt;
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Bearbeitungen können in der Versionsgeschichte einer Seite dauerhaft dokumentiert bleiben. Der Betreiber ist berechtigt, Inhalte jederzeit zu korrigieren, zu ergänzen, zu verschieben, zu sperren oder zu entfernen, ohne dazu verpflichtet zu sein, sämtliche Inhalte fortlaufend zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Erhält die Administration Kenntnis von einem rechtswidrigen, gefährlichen oder nicht mehr geeigneten verlinkten Inhalt, wird der betreffende Link nach angemessener Prüfung entfernt oder angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Technische Verfügbarkeit und Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht kein Anspruch auf eine ununterbrochene oder fehlerfreie Verfügbarkeit von Helvetia Wiki. Der Betrieb kann insbesondere aufgrund von Wartungsarbeiten, technischen Störungen, Sicherheitsmassnahmen, höherer Gewalt oder Änderungen an der eingesetzten Software zeitweise eingeschränkt oder eingestellt werden.&lt;br /&gt;
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* den Grund der Beanstandung;&lt;br /&gt;
* Angaben zur eigenen Berechtigung, soweit Rechte im eigenen Namen geltend gemacht werden;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Stand: 24. Juli 2026&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wiki:Impressum&amp;diff=707</id>
		<title>Wiki:Impressum</title>
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		<updated>2026-07-24T17:31:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
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:&#039;&#039;Stand: 24. Juli 2026&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Hedingen&amp;diff=706</id>
		<title>Hedingen</title>
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		<updated>2026-07-24T15:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Hedingen&lt;br /&gt;
|BILD = Rütelimatten nach Hedingen.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Blick von der Rütelimatten auf Hedingen&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Hedingen COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Hedingen 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Affoltern&lt;br /&gt;
|BFS = 0005&lt;br /&gt;
|PLZ = 8908&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.298883&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.449446&lt;br /&gt;
|HÖHE = 497&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 6,59&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 4004&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.hedingen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hedingen&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Affoltern]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im [[Knonaueramt]], auch Säuliamt genannt, südwestlich der Stadt Zürich und unmittelbar an der Grenze zum [[Kanton Aargau]]. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptdorf die Weiler und Hofgruppen Fromoos und Ismatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt in einer von Wäldern, Feldern, Hügeln und kleinen Gewässern geprägten Landschaft. Der Bahnhof an der Strecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug verbindet Hedingen mit dem Netz der [[Zürcher S-Bahn]]. Dadurch entwickelte sich das frühere Bauern- und Heimarbeiterdorf seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend zu einer Wohn- und Gewerbegemeinde im Einzugsbereich der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen zählt zu den kleineren Gemeinden des Bezirks Affoltern. Ende 2025 lebten 4004 Personen in der Gemeinde. Von der 659 Hektaren grossen Gemeindefläche werden rund 48 Prozent landwirtschaftlich genutzt; etwa ein Drittel ist bewaldet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.hedingen.ch/portraet/zahlen-fakten.html/15 Gemeinde Hedingen: Zahlen und Fakten], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bedeutender Arbeitgeber ist die in Hedingen ansässige [[Ernst Schweizer AG]], die Systeme für Gebäudehüllen, Fenster, Briefkästen und die Nutzung von Solarenergie herstellt. Das Unternehmen und weitere lokale Initiativen trugen dazu bei, dass Hedingen als Pioniergemeinde im Bereich erneuerbarer Energien wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schweizerdeutsche Ortsname lautet &#039;&#039;Hedige&#039;&#039;. Der Name gehört zu den alemannischen Siedlungsnamen mit der Endung &#039;&#039;-ingen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachwissenschaftlich wird der Ortsname auf den althochdeutschen Personennamen &#039;&#039;Hadu&#039;&#039; oder &#039;&#039;Hado&#039;&#039; zurückgeführt. Hedingen bedeutet demnach «bei den Leuten oder bei der Sippe des Hadu beziehungsweise Hado». Der Name entstand wahrscheinlich während der alemannischen Besiedlung im frühen Mittelalter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ortsnamen.ch/de/record/802000005/lsg Schweizerisches Idiotikon und ortsnamen.ch: Hedingen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1116. In der betreffenden Quelle erscheint bereits die Form &#039;&#039;Hedingen&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;Martin Illi: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000005/ Hedingen], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen liegt im Südwesten des Kantons Zürich, rund 13 Kilometer Luftlinie vom Zentrum der Stadt Zürich entfernt. Das Dorf befindet sich auf einer Höhe von ungefähr 497 Metern über Meer am nördlichen Rand des mittleren Knonaueramts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt im Kanton Zürich an [[Bonstetten]], [[Stallikon]] und [[Affoltern am Albis]]. Westlich und südwestlich schliessen die aargauischen Gemeinden [[Islisberg AG|Islisberg]], [[Arni AG|Arni]] und [[Jonen]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Lage an der Kantonsgrenze besitzt Hedingen sowohl Verbindungen in Richtung Zürich und Zug als auch ins aargauische Freiamt. Historische Wege führten über die Höhenzüge nach Arni, Jonen und Islisberg sowie durch das Knonaueramt nach Affoltern am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst 6,59 Quadratkilometer. Es erstreckt sich von den bewaldeten Höhen und landwirtschaftlich genutzten Geländeterrassen im Norden und Westen bis zu den Siedlungs- und Gewerbegebieten entlang der Bahnstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 48 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, während etwa 33 Prozent auf Wald entfallen. Die übrigen Flächen bestehen überwiegend aus Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsanlagen sowie Gewässern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf entwickelte sich um die Kirche und die historischen Strassenverbindungen. Im 20. und frühen 21. Jahrhundert entstanden neue Wohnquartiere vor allem an den Hängen und in der Nähe des Bahnhofs. Industrie- und Gewerbebauten konzentrieren sich unter anderem auf das Gebiet entlang der Bahnlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile und Weiler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptdorf gehören mehrere kleinere Siedlungen und Einzelhöfe zur Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Siedlungsteile von Hedingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Siedlung&lt;br /&gt;
! Charakter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hedingen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Hauptdorf mit Kirche, Gemeindehaus, Bahnhof, Schulen, Wohnquartieren und Gewerbegebieten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fromoos&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Ländlicher Weiler im nördlichen beziehungsweise nordwestlichen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Ismatt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Hofgruppe an der westlichen Gemeindegrenze mit historischen Bohlenständerbauten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Fromoos bezeichnet wahrscheinlich ein früher kirchlich oder herrschaftlich genutztes Feuchtgebiet. Die Ismatt ist durch eine Gruppe historischer Bauernhäuser bekannt, die teilweise in der für die Region typischen Bohlenständerbauweise errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen liegt im Übergangsgebiet zwischen dem Reppischtal, den Höhen des Albisraums und der offenen Moränenlandschaft des Knonaueramts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wurde wesentlich durch die eiszeitlichen Gletscher geprägt. Moränen, Geländemulden und abgelagerte Schotter bestimmen die Oberflächenformen. Die Böden werden seit Jahrhunderten für Ackerbau, Viehwirtschaft und Obstbau genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wälder befinden sich vor allem an den höher gelegenen und steileren Abschnitten des Gemeindegebiets. Sie dienen der Forstwirtschaft, dem Schutz der Landschaft und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das offene Kulturland zwischen Hedingen und den benachbarten Gemeinden ist für das Landschaftsbild des Knonaueramts von Bedeutung. Der zunehmende Bedarf an Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen führt jedoch zu einem anhaltenden Siedlungsdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hedinger Weiher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hedinger Weiher liegt südlich beziehungsweise südwestlich des historischen Dorfkerns. Er entstand als künstlich angelegter Mühlenweiher und diente ursprünglich der Speicherung von Wasser für einen Gewerbebetrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde erwarb den Weiher 1938. Seit 1945 befindet sich dort eine Badeanlage. Das Gelände mit altem Baumbestand, Liegewiesen und einer saisonal betriebenen Gartenwirtschaft ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;besonderheiten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.hedingen.ch/portraet/besonderheiten.html/17 Gemeinde Hedingen: Besonderheiten], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiher und seine Umgebung besitzen auch ökologische Bedeutung. Ufergehölze, Wasserpflanzen und Wiesen bieten Lebensraum für Vögel, Amphibien, Insekten und weitere Tierarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima entspricht weitgehend demjenigen des schweizerischen Mittellands. Die Sommer sind mässig warm, während im Winter Frost und Schneefall auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst und Winter liegt Hedingen häufig im Einflussbereich des Hochnebels. Erhöhte Geländeteile können zeitweise oberhalb der Nebeldecke liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offenen Westlagen sind dem Wind ausgesetzt. In geschützten Mulden können sich dagegen Kaltluft und Nebel sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde weisen darauf hin, dass das Gebiet von Hedingen bereits lange vor der ersten schriftlichen Erwähnung besiedelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hofacker und im Gebiet Langacher beziehungsweise Kreuzrain wurden Spuren vorgeschichtlicher Siedlungen entdeckt. Einzelne Funde werden in das 7. oder 8. Jahrhundert vor Christus datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kreuzrain bestanden zudem Hinweise auf eine Siedlung aus der römischen Zeit. Gefunden wurden unter anderem Ziegel und weitere Reste, die auf Gebäude oder einen landwirtschaftlichen Gutshof hindeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knonaueramt lag während der Römerzeit zwischen wichtigen Verkehrswegen. Verbindungen führten von Turicum, dem heutigen Zürich, über das Mittelland zur Reuss und weiter nach [[Vindonissa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alemannische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen im Gebiet nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname Hedingen entstand wahrscheinlich im 6. oder 7. Jahrhundert. Die Endung &#039;&#039;-ingen&#039;&#039; bezeichnete eine Gruppe von Menschen, die nach einem Sippenoberhaupt oder Grundherrn benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühmittelalterliche Siedlung bestand vermutlich aus mehreren Höfen. Ein kirchliches Zentrum entwickelte sich spätestens im 10. oder 11. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Erwähnung und Kloster Pfäfers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen wurde 1116 erstmals urkundlich genannt. Kirche und Dorf standen damals in enger Beziehung zum [[Kloster Pfäfers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche gehörte dem Kloster, das auch grundherrliche und niedergerichtliche Rechte besass. Vor 1275 ist in Hedingen ein Leutpriester belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klöster spielten im Mittelalter eine wichtige Rolle bei der Erschliessung und Bewirtschaftung des Landes. Sie besassen Höfe, Wälder, Zehntrechte und kirchliche Patronatsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Pfäfers verfügten weitere geistliche und weltliche Grundherren über Besitz in Hedingen und der näheren Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ritter von Hedingen und Burganlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. und 14. Jahrhundert ist ein Rittergeschlecht belegt, das sich nach Hedingen benannte. Ob die Angehörigen dieser Familie tatsächlich auf der örtlichen Burg lebten, ist nicht abschliessend geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Hedingen wird 1298 erstmals erwähnt. Sie befand sich unmittelbar hinter der heutigen Kirche auf einem kleinen Geländevorsprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage diente vermutlich als befestigter Wohn- und Verwaltungssitz. Im Spätmittelalter verlor sie ihre Bedeutung und verfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zwischen 1510 und 1513 eine neue Kirche errichtet wurde, verwendete man wahrscheinlich Steine aus der aufgegebenen Burganlage. Heute sind von der Burg oberirdisch kaum noch Spuren sichtbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.burgenwelt.org/schweiz/hedingen/object.php Burgenwelt: Burg Hedingen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Freiamt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen gehörte hochgerichtlich zum sogenannten Zürcher Freiamt. Dieses war ursprünglich Teil habsburgischer Herrschaftsstrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau. Zürich übernahm dabei die Herrschaft über das Freiamt Affoltern und damit auch die hohe Gerichtsbarkeit in Hedingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niederen Gerichts- und Grundherrschaftsrechte blieben teilweise bei Klöstern, Adelsfamilien oder lokalen Amtsträgern. Dadurch bestanden unterschiedliche, sich überlagernde Rechtsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1503 richtete Zürich eine Vogtei Hedingen ein. Bereits wenige Jahre später wurde diese mit der Vogtei Maschwanden und dem Freiamt verbunden. Das Gebiet ging schliesslich in der [[Landvogtei Knonau]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1520er-Jahren führte die Stadt Zürich unter dem Einfluss von [[Huldrych Zwingli]] die Reformation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Hedingen wurde reformiert. Die kirchlichen Verhältnisse wurden neu geordnet, und die Rechte katholischer Klöster wurden eingeschränkt oder vom Zürcher Staat übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zur Grenze der katholisch gebliebenen Gebiete des Freiamts und der Zentralschweiz verlieh dem Knonaueramt während der [[Kappelerkriege]] besondere strategische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Zürichs in der [[Schlacht bei Kappel]] von 1531 blieb Hedingen reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche von Hedingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige reformierte Kirche wurde zwischen 1510 und 1513 errichtet. Für den Bau wurden wahrscheinlich Steine der benachbarten Burgruine verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kirche&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ref-knonaueramt.ch/kirchenorte/hedingen/aus_der_vergangenheit/geschichtliches/historisches_rund_um_die_kirche Reformierte Kirche Knonauer Amt: Historisches rund um die Kirche Hedingen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen zeigten, dass sich am gleichen Ort bereits im 10. oder 11. Jahrhundert eine Kirche befunden hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gotteshaus wurde im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und renoviert. Es bildet mit dem Pfarrhaus, dem Friedhof und den umliegenden historischen Gebäuden den ältesten erhaltenen Siedlungskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswanderung im 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriege, Missernten, Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Krisen führten im späten 17. Jahrhundert in Teilen des Knonaueramts zu grosser Armut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 200 Personen aus der Region wanderten nach Brandenburg aus. 77 von ihnen stammten aus Hedingen. Damit war die Gemeinde besonders stark von dieser Auswanderungsbewegung betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswandernden folgten Einladungen des brandenburgischen Kurfürsten, der nach den Zerstörungen des Dreissigjährigen Kriegs neue Siedler für entvölkerte Gebiete suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Heimarbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in das 19. Jahrhundert war Hedingen überwiegend landwirtschaftlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung betrieb Ackerbau, Viehzucht, Obstbau und Waldwirtschaft. Viele Höfe verfügten über kleine Äcker und Wiesen, während gemeinsame Weiden und Wälder nach örtlichen Nutzungsregeln bewirtschaftet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der frühen Neuzeit ergänzte Heimarbeit das landwirtschaftliche Einkommen. Im Auftrag städtischer Kaufleute wurden Baumwolle und später Seide verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimindustrie ermöglichte zusätzliche Einnahmen, machte die Bevölkerung aber von schwankenden Preisen und der Nachfrage der Zürcher Textilwirtschaft abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft wurden die alten Herrschaftsverhältnisse 1798 aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen gehörte während der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] zum Distrikt Mettmenstetten. Die Einwohner erhielten grundsätzlich gleiche politische Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit war jedoch von Einquartierungen, Abgaben, Truppendurchzügen und politischer Instabilität geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Mediationsakte von 1803 wurde das Gebiet neu organisiert. Seit der Bildung der modernen Zürcher Bezirke gehört Hedingen zum Bezirk Affoltern beziehungsweise zu dessen Vorgängerverwaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und Bahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1864 wurde die Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug eröffnet. Hedingen erhielt einen eigenen Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Aufnahmegebäude wurde nach Plänen des Architekten Jakob Friedrich Wanner errichtet. Es gehört zu einer Reihe ähnlicher Stationsgebäude entlang der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn erleichterte den Transport von Personen, landwirtschaftlichen Produkten und Gewerbewaren. Arbeitsplätze in Zürich und Zug wurden besser erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Bahnanschlusses blieb Hedingen zunächst ein ländliches Dorf. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Bahnverbindung zu einem entscheidenden Faktor des Bevölkerungswachstums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung setzte in Hedingen langsamer ein als in den traditionellen Textilgebieten des Zürcher Oberlands oder des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Landwirtschaft und Heimarbeit entstanden kleinere Gewerbebetriebe, Werkstätten und Unternehmen der Bau- und Metallbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 verlegte die damalige Firma J. Sessler &amp;amp; Co. ihren Betrieb von Zürich nach Hedingen. Das Unternehmen wurde später in Ernst Schweizer AG umbenannt und zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber der Gemeinde ausgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schweizer&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ernstschweizer.ch/de/unternehmen/organisation-geschichte/ Ernst Schweizer AG: Organisation und Geschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ansiedlung des Unternehmens veränderte das Gebiet beim Bahnhof. Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude entstanden in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung zur Agglomerationsgemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Einwohnerzahl deutlich zu. Neue Wohnquartiere entstanden, und der Anteil der in Landwirtschaft und Heimindustrie Beschäftigten ging zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten seither ausserhalb der Gemeinde, insbesondere in Zürich, Zug, Affoltern am Albis und im Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der Zürcher S-Bahn verbesserte die Erreichbarkeit weiter. Hedingen entwickelte sich zu einer Wohn- und Pendlergemeinde, behielt aber gleichzeitig Landwirtschaft, Industrie und ein eigenständiges Dorfzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eröffnung des [[Uetlibergtunnel]]s im Jahr 2009 erhielt das Knonaueramt eine direkte Autobahnverbindung nach Zürich. Die regionale Erreichbarkeit verbesserte sich dadurch erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen war bis weit in das 20. Jahrhundert ein kleines Dorf. Die Einwohnerzahl wuchs zunächst langsam und ging während einzelner Perioden durch Auswanderung und den Strukturwandel in der Landwirtschaft zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stärkste Wachstum erfolgte nach 1950. Verbesserte Verkehrsverbindungen, neue Arbeitsplätze und die Nähe zur Stadt Zürich machten Hedingen zu einem attraktiven Wohnort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 zählte die Gemeinde 4004 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon waren 789 jünger als 20 Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsentwicklung konzentriert sich hauptsächlich auf den Dorfkern, das Bahnhofgebiet und die angrenzenden Wohnquartiere. Die Weiler und die landwirtschaftlich geprägten Randgebiete sind wesentlich dünner besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Deutsch. Wie in anderen Agglomerationsgemeinden leben in Hedingen auch Menschen unterschiedlicher Staatsangehörigkeit und Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Gold eine schrägrechte, gestürzte schwarze Spitze.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwarze Schildfigur wird traditionell als schräg gestellte Pflugscharspitze in einem goldenen Ährenfeld gedeutet. Damit verweist das Wappen auf die historische Bedeutung der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur erscheint bereits 1288 im Siegel des Ritters Johannes von Hedingen. Später wurde sie als Wappen der Zürcher Vogtei Hedingen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vogteiwappen ist unter anderem auf Münzen des frühen 16. Jahrhunderts, auf Mandatholzschnitten sowie auf den Karten von Jos Murer und Hans Conrad Gyger dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert übernahm die politische Gemeinde das historische Zeichen. Der Gemeinderat erklärte die heutige Form am 8. Juni 1926 zum offiziellen Gemeindewappen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wappen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.hedingen.ch/portraet/wappen-.html/18 Gemeinde Hedingen: Wappen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen ist eine politische Gemeinde nach dem Recht des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung oder an der Urne über Budgets, Rechnungen, kommunale Erlasse, Bauvorhaben und weitere Sachgeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er leitet die Gemeindeverwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Stimmberechtigten und vertritt Hedingen nach aussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Zürcherstrasse 27 im Dorfzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen arbeitet bei zahlreichen Aufgaben mit den übrigen Gemeinden des Bezirks Affoltern zusammen. Regional organisiert sind unter anderem Teile der Raumplanung, Sicherheit, Feuerwehr, Abwasserentsorgung, Gesundheitsversorgung und Altersbetreuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliche Flächen nehmen weiterhin fast die Hälfte des Gemeindegebiets ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Betriebszweigen gehören Milchwirtschaft, Viehhaltung und Ackerbau. Angebaut werden unter anderem Getreide, Mais, Raps und Futtermittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obstbäume, Hecken, Wiesen und Waldränder prägen das traditionelle Landschaftsbild. Einzelne Betriebe verkaufen Produkte direkt ab Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft steht unter dem Druck des Siedlungswachstums. Gleichzeitig erfüllt sie wichtige Aufgaben bei der Pflege der Kulturlandschaft und beim Erhalt offener Freiräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wichtigste Industriebetrieb ist die Ernst Schweizer AG mit Hauptsitz am Bahnhofplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familienunternehmen stellt unter anderem Fenstersysteme, Briefkästen, Paketboxen, Metallbauteile und Montagesysteme für Photovoltaikanlagen her. Am Hauptsitz in Hedingen arbeiten mehrere hundert Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ernstschweizer.ch/de/unternehmen/ Ernst Schweizer AG: Unternehmen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen aus Baugewerbe, Handwerk, Handel, Beratung und persönlichen Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewerbeflächen befinden sich vor allem entlang der Bahnlinie und an den wichtigen Zufahrtsstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstleistungen und Pendelverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen verfügt über Einkaufsmöglichkeiten, Gastgewerbe, Arztpraxen und weitere lokale Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt in andere Gemeinden. Die wichtigsten Arbeitsregionen sind Zürich, das Limmattal, Zug und Affoltern am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt pendeln Beschäftigte aus den umliegenden Gemeinden zu den Industrie- und Gewerbebetrieben in Hedingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Hedingen liegt an der Strecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird durch die Linien S5 und S14 der Zürcher S-Bahn bedient. Damit bestehen direkte Verbindungen nach Zürich, Affoltern am Albis und Zug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof verfügt über zwei Gleise mit seitlichen Perrons. Unterführungen ermöglichen eine sichere Querung der Bahnstrecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gute Bahnverbindung ist für die Wohn- und Standortqualität der Gemeinde von zentraler Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinie 200 verbindet Hedingen mit Affoltern am Albis und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erschliesst Gebiete, die weiter vom Bahnhof entfernt liegen, und schafft zusätzliche Verbindungen zu benachbarten Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Nächten an Wochenenden verkehren ergänzende Nachtangebote innerhalb des regionalen öffentlichen Verkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcherstrasse und die Affolternstrasse bilden die wichtigsten Strassenverbindungen durch das Dorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strassen führen nach Bonstetten, Stallikon, Affoltern am Albis, Jonen und Arni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Eröffnung der Autobahn A4 durch das Knonaueramt und des Uetlibergtunnels ist Zürich auch mit dem Auto rasch erreichbar. Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse befinden sich ausserhalb des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchgangsverkehr belastet den engen historischen Dorfkern. Verkehrsberuhigung, sichere Fusswege und eine Neugestaltung des Zentrums gehören deshalb zu den kommunalen Planungsthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Velo- und Fussverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftswege und Nebenstrassen verbinden Hedingen mit den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Wander- und Velorouten führen durch die Wälder, über das offene Kulturland und zu den Weilern Ismatt und Fromoos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wege um den Hedinger Weiher werden vor allem für Spaziergänge und Freizeitaktivitäten genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen führt Kindergärten, eine Primarschule und die Sekundarschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Schulzentrum befindet sich im Gebiet Güpf. Das Primarschulhaus Güpf gehört zu den inventarisierten Bauten des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule bietet neben dem Unterricht verschiedene Betreuungs-, Förder- und Freizeitangebote an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen, Berufsschulen und Hochschulen befinden sich vor allem in Affoltern am Albis, Zürich, Zug und anderen regionalen Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche ist das älteste und bedeutendste Bauwerk im Dorfkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Gebäude entstand zwischen 1510 und 1513. Archäologische Untersuchungen wiesen mehrere ältere Bauphasen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche besitzt ein schlichtes Langhaus und einen weithin sichtbaren Turm. Ihr Erscheinungsbild wurde durch Renovationen und Umbauten verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen gehört heute zur reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholischen Einwohnerinnen und Einwohner gehören einer regionalen Kirchgemeinde im Knonaueramt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Gottesdienste und kirchliche Angebote finden vor allem in Affoltern am Albis und weiteren Gemeinden der Region statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Dorfkern liegt im Bereich der Kirche, der Oberdorfstrasse und der Zürcherstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten sind Bauernhäuser, ehemalige Kleinbauernhäuser, Scheunen und öffentliche Gebäude aus unterschiedlichen Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Bauten besitzen Fachwerk- oder Bohlenständerkonstruktionen. Die traditionelle Bebauung steht in deutlichem Kontrast zu den neueren Wohnquartieren und Industrieanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche und Burgstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche bildet gemeinsam mit der ehemaligen Burgstelle ein historisches Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mittelalterlichen Burg sind oberirdisch nur geringe Spuren erhalten. Archäologische Untersuchungen und schriftliche Quellen ermöglichen jedoch eine ungefähre Rekonstruktion ihrer Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederverwendung von Burgsteinen beim Kirchenbau verbindet beide Anlagen unmittelbar miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bohlenständerhäuser in der Ismatt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ismatt befindet sich eine Gruppe historischer Bohlenständerbauten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Bauweise werden waagrecht oder senkrecht eingesetzte Holzbohlen von einem tragenden Holzgerüst gehalten. Sie war bei Bauernhäusern und Nebengebäuden der Region verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sogenannte Maienbrunnenhaus wurde 1983 an seinem ursprünglichen Standort im Industriegebiet abgebaut. Die einzelnen Balken wurden nummeriert und anschliessend in der Ismatt wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude steht dort neben einem weiteren Bohlenständerbau aus dem Jahr 1804.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hedinger Weiher ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hedinger Weiher ist eine der bekanntesten Freizeitanlagen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Badeanlage umfasst Liegewiesen, einen Zugang zum Wasser und eine saisonale Gartenwirtschaft. Der alte Baumbestand verleiht dem Gelände einen parkähnlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserhalb der Badesaison dient das Gebiet als Spazier- und Naturerholungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahnhof Hedingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Stationsgebäude erinnert an die Eröffnung der Bahnstrecke von 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehört zu den standardisierten Bahnhofsgebäuden, die entlang der Strecke Zürich–Zug nach Plänen von Jakob Friedrich Wanner errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof und die benachbarten Industrieanlagen dokumentieren den wirtschaftlichen Wandel vom Bauerndorf zur modernen Pendler- und Gewerbegemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenuhr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine lokale Besonderheit ist die Hedinger Kirchenuhr, die der tatsächlichen Zeit um ungefähr drei Minuten vorausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch geht auf einen Gemeindeversammlungsbeschluss zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Einwohnerinnen und Einwohner kamen damals wiederholt zu spät zum Bahnhof und überquerten die Gleise unmittelbar vor einfahrenden Zügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Vorstellen der weithin sichtbaren Kirchenuhr sollten die Reisenden früher aufbrechen und gefährliche Situationen vermeiden. Obwohl der ursprüngliche Zweck entfallen ist, wurde die Zeitabweichung beibehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;besonderheiten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energie und Nachhaltigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedingen besitzt eine lange Tradition bei der Nutzung erneuerbarer Energien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernst Schweizer AG begann in den 1970er-Jahren mit dem Aufbau eines Geschäftsbereichs für Sonnenenergie. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem Anbieter von Solarsystemen und Photovoltaik-Montagelösungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schweizer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere von Rudolf Schmid entworfene Wohngebäude verbinden energieeffiziente Bauweisen mit architektonisch auffälligen Solardächern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein lokales Fernwärmenetz nutzt Holz als erneuerbaren Energieträger. Auch zahlreiche öffentliche Gebäude sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde trägt das Label Energiestadt und verfolgt Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Vereinsleben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vereinsleben umfasst Sport, Musik, Kultur, Jugendangebote, Naturschutz und gesellschaftliche Aktivitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den örtlichen Organisationen gehören Turnvereine, der Gesangverein, Jugendgruppen, Kultur Hedingen, Familienorganisationen und verschiedene politische oder gemeinnützige Vereinigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kultur Hedingen veranstaltet regelmässig Konzerte, Theateraufführungen, Kabarett, Vorträge, Führungen und Exkursionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kulturhedingen.ch/ Kultur Hedingen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sportanlagen, Turnhallen, Waldwege und das Badeareal am Weiher bieten Möglichkeiten für Breiten- und Freizeitsport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lokale &#039;&#039;Dorfzitig&#039;&#039; informiert über Gemeindepolitik, Vereine, Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hedingen verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Johann Heinrich Fäsi&#039;&#039;&#039; (1659–1745), reformierter Geistlicher;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Heinrich Steiger&#039;&#039;&#039; (1776–1842), Textilunternehmer;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robert Schmid&#039;&#039;&#039; (1867–1934), Jurist und Politiker;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hans Wanner&#039;&#039;&#039; (1905–1996), Sprachwissenschaftler und Chefredaktor des [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikons]];&lt;br /&gt;
* [[Karl Alexander Müller]] (1927–2023), Physiker und Nobelpreisträger, Ehrenbürger von Hedingen;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Erich Peter&#039;&#039;&#039; (1935–1996), Jazzmusiker;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thomas Schweizer&#039;&#039;&#039; (* 1955), Politiker;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;René Zeller&#039;&#039;&#039; (1962–2018), Journalist, der in Hedingen lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Administrative Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Politische und administrative Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitraum&lt;br /&gt;
! Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter&lt;br /&gt;
| Grundherrschaft und Niedergericht unter verschiedenen geistlichen und weltlichen Herren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 1415&lt;br /&gt;
| Zürcher Freiamt unter der Herrschaft der Stadt Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 1503&lt;br /&gt;
| Zürcher Vogtei Hedingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. Jahrhundert bis 1798&lt;br /&gt;
| Landvogtei Knonau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798–1803&lt;br /&gt;
| Distrikt Mettmenstetten der Helvetischen Republik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 1803&lt;br /&gt;
| Kanton Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit dem 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Bezirk Affoltern&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Hedingen.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1938, S. 32–34.&lt;br /&gt;
* Peter Ziegler: &#039;&#039;Die Gemeindewappen des Kantons Zürich.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977.&lt;br /&gt;
* Reformierte Kirchgemeinde Hedingen: &#039;&#039;500 Jahre Kirche Hedingen.&#039;&#039; Hedingen 2013.&lt;br /&gt;
* Gemeindeverein Hedingen: &#039;&#039;Gemeindebüchlein Hedingen.&#039;&#039; Hedingen, verschiedene Jahrgänge.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Hedingen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Bernhard Schneider: &#039;&#039;Das Knonaueramt – die Stadt Zürich – die Eidgenossenschaft. 700 Jahre im Überblick.&#039;&#039; Ottenbach 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
* [[Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
* [[Affoltern am Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Bonstetten]]&lt;br /&gt;
* [[Landvogtei Knonau]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Freiamt]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Zürich–Zug]]&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schweizer AG]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Hedingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hedingen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Hedingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.hedingen.ch/portraet/geschichte.html/16 Geschichte der Gemeinde Hedingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.hedingen.ch/portraet/zahlen-fakten.html/15 Zahlen und Fakten]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000005/ Hedingen im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.ref-knonaueramt.ch/kirchenorte/hedingen Reformierte Kirche Hedingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.kulturhedingen.ch/ Kultur Hedingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hedingen|Hedingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1116]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Regensdorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Regensdorf&amp;diff=705"/>
		<updated>2026-07-24T15:38:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Regensdorf&lt;br /&gt;
|BILD = Regensdorf IMG 6615.JPG&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Reformierte Kirche in Regensdorf&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Regensdorf COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Regensdorf 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Furttal]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Dielsdorf&lt;br /&gt;
|BFS = 0096&lt;br /&gt;
|PLZ = 8105 Regensdorf&amp;lt;br /&amp;gt;8106 Adlikon bei Regensdorf&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.43333&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.46667&lt;br /&gt;
|HÖHE = 443&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 14,62&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 20811&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 30. Juni 2026&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.regensdorf.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Regensdorf&#039;&#039;&#039; ist eine politische [[Gemeinde in der Schweiz|Gemeinde]] im [[Bezirk Dielsdorf]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im [[Furttal]] unmittelbar nordwestlich der Stadt [[Zürich]] und gehört zur [[Agglomeration Zürich]]. Zur Gemeinde gehören die drei historisch gewachsenen Ortschaften Regensdorf, [[Watt ZH|Watt]] und [[Adlikon bei Regensdorf|Adlikon]] sowie der Weiler Altburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehr als 20&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt Regensdorf zu den bevölkerungsreichsten Gemeinden des [[Zürcher Unterland]]es. Die Gemeinde ist ein regionales Zentrum für Wohnen, Arbeit, Einkauf, Bildung und öffentliche Dienstleistungen. Neben dicht bebauten Wohn- und Gewerbegebieten besitzt sie mit den [[Katzenseen]], dem Altburghügel, Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen bedeutende Natur- und Erholungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf entwickelte sich im 20. Jahrhundert von einer Gruppe landwirtschaftlich geprägter Dörfer zu einer städtisch geprägten Vorortsgemeinde. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Nähe zu Zürich, den Bahnhof Regensdorf-Watt, die Lage an wichtigen Strassenverbindungen und die Ansiedlung zahlreicher Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf wurde im Jahr 870 erstmals urkundlich als &#039;&#039;&#039;Reganesdorf&#039;&#039;&#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/geschichtefs Die Geschichte von Regensdorf], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsname besteht wahrscheinlich aus dem althochdeutschen Personennamen &#039;&#039;Regin&#039;&#039; und dem Grundwort &#039;&#039;dorf&#039;&#039;. Er kann sinngemäss als «Dorf oder Landgut des Regin» gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Gemeinde ist nicht mit dem nahe gelegenen Städtchen [[Regensberg]] zu verwechseln. Beide Namen stehen jedoch in einem historischen Zusammenhang mit dem mittelalterlichen Geschlecht der [[Regensberg (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Regensberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der einheimischen [[Zürichdeutsch|zürichdeutschen]] Mundart wird Regensdorf als &#039;&#039;Rägedorf&#039;&#039; bezeichnet. Die Gemeinde verwendet in ihrer öffentlichen Kommunikation teilweise auch die Kurzform &#039;&#039;Rägi&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf liegt rund zehn Kilometer nordwestlich des Zürcher Stadtzentrums. Das Gemeindegebiet umfasst 14,62 Quadratkilometer und erstreckt sich über einen grossen Teil der Breite des Furttals. Die mittlere Höhenlage beträgt ungefähr 443 Meter über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;portraet&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/portraitmain Herzlich willkommen in Regensdorf], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Furttal bildet eine langgestreckte Senke zwischen dem [[Lägern|Lägernhang]] im Norden und den bewaldeten Hügelzügen von Gubrist und Hönggerberg im Süden. Durch das Tal fliesst der [[Furtbach]], der bei [[Würenlos]] in die [[Limmat]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südöstliche Teil des Gemeindegebiets reicht bis an die Katzenseen. Im Süden steigt das Gelände gegen den Gubrist an. Nördlich des Furtbachs liegen die Ortschaften Watt und Adlikon, während das Hauptsiedlungsgebiet von Regensdorf überwiegend südlich und östlich des Baches liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf grenzt an folgende Gemeinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Buchs ZH|Buchs]]&lt;br /&gt;
* [[Dällikon]]&lt;br /&gt;
* [[Niederhasli]]&lt;br /&gt;
* [[Rümlang]]&lt;br /&gt;
* [[Oberengstringen]]&lt;br /&gt;
* [[Unterengstringen]]&lt;br /&gt;
* [[Weiningen ZH|Weiningen]]&lt;br /&gt;
* die Stadt [[Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenze zur Stadt Zürich verläuft unter anderem im Gebiet der Katzenseen und des Zürcher Quartiers [[Affoltern (Stadt Zürich)|Affoltern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde besteht aus drei grösseren Ortschaften und mehreren kleineren Siedlungsgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gemeindeteil&lt;br /&gt;
! Postleitzahl&lt;br /&gt;
! Charakter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Regensdorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8105&lt;br /&gt;
| Hauptort mit Gemeindezentrum, Bahnhof, Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Watt ZH|Watt]]&lt;br /&gt;
| 8105&lt;br /&gt;
| Historisches Dorf nördlich des Furtbachs mit Wohnquartieren und Landwirtschaftsflächen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Adlikon bei Regensdorf|Adlikon]]&lt;br /&gt;
| 8106&lt;br /&gt;
| Dorf im nordöstlichen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Altburg&lt;br /&gt;
| 8105&lt;br /&gt;
| Weiler bei der Ruine Alt-Regensberg und den Katzenseen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Dörfer führten über Jahrhunderte ein weitgehend eigenständiges Gemeinschaftsleben. Heute sind ihre Siedlungsgebiete teilweise zusammengewachsen, doch die historischen Dorfkerne und die lokalen Identitäten sind weiterhin erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katzenseen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Katzenseen liegen teilweise auf dem Gebiet von Regensdorf und teilweise auf dem Gebiet der Stadt Zürich. Sie bestehen aus dem Oberen und dem Unteren Katzensee und sind von Mooren, Feuchtwiesen, Riedflächen und Wäldern umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet gehört zu den bedeutenden Naturlandschaften am Rand der Stadt Zürich. Es dient als Lebensraum für seltene Pflanzen, Amphibien, Vögel und zahlreiche weitere Tierarten. Die Seen und ihre Umgebung stehen unter kantonalem Schutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;katzensee&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/naturschutz/naturschutzgebiete.html Naturschutzgebiete im Kanton Zürich], Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig sind die Katzenseen ein stark besuchtes Naherholungsgebiet. Rundwege, Waldwege und öffentliche Badeplätze machen das Gebiet zu einem beliebten Ziel für die Bevölkerung von Regensdorf, Zürich und den umliegenden Gemeinden. Die Freizeitnutzung wird durch Schutzbestimmungen eingeschränkt, damit empfindliche Lebensräume erhalten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altburghügel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Regensdorf und den Katzenseen erhebt sich der Altburghügel. Auf ihm befinden sich die Überreste der Burg Alt-Regensberg, die auch als Altburg bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sonnigen Hänge wurden früher teilweise für den Rebbau genutzt. Heute befinden sich dort Trockenwiesen, Gebüsche und ökologisch wertvolle Lebensräume. Der Kanton Zürich wertet ehemalige Rebflächen am Altburghügel auf, um seltene Arten trockener Standorte zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/naturschutz/biodiversitaetsfoerderung/projekte/naturschutz-projekte/altburg.html Naturschutzprojekt Altburg], Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 2026 betrug der statistische Einwohnerbestand von Regensdorf 20&#039;811 Personen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung lag bei 37,36 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/_doc/7102618 Einwohnerstatistik per 30. Juni 2026], Gemeinde Regensdorf, 7. Juli 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung verteilt sich auf Regensdorf, Watt, Adlikon und die neueren Wohnquartiere. Die Gemeinde weist aufgrund ihrer Nähe zur Stadt Zürich, des grossen Arbeitsplatzangebots und der guten Verkehrsanbindung eine international zusammengesetzte Bevölkerung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 19. Jahrhundert lebten in den drei Dörfern nur wenige hundert Menschen. Ein stärkeres Wachstum setzte mit dem Eisenbahnbau, der Trockenlegung von Teilen des Furttals und der Ansiedlung erster Industriebetriebe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark nahm die Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu. Landwirtschaftsflächen in Bahnhofsnähe und zwischen den historischen Dorfkernen wurden mit Wohnhäusern, Gewerbebauten und öffentlichen Einrichtungen überbaut. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts wächst Regensdorf vor allem durch die Verdichtung bestehender Quartiere und die Entwicklung ehemaliger Gewerbe- und Industrieareale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen, dass das Furttal bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt oder zumindest regelmässig genutzt wurde. Die fruchtbaren Böden, die Gewässer und die geschützte Tallage boten günstige Bedingungen für Landwirtschaft, Jagd und Fischfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit führte eine regionale Verkehrsverbindung durch das Furttal. In der Umgebung bestanden landwirtschaftliche Gutshöfe, die Zürich, das damalige Turicum, und weitere Siedlungen mit Nahrungsmitteln versorgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Herrschaft entstanden im Frühmittelalter alemannische Höfe und Siedlungen. Aus ihnen entwickelten sich die Dörfer Regensdorf, Watt und Adlikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Erwähnungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf wurde 870 als &#039;&#039;Reganesdorf&#039;&#039; erstmals schriftlich erwähnt. Watt erscheint 931 in einer Urkunde. Adlikon wird wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erstmals genannt, wobei frühe Belege nicht immer eindeutig vom gleichnamigen Ort im Zürcher Weinland unterschieden werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/articles/000076 Regensdorf], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit besassen verschiedene Klöster und kirchliche Stiftungen Grundbesitz in der Region. Die Dörfer bestanden aus Bauernhöfen, deren Bewohner Ackerbau, Viehzucht, Waldwirtschaft und teilweise Rebbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiherren von Regensberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11. und 12. Jahrhundert stand die Region unter dem Einfluss der Freiherren von Regensberg. Ein Angehöriger der Familie errichtete um die Mitte des 11. Jahrhunderts auf einem Moränenhügel bei den Katzenseen eine Burg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anlage war der ursprüngliche Stammsitz des Adelsgeschlechts. Nach der Gründung des Städtchens Regensberg an der [[Lägern]] wurde die ältere Burg als &#039;&#039;&#039;Alt-Regensberg&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Im örtlichen Sprachgebrauch setzte sich der Name &#039;&#039;&#039;Altburg&#039;&#039;&#039; durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiherren von Regensberg gehörten im Hochmittelalter zu den bedeutenden Adelsfamilien im Gebiet zwischen [[Rhein]], Limmat und Zürichsee. Sie verfügten über Burgen, Städte, Grundbesitz und Gerichtsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem politischen und wirtschaftlichen Niedergang des Geschlechts gelangte die Burg Alt-Regensberg an wechselnde Besitzer. Sie verlor ihre militärische und administrative Bedeutung und zerfiel allmählich. Die erhaltenen Ruinen befinden sich heute im Besitz des Kantons Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichtsherrschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaftsverhältnisse in den Dörfern waren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit auf verschiedene Besitzer verteilt. Die niedere Gerichtsbarkeit über Regensdorf und Watt gehörte zeitweise zur Herrschaft Alt-Regensberg. In Adlikon und Teilen des Regensdorfer Oberdorfs besass das [[Kloster Wettingen]] Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meierhof in Regensdorf bildete seit dem späten 14. Jahrhundert einen eigenen Gerichtsbezirk. Verschiedene Zürcher Bürgerfamilien gelangten in den Besitz örtlicher Herrschaftsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem zunehmenden Einfluss der Stadt Zürich wurde das Gebiet in die Zürcher Landesverwaltung eingegliedert. Regensdorf bildete den Mittelpunkt einer Obervogtei, zu der zeitweise mehrere Dörfer des Furttals gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation in Zürich]] nahm die Bevölkerung in den 1520er-Jahren den reformierten Glauben an. Kirchliche Besitzverhältnisse und die Gemeindefürsorge wurden neu geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Regensdorf bestanden seit dem Mittelalter zwei nahe beieinanderliegende Kirchen beziehungsweise Kapellen. Dadurch bildeten sich die Dorfteile Vorderdorf und Hinterdorf heraus. Die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche wurde zum Zentrum der reformierten Kirchgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der politischen Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] wurden die alten Herrschaftsrechte 1798 aufgehoben. Regensdorf, Watt und Adlikon wurden zu einer politischen Gemeinde zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheren Dorfgemeinschaften bestanden jedoch als Zivilgemeinden weiter. Sie verwalteten unter anderem lokale Wasserversorgungen, Flurwege, Wald- und Gemeindegüter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Watt und Adlikon behielten ihre Zivilgemeinden bis zum Ende des Jahres 2009. Seit 2010 werden deren frühere Aufgaben durch die politische Gemeinde oder andere öffentliche Körperschaften erfüllt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;politik&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/polfuehrung Politische Führung], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwässerung und Eisenbahnbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grosse Teile der Furttalebene waren früher feucht oder versumpft. Der Furtbach trat regelmässig über die Ufer, und viele Flächen konnten nur eingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Furtbach korrigiert und tiefer gelegt. Entwässerungskanäle und Meliorationen machten zusätzliche Flächen für Landwirtschaft, Siedlungen und Gewerbe nutzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1877 wurde die Eisenbahnstrecke durch das Furttal eröffnet. Der Bahnhof Regensdorf-Watt verbesserte die Verbindung nach Zürich und Baden und erleichterte den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Industriegütern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung des Bahnhofs entstanden erste Fabriken, Lagerhäuser und Gewerbebetriebe. Die Bahn leitete damit den langfristigen Wandel von der Bauern- zur Industrie- und Vorortsgemeinde ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strafanstalt Regensdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Wende zum 20. Jahrhundert errichtete der Kanton Zürich in Regensdorf eine neue Strafanstalt. Die 1901 eröffnete Anlage ersetzte die frühere kantonale Strafanstalt im ehemaligen Kloster Oetenbach in der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau brachte zahlreiche neue Arbeitsplätze und führte zum Zuzug von Angestellten und ihren Familien. Die Strafanstalt wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil der örtlichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Anlage wurde im späten 20. Jahrhundert ersetzt. Die 1995 eröffnete [[Justizvollzugsanstalt Pöschwies]] verfügt über 399 Plätze und ist die grösste Justizvollzugsanstalt der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;poeschwies&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/justizvollzugsanstalt-poeschwies.html Justizvollzugsanstalt Pöschwies], Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum nach 1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine starke bauliche und wirtschaftliche Entwicklung ein. Regensdorf profitierte von seiner Nähe zu Zürich, den verfügbaren Flächen im Furttal und der zunehmenden Motorisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden zwischen den alten Dorfkernen, am Bahnhof und in Richtung Katzensee. Gleichzeitig wurden grössere Industrie- und Gewerbezonen erschlossen. Die Bevölkerungszahl vervielfachte sich innerhalb weniger Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die neuen öffentlichen und wirtschaftlichen Funktionen zu bündeln, entstand ein modernes Gemeindezentrum mit Verwaltung, Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsbetrieben. Regensdorf entwickelte sich zum wichtigsten Versorgungs- und Arbeitsplatzschwerpunkt des Furttals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts liegt der Schwerpunkt der räumlichen Entwicklung auf der Verdichtung bereits bebauter Gebiete. Besonders bedeutend ist das Gebiet nördlich des Bahnhofs Regensdorf-Watt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das langfristige Projekt &#039;&#039;&#039;Zukunft Bahnhof Nord&#039;&#039;&#039; sieht auf früheren Gewerbe- und Industrieflächen ein neues, gemischt genutztes Quartier vor. Das Gebiet bietet Platz für insgesamt rund 6500 Einwohnerinnen, Einwohner und Arbeitsplätze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bahnhofnord&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/bahnhofnord Bahnhof Nord], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den ersten grossen Teilprojekten gehört das Areal &#039;&#039;&#039;Zwhatt&#039;&#039;&#039;. Dort entstehen Wohnungen, Gewerberäume, öffentliche Freiräume und mehrere Hochhäuser. Die Entwicklung soll das Bevölkerungswachstum auf ein gut erschlossenes Gebiet konzentrieren und die historischen Dorfkerne von zusätzlicher Zersiedelung entlasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Silber drei blaue Pfähle, überdeckt von einem roten Balken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht auf das Zeichen der Freiherren von Regensberg zurück. Ihr Schild war mehrfach von Silber und Blau gespalten. Später wurde das Motiv um einen roten Querbalken ergänzt und als Wappen der Zürcher Obervogtei Regensdorf verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Darstellung des Wappens befindet sich über dem Südportal der reformierten Kirche. Der Gemeinderat bestätigte die heutige Form am 15. Dezember 1926.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf ist nach dem Recht des Kantons Zürich als politische Gemeinde organisiert. Oberstes gesetzgebendes Organ ist die Gemeindeversammlung. Ihr gehören alle stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung entscheidet unter anderem über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Budget und die Jahresrechnung&lt;br /&gt;
* den kommunalen Steuerfuss&lt;br /&gt;
* grössere Investitionen und Bauprojekte&lt;br /&gt;
* kommunale Verordnungen&lt;br /&gt;
* Grundstücksgeschäfte&lt;br /&gt;
* Änderungen der Bau- und Zonenordnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der siebenköpfige Gemeinderat. Seine Mitglieder werden für eine vierjährige Amtsdauer im Majorzwahlverfahren gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;politik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2018 bilden die politische Gemeinde und die Primarschule eine Einheitsgemeinde. Die Schulbehörden und die Gemeindeverwaltung sind damit Teil derselben kommunalen Organisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf gehört zum Bezirk Dielsdorf. Das Bezirksgericht, das Statthalteramt und die Bezirksratskanzlei befinden sich im Bezirkshauptort [[Dielsdorf ZH|Dielsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Zürcher Unterland. Die Gewerbe- und Industriegebiete konzentrieren sich insbesondere beidseits der Bahnlinie, rund um den Bahnhof Regensdorf-Watt und entlang der wichtigsten Strassenachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Gemeindedaten von 2020 bestanden 1305 Arbeitsstätten mit insgesamt 11&#039;313 Beschäftigten. Daneben wurden noch 19 Landwirtschaftsbetriebe gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/zahlenundfakten Zahlen und Fakten], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftsstruktur umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handel und Logistik&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Metallindustrie&lt;br /&gt;
* Bau- und Ausbaugewerbe&lt;br /&gt;
* Informations- und Kommunikationstechnik&lt;br /&gt;
* Unternehmensdienstleistungen&lt;br /&gt;
* Hotellerie und Gastronomie&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen&lt;br /&gt;
* kantonale und kommunale Einrichtungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einkaufszentrum im Zentrum von Regensdorf versorgt auch die Bevölkerung der umliegenden Furttaler Gemeinden. Weitere Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe befinden sich im alten Dorfkern, am Bahnhof und in den Gewerbezonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft spielt flächenmässig weiterhin eine Rolle, insbesondere bei Watt und Adlikon. Zu den wichtigsten Nutzungen gehören Ackerbau, Futterbau, Viehwirtschaft und der Anbau landwirtschaftlicher Spezialkulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Regensdorf-Watt]] liegt an der Furttallinie zwischen Zürich-Oerlikon und Baden. Er wird von Zügen der [[S-Bahn Zürich]] bedient und bietet direkte Verbindungen in Richtung Zürich sowie ins Aargauer Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist der wichtigste Verkehrsknoten der Gemeinde. Mehrere Buslinien, Veloabstellanlagen, Park-and-Ride-Plätze und weitere Mobilitätsangebote ergänzen den Bahnverkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/bahnhoefe/bahnhof-finden/bahnhof.3526.regensdorf-watt.html Bahnhof Regensdorf-Watt], Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Quartiers Bahnhof Nord soll die Bedeutung des Bahnhofs weiter erhöhen und mehr Einwohnerinnen, Einwohner und Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe des öffentlichen Verkehrs ansiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Buslinien verbinden Regensdorf, Watt und Adlikon miteinander. Weitere Verbindungen führen unter anderem nach Zürich-Affoltern, Zürich-Oerlikon, Dielsdorf, Buchs, Dällikon und in benachbarte Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinien sind in den [[Zürcher Verkehrsverbund]] integriert. Der Bahnhof Regensdorf-Watt und das Gemeindezentrum bilden die wichtigsten Umsteigepunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wehntalerstrasse verbindet Regensdorf mit Zürich und dem [[Wehntal]]. Weitere Hauptstrassen führen durch das Furttal in Richtung Baden, Dielsdorf und Bülach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der näheren Umgebung befinden sich Anschlüsse an die Autobahnen [[Autobahn A1|A1]] und [[Autobahn A4 (Schweiz)|A4]]. Dadurch sind Zürich, der [[Flughafen Zürich]], das Limmattal und die übrige Nordostschweiz gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Siedlungs- und Arbeitsplatzentwicklung führt zu einer hohen Verkehrsbelastung. Gemeinde und Kanton verfolgen deshalb Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, des Fuss- und Veloverkehrs sowie zur Aufwertung der Strassenräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primarschule ist seit 2018 Bestandteil der Einheitsgemeinde Regensdorf. In den Gemeindeteilen bestehen mehrere Kindergärten und Primarschulanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Sekundarstufe arbeitet Regensdorf mit Buchs und Dällikon zusammen. Die Sekundarschulgemeinde Regensdorf–Buchs–Dällikon führt die Schulen der Oberstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen, Berufsfachschulen und Hochschulen befinden sich in Zürich, Dielsdorf, Bülach und weiteren Orten der Region. Dank der guten Verkehrsverbindungen sind diese Bildungsstandorte schnell erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur örtlichen Bildungs- und Kulturinfrastruktur gehören ausserdem Bibliotheken, Musikunterricht, schulergänzende Betreuung und Angebote der Erwachsenenbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Regensdorf bestehen evangelisch-reformierte, römisch-katholische und neuapostolische Kirchgemeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/kirchenthema Kirchen in Regensdorf], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfkern von Regensdorf. Eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Sie entwickelte sich später zur Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bau entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Über dem Südportal befindet sich eine historische Darstellung des Regensdorfer Gemeindewappens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirchgemeinde gehört heute zur Kirchgemeinde Furttal, die mehrere Gemeinden der Region umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche St. Mauritius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Kirche St. Mauritius entstand im 20. Jahrhundert, nachdem die katholische Bevölkerung infolge der Industrialisierung und des starken Zuzugs deutlich gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrei betreut katholische Gläubige aus Regensdorf und Teilen der umliegenden Region. Neben Gottesdiensten organisiert sie soziale, kulturelle und gemeinschaftliche Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf besitzt mehrere historische Dorfkerne, kirchliche Bauten, Bauernhäuser und archäologische Stätten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ruine Alt-Regensberg auf dem Altburghügel&lt;br /&gt;
* die reformierte Kirche im alten Dorfkern&lt;br /&gt;
* die historischen Dorfkerne von Regensdorf, Watt und Adlikon&lt;br /&gt;
* die Katzenseen und ihre geschützte Moorlandschaft&lt;br /&gt;
* traditionelle Bauern- und Wohnhäuser&lt;br /&gt;
* der Weiler Altburg&lt;br /&gt;
* die modernen Bauten des Gemeindezentrums&lt;br /&gt;
* die Justizvollzugsanstalt Pöschwies als bedeutende Anlage des schweizerischen Strafvollzugs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Gemeinde und des Furttals wird unter anderem von der Heimatkundlichen Vereinigung Furttal erforscht. Eine ausführliche Dorfchronik behandelt die Entwicklung von Regensdorf, Watt und Adlikon von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/dienstleistungen/55336 Dorfchronik «Regensdorf, Watt und Adlikon – eine Dorfgeschichte»], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über Sporthallen, Fussballplätze, Tennisanlagen, Schulschwimmanlagen und weitere Einrichtungen für den Vereins- und Breitensport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Sportzentrum ist die Anlage Wisacher. Sie wird von Schulen, Vereinen und der Bevölkerung genutzt. Zahlreiche Sportvereine bieten unter anderem Fussball, Turnen, Leichtathletik, Tennis, Kampfsport und weitere Aktivitäten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Naherholungsgebieten gehören die Katzenseen, die Wälder am Gubrist, der Altburghügel und die Wege entlang des Furtbachs. Ein regionales Netz von Wander- und Velowegen verbindet Regensdorf mit Zürich, dem Wehntal, dem Limmattal und den übrigen Gemeinden des Furttals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Regensdorf verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Brun]] (um 1290–1360), erster Bürgermeister der Stadt Zürich, zeitweise Besitzer von Rechten in der Herrschaft Alt-Regensberg&lt;br /&gt;
* [[Hans Waldmann]] (1435–1489), Zürcher Bürgermeister und zeitweiliger Inhaber der Herrschaft Alt-Regensberg&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Rüttimann]] (1813–1876), Rechtswissenschaftler und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Jakob Stucki]] (1924–2006), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hans Rutschmann]] (* 1947), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schibli]] (* 1952), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Daniel Jositsch]] (* 1965), Rechtswissenschaftler und Politiker, in Regensdorf aufgewachsen&lt;br /&gt;
* [[Nico Elvedi]] (* 1996), Fussballspieler, in Regensdorf aufgewachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1943.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Regensdorf.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Markus Brühlmeier: &#039;&#039;Regensdorf, Watt und Adlikon. Eine Dorfgeschichte.&#039;&#039; Chronos Verlag, Zürich 2017.&lt;br /&gt;
* Regula Crottet, Anika Kerstan, Philipp Zwyssig: &#039;&#039;Der Bezirk Dielsdorf.&#039;&#039; Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Neue Ausgabe, Band VII. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Furttal]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
* [[Katzenseen]]&lt;br /&gt;
* [[Regensberg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.regensdorf.ch Offizielle Website der Gemeinde Regensdorf]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/articles/000076 Regensdorf im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/justizvollzugsanstalt-poeschwies.html Justizvollzugsanstalt Pöschwies]&lt;br /&gt;
* [https://www.regensdorf.ch/bahnhofnord Entwicklungsgebiet Bahnhof Nord]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Regensdorf|Regensdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Regensdorf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Furttal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 870]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Weiningen_ZH&amp;diff=704</id>
		<title>Weiningen ZH</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Weiningen_ZH&amp;diff=704"/>
		<updated>2026-07-24T15:38:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Weiningen&lt;br /&gt;
|BILD = Weiningen02.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Weiningen mit Rebbergen und historischem Dorfkern&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Weiningen COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Weiningen 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Dietikon&lt;br /&gt;
|BFS = 0251&lt;br /&gt;
|PLZ = 8104 Weiningen&amp;lt;br /&amp;gt;8951 Fahrweid&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.421103&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.435556&lt;br /&gt;
|HÖHE = 413&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 5,38&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 5108&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.weiningen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiningen&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt am Nordrand des [[Limmattal]]s, ungefähr zehn Kilometer nordwestlich des Zürcher Stadtzentrums. Zur Gemeinde gehören das historische Weinbauerndorf Weiningen und der in der Ebene nahe der [[Limmat]] gelegene Ortsteil Fahrweid-Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen ist besonders für seine ausgedehnten Rebberge bekannt. Trotz seiner Lage innerhalb der dicht besiedelten [[Agglomeration Zürich]] hat das Hauptdorf einen vergleichsweise ländlichen Charakter bewahrt. Landwirtschaftsflächen, Rebhänge und Wälder umgeben den historischen Ortskern. Fahrweid-Weiningen unterscheidet sich davon durch seine städtischere Siedlungsstruktur und die enge räumliche Verbindung mit [[Dietikon]], [[Geroldswil]] und [[Unterengstringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde wurde am 8. Februar 870 als &#039;&#039;Winigon&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist entgegen einer verbreiteten Annahme nicht vom Weinbau abgeleitet, sondern geht wahrscheinlich auf den alemannischen Personennamen &#039;&#039;Wini&#039;&#039; oder &#039;&#039;Wino&#039;&#039; zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/geschichte Gemeinde Weiningen: Winigon wird zu Weiningen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Weiningen gehört zur Gruppe der alemannischen Ortsnamen mit der Endung &#039;&#039;-ingen&#039;&#039;. Solche Namen bezeichnen gewöhnlich die Angehörigen oder Nachkommen einer bestimmten Person. &#039;&#039;Winigon&#039;&#039; kann demnach als «bei den Angehörigen des Wini oder Wino» gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweizerdeutsche Ortsbezeichnung lautet &#039;&#039;Wiinige&#039;&#039;. Der Zusatz &#039;&#039;&#039;ZH&#039;&#039;&#039; ist kein Bestandteil des amtlichen Gemeindenamens. Er dient in Verzeichnissen und enzyklopädischen Werken zur Unterscheidung von [[Weiningen TG]] im [[Kanton Thurgau]] und weiteren ähnlich benannten Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Schreibweise Weiningen ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. Die Ähnlichkeit mit dem Wort &#039;&#039;Wein&#039;&#039; passt zwar zur ausgeprägten Weinbautradition der Gemeinde, ist sprachgeschichtlich jedoch zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen liegt auf der rechten Seite des Limmattals zwischen der Limmat im Süden und den bewaldeten Höhen von Gubrist und Altberg im Norden. Das Hauptdorf befindet sich auf einer Geländeterrasse oberhalb der Talebene. Die Rebberge erstrecken sich an den sonnigen Hängen zwischen dem Dorf, dem Gubrist und dem Gebiet Hasleren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet reicht von den Höhenzügen am Übergang zum [[Furttal]] bis in die dicht besiedelte Limmatebene. Der Höhenbereich erstreckt sich von ungefähr 381 Metern an der Limmat bis auf rund 631 Meter in den bewaldeten Höhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind [[Dällikon]], [[Regensdorf]], Unterengstringen, Geroldswil, [[Oetwil an der Limmat]] und Dietikon. Im Osten liegt die Stadtgrenze von Zürich nur wenige Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gemeindefläche entfällt ein grosser Teil auf Wald und Landwirtschaft. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf Weiningen-Dorf, Fahrweid und die Gebiete entlang der Autobahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde gliedert sich in zwei deutlich unterschiedliche Siedlungsräume:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ortsteile der Gemeinde Weiningen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ortsteil&lt;br /&gt;
! Postleitzahl&lt;br /&gt;
! Charakter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Weiningen-Dorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8104&lt;br /&gt;
| Historisches Weinbauerndorf mit Kirche, Schlössli, Bauernhäusern, Rebbergen und kommunalen Einrichtungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fahrweid-Weiningen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8951&lt;br /&gt;
| Dicht bebauter Ortsteil in der Limmatebene mit Wohnquartieren, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und unmittelbarer Nähe zu Dietikon&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen-Dorf zählt rund 2&#039;700 Einwohnerinnen und Einwohner. Das Dorf ist von den Rebbergen an Hasleren und Gubrist sowie vom landwirtschaftlich genutzten Weiningerfeld umgeben. Der historische Ortskern ist im kantonalen Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder verzeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ortsteile&amp;quot;&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/portraitdorf Gemeinde Weiningen: Weiningen-Dorf und Fahrweid], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fahrweid bildet ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet, das politisch auf Weiningen und Geroldswil verteilt ist. Der Weininger Teil zählt mehr als 2&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeindegrenze ist im Ortsbild kaum erkennbar und verläuft teilweise durch Strassenzüge und Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil besitzt mit 8951 eine eigene Postleitzahl. Er liegt nahe dem Bahnhof Dietikon und ist durch Buslinien mit den umliegenden Gemeinden verbunden. Zur örtlichen Infrastruktur gehören Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Einkaufsmöglichkeiten und das Quartierzentrum Föhrewäldli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Landschaftsbild Weiningens wird durch den Gegensatz zwischen der urbanen Limmatebene und den ländlichen Hanglagen bestimmt. Während Fahrweid Teil des weitgehend zusammenhängenden Siedlungsbands zwischen Zürich und Dietikon ist, vermitteln das Hauptdorf und die nördlichen Gemeindegebiete einen dörflichen Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebhänge bilden eines der auffälligsten Landschaftselemente. Oberhalb der Reben schliessen Landwirtschaftsflächen und Waldgebiete an. Die Wälder des Gubrists und des Altbergs dienen der Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weiningerfeld ist eine offene Kulturlandschaft zwischen Weiningen und den benachbarten Gemeinden. Es wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt und bildet einen wichtigen Freiraum innerhalb der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länggenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Weiningen fliesst der Länggenbach. Sein Oberlauf entspringt im Gebiet zwischen Gubrist und Altberg am Übergang zum Furttal und wird dort teilweise als Trüebbach bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bach durchquert das Hauptdorf und fliesst anschliessend in Richtung Limmatebene. Teile seines Laufs wurden im Zuge der Siedlungsentwicklung verbaut oder eingedolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwasserschutz, ökologische Aufwertung und die Pflege der Uferbereiche gehören zu den Aufgaben der Gemeinde und des Kantons. Wo es die räumlichen Verhältnisse erlauben, werden naturnähere Bachabschnitte angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmat und Fahrweid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat verläuft südlich des Gemeindegebiets. Die Fahrweid liegt in der flachen Talebene nahe dem Fluss und den Verkehrsanlagen von Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmatufer bildet ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Wege entlang des Flusses werden zum Spazieren, Joggen und Velofahren genutzt. Auenwaldreste, Ufergehölze und Grundwassergebiete besitzen ökologische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmatebene war früher regelmässig von Hochwasser betroffen. Flusskorrektionen, Dämme und Entwässerungsanlagen ermöglichten im 19. und 20. Jahrhundert eine intensivere Nutzung und Bebauung des Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsanlagen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet wird von bedeutenden überregionalen Verkehrsanlagen durchquert. Beim Limmattaler Kreuz treffen die [[Autobahn A1]] und die [[Autobahn A4 (Schweiz)|Autobahn A4]] aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gubristtunnel der Zürcher Nordumfahrung führt durch den südöstlichen Teil des Gubrists. Autobahnen, Tunnelportale und Zufahrtsstrassen prägen Teile des Gemeindegebiets und verursachen Lärm- und Umweltbelastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig verfügt Weiningen dadurch über eine gute Strassenanbindung an Zürich, den Flughafen, das Furttal, den Aargau und die Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und erste Erwähnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus der Umgebung weisen auf eine Besiedlung des Limmattals seit vorgeschichtlicher Zeit hin. Die fruchtbaren Böden, Wasserläufe und sonnigen Hänge boten günstige Bedingungen für Landwirtschaft und Viehhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Zeit verliefen bedeutende Verkehrswege durch das Limmattal. In der näheren Umgebung bestanden Gutshöfe, Siedlungen und Strassenverbindungen zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, und [[Vindonissa]], dem heutigen Windisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft entstanden alemannische Siedlungen. Weiningen wurde am 8. Februar 870 unter dem Namen &#039;&#039;Winigon&#039;&#039; erstmals in einer Urkunde genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundbesitz und Herrschaftsrechte waren im Mittelalter auf verschiedene Adlige, Klöster und freie Bauern verteilt. Der Kirchensatz der Pfarrkirche St. Peter gehörte zunächst den Freiherren von Regensberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Verhältnisse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrei Weiningen umfasste im Mittelalter ein grösseres Gebiet. Zu ihr gehörte zeitweise auch das im 13. Jahrhundert gegründete und später zerstörte Städtchen [[Glanzenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 12. Jahrhundert gelangten kirchliche Rechte an das [[Kloster Fahr]]. Das Benediktinerinnenkloster besass im Limmattal umfangreichen Grundbesitz und übte wirtschaftlichen sowie kirchlichen Einfluss aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weininger Kirche blieb über Jahrhunderte eng mit dem Kloster Fahr verbunden. Nach der Einführung der Reformation im Zürcher Einflussgebiet wurde die Gemeinde reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiherren von Regensberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiherren von Regensberg gehörten im Hochmittelalter zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern der Region. Sie besassen Land, Vogteien und kirchliche Rechte im Limmattal, Furttal und Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 14. Jahrhunderts verloren sie einen grossen Teil ihres Besitzes. Rechte und Güter gelangten unter anderem an die Klöster Fahr und Wettingen sowie an städtische Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang der Regensberger und der wachsende Einfluss Zürichs veränderten die Herrschaftsverhältnisse im gesamten Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichtsherrschaft Weiningen-Oetwil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerichtsherrschaft Weiningen-Oetwil umfasste Weiningen, Oberengstringen, Unterengstringen, Geroldswil und Oetwil an der Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1435 gelangten die niederen Gerichtsrechte an die Zürcher Familie Meyer von Knonau. Sie übte die Gerichtsherrschaft bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gerichtsherr war unter anderem für Zivilstreitigkeiten, kleinere Straftaten, Erbschaftsfragen, Grundstücksgeschäfte und die lokale Verwaltung zuständig. Die hohe Gerichtsbarkeit, insbesondere bei schweren Verbrechen und Todesurteilen, lag bei der eidgenössischen [[Grafschaft Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schlössli Weiningen diente der Familie Meyer von Knonau als Land- und Gerichtsherrensitz. Es erinnert bis heute an die besondere politische Stellung der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung des Aargaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1415 eroberten die Eidgenossen grosse Teile des habsburgischen Aargaus. Das Limmattal wurde dadurch in neue Herrschaftsgebiete aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen gehörte hochgerichtlich zur gemeinsam verwalteten Grafschaft Baden. Gleichzeitig wuchs der Einfluss der Stadt Zürich auf die östlichen Gebiete des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geteilten Herrschaftsverhältnisse blieben bis 1798 bestehen. Örtliche Niedergerichtsherren, die Grafschaft Baden, Klöster und die Stadt Zürich besassen gleichzeitig unterschiedliche Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1520er-Jahren setzte Zürich die Reformation auch in Weiningen und den umliegenden Gemeinden durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gottesdienst wurde nach reformierten Grundsätzen neu gestaltet. Altäre, Heiligenbilder und andere Elemente der katholischen Liturgie wurden entfernt oder verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das benachbarte Kloster Fahr wurde vorübergehend aufgehoben. Es nahm das klösterliche Leben später wieder auf und blieb katholisch, während Weiningen reformiert blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konfessionelle Grenze zwischen den reformierten Zürcher Gemeinden und den katholischen Besitzungen des Klosters Fahr prägte die Region über Jahrhunderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit in das 20. Jahrhundert lebte ein grosser Teil der Bevölkerung von Landwirtschaft und Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau, Viehhaltung, Obstbau und Waldwirtschaft ergänzten den Rebbau. Viele Familien besassen kleinere Rebparzellen und verarbeiteten ihre Trauben in gemeinschaftlichen oder privaten Trotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen verfügte früher über zahlreiche Trotten. Diese Gebäude dienten dem Pressen der Trauben und waren wichtige Treffpunkte während der Weinlese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau wurde wiederholt durch Frost, Hagel, Pflanzenkrankheiten und wirtschaftliche Krisen beeinträchtigt. Im 19. Jahrhundert führten Mehltau und Reblaus sowie die Konkurrenz importierter Weine zu einem Rückgang der Rebflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu vielen anderen Gemeinden wurde der Weinbau in Weiningen jedoch nie vollständig aufgegeben. Er blieb ein bestimmender Bestandteil von Landschaft, Wirtschaft und lokaler Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und moderne Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] wurden die alten Gerichts- und Untertanenverhältnisse 1798 aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen gehörte von 1798 bis 1803 zum helvetischen Distrikt Regensdorf. Die Einwohner erhielten grundsätzlich gleiche politische Rechte, mussten aber zugleich Einquartierungen, Abgaben und wirtschaftliche Belastungen tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Mediationsakte]] von 1803 wurde Weiningen dem Bezirk Zürich zugeteilt. Die moderne politische Gemeinde entwickelte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bildung des Bezirks Dietikon wechselte Weiningen 1989 vom Bezirk Zürich in den neu geschaffenen Bezirk Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmattal-Strassenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Verbesserung der Verkehrsverbindungen brachte die [[Limmattal-Strassenbahn]]. Von 1901 bis 1931 bestand eine Zweigstrecke von Schlieren nach Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elektrische Strassenbahn erleichterte den Personen- und Güterverkehr und verband das Dorf enger mit Schlieren und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten und der zunehmenden Konkurrenz durch Busse und Automobile wurde die Strecke eingestellt. Der öffentliche Verkehr wurde danach durch Autobusse übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der Fahrweid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrweid war bis ins frühe 20. Jahrhundert eine weitgehend landwirtschaftlich genutzte Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Flusskorrektionen, Entwässerung und dem Ausbau der Verkehrswege entstanden erste Gewerbe- und Wohnbauten. Der eigentliche Ausbau zum Wohnquartier setzte in den 1950er- und 1960er-Jahren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfamilienhäuser, Schulen, Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten veränderten das Gebiet grundlegend. Die Einwohnerzahl der Gemeinde nahm stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Gemeindegrenze zwischen Weiningen und Geroldswil durch das Siedlungsgebiet verläuft, entwickelte sich Fahrweid als gemeinsamer Ort mit zwei politischen Zugehörigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobahnbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Autobahn A1 im Jahr 1971 und der A4 im Jahr 1985 machte Weiningen zu einem bedeutenden Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattaler Kreuz und der Gubristtunnel verbesserten die Erreichbarkeit, brachten aber zugleich erhebliche Eingriffe in Landschaft und Lebensraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der Zürcher Nordumfahrung und die Erweiterung des Gubristtunnels führten im 21. Jahrhundert zu langjährigen Bauarbeiten. Die Gemeinde setzte sich dabei für Lärmschutz, landschaftliche Aufwertungen und eine möglichst geringe Belastung der Wohngebiete ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl blieb vom 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vergleichsweise niedrig. Um 1900 lebten weniger Menschen in Weiningen als 1850, was unter anderem auf fehlende Arbeitsplätze und Abwanderung zurückzuführen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1950er-Jahren wuchs die Bevölkerung stark. Ausschlaggebend waren die Entwicklung Fahrweids, die Nähe zu Zürich und Dietikon sowie der Ausbau der Verkehrsverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 832&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 653&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 976&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1&#039;633&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 2&#039;323&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 2&#039;964&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;551&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;743&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4&#039;229&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4&#039;857&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 5&#039;108&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsstruktur unterscheidet sich zwischen den beiden Ortsteilen. Das Hauptdorf besitzt zahlreiche Einfamilienhäuser, ältere Bauernhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser. Fahrweid ist dichter bebaut und stärker von grösseren Wohnanlagen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bevölkerung ist deutschsprachig. Aufgrund der Lage in der Agglomeration Zürich lebt in der Gemeinde ein bedeutender Anteil ausländischer Staatsangehöriger und mehrsprachiger Haushalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Gold eine blaue Pflugschar vor einem blauen Rebmesser mit rotem Griff, überhöht von einer grüngestielten und beblätterten blauen Traube.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflugschar, Rebmesser und Traube verweisen auf Landwirtschaft und Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motiv ist seit dem 18. Jahrhundert belegt. Seit 1755 wurde es auf Dorfbrunnen verwendet. 1925 bereinigte die Wappenkommission der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich die Darstellung. 1932 wurde die heutige Form festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen gehört zu den besonders anschaulichen Berufswappen der Zürcher Gemeinden. Es macht die historische Bedeutung des Rebbaus unmittelbar erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen ist nach dem Zürcher Gemeinderecht als politische Gemeinde organisiert. Die Primarschulgemeinde ist mit der politischen Gemeinde zu einer Einheitsgemeinde verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/gemeindeordnung Gemeinde Weiningen: Gemeindeordnung], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung oder an der Urne über Sachgeschäfte, Budgets, Rechnungen, Gemeindevorschriften und Wahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er leitet die Verwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Stimmberechtigten und vertritt die Gemeinde nach aussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Hauptdorf. Weil Weiningen und Fahrweid räumlich deutlich voneinander getrennt sind, spielt die ausgewogene Versorgung beider Ortsteile mit öffentlichen Einrichtungen eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde arbeitet in zahlreichen regionalen Organisationen und Zweckverbänden mit. Dazu gehören Einrichtungen für Planung, Polizei, Feuerwehr, Abwasser, Wasserversorgung, Altersbetreuung und weitere kommunale Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Weiningen Teil der Agglomeration Zürich ist, bestehen mehrere Landwirtschaftsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ackerbau, Viehhaltung, Obstbau und Rebbau prägen die noch unbebauten Flächen. Landwirtschaftliche Betriebe tragen wesentlich zur Pflege des Weiningerfelds und der Hanglagen bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der steigende Bodenbedarf für Wohnen, Verkehr und Gewerbe setzt die Landwirtschaftsflächen unter Druck. Raumplanung und Landschaftsschutz sollen die verbleibenden Freiräume sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen zählt zu den bedeutendsten Weinbaugemeinden des Kantons Zürich. Rund 30 Hektaren Rebfläche erstrecken sich vor allem an den Hängen Hasleren und Gubrist. Die Gemeinde bezeichnet sich damit als drittgrösste Weinbaugemeinde des Kantons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Rebsorten sind Blauburgunder und Riesling-Silvaner. Daneben werden weitere rote und weisse Sorten angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Betriebe keltern ihre Trauben selbst. Weitere Trauben werden von regionalen Kellereien verarbeitet. Die Weininger Weine werden direkt ab Hof, über den Detailhandel, in Restaurants und bei lokalen Veranstaltungen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebhänge besitzen neben ihrer wirtschaftlichen auch eine hohe landschaftliche und kulturelle Bedeutung. Trockenmauern, Rebwege, Böschungen und Hecken bieten Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen und Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe und Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Vertreten sind unter anderem Baugewerbe, Handwerk, Gastronomie, Detailhandel, Beratung und persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fahrweid bestehen aufgrund der Nähe zu Dietikon und den grossen Verkehrsachsen zusätzliche Arbeitsplätze in Gewerbe, Logistik und Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Zürich, Dietikon, Schlieren, Regensdorf oder in andere Gemeinden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen besitzt keinen eigenen Bahnhof. Die nächstgelegenen wichtigen Bahnhöfe befinden sich in Dietikon und Schlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buslinien verbinden Weiningen-Dorf und Fahrweid mit Dietikon, Schlieren, Unterengstringen, Geroldswil, Oetwil an der Limmat und Regensdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bahnhof Dietikon bestehen Verbindungen mit der Zürcher S-Bahn, Fernverkehrszügen und der [[Limmattalbahn]]. Fahrweid liegt besonders nahe am Bahnhof Dietikon und ist daher gut an das regionale Bahnnetz angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen ist über Kantons- und Gemeindestrassen mit Dietikon, Unterengstringen, Regensdorf, Geroldswil und Oetwil an der Limmat verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten überregionalen Strassen sind die Autobahnen A1 und A4. Sie kreuzen sich im Limmattaler Kreuz auf dem Gemeindegebiet beziehungsweise in dessen unmittelbarer Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gubristtunnel stellt die Verbindung zur Zürcher Nordumfahrung her. Er ist eine der meistbefahrenen Strassenverbindungen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Verkehr führt zu Belastungen durch Lärm, Luftschadstoffe und Flächenverbrauch. Lärmschutzbauten, Überdeckungen, Ersatzflächen und ökologische Ausgleichsmassnahmen sollen die Auswirkungen vermindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Velo- und Fussverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wege durch die Rebberge, das Weiningerfeld und die Wälder werden für Spaziergänge, Wanderungen und Velofahrten genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Limmatebene bestehen regionale Velorouten und Wege entlang des Flusses. Sie verbinden Fahrweid mit Dietikon, Geroldswil, Unterengstringen und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenunterschied zwischen Fahrweid und dem Hauptdorf erschwert den Alltagsveloverkehr teilweise. Neue Veloverbindungen und sichere Querungen stark befahrener Strassen sind deshalb wichtige Planungsaufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheitsgemeinde führt Kindergärten und Primarschulen. Schulstandorte bestehen im Hauptdorf und im Gebiet Fahrweid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberstufe wird regional organisiert. Jugendliche besuchen je nach Schulorganisation Einrichtungen in Weiningen oder benachbarten Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelschulen, Berufsfachschulen und Hochschulen befinden sich vor allem in Dietikon, Zürich, Urdorf, Baden und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bibliotheksangebote, Musikunterricht, Vereine und private Kurse ergänzen das Bildungsangebot. Die Gemeindebibliothek befindet sich im Dachgeschoss des Schlösslis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/bibliotheken/65 Gemeinde Weiningen: Gemeindebibliothek], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen und Religionsgemeinschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Weiningen ist das bedeutendste historische Sakralgebäude der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Anlage besitzt einen spätgotischen Kern und wurde in mehreren Bauphasen verändert. Wichtige Umbauten erfolgten 1650, 1688, 1705 und 1792.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh-kirchenspots.ch/content/e1665/e1667/e2657/ Reformierte Kirche Weiningen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche steht erhöht am Rand des historischen Dorfkerns und bildet gemeinsam mit den Rebbergen ein charakteristisches Ortsbild. Der reformierten Kirchgemeinde gehören die Kirchen in Weiningen und Geroldswil an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Einwohnerinnen und Einwohner gehören einer regionalen Pfarrei im Limmattal an. Weitere Religionsgemeinschaften befinden sich vor allem in Dietikon, Schlieren und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Dorfkern von Weiningen besteht aus Bauernhäusern, ehemaligen Weinbauernhäusern, Gasthöfen, Brunnen, der Kirche und dem Schlössli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gebäude weisen Riegelkonstruktionen, grosse Scheunen und für Weinbaudörfer typische Kelleranlagen auf. Die Siedlungsstruktur vermittelt trotz neuerer Bauten noch immer den Charakter eines historischen Limmattaler Dorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsbild ist im kantonalen Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ortsteile&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlössli Weiningen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schlössli Weiningen wurde vor ungefähr 400 Jahren als Landherrensitz der Gerichtsherren Meyer von Knonau errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude besitzt eine repräsentative Fassade, bemalte Fensterläden, ein steiles Dach und einen kleinen Dachreiter. Eine Freitreppe führt zum Haupteingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende der alten Gerichtsverhältnisse diente es als Herrschafts- und Verwaltungssitz. Später wurde es für verschiedene öffentliche und private Zwecke verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist das Schlössli ein kultureller Begegnungsort. Es enthält Veranstaltungs-, Sitzungs- und Vereinsräume sowie die Gemeindebibliothek.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/infrastrukturmieten Gemeinde Weiningen: Schlössli Weiningen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht oberhalb der Rebberge. Ihr weisser Turm mit den auffälligen Zifferblättern ist weithin sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde über mehrere Jahrhunderte erweitert und umgestaltet. Der Innenraum entspricht dem Typus einer reformierten Predigtkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche, Friedhof, Pfarrhaus und umliegende historische Gebäude bilden ein bedeutendes Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rebberge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebberge von Hasleren und Gubrist gehören zu den wichtigsten Wahrzeichen Weiningens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rebwege erschliessen die Hänge und bieten Ausblicke über das Limmattal, den Heitersberg und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reben verändern das Landschaftsbild im Jahresverlauf deutlich. Austrieb, Blüte, Reife und Herbstfärbung prägen die Wahrnehmung der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrunnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere historische Brunnen erinnern an die frühere Wasserversorgung und an das dörfliche Gemeinschaftsleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einzelnen Brunnen ist das Weininger Wappen mit Traube, Pflugschar und Rebmesser dargestellt. Das Wappenmotiv ist an Brunnen seit 1755 belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahrweid und Limmatufer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Fahrweid besitzt vor allem neuere Architektur. Zu den gemeinschaftlichen Einrichtungen gehört das Quartierzentrum Föhrewäldli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nahe Limmatufer bietet Spazier- und Velowege, Grünflächen und Zugang zu regionalen Erholungsräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feste und Brauchtum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau prägt verschiedene lokale Veranstaltungen. Dazu gehören Rebblütenfeste, Weinanlässe, Degustationen und Veranstaltungen während oder nach der Weinlese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereine organisieren Konzerte, Sportanlässe, Dorffeste und kulturelle Veranstaltungen. Das Schlössli, die Kirche, Gasthäuser und weitere Gemeinderäume dienen dabei als Veranstaltungsorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Siedlungsstrukturen von Dorf und Fahrweid führen zu teilweise eigenständigen Quartiertraditionen. Gemeinsame Gemeindeanlässe sollen den Zusammenhalt zwischen beiden Ortsteilen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Weiningen bestehen Sport-, Musik-, Kultur-, Natur- und Quartiervereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sportanlagen befinden sich sowohl im Hauptdorf als auch in und um Fahrweid. Beliebte Sportarten sind Fussball, Turnen, Schiessen, Tennis, Curling und verschiedene Freizeitsportarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder, Rebwege und das Limmatufer werden für Wandern, Joggen und Velofahren genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Quartierverein Fahrweid vertritt lokale Interessen und organisiert Veranstaltungen im südlichen Gemeindeteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Weiningen verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Hirzel (Theologe)|Heinrich Hirzel]] (1766–1833), reformierter Theologe, Schriftsteller und Hochschullehrer, der vermutlich in Weiningen geboren wurde und dort aufwuchs;&lt;br /&gt;
* [[Rolf Binder]] (1929–2016), Korpskommandant und Ausbildungschef der Schweizer Armee;&lt;br /&gt;
* [[Theo Frey]] (1908–1997), Fotograf und bedeutender Vertreter der schweizerischen Reportagefotografie, der während mehrerer Jahrzehnte in Weiningen lebte;&lt;br /&gt;
* [[Hans Geiger (Bankmanager)|Hans Geiger]] (* 1943), Wirtschaftswissenschaftler und Bankmanager;&lt;br /&gt;
* [[Carmen Schäfer]] (* 1981), Curlerin, Weltmeisterin und Europameisterin, aufgewachsen in Fahrweid-Weiningen;&lt;br /&gt;
* [[Janine Greiner]] (* 1981), Curlerin, Weltmeisterin und Europameisterin, aufgewachsen in Fahrweid-Weiningen;&lt;br /&gt;
* [[Albert Bunjaku]] (* 1983), Fussballspieler und ehemaliger Schweizer Nationalspieler, der in Fahrweid-Weiningen aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der administrativen Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Administrative Entwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitraum&lt;br /&gt;
! Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter bis 1798&lt;br /&gt;
| Niedergericht Weiningen-Oetwil; hohe Gerichtsbarkeit bei der Grafschaft Baden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798–1803&lt;br /&gt;
| Distrikt Regensdorf der Helvetischen Republik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803–1989&lt;br /&gt;
| Bezirk Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1989&lt;br /&gt;
| Bezirk Dietikon&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band IX: Der Bezirk Dietikon.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8, S. 367–396.&lt;br /&gt;
* Leo Niggli: &#039;&#039;Weininger Chronik.&#039;&#039; Weiningen.&lt;br /&gt;
* Peter Ziegler: &#039;&#039;Die Gemeindewappen des Kantons Zürich.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977.&lt;br /&gt;
* Hélène Arnet: &#039;&#039;Das Kloster Fahr im Mittelalter. Mundus in gutta.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1995.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Weiningen ZH.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Gemeinderat Weiningen: &#039;&#039;Weiningen. Dorfgeschichte und Gemeindeentwicklung.&#039;&#039; Weiningen.&lt;br /&gt;
* Heinz Gallmann: &#039;&#039;Zürichdeutsches Wörterbuch.&#039;&#039; Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Fahrweid]]&lt;br /&gt;
* [[Gubrist]]&lt;br /&gt;
* [[Limmat]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster Fahr]]&lt;br /&gt;
* [[Glanzenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Weinbau im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Weiningen ZH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.weiningen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Weiningen]&lt;br /&gt;
* [https://www.weiningen.ch/geschichte Geschichte der Gemeinde Weiningen]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000094/ Weiningen im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-dietikon.html Bezirk Dietikon auf der Website des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbauort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 870]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Meilen&amp;diff=703</id>
		<title>Meilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Meilen&amp;diff=703"/>
		<updated>2026-07-24T15:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Meilen&lt;br /&gt;
|BILD = Zürichsee - Meilen IMG 1152.JPG&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Meilen mit der reformierten Kirche und den Rebbergen am Zürichsee&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Meilen COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Meilen.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|REGION = [[Pfannenstiel (Region)|Pfannenstiel]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = [[Bezirk Meilen|Meilen]]&lt;br /&gt;
|BFS = 0156&lt;br /&gt;
|PLZ = 8706&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.2703&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.6411&lt;br /&gt;
|HÖHE = 420&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 11,94&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 14&#039;943&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.meilen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meilen&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des gleichnamigen [[Bezirk Meilen|Bezirks]] im [[Kanton Zürich]] in der [[Schweiz]]. Die Gemeinde liegt am rechten Ufer des [[Zürichsee|Zürichsees]], ungefähr auf halber Strecke zwischen [[Zürich]] und [[Rapperswil SG|Rapperswil]]. Sie wird häufig der sogenannten [[Goldküste (Zürichsee)|Goldküste]] zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Seeufer über die dicht besiedelten unteren Hanglagen bis zu den Höhen des [[Pfannenstiel (Berg)|Pfannenstiels]]. Traditionell ist Meilen in die vier Wachten Feldmeilen, Dorfmeilen, Obermeilen und Bergmeilen gegliedert. Ende 2025 lebten 14&#039;943 Einwohnerinnen und Einwohner in der Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.meilen.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde Meilen: Gemeinde in Zahlen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen ist ein bedeutender Wohn-, Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort am Zürichsee. Der Ort verfügt über einen Bahnhof an der rechtsufrigen Zürichseebahn, eine Schiffstation und den östlichen Fähranleger der [[Zürichsee-Fähre Horgen–Meilen]]. Das historische Ortsbild wird von der reformierten Kirche am See, alten Bürger- und Bauernhäusern, ehemaligen Landsitzen sowie den Rebbergen an den Hängen oberhalb des Dorfes geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen liegt am mittleren rechten Zürichseeufer. Die Entfernung zur Stadt Zürich beträgt in der Luftlinie etwa 13 Kilometer. Rapperswil befindet sich rund 15 Kilometer südöstlich. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Sees und geht an vielen Stellen nahezu ohne Unterbruch in die Nachbargemeinden über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordwesten grenzt Meilen an [[Herrliberg]], im Südosten an [[Uetikon am See]] und im Nordosten an [[Egg ZH|Egg]]. Auf der gegenüberliegenden Seite des Zürichsees liegen [[Horgen]], [[Oberrieden]] und das Gemeindegebiet von [[Wädenswil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tiefsten Bereiche der Gemeinde befinden sich am Zürichsee auf rund 406 Metern über Meer. Vom Ufer steigt das Gelände in nordöstlicher Richtung über Rebberge, Wohnquartiere und Landwirtschaftsflächen zum Pfannenstiel an. Der höchste Punkt liegt auf etwa 853 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfsgeo&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/kennzahlen/query Bundesamt für Statistik: Geografische Kennzahlen der Schweizer Gemeinden], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen ist traditionell in vier sogenannte Wachten gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Feldmeilen&#039;&#039;&#039; liegt im nordwestlichen Teil der Gemeinde an der Grenze zu Herrliberg. Das Quartier wird auch durch den Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen erschlossen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dorfmeilen&#039;&#039;&#039; bildet das historische und administrative Zentrum. Hier befinden sich der Bahnhof Meilen, das Gemeindehaus, die reformierte Kirche, die Schiffstation und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Obermeilen&#039;&#039;&#039; liegt südöstlich des Dorfzentrums in Richtung Uetikon am See. Es umfasst Siedlungen am See und an den darüberliegenden Hängen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bergmeilen&#039;&#039;&#039; bezeichnet die höher gelegenen Gebiete am Hang des Pfannenstiels. Dazu gehören mehrere Weiler, Höfe, Landwirtschaftsflächen und Waldgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wachten waren früher in verschiedenen örtlichen Angelegenheiten weitgehend selbstständige Einheiten. Heute besitzen sie keine eigene politische Autonomie mehr, sind jedoch weiterhin für die lokale Identität und das Vereinsleben von Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wachten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.meilen.ch/entdeckungsreise Gemeinde Meilen: Entdeckungsreise durch Meilen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den kleineren Siedlungen und Weilern im Gemeindegebiet zählen unter anderem Toggwil, Burg, Dollikon und Bünishofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fläche und Bodennutzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindefläche beträgt rund 11,94 Quadratkilometer. Gemäss der kommunalen Flächenstatistik entfielen 2018 etwa 43,7 Prozent auf Landwirtschaftsflächen und 24,5 Prozent auf Wald. Die Siedlungsfläche nahm 24,3 Prozent ein, während Verkehrsflächen einen Anteil von 6,1 Prozent ausmachten. Die übrigen Flächen bestanden vor allem aus Gewässern und unproduktiven Gebieten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der dichten Besiedlung am See besitzt Meilen grössere zusammenhängende Grünräume. Oberhalb der Wohnquartiere befinden sich Rebberge, Obstgärten, Ackerflächen und Weiden. Die Wälder am Pfannenstiel sind wichtige Lebens- und Erholungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer und Tobel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Bäche fliessen vom Pfannenstiel durch das Gemeindegebiet zum Zürichsee. Sie haben teilweise tiefe Tobel in den Hang eingeschnitten. Zu den bekannteren Fliessgewässern gehören der Dorfbach und der Beugenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beugenbachtobel trennt die Siedlungsgebiete von Dorfmeilen und Obermeilen. Seit 2012 führt eine rund 60 Meter lange Fussgänger-Hängebrücke über das Tobel. Sie verbindet Wanderwege und Wohngebiete beidseits des Einschnitts und gilt als eine der markanten neueren Anlagen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prähistorische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Meilen war bereits in der Jungsteinzeit und in der Bronzezeit besiedelt. Von besonderer Bedeutung ist die Fundstelle [[Meilen-Rorenhaab]] bei Obermeilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter 1853/1854 lag der Wasserstand des Zürichsees ungewöhnlich tief. Bei Arbeiten zur Landgewinnung stiessen Arbeiter in der Rorenhaab auf Pfähle, Keramik, Tierknochen und weitere Gegenstände aus vorgeschichtlicher Zeit. Der Obermeilemer Lehrer Johannes Aeppli und seine Schüler erkannten die Bedeutung der Funde und meldeten sie den zuständigen Fachleuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Altertumsforscher [[Ferdinand Keller (Archäologe)|Ferdinand Keller]] deutete die Überreste als Spuren ehemaliger Siedlungen über oder am Wasser. Seine 1854 veröffentlichte Untersuchung löste im gesamten Alpenraum eine intensive Suche nach vergleichbaren Fundstellen aus. Meilen-Rorenhaab gilt deshalb als Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Pfahlbauforschung in der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pfahlbauten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.meilen.ch/geschichtenew Gemeinde Meilen: Geschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle gehört seit 2011 zum seriellen UNESCO-Welterbe [[Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen]]. In Meilen sind Siedlungsphasen aus verschiedenen Abschnitten der Jungsteinzeit und der Bronzezeit nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unesco&amp;quot;&amp;gt;[https://palafittes.org/fundstelle.html?sid=233 UNESCO Palafittes: Fundstelle Meilen-Rorenhaab], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römerzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit führte eine wichtige Verkehrsverbindung von Turicum, dem heutigen Zürich, am rechten Seeufer entlang in Richtung Rapperswil und weiter nach [[Chur]]. Im Gebiet von Obermeilen wurden Mauerreste, Ziegel und Münzen aus dem 1. bis 3. Jahrhundert gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Appenhalten kamen Überreste eines römischen Gutshofs zum Vorschein. Die Funde weisen darauf hin, dass die sonnigen Hänge oberhalb des Zürichsees bereits damals landwirtschaftlich genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist um 880 als &#039;&#039;&#039;Meilana&#039;&#039;&#039; in einem Güterverzeichnis des Zürcher [[Grossmünster|Grossmünsters]] erstmals schriftlich belegt. Der Name wird möglicherweise auf das gallorömische &#039;&#039;Mediolanum&#039;&#039; zurückgeführt, dessen genaue Bedeutung und sprachliche Entwicklung jedoch nicht abschliessend geklärt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;Gisela Nagy-Braun, Peter Kummer: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000111/ Meilen]. In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Früh- und Hochmittelalter besassen verschiedene geistliche Institutionen Grund und Rechte in Meilen. Dazu gehörten das Grossmünster, die Klöster [[Kloster St. Gallen|St. Gallen]] und [[Kloster Einsiedeln|Einsiedeln]] sowie das Stift Säckingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1200 entstand oberhalb des Dorfes die [[Burg Friedberg]]. Sie war der Sitz eines lokalen Adelsgeschlechts und wurde im 14. Jahrhundert erweitert. Von der Anlage sind heute Mauerreste und ein tiefer Sodbrunnen erhalten. Die Burg bildet das zentrale Motiv des Meilemer Gemeindewappens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Mittelalter prägten Landwirtschaft, Fischerei, Handwerk und insbesondere der Weinbau die örtliche Wirtschaft. Die sonnigen Hänge am Zürichsee boten günstige Voraussetzungen für den Rebbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1384 gelangte Meilen unter die Herrschaft der Stadt Zürich. Die Gemeinde wurde als Obervogtei verwaltet. Der Obervogt war ein Mitglied des Zürcher Rates, wohnte jedoch gewöhnlich nicht dauerhaft in Meilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Ort vertrat ihn ein Untervogt aus einer einflussreichen Meilemer Familie. Dieser führte Gemeindeversammlungen durch, überwachte die örtliche Verwaltung und war mit Aufgaben in der Gerichts-, Armen- und Vormundschaftspflege betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obervogtei bestand bis zum Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798. Obwohl Meilen der Stadt Zürich unterstand, verfügte die Gemeinde in vielen lokalen Angelegenheiten über eine vergleichsweise weitgehende Selbstverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] wurden die alten Herrschafts- und Vogteistrukturen aufgehoben. Nach mehreren Änderungen der kantonalen Verwaltungsorganisation wurde Meilen 1831 zum Hauptort des neu bezeichneten Bezirks Meilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert veränderten sich Wirtschaft und Siedlungsbild. Neben Landwirtschaft und Handwerk entstanden kleinere Textil- und Gewerbebetriebe. Gleichzeitig blieb der Rebbau ein wichtiger Erwerbszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der rechtsufrigen Zürichseebahn im Jahr 1894 verbesserte die Verbindung mit Zürich und Rapperswil. Sie erleichterte den Pendelverkehr und beschleunigte die Entwicklung Meilens von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Wohn- und Wirtschaftsstandort innerhalb der Zürcher Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schiffskollision von 1872 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. August 1872 kam es vor der Schifflände Obermeilen zu einer folgenschweren Kollision. Das mit zahlreichen Schulkindern besetzte Dampfschiff &#039;&#039;Concordia&#039;&#039; stiess mit dem Kursschiff &#039;&#039;St. Gotthard&#039;&#039; zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Passagiere konnten gerettet werden, doch mehrere Menschen kamen ums Leben. Zur Erinnerung an das Ereignis wird in Obermeilen traditionell ein ökumenischer Ländeli-Gottesdienst abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wuchs Meilen stark. Neue Wohnquartiere entstanden zunächst in der Nähe der Bahnstationen und später zunehmend an den Hängen oberhalb des Sees. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nahm ab, während Dienstleistungen und Pendlerverkehr an Bedeutung gewannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 wurde die Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG gegründet. Im November 1933 nahm die erste Autofähre den fahrplanmässigen Betrieb auf. Die Fährverbindung verkürzte den Weg zwischen dem rechten und dem linken Zürichseeufer erheblich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faehre&amp;quot;&amp;gt;[https://www.faehre.ch/de/ueber-die-faehre/geschichte Zürichsee-Fähre Horgen–Meilen AG: Meilensteine der Geschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Meilen eine weitgehend zusammenhängend bebaute Wohngemeinde. Historische Dorfteile, Rebberge, Landwirtschaftsflächen und die Wälder am Pfannenstiel verleihen dem Ort dennoch einen vielfältigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Gold über grünem Dreiberg eine zweitürmige, gezinnte schwarze Burg, durchbrochen von Tor und Fenstern, überhöht von zwei roten Sternen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg erinnert an die mittelalterliche Burg Friedberg und das dort ansässige Adelsgeschlecht. Die genaue Darstellung des Wappens veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Zeitweise fehlten die Sterne oder der Dreiberg, und auch die Form der Türme wurde unterschiedlich wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute gebräuchliche Darstellung wurde im 20. Jahrhundert vereinheitlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen verzeichnete besonders seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ein starkes Bevölkerungswachstum. Die gute Verkehrsanbindung, die Nähe zur Stadt Zürich und die Lage am See machten die Gemeinde zu einem begehrten Wohnort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1&#039;107&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1697&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1&#039;590&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1799&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;034&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;065&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;213&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 5&#039;992&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 9&#039;881&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 11&#039;480&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 14&#039;539&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 14&#039;943&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil der ausländischen Bevölkerung betrug Ende 2025 rund 24,6 Prozent. Im selben Jahr zählte die evangelisch-reformierte Landeskirche 3&#039;951 und die römisch-katholische Kirche 2&#039;861 Mitglieder in Meilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssprache ist Deutsch. Im Alltag wird überwiegend [[Zürichdeutsch]] gesprochen. Der mundartliche Ortsname lautet &#039;&#039;&#039;Mäile&#039;&#039;&#039;; die Einwohnerinnen und Einwohner werden als &#039;&#039;&#039;Mäilemeri&#039;&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Mäilemer&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen ist nach dem Modell der Versammlungsgemeinde organisiert. Die Stimmberechtigten entscheiden an der [[Gemeindeversammlung]] über Budget, Steuerfuss, Jahresrechnung, grössere Kredite und weitere kommunale Geschäfte. Über bestimmte Vorlagen wird an der Urne abgestimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;versammlung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.meilen.ch/gemeindeversammlung Gemeinde Meilen: Allgemeines zur Gemeindeversammlung], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat ist die leitende und vollziehende Behörde der politischen Gemeinde. Daneben bestehen unter anderem eine Schulpflege, eine Rechnungsprüfungskommission und verschiedene Fachkommissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezirkshauptort beherbergt Meilen mehrere regionale Institutionen. Dazu gehören das [[Bezirksgericht Meilen]], das Statthalteramt und die Bezirksratskanzlei. Diese Behörden sind für die Gemeinden des Bezirks Meilen zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindehaus befindet sich an der Dorfstrasse gegenüber dem Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen ist in erster Linie eine Wohn- und Dienstleistungsgemeinde. Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Zürich oder in andere Gemeinden der Region. Gleichzeitig bietet Meilen selbst zahlreiche Arbeitsplätze in Verwaltung, Bildung, Gesundheitswesen, Handel, Gastronomie, Gewerbe und Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den grösseren Industrieunternehmen mit Standort in Meilen gehören die Delica AG, die Nahrungs- und Genussmittel herstellt, sowie die Hoval AG, die im Bereich Heizungs-, Lüftungs- und Energietechnik tätig ist. Daneben bestehen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wirtschaft&amp;quot;&amp;gt;[https://www.meilen.ch/gewerbe Gemeinde Meilen: Wirtschaft], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorfzentrum rund um Bahnhof, Dorfstrasse und Kirchgasse besitzt ein vielfältiges Angebot an Geschäften, Restaurants und Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftlich genutzte Flächen befinden sich vor allem oberhalb der Siedlungsgebiete. Die verbliebenen Betriebe beschäftigen sich unter anderem mit Ackerbau, Obstbau, Milchwirtschaft und Viehhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Weinbau im Kanton Zürich|Weinbau]] besitzt in Meilen eine lange Tradition. Noch um 1900 galt die Gemeinde als eine der grössten Rebbaugemeinden der Schweiz. Reblausbefall, veränderte Marktbedingungen und die zunehmende Überbauung führten im 20. Jahrhundert zu einem starken Rückgang der Rebfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden an verschiedenen Lagen wieder hochwertige Weine produziert. Zu den angebauten Sorten gehören Blauburgunder, Riesling-Silvaner, Räuschling, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot gris. Die Rebberge sind zugleich ein charakteristischer Bestandteil der Meilemer Kulturlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und Bus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen liegt an der 1894 eröffneten rechtsufrigen Zürichseebahn. Der Bahnhof Meilen wird von mehreren Linien der [[S-Bahn Zürich]] bedient und bietet direkte Verbindungen nach Zürich, Rapperswil und in weitere Teile des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen liegt an der Grenze zwischen Herrliberg und Meilen und erschliesst den nordwestlichen Gemeindeteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buslinien der [[Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland]] verbinden den Bahnhof mit den höher gelegenen Quartieren, den Nachbargemeinden und dem Pfannenstielgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schiffstation Meilen wird von Kursschiffen der [[Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft]] bedient. Die Verbindungen führen unter anderem nach Zürich, Horgen, Wädenswil, Rapperswil und zu weiteren Orten am Zürichsee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zsg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zsg.ch/de/informationen/informationen-zu-den-stationen/ Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft: Informationen zu den Stationen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung besitzt die Zürichsee-Fähre Horgen–Meilen. Sie transportiert Personen, Velos, Motorräder, Personenwagen und Nutzfahrzeuge zwischen Meilen und Horgen. Die Fähre ist das ganze Jahr über in Betrieb und entlastet die Strassenverbindungen über Zürich beziehungsweise den Seedamm von Rapperswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstrasse 17 führt als Seestrasse durch Meilen und verbindet die Gemeinde mit Zürich, Rapperswil und dem Zürcher Oberland. Weitere Strassen führen über Bergmeilen und den Pfannenstiel in Richtung Egg und Oetwil am See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der dichten Bebauung und des starken Pendlerverkehrs sind die Seestrasse und die Zufahrten zur Fähre zeitweise stark belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über mehrere Kindergärten, Primarschulhäuser und eine Sekundarschule. Die Schulstandorte verteilen sich auf die verschiedenen Wachten. Ergänzt wird das kommunale Bildungsangebot durch Musikunterricht, Tagesstrukturen und familienergänzende Betreuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen befinden sich unter anderem in Küsnacht, Männedorf, Stäfa und der Stadt Zürich. Aufgrund der guten Bahnverbindungen sind auch die Hochschulen und Berufsschulen in Zürich gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reformierte Kirche Meilen]] steht unmittelbar am Seeufer und prägt das Ortsbild. Archäologische Untersuchungen weisen auf mehrere Vorgängerbauten hin, von denen der älteste wahrscheinlich im frühen Mittelalter entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Kirche enthält Bauteile aus verschiedenen Epochen. Ihr markanter Turm ist vom See aus weithin sichtbar. Der Kirchhof, die angrenzenden historischen Gebäude und die Seeanlage bilden ein bedeutendes Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche St. Martin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Kirche St. Martin befindet sich nördlich des Bahnhofs. Sie besitzt einen freistehenden Glockenturm und dient der katholischen Bevölkerung von Meilen und der näheren Umgebung als Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burg Friedberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ruine der Burg Friedberg liegt oberhalb des Dorfes beim Weiler Burg. Erhalten sind Mauerreste und der rund 29 Meter tiefe Sodbrunnen. Archäologische Untersuchungen brachten zahlreiche Gegenstände des mittelalterlichen Alltags zum Vorschein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde und Informationen zur Burg werden teilweise im Ortsmuseum Meilen präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ortsmuseum Meilen]] dokumentiert die Geschichte der Gemeinde von der prähistorischen Besiedlung bis zur Gegenwart. Schwerpunkte bilden die Pfahlbaufunde, die Burg Friedberg, der Weinbau, das örtliche Gewerbe und die Entwicklung der vier Wachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum organisiert wechselnde Ausstellungen, Vorträge und kulturgeschichtliche Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Ortsbilder ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dorfzentrum und in den früheren bäuerlichen Siedlungen sind zahlreiche historische Gebäude erhalten. Dazu gehören Weinbauernhäuser, ehemalige Trotten, Bürgerhäuser, Gasthöfe und Landsitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsbild von Meilen sowie die Siedlung Burg sind im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seeanlagen und Pfannenstiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seeanlagen bei der Kirche, der Schiffstation und dem Fährhafen dienen als Spazier-, Aufenthalts- und Veranstaltungsräume. Mehrere Strandbäder und Badeplätze ermöglichen den Zugang zum Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höher gelegenen Wälder und Landwirtschaftsgebiete am Pfannenstiel sind beliebte Naherholungsräume. Wanderwege führen durch Rebberge, Tobel und Wälder zur Hochwacht, nach Egg und in die Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindepartnerschaften und Patenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meilen pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu mehreren Gemeinden im In- und Ausland. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ausserberg]] im [[Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
* [[Bauen UR|Bauen]] im [[Kanton Uri]], heute Teil der Gemeinde [[Seedorf UR|Seedorf]]&lt;br /&gt;
* [[St. Antönien]], heute Teil der Gemeinde [[Luzein]] im [[Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
* Ebes in Ungarn&lt;br /&gt;
* [[Polička]] in Tschechien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindungen entstanden teilweise als Patenschaften zur Unterstützung kleinerer Berggemeinden und wurden später durch kulturelle und persönliche Kontakte weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Meilen geboren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johann Rudolf Dolder]] (1753–1807), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Meyer (Maler)|Johann Jakob Meyer]] (1787–1858), Maler&lt;br /&gt;
* [[Leonhard Widmer]] (1808–1868), Dichter und Verfasser des Liedtextes «O mein Heimatland»&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Guggenbühl]] (1816–1863), Arzt und Pionier der Heilpädagogik&lt;br /&gt;
* [[Robert Forrer]] (1866–1947), Archäologe, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger&lt;br /&gt;
* [[Clara Forrer]] (1868–1950), Lyrikerin&lt;br /&gt;
* [[Fritz Zorn]] (1944–1976), Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Meilen verbunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[David von Wyss der Ältere]] (1737–1815), Bürgermeister von Zürich, besass einen Landsitz in Meilen&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wille]] (1848–1925), General der Schweizer Armee, starb in Meilen&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lang (Theologe)|Heinrich Lang]] (1826–1876), reformierter Theologe und Pfarrer in Meilen&lt;br /&gt;
* [[Sandra Paretti]] (1935–1994), Schriftstellerin, lebte und starb in Meilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Meilen]]&lt;br /&gt;
* [[Zürichsee]]&lt;br /&gt;
* [[Pfannenstiel (Berg)]]&lt;br /&gt;
* [[Meilen-Rorenhaab]]&lt;br /&gt;
* [[Zürichsee-Fähre Horgen–Meilen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Meilen]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen&#039;&#039;. Birkhäuser, Basel 1943.&lt;br /&gt;
* Christian Renfer: &#039;&#039;Die Kirche Meilen ZH und ihre Umgebung&#039;&#039;. Schweizerische Kunstführer, Nr. 378. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1985.&lt;br /&gt;
* Peter Kummer: &#039;&#039;Geschichte der Gemeinde Meilen&#039;&#039;. Meilen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Heimatbuch Meilen&#039;&#039;. Herausgegeben von der Vereinigung Heimatbuch Meilen, jährlich erscheinende Reihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.meilen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Meilen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000111/ Meilen im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortsmuseum-meilen.ch/ Ortsmuseum Meilen]&lt;br /&gt;
* [https://www.faehre.ch/ Zürichsee-Fähre Horgen–Meilen]&lt;br /&gt;
* [https://palafittes.org/fundstelle.html?sid=233 UNESCO-Fundstelle Meilen-Rorenhaab]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-meilen.html Bezirksbehörden Meilen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Meilen|Meilen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptort eines Bezirks in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Zürichsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbauort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meilen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Bezirk_Dietikon&amp;diff=702</id>
		<title>Bezirk Dietikon</title>
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		<updated>2026-07-24T15:38:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:23em; margin:0 0 1em 1em; border-collapse:collapse; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%; background:#dce8f2; padding:0.5em;&amp;quot; | Bezirk Dietikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;width:42%; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Hauptort&lt;br /&gt;
| [[Dietikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Region&lt;br /&gt;
| [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| 60,06 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| rund 99&#039;000 &amp;lt;small&amp;gt;(Ende 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohnerdichte&lt;br /&gt;
| rund 1&#039;650 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeinden&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Städte&lt;br /&gt;
| [[Dietikon]] und [[Schlieren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gründung&lt;br /&gt;
| 1. Juli 1989&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Statthalter&lt;br /&gt;
| Simon Hofmann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Wichtige Gewässer&lt;br /&gt;
| [[Limmat]], [[Reppisch]] und Schäflibach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Nachbargebiete&lt;br /&gt;
| Bezirke Zürich, Dielsdorf und Affoltern sowie [[Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bezirksverwaltung&lt;br /&gt;
| Bahnhofplatz 10, Dietikon&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Bezirk Dietikon&#039;&#039;&#039; ist einer der zwölf Bezirke des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Er liegt im Westen des Kantons und umfasst im Wesentlichen das zürcherische [[Limmattal]] sowie Teile des Reppischtals und der angrenzenden Höhenzüge. Hauptort ist die Stadt [[Dietikon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk wurde am 1. Juli 1989 durch Abtrennung von elf Gemeinden des früheren Bezirks Zürich gebildet. Er ist damit der jüngste Bezirk des Kantons Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonbezirk&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-dietikon.html Bezirk Dietikon], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Bezirk gehören die Gemeinden [[Aesch ZH|Aesch]], [[Birmensdorf ZH|Birmensdorf]], [[Dietikon]], [[Geroldswil]], [[Oberengstringen]], [[Oetwil an der Limmat]], [[Schlieren]], [[Uitikon]], [[Unterengstringen]], [[Urdorf]] und [[Weiningen ZH|Weiningen]]. Dietikon und Schlieren besitzen Stadtstatus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von 60,06 Quadratkilometern gehört Dietikon zu den kleineren Bezirken des Kantons. Aufgrund der dichten Besiedlung des Limmattals weist er jedoch eine der höchsten Bevölkerungsdichten ausserhalb der Stadt Zürich auf. Ende 2025 lebten im Bezirk ungefähr 99&#039;000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und räumliche Entwicklung wird durch die Nähe zur Stadt Zürich, die Lage an der Eisenbahnlinie Zürich–Baden, die Autobahnen A1 und A3 sowie die Limmattalbahn bestimmt. Ehemalige Industriegebiete werden zunehmend zu gemischten Stadtquartieren mit Wohnungen, Dienstleistungsbetrieben, Bildungs- und Forschungseinrichtungen umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk trägt den Namen seines Hauptortes Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietikon wurde 1107 erstmals als &#039;&#039;Dietinchovin&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht wahrscheinlich auf einen alemannischen Personennamen wie &#039;&#039;Dieto&#039;&#039; oder &#039;&#039;Dietinc&#039;&#039; zurück und bedeutet sinngemäss «bei den Höfen der Leute des Dieto».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Bezirk Dietikon&#039;&#039;&#039; entstand erst mit der kantonalen Gebietsreform des späten 20. Jahrhunderts. Zuvor gehörten die heutigen Bezirksgemeinden zum Bezirk Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets verwenden häufiger die regionale Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Limmattal&#039;&#039;&#039;. Das Limmattal reicht jedoch über den Bezirk hinaus: Es umfasst auch westliche Quartiere der Stadt Zürich und setzt sich im [[Kanton Aargau]] über Spreitenbach, Killwangen und Neuenhof bis in den Raum Baden fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Dietikon besitzt kein allgemein verwendetes eigenes Bezirkswappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In amtlichen Zusammenhängen wird häufig das Wappen des Hauptortes Dietikon verwendet. Dieses zeigt in Blau einen silbernen Schrägbalken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden führen jeweils eigene Wappen. Diese gehen teilweise auf mittelalterliche Herrschaften, kirchliche Grundbesitzer, lokale Sagen, historische Siegel oder traditionelle Gewerbe zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Grenzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk liegt im westlichen Teil des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er grenzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Osten an den [[Bezirk Zürich]];&lt;br /&gt;
* im Norden an den [[Bezirk Dielsdorf]];&lt;br /&gt;
* im Süden und Südwesten an den [[Bezirk Affoltern]];&lt;br /&gt;
* im Westen an den [[Kanton Aargau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsgrenze verläuft teilweise durch das dicht besiedelte Limmattal. Zwischen Dietikon und Spreitenbach sowie zwischen Oetwil an der Limmat und Würenlos gehen die Siedlungs- und Wirtschaftsräume nahezu ohne sichtbare Unterbrechung ineinander über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit bildet das [[Kloster Fahr]]. Das Klostergebiet gehört politisch zur aargauischen Gemeinde Würenlos, liegt jedoch als Exklave innerhalb des zürcherischen Limmattals und ist fast vollständig von Gemeinden des Bezirks Dietikon umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmattal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der grösste Teil des Bezirks liegt im Tal der Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat verlässt den [[Zürichsee]] in der Stadt Zürich und fliesst westwärts über Schlieren, Oberengstringen, Unterengstringen, Weiningen, Geroldswil, Oetwil an der Limmat und Dietikon in den Kanton Aargau. Bei Brugg vereinigt sie sich mit Aare und Reuss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tal besitzt einen breiten, weitgehend flachen Talboden. Dieser wurde während der Eiszeiten durch den Linth-Rhein-Gletscher und später durch die Limmat geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert bestanden entlang des Flusses ausgedehnte Auen, Kiesflächen, Altarme und Feuchtgebiete. Flusskorrektionen, Kiesabbau, Industrie, Eisenbahn und Strassenbau veränderten die Landschaft grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehört das Limmattal zu den am stärksten urbanisierten Räumen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reppischtal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil des Bezirks wird durch die [[Reppisch]] und ihre Seitentäler geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reppisch entspringt im [[Türlersee]] und fliesst durch Aeugstertal, Stallikon, Birmensdorf und Urdorf nach Dietikon, wo sie in die Limmat mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birmensdorf und Aesch liegen teilweise ausserhalb des eigentlichen Limmattals und werden landschaftlich eher dem Reppischtal beziehungsweise dem Übergangsgebiet zum [[Knonaueramt]] zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reppischtal besitzt mehr offene Landwirtschaftsflächen, Waldgebiete und kleinere Siedlungskerne als der Talboden entlang der Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhenzüge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattal wird von bewaldeten Höhenzügen begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden liegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Altberg;&lt;br /&gt;
* Gubrist;&lt;br /&gt;
* Hüttikerberg;&lt;br /&gt;
* bewaldete Hänge oberhalb von Weiningen und Oetwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden und Südosten liegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Uetliberg-Ausläufer;&lt;br /&gt;
* Honeret;&lt;br /&gt;
* Egg;&lt;br /&gt;
* Höhen von Uitikon und Aesch;&lt;br /&gt;
* Übergänge zum Reppischtal und Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gebiete dienen als Naherholungsräume und ökologische Verbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat ist das bedeutendste Gewässer des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie prägte die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fischerei;&lt;br /&gt;
* Mühlen;&lt;br /&gt;
* Flösserei;&lt;br /&gt;
* Wasserkraft;&lt;br /&gt;
* Trink- und Brauchwasser;&lt;br /&gt;
* Kiesablagerungen;&lt;br /&gt;
* Überschwemmungen;&lt;br /&gt;
* Erholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss wurde im 19. und 20. Jahrhundert reguliert. Uferverbauungen, Kraftwerke und Verkehrsanlagen schränkten die natürliche Dynamik ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Projekte verfolgen das Ziel, einzelne Uferabschnitte ökologisch aufzuwerten und besser für Fussgänger und Velofahrende zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reppisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reppisch durchfliesst Birmensdorf, Urdorf und Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verursachte früher regelmässig Überschwemmungen. Hochwasserschutzbauten, Rückhaltebecken und Renaturierungen sollen die Siedlungen schützen und zugleich naturnahe Lebensräume schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang des Flusses verlaufen Wander- und Velowege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dicht bebauten Talboden entstehen im Sommer ausgeprägte Wärmeinseln. Verkehrsflächen, Gewerbegebiete und grosse Gebäudekomplexe speichern Wärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter treten häufig Nebel und Kaltluftlagen auf. Die höher gelegenen Gemeinden Uitikon, Aesch und Birmensdorf liegen teilweise oberhalb der Nebelgrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wälder, Flüsse, Parkanlagen und begrünte Freiräume gewinnen für die Klimaanpassung an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk umfasst elf politische Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonbezirk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Gemeinden des Bezirks Dietikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gemeinde&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Charakter&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Lage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aesch ZH|Aesch]]&lt;br /&gt;
| Wohngemeinde mit ländlicher Prägung&lt;br /&gt;
| Hochfläche südlich von Birmensdorf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Birmensdorf ZH|Birmensdorf]]&lt;br /&gt;
| Regionalzentrum im Reppischtal&lt;br /&gt;
| Südlicher Bezirksteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dietikon]]&lt;br /&gt;
| Bezirkshauptort und Stadt&lt;br /&gt;
| An Limmat und Reppisch, an der Grenze zum Aargau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geroldswil]]&lt;br /&gt;
| Dicht bebaute Wohngemeinde&lt;br /&gt;
| Rechtes Limmatufer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberengstringen]]&lt;br /&gt;
| Urbane Vorortsgemeinde&lt;br /&gt;
| Östlicher Bezirksteil an der Stadtgrenze Zürichs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oetwil an der Limmat]]&lt;br /&gt;
| Wohn- und Landwirtschaftsgemeinde&lt;br /&gt;
| Rechtes Limmatufer an der Grenze zum Aargau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schlieren]]&lt;br /&gt;
| Stadt, Wirtschafts- und Forschungsstandort&lt;br /&gt;
| Östliches Limmattal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Uitikon]]&lt;br /&gt;
| Wohngemeinde an erhöhter Lage&lt;br /&gt;
| Südlich der Stadt Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Unterengstringen]]&lt;br /&gt;
| Wohngemeinde mit Klosterlandschaft&lt;br /&gt;
| Rechtes Limmatufer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Urdorf]]&lt;br /&gt;
| Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsgemeinde&lt;br /&gt;
| Zwischen Limmattal und Reppischtal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weiningen ZH|Weiningen]]&lt;br /&gt;
| Weinbau- und Wohngemeinde&lt;br /&gt;
| Nordhang des Limmattals&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsgebiete von Schlieren, Urdorf und Dietikon sind weitgehend zusammengewachsen. Auch Oberengstringen und Unterengstringen bilden mit den angrenzenden Quartieren der Stadt Zürich einen nahezu durchgehenden Siedlungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aesch, Birmensdorf, Uitikon, Oetwil und Weiningen besitzen dagegen noch deutlich erkennbare historische Dorfkerne und grössere unbebaute Landschaftsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine einheitliche historische Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Bezirks bildete vor 1989 keine gemeinsame Verwaltungseinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Gemeinden gehörten im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zu unterschiedlichen Herrschaften, Vogteien, Klöstern und Gerichtsbezirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil des unteren Limmattals stand unter direktem Einfluss der Stadt Zürich. Dietikon und Oetwil an der Limmat gehörten dagegen zeitweise zur Grafschaft Baden und damit zu einem gemeinen Herrschaftsgebiet der Alten Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese unterschiedliche politische Entwicklung prägte auch die konfessionelle Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen eine frühe Besiedlung des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flussterrassen und sonnigen Hänge boten günstige Bedingungen für Landwirtschaft, Jagd und Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde stammen unter anderem aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jungsteinzeit;&lt;br /&gt;
* Bronzezeit;&lt;br /&gt;
* Eisenzeit;&lt;br /&gt;
* römischer Zeit;&lt;br /&gt;
* Frühmittelalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabhügel, Werkzeuge, Keramik und Siedlungsspuren zeigen, dass das Tal bereits lange vor der Entstehung der heutigen Dörfer genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Herrschaft verlief durch das Limmattal eine wichtige Strasse von Turicum nach [[Vindonissa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vindonissa bei Windisch war ein bedeutender Legionsstandort und Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Dietikon bestand ein grosser römischer Gutshof. Weitere Mauerreste und Einzelfunde wurden in mehreren Gemeinden entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Talebene diente der Landwirtschaft und dem Verkehr. Die Limmat konnte wahrscheinlich abschnittsweise für Transporte genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alemannische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft entstanden alemannische Hofgruppen und Dörfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsnamen auf &#039;&#039;-ikon&#039;&#039;, &#039;&#039;-wil&#039;&#039;, &#039;&#039;-dorf&#039;&#039; und &#039;&#039;-ingen&#039;&#039; erinnern an diese Siedlungsphase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den frühmittelalterlichen Namen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dietikon;&lt;br /&gt;
* Schlieren;&lt;br /&gt;
* Urdorf;&lt;br /&gt;
* Weiningen;&lt;br /&gt;
* Geroldswil;&lt;br /&gt;
* Engstringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungen lagen meist leicht erhöht über den überschwemmungsgefährdeten Talflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalterliche Herrschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter besassen zahlreiche geistliche und weltliche Grundherren Rechte im Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kloster Wettingen;&lt;br /&gt;
* Kloster Fahr;&lt;br /&gt;
* Fraumünsterstift;&lt;br /&gt;
* Grossmünsterstift;&lt;br /&gt;
* Zürcher Spital;&lt;br /&gt;
* Kloster St. Gallen;&lt;br /&gt;
* Habsburger;&lt;br /&gt;
* Grafen von Kyburg;&lt;br /&gt;
* lokale Ritter- und Bürgerfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung leistete Abgaben in Form von Getreide, Wein, Vieh, Geld oder Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Wettingen besass besonders in Dietikon umfangreichen Grundbesitz und kirchliche Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft Baden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der eidgenössischen Eroberung des Aargaus im Jahr 1415 wurden Dietikon und Teile des westlichen Limmattals der Grafschaft Baden zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafschaft Baden war eine Gemeine Herrschaft mehrerer eidgenössischer Orte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietikon blieb dadurch politisch von den unmittelbar zürcherischen Gemeinden des östlichen Limmattals getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Grenze verlief nicht entlang einer klaren natürlichen Linie, sondern durch einen wirtschaftlich und verkehrlich zusammenhängenden Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und Konfessionsgrenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich führte unter [[Huldrych Zwingli]] in den 1520er-Jahren die Reformation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlieren, Urdorf, Birmensdorf, Uitikon und weitere zürcherische Gemeinden wurden reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietikon gehörte dagegen zur Grafschaft Baden, in der mehrere katholische Orte der Eidgenossenschaft politische Rechte besassen. Die Gemeinde blieb daher konfessionell gemischt beziehungsweise entwickelte sich wieder stärker katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche St. Agatha in Dietikon wurde zeitweise von Katholiken und Reformierten gemeinsam genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Konfessionsunterschiede blieben bis ins 20. Jahrhundert sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert war die Bevölkerung hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Erwerbszweige waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ackerbau;&lt;br /&gt;
* Viehzucht;&lt;br /&gt;
* Milchwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Obstbau;&lt;br /&gt;
* Weinbau;&lt;br /&gt;
* Fischerei;&lt;br /&gt;
* Waldnutzung;&lt;br /&gt;
* Heimarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den sonnigen Hängen des Limmattals bestanden ausgedehnte Rebberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen trägt den Weinbau bereits im Ortsnamen. Auch in Oetwil, Unterengstringen, Oberengstringen, Schlieren und Dietikon wurden Reben kultiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankheiten, ausländische Konkurrenz und die zunehmende Überbauung führten im 19. und 20. Jahrhundert zu einem starken Rückgang. In mehreren Gemeinden wurde der Rebbau später in kleinerem Umfang wiederbelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 brach die alte eidgenössische Herrschaftsordnung zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietikon und Oetwil an der Limmat wurden dem neu geschaffenen Kanton Baden zugeteilt. Die übrigen Gemeinden gehörten zum Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mediationsakte von 1803 kamen Dietikon und Oetwil zum Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wurde das heutige Bezirksgebiet erstmals vollständig Teil desselben Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirk Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1803 gehörten die heutigen Bezirksgemeinden zum Bezirk Zürich beziehungsweise zu dessen Vorgängerorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk umfasste neben der Stadt Zürich lange zahlreiche umliegende Landgemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wachstum der Stadt und der Agglomeration entstanden zunehmend unterschiedliche Verwaltungsbedürfnisse zwischen der Grossstadt und den Gemeinden des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanisch-Brötli-Bahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1847 wurde die Eisenbahnstrecke Zürich–Baden eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war die erste vollständig auf Schweizer Boden gelegene Eisenbahnlinie und wurde im Volksmund &#039;&#039;&#039;Spanisch-Brötli-Bahn&#039;&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führte durch Schlieren und Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn veränderte das Limmattal grundlegend. Sie ermöglichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* schnelleren Personenverkehr;&lt;br /&gt;
* Gütertransporte;&lt;br /&gt;
* Ansiedlung von Industrie;&lt;br /&gt;
* Pendelverkehr;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungswachstum;&lt;br /&gt;
* Ausbau der Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlieren und Dietikon entwickelten sich zu Industrie- und Arbeiterorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Fabriken und Gewerbebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Branchen waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maschinenbau;&lt;br /&gt;
* Waggonbau;&lt;br /&gt;
* Textilindustrie;&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Nahrungsmittelproduktion;&lt;br /&gt;
* Chemie;&lt;br /&gt;
* Bauwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Kiesabbau;&lt;br /&gt;
* Logistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik in Schlieren gehörte zu den bekanntesten Industriebetrieben der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang von Eisenbahn, Limmat und Hauptstrassen entstanden grosse Industrieareale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung wuchs durch Zuwanderung aus anderen Kantonen und aus dem Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung zur Agglomeration ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte sich das Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere, Schulhäuser, Einkaufszentren, Strassen und Gewerbegebiete entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden wurden zunehmend Teil der Agglomeration Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der Autobahnen A1 und A3 verbesserte die Erreichbarkeit, führte aber auch zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zerschneidung der Landschaft;&lt;br /&gt;
* Lärm;&lt;br /&gt;
* starkem Pendlerverkehr;&lt;br /&gt;
* Flächenverbrauch;&lt;br /&gt;
* Luftbelastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung des Bezirks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. März 1985 stimmte die Zürcher Bevölkerung einem Gesetz zur Neuordnung des Bezirks Zürich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bisherige Bezirk Zürich sollte aufgeteilt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Stadt Zürich bildete künftig allein den Bezirk Zürich.&lt;br /&gt;
* Zollikon wurde dem Bezirk Meilen zugeteilt.&lt;br /&gt;
* Elf Limmat- und Reppischtalgemeinden bildeten den neuen Bezirk Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage wurde kantonsweit mit 155&#039;080 Ja gegen 114&#039;543 Nein angenommen. In mehreren direkt betroffenen Gemeinden bestanden jedoch ablehnende Mehrheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zentraleserien.zh.ch/api/html/data/ABl/ABl_1986__S__1662-1670_.xml Gesetzgebung zur Bildung des Bezirks Dietikon], Amtsblatt des Kantons Zürich, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon wechselte bereits am 1. Januar 1986 zum Bezirk Meilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Dietikon wurde mit der Konstituierung seiner neuen Behörden am 1. Juli 1989 gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonbezirk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirksgericht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung des Bezirks bestanden noch nicht sämtliche Bezirksbehörden als eigenständige Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerichtliche Aufgaben wurden zunächst weiterhin vom Bezirksgericht Zürich wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigenständige Bezirksgericht Dietikon nahm am 1. Juli 2008 seine Tätigkeit auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2005/12/318dietikon.html Bezirk Dietikon ab 1. Juli 2008 mit eigener Gerichtsbehörde], Kanton Zürich, 15. Dezember 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute behandelt das Bezirksgericht Zivil- und Strafverfahren aus den Gemeinden des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezirksbehörden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirksrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirksrat ist eine kantonale Aufsichts- und Rechtsmittelbehörde auf Bezirksebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beaufsichtigt insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* politische Gemeinden;&lt;br /&gt;
* Schulgemeinden;&lt;br /&gt;
* Zweckverbände;&lt;br /&gt;
* kommunale Anstalten;&lt;br /&gt;
* Teile des Sozialwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirksrat behandelt Rekurse gegen bestimmte kommunale Entscheide und überprüft die Rechtmässigkeit der Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirksrat Dietikon besteht aus drei ordentlichen Mitgliedern und Ersatzmitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Simon Hofmann Präsident des Bezirksrats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonbezirk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statthalteramt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Statthalter ist Vertreter des Regierungsrates im Bezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben des Statthalteramts gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufsicht über die Gemeinden;&lt;br /&gt;
* Vollzug bestimmter kantonaler Vorschriften;&lt;br /&gt;
* Behandlung von Verwaltungsstrafsachen;&lt;br /&gt;
* Bewilligungs- und Kontrollaufgaben;&lt;br /&gt;
* Koordination bei besonderen Ereignissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Statthalter ist zugleich Präsident des Bezirksrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statthalteramt und Bezirksratskanzlei befinden sich am Bahnhofplatz 10 in Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirksgericht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bezirksgericht Dietikon ist die erste gerichtliche Instanz für zahlreiche Zivil- und Strafsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Abteilungen und Funktionen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kollegialgericht;&lt;br /&gt;
* Einzelgericht in Strafsachen;&lt;br /&gt;
* Einzelgericht in Zivilsachen;&lt;br /&gt;
* Arbeitsgericht;&lt;br /&gt;
* Mietgericht;&lt;br /&gt;
* Schlichtungsbehörden;&lt;br /&gt;
* Zwangsmassnahmengericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urteile des Bezirksgerichts können je nach Verfahren an das Obergericht des Kantons Zürich weitergezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk zählt zu den am stärksten wachsenden Räumen des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2000 lebten ungefähr 72&#039;000 Menschen im Bezirk. Bis Ende 2024 stieg die Bevölkerung auf mehr als 98&#039;000 Personen. Ende 2025 näherte sie sich der Marke von 100&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wachstum konzentriert sich besonders auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dietikon;&lt;br /&gt;
* Schlieren;&lt;br /&gt;
* Urdorf;&lt;br /&gt;
* Birmensdorf;&lt;br /&gt;
* Oberengstringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnungen entstehen sowohl auf ehemaligen Industriearealen als auch durch Verdichtung bestehender Quartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger liegt in mehreren Gemeinden deutlich über dem kantonalen Durchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders Dietikon und Schlieren besitzen eine international zusammengesetzte Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Deutsch werden unter anderem gesprochen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Italienisch;&lt;br /&gt;
* Albanisch;&lt;br /&gt;
* Portugiesisch;&lt;br /&gt;
* Spanisch;&lt;br /&gt;
* Türkisch;&lt;br /&gt;
* Serbisch;&lt;br /&gt;
* Kroatisch;&lt;br /&gt;
* Englisch;&lt;br /&gt;
* Tamilisch;&lt;br /&gt;
* Arabisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden führen Integrations-, Sprach- und Begegnungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsstruktur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk besitzt sehr unterschiedliche Siedlungsformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dicht bebaute Stadt- und Vorortgebiete liegen vor allem im Talboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlieren;&lt;br /&gt;
* Dietikon;&lt;br /&gt;
* Oberengstringen;&lt;br /&gt;
* Unterengstringen;&lt;br /&gt;
* Geroldswil;&lt;br /&gt;
* Teile Urdorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dörflicher oder vorstädtisch aufgelockerter sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aesch;&lt;br /&gt;
* Birmensdorf;&lt;br /&gt;
* Uitikon;&lt;br /&gt;
* Oetwil an der Limmat;&lt;br /&gt;
* Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort innerhalb der Agglomeration Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Industrie verlor seit dem späten 20. Jahrhundert teilweise an Bedeutung. Gleichzeitig entwickelten sich neue Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Wirtschaftsbereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bau und Immobilien;&lt;br /&gt;
* Logistik;&lt;br /&gt;
* Detail- und Grosshandel;&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Metallindustrie;&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Forschung;&lt;br /&gt;
* Biotechnologie;&lt;br /&gt;
* Informatik;&lt;br /&gt;
* Beratung;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlieren als Forschungsstandort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlieren entwickelte sich auf ehemaligen Industrieflächen zu einem wichtigen Standort für Biotechnologie, Medizintechnik und wissenschaftsnahe Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zur Universität Zürich, zur ETH Zürich, zu Spitälern und zum Flughafen begünstigt diese Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Fabrik- und Lagerareale wurden in Büros, Labore, Wohnungen und Kulturflächen umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dietikon als Regionalzentrum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietikon ist Verwaltungs-, Einkaufs- und Verkehrszentrum des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt besitzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bezirksbehörden;&lt;br /&gt;
* Einkaufs- und Dienstleistungsangebote;&lt;br /&gt;
* Industrie- und Gewerbegebiete;&lt;br /&gt;
* Bildungs- und Kultureinrichtungen;&lt;br /&gt;
* Bahnhof und regionale Verkehrsknoten;&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet Silbern im Westen Dietikons gehört zu den grössten Gewerbe- und Einkaufsgebieten der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaft besteht vor allem in Aesch, Birmensdorf, Uitikon, Oetwil und Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrieben werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ackerbau;&lt;br /&gt;
* Viehhaltung;&lt;br /&gt;
* Milchwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Obstbau;&lt;br /&gt;
* Weinbau;&lt;br /&gt;
* Direktvermarktung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebe stehen unter starkem Druck durch Siedlungswachstum und Infrastrukturprojekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptbahnlinie Zürich–Baden durchquert den Bezirk von Osten nach Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Bahnhöfe sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlieren;&lt;br /&gt;
* Glanzenberg;&lt;br /&gt;
* Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bahnverbindungen erschliessen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Birmensdorf;&lt;br /&gt;
* Urdorf;&lt;br /&gt;
* Uitikon;&lt;br /&gt;
* das Reppischtal;&lt;br /&gt;
* das Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Linien der Zürcher S-Bahn verbinden den Bezirk direkt mit Zürich Hauptbahnhof, Baden, Aarau, Zug, Affoltern am Albis, Winterthur und weiteren Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bremgarten-Dietikon-Bahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bremgarten-Dietikon-Bahn verbindet Dietikon mit Spreitenbach, Rudolfstetten, Bremgarten und Wohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird innerhalb des Zürcher Verkehrsverbunds als Linie S17 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtgebiet Dietikon verkehrt die Bahn teilweise auf Strassenabschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmattalbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn wurde in mehreren Etappen gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2022 verbindet sie den Bahnhof Zürich Altstetten über Schlieren, Urdorf und Dietikon mit Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke wird als Linie 20 betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* neue Wohn- und Arbeitsplatzgebiete erschliessen;&lt;br /&gt;
* Buslinien entlasten;&lt;br /&gt;
* den grenzüberschreitenden Regionalverkehr verbessern;&lt;br /&gt;
* die Siedlungsentwicklung entlang bestehender Achsen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau führte zu umfangreichen Veränderungen an Strassen, Plätzen und Werkleitungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobahnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn A1 verläuft durch das Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A3 führt aus dem Raum Zürich über Urdorf und Birmensdorf in Richtung Knonaueramt, Zug und Chur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Limmattaler Kreuz treffen wichtige nationale Verkehrsachsen aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gubristtunnel verbindet das Limmattal mit dem Zürcher Nordwesten und dem Flughafenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahnen besitzen grosse wirtschaftliche Bedeutung, verursachen jedoch Lärm, Luftbelastung und räumliche Trennwirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Hauptstrassen verbinden Zürich mit Baden und das Limmattal mit dem Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Pendler- und Güterverkehr führt besonders während der Hauptverkehrszeiten zu Staus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden fördern deshalb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* öffentlichen Verkehr;&lt;br /&gt;
* Veloverbindungen;&lt;br /&gt;
* Fussverkehr;&lt;br /&gt;
* Verkehrsberuhigung;&lt;br /&gt;
* Mobilitätsmanagement;&lt;br /&gt;
* Carsharing;&lt;br /&gt;
* Elektromobilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Limmat und der Reppisch verlaufen regionale Velorouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein durchgehender Limmattal-Veloweg verbindet Zürich mit dem Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autobahnen, Eisenbahnlinien und breite Hauptstrassen bilden jedoch Hindernisse. Neue Unterführungen, Brücken und Veloschnellrouten sollen die Verbindungen verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Gemeinden führen Kindergärten und Primarschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundarschulen bestehen in mehreren regionalen Schulorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bezirk befinden sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Berufsfachschulen;&lt;br /&gt;
* Musikschulen;&lt;br /&gt;
* private Bildungsangebote;&lt;br /&gt;
* Weiterbildungszentren;&lt;br /&gt;
* heilpädagogische Einrichtungen;&lt;br /&gt;
* Angebote der Erwachsenenbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eigene kantonale Mittelschule besteht im Bezirk bisher nicht. Schülerinnen und Schüler besuchen Gymnasien insbesondere in Zürich, Urdorf-nahe Schulen anderer Regionen oder weitere kantonale Mittelschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Bevölkerungswachstum führt zu einem erheblichen Bedarf an zusätzlichen Schulräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Fahr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kloster Fahr]] liegt als aargauische Exklave innerhalb des zürcherischen Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde 1130 gegründet und gehört zum Kloster Einsiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klosteranlage umfasst Kirche, Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Landwirtschaftsflächen und Rebberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das Kloster politisch nicht zum Bezirk Dietikon gehört, ist es eng mit Unterengstringen und Weiningen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruno Weber Park ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bruno Weber Park liegt im Grenzgebiet zwischen Dietikon und Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage wurde vom Künstler Bruno Weber geschaffen und umfasst farbige Betonplastiken, Fabelwesen, begehbare Skulpturen und architektonische Fantasiebauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile des Parks liegen auf aargauischem, andere im Umfeld des zürcherischen Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsmuseen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gemeinden unterhalten Ortsmuseen oder historische Sammlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dokumentieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Industriegeschichte;&lt;br /&gt;
* Vereinsleben;&lt;br /&gt;
* Schulwesen;&lt;br /&gt;
* Verkehr;&lt;br /&gt;
* traditionelle Wohnkultur;&lt;br /&gt;
* Zuwanderung;&lt;br /&gt;
* Siedlungsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Dorfkerne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut erkennbare historische Ortskerne bestehen unter anderem in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aesch;&lt;br /&gt;
* Birmensdorf;&lt;br /&gt;
* Uitikon;&lt;br /&gt;
* Weiningen;&lt;br /&gt;
* Oetwil an der Limmat;&lt;br /&gt;
* Unterengstringen;&lt;br /&gt;
* Urdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauernhäuser, ehemalige Zehntenscheunen, Brunnen und Kirchen erinnern an die frühere ländliche Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industriearchitektur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schlieren und Dietikon sind einzelne Bauten der Industriegeschichte erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgenutzte Fabrikhallen und Gewerbebauten zeigen den Übergang vom Industrie- zum Dienstleistungszeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Erholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmatufer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wege entlang der Limmat gehören zu den wichtigsten Erholungsgebieten des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden genutzt zum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spazieren;&lt;br /&gt;
* Joggen;&lt;br /&gt;
* Velofahren;&lt;br /&gt;
* Baden;&lt;br /&gt;
* Beobachten von Wasservögeln;&lt;br /&gt;
* Picknicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Uferabschnitte besitzen naturnahe Auen- und Kiesflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reppischtal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reppischtal bietet Waldwege, landwirtschaftliche Landschaften und naturnahe Bachabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bildet eine wichtige Grünverbindung vom Türlersee bis zur Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altberg erhebt sich nördlich des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderwege führen durch Wälder und zu Aussichtspunkten über das Tal, die Stadt Zürich und bei guter Sicht zu den Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weinberge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Weiningen, Unterengstringen, Oetwil und weiteren Gemeinden bestehen Rebflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau trägt zur Erhaltung offener Hänge und historischer Kulturlandschaften bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Zusammenarbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Aufgaben können nicht sinnvoll innerhalb einzelner Gemeindegrenzen gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden arbeiten deshalb in Zweckverbänden und regionalen Organisationen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsame Themen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Abwasserreinigung;&lt;br /&gt;
* Kehrichtentsorgung;&lt;br /&gt;
* Feuerwehr;&lt;br /&gt;
* Polizei;&lt;br /&gt;
* Alters- und Pflegeversorgung;&lt;br /&gt;
* öffentlicher Verkehr;&lt;br /&gt;
* Raumplanung;&lt;br /&gt;
* Hochwasserschutz;&lt;br /&gt;
* Energie;&lt;br /&gt;
* Kultur;&lt;br /&gt;
* Standortförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielt die regionale Planungsgruppe Zürcher Planungsgruppe Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattal wird zunehmend als kantonsübergreifender Raum zwischen Zürich und Baden betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausforderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk steht vor einem starken weiteren Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schaffung von Wohnraum;&lt;br /&gt;
* Erhaltung bezahlbarer Wohnungen;&lt;br /&gt;
* Ausbau von Schulen;&lt;br /&gt;
* Verkehrsbelastung;&lt;br /&gt;
* Schutz von Landschaft und Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Lärm durch Strassen und Eisenbahnen;&lt;br /&gt;
* Integration einer vielfältigen Bevölkerung;&lt;br /&gt;
* Hitzeminderung;&lt;br /&gt;
* Hochwasserschutz;&lt;br /&gt;
* Umgestaltung ehemaliger Industriegebiete;&lt;br /&gt;
* Finanzierung der Infrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kantonale Richtplan sieht im Limmattal eine konzentrierte Siedlungsentwicklung entlang gut erschlossener Verkehrsachsen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Dietikon bildet das westliche Eingangstor zum Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verbindet die Stadt Zürich mit dem Aargau und der Nordwestschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bedeutung beruht auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Lage an der Limmat;&lt;br /&gt;
* nationalen Eisenbahn- und Autobahnachsen;&lt;br /&gt;
* der Nähe zur Stadt Zürich;&lt;br /&gt;
* der hohen Bevölkerungsdichte;&lt;br /&gt;
* bedeutenden Wirtschaftsstandorten;&lt;br /&gt;
* der Limmattalbahn;&lt;br /&gt;
* der Verbindung von urbanen Zentren und ländlichen Gemeinden;&lt;br /&gt;
* seiner Funktion als kantonsübergreifender Entwicklungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk steht beispielhaft für den Wandel des schweizerischen Mittellands von einer landwirtschaftlich und industriell geprägten Landschaft zu einem dicht vernetzten urbanen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum oder Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jungsteinzeit&lt;br /&gt;
| Erste bekannte Siedlungs- und Einzelfunde im Limmattal.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Römische Zeit&lt;br /&gt;
| Eine wichtige Strasse verbindet Turicum mit Vindonissa; bei Dietikon besteht ein grosser Gutshof.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frühmittelalter&lt;br /&gt;
| Alemannische Hofgruppen und Dörfer entstehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1107&lt;br /&gt;
| Dietikon wird als &#039;&#039;Dietinchovin&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1130&lt;br /&gt;
| Gründung des Klosters Fahr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1415&lt;br /&gt;
| Eidgenössische Orte erobern den Aargau; Dietikon wird Teil der Grafschaft Baden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1520er-Jahre&lt;br /&gt;
| Einführung der Reformation in den unmittelbar zürcherischen Gemeinden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Ende der alten Herrschaftsordnung; Dietikon und Oetwil kommen zum Kanton Baden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
| Dietikon und Oetwil an der Limmat werden dem Kanton Zürich zugeteilt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1847&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Spanisch-Brötli-Bahn Zürich–Baden durch Schlieren und Dietikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
| Industrialisierung des Limmattals.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| nach 1950&lt;br /&gt;
| Starkes Bevölkerungs- und Siedlungswachstum.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. März 1985&lt;br /&gt;
| Die Zürcher Stimmberechtigten genehmigen die Bildung des Bezirks Dietikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Januar 1986&lt;br /&gt;
| Zollikon wechselt vom Bezirk Zürich zum Bezirk Meilen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 1989&lt;br /&gt;
| Offizielle Bildung des Bezirks Dietikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2008&lt;br /&gt;
| Das eigenständige Bezirksgericht Dietikon nimmt seine Tätigkeit auf.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| Beginn der Hauptarbeiten zur schrittweisen Realisierung der Limmattalbahn.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| Eröffnung der durchgehenden Limmattalbahn zwischen Zürich Altstetten und Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| Die Bezirksbevölkerung nähert sich der Marke von 100&#039;000 Personen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Schlieren]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Limmat]]&lt;br /&gt;
* [[Reppisch]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster Fahr]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Spanisch-Brötli-Bahn]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bezirke des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-dietikon.html Bezirk Dietikon auf der Website des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/politik-staat/bezirke.html Die Bezirke des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.gerichte-zh.ch/de/organisation/bezirksgerichte/bezirksgericht-dietikon Bezirksgericht Dietikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.regionale2025.ch/ Regionale Projektschau Limmattal]&lt;br /&gt;
* [https://www.zpl.ch/ Zürcher Planungsgruppe Limmattal]&lt;br /&gt;
* [https://www.limmattalbahn.ch/ Limmattalbahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.dietikon.ch/ Stadt Dietikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.schlieren.ch/ Stadt Schlieren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Das Limmattal. Landschaft, Geschichte und Kultur&#039;&#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv des Kantons Zürich: &#039;&#039;Die Bildung des Bezirks Dietikon&#039;&#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
* Statistisches Amt des Kantons Zürich: &#039;&#039;Zürcher Gemeinden in Zahlen&#039;&#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
* Zürcher Planungsgruppe Limmattal: &#039;&#039;Regionaler Richtplan Limmattal&#039;&#039;. Dietikon.&lt;br /&gt;
* Verein Regionale Projektschau Limmattal: &#039;&#039;Limmattal – eine Region im Wandel&#039;&#039;. Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirke des Kantons Zürich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dietikon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1989]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Opfikon&amp;diff=701</id>
		<title>Opfikon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Opfikon&amp;diff=701"/>
		<updated>2026-07-24T15:37:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:23em; margin:0 0 1em 1em; border-collapse:collapse; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%; background:#dce8f2; padding:0.5em;&amp;quot; | Opfikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;width:42%; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Region&lt;br /&gt;
| [[Glattal]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeindenummer&lt;br /&gt;
| 0066&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| 8152&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| 5,61 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Referenzhöhe&lt;br /&gt;
| 459 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Tiefster Punkt&lt;br /&gt;
| 420,4 m ü. M. an der Grenze zu Rümlang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Höchster Punkt&lt;br /&gt;
| 481 m ü. M. im Hardwald&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| 21&#039;336 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohnerdichte&lt;br /&gt;
| rund 3&#039;800 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Sprache&lt;br /&gt;
| Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Stadtpräsident&lt;br /&gt;
| Roman Schmid&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Legislative&lt;br /&gt;
| Gemeinderat mit 36 Mitgliedern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Exekutive&lt;br /&gt;
| Stadtrat mit sieben Mitgliedern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Stadtteile&lt;br /&gt;
| Opfikon, Oberhausen, Glattbrugg und Glattpark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gewässer&lt;br /&gt;
| [[Glatt (Rhein)|Glatt]] und Glattpark-See&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Stadt seit&lt;br /&gt;
| 1968&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| [https://www.opfikon.ch/ www.opfikon.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Opfikon&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Bezirk Bülach]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im mittleren [[Glattal]] zwischen der Stadt [[Zürich]] und dem [[Flughafen Zürich]]. Das Gemeindegebiet umfasst die historischen Siedlungen Opfikon und Oberhausen, den verkehrsgeografisch bedeutenden Ortsteil Glattbrugg sowie den seit Beginn des 21. Jahrhunderts entstandenen Stadtteil Glattpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amtliche Bezeichnung der politischen Gemeinde lautet &#039;&#039;&#039;Opfikon&#039;&#039;&#039;. Im alltäglichen Sprachgebrauch, in Firmenadressen und älteren Publikationen wird häufig die Doppelbezeichnung &#039;&#039;&#039;Opfikon-Glattbrugg&#039;&#039;&#039; verwendet. Glattbrugg ist aufgrund seines Bahnhofs, seiner Hauptstrasse, zahlreicher Hotels und der Nähe zum Flughafen überregional bekannter als der historische Dorfkern Opfikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber&amp;quot;&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/ueberopfikon Über Opfikon], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon zählt zu den am dichtesten besiedelten Gemeinden des Kantons Zürich. Ende 2025 betrug der für den kantonalen Finanzausgleich ausgewiesene Einwohnerbestand 21&#039;336 Personen. Davon waren 11&#039;532 Schweizer Staatsangehörige und 9&#039;804 ausländische Staatsangehörige.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kennzahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/kennzahlen Kennzahlen], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung Opfikons wurde wesentlich durch seine Lage an wichtigen Verkehrswegen geprägt. Die Eisenbahn, der Flughafen Zürich, die Autobahnen, die Glattalbahn und die Nähe zur Stadt Zürich machten aus der bis ins frühe 20. Jahrhundert landwirtschaftlich geprägten Gemeinde einen bedeutenden Wohn-, Wirtschafts- und Dienstleistungsstandort. Auf dem ehemaligen Oberhauserriet entstand mit Glattpark einer der grössten neu geplanten Stadtteile der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1968 bezeichnet sich Opfikon als Stadt. 1974 wurde die Gemeindeversammlung durch ein Parlament ersetzt. Opfikon gehört damit zu den wenigen Zürcher Gemeinden mit einem kommunalen Gemeinderat als Legislative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon wurde 1153 erstmals urkundlich als &#039;&#039;&#039;Obfinchoven&#039;&#039;&#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name gehört zu den alemannischen Ortsnamen auf &#039;&#039;-ikon&#039;&#039;. Diese Endung entwickelte sich aus einer althochdeutschen Verbindung eines Personennamens mit dem Wort &#039;&#039;hof&#039;&#039; beziehungsweise dessen Dativ-Mehrzahl &#039;&#039;hofun&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ursprüngliche Form wird &#039;&#039;ze Opfichovun&#039;&#039; angenommen. Die Bedeutung lässt sich sinngemäss als «bei den Höfen der Leute des Opfo oder Opfing» erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Jahrhunderte erschienen unter anderem die Formen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Obfinchoven;&lt;br /&gt;
* Opfichoven;&lt;br /&gt;
* Opfinchon;&lt;br /&gt;
* Opfikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zürichdeutschen Mundart wird der Name gewöhnlich als &#039;&#039;&#039;Opfike&#039;&#039;&#039; ausgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/geschichte/2302 Das frühe Mittelalter], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Glattbrugg&#039;&#039;&#039; entstand aus der Verbindung des Flussnamens Glatt mit einer dort gelegenen Brücke. Ursprünglich bezeichnete Glattbrugg keine selbstständige Dorfsiedlung, sondern den Flussübergang zwischen Opfikon und Oberhausen. Später übertrug sich der Name auf die bei der Brücke entstandenen Gewerbe-, Wohn- und Bahnhofsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oberhausen&#039;&#039;&#039; bezeichnet die ältere Siedlung auf der westlichen Seite der Glatt. Der Name bezieht sich wahrscheinlich auf eine Lage oberhalb oder flussaufwärts eines anderen Hofes beziehungsweise einer Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen von Opfikon wird wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Silber ein schwarzes Tatzenkreuz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwarze Tatzenkreuz geht auf das Wappen des Chorherrenstifts am [[Grossmünster]] in Zürich zurück. Das Stift besass im Mittelalter Güter und Rechte im Gebiet von Oberhausen und Glattbrugg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige rot-weisse beziehungsweise schwarz-weisse Darstellung des Stadtwappens wird auf amtlichen Gebäuden, Publikationen, Fahrzeugen und Fahnen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen erinnert an die jahrhundertelange Verbindung des Gebiets mit kirchlichen Grundherrschaften der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon liegt im mittleren Glattal unmittelbar nördlich der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt grenzt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zürich]];&lt;br /&gt;
* [[Wallisellen]];&lt;br /&gt;
* [[Kloten]];&lt;br /&gt;
* [[Rümlang]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt eine Fläche von 5,61 Quadratkilometern. Rund 44,5 Prozent des Gemeindegebiets sind überbaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefste Punkt liegt auf 420,4 Metern über Meer an der Grenze zu Rümlang. Der höchste Punkt befindet sich auf 481 Metern im Hardwald. Die offizielle Referenzhöhe beträgt 459 Meter über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist überwiegend flach oder leicht gewellt. Grössere Steigungen bestehen hauptsächlich beim historischen Dorfkern Opfikon und an den Übergängen zum Hardwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glattal entstand während und nach den Eiszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Linth-Rhein-Gletscher formte die weite Talebene und hinterliess Moränen, Schotter, Sande und lehmige Ablagerungen. Nach dem Rückzug des Gletschers bildeten sich ausgedehnte Sümpfe, Riedflächen und kleinere Seen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glatt floss ursprünglich in zahlreichen Windungen durch das Tal. Überschwemmungen waren häufig und erschwerten die Besiedlung sowie die landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Fluss korrigiert, begradigt und abgesenkt. Dadurch konnten grössere Flächen entwässert und für Landwirtschaft, Verkehr, Industrie und Wohnungsbau genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glatt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Glatt (Rhein)|Glatt]] ist das wichtigste natürliche Gewässer der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entspringt dem [[Greifensee]] und fliesst über Dübendorf, Wallisellen, Opfikon, Rümlang und Oberglatt zum Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb Opfikons trennt beziehungsweise verbindet sie die historischen Siedlungsräume Opfikon und Oberhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glatt war über Jahrhunderte von Bedeutung für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mühlen;&lt;br /&gt;
* Schmieden;&lt;br /&gt;
* Bewässerung;&lt;br /&gt;
* Fischfang;&lt;br /&gt;
* Entwässerung;&lt;br /&gt;
* Gewerbebetriebe;&lt;br /&gt;
* Verkehr;&lt;br /&gt;
* Erholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Brücke über den Fluss gab Glattbrugg seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Glatt verlaufen heute Fuss- und Velowege. Mehrere Projekte verfolgen das Ziel, den Fluss ökologisch aufzuwerten und zugleich den Hochwasserschutz zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hardwald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hardwald liegt im nördlichen und nordöstlichen Teil des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bildet einen wichtigen Grün- und Erholungsraum zwischen Opfikon, Kloten, Wallisellen und dem Flughafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald dient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Naherholung;&lt;br /&gt;
* der Holzproduktion;&lt;br /&gt;
* dem Natur- und Artenschutz;&lt;br /&gt;
* der Grundwasserbildung;&lt;br /&gt;
* der Kühlung des Siedlungsraums;&lt;br /&gt;
* dem Schutz vor Lärm und Staub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hardwald befindet sich mit 481 Metern der höchste Punkt der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Waldgebiet wird von Wanderwegen, Velorouten und Forststrassen durchzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in der flachen Talebene begünstigt im Winter Nebel und Kaltluftansammlungen. Im Sommer kann sich der dicht bebaute Siedlungsraum stark erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Versiegelung, der Flug- und Strassenverkehr sowie die hohe bauliche Dichte beeinflussen das lokale Klima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bäume, Parkanlagen, der Hardwald, die Glatt und der Opfikerpark besitzen deshalb eine wichtige Funktion für die Kühlung und Belüftung der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtteile und Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon setzt sich aus mehreren historisch und städtebaulich unterschiedlichen Siedlungsräumen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Stadtteile und Siedlungsräume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gebiet&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Entstehung&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Opfikon&lt;br /&gt;
| Alemannische Siedlung, 1153 erstmals erwähnt&lt;br /&gt;
| Historischer Dorfkern, Wohnquartiere, Ortsmuseum und Stadtverwaltung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Oberhausen&lt;br /&gt;
| Frühmittelalterliche Hof- und Dorfsiedlung&lt;br /&gt;
| Ältere Bebauung westlich der Glatt, Übergang zum Glattpark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Glattbrugg&lt;br /&gt;
| Siedlung an der historischen Glattbrücke&lt;br /&gt;
| Bahnhof, Hauptverkehrsachsen, Hotels, Gewerbe und dichter Wohnungsbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Glattpark&lt;br /&gt;
| Seit 2001 planmässig entwickelter Stadtteil&lt;br /&gt;
| Moderne Wohn- und Geschäftsbauten, Opfikerpark und Glattpark-See&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Balsberg&lt;br /&gt;
| Verkehrs- und Gewerbegebiet nahe dem Flughafen&lt;br /&gt;
| Bürogebäude, Hotels, Bahn- und Tramanschlüsse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rohr&lt;br /&gt;
| Älterer Siedlungs- und Flurname&lt;br /&gt;
| Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen zwischen den Stadtteilen sind im heutigen Siedlungsgebiet teilweise nur noch schwer erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon, Glattbrugg und Oberhausen sind weitgehend zusammengewachsen. Glattpark schliesst unmittelbar an die Zürcher Stadtquartiere Seebach und Oerlikon sowie an die Gemeinde Wallisellen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glattal war ursprünglich von Feuchtgebieten, Wäldern und unregulierten Flussläufen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der schwierigen natürlichen Bedingungen hielten sich bereits in der Jungsteinzeit Menschen im Gebiet des heutigen Opfikons auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde beim Bau einer Geflügelfarm ein jungsteinzeitliches Steinkistengrab entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab bestand aus sorgfältig zusammengesetzten Platten aus rotem Glarner Sernifit. Es enthielt zwei menschliche Skelette sowie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ein Feuersteinmesser;&lt;br /&gt;
* eine Dolchklinge;&lt;br /&gt;
* ein kleines Steinbeil;&lt;br /&gt;
* fünf Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab befindet sich heute im [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/geschichte/2301 Urzeit und Mittelalter], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Bronzezeit sind kleinere Funde aus dem Gebiet Oberhausen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Herrschaft lag das heutige Gemeindegebiet zwischen den Siedlungs- und Verkehrszentren Turicum, Kloten und [[Vitudurum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine römische Strasse führte wahrscheinlich von Zürich über das Gebiet von Opfikon nach Kloten und weiter in Richtung Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten bildete einen bedeutenden Verkehrsknoten. Von dort bestanden Verbindungen nach Winterthur, Eglisau und in weitere Teile der römischen Provinz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere römische Siedlungsanlagen sind auf Opfiker Boden nicht nachgewiesen. Das Gebiet dürfte jedoch landwirtschaftlich genutzt und von Verkehrswegen durchquert worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alemannische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Verwaltung liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen im Glattal nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon und Oberhausen entstanden wahrscheinlich als getrennte Hof- und Siedlungsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Endung &#039;&#039;-ikon&#039;&#039; weist auf eine alemannische Gründung hin. Ortsnamen dieser Art werden im Kanton Zürich meist in die Zeit zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste urkundliche Erwähnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1153 nennt die Orte &#039;&#039;&#039;Obfinchoven&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Obrenhusen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urkunde gilt als ältester sicherer schriftlicher Nachweis für Opfikon und Oberhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Siedlungen gehörten kirchlich zur Pfarrei Kloten. Taufen, Eheschliessungen und Bestattungen fanden dort statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalterliche Grundherrschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter war das Land auf verschiedene kirchliche und weltliche Grundherren verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzungen und Rechte hatten unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Grossmünsterstift;&lt;br /&gt;
* das Kloster St. Martin auf dem Zürichberg;&lt;br /&gt;
* das Kloster Wettingen;&lt;br /&gt;
* die Herren von Kyburg;&lt;br /&gt;
* die Habsburger;&lt;br /&gt;
* Zürcher Bürger- und Adelsfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Grafen von Kyburg 1264 gelangten wichtige Herrschaftsrechte an Habsburg-Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon und Oberhausen wurden dem habsburgischen Amt Schwamendingen zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bäuerliche Bevölkerung musste Abgaben, Zehnten und teilweise Frondienste leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfgemeinde Opfikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon entwickelte sich zu einer vergleichsweise selbstständigen Dorfgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauern regelten gemeinsam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dreifelderwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Nutzung der Allmend;&lt;br /&gt;
* Waldrechte;&lt;br /&gt;
* Weiderechte;&lt;br /&gt;
* Unterhalt von Wegen;&lt;br /&gt;
* Brunnen;&lt;br /&gt;
* örtliche Abgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorfmeier, Seckelmeister und Geschworene führten die lokale Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits um 1440 ist in einer Offnung von der Opfiker «Gebursami», der Gemeinschaft der Dorfgenossen, die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/geschichte/2378 Die Entwicklung der einzelnen Gemeinden], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhausen besass zunächst weniger weitgehende Selbstverwaltungsrechte. Die Siedlung lag auf Besitz des Grossmünsterstifts und wurde lange eher als Hof denn als selbstständiges Dorf betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich erwarb im 15. Jahrhundert zunehmend Herrschaftsrechte im Glattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon und Oberhausen wurden Teil des Zürcher Untertanengebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei der städtischen Obrigkeit. Lokale Angelegenheiten wurden weiterhin teilweise durch die Dorfgemeinden geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Getreidebau;&lt;br /&gt;
* Viehzucht;&lt;br /&gt;
* Milchwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Waldnutzung;&lt;br /&gt;
* Weinbau;&lt;br /&gt;
* Handwerk;&lt;br /&gt;
* Taglohnarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattbrücke und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücke über die Glatt war ein wichtiger Übergang auf der Verbindung zwischen Zürich, Kloten und dem nördlichen Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Brücke entstanden eine Mühle, eine Schmiede, Gastwirtschaften und weitere Gewerbebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Glattbrugg übertrug sich allmählich vom Bauwerk auf die entstehende Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserkraft der Glatt wurde für Mühlen und andere technische Anlagen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Reformation wurde in den 1520er-Jahren auch in Opfikon und Oberhausen eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung blieb kirchlich mit Kloten verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klösterliche Güter und Rechte gingen teilweise an die Stadt Zürich oder andere öffentliche Einrichtungen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der reformierte Glaube prägte Schule, Armenfürsorge, Gemeindeleben und kirchliche Organisation bis weit ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Rebbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb Opfikon überwiegend landwirtschaftlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getreidebau besass lange eine grosse Bedeutung. Später gewannen Viehzucht und Milchwirtschaft an Gewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Hängen nördlich und südlich des alten Dorfes bestanden Rebberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 umfasste die Rebbaufläche noch rund 4,8 Hektaren. Während und nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Weinbau weitgehend aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/geschichte/2416 Von den Stätten gewerblichen Fleisses], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinträger auf der Brunnensäule im Opfiker Unterdorf erinnert an die frühere Weinbautradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 brach die alte Zürcher Herrschaftsordnung zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Helvetischen Republik wurde Opfikon zunächst der Gemeinde Kloten zugeteilt. Oberhausen kam zur Gemeinde Seebach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Ordnung schaffte die rechtliche Unterordnung der Landbevölkerung unter die Stadt Zürich grundsätzlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung von Opfikon und Oberhausen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mediationsakte von 1803 wurde die kantonale Verwaltung neu geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon und Oberhausen wurden zur politischen Gemeinde Opfikon vereinigt und dem Bezirk Bülach zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 kam auch die Mühle Glattbrugg vollständig zur Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000054/ Opfikon], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alten Dorfgemeinden bestanden als Zivilgemeinden zunächst weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattkorrektion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigen Überschwemmungen der Glatt führten im 19. Jahrhundert zu umfangreichen Flussbauarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss wurde begradigt, vertieft und eingedämmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwässerung des Oberhauserriets ermöglichte eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Korrekturen schufen die Voraussetzungen für Bahnlinien, Strassen, Industrieanlagen und den Stadtteil Glattpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eingriffe zerstörten jedoch einen grossen Teil der ursprünglichen Auen- und Riedlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 wurde die Bahnlinie zwischen Zürich und Bülach eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glattbrugg erhielt einen Bahnhof und entwickelte sich zu einem regionalen Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später entstand eine weitere Verbindung in Richtung Oberglatt und Flughafenregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn förderte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gewerbeansiedlungen;&lt;br /&gt;
* Pendelverkehr;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungswachstum;&lt;br /&gt;
* Hotel- und Gastgewerbe;&lt;br /&gt;
* Gütertransport;&lt;br /&gt;
* bauliche Ausdehnung Glattbruggs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Glattbrugg wurde wichtiger als der historische Dorfkern. Dadurch gewann der Name Glattbrugg überregional zunehmend an Bekanntheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufhebung der Zivilgemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgemeinden Opfikon und Oberhausen regelten weiterhin lokale Aufgaben wie Brunnen, Wege, Gemeindegüter und Waldnutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 beschlossen beide Körperschaften ihre Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktiven und Passiven gingen auf die politische Gemeinde über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1919 genehmigte die Gemeindeversammlung eine neue Gemeindeordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither lautet der einzige amtliche Name der politischen Gemeinde Opfikon. Die Bezeichnung Opfikon-Glattbrugg blieb jedoch im täglichen Gebrauch verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden zunehmend Gewerbe- und Industriebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die günstige Lage an Eisenbahnlinien und Hauptstrassen machte Glattbrugg zu einem attraktiven Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft verlor schrittweise an Bedeutung. Wohnhäuser, Werkstätten, Lagerhallen und Fabrikgebäude ersetzten Felder und Wiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 lebten noch weniger als 1&#039;000 Menschen in der Gemeinde. Bis 1950 stieg die Einwohnerzahl auf 2&#039;613.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung des Flughafens Zürich bei Kloten im Jahr 1948 veränderte Opfikon grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt unmittelbar südlich des Flughafengeländes und wurde zu einem bevorzugten Standort für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hotels;&lt;br /&gt;
* Fluggesellschaften;&lt;br /&gt;
* Logistikunternehmen;&lt;br /&gt;
* internationale Konzerne;&lt;br /&gt;
* Reiseunternehmen;&lt;br /&gt;
* Autovermietungen;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* Bürodienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist Opfikon stark von Fluglärm und den raumplanerischen Einschränkungen des Flughafenbetriebs betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Starkes Wachstum nach 1950 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein sehr starkes Bevölkerungswachstum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden in Opfikon, Glattbrugg und Oberhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl stieg von 2&#039;613 im Jahr 1950 auf 11&#039;115 im Jahr 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen, Strassen, Sportanlagen, Kirchen und Verwaltungsgebäude mussten erweitert oder neu errichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vormals getrennten Siedlungen wuchsen weitgehend zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhebung zur Stadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 erhielt Opfikon anlässlich des Überschreitens der damals üblichen Grenze von 10&#039;000 Einwohnern die Bezeichnung Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtfest von 1968 begleitete diesen Wandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr wurde das Ortsmuseum eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadterhebung veränderte den amtlichen Gemeindenamen nicht. Dieser blieb Opfikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung des Stadtparlaments ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 ersetzte ein Gemeindeparlament die Gemeindeversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Opfiker Gemeinderat besitzt 36 Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Parlaments entsprach der zunehmenden Grösse, Bevölkerungsvielfalt und Komplexität der kommunalen Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattpark ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberhauserriet blieb trotz seiner günstigen Lage lange weitgehend unüberbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1950er-Jahren bestanden verschiedene Planungen für das Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1957 und 2000 wurde der Quartierplan erarbeitet. Das Plangebiet umfasst 67,4 Hektaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baubeginn der ersten Etappe erfolgte im September 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glattpark wurde als gemischter Stadtteil mit Wohnungen, Arbeitsplätzen, öffentlichen Räumen, Verkehrsanlagen und einem grossen Park entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glattpark&amp;quot;&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/stadtentwicklung/30670 Glattpark], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das langfristige Potenzial wurde mit ungefähr 7&#039;000 Einwohnern und 7&#039;000 Arbeitsplätzen angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon besitzt eine international zusammengesetzte Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten nach der für den Finanzausgleich verwendeten Statistik 21&#039;336 Menschen in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit, 2025&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gruppe&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Personen&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schweizer Staatsangehörige&lt;br /&gt;
| 11&#039;532&lt;br /&gt;
| rund 54 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausländische Staatsangehörige&lt;br /&gt;
| 9&#039;804&lt;br /&gt;
| rund 46 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gesamtbevölkerung&lt;br /&gt;
| 21&#039;336&lt;br /&gt;
| 100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausländeranteil gehört zu den höchsten im Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Bevölkerung hängt mit dem Flughafen, den zahlreichen Unternehmen, der guten Verkehrsanbindung und dem grossen Mietwohnungsangebot zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Deutsch werden zahlreiche weitere Sprachen gesprochen, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Italienisch;&lt;br /&gt;
* Englisch;&lt;br /&gt;
* Portugiesisch;&lt;br /&gt;
* Albanisch;&lt;br /&gt;
* Spanisch;&lt;br /&gt;
* Türkisch;&lt;br /&gt;
* Serbisch;&lt;br /&gt;
* Kroatisch;&lt;br /&gt;
* Tamilisch;&lt;br /&gt;
* Arabisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt führt verschiedene Integrations-, Bildungs- und Begegnungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Entwicklung der Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1467&lt;br /&gt;
| 7 Haushalte&lt;br /&gt;
| Nur für Opfikon überliefert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634&lt;br /&gt;
| 26 Haushalte&lt;br /&gt;
| Zusätzlich 9 Haushalte in Oberhausen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 611&lt;br /&gt;
| Beginn der modernen Bevölkerungsstatistik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 706&lt;br /&gt;
| Noch überwiegend bäuerliche Gemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910&lt;br /&gt;
| weniger als 1&#039;000&lt;br /&gt;
| Wachstum im Umfeld der Eisenbahn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| 2&#039;613&lt;br /&gt;
| Beginn des starken Nachkriegswachstums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| 11&#039;115&lt;br /&gt;
| Kurz nach der Erhebung zur Stadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 12&#039;062&lt;br /&gt;
| Vor der grossen Entwicklung von Glattpark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015&lt;br /&gt;
| rund 18&#039;000&lt;br /&gt;
| Starkes Wachstum durch neue Wohnquartiere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| rund 20&#039;500&lt;br /&gt;
| Fortgesetzte Verdichtung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| 21&#039;336&lt;br /&gt;
| Einwohnerbestand gemäss Finanzausgleichsstatistik&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl kann je nach statistischer Definition leicht unterschiedlich ausfallen. Die wirtschaftliche Wohnbevölkerung umfasst teilweise zusätzliche Personengruppen, beispielsweise Wochenaufenthalterinnen und Wochenaufenthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon besitzt eine parlamentarische Gemeindeorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten politischen Organe sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Stimmberechtigten;&lt;br /&gt;
* der Gemeinderat;&lt;br /&gt;
* der Stadtrat;&lt;br /&gt;
* die Schulpflege;&lt;br /&gt;
* die Sozialbehörde;&lt;br /&gt;
* verschiedene Fachkommissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat ist die Legislative der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus 36 Mitgliedern und wurde 1974 eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder werden für vier Jahre im Proporzverfahren gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat entscheidet unter anderem über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Budget;&lt;br /&gt;
* Jahresrechnung;&lt;br /&gt;
* Steuerfuss;&lt;br /&gt;
* kommunale Erlasse;&lt;br /&gt;
* grössere Kredite;&lt;br /&gt;
* Bau- und Planungsvorlagen;&lt;br /&gt;
* parlamentarische Vorstösse;&lt;br /&gt;
* Beteiligungen und Verträge;&lt;br /&gt;
* Aufsicht über Stadtrat und Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den parlamentarischen Instrumenten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Motion;&lt;br /&gt;
* Postulat;&lt;br /&gt;
* Interpellation;&lt;br /&gt;
* Anfrage;&lt;br /&gt;
* parlamentarische Initiative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtrat bildet die Exekutive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus sechs direkt gewählten Stadtratsmitgliedern sowie dem Präsidenten der Schulpflege, der von Amtes wegen dem Stadtrat angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtsperiode 2026–2030 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtrat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/politikinformationen/2836030 Stadtrat beschliesst Ressortverteilung für die Legislatur 2026–2030], Stadt Opfikon, 21. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Stadtrat 2026–2030&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Person&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Funktion oder Ressort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Roman Schmid&lt;br /&gt;
| Stadtpräsident und Ressort Präsidiales&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heidi Kläusler-Gysin&lt;br /&gt;
| Erste Vizepräsidentin und Ressort Soziales&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bruno Maurer&lt;br /&gt;
| Zweiter Vizepräsident und Ressort Bau und Infrastruktur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reto Bolliger&lt;br /&gt;
| Schulpräsident&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jörg Mäder&lt;br /&gt;
| Ressort Gesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Cirillo Pante&lt;br /&gt;
| Ressort Bevölkerungsdienste&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mathias Zika&lt;br /&gt;
| Ressort Finanzen und Liegenschaften&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtrat arbeitet als Kollegialbehörde und bereitet die Geschäfte des Gemeinderats sowie der Stimmberechtigten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtverwaltung befindet sich an der Oberhauserstrasse in Glattbrugg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren Aufgabenbereichen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidiales;&lt;br /&gt;
* Finanzen und Liegenschaften;&lt;br /&gt;
* Bau und Infrastruktur;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsdienste;&lt;br /&gt;
* Gesellschaft;&lt;br /&gt;
* Soziales;&lt;br /&gt;
* Schule;&lt;br /&gt;
* Sicherheit;&lt;br /&gt;
* Stadtplanung;&lt;br /&gt;
* Umwelt und Energie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon gehört zu den bedeutenden Wirtschaftsstandorten des Glattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen Zürich und Flughafen ermöglicht kurze Verbindungen zu nationalen und internationalen Verkehrsnetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadt bestehen mehr Arbeitsplätze als Einwohnerinnen und Einwohner im erwerbsfähigen Alter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 1&#039;000 Betriebe bieten zusammen ungefähr 20&#039;000 Arbeitsplätze.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/geschichte/2171 Opfikon: die Entwicklung der Stadt], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Wirtschaftszweige sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Luftverkehr und flughafenbezogene Dienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Hotellerie;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* Logistik;&lt;br /&gt;
* Informatik;&lt;br /&gt;
* Telekommunikation;&lt;br /&gt;
* Versicherungen;&lt;br /&gt;
* Beratung;&lt;br /&gt;
* Handel;&lt;br /&gt;
* Immobilien;&lt;br /&gt;
* Bauwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafenregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon ist Mitglied der Standortförderung Flughafenregion Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Unternehmen wählen Glattbrugg oder Glattpark wegen der Nähe zum Flughafen, zum Hauptbahnhof Zürich und zu den Autobahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich zwischen Bahnhof Glattbrugg, Balsberg und Flughafen wird als Teil der &#039;&#039;&#039;Airport City&#039;&#039;&#039; betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Airport City erstreckt sich über Gebiete von Opfikon, Kloten und Rümlang.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/stadtentwicklung/22517 Airport City], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hotellerie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glattbrugg besitzt eine hohe Konzentration von Hotels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebe richten sich an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flugreisende;&lt;br /&gt;
* Geschäftsreisende;&lt;br /&gt;
* Messebesucher;&lt;br /&gt;
* Airlinepersonal;&lt;br /&gt;
* Konferenzgäste;&lt;br /&gt;
* Touristinnen und Touristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hotelbusse, Bahn, Tram und Linienbusse stellen Verbindungen zum Flughafen und zur Stadt Zürich her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattpark als Arbeitsplatzgebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glattpark verbindet Wohn- und Arbeitsplatznutzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere internationale Unternehmen, Verwaltungen und Dienstleistungsbetriebe bezogen dort moderne Bürogebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Zürich Oerlikon, Messe Zürich und Flughafen stärkt die wirtschaftliche Bedeutung des Stadtteils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon ist einer der besterschlossenen Verkehrsknoten im Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Stadtgebiet befinden sich die Bahnhöfe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Opfikon;&lt;br /&gt;
* Glattbrugg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnhöfe werden von Linien der Zürcher S-Bahn bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkte oder umsteigefreie Verbindungen bestehen unter anderem nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich Hauptbahnhof;&lt;br /&gt;
* Zürich Oerlikon;&lt;br /&gt;
* Flughafen Zürich;&lt;br /&gt;
* Kloten;&lt;br /&gt;
* Bülach;&lt;br /&gt;
* Winterthur;&lt;br /&gt;
* Uster;&lt;br /&gt;
* weiteren Gemeinden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Glattbrugg entwickelte sich seit seiner Eröffnung 1865 zum wichtigsten Verkehrszentrum der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattalbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glattalbahn verbindet Zürich Nord mit Opfikon, dem Flughafen, Wallisellen und weiteren Orten des Glattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende 2010 ist das Netz vollständig in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/mobilitaet/30652 Öffentlicher Verkehr], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tramlinien erschliessen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Glattpark;&lt;br /&gt;
* Bahnhof Glattbrugg;&lt;br /&gt;
* Balsberg;&lt;br /&gt;
* Flughafen Zürich;&lt;br /&gt;
* Zürich Oerlikon;&lt;br /&gt;
* Zürich Hauptbahnhof;&lt;br /&gt;
* Wallisellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glattalbahn war eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Glattparks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Buslinien der Verkehrsbetriebe Glattal verbinden die Stadtteile miteinander und mit den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busverbindungen bestehen unter anderem nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flughafen Zürich;&lt;br /&gt;
* Kloten;&lt;br /&gt;
* Wallisellen;&lt;br /&gt;
* Zürich Seebach;&lt;br /&gt;
* Zürich Oerlikon;&lt;br /&gt;
* Rümlang;&lt;br /&gt;
* Bassersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon liegt an bedeutenden Strassenachsen zwischen Zürich, Flughafen und Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahnen A1 und A11 verlaufen in unmittelbarer Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Strassen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schaffhauserstrasse;&lt;br /&gt;
* Flughofstrasse;&lt;br /&gt;
* Thurgauerstrasse;&lt;br /&gt;
* Wallisellerstrasse;&lt;br /&gt;
* Oberhauserstrasse;&lt;br /&gt;
* Birchstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Pendler-, Flughafen- und Wirtschaftsverkehr führt zu hoher Belastung durch Lärm, Abgase und Staus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen Zürich liegt unmittelbar nördlich der Stadtgrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bahnhof Glattbrugg und von mehreren Tram- und Bushaltestellen ist der Flughafen in wenigen Minuten erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum Flughafen bringt wirtschaftliche Vorteile, verursacht aber zugleich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fluglärm;&lt;br /&gt;
* Einschränkungen der Gebäudehöhe;&lt;br /&gt;
* besondere Bauvorschriften;&lt;br /&gt;
* Belastung durch Zubringerverkehr;&lt;br /&gt;
* raumplanerische Konflikte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Glatt und durch den Opfikerpark führen regionale Fuss- und Velorouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verbessert schrittweise die Verbindungen zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* historischem Dorfkern;&lt;br /&gt;
* Bahnhof Opfikon;&lt;br /&gt;
* Bahnhof Glattbrugg;&lt;br /&gt;
* Glattpark;&lt;br /&gt;
* Zürich;&lt;br /&gt;
* Wallisellen;&lt;br /&gt;
* Kloten;&lt;br /&gt;
* Hardwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autobahnen, Bahnlinien und Hauptstrassen stellen jedoch erhebliche räumliche Barrieren dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattpark ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glattpark ist der jüngste und grösste neu geplante Stadtteil Opfikons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Quartierplanverfahren dauerte von 1957 bis 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesamte Planungsgebiet umfasst 67,4 Hektaren. Davon sind rund 31 Hektaren nach Sonderbauvorschriften überbaubar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtteil wurde für ein langfristiges Potenzial von etwa 7&#039;000 Einwohnern und 7&#039;000 Arbeitsplätzen ausgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glattpark&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bebauung umfasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehrfamilienhäuser;&lt;br /&gt;
* Bürogebäude;&lt;br /&gt;
* Hotels;&lt;br /&gt;
* Geschäfte;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* Kindertagesstätten;&lt;br /&gt;
* öffentliche Plätze;&lt;br /&gt;
* Promenaden;&lt;br /&gt;
* Sport- und Freizeitflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur ist überwiegend modern und städtisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opfikerpark ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Opfikerpark bildet den zentralen Freiraum von Glattpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Park mit See wurde eine Fläche von rund 12,8 Hektaren reserviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Spatenstich erfolgte im Juni 2005. Im Dezember 2006 wurde der Park eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;opfikerpark&amp;quot;&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/freizeit/21874 Opfikerpark], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Park gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Glattpark-See;&lt;br /&gt;
* Liegewiesen;&lt;br /&gt;
* Promenaden;&lt;br /&gt;
* Spielbereiche;&lt;br /&gt;
* Beachvolleyballfeld;&lt;br /&gt;
* Basketballfeld;&lt;br /&gt;
* Grillstellen;&lt;br /&gt;
* Fitnessanlagen;&lt;br /&gt;
* Schilf- und Flachwasserbereiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Park soll einen Ausgleich zur dichten Bebauung des Stadtteils schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattpark-See ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der künstlich angelegte Glattpark-See besitzt eine Fläche von ungefähr 23&#039;000 Quadratmetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist etwa 550 Meter lang, 41 Meter breit und bis zu drei Meter tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der See wird durch Regenwasser, Dachwasser und bei Bedarf Grundwasser gespeist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wasser erreicht Badequalität. Das Baden ist in den dafür vorgesehenen Bereichen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geradlinig gestaltete Uferseite bildet eine städtische Kante. Auf der gegenüberliegenden Seite gehen Flachwasserzonen und Schilfpflanzungen in den Park über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdichtung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Glattpark entstehen neue Wohnungen zunehmend durch Verdichtung bestehender Quartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Einfamilienhäuser, Gewerbebauten und kleinere Mehrfamilienhäuser werden teilweise durch grössere Gebäude ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtplanung muss dabei unterschiedliche Interessen miteinander verbinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schaffung von Wohnraum;&lt;br /&gt;
* Schutz historischer Ortsbilder;&lt;br /&gt;
* Erhaltung von Freiflächen;&lt;br /&gt;
* Lärmschutz;&lt;br /&gt;
* Verkehrskapazität;&lt;br /&gt;
* soziale Durchmischung;&lt;br /&gt;
* Klimaanpassung;&lt;br /&gt;
* wirtschaftliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule Opfikon führt Kindergärten, Primarschulen und die Sekundarstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schulanlagen gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bubenholz;&lt;br /&gt;
* Halden;&lt;br /&gt;
* Lättenwiesen;&lt;br /&gt;
* Mettlen;&lt;br /&gt;
* Oberhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wachstum von Glattpark und anderen Quartieren führt zu einem laufenden Bedarf an zusätzlichen Schulräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Bildungsangebot gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* schulergänzende Betreuung;&lt;br /&gt;
* Tagesstrukturen;&lt;br /&gt;
* Musikschule;&lt;br /&gt;
* Schulsozialarbeit;&lt;br /&gt;
* heilpädagogische Angebote;&lt;br /&gt;
* Berufswahlvorbereitung;&lt;br /&gt;
* Integrations- und Sprachförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen befinden sich insbesondere in Zürich, Kloten, Bülach und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon und Oberhausen gehörten während Jahrhunderten zur reformierten Kirchgemeinde Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Bevölkerungswachstum nach dem Bau des Flughafens führte zur Errichtung einer eigenen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Halden wurde 1957 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dient Gottesdiensten, Konzerten, Abdankungen, Unterricht und Gemeindeveranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon bildet heute eine eigene reformierte Kirchgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisch-katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Bevölkerung nahm im 20. Jahrhundert durch Zuwanderung stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche St. Anna in Glattbrugg bildet das Zentrum der katholischen Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Gottesdiensten organisiert die Pfarrei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Religionsunterricht;&lt;br /&gt;
* soziale Angebote;&lt;br /&gt;
* Integrationsarbeit;&lt;br /&gt;
* Jugendveranstaltungen;&lt;br /&gt;
* kulturelle Anlässe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religiöse Vielfalt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Bevölkerung führte zur Entstehung weiterer christlicher, muslimischer, hinduistischer, buddhistischer und anderer religiöser Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 gehörten 4&#039;232 Einwohnerinnen und Einwohner der römisch-katholischen und 1&#039;973 der evangelisch-reformierten Kirche an. 15&#039;019 Personen waren keiner staatlich anerkannten Kirche oder einer anderen Religionsgemeinschaft zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kennzahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorf-Träff und Ortsmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsmuseum befindet sich im Dorf-Träff an der Dorfstrasse im historischen Unterdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude ist ungefähr 350 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eingerichtete Museumswohnung zeigt das alltägliche Leben früherer Generationen in Opfikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung umfasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Möbel;&lt;br /&gt;
* Werkzeuge;&lt;br /&gt;
* Haushaltsgegenstände;&lt;br /&gt;
* landwirtschaftliche Geräte;&lt;br /&gt;
* Fotografien;&lt;br /&gt;
* Dokumente;&lt;br /&gt;
* Gegenstände des lokalen Handwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorf-Träff dient zugleich als Galerie, Veranstaltungsraum und kultureller Begegnungsort.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.opfikon.ch/dorftraeff Dorf-Träff und Ortsmuseum], Stadt Opfikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neujahrsblatt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt veröffentlicht jährlich ein Neujahrsblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Publikationen behandeln Themen aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ortsgeschichte;&lt;br /&gt;
* Politik;&lt;br /&gt;
* Architektur;&lt;br /&gt;
* Verkehr;&lt;br /&gt;
* Wirtschaft;&lt;br /&gt;
* Kultur;&lt;br /&gt;
* Gesellschaft;&lt;br /&gt;
* Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neujahrsblätter bilden zusammen mit den Stadtchroniken eine bedeutende Quelle zur Geschichte Opfikons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleintheater Mettlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kleintheater Mettlen bietet Theater, Kabarett, Musik und weitere Bühnenveranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehört zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbibliothek ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtbibliothek stellt Bücher, Zeitschriften, audiovisuelle Medien und digitale Angebote zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie führt Lesungen, Sprachförderung, Kinderveranstaltungen und Bildungsangebote durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 80 Vereine engagieren sich in Opfikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreten sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sport;&lt;br /&gt;
* Musik;&lt;br /&gt;
* Theater;&lt;br /&gt;
* Kultur;&lt;br /&gt;
* Quartierleben;&lt;br /&gt;
* Natur- und Umweltschutz;&lt;br /&gt;
* Politik;&lt;br /&gt;
* Religion;&lt;br /&gt;
* Integration;&lt;br /&gt;
* Jugend;&lt;br /&gt;
* Seniorenarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und bemerkenswerte Orte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern Opfikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Dorfkern liegt beidseits der Dorfstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Bauernhäuser, Brunnen, Gärten und frühere Wirtschaftsgebäude erinnern an die Zeit vor der Verstädterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterdorf besitzt trotz der umliegenden dichten Bebauung einen teilweise dörflichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorf-Träff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Gebäude des Dorf-Träffs gehört zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beherbergt das Ortsmuseum und eine Galerie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glattbrücke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücke über die Glatt erinnert an den Ursprung des Namens Glattbrugg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Übergang ist Teil eines stark ausgebauten Verkehrsraums. Die historische Funktion als Verbindung zwischen Opfikon und Oberhausen bleibt jedoch im Ortsnamen sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opfikerpark ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Opfikerpark mit dem Glattpark-See ist das bekannteste moderne Landschaftsbauwerk der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage verbindet städtische Architektur mit Wasserflächen, Wiesen und Freizeitangeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hardwald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hardwald ist der grösste zusammenhängende naturnahe Erholungsraum der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche Halden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche Halden ist ein bedeutender Sakralbau der Nachkriegszeit und ein Wahrzeichen des höher gelegenen Siedlungsgebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brunnen im Unterdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Brunnen mit dem Weinträger erinnert an den früheren Rebbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon besitzt zahlreiche Sport- und Freizeitanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freizeitbad Opfikon;&lt;br /&gt;
* Sportanlage Au;&lt;br /&gt;
* Opfikerpark;&lt;br /&gt;
* Glattpark-See;&lt;br /&gt;
* Fussballplätze;&lt;br /&gt;
* Turnhallen;&lt;br /&gt;
* Tennisanlagen;&lt;br /&gt;
* Spielplätze;&lt;br /&gt;
* Hardwald;&lt;br /&gt;
* Fuss- und Velowege entlang der Glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freizeitbad umfasst Hallen- und Freibadbereiche sowie Wellness- und Kursangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Opfikerpark wird für Sport, Erholung, Veranstaltungen und das jährliche Food-Festival genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der hohen Siedlungsdichte bestehen in Opfikon bedeutende Natur- und Freiräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hardwald;&lt;br /&gt;
* Glatt;&lt;br /&gt;
* Opfikerpark;&lt;br /&gt;
* Glattpark-See;&lt;br /&gt;
* kleinere Grünanlagen;&lt;br /&gt;
* Bach- und Uferbereiche;&lt;br /&gt;
* landwirtschaftliche Restflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verfolgt Massnahmen in den Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Energieplanung;&lt;br /&gt;
* Wärmenetze;&lt;br /&gt;
* Gebäudesanierung;&lt;br /&gt;
* Förderung erneuerbarer Energie;&lt;br /&gt;
* ökologische Aufwertung der Glatt;&lt;br /&gt;
* Baumpflanzungen;&lt;br /&gt;
* Hochwasserschutz;&lt;br /&gt;
* Hitzeminderung;&lt;br /&gt;
* Veloverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Umweltbelastung entsteht durch Flug-, Strassen- und Eisenbahnlärm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patengemeinde ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon unterhält eine Partnerschaft mit der bündnerischen Gemeinde [[Val Müstair]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Val Müstair entstand 2009 aus dem Zusammenschluss der früheren Gemeinden Fuldera, Lü, Müstair, Santa Maria Val Müstair, Tschierv und Valchava.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partnerschaft verbindet eine dicht besiedelte Stadt im Zürcher Glattal mit einer ländlichen, rätoromanisch geprägten Berggemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfikon ist ein charakteristisches Beispiel für den raschen Wandel des Zürcher Glattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb weniger Generationen entwickelte sich die Gemeinde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vom Bauerndorf zur Vorortsgemeinde;&lt;br /&gt;
* vom lokalen Siedlungsraum zum internationalen Wirtschaftsstandort;&lt;br /&gt;
* von getrennten Dörfern zu einer zusammenhängenden Stadt;&lt;br /&gt;
* von der Gemeindeversammlung zur parlamentarisch organisierten Stadt;&lt;br /&gt;
* vom Oberhauserriet zum modernen Glattpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt besitzt eine besondere Bedeutung als Verbindungsglied zwischen Zürich und dem Flughafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren prägenden Merkmalen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* internationale Bevölkerung;&lt;br /&gt;
* hohe Arbeitsplatzdichte;&lt;br /&gt;
* ausgezeichnete Verkehrsanbindung;&lt;br /&gt;
* starke Bautätigkeit;&lt;br /&gt;
* Nähe zum Flughafen;&lt;br /&gt;
* Glattpark;&lt;br /&gt;
* Opfikerpark;&lt;br /&gt;
* historische Dorfkerne;&lt;br /&gt;
* Glatt und Hardwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum oder Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jungsteinzeit&lt;br /&gt;
| Ein Steinkistengrab belegt die frühe Anwesenheit von Menschen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Römische Zeit&lt;br /&gt;
| Verkehrswege führen durch das Glattal in Richtung Kloten und Rhein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frühmittelalter&lt;br /&gt;
| Entstehung der alemannischen Siedlungen Opfikon und Oberhausen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1153&lt;br /&gt;
| Erste urkundliche Erwähnung als &#039;&#039;Obfinchoven&#039;&#039; und &#039;&#039;Obrenhusen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1264&lt;br /&gt;
| Nach dem Aussterben der Kyburger gelangen wichtige Herrschaftsrechte an Habsburg-Österreich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1440&lt;br /&gt;
| Die Opfiker Dorfgemeinschaft wird in einer Offnung als «Gebursami» erwähnt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Verstärkung der Zürcher Herrschaft im Glattal.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1520er-Jahre&lt;br /&gt;
| Einführung der Zürcher Reformation.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Ende der Zürcher Untertanenherrschaft; Opfikon und Oberhausen werden vorübergehend verschiedenen Gemeinden zugeteilt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
| Vereinigung von Opfikon und Oberhausen zur politischen Gemeinde Opfikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1852&lt;br /&gt;
| Die Mühle Glattbrugg wird vollständig in die Gemeinde einbezogen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1865&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Eisenbahn und des Bahnhofs Glattbrugg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1918&lt;br /&gt;
| Auflösung der Zivilgemeinden Opfikon und Oberhausen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1919&lt;br /&gt;
| Inkrafttreten einer neuen Gemeindeordnung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Flughafens Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1957&lt;br /&gt;
| Eröffnung der reformierten Kirche Halden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1968&lt;br /&gt;
| Opfikon wird Stadt; Eröffnung des Ortsmuseums.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Einführung des Gemeinderats als Stadtparlament.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| Abschluss des Quartierplanverfahrens für Glattpark.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2001&lt;br /&gt;
| Beginn der ersten Bauetappe von Glattpark.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Opfikerparks.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| Vollständige Inbetriebnahme der Glattalbahn.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| Opfikon zählt 21&#039;336 Einwohnerinnen und Einwohner gemäss Finanzausgleichsstatistik.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2026&lt;br /&gt;
| Der Stadtrat konstituiert sich für die Amtsperiode 2026–2030.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
* [[Glattal]]&lt;br /&gt;
* [[Glattbrugg]]&lt;br /&gt;
* [[Glattpark]]&lt;br /&gt;
* [[Glatt (Rhein)]]&lt;br /&gt;
* [[Flughafen Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Kloten]]&lt;br /&gt;
* [[Wallisellen]]&lt;br /&gt;
* [[Rümlang]]&lt;br /&gt;
* [[Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Glattalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.opfikon.ch/ Offizielle Website der Stadt Opfikon]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000054/ Opfikon im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007814/ Glattbrugg im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.opfikon.ch/geschichte Geschichte der Stadt Opfikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.opfikon.ch/kennzahlen Kennzahlen]&lt;br /&gt;
* [https://www.opfikon.ch/stadtentwicklung/30670 Glattpark]&lt;br /&gt;
* [https://www.opfikon.ch/freizeit/21874 Opfikerpark]&lt;br /&gt;
* [https://www.opfikon.ch/dorftraeff Dorf-Träff und Ortsmuseum]&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-opfikon.ch/ Schule Opfikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.ref-opfikon.ch/ Reformierte Kirchgemeinde Opfikon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Feller: &#039;&#039;Opfikon, Glattbrugg, Oberhausen einst und jetzt&#039;&#039;. Gemeinde Opfikon, Opfikon 1969.&lt;br /&gt;
* Stadt Opfikon: &#039;&#039;Neujahrsblätter der Stadt Opfikon&#039;&#039;. Jährlich erscheinende Publikationsreihe.&lt;br /&gt;
* Stadt Opfikon: &#039;&#039;Chroniken Opfikon 1985–2025&#039;&#039;. Opfikon.&lt;br /&gt;
* Schule Opfikon: &#039;&#039;Schule Opfikon: Menschen, Fakten, Geschichte&#039;&#039;. Opfikon.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Opfikon&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Opfikon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Glatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1153]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1968]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Uitikon</title>
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		<updated>2026-07-24T15:37:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; font-size:125%;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Uitikon&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Uitikon, Switzerland.jpg|frameless|280px|Blick auf Uitikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [[Bezirk Dietikon|Dietikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 0248&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 8142&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 47° 22′ 20″ N, 8° 27′ 11″ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | etwa 550 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 4,365 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 5&#039;695&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Einwohnerstand&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Ende 2024&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Ortsteile&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Uitikon, Waldegg und Ringlikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Gemeindepräsident&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Chris Linder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Einwohnerbezeichnung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Uitikoner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [https://www.uitikon.ch/ uitikon.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Uitikon&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Kanton Zürich]] und gehört zum [[Bezirk Dietikon]]. Sie liegt unmittelbar westlich der Stadt [[Zürich]] am Westhang des [[Uetliberg|Uetlibergs]], am Übergang zwischen dem [[Limmattal]] und dem [[Reppischtal]]. Zur Gemeinde gehören das historische Dorf Uitikon sowie die Ortsteile Waldegg und Ringlikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon ist stark auf die nahe gelegene Stadt Zürich ausgerichtet. Die Gemeinde besitzt jedoch einen eigenen historischen Dorfkern, ausgedehnte Waldgebiete, Schulen, Sportanlagen, kulturelle Einrichtungen und eine kommunale Verwaltung. Durch die Uetlibergbahn und mehrere Buslinien ist sie eng in den [[Zürcher Verkehrsverbund]] eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde 1227 unter der Bezeichnung &#039;&#039;Uͤtinchon&#039;&#039; erstmals schriftlich erwähnt. Bis 1798 bildete Uitikon zusammen mit Ringlikon und zeitweise Niederurdorf eine private Gerichtsherrschaft. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das frühere Bauern- und Weinbauerndorf zu einer wohlhabenden Wohngemeinde der Agglomeration Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000166/&lt;br /&gt;
 |titel=Uitikon&lt;br /&gt;
 |autor=Martin Illi&lt;br /&gt;
 |werk=Historisches Lexikon der Schweiz&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Uitikon wird im Zürcher Dialekt als &#039;&#039;&#039;Üüdike&#039;&#039;&#039; ausgesprochen. Die älteste bekannte schriftliche Form lautet &#039;&#039;Uͤtinchon&#039;&#039; und stammt aus dem Jahr 1227.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname geht wahrscheinlich auf eine althochdeutsche Grundform wie &#039;&#039;Uotinghofun&#039;&#039; zurück. Sie bezeichnete die Höfe oder die Siedlung der Angehörigen eines Mannes namens Uoto oder Uotoing. Der zweite Bestandteil entwickelte sich aus dem althochdeutschen Wort &#039;&#039;hof&#039;&#039;, das einen Hof oder eine bäuerliche Siedlung bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Schreibweisen sind unter anderem &#039;&#039;Utinchon&#039;&#039;, &#039;&#039;Uetinkon&#039;&#039;, &#039;&#039;Uetikon&#039;&#039;, &#039;&#039;Ütikon&#039;&#039; und &#039;&#039;Uitikon&#039;&#039;. Die heutige Schreibweise bewahrt eine ältere Schreibtradition für den langen Ü-Laut. Sie hilft zugleich, den Ort von [[Uetikon am See]] im Bezirk Meilen zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeindename wird gelegentlich mit dem Zusatz &#039;&#039;&#039;Uitikon-Waldegg&#039;&#039;&#039; verwendet. Amtlich heisst die politische Gemeinde jedoch ausschliesslich Uitikon. Uitikon-Waldegg bezeichnet vor allem das zusammengewachsene Siedlungsgebiet rund um den Dorfteil Waldegg und die gleichnamige Bahnstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon liegt am nordwestlichen Ausläufer der Albiskette. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom dicht besiedelten Übergangsraum am Rand der Stadt Zürich bis zu den bewaldeten Hängen des Uetlibergs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Stadt [[Zürich]] im Osten;&lt;br /&gt;
* [[Schlieren]] im Norden;&lt;br /&gt;
* [[Urdorf]] im Nordwesten;&lt;br /&gt;
* [[Birmensdorf ZH|Birmensdorf]] im Westen;&lt;br /&gt;
* [[Stallikon]] im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Dorfkern liegt auf einer Geländeterrasse in ungefähr 550 Metern Höhe. Nach Osten steigt das Gelände gegen Ringlikon und den Uetliberg an. Nach Westen und Südwesten fällt es in Richtung Reppischtal und Birmensdorf ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die direkte Luftlinie zwischen dem Zentrum Uitikons und dem [[Zürich Hauptbahnhof|Zürcher Hauptbahnhof]] beträgt nur wenige Kilometer. Trotz dieser Nähe besitzt Uitikon an seinen südlichen und östlichen Rändern grosse Wald- und Erholungsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geografische Fläche der Gemeinde beträgt 436,5 Hektaren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.uitikon.ch/gemeindeinzahlen&lt;br /&gt;
 |titel=Gemeinde in Zahlen&lt;br /&gt;
 |werk=Gemeinde Uitikon&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bedeutender Teil des Gemeindegebiets ist bewaldet. Die Wälder an den Hängen des Uetlibergs bilden einen zusammenhängenden Natur- und Erholungsraum. Landwirtschaftliche Flächen liegen vor allem westlich und südwestlich des Dorfkerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsfläche hat seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stark zugenommen. Wohnquartiere entstanden insbesondere in Waldegg, Ringlikon und an den Hängen zwischen dem alten Dorf und der Stadtgrenze von Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Hanglage bestehen innerhalb der Gemeinde erhebliche Höhenunterschiede. Die topografische Gliederung beeinflusst den Strassenverlauf, die Bebauung und die räumliche Trennung der Ortsteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet liegt überwiegend im Einzugsbereich der [[Reppisch]]. Mehrere kleinere Bäche entwässern die Hänge des Uetlibergs in westlicher oder südwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewässer wurden früher für Landwirtschaft, Gewerbe und Entwässerung genutzt. Teile der Bachläufe wurden im Zuge des Siedlungswachstums eingedolt oder technisch verbaut. Neuere Projekte verfolgen teilweise das Ziel, Gewässerräume ökologisch aufzuwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft Uitikons wurde während der Eiszeiten durch Gletscher und Schmelzwasser geformt. Moränen, Hangschutt und Molasse bilden den geologischen Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westseite des Uetlibergs ist durch bewaldete Steilhänge, kleinere Geländeterrassen und Tobel geprägt. Von offenen Flächen ergeben sich Ausblicke über das Limmattal, das Reppischtal und bei klarer Sicht bis zu den Jurahöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nebeneinander von städtischer Agglomeration, historischen Dorfstrukturen, Wäldern und Landwirtschaftsflächen prägt den Charakter der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uitikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Hauptort Uitikon liegt westlich der Zürcherstrasse. Sein alter Dorfkern entwickelte sich entlang lokaler Wege und rund um die reformierte Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dorfkern sind mehrere ältere Bauernhäuser, Wohnbauten und öffentliche Gebäude erhalten. Zu den wichtigsten Bauwerken gehören die reformierte Kirche, das Pfarrhaus und das Gemeindezentrum Üdiker-Huus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südwestlich des Dorfkerns befindet sich das ehemalige Gerichtsherrenschloss. Es ist heute Teil des Massnahmenzentrums Uitikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waldegg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldegg liegt südöstlich des Dorfzentrums am Übergang zwischen dem Uetliberghang und dem Reppischtal. Der Name bezeichnete ursprünglich den erhöhten Übergang an der Strasse zwischen Zürich und Birmensdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Siedlung Uitikon-Waldegg entwickelte sich vor allem im 20. Jahrhundert rund um die Station der Uetlibergbahn. Die Bebauung besteht überwiegend aus Wohnhäusern, kleineren Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark befahrene Hauptstrasse über die Waldegg trennt das Siedlungsgebiet teilweise in verschiedene Bereiche. Zugleich stellt sie eine wichtige Verbindung zwischen Zürich, Uitikon und Birmensdorf dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung sind Teile der ehemaligen militärischen Sperrstelle Waldegg erhalten. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs als Bestandteil der Limmatstellung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ringlikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ringlikon liegt östlich von Waldegg am Westhang des Uetlibergs. Der Ort besitzt eine eigene Station der Uetlibergbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ringlikon war bis 1917 eine selbstständige Zivilgemeinde innerhalb der politischen Gemeinde Uitikon. Die Zivilgemeinde verwaltete gemeinschaftliche Güter und erfüllte lokale Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil besteht aus einem älteren Siedlungskern und neueren Wohnquartieren. Wegen seiner erhöhten Lage und der Nähe zum Wald ist Ringlikon ein beliebter Wohn- und Ausgangsort für Spaziergänge und Wanderungen auf den Uetliberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuhaus und weitere Siedlungsplätze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gemeindegebiet gehören ausserdem kleinere historische Siedlungsplätze und Flurnamen wie Neuhaus, Schwanden, Büel und Allmend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige dieser Bezeichnungen erinnern an frühere Einzelhöfe, landwirtschaftliche Güter oder gemeinschaftlich genutzte Flächen. Durch die bauliche Entwicklung sind mehrere ehemals getrennte Siedlungsbereiche heute miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus Uitikon und seiner Umgebung weisen darauf hin, dass das Gebiet bereits vor der mittelalterlichen Dorfgründung genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Römerzeit sind Spuren einer landwirtschaftlichen Besiedlung bekannt. Das Gebiet lag im Hinterland des römischen Vicus Turicum, aus dem sich die Stadt Zürich entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Verwaltung entstanden im frühen Mittelalter alemannische Höfe und kleinere Siedlungen. Aus einer solchen Hofgruppe entwickelte sich wahrscheinlich das spätere Uitikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon wurde 1227 als &#039;&#039;Uͤtinchon&#039;&#039; erstmals schriftlich erwähnt. Ringlikon erscheint in mittelalterlichen Quellen ebenfalls als bäuerliche Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundbesitz und Herrschaftsrechte waren auf verschiedene geistliche und weltliche Eigentümer verteilt. Klöster, Zürcher Stifte, städtische Familien und regionale Adelige besassen Höfe, Zehnten und andere Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Gerichtsbarkeit lag zeitweise bei der Grafschaft Baden beziehungsweise bei den eidgenössischen Orten, die diese Gemeine Herrschaft verwalteten. Die niedere Gerichtsbarkeit über Uitikon und Ringlikon wurde dagegen als private Herrschaft vergeben oder verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchlich gehörten Uitikon und Ringlikon ursprünglich zur Pfarrei [[Altstetten (Stadt Zürich)|Altstetten]]. Für Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen mussten die Bewohner deshalb nach Altstetten gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Einfluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zur Stadt Zürich beeinflusste die politische und wirtschaftliche Entwicklung stark. Zürcher Bürgerfamilien erwarben im Gebiet Land, Höfe und Herrschaftsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Reformation von 1523 bis 1525 übernahm Uitikon wie das übrige Zürcher Einflussgebiet den reformierten Glauben. Die kirchliche Verbindung mit Altstetten bestand zunächst weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaft, Viehzucht, Obstbau und Weinbau bildeten die wirtschaftliche Grundlage. Viele Einwohner waren zusätzlich in Heimarbeit oder im lokalen Gewerbe tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichtsherrschaft der Familie Steiner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 kaufte Hans Peter Steiner die Gerichtsherrschaft Uitikon. Die Familie Steiner war aus Zug nach Zürich gekommen und hatte dort durch Handel, Militärdienst und politische Ämter Ansehen erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerichtsherrschaft umfasste Uitikon und Ringlikon. 1618 erwarben die Steiner zusätzlich Rechte über Niederurdorf. Die Gerichtsherren übten die niedere Gerichtsbarkeit aus, regelten lokale Streitfälle, verwalteten Abgaben und besassen weitere herrschaftliche Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Jakob Steiner liess von 1624 bis 1626 südwestlich des Dorfes einen repräsentativen Landsitz errichten. Das Gebäude wurde später als Schloss Uitikon bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steiners blieben bis zum Ende des Ancien Régime Gerichtsherren. Ihre Stellung verband private Grundherrschaft, richterliche Befugnisse und gesellschaftliche Repräsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der reformierten Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Jakob Steiner veranlasste 1625 den Bau einer eigenen Kirche für Uitikon. Sein Vorhaben erfüllte den Wunsch nach einer selbstständigen Kirchgemeinde und verkürzte den Weg zum Gottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1626 konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden. Uitikon wurde von der Kirchgemeinde Altstetten getrennt und erhielt eine eigene Pfarrstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche gilt als einer der frühen reformierten Kirchenneubauten im Kanton Zürich. Anders als zahlreiche ältere Kirchen war sie nicht aus einem vorreformatorischen katholischen Gotteshaus hervorgegangen, sondern wurde nach der Reformation neu errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchengebäude wurde später mehrfach umgebaut und erweitert. Es blieb Mittelpunkt des religiösen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert war Uitikon vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Bauern betrieben Ackerbau, Viehzucht, Obstbau und Waldwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An geeigneten Hängen wurde Wein angebaut. Der Rebbau erreichte im 18. und 19. Jahrhundert eine grössere Bedeutung, ging jedoch durch Pflanzenkrankheiten, wirtschaftliche Veränderungen und die Konkurrenz anderer Weinregionen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wälder lieferten Bau- und Brennholz. Gemeinsame Nutzungsrechte an Wald und Allmend führten zur Bildung lokaler Korporationen und Zivilgemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Landwirtschaft bestand Heimarbeit, insbesondere für die Zürcher Textilwirtschaft. Sie ermöglichte bäuerlichen Familien ein zusätzliches Einkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und moderne Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im Jahr 1798 wurde die private Gerichtsherrschaft aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon wurde zu einer modernen politischen Gemeinde. Die alten herrschaftlichen Rechte verloren ihre öffentlich-rechtliche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Helvetik, der Mediationszeit und der Restauration wechselte die übergeordnete Bezirkseinteilung mehrfach. Seit der Neuordnung von 1831 gehörte Uitikon zum Bezirk Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 wurde Uitikon bei der Bildung des Bezirks Dietikon diesem neuen Bezirk zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung des Schlossguts ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie Steiner blieb auch nach 1798 Eigentümerin des Schlosses und des zugehörigen Guts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873 ging die Anlage an einen Verband mehrerer Gemeinden über. Dieser richtete dort eine Erziehungs- und Arbeitsanstalt ein. Die Einrichtung wurde im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehrfach organisatorisch und baulich verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der früheren Anstalt entwickelte sich das heutige Massnahmenzentrum Uitikon des Kantons Zürich. Das ehemalige Schloss bildet weiterhin einen Teil des Gebäudekomplexes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uetlibergbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 wurde die Uetlibergbahn von Zürich auf den Uetliberg eröffnet. Die Strecke führte durch das Gebiet der Gemeinde Uitikon und erhielt Haltepunkte in Waldegg und Ringlikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn erleichterte den Zugang zur Stadt Zürich und förderte den Ausflugsverkehr auf den Uetliberg. Zunächst spielte sie für den alltäglichen Pendlerverkehr eine geringere Rolle als heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden Verstädterung der Region gewann die Bahn an Bedeutung. Die Stationen Uitikon Waldegg und Ringlikon wurden zu wichtigen Ausgangspunkten der Siedlungsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Uitikon noch ein überschaubares Dorf. Die meisten Gebäude lagen im historischen Zentrum, in Ringlikon und entlang der Hauptstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ringlikon verlor 1917 den Status einer selbstständigen Zivilgemeinde. Ihre Aufgaben und Vermögenswerte gingen schrittweise an die politische Gemeinde oder andere Körperschaften über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein starkes Bevölkerungs- und Siedlungswachstum ein. Die Nähe zu Zürich, die landschaftlich attraktive Hanglage und die guten Verkehrsverbindungen machten Uitikon zu einer gefragten Wohngemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliche Flächen wurden teilweise überbaut. Neue Quartiere, Strassen, Schulhäuser und Versorgungseinrichtungen entstanden. Uitikon entwickelte sich zunehmend zu einer Gemeinde mit einem hohen Anteil an Pendlerinnen und Pendlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Uitikon eng mit dem Wirtschafts- und Lebensraum Zürich verbunden. Gleichzeitig bemüht sich die Gemeinde, den historischen Dorfkern, die Wälder und die landschaftlichen Freiräume zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde zählte Ende 2024 insgesamt 5&#039;695 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie bezeichnet sich als steuergünstige Wohngemeinde und verfügt über Schulen, Sportanlagen, eine Bibliothek und das Gemeindezentrum Üdiker-Huus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeinde&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.uitikon.ch/geschichte&lt;br /&gt;
 |titel=Ortsgeschichte&lt;br /&gt;
 |werk=Gemeinde Uitikon&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr beziehungsweise Zeitraum&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Römische Zeit&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftliche Nutzung und Besiedlung im Gebiet des heutigen Uitikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| Erste schriftliche Erwähnung als &#039;&#039;Uͤtinchon&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1520er-Jahre&lt;br /&gt;
| Einführung der Reformation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1614&lt;br /&gt;
| Hans Peter Steiner erwirbt die Gerichtsherrschaft Uitikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1618&lt;br /&gt;
| Erweiterung der Steiner-Herrschaft um Niederurdorf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1624–1626&lt;br /&gt;
| Bau des Schlosses Uitikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1625–1626&lt;br /&gt;
| Bau der reformierten Kirche und Gründung einer selbstständigen Kirchgemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Aufhebung der privaten Gerichtsherrschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1873&lt;br /&gt;
| Übergang des Schlossguts an einen Gemeindeverband und Einrichtung einer Erziehungsanstalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Uetlibergbahn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1917&lt;br /&gt;
| Aufhebung der Zivilgemeinde Ringlikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1934&lt;br /&gt;
| Zuteilung zum neu geschaffenen Bezirk Dietikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab etwa 1950&lt;br /&gt;
| Starkes Bevölkerungs- und Siedlungswachstum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Sternwarte Uitikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| Die Gemeinde zählt 5&#039;695 Einwohnerinnen und Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon erlebte sein stärkstes Bevölkerungswachstum in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühere Dorfbevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Weinbau, Waldwirtschaft und Heimarbeit. Mit der Industrialisierung und dem Ausbau der Verkehrsverbindungen nahm die Zahl der auswärts Beschäftigten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1950 entstanden zahlreiche Einfamilienhausquartiere. Später wurden auch Mehrfamilienhäuser und verdichtete Wohnanlagen gebaut. Die Bevölkerung wuchs dadurch deutlich stärker als in den vorhergehenden Jahrhunderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon besitzt einen vergleichsweise hohen Anteil an Personen, die ausserhalb der Gemeinde arbeiten. Wichtigstes Pendlerziel ist die Stadt Zürich. Weitere Arbeitsorte liegen im Limmattal, in Zug und in anderen Gemeinden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch ist die wichtigste Alltagssprache. Neben Schweizerdeutsch und Hochdeutsch werden aufgrund der internationalen Zusammensetzung der Bevölkerung zahlreiche weitere Sprachen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeversammlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon ist als Versammlungsgemeinde organisiert. Das oberste kommunale Organ ist die Gemeindeversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Gemeindeversammlung können die stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner über kommunale Sachgeschäfte entscheiden. Dazu gehören insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Budget und die Jahresrechnung;&lt;br /&gt;
* der kommunale Steuerfuss;&lt;br /&gt;
* grössere Kredite;&lt;br /&gt;
* Bau- und Zonenordnungen;&lt;br /&gt;
* kommunale Erlasse;&lt;br /&gt;
* weitere Geschäfte gemäss Gemeindeordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Vorlagen werden an der Urne entschieden. Dazu gehören Wahlen sowie Geschäfte, die dem obligatorischen oder fakultativen Referendum unterstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der Gemeinderat. Er besteht aus sechs direkt gewählten Mitgliedern sowie dem Präsidium der Schulpflege, das von Amtes wegen ebenfalls dem Gemeinderat angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat leitet die Verwaltung und ist in verschiedene Ressorts gegliedert. Dazu gehören unter anderem Präsidiales, Finanzen, Hochbau, Tiefbau, Gesellschaft, Gesundheit und Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindepräsident für die Amtsdauer 2026 bis 2030 ist Chris Linder. Der Gemeinderat konstituierte sich im Juli 2026 neu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeinderat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.uitikon.ch/gemeinderat&lt;br /&gt;
 |titel=Gemeinderat&lt;br /&gt;
 |werk=Gemeinde Uitikon&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindewappen wird wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Rot ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht auf die mittelalterlichen Herren von Uitikon zurück. Der rote Löwe auf dem goldenen Schrägbalken wurde im 20. Jahrhundert als offizielles Gemeindewappen übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wappen und Gemeindefarben erscheinen auf amtlichen Publikationen, Gebäuden und kommunalen Fahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon ist in erster Linie eine Wohngemeinde. Die Mehrheit der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet ausserhalb des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gemeinde bestehen dennoch zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen. Zu den wichtigsten Bereichen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bau- und Immobilienwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Handwerk;&lt;br /&gt;
* Beratung und Finanzdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen;&lt;br /&gt;
* Detailhandel;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäfte für den täglichen Bedarf befinden sich vor allem im Dorfzentrum und im Gebiet Waldegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft hat gegenüber früher stark an Bedeutung verloren. Einzelne Betriebe bewirtschaften weiterhin Wiesen, Ackerflächen und Weiden. Die Waldwirtschaft besitzt wegen des grossen Waldanteils weiterhin eine lokale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Massnahmenzentrum Uitikon gehört zu den grösseren öffentlichen Arbeitgebern in der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uetlibergbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gemeindegebiet liegen die Bahnstationen &#039;&#039;&#039;Uitikon Waldegg&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Ringlikon&#039;&#039;&#039;. Beide werden von der Linie S10 der [[Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn]] bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uetlibergbahn verbindet Uitikon mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich Triemli;&lt;br /&gt;
* Zürich Binz;&lt;br /&gt;
* Zürich Selnau;&lt;br /&gt;
* [[Zürich Hauptbahnhof]];&lt;br /&gt;
* dem Uetliberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn besitzt für den Pendler- und Freizeitverkehr eine grosse Bedeutung. Die Fahrzeit von Uitikon Waldegg in das Zentrum von Zürich beträgt ungefähr zwölf Minuten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verkehr&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://online.fahrplaninfo.zvv.ch/frame_hst3.php?%24hstName=Uitikon+Waldegg&amp;amp;hstNr=12532&amp;amp;lang=de&lt;br /&gt;
 |titel=Uitikon Waldegg – Haltestellen- und Linienfahrpläne&lt;br /&gt;
 |werk=Zürcher Verkehrsverbund&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Buslinien verbinden die Ortsteile mit den Bahnstationen und den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 201 verkehrt über Ringlikon und Uitikon Waldegg nach Schlieren Zentrum beziehungsweise zum Bahnhof Schlieren. Weitere Verbindungen führen in Richtung Zürich Triemli, Birmensdorf, Stallikon und Wettswil am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ortsbus erschliesst Wohnquartiere, Schulen, das Dorfzentrum und die Bahnstation Uitikon Waldegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Strassenverbindung ist die Hauptstrasse von Zürich über die Waldegg nach Birmensdorf. Sie führt weiter in Richtung Knonaueramt und Autobahnanschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Westumfahrung und die Autobahn A3 sind von Uitikon aus rasch erreichbar. Dadurch bestehen gute Strassenverbindungen in Richtung Zürich, Limmattal, Zug und Chur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstrasse über die Waldegg ist stark befahren. Lärm, Verkehrssicherheit und die Trennwirkung der Strasse sind wiederkehrende kommunalpolitische Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderwege verbinden Uitikon mit dem Uetliberg, dem Reppischtal, Birmensdorf, Albisrieden und Schlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das steile Gelände erschwert teilweise den Veloverkehr. Dennoch bestehen regionale und lokale Velorouten sowie Verbindungen zu den Zürcher Stadtquartieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder oberhalb von Uitikon besitzen ein dichtes Netz von Forst-, Spazier- und Wanderwegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon führt Kindergärten, Primarschulen und die Sekundarschule innerhalb der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schulen bieten Blockzeiten, Mittagstische und weitere Betreuungsangebote an. Ergänzt wird das Angebot durch Kinderkrippen und schulergänzende Tagesstrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen und Berufsfachschulen befinden sich vor allem in Zürich, Urdorf, Dietikon und anderen Gemeinden der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde- und Schulbibliothek liegt im Quartier Leuen. Sie stellt Bücher, Zeitschriften, audiovisuelle und digitale Medien bereit und organisiert regelmässig Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen und Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche wurde 1625 und 1626 auf Initiative des Gerichtsherrn Hans Jakob Steiner errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau entstand nach der Zürcher Reformation und gehört damit zu den frühen eigentlichen reformierten Kirchenneubauten im Kanton Zürich. Die Gemeinde wurde gleichzeitig kirchlich von Altstetten getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert. Es besitzt einen schlichten, für Zürcher Landkirchen typischen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche und Pfarrhaus bilden gemeinsam mit benachbarten historischen Gebäuden einen wichtigen Bestandteil des Dorfkerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Bevölkerung gehört zur katholischen Kirchgemeinde Aesch-Birmensdorf-Uitikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das starke Bevölkerungswachstum des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl katholischer und später auch anderer religiöser Gemeinschaften zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute lebt in Uitikon eine religiös vielfältige Bevölkerung. Neben den beiden grossen Landeskirchen bestehen weitere christliche, jüdische, muslimische und konfessionslose Bevölkerungsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Uitikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Uitikon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss Uitikon wurde von 1624 bis 1626 für Hans Jakob Steiner errichtet. Es diente der Familie Steiner als Herrschaftssitz und Landsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweigeschossige Gebäude besitzt ein Krüppelwalmdach und seitliche Türmchen. Über dem Eingang befindet sich eine religiöse Inschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ursprünglichen Schlossgut gehörten Wirtschaftsgebäude, Stallungen, Gärten, ein Weiher und ein Rebberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 19. Jahrhundert wird das Areal für eine Erziehungs- beziehungsweise Massnahmenanstalt genutzt. Das Schloss ist heute Teil des Massnahmenzentrums Uitikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche von 1625/1626 ist eines der bedeutendsten historischen Bauwerke der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie steht im alten Dorfkern und erinnert an die Gründung der selbstständigen Kirchgemeinde. Ihre zurückhaltende Architektur entspricht der reformierten Tradition der Zürcher Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Üdiker-Huus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Üdiker-Huus ist das Gemeinde- und Veranstaltungszentrum von Uitikon. Es liegt im historischen Dorfkern und wird für Gemeindeversammlungen, kulturelle Veranstaltungen, Vereinsanlässe und private Feiern genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum bildet gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung, der Kirche und weiteren öffentlichen Einrichtungen einen Mittelpunkt des kommunalen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sternwarte Uitikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sternwarte Uitikon befindet sich auf der Allmend. Sie wurde 1979 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Entstehung geht auf eine Schenkung astronomischer Instrumente durch Hans Baumann zurück. Die Anlage umfasst Beobachtungsinstrumente und ein Sonnenlabor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliche Führungen und Beobachtungsabende vermitteln Kenntnisse über Astronomie, Planeten, Sterne und die Sonne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sternwarte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.sternwarte-uitikon.ch/about.htm&lt;br /&gt;
 |titel=Die Sternwarte Uitikon&lt;br /&gt;
 |werk=Sternwarte Uitikon&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperrstelle Waldegg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sperrstelle Waldegg wurde 1939 und 1940 als Teil der militärischen Limmatstellung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollte einen gegnerischen Vorstoss über den Übergang Waldegg in Richtung Reusstal und Gotthard verhindern. Die Anlage bestand aus Geländehindernissen, Panzersperren, Bunkern und vorbereiteten Strassensperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der ehemaligen Befestigung liegen auf dem Gebiet von Uitikon und der Stadt Zürich. Erhaltene Betonpfähle und weitere Spuren erinnern an die militärische Bedeutung des Übergangs während des Zweiten Weltkriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Massnahmenzentrum Uitikon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Massnahmenzentrum Uitikon&#039;&#039;&#039;, abgekürzt MZU, ist eine kantonale Einrichtung für straffällige männliche Jugendliche und junge Erwachsene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es verfügt über offene und geschlossene Vollzugsplätze. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeitsentwicklung, therapeutische Behandlung, Deliktarbeit, schulische Förderung und Berufsausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung besitzt eine interne Berufsschule sowie Ausbildungsbetriebe. Ziel ist es, die eingewiesenen Personen auf ein selbstständiges und gesetzestreues Leben vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Massnahmenzentrum verfügt über 58 Vollzugsplätze, davon 28 im geschlossenen und 30 im offenen Vollzug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MZU&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/massnahmenzentrum-uitikon.html&lt;br /&gt;
 |titel=Massnahmenzentrum Uitikon&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Zürich&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kulturelle Leben wird durch die Gemeinde, Kirchgemeinden, Schulen und zahlreiche Vereine getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Üdiker-Huus dient als wichtiger Veranstaltungsort. Dort finden Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Ausstellungen, Gemeindeversammlungen und Vereinsanlässe statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeindekurier informiert über Politik, Verwaltung, Kultur, Schulen, Vereine und lokale Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik-, Turn-, Sport-, Natur-, Kultur- und Quartiervereine prägen das gesellschaftliche Leben. Wiederkehrende Anlässe sind die Bundesfeier, Konzerte, Märkte, Sportveranstaltungen und kirchliche Feste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Allmend befinden sich verschiedene Sport- und Freizeitanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Angebot gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ein Hallenbad;&lt;br /&gt;
* ein Fitnessraum;&lt;br /&gt;
* eine Sauna;&lt;br /&gt;
* Sporthallen;&lt;br /&gt;
* Fussball- und Aussensportplätze;&lt;br /&gt;
* ein Vita-Parcours;&lt;br /&gt;
* Spielplätze;&lt;br /&gt;
* die Sternwarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder am Uetliberg werden zum Wandern, Joggen, Velofahren und für weitere Freizeitaktivitäten genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstationen Ringlikon und Uitikon Waldegg sind beliebte Ausgangspunkte für Wanderungen auf den Uetliberg, zur Felsenegg und in das Reppischtal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder des Uetlibergs sind der wichtigste Naturraum der Gemeinde. Sie erfüllen Funktionen als Lebensraum, Erholungsgebiet, Holzlieferant und Schutzwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den vorkommenden Tierarten gehören Rehe, Füchse, Dachse, Eichhörnchen, Spechte, Greifvögel und zahlreiche weitere Waldvögel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldränder, Hecken, Bachläufe und Landwirtschaftsflächen tragen zur ökologischen Vielfalt bei. Die Gemeinde unterstützt Massnahmen zur Förderung einheimischer Pflanzen und zur Vernetzung von Lebensräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Siedlungsdruck stellt die Raumplanung vor die Aufgabe, Wohnraumentwicklung und Verdichtung mit dem Schutz des Dorfkerns und der Landschaft zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Uitikon verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hans Jakob Steiner]] (1576–1625), Gerichtsherr, Offizier und Bauherr von Schloss und Kirche;&lt;br /&gt;
* [[Johann Rudolf Schinz]] (1723–1790), Pfarrer, Naturforscher und Vertreter der Aufklärung;&lt;br /&gt;
* [[Johann Caspar Ulrich]] (1705–1768), reformierter Theologe und von 1730 bis 1742 Pfarrer in Uitikon;&lt;br /&gt;
* Ernst Kappeler (1911–1987), Schriftsteller;&lt;br /&gt;
* [[Ernst Sieber]] (1927–2018), reformierter Pfarrer und Gründer sozialer Einrichtungen;&lt;br /&gt;
* Werner Vetterli (1929–2008), Sportreporter und Politiker;&lt;br /&gt;
* [[Erich Vogel]] (geboren 1939), Fussballtrainer und Sportmanager;&lt;br /&gt;
* [[Roger Schawinski]] (geboren 1945), Journalist und Medienunternehmer;&lt;br /&gt;
* Willi Wottreng (geboren 1948), Journalist und Schriftsteller;&lt;br /&gt;
* Andreas Brunner (1949–2026), Jurist und leitender Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich;&lt;br /&gt;
* Nelly Sauter (1959–2021), Fussballspielerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung innerhalb der Region ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uitikon nimmt eine besondere Stellung zwischen der Stadt Zürich und dem Limmattal ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Administrativ gehört die Gemeinde zum Bezirk Dietikon und damit zum Limmattal. Verkehrlich, wirtschaftlich und kulturell ist sie jedoch stark auf die Stadt Zürich ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage an der Westflanke des Uetlibergs verbindet städtische Nähe mit einem hohen Anteil an Wald- und Erholungsflächen. Diese Kombination machte Uitikon zu einer begehrten Wohngemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig bewahrt der Ort mit seinem Dorfkern, der reformierten Kirche und dem ehemaligen Gerichtsherrenschloss bedeutende Zeugnisse seiner Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Uetliberg]]&lt;br /&gt;
* [[Ringlikon]]&lt;br /&gt;
* [[Waldegg (Uitikon)]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Uitikon]]&lt;br /&gt;
* [[Massnahmenzentrum Uitikon]]&lt;br /&gt;
* [[Uetlibergbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn]]&lt;br /&gt;
* [[Sperrstelle Waldegg]]&lt;br /&gt;
* [[Birmensdorf ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Schlieren]]&lt;br /&gt;
* [[Urdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Stallikon]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Louis Kägi: &#039;&#039;Uitikon. Aus der Vergangenheit eines Zürcher Dorfes.&#039;&#039; Gemeinde Uitikon, Uitikon 1975.&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band IX: Der Bezirk Dietikon. Uitikon.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997.&lt;br /&gt;
* Friedrich Hegi: &#039;&#039;Die Steiner von Zug und Zürich, Gerichtsherren von Uitikon. Ein Beitrag zur Sozial- und Personengeschichte des Alten Zürich.&#039;&#039; Zürich 1953.&lt;br /&gt;
* Walter Habersaat: &#039;&#039;Weinbau, Obstbau und Waldwirtschaft in der Gemeinde Uitikon.&#039;&#039; Thalwil 1945.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Uitikon: Veröffentlichungen und Beiträge zur Ortsgeschichte im &#039;&#039;Gemeindekurier&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Uitikon.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.uitikon.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Uitikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.uitikon.ch/geschichte Ortsgeschichte der Gemeinde Uitikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.uitikon.ch/gemeindeinzahlen Zahlen und Fakten zur Gemeinde]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000166/ Uitikon im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/massnahmenzentrum-uitikon.html Massnahmenzentrum Uitikon beim Kanton Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.sternwarte-uitikon.ch/ Sternwarte Uitikon]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch/ Uitikon auf der Landeskarte der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Uitikon|Uitikon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Uetliberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1227]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
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		<title>Zollikon</title>
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		<updated>2026-07-24T15:37:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:23em; margin:0 0 1em 1em; border-collapse:collapse; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%; background:#dce8f2; padding:0.5em;&amp;quot; | Zollikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;width:42%; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Meilen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Region&lt;br /&gt;
| [[Pfannenstiel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeindenummer&lt;br /&gt;
| 0161&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Postleitzahlen&lt;br /&gt;
| 8702 Zollikon&amp;lt;br /&amp;gt;8125 Zollikerberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| 7,85 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Referenzhöhe&lt;br /&gt;
| 482 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Tiefster Punkt&lt;br /&gt;
| 408 m ü. M. am [[Zürichsee]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Höchster Punkt&lt;br /&gt;
| 662 m ü. M. beim Breitmoos&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| 13&#039;704 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohnerdichte&lt;br /&gt;
| rund 1&#039;746 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Sprache&lt;br /&gt;
| Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeindepräsident&lt;br /&gt;
| Patrick Dümmler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Exekutive&lt;br /&gt;
| Siebenköpfiger Gemeinderat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Legislative&lt;br /&gt;
| Gemeindeversammlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeindeteile&lt;br /&gt;
| Zollikon und Zollikerberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gewässer&lt;br /&gt;
| [[Zürichsee]], Nebelbach, Salsterbach und Wehrenbach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| [https://www.zollikon.ch/ www.zollikon.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zollikon&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Meilen]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt am rechten Ufer des [[Zürichsee]]s und grenzt unmittelbar an die Stadt [[Zürich]]. Zur Gemeinde gehören das seenah gelegene Zollikon und der auf der Höhe des Pfannenstiels gelegene Gemeindeteil Zollikerberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Lage zwischen Zürichsee, Stadtgrenze und bewaldeten Höhen gehört Zollikon zum inneren Agglomerationsraum von Zürich. Die Gemeinde ist überwiegend ein Wohn- und Dienstleistungsstandort. Sie besitzt jedoch weiterhin historische Dorfkerne, umfangreiche Waldflächen, Landwirtschaftsgebiete und naturnahe Tobel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 13&#039;704 Einwohnerinnen und Einwohner in Zollikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/kennzahlenbevoelkerung Bevölkerungsentwicklung 1962–2025], Gemeinde Zollikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nähe zur Stadt Zürich, die gute Erschliessung durch Eisenbahn, Forchbahn und Buslinien sowie die Lage am See machten Zollikon seit dem späten 19. Jahrhundert zu einer gefragten Wohngemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon wurde am 28. April 946 erstmals urkundlich erwähnt. Eine besondere Stellung in der Gemeindegeschichte besitzt die 1330 gegründete Holzkorporation. Ihre Gründungsurkunde gilt als bemerkenswertes Zeugnis der frühen kommunalen Selbstorganisation. Im Januar 1525 wurde Zollikon zu einem der ersten Zentren der reformatorischen [[Täuferbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist im Jahr 946 in der Form &#039;&#039;Collinchovin&#039;&#039; beziehungsweise in der Wendung &#039;&#039;de duabus Collinchovin&#039;&#039; belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name gehört zu den zahlreichen alemannischen Siedlungsnamen auf &#039;&#039;-ikon&#039;&#039;. Diese Endung entwickelte sich aus althochdeutschen Formen wie &#039;&#039;-inghofun&#039;&#039; und bezeichnete die Höfe einer Person oder einer Sippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage wird der Personenname &#039;&#039;Zollo&#039;&#039; angenommen. Zollikon bedeutet demnach sinngemäss «bei den Höfen der Leute des Zollo».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zürichdeutschen Mundart wird der Name gewöhnlich als &#039;&#039;&#039;Zollike&#039;&#039;&#039; ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name ist nicht mit [[Zollikofen]] im Kanton Bern zu verwechseln. Beide Ortsnamen besitzen zwar eine alemannische Endung, entwickelten sich aber unabhängig voneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen der Gemeinde wird wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Schräggeteilt von Blau und Silber, oben ein goldener sechsstrahliger Stern, unten ein roter Schrägbalken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Wappen wurde im Februar 1930 im Rahmen der kantonalen Wappenregelung amtlich festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Darstellung mit dem roten Schrägbalken ist bereits im Wappenbuch des Zürcher Chronisten Gerold Edlibach von 1493 enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Fassungen zeigten anstelle des Balkens einen roten Vogel oder einen schräg liegenden Schlüssel. Der Schlüssel wurde vermutlich mit dem Apostel Petrus in Verbindung gebracht, dem Schutzpatron der Zolliker Dorfkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer örtlichen Sage soll ein Dietrich von Zollikon einen roten Vogel in das Wappen aufgenommen haben. Ein als &#039;&#039;Dietericus&#039;&#039; bezeichneter Mann aus Zollikon ist 1223 tatsächlich urkundlich belegt. Die Bezeichnung «von Zollikon» war wahrscheinlich eine Herkunftsangabe und kein sicherer Nachweis eines Adelsgeschlechts.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/geschichte/396 Gemeindewappen], Gemeinde Zollikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom rechten Ufer des Zürichsees über die Hanglagen oberhalb des Sees bis auf die bewaldeten Höhen des Pfannenstiels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bildet einen ungefähr von West nach Ost verlaufenden Streifen. Die Siedlungsgebiete steigen vom Seeufer über mehrere Geländeterrassen zum Zollikerberg an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon grenzt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Stadt [[Zürich]];&lt;br /&gt;
* [[Küsnacht ZH|Küsnacht]];&lt;br /&gt;
* [[Zumikon]];&lt;br /&gt;
* [[Maur ZH|Maur]];&lt;br /&gt;
* den Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Siedlung Zollikon liegt südöstlich der Stadt Zürich am Seehang. Zollikerberg befindet sich auf einem deutlich höher gelegenen Plateau östlich des Waldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenunterschied zwischen dem Zürichsee und dem Breitmoos beträgt mehr als 250 Meter. Dadurch besitzt die Gemeinde trotz ihrer geringen Fläche unterschiedliche Landschafts- und Siedlungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde besteht aus zwei räumlich deutlich getrennten Hauptteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Gemeindeteile&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gemeindeteil&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Lage&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zollikon&lt;br /&gt;
| Am Zürichsee und an den westlichen Hängen&lt;br /&gt;
| Historischer Dorfkern, Bahnhof, Gemeindehaus, Seeufer und dichter bebaute Wohnquartiere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zollikerberg&lt;br /&gt;
| Auf der Hochfläche östlich des Waldes&lt;br /&gt;
| Wohnquartiere, Forchbahn, Spital, Schulen und kleinere Ortszentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb dieser beiden Gemeindeteile bestehen zahlreiche Quartier-, Flur- und Siedlungsnamen. Dazu gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chirchhof;&lt;br /&gt;
* Oberdorf;&lt;br /&gt;
* Kleindorf;&lt;br /&gt;
* Gstad;&lt;br /&gt;
* Riet;&lt;br /&gt;
* Beugi;&lt;br /&gt;
* Rüterwis;&lt;br /&gt;
* Wilhof;&lt;br /&gt;
* Waldburg;&lt;br /&gt;
* Breitmoos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindehaus befindet sich im Gemeindeteil Zollikon an der Bergstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftsraum zwischen See und Pfannenstiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon gehört landschaftlich zur Region Pfannenstiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pfannenstiel ist ein langgestreckter Hügelzug zwischen Zürichsee und Greifensee. Seine westlichen Hänge fallen zum Zürichsee ab, während die östliche Seite in Richtung Zumikon, Maur und Greifensee übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände wurde während der Eiszeiten durch den Linth-Rhein-Gletscher geformt. Moränen, Schotterterrassen und lehmige Ablagerungen bestimmen grosse Teile des Untergrunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steileren Hangabschnitte wurden durch Bäche und Tobel gegliedert. Flachere Terrassen eigneten sich für Siedlungen, Ackerbau, Obstbau und früher auch Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürichseeufer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon besitzt einen vergleichsweise kurzen, aber bedeutenden Abschnitt des Zürichseeufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Seeufer wird durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wohngebiete;&lt;br /&gt;
* Hafen- und Bootsanlagen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Wege;&lt;br /&gt;
* Badeanlagen;&lt;br /&gt;
* Grünflächen;&lt;br /&gt;
* Bahn- und Strasseninfrastruktur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürichsee beeinflusste die historische Entwicklung erheblich. Er diente als Verkehrsweg, Fischereigebiet, Wasserversorgung und später als Freizeit- und Erholungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Ausbau der Landstrassen und Eisenbahnen wurden Menschen und Waren häufig mit Schiffen zwischen Zürich und den Dörfern am rechten Seeufer transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 280 Hektaren und damit mehr als ein Drittel des Gemeindegebiets sind bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder trennen Zollikon teilweise vom Zollikerberg und bilden einen wichtigen Naherholungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren Funktionen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Holzproduktion;&lt;br /&gt;
* Schutz des Bodens vor Erosion;&lt;br /&gt;
* Speicherung und Reinigung von Wasser;&lt;br /&gt;
* Kühlung des Siedlungsraums;&lt;br /&gt;
* Lebensraum für Tiere und Pflanzen;&lt;br /&gt;
* Erholung;&lt;br /&gt;
* Verbindung verschiedener Naturräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bedeutender Teil des Waldes wird von der historischen Holzkorporation Zollikon bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bäche und Tobel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere kleine Bäche entwässern das Gemeindegebiet in Richtung Zürichsee beziehungsweise in die angrenzenden Täler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Gewässern gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nebelbach;&lt;br /&gt;
* Salsterbach;&lt;br /&gt;
* Wehrenbach;&lt;br /&gt;
* kleinere Seitenbäche und Entwässerungsgräben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrenbach bildet teilweise die Grenze zur Stadt Zürich. Sein Tobel ist ein bedeutender Natur- und Erholungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salsterbach ist der längste vollständig oder überwiegend innerhalb des dörflichen Gemeindegebiets verlaufende Bach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Bäche wurden in den dicht bebauten Gebieten eingedolt. Neuere Planungen verfolgen teilweise das Ziel, Gewässerräume zu sichern, Hochwasserschutz zu verbessern und naturnahe Abschnitte aufzuwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Breitmoos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Breitmoos liegt im östlichen Gemeindegebiet an der Grenze zu Maur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ungefähr 662 Metern über Meer befindet sich dort der höchste Punkt Zollikons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist durch Wald, Feuchtflächen, Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage am Zürichsee wirkt temperaturausgleichend. Die tieferen Seehänge sind im Allgemeinen milder als die höher gelegenen Gebiete des Zollikerbergs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter treten auf der Höhe häufiger Schnee und Frost auf. Die seenahen Gebiete bleiben dagegen oft schneefrei oder verlieren die Schneedecke schneller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klimawandel führt zu häufigeren Hitzeperioden, Starkniederschlägen und längeren Trockenphasen. Bäume, Waldflächen, Bäche und unversiegelte Böden erhalten dadurch eine zunehmende Bedeutung für das lokale Klima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jungsteinzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bekannte Fund auf Zolliker Boden ist ein kleines Steinbeil aus der Zeit um 3500 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde 1972 im Kleindorf entdeckt und wahrscheinlich von Angehörigen der Pfyner oder Horgener Kultur hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fund zeigt, dass Menschen die günstigen Lagen oberhalb des Zürichsees bereits in der Jungsteinzeit nutzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damalige Bevölkerung lebte von Ackerbau, Viehzucht, Jagd, Fischfang und dem Sammeln wild wachsender Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bronze- und Eisenzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Feufbüel entstanden um 650 v. Chr. fünf Grabhügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei dieser sogenannten Keltengräber sind im Gelände noch erkennbar. Sie wurden 1862 archäologisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Funden gehörten Schmuckstücke, Keramik und weitere Grabbeigaben. Kopien einzelner Objekte werden in der ortsgeschichtlichen Sammlung gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zollikerberg wurde ein eisernes Schwert aus der Latènezeit um 300 v. Chr. entdeckt. Der Fund belegt die Nutzung des höher gelegenen Gebiets während der keltischen Eisenzeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/geschichte Geschichte Zollikons und Marksteine im Gemeindeleben], Gemeinde Zollikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet lag in der Nähe des römischen Turicum, aus dem sich die Stadt Zürich entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am rechten Zürichseeufer verliefen Verkehrsverbindungen zwischen Turicum und den Siedlungen am oberen See sowie in Richtung Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne römische Funde weisen auf landwirtschaftliche Nutzung, Verkehrsbewegungen und kleinere Siedlungsplätze hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine grössere römische Stadtanlage ist auf dem Gebiet Zollikons nicht nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alemannische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen in der Region nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsnamen Zollikon, Witellikon und andere Namen auf &#039;&#039;-ikon&#039;&#039; gehen auf diese Siedlungsphase zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trichtenhausen entwickelte sich aus einer Namensform mit der Endung &#039;&#039;-hausen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 und 1968 wurden im Gebiet Unterhueb und Oberhueb im Zollikerberg Steinkistengräber sowie menschliche Überreste aus dem 8. und 9. Jahrhundert entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flurnamen wie &#039;&#039;Deisten&#039;&#039;, abgeleitet von Dingstatt, und &#039;&#039;Galgenbühl&#039;&#039; weisen auf eine frühere Gerichts- und Richtstätte hin. Der Zollikerberg könnte daher im Frühmittelalter eine besondere kirchliche oder rechtliche Funktion besessen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste urkundliche Erwähnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. April 946 wurde Zollikon erstmals schriftlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine lateinische Urkunde hielt fest, dass Zollikon, Trichtenhausen und Witellikon der Propstei des Grossmünsters in Zürich Kirchenabgaben entrichten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Quelle genannten Formen lauten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;de duabus Collinchovin&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Truhtilhusa&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Witalinchova&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urkunde zeigt die enge kirchliche und wirtschaftliche Verbindung des Gebiets mit Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundherrschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter war der Boden unter verschiedenen weltlichen und geistlichen Grundherren aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte und Besitzungen hatten unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Grossmünster]]stift;&lt;br /&gt;
* das Kloster [[Einsiedeln]];&lt;br /&gt;
* das Kloster [[St. Gallen]];&lt;br /&gt;
* die Zürcher Familie Mülner;&lt;br /&gt;
* weitere Adelsfamilien und geistliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Bevölkerung war gegenüber einem Grundherrn abgabenpflichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechtliche Stellung der Bauern unterschied sich. Manche waren frei, andere galten als Hörige. Die tatsächlichen Unterschiede konnten im Alltag geringer sein als die juristischen Bezeichnungen vermuten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des Spätmittelalters wurden zahlreiche Abhängigkeiten abgelöst oder verloren ihre praktische Bedeutung. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert galten die Einwohner Zollikons im Allgemeinen als frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzkorporation von 1330 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. April 1330 gründeten die ungefähr 250 Einwohner Zollikons eine Dorfgenossenschaft zur gemeinsamen Regelung der Waldnutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichsvogt Götz Mülner bestätigte und besiegelte die Gründungsurkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Genossenschaft legte fest, wie der Wald genutzt, gepflegt und gegen Übernutzung geschützt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geregelt wurden insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Holzeinschlag;&lt;br /&gt;
* Brennholzbezug;&lt;br /&gt;
* Bauholz;&lt;br /&gt;
* Waldweide;&lt;br /&gt;
* gemeinsame Pflichten;&lt;br /&gt;
* Rechte der Genossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bezeichnet Zollikon aufgrund dieser Urkunde als erste selbstverwaltete Gemeinde des Kantons Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Holzkorporation besteht bis heute. Sie gehört damit zu den ältesten noch aktiven Körperschaften ihrer Art in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spätmittelalter gelangte Zollikon vollständig unter den politischen Einfluss der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde gehörte zur Obervogtei beziehungsweise Vogtei Küsnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich übte die hohe Gerichtsbarkeit, wesentliche Verwaltungsrechte und die Kontrolle über Wirtschaft und Kirche aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf lokaler Ebene bestanden dennoch beträchtliche Selbstverwaltungsrechte. Dorfgenossen regelten Waldnutzung, Wege, Brunnen, Gemeindegüter und weitere alltägliche Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der Dorfkirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kirche in Zollikon wurde 1223 erstmals ausdrücklich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ältere romanische Bau bestand aus einem rechteckigen Langhaus und einem quadratischen Turmchor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1497 bis 1499 wurde an seiner Stelle die heutige Dorfkirche errichtet. Der Neubau umfasste Kirchenschiff, Chor und Glockenturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchengebäude wurde später mehrfach verändert und renoviert. Es bildet bis heute das wichtigste historische Wahrzeichen des Dorfkerns.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/geschichte/865 Bau der Dorfkirche], Gemeinde Zollikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation erreichte Zollikon in den frühen 1520er-Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1523 kam es zu einem Bildersturm. Religiöse Bilder, Altäre und weitere Teile der katholischen Ausstattung wurden entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einführung der Zürcher Reformation wurden die Klöster säkularisiert. Ihre Güter und Rechte gingen weitgehend an die Stadt Zürich über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zehnte musste nun nicht mehr an Klöster, sondern an die Zürcher Obrigkeit entrichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die städtischen Zünfte behielten wirtschaftliche Monopole. Dadurch blieben selbstständiges Handwerk und Gewerbe auf der Landschaft stark eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Täuferbewegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon besitzt eine besondere Bedeutung für die Geschichte der Täufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 21. Januar 1525 wurde in Zürich im Kreis um Konrad Grebel, Felix Manz und Jörg Blaurock die erste bekannte Glaubenstaufe der schweizerischen Reformationszeit vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Obrigkeit lehnte die Erwachsenentaufe ab und bestand auf der Taufe von Säuglingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Täufer suchten daraufhin in Zollikon Schutz und Unterstützung. Jörg Blaurock predigte in Häusern, auf Höfen und an öffentlichen Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb weniger Tage entstand eine umfangreiche Bewegung. Männer und Frauen liessen sich auf ihr persönliches Glaubensbekenntnis taufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gläubigen versammelten sich in Häusern und teilweise in der Dorfkirche. Sie lasen neutestamentliche Texte, brachen Brot und reichten Wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zusammenkünfte gelten als einige der ersten evangelischen Abendmahlsfeiern im Zürcher Gebiet, die bewusst ausserhalb des katholischen Messritus durchgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Rat reagierte mit Verhaftungen, Bussen und Ausweisungen. Die Täufergemeinde von Zollikon wurde innerhalb kurzer Zeit zerschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Gstadstrasse erinnert eine Gedenktafel an die frühen Täuferversammlungen. Der Ort wird von Mennoniten, Amischen und Angehörigen anderer täuferischer Gemeinschaften aus verschiedenen Ländern besucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert lebte der grösste Teil der Bevölkerung von Landwirtschaft, Viehhaltung, Obstbau und Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sonnigen Hänge über dem Zürichsee eigneten sich besonders für Reben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzeugt wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wein;&lt;br /&gt;
* Getreide;&lt;br /&gt;
* Obst;&lt;br /&gt;
* Gemüse;&lt;br /&gt;
* Milch;&lt;br /&gt;
* Fleisch;&lt;br /&gt;
* Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obstbäume prägten die Landschaft. In Zollikon bestand zeitweise die Vorschrift, dass jedes Brautpaar einen Obstbaum pflanzen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bäuerlichen Betriebe waren häufig klein und auf mehrere Parzellen verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heimarbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in vielen Zürcher Landgemeinden ergänzte textile Heimarbeit das landwirtschaftliche Einkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familien spannen Garn, webten Stoffe oder führten andere Arbeiten im Auftrag städtischer Kaufleute aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Zürich erleichterte den Absatz und die Lieferung von Rohstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimarbeit verlor im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen mechanischer Fabriken an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Revolution ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 brach die alte Herrschaftsordnung des Zürcher Stadtstaats zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft forderte politische Gleichberechtigung mit der Stadt Zürich. Die Helvetische Republik schaffte die rechtlichen Unterschiede zwischen Stadtbürgern und Untertanen grundsätzlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Stelle der alten Dorfbehörden trat eine Municipalität mit einem Präsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit entstanden die Grundlagen der modernen politischen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung wurde durch französische Truppen, Einquartierungen, militärische Abgaben und die politischen Unruhen der Helvetik stark belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigung mit dem Zollikerberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Zollikerbergs wurde nach der Helvetischen Revolution zunächst Zumikon zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 entschieden sich die Bewohner in einer Abstimmung für die Zugehörigkeit zu Zollikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1804 bilden Zollikon und Zollikerberg gemeinsam die politische Gemeinde Zollikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche Trennung durch den Wald blieb jedoch bestehen. Noch heute besitzen beide Gemeindeteile teilweise eigene lokale Identitäten und Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtsgleichheit, Niederlassungsfreiheit und Gewerbefreiheit veränderten die Gemeinde grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaft blieb zunächst wichtig, doch immer mehr Einwohner arbeiteten in Zürich oder in gewerblichen Betrieben der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strassen wurden ausgebaut, Postverbindungen verbessert und erste moderne Infrastrukturen geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlhabende Zürcher Familien liessen Landhäuser und Villen am Seehang errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Blick auf See und Alpen sowie die Nähe zur Stadt machten Zollikon zu einem bevorzugten Wohnort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsufrige Zürichseebahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 wurde die rechtsufrige Zürichseebahn zwischen Zürich, Meilen und Rapperswil eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon erhielt einen eigenen Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn verkürzte die Reisezeit nach Zürich erheblich und beschleunigte die bauliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden entlang der Bahn, oberhalb des Dorfkerns und an den Hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft verlor zunehmend Flächen an den Wohnungsbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forchbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 nahm die Forchbahn ihren Betrieb zwischen Zürich und Esslingen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erschloss den Zollikerberg und förderte dort die Entstehung neuer Wohngebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn verband die zuvor relativ abgelegene Hochebene direkt mit Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zollikerberg entwickelte sich im 20. Jahrhundert von einem ländlichen Siedlungsgebiet zu einem dicht bebauten Gemeindeteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablehnung der Eingemeindung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der zweiten grossen Zürcher Eingemeindung wurde auch eine Vereinigung Zollikons mit der Stadt Zürich diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 lehnten die Zolliker Stimmberechtigten die Eingemeindung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon blieb daher eine selbstständige politische Gemeinde, während acht andere Vororte 1934 in die Stadt Zürich eingegliedert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbare Nachbarschaft führte dennoch zu einer immer stärkeren funktionalen Verflechtung mit der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung zur Wohngemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein starkes Siedlungswachstum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Schulen, Strassen und öffentliche Einrichtungen entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Einwohner arbeiteten in Zürich, während Zollikon als Wohnort diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landschaftlich attraktive Lage und der vergleichsweise niedrige kommunale Steuerfuss verstärkten die Nachfrage nach Wohnraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 20. Jahrhundert konzentriert sich die bauliche Entwicklung zunehmend auf Verdichtung und Erneuerung bestehender Quartiere, da nur noch wenige unbebaute Flächen verfügbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 zählte Zollikon 13&#039;704 Einwohnerinnen und Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon besassen 10&#039;052 Personen die schweizerische und 3&#039;652 eine ausländische Staatsangehörigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zolliker-zumiker.ch/2026/04/10/unsere-gemeinden-in-zahlen/ Unsere Gemeinden in Zahlen], &#039;&#039;Zolliker Zumiker Bote&#039;&#039;, 10. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung verteilt sich ungefähr auf die beiden Hauptteile Zollikon und Zollikerberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch ist die Amtssprache. Im Alltag wird überwiegend Zürichdeutsch gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der internationalen Bevölkerung und der Nähe zum Wirtschaftsraum Zürich sind auch Englisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch und zahlreiche weitere Sprachen verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert war Zollikon eine kleine bäuerliche Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eisenbahnbau, die Forchbahn und die Ausdehnung der Zürcher Agglomeration führten zu einem starken Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er-Jahren verläuft die Entwicklung weniger gleichmässig. Zwischen dem Ende der 1970er-Jahre und den frühen 1990er-Jahren ging die Einwohnerzahl zeitweise zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach setzte erneut ein Wachstum ein. Ende 2025 erreichte die Bevölkerung den höchsten bis dahin registrierten Stand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialstruktur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon besitzt einen hohen Anteil gut ausgebildeter Einwohnerinnen und Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Erwerbstätige arbeiten in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Finanzwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Beratung;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Informatik;&lt;br /&gt;
* Handel;&lt;br /&gt;
* wissenschaftlichen und kulturellen Berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil älterer Menschen ist im kantonalen Vergleich relativ hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen Grundstücks- und Wohnungspreise erschweren es insbesondere Familien, jungen Erwachsenen und Personen mit mittleren oder tiefen Einkommen, Wohnraum zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde und gemeinnützige Träger unterhalten deshalb auch preisgünstige und altersgerechte Wohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon ist als Versammlungsgemeinde organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunalen Hauptorgane sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Stimmberechtigten;&lt;br /&gt;
* die Gemeindeversammlung;&lt;br /&gt;
* der Gemeinderat;&lt;br /&gt;
* die Schulpflege;&lt;br /&gt;
* die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission;&lt;br /&gt;
* weitere Fachbehörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Geschäfte werden an der Urne entschieden. Andere Vorlagen behandelt die Gemeindeversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeversammlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung bildet die ordentliche Legislative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnahme- und stimmberechtigt sind die in Zollikon wohnhaften Schweizer Bürgerinnen und Bürger mit kommunalem Stimmrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung entscheidet unter anderem über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Budget;&lt;br /&gt;
* Jahresrechnung;&lt;br /&gt;
* Steuerfuss;&lt;br /&gt;
* kommunale Erlasse;&lt;br /&gt;
* grössere Kredite;&lt;br /&gt;
* Kauf und Verkauf bedeutender Grundstücke;&lt;br /&gt;
* Planungs- und Bauvorlagen;&lt;br /&gt;
* Initiativen aus der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorlagen von besonderer Tragweite oder solche, die nach übergeordnetem Recht der Urnenabstimmung unterliegen, werden dem gesamten Stimmvolk schriftlich vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat ist die siebenköpfige Exekutive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Mitglieder einschliesslich des Gemeindepräsidenten werden direkt in den Gemeinderat gewählt. Das Präsidium der Schulpflege gehört von Amtes wegen ebenfalls dem Gemeinderat an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtsperiode 2026–2030 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinderat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/aktuellesinformationen/2923165 Gemeinderat konstituiert sich für die neue Legislatur], Gemeinde Zollikon, 2. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Gemeinderat 2026–2030&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Person&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Partei&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ressort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Patrick Dümmler&lt;br /&gt;
| FDP&lt;br /&gt;
| Gemeindepräsident, Präsidiales&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dorian Selz&lt;br /&gt;
| GLP&lt;br /&gt;
| Bau, zweiter Vizepräsident&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| David Sarasin&lt;br /&gt;
| FDP&lt;br /&gt;
| Bildung und Schulpräsidium&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sylvie Sieger&lt;br /&gt;
| FDP&lt;br /&gt;
| Finanzen, Vizepräsidentin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sandra Fischer&lt;br /&gt;
| Forum 5W&lt;br /&gt;
| Gesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| André Müller&lt;br /&gt;
| FDP&lt;br /&gt;
| Liegenschaften&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hermann Stern&lt;br /&gt;
| GLP&lt;br /&gt;
| Sicherheit und Umwelt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat leitet die Verwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Stimmberechtigten und vertritt die Gemeinde nach aussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon ist vor allem eine Wohn- und Dienstleistungsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Zürich oder in andere Gemeinden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige lokale Wirtschaftsbereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Beratung;&lt;br /&gt;
* Finanz- und Versicherungsdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Immobilien;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Detailhandel;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* Bau- und Handwerksbetriebe;&lt;br /&gt;
* persönliche Dienstleistungen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere industrielle Produktionsbetriebe spielen nur eine geringe Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitswesen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spital Zollikerberg gehört zu den bedeutendsten Arbeitgebern und öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bietet medizinische Grund- und Spezialversorgung und ist insbesondere für Geburtshilfe, Innere Medizin, Chirurgie und weitere Fachgebiete bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spital gehört zum Umfeld des Diakoniewerks Neumünster und besitzt eine regionale Bedeutung, die weit über Zollikon hinausreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gemeinde bestehen zudem Arztpraxen, Therapieangebote, Pflegeeinrichtungen, Spitex-Dienste und Wohnangebote für ältere Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaft wird hauptsächlich in den östlichen und höher gelegenen Gebieten betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden Betriebe konzentrieren sich auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Milchwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Viehhaltung;&lt;br /&gt;
* Ackerbau;&lt;br /&gt;
* Obstbau;&lt;br /&gt;
* Direktvermarktung;&lt;br /&gt;
* Landschaftspflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landwirtschaftlichen Flächen bilden wichtige Freiräume zwischen den Siedlungen und Wäldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Immobilien und Wohnungsmarkt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon gehört aufgrund seiner Lage am Zürichsee und der Nähe zum Stadtzentrum zu den gefragtesten Wohnstandorten der Region Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachfrage nach Grundstücken und Wohnungen ist hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele ältere Einfamilienhäuser werden ersetzt, erweitert oder zu dichter bebauten Wohnanlagen umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raumplanung muss dabei unterschiedliche Ziele berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schaffung zusätzlichen Wohnraums;&lt;br /&gt;
* Schutz historischer Ortsbilder;&lt;br /&gt;
* Erhaltung von Grünflächen;&lt;br /&gt;
* bezahlbares Wohnen;&lt;br /&gt;
* Energieeffizienz;&lt;br /&gt;
* Verkehrsentwicklung;&lt;br /&gt;
* Anpassung an den Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Zollikon liegt an der rechtsufrigen Zürichseebahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Züge der Zürcher S-Bahn verbinden Zollikon direkt mit Zürich und weiteren Orten am rechten Zürichseeufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof besitzt eine wichtige Bedeutung für Pendlerinnen und Pendler. Buslinien verbinden ihn mit Quartieren, öffentlichen Einrichtungen und der Zürcher Lengg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnlinie verläuft stellenweise in unmittelbarer Nähe zum Seeufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forchbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchbahn erschliesst den Zollikerberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird innerhalb des Zürcher Verkehrsverbunds als S-Bahn-Linie S18 geführt und verbindet den Zollikerberg mit Zürich Stadelhofen, Zumikon, Forch und Esslingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf oder unmittelbar bei Zolliker Gemeindegebiet liegen die Haltestellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Waldburg;&lt;br /&gt;
* Spital Zollikerberg;&lt;br /&gt;
* Zollikerberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle Rehalp befindet sich nahe der Gemeindegrenze auf Stadtzürcher Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchbahn besitzt für die räumliche Entwicklung des Zollikerbergs eine grundlegende Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Buslinien verbinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bahnhof Zollikon;&lt;br /&gt;
* Zollikon Dorf;&lt;br /&gt;
* Zollikerberg;&lt;br /&gt;
* Spital Zollikerberg;&lt;br /&gt;
* Küsnacht;&lt;br /&gt;
* Zürich Tiefenbrunnen;&lt;br /&gt;
* die Zürcher Lengg;&lt;br /&gt;
* weitere Nachbargebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsbus stellt die Verbindung zwischen Zollikon und Zollikerberg sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinie 910 wird seit dem Fahrplanwechsel 2025/2026 zum Bahnhof Zollikon geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/aktuellesinformationen/2581336 Fahrplanverfahren 2025/2026], Gemeinde Zollikon, 2. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon besitzt eine Anlegestelle der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schiffsverbindungen dienen hauptsächlich dem Freizeit- und Ausflugsverkehr. Ihre Bedienung richtet sich nach dem saisonalen Fahrplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch war die Schifffahrt für Personen- und Warentransporte wesentlich bedeutender als heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seestrasse und die Zollikerstrasse bilden wichtige Verkehrsachsen in Richtung Zürich und Küsnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forchstrasse erschliesst den Zollikerberg und verbindet Zürich mit dem Raum Forch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der motorisierte Verkehr belastet insbesondere die Durchgangsachsen und Ortszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde fördert deshalb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* öffentlichen Verkehr;&lt;br /&gt;
* Fussverkehr;&lt;br /&gt;
* Veloverbindungen;&lt;br /&gt;
* Verkehrsberuhigung in Wohnquartieren;&lt;br /&gt;
* sichere Schulwege;&lt;br /&gt;
* Elektromobilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander- und Spazierwege verbinden Seeufer, Dorfkern, Wald und Zollikerberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Velowegnetz umfasst kommunale und kantonale Verbindungen für den Alltags- und Freizeitverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der grossen Höhenunterschiede und stark befahrener Hauptstrassen ist der Veloverkehr stellenweise anspruchsvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule Zollikon führt Kindergärten, Primarschulen, Sekundarschule und schulergänzende Betreuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Schulanlagen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schule Buechholz;&lt;br /&gt;
* Schule Oescher;&lt;br /&gt;
* Schule Rüterwis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sekundarschule wird in Zusammenarbeit mit Zumikon geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Bildungsangebot gehören ausserdem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Musikschule;&lt;br /&gt;
* Bibliotheken;&lt;br /&gt;
* Tagesstrukturen;&lt;br /&gt;
* schulische Heilpädagogik;&lt;br /&gt;
* Berufs- und Laufbahnberatung;&lt;br /&gt;
* private Bildungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen befinden sich hauptsächlich in Zürich, Küsnacht und anderen Gemeinden des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Dorfkirche steht im historischen Ortskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ältere Kirche wurde 1223 erstmals erwähnt. Die heutige Kirche entstand 1497 bis 1499.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Reformation wurden Altäre, Bilder und Teile der mittelalterlichen Ausstattung entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im 20. Jahrhundert mehrfach renoviert und erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche besitzt besondere Bedeutung als Erinnerungsort der frühen Täuferbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirchgemeinde umfasst heute Zollikon und Zumikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche Zollikerberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Zollikerberg wurde 1960 eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entstand als Folge des starken Bevölkerungswachstums auf der Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der moderne Kirchenbau dient Gottesdiensten, Musik, Unterricht und Quartierveranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche Heilige Dreifaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1927 wurde in Zollikon erstmals seit der Reformation wieder ein katholischer Gottesdienst gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 entstand an der Riethofstrasse eine katholische Kirche, die 1931 eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ältere Gebäude wurde in den 1990er-Jahren durch einen Neubau ersetzt. Die heutige Dreifaltigkeitskirche wurde am 29. Juni 1997 eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kath-zollikon-zumikon.ch/geschichte Geschichte der katholischen Kirchgemeinde Zollikon-Zumikon], Katholische Kirchgemeinde Zollikon-Zumikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche St. Michael ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zollikerberg steht seit 1966 die katholische Kirche St. Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dient der katholischen Bevölkerung des höher gelegenen Gemeindeteils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholischen Kirchen von Zollikon, Zollikerberg und Zumikon gehören zu einem gemeinsamen Seelsorgeraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichtliche Sammlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsmuseum Zollikon wurde 1961 eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dokumentiert die Geschichte und Gegenwart der Gemeinde durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gegenstände;&lt;br /&gt;
* Dokumente;&lt;br /&gt;
* Fotografien;&lt;br /&gt;
* Karten;&lt;br /&gt;
* audiovisuelle Quellen;&lt;br /&gt;
* Kunstwerke;&lt;br /&gt;
* archäologische Funde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wechselnde Ausstellungen behandeln historische, gesellschaftliche und kulturelle Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung umfasst unter anderem Zeugnisse der frühen Besiedlung, der Holzkorporation, der Landwirtschaft, des Vereinslebens und der baulichen Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturhaus Zollikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde plant, die Villa Meier-Severini an der Zollikerstrasse zu einem öffentlichen Kulturhaus weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kulturhaus soll Ortsgeschichte, Kunst, Veranstaltungen und kulturelle Vermittlung verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Villa und ihre Gartenanlage sollen dabei denkmalgerecht erhalten und für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zollikon.ch/aktuelleprojekte/95407 Kulturhaus Zollikon in der Villa Meier-Severini], Gemeinde Zollikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Villa Meier-Severini ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Villa Meier-Severini wurde 1923 errichtet und 1950 von der Gemeinde erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie liegt in einer parkartigen Gartenanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Villa wurde für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kunstausstellungen;&lt;br /&gt;
* Lesungen;&lt;br /&gt;
* Konzerte;&lt;br /&gt;
* Trauungen;&lt;br /&gt;
* gesellschaftliche Veranstaltungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Park befinden sich Werke moderner Eisen- und Stahlplastik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zolliker Jahrheft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zolliker Jahrheft erscheint jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es enthält Beiträge über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ortsgeschichte;&lt;br /&gt;
* Persönlichkeiten;&lt;br /&gt;
* Natur;&lt;br /&gt;
* Architektur;&lt;br /&gt;
* Kultur;&lt;br /&gt;
* Vereine;&lt;br /&gt;
* aktuelle Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahrhefte bilden eine umfangreiche Dokumentation des lokalen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon besitzt ein vielfältiges Vereinsleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreten sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sportvereine;&lt;br /&gt;
* Musik- und Gesangsvereine;&lt;br /&gt;
* politische Parteien;&lt;br /&gt;
* Natur- und Vogelschutzorganisationen;&lt;br /&gt;
* Quartiervereine;&lt;br /&gt;
* Jugendorganisationen;&lt;br /&gt;
* kulturelle Vereinigungen;&lt;br /&gt;
* kirchliche Gruppen;&lt;br /&gt;
* Feuerwehr- und Rettungsorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfkirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spätgotische reformierte Dorfkirche von 1497 bis 1499 ist das wichtigste historische Bauwerk der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie steht erhöht im alten Dorfkern und ist weithin sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* spätgotische Bauteile;&lt;br /&gt;
* Wappenscheiben;&lt;br /&gt;
* historische Steinmetzzeichen;&lt;br /&gt;
* ein Taufstein;&lt;br /&gt;
* Glocken;&lt;br /&gt;
* eine moderne Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alter Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Ortskern umfasst die Umgebung von Chirchhof, Oberdorfstrasse und Rösslirain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauernhäuser, Wohnhäuser, ehemalige Gewerbebauten und schmale Strassen erinnern an die frühere bäuerliche Siedlungsstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zur Stadt Zürich führte jedoch bereits früh zu einer Verdichtung und Umgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bisherige Ortsmuseum an der Oberdorfstrasse befindet sich in einem historischen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Sammlung vermittelt die Entwicklung Zollikons von der vorgeschichtlichen Besiedlung über das Bauerndorf bis zur modernen Agglomerationsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Villa Meier-Severini ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Villa und ihre Parkanlage gehören zu den bedeutenden historischen Wohnanlagen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Park besitzt neben seinem architektonischen Wert eine Sammlung moderner Metallplastiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Täufer-Gedenkstätte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Gstadstrasse erinnert eine Tafel an die Täuferversammlungen des Jahres 1525.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort besitzt für die internationale Geschichte der Mennoniten, Amischen und weiterer Freikirchen eine besondere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keltengräber ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Feufbüel sind drei vorgeschichtliche Grabhügel im Gelände erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehören zu den ältesten sichtbaren Kulturdenkmälern Zollikons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzkorporationswald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald der Holzkorporation ist nicht nur ein Naturraum, sondern auch ein Zeugnis der seit 1330 bestehenden gemeinschaftlichen Waldwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Seeufer und die Wälder gehören zu den wichtigsten Freizeitgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Aktivitäten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baden;&lt;br /&gt;
* Schwimmen;&lt;br /&gt;
* Segeln;&lt;br /&gt;
* Rudern;&lt;br /&gt;
* Wandern;&lt;br /&gt;
* Joggen;&lt;br /&gt;
* Velofahren;&lt;br /&gt;
* Tennis;&lt;br /&gt;
* Fussball;&lt;br /&gt;
* Turnen;&lt;br /&gt;
* Wintersport bei geeigneten Schneeverhältnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bade- und Sportanlage Fohrbach bietet Schwimmbecken, Sportflächen und weitere Freizeitangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am See befinden sich Badeplätze und Hafenanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldwege zwischen Zollikon, Zollikerberg, Witikon, Zumikon und Küsnacht werden intensiv zur Erholung genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur- und Umweltschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der dichten Besiedlung besitzt Zollikon wertvolle Naturflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wald;&lt;br /&gt;
* Bachläufe;&lt;br /&gt;
* Tobel;&lt;br /&gt;
* Feuchtgebiete;&lt;br /&gt;
* Wiesen;&lt;br /&gt;
* Hecken;&lt;br /&gt;
* alte Obstbäume;&lt;br /&gt;
* Seeuferabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde beteiligt sich an Massnahmen zur ökologischen Vernetzung und zur Bekämpfung invasiver Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Herausforderung besteht darin, Siedlungsentwicklung, Naherholung und Naturschutz auf engem Raum miteinander zu vereinbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schutz grosser Bäume und die Begrünung des Siedlungsgebiets gewinnen im Zusammenhang mit sommerlicher Hitze an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eugen Bleuler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psychiater [[Eugen Bleuler]] wurde 1857 in Zollikon geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er leitete von 1898 bis 1927 die Psychiatrische Universitätsklinik Burghölzli in Zürich und prägte die moderne Psychiatrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleuler führte den Begriff &#039;&#039;Schizophrenie&#039;&#039; in die medizinische Fachsprache ein und setzte sich für ein besseres Verständnis psychisch erkrankter Menschen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb 1939 in Zollikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Verbindungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Nähe zu Zürich und der landschaftlich attraktiven Lage lebten in Zollikon zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde war insbesondere im 20. Jahrhundert Wohnort von Hochschullehrern, Unternehmern, Ärzten, Schriftstellern und Kunstschaffenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zollikon verbindet die Eigenschaften eines historischen Zürichseedorsfs mit jenen einer modernen Agglomerationsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung besitzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die erste urkundliche Erwähnung von 946;&lt;br /&gt;
* die Holzkorporation von 1330;&lt;br /&gt;
* die frühe kommunale Selbstorganisation;&lt;br /&gt;
* die Rolle in der Täuferbewegung;&lt;br /&gt;
* die spätgotische Dorfkirche;&lt;br /&gt;
* die Lage am Zürichsee;&lt;br /&gt;
* die Verbindung von Zollikon und Zollikerberg;&lt;br /&gt;
* die enge wirtschaftliche und verkehrliche Verflechtung mit Zürich;&lt;br /&gt;
* die umfangreichen Wald- und Erholungsgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde steht beispielhaft für den Wandel vieler Orte am Zürichsee von landwirtschaftlich geprägten Dörfern zu dicht besiedelten Wohn- und Dienstleistungsstandorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum oder Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 3500 v. Chr.&lt;br /&gt;
| Ein später im Kleindorf gefundenes Steinbeil belegt die Anwesenheit jungsteinzeitlicher Menschen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 650 v. Chr.&lt;br /&gt;
| Auf dem Feufbüel entstehen fünf keltische Grabhügel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 300 v. Chr.&lt;br /&gt;
| Ein im Zollikerberg gefundenes Eisenschwert stammt aus der Latènezeit.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8.–9. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Alemannische Gräber und ein Skelett belegen die frühmittelalterliche Nutzung des Zollikerbergs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 28. April 946&lt;br /&gt;
| Erste urkundliche Erwähnung Zollikons als &#039;&#039;Collinchovin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1223&lt;br /&gt;
| Erste ausdrückliche Erwähnung der Zolliker Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30. April 1330&lt;br /&gt;
| Gründung der Holzkorporation Zollikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1493&lt;br /&gt;
| Das heutige Wappenmotiv erscheint im Wappenbuch Gerold Edlibachs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1497–1499&lt;br /&gt;
| Bau der heutigen Dorfkirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1523&lt;br /&gt;
| Bildersturm in der Zolliker Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Januar 1525&lt;br /&gt;
| Zollikon wird zu einem frühen Zentrum der Täuferbewegung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1528&lt;br /&gt;
| Festigung der Zürcher Reformation und Neuordnung der kirchlichen Güter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Ende der Zürcher Untertanenherrschaft und Bildung einer modernen Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
| Die Bewohner des Zollikerbergs entscheiden sich für die Zugehörigkeit zu Zollikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1804&lt;br /&gt;
| Zollikon und Zollikerberg bilden gemeinsam die politische Gemeinde Zollikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1857&lt;br /&gt;
| Geburt des Psychiaters Eugen Bleuler.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1862&lt;br /&gt;
| Ausgrabung der Grabhügel auf dem Feufbüel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1894&lt;br /&gt;
| Eröffnung der rechtsufrigen Zürichseebahn und des Bahnhofs Zollikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1912&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Forchbahn und bessere Erschliessung des Zollikerbergs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1929&lt;br /&gt;
| Zollikon lehnt die Eingemeindung in die Stadt Zürich ab.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| Amtliche Festlegung des heutigen Gemeindewappens.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1931&lt;br /&gt;
| Einweihung der ersten katholischen Dreifaltigkeitskirche seit der Reformation.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Einweihung der reformierten Kirche Zollikerberg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Ortsmuseums.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1966&lt;br /&gt;
| Einweihung der katholischen Kirche St. Michael im Zollikerberg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1997&lt;br /&gt;
| Einweihung der heutigen katholischen Dreifaltigkeitskirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| Die Einwohnerzahl erreicht 13&#039;704 Personen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2026&lt;br /&gt;
| Patrick Dümmler übernimmt das Gemeindepräsidium.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Meilen]]&lt;br /&gt;
* [[Pfannenstiel]]&lt;br /&gt;
* [[Zürichsee]]&lt;br /&gt;
* [[Zollikerberg]]&lt;br /&gt;
* [[Zumikon]]&lt;br /&gt;
* [[Küsnacht ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Täuferbewegung]]&lt;br /&gt;
* [[Eugen Bleuler]]&lt;br /&gt;
* [[Forchbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Orte am Zürichsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.zollikon.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Zollikon]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000170/ Zollikon im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zollikon.ch/geschichte Geschichte der Gemeinde Zollikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.zollikon.ch/kennzahlenbevoelkerung Bevölkerungsentwicklung]&lt;br /&gt;
* [https://www.schulezollikon.ch/ Schule Zollikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortsmuseum-zollikon.ch/ Ortsmuseum Zollikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.ref-zozu.ch/ Reformierte Kirchgemeinde Zollikon-Zumikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.kath-zollikon-zumikon.ch/ Katholische Kirchgemeinde Zollikon-Zumikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.spitalzollikerberg.ch/ Spital Zollikerberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ueli Bräm: &#039;&#039;Zollikon – eine Heimatkunde&#039;&#039;. Zollikon 1990.&lt;br /&gt;
* Paul Guyer: &#039;&#039;1000 Jahre Zollikon&#039;&#039;. Schulthess, Zürich 1946.&lt;br /&gt;
* Albert Heer: &#039;&#039;Unser Zollikon&#039;&#039;. Zollikon 1968.&lt;br /&gt;
* Heinrich Bruppacher: &#039;&#039;Das alte Zollikon&#039;&#039;. Zollikon 1899.&lt;br /&gt;
* Wilfried Maurer: &#039;&#039;Die Zolliker Dorfkirche&#039;&#039;. Reformierte Kirchgemeinde Zollikon, Zollikon 2004.&lt;br /&gt;
* Zolliker Jahrheft. Jährlich erscheinende Publikation zur Geschichte und Gegenwart der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zollikon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zollikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Meilen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Zürichsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfannenstiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 946]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kloten&amp;diff=698</id>
		<title>Kloten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kloten&amp;diff=698"/>
		<updated>2026-07-24T15:36:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Kloten&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Kloten COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Kloten 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = Zürcher Unterland&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Bülach&lt;br /&gt;
|BFS = 0062&lt;br /&gt;
|PLZ = 8302&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.45167&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.58444&lt;br /&gt;
|HÖHE = 446&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 19,28&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 22557&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.kloten.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kloten&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Bezirk Bülach]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im [[Glattal]] und im [[Zürcher Unterland]], rund zehn Kilometer nordöstlich des Zentrums der Stadt [[Zürich]]. Der grösste Teil des [[Flughafen Zürich|Flughafens Zürich]], des bedeutendsten Flughafens der Schweiz, befindet sich auf Klotener Gemeindegebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur politischen Gemeinde gehören neben dem städtischen Siedlungsgebiet die Aussenwachten und Weiler [[Gerlisberg]], Egetswil, Rankhof, Vorderbänikon und Hinterbänikon sowie das Eigental. Das Gemeindegebiet umfasst ausserdem einen erheblichen Teil des Grossen Rieds, auf dem der Flughafen angelegt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinde&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kloten.ch/politiktbd Stadt Kloten: Politische Gemeinde Kloten], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten entwickelte sich nach der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1948 innerhalb weniger Jahrzehnte von einem landwirtschaftlich und kleingewerblich geprägten Dorf zu einer international ausgerichteten Flughafenstadt. Ende 2025 lebten 22&#039;557 Einwohnerinnen und Einwohner in Kloten. Gleichzeitig bestehen auf dem Stadtgebiet rund 40&#039;000 Arbeitsplätze, von denen ein grosser Teil unmittelbar oder mittelbar mit dem Flughafen verbunden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kloten.ch/aktuellesinformationen/2726363 Stadt Kloten: Einwohnerstatistik per 31. Dezember 2025], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtentwicklung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kloten.ch/bauenwohnen/10513 Stadt Kloten: Stadtentwicklung], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schweizerdeutsche Ortsname lautet &#039;&#039;Chloote&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten wurde um 1155 erstmals urkundlich als &#039;&#039;Chlotun&#039;&#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;Martin Illi: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000050/ Kloten], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Namens ist nicht abschliessend geklärt. Ältere Deutungen brachten ihn mit einem germanischen Personennamen in Verbindung. Andere Erklärungen vermuten einen keltisch-römischen Ursprung und einen Zusammenhang mit dem gallischen Wort &#039;&#039;dunon&#039;&#039; beziehungsweise dem lateinischen &#039;&#039;dunum&#039;&#039; für eine befestigte Siedlung oder Burg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schreibweise veränderte sich im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach. Neben &#039;&#039;Chlotun&#039;&#039; sind unter anderem die Formen &#039;&#039;Clotun&#039;&#039;, &#039;&#039;Chloten&#039;&#039; und &#039;&#039;Kloten&#039;&#039; überliefert. Die heutige Schreibweise setzte sich in der Neuzeit durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten liegt im nördlichen Teil des Glattals zwischen der Stadt Zürich und dem Zürcher Unterland. Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Höhe von ungefähr 446 Metern über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet grenzt an [[Winkel ZH|Winkel]], [[Lufingen]], [[Oberembrach]], [[Nürensdorf]], [[Bassersdorf]], [[Dietlikon]], [[Wallisellen]], [[Opfikon]] und [[Rümlang]]. Rümlang gehört zum Bezirk Dielsdorf, die übrigen Nachbargemeinden liegen im Bezirk Bülach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt ist Teil der dicht besiedelten Flughafenregion Zürich. Die bebauten Gebiete von Kloten, Opfikon, Glattbrugg, Wallisellen, Bassersdorf und weiteren Gemeinden sind durch Verkehrsachsen, Gewerbegebiete und neue Wohnquartiere eng miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche der Gemeinde beträgt 19,28 Quadratkilometer. Ein erheblicher Anteil entfällt auf das Flughafenareal, die Pisten, Rollwege, Abfertigungsanlagen und die dazugehörenden Verkehrs- und Betriebsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Stadtgebiet liegt östlich und südöstlich des Flughafens. Es umfasst den historischen Dorfkern, das Zentrum rund um Bahnhof und Stadtplatz sowie zahlreiche Wohn-, Gewerbe- und Industriequartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden und Nordosten besitzt Kloten einen deutlich ländlicheren Charakter. Wälder, Wiesen, Felder und die Aussenwachten Gerlisberg und Egetswil bilden einen starken Gegensatz zur dichten Bebauung und zur technischen Infrastruktur des Flughafens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile und Aussenwachten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Siedlungsteile von Kloten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Siedlungsteil&lt;br /&gt;
! Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Kloten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Städtisches Zentrum mit Bahnhof, Verwaltung, Schulen, Wohnquartieren, Gewerbe und Sportanlagen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Kloten Balsberg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Südwestlicher Stadtteil zwischen Flughafen, Opfikon und dem übrigen Stadtgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Egetswil&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Ländlich geprägter Ortsteil nordöstlich des Stadtzentrums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Gerlisberg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Weiler auf einer Anhöhe nördlich von Kloten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rankhof&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Kleine Hofsiedlung im nördlichen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Vorderbänikon&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftlich geprägte Siedlung im Bereich des Eigentals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hinterbänikon&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Weiler und Einzelhöfe im nordöstlichen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Eigental&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Natur- und Erholungsraum mit Weihern, Feuchtgebieten, Wald und Landwirtschaft&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egetswil und Gerlisberg besitzen bis heute erkennbare historische Siedlungsstrukturen. Das ehemalige Schulhaus von Gerlisberg wird als Vereinslokal und Treffpunkt des Weilers genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Landschaftsbild wurde während der Eiszeiten von den Gletschern des Mittellands geformt. Moränen, Geländemulden und Feuchtgebiete bestimmen die natürlichen Formen des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche Teil mit dem Flughafen liegt in der flachen Ebene des Grossen Rieds. Vor dem Bau des Flughafens bestanden dort ausgedehnte Feuchtwiesen und teilweise sumpfige Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich des Stadtgebiets steigt das Gelände zu bewaldeten Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Hochflächen an. Die Wälder dienen der Holzwirtschaft, dem Naturschutz und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Waldgebieten gehören Teile des Hardwalds sowie die Wälder rund um Egetswil, Gerlisberg und das Eigental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Stadtgebiet fliesst der Altbach, der abschnittsweise offen und teilweise eingedolt ist. Er mündet ausserhalb des Gemeindegebiets in die [[Glatt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Eigental befinden sich der Eigenthalweiher und weitere kleine Gewässer. Das Gebiet besitzt besonders wertvolle Amphibienbestände. Während der saisonalen Wanderungen von Fröschen, Kröten und Molchen werden Strassenabschnitte zeitweise gesperrt, um die Tiere zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloten.ch/aktuellesinformationen/2419018 Stadt Kloten: Verkehrssperrungen zum Schutz der Amphibien im Eigental], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nägelimoosweiher ist ein weiteres bekanntes Naherholungsgebiet. Weiher, Feuchtwiesen und Waldsäume bieten Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Die Sommer sind mässig warm, während im Winter Frost, Nebel und Schneefall auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Lage in einer flachen Talebene kommt es im Herbst und Winter häufig zu Hochnebel. Die erhöhten Gebiete bei Gerlisberg und Egetswil können zeitweise oberhalb der Nebeldecke liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meteorologischen Verhältnisse sind für den Flughafenbetrieb von besonderer Bedeutung. Windrichtung, Sichtweite, Bewölkung, Niederschlag und Temperatur beeinflussen die Wahl der Start- und Landepisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen eine Besiedlung des Klotener Gemeindegebiets lange vor der ersten schriftlichen Erwähnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage am Rand der Glattebene, die Nähe zu Wasserläufen und die fruchtbaren Böden boten günstige Voraussetzungen für frühe Siedlungen. Einzelne Funde stammen aus der Bronze- und Eisenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der späteren Stadt verliefen Verkehrswege zwischen dem Zürcher Becken, dem unteren Glattal, Winterthur und dem Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Herrschaft lag das Gebiet an einer wichtigen Strassenverbindung zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, und dem Raum [[Vindonissa]] beziehungsweise dem Bodensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gemeindegebiet wurden römische Münzen, Ziegel, Keramik und weitere Siedlungsspuren entdeckt. Sie weisen auf Gutshöfe, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrseinrichtungen hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strassenverbindung blieb auch nach dem Ende des Römischen Reichs für die regionale Entwicklung von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Verwaltung liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen in der Region nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einzelnen Hofgruppen entwickelte sich eine bäuerliche Siedlung. Die Bewohner betrieben Ackerbau, Viehzucht und Waldwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der um 1155 erstmals genannte Ort &#039;&#039;Chlotun&#039;&#039; gehörte im Hochmittelalter zum Einflussbereich der Grafen von Kyburg und später der Habsburger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herren von Kloten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter bestand ein lokales Adelsgeschlecht, das sich nach Kloten benannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herren von Kloten standen in Beziehung zu den Habsburgern. Seit 1331 ist in ihrem Siegel ein halber Löwe nachgewiesen. Dieses Zeichen wurde später zum Wappen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie besass wahrscheinlich Güter, Gerichtsrechte oder Verwaltungsaufgaben in Kloten und der näheren Umgebung. Ihre genaue Stellung und der Standort eines möglichen befestigten Wohnsitzes sind nur teilweise bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten gehörte zur Grafschaft Kyburg. Diese gelangte 1424 erstmals und 1452 endgültig an die Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1798 wurde der Ort im Rahmen der Zürcher Landvogtei Kyburg verwaltet. Die lokale Bevölkerung war gegenüber der Zürcher Obrigkeit zu Abgaben, Frondiensten und militärischen Leistungen verpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Stadt Zürich besassen kirchliche Institutionen, Adelsfamilien und wohlhabende Bürger Güter und Rechte in Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche und Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kirche in Kloten ist bereits im Mittelalter belegt. Sie bildete das religiöse Zentrum der Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1520er-Jahren führte Zürich unter dem Einfluss von [[Huldrych Zwingli]] die Reformation ein. Auch die Bevölkerung von Kloten wurde reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige reformierte Kirche entstand 1785 und 1786 nach Plänen des Baumeisters Johann Jakob Haltiner. Sie wurde als quergerichteter Predigtsaal im spätbarocken Stil gestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schweizerkirchenbautag.unibe.ch/flexible_church_interiors/fichen/kloten_reformierte_kirche/index_eng.html Universität Bern: Reformierte Kirche Kloten], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchturm wurde wenige Jahre später neu errichtet. Kirche, Pfarrhaus und die umliegenden Gebäude prägen den historischen Dorfkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert war Kloten überwiegend landwirtschaftlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohner betrieben Getreidebau, Viehzucht, Obstbau und Waldwirtschaft. In der Glattebene wurden Wiesen und Riedflächen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Einkünfte stammten aus Heimarbeit, Handwerk, Fuhrdiensten und dem Gastgewerbe. Die Lage an der Strasse zwischen Zürich, Bülach und dem Rhein förderte den Durchgangsverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gasthäuser, Schmieden und Fuhrhalter profitierten von Reisenden und Warentransporten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft entstand 1798 die politische Gemeinde Kloten. Sie gehörte zunächst zum Distrikt Bassersdorf der Helvetischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 wurde Kloten dem Bezirk Bülach zugeteilt. Zwischen 1814 und 1831 gehörte die Gemeinde vorübergehend zum Oberamt Embrach. Seit 1831 ist sie dauerhaft Teil des Bezirks Bülach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zivilgemeinde Gerlisberg wurde 1872 aufgelöst. 1922 folgte die Zivilgemeinde Kloten. Im Jahr 1927 wurden Vorderbänikon, Hinterbänikon und Teile des Eigentals, die zuvor zu Oberembrach gehört hatten, Kloten angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksversammlung von 1839 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld des [[Züriputsch]]s fand im September 1839 in Kloten eine grosse Volksversammlung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konservative Kräfte aus der Zürcher Landschaft protestierten gegen die liberale Kantonsregierung und insbesondere gegen die Berufung des deutschen Theologen David Friedrich Strauss an die Universität Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Bewegung führte wenige Tage später zum gewaltsamen Sturz der Kantonsregierung in Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstrecke durch Kloten wurde im 19. Jahrhundert eröffnet und verbesserte die Verbindung mit Zürich und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof lag zunächst am Rand des damaligen Dorfs. In seiner Umgebung entstanden später Gewerbebetriebe, Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn begünstigte den Übergang von der bäuerlichen Gemeinde zum Vorort der Stadt Zürich. Ihre Bedeutung wurde durch den späteren Flughafenbau weiter verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärischer Waffenplatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet des Grossen Rieds bestand vor dem Flughafenbau ein eidgenössischer Artillerie-Waffenplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weitgehend unbebaute und flache Gelände erwies sich nach dem Zweiten Weltkrieg als geeigneter Standort für einen neuen interkontinentalen Flughafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bisherige Flugplatz Dübendorf war für den zunehmenden zivilen Luftverkehr zu klein geworden und konnte wegen der umliegenden Siedlungen nur begrenzt erweitert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau des Flughafens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 entschieden der Bundesrat und die Zürcher Stimmberechtigten, den neuen Landesflughafen bei Kloten zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1946 begannen die Bauarbeiten. Für Pisten, Rollwege und Gebäude mussten grosse Flächen entwässert, eingeebnet und befestigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 1948 wurde die Westpiste erstmals für den Flugbetrieb freigegeben. Am 17. November 1948 begann der regelmässige zivile Flugbetrieb. Die offizielle Einweihung des Flughafens fand 1953 statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flughafengeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.flughafen-zuerich.ch/de/unternehmen/flughafen-zuerich/flughafen-entwicklung/flughafengeschichte Flughafen Zürich: Flughafengeschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen wurde in mehreren Bauetappen erweitert. Neue Terminals, Pisten, Rollwege, Parkhäuser, Frachtanlagen und technische Einrichtungen entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum zur Flughafenstadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung des Flughafens veränderte Kloten grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Arbeitsplätze entstanden bei Fluggesellschaften, Abfertigungsunternehmen, der Flugsicherung, der Polizei, dem Zoll, der Gastronomie, im Detailhandel und bei zahlreichen Zulieferbetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl wuchs stark. Neue Wohnquartiere, Schulen, Strassen und öffentliche Einrichtungen wurden gebaut. Bereits in den 1970er-Jahren lebten rund 16&#039;500 Menschen in Kloten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtentwicklung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühere Dorf entwickelte sich zu einer Agglomerationsstadt. Die Siedlungsflächen von Kloten näherten sich denjenigen von Opfikon, Bassersdorf und weiteren Nachbargemeinden an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeparlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Bevölkerungswachstums führte Kloten als eine der ersten grösseren Zürcher Landgemeinden ein Gemeindeparlament ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1970 wählten die Stimmberechtigten erstmals den Grossen Gemeinderat. Das Parlament wird heute als Gemeinderat bezeichnet und bildet die Legislative der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloten.ch/sitzung Stadt Kloten: Geschichte und Sitzungen des Gemeinderats], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatisierung des Flughafens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Flughafen im Wesentlichen durch den Kanton Zürich betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 stimmten die Zürcher Stimmberechtigten der Privatisierung zu. Im Jahr 2000 nahm die Flughafen Zürich AG ihre Tätigkeit als gemischtwirtschaftliches Unternehmen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flughafengeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Zürich blieb bedeutender Aktionär. Die Flughafen Zürich AG ist Eigentümerin und Betreiberin der Flughafeninfrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== The Circle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2020 wurde gegenüber den Flughafenterminals das Dienstleistungszentrum [[The Circle]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebäudekomplex umfasst Büros, Hotels, Gastronomie, Detailhandel, medizinische Einrichtungen, Bildungsangebote und Veranstaltungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Circle schuf Raum für mehr als 4000 zusätzliche Arbeitsplätze und verstärkte die Entwicklung des Flughafens zu einem eigenständigen Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtentwicklung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine vergleichsweise kleine Gemeinde. Der Bau des Flughafens löste ein aussergewöhnlich starkes Wachstum aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt zog Arbeitskräfte aus anderen Teilen der Schweiz und aus dem Ausland an. Heute besitzt Kloten eine international zusammengesetzte Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 22&#039;557 Personen in Kloten. Davon waren 13&#039;778 Schweizer Staatsangehörige und 8779 ausländische Staatsangehörige. Der Ausländeranteil betrug 39 Prozent. In der Stadt waren Menschen aus 123 verschiedenen Staaten registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit am 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kategorie&lt;br /&gt;
! Personen&lt;br /&gt;
! Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schweizer Staatsangehörige&lt;br /&gt;
| 13&#039;778&lt;br /&gt;
| 61,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausländische Staatsangehörige&lt;br /&gt;
| 8779&lt;br /&gt;
| 39,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Gesamtbevölkerung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;22&#039;557&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;100 %&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen gehören Personen aus Deutschland, Italien, Portugal, Spanien und Serbien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Zahl internationaler Arbeitsplätze führt zu einer stärkeren Bevölkerungsfluktuation als in vielen anderen Zürcher Gemeinden. Viele Einwohnerinnen und Einwohner leben nur während einer beruflichen Tätigkeit in der Flughafenregion in Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Deutsch. Daneben sind Italienisch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Albanisch, Serbisch und zahlreiche weitere Sprachen verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Klotener Wappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Rot ein halber silberner Löwe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Darstellungen wird der Löwe mit einer silbernen Zunge und silberner Bewehrung gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht auf die Herren von Kloten zurück. Diese verwendeten seit 1331 einen halben Löwen in ihrem Siegel und brachten damit wahrscheinlich ihre Verbindung zum Haus Habsburg zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem späten 18. Jahrhundert wurde der Löwe als Zeichen der Gemeinde verwendet. Eine Darstellung befindet sich auf dem 1793 errichteten Brunnentrog beim Gasthaus Zum Wilden Mann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat legte 1927 die offizielle Form des Gemeindewappens fest.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloten.ch/fotoalbum/detail/1854 Stadt Kloten: Geschichte des Klotener Wappens], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten ist als Stadt mit parlamentarischer Gemeindeorganisation verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legislative bildet der Gemeinderat. Er behandelt unter anderem Budgets, Jahresrechnungen, kommunale Erlasse, Bauvorhaben, Kredite und parlamentarische Vorstösse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive ist der siebenköpfige Stadtrat. Er führt die Verwaltung und vertritt die Stadt nach aussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Amtsperiode 2026–2030 ist Kurt Hottinger Stadtpräsident. Zum Stadtrat gehören ausserdem Mark Wisskirchen, Gaby Kuratli, Sandra Eberhard, Richard Frischknecht, Roger Isler und Roman Walt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloten.ch/exekutive/2677 Stadt Kloten: Stadtrat und Konstituierung 2026–2030], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtverwaltung befindet sich an der Kirchgasse 7 im Zentrum von Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den besonderen kommunalpolitischen Themen gehören die Zusammenarbeit mit dem Flughafen, Fluglärm, Verkehr, Wohnungsbau, innere Verdichtung, Schulraum, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Entwicklung des Stadtzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen als Wirtschaftszentrum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen Zürich ist der wichtigste wirtschaftliche Faktor Klotens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Unternehmen sind in den Bereichen Luftverkehr, Bodenabfertigung, Flugzeugwartung, Logistik, Sicherheit, Zoll, Gastronomie, Hotellerie und Detailhandel tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen ist gleichzeitig einer der grössten Arbeitsplatzstandorte der Schweiz. Viele Beschäftigte pendeln täglich aus dem gesamten Kanton Zürich und den Nachbarkantonen nach Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt besitzt deshalb einen positiven Pendlersaldo: Es arbeiten mehr Menschen in Kloten, als von Kloten aus in andere Gemeinden pendeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtentwicklung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fluggesellschaften und Luftfahrtbetriebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Flughafen verbunden sind die Fluggesellschaft [[Swiss International Air Lines]], zahlreiche ausländische Airlines, Abfertigungsunternehmen und Wartungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Arbeitsplätze bieten die Schweizer Flugsicherung [[Skyguide]], die Kantonspolizei Zürich, die Eidgenössische Zollverwaltung, Frachtunternehmen und technische Dienstleister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu den Terminals macht Kloten zudem zu einem wichtigen Standort für Hotels, Konferenzbetriebe und internationale Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe und Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserhalb des Flughafens besitzt Kloten ein vielfältiges Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den vertretenen Branchen gehören Bauwirtschaft, Fahrzeughandel, Informatik, Beratung, Gesundheitswesen, Detailhandel, Gastronomie und persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewerbegebiete befinden sich unter anderem im Balsberg, im Steinacker, entlang der Schaffhauserstrasse sowie im Umfeld des Flughafens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konkurrenz durch das Einkaufsangebot im Flughafen, The Circle, die Stadt Zürich und die grossen Einkaufszentren der umliegenden Gemeinden stellt den lokalen Detailhandel vor besondere Herausforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des städtischen Charakters bestehen in den Aussenwachten weiterhin landwirtschaftliche Betriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betreiben Ackerbau, Futterbau, Viehhaltung und teilweise Direktverkauf. Landwirtschaftliche Flächen befinden sich vor allem bei Gerlisberg, Egetswil, Bänikon und im Eigental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebe tragen zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Erhalt offener Flächen im dicht besiedelten Grossraum Zürich bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flughafen Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Fläche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen Zürich liegt zum grössten Teil auf Klotener Gemeindegebiet. Kleinere Flächen gehören zu den Nachbargemeinden Opfikon, Rümlang, Oberglatt und Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Passagierterminals, das Airside Center, The Circle, grosse Teile der Pisten und zahlreiche technische Anlagen befinden sich in Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen besitzt drei Start- und Landepisten. Ihre Anordnung erlaubt unterschiedliche Betriebskonzepte, die je nach Wind, Sicht, Tageszeit und politischen Vorgaben angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen Zürich ist der grösste internationale Flughafen der Schweiz und das wichtigste Drehkreuz der Swiss International Air Lines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verbindet die Schweiz mit europäischen und interkontinentalen Zielen. Neben dem Passagierverkehr besitzt er Bedeutung für Luftfracht, Geschäftsreisen, Diplomatie, Tourismus und internationale Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Kloten bringt der Flughafen Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, eine aussergewöhnlich gute Verkehrsanbindung und internationale Bekanntheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig entstehen Belastungen durch Fluglärm, Strassenverkehr, Luftschadstoffe und hohen Flächenverbrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbauetappen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner Eröffnung wurde der Flughafen mehrfach ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Entwicklungsschritte des Flughafens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946&lt;br /&gt;
| Beginn der Bauarbeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| Aufnahme des Flugbetriebs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| Offizielle Einweihung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970er-Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau der Pisten, Terminals und Frachtanlagen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| Eröffnung des unterirdischen Flughafenbahnhofs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| Aufnahme der Tätigkeit der Flughafen Zürich AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Eröffnung von Dock E und Skymetro&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Airside Centers&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| Eröffnung von The Circle&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2003 eröffnete Dock E liegt zwischen den Pisten und ist über die unterirdische Skymetro mit dem Airside Center verbunden. Es verfügt über Standplätze für Langstreckenflugzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.flughafen-zuerich.ch/de/unternehmen/flughafen-zuerich/flughafen-entwicklung/abgeschlossene-bauprojekte/dock-e Flughafen Zürich: Dock E], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fluglärm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluglärm ist seit Jahrzehnten ein zentrales politisches Thema in Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belastung unterscheidet sich je nach Quartier, Windrichtung und verwendetem Pistensystem. Besonders betroffen sind Gebiete unter den An- und Abflugrouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtflugbeschränkungen, Schallschutzmassnahmen und betriebliche Verfahren sollen die Auswirkungen verringern. Dennoch besteht ein dauernder Interessenkonflikt zwischen wirtschaftlichen Ansprüchen, internationaler Erreichbarkeit und dem Schutz der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten besitzt die Bahnhöfe &#039;&#039;&#039;Kloten&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Kloten Balsberg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide liegen an der Bahnstrecke Zürich–Kloten–Winterthur und werden von der Linie S7 der Zürcher S-Bahn bedient. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Winterthur und Rapperswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unterirdische Bahnhof Zürich Flughafen befindet sich ebenfalls auf Klotener Gemeindegebiet. Er wird von InterCity-, InterRegio- und S-Bahn-Zügen bedient und bietet direkte Verbindungen in zahlreiche Schweizer Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tram und Glattalbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Kloten Balsberg ist mit den Tramlinien 10 und 12 verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 10 führt über den Flughafen und Oerlikon zum Zürcher Hauptbahnhof. Die Linie 12 verbindet den Flughafen über Glattbrugg, Wallisellen und Dübendorf mit dem Bahnhof Stettbach.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://online.fahrplaninfo.zvv.ch/frame_hst3.php?%24hstName=Kloten+Balsberg%2C+Bahnhof&amp;amp;hstNr=6506&amp;amp;lang=de Zürcher Verkehrsverbund: Haltestellenfahrplan Kloten Balsberg 2026], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verlängerung der Glattalbahn vom Flughafen über das Zentrum von Kloten in das Industriegebiet Bassersdorf ist langfristig vorgesehen. Das Projekt soll Wohn- und Arbeitsplatzgebiete besser erschliessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein dichtes Busnetz verbindet den Flughafen, den Bahnhof Kloten, die Wohnquartiere und die Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkte Busverbindungen bestehen unter anderem nach Bülach, Embrach, Bassersdorf, Dietlikon, Oerlikon, Opfikon und in die umliegenden Dörfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egetswil wird durch Linienbusse erschlossen. Für Gerlisberg besteht wegen der geringen Bevölkerungsdichte ein bedarfsorientiertes Ruftaxi-Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten liegt an der Autobahn A51, die den Flughafen mit Zürich und der Autobahn A1 verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlüsse erschliessen den Flughafen, Kloten-Süd und die regionalen Hauptstrassen. Die Schaffhauserstrasse bildet eine wichtige Nord-Süd-Achse durch das Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strassen führen nach Bassersdorf, Nürensdorf, Lufingen, Winkel, Rümlang und Opfikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Berufs-, Flughafen- und Durchgangsverkehr führt während der Hauptverkehrszeiten regelmässig zu Staus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt baut das Netz für Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende schrittweise aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang des Altbachs, durch den Hardwald und in Richtung Eigental bestehen beliebte Freizeitwege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung zwischen Stadtzentrum, Bahnhof, Flughafen und Nachbargemeinden ist wegen grosser Strassen, Bahnlinien und Flughafeneinrichtungen teilweise anspruchsvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten besitzt nur noch geringe Möglichkeiten, neue Siedlungsflächen einzuzonen. Die weitere Entwicklung konzentriert sich deshalb auf die Erneuerung und Verdichtung bestehender Quartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Entwicklungsgebiete befinden sich im Zentrum, beim Bahnhof, im Steinacker und im Balsberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verfolgt das Ziel, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne Grünflächen, historische Siedlungsteile und die Lebensqualität übermässig zu beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Herausforderungen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die räumliche Trennung durch Bahnlinien und Hauptstrassen;&lt;br /&gt;
* das hohe Verkehrsaufkommen;&lt;br /&gt;
* der Fluglärm;&lt;br /&gt;
* der Mangel an freien Wohnbauflächen;&lt;br /&gt;
* die Erneuerung älterer Schul- und Sportanlagen;&lt;br /&gt;
* die Aufwertung des Stadtzentrums;&lt;br /&gt;
* der Erhalt von Wald und Naherholungsgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem neuen kommunalen Richtplan sollen die langfristige Siedlungs-, Verkehrs- und Freiraumentwicklung koordiniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule Kloten führt Kindergärten, Primarschulen und die Sekundarstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schulstandorten gehören unter anderem Nägelimoos, Hinterwiden, Spitz, Feld, Dorf und Freienberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Bevölkerungswachstum führte wiederholt zu Erweiterungen und Neubauten. Mehrere Schulanlagen werden saniert oder an neue pädagogische und energetische Anforderungen angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt bietet schulergänzende Betreuung, Mittagstische, Horte und Angebote der frühen Förderung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen befinden sich in Bülach, Zürich und Winterthur. Die Nähe zum Flughafen und zur Stadt Zürich erleichtert den Zugang zu Berufsfachschulen, Hochschulen und internationalen Bildungseinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche von Kloten wurde 1785 und 1786 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der spätbarocke Bau ist als Querkirche gestaltet. Die Kanzel bildet den Mittelpunkt des Innenraums, wodurch die reformierte Bedeutung der Predigt architektonisch hervorgehoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wird für Gottesdienste, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisch-katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Bevölkerung gehört zur Kirchgemeinde Kloten-Bassersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche Christkönig entstand im 20. Jahrhundert als Folge des starken Bevölkerungswachstums und der Zuwanderung katholischer Arbeitskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen evangelisch-methodistische, freikirchliche, orthodoxe, muslimische und weitere religiöse Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Kern Klotens liegt im Bereich der Dorfstrasse, Kirchgasse und reformierten Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten sind einzelne Bauernhäuser, Gasthäuser, öffentliche Gebäude und Wohnhäuser aus verschiedenen Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere Bebauung vermittelt einen Eindruck vom früheren Bauerndorf, obwohl grosse Teile Klotens seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vollständig verändert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr markanter Turm und die erhöhte Lage prägen das Ortsbild. Der Innenraum ist ein bedeutendes Beispiel für den protestantischen Kirchenbau des späten 18. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsmuseum Kloten befindet sich an der Dorfstrasse 47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dokumentiert die Geschichte der Gemeinde, das bäuerliche Leben, lokales Handwerk und die Entwicklung der Flughafenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Sammlungsgebieten gehören historische Fotografien, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände, Dokumente und Erinnerungsstücke aus dem Alltag der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Wilden Mann ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Gasthaus Zum Wilden Mann gehört zu den bekannten Gebäuden im alten Dorfkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Gebäude befindet sich ein Brunnentrog aus dem Jahr 1793 mit einer frühen Darstellung des Klotener Löwenwappens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen und Besucherterrassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besucherterrassen ermöglichen die Beobachtung von Flugzeugen, Abfertigungsvorgängen und dem Betrieb auf den Pisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rundfahrten und Führungen vermitteln Einblicke in Gepäcksortierung, Feuerwehr, Flugzeugabfertigung und technische Anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== The Circle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Circle ist ein moderner Gebäudekomplex am Flughafenkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die halbkreisförmig angeordneten Gebäude wurden vom japanischen Architekten Riken Yamamoto entworfen. Hinter dem Komplex liegt ein bewaldeter Hügel mit Spazierwegen und Aussichtspunkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerlisberg und Egetswil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussenwachten Gerlisberg und Egetswil besitzen historische Bauernhäuser und einen ländlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den erhöht gelegenen Gebieten bestehen Ausblicke auf den Flughafen, das Glattal und die umliegenden Hügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigental ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eigental ist ein bedeutender Natur- und Erholungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiher, Feuchtgebiete, Hecken, Wälder und Wiesen bieten Lebensraum für Amphibien, Vögel und Insekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderwege verbinden das Gebiet mit Gerlisberg, Egetswil, Nürensdorf und Oberembrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloten ist in der Schweiz besonders als Eishockeystadt bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EHC Kloten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[EHC Kloten]] wurde 1934 gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein zählt zu den traditionsreichsten Schweizer Eishockeyclubs und gewann fünf Schweizer Meistertitel. Eine besondere Bedeutung besitzt die Nachwuchsförderung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloten.ch/vereinsliste/72856 Stadt Kloten: EHC Kloten], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinsfarben sind Blau, Weiss und Rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swiss Arena ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimspiele des EHC Kloten finden in der Swiss Arena im Sportzentrum Schluefweg statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arena verfügt über 7378 Zuschauerplätze, darunter 5078 Sitzplätze. Neben Eishockey werden Eiskunstlauf, Curling, öffentliche Eisläufe und Veranstaltungen durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloten.ch/swissarena Stadt Kloten: Eissportzentrum und Swiss Arena], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentrum Schluefweg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum Schluefweg gehört zu den grössten Freizeit- und Sportanlagen der Flughafenregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Angebot gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hallenbad und Freibad;&lt;br /&gt;
* Eisstadion und Trainingshalle;&lt;br /&gt;
* Turn- und Sporthallen;&lt;br /&gt;
* Beachvolleyballfelder;&lt;br /&gt;
* Seilpark;&lt;br /&gt;
* Minigolfanlage;&lt;br /&gt;
* Finnenbahn;&lt;br /&gt;
* Skatepark und Pumptrack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Sportanlagen befinden sich in Stighag, Hinterwiden und bei verschiedenen Schulhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fluglärm und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftlichen Vorteile des Flughafens stehen erheblichen Umweltbelastungen gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluglärm beeinflusst die Wohnqualität und beschränkt den Bau neuer Wohnungen in besonders belasteten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt beteiligt sich an politischen und technischen Verfahren zur Festlegung von Flugrouten, Betriebszeiten und Schallschutzmassnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Umweltthemen sind Luftschadstoffe, Bodenversiegelung, Strassenverkehr, Lichtemissionen und der Schutz von Grundwasser und Feuchtgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig besitzt Kloten grosse Wald- und Landwirtschaftsflächen. Das Eigental, der Hardwald, Gerlisberg und Egetswil sind wichtige Ausgleichsräume innerhalb der dicht besiedelten Flughafenregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Kloten verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Heini Hemmi&#039;&#039;&#039; (* 1949), Skirennfahrer und Olympiasieger, in Kloten aufgewachsen;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Felix Hollenstein&#039;&#039;&#039; (* 1965), Eishockeyspieler und -trainer, langjähriger Spieler des EHC Kloten;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Roman Wick&#039;&#039;&#039; (* 1985), Eishockeyspieler, begann seine Laufbahn beim EHC Kloten;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Martin Gerber&#039;&#039;&#039; (* 1974), Eishockeytorhüter, spielte für den EHC Kloten;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Peter Schlagenhauf&#039;&#039;&#039; (* 1962), Eishockeyspieler und -trainer;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;René Huber&#039;&#039;&#039; (* 1957), Politiker und von 2006 bis 2026 Stadtpräsident von Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Ereignisse der Stadtgeschichte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Römische Zeit&lt;br /&gt;
| Siedlungen und Verkehrswege im heutigen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1155&lt;br /&gt;
| Erste bekannte Erwähnung als &#039;&#039;Chlotun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1331&lt;br /&gt;
| Halber Löwe im Siegel der Herren von Kloten nachgewiesen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1424&lt;br /&gt;
| Übergang der Grafschaft Kyburg an Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1452&lt;br /&gt;
| Endgültige Übernahme der Grafschaft Kyburg durch Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1520er-Jahre&lt;br /&gt;
| Einführung der Reformation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1785–1786&lt;br /&gt;
| Bau der heutigen reformierten Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Bildung der politischen Gemeinde Kloten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1831&lt;br /&gt;
| Dauerhafte Zuteilung zum Bezirk Bülach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1839&lt;br /&gt;
| Volksversammlung im Vorfeld des Züriputschs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1872&lt;br /&gt;
| Auflösung der Zivilgemeinde Gerlisberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922&lt;br /&gt;
| Auflösung der Zivilgemeinde Kloten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1927&lt;br /&gt;
| Anschluss von Bänikon und Teilen des Eigentals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946&lt;br /&gt;
| Beginn des Flughafenbaus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| Aufnahme des Flugbetriebs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| Offizielle Einweihung des Flughafens Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| Erste Wahl des Gemeindeparlaments&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Flughafenbahnhofs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| Aufnahme der Tätigkeit der Flughafen Zürich AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Eröffnung von Dock E und Skymetro&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| Eröffnung von The Circle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| Überschreiten der Marke von 22&#039;500 Einwohnerinnen und Einwohnern&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Glattal]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
* [[Flughafen Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Flughafen Zürich AG]]&lt;br /&gt;
* [[The Circle]]&lt;br /&gt;
* [[EHC Kloten]]&lt;br /&gt;
* [[Swiss Arena]]&lt;br /&gt;
* [[Kloten Balsberg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Kloten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1943.&lt;br /&gt;
* Walter Drack: &#039;&#039;Kloten. Geschichte und Entwicklung einer Zürcher Gemeinde.&#039;&#039; Kloten.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Kloten.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Stadt Kloten: &#039;&#039;Kloten. Vom Bauerndorf zur Flughafenstadt.&#039;&#039; Kloten.&lt;br /&gt;
* Flughafen Zürich AG: &#039;&#039;Flughafengeschichte Zürich.&#039;&#039; Kloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.kloten.ch/ Offizielle Website der Stadt Kloten]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000050/ Kloten im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.flughafen-zuerich.ch/ Offizielle Website des Flughafens Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.kloten.ch/bauenwohnen/10513 Informationen zur Stadtentwicklung]&lt;br /&gt;
* [https://www.kloten.ch/swissarena Sport- und Eissportzentrum Schluefweg]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://www.ref-kloten.ch/ Reformierte Kirchgemeinde Kloten]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kloten|Kloten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1155]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flughafen Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Affoltern_am_Albis&amp;diff=697</id>
		<title>Affoltern am Albis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Affoltern_am_Albis&amp;diff=697"/>
		<updated>2026-07-24T15:36:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; font-size:125%;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Affoltern am Albis&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Affoltern am Albis vor der Bergkette.jpg|frameless|280px|Blick auf Affoltern am Albis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [[Bezirk Affoltern|Affoltern]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 0002&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Postleitzahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 8910 Affoltern am Albis&amp;lt;br /&amp;gt;8909 Zwillikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 47° 16′ 30″ N, 8° 26′ 45″ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | etwa 494 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | rund 10,6 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | 12&#039;512&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Einwohnerbezeichnung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Affoltemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Stadtpräsidentin&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Eveline Fenner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Ortsteile&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | Affoltern, Zwillikon, Loo und Ferenbach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.4em;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.4em;&amp;quot; | [https://www.affoltern-am-albis.ch/ affoltern-am-albis.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Affoltern am Albis&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Kanton Zürich]]. Sie ist der Hauptort des [[Bezirk Affoltern|Bezirks Affoltern]] und das bevölkerungsreichste wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des [[Knonaueramt|Knonaueramts]]. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Affoltern die Ortschaft [[Zwillikon]] sowie die kleineren Siedlungen Loo und Ferenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern liegt westlich der [[Albis|Albiskette]] in einer während der Eiszeiten geformten Moränenlandschaft zwischen dem Albis und dem Reusstal. Durch den Ort fliesst der Jonenbach. Die Stadt liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen [[Zürich]] und [[Zug]] und ist durch die Autobahn A4 sowie die Bahnstrecke Zürich–Zug gut an die beiden Wirtschaftsräume angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde 1190 als &#039;&#039;Afiltre&#039;&#039; erstmals zweifelsfrei schriftlich erwähnt. Seit 1837 ist Affoltern Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Nachdem die Gemeinde bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts mehr als 10&#039;000 Einwohner gezählt hatte, bezeichnet sie sich seit dem 1. Juli 2018 offiziell als Stadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtWebsite&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.affoltern-am-albis.ch/&lt;br /&gt;
 |titel=Stadt Affoltern am Albis&lt;br /&gt;
 |werk=Offizielle Website&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname Affoltern geht auf das althochdeutsche Wort &#039;&#039;affoltra&#039;&#039; oder &#039;&#039;aphaltra&#039;&#039; zurück, das einen Apfelbaum bezeichnet. Der Name bedeutet sinngemäss «bei den Apfelbäumen» oder «Ort mit Apfelbäumen».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Herkunftsbezeichnung &#039;&#039;Cuno de Affaltra&#039;&#039; aus dem Jahr 1044 wird gelegentlich mit Affoltern am Albis in Verbindung gebracht. Die Zuordnung ist jedoch nicht vollständig gesichert. Als eindeutiger Beleg gilt die Nennung &#039;&#039;Afiltre&#039;&#039; in einem um 1190 angelegten Verzeichnis von Besitzrechten des [[Kloster Engelberg|Klosters Engelberg]]. Spätere Formen waren unter anderem &#039;&#039;Alfeltre&#039;&#039;, &#039;&#039;Affoltre&#039;&#039; und &#039;&#039;Affoltern&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.stadtaffoltern.ch/portrait/62867&lt;br /&gt;
 |titel=Geschichte&lt;br /&gt;
 |werk=Stadt Affoltern am Albis&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusatz &#039;&#039;&#039;am Albis&#039;&#039;&#039; dient zur Unterscheidung von anderen Orten gleichen Namens, insbesondere [[Affoltern im Emmental]] im Kanton Bern und dem Zürcher Stadtquartier [[Affoltern (Stadt Zürich)|Affoltern]]. Im schweizerdeutschen Ortsdialekt wird Affoltern am Albis als &#039;&#039;&#039;Affoltere&#039;&#039;&#039; bezeichnet. In der Region sind ausserdem die umgangssprachlichen Kurzformen &#039;&#039;&#039;Affoltern a. A.&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Affoltern&#039;&#039;&#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerinnen und Einwohner werden &#039;&#039;&#039;Affoltemerinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Affoltemer&#039;&#039;&#039; genannt. Das Knonaueramt wird volkstümlich auch &#039;&#039;&#039;Säuliamt&#039;&#039;&#039; oder in älterer Schreibweise &#039;&#039;&#039;Söiliamt&#039;&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern am Albis liegt im südwestlichen Teil des Kantons Zürich. Das Gemeindegebiet befindet sich westlich des Albis in einer leicht gewellten Landschaft, die sich gegen das Reusstal und den Kanton Aargau öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt grenzt an die Zürcher Gemeinden [[Aeugst am Albis]], [[Hedingen]], [[Mettmenstetten]], [[Obfelden]], [[Ottenbach]] und [[Stallikon]] sowie an die Gemeinde [[Jonen AG|Jonen]] im [[Kanton Aargau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum liegt auf einer Höhe von ungefähr 494 Metern über Meer. Das Gelände steigt im Osten in Richtung Albis an und fällt im Westen allmählich zur Reussebene ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern liegt rund 15 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Zürich und etwa 13 Kilometer nördlich von Zug. Die Lage zwischen diesen beiden Städten beeinflusst die Bevölkerungs-, Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft um Affoltern entstand wesentlich während der letzten Eiszeit. Gletscher hinterliessen Moränenzüge, Geländemulden, Schotterflächen und feuchte Niederungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst Siedlungsflächen, Landwirtschaftsland, Wälder und kleinere Gewässer. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen prägen vor allem die Randgebiete zwischen Affoltern, Zwillikon und den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den grösseren Waldgebieten gehören der Hombergwald, der Hedinger Wald und weitere bewaldete Höhenzüge im Osten und Norden der Gemeinde. Die Wälder dienen der Holzproduktion, dem Natur- und Landschaftsschutz sowie als Naherholungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jonenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jonenbach ist das wichtigste Fliessgewässer der Stadt. Er entspringt im Gebiet des Albis und durchquert Affoltern in westlicher Richtung. Anschliessend fliesst er über Zwillikon und Jonen zur [[Reuss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bach war für die Entstehung und Entwicklung der Siedlung von grosser Bedeutung. Sein Wasser wurde für Mühlen, Gewerbebetriebe, Landwirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholte Hochwasser führten zu Schutzbauten, Bachkorrektionen und raumplanerischen Massnahmen. In verschiedenen Abschnitten wurde der Jonenbach revitalisiert oder stärker in die Gestaltung des öffentlichen Raums einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt besteht aus mehreren historisch gewachsenen Siedlungsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unteraffoltern&#039;&#039;&#039; entwickelte sich im Bereich des Jonenbachs und der alten Kirche. Es bildete während Jahrhunderten den kirchlichen und dörflichen Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oberaffoltern&#039;&#039;&#039; entstand südöstlich beziehungsweise oberhalb des älteren Dorfkerns. Zwischen Ober- und Unteraffoltern lagen ursprünglich landwirtschaftlich genutzte Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwillikon&#039;&#039;&#039; liegt westlich des Hauptorts am Jonenbach. Die Ortschaft wurde 1269 als &#039;&#039;apud Zwillinkon&#039;&#039; schriftlich erwähnt. Sie bewahrte trotz der baulichen Entwicklung einen teilweise eigenständigen dörflichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Loo&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Ferenbach&#039;&#039;&#039; sind kleinere ländliche Siedlungen im Gemeindegebiet. Sie waren gemeinsam mit Affoltern und Zwillikon zeitweise als besondere lokale Körperschaften beziehungsweise Zivilgemeinden organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Wachstum des 20. und frühen 21. Jahrhunderts liess Ober- und Unteraffoltern weitgehend zusammenwachsen. Auch zwischen dem historischen Dorfkern, dem Bahnhof und den neueren Wohnquartieren entstand ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus der Umgebung zeigen, dass das Knonaueramt bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Einzelne Funde und Geländespuren weisen auf Aktivitäten während der Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Epoche verliefen Verkehrswege durch die Region. In der Umgebung von Affoltern wurden Reste römischer Gutshöfe und Siedlungsstellen nachgewiesen. Das Gebiet gehörte zum Hinterland der römischen Zentren Turicum, dem heutigen Zürich, und [[Vindonissa]] bei Windisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft entstanden alemannische Siedlungen. Viele Ortsnamen und Flurbezeichnungen der Region gehen auf das frühe Mittelalter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern wurde 1190 als &#039;&#039;Afiltre&#039;&#039; in einem Güterverzeichnis des Klosters Engelberg genannt. Das Dorf bestand wahrscheinlich aus mehreren Hofgruppen entlang des Jonenbachs und an den umliegenden Wegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter besassen verschiedene geistliche und weltliche Herren Güter, Zehntenrechte und Gerichtsbefugnisse. Dazu gehörten das Kloster Engelberg, das [[Kloster Kappel]], das Fraumünster in Zürich und regionale Adelsfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ministerialengeschlecht, das sich nach Affoltern benannte, ist im Mittelalter bezeugt. Seine genaue Beziehung zur späteren Gemeinde und zum heutigen Gemeindewappen ist jedoch nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet gelangte schrittweise unter den Einfluss der Stadt Zürich. 1415 eroberte Zürich Teile des habsburgischen Freiamts. 1512 wurde Affoltern in die neu geschaffene [[Landvogtei Knonau]] eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Landvogt residierte im Schloss Knonau. Affoltern blieb während der gesamten Zeit der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]] ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[Huldrych Zwingli]] ausgehende Zürcher Reformation wurde in den 1520er-Jahren auch in Affoltern eingeführt. Die Kirchgemeinde wurde reformiert und kirchlicher Besitz teilweise neu geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Kirche im Unterdorf wurde nach der Reformation mehrfach umgebaut. 1645 entstand eine reformierte Saalkirche, die den liturgischen Vorstellungen der Zürcher Landeskirche entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum Kloster Kappel und zu den Schauplätzen der [[Kappelerkriege]] verband Affoltern mit den konfessionellen Konflikten des frühen 16. Jahrhunderts. Die eigentlichen Kämpfe fanden jedoch ausserhalb des Gemeindegebiets statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und Mediationszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im Jahr 1798 endete die Herrschaft der Stadt Zürich über ihre Landgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landvogtei Knonau wurde aufgehoben. Affoltern gehörte zunächst zu neuen, mehrfach veränderten Verwaltungsbezirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mediationsakte]] von 1803 stellte den Kanton Zürich wieder her. Das Knonaueramt wurde als Bezirk beziehungsweise Oberamt neu organisiert. Hauptort blieb zunächst Knonau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Affoltern wird Bezirkshauptort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der liberalen Kantonsverfassung von 1831 wurden die Verwaltungsstrukturen des Kantons Zürich neu geordnet. 1837 verlegte der Kanton den Hauptort des Bezirks von Knonau nach Affoltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend waren die zentralere Lage Affolterns, seine bessere Erreichbarkeit und die wachsende Bedeutung des Orts. Mit dem Bezirksgericht, der Bezirksverwaltung und weiteren öffentlichen Einrichtungen erhielt Affoltern eine neue politische Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernennung zum Bezirkshauptort leitete eine verstärkte bauliche und wirtschaftliche Entwicklung ein. Neue Verwaltungs-, Schul- und Gewerbebauten entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1864 nahm die Zürich-Zug-Luzern-Bahn die Strecke durch das Knonaueramt in Betrieb. Affoltern erhielt einen Bahnhof und war nun direkt mit Zürich, Zug und Luzern verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eisenbahnanschluss veränderte den Ort grundlegend. Landwirtschaftliche Produkte konnten leichter abgesetzt werden, während Baustoffe, Brennstoffe und industrielle Erzeugnisse schneller in die Gemeinde gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung der Gotthardbahn entwickelte sich die Strecke zeitweise zu einer bedeutenden internationalen Verbindung. Züge zwischen Zürich, Zug und Italien fuhren über Affoltern. Mit der Eröffnung der direkteren Bahnstrecke Thalwil–Zug im Jahr 1897 verlor die Verbindung durch das Knonaueramt wieder an überregionaler Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Affoltern siedelten sich Gewerbe-, Handels- und Industriebetriebe an. Die traditionelle Heimarbeit und Textilverarbeitung wurden teilweise durch Fabrikproduktion ersetzt. Gleichzeitig blieb die Landwirtschaft bis weit ins 20. Jahrhundert ein wichtiger Erwerbszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs Affoltern zunächst langsam. Das Ortsbild blieb von den historischen Dorfkernen, einzelnen Fabriken und landwirtschaftlichen Betrieben geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine starke Bautätigkeit ein. Die Nähe zu Zürich und Zug, der Bahnanschluss und die zunehmende Motorisierung machten Affoltern zu einem attraktiven Wohnort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden rund um den Bahnhof, zwischen Ober- und Unteraffoltern sowie an den Ausfallstrassen. Schulen, Sportanlagen, Verwaltungsgebäude und soziale Einrichtungen wurden ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strukturwandel verringerte die Bedeutung der Landwirtschaft. Dienstleistungsunternehmen, Detailhandel, Verwaltung, Gesundheitswesen und Gewerbe gewannen an Gewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobahn und jüngere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalstrasse A4 wurde im Knonaueramt schrittweise gebaut. Mit der Eröffnung des Autobahnabschnitts durch das Säuliamt im Jahr 2009 verbesserte sich die Strassenverbindung nach Zürich, Zug und in die Zentralschweiz erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn entlastete mehrere Ortsdurchfahrten vom überregionalen Verkehr, erhöhte jedoch zugleich den Siedlungs- und Entwicklungsdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wuchs Affoltern weiter. Die Bevölkerung überschritt die Grenze von 10&#039;000 Einwohnern. Neue Wohn- und Gewerbegebiete entstanden, während Bahnhofsumgebung, Zentrum und öffentliche Räume verdichtet und aufgewertet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 2018 verwendet Affoltern am Albis die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Stadt&#039;&#039;&#039;. Die politische Organisation mit Gemeindeversammlung wurde dadurch nicht verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern entwickelte sich vom kleinen Bauerndorf zum regionalen Zentrum mit mehr als 12&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert führte die Ernennung zum Bezirkshauptort zunächst zu einem moderaten Wachstum. Der stärkste Anstieg setzte nach 1950 ein, als immer mehr Menschen aus Zürich und anderen städtischen Gebieten in das Knonaueramt zogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung ist sprachlich und kulturell vielfältig. Deutsch ist die wichtigste Alltagssprache. Daneben werden Italienisch, Portugiesisch, Albanisch, Englisch sowie verschiedene südslawische und aussereuropäische Sprachen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt weist sowohl ältere Dorfquartiere als auch moderne Wohnsiedlungen auf. Ein bedeutender Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Zürich, Zug oder in andere Gemeinden. Gleichzeitig bietet Affoltern selbst mehrere Tausend Arbeitsplätze und ist Ziel zahlreicher Zupendler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offizielle städtische Website wies 2026 insgesamt 12&#039;512 Einwohnerinnen und Einwohner, 5&#039;329 Haushalte und 6&#039;631 Beschäftigte aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtWebsite&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeorganisation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern am Albis ist trotz der Bezeichnung Stadt als Versammlungsgemeinde organisiert. Es besteht kein kommunales Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das oberste Organ ist die &#039;&#039;&#039;Gemeindeversammlung&#039;&#039;&#039;. Ihr gehören alle stimmberechtigten Schweizer Bürgerinnen und Bürger mit politischem Wohnsitz in Affoltern am Albis oder Zwillikon an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeversammlung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.stadtaffoltern.ch/sitzung&lt;br /&gt;
 |titel=Gemeindeversammlung&lt;br /&gt;
 |werk=Stadt Affoltern am Albis&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung entscheidet unter anderem über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Budget und den kommunalen Steuerfuss;&lt;br /&gt;
* die Jahresrechnung;&lt;br /&gt;
* grössere Verpflichtungskredite;&lt;br /&gt;
* Bau- und Zonenordnungen;&lt;br /&gt;
* kommunale Erlasse;&lt;br /&gt;
* weitere Geschäfte, die ihr durch die Gemeindeordnung zugewiesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Beschlüsse können dem obligatorischen oder fakultativen Referendum unterliegen. Wahlen und Abstimmungen werden an der Urne durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der siebenköpfige &#039;&#039;&#039;Stadtrat&#039;&#039;&#039;. Seine Mitglieder werden von den Stimmberechtigten gewählt und führen jeweils eine Verwaltungsabteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den politischen Bereichen gehören Präsidiales, Finanzen, Bildung, Sicherheit, Immobilien, Bau und Infrastruktur sowie Soziales und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtpräsidentin ist Eveline Fenner von der Evangelischen Volkspartei. Sie wurde 2022 erstmals gewählt und im zweiten Wahlgang der Erneuerungswahlen 2026 im Amt bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtpräsidentin&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.stadtaffoltern.ch/behoerdenmitglieder/304394&lt;br /&gt;
 |titel=Eveline Fenner&lt;br /&gt;
 |werk=Stadt Affoltern am Albis&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirksbehörden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezirkshauptort ist Affoltern Sitz verschiedener regionaler Behörden und Institutionen. Dazu gehören das Bezirksgericht, die Bezirksverwaltung und weitere kantonale oder regionale Stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt erfüllt zudem Zentrumsfunktionen für die 14 Gemeinden des Bezirks Affoltern. Viele Angebote in Bildung, Verwaltung, Gesundheit, Handel und Kultur werden von Menschen aus dem gesamten Knonaueramt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen von Affoltern am Albis wird wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Gespalten, rechts in Gold ein grüner Apfelzweig mit drei roten Früchten, links von Silber und Schwarz geschacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apfelzweig ist ein redendes Symbol und verweist auf die Bedeutung des Ortsnamens als Ort bei den Apfelbäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwarz-silberne Schachmuster geht auf ein historisches Adelswappen zurück. Ein Zusammenhang mit einem mittelalterlichen Ministerialengeschlecht von Affoltern wird angenommen, ist jedoch nicht vollständig belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1837 verwendete die Gemeinde einen ganzen Apfelbaum mit zwei Früchten auf grünem Grund. Das heutige Wappen wurde im Rahmen der Vereinheitlichung der Zürcher Gemeindewappen im frühen 20. Jahrhundert eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern ist das wichtigste Arbeitsplatz- und Versorgungszentrum des Knonaueramts. Die lokale Wirtschaft wird vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Detailhandel und persönliche Dienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Baugewerbe und Handwerk;&lt;br /&gt;
* Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie;&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Finanz-, Treuhand- und Immobiliendienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Gastronomie und Hotellerie;&lt;br /&gt;
* Verkehr und Logistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast 1&#039;000 Unternehmen besitzen nach Angaben der Stadt ihren Hauptsitz oder einen Standort in Affoltern. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 6&#039;600.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtWebsite&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschäfte im Stadtzentrum, an der Bahnhofstrasse und in mehreren Gewerbegebieten versorgen einen grossen Teil des Bezirks. Wochenmärkte und grössere saisonale Märkte ergänzen den stationären Handel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft konzentriert sich heute vor allem auf die Aussenbereiche der Gemeinde. Betrieben werden Milchwirtschaft, Viehhaltung, Ackerbau und weitere Formen der gemischten Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten ausserhalb der Gemeinde. Die Nähe zu Zürich und Zug macht Affoltern zu einem bedeutenden Wohnort für Pendlerinnen und Pendler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern liegt an der Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug. Der Bahnhof wurde 1864 eröffnet und bildet heute den wichtigsten Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs im Bezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof wird durch die Linien S5 und S14 der [[S-Bahn Zürich]] bedient. Die S5 verbindet Zug über Affoltern, Zürich Hauptbahnhof und Uster mit Pfäffikon SZ. Die S14 verkehrt von Affoltern über Zürich Altstetten, Zürich Hauptbahnhof und Oerlikon nach Hinwil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.zvv.ch/de/service/hindernisfrei-reisen/reisen-mit-gehbehinderung/s-bahn/niederflurigkeit-s-bahn-linien.html&lt;br /&gt;
 |titel=Hindernisfreiheit von S-Bahn-Linien&lt;br /&gt;
 |werk=Zürcher Verkehrsverbund&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-07-23&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrzeit nach Zürich Hauptbahnhof beträgt je nach Verbindung ungefähr eine halbe Stunde. Zug ist ebenfalls ohne Umsteigen erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Busbahnhof beim Bahnhof Affoltern ist der zentrale Umsteigepunkt des regionalen Busnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Postauto- und ZVV-Linien verbinden Affoltern unter anderem mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aeugst am Albis;&lt;br /&gt;
* Bonstetten;&lt;br /&gt;
* Hausen am Albis;&lt;br /&gt;
* Hedingen;&lt;br /&gt;
* Mettmenstetten;&lt;br /&gt;
* Obfelden;&lt;br /&gt;
* Ottenbach;&lt;br /&gt;
* Rifferswil;&lt;br /&gt;
* Stallikon;&lt;br /&gt;
* Zürich-Wiedikon und Zürich Enge;&lt;br /&gt;
* den umliegenden Dörfern des Knonaueramts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Zwillikon ist durch Buslinien mit dem Bahnhof und den Nachbargemeinden verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern liegt nahe der Nationalstrasse A4. Die Autobahnanschlüsse Affoltern am Albis und Mettmenstetten erschliessen die Region in Richtung Zürich, Zug, Luzern und Gotthard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Kantonsstrassen führen nach Zürich über den Albis, nach Zug, in das Reusstal und in die umliegenden Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der durchgehenden A4 im Knonaueramt im Jahr 2009 verlagerte einen erheblichen Teil des Durchgangsverkehrs aus den Ortszentren auf die Autobahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langsamverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Netz von Wanderwegen, Velorouten und lokalen Fusswegen verbindet Affoltern mit Zwillikon, dem Jonental, dem Albis und den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jonenbach bildet abschnittsweise eine naturnahe Fuss- und Erholungsachse. Regionale Velowege führen in Richtung Reuss, Zugerland, Zürich und Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verfügt über Kindergärten und Primarschulen in mehreren Schuleinheiten. Dazu gehören die Schuleinheiten Butzen–Semper, Chilefeld–Stigeli und Zwillikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 1&#039;000 Kinder besuchen die städtischen Kindergärten und Primarschulen. Ergänzt wird das Angebot durch schulergänzende Betreuung, Mittagstische, Tagesstrukturen und sonderpädagogische Angebote.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtWebsite&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sekundarschule wird auf regionaler Ebene geführt. Jugendliche besuchen anschliessend Mittelschulen, Berufsschulen oder Lehrbetriebe in Affoltern, Zürich, Zug und anderen Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regionalbibliothek Affoltern stellt Bücher, Zeitschriften, Filme und digitale Medien bereit. Sie dient zugleich als kultureller Treffpunkt und Veranstaltungsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen und Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche im Unterdorf steht an einer seit dem Mittelalter kirchlich genutzten Stelle. Der heutige Bau enthält Teile aus verschiedenen Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1645 wurde die ältere Kirche zu einer reformierten Saalkirche umgebaut. 1861 erfolgte eine weitere tiefgreifende Umgestaltung im neugotischen Stil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt ist der Turmabschluss, der nach Plänen des Architekten [[Gottfried Semper]] gestaltet wurde. Für seine Arbeit erhielt Semper das Bürgerrecht von Affoltern am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche bildet gemeinsam mit dem Pfarrhaus, dem alten Gemeindehaus und weiteren historischen Gebäuden einen bedeutenden Teil des alten Ortskerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Religionsgemeinschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Bevölkerungswachstum und die Zuwanderung entstanden weitere kirchliche und religiöse Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Bevölkerung gehört zur Pfarrei St. Josef. Daneben bestehen evangelische Freikirchen, orthodoxe Gemeinschaften und religiöse Vereinigungen verschiedener Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern besitzt ein vielfältiges Kultur- und Vereinsleben. Theater, Musik, bildende Kunst, Literatur und lokale Geschichte werden durch Vereine, private Initiativen und öffentliche Einrichtungen gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Kulturorten gehört das Kellertheater LaMarotte, das Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen und weitere Veranstaltungen organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorfmuseum Affoltern–Zwillikon dokumentiert die Geschichte der Gemeinde und ihrer Ortsteile. Es bewahrt historische Fotografien, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände, Dokumente und Zeugnisse des lokalen Gewerbes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kasino und weitere öffentliche Säle werden für Konzerte, Versammlungen, Märkte und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederkehrende Anlässe sind Märkte, Vereinsfeste, Sportveranstaltungen und der Chlauslauf. Die Veranstaltungen ziehen auch Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Gemeinden an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche mit ihrem von Gottfried Semper entworfenen Turmabschluss ist das bekannteste historische Bauwerk der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neugotische Turm prägt die Silhouette des Unterdorfs. Im Innern und am Baukörper sind Spuren verschiedener Umbauphasen erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altes Gemeindehaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Gemeindehaus wurde 1817 errichtet und zunächst als Schulhaus genutzt. Später diente es während mehr als einem Jahrhundert der Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau besitzt eine seitliche Sandsteintreppe und einen in Fachwerk ausgeführten Dachstock. Er gehört zum historischen Ensemble rund um die reformierte Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadthaus und Marktplatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Stadthaus am Marktplatz 1 wurde in der ersten Hälfte der 2000er-Jahre erbaut und 2006 eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der moderne Verwaltungsbau bündelt die zuvor auf mehrere Gebäude verteilten städtischen Abteilungen. Der vorgelagerte Platz dient als öffentlicher Raum und Marktort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirksgerichtshaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bezirksgerichtshaus erinnert an die Funktion Affolterns als Bezirkshauptort. Das Gebäude gehört zu den historisch bedeutenden Verwaltungsbauten der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfmuseum Affoltern–Zwillikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorfmuseum befindet sich in Zwillikon. Die Sammlung vermittelt Einblicke in Landwirtschaft, Handwerk, Wohnen, Schule und Alltagsleben in Affoltern und Zwillikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jonenbach und Jonental ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jonenbach und die westlich anschliessende Landschaft bilden ein beliebtes Naherholungsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderwege führen von Affoltern über Zwillikon in Richtung Jonen und Reusstal. Weitere Routen erschliessen den Albis, das Türlerseegebiet und die umliegenden Wälder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern verfügt über Sporthallen, Fussballplätze, Tennisanlagen, Laufstrecken und weitere öffentliche oder private Sporteinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freibad Stigeli bietet während der Sommersaison Schwimm-, Sprung- und Kinderbecken. Die Anlage dient zugleich als Treffpunkt für Familien und Jugendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sportanlage Im Moos wird für Fussball, Leichtathletik und weitere Sportarten genutzt. Zahlreiche Vereine ermöglichen die Teilnahme an Mannschafts-, Einzel- und Breitensport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den traditionellen Vereinen gehören Schützen-, Musik-, Turn-, Fussball- und Kulturvereine. Die Sektion Am Albis des [[Schweizer Alpen-Club|Schweizer Alpen-Clubs]] hat ihren Sitz in Affoltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Erholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder und Landwirtschaftsflächen rund um die Stadt bilden einen wichtigen Ausgleich zum verdichteten Siedlungsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Ausflugsziele in der Umgebung sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Albiskette;&lt;br /&gt;
* der [[Türlersee]];&lt;br /&gt;
* das Jonental;&lt;br /&gt;
* die Reusslandschaft;&lt;br /&gt;
* die Wälder zwischen Affoltern, Hedingen und Stallikon;&lt;br /&gt;
* die Höhenzüge bei Aeugst am Albis;&lt;br /&gt;
* das Kloster Kappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft ist Lebensraum für Rehe, Füchse, Dachse, Feldhasen, Amphibien und zahlreiche Vogelarten. Hecken, Bachufer, Feuchtflächen und Waldränder besitzen eine besondere ökologische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verfolgt Massnahmen zur Förderung der Biodiversität, zur Aufwertung von Gewässern und zur Vernetzung natürlicher Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Affoltern am Albis verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakob Dubs]] (1822–1879), Politiker und Bundesrat;&lt;br /&gt;
* Josef Leinauer (1831–1891), Opernsänger;&lt;br /&gt;
* Ernst Nievergelt (1912–1999), Radrennfahrer;&lt;br /&gt;
* Albert Häberling (1919–2012), Komponist und Dirigent;&lt;br /&gt;
* René Strehler (geboren 1934), Radrennfahrer;&lt;br /&gt;
* Erich Gysling (geboren 1936), Journalist und Publizist;&lt;br /&gt;
* Irene Enderli (geboren 1943), Politikerin;&lt;br /&gt;
* Giuseppe Reichmuth (geboren 1944), Maler;&lt;br /&gt;
* Toni Bortoluzzi (geboren 1947), Politiker;&lt;br /&gt;
* Hans-Ulrich Bigler (geboren 1958), Verbandsfunktionär und Politiker;&lt;br /&gt;
* Sabine Harbeke (geboren 1965), Bühnenautorin und Regisseurin;&lt;br /&gt;
* Roger Fayet (geboren 1966), Kunsthistoriker;&lt;br /&gt;
* Yves Netzhammer (geboren 1970), Computerkünstler;&lt;br /&gt;
* Monika Bolliger (geboren 1983), Journalistin und Arabistin;&lt;br /&gt;
* Marco Maurer (geboren 1988), Eishockeyspieler;&lt;br /&gt;
* Cédric Weidmann (geboren 1991), Schriftsteller;&lt;br /&gt;
* Silvan Sidler (geboren 1998), Fussballspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für das Knonaueramt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Affoltern am Albis erfüllt für das Knonaueramt zahlreiche zentrale Funktionen. Die Stadt ist Sitz regionaler Behörden, bedeutender Schulen, medizinischer und sozialer Angebote sowie zahlreicher Handels- und Dienstleistungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist der wichtigste Verkehrsknoten des Bezirks. Viele regionale Buslinien sind auf Affoltern ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verbindet ländliche Strukturen mit den Merkmalen eines wachsenden regionalen Zentrums. Historische Dorfkerne, moderne Wohnquartiere, Gewerbegebiete und landwirtschaftliche Flächen liegen nahe beieinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weitere Wachstum stellt Affoltern vor Aufgaben in den Bereichen Wohnungsbau, Verkehr, Schulraum, Energieversorgung, Landschaftsschutz und Gestaltung des Stadtzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
* [[Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
* [[Zwillikon]]&lt;br /&gt;
* [[Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Jonenbach]]&lt;br /&gt;
* [[Aeugst am Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Hedingen]]&lt;br /&gt;
* [[Mettmenstetten]]&lt;br /&gt;
* [[Obfelden]]&lt;br /&gt;
* [[Ottenbach]]&lt;br /&gt;
* [[Stallikon]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Peter Treichler: &#039;&#039;Affoltern am Albis. Aus der Geschichte eines ländlichen Hauptortes.&#039;&#039; Affoltern am Albis 1993.&lt;br /&gt;
* Hans Brandenberger: &#039;&#039;Das Knonaueramt. Volkstümliche Darstellung seiner geschichtlichen Entwicklung.&#039;&#039; Affoltern am Albis 1924.&lt;br /&gt;
* Emil Rüd: &#039;&#039;Heimatkundliches aus 14 Gemeinden des Knonaueramtes.&#039;&#039; 1942.&lt;br /&gt;
* Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern: &#039;&#039;Knonaueramt gestern, heute, morgen.&#039;&#039; Affoltern am Albis 1987.&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1938.&lt;br /&gt;
* Bernhard Schneider: &#039;&#039;Als Affoltern am Albis Hauptstadt wurde.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Heimatspiegel&#039;&#039;, 1997.&lt;br /&gt;
* Kommission Dorfgeschichte Affoltern am Albis: Veröffentlichungen zur Geschichte von Affoltern und Zwillikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.affoltern-am-albis.ch/ Offizielle Website der Stadt Affoltern am Albis]&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtaffoltern.ch/portrait/62867 Geschichte von Affoltern am Albis]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000002/ Affoltern am Albis im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?tab=indikatoren&amp;amp;jahr=0&amp;amp;indikatoren=&amp;amp;bfs=2 Statistische Angaben des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch/ Affoltern am Albis auf der Landeskarte der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://knonauer-amt.ch/ Standortförderung Knonauer Amt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Affoltern am Albis|Affoltern am Albis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirkshauptort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Affoltern am Albis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1190]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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	<entry>
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		<title>St. Peter (Zürich)</title>
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		<updated>2026-07-24T15:36:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:23em; margin:0 0 1em 1em; border-collapse:collapse; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%; background:#e8e1d4; padding:0.5em;&amp;quot; | St. Peter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;width:42%; text-align:left;&amp;quot; | Ort&lt;br /&gt;
| [[Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Quartier&lt;br /&gt;
| [[Altstadt (Zürich)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Adresse&lt;br /&gt;
| St.-Peter-Hofstatt 1, 8001 Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Konfession&lt;br /&gt;
| Evangelisch-reformiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Kirchliche Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
| Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Zürich, Kirchenkreis eins&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Patron&lt;br /&gt;
| [[Simon Petrus|Apostel Petrus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Erste urkundliche Erwähnung&lt;br /&gt;
| 21. Juli 857&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Ältester archäologisch nachgewiesener Bau&lt;br /&gt;
| 8. oder 9. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Baustil&lt;br /&gt;
| Romanischer Chorturm und barockes Kirchenschiff&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bauzeit des heutigen Kirchenschiffs&lt;br /&gt;
| 1705–1706&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einweihung&lt;br /&gt;
| November 1706&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Turmhöhe&lt;br /&gt;
| 64 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Durchmesser der Zifferblätter&lt;br /&gt;
| 8,64 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Glocken&lt;br /&gt;
| Fünfstimmiges Geläut von 1880&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Orgel&lt;br /&gt;
| Mühleisen-Orgel von 1974 mit 52 Registern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Eigentum&lt;br /&gt;
| Kirchenschiff und Glocken: reformierte Kirchgemeinde; Turm: Stadt Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Kulturgüterschutz&lt;br /&gt;
| Kulturgut von nationaler Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| [https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/ reformiert-zuerich.ch/stpeter]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;St. Peter&#039;&#039;&#039; ist eine evangelisch-reformierte Kirche in der [[Altstadt (Zürich)|Altstadt]] von [[Zürich]]. Sie steht auf einem kleinen Moränenhügel am linken Ufer der [[Limmat]], zwischen dem [[Lindenhof]] und dem [[Münsterhof]]. Ihr 64 Meter hoher Turm mit den vier monumentalen Zifferblättern gehört neben den Türmen des [[Grossmünster]]s und des [[Fraumünster]]s zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter gilt als wahrscheinlich älteste Pfarrkirche Zürichs. Archäologisch ist an dieser Stelle ein erster Kirchenbau aus dem 8. oder 9. Jahrhundert nachgewiesen. Die Kirche wurde am 21. Juli 857 erstmals urkundlich erwähnt, als König Ludwig der Deutsche sie zusammen mit ihrem Besitz seinen Töchtern Hildegard und Berta übertrug, die als Äbtissinnen dem Fraumünsterstift vorstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/die-kirche~3064/-geschichte-artikel~3229/geschichte/62784/ Geschichte der Kirche St. Peter], Reformierte Kirche Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil des heutigen Turms stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Das barocke Kirchenschiff wurde 1705 und 1706 errichtet und im November 1706 eingeweiht. Es war der erste in der Stadt Zürich nach der Reformation eigens als reformierte Kirche errichtete Sakralbau und ist der bedeutendste erhaltene barocke Kirchenraum der Stadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bauprojekt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/organisation~1673/immobilien~3638/bauprojekte~3976/instandsetzung-innenraum-kirche-st-peter/89097/ Instandsetzung Innenraum Kirche St. Peter], Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders berühmt ist die Turmuhr. Ihre vier Zifferblätter besitzen einen Durchmesser von je 8,64 Metern und gelten als die grössten Kirchturmzifferblätter Europas. Der Turm diente nicht nur kirchlichen Zwecken, sondern über Jahrhunderte als öffentliche Uhr und Brandwache der Stadt. Diese doppelte Funktion erklärt die bis heute ungewöhnlichen Eigentumsverhältnisse: Der Turm gehört der Stadt Zürich, während das Kirchenschiff, der Glockenstuhl und die Glocken der reformierten Kirchgemeinde gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadt_turm&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stadt-zuerich.ch/misc/de/mitteilungsarchiv/medienmitteilungen/2013/06/130626a1.html Die grösste Stoppuhr Europas], Stadt Zürich, 26. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter war im Mittelalter das Zentrum einer ausgedehnten Grosspfarrei. Während der Reformation wirkte hier [[Leo Jud]], einer der engsten Mitarbeiter [[Huldrych Zwingli]]s und Mitübersetzer der [[Zürcher Bibel]]. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche besonders durch den Pfarrer, Schriftsteller und Philosophen [[Johann Caspar Lavater]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dient St. Peter als Gottesdienst-, Musik-, Kultur- und Begegnungsort. Die Kirche gehört zum Kirchenkreis eins der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Patrozinium ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist dem Apostel [[Simon Petrus]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus zählt zu den wichtigsten Gestalten des Neuen Testaments. Nach christlicher Überlieferung gehörte er zum engsten Kreis der Jünger Jesu und spielte eine führende Rolle in der frühen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Patrozinium des Apostels Petrus war im frühen und hohen Mittelalter weit verbreitet. Peterskirchen entstanden häufig an politisch oder verkehrsgeografisch bedeutenden Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Name &#039;&#039;&#039;St. Peter&#039;&#039;&#039; entspricht dem lateinischen &#039;&#039;Sanctus Petrus&#039;&#039;. In älteren Zürcher Quellen erscheinen Bezeichnungen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;ecclesia sancti Petri&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;St. Peterskirche&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Peterskirche&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kirche zu St. Peter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz um die Kirche wird als &#039;&#039;&#039;St.-Peter-Hofstatt&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Das Wort &#039;&#039;Hofstatt&#039;&#039; verweist auf einen bebauten oder zur Bebauung bestimmten Platz sowie auf die unmittelbare Umgebung eines Hauses oder einer öffentlichen Anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter steht auf einem natürlichen Moränenhügel im linksufrigen Teil der Zürcher Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hügel bildet zusammen mit dem nördlich gelegenen Lindenhof eine erhöhte Geländezone über der Limmat. Zwischen beiden Anhöhen führte seit vorgeschichtlicher Zeit ein Verkehrsweg zu einem wichtigen Flussübergang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche liegt zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bahnhofstrasse und Rennweg im Westen;&lt;br /&gt;
* Limmat und Weinplatz im Osten;&lt;br /&gt;
* Lindenhof im Norden;&lt;br /&gt;
* Münsterhof und Fraumünster im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der St.-Peter-Hofstatt führen schmale Altstadtgassen zum Weinplatz, zur Augustinergasse, zum Münsterhof und zur Bahnhofstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die leicht erhöhte Lage machte die Kirche bereits im frühen Mittelalter weithin sichtbar. Der Turm prägt bis heute die Silhouette der linksufrigen Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühgeschichte des Kirchenplatzes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Spuren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenhügel lag in unmittelbarer Nähe des römischen Turicum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum der römischen Siedlung befand sich hauptsächlich am Lindenhof, an der Limmat und im Bereich des heutigen Weinplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei archäologischen Untersuchungen während der Renovation von 1970 bis 1974 wurde unter der Kirche ein römischer Mauerrest entdeckt. Seine ursprüngliche Funktion konnte nicht eindeutig geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen keine ausreichenden Belege dafür, dass bereits in römischer Zeit ein christlicher Sakralbau auf dem Petershügel stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalterliche Gräber ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem 6. Jahrhundert stammen mehrere Gräber im Bereich der späteren Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden einer frühmittelalterlichen, wahrscheinlich alemannischen Bevölkerung zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber zeigen, dass der Hügel bereits vor dem archäologisch nachgewiesenen Kirchenbau als Bestattungsplatz genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Kirchenbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste archäologisch gesicherte Kirchenbau entstand im 8. oder 9. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ungefähr zehn Meter lang und sieben Meter breit. Es handelte sich um einen einfachen rechteckigen Saalbau mit einem abgetrennten Altarraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau gehörte zu den frühesten christlichen Kirchen im Raum Zürich und könnte zeitweise das wichtigste Gotteshaus der linksufrigen Siedlung gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein noch älterer Bau aus dem 7. Jahrhundert wird aufgrund der Lage und einzelner Befunde vermutet, konnte archäologisch jedoch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtgeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/web/de/bildung/volksschule/unterricht/gang-dur-zueri/zuerich-waechst-frueher-heute-morgen/d.4.2.-geschichte-st.-peterskirche-lp.pdf Geschichte der St. Peterskirche], Stadt Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste urkundliche Erwähnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde am 21. Juli 857 erstmals urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König Ludwig der Deutsche übertrug die Kirche St. Peter mit ihrem Grundbesitz seinen Töchtern Hildegard und Berta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide waren eng mit dem Fraumünsterstift verbunden. Hildegard und später Berta standen der Abtei als Äbtissinnen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die königliche Schenkung wurde St. Peter in die Grundherrschaft des Fraumünsters einbezogen. Die Pfarrkirche blieb jedoch institutionell von der Klosterkirche des Fraumünsters unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter war während des Mittelalters im Gegensatz zu Grossmünster und Fraumünster keinem eigenen Stift und keinem Kloster angegliedert. Sie war daher in besonderem Mass eine Kirche der Stadtbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühromanische Kirche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert wurde der frühmittelalterliche Bau erweitert oder durch eine frühromanische Kirche ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlung Zürich war zu dieser Zeit ein königlicher und kirchlicher Mittelpunkt mit Markt, Münzstätte und mehreren geistlichen Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühromanische Kirche war grösser als ihr Vorgänger. Über ihr genaues Aussehen ist nur wenig bekannt, da spätere Neubauten grosse Teile der älteren Mauern beseitigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich besass sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ein rechteckiges Langhaus;&lt;br /&gt;
* einen eingezogenen Chor;&lt;br /&gt;
* einen Altarraum im Osten;&lt;br /&gt;
* einen umgebenden Friedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätromanische Chorturmkirche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert wurde die ältere Kirche weitgehend abgebrochen und durch eine spätromanische Chorturmkirche ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Chorturmkirche erhebt sich der Turm über dem Chor beziehungsweise über dem östlichen Altarraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der massive Unterbau des heutigen Turms stammt im Kern aus dieser Bauphase. Romanisches Mauerwerk ist bis unterhalb des zweiten Gurtgesimses erhalten, wird jedoch teilweise von späteren Verkleidungen und Umbauten verdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das damalige Kirchenschiff war im Innern etwas mehr als 18 Meter lang und ungefähr zehn Meter breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spätromanische Kirche war wesentlich kleiner als der heutige Bau. Sie wurde im Verlauf der folgenden Jahrhunderte mehrfach erweitert, erhöht und umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalterliche Grosspfarrei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter war die wichtigste Pfarrkirche der linksufrigen Stadt und das Zentrum einer weit ausgedehnten Grosspfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr kirchlicher Einflussbereich reichte zeitweise weit über die Stadtmauern hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Pfarrei oder zu den von ihr abhängigen kirchlichen Gebieten gehörten in verschiedenen Epochen unter anderem Orte entlang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* des linken Zürichseeufers;&lt;br /&gt;
* des Limmattals;&lt;br /&gt;
* des Sihltals;&lt;br /&gt;
* der Wege in Richtung Albis und Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere spätere Kirchgemeinden waren ursprünglich Filialen oder Bestandteile von St. Peter. Dazu gehörten zeitweise Gebiete in Altstetten, Wiedikon, Enge, Wollishofen und Schlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der übergeordnete kirchliche Bezirk von St. Peter gehörte zum Bistum Konstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grosse Ausdehnung der Pfarrei wurde seit der Reformation schrittweise verkleinert. Mit dem Bevölkerungswachstum, der Bildung neuer Kirchgemeinden und den Eingemeindungen des 19. Jahrhunderts beschränkte sich die Zuständigkeit zunehmend auf die nähere Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pfarrrechte und Fraumünster ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fraumünsterstift besass während des Mittelalters wichtige Rechte an St. Peter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehörten insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Recht zur Einsetzung oder Bestätigung von Geistlichen;&lt;br /&gt;
* Einkünfte aus Grundbesitz und Zehnten;&lt;br /&gt;
* Rechte an kirchlichen Gütern;&lt;br /&gt;
* Einfluss auf die Verwaltung der Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Verhältnisse veränderten sich im Verlauf der Jahrhunderte. Die Stadt Zürich und einzelne städtische Amtsträger gewannen zunehmend Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter blieb im Unterschied zum Fraumünster eine Pfarrkirche ohne eigene klösterliche Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rudolf Brun und die Stadt Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1345 erwarb [[Rudolf Brun]], der erste Bürgermeister Zürichs und Schöpfer der Brunschen Zunftverfassung, Rechte und Pflichten an St. Peter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch verstärkte sich die Verbindung zwischen der Kirche und der städtischen Obrigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Brun wurde nach seinem Tod 1360 in St. Peter bestattet. Sein Grab befand sich im Chorbereich der damaligen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei späteren Umbauten und archäologischen Untersuchungen wurden Gräber und Bestattungsreste entdeckt, die mit der mittelalterlichen Führungsschicht Zürichs in Verbindung gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruns Grabstätte unterstrich die politische Bedeutung von St. Peter als Stadtkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbau des Kirchturms ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der romanische Chorturm wurde seit dem späten Mittelalter mehrfach erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm diente nicht nur der Aufnahme von Glocken, sondern zunehmend auch öffentlichen Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert erhielt er eine mechanische Uhr. Im 16. Jahrhundert wurden die monumentalen Zifferblätter angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm entwickelte sich dadurch zur offiziellen Zeit- und Wachstation der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätgotische Veränderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1450 wurde die Kirche spätgotisch renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wurden wahrscheinlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fenster vergrössert;&lt;br /&gt;
* Gewölbe und Decken erneuert;&lt;br /&gt;
* Altäre umgestaltet;&lt;br /&gt;
* Kapellen oder Anbauten verändert;&lt;br /&gt;
* Teile des Kirchenschiffs erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Gebäudes im 16. Jahrhundert ist auf dem Murerplan von 1576 dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das damalige Kirchenschiff war deutlich kleiner und anders proportioniert als der heutige Barockbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reformation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung der Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Reformation begann 1519 mit den Predigten Huldrych Zwinglis am Grossmünster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Rat führte die reformatorischen Veränderungen in den 1520er-Jahren schrittweise durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch St. Peter wurde reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Messe wurde abgeschafft. Bilder, Reliquien, Nebenaltäre und weitere Bestandteile der mittelalterlichen Ausstattung wurden entfernt oder übermalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Predigt, die Bibelauslegung und der Gemeindegesang erhielten eine zentrale Stellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leo Jud ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste reformierte Pfarrer von St. Peter war der aus dem Elsass stammende Theologe [[Leo Jud]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkte von 1523 bis zu seinem Tod 1542 an der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jud gehörte zum engsten Kreis um Huldrych Zwingli. Er war Prediger, Sprachgelehrter, Übersetzer und Verfasser theologischer Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich massgeblich an der Übersetzung der Zürcher Bibel. Besonders wichtig war seine Arbeit an den Büchern des Alten Testaments und an der sprachlichen Gestaltung der deutschen Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leo Jud setzte sich auch mit Fragen der Armenfürsorge, Bildung und kirchlichen Ordnung auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Wirken wurde St. Peter neben dem Grossmünster zu einem wichtigen Ort der Zürcher Reformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierter Gottesdienst ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Reformation wurde der Innenraum stärker auf das gesprochene Wort ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzel gewann gegenüber dem Altar an Bedeutung. Die Gemeinde sollte die Predigt gut hören und sehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Stelle des katholischen Hochaltars trat ein schlichter Abendmahlstisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taufe wurde in der versammelten Gemeinde gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Grundsätze beeinflussten später auch den Bau des barocken Kirchenschiffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche im 16. und 17. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Bevölkerung nahm nach der Reformation zu. Das alte mittelalterliche Kirchenschiff wurde mehrfach verändert, reichte aber schliesslich nicht mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter war eine der wichtigsten städtischen Pfarrkirchen. Zu ihren Gemeindegliedern gehörten zahlreiche Handwerker, Kaufleute, Ratsherren und Angehörige bedeutender Zürcher Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche diente für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonntagsgottesdienste;&lt;br /&gt;
* Taufen;&lt;br /&gt;
* Eheschliessungen;&lt;br /&gt;
* Abdankungen;&lt;br /&gt;
* kirchliche Unterweisung;&lt;br /&gt;
* öffentliche Bekanntmachungen;&lt;br /&gt;
* städtische Gedenkfeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert wurde zunehmend über einen umfassenden Neubau des Kirchenschiffs diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Barocker Neubau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anlass ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittelalterliche Kirchenschiff war gegen Ende des 17. Jahrhunderts baulich ungenügend und für die gewachsene Gemeinde zu klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt und die Kirchgemeinde beschlossen deshalb einen weitgehenden Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der romanische Turm sollte erhalten bleiben, während das alte Langhaus abgebrochen und durch einen grossen reformierten Predigtsaal ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten begannen 1705.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Kirchenschiff wurde 1706 vollendet und im November desselben Jahres feierlich eingeweiht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter war damit der erste Kirchenbau, der in Zürich nach der Reformation von Anfang an für den reformierten Gottesdienst errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere reformierte Kirchen der Stadt waren mittelalterliche katholische Sakralbauten, die nach 1523 umgestaltet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierter Barockbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Neubau wurde als breite Saalkirche mit Emporen gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur sollte einer grossen Gemeinde freie Sicht auf Kanzel, Taufstein und Abendmahlstisch ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum verzichtete auf die mittelalterliche Trennung zwischen Langhaus, Seitenschiffen und abgeschiedenem Chor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anordnung entsprach dem reformierten Verständnis der Gemeinde als versammelter Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Innenraum erhielt dennoch eine repräsentative barocke Gestaltung mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* weissen Stuckaturen;&lt;br /&gt;
* Säulen und Pilastern;&lt;br /&gt;
* reich gegliederten Emporen;&lt;br /&gt;
* braunem Holzwerk;&lt;br /&gt;
* grossen Fenstern;&lt;br /&gt;
* einer zentral ausgerichteten Kanzelanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchenschiff misst innen ungefähr 26,5 Meter in der Länge und 18 Meter in der Breite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesamtanlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter verbindet Bauteile aus unterschiedlichen Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau besteht aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem mittelalterlichen Chorturm;&lt;br /&gt;
* dem barocken Kirchenschiff;&lt;br /&gt;
* dem Chor- und Kanzelbereich;&lt;br /&gt;
* Emporen;&lt;br /&gt;
* Sakristei- und Nebenräumen;&lt;br /&gt;
* dem umgebenden Kirchplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der massive Turm steht im Osten. Das breitere barocke Schiff schliesst westlich daran an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination eines romanischen Turms mit einem barocken Predigtsaal verleiht der Kirche ihr charakteristisches Erscheinungsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äusseres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchenschiff besitzt verputzte Fassaden und grosse Rundbogenfenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassaden sind vergleichsweise schlicht gegliedert. Natursteinelemente markieren Ecken, Fenster und Eingänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das steile Dach ist mit Ziegeln gedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm besteht in den unteren Geschossen aus kräftigem Sandsteinmauerwerk. Die oberen Teile zeigen spätere Veränderungen und werden von einem hohen Spitzhelm abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenschiff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das barocke Kirchenschiff ist ein heller und breit gelagerter Saal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emporen ziehen sich an mehreren Seiten des Raums entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stützen der Emporen und die rhythmisch angeordneten Fenster gliedern den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die breite Anlage sorgt dafür, dass Kanzel und liturgisches Zentrum von möglichst vielen Plätzen aus sichtbar bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Akustik eignet sich besonders für Sprache, Chor und Instrumentalmusik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chorbereich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chor befindet sich im östlichen Teil unterhalb des mittelalterlichen Turms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Funktion des Chors wurde durch den barocken Umbau und die reformierte Liturgie grundlegend verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kanzel, Taufstein und Abendmahlstisch bilden das liturgische Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chorbereich wurde bei späteren Renovationen mehrfach umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emporen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emporen boten zusätzliche Sitzplätze für die wachsende Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehören zu den wichtigsten architektonischen Merkmalen des reformierten Barockraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der westlichen Empore befindet sich die Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Innenrenovation von 2024 und 2025 wurde die Nutzung der Emporen neu organisiert. Technische und betriebliche Einrichtungen wurden verbessert, ohne den denkmalgeschützten Raumeindruck grundsätzlich zu verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Turm ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm von St. Peter ist 64 Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grundriss bildet ein Quadrat mit einer Seitenlänge von ungefähr 9,2 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil geht auf die spätromanische Chorturmkirche des 13. Jahrhunderts zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde später mehrfach erhöht und umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spitzhelm ist mit rund 70&#039;000 Lärchenschindeln gedeckt. Bis zur ehemaligen Turmwächterstube führen etwa 180 Stufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;turminfo&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/web/de/bildung/volksschule/unterricht/gang-dur-zueri/zuerich-waechst-frueher-heute-morgen/d.4.3.-informationen-st.-petersturm-lp.pdf Informationen zum St. Petersturm], Stadt Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm kann in der Regel nur im Rahmen besonderer Führungen besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigentumsverhältnisse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter besitzt ungewöhnliche, historisch entstandene Eigentumsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm gehört der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchenschiff, der Glockenstuhl und die Glocken gehören der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufteilung beruht auf den früheren öffentlichen Funktionen des Turms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die öffentliche Uhr;&lt;br /&gt;
* die amtliche Zeit;&lt;br /&gt;
* die Brandwache;&lt;br /&gt;
* den baulichen Unterhalt des Turms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchgemeinde nutzte dagegen das Schiff und das Geläut für Gottesdienste und kirchliche Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1798 gehörte der Turm dem Stadtstaat Zürich. Seit der Neuordnung nach der Helvetischen Republik vertritt die politische Stadt Zürich die entsprechenden Eigentumsrechte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadt_turm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Turmuhr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Uhr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter erhielt um 1366 beziehungsweise 1368 eine mechanische Turmuhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Quellen und späteren Darstellungen nennen leicht unterschiedliche Jahreszahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uhr gilt als eine der frühesten öffentlichen Schlaguhren der Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Zifferblatt war zum Rathaus und zur Limmat ausgerichtet. Die Uhr besass zunächst nur einen Stundenzeiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlug die vollen Stunden und gab der Bevölkerung eine gemeinsame öffentliche Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vier Zifferblätter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1538 erhielt der Turm vier grosse Zifferblätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden vom Uhrmacher Hans Luterer aus Waldshut geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zifferblätter waren ursprünglich nicht alle genau gleich gross. Das grösste besass zeitweise einen Durchmesser von mehr als neun Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutigen Zifferblätter messen je 8,64 Meter im Durchmesser. Ihr Umfang beträgt ungefähr 27,3 Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gelten als die grössten Kirchturmzifferblätter Europas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;turminfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeiger und Zahlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Minutenzeiger ist rund vier Meter lang und wiegt ungefähr 92 Kilogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stundenzeiger ist rund 3,1 Meter lang und wiegt etwa 74 Kilogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römischen Stundenzahlen erreichen eine Höhe von ungefähr 90 bis 110 Zentimetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Minutenzeiger bewegt sich bei jedem Schritt um ungefähr 45,5 Zentimeter am äusseren Rand des Zifferblatts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aussergewöhnliche Grösse ermöglicht das Ablesen der Zeit aus grossen Teilen der Altstadt und von der gegenüberliegenden Limmatseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offizielle Zürcher Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uhr von St. Peter zeigte über Jahrhunderte die offizielle Lokalzeit Zürichs an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Uhren und öffentliche Abläufe richteten sich nach ihr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uhr hatte Bedeutung für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Marktzeiten;&lt;br /&gt;
* Ratssitzungen;&lt;br /&gt;
* Gottesdienste;&lt;br /&gt;
* Arbeitsbeginn und Arbeitsende;&lt;br /&gt;
* Öffnung und Schliessung der Stadttore;&lt;br /&gt;
* Wachtdienst;&lt;br /&gt;
* öffentliche Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung privater Uhren, der Eisenbahnzeit und später der mitteleuropäischen Zeit verlor sie ihre Funktion als alleinige städtische Referenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Erneuerungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Uhrwerk wurde mehrfach erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 und 1928 erfolgte eine grundlegende Überarbeitung des Turmhelms und der Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurden Turm und Zifferblätter renoviert. Die Steuerung der Uhr wurde elektronisch modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Erscheinungsbild blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwache ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm diente bis 1911 als Brandwache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Turmwächterstube befindet sich in ungefähr 40 Metern Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Feuerwächter beobachtete die Stadt und die Umgebung in alle vier Himmelsrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er musste regelmässig Ausschau nach Rauch und Feuer halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Brand:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* blies er in ein Feuerhorn;&lt;br /&gt;
* gab er am Tag mit einer roten Fahne die Richtung an;&lt;br /&gt;
* zeigte er in der Nacht mit einer roten Laterne die Brandstelle;&lt;br /&gt;
* alarmierte er die städtischen Löschmannschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhöhte Lage bot einen weiten Blick über Dächer, Gassen und Vorstädte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turmwächter überwachte zusätzlich die Uhr und teilweise das Läuten der Glocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abschaffung der Feuerwache im Jahr 1911 stand im Zusammenhang mit moderner Telekommunikation, professioneller Feuerwehr und verbesserten Alarmanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalterliche Glocken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1880 hingen sechs ältere Glocken im Turm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Glocke aus dem Jahr 1294 gilt als älteste erhaltene Glocke des Kantons Zürich und als eine der ältesten Glocken der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befindet sich heute im [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterlichen Glocken wurden für Gottesdienste, Gebet, Alarm und öffentliche Signale verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutiges Geläut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige fünfstimmige Geläut wurde 1880 von der Glockengiesserei Jakob Keller in Unterstrass gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Glocken von St. Peter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Glocke&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ton&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gewicht&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Traditionelle Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grosse Glocke&lt;br /&gt;
| As&lt;br /&gt;
| 6&#039;203 kg&lt;br /&gt;
| Totenglocke und Festglocke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweite Glocke&lt;br /&gt;
| C&lt;br /&gt;
| 2&#039;573 kg&lt;br /&gt;
| Rufglocke vor dem Gottesdienst&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dritte Glocke&lt;br /&gt;
| Es&lt;br /&gt;
| 1&#039;445 kg&lt;br /&gt;
| Betzeitglocke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vierte Glocke&lt;br /&gt;
| As&lt;br /&gt;
| 582 kg&lt;br /&gt;
| Ehemalige Sturmglocke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kleine Glocke&lt;br /&gt;
| C&lt;br /&gt;
| 312 kg&lt;br /&gt;
| Taufglocke&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtgewicht beträgt rund 11&#039;115 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;turminfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grösste Glocke wird traditionell auch im Zusammenhang mit dem [[Sechseläuten]] geläutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innenausstattung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanzel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzel bildet einen Mittelpunkt des reformierten Kirchenraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verdeutlicht die zentrale Bedeutung der Predigt und der öffentlichen Bibelauslegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre erhöhte Lage ermöglicht den Sicht- und Hörkontakt mit der versammelten Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzelanlage wurde im Laufe der Zeit verändert und restauriert, blieb aber Teil der barocken Raumordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taufstein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Taufstein steht im vorderen Bereich des Kirchenschiffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der reformierten Tradition wird die Taufe als Handlung innerhalb der versammelten Gemeinde verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Aufstellung betont die Zugehörigkeit der Getauften zur Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abendmahlstisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abendmahlstisch ersetzte nach der Reformation den katholischen Hochaltar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine schlichte Form entspricht dem reformierten Verständnis des Abendmahls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tisch kann je nach Gottesdienst und Veranstaltung unterschiedlich im Raum angeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stuckaturen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weissen Stuckaturen gehören zu den wichtigsten Schmuckelementen des barocken Innenraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gliedern Decken, Emporen und architektonische Übergänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzliche Ornamente, Rahmen und plastische Formen setzen zurückhaltende Akzente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die helle Gestaltung verstärkt den Eindruck eines offenen und lichtreichen Predigtsaals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzwerk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das braune Holzwerk der Emporen, Brüstungen und Sitzbereiche bildet einen Kontrast zu den hellen Wänden und Stuckaturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstattung wurde bei verschiedenen Renovationen erneuert, ergänzt oder restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchenfenster ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grossen Fenster tragen wesentlich zur hellen Wirkung des Kirchenschiffs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Verglasung entstand in mehreren Phasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Renovation von 1970 bis 1974 wurden ältere Bauteile freigelegt und der Chorbereich neu gestaltet. Die sichtbaren Fenster erhielten eine stärkere gestalterische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glasmalereien verbinden den historischen Barockraum mit moderner sakraler Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farbe und Licht verändern die Wirkung des Raums je nach Tageszeit und Wetter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Orgel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Orgel wurde 1974 von der Orgelbaufirma Mühleisen aus Strassburg erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besitzt 52 Register auf drei Manualen und Pedal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orgel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/musik~2707/-musik-artikel~3216/orgel/63110/ Orgel der Kirche St. Peter], Reformierte Kirche Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgel ist als vielseitiges Instrument konzipiert und eignet sich für Musik unterschiedlicher Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird verwendet für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gottesdienste;&lt;br /&gt;
* Orgelkonzerte;&lt;br /&gt;
* Chorbegleitung;&lt;br /&gt;
* Kammermusik;&lt;br /&gt;
* liturgische Feiern;&lt;br /&gt;
* musikalische Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde das Instrument durch Thomas Wälti aus Gümligen revidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Orgeln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Zürich stand Musikinstrumenten im Gottesdienst nach der Reformation zunächst zurückhaltend gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im 19. Jahrhundert wurden in den Altstadtkirchen wieder Orgeln eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Orgel von St. Peter entstand 1871 bei Kuhn &amp;amp; Spaich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 baute Carl Theodor Kuhn ein neues Instrument.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde diese Orgel durch Orgelbau Kuhn umfassend umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 ersetzte die heutige Mühleisen-Orgel das Vorgängerinstrument.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kantorei St. Peter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantorei St. Peter wurde 1869 als Kirchenchor St. Peter gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gilt als ältester noch bestehender Kirchenchor der Stadt Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orgel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantorei führt geistliche Werke verschiedener Epochen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Repertoire gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Motetten;&lt;br /&gt;
* Kantaten;&lt;br /&gt;
* Oratorien;&lt;br /&gt;
* Psalmen;&lt;br /&gt;
* zeitgenössische Chormusik;&lt;br /&gt;
* Werke schweizerischer Komponisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chor wirkt bei Gottesdiensten, Konzerten und kirchlichen Feiertagen mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Johann Caspar Lavater ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Pfarrer von St. Peter nach der Reformationszeit war [[Johann Caspar Lavater]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde 1741 in Zürich geboren und wirkte seit 1778 bis zu seinem Tod 1801 als Pfarrer an St. Peter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lavater war:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* reformierter Theologe;&lt;br /&gt;
* Schriftsteller;&lt;br /&gt;
* Philosoph;&lt;br /&gt;
* Seelsorger;&lt;br /&gt;
* politischer Publizist;&lt;br /&gt;
* Vertreter der Physiognomik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schriften wurden in ganz Europa gelesen. Er unterhielt Kontakte zu zahlreichen Gelehrten, Künstlern, Fürsten und Schriftstellern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Gesprächspartnern und Korrespondenten gehörten unter anderem Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Moses Mendelssohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lavater predigte vor grossen Zuhörerschaften. Seine emotionale, bildhafte Sprache und seine persönliche Ausstrahlung machten ihn weit über Zürich hinaus bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der französischen Besetzung geriet er in Konflikt mit den neuen politischen Machthabern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 wurde Lavater bei einem Zwischenfall in Zürich von einem französischen Soldaten angeschossen. Er starb 1801 an den Folgen der Verletzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nahe gelegene &#039;&#039;&#039;Lavaterhaus&#039;&#039;&#039; erinnert an sein Leben und Wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lavaterhaus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lavaterhaus steht an der St.-Peter-Hofstatt 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente als Pfarrhaus und Wohnort Johann Caspar Lavaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird es für kirchliche, kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lavatersaal finden statt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorträge;&lt;br /&gt;
* Lesungen;&lt;br /&gt;
* Konzerte;&lt;br /&gt;
* Gesprächsveranstaltungen;&lt;br /&gt;
* Ausstellungen;&lt;br /&gt;
* private und kirchliche Feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sammlung vermittelt Einblicke in Lavaters Leben, Werk und internationale Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedhof und Bestattungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund um St. Peter bestand während Jahrhunderten ein Friedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage auf dem Kirchenhügel und die Funktion als Pfarrkirche machten das Gelände zu einem wichtigen Bestattungsplatz der linksufrigen Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestattet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pfarrer;&lt;br /&gt;
* Angehörige städtischer Familien;&lt;br /&gt;
* Handwerker und Bürger;&lt;br /&gt;
* Amtsträger;&lt;br /&gt;
* Bewohner der Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Innern der Kirche befanden sich Gräber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten dort bestatteten Personen gehörte Bürgermeister Rudolf Brun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bevölkerungswachstum und aus hygienischen Gründen wurden Bestattungen innerhalb der Stadt zunehmend eingeschränkt und schliesslich auf neue Friedhöfe ausserhalb der dicht bebauten Altstadt verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Grabungen brachten zahlreiche Gräber und menschliche Überreste zum Vorschein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchplatz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die St.-Peter-Hofstatt bildet einen ruhigen Platz innerhalb der dicht bebauten Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Bürgerhäuser und das Lavaterhaus umgeben die Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz dient als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zugang zur Kirche;&lt;br /&gt;
* Begegnungsraum;&lt;br /&gt;
* Ort für Führungen;&lt;br /&gt;
* Veranstaltungsfläche;&lt;br /&gt;
* ruhiger Aufenthaltsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine heutige Gestaltung entstand in mehreren Etappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offene Platz ermöglicht freie Blicke auf das Kirchenschiff und den Turm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Renovation 1970–1974 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1970 und 1974 wurde St. Peter umfassend renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten umfassten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* archäologische Untersuchungen;&lt;br /&gt;
* Freilegung älterer Fundamente;&lt;br /&gt;
* Restaurierung des barocken Innenraums;&lt;br /&gt;
* Erneuerung technischer Anlagen;&lt;br /&gt;
* Umgestaltung des Chorbereichs;&lt;br /&gt;
* Einbau der neuen Orgel;&lt;br /&gt;
* denkmalpflegerische Sicherung des Bauwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen wurden römische Mauerreste, frühmittelalterliche Gräber und Fundamente mehrerer Vorgängerkirchen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen lieferten wesentliche Erkenntnisse zur frühen Kirchengeschichte Zürichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Renovation prägte das Erscheinungsbild des Innenraums bis zum erneuten Umbau von 2024 und 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Turmrenovation von 1996 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde der Turm umfassend instand gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Arbeiten gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erneuerung der Lärchenschindeln;&lt;br /&gt;
* Restaurierung der Zifferblätter;&lt;br /&gt;
* Vergoldung der Zeiger;&lt;br /&gt;
* Sanierung des Mauerwerks;&lt;br /&gt;
* Revision der Uhr;&lt;br /&gt;
* Einführung einer elektronischen Steuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Erscheinungsbild des Turms blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innenrenovation 2024–2025 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juli 2024 bis Oktober 2025 wurde der Innenraum erneut umfassend instand gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten waren notwendig, weil Oberflächen, Stuckaturen und technische Anlagen deutliche Alterungserscheinungen aufwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt umfasste:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Restaurierung von Wänden und Stuckaturen;&lt;br /&gt;
* Erneuerung der Gebäudetechnik;&lt;br /&gt;
* Modernisierung von Beleuchtung und Audioanlage;&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Lüftung;&lt;br /&gt;
* Neugestaltung von Emporenbereichen;&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer kleinen Küche;&lt;br /&gt;
* Erneuerung der Toiletten;&lt;br /&gt;
* Schaffung zusätzlicher Lagerflächen;&lt;br /&gt;
* Einbau eines Lastenlifts;&lt;br /&gt;
* Verbesserung der betrieblichen Abläufe;&lt;br /&gt;
* Entwicklung eines flexibleren Bestuhlungskonzepts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten wurden mit rund 6,86 Millionen Franken angegeben. Die Planung und Ausführung erfolgte durch Schäublin Architekten AG.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bauprojekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm war nicht Bestandteil dieses Projekts, da er der Stadt Zürich gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die renovierte Kirche wurde wieder stärker als multifunktionaler Gottesdienst-, Musik- und Festsaal ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter gehört zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der gesamtstädtischen Zusammenführung der reformierten Kirchgemeinden ist die Kirche Teil des Kirchenkreises eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kirchenkreis eins gehören mehrere Altstadtkirchen und kirchliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter wird genutzt für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* reformierte Gottesdienste;&lt;br /&gt;
* Abendmahlsfeiern;&lt;br /&gt;
* Taufen;&lt;br /&gt;
* Trauungen;&lt;br /&gt;
* Abdankungen;&lt;br /&gt;
* Seelsorge;&lt;br /&gt;
* Meditation;&lt;br /&gt;
* ökumenische Veranstaltungen;&lt;br /&gt;
* Bildungsangebote;&lt;br /&gt;
* kulturelle Feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik und Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter besitzt aufgrund seines grossen Saalraums und seiner ausgewogenen Akustik eine bedeutende Funktion als Konzertkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeführt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Orgelmusik;&lt;br /&gt;
* Chormusik;&lt;br /&gt;
* Kammermusik;&lt;br /&gt;
* Barockmusik;&lt;br /&gt;
* klassische geistliche Werke;&lt;br /&gt;
* zeitgenössische Kompositionen;&lt;br /&gt;
* musikalische Gottesdienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wird ausserhalb der Gottesdienstzeiten auch für öffentliche Feiern, Vorträge und Dialogveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von kirchlichem Raum und städtischer Öffentlichkeit knüpft an die historische Funktion als Stadtkirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Touristische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter gehört zusammen mit Grossmünster und Fraumünster zu den meistbesuchten historischen Kirchen Zürichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die monumentalen Zifferblätter;&lt;br /&gt;
* der mittelalterliche Turm;&lt;br /&gt;
* der barocke Innenraum;&lt;br /&gt;
* die Mühleisen-Orgel;&lt;br /&gt;
* das Lavaterhaus;&lt;br /&gt;
* die Lage in der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eintritt in das Kirchenschiff ist grundsätzlich kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besucherinnen und Besucher werden gebeten, Gottesdienste, Gebet und persönliche Andacht zu respektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm ist normalerweise nicht frei zugänglich. Turmführungen werden zu bestimmten Terminen oder für angemeldete Gruppen angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/besuch~2695/faq~3108/ Häufige Fragen zum Besuch von St. Peter], Reformierte Kirche Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalpflege ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Denkmalwert beruht auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den frühmittelalterlichen Ursprüngen;&lt;br /&gt;
* dem romanischen Chorturm;&lt;br /&gt;
* dem barocken Kirchenschiff;&lt;br /&gt;
* der historischen Turmuhr;&lt;br /&gt;
* der stadtgeschichtlichen Bedeutung;&lt;br /&gt;
* der Verbindung zur Reformation;&lt;br /&gt;
* der weitgehend erhaltenen Altstadtumgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauliche Veränderungen müssen eng mit der Denkmalpflege abgestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Herausforderung besteht in der Erhaltung verschiedener Zeitschichten. Die Kirche soll weder auf einen vermeintlich einheitlichen mittelalterlichen noch auf einen ausschliesslich barocken Zustand zurückgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Stadtgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter dokumentiert mehr als zwölf Jahrhunderte Zürcher Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche steht für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die frühmittelalterliche Christianisierung;&lt;br /&gt;
* die königliche Herrschaft im Zürichgau;&lt;br /&gt;
* den Einfluss des Fraumünsterstifts;&lt;br /&gt;
* die Entwicklung der städtischen Pfarrorganisation;&lt;br /&gt;
* den Aufstieg der Stadtgemeinde;&lt;br /&gt;
* die Zunftverfassung Rudolf Bruns;&lt;br /&gt;
* die Zürcher Reformation;&lt;br /&gt;
* den reformierten Barock;&lt;br /&gt;
* die öffentliche Zeitmessung;&lt;br /&gt;
* die städtische Brandwache;&lt;br /&gt;
* das Wirken Johann Caspar Lavaters;&lt;br /&gt;
* die moderne Nutzung historischer Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ungewöhnliche Aufteilung des Eigentums zwischen Stadt und Kirchgemeinde erinnert an die frühere Einheit von kirchlichen, politischen und öffentlichen Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit anderen Altstadtkirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Altstadtkirchen Zürichs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Kirche&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Historische Hauptfunktion&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Besonderheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grossmünster]]&lt;br /&gt;
| Chorherrenstift und Reformationszentrum&lt;br /&gt;
| Doppeltürme, Zwingli und Prophezei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fraumünster]]&lt;br /&gt;
| Frauenstift&lt;br /&gt;
| Chagall- und Giacometti-Fenster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| St. Peter&lt;br /&gt;
| Stadt- und Pfarrkirche&lt;br /&gt;
| Grösste Kirchturmzifferblätter Europas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wasserkirche]]&lt;br /&gt;
| Kirche am Ort der Stadtheiligenlegende&lt;br /&gt;
| Verbindung zu Felix und Regula&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Predigerkirche Zürich|Predigerkirche]]&lt;br /&gt;
| Klosterkirche der Dominikaner&lt;br /&gt;
| Hoher neugotischer Turm und Bibliotheksgeschichte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Peter unterscheidet sich von Grossmünster und Fraumünster dadurch, dass die Kirche während des Mittelalters keinem eigenen Stift oder Kloster angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war deshalb besonders eng mit der städtischen Bevölkerung und der kommunalen Obrigkeit verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum oder Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Römische Zeit&lt;br /&gt;
| Im Bereich des späteren Kirchenplatzes entstehen römische Mauern und Siedlungsspuren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Frühmittelalterliche Gräber werden auf dem Petershügel angelegt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. oder 9. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Errichtung des ältesten archäologisch nachgewiesenen Kirchenbaus.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. Juli 857&lt;br /&gt;
| Erste urkundliche Erwähnung der Kirche in einer Urkunde Ludwigs des Deutschen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Ausbau oder Neubau einer frühromanischen Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Errichtung einer spätromanischen Chorturmkirche; der untere Teil des heutigen Turms entsteht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1345&lt;br /&gt;
| Bürgermeister Rudolf Brun erwirbt Rechte und Pflichten an St. Peter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1360&lt;br /&gt;
| Rudolf Brun wird in der Kirche bestattet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1366/1368&lt;br /&gt;
| Der Turm erhält eine frühe mechanische Schlaguhr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1450&lt;br /&gt;
| Spätgotische Renovation der Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1523&lt;br /&gt;
| Leo Jud wird erster reformierter Pfarrer von St. Peter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1520er-Jahre&lt;br /&gt;
| Entfernung katholischer Altäre, Bilder und liturgischer Einrichtungen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1538&lt;br /&gt;
| Hans Luterer schafft vier grosse Zifferblätter für den Turm.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1542&lt;br /&gt;
| Tod Leo Juds.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1705&lt;br /&gt;
| Beginn des Neubaus des barocken Kirchenschiffs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| November 1706&lt;br /&gt;
| Einweihung der neuen reformierten Barockkirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1778&lt;br /&gt;
| Johann Caspar Lavater übernimmt das Pfarramt an St. Peter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1799&lt;br /&gt;
| Lavater wird während der französischen Besetzung angeschossen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1801&lt;br /&gt;
| Tod Johann Caspar Lavaters.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871&lt;br /&gt;
| Einbau der ersten neuzeitlichen Orgel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1869&lt;br /&gt;
| Gründung des Kirchenchors St. Peter, der heutigen Kantorei.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880&lt;br /&gt;
| Guss und Einbau des heutigen fünfstimmigen Geläuts.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1911&lt;br /&gt;
| Aufhebung der städtischen Feuerwache im Turm.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1914&lt;br /&gt;
| Einbau einer neuen Orgel von Carl Theodor Kuhn.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1927–1928&lt;br /&gt;
| Erneuerung des Turmhelms und Überarbeitung der Uhr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1945&lt;br /&gt;
| Grosser Umbau der Orgel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970–1974&lt;br /&gt;
| Archäologische Untersuchungen und umfassende Renovation der Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Einbau der heutigen Mühleisen-Orgel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1996&lt;br /&gt;
| Renovation von Turm, Zifferblättern und Uhr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2019&lt;br /&gt;
| Revision der Orgel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Juli 2024&lt;br /&gt;
| Beginn der umfassenden Innenrenovation.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Oktober 2025&lt;br /&gt;
| Abschluss der Innenrenovation und Wiederaufnahme der regulären Nutzung.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Altstadt (Zürich)]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Grossmünster]]&lt;br /&gt;
* [[Fraumünster]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserkirche]]&lt;br /&gt;
* [[Predigerkirche Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Reformation]]&lt;br /&gt;
* [[Leo Jud]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Caspar Lavater]]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Brun]]&lt;br /&gt;
* [[Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kirchen in Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/ Offizielle Website der Kirche St. Peter]&lt;br /&gt;
* [https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/die-kirche~3064/geschichte--bauwerk~2705/ Geschichte und Bauwerk]&lt;br /&gt;
* [https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/musik~2707/ Musik in St. Peter]&lt;br /&gt;
* [https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/stpeter/besuch~2695/ Informationen für Besucherinnen und Besucher]&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/web/de/bildung/volksschule/unterricht/gang-dur-zueri/zuerich-waechst-frueher-heute-morgen/d.4.2.-geschichte-st.-peterskirche-lp.pdf Geschichte der St. Peterskirche bei der Stadt Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/web/de/bildung/volksschule/unterricht/gang-dur-zueri/zuerich-waechst-frueher-heute-morgen/d.4.3.-informationen-st.-petersturm-lp.pdf Informationen zum St. Petersturm]&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-zuerich.ch/misc/de/mitteilungsarchiv/medienmitteilungen/2013/06/130626a1.html Informationen zu Turm, Uhr und Eigentumsverhältnissen]&lt;br /&gt;
* [https://www.reformiert-zuerich.ch/-4/organisation~1673/immobilien~3638/bauprojekte~3976/instandsetzung-innenraum-kirche-st-peter/89097/ Innenrenovation 2024–2025]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regine Abegg, Christine Barraud Wiener: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe, Band II.I: Die Stadt Zürich II.I – Altstadt links der Limmat, Sakralbauten&#039;&#039;. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2002.&lt;br /&gt;
* Arnold Nüscheler: &#039;&#039;Die Gotteshäuser der Schweiz. Historisch-antiquarische Forschungen&#039;&#039;. Zürich 1864.&lt;br /&gt;
* Stadt Zürich: &#039;&#039;Geschichte der St. Peterskirche&#039;&#039;. Unterrichtsmaterial «Gang dur Züri», Zürich.&lt;br /&gt;
* Reformierte Kirchgemeinde St. Peter: &#039;&#039;St. Peter in Zürich. Kirche, Turm und Gemeinde&#039;&#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Peter Zurich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:St. Peter (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierte Kirche im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peterskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Reformation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Stallikon&amp;diff=695</id>
		<title>Stallikon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Stallikon&amp;diff=695"/>
		<updated>2026-07-24T15:36:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:23em; margin:0 0 1em 1em; border-collapse:collapse; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%; background:#dce8d4; padding:0.5em;&amp;quot; | Stallikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;width:42%; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Region&lt;br /&gt;
| [[Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeindenummer&lt;br /&gt;
| 0013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| 8143&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| 12,02 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| 550 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Tiefster Punkt&lt;br /&gt;
| 503 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Höchster Punkt&lt;br /&gt;
| 886 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| 3&#039;891 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einwohnerdichte&lt;br /&gt;
| rund 324 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Sprache&lt;br /&gt;
| Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gemeindepräsident&lt;br /&gt;
| Reto Bernhard&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Legislative&lt;br /&gt;
| Gemeindeversammlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Exekutive&lt;br /&gt;
| Sechsköpfiger Gemeinderat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gewässer&lt;br /&gt;
| [[Reppisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bedeutende Erhebungen&lt;br /&gt;
| [[Uetliberg]], Felsenegg, Buchenegg und Baldern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| [https://www.stallikon.ch/ www.stallikon.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallikon&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Affoltern]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im nördlichen [[Knonaueramt]] im langgestreckten Tal der [[Reppisch]], unmittelbar südwestlich der Stadt [[Zürich]]. Das Gemeindegebiet reicht vom Talboden über den Osthang bis auf den Grat der Albiskette und umfasst einen grossen Teil des [[Uetliberg]]s, der Felsenegg und der Buchenegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde gehören die beiden grösseren Siedlungen Stallikon und Sellenbüren, die Weiler Gamlikon, Tägerst, Vorderbuchenegg und Hinterbuchenegg, die Aumüli sowie zahlreiche Einzelhöfe. Trotz der Nähe zur Zürcher Agglomeration besitzt Stallikon einen ausgeprägt ländlichen Charakter. Rund die Hälfte des Gemeindegebiets ist bewaldet, mehr als ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/stallikon-in-zahlen.html Stallikon in Zahlen], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 3&#039;891 Menschen in der Gemeinde. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Stallikon von einer landwirtschaftlich geprägten, zeitweise von Abwanderung betroffenen Talgemeinde zu einer beliebten Wohngemeinde im Einzugsgebiet der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet besitzt eine aussergewöhnlich grosse landschaftliche und kulturgeschichtliche Vielfalt. Der Uetliberg war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, während die hochmittelalterlichen Herren von Sellenbüren von hier aus Güter im Reppischtal beherrschten. Die historische Aumüli ist die letzte vollständig erhaltene Mühlenanlage des Knonaueramts mit Wasserrecht, Wasserrad, Mahlwerk und Säge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Stallikon ist in einer auf das Jahr 1124 datierten Überlieferung als &#039;&#039;Stallinchoven&#039;&#039; belegt. Das betreffende Dokument wurde erst später angefertigt und gilt formal als Fälschung. Seine Angaben können jedoch auf ältere Aufzeichnungen oder mündliche Überlieferungen zurückgehen. Weitere mittelalterliche Namensformen waren unter anderem &#039;&#039;Stallinchovin&#039;&#039;, &#039;&#039;Stallinkon&#039;&#039; und &#039;&#039;Stallinchon&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname gehört zu den im Kanton Zürich häufigen Namen auf &#039;&#039;-ikon&#039;&#039;. Diese Endung entwickelte sich aus althochdeutschen Formen auf &#039;&#039;-inghofun&#039;&#039; und bezeichnete die Höfe einer bestimmten Person oder Personengruppe. Dem Namen Stallikon liegt wahrscheinlich der althochdeutsche Personenname &#039;&#039;Stallo&#039;&#039; zugrunde. Der Name bedeutete demnach sinngemäss «bei den Höfen der Leute des Stallo».&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ortsnamen.ch/de/record/7052611 Stallikon], ortsnamen.ch, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zürichdeutschen Mundart wird der Ortsname gewöhnlich als &#039;&#039;&#039;Stallike&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Schtallike&#039;&#039;&#039; ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde feierte 2024 ihr 900-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum erschienen eine neue Ortsgeschichte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/geschichte/900-jahre-stallikon-2024.html 900 Jahre Stallikon 2024], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen der Gemeinde zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Blau einen geschweiften silbernen Sparren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Gemeindewappen geht auf das Wappen der Zürcher Familie Effinger zurück. Diese besass seit 1466 die niedere Gerichtsbarkeit über Stallikon, Sellenbüren und Wettswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Effinger-Wappen zeigte einen silbernen Sparren in rotem Feld. Um das Gemeindewappen deutlich vom Familienwappen zu unterscheiden, wählte Stallikon einen blauen Schildgrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Wappenkommission empfahl in den 1920er-Jahren einen geraden Sparren. Der Gemeinderat entschied sich am 30. März 1931 jedoch für die geschweifte Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein älteres Wappen der Zivilgemeinde Stallikon zeigte in Blau eine silberne Rose mit grünen Blättern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/wappen.html Wappen], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon liegt südwestlich von Zürich in einem rund 7,8 Kilometer langen Abschnitt des Reppischtals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zürich]];&lt;br /&gt;
* [[Uitikon]];&lt;br /&gt;
* [[Birmensdorf ZH|Birmensdorf]];&lt;br /&gt;
* [[Wettswil am Albis]];&lt;br /&gt;
* [[Bonstetten ZH|Bonstetten]];&lt;br /&gt;
* [[Hedingen]];&lt;br /&gt;
* [[Aeugst am Albis]];&lt;br /&gt;
* [[Hausen am Albis]];&lt;br /&gt;
* [[Langnau am Albis]];&lt;br /&gt;
* [[Adliswil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Zahl der angrenzenden Gemeinden hängt davon ab, ob kurze Grenzabschnitte auf dem Albisgrat und bei der Felsenegg mitgerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Hauptsiedlungen Stallikon und Sellenbüren liegen im Talboden beziehungsweise auf leicht erhöhten Terrassen an der Reppisch. Die kleineren Weiler und Höfe verteilen sich über den Talraum, die Hänge und die Hochebene der Buchenegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst 1&#039;202 Hektaren. Davon entfallen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bodennutzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Nutzungsart&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wald&lt;br /&gt;
| 50,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| 38,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siedlungsflächen&lt;br /&gt;
| 7,8 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verkehrsflächen&lt;br /&gt;
| 3,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gewässer&lt;br /&gt;
| 0,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Unproduktive Flächen&lt;br /&gt;
| 0,7 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsfläche ist im Vergleich zu vielen Gemeinden der Zürcher Agglomeration klein. Die bestehenden Bauzonen sind jedoch weitgehend überbaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reppischtal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reppisch durchfliesst die Gemeinde von Süden nach Norden. Sie entspringt dem [[Türlersee]] und erreicht Stallikon aus Richtung Aeugstertal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss fliesst durch Stallikon, Sellenbüren und Landikon weiter nach Birmensdorf, Dietikon und schliesslich in die [[Limmat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tal wurde in die Molasseablagerungen des schweizerischen Mittellands eingeschnitten. Sein Boden ist stellenweise schmal und von steilen Hängen begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reppisch ist im Gemeindegebiet vergleichsweise naturnah geblieben. Sie wird von Gehölzen, Feuchtwiesen, Seitenbächen und landwirtschaftlichen Flächen begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Öko-Korridor Reppisch soll die ökologische Verbindung zwischen dem Fluss, den Seitenbächen und den Lebensräumen an den Hängen erhalten und verbessert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landschaft&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/landschaft-natur/landschaft-natur.html Landschaft und Natur], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uetliberg und Albiskette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die östliche Gemeindegrenze verläuft grösstenteils auf der Albiskette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Uetliberg bildet den nördlichen Abschluss dieses langgestreckten Molasserückens. Sein Gipfelbereich mit Aussichtsturm und Hotel Uto Kulm liegt auf Stalliker Boden unmittelbar an der Grenze zur Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Uetliberg ist der Hausberg der Stadt Zürich und eines der meistbesuchten Naherholungsgebiete der Region. Von seinem Aussichtsturm eröffnet sich ein weiter Blick über Zürich, den Zürichsee, das Mittelland und die Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Uetlibergs führt der Albisgrat über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Uto Staffel;&lt;br /&gt;
* Baldern;&lt;br /&gt;
* Felsenegg;&lt;br /&gt;
* Buchenegg;&lt;br /&gt;
* weitere Höhen in Richtung Albispass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 886 Metern über Meer. Der tiefste Punkt befindet sich im nördlichen Reppischtal auf rund 503 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Felsenegg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Felsenegg liegt auf dem Albisgrat oberhalb von Stallikon und Adliswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist durch die Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg erschlossen und besitzt ein Restaurant sowie Aussichtspunkte über Zürichsee, Sihltal und Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Felsenegg ist ein bedeutender Ausgangs- und Zwischenpunkt auf dem Albisgrat-Höhenweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buchenegg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchenegg ist eine Pass- und Hügellandschaft im südlichen Teil des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strasse über die Buchenegg verbindet Stallikon mit Langnau am Albis und dem Sihltal. Auf der Hochebene befinden sich Landwirtschaftsbetriebe, Waldflächen, Gaststätten und die Weiler Vorderbuchenegg und Hinterbuchenegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untergrund besteht hauptsächlich aus Molassegesteinen, die im Tertiär am Rand der entstehenden Alpen abgelagert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gletscher der Eiszeiten formten das Tal und hinterliessen Moränen, Schotter und lehmige Ablagerungen. Nach dem Rückzug der Gletscher schnitt sich die Reppisch in den Talboden ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den steilen Hängen treten Nagelfluh, Sandstein und Mergel an die Oberfläche. Rutschungen und kleinere Hangbewegungen gehören zu den natürlichen geologischen Vorgängen des Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Landschaftsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Gemeinde liegt innerhalb der Landschaft Albiskette–Reppischtal, die im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft besitzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ausgedehnte Mischwälder;&lt;br /&gt;
* lichte Wälder;&lt;br /&gt;
* Magerwiesen;&lt;br /&gt;
* Feuchtgebiete;&lt;br /&gt;
* Bachläufe;&lt;br /&gt;
* Hecken;&lt;br /&gt;
* extensiv genutzte Weiden;&lt;br /&gt;
* geologisch interessante Steilhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Uetliberg und auf der Albiskette befindet sich eines der grössten natürlichen Eibenvorkommen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schutzverordnung Uetliberg–Albis soll Naturwerte, Kulturlandschaft und Naherholung miteinander vereinbaren. Landwirtschaft und Forstwirtschaft bleiben möglich, müssen jedoch auf die Schutzinteressen Rücksicht nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/geschichte/freizeit-und-erholung.html Freizeit und Erholung], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hohe Freizeitdruck stellt eine besondere Herausforderung dar. Wandernde, Velofahrende, Reitende, Hundehalter, Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz nutzen teilweise dieselben Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindeteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Siedlungen und Gebietsteile&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ort&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Typ&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stallikon&lt;br /&gt;
| Dorf&lt;br /&gt;
| Verwaltungssitz, reformierte Kirche, Schule und historischer Ortskern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sellenbüren&lt;br /&gt;
| Dorf&lt;br /&gt;
| Grösster Siedlungsteil, Wohngebiete, Einkaufsmöglichkeiten und Schule&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gamlikon&lt;br /&gt;
| Weiler&lt;br /&gt;
| Historische Kleinsiedlung südlich des Dorfes Stallikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tägerst&lt;br /&gt;
| Weiler&lt;br /&gt;
| Ländliche Siedlung im südlichen Reppischtal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aumüli&lt;br /&gt;
| Mühlen- und Hofsiedlung&lt;br /&gt;
| Historische Mühle, Säge und Landwirtschaftsbetrieb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorderbuchenegg&lt;br /&gt;
| Weiler&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftliche Siedlung auf der Buchenegg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hinterbuchenegg&lt;br /&gt;
| Weiler&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftliche Siedlung auf der Buchenegg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mädikon&lt;br /&gt;
| Berggut&lt;br /&gt;
| Historisches Gut am Uetliberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uetliberg&lt;br /&gt;
| Gipfel- und Ausflugsgebiet&lt;br /&gt;
| Aussichtsturm, Hotel, Bahnhof und Wanderwege&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Felsenegg&lt;br /&gt;
| Ausflugsgebiet&lt;br /&gt;
| Bergstation der Luftseilbahn, Restaurant und Aussichtspunkt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen zahlreiche Einzelhöfe und kleinere Flurnamen. Die Streusiedlungen erinnern an die frühmittelalterliche Aufteilung des nutzbaren Bodens und an die traditionelle Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte auf dem Uetliberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bedeutende Siedlungsplatz der Gemeinde liegt auf dem Uetliberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde weisen auf eine lange, mit Unterbrechungen nahezu kontinuierliche Nutzung seit der Jungsteinzeit hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Bronze- und Eisenzeit entstand auf dem Berg eine befestigte Höhensiedlung. Im 5. Jahrhundert v. Chr. befand sich dort wahrscheinlich ein keltischer Fürstensitz mit Wohn-, Handwerks- und Befestigungsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhöhte Lage ermöglichte die Kontrolle wichtiger Verkehrswege durch das Limmat-, Reppisch- und Sihltal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit wurde der Uetliberg vermutlich als Wacht- und Zufluchtsort genutzt. Funde römischer Münzen und weiterer Gegenstände belegen Kontakte zum römischen Siedlungsraum um Turicum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft besiedelten alemannische Gruppen das Reppischtal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert entstanden die Grundlagen vieler heutiger Dörfer, Weiler und Einzelhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte überwiegend von Ackerbau, Viehzucht, Waldnutzung und kleinräumigem Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Uetliberg bestand möglicherweise eine frühmittelalterliche Befestigung. Spätere Überlieferungen erwähnen eine «Uotelenburg», die mit einem alemannischen Herzog namens Uattilo in Verbindung gebracht wurde. Die historische Einordnung ist jedoch unsicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herren von Sellenbüren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter gehörte ein grosser Teil des Tals den Herren beziehungsweise Freiherren von Sellenbüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschlecht benannte sich nach Sellenbüren und besass Güter und Herrschaftsrechte in der Region. Seine genaue Herkunft ist nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Sellenbürern werden mehrere Klostergründungen und Schenkungen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reginbert von Sellenbüren soll das Kloster St. Blasien im Schwarzwald erneuert oder gefördert haben;&lt;br /&gt;
* Heinrich von Sellenbüren vergabte Güter an das Kloster Muri;&lt;br /&gt;
* Konrad von Sellenbüren gründete 1120 das Kloster Engelberg und trat dort in den geistlichen Stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie starb vermutlich im 12. Jahrhundert aus. Ihre Besitzungen gelangten an verschiedene Klöster und weltliche Herren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstelle Ofengüpf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Ofengüpf oberhalb von Sellenbüren bestand im Hochmittelalter eine befestigte Anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen weisen auf eine überwiegend aus Holz errichtete Burg hin, die ungefähr von 1075 bis 1125 bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage umfasste Gebäude, eine Palisade und einen erhöhten Beobachtungspunkt. Sie dürfte mit den Herren von Sellenbüren verbunden gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Ofengüpf bestand Sichtkontakt zu weiteren Burgstellen und Herrschaftszentren der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uetliburg und Baldern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gipfelgebiet des Uetlibergs wird eine grössere Burganlage der Sellenbürer vermutet. Spätere Bauten, Ausflugsanlagen und Geländeveränderungen erschweren den archäologischen Nachweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich davon befindet sich auf dem Albisgrat die Burgstelle Baldern. Erhalten sind Geländespuren, Gräben und geringe Mauerreste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriftliche Quellen zur Burg Baldern fehlen. Ihre Entstehungszeit, Besitzer und genaue Funktion sind deshalb umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/articles/007762 Baldern], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klösterliche Grundherrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Sellenbürer gelangten zahlreiche Höfe, Ländereien, Zehnten und Gerichtsrechte an Klöster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutend waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kloster Engelberg;&lt;br /&gt;
* Kloster St. Blasien;&lt;br /&gt;
* Kloster Muri;&lt;br /&gt;
* weitere geistliche Institutionen im Raum Zürich und in der Innerschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauern bewirtschafteten einen Teil des Bodens als Lehen und mussten Abgaben in Form von Geld, Getreide, Tieren oder Arbeitsleistungen entrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Effinger und Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1466 verkaufte das Kloster Engelberg die niedere Gerichtsbarkeit über Stallikon und Sellenbüren an Ritter Heinrich Effinger von Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Effinger besassen damit wichtige Herrschaftsrechte, während höhere Gerichts- und Verwaltungsrechte teilweise bei anderen Trägern lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1532 gingen die Rechte an die Stadt Zürich über. Diese ordnete Stallikon zunächst der Vogtei Wettswil zu und vereinigte das Gebiet 1538 mit der Obervogtei Bonstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon blieb bis 1798 Teil des von der Stadt Zürich beherrschten Untertanengebiets.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/geschichte/geschichte.html Geschichte], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alter Zürichkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Alten Zürichkriegs wurde das Reppischtal von Truppendurchzügen und Zerstörungen betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1439 geweihte Kirche von Stallikon brannte wenige Jahre später im Verlauf des Kriegs ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ländliche Bevölkerung litt unter Einquartierungen, Plünderungen, Abgaben und der Unterbrechung des Handels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich führte 1528 in ihren Herrschaftsgebieten die Reformation durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon wurde reformiert. Kirchliche Rechte und Güter wurden neu geordnet, und die Gemeinde wurde in die Zürcher Landeskirche eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche prägte über Jahrhunderte Schule, Armenfürsorge, Gemeindeleben und Moralvorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heimarbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jahrhundert gewann die textile Heimarbeit an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftlich nutzbare Boden war begrenzt, und die wachsende Bevölkerung konnte nicht allein von der Landwirtschaft leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familien übernahmen deshalb Arbeiten für Zürcher Kaufleute. In den Wohnhäusern wurde gesponnen, gewebt und teilweise weiteres Textilhandwerk betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 wurden in der Talschaft 142 Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter in der Textilbranche gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimindustrie brachte zusätzliches Einkommen, machte die Bevölkerung jedoch von städtischen Verlegern und internationalen Märkten abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und moderner Kanton ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen brach 1798 die alte Zürcher Herrschaftsordnung zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untertanen der Landschaft erhielten grundsätzlich die gleichen politischen Rechte wie die Stadtbürger. Stallikon wurde in die Verwaltungsordnung der Helvetischen Republik eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mediationsakte von 1803 und die späteren Zürcher Kantonsverfassungen schufen die Grundlagen der heutigen politischen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wettswil bildete zunächst eine Zivilgemeinde innerhalb der politischen Gemeinde Stallikon. 1831 trennte es sich ab und wurde eine selbstständige Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilgemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der politischen Gemeinde bestanden mehrere Zivilgemeinden und lokal organisierte Siedlungskörperschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese verwalteten unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wege;&lt;br /&gt;
* Brunnen;&lt;br /&gt;
* Wasserversorgung;&lt;br /&gt;
* Gemeindegüter;&lt;br /&gt;
* örtliche Armen- und Gemeinschaftsaufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der politischen Gemeinde verloren die Zivilgemeinden an Bedeutung. Ihre Aufgaben gingen schrittweise an die politische Gemeinde über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1927 besitzt Stallikon seine heutige innere Form und Ausdehnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsrückgang im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung führte in Stallikon zunächst nicht zu einem starken Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die textile Produktion konzentrierte sich zunehmend in Fabriken der Stadt Zürich, im Limmattal und in anderen Industrieorten. Viele Einwohner verliessen das Tal, um näher an ihren Arbeitsplätzen zu wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung sank von 879 Personen im Jahr 1850 auf 579 im Jahr 1900.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon wurde wieder stärker von Landwirtschaft und Forstwirtschaft geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Post und Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 erhielt Stallikon eine Poststelle und einen regelmässigen Botendienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung der Ämtlerbahn verkehrte ein Postbotenkurs zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde eine direkte Postautoverbindung nach Zürich eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Verbindung ermöglichte es, in Stallikon zu wohnen und in der Stadt zu arbeiten. Sie bildete eine wichtige Voraussetzung für das spätere Bevölkerungswachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum nach 1950 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung zunehmend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden vor allem in Stallikon und Sellenbüren. Viele Einwohner pendelten zur Arbeit nach Zürich, ins Limmattal oder in andere Gemeinden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweise bestanden grossräumige Überbauungsvorstellungen für das Reppischtal und die Buchenegg. Sie hätten Raum für mehrere zehntausend Bewohner geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zurückhaltendere Ortsplanung und der Landschaftsschutz verhinderten eine weitgehende Verstädterung des Tals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon entwickelte sich zu einer Wohngemeinde, bewahrte aber umfangreiche Wald- und Landwirtschaftsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 900-Jahr-Feier ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024 beging die Gemeinde das Jubiläum «900 Jahre Stallikon».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Programm gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* historische Führungen;&lt;br /&gt;
* Ausstellungen;&lt;br /&gt;
* Schulprojekte;&lt;br /&gt;
* Konzerte;&lt;br /&gt;
* Vereinsanlässe;&lt;br /&gt;
* ein Dorffest;&lt;br /&gt;
* die Veröffentlichung einer neuen Gemeindegeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jubiläum bezog sich auf die auf 1124 datierte erste schriftliche Überlieferung des Ortsnamens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Entwicklung der Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1643&lt;br /&gt;
| 624&lt;br /&gt;
| Einschliesslich Wettswil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1772&lt;br /&gt;
| 983&lt;br /&gt;
| Einschliesslich Wettswil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 879&lt;br /&gt;
| Nach der Trennung von Wettswil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 579&lt;br /&gt;
| Tiefstand nach starker Abwanderung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| 671&lt;br /&gt;
| Beginn des späteren Wachstums&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| rund 2&#039;600&lt;br /&gt;
| Ausbau zur Wohngemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| rund 3&#039;160&lt;br /&gt;
| Wachstum von Stallikon und Sellenbüren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| rund 3&#039;780&lt;br /&gt;
| Weitere Verdichtung der bestehenden Siedlungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| 3&#039;891&lt;br /&gt;
| Kommunaler Bevölkerungsstand&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsentwicklung unterscheidet sich deutlich von jener vieler industrialisierter Zürcher Gemeinden. Während Stallikon im 19. Jahrhundert Einwohner verlor, setzte das starke Wachstum erst nach dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der zunehmenden Motorisierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 waren 3&#039;001 Einwohner Schweizer Staatsangehörige. 851 Personen besassen eine ausländische Staatsangehörigkeit; hinzu kamen vorläufig aufgenommene und schutzbedürftige Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon ist als Versammlungsgemeinde organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Budget und Jahresrechnung;&lt;br /&gt;
* Steuerfuss;&lt;br /&gt;
* grössere Kredite;&lt;br /&gt;
* Bau- und Zonenordnung;&lt;br /&gt;
* kommunale Reglemente;&lt;br /&gt;
* bedeutende Sachgeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorlagen, die nach übergeordnetem Recht oder Gemeindeordnung zwingend der Urnenabstimmung unterstehen, werden an der Urne entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat ist die Exekutive der politischen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht einschliesslich des Gemeindepräsidiums und des Schulpräsidiums aus sechs Mitgliedern. Die Mitglieder werden für vier Jahre gewählt und führen ihre Ämter im Milizsystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Gemeinderat für die Amtsperiode 2026–2030&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Person&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reto Bernhard&lt;br /&gt;
| Gemeindepräsident und Bauvorsteher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nino Ciganovic&lt;br /&gt;
| Finanzvorsteher und erster Vizepräsident&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mattias Kaister&lt;br /&gt;
| Schulpräsident&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eva Kramer&lt;br /&gt;
| Gesundheits- und Umweltvorsteherin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Carmen Müller&lt;br /&gt;
| Sozialvorsteherin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Andreas Zbinden&lt;br /&gt;
| Tiefbau- und Sicherheitsvorsteher sowie zweiter Vizepräsident&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat ist zugleich Stiftungsrat der Stiftung Kinderkrippenfonds Fräulein Berta Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/politik/gemeinderat.html Gemeinderat], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon besitzt keine grossen Industriegebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lokale Wirtschaft wird geprägt durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Forstwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Bau- und Handwerksbetriebe;&lt;br /&gt;
* Detailhandel;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* soziale Einrichtungen;&lt;br /&gt;
* kleine Dienstleistungsunternehmen;&lt;br /&gt;
* Freizeit- und Ausflugsverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 bestanden in der Gemeinde 195 Arbeitsstätten mit insgesamt 801 Beschäftigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Zürich, Birmensdorf, Bonstetten, ins Limmattal oder in andere Wirtschaftszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwölf Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften rund 460 Hektaren Nutzfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft konzentriert sich auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Milchwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Viehzucht;&lt;br /&gt;
* Futterbau;&lt;br /&gt;
* Ackerbau;&lt;br /&gt;
* Obstbau;&lt;br /&gt;
* Direktvermarktung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebe leisten durch extensive Wiesen, Hecken, Hochstammbäume und Gewässerrandstreifen einen Beitrag zur ökologischen Vernetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forstwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets besteht aus Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil des Waldes gehört dem Kanton Zürich, weitere Flächen befinden sich in kommunalem oder privatem Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald dient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Holzproduktion;&lt;br /&gt;
* dem Schutz vor Erosion;&lt;br /&gt;
* der Trinkwassersicherung;&lt;br /&gt;
* der Biodiversität;&lt;br /&gt;
* der Jagd;&lt;br /&gt;
* der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Nutzung des Uetliberggebiets durch Erholungssuchende erfordert eine sorgfältige Abstimmung zwischen Forstwirtschaft, Naturschutz und Freizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastronomie und Tourismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mehrere traditionsreiche Ausflugslokale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Standorten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Uto Kulm;&lt;br /&gt;
* Felsenegg;&lt;br /&gt;
* Buchenegg;&lt;br /&gt;
* Gmüetliberg;&lt;br /&gt;
* Stallikon Dorf;&lt;br /&gt;
* Sellenbüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gastronomie profitiert von Wandernden, Velofahrenden und Tagesgästen aus dem Grossraum Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reppischtalstrasse bildet die wichtigste Verkehrsachse der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie führt von Birmensdorf über Sellenbüren und Stallikon nach Aeugstertal und in Richtung Türlersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strassen führen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* über die Buchenegg nach Langnau am Albis;&lt;br /&gt;
* nach Bonstetten und Wettswil;&lt;br /&gt;
* zu den Weilern und Berggebieten;&lt;br /&gt;
* über Aeugst in das südliche Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt keinen eigenen Autobahnanschluss. Die nächstgelegenen Anschlüsse an die A3 und A4 befinden sich bei Birmensdorf, Wettswil und Affoltern am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon wird durch die Postautolinien 227, 235 und 236 erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindungen führen unter anderem nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich Wiedikon;&lt;br /&gt;
* Bahnhof Birmensdorf;&lt;br /&gt;
* Bahnhof Bonstetten-Wettswil;&lt;br /&gt;
* Aeugst am Albis;&lt;br /&gt;
* Hausen am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die S-Bahn-Stationen Birmensdorf und Bonstetten-Wettswil bieten Anschlüsse nach Zürich, Zug und Affoltern am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Uetliberg ist mit der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn erreichbar. Die Felsenegg wird durch die Luftseilbahn von Adliswil aus erschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/verkehr.html Öffentlicher Verkehr], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde führt die Primarschule Stallikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulstandorte und Betreuungsangebote bestehen in Stallikon und Sellenbüren. Zum Angebot gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kindergarten;&lt;br /&gt;
* Primarschule;&lt;br /&gt;
* schulergänzende Tagesstrukturen;&lt;br /&gt;
* Schul- und Gemeindebibliothek;&lt;br /&gt;
* Zusammenarbeit mit der Musikschule Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Bonstetten und Wettswil am Albis bildet Stallikon die Sekundarschulgemeinde Bonstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen befinden sich unter anderem in Urdorf, Zürich und weiteren Gemeinden des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche Stallikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht im Dorf Stallikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1439 geweihte Kirche wurde während des Alten Zürichkriegs zerstört. Um 1550 entstand ein Wiederaufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer umfassenden Renovation in den 1940er-Jahren erhielt das Gebäude weitgehend seine heutige Gestalt. Spätere Arbeiten dienten der Erhaltung und Anpassung an die kirchliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 wurde eine neue Orgel eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon und Wettswil bilden gemeinsam eine reformierte Kirchgemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/geschichte/das-kirchliche-leben.html Das kirchliche Leben], Gemeinde Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisch-katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholischen Einwohner gehören zur Pfarrei St. Mauritius in Bonstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirchgemeinde umfasst Bonstetten, Stallikon und Wettswil am Albis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aumüli ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aumüli liegt an der Reppisch südlich des Dorfes Stallikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde erstmals am 16. Mai 1328 urkundlich erwähnt, ist jedoch wahrscheinlich älter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ensemble umfasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mühlengebäude;&lt;br /&gt;
* Wasserrad;&lt;br /&gt;
* Mühlestuhl;&lt;br /&gt;
* Wasserkanäle;&lt;br /&gt;
* Säge;&lt;br /&gt;
* Wohn- und Landwirtschaftsgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aumüli ist die letzte erhaltene Mühle des Knonaueramts, bei der Wasserrecht, Wasserrad, Mahlwerk und Säge als zusammengehörige Anlage erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 erwarb die Stiftung Aumüli Stallikon das Ensemble. Seither wird es restauriert, gepflegt und für kulturelle und pädagogische Zwecke genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Mühlentagen wird die historische Technik vorgeführt. In der Anlage werden unter anderem Dinkel und Emmer auf traditionelle Weise verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aumueli.ch/ Die Aumüli Stallikon], Stiftung Aumüli Stallikon, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche von Stallikon ist das bedeutendste historische Sakralgebäude der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lage oberhalb des Talbodens und ihr schlichter Baukörper prägen das Ortsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstelle Ofengüpf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Felssporn oberhalb von Sellenbüren sind Spuren einer hochmittelalterlichen Holzburg erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage ist ein wichtiges Zeugnis der frühen Herrschaftsgeschichte des Reppischtals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstelle Baldern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burgstelle Baldern liegt auf dem Albisgrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gelände sind Gräben, Plateaus und geringe Mauerreste erkennbar. Die Burg ist schriftlich nicht eindeutig nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Ortskerne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon und Sellenbüren besitzen historische Dorfkerne mit Bauernhäusern, Wohnhäusern, Nebengebäuden und traditionellen Strassenräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Weiler Gamlikon, Tägerst, Vorderbuchenegg und Hinterbuchenegg bewahren Elemente der historischen Kulturlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Erholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon ist eines der wichtigsten Naherholungsgebiete im Westen der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Aktivitäten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wandern;&lt;br /&gt;
* Velofahren;&lt;br /&gt;
* Mountainbiken;&lt;br /&gt;
* Joggen;&lt;br /&gt;
* Reiten;&lt;br /&gt;
* Naturbeobachtung;&lt;br /&gt;
* Schneeschuhwandern;&lt;br /&gt;
* Schlitteln;&lt;br /&gt;
* Ausflüge zu Aussichtspunkten und Gaststätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Albisgrat-Höhenweg führt über Uetliberg, Felsenegg und Buchenegg weiter in Richtung Albispass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Reppisch bestehen Wander- und Velowege. Eine regionale Veloverbindung führt durch das Tal zum Türlersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Vereine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindeleben wird von zahlreichen Vereinen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören Organisationen aus den Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Musik;&lt;br /&gt;
* Turnen;&lt;br /&gt;
* Tennis;&lt;br /&gt;
* Schiessen;&lt;br /&gt;
* Natur- und Umweltschutz;&lt;br /&gt;
* Familienangebote;&lt;br /&gt;
* Jugend;&lt;br /&gt;
* Kultur;&lt;br /&gt;
* Feuerwehr;&lt;br /&gt;
* Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musikgesellschaft Stallikon gehört zu den traditionsreichen kulturellen Vereinigungen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindemagazin &#039;&#039;blickpunktstallikon&#039;&#039; informiert über Politik, Verwaltung, Vereine, Schule und lokale Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Stallikon verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Henckell, Schriftsteller und Lyriker;&lt;br /&gt;
* Ernst Studer, Architekt und Professor an der ETH Zürich;&lt;br /&gt;
* Annette Hug, Schriftstellerin und Übersetzerin;&lt;br /&gt;
* Mitglieder des mittelalterlichen Geschlechts von Sellenbüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stallikon verbindet die Nähe zur grössten Stadt der Schweiz mit einer weitgehend erhaltenen ländlichen Kulturlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist geprägt durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das naturnahe Reppischtal;&lt;br /&gt;
* den Uetliberg und den Albisgrat;&lt;br /&gt;
* ausgedehnte Wälder;&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* historische Dörfer und Weiler;&lt;br /&gt;
* die Erinnerung an die Herren von Sellenbüren;&lt;br /&gt;
* die Aumüli;&lt;br /&gt;
* ihre Funktion als Wohn- und Erholungsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schutz der Landschaft und die gleichzeitige Weiterentwicklung der Siedlungen gehören zu den wichtigsten kommunalen Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum oder Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jungsteinzeit&lt;br /&gt;
| Früheste bekannte Besiedlung des Uetlibergs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bronze- und Eisenzeit&lt;br /&gt;
| Entstehung befestigter Höhensiedlungen auf dem Uetliberg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Römische Zeit&lt;br /&gt;
| Nutzung des Uetlibergs als Wach-, Verkehrs- und Zufluchtsort.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6.–8. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Alemannische Besiedlung des Reppischtals.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1075&lt;br /&gt;
| Errichtung der hochmittelalterlichen Holzburg auf dem Ofengüpf.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1120&lt;br /&gt;
| Konrad von Sellenbüren gründet das Kloster Engelberg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1124&lt;br /&gt;
| Auf dieses Jahr datierte erste schriftliche Überlieferung von Stallikon als &#039;&#039;Stallinchoven&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1328&lt;br /&gt;
| Erste urkundliche Erwähnung der Aumüli.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1439&lt;br /&gt;
| Weihe einer neuen Kirche in Stallikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1440er-Jahre&lt;br /&gt;
| Zerstörung der Kirche während des Alten Zürichkriegs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1466&lt;br /&gt;
| Kloster Engelberg verkauft die niedere Gerichtsbarkeit an Heinrich Effinger.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| Übergang der Effinger-Rechte an die Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1538&lt;br /&gt;
| Eingliederung in die Obervogtei Bonstetten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1550&lt;br /&gt;
| Wiederaufbau der reformierten Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1772&lt;br /&gt;
| In der Talschaft werden 142 textile Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter gezählt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Ende der Zürcher Untertanenherrschaft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
| Stallikon wird Teil des neu geordneten Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1831&lt;br /&gt;
| Wettswil trennt sich von Stallikon und wird selbstständige politische Gemeinde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1854&lt;br /&gt;
| Einrichtung einer Poststelle und eines regelmässigen Botendienstes.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| Die Einwohnerzahl erreicht mit 579 Personen einen historischen Tiefstand.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1927&lt;br /&gt;
| Abschluss der Aufhebung der Zivilgemeinden und Entstehung der heutigen Gemeindestruktur.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Postautoverbindung nach Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1931&lt;br /&gt;
| Festlegung des heutigen Gemeindewappens.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1940er-Jahre&lt;br /&gt;
| Umfassende Renovation der reformierten Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
| Starkes Bevölkerungswachstum und Entwicklung zur Wohngemeinde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Erwerb der Aumüli durch die Stiftung Aumüli Stallikon.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
| Einbau einer neuen Orgel in der reformierten Kirche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| Feier des 900-jährigen Bestehens der Gemeinde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| Stallikon zählt 3&#039;891 Einwohnerinnen und Einwohner.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
* [[Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
* [[Reppisch]]&lt;br /&gt;
* [[Uetliberg]]&lt;br /&gt;
* [[Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Felsenegg]]&lt;br /&gt;
* [[Buchenegg]]&lt;br /&gt;
* [[Sellenbüren]]&lt;br /&gt;
* [[Wettswil am Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Bonstetten ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Türlersee]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.stallikon.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Stallikon]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000013/ Stallikon im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/geschichte/geschichte.html Geschichte der Gemeinde Stallikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/stallikon-in-zahlen.html Stallikon in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://www.stallikon.ch/unser-stallikon/unser-stallikon/landschaft-natur/landschaft-natur.html Landschaft und Natur]&lt;br /&gt;
* [https://www.aumueli.ch/ Stiftung Aumüli Stallikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.schule.stallikon.ch/ Schule Stallikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.reformiert-stallikon-wettswil.ch/ Reformierte Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bernhard Schneider: &#039;&#039;Die Geschichte von Stallikon&#039;&#039;. Schneider Communications, Stallikon 2024, ISBN 978-3-906068-16-9.&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen&#039;&#039;. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1938.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Stallikon: &#039;&#039;Unser Stallikon&#039;&#039;. Stallikon 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stallikon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stallikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Affoltern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Reppisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1124]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<title>Geschichte des Kantons Zürich</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:23em; margin:0 0 1em 1em; border-collapse:collapse; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%; background:#dce8f2; padding:0.5em;&amp;quot; | Geschichte des Kantons Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;width:42%; text-align:left;&amp;quot; | Gebiet&lt;br /&gt;
| Heutiger [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Früheste Siedlungsspuren&lt;br /&gt;
| Altsteinzeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bedeutende römische Orte&lt;br /&gt;
| Turicum, [[Vitudurum]] und zahlreiche Gutshöfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Reichsfreiheit der Stadt Zürich&lt;br /&gt;
| 1218&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Beitritt zur Eidgenossenschaft&lt;br /&gt;
| 1. Mai 1351&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Zürcher Reformation&lt;br /&gt;
| ab 1519&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Ende des Stadtstaats&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Moderner Kanton&lt;br /&gt;
| ab 1803&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Liberale Kantonsverfassung&lt;br /&gt;
| 10. März 1831&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Demokratische Kantonsverfassung&lt;br /&gt;
| 18. April 1869&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Einführung des kantonalen Frauenstimmrechts&lt;br /&gt;
| 15. November 1970&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Heutige Kantonsverfassung&lt;br /&gt;
| angenommen am 27. Februar 2005, in Kraft seit 1. Januar 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte des Kantons Zürich&#039;&#039;&#039; umfasst die Entwicklung des Gebiets vom prähistorischen Siedlungsraum über den römischen Zürichgau und den mittelalterlichen Herrschaftsbereich der Stadt [[Zürich]] bis zum modernen demokratischen [[Kanton Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der politische Kern des späteren Kantons war die Stadt Zürich. Nachdem sie 1218 reichsunmittelbar geworden war, baute sie zwischen dem 14. und dem frühen 16. Jahrhundert ein umfangreiches Untertanengebiet auf. Dieses entsprach in seinen Grundzügen bereits dem heutigen Kantonsgebiet. Am 1. Mai 1351 schloss Zürich ein dauerhaftes Bündnis mit den eidgenössischen Orten und wurde zum fünften Ort der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007381/ Zürich (Kanton)], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[Huldrych Zwingli]] eingeleitete Reformation veränderte ab 1519 Kirche, Politik, Bildung und Gesellschaft. Bis 1798 bildeten Stadt und Landschaft Zürich einen von der städtischen Bürgerschaft beherrschten Stadtstaat. Mit der Helvetischen Revolution brach diese Ordnung zusammen. Die Landschaft erhielt grundsätzlich die politische Gleichstellung mit der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mediationsakte von 1803 schuf die Grundlagen des modernen Kantons. Die liberale Verfassung von 1831 beseitigte die Vorherrschaft der Stadt endgültig und führte die Rechtsgleichheit von Stadt und Land ein. Mit der Verfassung von 1869 entwickelte sich Zürich zu einem der am stärksten direktdemokratisch geprägten Kantone der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung machte Zürich im 19. und 20. Jahrhundert zu einem führenden Wirtschaftsraum. Textilindustrie, Maschinenbau, Eisenbahnen, Banken, Versicherungen, Handel, Hochschulen und später der internationale Dienstleistungssektor veränderten Bevölkerung und Landschaft grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ur- und Frühgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altsteinzeit und Mittelsteinzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit auf dem Gebiet des heutigen Kantons Zürich stammen aus der Altsteinzeit. Während der Eiszeiten war ein grosser Teil des Landes wiederholt von Gletschern bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug des Eises breiteten sich Wälder aus. Jäger- und Sammlergruppen nutzten Flussufer, Seegebiete, Geländeterrassen und geschützte Plätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundstellen belegen, dass Menschen bereits lange vor dem Beginn der Landwirtschaft im Raum Zürichsee, Limmattal, Glatttal, Weinland und Zürcher Oberland lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jungsteinzeitliche Seeufersiedlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. entstanden bäuerliche Siedlungen. Die Bevölkerung betrieb Ackerbau, Viehzucht, Fischfang und Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt sind die Feuchtbodensiedlungen an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zürichsee]];&lt;br /&gt;
* [[Greifensee]];&lt;br /&gt;
* [[Pfäffikersee]];&lt;br /&gt;
* kleineren Gewässern und ehemaligen Moorgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser wurden meist auf dem feuchten Uferboden oder auf leicht erhöhten Holzkonstruktionen errichtet. Der umgangssprachliche Begriff «Pfahlbauten» kann deshalb den Eindruck erwecken, sämtliche Gebäude hätten frei über dem Wasser gestanden. Die archäologischen Befunde zeigen jedoch unterschiedliche Bauweisen und wechselnde Wasserstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des feuchten Bodens blieben Holz, Pflanzenreste, Textilien, Werkzeuge und Nahrungsmittel aussergewöhnlich gut erhalten. Allein aus dem Kanton Zürich sind mehr als tausend prähistorische Textil- und Geflechtfunde bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2015/08/publikation_funde_pfahlbauer.html Vom Fischernetz zur Sandale: Gewebe und Geflechte der Pfahlbauer], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Zürcher Fundstellen gehören seit 2011 zum UNESCO-Welterbe [[Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen]]. Dazu zählen Siedlungsplätze in Zürich, Meilen, Erlenbach, Wädenswil, Greifensee und Wetzikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bronzezeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bronzezeit wurden Metallverarbeitung und Fernhandel wichtiger. Bronzegegenstände bestanden aus Kupfer und Zinn, deren Rohstoffe teilweise über weite Entfernungen transportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungen lagen weiterhin häufig an Seen und Flüssen, aber auch auf Anhöhen und in landwirtschaftlich günstigen Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waffen, Schmuck, Werkzeuge und Keramik zeigen soziale Unterschiede und Kontakte zu anderen Regionen Mitteleuropas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenzeit und keltische Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hallstatt- und Latènezeit gehörte das Gebiet zum keltisch geprägten Kulturraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungen, Grabhügel, Flachgräber und einzelne Befestigungen belegen eine dichte Besiedlung. Das Gebiet lag im Einflussraum der [[Helvetier]] und anderer keltischer Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrswege verbanden das Alpenvorland mit dem Rhein, dem Bodensee, dem Aaretal und den Alpenpässen. Salz, Metalle, Keramik und landwirtschaftliche Erzeugnisse wurden über regionale und überregionale Märkte ausgetauscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Zeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingliederung in das Römische Reich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Helvetier bei Bibracte im Jahr 58 v. Chr. nahm der römische Einfluss zu. Im Verlauf des 1. Jahrhunderts v. Chr. wurde das Gebiet des heutigen Kantons Zürich in das Römische Reich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gehörte es zur Provinz Gallia Belgica, später überwiegend zu Germania superior.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römische Herrschaft brachte ein ausgebautes Strassennetz, neue Bauweisen, Geldwirtschaft und eine stärkere Einbindung in den Fernhandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Turicum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ausfluss der Limmat aus dem Zürichsee entstand die römische Siedlung Turicum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Turicum war ein kleiner Verkehrsknoten und Zollort. Eine Inschrift auf dem Lindenhof nennt eine Zollstation für Waren, die zwischen den gallischen Provinzen transportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort kontrollierte Verbindungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* entlang des Zürichsees;&lt;br /&gt;
* durch das Limmattal nach [[Vindonissa]];&lt;br /&gt;
* über das Glatttal und das Zürcher Oberland;&lt;br /&gt;
* in Richtung Alpen und Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Lindenhof bestand in der Spätantike ein Kastell, das der Sicherung des Verkehrswegs und der Siedlung diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitudurum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im heutigen Oberwinterthur lag der römische Ort [[Vitudurum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vitudurum war eine kleinstädtische Siedlung mit öffentlichen Gebäuden, Gewerbebetrieben, Wohnhäusern und Kultstätten. In der Spätantike wurde der Ort befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen zeigen, dass Vitudurum ein regionales Zentrum mit weitreichenden wirtschaftlichen Beziehungen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2025/04/neue-archaeologische-erkenntnisse-zum-roemischen-oberwinterthur.html Neue archäologische Erkenntnisse zum römischen Oberwinterthur], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gutshöfe und Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserhalb der städtischen Siedlungen bestanden zahlreiche römische Gutshöfe, sogenannte &#039;&#039;villae rusticae&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie produzierten Getreide, Fleisch, Milch, Wein und weitere Erzeugnisse. Viele Anlagen verfügten über gemauerte Wohngebäude, Badeeinrichtungen, Wirtschaftsgebäude und Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Römische Gutshöfe sind unter anderem aus Dietikon, Seeb, Wetzikon und dem Knonaueramt bekannt. Neuere Forschungen zeigen, dass selbst Gebiete, die früher als dünn besiedelt galten, teilweise von einem dichten Netz landwirtschaftlicher Betriebe erschlossen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2026/07/das-knonaueramt-war-zu-roemischer-zeit-dichter-besiedelt-als-bislang-angenommen.html Das Knonaueramt war zu römischer Zeit dichter besiedelt als bislang angenommen], Kanton Zürich, 16. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätantike ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 3. Jahrhundert geriet die römische Grenzordnung unter Druck. Germanische Gruppen überquerten wiederholt den Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befestigungen wurden verstärkt, und die Bevölkerung konzentrierte sich teilweise auf besser geschützte Orte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 5. Jahrhundert endete die römische Verwaltung nördlich der Alpen. Römische Lebensformen und die ansässige Bevölkerung verschwanden jedoch nicht schlagartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alemannische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 5. und 6. Jahrhundert liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen im Gebiet nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsnamen mit Endungen wie &#039;&#039;-ingen&#039;&#039;, &#039;&#039;-ikon&#039;&#039;, &#039;&#039;-heim&#039;&#039; und &#039;&#039;-dorf&#039;&#039; erinnern teilweise an frühmittelalterliche Siedlungsgründungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Gräberfelder zeigen, dass sich alemannische und romanisierte Bevölkerungsgruppen über längere Zeit begegneten und vermischten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fränkische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 6. Jahrhundert gelangte das Gebiet unter die Herrschaft der Franken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum wurde in Grafschaften und Gaue gegliedert. Der Zürichgau umfasste zeitweise ein wesentlich grösseres Gebiet als der heutige Kanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fränkischen Könige und später die Karolinger stützten ihre Herrschaft auf Grafen, Kirchen und Klöster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christianisierung und Klöster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christianisierung setzte bereits in spätrömischer Zeit ein, wurde aber im Frühmittelalter erneuert und ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen, Klöster und Stifte wurden zu religiösen, wirtschaftlichen und politischen Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Institutionen gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Grossmünster]];&lt;br /&gt;
* das [[Fraumünster]];&lt;br /&gt;
* das Kloster [[Rheinau ZH|Rheinau]];&lt;br /&gt;
* das Kloster [[Kappel am Albis]];&lt;br /&gt;
* das Kloster [[Rüti ZH|Rüti]];&lt;br /&gt;
* zahlreiche Pfarrkirchen und kleinere geistliche Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König Ludwig der Deutsche gründete 853 das Fraumünsterstift. Dessen Äbtissin erhielt umfangreichen Grundbesitz und wichtige Rechte in Zürich und der Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grossmünsterstift entwickelte sich ebenfalls zu einem bedeutenden Grundherrn, Bildungszentrum und Träger kirchlicher Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adelsherrschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter war das Gebiet politisch stark zersplittert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundbesitz und Herrschaftsrechte lagen bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Herzögen von Schwaben;&lt;br /&gt;
* den [[Zähringer]]n;&lt;br /&gt;
* den Grafen von [[Kyburg]];&lt;br /&gt;
* den [[Habsburger]]n;&lt;br /&gt;
* den Grafen von Rapperswil;&lt;br /&gt;
* geistlichen Stiften und Klöstern;&lt;br /&gt;
* lokalen Adelsfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrschaft bestand nicht als einheitliches Territorium. Gerichtsbarkeit, Grundbesitz, Kirchenrechte, Zölle und militärische Rechte konnten verschiedenen Herren gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsfreiheit der Stadt Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Zähringer im Jahr 1218 wurde Zürich reichsunmittelbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt unterstand damit unmittelbar dem König beziehungsweise Kaiser und nicht mehr einem regionalen Fürsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichsfreiheit förderte die Entwicklung einer selbstständigen Stadtgemeinde mit Rat, Gericht und eigener Aussenpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Macht lag zunächst vor allem bei adligen und kaufmännischen Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städte und Märkte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Zürich entwickelten sich weitere Städte und befestigte Marktorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutend waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Winterthur]];&lt;br /&gt;
* [[Eglisau]];&lt;br /&gt;
* [[Bülach]];&lt;br /&gt;
* [[Regensberg]];&lt;br /&gt;
* [[Grüningen]];&lt;br /&gt;
* [[Greifensee]];&lt;br /&gt;
* [[Andelfingen]];&lt;br /&gt;
* [[Elgg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winterthur stand lange unter kyburgischer und habsburgischer Herrschaft und entwickelte sich zu einem wichtigen regionalen Markt- und Gewerbezentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zunftrevolution und Stadtstaat ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brunsche Zunftverfassung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1336 führte Ritter Rudolf Brun mit Unterstützung der Handwerkerzünfte eine neue politische Ordnung in Zürich ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte Brunsche Zunftverfassung begrenzte die Macht der alten patrizischen Ratsfamilien. Handwerker und Gewerbetreibende erhielten über die Zünfte eine politische Vertretung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Brun wurde erster Bürgermeister auf Lebenszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zunftverfassung blieb mit zahlreichen Veränderungen bis zum Ende des alten Stadtstaats 1798 eine Grundlage der politischen Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnis von 1351 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1351 schloss Zürich ein Bündnis mit Luzern, Uri, Schwyz und Unterwalden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich wurde damit zum fünften Ort der Eidgenossenschaft. Das Bündnis richtete sich unter anderem gegen die Habsburger, mit denen die Stadt in Konflikt stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung erhöhte Zürichs militärisches und politisches Gewicht. Wegen seiner Bevölkerung, seiner Wirtschaftskraft und seiner Lage wurde Zürich bald zu einem führenden eidgenössischen Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau des Territoriums ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem 14. und frühen 16. Jahrhundert erwarb die Stadt Zürich Herrschaftsrechte über weite Teile der umliegenden Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwerbungen erfolgten durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kauf;&lt;br /&gt;
* Verpfändung;&lt;br /&gt;
* Übernahme von Vogteien;&lt;br /&gt;
* Bündnisse;&lt;br /&gt;
* militärische Eroberung;&lt;br /&gt;
* Erwerb von Gerichts- und Steuerrechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Gebieten gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Auswahl bedeutender zürcherischer Herrschaftsgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gebiet&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Erwerb oder Übergang&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Greifensee&lt;br /&gt;
| 1402&lt;br /&gt;
| Herrschaft im Zürcher Oberland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grüningen&lt;br /&gt;
| 1408&lt;br /&gt;
| Bedeutende Landvogtei im Südosten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Regensberg&lt;br /&gt;
| 1409&lt;br /&gt;
| Gebiet im Zürcher Unterland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grafschaft Kyburg&lt;br /&gt;
| 1424, endgültig 1452&lt;br /&gt;
| Grosses Herrschaftsgebiet zwischen Zürich und Winterthur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Andelfingen&lt;br /&gt;
| 1434&lt;br /&gt;
| Gebiet im Zürcher Weinland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Knonaueramt&lt;br /&gt;
| im 15. Jahrhundert schrittweise&lt;br /&gt;
| Herrschaftsgebiet südwestlich der Stadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eglisau&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| Kontrolle eines wichtigen Rheinübergangs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Winterthur&lt;br /&gt;
| 1467&lt;br /&gt;
| Bedeutende Stadt und Wirtschaftsraum&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Reformation besass Zürich ein Territorium, das in seinen Grundzügen dem späteren Kanton entsprach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wurde in Landvogteien, Obervogteien und Gerichtsherrschaften gegliedert. Die Landvögte stammten gewöhnlich aus der städtischen Bürgerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter Zürichkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Grafen von Toggenburg im Jahr 1436 stritten Zürich und Schwyz um Erbansprüche und Einflussgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich schloss 1442 ein Bündnis mit dem habsburgischen König Friedrich III. Dies wurde von den übrigen eidgenössischen Orten als Bruch der gemeinsamen Verpflichtungen betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Alter Zürichkrieg|Alte Zürichkrieg]] dauerte mit Unterbrechungen von 1436 bis 1450.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Ereignissen gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Niederlage Zürichs am Etzel;&lt;br /&gt;
* die Schlacht bei St. Jakob an der Sihl 1443;&lt;br /&gt;
* die Belagerung von Greifensee und die Hinrichtung seiner Besatzung 1444;&lt;br /&gt;
* französische Beteiligung und die Schlacht bei St. Jakob an der Birs;&lt;br /&gt;
* wiederholte Verwüstungen in der Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frieden von 1450 beendete den Krieg. Zürich gab das Bündnis mit Habsburg auf und blieb Mitglied der Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt zeigte, dass Zürich seine Interessen nicht dauerhaft gegen die übrigen eidgenössischen Orte durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waldmannhandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister [[Hans Waldmann]] versuchte im späten 15. Jahrhundert, Verwaltung und Herrschaft zu straffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Politik belastete das Verhältnis zwischen Stadt und Landschaft. Verbote, wirtschaftliche Eingriffe und die als willkürlich wahrgenommene Regierung führten zu Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1489 zogen bewaffnete Untertanen vor die Stadt. Waldmann wurde verhaftet, verurteilt und hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sogenannten Waldmannhandel musste die Stadt der Landschaft Zugeständnisse machen. Die politische Vorherrschaft der städtischen Bürgerschaft blieb jedoch bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reformation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Huldrych Zwingli ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1519 trat Huldrych Zwingli sein Amt als Leutpriester am Grossmünster an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er forderte eine Erneuerung der Kirche auf Grundlage der Bibel und kritisierte unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Ablasshandel;&lt;br /&gt;
* das Söldnerwesen;&lt;br /&gt;
* die Verehrung von Heiligenbildern;&lt;br /&gt;
* den Pflichtzölibat;&lt;br /&gt;
* die kirchliche Fastenordnung;&lt;br /&gt;
* die Autorität des Papstes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt unterstützte schrittweise die neue Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Disputationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1523 fanden zwei öffentliche Disputationen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ersten Disputation gestattete der Rat die Predigt nach der Bibel. Die zweite Disputation behandelte Bilder und Messe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Messe abgeschafft;&lt;br /&gt;
* Bilder aus den Kirchen entfernt;&lt;br /&gt;
* Klöster aufgehoben oder umgewandelt;&lt;br /&gt;
* kirchliche Güter staatlich verwaltet;&lt;br /&gt;
* das Schul- und Armenwesen neu organisiert;&lt;br /&gt;
* eine reformierte Kirchenordnung geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation war nicht nur eine religiöse Bewegung. Sie führte zu einer engen Verbindung von Kirche und Staat. Der Rat bestimmte wesentlich über Lehre, Organisation und kirchliche Ämter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2018/07/die-reformation-wirkt-weiter.html Die Reformation wirkt weiter], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Täuferbewegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil von Zwinglis früheren Anhängern verlangte eine radikalere Reformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Täufer lehnten die Kindertaufe ab und forderten eine Gemeinde freiwillig getaufter Gläubiger. Manche lehnten zudem Eide, Militärdienst und die enge Verbindung von Kirche und Staat ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Rat verfolgte die Bewegung. Täufer wurden ausgewiesen, inhaftiert oder hingerichtet. Felix Manz wurde 1527 in der Limmat ertränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kappelerkriege ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konfessionellen Spannungen innerhalb der Eidgenossenschaft führten zu den Kappelerkriegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erste Kappelerkrieg von 1529 endete ohne grössere Schlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Kappelerkrieg wurde das Zürcher Heer am 11. Oktober 1531 bei [[Kappel am Albis]] besiegt. Zwingli fiel in der Schlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweite Kappeler Landfriede begrenzte die weitere Ausbreitung der Zürcher Reformation und stärkte die katholischen Orte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heinrich Bullinger ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zwinglis Tod wurde [[Heinrich Bullinger]] dessen Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bullinger stabilisierte die reformierte Kirche, pflegte ein weitreichendes europäisches Korrespondenznetz und wirkte an der theologischen Annäherung zwischen Zürich und Genf mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich wurde zu einem bedeutenden Zentrum des europäischen Protestantismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadt und Landschaft im Ancien Régime ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1798 blieb der Kanton ein von der Stadt beherrschter Stadtstaat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Teil der Bewohner der Stadt besass das volle Bürgerrecht. Die Bevölkerung der Landschaft war von wichtigen politischen Entscheidungen ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die städtischen Räte entschieden über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesetzgebung;&lt;br /&gt;
* Steuern;&lt;br /&gt;
* Aussenpolitik;&lt;br /&gt;
* Militär;&lt;br /&gt;
* Kirche;&lt;br /&gt;
* höhere Gerichte;&lt;br /&gt;
* Ernennung der Landvögte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dörfer und Gemeinden verfügten jedoch über begrenzte Selbstverwaltungsrechte. Sie verwalteten unter anderem Allmenden, Wälder, Gemeindegüter und lokale Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedliche Rechtsstellung von Stadt und Land bildete über Jahrhunderte eine Quelle politischer Spannungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft des alten Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bevölkerung lebte von der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Weinland, am Zürichsee und im Limmattal war der Weinbau verbreitet. Im Unterland, im Knonaueramt und in Teilen des Oberlands wurden Getreide, Obst und Vieh produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsame Weiden, Wälder und Allmenden spielten für die dörfliche Wirtschaft eine grosse Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Textiles Verlagssystem ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jahrhundert verbreitete sich die textile Heimindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Städtische Kaufleute lieferten Baumwolle oder Seide an Familien auf der Landschaft. Diese versponnen und verwoben das Material in ihren Häusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimindustrie war besonders verbreitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Zürcher Oberland;&lt;br /&gt;
* im Tösstal;&lt;br /&gt;
* im Glatttal;&lt;br /&gt;
* am Zürichsee;&lt;br /&gt;
* im Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verband die ländliche Bevölkerung mit internationalen Absatzmärkten und bereitete den späteren Übergang zur Fabrikindustrie vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Entwicklung führte zugleich zu einer stärkeren Abhängigkeit von Kaufleuten, Weltmarktpreisen und ausländischen Rohstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufklärung und Stäfnerhandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert entwickelten sich in Zürich aufklärerische und patriotische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelehrte, Geistliche und Kaufleute diskutierten Erziehung, Naturwissenschaft, Wirtschaft und politische Reformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Landschaft wuchs die Kritik an der politischen Bevorzugung der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1794 verlangten Bürger aus Stäfa unter Berufung auf ältere Urkunden mehr wirtschaftliche und politische Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung reagierte mit Verhaftungen und militärischer Besetzung. Der [[Stäfnerhandel]] wurde zu einem wichtigen Vorzeichen des Zusammenbruchs der alten Herrschaftsordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Helvetische Revolution ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenbruch des Stadtstaats ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einmarsch französischer Truppen und revolutionäre Bewegungen führten 1798 zum Ende der Alten Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Landschaft verlangte politische Gleichberechtigung. Die städtische Regierung musste auf ihre Herrschaftsrechte verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helvetische Republik schaffte die rechtlichen Unterschiede zwischen Stadtbürgern und Landbewohnern grundsätzlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich wurde zu einem Verwaltungsbezirk des zentralistischen Einheitsstaats. Das Gebiet wurde in Distrikte gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsjahr 1799 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Koalitionskriegs wurde der Kanton Zürich zum Kriegsschauplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ersten Schlacht bei Zürich im Juni 1799 wurden die französischen Truppen von österreichischen und russischen Verbänden zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zweiten Schlacht bei Zürich im September 1799 besiegte der französische General André Masséna die russisch-österreichischen Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einquartierungen, Truppendurchzüge, Plünderungen und Abgaben belasteten die Bevölkerung schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung der Helvetik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helvetische Republik war politisch instabil und von der französischen Macht abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch führte sie moderne Grundsätze ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rechtsgleichheit;&lt;br /&gt;
* einheitliches Bürgerrecht;&lt;br /&gt;
* Gewaltentrennung;&lt;br /&gt;
* Abschaffung der Untertanengebiete;&lt;br /&gt;
* staatlich geordnete Verwaltung;&lt;br /&gt;
* öffentliche Gesetzgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Grundsätze konnten erst im 19. Jahrhundert dauerhaft verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediationszeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon Bonaparte beendete 1803 die Helvetische Republik und gab der Schweiz mit der Mediationsakte erneut eine föderalistische Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Zürich bedeutete 1803 einen staatspolitischen Neubeginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton erhielt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine eigene Verfassung;&lt;br /&gt;
* einen Grossen Rat;&lt;br /&gt;
* einen Kleinen Rat als Regierung;&lt;br /&gt;
* kantonale Gerichte;&lt;br /&gt;
* eine einheitliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* eine Gliederung in Bezirke;&lt;br /&gt;
* öffentlich zugängliche Gesetze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtsgleichheit von Stadt und Landschaft blieb grundsätzlich bestehen, obwohl wohlhabende Bevölkerungsschichten politisch bevorzugt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;actum&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/politik-staat/recherche-im-staatsarchiv/z%C3%BCrcher-geschichte/staatsarchiv_zuerich_actum_1803.pdf &#039;&#039;Actum 1803 – Der moderne Kanton Zürich wird geboren&#039;&#039;], Staatsarchiv des Kantons Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 wurde ein kantonales Landjägerkorps gegründet, aus dem die heutige Kantonspolizei hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Restauration ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft erhielt Zürich 1814 eine konservativere Verfassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich erhielt wieder ein überproportionales politisches Gewicht. Wohlhabende und städtische Gruppen dominierten die Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Errungenschaften von 1798 und 1803 wurden jedoch nicht vollständig beseitigt. Der einheitliche Kanton, die Bezirke, die zentrale Verwaltung und die grundsätzliche Rechtsordnung blieben bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Landschaft wuchs die Unzufriedenheit mit der politischen Ungleichheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ustertag und Regeneration ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ustertag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. November 1830 versammelten sich rund 10&#039;000 Männer auf dem Zimikerhügel bei Uster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie forderten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine gerechte Vertretung der Landschaft;&lt;br /&gt;
* Volkssouveränität;&lt;br /&gt;
* Rechtsgleichheit;&lt;br /&gt;
* Pressefreiheit;&lt;br /&gt;
* öffentliche Beratung der Behörden;&lt;br /&gt;
* Reformen in Bildung, Verwaltung und Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versammlung verlief friedlich. Der politische Druck zwang die Regierung zur Einleitung einer Verfassungsreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassung von 1831 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. März 1831 nahm das Zürcher Volk die neue Verfassung an. Sie trug das Datum des 10. März 1831.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung beseitigte die politische Vorherrschaft der Stadt und erklärte die Gesamtheit der Kantonsbürger zum Souverän.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Neuerungen gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gleichstellung von Stadt und Land;&lt;br /&gt;
* repräsentative Demokratie;&lt;br /&gt;
* Gewaltentrennung;&lt;br /&gt;
* öffentliche Sitzungen des Grossen Rats;&lt;br /&gt;
* allgemeineres männliches Wahlrecht;&lt;br /&gt;
* moderne Kantonsverwaltung;&lt;br /&gt;
* Ausbau der Gemeinden und Bezirke;&lt;br /&gt;
* umfassende Reformen des Bildungswesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung gilt als Grundlage des liberalen Kantons Zürich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2006/04/082erneuerun.html Vor 175 Jahren: Totale Erneuerung des Kantons Zürich], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildungsreformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsgesetz von 1832 schuf eine staatlich organisierte Volksschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es führte eine allgemeine sechsjährige Schulpflicht ein und stärkte weltliche Unterrichtsfächer wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geschichte;&lt;br /&gt;
* Geografie;&lt;br /&gt;
* Naturkunde;&lt;br /&gt;
* Rechnen;&lt;br /&gt;
* deutsche Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausbildung der Lehrkräfte wurde 1832 das Lehrerseminar in Küsnacht gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 gründete der Kanton die [[Universität Zürich]]. Sie vereinigte bestehende höhere Lehranstalten und neue Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildungsreformen sollten Wissen verbreiten, wirtschaftlichen Fortschritt fördern und politisch urteilsfähige Bürger heranbilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2007/05/schulelebt.html «Die Schule lebt!» – 175 Jahre Zürcher Volksschule], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Züriputsch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die liberale Regierung berief 1839 den deutschen Theologen David Friedrich Strauss an die Universität Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein religionskritisches Werk &#039;&#039;Das Leben Jesu&#039;&#039; löste starken Widerstand konservativer und kirchlicher Kreise aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Regierung Strauss noch vor seinem Amtsantritt pensionierte, marschierten am 6. September 1839 mehrere tausend bewaffnete Landbewohner nach Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Zusammenstössen kamen Menschen ums Leben. Die liberale Regierung trat zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Züriputsch brachte vorübergehend eine konservative Regierung an die Macht. Die liberalen Institutionen und die Verfassung von 1831 blieben jedoch grundsätzlich bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017242/ Züriputsch], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zürich und der Bundesstaat von 1848 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich gehörte zu den wirtschaftlich und politisch einflussreichsten liberalen Kantonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton unterstützte die Schaffung des schweizerischen Bundesstaats von 1848.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürcher Politiker wie [[Jonas Furrer]] und [[Alfred Escher]] spielten auf Bundesebene eine bedeutende Rolle. Furrer wurde erster Bundespräsident der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesverfassung schuf einen einheitlicheren Wirtschaftsraum, gemeinsame Währungen und bessere Voraussetzungen für Verkehr, Handel und Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Industrialisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mechanisierung der Textilproduktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung knüpfte an die bestehende Heimindustrie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem frühen 19. Jahrhundert entstanden mechanische Spinnereien. Wasserräder und später Turbinen trieben die Maschinen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikstandorte entwickelten sich besonders entlang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der [[Töss]];&lt;br /&gt;
* der [[Jona (Fluss)|Jona]];&lt;br /&gt;
* der Glatt;&lt;br /&gt;
* der Kempt;&lt;br /&gt;
* des Aabachs;&lt;br /&gt;
* zahlreicher Bäche im Zürcher Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentren der Textilindustrie waren unter anderem Uster, Wetzikon, Rüti, Wald, Bauma und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fabrikarbeit verdrängte schrittweise das häusliche Spinnen und Weben. Sie führte zu neuen sozialen Abhängigkeiten, langen Arbeitszeiten und einer stärkeren Trennung von Wohn- und Arbeitsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maschinenindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Bau und Unterhalt von Textilmaschinen entwickelte sich eine bedeutende Maschinenindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Unternehmen entstanden in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Winterthur;&lt;br /&gt;
* Zürich;&lt;br /&gt;
* Oerlikon;&lt;br /&gt;
* Rüti;&lt;br /&gt;
* Uster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winterthur entwickelte sich mit Unternehmen wie Sulzer und der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik zu einem international bedeutenden Industriezentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oerlikon entstand seit dem späten 19. Jahrhundert ein Schwerpunkt der Maschinen- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seidenindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region Zürich war zudem ein bedeutendes Zentrum der Seidenindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufleute, Fabrikanten und Heimarbeiter produzierten Seidenstoffe für internationale Märkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang der Zürcher Seidenindustrie setzte nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 ein und beschleunigte sich nach der Ölkrise der 1970er-Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2013/06/146_seidenindustrie.html Geschichte der Zürcher Seidenindustrie erforschen], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisenbahnbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. August 1847 wurde die sogenannte Spanisch-Brötli-Bahn zwischen Zürich und Baden eröffnet. Sie war die erste vollständig auf Schweizer Gebiet gelegene Eisenbahnlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1850er- und 1860er-Jahren entstand ein dichtes Netz von Bahnverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Linien verbanden Zürich mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Winterthur;&lt;br /&gt;
* Uster;&lt;br /&gt;
* Rapperswil;&lt;br /&gt;
* Schaffhausen;&lt;br /&gt;
* Bülach;&lt;br /&gt;
* Zug;&lt;br /&gt;
* Luzern;&lt;br /&gt;
* dem Aargau und Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn verbilligte den Transport von Kohle, Rohstoffen, Lebensmitteln und Industrieprodukten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bahnhöfe wurden zu neuen Siedlungs- und Industriezentren. Gemeinden wie Oerlikon, Uster, Wallisellen, Dietikon und Winterthur wuchsen stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== System Alfred Escher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Escher prägte die Zürcher und schweizerische Politik während der Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er förderte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eisenbahnbau;&lt;br /&gt;
* wirtschaftliche Liberalisierung;&lt;br /&gt;
* Gründung moderner Banken;&lt;br /&gt;
* technische Bildung;&lt;br /&gt;
* den Bau der Gotthardbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine politischen Gegner kritisierten die enge Verbindung von Regierung, Parlament, Wirtschaft und Eisenbahngesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das als «System Escher» bezeichnete Netzwerk wurde zum Hauptziel der demokratischen Bewegung der 1860er-Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demokratische Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Demokratische Bewegung verlangte eine stärkere unmittelbare Beteiligung des Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung fand sie besonders bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handwerkern;&lt;br /&gt;
* Bauern;&lt;br /&gt;
* Arbeitern;&lt;br /&gt;
* Lehrern;&lt;br /&gt;
* kleineren Unternehmern;&lt;br /&gt;
* Gegnern der liberalen Führungsschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Winterthur erschien die Zeitung &#039;&#039;Der Landbote&#039;&#039; als wichtiges Organ der Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 und 1868 fanden grosse Volksversammlungen statt. Im Januar 1868 stimmte das Volk mit deutlicher Mehrheit für eine Totalrevision der Kantonsverfassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfassung von 1869 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1869 nahmen die Stimmberechtigten die neue Kantonsverfassung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie führte eine weitreichende direkte Demokratie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den zentralen Neuerungen gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* obligatorisches Referendum über Gesetze;&lt;br /&gt;
* Volksinitiative;&lt;br /&gt;
* direkte Wahl des Regierungsrats;&lt;br /&gt;
* Ausbau der Volksrechte;&lt;br /&gt;
* soziale und wirtschaftliche Staatsaufgaben;&lt;br /&gt;
* stärkere demokratische Kontrolle der Behörden;&lt;br /&gt;
* Förderung von Bildung und öffentlicher Infrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung von 1869 galt als eine der fortschrittlichsten Kantonsverfassungen ihrer Zeit. Sie blieb, mehrfach geändert, bis Ende 2005 in Kraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassungsgeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/politik-staat/recherche-im-staatsarchiv/z%C3%BCrcher-geschichte/zh_verfassungsgeschichte.pdf &#039;&#039;Kleine Zürcher Verfassungsgeschichte 1218–2000&#039;&#039;], Staatsarchiv des Kantons Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeiterbewegung und soziale Frage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung schuf eine wachsende Arbeiterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnungsnot, tiefe Löhne, lange Arbeitszeiten, Kinderarbeit und fehlende soziale Absicherung führten zu politischen Konflikten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeiter gründeten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildungsvereine;&lt;br /&gt;
* Gewerkschaften;&lt;br /&gt;
* Konsumvereine;&lt;br /&gt;
* Krankenkassen;&lt;br /&gt;
* Genossenschaften;&lt;br /&gt;
* sozialdemokratische Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fabrikgesetzgebung beschränkte schrittweise Arbeitszeiten und Kinderarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich und Industrieorte wie Winterthur, Oerlikon, Rüti und Uster entwickelten sich zu Zentren der Arbeiterbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urbanisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich wuchs im späten 19. Jahrhundert weit über ihre historischen Grenzen hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 wurden elf Vorortsgemeinden mit der Stadt vereinigt. Dazu gehörten Aussersihl, Enge, Fluntern, Hirslanden, Hottingen, Oberstrass, Riesbach, Unterstrass, Wiedikon, Wipkingen und Wollishofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 folgte eine zweite Eingemeindung mit Albisrieden, Altstetten, Höngg, Affoltern, Oerlikon, Schwamendingen, Seebach und Witikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Winterthur und die Gemeinden im Limmattal, Glatttal und am Zürichsee wuchsen stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung führte zu einem zusammenhängenden städtischen Raum, der sich zunehmend über Gemeindegrenzen erstreckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik im frühen 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 wurde für die Wahl des Kantonsrats das Verhältniswahlverfahren eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch konnten Sozialdemokraten, Bauernparteien und weitere politische Kräfte ihre Wähleranteile besser in Mandate umsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Mitglieder des Kantonsrats wurde 1934 auf 180 festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonsrat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kantonsrat.zh.ch/kurz-erklaert/lexikon/geschichte-kantonsrat Geschichtliches zum Kantonsrat], Kantonsrat Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landesstreik von 1918 wurde in Zürich stark unterstützt. Militär sicherte wichtige Einrichtungen, während Arbeiter unter anderem kürzere Arbeitszeiten, soziale Reformen und das Frauenstimmrecht forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwischenkriegszeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise traf den exportorientierten Kanton schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textil-, Maschinen- und Bauindustrie verloren Aufträge. Die Arbeitslosigkeit stieg, und zahlreiche Unternehmen gerieten in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten, Bürgerlichen, Kommunisten und rechtsextremen Gruppen verschärften sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich wurde zeitweise von einer sozialdemokratisch geprägten Regierung geführt und erhielt den Beinamen «Rotes Zürich».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig entstanden kommunale Wohnsiedlungen, soziale Einrichtungen und moderne Infrastrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche Zürcher zum Aktivdienst eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton war ein wichtiges Zentrum für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rüstungs- und Maschinenindustrie;&lt;br /&gt;
* Finanzwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Versorgung;&lt;br /&gt;
* Verkehr;&lt;br /&gt;
* militärische Organisation;&lt;br /&gt;
* Aufnahme von Flüchtlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensmittel und Treibstoffe wurden rationiert. Landwirtschaftliche Flächen wurden im Rahmen des Plan Wahlen intensiver genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flüchtlingspolitik und die wirtschaftlichen Beziehungen zu den kriegführenden Staaten wurden später kritisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton blieb von direkten Kriegshandlungen weitgehend verschont, obwohl es einzelne Verletzungen des Luftraums und irrtümliche Bombenabwürfe gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 setzte ein starkes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausländische Arbeitskräfte kamen insbesondere aus Italien, Spanien, Portugal, dem ehemaligen Jugoslawien und später aus weiteren Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohngebiete entstanden im:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Glatttal;&lt;br /&gt;
* Limmattal;&lt;br /&gt;
* Zürcher Oberland;&lt;br /&gt;
* Knonaueramt;&lt;br /&gt;
* Unterland;&lt;br /&gt;
* Raum Winterthur;&lt;br /&gt;
* Gebiet entlang des Zürichsees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der steigende Wohlstand förderte Automobilverkehr, Eigenheimbau, Konsum und den Ausbau öffentlicher Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flughafen Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zivile Flugverkehr konzentrierte sich zunächst auf den Flugplatz Dübendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde der neue interkontinentale Flughafen bei Kloten eröffnet. Er entwickelte sich zum grössten Flughafen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen stärkte Zürich als internationalen Wirtschafts- und Dienstleistungsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ausbau führte zugleich zu langjährigen Konflikten über Fluglärm, Raumplanung, Umweltschutz und die Beziehungen zu den Nachbarkantonen und zu Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturwandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er- und 1970er-Jahren verlor die traditionelle Textilindustrie stark an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Maschinen- und Metallunternehmen bauten Arbeitsplätze ab, wurden umstrukturiert oder verlagerten ihre Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchsen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Banken und Versicherungen;&lt;br /&gt;
* Handel;&lt;br /&gt;
* Unternehmensberatung;&lt;br /&gt;
* Informatik;&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Bildung und Forschung;&lt;br /&gt;
* Flughafenwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Medien;&lt;br /&gt;
* internationale Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich entwickelte sich von einem Industrie- zu einem Dienstleistungs- und Wissenskanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industriegebiete in Zürich-West, Oerlikon, Winterthur und weiteren Gemeinden wurden zu Wohn-, Büro-, Bildungs- und Kulturquartieren umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenstimmrecht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Frauenstimmrechts scheiterte im Kanton Zürich mehrfach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 erhielten die Gemeinden die Möglichkeit, das Frauenstimmrecht für kommunale Angelegenheiten einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. November 1970 stimmten die Zürcher Männer dem kantonalen Frauenstimm- und Wahlrecht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kantonsratswahlen von 1971 wurden erstmals Frauen in das Parlament gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonsrat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gleichstellung entwickelte sich danach schrittweise weiter. Frauen übernahmen Ämter in Gemeinderäten, Kantonsrat, Regierungsrat, Gerichten und Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt- und Verkehrsfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Wachstum führte seit der Nachkriegszeit zu Belastungen von Luft, Wasser, Boden und Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
See- und Flusswasser waren durch Abwässer und Nährstoffe verschmutzt. Der Ausbau von Kläranlagen verbesserte die Wasserqualität seit den 1960er-Jahren erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue politische Bewegungen setzten sich gegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Autobahnprojekte;&lt;br /&gt;
* Zersiedelung;&lt;br /&gt;
* Kernkraftwerke;&lt;br /&gt;
* Waldsterben;&lt;br /&gt;
* Gewässerverschmutzung;&lt;br /&gt;
* Verlust von Natur- und Kulturlandschaften ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 bewilligte das Zürcher Volk einen Kredit von 523 Millionen Franken für den Aufbau der S-Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Mai 1990 nahm die [[S-Bahn Zürich]] ihren Betrieb auf. Sie wurde zu einem wichtigen Element der kantonalen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassungsgeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugendunruhen von 1980 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1980 kam es in der Stadt Zürich zu Jugendprotesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auslöser waren unter anderem hohe öffentliche Ausgaben für das Opernhaus und das Fehlen selbstverwalteter Räume für alternative Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung forderte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* autonome Kulturzentren;&lt;br /&gt;
* Freiräume;&lt;br /&gt;
* eine andere Kulturpolitik;&lt;br /&gt;
* weniger polizeiliche Kontrolle;&lt;br /&gt;
* gesellschaftliche Mitbestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzungen führten zu Demonstrationen, Strassenschlachten und politischen Debatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Autonome Jugendzentrum wurde mehrfach geöffnet und geschlossen. Die Bewegung beeinflusste die Zürcher Kulturpolitik nachhaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Kantonsverfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung von 1869 war im Verlauf von mehr als einem Jahrhundert durch zahlreiche Einzelrevisionen verändert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 beschlossen die Stimmberechtigten die Einleitung einer Totalrevision. Im Jahr 2000 wurde ein hundertköpfiger Verfassungsrat gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 2005 nahm das Volk den neuen Verfassungsentwurf mit 185&#039;728 Ja- gegen 103&#039;368 Nein-Stimmen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Verfassung trat am 1. Januar 2006 in Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2005/06/146_verfassungsfeier.html Neue Kantonsverfassung: Abschlussanlass des Verfassungsrates], Kanton Zürich, 15. Juni 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie enthält unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen modernen Grundrechtskatalog;&lt;br /&gt;
* Bestimmungen über soziale Ziele;&lt;br /&gt;
* Regeln für nachhaltige Entwicklung;&lt;br /&gt;
* eine systematische Ordnung der Volksrechte;&lt;br /&gt;
* Bestimmungen über Kanton, Gemeinden und Kirchen;&lt;br /&gt;
* klare Grundlagen für Behörden und Gerichte;&lt;br /&gt;
* das Öffentlichkeitsprinzip;&lt;br /&gt;
* Anerkennung jüdischer Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die direktdemokratische Grundordnung von 1869 blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Kanton im 21. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Zürich ist heute der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Kanton der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Trennung zwischen Stadt und Landschaft besteht politisch nicht mehr. Unterschiede zwischen urbanen, suburbanen und ländlichen Gebieten beeinflussen jedoch weiterhin Abstimmungen, Wahlen und Raumplanung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den prägenden Themen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevölkerungswachstum;&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau und Bodenpreise;&lt;br /&gt;
* Ausbau des öffentlichen Verkehrs;&lt;br /&gt;
* Flughafenpolitik;&lt;br /&gt;
* Digitalisierung;&lt;br /&gt;
* Klimaschutz;&lt;br /&gt;
* Energieversorgung;&lt;br /&gt;
* Integration;&lt;br /&gt;
* Verhältnis zwischen Kanton und Gemeinden;&lt;br /&gt;
* Schutz historischer Ortsbilder und Landschaften;&lt;br /&gt;
* internationale Wettbewerbsfähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft stützt sich auf Finanzdienstleistungen, Industrie, Forschung, Bildung, Gesundheitswesen, Handel, Logistik, Medien, Informatik und zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Zürich, ETH Zürich, Fachhochschulen und Forschungsinstitutionen machen den Kanton zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Staatsordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Politische Grundordnungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Staatsform&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Kennzeichen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bis 1218&lt;br /&gt;
| Herrschaftsgebiet im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
| Einfluss von Herzögen, Grafen, Klöstern und Stiften&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1218–1336&lt;br /&gt;
| Reichsstadt&lt;br /&gt;
| Wachsende Selbstständigkeit der Stadt Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1336–1798&lt;br /&gt;
| Zunftgeprägter Stadtstaat&lt;br /&gt;
| Städtische Herrschaft über die Landschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798–1803&lt;br /&gt;
| Teil der Helvetischen Republik&lt;br /&gt;
| Zentralstaat, rechtliche Gleichstellung von Stadt und Land&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803–1814&lt;br /&gt;
| Mediationskanton&lt;br /&gt;
| Föderalistische Ordnung und moderner kantonaler Behördenaufbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1814–1831&lt;br /&gt;
| Restaurationskanton&lt;br /&gt;
| Erneute politische Bevorzugung der Stadt und wohlhabender Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1831–1869&lt;br /&gt;
| Liberaler Repräsentativstaat&lt;br /&gt;
| Rechtsgleichheit, Gewaltentrennung und Ausbau von Bildung und Verwaltung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1869–2005&lt;br /&gt;
| Direktdemokratischer Kanton&lt;br /&gt;
| Referendum, Initiative und direkte Wahl der Regierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 2006&lt;br /&gt;
| Kanton nach der neuen Verfassung&lt;br /&gt;
| Moderne Grundrechte und Fortführung der direkten Demokratie&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Landschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte verlief innerhalb des Kantons nicht überall gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Historische Teilräume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Gebiet&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Historische Merkmale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stadt Zürich&lt;br /&gt;
| Politisches Zentrum, Reichsstadt, Reformationsstadt und später Finanz- und Dienstleistungszentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Winterthur&lt;br /&gt;
| Kyburgisch-habsburgische Stadt, seit 1467 zürcherisch und später bedeutendes Industriezentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zürcher Oberland&lt;br /&gt;
| Kloster- und Herrschaftsgebiete, textile Heimindustrie und frühe Fabrikindustrialisierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zürcher Weinland&lt;br /&gt;
| Landwirtschaft, Weinbau, Rheinverkehr und verschiedene geistliche Grundherrschaften&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zürcher Unterland&lt;br /&gt;
| Landwirtschaft, Marktorte, Verkehrswege und spätere Flughafenregion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Knonaueramt&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftlich geprägte Region mit engen Beziehungen zu Zug und Luzern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zürichsee&lt;br /&gt;
| Weinbau, Schifffahrt, Heimindustrie, frühe politische Opposition und spätere Wohnregion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Limmattal&lt;br /&gt;
| Verkehrsachse, römische Besiedlung, Industrie und starkes Wachstum im 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Glatttal&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftliche Ebene, Industrialisierung, Flughafenwirtschaft und moderne Agglomeration&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungskultur und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Kantons wird durch zahlreiche Institutionen erforscht und vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv des Kantons Zürich;&lt;br /&gt;
* Kantonsarchäologie;&lt;br /&gt;
* Zentralbibliothek Zürich;&lt;br /&gt;
* Schweizerisches Nationalmuseum;&lt;br /&gt;
* Stadtarchive und Gemeindearchive;&lt;br /&gt;
* Universität Zürich;&lt;br /&gt;
* lokale Museen und historische Gesellschaften;&lt;br /&gt;
* Zürcher Taschenbuch;&lt;br /&gt;
* Historisches Lexikon der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Staatsarchiv bewahrt Unterlagen der kantonalen Behörden und ihrer Vorgängerinstitutionen auf. Seine Bestände reichen bis ins Mittelalter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Fundstellen, Burgen, Klöster, Kirchen, Fabriken, Arbeiterhäuser, Verkehrsanlagen und historische Ortsbilder dokumentieren die unterschiedlichen Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Zeitraum oder Jahr&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;col&amp;quot; | Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab dem 5. Jahrtausend v. Chr.&lt;br /&gt;
| Bäuerliche Seeufersiedlungen entstehen an Zürich-, Greifen- und Pfäffikersee.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
| Eingliederung des Gebiets in das Römische Reich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1.–4. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Entwicklung von Turicum, Vitudurum und zahlreichen römischen Gutshöfen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.–7. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| Alemannische Besiedlung und Eingliederung in das Frankenreich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 853&lt;br /&gt;
| Gründung des Fraumünsterstifts durch Ludwig den Deutschen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1218&lt;br /&gt;
| Zürich wird reichsunmittelbar.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1336&lt;br /&gt;
| Rudolf Brun führt die Zunftverfassung ein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Mai 1351&lt;br /&gt;
| Zürich tritt der Eidgenossenschaft bei.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1402–1496&lt;br /&gt;
| Die Stadt erwirbt zahlreiche Herrschaften und baut ihr Territorium aus.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1436–1450&lt;br /&gt;
| Alter Zürichkrieg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1467&lt;br /&gt;
| Winterthur gelangt an Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1489&lt;br /&gt;
| Waldmannhandel und Hinrichtung Hans Waldmanns.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| Huldrych Zwingli beginnt seine Tätigkeit am Grossmünster.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1523&lt;br /&gt;
| Zürcher Disputationen leiten die staatliche Durchführung der Reformation ein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1527&lt;br /&gt;
| Hinrichtung des Täufers Felix Manz.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1531&lt;br /&gt;
| Zürcher Niederlage im Zweiten Kappelerkrieg; Tod Zwinglis.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1794–1795&lt;br /&gt;
| Stäfnerhandel.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Ende des Zürcher Stadtstaats und Eingliederung in die Helvetische Republik.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1799&lt;br /&gt;
| Erste und Zweite Schlacht bei Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
| Mediationsakte und Beginn des modernen Kantonsaufbaus.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1804&lt;br /&gt;
| Gründung des kantonalen Landjägerkorps.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1814&lt;br /&gt;
| Restaurationsverfassung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. November 1830&lt;br /&gt;
| Ustertag.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. März 1831&lt;br /&gt;
| Erlass der liberalen Kantonsverfassung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1832&lt;br /&gt;
| Unterrichtsgesetz und Aufbau der modernen Volksschule.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1833&lt;br /&gt;
| Gründung der Universität Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. September 1839&lt;br /&gt;
| Züriputsch.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1847&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Spanisch-Brötli-Bahn.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1848&lt;br /&gt;
| Zürich wird Gliedstaat des neuen schweizerischen Bundesstaats.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850er-Jahre&lt;br /&gt;
| Rascher Ausbau des Eisenbahnnetzes und der Fabrikindustrie.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. April 1869&lt;br /&gt;
| Annahme der demokratischen Kantonsverfassung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1893&lt;br /&gt;
| Erste grosse Eingemeindung in die Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1916&lt;br /&gt;
| Einführung des Verhältniswahlrechts für den Kantonsrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1918&lt;br /&gt;
| Landesstreik und soziale Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1934&lt;br /&gt;
| Zweite Zürcher Eingemeindung; Festlegung des Kantonsrats auf 180 Sitze.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939–1945&lt;br /&gt;
| Aktivdienst und Kriegswirtschaft während des Zweiten Weltkriegs.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Flughafens Zürich bei Kloten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. November 1970&lt;br /&gt;
| Annahme des kantonalen Frauenstimm- und Wahlrechts.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| Zürcher Jugendunruhen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Inbetriebnahme der Zürcher S-Bahn.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27. Februar 2005&lt;br /&gt;
| Annahme der neuen Kantonsverfassung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Januar 2006&lt;br /&gt;
| Inkrafttreten der heutigen Kantonsverfassung.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Zürich im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
* [[Zürich in der frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Reformation]]&lt;br /&gt;
* [[Huldrych Zwingli]]&lt;br /&gt;
* [[Alter Zürichkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Stäfnerhandel]]&lt;br /&gt;
* [[Ustertag]]&lt;br /&gt;
* [[Züriputsch]]&lt;br /&gt;
* [[Industrialisierung in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Textilindustrie im Zürcher Oberland]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Winterthurs]]&lt;br /&gt;
* [[Verfassung des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Politik im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007381/ Kanton Zürich im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/politik-staat/recherche-im-staatsarchiv/zuercher-geschichte.html Zürcher Geschichte beim Staatsarchiv des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/politik-staat/recherche-im-staatsarchiv/z%C3%BCrcher-geschichte/zh_verfassungsgeschichte.pdf Kleine Zürcher Verfassungsgeschichte 1218–2000]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/politik-staat/recherche-im-staatsarchiv/z%C3%BCrcher-geschichte/staatsarchiv_zuerich_actum_1803.pdf Actum 1803 – Der moderne Kanton Zürich wird geboren]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/sport-kultur/kultur/kulturerbe/archaeologie.html Kantonsarchäologie Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.kantonsrat.zh.ch/kurz-erklaert/lexikon/geschichte-kantonsrat Geschichte des Zürcher Kantonsrats]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/politik-staat/gesetze-beschluesse/gesetzessammlung/zhlex-ls/erlass-101-2005_02_27-2006_01_01-071.html Verfassung des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.staatsarchiv.zh.ch/ Staatsarchiv des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.zb.uzh.ch/ Zentralbibliothek Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.nationalmuseum.ch/ Schweizerisches Nationalmuseum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geschichte des Kantons Zurich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantonsgeschichte (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schweiz nach Kanton]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Bülach</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Bülach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Wappen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Bülach COA.svg|80px|Wappen von Bülach]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bezirk Bülach|Bülach]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 0053&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 8180&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 47° 31′ N, 8° 32′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 428 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 16,06 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 24&#039;619 &amp;lt;small&amp;gt;(30. Juni 2026)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Stadtpräsidentin&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Frauke Böni &amp;lt;small&amp;gt;(parteilos)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Parlament&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Stadtparlament mit 28 Mitgliedern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [https://www.buelach.ch/ www.buelach.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bülach&#039;&#039;&#039; ist eine Stadt und politische Gemeinde im [[Kanton Zürich]] in der [[Schweiz]]. Sie ist Hauptort des gleichnamigen [[Bezirk Bülach|Bezirks Bülach]] und eines der wichtigsten regionalen Zentren des [[Zürcher Unterland]]s. In der einheimischen Mundart wird der Ort &#039;&#039;&#039;Büüli&#039;&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt rund 16 Kilometer nördlich von [[Zürich]] und wenige Kilometer nördlich des [[Flughafen Zürich|Flughafens Zürich]]. Mit mehr als 24&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört Bülach zu den grösseren Gemeinden des Kantons. Es erfüllt für das nördliche Zürcher Unterland bedeutende Funktionen in den Bereichen Verwaltung, Bildung, Gesundheitsversorgung, Handel, Verkehr und Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Zentrum ist eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Landstadt mit Rathaus, reformierter Kirche, Bürgerhäusern und Resten der früheren Stadtmauer. Ausserhalb der Altstadt entwickelte sich Bülach seit dem 19. Jahrhundert zu einem Industrie- und Eisenbahnknoten. Die 1891 gegründete Glashütte machte den Namen der Stadt in der ganzen Schweiz bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach wurde im Jahr 811 in einer Urkunde der [[Fürstabtei St. Gallen]] erstmals als &#039;&#039;&#039;Pulacha&#039;&#039;&#039; erwähnt. Der Ortsname wird auf eine gallorömische Form wie &#039;&#039;Pulliacum&#039;&#039; zurückgeführt und dürfte ursprünglich «Landgut des Pullius» bedeutet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Suffix &#039;&#039;-acum&#039;&#039; beziehungsweise seine spätere alemannische Form &#039;&#039;-ach&#039;&#039; weist auf einen Ortsnamen gallorömischen Ursprungs hin. Die Namensgeschichte deutet darauf hin, dass die Siedlungstradition in die spätrömische oder frühmittelalterliche Zeit zurückreichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zürcher Unterländer Mundart lautet der Name &#039;&#039;&#039;Büüli&#039;&#039;&#039;. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als &#039;&#039;&#039;Bülacherinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Bülacher&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach liegt im nördlichen Teil des Kantons Zürich im unteren Glatttal. Das Stadtzentrum befindet sich östlich der [[Glatt (Rhein)|Glatt]] auf einer leicht erhöhten Terrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt ungefähr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 16 Kilometer Luftlinie nördlich von Zürich;&lt;br /&gt;
* 7 Kilometer nördlich des Flughafens Zürich;&lt;br /&gt;
* 18 Kilometer westlich von [[Winterthur]];&lt;br /&gt;
* 20 Kilometer südlich von [[Schaffhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach grenzt an die Gemeinden [[Bachenbülach]], [[Winkel ZH|Winkel]], [[Embrach]], [[Eglisau]], [[Glattfelden]], [[Hochfelden ZH|Hochfelden]] und [[Höri ZH|Höri]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen Zürich, Winterthur, Schaffhausen und dem Flughafen begünstigte die Entwicklung zu einem regionalen Wohn-, Arbeits- und Verkehrszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst 1&#039;606 Hektaren beziehungsweise 16,06 Quadratkilometer. Das Zentrum liegt auf 428 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buelach.ch/portraet/70963 Stadt Bülach: Bülach in Zahlen], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bodennutzung verteilt sich ungefähr wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bodennutzung&lt;br /&gt;
! Nutzungsart&lt;br /&gt;
! Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wald&lt;br /&gt;
| 39,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| 29,8 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siedlungsflächen&lt;br /&gt;
| 21,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verkehrsflächen&lt;br /&gt;
| 9,3 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gewässer und übrige Flächen&lt;br /&gt;
| 0,4 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des starken Bevölkerungswachstums besteht ein grosser Teil des Stadtgebiets weiterhin aus Wald und Landwirtschaftsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtteile und Siedlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Kernstadt gehören mehrere historisch eigenständige Siedlungen, Weiler und Quartiere zu Bülach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eschenmosen;&lt;br /&gt;
* Heimgarten;&lt;br /&gt;
* Nussbaumen;&lt;br /&gt;
* Niderflachs;&lt;br /&gt;
* Bülach Nord;&lt;br /&gt;
* Gstückt;&lt;br /&gt;
* Herti;&lt;br /&gt;
* Soligänter;&lt;br /&gt;
* Schwerzgrueb;&lt;br /&gt;
* Allmend;&lt;br /&gt;
* Dachslenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eschenmosen gehörte ursprünglich zur Gemeinde Winkel und wurde 1919 Bülach zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nussbaumen liegt nordwestlich der Kernstadt in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Heimgarten befindet sich am Rhinsberg und weist teilweise einen dörflichen Charakter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach Nord entstand auf und um die ehemaligen Industrieareale der Glashütte und der Giesserei. Das Gebiet entwickelte sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem neuen Stadtquartier mit Wohnungen, Gewerbe, Dienstleistungen und öffentlichen Freiräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgebung Bülachs wurde während der Eiszeiten durch den Rhein-Linth-Gletscher geprägt. Moränen, Schotterterrassen und flache Geländemulden bestimmen die Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen fliesst die Glatt von Süden nach Norden in Richtung [[Rhein]]. Sie bildet gemeinsam mit ihren Uferzonen einen wichtigen Natur- und Erholungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich und nördlich der Stadt liegen ausgedehnte Wälder. Dazu gehören der Hardwald, der Spitalwald und Waldflächen am Rhinsberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rhinsberg, auch Rhischberg genannt, bildet einen bewaldeten Höhenzug östlich der Stadt. Auf ihm befinden sich Spuren vorgeschichtlicher Befestigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 2026 lebten 24&#039;619 Personen in Bülach. Davon besassen 16&#039;900 das Schweizer Bürgerrecht und 7&#039;719 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil betrug 31,4 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevölkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buelach.ch/dienstleistungen/102892 Stadt Bülach: Bevölkerung], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach verzeichnet seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert ein starkes Wachstum. Gründe dafür sind die gute Verkehrslage, die Nähe zum Flughafen und zur Stadt Zürich, die zahlreichen Arbeitsplätze sowie die Entwicklung grosser neuer Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsgrenze von 20&#039;000 Personen wurde gegen Ende der 2010er-Jahre überschritten. Zwischen 2021 und 2023 nahm die Einwohnerzahl durch die Fertigstellung neuer Quartiere besonders rasch zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung ist sprachlich und kulturell vielfältig. Neben Deutsch werden unter anderem Italienisch, Albanisch, Portugiesisch, Türkisch, Englisch sowie südslawische und weitere Sprachen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Bülach war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schwerzgrueb wurden Brandgruben aus der späten Bronzezeit entdeckt. Auf dem Rhinsberg befinden sich Reste einer Befestigungsanlage, die lange als keltischer Wall gedeutet wurde. Archäologische Untersuchungen zeigten, dass Teile der Anlage deutlich älter sein könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der römischen Zeit sind Siedlungs- und Strassenfunde bekannt. Die Region lag an Verkehrswegen zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, dem Rhein und dem süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Ortsnamens deutet auf ein gallorömisches Landgut hin. Nach dem Rückzug der römischen Herrschaft wurde die Gegend von alemannischen Bevölkerungsgruppen besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bedeutendes frühmittelalterliches Gräberfeld wurde im 19. und 20. Jahrhundert archäologisch untersucht. Zu den bekanntesten Fundstücken gehört die sogenannte [[Bülacher Fibel]], eine reich verzierte Gewandspange aus dem 6. Jahrhundert mit einer frühen germanischen Runeninschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Erwähnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach wird 811 in einer Urkunde der Abtei St. Gallen als &#039;&#039;Pulacha&#039;&#039; erwähnt. In diesem Zusammenhang ist auch eine Kirche belegt, die dem heiligen Laurentius geweiht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des frühen und hohen Mittelalters wechselten die Grund- und Herrschaftsrechte mehrfach. Im 9. und 10. Jahrhundert besass das Kloster St. Gallen bedeutenden Einfluss. Später gingen Rechte an das Domstift Strassburg und weitere geistliche und weltliche Herrschaftsträger über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Freiherren von Tengen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom ausgehenden 12. Jahrhundert bis 1376 wurde Bülach von den Freiherren von Tengen beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich die zuvor offene Siedlung zu einem befestigten Marktort. Spätestens im 13. Jahrhundert war der Ortskern von einer Stadtmauer umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage an der Strasse von Zürich nach Eglisau, Schaffhausen und Süddeutschland förderte den Handel. Gleichzeitig blieb die Landwirtschaft die wichtigste Lebensgrundlage der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1376 ging die Herrschaft an Markgraf Otto von Hachberg über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrecht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzog Leopold III. von Österreich verlieh Bülach 1384 das Stadtrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erhielt der Ort unter anderem das Recht auf eine eigene Verwaltung, Märkte und eine befestigte städtische Organisation. Bülach blieb jedoch klein und behielt wirtschaftlich einen stark bäuerlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1386 wurde die Stadt im Zusammenhang mit den Kämpfen zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen niedergebrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1407 schloss Bülach ein ewiges Burgrecht mit der Stadt Zürich. Zwei Jahre später verpfändete Herzog Friedrich IV. von Österreich die Herrschaften Bülach und Regensberg an Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buelach.ch/portraet/68467 Stadt Bülach: Geschichte], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Obervogtei ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1412 bis 1798 bildete Bülach gemeinsam mit Bachenbülach, Niderflachs und Nussbaumen eine zürcherische Obervogtei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt behielt Teile ihrer alten Rechte, stand aber unter der politischen Oberhoheit Zürichs. Ein Obervogt vertrat die Zürcher Regierung und beaufsichtigte Verwaltung und Gerichtsbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach gehörte zu den sechs befestigten Landstädtchen des alten Zürcher Staatsgebiets. Die Stadtmauer umschloss einen ovalen Kern mit Kirche, Rathaus, Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkriegs]] wurde Bülach 1444 erneut niedergebrannt. Ein weiterer schwerer Stadtbrand ereignete sich 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1523 wurde in Bülach die Reformation eingeführt. Die bisherige katholische Pfarrkirche wurde evangelisch-reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchliche Einrichtungen und Besitzverhältnisse wurden nach den Vorgaben der Zürcher Obrigkeit neu geordnet. Bülach gehörte fortan zum reformierten Zürcher Staatswesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche blieb ein zentraler gesellschaftlicher und politischer Mittelpunkt. Ihr Turm prägt bis heute das Bild der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Märkte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 19. Jahrhundert lebte ein grosser Teil der Bevölkerung von Landwirtschaft, Viehzucht, Rebbau und handwerklicher Heimarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürger bewirtschafteten Felder ausserhalb der Stadtmauer. Innerhalb des Ortskerns standen neben Wohnhäusern auch Scheunen, Ställe und Werkstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittelalterliche Marktrecht blieb von grosser Bedeutung. Vieh-, Waren- und Jahrmärkte zogen Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Zürcher Unterland an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft verloren die überlieferten ständischen Stadtrechte ihre frühere rechtliche Bedeutung. Das Marktrecht blieb jedoch erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirkshauptort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Helvetischen Republik gehörte Bülach zeitweise zu wechselnden Verwaltungsbezirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zürcher Kantonsverfassung von 1831 wurde der heutige Bezirk Bülach geschaffen. Die Stadt wurde dessen Hauptort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither beherbergt Bülach verschiedene regionale Behörden und öffentliche Einrichtungen, darunter Bezirksverwaltung, Bezirksgericht, Notariat, Polizei- und Sozialbehörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 trennte sich Bachenbülach von Bülach und wurde eine eigenständige politische Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschluss an das Eisenbahnnetz leitete in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 wurde die Bahnstrecke zwischen Zürich und Bülach eröffnet. Kurz danach folgten Verbindungen nach Winterthur, Eglisau, Schaffhausen und Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach entwickelte sich zu einem Eisenbahnknoten. Die verbesserte Erreichbarkeit erleichterte die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 nahm die Glashütte Bülach ihren Betrieb auf. Sie stellte Flaschen, Konservengläser, Pharmaglas und weitere Glasprodukte her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurden die grünlichen Einmachgläser, die im schweizerischen Sprachgebrauch als &#039;&#039;&#039;Bülacher Gläser&#039;&#039;&#039; bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Glashütte entstanden Betriebe des Maschinenbaus, der Metallverarbeitung, des Baugewerbes und der Nahrungsmittelproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glashütte Bülach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glashütte war während mehr als eines Jahrhunderts einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1891 mit zunächst rund 125 Beschäftigten eröffnet. Im 20. Jahrhundert ging sie in der Vetropack-Gruppe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glasproduktion wurde Ende Februar 2002 nach 111 Betriebsjahren eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vetropack.com/de/ueber-uns/geschichte/ Vetropack: Geschichte des Unternehmens], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schliessung beendete eine für die Identität Bülachs prägende Industrieepoche. Mehrere historische Bauten und Bezeichnungen erinnern an den früheren Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frei gewordene Areal wurde später als Teil von Bülach Nord neu entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungs- und Siedlungswachstum beschleunigte sich nach dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere, Schulen, Strassen, Sportanlagen und öffentliche Einrichtungen entstanden ausserhalb der historischen Stadtgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde Eschenmosen von Winkel abgetrennt und Bülach zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum 1948 eröffneten Flughafen Zürich beeinflusste die wirtschaftliche und räumliche Entwicklung. Bülach profitierte von neuen Arbeitsplätzen und Verkehrsverbindungen, war aber zugleich zunehmend von Fluglärm betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 wurde der Grosse Gemeinderat als kommunales Parlament eingeführt. Er trägt heute die Bezeichnung Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bülach Nord ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt lagen die früheren Areale der Glashütte und der Sulzer-Giesserei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Schliessung beider Industriebetriebe entstanden auf dem ungefähr 100&#039;000 Quadratmeter grossen Gebiet neue Quartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Areale &#039;&#039;&#039;Glasi&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Guss&#039;&#039;&#039; umfassen Wohnungen, Geschäfte, Büros, Gastronomie, Grünräume und Gemeinschaftseinrichtungen. Ein Teil der Industriearchitektur wurde erhalten oder in die Neubebauung integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von Bülach Nord führte zu einem starken Bevölkerungswachstum und verlagerte den städtischen Schwerpunkt über die Bahnlinie hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Passerelle über die Gleise soll das neue Quartier mit dem Bahnhof, dem Stadtzentrum, dem Spitalwald und den öffentlichen Einrichtungen im Westen verbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buelach.ch/projekte-infrastruktur/78973 Stadt Bülach: Passerelle Bülach], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen von Bülach zeigt in Rot den heiligen Laurentius in silbernem Gewand mit goldenem Nimbus. In einer Hand hält er einen goldenen Palmzweig, in der anderen einen silbernen Rost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heilige Laurentius war Schutzpatron der mittelalterlichen Pfarrkirche. Der Rost erinnert an das Martyrium des Heiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motiv ist bereits auf historischen Stadtsiegeln belegt. Die heutige Darstellung wurde im 20. Jahrhundert vereinheitlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtparlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach besitzt seit 1974 ein kommunales Parlament. Das Stadtparlament ist das gesetzgebende Organ und ersetzt die Gemeindeversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht aus 28 Mitgliedern, die nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtsperiode 2026–2030 verteilen sich die Sitze wie folgt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parlament&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buelach.ch/stadtparlament/35581 Stadt Bülach: Stadtparlament], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zusammensetzung des Stadtparlaments 2026–2030&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schweizerische Volkspartei|SVP]]&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[FDP.Die Liberalen|FDP]]&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grünliberale Partei Schweiz|GLP]]&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grüne Partei der Schweiz|Grüne]]&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Evangelische Volkspartei|EVP]]&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Die Mitte]]&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]]&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Parlament entscheidet unter anderem über das Budget, die Jahresrechnung, kommunale Reglemente, grössere Kredite und planerische Vorlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Sitzungen sind öffentlich. Zur Vorbereitung der Geschäfte bestehen eine Geschäftsprüfungskommission, eine Rechnungsprüfungskommission und mehrere Fachkommissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtrat ist die siebenköpfige Exekutive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 2026 ist Frauke Böni Stadtpräsidentin. Sie setzte sich im zweiten Wahlgang vom 14. Juni 2026 gegen Andrea Spycher durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtpräsidentin&amp;quot;&amp;gt;[https://www.buelach.ch/neuigkeiten/2903995 Stadt Bülach: Frauke Böni ist die zukünftige Stadtpräsidentin Bülachs], 14. Juni 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Stadtrat für die Amtsperiode 2026–2030 gehören an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Stadtrat 2026–2030&lt;br /&gt;
! Mitglied&lt;br /&gt;
! Ressort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frauke Böni&lt;br /&gt;
| Präsidiales&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Daniel Ammann&lt;br /&gt;
| Bevölkerung und Sicherheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rosa Pfister-Kempf&lt;br /&gt;
| Bildung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Markus Surber&lt;br /&gt;
| Finanzen und Informatik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Andreas Müller&lt;br /&gt;
| Planung und Bau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mark Eberli&lt;br /&gt;
| Soziales und Gesundheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Andrea Spycher&lt;br /&gt;
| Umwelt und Infrastruktur&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtrat führt die Verwaltung, vollzieht die Beschlüsse des Stadtparlaments und vertritt die Stadt nach aussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buelach.ch/neuigkeiten/2921797 Stadt Bülach: Der Stadtrat hat sich konstituiert], 1. Juli 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach ist ein bedeutender Arbeits- und Wirtschaftsstandort des Zürcher Unterlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 bestanden rund 1&#039;400 Arbeitsstätten mit 11&#039;445 Beschäftigten. Der überwiegende Teil arbeitete im Dienstleistungssektor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftsstruktur umfasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Handel und Detailhandel;&lt;br /&gt;
* Baugewerbe;&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Metallindustrie;&lt;br /&gt;
* Logistik;&lt;br /&gt;
* Unternehmensdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Gastronomie;&lt;br /&gt;
* flughafenbezogene Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spital Bülach gehört zu den grössten Arbeitgebern der Region. Es stellt die medizinische Grund- und Notfallversorgung für einen grossen Teil des Zürcher Unterlands sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewerbe- und Industriegebiete liegen unter anderem im Norden der Stadt, entlang der Schaffhauserstrasse, beim Bahnhof und in den südlichen Quartieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum Flughafen Zürich beeinflusst den Arbeitsmarkt stark. Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten am Flughafen oder bei dort ansässigen Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Bülach ist ein wichtiger Eisenbahnknoten des Zürcher Unterlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bahnstrecken führen von Bülach nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich und Oerlikon;&lt;br /&gt;
* Eglisau, Schaffhausen und Deutschland;&lt;br /&gt;
* Winterthur;&lt;br /&gt;
* Embrach und Waldshut;&lt;br /&gt;
* Baden und das Furttal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fahrplanjahr 2026 wird Bülach unter anderem durch folgende Linien bedient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* S3;&lt;br /&gt;
* S9;&lt;br /&gt;
* S36;&lt;br /&gt;
* S41;&lt;br /&gt;
* RegioExpress-Verbindungen zwischen Zürich und Schaffhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch bestehen direkte Verbindungen nach Zürich, Winterthur, Schaffhausen, Waldshut und in weitere regionale Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bushof beim Bahnhof ist der zentrale Umsteigepunkt des regionalen Busverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buslinien verbinden Bülach unter anderem mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bachenbülach;&lt;br /&gt;
* Flughafen Zürich;&lt;br /&gt;
* Kloten;&lt;br /&gt;
* Winkel;&lt;br /&gt;
* Embrach;&lt;br /&gt;
* Höri;&lt;br /&gt;
* Hochfelden;&lt;br /&gt;
* Glattfelden;&lt;br /&gt;
* Stadel;&lt;br /&gt;
* Rafz;&lt;br /&gt;
* Eglisau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Stadtbuslinien erschliessen die Wohnquartiere, das Spital, das Sportzentrum, die Schulen und Bülach Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach liegt an der Hauptverkehrsachse zwischen Zürich und Schaffhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn A51 führt vom Flughafen nach Bülach. Nördlich der Stadt geht sie in die Hauptstrasse in Richtung Eglisau und Schaffhausen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere regionale Strassen führen nach Winterthur, Embrach, Baden und ins Rafzerfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Verkehrsbelastung gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der Stadtentwicklung. Schwerpunkte sind die Entlastung des Zentrums, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die Förderung des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen Zürich liegt wenige Kilometer südlich von Bülach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe bietet wirtschaftliche Vorteile und gute internationale Verbindungen. Gleichzeitig sind Teile des Gemeindegebiets von Fluglärm und raumplanerischen Einschränkungen betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluglärm, Nachtflugregelungen und die Entwicklung des Flughafens gehören deshalb zu den regelmässig diskutierten politischen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach ist ein bedeutender Bildungsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt führt zahlreiche Kindergärten und Primarschulen. Die Sekundarschule wird von einer eigenen Schulgemeinde getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schul- und Bildungsstandorten gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulhaus Allmend;&lt;br /&gt;
* Schulhaus Hohfuri;&lt;br /&gt;
* Schulhaus Lindenhof;&lt;br /&gt;
* Schulhaus Schwerzgrueb;&lt;br /&gt;
* Schulhaus Böswisli;&lt;br /&gt;
* Schulhaus Guss;&lt;br /&gt;
* verschiedene Kindergartenstandorte;&lt;br /&gt;
* Sekundarschulanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kantonsschule Zürcher Unterland]] bietet gymnasiale Bildung für Jugendliche aus dem gesamten Bezirk und angrenzenden Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berufsschule Bülach ist ein bedeutendes Zentrum der beruflichen Grund- und Weiterbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Angebote bestehen in den Bereichen Musik, Erwachsenenbildung, Sprachen und berufliche Qualifikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheit und Soziales ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spital Bülach versorgt das Zürcher Unterland mit stationären und ambulanten medizinischen Leistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es verfügt unter anderem über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Notfallstation;&lt;br /&gt;
* Innere Medizin;&lt;br /&gt;
* Chirurgie;&lt;br /&gt;
* Frauenklinik;&lt;br /&gt;
* Geburtshilfe;&lt;br /&gt;
* Intensivmedizin;&lt;br /&gt;
* radiologische und diagnostische Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen zahlreiche Arztpraxen, Apotheken, Therapiezentren, Pflegeeinrichtungen und Spitex-Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach ist Sitz der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bülach Nord und weiterer regionaler Sozialdienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche in der Altstadt geht auf mehrere mittelalterliche Vorgängerbauten zurück. Eine Kirche in Bülach ist bereits in der Urkunde von 811 belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Reformation von 1523 wurde Bülach mehrheitlich evangelisch-reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Industrialisierung und der Zuwanderung nahm der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung zu. Die katholische Dreifaltigkeitskirche wurde im 20. Jahrhundert zum Zentrum einer regionalen Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bestehen in Bülach ausserdem Freikirchen, orthodoxe Gemeinschaften, muslimische Vereine und weitere religiöse Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil der konfessionslosen Bevölkerung hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt ist der historische und kulturelle Mittelpunkt Bülachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besitzt einen ovalen Grundriss, der dem Verlauf der früheren Stadtbefestigung folgt. Zahlreiche Häuser stammen in ihren Grundstrukturen aus der frühen Neuzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäfte, Restaurants, öffentliche Gebäude und Plätze machen die Altstadt zugleich zu einem lebendigen Stadtzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rathaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rathaus wurde 1672 und 1673 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der markante Giebelbau besitzt eine reich gestaltete Fachwerkfassade und einen historischen Ratssaal. Es gilt als ältestes noch erhaltenes Rathaus im Kanton Zürich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://odb.zh.ch/odbwiki/mediawiki/files/pdfs/Buelach-Inventar_3199_1-festgesetzt_2021.pdf Kanton Zürich: Inventar der Denkmalschutzobjekte von überkommunaler Bedeutung, Rathaus Bülach], 2021, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wird weiterhin für politische, repräsentative und kulturelle Zwecke genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht im Zentrum der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen wiesen mehrere Bauphasen von frühmittelalterlichen und romanischen Vorgängerkirchen bis zum heutigen Bau nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchturm ist weithin sichtbar und gehört zu den Wahrzeichen Bülachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtmauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind mehrere Abschnitte erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der Mauer wurden in Wohn- und Wirtschaftsgebäude integriert. Ihr Verlauf ist im Stadtbild weiterhin gut erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhaltenen Mauerzüge gehören zu den umfangreichsten mittelalterlichen Stadtmauerresten im Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum Bülach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum Bülach vermittelt die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellungen behandeln unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ur- und Frühgeschichte;&lt;br /&gt;
* mittelalterliche Stadtentwicklung;&lt;br /&gt;
* Handwerk und Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Glashütte und Industrialisierung;&lt;br /&gt;
* Alltags- und Vereinsgeschichte;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sigristenkeller ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sigristenkeller ist ein Kulturzentrum in der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dient als Veranstaltungsort für Konzerte, Theater, Kleinkunst, Lesungen und gesellschaftliche Anlässe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bülacher Fibel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bülacher Fibel ist ein bedeutender archäologischer Fund aus einem alemannischen Frauengrab des 6. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die silbervergoldete Gewandspange trägt eine Runeninschrift und gehört zu den wichtigsten frühmittelalterlichen Schriftzeugnissen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Original befindet sich im Schweizerischen Nationalmuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glasi-Quartier ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glasi-Quartier entstand auf dem Areal der früheren Glashütte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überbauung verbindet Wohngebäude, Gewerbeflächen, Gastronomie, Plätze und Grünräume. Historische Bezüge zur Glasproduktion wurden in die Gestaltung und Benennung des Quartiers aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum und Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach besitzt ein lebendiges Vereins- und Veranstaltungsleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den traditionellen oder regelmässigen Anlässen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wochen- und Warenmärkte;&lt;br /&gt;
* Weihnachtsmarkt;&lt;br /&gt;
* Stadtfest;&lt;br /&gt;
* Fasnachtsveranstaltungen;&lt;br /&gt;
* Konzerte in der Altstadt;&lt;br /&gt;
* Sportanlässe;&lt;br /&gt;
* das Bächtele am 2. Januar;&lt;br /&gt;
* kulturelle Aufführungen im öffentlichen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Marktrecht wird bis heute durch verschiedene Märkte weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 39 Prozent des Gemeindegebiets sind bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Naherholungsgebiete sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rhinsberg;&lt;br /&gt;
* Spitalwald;&lt;br /&gt;
* Hardwald;&lt;br /&gt;
* Glattufer;&lt;br /&gt;
* Eschenmosen;&lt;br /&gt;
* Nussbaumen;&lt;br /&gt;
* landwirtschaftliche Wege zwischen Bülach und den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wander- und Velowege führen nach Eglisau, Embrach, Glattfelden, ins Neeracherried und entlang der Glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sportzentrum Hirslen bietet Hallen- und Freibäder, Eissportanlagen, Sporthallen, Fussballplätze und weitere Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich bestehen Tennisanlagen, Fitnessangebote, Schiesssportanlagen, Spielplätze und zahlreiche Vereinssportangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schnelle Wachstum stellt Bülach vor grosse planerische Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schwerpunkten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Integration von Bülach Nord in die bestehende Stadt;&lt;br /&gt;
* Ausbau von Schulen und Betreuungseinrichtungen;&lt;br /&gt;
* Entwicklung des Bahnhofgebiets;&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Verbindungen über die Bahnlinie;&lt;br /&gt;
* Schaffung bezahlbaren Wohnraums;&lt;br /&gt;
* Aufwertung von Strassen und öffentlichen Plätzen;&lt;br /&gt;
* Schutz der Altstadt;&lt;br /&gt;
* Umgang mit Flug- und Strassenlärm;&lt;br /&gt;
* Anpassung an Hitze und Starkregen;&lt;br /&gt;
* Förderung der Biodiversität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verfolgt das langfristige Entwicklungsziel «Bülach 2040». Dabei sollen das Bevölkerungswachstum, die wirtschaftliche Entwicklung und die Erhaltung von Landschaft und Lebensqualität miteinander verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerstadt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach unterhält eine Partnerschaft mit [[Santeramo in Colle]] in der süditalienischen Region Apulien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partnerschaft entstand aus den Beziehungen zur italienischen Bevölkerung, die während der Industrialisierung und besonders nach dem Zweiten Weltkrieg nach Bülach zuwanderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begegnungen zwischen Schulen, Vereinen, Behörden und Privatpersonen fördern den kulturellen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bülach ist das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum des nördlichen Zürcher Unterlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verbindet eine mittelalterliche Altstadt mit grossen neuen Wohnquartieren, regionalen Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie einer langen Industriegeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lage nahe Zürich, Winterthur, Schaffhausen und dem Flughafen macht sie zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Wachstum verändert die Stadtstruktur grundlegend. Die zentrale Herausforderung besteht darin, den urbanen Ausbau mit der historischen Identität, der Verkehrskapazität und dem Schutz der grossen Wald- und Landschaftsräume zu vereinbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen&#039;&#039;. Birkhäuser, Basel 1943.&lt;br /&gt;
* Werner Drack: &#039;&#039;Die Alamannen in Bülach&#039;&#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
* Joachim Werner: &#039;&#039;Das alamannische Gräberfeld von Bülach&#039;&#039;. Basel 1953.&lt;br /&gt;
* Stadt Bülach: &#039;&#039;Ortsgeschichte und Ortschronik der Stadt Bülach&#039;&#039;. Bülach.&lt;br /&gt;
* Zürcher Denkmalpflege: Inventare und Berichte zu Altstadt, Rathaus, Kirche und Stadtmauer von Bülach.&lt;br /&gt;
* Kantonsarchäologie Zürich: Publikationen zu den archäologischen Fundstellen in Bülach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
* [[Bülacher Fibel]]&lt;br /&gt;
* [[Glatt (Rhein)]]&lt;br /&gt;
* [[Bachenbülach]]&lt;br /&gt;
* [[Flughafen Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Kantonsschule Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.buelach.ch/ Offizielle Website der Stadt Bülach]&lt;br /&gt;
* [https://www.buelach.ch/portraet/68467 Geschichte der Stadt Bülach]&lt;br /&gt;
* [https://www.buelach.ch/portraet/70963 Bülach in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://www.buelach.ch/portraet/66781 Bülach entdecken]&lt;br /&gt;
* [https://api.isos.bak.admin.ch/ob/5332/doc/ISOS_5332.pdf Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder: Bülach]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch/ Bülach im Kartenviewer des Bundes]&lt;br /&gt;
* [https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:B%C3%BClach Bilder und Mediendateien zu Bülach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bülach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Bezirk Bülach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirkshauptort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 811]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Urdorf&amp;diff=692</id>
		<title>Urdorf</title>
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		<updated>2026-07-24T15:35:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Urdorf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Urdorf COA.svg|frameless|120px|Wappen von Urdorf]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bezirk Dietikon|Dietikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 0250&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 8902&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 47° 23′ N, 8° 26′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 416 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 7,58 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 10&#039;479 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Einwohnerbezeichnung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Urdorfer, Urdorferin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Gemeindepräsidentin&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Filiz Di Liberto &amp;lt;small&amp;gt;(parteilos)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Gemeindeexekutive&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Gemeinderat mit 7 Mitgliedern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Legislative&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Gemeindeversammlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [https://www.urdorf.ch/ urdorf.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urdorf&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt am südlichen Rand des [[Limmattal]]s, unmittelbar südwestlich von [[Schlieren]] und westlich der Stadt [[Zürich]]. Die Gemeinde gehört zur [[Metropolregion Zürich]] und bildet einen Übergangsraum zwischen dem dicht besiedelten Limmattal, dem [[Reppischtal]] und den bewaldeten Höhen des Zürcher Mittellands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Gemeinde entstand 1931 durch den Zusammenschluss der zuvor selbstständigen Gemeinden Oberurdorf und Niederurdorf. Während Urdorf bis weit ins 20. Jahrhundert landwirtschaftlich geprägt blieb, entwickelte es sich nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zu einer Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsgemeinde. Einen besonderen Wachstumsschub brachte die Nähe zur Stadt Zürich, verbunden mit dem Ausbau von Bahn, Strassen und regionalem öffentlichem Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 10&#039;479 Menschen mit Hauptwohnsitz in Urdorf. Davon besassen 7&#039;588 das Schweizer Bürgerrecht und 2&#039;891 eine ausländische Staatsangehörigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bev2025&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/_docn/6587000/Einwohnerstatistik_2025.pdf Gemeinde Urdorf: Einwohnerstatistik 2025], 12. Januar 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf verfügt über zwei Haltestellen der [[S-Bahn Zürich]], mehrere Busverbindungen und Stationen der [[Limmattalbahn]]. Mit der [[Kantonsschule Limmattal]], zahlreichen Sportanlagen und einem bedeutenden Arbeitsplatzgebiet besitzt die Gemeinde eine regionale Funktion, die über ihre Einwohnerzahl hinausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer auf das Jahr 1124 datierten Urkunde erscheint der Ortsname in der heutigen Form &#039;&#039;&#039;Urdorf&#039;&#039;&#039;. Die entsprechende Überlieferung ist nur in späterer Abschrift erhalten. Weitere mittelalterliche Belege stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name besteht aus dem Grundwort &#039;&#039;-dorf&#039;&#039; und einem nicht abschliessend geklärten Bestimmungswort. Dieses wird teilweise mit einem althochdeutschen Personennamen in Verbindung gebracht. Der Ortsname könnte demnach ursprünglich «Dorf des Uro» oder «Dorf des Uro beziehungsweise Urold» bedeutet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit dem Mittelalter unterscheidbaren Siedlungen wurden als &#039;&#039;&#039;Oberurdorf&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Niederurdorf&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Oberurdorf bildete den grösseren Dorfkern am Schäflibach, während Niederurdorf weiter nördlich in Richtung Limmattal lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der schweizerdeutschen Mundart wird Urdorf ungefähr als &#039;&#039;&#039;Urdorf&#039;&#039;&#039; ausgesprochen. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als &#039;&#039;&#039;Urdorferinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Urdorfer&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf liegt im südwestlichen Teil der Agglomeration Zürich. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich von der Ebene des Limmattals über das Tal des Schäflibachs bis an die bewaldeten Höhen zwischen Limmattal und Reppischtal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an [[Zürich]], Schlieren, [[Dietikon]], [[Birmensdorf ZH|Birmensdorf]] und [[Uitikon]] sowie an die aargauischen Gemeinden [[Rudolfstetten-Friedlisberg]] und [[Bergdietikon]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Facts&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/factsfigures/7969 Gemeinde Urdorf: Über Urdorf – Facts &amp;amp; Figures], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst gemäss den geografischen Kennzahlen des Bundesamts für Statistik 758 Hektaren beziehungsweise 7,58 Quadratkilometer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BFS&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agvchapp.bfs.admin.ch/de/kennzahlen/results?IncArea=True&amp;amp;SnapshotDate=31.12.2024&amp;amp;Unit=Communes Bundesamt für Statistik: Geografische Kennzahlen der Gemeinden], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Urdorf liegt auf rund 442 Metern über Meer. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets befindet sich im Gebiet Oberbuechholz beziehungsweise Hohbüel auf 587 Metern, der tiefste Punkt an der Bernstrasse im Gebiet Schönenwerd auf ungefähr 395 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Facts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wurde wesentlich durch die eiszeitlichen Gletscher geprägt. Das heutige Siedlungsgebiet liegt in einer flachen bis sanft ansteigenden Geländemulde, die von Moränen, Schottern und lehmigen Ablagerungen gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden geht Urdorf in den dicht besiedelten und stark durch Verkehrswege geprägten Raum des Limmattals über. Südlich und westlich des Dorfes bestimmen Wälder, Landwirtschaftsflächen und Hügelzüge das Landschaftsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Waldgebieten gehören der Honeret, das Oberbuechholz und weitere Wälder an den Hängen zum Reppischtal. Diese Gebiete dienen der Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben der Gemeinde entfallen ungefähr 33 Prozent des Gemeindegebiets auf Wald, 32 Prozent auf Landwirtschaftsflächen, 26 Prozent auf das Siedlungsgebiet und 9 Prozent auf Verkehrsflächen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Facts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schäflibach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schäflibach durchfliesst Urdorf von Süden nach Norden. Er entspringt im Gebiet zwischen Birmensdorf, Uitikon und Urdorf und fliesst über Schlieren der [[Limmat]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bach war für die historische Siedlungsentwicklung von grosser Bedeutung. An ihm lagen Landwirtschaftsbetriebe, Brunnen und eine Mühle. Gleichzeitig konnte er bei starken Niederschlägen über die Ufer treten und Schäden verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Siedlungswachstums wurde der Schäflibach abschnittsweise verbaut, begradigt oder eingedolt. Neuere Projekte verfolgen das Ziel, Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung miteinander zu verbinden. Ufer sollen naturnäher gestaltet, die Artenvielfalt gefördert und der Bach als öffentlicher Freiraum aufgewertet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/aktuellesinformationen/2572552 Gemeinde Urdorf: Aufwertung des Schäflibachs], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Die Sommer sind häufig warm und niederschlagsreich, die Winter kühl und zeitweise neblig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage am Rand des Limmattals begünstigt bei windschwachen Wetterlagen die Bildung von Nebel und Kaltluft. An den südlich ausgerichteten Hängen kann sich die Luft dagegen stärker erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verdichtung des Siedlungsgebiets gewinnen Schatten spendende Bäume, unversiegelte Böden, offene Gewässer und zusammenhängende Grünräume für das lokale Klima an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsteile und Quartiere ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besteht historisch aus den beiden Ortsteilen Oberurdorf und Niederurdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oberurdorf&#039;&#039;&#039; bildet den älteren und grösseren Dorfkern. Hier befinden sich die alte reformierte Kirche, historische Bauernhäuser, die ehemalige Mühle und weitere ältere Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederurdorf&#039;&#039;&#039; liegt weiter nördlich. Die frühere Kleingemeinde entwickelte sich besonders nach dem Bau der Kantonsstrasse und der Eisenbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere gebräuchliche Gebiets- und Quartierbezeichnungen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weihermatt;&lt;br /&gt;
* Zentrum;&lt;br /&gt;
* Spitzacker;&lt;br /&gt;
* Moos;&lt;br /&gt;
* Berg;&lt;br /&gt;
* Neumatt;&lt;br /&gt;
* Herweg;&lt;br /&gt;
* Birmensdorferstrasse;&lt;br /&gt;
* Urdorf-Nord;&lt;br /&gt;
* Schönenwerd;&lt;br /&gt;
* Oberbuechholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen dieser Quartiere besitzen keine eigenständige politische Bedeutung. Für die räumliche Planung, Schulorganisation und statistische Betrachtung werden teilweise abweichende Gebietseinteilungen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf zählte während Jahrhunderten nur wenige hundert Einwohnerinnen und Einwohner. Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Handwerk und lokaler Heimarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert blieb das Wachstum zunächst bescheiden. Erst der Ausbau der Verkehrsverbindungen und die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung mit Zürich und dem Limmattal veränderten die Gemeinde grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine starke Bautätigkeit ein. Einfamilienhausquartiere, Mehrfamilienhäuser, Schulen und Gewerbebauten entstanden auf früheren Landwirtschaftsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1950 und 1970 vervierfachte sich die Einwohnerzahl nahezu. Seit den 1980er-Jahren verläuft das Wachstum langsamer, setzte sich jedoch mit einzelnen Schwankungen fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 770&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 711&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| 1&#039;929&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 3&#039;809&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| 7&#039;960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 8&#039;589&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 8&#039;382&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 9&#039;270&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 8&#039;979&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| 10&#039;009&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| 10&#039;327&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| 10&#039;503&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| 10&#039;479&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung ist sprachlich, kulturell und religiös vielfältig. Neben Deutsch werden unter anderem Italienisch, Albanisch, Portugiesisch, Spanisch, Englisch und verschiedene südslawische Sprachen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Zahl von Arbeitsplätzen und die gute Verkehrsanbindung führen zu starken Pendlerbewegungen. Viele Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten in Zürich, Schlieren, Dietikon oder anderen Gemeinden der Region. Umgekehrt pendeln zahlreiche Beschäftigte nach Urdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Urdorf war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Im Gebiet Rainweg und Moosmatt wurden Spuren einer bronzezeitlichen Siedlung entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen dem Limmattal und den Übergängen ins Reppischtal bot Zugang zu Wasser, fruchtbaren Böden, Wald und natürlichen Verkehrswegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Einzelfunde zeigen, dass Menschen das Gebiet auch während der Eisenzeit nutzten. Eine lückenlose Besiedlungsgeschichte lässt sich aus den archäologischen Funden jedoch nicht ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oberurdorf befand sich im Gebiet Heidenkeller ein römischer Gutshof. Die Anlage entstand wahrscheinlich in der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen wiesen ein Hauptgebäude von ungefähr 37 auf 27 Metern sowie ein separates Badegebäude nach. Der Gutshof diente vermutlich der landwirtschaftlichen Versorgung der umliegenden Region und der nahe gelegenen Siedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattal war in römischer Zeit ein wichtiger Verkehrsraum zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, und [[Vindonissa]] beim heutigen Windisch. Urdorf lag südlich dieser Hauptverbindung, war aber über lokale Wege mit ihr verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft wurden die Gebäude aufgegeben und verfielen. Die Bezeichnung Heidenkeller erinnert an die später nicht mehr verstandenen Mauerreste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer auf 1124 datierten Urkunde erscheint der Ortsname in heutiger Schreibweise. 1179 wurde Besitz in Urdorf in einem Güterverzeichnis des Klosters Engelberg erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/articles/000168 Historisches Lexikon der Schweiz: Urdorf], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle St. Georg im Reppischtal ist für das Jahr 1173 belegt. Eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle in Oberurdorf wurde 1184 erwähnt. Aus ihr entwickelte sich die heutige alte reformierte Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spätmittelalter bestanden Oberurdorf und Niederurdorf als getrennte Siedlungen. Oberurdorf war deutlich grösser und verfügte über eine Mühle am Schäflibach, eine Taverne und mehrere grössere Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster St. Blasien im Schwarzwald besass in Oberurdorf einen bedeutenden Dinghof. Weitere Grundbesitzer waren kirchliche Institutionen und weltliche Adelsfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Gerichtsbarkeit gehörte zeitweise zur Grafschaft Baden. Die niederen Gerichts- und Herrschaftsrechte waren auf verschiedene Besitzer verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 15. Jahrhundert erwarb die Stadt Zürich schrittweise Herrschaftsrechte in Urdorf. Oberurdorf wurde schliesslich der Zürcher Obervogtei Birmensdorf zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niederurdorf blieb in einzelnen Rechts- und Verwaltungsfragen anders organisiert. Die komplizierten Zuständigkeiten zwischen Zürich, Baden und verschiedenen Grundherren bestanden teilweise bis zum Ende des Ancien Régime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zürcher Reformation in den 1520er-Jahren wurde Urdorf evangelisch-reformiert. Die Kirche und kirchliche Besitzverhältnisse wurden neu geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bad Urdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1526 liess der Zürcher Bürgermeister Hans Steiner an einer als heilkräftig geltenden Quelle ein Gebäude errichten. Daraus entwickelte sich das &#039;&#039;&#039;Bad Urdorf&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Gasthaus zur Sonne geht in seinem Kern auf diese Anlage zurück. Der Badebetrieb erlebte besonders im 17. Jahrhundert eine Blütezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besucherinnen und Besucher kamen wegen des mineralhaltigen Wassers, zur Erholung und zu gesellschaftlichen Zusammenkünften. Neben dem eigentlichen Bad bestanden Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufkommen moderner Kurorte und veränderten medizinischen Vorstellungen verlor Bad Urdorf allmählich an Bedeutung. Das Gasthaus blieb jedoch ein wichtiger Teil des Dorflebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und moderne Gemeindeordnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helvetische Revolution von 1798 beendete die alten Herrschafts- und Gerichtsverhältnisse. Oberurdorf und Niederurdorf wurden moderne politische Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Mediationsakte von 1803 gehörten beide zum Bezirk Zürich. Zuvor waren sie zeitweise dem Bezirk Horgen zugeteilt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 und 1831 versuchten die kantonalen Behörden, Oberurdorf und Niederurdorf zu einer Gemeinde zusammenzuschliessen. Die Einwohner von Niederurdorf widersetzten sich der Vereinigung. 1832 wurden die Gemeinden wieder getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindetrennung blieb noch fast ein Jahrhundert bestehen, obwohl Schule, Kirche, Versorgung und Verkehrsfragen zunehmend eine Zusammenarbeit erforderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr und Wandel im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1848 und 1850 wurde die Kantonsstrasse von Dietikon über Urdorf nach Birmensdorf ausgebaut. Die neue Verkehrsachse verlagerte einen Teil der Siedlungs- und Gewerbeentwicklung vom alten Dorfkern an die Strasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 wurde die Eisenbahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug eröffnet. Der Bahnhof Urdorf verbesserte die Verbindung nach Zürich, Zug und in das Knonauer Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung erfasste Urdorf weniger stark als die benachbarten Gemeinden Schlieren und Dietikon. Viele Einwohner arbeiteten jedoch zunehmend ausserhalb der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaft und Kleingewerbe blieben bis ins frühe 20. Jahrhundert bedeutend. Viehzucht, Milchwirtschaft, Ackerbau und Obstbau prägten die Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenschluss von Ober- und Niederurdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gemeinden arbeiteten in immer mehr Aufgabenbereichen zusammen. Die getrennten Verwaltungen erwiesen sich angesichts gemeinsamer Infrastruktur und wachsender Anforderungen als wenig zweckmässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 stimmten die Stimmberechtigten von Oberurdorf und Niederurdorf dem Zusammenschluss zu. Am 1. Januar 1931 entstand die heutige politische Gemeinde Urdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenschluss schuf eine gemeinsame Verwaltung und erleichterte die koordinierte Entwicklung von Schule, Strassen, Wasserversorgung und Siedlungsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 1989 gehört Urdorf zum neu geschaffenen Bezirk Dietikon. Zuvor war die Gemeinde Teil des Bezirks Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lag Urdorf im Bereich der Limmatstellung, einer wichtigen Verteidigungslinie der Schweizer Armee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urdorfer Senke galt als möglicher Durchgangsraum für mechanisierte Truppen. Deshalb entstanden Panzersperren, Unterstände, Strassenbarrikaden und betonierte Waffenstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile dieser Anlagen sind erhalten geblieben. Sie dokumentieren die militärischen Vorbereitungen der Schweiz während des Aktivdienstes und gehören heute zum historischen Kulturgut der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum nach 1950 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1950 setzte ein aussergewöhnlich starkes Bevölkerungswachstum ein. Die Nähe zu Zürich, verfügbare Bauflächen und die zunehmende Motorisierung machten Urdorf zu einer beliebten Wohngemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Quartiere entstanden besonders in Weihermatt, Spitzacker, Moos und entlang der Verbindungen nach Schlieren und Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der öffentlichen Infrastruktur folgte dem Bevölkerungswachstum. 1958 erhielt Urdorf eine eigene Sekundarschule. 1959 entstand eine selbstständige reformierte Kirchgemeinde, 1960 eine römisch-katholische Kirchgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sportanlagen, Schulhäuser, Gemeindeverwaltung und Versorgungseinrichtungen wurden erweitert. Das frühere Bauerndorf wandelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer Agglomerationsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 nahm die Kantonsschule Limmattal ihren Betrieb in Urdorf auf. Sie stärkte die regionale Bedeutung der Gemeinde als Bildungsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1996 bis 2009 führte der Zürcher Pfarrer [[Ernst Sieber]] in Urdorf eine offene Einrichtung zur Unterstützung suchtkranker Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 21. Jahrhundert konzentrierte sich die Entwicklung verstärkt auf die innere Verdichtung und die Umgestaltung bereits bebauter Gebiete. Besonders Urdorf-Nord gewann als Arbeitsplatz- und Entwicklungsgebiet an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 wurden die politische Gemeinde und die Schulgemeinde zu einer Einheitsgemeinde zusammengeführt. Seither liegen politische Verwaltung und Volksschule unter einer gemeinsamen Gemeindeorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständige Inbetriebnahme der Limmattalbahn im Dezember 2022 verbesserte die Erschliessung des nördlichen Gemeindegebiets und schuf neue Voraussetzungen für die räumliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf ist eine Einheitsgemeinde nach dem Recht des Kantons Zürich. Die früher selbstständige Schulgemeinde ist seit 2022 in die politische Gemeinde integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeversammlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung bildet die Legislative. Stimmberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner entscheiden direkt über Budget, Rechnung, Bau- und Zonenordnung, grössere Kredite und weitere kommunale Geschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf besitzt kein Gemeindeparlament. Die Gemeindeversammlung entspricht der in kleineren und mittelgrossen Zürcher Gemeinden verbreiteten Form der direkten kommunalen Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Beschlüsse unterliegen einer obligatorischen Urnenabstimmung. Gegen andere Entscheide kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen das fakultative Referendum ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er besteht aus sieben nebenamtlich tätigen Mitgliedern und arbeitet nach dem Milizsystem.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeinderat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/behoerden/16078 Gemeinde Urdorf: Gemeinderat], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder werden von den Stimmberechtigten für eine vierjährige Amtsdauer gewählt. Das Gemeindepräsidium wird in einer gesonderten Wahl bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 2026 ist Filiz Di Liberto Gemeindepräsidentin. Die parteilose Kandidatin wurde am 14. Juni 2026 im zweiten Wahlgang mit 1&#039;599 Stimmen gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Praesidium2026&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/_doc/7059688 Gemeinde Urdorf: Wahlprotokoll Gemeindepräsidium, zweiter Wahlgang vom 14. Juni 2026], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie folgte auf Sandra Rottensteiner von der Evangelischen Volkspartei, die das Gemeindepräsidium während 18 Jahren ausgeübt hatte und auf Ende Juni 2026 zurücktrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Silber ein hersehender schwarzer Stierkopf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schwarze Stierkopf wird in der lokalen Mundart auch als &#039;&#039;&#039;Stieregrind&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Das Motiv ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste bekannte Darstellung befindet sich auf einem Viergemeinden-Grenzstein aus dem Jahr 1778 im Gebiet Sandloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Motivs ist nicht sicher geklärt. Möglich ist eine Verbindung zu Viehzucht und Landwirtschaft, die das Dorfleben über Jahrhunderte prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Wirtschaftsstruktur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 20. Jahrhundert lebte ein grosser Teil der Bevölkerung von Landwirtschaft und Kleingewerbe. Viehzucht, Milchwirtschaft, Obstbau und Ackerbau waren besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Schäflibach bestand eine Mühle. Handwerker versorgten die lokale Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bad Urdorf brachte zusätzliche Einnahmen durch Gäste und Reisende. Heimarbeit und Nebenerwerbstätigkeiten ergänzten das landwirtschaftliche Einkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau von Bahn und Strassen konnten Einwohner zunehmend Arbeitsplätze in Schlieren, Dietikon und Zürich erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwärtiger Wirtschaftsstandort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besitzt Urdorf eine breit gefächerte Wirtschaftsstruktur. Nach Angaben der Gemeinde bestehen ungefähr 670 Arbeitsstätten mit insgesamt rund 8&#039;700 Beschäftigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Facts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Bereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handel und Logistik;&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Bau- und Ausbaugewerbe;&lt;br /&gt;
* Unternehmensdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Informatik und Kommunikation;&lt;br /&gt;
* Fahrzeug- und Maschinengewerbe;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Gastronomie und persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das grösste Arbeitsplatzgebiet liegt im Norden der Gemeinde. Es grenzt an Schlieren und Dietikon und ist durch Bahn, Limmattalbahn, Bus und Strasse gut erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfolgt das Ziel, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und das Gebiet Urdorf-Nord schrittweise zu einem gemischten, urbaneren Quartier weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf liegt an der Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug. Auf Gemeindegebiet beziehungsweise unmittelbar an der Gemeindegrenze befinden sich zwei S-Bahn-Haltestellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Bahnhof Urdorf&#039;&#039;&#039; liegt grösstenteils auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Schlieren, erschliesst jedoch das Zentrum und den nördlichen Teil Urdorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle &#039;&#039;&#039;Urdorf Weihermatt&#039;&#039;&#039; befindet sich im südwestlichen Siedlungsgebiet und bedient unter anderem die Sportanlagen und die Kantonsschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Haltestellen werden von Linien der S-Bahn Zürich bedient, insbesondere von der S5 und der S14. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Zug, Affoltern am Albis, Dietikon und ins Zürcher Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmattalbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Limmattalbahn]] verbindet Zürich Altstetten mit Schlieren, Urdorf, Dietikon und Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 wurde die vollständige Strecke in Betrieb genommen. In Urdorf liegen unter anderem die Haltestellen Urdorf Nord und Kantiallee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Limmattalbahn&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/aktuellesinformationen/1472591 Gemeinde Urdorf: Fahrplanwechsel und Inbetriebnahme der Limmattalbahn], 5. Dezember 2022, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 20 verkehrt entlang des Limmattals und bietet Anschlüsse an S-Bahn und Bus. Sie erschliesst das Arbeitsplatzgebiet Urdorf-Nord, die Kantonsschule und das nahe Spital Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Bahn gilt als wichtiger Impuls für die Entwicklung des nördlichen Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Buslinien des [[Zürcher Verkehrsverbund]]s verbinden Urdorf mit Dietikon, Schlieren, Zürich, Birmensdorf, Uitikon und weiteren Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Umsteigepunkte befinden sich am Bahnhof Urdorf, bei der Weihermatt, an der Kantiallee und im Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtverbindungen ergänzen das Angebot an Wochenenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf liegt an der Hauptverbindung zwischen dem Limmattal und dem Reppischtal. Die Birmensdorferstrasse verbindet Dietikon und Schlieren mit Birmensdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über nahe Autobahnanschlüsse besteht Zugang zur [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]], zur Zürcher Westumfahrung und zum überregionalen Strassennetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gute Erreichbarkeit führt zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Die Gemeinde versucht deshalb, Wohnquartiere vor Durchgangsverkehr zu schützen und den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf verfügt über lokale und regionale Fuss- und Veloverbindungen. Wege führen durch den Siedlungsraum, entlang des Schäflibachs und in die Waldgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist in regionale Velorouten zwischen Zürich, dem Limmattal, Birmensdorf und dem Reppischtal eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2025 ist Urdorf ausserdem an das Veloverleihsystem Züri Velo angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/aktuellesinformationen/2470117 Gemeinde Urdorf: Züri Velo kommt nach Urdorf], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde führt Kindergärten, Primarschulen und die Sekundarschule. Seit der Bildung der Einheitsgemeinde 2022 ist die Volksschule organisatorisch Teil der politischen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulunterricht in Urdorf ist seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt. 1673 entstand in Oberurdorf ein eigenes Schulhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bachschulhaus wurde 1838 errichtet. Es gehört zu den historisch bedeutenden öffentlichen Gebäuden der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem starken Bevölkerungswachstum nach 1950 wurden zusätzliche Schulhäuser und Kindergärten gebaut. 1958 erhielt Urdorf eine eigene Sekundarschule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schule&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/geschichte/8578 Gemeinde Urdorf: Schul-Entwicklung], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsschule Limmattal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kantonsschule Limmattal]] befindet sich im Gebiet Weihermatt. Sie wurde 1977 eröffnet und dient insbesondere Schülerinnen und Schülern aus dem Bezirk Dietikon und dem Knonauer Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule führt verschiedene gymnasiale Profile und bereitet auf die schweizerische Maturität vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Inbetriebnahme der Limmattalbahn wurde die Erreichbarkeit der Kantonsschule aus dem gesamten Limmattal verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonderpädagogik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Urdorf befindet sich die Tagessonderschule Kind &amp;amp; Autismus. Sie bietet spezialisierte Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere sonderpädagogische und therapeutische Angebote werden in Zusammenarbeit mit regionalen und kantonalen Institutionen geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf war seit der Reformation überwiegend evangelisch-reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte reformierte Kirche in Oberurdorf geht auf die mittelalterliche Kapelle St. Niklaus zurück, die erstmals 1184 erwähnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierten Einwohner gehörten lange zu auswärtigen Kirchgemeinden. 1959 entstand die selbstständige reformierte Kirchgemeinde Urdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Bevölkerungswachstum und den Zuzug von Arbeitskräften nahm der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung im 20. Jahrhundert stark zu. 1960 wurde eine eigene katholische Kirchgemeinde gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche Bruder Klaus wurde in den 1960er-Jahren errichtet und bildet mit dem Pfarreizentrum einen wichtigen religiösen und gesellschaftlichen Treffpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute leben in Urdorf Angehörige zahlreicher christlicher, muslimischer, hinduistischer und weiterer Religionsgemeinschaften. Gleichzeitig steigt der Anteil der Personen ohne Zugehörigkeit zu einer Landeskirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alte reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte reformierte Kirche steht im historischen Kern von Oberurdorf. Ihr Ursprung liegt in der 1184 erwähnten Kapelle St. Niklaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet. Es gehört zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche und die umliegenden älteren Gebäude vermitteln einen Eindruck des früheren Dorfzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zur Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gasthaus zur Sonne geht auf das 1526 gegründete Bad Urdorf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude diente über Jahrhunderte als Bade-, Gast- und Versammlungshaus. Es erinnert an die Zeit, als Urdorf wegen seiner vermeintlich heilkräftigen Quelle Gäste aus der weiteren Umgebung anzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mühlegut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mühlegut liegt am Schäflibach und erinnert an die frühere Nutzung der Wasserkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum historischen Ensemble gehören Wohn- und Wirtschaftsbauten. Die Anlage ist ein bedeutender Zeuge der landwirtschaftlichen und gewerblichen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bachschulhaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1838 errichtete Bachschulhaus diente Generationen von Kindern als Schulgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau dokumentiert die Entwicklung des öffentlichen Schulwesens im 19. Jahrhundert und gehört zum historischen Ortsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsmuseum Urdorf dokumentiert die Geschichte von Ober- und Niederurdorf sowie der vereinigten Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung umfasst archäologische Funde, historische Fotografien, Dokumente, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände und Zeugnisse des örtlichen Vereinslebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematisiert werden unter anderem Landwirtschaft, Schule, Gewerbe, Verkehr, Militärgeschichte und das starke Siedlungswachstum nach dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Anlagen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der Urdorfer Senke sind Teile der während des Zweiten Weltkriegs angelegten Verteidigungsstellungen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören Betonbunker, Waffenstellungen und Abschnitte einer Panzersperre. Sie waren Teil der Limmatstellung und sollten einen Vorstoss durch das Limmattal und über die Übergänge südlich von Zürich erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Kulturgüter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere kulturhistorisch bemerkenswerte Orte und Anlagen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* historische Bauernhäuser in Oberurdorf;&lt;br /&gt;
* das alte Gemeindehaus;&lt;br /&gt;
* Grenzsteine zwischen den umliegenden Gemeinden;&lt;br /&gt;
* Brunnen und ehemalige Waschplätze;&lt;br /&gt;
* Gebäude der früheren Landwirtschafts- und Gewerbebetriebe;&lt;br /&gt;
* die katholische Kirche Bruder Klaus;&lt;br /&gt;
* die moderne Schulanlage der Kantonsschule Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sportanlagen Weihermatt bilden das wichtigste Sport- und Freizeitzentrum der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Angebot gehören das Freibad Weihermatt, die Kunsteisbahn, Fussballplätze, Leichtathletikanlagen und eine Mehrzweckhalle mit Hallenbad.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Facts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen werden von Schulen, Sportvereinen und der Bevölkerung genutzt. Sie besitzen auch für benachbarte Gemeinden regionale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Urdorf bestehen Vereine für Fussball, Eishockey, Turnen, Tennis, Leichtathletik, Kampfsport und weitere Sportarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder und Feldwege bieten Möglichkeiten zum Wandern, Joggen und Velofahren. Besonders der Honeret und die Höhen zwischen Limmattal und Reppischtal sind beliebte Naherholungsgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vereinsleben hat traditionell einen hohen Stellenwert. Musik-, Kultur-, Sport-, Quartier- und Brauchtumsvereine organisieren Veranstaltungen und tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumplanung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde steht vor der Aufgabe, zusätzliches Wachstum innerhalb eines weitgehend begrenzten Siedlungsgebiets zu bewältigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leitbild &#039;&#039;&#039;Urdorf 2030+&#039;&#039;&#039; beschreibt die langfristigen Ziele in den Bereichen Siedlung, Mobilität, Umwelt, Gesellschaft, Bildung, Wirtschaft und Finanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leitbild&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/leitbild Gemeinde Urdorf: Leitbild Urdorf 2030+], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Urdorf-Nord. Das Gebiet soll sich unter dem Leitsatz &#039;&#039;&#039;«Stadt im Dorf»&#039;&#039;&#039; von einem vorwiegend gewerblich genutzten Raum zu einem stärker gemischten Quartier mit Arbeitsplätzen, Dienstleistungen und zusätzlichen Wohnungen entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siedlung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/leitbild/13525 Gemeinde Urdorf: Siedlungsentwicklung], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde rechnet langfristig mit einem Wachstum auf ungefähr 12&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2040. Neue Nutzungen sollen vor allem durch Verdichtung und Umgestaltung bereits erschlossener Gebiete entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung und der Bau- und Zonenordnung soll die rechtlichen Grundlagen für eine geordnete Entwicklung schaffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BZO&amp;quot;&amp;gt;[https://www.urdorf.ch/dienstleistungen/97741 Gemeinde Urdorf: Gesamtrevision der Nutzungsplanung und Bau- und Zonenordnung], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Zielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Schutz des historischen Ortsbilds;&lt;br /&gt;
* die Sicherung von Wald- und Landwirtschaftsflächen;&lt;br /&gt;
* eine bessere Vernetzung von Grünräumen;&lt;br /&gt;
* die Aufwertung des Schäflibachs;&lt;br /&gt;
* die Förderung klimaverträglicher Mobilität;&lt;br /&gt;
* ausreichend Schul- und Betreuungsraum;&lt;br /&gt;
* die Erhaltung eines vielfältigen Arbeitsplatzangebots.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energie und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf verfolgt eine kommunale Energieplanung, die den Verbrauch fossiler Energieträger reduzieren und erneuerbare Wärmequellen fördern soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Massnahmen umfassen Wärmeverbünde, energetische Gebäudesanierungen, Solaranlagen und eine effizientere Nutzung öffentlicher Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt grosse Waldflächen, die als Lebensraum, Erholungsgebiet und CO₂-Speicher von Bedeutung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ökologische Aufwertungen entlang des Schäflibachs und an Waldrändern sollen die Vernetzung von Lebensräumen verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Siedlungsdichte werden Hitzeminderung, Baumbestand, Regenwasserrückhalt und unversiegelte Flächen wichtiger. Diese Aspekte werden zunehmend in die Orts- und Freiraumplanung einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Urdorf verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hans Falk (Künstler)|Hans Falk]] (1918–2002), Maler und Grafiker;&lt;br /&gt;
* [[Jürg Marquard]] (* 1945), Verleger und Unternehmer;&lt;br /&gt;
* Stefan Burkart (1957–2020), Leichtathlet und Olympiateilnehmer;&lt;br /&gt;
* Helen Barnett-Burkart (* 1958), Leichtathletin;&lt;br /&gt;
* [[Marco Schönbächler]] (* 1990), Fussballspieler;&lt;br /&gt;
* [[Alina Pätz]] (* 1990), Curlerin und mehrfache Weltmeisterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urdorf steht beispielhaft für die Entwicklung zahlreicher Gemeinden im Zürcher Agglomerationsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus zwei kleinen Bauerndörfern entstand innerhalb weniger Jahrzehnte eine dicht besiedelte Wohn- und Arbeitsplatzgemeinde. Trotzdem blieben historische Dorfteile, Wälder und Landwirtschaftsflächen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen Zürich, dem Limmattal und dem Reppischtal verleiht der Gemeinde eine besondere Funktion. Urdorf ist zugleich Wohnort, Bildungsstandort, Verkehrsraum, Arbeitsplatzgebiet und Ausgangspunkt für die Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Limmattalbahn und der geplanten Entwicklung von Urdorf-Nord dürfte die urbane Bedeutung der Gemeinde weiter zunehmen. Die Herausforderung besteht darin, dieses Wachstum mit Lebensqualität, Grünräumen, leistungsfähiger Infrastruktur und dem dörflichen Erbe zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lüchinger: &#039;&#039;Urdorf in der Geschichte. Von der Zeit der ersten Siedler bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs&#039;&#039;. Herausgegeben von der Politischen Gemeinde Urdorf, Urdorf 2001.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lüchinger-Grob: &#039;&#039;Urdorf in alten Ansichten&#039;&#039;. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 2002, ISBN 978-90-288-6701-7.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lüchinger und weitere: &#039;&#039;Urdorf. Eine Gemeinde entwickelt sich&#039;&#039;. Herausgegeben von der Politischen Gemeinde Urdorf, Urdorf 2008, ISBN 978-3-033-01762-7.&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band 9: Der Bezirk Dietikon&#039;&#039;. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Urdorf: &#039;&#039;Leitbild Urdorf 2030+&#039;&#039;. Urdorf.&lt;br /&gt;
* Ortsmuseum Urdorf: &#039;&#039;Chronik der Gemeinde Urdorf&#039;&#039;. Urdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Schäflibach]]&lt;br /&gt;
* [[Schlieren]]&lt;br /&gt;
* [[Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Birmensdorf ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Kantonsschule Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[S-Bahn Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der politischen Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.urdorf.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Urdorf]&lt;br /&gt;
* [https://www.urdorf.ch/geschichte Geschichte der Gemeinde Urdorf]&lt;br /&gt;
* [https://www.urdorf.ch/factsfigures/7969 Zahlen und Fakten zu Urdorf]&lt;br /&gt;
* [https://www.urdorf.ch/leitbild Leitbild Urdorf 2030+]&lt;br /&gt;
* [https://ortsmuseum-urdorf.ch/ Ortsmuseum Urdorf]&lt;br /&gt;
* [https://www.kslzh.ch/ Kantonsschule Limmattal]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/articles/000168 Urdorf im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Urdorf Bilder und Mediendateien zu Urdorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1124]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Limmat&amp;diff=691</id>
		<title>Limmat</title>
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		<updated>2026-07-24T15:34:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable infobox&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:22em; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;font-size:125%;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Limmat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Zürich view Quaibrücke 20200702.jpg|frameless|280px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:90%;&amp;quot; | Die Limmat nach dem Austritt aus dem [[Zürichsee]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lage&lt;br /&gt;
| [[Schweizer Mittelland]], [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kantone&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich|Zürich]], [[Kanton Aargau|Aargau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Flusssystem&lt;br /&gt;
| [[Rhein]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Abflussweg&lt;br /&gt;
| [[Aare]] → [[Rhein]] → Nordsee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Länge&lt;br /&gt;
| rund 36 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Länge mit Linth&lt;br /&gt;
| rund 140 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einzugsgebiet&lt;br /&gt;
| rund 2&#039;416 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ursprung&lt;br /&gt;
| Abfluss des [[Zürichsee]]s in [[Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höhe am Ursprung&lt;br /&gt;
| etwa 406 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Mündung&lt;br /&gt;
| bei [[Gebenstorf]] und [[Untersiggenthal]] in die [[Aare]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Mündungshöhe&lt;br /&gt;
| etwa 328 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Mittlerer Abfluss&lt;br /&gt;
| rund 101 m³/s bei [[Baden AG|Baden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Linke Nebenflüsse&lt;br /&gt;
| [[Sihl]], Schäflibach, [[Reppisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Rechte Nebenflüsse&lt;br /&gt;
| Furtbach, Länggenbach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Stausee&lt;br /&gt;
| [[Stausee Wettingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Grössere Orte&lt;br /&gt;
| [[Zürich]], [[Schlieren]], [[Dietikon]], [[Wettingen]], [[Baden AG|Baden]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Limmat&#039;&#039;&#039; ist ein rund 36 Kilometer langer Fluss in den Kantonen [[Kanton Zürich|Zürich]] und [[Kanton Aargau|Aargau]]. Sie verlässt in der Stadt [[Zürich]] den [[Zürichsee]], durchfliesst das [[Limmattal]] und mündet im sogenannten [[Wasserschloss der Schweiz]] in die [[Aare]]. Über die Aare und den [[Rhein]] gelangt ihr Wasser in die Nordsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hydrologisch bildet die Limmat die Fortsetzung der [[Linth]]. Zusammen mit der Linth und den dazwischenliegenden Seen entsteht eine rund 140 Kilometer lange Flussachse, die vom [[Tödi]]gebiet in den Glarner Alpen bis zur Aare reicht. Die Limmat ist nach der [[Reuss]] einer der wasserreichsten Nebenflüsse der Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss prägt das Stadtbild von Zürich und die dicht besiedelte Wirtschaftsregion des Limmattals. Er dient der Energiegewinnung, der Naherholung, der Schifffahrt, der Grundwasserneubildung und als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Limmat ist bereits im Frühmittelalter belegt. Zu den ältesten überlieferten Formen gehören &#039;&#039;Lindimacum&#039;&#039; aus dem Jahr 771, &#039;&#039;Lindimagi&#039;&#039; aus dem frühen 9. Jahrhundert und &#039;&#039;Lindemaci&#039;&#039; aus der Zeit vor 840. Schreibweisen mit der heutigen Endung «-at» sind erst seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den lokalen Mundarten heisst der Fluss im Raum Zürich &#039;&#039;Limet&#039;&#039; oder älter &#039;&#039;Limig&#039;&#039;. Im aargauischen Unterlauf ist auch die Form &#039;&#039;Limmig&#039;&#039; gebräuchlich. Diese mundartlichen Bezeichnungen stehen den mittelalterlichen Namensformen teilweise näher als die heutige schriftsprachliche Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Namens ist nicht abschliessend geklärt. Eine verbreitete Deutung führt ihn auf eine Verbindung der Namen [[Linth]] und &#039;&#039;Maag&#039;&#039; zurück. Als Maag soll früher der Abfluss des [[Walensee]]s bezeichnet worden sein. Ob dieser Gewässername tatsächlich in der Bevölkerung verwendet wurde, ist in der Namenforschung umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Erklärung nimmt einen keltischen Ursprung an. Danach könnte der Name aus Elementen mit den Bedeutungen «Gewässer» oder «See» und «Ebene» zusammengesetzt sein. Ursprünglich hätte die Bezeichnung demnach eine wasserreiche Ebene im Gebiet des oberen Zürichsees oder der Linthebene bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Greule: &#039;&#039;Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen&#039;&#039;. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2014, S. 315–316.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Linth-Limmat-System ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hydrologische Oberlauf der Limmat ist die Linth. Diese entspringt im [[Kanton Glarus]] im Gebiet zwischen Tödi, [[Clariden]] und [[Ortstock]]. Vor der [[Linthkorrektion]] floss sie durch die versumpfte Linthebene direkt in den Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem frühen 19. Jahrhundert wird die Linth durch den [[Escherkanal]] in den Walensee geleitet. Sie verlässt den Walensee durch den [[Linthkanal]] und erreicht danach den oberen Zürichsee. Der Zürichsee wirkt als grosser natürlicher Speicher und beeinflusst die Wasserführung der späteren Limmat erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Austritt aus dem Zürichsee an trägt der Fluss den Namen Limmat. Für den Abschnitt zwischen Zürichsee und Aare wird eine Länge von rund 36 Kilometern angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Limmat2020&amp;quot;&amp;gt;Kanton Zürich und Kanton Aargau: [https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/umwelt-tiere/wasser-gewaesser/gewaesserqualitaet/biologie-der-gewaesser/limmat2020_kurzbericht_biologie_aquaplus.pdf &#039;&#039;Biologische Untersuchung der Limmat 2020 – Kurzbericht&#039;&#039;], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf durch Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat verlässt den Zürichsee unterhalb der [[Quaibrücke]] auf ungefähr 406 Metern über Meer. Sie fliesst zunächst durch das historische Zentrum von Zürich. Am rechten Ufer liegen das [[Limmatquai]], die Altstadt und das [[Grossmünster]], am linken Ufer unter anderem der Stadthausquai, die [[Fraumünster|Fraumünsterkirche]] und die [[Bahnhofstrasse (Zürich)|Bahnhofstrasse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtzentrum wird der Fluss von mehreren Brücken überquert. Zu den bekanntesten gehören die Quaibrücke, die [[Münsterbrücke]], die [[Rathausbrücke]], die Bahnhofbrücke und die Walchebrücke. Die Uferbebauung und die Brücken prägen das charakteristische Stadtbild Zürichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Platzspitz]] hinter dem [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseum]] mündet von links die [[Sihl]] in die Limmat. Die Sihl ist der grösste direkte Zufluss des Flusses. Bei Hochwasser führt sie erhebliche Mengen Wasser, Geschiebe und Schwebstoffe mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der Sihlmündung teilt sich die Limmat im Bereich des Letten teilweise in einen Kraftwerkskanal und ein Restwasserbett. Danach fliesst sie an [[Wipkingen]], [[Höngg]] und der [[Werdinsel]] vorbei. Im Westen der Stadt wird das Tal breiter und geht in das eigentliche Limmattal über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Limmattal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verlassen des Stadtgebiets durchfliesst die Limmat die stark besiedelte Agglomeration westlich von Zürich. Sie berührt die Gemeinden [[Schlieren]], [[Oberengstringen]], [[Unterengstringen]], [[Weiningen ZH|Weiningen]], [[Geroldswil]], [[Dietikon]] und [[Oetwil an der Limmat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Dietikon mündet von links die [[Reppisch]] in die Limmat. Sie entspringt im Gebiet des [[Türlersee]]s und durchfliesst das Reppischtal. Ebenfalls bei Dietikon erreicht der Schäflibach den Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Unterengstringen und Dietikon liegt am rechten Ufer das [[Kloster Fahr]]. Das Benediktinerinnenkloster gehört politisch zur aargauischen Gemeinde [[Würenlos]], obwohl es geografisch weitgehend von Zürcher Kantonsgebiet umgeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Abschnitt der Limmat ist über grosse Strecken begradigt und durch Dämme, Mauern, Blockwürfe und andere Uferbefestigungen gesichert. Naturnähere Abschnitte und Kiesbänke befinden sich unter anderem bei der Werdinsel, im Gebiet von Geroldswil und in den Dietiker Altläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aargauer Limmattal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Oetwil an der Limmat verlässt der Fluss den Kanton Zürich und erreicht den Kanton Aargau. Er fliesst zwischen [[Würenlos]], [[Spreitenbach]], [[Killwangen]] und [[Neuenhof AG|Neuenhof]] weiter in Richtung Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Wettingen wird die Limmat durch das [[Kraftwerk Wettingen]] zum [[Stausee Wettingen]] aufgestaut. Anschliessend fliesst sie zwischen [[Wettingen]] und [[Baden AG|Baden]] durch eine markante Talenge. Diese Klus trennt den [[Lägern|Lägernrücken]] von den südwestlich anschliessenden Jurahöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Baden durchquert die Limmat das historische Stadtgebiet. Die Altstadt liegt oberhalb einer engen Flussschleife. Unterhalb der Stadt passiert der Fluss die Badener Bäder, [[Ennetbaden]] und das Kraftwerk Kappelerhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach erreicht die Limmat das Gebiet von [[Turgi]], [[Gebenstorf]], [[Untersiggenthal]] und [[Brugg AG|Brugg]]. Am sogenannten [[Limmatspitz]] mündet sie auf ungefähr 328 Metern über Meer in die Aare. Wenig oberhalb mündet bereits die Reuss in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Zusammenflusses von Aare, Reuss und Limmat wird als [[Wasserschloss der Schweiz]] bezeichnet. Ein grosser Teil des Schweizer Staatsgebiets wird über diese drei Flüsse entwässert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzugsgebiet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet der Limmat umfasst unter Einbezug von Linth und Zürichsee rund 2&#039;416 Quadratkilometer. Es erstreckt sich von den Glarner Alpen über den Walensee, die Linthebene, den Zürichsee und das Sihltal bis in den Kanton Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Einzugsgebiet gehören Teile der Kantone Glarus, St. Gallen, Schwyz, Zürich, Zug und Aargau. Die höchsten Bereiche liegen im vergletscherten Hochgebirge rund um den Tödi. Die tiefsten Bereiche befinden sich bei der Mündung in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten direkten Zuflüsse der Limmat sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Sihl]] bei Zürich,&lt;br /&gt;
* der Schäflibach bei Dietikon,&lt;br /&gt;
* die [[Reppisch]] bei Dietikon,&lt;br /&gt;
* der Furtbach im unteren Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Zürichsee gehören ausserdem die Linth, die [[Jona (Fluss)|Jona]], die [[Wägitaler Aa]] und zahlreiche kleinere Bäche zum Limmat-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserführung der Limmat wird stark durch den Zürichsee beeinflusst. Der See gleicht kurzfristige Abflussschwankungen aus und hält einen grossen Teil des von Linth und Sihl herangeführten Wassers vorübergehend zurück. Der Abfluss aus dem Zürichsee wird zusätzlich durch Wehranlagen in der Stadt Zürich reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der hydrometrischen Messstation Limmat–Baden wird seit 1951 kontinuierlich gemessen. Der langjährige mittlere Abfluss beträgt dort rund 101 Kubikmeter pro Sekunde. Das an der Messstation erfasste Einzugsgebiet ist ungefähr 2&#039;396 Quadratkilometer gross. Als niedrigster Messwert werden 24,6 Kubikmeter pro Sekunde und als historischer Spitzenwert rund 660 Kubikmeter pro Sekunde angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAFU&amp;quot;&amp;gt;Bundesamt für Umwelt: [https://www.hydrodaten.admin.ch/documents/Stationsposter/2243_poster.pdf Hydrometrische Messstation Limmat–Baden, Limmatpromenade], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserführung ist im Jahresverlauf vergleichsweise ausgeglichen. Höhere Abflüsse können nach lang anhaltenden Niederschlägen, während der Schneeschmelze oder bei gleichzeitig hohen Zuflüssen aus Linth und Sihl auftreten. Die Regulierung des Zürichsees und mehrere Kraftwerksstufen verändern den natürlichen Abflussverlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein aussergewöhnliches Hochwasser ereignete sich im Mai 1999. Damals wurde bei Baden einer der höchsten jemals registrierten Abflüsse gemessen. Historisch bedeutend war auch das Hochwasser von 1910, das im gesamten Linth-Limmat-System Schäden verursachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasserschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat durchfliesst eine der am dichtesten bebauten Regionen der Schweiz. Wohngebiete, Industrieanlagen, Verkehrswege, Kraftwerke und Abwasserreinigungsanlagen liegen teilweise unmittelbar am Fluss. Der Hochwasserschutz besitzt deshalb grosse Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürichsee dient als natürlicher Rückhalteraum. Seine Wirkung ist jedoch begrenzt, da der Abfluss durch die Engstellen und Wehre in Zürich nicht beliebig erhöht werden kann. Ein gleichzeitiges Hochwasser von Zürichsee, Sihl und kleineren Seitengewässern kann besonders im Stadtgebiet und im unteren Limmattal problematisch werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantone Zürich und Aargau erstellen Gefahrenkarten und planen Schutzmassnahmen entlang des Flusses. Dazu gehören die Sicherung von Dämmen, der Unterhalt der Ufer, der Schutz kritischer Infrastrukturen und die Freihaltung ausreichender Gewässerräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Ökologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat ist ein Seeausfluss und weist deshalb besondere ökologische Eigenschaften auf. Das Wasser des Zürichsees ist vergleichsweise klar und nährstoffarm. Der See hält einen grossen Teil des Geschiebes zurück, sodass die Limmat oberhalb der Sihlmündung nur wenig Kies und Sand transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sihl bringt bei Hochwasser zusätzliches Geschiebe in den Fluss. Weiter flussabwärts wird der natürliche Geschiebetransport jedoch durch Wehre und Stauhaltungen erneut unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ufer der Limmat sind über weite Strecken verbaut. Gemäss der biologischen Untersuchung von 2020 gilt ihr ökomorphologischer Zustand auf langen Abschnitten als stark beeinträchtigt. Naturnahe Fliessstrecken sind selten. Bei Wettingen blieb ein etwa 300 Meter langer naturnaher Abschnitt erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Limmat2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wertvollsten Lebensräumen gehören die Dietiker Altläufe und das Auengebiet Dietikon–Geroldswil von nationaler Bedeutung. Dort befinden sich Auenwälder, Kiesflächen, Altwasser und Feuchtgebiete. Sie bieten Lebensraum für Fische, Amphibien, Reptilien, Wasservögel und zahlreiche Insektenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Limmat leben unter anderem [[Äsche]], [[Barbe]], [[Alet]], [[Nase (Fisch)|Nase]], [[Bachforelle]] und verschiedene Kleinfischarten. Fischaufstiegshilfen an den Kraftwerken sollen Wanderungen zwischen Aare, Limmat und Zürichsee ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die biologische Zusammensetzung wird zunehmend durch gebietsfremde Arten beeinflusst. Dazu gehört der Grosse Höckerflohkrebs, der sich seit den 2000er-Jahren vom Zürichsee flussabwärts ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserqualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserqualität der Limmat hat sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich verbessert. Der Ausbau der Kanalisation und der Abwasserreinigungsanlagen verringerte die Belastung durch ungeklärte häusliche und industrielle Abwässer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Aargau untersucht die Wasserqualität bei Turgi regelmässig im Rahmen seiner chemischen Langzeitüberwachung. Der chemische Zustand wird insgesamt als sehr gut beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kanton Aargau: [https://www.ag.ch/de/themen/umwelt-natur/wasser-gewaesser/oberflaechengewaesser/zustand-fliessgewaesser/aare-reuss-limmat-und-rhein Aare, Reuss, Limmat und Rhein], veröffentlicht am 17. November 2025, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der guten chemischen Wasserqualität bestehen ökologische Defizite. Ursachen sind vor allem verbaute Ufer, fehlende natürliche Seitenarme, Kraftwerksstufen, gestörter Geschiebetransport und die Einleitung gereinigter Abwässer aus dem dicht besiedelten Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat speist zudem den Grundwasserstrom des Limmattals. Dieses Grundwasser ist für die Trinkwasserversorgung zahlreicher Gemeinden von Bedeutung. Der Schutz des Flusses und seiner Uferzonen dient daher auch dem Schutz der Trinkwasserressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Revitalisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 20. Jahrhundert wurden verschiedene Abschnitte der Limmat ökologisch aufgewertet. Ziel ist es, dem Fluss dort, wo genügend Raum vorhanden ist, breitere und strukturreichere Uferbereiche zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Revitalisierungen wurden unter anderem bei der Werdinsel, in Geroldswil und im Gebiet der Dietiker Altläufe umgesetzt. Dabei entstanden Flachufer, Kiesbänke, Seitenarme und besser zugängliche Uferzonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Planungen betreffen Abschnitte zwischen Zürich, Schlieren und den Engstringer Gemeinden. Neben der ökologischen Aufwertung sollen solche Projekte auch den Hochwasserschutz und die Erholungsqualität verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kanton Zürich: [https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/planen-bauen/wasserbau/planungsgrundlagen/limmat-reppisch/Kurzfassung_Massnahmenplan_Einzugsgebiet_Limmat_Reppisch.pdf &#039;&#039;Massnahmenplan Wasser im Einzugsgebiet Limmat und Reppisch – Kurzfassung&#039;&#039;], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Wasserkraft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserkraft der Limmat wird seit Jahrhunderten genutzt. Früher trieb der Fluss Mühlen, Sägereien, Pumpwerke und Maschinen in Gewerbe- und Industriebetrieben an. Im 19. Jahrhundert wurde die Wasserkraft zunehmend zur Stromproduktion eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss der biologischen Untersuchung von 2020 befinden sich entlang der Limmat elf Wasserkraftanlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Limmat2020&amp;quot; /&amp;gt; Zu den bedeutendsten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Letten in Zürich,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Höngg,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Dietikon,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Wettingen,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Aue in Baden,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Kappelerhof,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Schiffmühle,&lt;br /&gt;
* das Kraftwerk Turgi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kraftwerk Letten spielte eine wichtige Rolle bei der Elektrifizierung Zürichs. Am 3. August 1892 wurde mit Strom aus diesem Werk erstmals eine öffentliche elektrische Beleuchtung in Zürich versorgt. Dieses Ereignis gilt zugleich als Beginn des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Zürich: [https://www.stadt-zuerich.ch/de/aktuell/medienmitteilungen/2025/10/ewz-kraftwerk-letten-neue-konzession-bis-2083.html ewz-Kraftwerk Letten – neue Konzession bis 2083], veröffentlicht am 22. Oktober 2025, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kraftwerk Kappelerhof in Baden wurde 1892 in Betrieb genommen und gehört zu den ältesten Wasserkraftwerken des Kantons Aargau. Seine Entstehung war eng mit der Entwicklung der Badener Maschinenindustrie und des späteren Unternehmens [[Brown, Boveri &amp;amp; Cie.]] verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regionalwerke.ch/privat-geschaeftskunden/services/elektromuseum Elektromuseum Kraftwerk Kappelerhof], Regionalwerke Baden, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kraftwerke verändern Strömung, Geschiebetransport und Lebensräume. Moderne Konzessionen verbinden die Stromproduktion deshalb mit Restwasservorschriften, Fischaufstiegshilfen und ökologischen Ersatzmassnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schifffahrt und Flösserwesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat wurde bereits in der Antike und im Mittelalter als Verkehrsweg genutzt. Im römischen Turicum wurden Waren zwischen See- und Flussschiffen umgeladen. Über Zürichsee, Limmat, Aare und Rhein bestanden Verkehrsverbindungen in Richtung Nordwestschweiz und Oberrhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit transportierten Schiffer Menschen, Salz, Getreide, Wein, Holz und andere Güter flussabwärts. Wegen der starken Strömung und der schwierigen Rückfahrt wurden viele Boote am Zielort zerlegt oder verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist nur der oberste Abschnitt zwischen Zürichsee und Platzspitz regelmässig für die Personenschifffahrt zugänglich. Die [[Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft]] betreibt dort die Limmatschifffahrt mit niedrigen Schiffen, die unter den Brücken der Altstadt hindurchfahren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb Zürichs ist die durchgehende Schifffahrt wegen der zahlreichen Wehre und Kraftwerke eingeschränkt. An mehreren Aargauer Kraftwerken bestehen Anlagen, mit denen kleinere Boote um die Kraftwerksstufen herum transportiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brücken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat wird von zahlreichen Strassen-, Eisenbahn-, Fuss- und Velobrücken überquert. Besonders dicht ist das Brückennetz in Zürich. Mehrere Übergänge gehen auf mittelalterliche oder frühneuzeitliche Brückenstandorte zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Limmatbrücken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Quaibrücke in Zürich,&lt;br /&gt;
* die Münsterbrücke,&lt;br /&gt;
* die Rathausbrücke,&lt;br /&gt;
* die Bahnhofbrücke,&lt;br /&gt;
* die Hardbrücke,&lt;br /&gt;
* die Europabrücke,&lt;br /&gt;
* die historische Holzbrücke zwischen Baden und Wettingen,&lt;br /&gt;
* die Hochbrücke in Baden,&lt;br /&gt;
* verschiedene Eisenbahnbrücken im Raum Zürich, Dietikon, Baden und Turgi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücken ermöglichten die Entwicklung von Zürich und Baden auf beiden Seiten des Flusses. Gleichzeitig mussten ihre Pfeiler und Durchlässe so gestaltet werden, dass sie den Hochwasserabfluss möglichst wenig behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat beeinflusste die Entstehung und Entwicklung der Siedlungen entlang ihres Laufs. Zürich entstand an der Stelle, an der der Fluss den Zürichsee verlässt und sich wichtige Land- und Wasserwege kreuzten. Auch Baden entwickelte sich an einem strategisch wichtigen Flussübergang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der beiden [[Schlachten bei Zürich]] im Jahr 1799 bildeten Zürichsee, Limmat und Aare eine wichtige militärische Verteidigungslinie. In der Zweiten Schlacht bei Zürich überquerten französische Truppen unter [[André Masséna]] die Limmat bei Dietikon und griffen die russischen Stellungen an. Dieser Übergang trug wesentlich zum französischen Sieg bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Rudolf Fuhrer: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008917 Schlachten bei Zürich], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, Version vom 25. Januar 2015, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war der Fluss Teil der schweizerischen [[Limmatstellung]]. Entlang der Linie Sargans–Walensee–Linth–Zürichsee–Limmat entstanden zwischen 1939 und 1940 Bunker, Panzersperren und weitere Verteidigungsanlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Stadler: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008596 Befestigungen], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, Version vom 8. November 2019, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelne Bauwerke dieser Stellung sind bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungs- und Wirtschaftsraum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattal gehört zu den bedeutendsten Siedlungs- und Wirtschaftsräumen der Schweiz. Zwischen Zürich und Baden entstanden seit dem 19. Jahrhundert Industrieanlagen, Eisenbahnstrecken, Wohngebiete und Verkehrsachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1847 eröffnete [[Schweizerische Nordbahn]] zwischen Zürich und Baden war die erste vollständig auf Schweizer Gebiet liegende Eisenbahnstrecke. Sie wurde als [[Spanisch-Brötli-Bahn]] bekannt. Eine ihrer ersten Dampflokomotiven trug den Namen «Limmat».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wuchsen die früher getrennten Ortschaften des Limmattals zu einer nahezu zusammenhängenden Agglomeration zusammen. Autobahn, Eisenbahn, [[S-Bahn Zürich|Zürcher S-Bahn]] und [[Limmattalbahn]] verlaufen weitgehend parallel zum Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dichte Besiedlung führt zu einem hohen Nutzungsdruck. Flächen entlang der Limmat werden für Wohnen, Gewerbe, Verkehr, Energieversorgung, Abwasserreinigung, Trinkwassergewinnung, Naturschutz und Erholung beansprucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Erholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat ist ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung von Zürich und dem Limmattal. Uferwege werden zum Spazieren, Joggen und Velofahren genutzt. Parks und zugängliche Uferbereiche befinden sich unter anderem beim Platzspitz, in Wipkingen, auf der Werdinsel, bei Dietikon, Wettingen und Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zürich liegen mehrere bekannte Flussbäder an der Limmat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Frauenbad am Stadthausquai]],&lt;br /&gt;
* das [[Flussbad Oberer Letten]],&lt;br /&gt;
* das [[Flussbad Unterer Letten]],&lt;br /&gt;
* das Freibad Au-Höngg an der Werdinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das traditionelle [[Limmatschwimmen]] führt durch einen sonst für das freie Schwimmen gesperrten Abschnitt der Zürcher Innenstadt. Ausserhalb der dafür freigegebenen Bereiche können Strömung, Wehre, Schiffsverkehr und Brücken eine erhebliche Gefahr darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Zürich und Dietikon wird im Sommer häufig mit Schlauchbooten befahren. Wehranlagen müssen umgangen werden. Im Aargau dienen einzelne Flussabschnitte dem Kanusport und der Fischerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat ist eng mit der Identität Zürichs und des Limmattals verbunden. Ihr Name findet sich in Bezeichnungen von Strassen, Plätzen, Unternehmen, Vereinen, Publikationen und Verkehrsmitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fluss benannt sind unter anderem der [[Limmatplatz]] in Zürich, der [[Limmat Verlag]], mehrere Schiffe der Zürichseeflotte und verschiedene regionale Organisationen. Historische und moderne Darstellungen der Limmat gehören zu den häufigsten Stadtansichten Zürichs und Badens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Flüsse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Linth]]&lt;br /&gt;
* [[Zürichsee]]&lt;br /&gt;
* [[Sihl]]&lt;br /&gt;
* [[Reppisch]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserschloss der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Aare]]&lt;br /&gt;
* [[Linthkorrektion]]&lt;br /&gt;
* [[Limmatstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Albrecht Greule: &#039;&#039;Deutsches Gewässernamenbuch&#039;&#039;. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-019039-7.&lt;br /&gt;
* Walter Lüem, Andreas Steigmeier (Hrsg.): &#039;&#039;Die Limmatstellung im Zweiten Weltkrieg&#039;&#039;. Baden 1997.&lt;br /&gt;
* Kanton Zürich und Kanton Aargau: &#039;&#039;Biologische Untersuchung der Limmat 2020&#039;&#039;. Zürich 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hydrodaten.admin.ch/de/2243.html Hydrologische Daten der Limmat bei Baden] beim Bundesamt für Umwelt&lt;br /&gt;
* [https://geo.zh.ch/ Verlauf der Limmat] im GIS-Browser des Kantons Zürich&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/de/verwaltung/dfr/geoportal Geoportal des Kantons Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/wasser-gewaesser.html Wasser und Gewässer] beim Kanton Zürich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Limmat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geografie (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebenfluss der Aare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Freiburg&amp;diff=690</id>
		<title>Kanton Freiburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Freiburg&amp;diff=690"/>
		<updated>2026-07-24T15:27:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Kanton Freiburg}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:330px; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:125%; text-align:center; background:#eeeeee;&amp;quot; | Kanton Freiburg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtliche Namen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Kanton Freiburg&amp;lt;br /&amp;gt;Canton de Fribourg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Kürzel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| FR&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hauptort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Grösste Gemeinde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Region&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Westschweiz]], [[Espace Mittelland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Beitritt zur Eidgenossenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 1481&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-freiburg-kanton&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007379/ &#039;&#039;Freiburg (Kanton)&#039;&#039;], Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 9. März 2023, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtssprachen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Französische Sprache|Französisch]] und [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://bdlf.fr.ch/app/de/texts_of_law/10.1 &#039;&#039;Verfassung des Kantons Freiburg vom 16. Mai 2004&#039;&#039;], insbesondere Art. 1, 2 und 6, Freiburger Gesetzgebung, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fläche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 1&#039;672,4 km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/sites/default/files/2025-02/le-canton-de-fribourg-en-chiffres--edition-2025.pdf &#039;&#039;Der Kanton Freiburg in Zahlen 2025&#039;&#039;], Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, S. 5–6, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bevölkerung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 346&#039;674 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2024&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/vwbd/sda/statistiken-nach-themen/stand-und-entwicklung-der-bevoelkerung &#039;&#039;Stand und Entwicklung der Bevölkerung&#039;&#039;], Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, Version vom 22. Mai 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Politische Gemeinden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 119, Stand 1. Januar 2026&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/vwbd/sda/statistiken-nach-themen/bodennutzung-bedeckung &#039;&#039;Bodennutzung und Bodenbedeckung&#039;&#039;], Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, Version vom 4. Februar 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bezirke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 7&amp;lt;ref name=&amp;quot;oberaemter-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/staat-und-recht/regierung-und-verwaltung/die-sieben-oberaemter-des-kantons-freiburg &#039;&#039;Die sieben Oberämter des Kantons Freiburg&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Legislative&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Grosser Rat des Kantons Freiburg|Grosser Rat]], 110 Mitglieder&amp;lt;ref name=&amp;quot;grosser-rat-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/parlinfo/den-grossen-rat-entdecken &#039;&#039;Den Grossen Rat entdecken&#039;&#039;], Grosser Rat des Kantons Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Exekutive&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Staatsrat des Kantons Freiburg|Staatsrat]], 7 Mitglieder&amp;lt;ref name=&amp;quot;staatsrat-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/sr &#039;&#039;Staatsrat des Kantons Freiburg&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Höchster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Vanil Noir]], 2389 m ü. M.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tiefster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Ufer des [[Neuenburgersee|Neuenburgersees]], 429 m ü. M.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Internet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [https://www.fr.ch/ fr.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kanton Freiburg&#039;&#039;&#039;, französisch &#039;&#039;&#039;Canton de Fribourg&#039;&#039;&#039;, ist ein zweisprachiger Kanton im Westen der [[Schweiz]]. Er liegt an der Grenze zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz und verbindet Landschaften des [[Schweizer Mittelland]]s mit den [[Freiburger Voralpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort und grösste Gemeinde ist [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]], französisch &#039;&#039;Fribourg&#039;&#039;. Weitere bedeutende Städte und regionale Zentren sind [[Bulle FR|Bulle]], [[Villars-sur-Glâne]], [[Düdingen]], [[Murten]], [[Estavayer-le-Lac]], [[Romont FR|Romont]], [[Châtel-Saint-Denis]] und [[Tafers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton grenzt an die Kantone [[Kanton Bern|Bern]], [[Kanton Waadt|Waadt]] und [[Kanton Neuenburg|Neuenburg]]. Teile seiner Grenzen verlaufen durch den [[Neuenburgersee]] und den [[Murtensee]]. Im Norden reicht Freiburg bis zum [[Grosses Moos|Grossen Moos]], im Süden bis zu den Gipfeln der Freiburger Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg gehört neben Bern und dem [[Kanton Wallis|Wallis]] zu den institutionell zweisprachigen Kantonen der Schweiz. Französisch und Deutsch sind gleichberechtigte kantonale Amtssprachen. Ihr Gebrauch richtet sich nach dem Territorialitätsprinzip und nach der herkömmlichen sprachlichen Zusammensetzung der Gemeinden und Regionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französischsprachige Bevölkerung bildet die Mehrheit. Der [[Sensebezirk]] ist überwiegend deutschsprachig, der [[Seebezirk]] zweisprachig. Die übrigen Bezirke sind überwiegend französischsprachig, wobei im Greyerzbezirk die Gemeinde [[Jaun]] eine deutschsprachige Insel bildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sprachgrenze-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/alltag/integration-und-soziale-koordination/freiburg-der-kanton-an-der-sprachgrenze &#039;&#039;Freiburg, der Kanton an der Sprachgrenze&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landschaftlich reicht der Kanton von den Ebenen der Broye und den Ufern der Jurarandseen über das Molassehügelland bis zum Vanil Noir auf 2389 Metern über Meer. Bedeutende Gewässer sind die [[Saane]], die [[Sense]], die [[Broye]], der Murtensee, der Neuenburgersee, der [[Greyerzersee]], der [[Schiffenensee]] und der [[Schwarzsee FR|Schwarzsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg ist stark durch Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion geprägt. International bekannte Erzeugnisse sind der Käse [[Le Gruyère AOP]], der [[Vacherin Fribourgeois]], die [[Cuchaule]], die Freiburger Kilbisenfsauce, Doppelrahm und die Birnensorte [[Poire à Botzi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig besitzt der Kanton bedeutende Industrie-, Bildungs- und Dienstleistungsstandorte. Die 1889 gegründete [[Universität Freiburg (Schweiz)|Universität Freiburg]] ist eine der wichtigsten zweisprachigen Hochschulen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Name lautet &#039;&#039;&#039;Freiburg&#039;&#039;&#039;, der französische Name &#039;&#039;&#039;Fribourg&#039;&#039;&#039;. Auf Italienisch heisst der Kanton &#039;&#039;Friburgo&#039;&#039;, auf Rätoromanisch &#039;&#039;Friburg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name bezeichnet sowohl den Kanton als auch seinen Hauptort. Zur Unterscheidung werden die Formen «Kanton Freiburg» und «Stadt Freiburg» verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wird auf Deutsch auch &#039;&#039;&#039;Freiburg im Üechtland&#039;&#039;&#039; genannt. Dieser Zusatz unterscheidet sie von [[Freiburg im Breisgau]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name geht auf das mittelhochdeutsche beziehungsweise althochdeutsche Wort für eine «freie Burg» oder eine mit besonderen Freiheiten ausgestattete befestigte Siedlung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Freiburg wurde 1157 durch Herzog Berchtold IV. von Zähringen gegründet. Der Name entsprach der Politik der Zähringer, neue Städte als befestigte Herrschafts-, Markt- und Verwaltungszentren anzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das französische &#039;&#039;Fribourg&#039;&#039; entwickelte sich aus der deutschen Namensform. Beide Varianten sind seit dem Mittelalter belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Landschaftsbezeichnung &#039;&#039;&#039;Üechtland&#039;&#039;&#039; beziehungsweise französisch &#039;&#039;Nuitonie&#039;&#039; bezeichnete im Mittelalter einen Teil des Gebiets zwischen Saane, Aare und Broye. Der deutsche Zusatz «im Üechtland» ist heute vor allem in historischen, geografischen und bahnamtlichen Zusammenhängen gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons werden als &#039;&#039;&#039;Freiburgerinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Freiburger&#039;&#039;&#039;, auf Französisch als &#039;&#039;Fribourgeoises&#039;&#039; und &#039;&#039;Fribourgeois&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv lautet &#039;&#039;freiburgisch&#039;&#039; oder in Eigennamen häufig &#039;&#039;Freiburger&#039;&#039;, beispielsweise Freiburger Voralpen, Freiburger Staatsrat und Freiburger Küche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen des Kantons ist waagrecht in Schwarz und Weiss geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Hälfte ist schwarz, die untere weiss beziehungsweise silbern. Die Kantonsflagge verwendet dasselbe Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsverfassung beschreibt das Wappen mit den Worten: «Von Schwarz und Weiss geteilt».&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwarz und Weiss sind seit dem späten Mittelalter als Farben Freiburgs belegt. Das Banner erscheint in historischen Handschriften, Wappenbüchern und Darstellungen der eidgenössischen Orte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonswappen ist vom älteren Siegelwappen der Stadt zu unterscheiden. Dieses zeigte zeitweise eine befestigte Stadtanlage mit Türmen und Toren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Ausbildung des Freiburger Stadtstaats wurde das schwarz-weisse Banner zum Zeichen des gesamten Herrschaftsgebiets und später des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine volkstümliche Legende verbindet die Farben mit Herzog Berchtold IV. von Zähringen. Nach dieser Erzählung wurde der Herzog während einer Jagd von einem Köhler beherbergt und schlief unter einem schwarzen Kohlen- und einem weissen Mehlsack. Historische Belege für diese Geschichte fehlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flagge-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/staat-und-recht/parlament/die-flagge-des-rathauses &#039;&#039;Die Flagge des Rathauses&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwarz und Weiss prägen heute:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* amtliche Publikationen;&lt;br /&gt;
* kantonale Fahnen;&lt;br /&gt;
* das Erscheinungsbild der Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Sport- und Vereinskleidung;&lt;br /&gt;
* kulturelle Veranstaltungen;&lt;br /&gt;
* regionale Produkte und Marken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Logo der kantonalen Verwaltung trägt die zweisprachige Bezeichnung «Etat de Fribourg – Staat Freiburg».&amp;lt;ref name=&amp;quot;erscheinungsbild-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/staat-und-recht/amtliche-veroeffentlichungen/corporate-design &#039;&#039;Corporate Design des Staates Freiburg&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg liegt im westlichen Schweizer Mittelland und in den nördlichen Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt eine Fläche von 1&#039;672,4 Quadratkilometern. Darin enthalten sind rund 77 Quadratkilometer kantonale Seeanteile und der direkt dem Kanton unterstellte Staatswald Galm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton grenzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Norden und Osten an Bern;&lt;br /&gt;
* im Westen und Südwesten an Waadt;&lt;br /&gt;
* im Nordwesten über den Neuenburgersee an Neuenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsform ist unregelmässig. Besonders der Broyebezirk besteht aus mehreren räumlich getrennten Gebieten, die von waadtländischem Territorium umgeben oder voneinander getrennt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese komplizierte Grenzstruktur geht auf die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschaftsverhältnisse zurück. Freiburg und Bern teilten nach den Burgunderkriegen verschiedene Gebiete, während andere Herrschaften später getrennt erworben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftsräume ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton lässt sich in mehrere grosse Landschaftsräume gliedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Freiburger Mittelland;&lt;br /&gt;
* das Saanetal;&lt;br /&gt;
* das Senseland;&lt;br /&gt;
* das Seeland und den Vully;&lt;br /&gt;
* die Broyeebene;&lt;br /&gt;
* das Glanetal;&lt;br /&gt;
* das Greyerzerland;&lt;br /&gt;
* die Freiburger Voralpen;&lt;br /&gt;
* die Region Vivisbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Norden und Westen gehören überwiegend zum Mittelland. Dort liegen fruchtbare Ebenen, sanfte Molassehügel, Seen und intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Süden und Südosten werden durch Voralpen, bewaldete Berghänge, Alpweiden und tief eingeschnittene Täler geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiburger Mittelland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freiburger Mittelland erstreckt sich zwischen Murtensee, Broye, Saane und Sense.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wurde während der Eiszeiten durch den Rhonegletscher und den Aaregletscher geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Moränenhügel;&lt;br /&gt;
* breite Täler;&lt;br /&gt;
* Molasseplateaus;&lt;br /&gt;
* Seen und Moore;&lt;br /&gt;
* Acker- und Grünland;&lt;br /&gt;
* Einzelhöfe und Dörfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dichtesten Siedlungsgebiete befinden sich in der Agglomeration Freiburg, im Raum Bulle, entlang der Autobahn A12 sowie in den verkehrsgünstigen Gemeinden zwischen Freiburg, Bern, Murten und Payerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Agglomeration Freiburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agglomeration Freiburg umfasst den Hauptort und mehrere umliegende Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freiburg;&lt;br /&gt;
* Villars-sur-Glâne;&lt;br /&gt;
* Marly;&lt;br /&gt;
* Granges-Paccot;&lt;br /&gt;
* Givisiez;&lt;br /&gt;
* Corminboeuf;&lt;br /&gt;
* Belfaux;&lt;br /&gt;
* Düdingen;&lt;br /&gt;
* Matran;&lt;br /&gt;
* Avry;&lt;br /&gt;
* Tafers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Freiburg liegt auf einem Felssporn und in einer tiefen Schleife der Saane. Das historische Zentrum wird von steilen Hängen, Brücken und mittelalterlichen Quartieren geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agglomeration ist das wichtigste kantonale Zentrum für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Gesundheit;&lt;br /&gt;
* Handel;&lt;br /&gt;
* Kultur;&lt;br /&gt;
* Dienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungsentwicklung und Pendelverkehr verbinden französisch- und deutschsprachige Gemeinden zunehmend miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Saanetal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Saane]], französisch &#039;&#039;Sarine&#039;&#039;, durchquert den Kanton von Süden nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tritt aus dem Kanton Waadt in das Greyerzerland ein, fliesst durch den Greyerzersee, passiert Bulle und Freiburg und mündet nördlich der Kantonsgrenze in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Zuflüsse sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sense]];&lt;br /&gt;
* [[Glane FR|Glane]];&lt;br /&gt;
* [[Aergera]];&lt;br /&gt;
* [[Jogne]];&lt;br /&gt;
* [[Sionge]];&lt;br /&gt;
* [[Gérine]];&lt;br /&gt;
* [[Sonnaz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saane hat sich in Freiburg und Umgebung tief in die Molasseschichten eingeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staumauern und Kraftwerke nutzen den Fluss zur Stromproduktion. Die wichtigsten Stauseen sind der Greyerzersee und der Schiffenensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Greyerzerland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Greyerzerland]], französisch &#039;&#039;La Gruyère&#039;&#039;, umfasst den oberen Saaneraum und die nördlichen Freiburger Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrum ist Bulle. Weitere bedeutende Orte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Greyerz FR|Greyerz]];&lt;br /&gt;
* [[Broc FR|Broc]];&lt;br /&gt;
* [[Val-de-Charmey]];&lt;br /&gt;
* [[La Tour-de-Trême]];&lt;br /&gt;
* [[Riaz]];&lt;br /&gt;
* [[Grandvillard]];&lt;br /&gt;
* [[Enney]];&lt;br /&gt;
* [[Jaun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region wird durch Viehzucht, Milchwirtschaft, Käseproduktion, Tourismus, Gewerbe und Industrie geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Greyerz ist eng mit dem Käse Le Gruyère verbunden. Das historische Städtchen Greyerz und sein Schloss gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Intyamon-Tal erstreckt sich südlich des Greyerzersees zwischen bewaldeten Bergketten und Alpweiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jauntal bildet den östlichen, überwiegend deutschsprachigen Teil des Greyerzbezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiburger Voralpen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiburger Voralpen bilden den südlichen und südöstlichen Teil des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bestehen überwiegend aus Kalk- und Flyschgesteinen und gehören zu den nördlichen Westalpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt ist der Vanil Noir mit 2389 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Bergen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vanil Noir]];&lt;br /&gt;
* [[Vanil de l’Ecri]];&lt;br /&gt;
* [[Dent de Brenleire]];&lt;br /&gt;
* [[Dent de Folliéran]];&lt;br /&gt;
* [[Moléson]];&lt;br /&gt;
* [[Kaiseregg]];&lt;br /&gt;
* [[Schafberg FR|Schafberg]];&lt;br /&gt;
* [[Hochmatt]];&lt;br /&gt;
* [[Gastlosen]];&lt;br /&gt;
* [[Dent de Broc]];&lt;br /&gt;
* [[La Berra]];&lt;br /&gt;
* [[Le Cousimbert]];&lt;br /&gt;
* [[Les Paccots|Niremont]];&lt;br /&gt;
* [[Teysachaux]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gastlosen bilden eine auffällige Kette steiler Kalkzähne im Jauntal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Moléson ist wegen seiner Nähe zu Bulle und Greyerz ein bekannter Aussichts- und Ausflugsberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwarzsee und Sense-Oberland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Schwarzsee FR|Schwarzsee]] liegt im Sense-Oberland auf 1046 Metern über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird von der Warmen Sense entwässert und ist von der Kaiseregg, dem Schwyberg und weiteren Voralpengipfeln umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region gehört zur Gemeinde [[Plaffeien]] und ist ein wichtiges Erholungs- und Tourismusgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer werden Wandern, Baden, Fischerei und Mountainbike angeboten. Im Winter bestehen Skilifte, Langlaufloipen und Schneeschuhrouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sense-Oberland umfasst ausserdem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Plaffeien;&lt;br /&gt;
* Plasselb;&lt;br /&gt;
* Rechthalten;&lt;br /&gt;
* St. Silvester;&lt;br /&gt;
* Brünisried;&lt;br /&gt;
* Teile von Giffers und Tentlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wird durch Wälder, Streusiedlungen, Voralpenweiden und tief eingeschnittene Bachtäler geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sense ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sense bildet auf längeren Abschnitten die Grenze zwischen Freiburg und Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entsteht aus der Kalten Sense und der Warmen Sense und mündet bei Laupen in die Saane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sensegraben gehört zu den naturnahesten Flusslandschaften des Schweizer Mittellands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss besitzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kiesbänke;&lt;br /&gt;
* Auenwälder;&lt;br /&gt;
* Steilufer;&lt;br /&gt;
* wechselnde Flussarme;&lt;br /&gt;
* Lebensräume für Fische, Vögel und Amphibien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwasser verändern das Flussbett regelmässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seebezirk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seebezirk liegt im Norden des Kantons und ist zweisprachig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort ist Murten. Weitere Gemeinden und Orte sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kerzers;&lt;br /&gt;
* Gurmels;&lt;br /&gt;
* Mont-Vully;&lt;br /&gt;
* Muntelier;&lt;br /&gt;
* Meyriez;&lt;br /&gt;
* Courgevaux;&lt;br /&gt;
* Ried bei Kerzers;&lt;br /&gt;
* Fräschels;&lt;br /&gt;
* Greng;&lt;br /&gt;
* Kleinbösingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk umfasst Gebiete am Murtensee, im Grossen Moos, am Vully und entlang der Sprachgrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch dominiert in vielen Gemeinden des östlichen und nördlichen Bezirks. Französisch ist besonders im westlichen und südlichen Teil verbreitet. Murten ist amtlich zweisprachig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Murtensee und Vully ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Murtensee]] wird von den Kantonen Freiburg und Waadt geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besitzt eine Fläche von rund 23 Quadratkilometern und liegt auf ungefähr 429 Metern über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broye fliesst bei Salavaux in den See und verlässt ihn bei Sugiez durch den Broyekanal in Richtung Neuenburgersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Freiburger Ufer liegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Muntelier;&lt;br /&gt;
* Meyriez;&lt;br /&gt;
* Greng;&lt;br /&gt;
* Mont-Vully.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mont Vully|Vully]] ist ein langgestreckter Hügel zwischen Murten- und Neuenburgersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seinen Südhängen wird Wein angebaut. Der Gipfelbereich bietet Aussicht über das Drei-Seen-Land, den Jura und die Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grosses Moos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grosse Moos liegt zwischen Murten-, Neuenburger- und Bielersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den Juragewässerkorrektionen bestand die Region aus Mooren, Auen und regelmässig überschwemmten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Absenkung der Seespiegel und den Bau von Kanälen entstanden umfangreiche Landwirtschaftsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet gehört heute zu den wichtigsten Gemüseanbauregionen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburger Gemeinden wie Kerzers, Fräschels und Ried bei Kerzers sind stark mit der Landwirtschaft des Grossen Mooses verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entwässerten Torfböden verlieren durch Oxidation und intensive Nutzung an Mächtigkeit. Bodenschutz, Wasserhaushalt und nachhaltige Bewirtschaftung stellen deshalb langfristige Herausforderungen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Broyebezirk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Broyebezirk liegt im Westen und Nordwesten des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort ist Estavayer-le-Lac.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region ist durch ihre stark zergliederte territoriale Struktur gekennzeichnet. Mehrere Freiburger Gebiete sind durch waadtländisches Territorium voneinander getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Orte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Estavayer-le-Lac;&lt;br /&gt;
* Belmont-Broye;&lt;br /&gt;
* Saint-Aubin;&lt;br /&gt;
* Delley-Portalban;&lt;br /&gt;
* Gletterens;&lt;br /&gt;
* Cheyres-Châbles;&lt;br /&gt;
* Cugy;&lt;br /&gt;
* Montagny;&lt;br /&gt;
* Surpierre;&lt;br /&gt;
* Fétigny-Ménières.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broyeebene wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Am Neuenburgersee sind Tourismus, Schifffahrt, Fischerei und Naturschutz bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuenburgersee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg besitzt einen grossen Ufer- und Flächenanteil am südöstlichen Neuenburgersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seespiegel liegt auf rund 429 Metern über Meer und bildet den tiefsten Punkt des Kantons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburger Uferorte sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Estavayer-le-Lac;&lt;br /&gt;
* Cheyres;&lt;br /&gt;
* Châbles;&lt;br /&gt;
* Font;&lt;br /&gt;
* Gletterens;&lt;br /&gt;
* Delley;&lt;br /&gt;
* Portalban;&lt;br /&gt;
* Saint-Aubin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der See dient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Trinkwasserversorgung;&lt;br /&gt;
* dem Schiffsverkehr;&lt;br /&gt;
* der Fischerei;&lt;br /&gt;
* dem Tourismus;&lt;br /&gt;
* dem Wassersport;&lt;br /&gt;
* dem Naturschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grande Cariçaie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Südufer des Neuenburgersees liegt die [[Grande Cariçaie]], die grösste zusammenhängende Seeufer- und Feuchtgebietslandschaft der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entstand nach der Absenkung des Wasserspiegels durch die erste Juragewässerkorrektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft umfasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schilfgürtel;&lt;br /&gt;
* Flachmoore;&lt;br /&gt;
* Auenwälder;&lt;br /&gt;
* Sandufer;&lt;br /&gt;
* Feuchtwiesen;&lt;br /&gt;
* Flachwasserzonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besitzt internationale Bedeutung für Brut- und Zugvögel, Amphibien, Reptilien und seltene Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glane und Glanebezirk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glanebezirk liegt im westlichen Mittelland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort ist Romont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region wird durch sanfte Hügel, landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, Wälder und kleine Flusstäler geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Glane FR|Glane]] entspringt im Grenzgebiet zwischen Freiburg und Waadt und mündet bei Villars-sur-Glâne in die Saane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romont liegt auf einem markanten Hügel und besitzt eine mittelalterliche Stadtanlage mit Schloss, Ringmauer und Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vivisbachbezirk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vivisbachbezirk, französisch &#039;&#039;District de la Veveyse&#039;&#039;, liegt im Süden des Kantons an der Grenze zum Kanton Waadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort ist Châtel-Saint-Denis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region bildet einen Übergang zwischen dem Genferseebecken, dem Freiburger Mittelland und den Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihr gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Châtel-Saint-Denis;&lt;br /&gt;
* Attalens;&lt;br /&gt;
* Bossonnens;&lt;br /&gt;
* Granges;&lt;br /&gt;
* Remaufens;&lt;br /&gt;
* Semsales;&lt;br /&gt;
* Le Flon;&lt;br /&gt;
* Saint-Martin;&lt;br /&gt;
* La Verrerie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Les Paccots ist ein bedeutender Ferien- und Wintersportort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln in die Regionen Vevey, Montreux, Lausanne oder Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seen und Stauseen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kanton befinden sich 13 grössere natürliche Seen und Stauseen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;seen-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/energie-landwirtschaft-und-umwelt/wasser/die-seen-des-kantons-freiburg &#039;&#039;Die Seen des Kantons Freiburg&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neuenburgersee;&lt;br /&gt;
* Murtensee;&lt;br /&gt;
* Greyerzersee;&lt;br /&gt;
* Schiffenensee;&lt;br /&gt;
* Schwarzsee;&lt;br /&gt;
* Pérollessee;&lt;br /&gt;
* Lac de Montsalvens;&lt;br /&gt;
* Lac de Lessoc;&lt;br /&gt;
* Lac de Lussy;&lt;br /&gt;
* Étang de Seedorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Greyerzersee entstand durch den Bau der Staumauer von Rossens und wurde 1948 geflutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von rund neun Quadratkilometern ist er einer der grössten künstlichen Seen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schiffenensee entstand durch die Staumauer bei Schiffenen. Er reicht von der Region Düdingen bis nahe an die Stadt Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima unterscheidet sich deutlich zwischen dem Mittelland und den Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden und Westen herrscht ein gemässigtes Mittellandklima mit häufigen Nebel- und Hochnebellagen im Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voralpen erhalten deutlich mehr Niederschlag. An Bergen wie Moléson, Vanil Noir und Kaiseregg können feuchte Luftmassen starke Regen- und Schneefälle verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tieferen Lagen am Murten- und Neuenburgersee weisen ein vergleichsweise mildes Klima auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vully bietet günstige Bedingungen für Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klimawandel führt zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* steigenden Durchschnittstemperaturen;&lt;br /&gt;
* häufigeren Hitzetagen;&lt;br /&gt;
* längeren Trockenperioden;&lt;br /&gt;
* intensiveren Starkniederschlägen;&lt;br /&gt;
* kürzeren Schneeperioden;&lt;br /&gt;
* Veränderungen der Wälder und Gewässer;&lt;br /&gt;
* steigendem Bewässerungsbedarf in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Administrative Gliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besteht aus sieben Bezirken. Jedem Bezirk steht eine vom Volk gewählte Oberamtsperson vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bezirk&lt;br /&gt;
! Französischer Name&lt;br /&gt;
! Hauptort&lt;br /&gt;
! Sprachliche Prägung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Saanebezirk]]&lt;br /&gt;
| District de la Sarine&lt;br /&gt;
| [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]]&lt;br /&gt;
| überwiegend französischsprachig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sensebezirk]]&lt;br /&gt;
| District de la Singine&lt;br /&gt;
| [[Tafers]]&lt;br /&gt;
| überwiegend deutschsprachig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Greyerzbezirk]]&lt;br /&gt;
| District de la Gruyère&lt;br /&gt;
| [[Bulle FR|Bulle]]&lt;br /&gt;
| überwiegend französischsprachig; Jaun deutschsprachig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Seebezirk]]&lt;br /&gt;
| District du Lac&lt;br /&gt;
| [[Murten]]&lt;br /&gt;
| zweisprachig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Glanebezirk]]&lt;br /&gt;
| District de la Glâne&lt;br /&gt;
| [[Romont FR|Romont]]&lt;br /&gt;
| überwiegend französischsprachig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Broyebezirk]]&lt;br /&gt;
| District de la Broye&lt;br /&gt;
| [[Estavayer-le-Lac]]&lt;br /&gt;
| französischsprachig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vivisbachbezirk]]&lt;br /&gt;
| District de la Veveyse&lt;br /&gt;
| [[Châtel-Saint-Denis]]&lt;br /&gt;
| französischsprachig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Bezirkseinteilung wurde im Wesentlichen mit der Kantonsverfassung von 1848 festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oberaemter-geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/ilfd/oa/aufgaben-und-kompetenzen-der-oberamtsperson &#039;&#039;Aufgaben und Kompetenzen der Oberamtsperson&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberamtsperson vertritt den Staatsrat und die kantonalen Direktionen im Bezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufsicht über die Gemeinden;&lt;br /&gt;
* regionale Koordination;&lt;br /&gt;
* öffentliche Ordnung;&lt;br /&gt;
* Bewilligungen;&lt;br /&gt;
* Zusammenarbeit mit Polizei und Bevölkerungsschutz;&lt;br /&gt;
* Vermittlung zwischen kantonalen und kommunalen Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton zählt seit dem 1. Januar 2026 insgesamt 119 politische Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1850 bestanden noch 285 Gemeinden. Besonders seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde ihre Zahl durch zahlreiche Zusammenschlüsse stark reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Gemeindefusionen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildung von Val-de-Charmey;&lt;br /&gt;
* Zusammenschlüsse zur heutigen Gemeinde Estavayer;&lt;br /&gt;
* Bildung von Mont-Vully;&lt;br /&gt;
* Fusionen rund um Romont und Ursy;&lt;br /&gt;
* Bildung von Gibloux;&lt;br /&gt;
* Zusammenschlüsse im Intyamon;&lt;br /&gt;
* Fusionen in der Region Murten;&lt;br /&gt;
* Zusammenschluss von Grolley und Ponthaux;&lt;br /&gt;
* Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur neuen Gemeinde Rue;&lt;br /&gt;
* Zusammenschluss von Gurmels und Ulmiz;&lt;br /&gt;
* Zusammenschluss von Fétigny und Ménières.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden besitzen im Rahmen des kantonalen Rechts Autonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren Aufgaben gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lokale Raumplanung;&lt;br /&gt;
* Gemeindestrassen;&lt;br /&gt;
* Wasserversorgung;&lt;br /&gt;
* Abwasser- und Abfallentsorgung;&lt;br /&gt;
* Feuerwehr;&lt;br /&gt;
* Volksschule;&lt;br /&gt;
* Sozialhilfe;&lt;br /&gt;
* Kultur und Sport;&lt;br /&gt;
* Einwohnerkontrolle;&lt;br /&gt;
* kommunale Steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Gemeinden bildet die Gemeindeversammlung die Legislative. Grössere Gemeinden können einen Generalrat als Gemeindeparlament einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatswald Galm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine geografische Besonderheit ist der [[Staatswald Galm]] im Seebezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 257 Hektaren grosse Waldgebiet gehört zu keiner politischen Gemeinde, sondern unmittelbar dem Kanton Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bildet eine geografische Gemeinde ohne Bevölkerung, besitzt jedoch keine politischen Behörden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;galmwald-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/energie-landwirtschaft-und-umwelt/waelder/der-staatswald-galm &#039;&#039;Der Staatswald Galm&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald liegt zwischen Murten und Gurmels und wird durch den Kanton bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2024 lebten 346&#039;674 Personen dauerhaft im Kanton.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem Vorjahr nahm die Bevölkerung um 5137 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2010 wuchs die Einwohnerzahl um rund 24,5 Prozent. Freiburg gehört damit zu den am stärksten wachsenden Kantonen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung konzentriert sich besonders auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agglomeration Freiburg;&lt;br /&gt;
* Region Bulle;&lt;br /&gt;
* Murten und Seebezirk;&lt;br /&gt;
* Raum Estavayer;&lt;br /&gt;
* Gemeinden entlang der Autobahn A12;&lt;br /&gt;
* Region Châtel-Saint-Denis;&lt;br /&gt;
* verkehrsgünstige Gebiete an den Grenzen zu Bern und Waadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt eine vergleichsweise junge Bevölkerung. Gründe sind eine überdurchschnittliche Geburtenrate, Zuwanderung und die Attraktivität als Wohnkanton zwischen den Wirtschaftsregionen Bern, Lausanne und Genfersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln zur Arbeit in die Nachbarkantone. Besonders wichtig sind die Pendlerströme nach Bern und Waadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pendelverkehr-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/vwbd/sda/statistiken-nach-themen/personenverkehr &#039;&#039;Personenverkehr&#039;&#039;], Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grössten Gemeinden sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freiburg;&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Villars-sur-Glâne;&lt;br /&gt;
* Düdingen;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Estavayer;&lt;br /&gt;
* Marly;&lt;br /&gt;
* Wünnewil-Flamatt;&lt;br /&gt;
* Châtel-Saint-Denis;&lt;br /&gt;
* Givisiez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französisch und Deutsch sind die Amtssprachen des Kantons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss einer Stichprobenerhebung für 2022 nannten 69,2 Prozent Französisch und 25,2 Prozent Deutsch als Hauptsprache. Mehrfachnennungen waren möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französische Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französisch dominiert in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saanebezirk;&lt;br /&gt;
* Greyerzbezirk;&lt;br /&gt;
* Glanebezirk;&lt;br /&gt;
* Broyebezirk;&lt;br /&gt;
* Vivisbachbezirk;&lt;br /&gt;
* grossen Teilen des Seebezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesprochene Französisch gehört zum Westschweizer beziehungsweise romandischen Französisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besitzt regionale Wörter, Ausspracheformen und Einflüsse der früher gesprochenen frankoprovenzalischen Dialekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch dominiert im Sensebezirk und in mehreren Gemeinden des Seebezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschsprachig ist ausserdem die Gemeinde Jaun im Greyerzbezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behörden, Schulen und schriftlichen Medien wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag werden alemannische Dialekte gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Dialektgruppen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Senslerdeutsch;&lt;br /&gt;
* Seeländisches Deutsch;&lt;br /&gt;
* Jauner Dialekt;&lt;br /&gt;
* städtische und gemischte Dialektformen der Agglomeration Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Senslerdeutsch gehört zum westlichen hochalemannischen Sprachraum und weist Einflüsse aus Bern, der Zentralschweiz und dem französischen Sprachgebiet auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankoprovenzalisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der weitgehenden Durchsetzung des Französischen wurden in den romanischen Gebieten frankoprovenzalische Mundarten gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese werden örtlich als &#039;&#039;patois fribourgeois&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Kulturvereine, Theatergruppen und Wörterbuchprojekte bemühen sich um ihre Dokumentation und Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweisprachigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kantonale Verwaltung veröffentlicht Gesetze, wichtige Mitteilungen und zahlreiche Dienstleistungen auf Deutsch und Französisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grossen Rat dürfen beide Amtssprachen verwendet werden. Die Beratungen und Beschlüsse werden zweisprachig dokumentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grosser-rat-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Freiburg bietet zahlreiche Studiengänge auf Französisch, Deutsch oder zweisprachig an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprachgrenze ist kein scharf abgegrenzter Strich. In Freiburg, Murten und mehreren Agglomerationsgemeinden leben beide Sprachgemeinschaften nebeneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg ist historisch stark römisch-katholisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton blieb während der Reformation katholisch und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der katholischen Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 gehörten gemäss Stichprobenerhebung rund 53,8 Prozent der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Rund 11 Prozent waren reformiert, etwa ein Viertel gehörte keiner Konfession an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende religiöse Einrichtungen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bistum Lausanne, Genf und Freiburg]];&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale St. Nikolaus (Freiburg im Üechtland)|Kathedrale St. Nikolaus]];&lt;br /&gt;
* [[Abtei Hauterive]];&lt;br /&gt;
* [[Kartause La Valsainte]];&lt;br /&gt;
* [[Kloster Magerau]];&lt;br /&gt;
* [[Kloster Maigrauge]];&lt;br /&gt;
* [[Kloster Frauenthal]];&lt;br /&gt;
* zahlreiche Wallfahrtskirchen und Kapellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Seebezirk bestehen historisch bedeutende reformierte Gemeinden. Sie gehen teilweise auf die gemeinsame bernisch-freiburgische Herrschaft und die Reformation zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute leben im Kanton ausserdem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* orthodoxe Christinnen und Christen;&lt;br /&gt;
* muslimische Gemeinschaften;&lt;br /&gt;
* Freikirchen;&lt;br /&gt;
* jüdische Personen;&lt;br /&gt;
* hinduistische und buddhistische Gemeinschaften;&lt;br /&gt;
* konfessionslose Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Kantons ist seit der Altsteinzeit von Menschen aufgesucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende archäologische Fundgebiete befinden sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* an den Ufern des Murten- und Neuenburgersees;&lt;br /&gt;
* in der Broyeebene;&lt;br /&gt;
* im Saanetal;&lt;br /&gt;
* bei Châtillon-sur-Glâne;&lt;br /&gt;
* im Gebiet des Mont Vully;&lt;br /&gt;
* im Greyerzerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Jungsteinzeit und Bronzezeit entstanden zahlreiche Seeufersiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feuchten Böden bewahrten Holz, Werkzeuge, Keramik, Pflanzenreste und weitere organische Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gletterens wurde ein rekonstruiertes jungsteinzeitliches Dorf eingerichtet, das die Lebensweise der frühen Seeufersiedlungen vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Eisenzeit gehörte die Region zum keltischen Kulturraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mont Vully war Standort einer befestigten Siedlung. Auch Châtillon-sur-Glâne gilt als bedeutender eisenzeitlicher Handels- und Herrschaftsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der römischen Eroberung wurde die Region Teil des Römischen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet lag im Einflussbereich von [[Aventicum]], dem heutigen Avenches, das zur Hauptstadt der Helvetier wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Römische Strassen verbanden Aventicum mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Augusta Raurica;&lt;br /&gt;
* Genava;&lt;br /&gt;
* dem Berner Mittelland;&lt;br /&gt;
* dem Alpenraum;&lt;br /&gt;
* dem Gebiet des heutigen Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kantonsgebiet bestanden zahlreiche Gutshöfe, kleinere Siedlungen und Heiligtümer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutend sind die römischen Funde bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vallon;&lt;br /&gt;
* Marsens;&lt;br /&gt;
* Riaz;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Estavayer;&lt;br /&gt;
* Kerzers;&lt;br /&gt;
* Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vallon befindet sich ein archäologisches Museum mit bedeutenden römischen Mosaiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte das Gebiet zum burgundischen und später zum fränkischen Herrschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen Mittelalter bestanden romanisch- und alemannischsprachige Siedlungsgebiete nebeneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Sprachgrenze entstand in einem langen Prozess und wurde durch politische Herrschaften, kirchliche Strukturen, Migration und wirtschaftliche Beziehungen beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundbesitz und Herrschaftsrechte besassen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klöster;&lt;br /&gt;
* Bischöfe;&lt;br /&gt;
* burgundische Adelsfamilien;&lt;br /&gt;
* Grafen von Savoyen;&lt;br /&gt;
* Herren von Glâne;&lt;br /&gt;
* Grafen von Greyerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung Freiburgs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzog Berchtold IV. von Zähringen gründete die Stadt Freiburg im Jahr 1157.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage auf einem Felssporn über der Saane bot militärischen Schutz und kontrollierte wichtige Verkehrswege zwischen dem Mittelland, Burgund und den Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt erhielt Marktrechte, eine eigene Verwaltung und besondere Freiheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handwerk und Handel entwickelten sich rasch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Gewerben gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerberei;&lt;br /&gt;
* Tuchherstellung;&lt;br /&gt;
* Lederverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Metallhandwerk;&lt;br /&gt;
* Baugewerbe;&lt;br /&gt;
* Lebensmittelhandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kyburg und Habsburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 gelangte Freiburg an die Grafen von Kyburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1277 verkauften die Kyburger die Stadt an das Haus Habsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter habsburgischer Herrschaft erweiterte Freiburg seine Rechte und sein wirtschaftliches Einflussgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt stand in Konkurrenz zu Bern, unterhielt mit diesem aber zugleich Handelsbeziehungen und zeitweise Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Savoyische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert geriet Freiburg zwischen die politischen Interessen Berns, Savoyens und Habsburgs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1452 stellte sich die Stadt unter die Herrschaft des Hauses Savoyen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Savoyen bestätigte die städtischen Rechte und gewährte Freiburg eine weitgehende Selbstverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französischsprachigen Einflüsse nahmen in dieser Zeit zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgunderkriege ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg beteiligte sich gemeinsam mit Bern und den eidgenössischen Orten an den Burgunderkriegen gegen Herzog Karl den Kühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburger Truppen kämpften unter anderem bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grandson;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Nancy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlacht bei Murten vom 22. Juni 1476 endete mit einem entscheidenden Sieg der Eidgenossen über die burgundische Armee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Burgunderkriegen löste sich Freiburg von Savoyen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1478 wurde die Stadt als freie Reichsstadt anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beitritt zur Eidgenossenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1481 wurden Freiburg und Solothurn als vollberechtigte Orte in die Eidgenossenschaft aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-freiburg-kanton&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahme war innerhalb der Eidgenossenschaft umstritten. Besonders die ländlichen Orte befürchteten eine zunehmende Dominanz der Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt wurde durch das [[Stanser Verkommnis]] beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg war der erste eidgenössische Ort mit einer bedeutenden französischsprachigen Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eidgenössischen Politik und Verwaltung verwendete die Freiburger Obrigkeit dennoch lange überwiegend Deutsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau des Stadtstaats ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. und 16. Jahrhundert erweiterte Freiburg sein Herrschaftsgebiet durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Käufe;&lt;br /&gt;
* Eroberungen;&lt;br /&gt;
* Erbschaften;&lt;br /&gt;
* Verträge;&lt;br /&gt;
* gemeinsame Herrschaften mit Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Freiburger Stadtstaat gehörten schliesslich grosse Teile des heutigen Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg verwaltete allein unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alte Landschaft;&lt;br /&gt;
* Greyerzerland;&lt;br /&gt;
* Romont;&lt;br /&gt;
* Estavayer;&lt;br /&gt;
* Montagny;&lt;br /&gt;
* Jaun;&lt;br /&gt;
* Teile der Broye.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Bern verwaltete Freiburg unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Grandson;&lt;br /&gt;
* Orbe-Echallens;&lt;br /&gt;
* Grasburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt setzte Landvögte ein, zog Abgaben ein und kontrollierte die Gerichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landbevölkerung besass lokale Rechte, war politisch aber der städtischen Bürgerschaft nicht gleichgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafschaft Greyerz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafen von Greyerz herrschten während Jahrhunderten über das obere Saanetal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten 1555 zum Konkurs des letzten Grafen Michael von Greyerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bern und Freiburg teilten die Grafschaft unter sich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg erhielt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Greyerz;&lt;br /&gt;
* Broc;&lt;br /&gt;
* Jaun;&lt;br /&gt;
* grosse Teile des heutigen Greyerzbezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bern übernahm Gebiete im heutigen Pays-d’Enhaut und im Saanenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg blieb während der Reformation katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung unterdrückte reformatorische Bewegungen und arbeitete eng mit den katholischen Orten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den gemeinsam mit Bern verwalteten Gebieten entstanden komplizierte konfessionelle Verhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Murten und verschiedene Gemeinden des Seebezirks wurden reformiert, obwohl Freiburg an ihrer Herrschaft beteiligt blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg nahm an den Kappelerkriegen und späteren konfessionellen Bündnissen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Reform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Konzil von Trient wurde Freiburg zu einem Zentrum der katholischen Erneuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesuiten kamen 1580 in die Stadt und bauten ein bedeutendes Bildungswesen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kollegium St. Michael wurde zu einer wichtigen höheren Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klöster, Bruderschaften, Prozessionen und religiöse Kunst prägten das öffentliche Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg war zeitweise Sitz des päpstlichen Nuntius in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patriziat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 16. und 17. Jahrhundert konzentrierte sich die politische Macht zunehmend auf eine begrenzte Zahl städtischer Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses patrizische System schloss grosse Teile der Stadt- und Landbevölkerung von wichtigen Ämtern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die führenden Familien kontrollierten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kleinen Rat;&lt;br /&gt;
* Grossen Rat;&lt;br /&gt;
* Landvogteien;&lt;br /&gt;
* Militärämter;&lt;br /&gt;
* diplomatische Beziehungen;&lt;br /&gt;
* Pensionen aus fremden Diensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Solddienst in ausländischen Armeen, besonders in Frankreich, war wirtschaftlich und politisch bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauernunruhen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ländliche Bevölkerung erhob sich wiederholt gegen Steuern, Abgaben und politische Benachteiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Schweizer Bauernkriegs von 1653 kam es auch im Freiburgerland zu Unruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung konnte den Widerstand durch militärischen Druck, Verhandlungen und Zugeständnisse beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Konflikte entstanden wegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Allmendrechten;&lt;br /&gt;
* Waldnutzung;&lt;br /&gt;
* Zehnten;&lt;br /&gt;
* Frondiensten;&lt;br /&gt;
* kommunaler Selbstständigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufklärung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert verbreiteten sich aufklärerische Ideen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformer beschäftigten sich mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Armenfürsorge;&lt;br /&gt;
* Medizin;&lt;br /&gt;
* Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das patrizische System blieb jedoch bis 1798 bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Franziskaner Gregor Girard entwickelte später bedeutende pädagogische Konzepte und wurde zu einer wichtigen Persönlichkeit des Freiburger Bildungswesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 marschierten französische Truppen in die Alte Eidgenossenschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die patrizische Regierung trat zurück, und Freiburg wurde Teil der Helvetischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untertanengebiete wurden aufgehoben. Stadt und Land erhielten formal gleiche politische Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der helvetische Kanton Freiburg umfasste zeitweise auch Gebiete um Payerne und Avenches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helvetik brachte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* rechtliche Gleichheit;&lt;br /&gt;
* einheitliches Bürgerrecht;&lt;br /&gt;
* zentrale Verwaltung;&lt;br /&gt;
* neue Bezirke;&lt;br /&gt;
* Abschaffung feudaler Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig belasteten Krieg, französische Besatzung, Einquartierungen und Steuern die Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mediationszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mediationsakte von 1803 stellte Freiburg als selbstständigen Kanton wieder her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Murten und die umliegenden Gebiete wurden endgültig dem Kanton Freiburg zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Avenches und Payerne kamen zum neuen Kanton Waadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsverfassung stellte einen Teil der alten politischen Führung wieder her, behielt aber die rechtliche Gleichheit der Regionen grundsätzlich bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg gehörte zu den sechs Vororten der Mediationsschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restauration ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde 1814 eine konservative Verfassung eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das städtische Patriziat gewann erneut grossen politischen Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liberale und ländliche Kräfte verlangten jedoch mehr politische Mitbestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Julirevolution von 1830 in Frankreich verstärkte den Reformdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liberale Verfassung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 und 1831 kam es zu einer liberalen politischen Umgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue Verfassung führte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* repräsentative Institutionen;&lt;br /&gt;
* breitere politische Rechte;&lt;br /&gt;
* stärkere Vertretung der Bezirke;&lt;br /&gt;
* modernere Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Gewaltenteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spannungen zwischen liberalen, radikalen und katholisch-konservativen Kräften blieben bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonderbund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg trat 1845 dem katholisch-konservativen Sonderbund bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bündnis gehörten ausserdem Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug und Wallis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sonderbundskrieg von 1847 wurde Freiburg von eidgenössischen Truppen eingeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung kapitulierte am 14. November 1847 weitgehend kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage übernahmen radikal-liberale Kräfte die Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassung von 1848 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung vom 4. März 1848 ordnete den Kanton neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schuf die sieben bis heute bestehenden Bezirke und stärkte die demokratischen Institutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton wurde anschliessend Teil des schweizerischen Bundesstaats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die radikale Regierung führte Reformen in Verwaltung, Bildung, Kirche und Wirtschaft durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konservativen Kräfte gewannen in den folgenden Jahrzehnten erneut an Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg blieb im 19. Jahrhundert stark landwirtschaftlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung konzentrierte sich zunächst auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lebensmittelverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Textilien;&lt;br /&gt;
* Papier;&lt;br /&gt;
* Holz;&lt;br /&gt;
* Metall;&lt;br /&gt;
* Baugewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der Eisenbahn förderte die wirtschaftliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1862 wurde die Bahnlinie Lausanne–Freiburg–Bern eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strecken verbanden Freiburg mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Payerne;&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Romont;&lt;br /&gt;
* Broc;&lt;br /&gt;
* dem Greyerzerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bulle entwickelte sich zu einem bedeutenden regionalen Industrie- und Handelszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universität Freiburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Freiburg wurde 1889 massgeblich auf Initiative katholischer Kreise gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;universitaet-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/bkad/ufa/hochschulen-im-kanton-freiburg/universitaet-freiburg &#039;&#039;Universität Freiburg&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle spielte der Staatsrat Georges Python.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität sollte katholische akademische Bildung in der Schweiz stärken und zugleich die Zweisprachigkeit des Kantons widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einer offenen, international ausgerichteten Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wandelte sich Freiburg von einem überwiegend ländlichen Kanton zu einem gemischten Landwirtschafts-, Industrie- und Dienstleistungsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung wuchs besonders nach dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohn- und Gewerbegebiete entstanden in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Villars-sur-Glâne;&lt;br /&gt;
* Marly;&lt;br /&gt;
* Düdingen;&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Givisiez;&lt;br /&gt;
* Granges-Paccot;&lt;br /&gt;
* Châtel-Saint-Denis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autobahnbau verbesserte die Verbindungen nach Bern, Lausanne und Vevey.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frauenstimmrecht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 wurde das Frauenstimm- und -wahlrecht auf kantonaler Ebene eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen konnten fortan an kantonalen und kommunalen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen sowie politische Ämter übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertretung von Frauen in Parlamenten und Regierungen nahm danach schrittweise zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neue Kantonsverfassung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute geltende Kantonsverfassung wurde am 16. Mai 2004 angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trat am 1. Januar 2005 in Kraft und ersetzte die Verfassung von 1857.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Verfassung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* stärkte die Grund- und Sozialrechte;&lt;br /&gt;
* bestätigte Deutsch und Französisch als Amtssprachen;&lt;br /&gt;
* verankerte den Schutz sprachlicher Minderheiten;&lt;br /&gt;
* reduzierte den Grossen Rat von 130 auf 110 Mitglieder;&lt;br /&gt;
* modernisierte die staatliche Organisation;&lt;br /&gt;
* anerkannte die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung;&lt;br /&gt;
* regelte die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Clavaleyres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühere bernische Gemeinde [[Clavaleyres]] bildete eine kleine Enklave im Kanton Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2022 wechselte sie vom Kanton Bern zum Kanton Freiburg und fusionierte mit Murten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-freiburg-kanton&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebietsänderung erforderte Zustimmungen der Gemeinden, beider Kantone sowie von Volk und Ständen auf Bundesebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung bezeichnet Freiburg als freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist ein souveräner Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft, soweit seine Souveränität nicht durch die Bundesverfassung beschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatsgewalt wird ausgeübt durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Volk;&lt;br /&gt;
* den Grossen Rat;&lt;br /&gt;
* den Staatsrat;&lt;br /&gt;
* die Gerichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Direkte Demokratie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verfassungsinitiative;&lt;br /&gt;
* Gesetzesinitiative;&lt;br /&gt;
* obligatorisches Referendum;&lt;br /&gt;
* fakultatives Referendum;&lt;br /&gt;
* Finanzreferendum;&lt;br /&gt;
* Volksabstimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Änderungen der Kantonsverfassung müssen zwingend dem Volk vorgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Gesetze und bestimmte Beschlüsse des Grossen Rates kann das Referendum ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2021 gelten besondere Transparenzregeln für die Finanzierung politischer Parteien, Wahl- und Abstimmungskampagnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grosser Rat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Grosser Rat des Kantons Freiburg|Grosse Rat]]&#039;&#039;&#039;, französisch &#039;&#039;Grand Conseil&#039;&#039;, ist die gesetzgebende Behörde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus 110 Mitgliedern, die alle fünf Jahre nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grosser-rat-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Wahl bestehen acht Wahlkreise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stadt Freiburg;&lt;br /&gt;
* Saane-Land;&lt;br /&gt;
* Sense;&lt;br /&gt;
* Greyerz;&lt;br /&gt;
* See;&lt;br /&gt;
* Glane;&lt;br /&gt;
* Broye;&lt;br /&gt;
* Vivisbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grosse Rat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* erlässt Gesetze und Dekrete;&lt;br /&gt;
* genehmigt Budget und Staatsrechnung;&lt;br /&gt;
* bewilligt grössere Ausgaben;&lt;br /&gt;
* kontrolliert Staatsrat und Verwaltung;&lt;br /&gt;
* übt die Oberaufsicht über die Justiz aus;&lt;br /&gt;
* wählt bestimmte Mitglieder der Gerichtsbehörden;&lt;br /&gt;
* verleiht das Kantonsbürgerrecht;&lt;br /&gt;
* entscheidet über Begnadigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratungen werden auf Deutsch und Französisch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grosse Rat tagt im Rathaus der Stadt Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Staatsrat des Kantons Freiburg|Staatsrat]]&#039;&#039;&#039;, französisch &#039;&#039;Conseil d’État&#039;&#039;, ist die kantonale Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus sieben Mitgliedern, die vom Volk für fünf Jahre gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;staatsrat-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Mitglied leitet eine Direktion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten;&lt;br /&gt;
* Sicherheits-, Justiz- und Sportdirektion;&lt;br /&gt;
* Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion;&lt;br /&gt;
* Direktion für Gesundheit und Soziales;&lt;br /&gt;
* Finanzdirektion;&lt;br /&gt;
* Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Präsidium des Staatsrates wechselt jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatskanzlei unterstützt Regierung und Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonsgericht ist die oberste kantonale Gerichtsbehörde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es befindet sich in Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bezirksgerichte;&lt;br /&gt;
* Friedensgerichte;&lt;br /&gt;
* Arbeitsgerichte;&lt;br /&gt;
* Strafgericht;&lt;br /&gt;
* Wirtschaftsstrafgericht;&lt;br /&gt;
* Jugendstrafgericht;&lt;br /&gt;
* Staatsanwaltschaft;&lt;br /&gt;
* Schlichtungsbehörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerichtsverfahren werden je nach Sprachgebiet auf Französisch oder Deutsch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberamtspersonen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Bezirk besitzt eine Oberamtsperson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird für fünf Jahre vom Volk des Bezirks gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberamtsperson vertritt die kantonale Regierung, koordiniert regionale Aufgaben und beaufsichtigt die Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertretung im Bund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg besitzt zwei Sitze im [[Ständerat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl seiner Sitze im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] richtet sich nach der Bevölkerungszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Legislaturperiode 2023–2027 verfügt der Kanton über sieben Nationalratssitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen besitzt Freiburg eine volle Standesstimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiburger Wirtschaft verbindet einen starken Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor mit Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Wirtschaftszentren sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freiburg;&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Villars-sur-Glâne;&lt;br /&gt;
* Marly;&lt;br /&gt;
* Düdingen;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Estavayer;&lt;br /&gt;
* Châtel-Saint-Denis;&lt;br /&gt;
* Romont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg gehört zu den bedeutendsten Landwirtschaftskantonen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023 bestanden rund 2598 Landwirtschaftsbetriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von mehr als 75&#039;000 Hektaren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik-freiburg-zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Produktionsbereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Milchwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Rinderhaltung;&lt;br /&gt;
* Schweinehaltung;&lt;br /&gt;
* Getreidebau;&lt;br /&gt;
* Gemüsebau;&lt;br /&gt;
* Futterbau;&lt;br /&gt;
* Alpwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Obstbau;&lt;br /&gt;
* Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Greyerzerland, Sense-Oberland und in den Voralpen dominieren Milch- und Viehwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Broye und im Grossen Moos werden Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüse angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käseproduktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Käseherstellung besitzt eine zentrale wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekanntesten Käsesorten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Le Gruyère AOP;&lt;br /&gt;
* Vacherin Fribourgeois AOP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Gruyère ist ein Hartkäse, dessen Name auf das Greyerzerland zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vacherin Fribourgeois ist ein Halbhartkäse und ein wesentlicher Bestandteil des Freiburger Fondues moitié-moitié.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zahlreichen Alpen wird traditioneller Alpkäse hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensmittelindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft bildet die Grundlage einer bedeutenden Lebensmittelindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bereichen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Milchverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Käseherstellung;&lt;br /&gt;
* Schokolade;&lt;br /&gt;
* Fleischverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Getränke;&lt;br /&gt;
* Backwaren;&lt;br /&gt;
* Futtermittel;&lt;br /&gt;
* Gemüseverarbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Broc ist historisch mit der Schokoladenherstellung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region bestehen mehrere grosse Molkereien, Käsereien und Lebensmittelunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Industriezweige sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maschinenbau;&lt;br /&gt;
* Fahrzeug- und Komponentenbau;&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Elektrotechnik;&lt;br /&gt;
* Chemie und Pharma;&lt;br /&gt;
* Kunststofftechnik;&lt;br /&gt;
* Baustoffe;&lt;br /&gt;
* Holzverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Präzisionstechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bulle besitzt einen bedeutenden Standort für Maschinen- und Motorenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Freiburg, Marly und Villars-sur-Glâne bestehen Unternehmen der Chemie-, Pharma-, Elektronik- und Medizintechnikbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienstleistungssektor stellt den grössten Teil der Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Bereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kantonale Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Banken und Versicherungen;&lt;br /&gt;
* Handel;&lt;br /&gt;
* Verkehr;&lt;br /&gt;
* Beratung;&lt;br /&gt;
* Informatik;&lt;br /&gt;
* Tourismus;&lt;br /&gt;
* Gastronomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Freiburg ist das wichtigste Verwaltungs-, Bildungs- und Dienstleistungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bulle übernimmt eine zentrale Funktion für den südlichen Kantonsteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tourismus verbindet historische Städte, Seen, Voralpen und regionale Küche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Reiseziele sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freiburg;&lt;br /&gt;
* Greyerz;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Estavayer-le-Lac;&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Romont;&lt;br /&gt;
* Schwarzsee;&lt;br /&gt;
* Moléson;&lt;br /&gt;
* Charmey;&lt;br /&gt;
* Jaun;&lt;br /&gt;
* Les Paccots;&lt;br /&gt;
* Mont Vully.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer sind Wandern, Velofahren, Wassersport und Kulturtourismus verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter bieten Schwarzsee, Moléson, Charmey, Jaun und Les Paccots Skifahren, Langlauf, Schlitteln und Schneeschuhwandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg liegt an bedeutenden Verkehrsachsen zwischen der Deutschschweiz, der Romandie und dem Genferseeraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Freiburg ist ein wichtiger Eisenbahnknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bern;&lt;br /&gt;
* Lausanne;&lt;br /&gt;
* Genf;&lt;br /&gt;
* Zürich;&lt;br /&gt;
* St. Gallen;&lt;br /&gt;
* Neuenburg;&lt;br /&gt;
* Bulle;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Payerne;&lt;br /&gt;
* Romont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Ost-West-Achse ist die Strecke Lausanne–Freiburg–Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Transports publics fribourgeois]], deutsch Freiburgische Verkehrsbetriebe, betreiben einen grossen Teil des regionalen Bahn- und Busnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Regionalstrecken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freiburg–Murten–Ins;&lt;br /&gt;
* Freiburg–Payerne;&lt;br /&gt;
* Bulle–Romont;&lt;br /&gt;
* Bulle–Broc;&lt;br /&gt;
* Bulle–Montbovon;&lt;br /&gt;
* Palézieux–Bulle–Montbovon;&lt;br /&gt;
* Murten–Kerzers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Autobahnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1|A1]];&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A12 (Schweiz)|A12]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A1 verbindet den Norden des Kantons mit Bern, Yverdon, Lausanne und der übrigen Westschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A12 führt von Bern über Freiburg und Bulle nach Vevey.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bildet die wichtigste Verkehrsachse zwischen Hauptstadt, Greyerzerland und Genfersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Strassen führen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von Freiburg nach Murten;&lt;br /&gt;
* durch das Senseland nach Schwarzenburg;&lt;br /&gt;
* von Bulle nach Château-d’Œx;&lt;br /&gt;
* von Bulle nach Jaun und ins Simmental;&lt;br /&gt;
* von Estavayer nach Payerne;&lt;br /&gt;
* entlang des Neuenburger- und Murtensees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Nahverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt- und Regionalbusse erschliessen die Agglomerationen Freiburg und Bulle sowie die ländlichen Bezirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netz wird hauptsächlich durch die Freiburgischen Verkehrsbetriebe betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadt Freiburg verbindet eine historische Standseilbahn die Unterstadt mit dem Stadtzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standseilbahn nutzt seit ihrer Eröffnung 1899 teilweise gereinigtes Abwasser als Antriebsgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kursschiffe verkehren auf dem Murten- und Neuenburgersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drei-Seen-Schifffahrt verbindet Murten mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neuenburg;&lt;br /&gt;
* Biel;&lt;br /&gt;
* Estavayer;&lt;br /&gt;
* Yverdon;&lt;br /&gt;
* weiteren Orten des Seelands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Greyerzersee wird hauptsächlich für Freizeit- und Ausflugsverkehr genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obligatorische Schule wird in französischer oder deutscher Sprache geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden tragen einen grossen Teil der Verantwortung für Kindergarten und Primarschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton legt Lehrpläne, Bildungsziele und Qualitätsstandards fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zweisprachigen Regionen bestehen verschiedene Formen des Sprachaustauschs und bilingualer Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelschulen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Mittelschulen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kollegium St. Michael;&lt;br /&gt;
* Kollegium Heilig Kreuz;&lt;br /&gt;
* Kollegium Gambach;&lt;br /&gt;
* Kollegium des Südens in Bulle;&lt;br /&gt;
* Interkantonales Gymnasium der Region Broye;&lt;br /&gt;
* Fachmittelschulen und Berufsmaturitätsschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterricht wird je nach Schule auf Französisch, Deutsch oder zweisprachig angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universität Freiburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Freiburg wurde 1889 gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;universitaet-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie umfasst Fakultäten für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Theologie;&lt;br /&gt;
* Rechtswissenschaft;&lt;br /&gt;
* Wirtschafts- und Sozialwissenschaften;&lt;br /&gt;
* Geisteswissenschaften;&lt;br /&gt;
* Naturwissenschaften und Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität ist für ihre deutsch-französische Zweisprachigkeit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Studienprogramme können vollständig auf Deutsch oder Französisch sowie in zweisprachiger Form absolviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachhochschulen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiburger Hochschulen gehören überwiegend zur Fachhochschule Westschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochschule für Technik und Architektur Freiburg;&lt;br /&gt;
* Hochschule für Wirtschaft Freiburg;&lt;br /&gt;
* Hochschule für Gesundheit Freiburg;&lt;br /&gt;
* Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg;&lt;br /&gt;
* Pädagogische Hochschule beziehungsweise Institut für Lehrerinnen- und Lehrerbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungsschwerpunkte bestehen unter anderem in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachhaltigem Bauen;&lt;br /&gt;
* Werkstofftechnik;&lt;br /&gt;
* Informatik;&lt;br /&gt;
* Energie;&lt;br /&gt;
* Lebensmittelwissenschaft;&lt;br /&gt;
* Gesundheit;&lt;br /&gt;
* Sozialpolitik;&lt;br /&gt;
* Mehrsprachigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grangeneuve ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grangeneuve bei Posieux ist ein wichtiges Bildungs-, Beratungs- und Forschungszentrum für Landwirtschaft, Lebensmittel und Hauswirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort befinden sich kantonale Ausbildungsangebote sowie Einrichtungen der landwirtschaftlichen Forschung und Beratung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitswesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freiburger Spital betreibt mehrere Standorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wichtigste Akutspitalstandort befindet sich in Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Einrichtungen bestehen unter anderem in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Riaz;&lt;br /&gt;
* Meyriez;&lt;br /&gt;
* Tafers;&lt;br /&gt;
* Billens;&lt;br /&gt;
* Marsens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit bietet stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gesundheitsangebote umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regionale Pflegeheime;&lt;br /&gt;
* Spitex;&lt;br /&gt;
* Rehabilitationskliniken;&lt;br /&gt;
* private Kliniken;&lt;br /&gt;
* Rettungsdienste;&lt;br /&gt;
* ambulante medizinische Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Bevölkerungswachstum stellt die Gesundheitsversorgung vor Herausforderungen bei Personal, Infrastruktur und Finanzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kultur des Kantons wird durch die Begegnung der deutschen und französischen Sprachgemeinschaften geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Identitäten wie Senseland, Greyerzerland, Broye und Seebezirk besitzen eine grosse Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt Freiburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt von Freiburg gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtlandschaften der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kathedrale St. Nikolaus;&lt;br /&gt;
* Zähringerbrücke;&lt;br /&gt;
* Berner Brücke;&lt;br /&gt;
* Mittlere Brücke;&lt;br /&gt;
* Stadtmauer;&lt;br /&gt;
* Bürglentor;&lt;br /&gt;
* Murtentor;&lt;br /&gt;
* Rathaus;&lt;br /&gt;
* Unterstadt;&lt;br /&gt;
* Augustinerkirche;&lt;br /&gt;
* Abtei Magerau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt erstreckt sich über den Felssporn und die tiefer gelegenen Quartiere an der Saane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Greyerz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Städtchen Greyerz besitzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schloss Greyerz;&lt;br /&gt;
* mittelalterliche Hauptgasse;&lt;br /&gt;
* Stadtmauer;&lt;br /&gt;
* Kirche;&lt;br /&gt;
* historische Bürgerhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss dokumentiert die Geschichte der Grafen von Greyerz und der späteren freiburgischen Landvögte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ort befinden sich ausserdem das HR-Giger-Museum und verschiedene Kunstausstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Murten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Murten besitzt eine weitgehend erhaltene Ringmauer und eine historische Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Bauwerke sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schloss;&lt;br /&gt;
* Berntor;&lt;br /&gt;
* Ringmauer;&lt;br /&gt;
* Französische Kirche;&lt;br /&gt;
* Deutsche Kirche;&lt;br /&gt;
* historische Laubenhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt ist eng mit der Schlacht bei Murten von 1476 verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romont ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romont liegt auf einem Hügel und besitzt eine mittelalterliche Stadtanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss beherbergt das Vitromusée, das Schweizerische Museum für Glasmalerei und Glaskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftskirche Notre-Dame-de-l’Assomption enthält bedeutende Glasfenster verschiedener Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Museen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Museum für Kunst und Geschichte Freiburg;&lt;br /&gt;
* Naturhistorisches Museum Freiburg;&lt;br /&gt;
* Espace Jean Tinguely–Niki de Saint Phalle;&lt;br /&gt;
* Schweizerisches Marionettenmuseum;&lt;br /&gt;
* Schloss Greyerz;&lt;br /&gt;
* Vitromusée Romont;&lt;br /&gt;
* Museum Murten;&lt;br /&gt;
* Römisches Museum Vallon;&lt;br /&gt;
* Musée gruérien in Bulle;&lt;br /&gt;
* Pfahlbaudorf Gletterens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik und Festivals ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Kulturveranstaltungen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationales Filmfestival Freiburg;&lt;br /&gt;
* Belluard Bollwerk;&lt;br /&gt;
* Festival Les Georges;&lt;br /&gt;
* Murten Classics;&lt;br /&gt;
* Estivale Open Air;&lt;br /&gt;
* Kilbi- und Alpabzugsfeste;&lt;br /&gt;
* regionale Chor- und Blasmusiktreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chöre und Blasmusikvereine spielen besonders in ländlichen Gemeinden eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kilbi ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiburger Kilbi, französisch &#039;&#039;Bénichon&#039;&#039;, ist eines der bekanntesten Feste des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich handelte es sich um das Kirchweihfest und den Abschluss der landwirtschaftlichen Arbeiten und der Alpsaison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das traditionelle Kilbimenü kann mehrere Gänge umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cuchaule mit Kilbisenf;&lt;br /&gt;
* Bouillon;&lt;br /&gt;
* Fleisch und Gemüse;&lt;br /&gt;
* Lamm;&lt;br /&gt;
* Schinken;&lt;br /&gt;
* Meringues mit Doppelrahm;&lt;br /&gt;
* Gebäck und Kaffee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kilbi wird je nach Region im Sommer oder Herbst gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alpabzug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Voralpen kehren die Viehherden am Ende des Sommers von den Alpen in die Dörfer zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Alpabzüge finden unter anderem statt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charmey;&lt;br /&gt;
* Albeuve;&lt;br /&gt;
* Semsales;&lt;br /&gt;
* Plaffeien;&lt;br /&gt;
* Jaun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kühe werden mit Blumen, Glocken und Schmuck ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik, Märkte, Handwerk und regionale Produkte begleiten die Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Poya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Poya&#039;&#039;&#039; wird im Greyerzerland sowohl der Alpaufzug als auch eine traditionelle Form der Bauernmalerei bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poya-Bilder zeigen den Zug der Kühe, Hirten und Geräte auf die Alp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden häufig über den Eingängen von Bauernhäusern angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nikolausfest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heilige Nikolaus ist Patron der Stadt Freiburg und der Kathedrale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten Dezemberwochenende findet ein grosses Nikolausfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein als Nikolaus verkleideter Darsteller zieht auf einem Esel durch die Stadt und hält vom Balkon der Kathedrale eine Ansprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solennität von Murten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Solennität erinnert an die Schlacht bei Murten von 1476.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schülerinnen und Schüler, Musikgesellschaften und Behörden nehmen an Umzügen und Gedenkveranstaltungen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fest verbindet historische Erinnerung mit lokaler Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur- und Landschaftsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg besitzt acht kantonale Naturschutzgebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;naturschutz-freiburg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fr.ch/de/ilfd/wna/die-naturschutzgebiete-des-kantons-freiburg &#039;&#039;Die Naturschutzgebiete des Kantons Freiburg&#039;&#039;], Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Schutzgebieten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Südufer des Neuenburgersees;&lt;br /&gt;
* Vanil Noir;&lt;br /&gt;
* Sensegraben;&lt;br /&gt;
* Pérollessee;&lt;br /&gt;
* Lac de Lussy;&lt;br /&gt;
* Auried;&lt;br /&gt;
* Chablais;&lt;br /&gt;
* verschiedene Moor- und Auenlandschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vanil Noir ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturschutzgebiet Vanil Noir liegt in den Gemeinden Val-de-Charmey, Grandvillard und Bas-Intyamon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es umfasst Kalkgipfel, Felswände, Alpweiden, Wälder und alpine Rasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet leben unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steinböcke;&lt;br /&gt;
* Gämsen;&lt;br /&gt;
* Murmeltiere;&lt;br /&gt;
* Steinadler;&lt;br /&gt;
* seltene Alpenpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionaler Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionale Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut umfasst Gebiete der Kantone Freiburg und Waadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Freiburger Teil gehören Landschaften des Greyerzerlands und der Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Park verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Naturschutz;&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* regionale Produkte;&lt;br /&gt;
* Tourismus;&lt;br /&gt;
* Kulturpflege;&lt;br /&gt;
* nachhaltige Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässerschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Murtensee, Neuenburgersee, Greyerzersee und weitere Gewässer wurden im 20. Jahrhundert durch Nährstoffeinträge und Siedlungsabwässer belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau von Kläranlagen und strengere Umweltvorschriften verbesserten die Wasserqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausforderungen bestehen weiterhin durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Mikroverunreinigungen;&lt;br /&gt;
* Erwärmung der Seen;&lt;br /&gt;
* invasive Arten;&lt;br /&gt;
* Verlust natürlicher Ufer;&lt;br /&gt;
* zunehmenden Freizeitdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 27 Prozent der Kantonsfläche sind mit Wald und Gehölzen bedeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden-freiburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder erfüllen Aufgaben als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lebensraum;&lt;br /&gt;
* Holzlieferant;&lt;br /&gt;
* Erholungsgebiet;&lt;br /&gt;
* Schutz vor Naturgefahren;&lt;br /&gt;
* Wasserspeicher;&lt;br /&gt;
* Kohlenstoffspeicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Voralpen schützen Wälder Siedlungen und Verkehrswege vor Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Erosion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturgefahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist verschiedenen Naturgefahren ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochwasser;&lt;br /&gt;
* Rutschungen;&lt;br /&gt;
* Murgänge;&lt;br /&gt;
* Steinschlag;&lt;br /&gt;
* Lawinen;&lt;br /&gt;
* Sturm;&lt;br /&gt;
* Seeufererosion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders betroffen sind Gebiete entlang von Saane, Sense, Broye und kleineren Voralpenbächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton erstellt Gefahrenkarten und betreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flussverbauungen;&lt;br /&gt;
* Rückhaltebecken;&lt;br /&gt;
* Geschiebesammler;&lt;br /&gt;
* Schutzwälder;&lt;br /&gt;
* Lawinenverbauungen;&lt;br /&gt;
* Warn- und Überwachungssysteme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klimawandel kann Hochwasser, Trockenheit, Waldbrandgefahr und Hanginstabilität verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton bietet Sportmöglichkeiten an Seen, im Mittelland und in den Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wandern;&lt;br /&gt;
* Velofahren;&lt;br /&gt;
* Mountainbike;&lt;br /&gt;
* Segeln;&lt;br /&gt;
* Rudern;&lt;br /&gt;
* Schwimmen;&lt;br /&gt;
* Skifahren;&lt;br /&gt;
* Langlauf;&lt;br /&gt;
* Schneeschuhwandern;&lt;br /&gt;
* Klettern;&lt;br /&gt;
* Gleitschirmfliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Wintersportgebiete sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schwarzsee;&lt;br /&gt;
* Moléson;&lt;br /&gt;
* Charmey;&lt;br /&gt;
* Jaun;&lt;br /&gt;
* Les Paccots;&lt;br /&gt;
* La Berra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eishockey ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[HC Fribourg-Gottéron]] ist der bekannteste Sportverein des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klub spielt in der höchsten Schweizer Eishockeyliga und trägt seine Heimspiele in der BCF-Arena in Freiburg aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drachen ist das traditionelle Symbol des Vereins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Basketball ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg Olympic gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Basketballvereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frauenbasketball ist Elfic Fribourg national bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fussball ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Fussballvereinen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* FC Freiburg;&lt;br /&gt;
* FC Bulle;&lt;br /&gt;
* FC Portalban-Gletterens;&lt;br /&gt;
* FC Murten;&lt;br /&gt;
* zahlreiche regionale Amateurvereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Murtenlauf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Murtenlauf]] führt von Murten nach Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erinnert an den Überlieferungsbericht eines Boten, der nach der Schlacht bei Murten die Nachricht vom Sieg nach Freiburg gebracht haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Volkslauf gehört zu den traditionsreichsten Laufveranstaltungen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küche und regionale Produkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiburger Küche verbindet bäuerliche Traditionen, Käseproduktion und Einflüsse der deutschen und französischen Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fondue moitié-moitié ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Fondue moitié-moitié&#039;&#039;&#039; gilt als bekanntestes Freiburger Gericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht grundsätzlich zu gleichen Teilen aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Le Gruyère AOP;&lt;br /&gt;
* Vacherin Fribourgeois AOP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Käsemischung wird mit Weisswein, Knoblauch und je nach Rezept weiteren Zutaten zubereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cuchaule und Kilbisenf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cuchaule ist ein leicht süsses Safranbrot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird traditionell mit dem süss-würzigen Kilbisenf, französisch &#039;&#039;moutarde de Bénichon&#039;&#039;, serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Cuchaule besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meringues und Doppelrahm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meringues werden häufig mit Greyerzer Doppelrahm serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der besonders fettreiche Rahm wird traditionell in einem hölzernen Gefäss, dem sogenannten &#039;&#039;Chalet&#039;&#039;, auf den Tisch gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Poire à Botzi ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Poire à Botzi ist eine kleine Freiburger Birnensorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird häufig gekocht und zu Fleischgerichten des Kilbimenüs serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sorte besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere regionale Produkte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jambon de la Borne;&lt;br /&gt;
* Freiburger Bricelets;&lt;br /&gt;
* Anisgebäck;&lt;br /&gt;
* Greyerzer Alpkäse;&lt;br /&gt;
* Vully-Weine;&lt;br /&gt;
* Murtensee-Fische;&lt;br /&gt;
* Schokolade;&lt;br /&gt;
* regionale Biere;&lt;br /&gt;
* Kräuterprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung innerhalb der Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg besitzt innerhalb der Schweiz eine besondere Stellung als Verbindung zwischen deutscher und französischer Sprach- und Kulturregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Romandie und Deutschschweiz;&lt;br /&gt;
* Mittelland und Voralpen;&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Industrie;&lt;br /&gt;
* katholische Tradition und moderne Hochschulbildung;&lt;br /&gt;
* historische Stadtlandschaften und schnell wachsende Agglomerationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beitritt Freiburgs zur Eidgenossenschaft im Jahr 1481 stärkte die Verbindung zwischen den westlichen Gebieten und den älteren eidgenössischen Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweisprachigkeit prägt Verwaltung, Bildung, Politik und Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft und die international bekannten Käseprodukte tragen wesentlich zum Bild Freiburgs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Freiburg besitzt eine besondere nationale Bedeutung als deutsch-französische Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Freiburg im Üechtland]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Freiburg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Freiburg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bezirke des Kantons Freiburg]]&lt;br /&gt;
* [[Saanebezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Sensebezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Greyerzbezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Seebezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Glanebezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Broyebezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Vivisbachbezirk]]&lt;br /&gt;
* [[Freiburger Voralpen]]&lt;br /&gt;
* [[Saane]]&lt;br /&gt;
* [[Sense]]&lt;br /&gt;
* [[Murtensee]]&lt;br /&gt;
* [[Neuenburgersee]]&lt;br /&gt;
* [[Greyerzersee]]&lt;br /&gt;
* [[Vanil Noir]]&lt;br /&gt;
* [[Greyerzerland]]&lt;br /&gt;
* [[Universität Freiburg (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Le Gruyère]]&lt;br /&gt;
* [[Vacherin Fribourgeois]]&lt;br /&gt;
* [[Espace Mittelland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Historisches Lexikon der Schweiz: &#039;&#039;Freiburg (Kanton)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Gaston Castella: &#039;&#039;Histoire du canton de Fribourg&#039;&#039;. Freiburg.&lt;br /&gt;
* Roland Ruffieux (Hrsg.): &#039;&#039;Histoire du canton de Fribourg&#039;&#039;. Freiburg.&lt;br /&gt;
* Nicolas Morard: Publikationen zur mittelalterlichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte Freiburgs.&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Dorand: Publikationen zur politischen Geschichte des Kantons Freiburg.&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv Freiburg: Quellen und Publikationen zur Kantonsgeschichte.&lt;br /&gt;
* Société d’histoire du canton de Fribourg: &#039;&#039;Annales fribourgeoises&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Deutscher Geschichtsforschender Verein des Kantons Freiburg: &#039;&#039;Freiburger Geschichtsblätter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Freiburg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Amt für Statistik und Daten: &#039;&#039;Der Kanton Freiburg in Zahlen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.ch/ Offizielle Website des Staates Freiburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.ch/de/parlinfo Grosser Rat des Kantons Freiburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.ch/de/sr Staatsrat des Kantons Freiburg]&lt;br /&gt;
* [https://bdlf.fr.ch/app/de/texts_of_law/10.1 Kantonsverfassung]&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.ch/de/vwbd/sda Amt für Statistik und Daten]&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.ch/de/sk/staf Staatsarchiv Freiburg]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007379/ Kanton Freiburg im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.unifr.ch/ Universität Freiburg]&lt;br /&gt;
* [https://fribourg.ch/de/ Freiburg Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.fribourgregion.ch/ Tourismusregion Freiburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.tpf.ch/ Freiburgische Verkehrsbetriebe]&lt;br /&gt;
* [https://www.parc-gruyere.ch/ Regionaler Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Canton of Fribourg|Kanton Freiburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton der Schweiz|Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiburg (Kanton)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romandie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschschweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zweisprachiger Kanton]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit im deutschsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit im französischsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Alten Eidgenossenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beitritt zur Eidgenossenschaft 1481]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A7&amp;diff=689</id>
		<title>Autobahn A7</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A7&amp;diff=689"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Autobahn A7&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:A7 Swiss Highway-de.svg|300px|Verlauf der Autobahn A7]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Strassentyp&lt;br /&gt;
| [[Autobahn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nummer&lt;br /&gt;
| A7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| N7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Beginn&lt;br /&gt;
| [[Winterthur]], Verzweigung Winterthur Ost&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ende&lt;br /&gt;
| [[Kreuzlingen]], Grenze zu [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gesamtlänge&lt;br /&gt;
| rund 35 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kantone&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich|Zürich]], [[Kanton Thurgau|Thurgau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wichtige Orte&lt;br /&gt;
| [[Winterthur]], [[Frauenfeld]], [[Kreuzlingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Betreiber&lt;br /&gt;
| [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bedeutende Bauwerke&lt;br /&gt;
| [[Girsbergtunnel]], Aspiholztunnel, Fuchswiestunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:A7 Thurgau.jpeg|300px|Die A7 im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Autobahn A7&#039;&#039;&#039; ist eine rund 35 Kilometer lange Schweizer Autobahn, die von [[Winterthur]] über [[Frauenfeld]] nach [[Kreuzlingen]] und zur deutschen Grenze führt. Sie entspricht der [[Nationalstrasse]] N7 und bildet eine der wichtigsten Strassenverbindungen zwischen dem Grossraum [[Zürich]], dem westlichen und mittleren [[Kanton Thurgau|Thurgau]] sowie dem Gebiet um den [[Bodensee]]. An der Landesgrenze geht sie in die deutsche [[Bundesstrasse 33]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 beginnt an der Verzweigung Winterthur Ost, wo sie von der [[Autobahn A1]] abzweigt. Von dort verläuft sie in nordöstlicher Richtung durch das Zürcher Weinland und das Thurtal, erschliesst den Thurgauer Hauptort Frauenfeld und führt über die Verzweigung Grüneck sowie den Seerücken nach Kreuzlingen. Der letzte Abschnitt verläuft durch den Girsbergtunnel und endet an der Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen–Konstanz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_streckennetz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/dam/de/sd-web/UDvK8yIPJSOB/situationsplan_infrastrukturfiliale_winterthur.pdf Bundesamt für Strassen ASTRA: Situationsplan der Infrastrukturfiliale Winterthur], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 zweigt östlich von Winterthur an der Verzweigung Winterthur Ost von der A1 ab. Die Verzweigung ermöglicht Fahrten zwischen der A7 und der A1 in Richtung [[Zürich]] beziehungsweise [[St. Gallen]]. Für einzelne Fahrbeziehungen dient zusätzlich der Anschluss Attikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verlassen des Kantons Zürich erreicht die Autobahn den Kanton Thurgau. Bei [[Kefikon]] befinden sich beidseits der Fahrbahn Rastplätze. Anschliessend führt die Strecke nördlich an Frauenfeld vorbei. Die Kantonshauptstadt ist über die Anschlüsse Frauenfeld West und Frauenfeld Ost mit der Autobahn verbunden. Der westliche Anschluss erschliesst insbesondere das Stadtzentrum und die westlichen Stadtteile, während der östliche Anschluss unter anderem dem Verkehr aus dem Raum [[Matzingen]], [[Thundorf TG|Thundorf]] und dem östlichen Frauenfeld dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Frauenfeld folgt die A7 weitgehend dem Thurtal. Bei der Verzweigung Grüneck zweigt die [[Autobahn A23 (Schweiz)|A23]] in Richtung [[Weinfelden]], [[Amriswil]] und [[Arbon]] ab. Die A7 selbst wendet sich nach Norden und steigt aus dem Thurtal zum Seerücken an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Kreuzlingen durchquert die Autobahn den Aspiholztunnel und den Fuchswiestunnel. Beim Anschluss Kreuzlingen Süd beginnt der städtisch geprägte Schlussabschnitt. Durch den rund 1,75 Kilometer langen Girsbergtunnel unterquert die A7 Teile des Kreuzlinger Stadtgebiets und erreicht den Anschluss Kreuzlingen Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Anschlusses führt die Strecke zur Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen–Konstanz. Auf deutscher Seite setzt sich die Verbindung als Bundesstrasse 33 fort. Diese führt durch den Raum [[Konstanz]] und weiter über [[Allensbach]] und [[Radolfzell am Bodensee]] in Richtung [[Singen (Hohentwiel)]], wo Anschluss an die deutsche [[Bundesautobahn 81]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlüsse und Verzweigungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Anschluss oder Verzweigung&lt;br /&gt;
! Erschlossene Orte und weiterführende Strassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| Verzweigung Winterthur Ost&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A1|A1]] Richtung [[Zürich]] und [[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Attikon&lt;br /&gt;
| [[Attikon]], [[Wiesendangen]], [[Oberwinterthur]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| Frauenfeld West&lt;br /&gt;
| [[Frauenfeld]], [[Gachnang]], [[Islikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| Frauenfeld Ost&lt;br /&gt;
| Frauenfeld, [[Thundorf TG|Thundorf]], [[Matzingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| Verzweigung Grüneck&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A23 (Schweiz)|A23]] Richtung [[Weinfelden]], [[Amriswil]] und [[Arbon]]; Zufahrt nach [[Müllheim TG|Müllheim]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen Süd&lt;br /&gt;
| [[Kreuzlingen]], [[Kemmental]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen Nord&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen, [[Tägerwilen]], Stadtzentrum von [[Konstanz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
| Grenzübergang Kreuzlingen–Konstanz&lt;br /&gt;
| Übergang zur deutschen [[Bundesstrasse 33]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anschlussnummern werden von Winterthur in Richtung Kreuzlingen aufsteigend gezählt. Neben den regulären Anschlüssen bestehen Betriebszufahrten und Einrichtungen für den Unterhalt der Nationalstrasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anschluesse_a7&amp;quot;&amp;gt;[https://www.autobahnen.ch/index.php?direction=1&amp;amp;id=7&amp;amp;lg=000&amp;amp;page=015 Autobahnen.ch: A7 von Winterthur Ost zur Grenze bei Kreuzlingen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planung und erste Abschnitte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spätere A7 wurde im Rahmen des schweizerischen Nationalstrassennetzes geplant. Ziel war eine leistungsfähige Verbindung zwischen der A1 bei Winterthur, dem Thurgauer Kantonshauptort Frauenfeld und der Grenzregion Kreuzlingen–Konstanz. Gleichzeitig sollte die neue Strasse die Ortsdurchfahrten entlang der traditionellen Verkehrsachse durch das Thurtal entlasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke entstand in mehreren Etappen. In den Jahren 1975 und 1976 wurde die Umfahrung von Frauenfeld als Teil der A7 eröffnet. 1978 folgte die Verlängerung bis in den Raum [[Pfyn]], 1984 wurde die Autobahn bis Müllheim weitergeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls_thurgau&amp;quot;&amp;gt;Peter Giger: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007393/ «Thurgau»], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der Autobahn veränderte die verkehrliche Erschliessung des westlichen Thurgaus grundlegend. Frauenfeld erhielt mit den Anschlüssen West und Ost direkte Verbindungen zum nationalen Autobahnnetz. Auch die Gemeinden entlang des Thurtals wurden besser an Winterthur und den Grossraum Zürich angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlängerung nach Kreuzlingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. November 1992 wurde ein weiteres Teilstück der Nationalstrasse A7 eröffnet. Damit reichte die durchgehende Schnellstrassenverbindung von Winterthur über Grüneck bis in den Raum Kreuzlingen Süd.&amp;lt;ref name=&amp;quot;srf_teilstueck1992&amp;quot;&amp;gt;[https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/eroeffnung-teilstueck-nationalstrasse-a7?urn=urn:srf:video:13dda9fd-2372-4374-aef7-4655bfe15ccb Schweizer Radio und Fernsehen: «Eröffnung Teilstück Nationalstrasse A7»], &#039;&#039;Tagesschau&#039;&#039; vom 27. November 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der noch fehlende Abschnitt zwischen Kreuzlingen Süd und der Landesgrenze war planerisch besonders anspruchsvoll. Eine weitgehend oberirdische Führung hätte dicht besiedelte Gebiete durchschnitten und Kreuzlingen zusätzlich belastet. Die in den frühen 1980er-Jahren eingesetzte Kommission Biel empfahl deshalb, die N7 im Nationalstrassennetz zu belassen, die Linienführung jedoch anzupassen und Kreuzlingen mit einem Tunnel zu unterqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spatenstich für den letzten Abschnitt erfolgte 1998. Nach etwas mehr als vier Jahren Bauzeit wurde die Verbindung am 22. November 2002 durch den damaligen Bundesrat [[Moritz Leuenberger]] eröffnet. Seit diesem Datum ist die A7 bis zur Landesgrenze durchgehend befahrbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;girsberg_jubilaeum&amp;quot;&amp;gt;Kurt Peter: [https://www.kreuzlinger-nachrichten.ch/suche/detail/girsbergtunnel-kernstueck-der-a7 «Girsbergtunnel: Kernstück der A7»], &#039;&#039;Kreuzlinger Nachrichten&#039;&#039;, 23. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Girsbergtunnel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Girsbergtunnel&#039;&#039;&#039; ist das bedeutendste Einzelbauwerk der A7. Er verbindet die Anschlüsse Kreuzlingen Süd und Kreuzlingen Nord und unterquert einen Teil des Kreuzlinger Stadtgebiets. Der zweiröhrige Tunnel ist rund 1,75 Kilometer lang. Jede Röhre führt den Verkehr einer Fahrtrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk überwindet den Höhenunterschied zwischen dem Seerücken südlich von Kreuzlingen und dem tiefer gelegenen Gebiet nahe der Landesgrenze. Durch die unterirdische Linienführung konnten Wohngebiete geschont und der oberirdische Durchgangsverkehr innerhalb Kreuzlingens reduziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel bildete das Kernstück des rund vier Kilometer langen letzten Autobahnabschnitts zwischen Schwaderloh und der Grenze. Für den Autobahnbau und das neue Zollareal wurden insgesamt mehr als 300 Millionen Franken aufgewendet. Der Bund übernahm den grössten Teil der Kosten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swissinfo_eroeffnung2002&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swissinfo.ch/ger/archive-finanzplatz-schweiz/schweizer-autobahn-wartet-auf-deutsche-braut/3039108 «Schweizer Autobahn wartet auf deutsche Braut»], SWI swissinfo.ch, 22. November 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Tunnelanlage gehören Fluchtverbindungen, Lüftungs-, Beleuchtungs- und Überwachungssysteme sowie Einrichtungen zur automatischen Verkehrslenkung. Die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden regelmässig geprüft und erneuert. Während solcher Arbeiten kann der Tunnel nachts vollständig gesperrt werden; der Verkehr wird dann über das lokale Strassennetz umgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzüberschreitende Verbindung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 besitzt sowohl für den regionalen Verkehr als auch für die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland eine grosse Bedeutung. Sie verbindet Kreuzlingen unmittelbar mit der benachbarten deutschen Stadt Konstanz. Beide Städte bilden einen zusammenhängenden grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Bundesstrasse 33 erreicht der Verkehr von der A7 den westlichen Bodenseeraum, Radolfzell, Singen und die A81. Dadurch besteht eine Verbindung zum deutschen Fernstrassennetz in Richtung [[Stuttgart]] und [[Schaffhausen]]. Gleichzeitig dient die Strecke dem Einkaufs-, Berufs- und Freizeitverkehr zwischen dem Thurgau und dem Landkreis Konstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei hohem Verkehrsaufkommen können sich vor der Zollanlage und auf den Zufahrten Rückstaus bilden. Besonders betroffen sind Zeiten mit starkem Pendlerverkehr, Feiertage und Wochenenden mit intensivem Ausflugsverkehr am Bodensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Kantons Thurgau ist die A7 die wichtigste Hochleistungsstrasse in Nord-Süd-Richtung. Sie erschliesst vor allem den westlichen Teil des Kantons und verbindet diesen mit dem Wirtschaftsraum Winterthur–Zürich. Über die A23 bei Grüneck besteht zusätzlich eine Verbindung zum mittleren und östlichen Thurgau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Frauenfeld ist die Autobahn ein wesentlicher Standortfaktor. Gewerbe- und Industriegebiete in der Umgebung der Anschlüsse profitieren von der guten Erreichbarkeit. Auch Kreuzlingen ist über die A7 direkt an das schweizerische Nationalstrassennetz angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrsmenge unterscheidet sich je nach Abschnitt. Im Raum Frauenfeld spielt der regionale Pendler- und Wirtschaftsverkehr eine wichtige Rolle. Auf dem nördlichen Abschnitt bei Kreuzlingen ist der Anteil des grenzüberschreitenden Verkehrs besonders bedeutend. Verkehrszählungen des Bundes zeigen, dass die Belastung im Girsbergtunnel und bei Müllheim von Jahr zu Jahr deutlich schwanken kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_verkehr2023&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/dam/de/sd-web/RDHEX6vumk5p/verkehrsentwicklung_verfuegbarkeit_nationalstrassen_jahresbericht_2023.pdf Bundesamt für Strassen ASTRA: &#039;&#039;Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen – Jahresbericht 2023&#039;&#039;], Bern 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrieb und Unterhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bestandteil des Nationalstrassennetzes steht die N7 in der Verantwortung des Bundes. Zuständig für Ausbau-, Erhaltungs- und Sicherheitsprojekte ist das [[Bundesamt für Strassen]] (ASTRA). Die Strecke gehört zum Zuständigkeitsgebiet der ASTRA-Infrastrukturfiliale Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Unterhalt gehören die Erneuerung von Fahrbahnbelägen und Brücken, die Kontrolle der Entwässerung, der Winterdienst sowie die Wartung der Tunnel- und Verkehrstechnik. Grössere Arbeiten werden häufig nachts oder in verkehrsärmeren Zeiträumen ausgeführt. Bei Vollsperrungen werden Umleitungen über Kantons- und Gemeindestrassen signalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 ist überwiegend als richtungsgetrennte, vierspurige Autobahn ausgebaut. Für den Verkehr gelten die allgemeinen Schweizer Vorschriften für Autobahnen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt grundsätzlich 120 km/h, kann aber aus Sicherheits-, Lärm- oder Verkehrsgründen abschnittsweise tiefer angesetzt werden. In den Tunneln und im Bereich der Anschlüsse gelten signalisierte Geschwindigkeitsbegrenzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vignettenpflicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 gehört grundsätzlich zu den vignettenpflichtigen Nationalstrassen. Für Motorfahrzeuge und Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ist deshalb eine gültige Schweizer Autobahnvignette erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine örtliche Ausnahme besteht am Grenzübergang Kreuzlingen. Fahrzeuge, die aus Deutschland einreisen und die Autobahn bei der ersten Ausfahrt Kreuzlingen Nord wieder verlassen, benötigen für diesen kurzen Abschnitt keine Vignette. Dasselbe gilt in umgekehrter Fahrtrichtung zwischen der ersten Auffahrt und dem Grenzübergang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bazg_vignette&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bazg.admin.ch/de/faq-vignette-und-e-vignette-erwerb Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit: FAQ zur Vignette und E-Vignette], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer über Kreuzlingen Nord hinaus in Richtung Girsbergtunnel, Frauenfeld oder Winterthur fährt, muss bereits über eine gültige Vignette verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 durchquert unterschiedliche Landschaftsräume. Im Süden verläuft sie durch das Übergangsgebiet zwischen Winterthur und dem Thurtal. Im Raum Frauenfeld führt sie durch eine dicht genutzte Landschaft mit Siedlungen, Landwirtschaftsflächen, Gewerbegebieten und Verkehrswegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Frauenfeld folgt die Autobahn abschnittsweise dem breiten Talraum der [[Thur (Rhein)|Thur]]. Anschliessend steigt sie durch die Hügellandschaft des Seerückens an. Vor Kreuzlingen wird die Strecke durch mehrere Tunnel geführt, wodurch Siedlungen und landschaftlich empfindliche Bereiche weniger stark zerschnitten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Massnahmen gegen die Auswirkungen des Strassenverkehrs gehören Lärmschutzwände, Wildschutzeinrichtungen, Entwässerungsanlagen und begrünte Böschungen. Bei Sanierungen werden solche Anlagen an aktuelle Umwelt- und Sicherheitsanforderungen angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planung und Bau der Nationalstrasse führten im Kanton Thurgau zu zahlreichen archäologischen Untersuchungen. Bereits in den 1960er-Jahren gab die Planung der A7 den Anstoss zu weiteren Forschungen an der jungsteinzeitlichen Fundstelle Niederwil-Egelsee bei [[Gachnang]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;niederwil_archaeologie&amp;quot;&amp;gt;[https://archaeologie.tg.ch/fundstellen/ausflugsziele/fundstellen-mit-tafeln-im-gelaende/gachnang-niederwil.html/5891 Amt für Archäologie des Kantons Thurgau: Gachnang-Niederwil], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim Bau späterer Abschnitte wurden bisher unbekannte Siedlungsspuren, Gräber und andere Zeugnisse früherer Epochen entdeckt. Die Funde zeigen, dass das Thurtal und der Seerücken bereits in vorgeschichtlicher Zeit wichtige Siedlungs- und Verkehrslandschaften waren. Ein Teil der Ergebnisse wurde in der Publikation &#039;&#039;A7 – Ausfahrt Archäologie&#039;&#039; dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A23 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Girsbergtunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesstrasse 33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erwin Rigert: &#039;&#039;A7 – Ausfahrt Archäologie&#039;&#039;. Archäologie im Thurgau, Band 10. Amt für Archäologie des Kantons Thurgau, Frauenfeld 2002, ISBN 3-905405-09-1.&lt;br /&gt;
* Walter Ebinger: &#039;&#039;Nationalstrasse A7, von Schwaderloh zur Landesgrenze: Die letzten vier Kilometer&#039;&#039;. In: Erwin Rigert: &#039;&#039;A7 – Ausfahrt Archäologie&#039;&#039;. Frauenfeld 2002, S. 19–23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/ Bundesamt für Strassen ASTRA]&lt;br /&gt;
* [https://www.bazg.admin.ch/de/faq-vignette-und-e-vignette-erwerb Informationen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit zur Autobahnvignette]&lt;br /&gt;
* [https://www.autobahnen.ch/index.php?page=015&amp;amp;id=7&amp;amp;direction=1&amp;amp;lg=000 Streckenübersicht und Bilder der A7 auf Autobahnen.ch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|A7 (Switzerland)|Autobahn A7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Winterthur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Frauenfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kreuzlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationale Strasse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Liste_der_Autobahnen_und_Autostrassen_in_der_Schweiz&amp;diff=688</id>
		<title>Liste der Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Liste_der_Autobahnen_und_Autostrassen_in_der_Schweiz&amp;diff=688"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Liste der Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz&#039;&#039;&#039; gibt einen Überblick über die Hochleistungsstrassen des schweizerischen Strassennetzes. Sie umfasst sowohl Nationalstrassen des Bundes als auch einzelne kantonale Autobahnen und Autostrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autobahnen und Autostrassen werden in der Schweiz mit grünen Wegweisern signalisiert. Autobahnen besitzen in der Regel getrennte Richtungsfahrbahnen und sind frei von höhengleichen Kreuzungen. Autostrassen sind ebenfalls ausschliesslich für Motorfahrzeuge bestimmt, können jedoch nur eine Fahrbahn ohne bauliche Richtungstrennung aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nationalstrassennetz hatte am 1. Januar 2026 eine Gesamtlänge von 2248,7 Kilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nationalstrassennetz2026&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/nationalstrassennetz Nationalstrassennetz], Bundesamt für Strassen ASTRA, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht alle Nationalstrassen sind Autobahnen oder Autostrassen. Ein Teil besteht aus Hauptstrassen mit Mischverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Autobahn ist eine ausschliesslich dem Motorfahrzeugverkehr dienende Strasse mit getrennten Fahrbahnen für beide Fahrtrichtungen. Sie besitzt keine höhengleichen Kreuzungen. Ein- und Ausfahrten erfolgen über besonders gekennzeichnete Anschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h, sofern keine tiefere Geschwindigkeit signalisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autostrasse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Autostrasse ist ebenfalls ausschliesslich für Motorfahrzeuge bestimmt. Im Unterschied zur Autobahn besitzt sie häufig nur eine Fahrbahn mit Gegenverkehr. Kreuzungen und Grundstückszufahrten sind in der Regel stark eingeschränkt oder vollständig ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h, sofern keine andere Geschwindigkeit signalisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugelassene Fahrzeuge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autobahnen und Autostrassen dürfen nur von Motorfahrzeugen benutzt werden, die eine Geschwindigkeit von mindestens 80 km/h erreichen können und dürfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verkehrsregelnverordnung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1962/1364_1409_1420/de Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962], Fedlex, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fussgänger, Fahrräder, Motorfahrräder, landwirtschaftliche Fahrzeuge und andere langsame Verkehrsmittel sind ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung der Strassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Nationalstrassen werden zwei unterschiedliche Nummerierungssysteme verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sogenannten Infrastrukturnetz tragen die Strecken ein &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; für Nationalstrasse. Die Autobahn A1 wird beispielsweise als N1 geführt, die A2 als N2 und die A13 als N13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Betriebsnetz werden Autobahnen und Autostrassen mit dem Buchstaben &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Nationalstrassen der dritten Klasse, die auch dem Langsam- oder Mischverkehr offenstehen, erhalten dagegen eine Bezeichnung mit &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039; für Hauptstrasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bezeichnungen&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.astra.admin.ch/a-h-oder-n-fuer-die-nationalstrassen/ «A, H oder N für die Nationalstrassen?»], Bundesamt für Strassen ASTRA, 2. Februar 2022, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Nationalstrasse kann deshalb auf verschiedenen Abschnitten unterschiedlich bezeichnet werden. Die N6 wird beispielsweise zwischen Biel und Spiez als A6 geführt. Die anschliessenden Abschnitte in Richtung Kandersteg und Gampel sind Hauptstrassen und werden als H6 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autobahnen und Autostrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle nennt die wichtigsten schweizerischen Strecken mit einer A-Nummer. Der angegebene Verlauf beschreibt den gesamten Verkehrskorridor. Einzelne Strecken können aus Autobahn-, Autostrassen- und Hauptstrassenabschnitten bestehen oder Unterbrechungen aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz&lt;br /&gt;
! Nummer&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
! Wichtige Orte&lt;br /&gt;
! Ausbau und Besonderheiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A1|A1]]&lt;br /&gt;
| Bardonnex–Genf–Lausanne–Bern–Zürich–St. Gallen–St. Margrethen&lt;br /&gt;
| Genf, Lausanne, Yverdon-les-Bains, Bern, Aarau, Zürich, Winterthur, Wil, St. Gallen&lt;br /&gt;
| Weitgehend richtungsgetrennte Autobahn; wichtigste West-Ost-Verbindung und längste Autobahn der Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A2 (Schweiz)|A2]]&lt;br /&gt;
| Basel–Luzern–Gotthard–Lugano–Chiasso&lt;br /&gt;
| Basel, Olten, Luzern, Altdorf, Airolo, Bellinzona, Lugano, Chiasso&lt;br /&gt;
| Wichtigste Nord-Süd-Verbindung; führt durch den Gotthard-Strassentunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]]&lt;br /&gt;
| Basel–Zürich–Pfäffikon SZ–Sargans&lt;br /&gt;
| Basel, Rheinfelden, Brugg, Zürich, Horgen, Wädenswil, Pfäffikon, Weesen, Sargans&lt;br /&gt;
| Teilweise gemeinsamer Verlauf mit A1 und A2; Walensee- und Zürichseeachse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A4 (Schweiz)|A4]]&lt;br /&gt;
| Schaffhausen–Winterthur–Zürich–Zug–Brunnen–Altdorf&lt;br /&gt;
| Schaffhausen, Winterthur, Zürich, Affoltern am Albis, Cham, Zug, Schwyz, Altdorf&lt;br /&gt;
| Zwischen Schaffhausen und Winterthur sowie Zürich und Brunnen als Autobahn; Axenstrasse teilweise Autostrasse oder Hauptstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A5 (Schweiz)|A5]]&lt;br /&gt;
| Luterbach–Biel/Bienne–Neuchâtel–Yverdon-les-Bains&lt;br /&gt;
| Solothurn, Biel, Neuchâtel, Yverdon-les-Bains&lt;br /&gt;
| Autobahn und Autostrasse; im Raum Biel nicht vollständig durchgehend ausgebaut&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A6 (Schweiz)|A6]]&lt;br /&gt;
| Biel/Bienne–Bern–Thun–Spiez&lt;br /&gt;
| Biel, Lyss, Schönbühl, Bern, Münsingen, Thun, Spiez&lt;br /&gt;
| Hauptverbindung durch das Aaretal; Fortsetzung in Richtung Kandersteg als H6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A7 (Schweiz)|A7]]&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen–Frauenfeld–Winterthur&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen, Weinfelden-Anschluss, Frauenfeld, Winterthur&lt;br /&gt;
| Weitgehend richtungsgetrennte Autobahn; Verbindung vom Bodensee zur A1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A8 (Schweiz)|A8]]&lt;br /&gt;
| Spiez–Interlaken–Brünig–Sarnen–Hergiswil&lt;br /&gt;
| Spiez, Interlaken, Brienz, Meiringen, Lungern, Sarnen, Hergiswil&lt;br /&gt;
| Überwiegend Autostrasse; am Brünig nicht durchgehend als Hochleistungsstrasse ausgebaut&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A9 (Schweiz)|A9]]&lt;br /&gt;
| Vallorbe–Lausanne–Vevey–Sion–Brig–Simplon–Gondo&lt;br /&gt;
| Vallorbe, Lausanne, Vevey, Montreux, Martigny, Sion, Sierre, Visp, Brig&lt;br /&gt;
| Westschweizer Nord-Süd- und Rhonetalachse; zwischen Sierre und Brig noch nicht vollständig fertiggestellt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A12 (Schweiz)|A12]]&lt;br /&gt;
| Vevey–Freiburg–Bern&lt;br /&gt;
| Vevey, Bulle, Freiburg, Düdingen, Bern&lt;br /&gt;
| Richtungsgetrennte Autobahn zwischen Genferseeregion und Bundesstadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A13 (Schweiz)|A13]]&lt;br /&gt;
| St. Margrethen–Sargans–Chur–San Bernardino–Bellinzona–Locarno&lt;br /&gt;
| St. Margrethen, Buchs, Sargans, Chur, Thusis, Mesocco, Bellinzona, Locarno&lt;br /&gt;
| Autobahn und Autostrasse; zentrale Alpenverbindung durch den San-Bernardino-Strassentunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A14 (Schweiz)|A14]]&lt;br /&gt;
| Luzern–Buchrain–Rütihof&lt;br /&gt;
| Luzern, Ebikon, Buchrain, Root, Rotkreuz&lt;br /&gt;
| Kurze Autobahnverbindung zwischen A2 und A4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A15 (Schweiz)|A15]]&lt;br /&gt;
| Brüttisellen–Uster sowie Hinwil–Rapperswil-Jona–Reichenburg&lt;br /&gt;
| Brüttisellen, Uster, Hinwil, Rüti, Rapperswil-Jona, Reichenburg&lt;br /&gt;
| Oberlandautobahn; zwischen Uster Ost und Hinwil besteht eine Netzlücke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A16 (Schweiz)|A16]]&lt;br /&gt;
| Boncourt–Delémont–Moutier–Biel/Bienne&lt;br /&gt;
| Boncourt, Porrentruy, Delémont, Moutier, Tavannes, Biel&lt;br /&gt;
| Autobahn und Autostrasse durch den Jura; volkstümlicher Name «Transjurane»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A18 (Schweiz)|A18]]&lt;br /&gt;
| Basel–Reinach–Aesch&lt;br /&gt;
| Basel, Muttenz, Münchenstein, Reinach, Aesch&lt;br /&gt;
| Autobahnzubringer ins Birstal; Fortsetzung nach Süden als Hauptstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autostrasse A20 (Schweiz)|A20]]&lt;br /&gt;
| Neuchâtel–Vue des Alpes–La Chaux-de-Fonds&lt;br /&gt;
| Neuchâtel, Valangin, Vue des Alpes, La Chaux-de-Fonds&lt;br /&gt;
| Überwiegend Autostrasse; Fortsetzung nach Le Locle und zur französischen Grenze teilweise Hauptstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autostrasse A21 (Schweiz)|A21]]&lt;br /&gt;
| Martigny–Sembrancher–Bourg-Saint-Pierre–Grosser St. Bernhard&lt;br /&gt;
| Martigny, Orsières, Bourg-Saint-Pierre&lt;br /&gt;
| Autobahnzubringer und Autostrassenabschnitte; Verbindung zum Grosser-St.-Bernhard-Strassentunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A22 (Schweiz)|A22]]&lt;br /&gt;
| Liestal–Lausen–Sissach&lt;br /&gt;
| Liestal, Lausen, Itingen, Sissach&lt;br /&gt;
| Kurze Autobahn und Autostrasse im Ergolztal; verbindet den Raum Liestal mit der A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A23 (Schweiz)|A23]]&lt;br /&gt;
| Grüneck–Weinfelden–Amriswil–Arbon–Meggenhus&lt;br /&gt;
| Müllheim, Weinfelden, Sulgen, Amriswil, Arbon&lt;br /&gt;
| Der grösste Teil ist Nationalstrasse dritter Klasse; der Abschnitt Arbon West–Meggenhus ist als Autobahn ausgebaut&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A24 (Schweiz)|A24]]&lt;br /&gt;
| Mendrisio–Stabio–Gaggiolo&lt;br /&gt;
| Mendrisio, Stabio&lt;br /&gt;
| Kurze grenzüberschreitende Autobahnverbindung zur italienischen A60 bei Varese&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autostrasse A28 (Schweiz)|A28]]&lt;br /&gt;
| Landquart–Schiers–Küblis–Klosters&lt;br /&gt;
| Landquart, Grüsch, Schiers, Küblis, Klosters&lt;br /&gt;
| Prättigauerstrasse; überwiegend Autostrasse mit mehreren Tunneln und Umfahrungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A50 (Schweiz)|A50]]&lt;br /&gt;
| Zweidlen–Glattfelden&lt;br /&gt;
| Zweidlen, Glattfelden&lt;br /&gt;
| Kurze kantonale Umfahrungsstrasse im Kanton Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A51 (Schweiz)|A51]]&lt;br /&gt;
| Zürich Nord–Flughafen Zürich–Bülach&lt;br /&gt;
| Zürich, Opfikon, Kloten, Flughafen Zürich, Bülach&lt;br /&gt;
| Flughafenautobahn; teilweise Nationalstrasse und teilweise kantonale Hochleistungsstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Autostrasse A52 (Schweiz)|A52]]&lt;br /&gt;
| Zumikon–Forch–Egg–Hinwil&lt;br /&gt;
| Zumikon, Forch, Egg, Grüningen, Hinwil&lt;br /&gt;
| Kantonale Forchautostrasse; verbindet den Raum Zürich mit dem Zürcher Oberland&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Zweigstrecken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Autobahnen besitzen kurze Zweigstrecken, Stadtzubringer oder Äste mit zusätzlichen Buchstaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Auswahl bedeutender Zweigstrecken&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Verlauf oder Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1a&lt;br /&gt;
| Autobahnzweige und Zubringer im Raum Genf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1H&lt;br /&gt;
| Zürcher Autobahnast in Richtung Hardturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1L&lt;br /&gt;
| Zürcher Autobahnast zwischen Zürich Nord, Milchbuck und Letten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1.1&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen der Verzweigung Meggenhus und dem Raum Rorschach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1R&lt;br /&gt;
| Autobahnzubringer vom Raum Aarau zur Verzweigung Aarau Ost&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A3W&lt;br /&gt;
| Westlicher Autobahnzubringer in die Stadt Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A4a&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen der A4 bei Baar und dem Raum Sihlbrugg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen einzelner Äste können sich zwischen amtlichen Infrastrukturplänen, Verkehrsmeldungen und der Beschilderung unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kantonale Autobahnen und Autostrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede Autobahn oder Autostrasse gehört vollständig dem Bund. Einzelne Hochleistungsstrassen werden durch Kantone betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten kantonalen Strecken gehören die A50 bei Glattfelden und die A52 über die Forch. Bei der A51 wechseln die Zuständigkeiten abschnittsweise zwischen Bund und Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kantonale Autobahnen und Autostrassen unterliegen nicht automatisch der Nationalstrassenabgabe. Entscheidend ist, ob ein Abschnitt als Nationalstrasse erster oder zweiter Klasse eingestuft und als vignettenpflichtig signalisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vignettenpflicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Benutzung der Nationalstrassen erster und zweiter Klasse ist bei Motorfahrzeugen und Anhängern bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen grundsätzlich eine Autobahnvignette erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vignette kostet 40 Franken. Sie ist als Klebevignette oder als elektronische Vignette erhältlich. Eine Jahresvignette ist vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des folgenden Jahres gültig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vignette2026&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.astra.admin.ch/die-vignette-mehr-als-eine-autobahngebuehr/ «Die Vignette: mehr als eine Autobahngebühr»], Bundesamt für Strassen ASTRA, 22. Januar 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2020 gehören mehrere zuvor kantonale Autobahnen und Autostrassen zum Nationalstrassennetz und sind dadurch vignettenpflichtig geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vignettenpflichtige_strassen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/vignette Vignettenpflichtige Strassen], Bundesamt für Strassen ASTRA, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einnahmen aus der Vignette fliessen in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds. Dieser finanziert Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Nationalstrassen sowie Beiträge an Verkehrsprojekte in Agglomerationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Höchstgeschwindigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Allgemeine Höchstgeschwindigkeiten für Personenwagen&lt;br /&gt;
! Strassentyp&lt;br /&gt;
! Höchstgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Autobahn&lt;br /&gt;
| 120 km/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Autostrasse&lt;br /&gt;
| 100 km/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hauptstrasse ausserorts&lt;br /&gt;
| 80 km/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Strasse innerorts&lt;br /&gt;
| 50 km/h&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Signalisierte tiefere Höchstgeschwindigkeiten gehen den allgemeinen Regeln vor. In Tunneln, Baustellen, dicht befahrenen Agglomerationen und auf Abschnitten mit ungenügender Sicht gelten häufig 60, 80 oder 100 km/h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Fahrzeuggespanne, schwere Motorfahrzeuge und bestimmte Fahrzeugkategorien gelten besondere Vorschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Signalisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autobahnen und Autostrassen werden mit grünen Wegweisern gekennzeichnet. Die Autobahnnummer erscheint in einem roten Schild mit weisser Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn einer Autobahn wird durch ein grünes Signal mit einer stilisierten weissen Brücke dargestellt. Das Autostrassensignal zeigt ein weisses Fahrzeug auf grünem Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Hauptstrassen und im übrigen Strassennetz sind die Wegweiser überwiegend blau. Diese Farbregelung unterscheidet die Schweiz unter anderem von Deutschland, Frankreich und Österreich, wo Autobahnwegweiser blau sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europastrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Schweizer Autobahnen sind zugleich Bestandteile des internationalen Europastrassennetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Europastrassen auf Schweizer Autobahnen&lt;br /&gt;
! Europastrasse&lt;br /&gt;
! Schweizer Strecken&lt;br /&gt;
! Wichtigste Verbindung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 25|E25]]&lt;br /&gt;
| A1, A2, A9&lt;br /&gt;
| Niederlande–Frankreich–Schweiz–Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 27|E27]]&lt;br /&gt;
| A9, A21&lt;br /&gt;
| Belfort–Bern–Martigny–Aosta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 35|E35]]&lt;br /&gt;
| A2&lt;br /&gt;
| Amsterdam–Basel–Gotthard–Rom&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 41|E41]]&lt;br /&gt;
| A4&lt;br /&gt;
| Dortmund–Schaffhausen–Zürich–Altdorf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 43|E43]]&lt;br /&gt;
| A13&lt;br /&gt;
| Würzburg–Bregenz–Chur–Bellinzona&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 60|E60]]&lt;br /&gt;
| A1, A12, A9&lt;br /&gt;
| Westeuropa–Schweiz–Osteuropa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europastrasse 62|E62]]&lt;br /&gt;
| A9&lt;br /&gt;
| Nantes–Genf–Simplon–Genua&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die E-Nummern ergänzen die schweizerischen Autobahnnummern und werden teilweise auf den Wegweisern angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Autobahntunnel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Topografie besitzt das Schweizer Autobahn- und Autostrassennetz eine grosse Zahl langer Tunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Auswahl bedeutender Strassentunnel&lt;br /&gt;
! Tunnel&lt;br /&gt;
! Strecke&lt;br /&gt;
! Ungefähre Länge&lt;br /&gt;
! Lage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gotthard-Strassentunnel]]&lt;br /&gt;
| A2&lt;br /&gt;
| 16,9 km&lt;br /&gt;
| Göschenen–Airolo&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Seelisbergtunnel]]&lt;br /&gt;
| A2&lt;br /&gt;
| 9,3 km&lt;br /&gt;
| Beckenried–Seedorf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[San-Bernardino-Tunnel]]&lt;br /&gt;
| A13&lt;br /&gt;
| 6,6 km&lt;br /&gt;
| Hinterrhein–San Bernardino&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Uetlibergtunnel]]&lt;br /&gt;
| A3&lt;br /&gt;
| 4,4 km&lt;br /&gt;
| Umfahrung Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gotschnatunnel]]&lt;br /&gt;
| A28&lt;br /&gt;
| 4,2 km&lt;br /&gt;
| Küblis–Klosters&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vue-des-Alpes-Tunnel]]&lt;br /&gt;
| A20&lt;br /&gt;
| 3,2 km&lt;br /&gt;
| Valangin–La Chaux-de-Fonds&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Islisbergtunnel]]&lt;br /&gt;
| A4&lt;br /&gt;
| 4,7 km&lt;br /&gt;
| Knonaueramt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Girsbergtunnel]]&lt;br /&gt;
| A7&lt;br /&gt;
| 1,8 km&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gotthard-Strassentunnel ist einspurig je Fahrtrichtung und besitzt keine bauliche Richtungstrennung. Zur Erhöhung der Sicherheit und zur Sanierung der bestehenden Röhre wird eine zweite Tunnelröhre gebaut. Nach der Sanierung soll in jeder Röhre weiterhin nur ein Fahrstreifen pro Richtung benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Autobahnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten kurzen Autobahnabschnitte entstanden in der Schweiz in den 1950er-Jahren. Zu den frühen Strecken gehörte die 1955 eröffnete Verbindung zwischen Luzern Süd und Horw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem starken Wachstum des motorisierten Verkehrs begann der Bund, ein landesweites Nationalstrassennetz zu planen. Das Bundesgesetz über die Nationalstrassen trat 1960 in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalstrassen sollten die wichtigsten Städte, Wirtschaftsregionen, Landesgrenzen und Alpenübergänge miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau des Nationalstrassennetzes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden grosse Teile der A1, A2 und A3. Im Jahr 1967 wurde zwischen Oensingen und Hunzenschwil ein rund 36 Kilometer langer Abschnitt der A1 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau erforderte zahlreiche Tunnel, Brücken und Geländeeinschnitte. Besonders auf den Alpenachsen A2 und A13 waren aufwendige Bauwerke erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gotthard-Strassentunnel wurde 1980 eröffnet. Die A13 durch den San Bernardino war bereits in den 1960er-Jahren zu einer wichtigen alternativen Alpenroute ausgebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erweiterung von 2020 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2020 übernahm der Bund rund 400 Kilometer bisheriger Kantonsstrassen. Diese wurden in das Nationalstrassennetz aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den übernommenen Verbindungen gehörten unter anderem Strecken im Zürcher Oberland, im Jura, im Prättigau, im Wallis, im Tessin, im Thurgau und in der Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühere A53 zwischen Brüttisellen, Uster, Hinwil und Reichenburg erhielt im Zuge der Neuordnung die Bezeichnung A15.&amp;lt;ref name=&amp;quot;umbenennung_a15&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.astra.admin.ch/a-h-oder-n-fuer-die-nationalstrassen/ «A, H oder N für die Nationalstrassen?»], Bundesamt für Strassen ASTRA, 2. Februar 2022, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Netzlücken und Ausbauvorhaben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des dichten Netzes bestehen mehrere nicht vollständig ausgebaute oder unterbrochene Verbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A9 im Wallis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 ist zwischen Sierre und Brig noch nicht vollständig fertiggestellt. Der Bau erfolgt abschnittsweise und umfasst zahlreiche Tunnel, Brücken, Umweltmassnahmen und geologisch anspruchsvolle Bauwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A15 im Zürcher Oberland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Uster Ost und dem Raum Hinwil besteht eine Lücke. Der Verkehr benutzt dort gewöhnliche Hauptstrassen durch oder entlang dicht besiedelter Gebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Lückenschluss wird seit Jahrzehnten geplant. Das Projekt ist wegen seiner Auswirkungen auf Landschaft, Siedlungen, Landwirtschaft und Umwelt politisch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A4 und Neue Axenstrasse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Brunnen und Altdorf verläuft die A4 teilweise über die bestehende Axenstrasse. Diese ist durch Steinschlag, enge Kurven und Naturgefahren gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Neuen Axenstrasse sollen mehrere gefährdete Abschnitte durch Tunnel und neue Anschlüsse ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A5 bei Biel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Biel besteht keine durchgehende westliche Autobahnumfahrung. Der Verkehr zwischen den bestehenden A5-Abschnitten wird teilweise über städtische Strassen geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A8 am Brünig ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A8 ist zwischen Interlaken und der Zentralschweiz nicht durchgehend als Autobahn oder Autostrasse ausgebaut. Im Bereich des Brünigpasses verläuft sie abschnittsweise als gewöhnliche Hauptstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahnen und Autostrassen bilden das Rückgrat des schweizerischen Strassenverkehrs. Sie verbinden die grossen Städte, Agglomerationen, Industriegebiete, Flughäfen, Grenzübergänge und Tourismusregionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erheblicher Teil des Personen- und Güterverkehrs konzentriert sich auf wenige Hauptachsen. Besonders stark belastet sind Abschnitte der A1 im Raum Genf, Lausanne, Bern, Zürich und St. Gallen, die A2 bei Basel, Luzern, am Gotthard und im Südtessin sowie die A3 im Raum Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1990 hat sich die Fahrleistung auf den Autobahnen ungefähr verdoppelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verkehrsbelastung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/belastungskarten-nationalstrassen Belastungskarten Nationalstrassen], Bundesamt für Strassen ASTRA, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkehrsüberlastung in den Agglomerationen;&lt;br /&gt;
* Erneuerung alter Brücken und Tunnel;&lt;br /&gt;
* Lärm- und Luftbelastung;&lt;br /&gt;
* Schutz von Landschaften und Wildtierkorridoren;&lt;br /&gt;
* Sicherheit in Tunneln;&lt;br /&gt;
* Naturgefahren im Alpenraum;&lt;br /&gt;
* Abstimmung mit Bahn, öffentlichem Verkehr sowie Fuss- und Veloverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Autobahn in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Autostrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Hauptstrassen der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahnvignette]]&lt;br /&gt;
* [[Europastrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
* [[Strassenverkehr in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der längsten Strassentunnel der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/nationalstrassennetz Nationalstrassennetz des Bundesamts für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/vignette Karte und Informationen zu den vignettenpflichtigen Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/belastungskarten-nationalstrassen Belastungskarten der Nationalstrassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1959/679_705_685/de Strassenverkehrsgesetz]&lt;br /&gt;
* [https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1979/1961_1961_1961/de Signalisationsverordnung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Highways in Switzerland|Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autostrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liste (Strassen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liste (Verkehrsbauwerk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strassenverkehr in der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Limmattalbahn&amp;diff=686</id>
		<title>Limmattalbahn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Limmattalbahn&amp;diff=686"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:24em; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%;&amp;quot; | Limmattalbahn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Art&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Meterspurige Stadt- und Strassenbahn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Linie&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Strecke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Bahnhof Zürich Altstetten]]–[[Bahnhof Killwangen-Spreitenbach]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Kantone&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich|Zürich]] und [[Kanton Aargau|Aargau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bediente Gemeinden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Zürich]], [[Schlieren]], [[Urdorf]], [[Dietikon]], [[Spreitenbach]] und [[Killwangen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Streckenlänge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 13,4 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Haltestellen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Spurweite&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 1000 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Stromsystem&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Gleichstrom&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Betrieb&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Aargau Verkehr]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Infrastrukturunternehmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Limmattalbahn AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Takt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 15 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fahrzeuge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Acht Stadler Tramlink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Eröffnung der ersten Etappe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| September 2019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Eröffnung der Gesamtstrecke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 11. Dezember 2022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Website&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [https://www.aargauverkehr.ch/ava/projekte/ltb aargauverkehr.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Limmattalbahn&#039;&#039;&#039; ist eine meterspurige Stadtbahnstrecke zwischen dem [[Bahnhof Zürich Altstetten]] und dem [[Bahnhof Killwangen-Spreitenbach]]. Sie verbindet die Stadt [[Zürich]] mit den Gemeinden [[Schlieren]], [[Urdorf]], [[Dietikon]], [[Spreitenbach]] und [[Killwangen]] in den Kantonen Zürich und Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke ist 13,4 Kilometer lang und besitzt 27 Haltestellen. Sie wird von der Linie 20 im Viertelstundentakt befahren. Der fahrplanmässige Betrieb auf der Gesamtstrecke begann am 11. Dezember 2022.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVVProjekt&amp;quot;&amp;gt;Zürcher Verkehrsverbund: [https://www.zvv.ch/de/ueber-uns/infrastrukturprojekte/in-betrieb/limmattalbahn.html Limmattalbahn], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn dient als Feinverteiler innerhalb des dicht besiedelten und wirtschaftlich stark wachsenden [[Limmattal]]s. Sie verbindet Wohnquartiere, Arbeitsplatzgebiete, Einkaufszentren, Spitäler und Ortszentren mit den Bahnhöfen Zürich Altstetten, Schlieren, Dietikon und Killwangen-Spreitenbach. Dort bestehen Anschlüsse an die [[S-Bahn Zürich]] und an weitere Bahn- und Buslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümerin der Infrastruktur ist die Limmattalbahn AG. Der Kanton Zürich hält 75 Prozent und der Kanton Aargau 25 Prozent ihres Aktienkapitals. Betrieb, Unterhalt und Geschäftsführung der Infrastruktur wurden an die [[Aargau Verkehr|Aargau Verkehr AG]] übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organisation&amp;quot;&amp;gt;Aargau Verkehr: [https://www.aargauverkehr.ch/ava/organisation/limmattalbahnag Limmattalbahn AG], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Zürich Farbhof und Schlieren Geissweid wird zusätzlich von der Zürcher Tramlinie 2 befahren. Damit ist die Limmattalbahn sowohl mit dem Tramnetz der [[Verkehrsbetriebe Zürich]] als auch mit der ebenfalls meterspurigen [[Bremgarten-Dietikon-Bahn]] technisch verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Limmattalbahn&#039;&#039; bezeichnet sowohl die moderne Stadtbahnstrecke als auch die für ihre Infrastruktur verantwortliche Limmattalbahn AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betreiberin Aargau Verkehr verwendet für das Verkehrsangebot die Eigenschreibweise &#039;&#039;&#039;Limmattal Bahn&#039;&#039;&#039; mit einem Leerzeichen. Damit unterscheidet sie sprachlich zwischen dem Infrastrukturunternehmen Limmattalbahn AG und dem von ihr betriebenen Stadtbahnangebot.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVA&amp;quot;&amp;gt;Aargau Verkehr: [https://www.aargauverkehr.ch/ava/projekte/ltb Limmattal Bahn], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn wird auch als &#039;&#039;&#039;Stadtbahn Limmattal&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Im öffentlichen Verkehr trägt sie die Liniennummer &#039;&#039;&#039;20&#039;&#039;&#039;. In Fahrplänen erscheint sie teilweise als T20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Limmattalbahn ist keine rechtliche Fortsetzung der historischen [[Limmattal-Strassenbahn]]. Diese verband das westliche Zürich und mehrere Limmattaler Gemeinden zwischen 1900 und 1931. Beide Bahnen bedienen jedoch teilweise ähnliche Verkehrsachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattal erstreckt sich von Zürich in nordwestlicher Richtung entlang der [[Limmat]] bis in den Raum Baden und Brugg. Der östliche Teil zwischen Zürich Altstetten und Killwangen gehört zu den am stärksten wachsenden Siedlungs- und Wirtschaftsgebieten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsräume von Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon und Spreitenbach sind im Verlauf des 20. und frühen 21. Jahrhunderts zunehmend zusammengewachsen. Grosse Industrie-, Gewerbe-, Einkaufs- und Wohngebiete entstanden insbesondere auf der südlichen Seite der Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region wird durch zahlreiche Verkehrsanlagen geprägt. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Bahnstrecke Zürich–Baden;&lt;br /&gt;
* die Autobahnen [[Autobahn A1|A1]], [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]] und [[Autobahn A4 (Schweiz)|A4]];&lt;br /&gt;
* der [[Rangierbahnhof Limmattal]];&lt;br /&gt;
* kantonale Hauptstrassen;&lt;br /&gt;
* regionale Bahn- und Buslinien;&lt;br /&gt;
* der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach als Übergang zwischen dem Zürcher und dem Aargauer Verkehrsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wachstum der Bevölkerung und der Arbeitsplätze nahm auch die Belastung der Strassen und Buslinien zu. Die Limmattalbahn sollte einen bedeutenden Teil des zusätzlichen Verkehrs übernehmen und zugleich die Entwicklung neuer Quartiere entlang ihrer Strecke unterstützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVVProjekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die S-Bahn bleibt das Rückgrat des regionalen öffentlichen Verkehrs. Die Limmattalbahn erschliesst dagegen die Gebiete zwischen den Bahnhöfen und ermöglicht kurze Verbindungen innerhalb des Tals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Limmattal-Strassenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits von 1900 bis 1931 besass das Limmattal eine Überlandstrassenbahn. Die private Limmattal-Strassenbahn verband die damalige Zürcher Stadtgrenze beim Letzigraben mit Altstetten, Schlieren und Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 kam eine Zweigstrecke von Schlieren über Unterengstringen nach Weiningen hinzu. Die auffällig gelben Fahrzeuge der Bahn wurden im Volksmund teilweise als &#039;&#039;Lisebethli&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke diente nicht nur dem Personenverkehr, sondern auch der Beförderung von Post und Gütern. Sie verband die wachsenden Industrieorte des Limmattals mit Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Schwierigkeiten und die zunehmende Konkurrenz von Eisenbahn, Bus und privatem Strassenverkehr führten zur schrittweisen Stilllegung. 1931 übernahm die Stadt Zürich die verbliebenen Anlagen. Die ausserhalb der Stadt gelegenen Verbindungen wurden durch Autobusse ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AlteBahn&amp;quot;&amp;gt;Tram-Museum Zürich: [https://www.tram-museum.ch/shop/die-limmattal-strassenbahn Die Limmattal-Strassenbahn], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der ehemaligen Strecke im Zürcher Stadtgebiet blieb im Tramnetz erhalten. Dadurch bestand weiterhin eine Tramverbindung von der Zürcher Innenstadt nach Altstetten und später bis zum Farbhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum des Limmattals ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Gemeinden des Limmattals stark. Neue Wohnquartiere, Industriebetriebe und Einkaufszentren entstanden entlang der Hauptverkehrsachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spreitenbach entwickelte sich mit dem 1970 eröffneten Einkaufszentrum Shoppi zu einem überregionalen Einkaufsstandort. In Dietikon, Schlieren und Altstetten wurden frühere Industrieflächen zunehmend durch Dienstleistungs-, Wohn- und Bildungsbauten ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die öffentlichen Buslinien gerieten besonders während der Hauptverkehrszeiten in den Stau des motorisierten Individualverkehrs. Eine leistungsfähige, weitgehend vom Strassenverkehr unabhängige Bahnverbindung wurde deshalb zunehmend als mögliche Lösung betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung der modernen Limmattalbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Untersuchungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begannen die Kantone Zürich und Aargau mit Untersuchungen zu einem neuen öffentlichen Verkehrsmittel im Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geprüft wurden unterschiedliche Systeme und Linienführungen. Zur Diskussion standen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Ausbau des Busnetzes;&lt;br /&gt;
* Buslinien auf eigenen Fahrspuren;&lt;br /&gt;
* eine normalspurige Eisenbahn;&lt;br /&gt;
* eine Einschienenbahn;&lt;br /&gt;
* eine meterspurige Stadtbahn;&lt;br /&gt;
* verschiedene Kombinationen mit bestehenden Tram- und Bahnstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung orientierte sich an der bereits im Glattal verwirklichten Idee einer Stadtbahn als Bindeglied zwischen S-Bahn und lokalem Busverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Systementscheid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Regierungsrat entschied sich 2009 für eine meterspurige Stadtbahn mit Zweirichtungsfahrzeugen. Dieses System ermöglichte die technische Verbindung mit dem Zürcher Tramnetz und der Bremgarten-Dietikon-Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweirichtungsfahrzeuge besitzen an beiden Fahrzeugenden einen Führerstand und auf beiden Seiten Türen. Dadurch benötigen die Endstationen keine Wendeschlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrzeuge sollten sowohl die niedrige Spannung des Zürcher Tramnetzes als auch die höheren Gleichspannungen auf regionalen Bahnstrecken verwenden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Systementscheid&amp;quot;&amp;gt;Kanton Zürich: [https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2009/12/332-2.html Regierungsrat fällt Systementscheid für die Limmattalbahn], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Limmattalbahn AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantone Zürich und Aargau gründeten 2010 die Limmattalbahn AG. Ihre Aufgabe bestand zunächst in der Planung und dem Bau der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beteiligungsverhältnisse wurden entsprechend dem überwiegenden Streckenanteil festgelegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Eigentümer&lt;br /&gt;
! Anteil am Aktienkapital&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kanton Zürich&lt;br /&gt;
| 75 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kanton Aargau&lt;br /&gt;
| 25 Prozent&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung blieb die Gesellschaft Eigentümerin und Konzessionärin der Eisenbahninfrastruktur. Sie beschäftigt keine eigenen Mitarbeitenden. Die betrieblichen und administrativen Aufgaben werden durch Aargau Verkehr ausgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organisation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung und politische Entscheide ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektkredit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Limmattalbahn wurde ein gesamter Kostenrahmen von 755 Millionen Franken vorgesehen. Die Kantone Zürich und Aargau finanzierten die auf ihrem jeweiligen Gebiet liegenden Anlagen nach dem Territorialprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund beteiligte sich im Rahmen der Agglomerationsprogramme mit ungefähr einem Drittel der anrechenbaren Kosten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVVProjekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Kanton Aargau entfiel ein Verpflichtungskredit von 179,5 Millionen Franken. Der Aargauer Grosse Rat bewilligte den Beitrag 2015.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AargauKredit&amp;quot;&amp;gt;Kanton Aargau: [https://www.ag.ch/de/medien/medienmitteilungen?mm=grossratskommission-fuer-bau-der-limmattalbahn-9c6afb76-f9e6-481c-9dec-7c858fe09476_de Grossratskommission für Bau der Limmattalbahn], 17. März 2015, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Volksabstimmung von 2015 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Zürcher Finanzierungsbeschluss wurde das Referendum ergriffen. Am 22. November 2015 stimmte die Bevölkerung des Kantons Zürich über den kantonalen Beitrag ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage wurde kantonsweit mit einem Ja-Stimmenanteil von 64,5 Prozent angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZVVProjekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren direkt betroffenen Gemeinden des Bezirks Dietikon überwogen dagegen die Neinstimmen. Die unterschiedliche Bewertung zwischen dem gesamten Kanton und Teilen der unmittelbar betroffenen Region führte zu weiteren politischen Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befürworterinnen und Befürworter verwiesen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das erwartete Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum;&lt;br /&gt;
* überlastete Strassen und Buslinien;&lt;br /&gt;
* die Verbindung der regionalen Zentren;&lt;br /&gt;
* die Förderung einer verkehrsorientierten Siedlungsentwicklung;&lt;br /&gt;
* die langfristige Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegnerinnen und Gegner kritisierten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Kosten;&lt;br /&gt;
* den Flächenbedarf;&lt;br /&gt;
* mögliche Einschränkungen für den Strassenverkehr;&lt;br /&gt;
* die Belastungen während der Bauzeit;&lt;br /&gt;
* die Linienführung durch bestehende Ortszentren;&lt;br /&gt;
* die aus ihrer Sicht ungenügende lokale Zustimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stopp-Initiative von 2018 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 wurde die kantonale Volksinitiative &#039;&#039;Stoppt die Limmattalbahn – ab Schlieren!&#039;&#039; eingereicht. Sie verlangte den Verzicht auf die zweite Etappe zwischen Schlieren Geissweid und Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Initiative wurde am 23. September 2018 von den Stimmberechtigten des Kantons Zürich deutlich abgelehnt. Der Ja-Stimmenanteil betrug rund 17,1 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abstimmung2018&amp;quot;&amp;gt;Statistisches Amt des Kantons Zürich: [https://www.web.statistik.zh.ch/ogd/daten/ressourcen/KTZH_00000617_00001529.pdf Analyse der kantonalen Abstimmungen vom 23. September 2018], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war der politische Weg für die vollständige Ausführung der Strecke frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn wurde in zwei grossen Etappen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Etappe&lt;br /&gt;
! Abschnitt&lt;br /&gt;
! Baubeginn&lt;br /&gt;
! Betriebsaufnahme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erste Etappe&lt;br /&gt;
| Zürich Farbhof–Schlieren Geissweid&lt;br /&gt;
| 2017&lt;br /&gt;
| September 2019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweite Etappe&lt;br /&gt;
| Zürich Altstetten–Farbhof sowie Schlieren Geissweid–Killwangen-Spreitenbach&lt;br /&gt;
| 2019&lt;br /&gt;
| Dezember 2022&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Etappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten der ersten Etappe begannen im Sommer 2017. Sie umfasste die Verlängerung der Zürcher Tramstrecke vom Farbhof bis Schlieren Geissweid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurden Strassen, Werkleitungen, Plätze, Haltestellen und Anlagen für den Fuss- und Veloverkehr erneuert oder angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Strecke wurde im September 2019 eröffnet. Zunächst wurde sie ausschliesslich von der verlängerten VBZ-Linie 2 befahren. Diese verbindet Schlieren mit Zürich und führt innerhalb der Stadt weiter über den Hauptbahnhof und das Bellevue zum Klusplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Etappe ermöglichte es, einen bereits fertiggestellten Teil der Infrastruktur mehrere Jahre vor der Eröffnung der Gesamtstrecke zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Etappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten an der zweiten Etappe begannen unmittelbar nach der Inbetriebnahme des ersten Abschnitts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie umfassten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die neue Verbindung vom Bahnhof Zürich Altstetten zum Farbhof;&lt;br /&gt;
* die Strecke von Schlieren Geissweid über Urdorf nach Dietikon;&lt;br /&gt;
* die Durchquerung von Dietikon;&lt;br /&gt;
* die Weiterführung nach Spreitenbach;&lt;br /&gt;
* die Endstrecke zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach;&lt;br /&gt;
* das Depot Müsli in Dietikon;&lt;br /&gt;
* Energieversorgungs-, Sicherungs- und Kommunikationsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten erfolgten gleichzeitig in mehreren Gemeinden. Neben dem Gleisbau mussten zahlreiche Strassen, Kreuzungen, Brücken, Werkleitungen und öffentliche Räume umgestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2022 waren die wesentlichen Bauarbeiten abgeschlossen. Anschliessend folgten Testfahrten, technische Abnahmen und die Ausbildung des Fahrpersonals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offizielle Eröffnung fand am 9. Dezember 2022 statt. Am folgenden Tag wurde ein öffentliches Eröffnungsfest durchgeführt. Der fahrplanmässige Betrieb begann am Sonntag, 11. Dezember 2022.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eroeffnung&amp;quot;&amp;gt;Aargau Verkehr: [https://www.aargauverkehr.ch/aktuell/meldungen/limmattal-bahn-zwischen-zuerich-und-killwangen-offiziell-eroeffnet Limmattal Bahn zwischen Zürich und Killwangen offiziell eröffnet], 9. Dezember 2022, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Kantons Zürich wurde das Grossprojekt planmässig und unterhalb des bewilligten Kostenrahmens fertiggestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschaeftsbericht2022&amp;quot;&amp;gt;Kanton Zürich: [https://www.zh.ch/bin/zhweb/publish/regierungsratsbeschluss-unterlagen./2023/416/GB-2022-Teil_1.pdf Geschäftsbericht 2022], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckenverlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahnhof Zürich Altstetten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 20 beginnt auf der Südseite des Bahnhofs Zürich Altstetten. Die Endstation besitzt Stumpfgleise, da die eingesetzten Stadtbahnwagen als Zweirichtungsfahrzeuge ausgeführt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist ein bedeutender Knoten der S-Bahn Zürich. Zudem bestehen Anschlüsse an Tram- und Buslinien der Verkehrsbetriebe Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bahnhof führt die Limmattalbahn über eine eigene Strecke zur Hohlstrasse. Sie bedient zunächst die Haltestelle Seidelhof und erreicht anschliessend den Farbhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farbhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Farbhof trifft die Strecke auf das Zürcher Tramnetz. Hier vereinigen sich die Gleise der Linie 20 mit jenen der Linie 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Farbhof und Schlieren Geissweid verkehren beide Linien auf derselben Infrastruktur. Dadurch besteht auf diesem Abschnitt ein dichteres Angebot als auf der übrigen Limmattalbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 2 fährt vom Farbhof in Richtung Zürcher Innenstadt weiter. Die Linie 20 zweigt dagegen am Bahnhof Altstetten von der städtischen Tramachse ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlieren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schlieren folgt die Bahn weitgehend der Zürcher- und Badenerstrasse. Sie erschliesst ehemalige Industrieflächen, neue Wohnquartiere, das Stadtzentrum und den Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Haltestellen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mülligen;&lt;br /&gt;
* Gasometerbrücke;&lt;br /&gt;
* Wagonsfabrik;&lt;br /&gt;
* Zentrum/Bahnhof;&lt;br /&gt;
* Geissweid;&lt;br /&gt;
* Kesslerplatz;&lt;br /&gt;
* Spital Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen Gasometerbrücke und Wagonsfabrik erinnern an die Industriegeschichte Schlierens. Auf früheren Fabrikarealen entstanden in den vergangenen Jahrzehnten neue Wohn- und Dienstleistungsquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Spital Limmattal verbessert die Bahn die Anbindung eines der wichtigsten Gesundheitszentren der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Schlieren und Dietikon durchquert die Strecke den nördlichen Teil der Gemeinde Urdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestellen Kantiallee und Urdorf-Nord erschliessen unter anderem die Kantonsschule Limmattal, Wohngebiete und Arbeitsplatzstandorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Dorfzentrum und der Bahnhof Urdorf liegen südlich der Limmattalbahn. Sie werden weiterhin vor allem durch Buslinien und die S-Bahn erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dietikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dietikon erreicht die Bahn den wichtigsten regionalen Knoten zwischen Zürich Altstetten und Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie führt zunächst über die Birmensdorferstrasse und den Schäflibach zum Bahnhof Dietikon. Dort bestehen Anschlüsse an die S-Bahn, Fernverkehrszüge, Buslinien und die Bremgarten-Dietikon-Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bahnhof durchquert die Limmattalbahn das Dietiker Zentrum. Anschliessend führt sie über die Oetwilerstrasse und den Maienweg zum Entwicklungsgebiet Niderfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niderfeld zählt zu den grössten längerfristigen Siedlungsentwicklungsgebieten im Kanton Zürich. Die Bahn wurde frühzeitig als zentrale Erschliessungsachse dieses Gebiets vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spreitenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Übergang in den Kanton Aargau erreicht die Strecke zunächst Kreuzäcker und die grossen Gewerbe- und Einkaufsgebiete von Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bedient unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* IKEA;&lt;br /&gt;
* Shoppi Tivoli;&lt;br /&gt;
* Umwelt Arena;&lt;br /&gt;
* Spreitenbach West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1970 eröffnete Shoppi Spreitenbach und das spätere Tivoli gehören zu den grössten Einkaufszentren der Schweiz. Die Limmattalbahn ermöglicht erstmals eine direkte schienengebundene Erschliessung des Einkaufs- und Freizeitraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umwelt Arena ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum für Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Killwangen-Spreitenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Endstation befindet sich beim Bahnhof Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke zwischen Zürich und Baden. Es bestehen Anschlüsse an die S-Bahn und an regionale Buslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn endet in einer Stumpfanlage. Die Linienführung wurde so angelegt, dass eine spätere Fortsetzung in Richtung Neuenhof, Wettingen und Baden grundsätzlich möglich bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haltestellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 20 bedient 27 Haltestellen. Die folgende Übersicht zeigt sie in der Reihenfolge von Zürich Altstetten nach Killwangen-Spreitenbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haltestellen&amp;quot;&amp;gt;Aargau Verkehr: [https://www.aargauverkehr.ch/reisen/fahrplaene/haltestellen/LTB T20 Zürich Altstetten–Killwangen], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Haltestelle&lt;br /&gt;
! Gemeinde&lt;br /&gt;
! Wichtige Anschlüsse oder Ziele&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| Zürich Altstetten, Bahnhof&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| S-Bahn, Bahn- und Buslinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Zürich, Seidelhof&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| Hohlstrasse und Altstetten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| Zürich, Farbhof&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| Tramlinie 2 und Buslinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| Zürich, Micafil&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| Arbeitsplatz- und Entwicklungsgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| Schlieren, Mülligen&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Gewerbe- und Wohngebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| Schlieren, Gasometerbrücke&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Ehemalige Industrieareale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| Schlieren, Wagonsfabrik&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Entwicklungsgebiet der ehemaligen Wagonsfabrik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Schlieren, Zentrum/Bahnhof&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| S-Bahn und Buslinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Schlieren, Geissweid&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Endstation der Tramlinie 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| Schlieren, Kesslerplatz&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Wohn- und Gewerbegebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| Schlieren, Reitmen&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Wohnquartiere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| Schlieren, Spital Limmattal&lt;br /&gt;
| Schlieren&lt;br /&gt;
| Spital Limmattal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| Urdorf, Kantiallee&lt;br /&gt;
| Urdorf&lt;br /&gt;
| Kantonsschule Limmattal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14&lt;br /&gt;
| Urdorf, Urdorf-Nord&lt;br /&gt;
| Urdorf&lt;br /&gt;
| Nördliche Wohn- und Gewerbegebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15&lt;br /&gt;
| Dietikon, Birmensdorferstrasse&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| Südöstliches Stadtgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16&lt;br /&gt;
| Dietikon, Schäflibach&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| Wohn- und Gewerbegebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| Dietikon, Bahnhof&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| S-Bahn, Bremgarten-Dietikon-Bahn und Buslinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Dietikon, Zentrum&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| Stadtzentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19&lt;br /&gt;
| Dietikon, Oetwilerstrasse&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| Wohn- und Arbeitsplatzgebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20&lt;br /&gt;
| Dietikon, Maienweg&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| Stadtentwicklungsgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21&lt;br /&gt;
| Dietikon, Niderfeld&lt;br /&gt;
| Dietikon&lt;br /&gt;
| Geplantes neues Stadtquartier&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22&lt;br /&gt;
| Spreitenbach, Kreuzäcker&lt;br /&gt;
| Spreitenbach&lt;br /&gt;
| Wohn- und Gewerbegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23&lt;br /&gt;
| Spreitenbach, IKEA&lt;br /&gt;
| Spreitenbach&lt;br /&gt;
| Möbelhaus und Gewerbegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24&lt;br /&gt;
| Spreitenbach, Shoppi Tivoli&lt;br /&gt;
| Spreitenbach&lt;br /&gt;
| Einkaufszentrum Shoppi Tivoli&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25&lt;br /&gt;
| Spreitenbach, Umwelt Arena&lt;br /&gt;
| Spreitenbach&lt;br /&gt;
| Umwelt Arena Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 26&lt;br /&gt;
| Spreitenbach, West&lt;br /&gt;
| Spreitenbach&lt;br /&gt;
| Westliches Siedlungsgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27&lt;br /&gt;
| Killwangen, Bahnhof&lt;br /&gt;
| Killwangen&lt;br /&gt;
| S-Bahn und Buslinien&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der durchschnittliche Abstand zwischen zwei Haltestellen beträgt ungefähr 515 Meter. Dadurch erschliesst die Bahn den Siedlungsraum wesentlich feiner als die parallel verlaufende Eisenbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrieb ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Linie 20 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 20 verkehrt täglich im 15-Minuten-Takt zwischen Zürich Altstetten und Killwangen-Spreitenbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fahrplanmässige Reisezeit über die gesamte Strecke beträgt ungefähr 38 Minuten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrplan2026&amp;quot;&amp;gt;Aargau Verkehr: [https://www.aargauverkehr.ch/images/ava/fahrplaene/fahrplandownload/AVA_BAHN_20.pdf Fahrplan T20 Zürich Altstetten–Killwangen, Fahrplanjahr 2026], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtbahn ist auf Anschlüsse an die S-Bahn ausgerichtet. Besonders wichtige Umsteigepunkte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich Altstetten;&lt;br /&gt;
* Schlieren;&lt;br /&gt;
* Dietikon;&lt;br /&gt;
* Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Strecke zwischen Wohn-, Arbeits- und Einkaufsgebieten verläuft, dient sie nicht nur dem klassischen Pendlerverkehr in Richtung Zürich. Sie ermöglicht auch zahlreiche kurze und mittlere Fahrten innerhalb des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tramlinie 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Farbhof und Schlieren Geissweid wird die Infrastruktur zusätzlich von der Tramlinie 2 der Verkehrsbetriebe Zürich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 2 verbindet Schlieren über Altstetten, Albisrieden, Stauffacher, Paradeplatz und Bellevue mit dem Klusplatz. Auf dem gemeinsam befahrenen Abschnitt ergänzt sie den Viertelstundentakt der Linie 20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie 2 wird mit Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe Zürich betrieben, während auf der Linie 20 eigene Fahrzeuge von Aargau Verkehr eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebsführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aargau Verkehr ist für den Fahrbetrieb der Linie 20 verantwortlich. Das Unternehmen betreibt daneben unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Bremgarten-Dietikon-Bahn;&lt;br /&gt;
* die Wynental- und Suhrentalbahn;&lt;br /&gt;
* regionale Buslinien;&lt;br /&gt;
* weitere meterspurige Bahnstrecken im Kanton Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Limmattalbahn wurden eigene Stadtbahnführerinnen und Stadtbahnführer ausgebildet. Die Betriebsleitzentrale überwacht den Verkehr und koordiniert Störungen, Anschlüsse und Ersatzmassnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tarife ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zürcher Abschnitt der Linie ist in den [[Zürcher Verkehrsverbund]] integriert. Im Aargauer Teil gelten die Tarifstrukturen des [[Tarifverbund A-Welle|Tarifverbunds A-Welle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestelle Spreitenbach Shoppi Tivoli liegt in einem tariflichen Überlappungsbereich. Für Fahrten über die Verbundgrenze bestehen verbundübergreifende Fahrausweise und Z-Pass-Angebote.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tarif&amp;quot;&amp;gt;Zürcher Verkehrsverbund: [https://www.zvv.ch/de/allgemeine-seiten/tarif/verbundtarif-und-richtlinien.html Verbundtarif und Richtlinien], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spurweite und Gleise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn besitzt die in den Tramnetzen von Zürich und im meterspurigen Netz von Aargau Verkehr übliche Spurweite von 1000 Millimetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke ist grundsätzlich doppelspurig. Dadurch können die Züge beider Richtungen unabhängig voneinander verkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Strecke liegt auf einem eigenen Bahnkörper. In den Zentren und bei einzelnen Kreuzungen verlaufen die Gleise teilweise innerhalb oder unmittelbar neben dem Strassenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigene Trassee vermindert die Abhängigkeit vom motorisierten Individualverkehr. An Kreuzungen wird die Stadtbahn durch Lichtsignalanlagen bevorzugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahrleitung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Energie wird über eine Oberleitung zugeführt. Die Strecke ist mit Gleichstrom elektrifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Verbindungen mit unterschiedlichen bestehenden Netzen wurden die Fahrzeuge als Mehrsystemfahrzeuge beschafft. Sie können unter mehreren Gleichstromspannungen verkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des Zürcher Tramnetzes gelten andere elektrische Bedingungen als auf den regionalen Abschnitten der Limmattalbahn. Die Umschaltung erfolgt technisch so, dass für die Fahrgäste kein Betriebsunterbruch entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haltestellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltestellen besitzen erhöhte Perrons, welche einen weitgehend stufenfreien Einstieg ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung gehören je nach Standort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wetterschutz;&lt;br /&gt;
* Sitzgelegenheiten;&lt;br /&gt;
* Fahrgastinformation;&lt;br /&gt;
* Billettautomaten;&lt;br /&gt;
* Beleuchtung;&lt;br /&gt;
* taktile Markierungen;&lt;br /&gt;
* Veloabstellplätze;&lt;br /&gt;
* Zugänge für Rollstühle und Kinderwagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnsteige wurden für die rund 44 Meter langen Stadtbahnwagen dimensioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Depot Müsli ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Depot Müsli befindet sich im Gebiet der Stadt Dietikon nahe der Grenze zu Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage dient insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Abstellung der Fahrzeuge;&lt;br /&gt;
* der täglichen Reinigung;&lt;br /&gt;
* der Versorgung mit Betriebsstoffen;&lt;br /&gt;
* kleineren Unterhaltsarbeiten;&lt;br /&gt;
* der Betriebsorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Anlage gehört eine automatische Waschanlage. Grössere Instandhaltungsarbeiten können in Werkstätten von Aargau Verkehr ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brücken und Kunstbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau der Strecke mussten mehrere Brücken, Unterführungen und Stützmauern neu erstellt oder angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere bauliche Herausforderungen waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Anschluss an den Bahnhof Zürich Altstetten;&lt;br /&gt;
* die Führung durch das Zentrum von Schlieren;&lt;br /&gt;
* die Querung stark belasteter Strassen;&lt;br /&gt;
* die Verbindung zum Bahnhof Dietikon;&lt;br /&gt;
* die Durchfahrt durch die Einkaufs- und Gewerbegebiete von Spreitenbach;&lt;br /&gt;
* die Anbindung an den Bahnhof Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten wurden häufig mit der Erneuerung von Wasser-, Strom-, Gas- und Kommunikationsleitungen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrzeuge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aargau Verkehr beschaffte für die Limmattalbahn acht Fahrzeuge des Typs &#039;&#039;&#039;Tramlink&#039;&#039;&#039; von [[Stadler Rail]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die siebenteiligen Stadtbahnwagen sind vollständig niederflurig und können in beiden Richtungen verkehren. Sie besitzen an jedem Ende einen Führerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Merkmal&lt;br /&gt;
! Wert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hersteller&lt;br /&gt;
| Stadler Rail&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fahrzeugtyp&lt;br /&gt;
| Tramlink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bauart&lt;br /&gt;
| Siebenteiliger Zweirichtungs-Gelenktriebwagen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spurweite&lt;br /&gt;
| 1000 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Länge&lt;br /&gt;
| 44,1 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Breite&lt;br /&gt;
| 2,4 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Höhe&lt;br /&gt;
| 3,61 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einstiegshöhe&lt;br /&gt;
| 370 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sitzplätze&lt;br /&gt;
| 84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gesamtkapazität&lt;br /&gt;
| 262 Personen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Türen&lt;br /&gt;
| Fünf Doppel- und zwei Einzeltüren je Fahrzeugseite&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leistung&lt;br /&gt;
| 6 × 100 kW&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technische Höchstgeschwindigkeit&lt;br /&gt;
| 80 km/h&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrzeuge besitzen einen durchgehend niederflurigen Fahrgastraum. Mehrzweckbereiche bieten Platz für Rollstühle, Kinderwagen, Fahrräder und Gepäck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind mit Klimaanlage, Fahrgastinformationssystem, Videoüberwachung und grossen Mehrzweckflächen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tramlink-Fahrzeuge sind für Gleichspannungen von 600, 750, 1200 und 1500 Volt ausgelegt. Dadurch können sie sowohl auf der Limmattalbahn als auch auf technisch unterschiedlichen angrenzenden Netzen eingesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahrzeuge&amp;quot;&amp;gt;Stadler Rail: [https://www.stadlerrail.com/api/docs/x/1364dcef5b/tramlink-av_de.pdf Tramlink Niederflur-Stadtbahn für Aargau Verkehr], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blau und weiss gestalteten Fahrzeuge unterscheiden sich deutlich von den traditionellen blauen Zürcher Tramwagen. Ihre Gestaltung nimmt Bezug auf den regionalen Charakter der Limmattalbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn verkehrt teilweise in einem städtischen Strassenraum. Fussgängerinnen, Velofahrer und Autofahrende müssen deshalb Gleise und Kreuzungen beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtbahnfahrzeuge haben einen deutlich längeren Bremsweg als Autos. Sie können einem Hindernis nicht ausweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Kreuzungen, Fussgängerübergängen und Grundstückszufahrten wurden deshalb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lichtsignale;&lt;br /&gt;
* Warnmarkierungen;&lt;br /&gt;
* Sperrflächen;&lt;br /&gt;
* Geländer;&lt;br /&gt;
* akustische Signale;&lt;br /&gt;
* besondere Verkehrsführungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrzeuge verfügen über Kameras, Rückspiegel- beziehungsweise Videosysteme und akustische Warnsignale. Die Fahrerkabinen bieten eine gute Sicht auf den Verkehrsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aargau Verkehr führte vor der Inbetriebnahme eine Informationskampagne durch. Sie sollte die Bevölkerung mit dem neuen Verkehrsmittel und dessen Vortrittsregeln vertraut machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtebau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn wurde nicht nur als Verkehrsprojekt geplant. Sie sollte zugleich die städtebauliche Entwicklung des Limmattals beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Strecke entstanden oder entstehen neue Quartiere auf früheren Industrie- und Gewerbeflächen. Dazu gehören insbesondere Gebiete in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich Altstetten;&lt;br /&gt;
* Schlieren West;&lt;br /&gt;
* dem Zentrum von Schlieren;&lt;br /&gt;
* Dietikon Niderfeld;&lt;br /&gt;
* Spreitenbach Kreuzäcker;&lt;br /&gt;
* Spreitenbach West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn ermöglicht eine höhere bauliche Dichte, ohne dass der zusätzliche Verkehr vollständig über die Strasse abgewickelt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gemeinden überarbeiteten im Zusammenhang mit dem Projekt ihre Entwicklungspläne, Strassenräume und öffentlichen Plätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schlieren wurde das Stadtzentrum neu gestaltet. Breitere Trottoirs, Baumreihen, Haltestellen und neue Platzbereiche sollten die frühere Durchfahrtsstrasse stärker in einen städtischen Raum verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Bahn auf die Raumplanung wird mit jener der [[Glattalbahn]] verglichen. Beide Projekte verbinden Verkehrsinfrastruktur mit einer langfristigen Entwicklung der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf den Busverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Inbetriebnahme der Limmattalbahn wurde das regionale Busnetz angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel verlaufende Buslinien wurden teilweise aufgehoben, verkürzt oder neu geführt. Andere Linien übernehmen seither stärker die Funktion von Zubringern zur Stadtbahn und zur S-Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel bestand darin, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und gleichzeitig Gebiete ausserhalb des unmittelbaren Einzugsbereichs der Bahn besser Einzugsbereichs der Bahn besser mit ihren Haltestellen zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Umsteigepunkten zwischen Bahn und Bus gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zürich Altstetten;&lt;br /&gt;
* Schlieren Zentrum/Bahnhof;&lt;br /&gt;
* Spital Limmattal;&lt;br /&gt;
* Dietikon Bahnhof;&lt;br /&gt;
* Spreitenbach Shoppi Tivoli;&lt;br /&gt;
* Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umstellung wurde teilweise kritisch beurteilt, weil einzelne frühere Direktverbindungen entfielen. Befürworter verwiesen auf die höhere Kapazität und Zuverlässigkeit der Schienenverbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn soll einen grösseren Anteil des regionalen Verkehrs auf den öffentlichen Verkehr verlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elektrische Stadtbahnen verursachen im Betrieb lokal keine Abgase. Ihre Energieeffizienz pro beförderte Person ist bei guter Auslastung höher als jene des motorisierten Individualverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau führte jedoch auch zu Eingriffen in bestehende Strassenräume, Grünflächen und Böden. Bäume mussten gefällt und Flächen versiegelt werden. Im Rahmen des Projekts wurden deshalb Ersatzpflanzungen, neue Grünstreifen und ökologische Ausgleichsmassnahmen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasengleise und begrünte Randbereiche tragen an geeigneten Stellen zur Versickerung von Regenwasser und zur Verbesserung des Stadtklimas bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche Umweltwirkung hängt langfristig davon ab, wie stark die Bahn genutzt wird und ob sie Autofahrten ersetzt oder vor allem zusätzliche Mobilität erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn verbessert die Erreichbarkeit bedeutender Arbeitsplatz- und Einkaufsgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt erschlossen werden unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Industrie- und Dienstleistungsgebiete in Zürich Altstetten;&lt;br /&gt;
* ehemalige Fabrikareale in Schlieren;&lt;br /&gt;
* das Spital Limmattal;&lt;br /&gt;
* das Zentrum von Dietikon;&lt;br /&gt;
* das Niderfeld;&lt;br /&gt;
* IKEA Spreitenbach;&lt;br /&gt;
* Shoppi Tivoli;&lt;br /&gt;
* die Umwelt Arena;&lt;br /&gt;
* Entwicklungsgebiete in Spreitenbach West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmen erhalten dadurch einen besseren Zugang zu einem grösseren Arbeitsmarkt. Beschäftigte können ihre Arbeitsplätze häufiger ohne Auto erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Bauphase litten zahlreiche Geschäfte und Anwohnende unter Umleitungen, Lärm, eingeschränkter Erreichbarkeit und Bauarbeiten. Die Projektverantwortlichen richteten Informationsstellen ein und koordinierten die Bauphasen mit den Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Kontroversen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn war über viele Jahre politisch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kosten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker hielten die Investitionskosten von 755 Millionen Franken für zu hoch. Sie verlangten einen Ausbau des Busnetzes als günstigere Alternative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befürworter argumentierten, Busse könnten die langfristig erwarteten Verkehrsströme nicht mit gleicher Kapazität und Zuverlässigkeit bewältigen. Zudem umfasste der Projektkredit nicht nur Gleise, sondern auch umfangreiche Erneuerungen von Strassen, Werkleitungen und öffentlichen Räumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lokale Ablehnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Bevölkerung in Schlieren, Urdorf und Dietikon empfand die Bahn als ein vom übrigen Kanton auferlegtes Projekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kantonalen Abstimmung von 2015 lehnten mehrere unmittelbar betroffene Gemeinden die Vorlage ab, obwohl sie kantonsweit angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Abstimmung von 2018 zeigte jedoch eine stärkere Zustimmung zur vollständigen Strecke. Die Initiative zum Abbruch nach der ersten Etappe wurde auch in den betroffenen Gemeinden abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegner befürchteten, die Umverteilung von Strassenraum zugunsten der Bahn werde Staus verursachen und die Erreichbarkeit von Geschäften verschlechtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen Abschnitten wurden Fahrspuren, Abbiegebeziehungen und Parkplätze verändert. Gleichzeitig wurden Lichtsignalanlagen und Kreuzungen neu organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die langfristigen Auswirkungen hängen von der Entwicklung des Verkehrsaufkommens, der Siedlungsdichte und der Nutzung der Bahn ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrjährigen Arbeiten belasteten Anwohnende, Gewerbe und Verkehrsteilnehmende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders in den Zentren von Schlieren und Dietikon führten Bauphasen zu Umleitungen und eingeschränkten Zufahrten. Die gleichzeitige Erneuerung unterirdischer Leitungen verlängerte an einzelnen Orten die Dauer der Arbeiten, vermied aber spätere erneute Baustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrgastentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Eröffnung rechneten die Planungsstellen in den ersten Betriebsjahren mit mehreren Zehntausend Fahrgästen pro Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachfrage soll langfristig mit der Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung steigen. Ein dichterer Takt ist grundsätzlich möglich, wenn Fahrgastzahlen und betriebliche Voraussetzungen dies erfordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie dient verschiedenen Fahrgastgruppen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Berufspendlerinnen und Berufspendlern;&lt;br /&gt;
* Schülerinnen und Schülern;&lt;br /&gt;
* Kundinnen und Kunden der Einkaufszentren;&lt;br /&gt;
* Beschäftigten des Spitals und anderer grosser Arbeitgeber;&lt;br /&gt;
* Reisenden mit Anschluss an die S-Bahn;&lt;br /&gt;
* Personen mit kurzen Wegen innerhalb einer Gemeinde;&lt;br /&gt;
* Freizeit- und Veranstaltungsbesuchenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Fahrgastzahlen wird durch Aargau Verkehr, den Zürcher Verkehrsverbund und die beteiligten Kantone beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Barrierefreiheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn wurde als weitgehend hindernisfreies Verkehrsmittel gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tramlink-Fahrzeuge besitzen einen vollständig niederflurigen Innenraum. An den Haltestellen ermöglichen erhöhte Perrons einen nahezu niveaugleichen Einstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Mehrzweckbereichen bestehen Plätze für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rollstühle;&lt;br /&gt;
* Rollatoren;&lt;br /&gt;
* Kinderwagen;&lt;br /&gt;
* Fahrräder;&lt;br /&gt;
* grössere Gepäckstücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Optische und akustische Fahrgastinformationen unterstützen Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle planmässigen Kurse der Linie 20 werden mit vollständig niederflurigen Fahrzeugen geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zürcher Verkehrsverbund: [https://www.zvv.ch/de/service/hindernisfrei-reisen/reisen-mit-gehbehinderung/tram/niederflurigkeit-tramlinien.html Hindernisfreier Zugang zu Tramlinien], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführung nach Baden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der frühen Planung wurde eine mögliche Verlängerung der Limmattalbahn von Killwangen über Neuenhof und Wettingen nach Baden untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Strecke könnte folgende Orte und Gebiete erschliessen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Killwangen;&lt;br /&gt;
* Neuenhof;&lt;br /&gt;
* das Entwicklungsgebiet Tägerhard;&lt;br /&gt;
* Wettingen;&lt;br /&gt;
* den Raum Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere Studien sahen eine meterspurige Fortsetzung der bestehenden Bahn vor. Der Kanton Aargau sicherte dafür einen möglichen Verkehrskorridor im kantonalen Richtplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts für den Raum Baden wurde die Planung später breiter gefasst. Der bisherige Richtplaneintrag &#039;&#039;Weiterführung Limmattalbahn bis Baden&#039;&#039; soll als &#039;&#039;&#039;ÖV-Hauptkorridor Killwangen–Baden&#039;&#039;&#039; bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wird offengehalten, ob der langfristige Ausbau tatsächlich als Verlängerung der Limmattalbahn oder mit einem anderen leistungsfähigen öffentlichen Verkehrssystem erfolgt. Linienführungen und Verkehrsmittel sind noch nicht abschliessend festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baden&amp;quot;&amp;gt;Kanton Aargau: [https://www.ag.ch/de/themen/mobilitaet-verkehr/oeffentlicher-verkehr/limmattalbahn-weiterfuehrung-killwangen-baden Limmattalbahn: Weiterführung von Killwangen nach Baden], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bauliche Umsetzung erfordert weitere Planungen, politische Beschlüsse, Finanzierungsvereinbarungen und ein bundesrechtliches Genehmigungsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalbahn ist eines der grössten schweizerischen Stadtbahnprojekte des frühen 21. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besitzt besondere Bedeutung als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kantonsübergreifende Verbindung zwischen Zürich und Aargau;&lt;br /&gt;
* Feinverteiler zwischen mehreren S-Bahnhöfen;&lt;br /&gt;
* Erschliessung wachsender Wohn- und Arbeitsplatzgebiete;&lt;br /&gt;
* Verbindung bedeutender Einkaufs- und Gesundheitseinrichtungen;&lt;br /&gt;
* Instrument der koordinierten Siedlungs- und Verkehrsentwicklung;&lt;br /&gt;
* Bindeglied zwischen Tram-, Stadtbahn- und regionalen Bahnnetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke zeigt, wie ein öffentlicher Verkehrskorridor über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg geplant und finanziert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig verdeutlichen die politischen Auseinandersetzungen die Schwierigkeiten grosser Infrastrukturprojekte in dicht besiedelten Räumen. Regionale Interessen, Kosten, Baufolgen, Strassenverkehr und langfristige Entwicklungsziele mussten miteinander abgestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| Eröffnung der historischen Limmattal-Strassenbahn zwischen Zürich-Letzigraben und Dietikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1901&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Zweigstrecke Schlieren–Unterengstringen–Weiningen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928&lt;br /&gt;
| Einstellung des Strassenbahnbetriebs zwischen Schlieren und Dietikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1931&lt;br /&gt;
| Ende der Limmattal-Strassenbahn und Umstellung der verbliebenen ausserstädtischen Strecken auf Busbetrieb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ende des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
| Beginn neuer Untersuchungen für ein leistungsfähiges öffentliches Verkehrsmittel im Limmattal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| Der Zürcher Regierungsrat entscheidet sich für eine meterspurige Stadtbahn mit Zweirichtungsfahrzeugen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| Gründung der Limmattalbahn AG durch die Kantone Zürich und Aargau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 2015&lt;br /&gt;
| Bewilligung des Zürcher Finanzierungsbeschlusses durch den Kantonsrat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mai 2015&lt;br /&gt;
| Der Aargauer Grosse Rat bewilligt den kantonalen Verpflichtungskredit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. November 2015&lt;br /&gt;
| Das Zürcher Stimmvolk genehmigt den kantonalen Beitrag mit 64,5 Prozent Ja-Stimmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sommer 2017&lt;br /&gt;
| Beginn der Bauarbeiten an der ersten Etappe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23. September 2018&lt;br /&gt;
| Ablehnung der Initiative «Stoppt die Limmattalbahn – ab Schlieren!»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| September 2019&lt;br /&gt;
| Inbetriebnahme der ersten Etappe Farbhof–Schlieren Geissweid durch die Tramlinie 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| September 2019&lt;br /&gt;
| Beginn der Hauptarbeiten an der zweiten Etappe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| Beginn der Lieferung und Erprobung der Tramlink-Fahrzeuge&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sommer 2022&lt;br /&gt;
| Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten und Beginn des Probebetriebs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. Dezember 2022&lt;br /&gt;
| Offizielle Eröffnung der Gesamtstrecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. Dezember 2022&lt;br /&gt;
| Öffentliches Eröffnungsfest&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. Dezember 2022&lt;br /&gt;
| Aufnahme des fahrplanmässigen Betriebs der Linie 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| Weiterführung in Richtung Baden wird im Aargauer Gesamtverkehrskonzept als allgemeiner ÖV-Hauptkorridor weiterbearbeitet&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Limmat]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal-Strassenbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Aargau Verkehr]]&lt;br /&gt;
* [[Bremgarten-Dietikon-Bahn]]&lt;br /&gt;
* [[Verkehrsbetriebe Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Tram Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Glattalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[S-Bahn Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Zürich Altstetten]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Killwangen-Spreitenbach]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Verkehrsverbund]]&lt;br /&gt;
* [[Tarifverbund A-Welle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Limmattalbahn AG: &#039;&#039;Abschlussdokumentation Bauprojekt Limmattalbahn. Teil 1: Konzeption und Planung&#039;&#039;. Dietikon.&lt;br /&gt;
* Limmattalbahn AG: &#039;&#039;Abschlussdokumentation Bauprojekt Limmattalbahn. Teil 2: Siedlung, Verkehr und Umwelt&#039;&#039;. Dietikon.&lt;br /&gt;
* Limmattalbahn AG: &#039;&#039;Abschlussdokumentation Bauprojekt Limmattalbahn. Teil 3: Technik und Bauen&#039;&#039;. Dietikon.&lt;br /&gt;
* Peter Suter: &#039;&#039;Die Limmattal-Strassenbahn&#039;&#039;. Mitteilungsblatt Nr. 19 des Vereins Tram-Museum Zürich, Zürich.&lt;br /&gt;
* Kanton Zürich und Kanton Aargau: &#039;&#039;Agglomerationsprogramm Limmattal&#039;&#039;. Zürich und Aarau.&lt;br /&gt;
* Zürcher Verkehrsverbund: &#039;&#039;Limmattalbahn Zürich Altstetten–Killwangen-Spreitenbach&#039;&#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
* Aargau Verkehr AG: &#039;&#039;Limmattal Bahn. Betrieb, Fahrzeuge und Infrastruktur&#039;&#039;. Aarau.&lt;br /&gt;
* Stadler Rail: &#039;&#039;Tramlink Niederflur-Stadtbahn für Aargau Verkehr&#039;&#039;. Bussnang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.aargauverkehr.ch/ava/projekte/ltb Informationen von Aargau Verkehr zur Limmattal Bahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.aargauverkehr.ch/ava/organisation/limmattalbahnag Limmattalbahn AG]&lt;br /&gt;
* [https://www.zvv.ch/de/ueber-uns/infrastrukturprojekte/in-betrieb/limmattalbahn.html Informationen des Zürcher Verkehrsverbunds]&lt;br /&gt;
* [https://www.aargauverkehr.ch/reisen/fahrplaene/haltestellen/LTB Haltestellen und Fahrplan der Linie 20]&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/de/themen/mobilitaet-verkehr/oeffentlicher-verkehr/limmattalbahn-weiterfuehrung-killwangen-baden Informationen zur möglichen Weiterführung nach Baden]&lt;br /&gt;
* [https://www.tram-museum.ch Informationen des Tram-Museums Zürich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Limmattalbahn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strassenbahnstrecke in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlieren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spreitenbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Killwangen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eröffnet 2019]][[Kategorie:Eröffnet 2022]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Regensdorf&amp;diff=687</id>
		<title>Regensdorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Regensdorf&amp;diff=687"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Regensdorf&lt;br /&gt;
|BILD = Regensdorf IMG 6615.JPG&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Reformierte Kirche in Regensdorf&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Regensdorf COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Regensdorf 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Furttal]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Dielsdorf&lt;br /&gt;
|BFS = 0096&lt;br /&gt;
|PLZ = 8105 Regensdorf&amp;lt;br /&amp;gt;8106 Adlikon bei Regensdorf&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.43333&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.46667&lt;br /&gt;
|HÖHE = 443&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 14,62&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 20811&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 30. Juni 2026&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.regensdorf.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Regensdorf&#039;&#039;&#039; ist eine politische [[Gemeinde in der Schweiz|Gemeinde]] im [[Bezirk Dielsdorf]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im [[Furttal]] unmittelbar nordwestlich der Stadt [[Zürich]] und gehört zur [[Agglomeration Zürich]]. Zur Gemeinde gehören die drei historisch gewachsenen Ortschaften Regensdorf, [[Watt ZH|Watt]] und [[Adlikon bei Regensdorf|Adlikon]] sowie der Weiler Altburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehr als 20&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt Regensdorf zu den bevölkerungsreichsten Gemeinden des [[Zürcher Unterland]]es. Die Gemeinde ist ein regionales Zentrum für Wohnen, Arbeit, Einkauf, Bildung und öffentliche Dienstleistungen. Neben dicht bebauten Wohn- und Gewerbegebieten besitzt sie mit den [[Katzenseen]], dem Altburghügel, Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen bedeutende Natur- und Erholungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf entwickelte sich im 20. Jahrhundert von einer Gruppe landwirtschaftlich geprägter Dörfer zu einer städtisch geprägten Vorortsgemeinde. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Nähe zu Zürich, den Bahnhof Regensdorf-Watt, die Lage an wichtigen Strassenverbindungen und die Ansiedlung zahlreicher Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf wurde im Jahr 870 erstmals urkundlich als &#039;&#039;&#039;Reganesdorf&#039;&#039;&#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/geschichtefs Die Geschichte von Regensdorf], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsname besteht wahrscheinlich aus dem althochdeutschen Personennamen &#039;&#039;Regin&#039;&#039; und dem Grundwort &#039;&#039;dorf&#039;&#039;. Er kann sinngemäss als «Dorf oder Landgut des Regin» gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Gemeinde ist nicht mit dem nahe gelegenen Städtchen [[Regensberg]] zu verwechseln. Beide Namen stehen jedoch in einem historischen Zusammenhang mit dem mittelalterlichen Geschlecht der [[Regensberg (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Regensberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der einheimischen [[Zürichdeutsch|zürichdeutschen]] Mundart wird Regensdorf als &#039;&#039;Rägedorf&#039;&#039; bezeichnet. Die Gemeinde verwendet in ihrer öffentlichen Kommunikation teilweise auch die Kurzform &#039;&#039;Rägi&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf liegt rund zehn Kilometer nordwestlich des Zürcher Stadtzentrums. Das Gemeindegebiet umfasst 14,62 Quadratkilometer und erstreckt sich über einen grossen Teil der Breite des Furttals. Die mittlere Höhenlage beträgt ungefähr 443 Meter über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;portraet&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/portraitmain Herzlich willkommen in Regensdorf], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Furttal bildet eine langgestreckte Senke zwischen dem [[Lägern|Lägernhang]] im Norden und den bewaldeten Hügelzügen von Gubrist und Hönggerberg im Süden. Durch das Tal fliesst der [[Furtbach]], der bei [[Würenlos]] in die [[Limmat]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südöstliche Teil des Gemeindegebiets reicht bis an die Katzenseen. Im Süden steigt das Gelände gegen den Gubrist an. Nördlich des Furtbachs liegen die Ortschaften Watt und Adlikon, während das Hauptsiedlungsgebiet von Regensdorf überwiegend südlich und östlich des Baches liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf grenzt an folgende Gemeinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Buchs ZH|Buchs]]&lt;br /&gt;
* [[Dällikon]]&lt;br /&gt;
* [[Niederhasli]]&lt;br /&gt;
* [[Rümlang]]&lt;br /&gt;
* [[Oberengstringen]]&lt;br /&gt;
* [[Unterengstringen]]&lt;br /&gt;
* [[Weiningen ZH|Weiningen]]&lt;br /&gt;
* die Stadt [[Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenze zur Stadt Zürich verläuft unter anderem im Gebiet der Katzenseen und des Zürcher Quartiers [[Affoltern (Stadt Zürich)|Affoltern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde besteht aus drei grösseren Ortschaften und mehreren kleineren Siedlungsgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gemeindeteil&lt;br /&gt;
! Postleitzahl&lt;br /&gt;
! Charakter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Regensdorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8105&lt;br /&gt;
| Hauptort mit Gemeindezentrum, Bahnhof, Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Watt ZH|Watt]]&lt;br /&gt;
| 8105&lt;br /&gt;
| Historisches Dorf nördlich des Furtbachs mit Wohnquartieren und Landwirtschaftsflächen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Adlikon bei Regensdorf|Adlikon]]&lt;br /&gt;
| 8106&lt;br /&gt;
| Dorf im nordöstlichen Gemeindegebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Altburg&lt;br /&gt;
| 8105&lt;br /&gt;
| Weiler bei der Ruine Alt-Regensberg und den Katzenseen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Dörfer führten über Jahrhunderte ein weitgehend eigenständiges Gemeinschaftsleben. Heute sind ihre Siedlungsgebiete teilweise zusammengewachsen, doch die historischen Dorfkerne und die lokalen Identitäten sind weiterhin erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katzenseen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Katzenseen liegen teilweise auf dem Gebiet von Regensdorf und teilweise auf dem Gebiet der Stadt Zürich. Sie bestehen aus dem Oberen und dem Unteren Katzensee und sind von Mooren, Feuchtwiesen, Riedflächen und Wäldern umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet gehört zu den bedeutenden Naturlandschaften am Rand der Stadt Zürich. Es dient als Lebensraum für seltene Pflanzen, Amphibien, Vögel und zahlreiche weitere Tierarten. Die Seen und ihre Umgebung stehen unter kantonalem Schutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;katzensee&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/naturschutz/naturschutzgebiete.html Naturschutzgebiete im Kanton Zürich], Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig sind die Katzenseen ein stark besuchtes Naherholungsgebiet. Rundwege, Waldwege und öffentliche Badeplätze machen das Gebiet zu einem beliebten Ziel für die Bevölkerung von Regensdorf, Zürich und den umliegenden Gemeinden. Die Freizeitnutzung wird durch Schutzbestimmungen eingeschränkt, damit empfindliche Lebensräume erhalten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altburghügel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Regensdorf und den Katzenseen erhebt sich der Altburghügel. Auf ihm befinden sich die Überreste der Burg Alt-Regensberg, die auch als Altburg bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sonnigen Hänge wurden früher teilweise für den Rebbau genutzt. Heute befinden sich dort Trockenwiesen, Gebüsche und ökologisch wertvolle Lebensräume. Der Kanton Zürich wertet ehemalige Rebflächen am Altburghügel auf, um seltene Arten trockener Standorte zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/naturschutz/biodiversitaetsfoerderung/projekte/naturschutz-projekte/altburg.html Naturschutzprojekt Altburg], Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 2026 betrug der statistische Einwohnerbestand von Regensdorf 20&#039;811 Personen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung lag bei 37,36 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/_doc/7102618 Einwohnerstatistik per 30. Juni 2026], Gemeinde Regensdorf, 7. Juli 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung verteilt sich auf Regensdorf, Watt, Adlikon und die neueren Wohnquartiere. Die Gemeinde weist aufgrund ihrer Nähe zur Stadt Zürich, des grossen Arbeitsplatzangebots und der guten Verkehrsanbindung eine international zusammengesetzte Bevölkerung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 19. Jahrhundert lebten in den drei Dörfern nur wenige hundert Menschen. Ein stärkeres Wachstum setzte mit dem Eisenbahnbau, der Trockenlegung von Teilen des Furttals und der Ansiedlung erster Industriebetriebe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark nahm die Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu. Landwirtschaftsflächen in Bahnhofsnähe und zwischen den historischen Dorfkernen wurden mit Wohnhäusern, Gewerbebauten und öffentlichen Einrichtungen überbaut. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts wächst Regensdorf vor allem durch die Verdichtung bestehender Quartiere und die Entwicklung ehemaliger Gewerbe- und Industrieareale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen, dass das Furttal bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt oder zumindest regelmässig genutzt wurde. Die fruchtbaren Böden, die Gewässer und die geschützte Tallage boten günstige Bedingungen für Landwirtschaft, Jagd und Fischfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit führte eine regionale Verkehrsverbindung durch das Furttal. In der Umgebung bestanden landwirtschaftliche Gutshöfe, die Zürich, das damalige [[Turicum]], und weitere Siedlungen mit Nahrungsmitteln versorgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Herrschaft entstanden im Frühmittelalter alemannische Höfe und Siedlungen. Aus ihnen entwickelten sich die Dörfer Regensdorf, Watt und Adlikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Erwähnungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf wurde 870 als &#039;&#039;Reganesdorf&#039;&#039; erstmals schriftlich erwähnt. Watt erscheint 931 in einer Urkunde. Adlikon wird wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erstmals genannt, wobei frühe Belege nicht immer eindeutig vom gleichnamigen Ort im Zürcher Weinland unterschieden werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/articles/000076 Regensdorf], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit besassen verschiedene Klöster und kirchliche Stiftungen Grundbesitz in der Region. Die Dörfer bestanden aus Bauernhöfen, deren Bewohner Ackerbau, Viehzucht, Waldwirtschaft und teilweise Rebbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiherren von Regensberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11. und 12. Jahrhundert stand die Region unter dem Einfluss der Freiherren von Regensberg. Ein Angehöriger der Familie errichtete um die Mitte des 11. Jahrhunderts auf einem Moränenhügel bei den Katzenseen eine Burg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anlage war der ursprüngliche Stammsitz des Adelsgeschlechts. Nach der Gründung des Städtchens Regensberg an der [[Lägern]] wurde die ältere Burg als &#039;&#039;&#039;Alt-Regensberg&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Im örtlichen Sprachgebrauch setzte sich der Name &#039;&#039;&#039;Altburg&#039;&#039;&#039; durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiherren von Regensberg gehörten im Hochmittelalter zu den bedeutenden Adelsfamilien im Gebiet zwischen [[Rhein]], Limmat und Zürichsee. Sie verfügten über Burgen, Städte, Grundbesitz und Gerichtsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem politischen und wirtschaftlichen Niedergang des Geschlechts gelangte die Burg Alt-Regensberg an wechselnde Besitzer. Sie verlor ihre militärische und administrative Bedeutung und zerfiel allmählich. Die erhaltenen Ruinen befinden sich heute im Besitz des Kantons Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichtsherrschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaftsverhältnisse in den Dörfern waren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit auf verschiedene Besitzer verteilt. Die niedere Gerichtsbarkeit über Regensdorf und Watt gehörte zeitweise zur Herrschaft Alt-Regensberg. In Adlikon und Teilen des Regensdorfer Oberdorfs besass das [[Kloster Wettingen]] Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meierhof in Regensdorf bildete seit dem späten 14. Jahrhundert einen eigenen Gerichtsbezirk. Verschiedene Zürcher Bürgerfamilien gelangten in den Besitz örtlicher Herrschaftsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem zunehmenden Einfluss der Stadt Zürich wurde das Gebiet in die Zürcher Landesverwaltung eingegliedert. Regensdorf bildete den Mittelpunkt einer Obervogtei, zu der zeitweise mehrere Dörfer des Furttals gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation in Zürich]] nahm die Bevölkerung in den 1520er-Jahren den reformierten Glauben an. Kirchliche Besitzverhältnisse und die Gemeindefürsorge wurden neu geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Regensdorf bestanden seit dem Mittelalter zwei nahe beieinanderliegende Kirchen beziehungsweise Kapellen. Dadurch bildeten sich die Dorfteile Vorderdorf und Hinterdorf heraus. Die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche wurde zum Zentrum der reformierten Kirchgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der politischen Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] wurden die alten Herrschaftsrechte 1798 aufgehoben. Regensdorf, Watt und Adlikon wurden zu einer politischen Gemeinde zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheren Dorfgemeinschaften bestanden jedoch als Zivilgemeinden weiter. Sie verwalteten unter anderem lokale Wasserversorgungen, Flurwege, Wald- und Gemeindegüter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Watt und Adlikon behielten ihre Zivilgemeinden bis zum Ende des Jahres 2009. Seit 2010 werden deren frühere Aufgaben durch die politische Gemeinde oder andere öffentliche Körperschaften erfüllt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;politik&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/polfuehrung Politische Führung], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwässerung und Eisenbahnbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grosse Teile der Furttalebene waren früher feucht oder versumpft. Der Furtbach trat regelmässig über die Ufer, und viele Flächen konnten nur eingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Furtbach korrigiert und tiefer gelegt. Entwässerungskanäle und Meliorationen machten zusätzliche Flächen für Landwirtschaft, Siedlungen und Gewerbe nutzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1877 wurde die Eisenbahnstrecke durch das Furttal eröffnet. Der Bahnhof Regensdorf-Watt verbesserte die Verbindung nach Zürich und Baden und erleichterte den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Industriegütern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung des Bahnhofs entstanden erste Fabriken, Lagerhäuser und Gewerbebetriebe. Die Bahn leitete damit den langfristigen Wandel von der Bauern- zur Industrie- und Vorortsgemeinde ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strafanstalt Regensdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Wende zum 20. Jahrhundert errichtete der Kanton Zürich in Regensdorf eine neue Strafanstalt. Die 1901 eröffnete Anlage ersetzte die frühere kantonale Strafanstalt im ehemaligen Kloster Oetenbach in der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau brachte zahlreiche neue Arbeitsplätze und führte zum Zuzug von Angestellten und ihren Familien. Die Strafanstalt wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil der örtlichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Anlage wurde im späten 20. Jahrhundert ersetzt. Die 1995 eröffnete [[Justizvollzugsanstalt Pöschwies]] verfügt über 399 Plätze und ist die grösste Justizvollzugsanstalt der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;poeschwies&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/justizvollzugsanstalt-poeschwies.html Justizvollzugsanstalt Pöschwies], Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum nach 1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine starke bauliche und wirtschaftliche Entwicklung ein. Regensdorf profitierte von seiner Nähe zu Zürich, den verfügbaren Flächen im Furttal und der zunehmenden Motorisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Wohnquartiere entstanden zwischen den alten Dorfkernen, am Bahnhof und in Richtung Katzensee. Gleichzeitig wurden grössere Industrie- und Gewerbezonen erschlossen. Die Bevölkerungszahl vervielfachte sich innerhalb weniger Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die neuen öffentlichen und wirtschaftlichen Funktionen zu bündeln, entstand ein modernes Gemeindezentrum mit Verwaltung, Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsbetrieben. Regensdorf entwickelte sich zum wichtigsten Versorgungs- und Arbeitsplatzschwerpunkt des Furttals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts liegt der Schwerpunkt der räumlichen Entwicklung auf der Verdichtung bereits bebauter Gebiete. Besonders bedeutend ist das Gebiet nördlich des Bahnhofs Regensdorf-Watt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das langfristige Projekt &#039;&#039;&#039;Zukunft Bahnhof Nord&#039;&#039;&#039; sieht auf früheren Gewerbe- und Industrieflächen ein neues, gemischt genutztes Quartier vor. Das Gebiet bietet Platz für insgesamt rund 6500 Einwohnerinnen, Einwohner und Arbeitsplätze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bahnhofnord&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/bahnhofnord Bahnhof Nord], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den ersten grossen Teilprojekten gehört das Areal &#039;&#039;&#039;Zwhatt&#039;&#039;&#039;. Dort entstehen Wohnungen, Gewerberäume, öffentliche Freiräume und mehrere Hochhäuser. Die Entwicklung soll das Bevölkerungswachstum auf ein gut erschlossenes Gebiet konzentrieren und die historischen Dorfkerne von zusätzlicher Zersiedelung entlasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Silber drei blaue Pfähle, überdeckt von einem roten Balken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht auf das Zeichen der Freiherren von Regensberg zurück. Ihr Schild war mehrfach von Silber und Blau gespalten. Später wurde das Motiv um einen roten Querbalken ergänzt und als Wappen der Zürcher Obervogtei Regensdorf verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Darstellung des Wappens befindet sich über dem Südportal der reformierten Kirche. Der Gemeinderat bestätigte die heutige Form am 15. Dezember 1926.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf ist nach dem Recht des Kantons Zürich als politische Gemeinde organisiert. Oberstes gesetzgebendes Organ ist die Gemeindeversammlung. Ihr gehören alle stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung entscheidet unter anderem über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Budget und die Jahresrechnung&lt;br /&gt;
* den kommunalen Steuerfuss&lt;br /&gt;
* grössere Investitionen und Bauprojekte&lt;br /&gt;
* kommunale Verordnungen&lt;br /&gt;
* Grundstücksgeschäfte&lt;br /&gt;
* Änderungen der Bau- und Zonenordnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der siebenköpfige Gemeinderat. Seine Mitglieder werden für eine vierjährige Amtsdauer im Majorzwahlverfahren gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;politik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2018 bilden die politische Gemeinde und die Primarschule eine Einheitsgemeinde. Die Schulbehörden und die Gemeindeverwaltung sind damit Teil derselben kommunalen Organisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf gehört zum Bezirk Dielsdorf. Das Bezirksgericht, das Statthalteramt und die Bezirksratskanzlei befinden sich im Bezirkshauptort [[Dielsdorf ZH|Dielsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Zürcher Unterland. Die Gewerbe- und Industriegebiete konzentrieren sich insbesondere beidseits der Bahnlinie, rund um den Bahnhof Regensdorf-Watt und entlang der wichtigsten Strassenachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Gemeindedaten von 2020 bestanden 1305 Arbeitsstätten mit insgesamt 11&#039;313 Beschäftigten. Daneben wurden noch 19 Landwirtschaftsbetriebe gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/zahlenundfakten Zahlen und Fakten], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftsstruktur umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handel und Logistik&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Metallindustrie&lt;br /&gt;
* Bau- und Ausbaugewerbe&lt;br /&gt;
* Informations- und Kommunikationstechnik&lt;br /&gt;
* Unternehmensdienstleistungen&lt;br /&gt;
* Hotellerie und Gastronomie&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen&lt;br /&gt;
* kantonale und kommunale Einrichtungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einkaufszentrum im Zentrum von Regensdorf versorgt auch die Bevölkerung der umliegenden Furttaler Gemeinden. Weitere Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe befinden sich im alten Dorfkern, am Bahnhof und in den Gewerbezonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft spielt flächenmässig weiterhin eine Rolle, insbesondere bei Watt und Adlikon. Zu den wichtigsten Nutzungen gehören Ackerbau, Futterbau, Viehwirtschaft und der Anbau landwirtschaftlicher Spezialkulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Regensdorf-Watt]] liegt an der Furttallinie zwischen Zürich-Oerlikon und Baden. Er wird von Zügen der [[S-Bahn Zürich]] bedient und bietet direkte Verbindungen in Richtung Zürich sowie ins Aargauer Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist der wichtigste Verkehrsknoten der Gemeinde. Mehrere Buslinien, Veloabstellanlagen, Park-and-Ride-Plätze und weitere Mobilitätsangebote ergänzen den Bahnverkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/bahnhoefe/bahnhof-finden/bahnhof.3526.regensdorf-watt.html Bahnhof Regensdorf-Watt], Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Quartiers Bahnhof Nord soll die Bedeutung des Bahnhofs weiter erhöhen und mehr Einwohnerinnen, Einwohner und Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe des öffentlichen Verkehrs ansiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Buslinien verbinden Regensdorf, Watt und Adlikon miteinander. Weitere Verbindungen führen unter anderem nach Zürich-Affoltern, Zürich-Oerlikon, Dielsdorf, Buchs, Dällikon und in benachbarte Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinien sind in den [[Zürcher Verkehrsverbund]] integriert. Der Bahnhof Regensdorf-Watt und das Gemeindezentrum bilden die wichtigsten Umsteigepunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wehntalerstrasse verbindet Regensdorf mit Zürich und dem [[Wehntal]]. Weitere Hauptstrassen führen durch das Furttal in Richtung Baden, Dielsdorf und Bülach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der näheren Umgebung befinden sich Anschlüsse an die Autobahnen [[Autobahn A1|A1]] und [[Autobahn A4 (Schweiz)|A4]]. Dadurch sind Zürich, der [[Flughafen Zürich]], das Limmattal und die übrige Nordostschweiz gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Siedlungs- und Arbeitsplatzentwicklung führt zu einer hohen Verkehrsbelastung. Gemeinde und Kanton verfolgen deshalb Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, des Fuss- und Veloverkehrs sowie zur Aufwertung der Strassenräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primarschule ist seit 2018 Bestandteil der Einheitsgemeinde Regensdorf. In den Gemeindeteilen bestehen mehrere Kindergärten und Primarschulanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Sekundarstufe arbeitet Regensdorf mit Buchs und Dällikon zusammen. Die Sekundarschulgemeinde Regensdorf–Buchs–Dällikon führt die Schulen der Oberstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen, Berufsfachschulen und Hochschulen befinden sich in Zürich, Dielsdorf, Bülach und weiteren Orten der Region. Dank der guten Verkehrsverbindungen sind diese Bildungsstandorte schnell erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur örtlichen Bildungs- und Kulturinfrastruktur gehören ausserdem Bibliotheken, Musikunterricht, schulergänzende Betreuung und Angebote der Erwachsenenbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Regensdorf bestehen evangelisch-reformierte, römisch-katholische und neuapostolische Kirchgemeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/kirchenthema Kirchen in Regensdorf], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfkern von Regensdorf. Eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Sie entwickelte sich später zur Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bau entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Über dem Südportal befindet sich eine historische Darstellung des Regensdorfer Gemeindewappens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirchgemeinde gehört heute zur Kirchgemeinde Furttal, die mehrere Gemeinden der Region umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche St. Mauritius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Kirche St. Mauritius entstand im 20. Jahrhundert, nachdem die katholische Bevölkerung infolge der Industrialisierung und des starken Zuzugs deutlich gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrei betreut katholische Gläubige aus Regensdorf und Teilen der umliegenden Region. Neben Gottesdiensten organisiert sie soziale, kulturelle und gemeinschaftliche Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regensdorf besitzt mehrere historische Dorfkerne, kirchliche Bauten, Bauernhäuser und archäologische Stätten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Ruine Alt-Regensberg auf dem Altburghügel&lt;br /&gt;
* die reformierte Kirche im alten Dorfkern&lt;br /&gt;
* die historischen Dorfkerne von Regensdorf, Watt und Adlikon&lt;br /&gt;
* die Katzenseen und ihre geschützte Moorlandschaft&lt;br /&gt;
* traditionelle Bauern- und Wohnhäuser&lt;br /&gt;
* der Weiler Altburg&lt;br /&gt;
* die modernen Bauten des Gemeindezentrums&lt;br /&gt;
* die Justizvollzugsanstalt Pöschwies als bedeutende Anlage des schweizerischen Strafvollzugs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Gemeinde und des Furttals wird unter anderem von der Heimatkundlichen Vereinigung Furttal erforscht. Eine ausführliche Dorfchronik behandelt die Entwicklung von Regensdorf, Watt und Adlikon von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regensdorf.ch/dienstleistungen/55336 Dorfchronik «Regensdorf, Watt und Adlikon – eine Dorfgeschichte»], Gemeinde Regensdorf, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über Sporthallen, Fussballplätze, Tennisanlagen, Schulschwimmanlagen und weitere Einrichtungen für den Vereins- und Breitensport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Sportzentrum ist die Anlage Wisacher. Sie wird von Schulen, Vereinen und der Bevölkerung genutzt. Zahlreiche Sportvereine bieten unter anderem Fussball, Turnen, Leichtathletik, Tennis, Kampfsport und weitere Aktivitäten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Naherholungsgebieten gehören die Katzenseen, die Wälder am Gubrist, der Altburghügel und die Wege entlang des Furtbachs. Ein regionales Netz von Wander- und Velowegen verbindet Regensdorf mit Zürich, dem Wehntal, dem Limmattal und den übrigen Gemeinden des Furttals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Regensdorf verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Brun]] (um 1290–1360), erster Bürgermeister der Stadt Zürich, zeitweise Besitzer von Rechten in der Herrschaft Alt-Regensberg&lt;br /&gt;
* [[Hans Waldmann]] (1435–1489), Zürcher Bürgermeister und zeitweiliger Inhaber der Herrschaft Alt-Regensberg&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Rüttimann]] (1813–1876), Rechtswissenschaftler und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Jakob Stucki]] (1924–2006), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hans Rutschmann]] (* 1947), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schibli]] (* 1952), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Daniel Jositsch]] (* 1965), Rechtswissenschaftler und Politiker, in Regensdorf aufgewachsen&lt;br /&gt;
* [[Nico Elvedi]] (* 1996), Fussballspieler, in Regensdorf aufgewachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1943.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Regensdorf.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Markus Brühlmeier: &#039;&#039;Regensdorf, Watt und Adlikon. Eine Dorfgeschichte.&#039;&#039; Chronos Verlag, Zürich 2017.&lt;br /&gt;
* Regula Crottet, Anika Kerstan, Philipp Zwyssig: &#039;&#039;Der Bezirk Dielsdorf.&#039;&#039; Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Neue Ausgabe, Band VII. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Furttal]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
* [[Katzenseen]]&lt;br /&gt;
* [[Regensberg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.regensdorf.ch Offizielle Website der Gemeinde Regensdorf]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/articles/000076 Regensdorf im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/justizvollzugsanstalt-poeschwies.html Justizvollzugsanstalt Pöschwies]&lt;br /&gt;
* [https://www.regensdorf.ch/bahnhofnord Entwicklungsgebiet Bahnhof Nord]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Regensdorf|Regensdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Regensdorf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Furttal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 870]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Olten&amp;diff=685</id>
		<title>Olten</title>
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		<updated>2026-07-24T15:26:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Olten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Olten COA.svg|frameless|120px|Wappen von Olten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Solothurn|Solothurn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bezirk Olten|Olten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 2581&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 4600&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 47° 21′ N, 7° 54′ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 396 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 11,49 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 19&#039;990 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025, einschliesslich Wochenaufenthalter)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Einwohnerbezeichnung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Oltner, Oltnerin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Stadtpräsident&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Thomas Marbet ([[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; padding:0.35em;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [https://www.olten.ch/ olten.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Olten&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Kanton Solothurn]]. Sie ist Hauptort des gleichnamigen [[Bezirk Olten|Bezirks Olten]] und die bevölkerungsreichste Gemeinde des Kantons. Die Stadt liegt beidseits der [[Aare]] am Jurasüdfuss und bildet ein regionales Zentrum zwischen [[Basel]], [[Bern]], [[Luzern]] und [[Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung besitzt Olten als Eisenbahnknoten. Im [[Bahnhof Olten]] treffen einige der wichtigsten Bahnlinien der Schweiz zusammen. Die zentrale Lage machte die Stadt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Verkehrs-, Industrie-, Bildungs- und Dienstleistungsstandort. Olten wird deshalb häufig als &#039;&#039;&#039;Eisenbahnstadt&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtbild wird durch den Gegensatz zwischen der kleinen historischen Altstadt am linken Aareufer und den seit dem Eisenbahnbau stark gewachsenen Quartieren auf beiden Seiten des Flusses geprägt. Zu den Wahrzeichen gehören die Alte Holzbrücke, der Stadtturm und die Häuserfront an der Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist erstmals 1201 in der Form &#039;&#039;Oltun&#039;&#039; belegt. In einer Urkunde des Konstanzer Bischofs Diethelm erscheint ein &#039;&#039;Oulricus de Oltun&#039;&#039; als Zeuge. Weitere mittelalterliche Schreibweisen sind unter anderem &#039;&#039;Olthvn&#039;&#039; und &#039;&#039;Olton&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ersterwaehnung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/367 Stadt Olten: Ein Gang durch Oltens Geschichte], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Namens ist nicht abschliessend geklärt. Ältere Deutungen stellten einen Zusammenhang mit einem keltischen Ortsnamen oder der Form &#039;&#039;Ollodunum&#039;&#039; her. Solche Erklärungen gelten jedoch nicht als sicher belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im lokalen schweizerdeutschen Dialekt wird der Stadtname gewöhnlich ähnlich wie im Standarddeutschen ausgesprochen. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als &#039;&#039;&#039;Oltnerinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Oltner&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten liegt im Schweizer Mittelland am südlichen Rand des [[Jura (Gebirge)|Juras]]. Die Aare durchfliesst das Stadtgebiet von Südwesten nach Nordosten. Im Zentrum mündet die [[Dünnern]] von Westen in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Altstadt befindet sich auf einem leicht erhöhten Felskopf am linken Aareufer. Der Bahnhof und ein grosser Teil der neueren Stadt liegen auf der östlichen Flussseite. Mehrere Brücken verbinden die beiden Stadthälften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amtliche Höhe beträgt 396 Meter über Meer. Das Gemeindegebiet umfasst 1&#039;149 Hektaren beziehungsweise 11,49 Quadratkilometer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geografie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/geographiezahlen Stadt Olten: Geografie], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten liegt in einem natürlichen Verkehrskorridor zwischen dem Mittelland und den Juraübergängen. Nördlich der Stadt führt das Tal über Trimbach zum Unteren Hauenstein. Südlich und östlich öffnet sich das Aaretal in Richtung Aarau, Zofingen und Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dicht bebaute Stadtkern ist von bewaldeten Höhen und Naherholungsgebieten umgeben. Im Südwesten erhebt sich der Born, im Osten und Südosten liegen die Ausläufer des Säli und weitere bewaldete Anhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aare ist das wichtigste Landschaftselement der Stadt. Promenaden, Wege und Grünflächen begleiten den Fluss auf mehreren Abschnitten. Die Ufer dienen der Erholung, dem Fuss- und Veloverkehr sowie als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dünnern war für die frühe Gewerbeentwicklung von besonderer Bedeutung. Ihr Gefälle wurde seit dem Mittelalter zum Betrieb von Mühlen, Sägen, Stampfen, Schmieden und späteren Industriebetrieben genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/338 Stadt Olten: Die ersten Gewerbebetriebe], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgliederung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten besitzt keine politisch selbstständigen Stadtteile. Im alltäglichen Gebrauch werden jedoch mehrere Quartiere und Gebiete unterschieden. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Altstadt und Innenstadt;&lt;br /&gt;
* Bifang;&lt;br /&gt;
* Hammer;&lt;br /&gt;
* Hard;&lt;br /&gt;
* Kleinholz;&lt;br /&gt;
* Schöngrund;&lt;br /&gt;
* Säliquartier;&lt;br /&gt;
* Gheid;&lt;br /&gt;
* Bornfeld;&lt;br /&gt;
* Olten SüdWest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt und die westlich der Aare gelegene Innenstadt bilden zusammen mit dem Bahnhofgebiet das urbane Zentrum. Das Bifangquartier auf der östlichen Aareseite entwickelte sich vor allem nach dem Bau der Eisenbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden entstehen auf ehemaligen Industrie- und Gewerbeflächen neue Wohn- und Arbeitsgebiete. Das Entwicklungsgebiet Olten SüdWest befindet sich auf dem Areal eines früheren Zement- und Kieswerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten verzeichnete nach dem Eisenbahnbau ein ausserordentlich starkes Wachstum. Zwischen 1850 und 1910 versechsfachte sich die Einwohnerzahl annähernd. Aus dem kleinen Aarestädtchen wurde eine Industrie- und Eisenbahnstadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eisenbahngeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/326 Stadt Olten: Olten und die Eisenbahn], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlagerte sich ein Teil des Bevölkerungswachstums in die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Oltens stagnierte zeitweise oder ging zurück. Seit den 2010er-Jahren wächst die Stadt wieder deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2025 verzeichnete die städtische Einwohnerkontrolle insgesamt 19&#039;990 Personen. Davon hatten 19&#039;348 ihren gesetzlichen Wohnsitz in Olten; 642 waren als Wochenaufenthalterinnen und Wochenaufenthalter registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevoelkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/bevoelkerungszahlen Stadt Olten: Statistik und Zahlen – Bevölkerung], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Entwicklung der registrierten Bevölkerung&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner insgesamt&lt;br /&gt;
! Davon mit gesetzlichem Wohnsitz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015&lt;br /&gt;
| 18&#039;482&lt;br /&gt;
| 17&#039;867&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| 19&#039;238&lt;br /&gt;
| 18&#039;552&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| 19&#039;256&lt;br /&gt;
| 18&#039;538&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023&lt;br /&gt;
| 19&#039;612&lt;br /&gt;
| 18&#039;854&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| 19&#039;840&lt;br /&gt;
| 19&#039;151&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| 19&#039;990&lt;br /&gt;
| 19&#039;348&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Lage, das grosse Arbeitsplatzangebot und die guten Bahnverbindungen führen zu einer hohen Zahl von Zu- und Wegpendelnden. Tagsüber halten sich in der Stadt deutlich mehr Personen auf, als dort ihren Wohnsitz haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten besitzt eine kulturell und sprachlich vielfältige Bevölkerung. Neben Deutsch werden unter anderem Italienisch, Albanisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch und Sprachen aus dem südslawischen Raum gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Olten ist seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. In der Region wurden Werkzeuge und andere Spuren aus der Alt- und Jungsteinzeit gefunden. Feuersteinvorkommen am Jurasüdfuss wurden bereits in vorgeschichtlicher Zeit genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der eiszeitlichen Gletscher boten das Aaretal, die Flussterrassen und die nahe gelegenen Höhlen günstige Bedingungen für frühe Siedlungen. Funde aus der Umgebung belegen eine lange Besiedlungsgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/321 Stadt Olten: Ein uralter Siedlungsraum], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit bestand am Aareübergang eine bedeutende Siedlung. Archäologische Ausgrabungen weisen auf einen befestigten Brückenkopf und ein Kastell hin. Der Standort kontrollierte einen wichtigen Verkehrsweg zwischen dem Schweizer Mittelland, Augusta Raurica und den Juraübergängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der mittelalterlichen Altstadt wurden über römischen Fundamenten errichtet. Reste des Kastells befinden sich heute teilweise unter den Häusern und Kellern entlang der früheren Ringmauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roemerzeit&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/323 Stadt Olten: Olten zur Römerzeit], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der römische Name der Siedlung ist nicht sicher überliefert. Die gelegentlich verwendete Bezeichnung &#039;&#039;Ollodunum&#039;&#039; beruht auf einer späteren Rekonstruktion und ist nicht durch antike Schriftquellen gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Olten wurde 1201 erstmals urkundlich erwähnt. Die Entwicklung zur befestigten Kleinstadt wird gewöhnlich mit den [[Frohburg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Frohburg]] verbunden. Olten gehörte zu einer Reihe von Städten, mit denen die Frohburger ihre Herrschafts- und Verkehrswege sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücke über die Aare bildete die wirtschaftliche Grundlage der Stadt. Eine Urkunde von 1295 zeigt ihre grosse Bedeutung. Reisende, Händler und Fuhrwerke mussten den Fluss an diesem strategisch günstigen Ort überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten wurde von zwei schweren Stadtbränden getroffen. 1411 brannte der nördliche Teil der Stadt nieder. 1422 zerstörte ein weiteres Feuer grosse Teile der Siedlung, darunter die Kirche und vermutlich das damalige Stadtarchiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Bränden war die Stadt wirtschaftlich geschwächt. 1426 gelangte Olten pfandweise unter die Herrschaft der Stadt [[Solothurn]]. 1532 erwarb Solothurn die Herrschaftsrechte endgültig vom [[Fürstbistum Basel|Bischof von Basel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/344 Stadt Olten: Das Hoheitszeichen am Obertor], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter solothurnischer Herrschaft verlor Olten einen Teil seiner früheren städtischen Selbstständigkeit. Das Recht zur Wahl des Schultheissen und weitere Hoheitsrechte gingen an die Obrigkeit über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt blieb während der frühen Neuzeit klein. Ihre Wirtschaft beruhte auf der Aarebrücke, dem Durchgangsverkehr, Landwirtschaft, Handwerk und wasserabhängigen Gewerben an der Dünnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1332 wird eine untere Mühle erwähnt. Später entstanden Reiben, Sägen, Walken, Eisenhämmer und ein Drahtzug. Der Name des Hammerquartiers erinnert an die dort betriebenen Hammerschmieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Stadtwappen mit drei Tannen setzte sich unter solothurnischer Herrschaft durch. Ein entsprechender Wappenstein wurde 1542 am Obertor angebracht. Frühere Darstellungen zeigten einen oder zwei Baslerstäbe und erinnerten damit an die früheren Beziehungen zum Fürstbistum Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Helvetische Republik|Helvetischen Revolution]] von 1798 wurde die Alte Holzbrücke zerstört. Die heutige gedeckte Brücke entstand 1803. Nach der Mediationszeit entwickelte sich Olten zum Verwaltungs- und Marktzentrum der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 19. Jahrhundert brachte grundlegende politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen. Die liberalen Bewegungen, die Industrialisierung und der Ausbau der Verkehrswege stärkten das städtische Selbstbewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im solothurnischen [[Kulturkampf]] der 1870er-Jahre kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen liberalen und konservativ-katholischen Kräften. Die bisherige Stadtkirche ging an die christkatholische Kirchgemeinde über. Für die römisch-katholische Bevölkerung wurde zunächst eine Notkirche und später die heutige St.-Martins-Kirche gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der entscheidende Entwicklungsschub ging von der Eisenbahn aus. Bereits 1845 setzte sich der Oltner Rat für einen Anschluss an das entstehende Bahnnetz ein. Die zentrale Lage führte dazu, dass die [[Schweizerische Centralbahn]] Olten als Knotenpunkt wählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1856 wurden erste Bahnverbindungen nach Aarau und Aarburg eröffnet. 1858 folgte die Hauensteinstrecke nach Basel. Weitere Linien verbanden Olten mit Bern, Luzern, Solothurn und Biel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Centralbahn errichtete beim Bahnhof grosse Werkstätten. Zahlreiche Eisenbahnerfamilien zogen nach Olten. Rund um den Bahnhof und im Bifang entstanden neue Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur Eisenbahn entwickelten sich bedeutende Industriebetriebe. Dazu gehörten die Schuhfabrik Strub &amp;amp; Glutz, die Giesserei von Roll, die Maschinenfabrik Giroud, die Firma Nussbaum, die Lastwagenherstellerin Berna sowie Betriebe der Textil-, Chemie- und Lebensmittelindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Industriegeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/327 Stadt Olten: Industrialisierung], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verkehrsgünstige Lage machte Olten zu einem bevorzugten Versammlungsort nationaler Verbände und politischer Organisationen. Sitzungen konnten von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Landesteilen vergleichsweise leicht erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 wurde das nach der Stadt benannte &#039;&#039;&#039;Oltener Aktionskomitee&#039;&#039;&#039; zu einem zentralen Organ der schweizerischen Arbeiterbewegung. Unter der Leitung von Robert Grimm koordinierte es den Landesstreik vom November 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf des 20. Jahrhunderts wuchs Olten mit den Nachbargemeinden zu einem zusammenhängenden Siedlungsraum zusammen. Neue Wohnquartiere, Schulen, Sportanlagen und öffentliche Gebäude entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtverwaltung bezog 1965 das neue Stadthaus. Gleichzeitig wurden Strassen, Aarebrücken und der Bahnhof an den wachsenden Verkehr angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1970er-Jahren verloren mehrere traditionelle Industriebetriebe an Bedeutung oder verschwanden. Der wirtschaftliche Schwerpunkt verlagerte sich stärker auf Dienstleistungen, Bildung, Gesundheit, Verkehr, Verwaltung und spezialisierte Gewerbebetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten ist als Einwohnergemeinde organisiert. Die Stimmberechtigten entscheiden an der Urne über kommunale Vorlagen und wählen die politischen Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtrat bildet die Exekutive der Stadt. Er besteht aus fünf Mitgliedern und leitet die verschiedenen Direktionen der Stadtverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtpräsidium wird direkt durch die Stimmberechtigten gewählt. Für die Amtsperiode 2025–2029 wurde Thomas Marbet von der Sozialdemokratischen Partei als Stadtpräsident bestätigt. Marion Rauber, ebenfalls SP, wurde zur Vizepräsidentin gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/_doc/6861535 Stadt Olten: Validierung der Wahlen für die Amtsperiode 2025–2029], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeparlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legislative ist das Gemeindeparlament. Es besteht aus 40 Mitgliedern, die nach dem Proporzverfahren gewählt werden. Das Parlament beschliesst kommunale Erlasse, genehmigt Budgets und Rechnungen, entscheidet über grössere Ausgaben und beaufsichtigt den Stadtrat sowie die Verwaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/legislative Stadt Olten: Gemeindeparlament], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunale Politik wird insbesondere von SP, FDP, Grünen, Mitte, Grünliberalen, SVP und weiteren lokalen Gruppierungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgergemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Einwohnergemeinde besteht die Bürgergemeinde Olten. Sie verwaltet das Bürgergut und besitzt insbesondere grosse Waldflächen, Liegenschaften und Landwirtschaftsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürgergemeinde übernimmt kulturelle, soziale und gemeinnützige Aufgaben. Ihr gehören Personen an, die das Oltner Bürgerrecht besitzen, unabhängig davon, ob sie in der Stadt wohnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/portraitbuergergemeinde Stadt Olten: Bürgergemeinde Olten], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen zeigt drei grüne Tannen auf einem schwarz-weiss gespaltenen Hintergrund. Die Bäume stehen auf grünem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Wappen Oltens zeigten Baselstäbe und verwiesen auf die frühere Herrschaft des Fürstbistums Basel. Nach dem Übergang an Solothurn setzte sich im 16. Jahrhundert das Wappen mit drei Bäumen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtfarben Schwarz und Weiss blieben erhalten. Die Bäume wurden in älteren Darstellungen teilweise als Buchsbäume bezeichnet, später jedoch gewöhnlich als Tannen ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten ist das wirtschaftliche Zentrum einer Region, die weit über die Gemeindegrenzen hinausreicht. Die Stadt besitzt mehr Arbeitsplätze, als ihre eigene Erwerbsbevölkerung besetzen kann, und ist deshalb ein bedeutender Pendlerort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft wird heute vor allem durch den Dienstleistungssektor geprägt. Wichtige Bereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eisenbahn und öffentlicher Verkehr;&lt;br /&gt;
* Bildung und Forschung;&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen;&lt;br /&gt;
* Handel und Logistik;&lt;br /&gt;
* Energie- und Unternehmensdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Finanz-, Versicherungs- und Beratungsdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Gastronomie und Veranstaltungswesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn bleibt ein wichtiger Arbeitgeber. In Olten befinden sich Anlagen der [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]], darunter Werkstätten, Betriebs- und Verwaltungsbereiche sowie die Betriebszentrale Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch war die Stadt ein bedeutender Industriestandort. Metallverarbeitung, Maschinenbau, Schuh-, Textil-, Seifen- und Lebensmittelproduktion boten Tausenden Menschen Arbeit. Viele frühere Industrieareale werden heute für Dienstleistungen, Bildung, Gewerbe und Wohnen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten war auch ein wichtiger Verlagsort. Der 1916 gegründete Walter Verlag entwickelte sich zu einem der bekanntesten Schweizer Buchverlage. Sein Programm umfasste Literatur, Sachbücher, Psychologie, Religion und wissenschaftliche Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Olten gehört zu den wichtigsten Bahnknoten der Schweiz. Hier kreuzen beziehungsweise verzweigen sich die Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Basel–Olten;&lt;br /&gt;
* Zürich–Aarau–Olten;&lt;br /&gt;
* Bern–Olten;&lt;br /&gt;
* Luzern–Olten;&lt;br /&gt;
* Biel/Bienne–Solothurn–Olten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Olten bestehen direkte Fernverkehrsverbindungen in fast alle grossen Schweizer Städte. Basel, Bern, Luzern und Zürich sind in ungefähr einer halben Stunde erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof wurde 1856 im Zusammenhang mit dem Aufbau der Schweizerischen Centralbahn eröffnet. Die rasche Erweiterung des Netzes machte ihn innerhalb weniger Jahre zu einem nationalen Knotenpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die frühe Eisenbahngeschichte erinnert der sogenannte Kilometer-Null-Stein im Bahnhofsbereich. Von diesem Bezugspunkt aus wurden die Streckenentfernungen der Centralbahn berechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof liegt als Inselbahnhof zwischen mehreren Gleisfeldern. Unterführungen verbinden die Perrons mit dem Bahnhofquai, dem Stadtzentrum, dem Bifang und dem Fachhochschulcampus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptbahnhof besteht der Bahnhof &#039;&#039;&#039;Olten Hammer&#039;&#039;&#039; an der Strecke in Richtung Solothurn und Biel. Er erschliesst die südwestlichen Stadtquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SBB planen einen langfristigen Ausbau des Bahnknotens. Dazu gehören Erneuerungen der Gleis- und Perronanlagen, Verbesserungen der Zugänge und eine Neugestaltung des Bahnhofplatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://company.sbb.ch/de/bahnentwicklung/projekte/deutschschweiz/aargau-solothurn/olten.html Schweizerische Bundesbahnen: Der Bahnausbau in der Region Olten], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den städtischen und regionalen Busverkehr betreibt hauptsächlich der [[Busbetrieb Olten Gösgen Gäu]]. Die Linien verbinden den Bahnhof mit den Oltner Quartieren sowie mit Trimbach, Wangen bei Olten, Dulliken, Hägendorf, Kappel, Aarburg und weiteren Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhofplatz bildet den wichtigsten Umsteigepunkt zwischen Bahn und Bus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten liegt nahe dem Schnittpunkt der Autobahnen [[Autobahn A1|A1]] und [[Autobahn A2 (Schweiz)|A2]]. Die nächsten Anschlüsse befinden sich unter anderem bei Rothrist, Oftringen, Egerkingen und Aarburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Lage führt zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Da die Aare und die Bahnlinien den Siedlungsraum durchschneiden, konzentriert sich der motorisierte Verkehr auf wenige Brücken und Unterführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt fördert den Fuss- und Veloverkehr durch neue Verbindungen, Abstellanlagen und die Aufwertung der Flussufer. Die Aare- und Dünnernwege bilden wichtige lokale Freizeit- und Alltagsrouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten ist ein bedeutender Bildungsstandort. Die Stadt führt Kindergärten, Primarschulen und Schulen der Sekundarstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kantonsschule Olten]] bietet gymnasiale Bildung, eine Fachmittelschule und weitere kantonale Bildungsangebote. Ihr heutiger Campus wurde in den 1970er-Jahren errichtet und später umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung besitzt der Campus Olten der [[Fachhochschule Nordwestschweiz]]. Er liegt wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt und wird von mehreren Hochschulen und Fachbereichen genutzt. Dazu gehören insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochschule für Angewandte Psychologie;&lt;br /&gt;
* Hochschule für Soziale Arbeit;&lt;br /&gt;
* Hochschule für Wirtschaft;&lt;br /&gt;
* Pädagogische Hochschule;&lt;br /&gt;
* einzelne Angebote der Hochschule für Technik und Umwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Campus dient der Ausbildung, Weiterbildung, angewandten Forschung und Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlichen Institutionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/standorte/olten Fachhochschule Nordwestschweiz: Campus Olten], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bildungsangebote bestehen in der Berufsbildung, Erwachsenenbildung, Musikschule und bei privaten Bildungseinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten war während Jahrhunderten römisch-katholisch geprägt. Die Industrialisierung und Zuwanderung führten seit dem 19. Jahrhundert zu einer stärkeren konfessionellen Vielfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kulturkampf führte zur Entstehung einer bedeutenden christkatholischen Gemeinde. Die zwischen 1806 und 1813 errichtete Stadtkirche wird heute von der christkatholischen Kirchgemeinde genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische St.-Martins-Kirche wurde von 1908 bis 1910 erbaut. Die reformierte Friedenskirche entstand im 20. Jahrhundert für die durch Zuwanderung gewachsene evangelisch-reformierte Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bestehen in Olten ausserdem freikirchliche, orthodoxe, muslimische und weitere religiöse Gemeinschaften. Gleichzeitig gehört ein wachsender Teil der Bevölkerung keiner Landeskirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten verfügt gemessen an seiner Grösse über ein breites Kulturangebot. Die zentrale Lage begünstigt Aufführungen, Tagungen, Lesungen und Festivals mit überregionalem Publikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Haus der Museen&#039;&#039;&#039; an der Konradstrasse vereinigt drei Einrichtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Historisches Museum Olten;&lt;br /&gt;
* Naturmuseum Olten;&lt;br /&gt;
* Archäologisches Museum Kanton Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Historische Museum behandelt die Geschichte der Stadt und Region von der Urzeit bis zur Gegenwart. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Eisenbahn, die Industrialisierung und die gesellschaftliche Entwicklung Oltens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturmuseum präsentiert die Tier-, Pflanzen- und Erdgeschichte der Region. Das Archäologische Museum zeigt Funde aus dem gesamten Kanton Solothurn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/museen Stadt Olten: Museen], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstmuseum Olten besitzt eine Sammlung schweizerischer Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Ein wichtiger Schwerpunkt ist das Werk des Oltner Zeichners und Karikaturisten [[Martin Disteli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater und Veranstaltungsorte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadttheater Olten bietet Schauspiel, Musiktheater, Konzerte, Tanz, Kabarett und Gastspiele an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kulturzentrum Schützi befindet sich in einer ehemaligen Turnhalle in der Schützenmatt. Es wurde 1997 eröffnet und dient als Ort für Konzerte, Theater, Tanz, Ausstellungen, Versammlungen und gesellschaftliche Veranstaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/sehenswuerdigkeiten/312 Stadt Olten: Kulturzentrum Schützi], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kulturveranstaltungen finden in der Stadthalle, in Kirchen, im Bahnhofbuffet, in kleineren Bühnen und in Gaststätten statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten gilt als literarisch besonders aktive Kleinstadt. Mehrere bekannte Autorinnen und Autoren lebten oder arbeiteten in der Stadt beziehungsweise sind eng mit ihr verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihnen gehören unter anderem [[Franz Hohler]], [[Alex Capus]] und [[Pedro Lenz]]. Die Stadt und ihr Bahnhof erscheinen regelmässig als Schauplätze in literarischen Texten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Walter Verlag prägte über Jahrzehnte das kulturelle Leben. Lesungen, Literaturführungen und weitere Veranstaltungen greifen die Oltner Literaturtradition auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Altstadt liegt zwischen der Aare, der früheren Stadtmauer und der heutigen Innenstadt. Ihr Grundriss geht weitgehend auf das Mittelalter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptgasse und mehrere Seitengassen werden von Bürgerhäusern, Gaststätten und öffentlichen Gebäuden gesäumt. Teile der alten Befestigung sind noch im Stadtbild erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtturm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtturm wurde 1521 als Glockenturm vor der damaligen Stadtkirche errichtet. Im späten 17. Jahrhundert erhielt er seine barocke Haube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die mittelalterliche Kirche 1844 abgebrochen wurde, blieb der Turm erhalten. Er dient seither als Zeit- und Glockenturm und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olten.ch/geschichte/343 Stadt Olten: Der Oltner Stadtturm], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alte Holzbrücke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gedeckte Alte Holzbrücke verbindet die Altstadt mit dem Bahnhofquartier. An dieser Stelle bestand bereits im Mittelalter ein wichtiger Aareübergang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorherige Brücke wurde während der französischen Invasion von 1798 zerstört. Der heutige Bau entstand 1803 und wurde später mehrfach repariert und erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücke ist Fussgängerinnen und Fussgängern vorbehalten und bildet zusammen mit der Altstadt, dem Stadtturm und der Häuserfront am Aarequai das bekannteste Stadtpanorama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtkirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtkirche wurde zwischen 1806 und 1813 im klassizistischen Stil errichtet. Sie ist dem heiligen Martin geweiht und wird seit dem Kulturkampf von der christkatholischen Kirchgemeinde genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere besitzt Stuckaturen, Deckengemälde, Altäre und weitere Ausstattungsstücke aus dem frühen 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St.-Martins-Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische St.-Martins-Kirche wurde von 1908 bis 1910 errichtet. Ihre Doppelturmfassade prägt das Stadtbild westlich der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahnhof und Bahnhofbuffet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist nicht nur eine Verkehrsanlage, sondern ein bedeutender Ort der schweizerischen Eisenbahn- und Sozialgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bahnhofbuffet entwickelte sich wegen der zentralen Lage zu einem bekannten Treffpunkt für Vereine, Parteien, Verbände und Verhandlungskommissionen. Der Ausdruck &#039;&#039;&#039;Oltner Bahnhofbuffet&#039;&#039;&#039; wurde zu einem Sinnbild für Zusammenkünfte, deren Teilnehmende aus verschiedenen Regionen der Schweiz anreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bauwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bemerkenswerte Gebäude und Anlagen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das ehemalige Rathaus, heute Stadtbibliothek;&lt;br /&gt;
* der Rathskeller mit seiner bemalten Fassade;&lt;br /&gt;
* Teile der mittelalterlichen Ringmauer;&lt;br /&gt;
* das Stadthaus aus den 1960er-Jahren;&lt;br /&gt;
* historische Industrie- und Eisenbahnbauten;&lt;br /&gt;
* die Aarepromenaden und der Stadtpark;&lt;br /&gt;
* die Friedenskirche;&lt;br /&gt;
* das Haus der Museen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Sportverein der Stadt ist der [[EHC Olten]]. Der Eishockeyclub trägt seine Heimspiele im Stadion Kleinholz aus und spielt traditionell in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sportanlagen Kleinholz umfassen neben der Eishalle mehrere Hallen und Aussenanlagen. Sie werden von Schulen, Vereinen und für grössere Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strandbad Olten liegt an der Aare und verfügt über Schwimmbecken, Liegewiesen und Sportanlagen. Flussufer, Waldwege und die umliegenden Jurahöhen dienen dem Wandern, Velofahren, Joggen und Spazieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aare wird im Sommer auch zum Schwimmen genutzt. Strömung, Wasserstand und Schiffsverkehr erfordern dabei besondere Vorsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung Oltens wird stark durch Eisenbahnanlagen, ehemalige Industrieflächen und die begrenzte Fläche zwischen Aare und Jurahöhen bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige städtebauliche Aufgaben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Erneuerung des Bahnhofs und seiner Zugänge;&lt;br /&gt;
* die Gestaltung des Bahnhofplatzes;&lt;br /&gt;
* die bessere Verbindung der Stadtquartiere;&lt;br /&gt;
* die Aufwertung des Aareraums;&lt;br /&gt;
* die Umnutzung früherer Industrieareale;&lt;br /&gt;
* die Schaffung zusätzlichen Wohnraums;&lt;br /&gt;
* der Schutz historischer Bauten;&lt;br /&gt;
* die Anpassung an Hitze und Starkniederschläge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet Olten SüdWest entsteht schrittweise ein neues Stadtquartier. Weitere Verdichtungsprojekte befinden sich im Bahnhofumfeld, entlang der Hauptverkehrsachsen und auf früheren Gewerbeflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt arbeitet in Verkehrs-, Raumplanungs- und Wirtschaftsfragen eng mit den umliegenden Gemeinden zusammen. Olten gehört zum funktionalen Raum &#039;&#039;&#039;AareLand&#039;&#039;&#039;, der die Gebiete um Aarau, Olten und Zofingen verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung in der Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Olten keine Grossstadt ist, besitzt es aufgrund seiner Lage eine überdurchschnittliche nationale Bekanntheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist für viele Reisende ein regelmässiger Umsteigeort. Dadurch wird Olten häufig stärker mit dem Bahnverkehr als mit seinem historischen Stadtzentrum verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt diente wiederholt als Gründungs-, Sitzungs- und Tagungsort schweizerischer Organisationen. Neben dem Oltener Aktionskomitee trafen sich hier Gewerkschaften, Parteien, Berufsverbände, kirchliche Organisationen und Vereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten steht damit beispielhaft für die Bedeutung zentral gelegener Mittelstädte im schweizerischen Verkehrs- und Siedlungssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Olten verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ildefons von Arx]] (1755–1833), Benediktiner und Historiker;&lt;br /&gt;
* [[Martin Disteli]] (1802–1844), Maler, Zeichner und politischer Karikaturist;&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Trog]] (1807–1867), Eisenbahnpionier und erster Direktor der Schweizerischen Centralbahn;&lt;br /&gt;
* [[Franz Hohler]] (* 1943), Schriftsteller und Kabarettist, in Olten aufgewachsen;&lt;br /&gt;
* [[Alex Capus]] (* 1961), Schriftsteller;&lt;br /&gt;
* [[Pedro Lenz]] (* 1965), Schriftsteller und Spoken-Word-Autor;&lt;br /&gt;
* [[Denise Wyss]] (* 1965), erste christkatholische Priesterin der Schweiz;&lt;br /&gt;
* [[Bruno Kissling]] (* 1953), Hausarzt und Medizinpublizist;&lt;br /&gt;
* [[Marco Wölfli]] (* 1982), ehemaliger Fussballtorhüter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin Eduard Fischer: &#039;&#039;Olten. Stadtgeschichte in Bildern&#039;&#039;. Olten 2001.&lt;br /&gt;
* Eduard Fischer: &#039;&#039;Olten und sein Stadtrecht&#039;&#039;. Olten.&lt;br /&gt;
* Louis Jäggi: &#039;&#039;Olten. Werden und Wachsen einer Kleinstadt&#039;&#039;. Olten.&lt;br /&gt;
* Willi Gautschi: &#039;&#039;Das Oltener Aktionskomitee und der Landes-Generalstreik von 1918&#039;&#039;. Zürich 1955.&lt;br /&gt;
* Stadt Olten: &#039;&#039;Kunstguide Olten&#039;&#039;. Olten.&lt;br /&gt;
* Stadtarchiv Olten: &#039;&#039;Beiträge zur Oltner Stadtgeschichte&#039;&#039;. Olten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Olten]]&lt;br /&gt;
* [[Aare]]&lt;br /&gt;
* [[Dünnern]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Olten]]&lt;br /&gt;
* [[Hauensteinlinie]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Centralbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Oltener Aktionskomitee]]&lt;br /&gt;
* [[Landesstreik]]&lt;br /&gt;
* [[EHC Olten]]&lt;br /&gt;
* [[Fachhochschule Nordwestschweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.olten.ch/ Offizielle Website der Stadt Olten]&lt;br /&gt;
* [https://www.olten.ch/geschichte Geschichte der Stadt Olten]&lt;br /&gt;
* [https://www.oltentourismus.ch/ Olten Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.olten.ch/museen Museen der Stadt Olten]&lt;br /&gt;
* [https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/standorte/olten FHNW Campus Olten]&lt;br /&gt;
* [https://company.sbb.ch/de/bahnentwicklung/projekte/deutschschweiz/aargau-solothurn/olten.html Informationen der SBB zum Bahnknoten Olten]&lt;br /&gt;
* [https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Olten Bilder und Mediendateien zu Olten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirkshauptort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Aare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1201]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Solothurn&amp;diff=684</id>
		<title>Kanton Solothurn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Solothurn&amp;diff=684"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Kanton Solothurn}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:330px; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:125%; text-align:center; background:#eeeeee;&amp;quot; | Kanton Solothurn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtlicher Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Kanton Solothurn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Kürzel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| SO&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hauptort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Solothurn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Grösste Gemeinde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Olten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Region&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Nordwestschweiz]], [[Espace Mittelland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Beitritt zur Eidgenossenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 1481&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot;&amp;gt;Andreas Fankhauser, Erich Meyer, Peter Heim und weitere: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007386/ &#039;&#039;Solothurn (Kanton)&#039;&#039;], Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 8. März 2023, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtssprache&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fläche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 790,46 km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton-zahlen-2025&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/fileadmin/internet/fd/fd-afin/stat/Solothurn_in_Zahlen_2025.pdf &#039;&#039;Kanton Solothurn in Zahlen 2025&#039;&#039;], Statistikdienst des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bevölkerung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 293&#039;081 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2025&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-2025&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/verwaltung/staatskanzlei/medien/medienmitteilung/news/bevoelkerungswachstum-im-kanton-verlangsamt-sich/ &#039;&#039;Bevölkerungswachstum im Kanton verlangsamt sich&#039;&#039;], Staatskanzlei des Kantons Solothurn, 25. März 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Politische Gemeinden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 104, Stand 1. Januar 2026&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden-2026&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/verwaltung/finanzdepartement/amt-fuer-finanzen/statistikportal/grundlagen-und-daten/kantonales-einwohnerregister/ &#039;&#039;Kantonales Einwohnerregister&#039;&#039;], Statistikdienst des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amteien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bezirke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 10&amp;lt;ref name=&amp;quot;amteien-bezirke&amp;quot;&amp;gt;[https://bgs.so.ch/app/de/texts_of_law/111.1 &#039;&#039;Verfassung des Kantons Solothurn vom 8. Juni 1986&#039;&#039;], Art. 43, Bereinigte Gesetzessammlung des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Legislative&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Kantonsrat des Kantons Solothurn|Kantonsrat]], 100 Mitglieder&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonsrat-solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/parlament/zusammensetzung-neuer-kantonsrat/ &#039;&#039;Zusammensetzung des Kantonsrates 2025–2029&#039;&#039;], Kanton Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Exekutive&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Regierungsrat des Kantons Solothurn|Regierungsrat]], 5 Mitglieder&amp;lt;ref name=&amp;quot;regierungsrat-solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/regierung/mitglieder-des-regierungsrats/ &#039;&#039;Mitglieder des Regierungsrates&#039;&#039;], Kanton Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Höchster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Hasenmatt]], 1445 m ü. M.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton-zahlen-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tiefster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Birs]] an der Kantonsgrenze bei [[Dornach SO|Dornach]], 277 m ü. M.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton-zahlen-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Internet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [https://so.ch/ so.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kanton Solothurn&#039;&#039;&#039; ist ein Kanton im Nordwesten der [[Schweiz]]. Hauptort ist die gleichnamige Stadt [[Solothurn]], die grösste politische Gemeinde nach Einwohnerzahl ist [[Olten]]. Weitere wichtige Städte und regionale Zentren sind [[Grenchen]], [[Zuchwil]], [[Biberist]], [[Dornach SO|Dornach]], [[Balsthal]], [[Oensingen]], [[Breitenbach SO|Breitenbach]] und [[Bättwil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton erstreckt sich vom [[Schweizer Mittelland]] und dem Lauf der [[Aare]] über den Jurasüdfuss bis in den [[Kettenjura]]. Im Nordwesten gehören auch Gebiete jenseits der zentralen Juraketten zum Kantonsgebiet. Diese Region wird als [[Schwarzbubenland]] bezeichnet und ist wirtschaftlich und verkehrsmässig stark auf den Raum Basel ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn grenzt an die Kantone [[Kanton Bern|Bern]], [[Kanton Aargau|Aargau]], [[Kanton Basel-Landschaft|Basel-Landschaft]] und [[Kanton Jura|Jura]]. Durch seine nördlichen Exklaven besitzt der Kanton ausserdem eine kurze Staatsgrenze zu [[Frankreich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonsgrenzen-solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/verwaltung/bau-und-justizdepartement/amt-fuer-geoinformation/amtliche-vermessung/hoheitsgrenzen/ &#039;&#039;Hoheitsgrenzen&#039;&#039;], Amt für Geoinformation des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ungewöhnliche Form des Kantons entstand durch die Territorialpolitik der Stadt Solothurn im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Die Stadt erwarb ihr Herrschaftsgebiet schrittweise durch Käufe, Pfandschaften, Verträge und militärische Beteiligungen. Dadurch entstand kein geschlossenes, regelmässig geformtes Territorium, sondern ein langgestreckter Kanton mit mehreren räumlich abgetrennten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn trat 1481 gemeinsam mit [[Kanton Freiburg|Freiburg]] der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]] bei. Die Aufnahme wurde durch das [[Stanser Verkommnis]] ermöglicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Historisch bedeutend waren Eisenverarbeitung, Uhrenindustrie, Schuhherstellung, Papierproduktion, Maschinenbau und Textilindustrie. Heute spielen Präzisionstechnik, Medizintechnik, Uhrenindustrie, Maschinenbau, Energie, Logistik, Lebensmittelproduktion und Dienstleistungen eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 293&#039;081 Personen im Kanton. Die drei bevölkerungsreichsten Gemeinden waren Olten mit 19&#039;349, Grenchen mit 19&#039;215 und Solothurn mit 16&#039;881 Einwohnerinnen und Einwohnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Solothurn&#039;&#039;&#039; bezeichnet sowohl den Kanton als auch dessen Hauptort. Zur Unterscheidung werden die Bezeichnungen «Kanton Solothurn» und «Stadt Solothurn» verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Französisch heisst der Kanton &#039;&#039;Soleure&#039;&#039;, auf Italienisch &#039;&#039;Soletta&#039;&#039; und auf Rätoromanisch &#039;&#039;Soloturn&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name geht auf die römische Siedlung &#039;&#039;&#039;Salodurum&#039;&#039;&#039; zurück. Sie befand sich im Gebiet der heutigen Stadt Solothurn und kontrollierte einen wichtigen Übergang über die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bestandteil &#039;&#039;-durum&#039;&#039; wird gewöhnlich mit dem keltischen Wort &#039;&#039;duron&#039;&#039; in Verbindung gebracht, das eine befestigte Siedlung, ein Tor oder einen abgegrenzten Platz bezeichnete. Die Bedeutung des ersten Namensteils &#039;&#039;Salo-&#039;&#039; ist nicht abschliessend geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus &#039;&#039;Salodurum&#039;&#039; entwickelten sich im Mittelalter verschiedene Namensformen, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Salodurum&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Solodurum&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Soloturnum&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Soloturn&#039;&#039;;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Solothurn&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons werden als &#039;&#039;&#039;Solothurnerinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Solothurner&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Das Adjektiv lautet &#039;&#039;solothurnisch&#039;&#039; oder in Eigennamen häufig &#039;&#039;Solothurner&#039;&#039;, beispielsweise Solothurner Kantonsrat, Solothurner Jura und Solothurner Filmtage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dialekt wird Solothurn je nach Region unter anderem &#039;&#039;Soledurn&#039;&#039;, &#039;&#039;Soleure&#039;&#039; oder in verkürzter Form &#039;&#039;Solothurn&#039;&#039; ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen des Kantons ist waagrecht geteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* oben rot;&lt;br /&gt;
* unten weiss beziehungsweise silbern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsflagge verwendet dasselbe Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heraldische Beschreibung lautet: &#039;&#039;&#039;Von Rot und Silber geteilt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen ist bereits im späten 14. Jahrhundert auf einem Siegel der Stadt Solothurn nachweisbar. Die Farben Rot und Weiss sind seit dem 15. Jahrhundert als Standesfarben belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Herkunft der Farben ist nicht eindeutig geklärt. Sie werden teilweise mit dem heiligen Ursus, dem Stadtpatron von Solothurn, und der Überlieferung der Thebäischen Legion in Verbindung gebracht. Eine sichere historische Herleitung ist daraus jedoch nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt und dasjenige des Kantons sind grundsätzlich identisch. Dies erklärt sich daraus, dass der spätere Kanton aus dem Herrschaftsgebiet der Stadt Solothurn entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot und Weiss erscheinen heute:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* auf kantonalen Fahnen;&lt;br /&gt;
* in amtlichen Publikationen;&lt;br /&gt;
* auf Fahrzeugen und Gebäuden des Kantons;&lt;br /&gt;
* in Vereinszeichen;&lt;br /&gt;
* bei politischen, kulturellen und sportlichen Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Solothurn liegt im Übergangsraum zwischen dem Mittelland, dem Jurasüdfuss und dem Kettenjura.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Gebiet reicht von den landwirtschaftlich intensiv genutzten Ebenen an Aare und Emme bis zu den bewaldeten Jurahöhen und den Tälern des Schwarzbubenlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtfläche beträgt 79&#039;046 Hektaren beziehungsweise 790,46 Quadratkilometer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton-zahlen-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt ist die Hasenmatt in der Weissensteinkette mit 1445 Metern über Meer. Der tiefste Punkt befindet sich an der Birs bei Dornach auf 277 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton-zahlen-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernung zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt beträgt ungefähr 48 Kilometer, zwischen dem östlichsten und dem westlichsten Punkt rund 55 Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unregelmässige Kantonsform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn besitzt eine der ungewöhnlichsten Gebietsformen unter den Schweizer Kantonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptgebiet erstreckt sich entlang der Aare zwischen Grenchen und dem Raum Olten sowie über die Juraketten nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gebiete sind räumlich vom übrigen Kantonsgebiet getrennt oder nur über schmale Verbindungen erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den besonderen Gebieten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das solothurnische Leimental;&lt;br /&gt;
* die Gemeinde [[Kleinlützel]];&lt;br /&gt;
* das Gebiet Steinhof als Teil der Gemeinde [[Aeschi SO|Aeschi]];&lt;br /&gt;
* mehrere stark ausgebuchtete Grenzabschnitte im Schwarzbubenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das solothurnische Leimental und Kleinlützel grenzen teilweise an Frankreich. Steinhof ist von bernischem Gebiet umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzstruktur entstand durch mittelalterliche Herrschaften, spätere Gebietskäufe und die Konkurrenz Solothurns mit Bern, Basel und dem Fürstbistum Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jurasüdfuss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jurasüdfuss bildet eine wichtige Siedlungs- und Wirtschaftsachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erstreckt sich von Grenchen über Bettlach, Selzach, Bellach und Solothurn bis in den Raum Oensingen und Olten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südlich ausgerichteten Hänge bieten günstige Bedingungen für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Siedlungen;&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Obstbau;&lt;br /&gt;
* Weinbau;&lt;br /&gt;
* Industrie;&lt;br /&gt;
* Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnlinie und die Autobahn A5 folgen weitgehend dieser Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenchen entwickelte sich am westlichen Jurasüdfuss zu einem Zentrum der Uhren- und Präzisionsindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Solothurn liegt am Übergang zwischen dem Jurasüdfuss und der Aareebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aaretal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aare durchquert den Kanton von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tritt bei Grenchen in das Kantonsgebiet ein, fliesst an Solothurn, Zuchwil, Luterbach, Flumenthal, Wangen bei Olten und Olten vorbei und verlässt den Kanton in Richtung Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aare ist der wichtigste Fluss des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Stromproduktion;&lt;br /&gt;
* der Trink- und Brauchwasserversorgung;&lt;br /&gt;
* der Fischerei;&lt;br /&gt;
* dem Naturschutz;&lt;br /&gt;
* der Schifffahrt;&lt;br /&gt;
* der Erholung;&lt;br /&gt;
* als Verkehrs- und Siedlungsachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Biel und Solothurn verkehren in der warmen Jahreszeit Kursschiffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aareebene ist dicht besiedelt und wird intensiv für Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Freizeit genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emme und Wasseramt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Emme]] fliesst aus dem Kanton Bern in das solothurnische Wasseramt und mündet bei Luterbach und Zuchwil in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasseramt liegt südöstlich von Solothurn und umfasst eine flache bis leicht hügelige Landschaft zwischen Emme, Aare und bernischer Kantonsgrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Gemeinden sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Biberist;&lt;br /&gt;
* Zuchwil;&lt;br /&gt;
* Derendingen;&lt;br /&gt;
* Luterbach;&lt;br /&gt;
* Gerlafingen;&lt;br /&gt;
* Kriegstetten;&lt;br /&gt;
* Subingen;&lt;br /&gt;
* Deitingen;&lt;br /&gt;
* Recherswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region ist durch Wohnsiedlungen, Landwirtschaft, Industrie und gute Verkehrsverbindungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserkraft der Emme spielte eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung. Entlang von Kanälen entstanden Textil-, Papier- und Metallbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bucheggberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bucheggberg]] liegt südwestlich der Stadt Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft besteht aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* sanften Hügeln;&lt;br /&gt;
* landwirtschaftlichen Hochflächen;&lt;br /&gt;
* Wäldern;&lt;br /&gt;
* kleinen Dörfern;&lt;br /&gt;
* Einzelhöfen;&lt;br /&gt;
* Bachläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region ist vergleichsweise dünn besiedelt und besitzt einen stark ländlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Gemeinden sind Buchegg, Messen, Lüsslingen-Nennigkofen, Lüterkofen-Ichertswil und Schnottwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bucheggberg ist historisch und konfessionell besonders. Während der Reformation blieb er unter solothurnischer Verwaltung, doch Bern setzte als Inhaber bestimmter Herrschaftsrechte die reformierte Konfession durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gäu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Gäu]] liegt zwischen Oensingen, Egerkingen und dem Aaretal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bildet einen wichtigen Verkehrs- und Wirtschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahnen A1 und A2 treffen in der Region Härkingen und Egerkingen aufeinander. Dadurch entstanden grosse Logistik-, Gewerbe- und Industriegebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gemeinden gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oensingen;&lt;br /&gt;
* Egerkingen;&lt;br /&gt;
* Härkingen;&lt;br /&gt;
* Kestenholz;&lt;br /&gt;
* Neuendorf;&lt;br /&gt;
* Niederbuchsiten;&lt;br /&gt;
* Oberbuchsiten;&lt;br /&gt;
* Wolfwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dünnern durchfliesst den südlichen Teil der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Thal umfasst das Tal der Dünnern zwischen der Oensinger Klus und dem Passwanggebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort ist Balsthal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gemeinden sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aedermannsdorf;&lt;br /&gt;
* Herbetswil;&lt;br /&gt;
* Holderbank;&lt;br /&gt;
* Laupersdorf;&lt;br /&gt;
* Matzendorf;&lt;br /&gt;
* Mümliswil-Ramiswil;&lt;br /&gt;
* Welschenrohr-Gänsbrunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thal wird von mehreren Juraketten umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region war historisch durch Landwirtschaft, Eisenverarbeitung, Uhrenindustrie, Kammherstellung und Heimarbeit geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute verbindet der [[Naturpark Thal]] Landschaftsschutz, Tourismus, Landwirtschaft und regionale Wirtschaftsentwicklung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;naturpark-thal&amp;quot;&amp;gt;[https://www.naturparkthal.ch/ &#039;&#039;Naturpark Thal&#039;&#039;], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Olten und Niederamt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten liegt an der Aare und an einem der wichtigsten Eisenbahnknoten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region umfasst dicht besiedelte Gemeinden wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Olten;&lt;br /&gt;
* Trimbach;&lt;br /&gt;
* Wangen bei Olten;&lt;br /&gt;
* Dulliken;&lt;br /&gt;
* Däniken;&lt;br /&gt;
* Schönenwerd;&lt;br /&gt;
* Niedergösgen;&lt;br /&gt;
* Obergösgen;&lt;br /&gt;
* Gretzenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niederamt erstreckt sich östlich von Olten in Richtung Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industrie, Verkehr, Energieproduktion und Dienstleistungen prägen die Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Lage zwischen Basel, Bern, Zürich und Luzern machte Olten zu einem bedeutenden Arbeits-, Bildungs- und Verkehrszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gösgen und Hauenstein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Gösgen reicht von der Aareebene bis zu den nördlichen Jurahöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihm gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erlinsbach;&lt;br /&gt;
* Lostorf;&lt;br /&gt;
* Stüsslingen;&lt;br /&gt;
* Hauenstein-Ifenthal;&lt;br /&gt;
* Kienberg;&lt;br /&gt;
* Wisen;&lt;br /&gt;
* Trimbach;&lt;br /&gt;
* Winznau;&lt;br /&gt;
* Niedergösgen;&lt;br /&gt;
* Obergösgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untere Hauenstein verbindet Olten mit dem Baselbiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pass und die Eisenbahntunnel durch den Jura waren für die Entwicklung des schweizerischen Nord-Süd-Verkehrs von grosser Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Däniken befindet sich das [[Kernkraftwerk Gösgen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwarzbubenland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Schwarzbubenland&#039;&#039;&#039; umfasst die Bezirke Dorneck und Thierstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region liegt nördlich beziehungsweise nordwestlich der zentralen Juraketten und ist wirtschaftlich stark mit Basel verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Namens Schwarzbubenland ist nicht eindeutig geklärt. Verschiedene Deutungen beziehen ihn auf Kleidung, politische Bezeichnungen, Schmuggel oder historische Bewohnernamen. Keine Erklärung ist allgemein als endgültig anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Orte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dornach;&lt;br /&gt;
* Breitenbach;&lt;br /&gt;
* Bättwil;&lt;br /&gt;
* Hofstetten-Flüh;&lt;br /&gt;
* Nunningen;&lt;br /&gt;
* Büsserach;&lt;br /&gt;
* Seewen;&lt;br /&gt;
* Hochwald;&lt;br /&gt;
* Gempen;&lt;br /&gt;
* Mariastein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Dorneck umfasst Teile des Leimentals, des Dorneckbergs und des Gempenplateaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Thierstein liegt im Einzugsgebiet von Birs, Lüssel und Lützel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solothurnischer Jura ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Solothurner Jura besteht aus mehreren parallel verlaufenden Faltenketten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Erhebungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hasenmatt;&lt;br /&gt;
* Weissenstein;&lt;br /&gt;
* Röti;&lt;br /&gt;
* Grenchenberg;&lt;br /&gt;
* Balmberg;&lt;br /&gt;
* Hauenstein;&lt;br /&gt;
* Passwang;&lt;br /&gt;
* Hohe Winde;&lt;br /&gt;
* Gempenplateau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jura besteht überwiegend aus Kalkstein, Mergel und weiteren Sedimentgesteinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Landschaftsformen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Felswände;&lt;br /&gt;
* Klusen;&lt;br /&gt;
* Dolinen;&lt;br /&gt;
* Höhlen;&lt;br /&gt;
* Trockentäler;&lt;br /&gt;
* bewaldete Höhenzüge;&lt;br /&gt;
* Sennberge und Weiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oensinger Klus durchbricht die erste Jurakette und bildet den Zugang zum Thal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weissenstein ist der Hausberg der Stadt Solothurn. Eine Seilbahn führt von Oberdorf auf den Höhenzug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Aare, Emme und Dünnern gehören zu den bedeutenden Gewässern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Birs;&lt;br /&gt;
* Lüssel;&lt;br /&gt;
* Lützel;&lt;br /&gt;
* Sense-Zuflüsse im Bucheggberg;&lt;br /&gt;
* Siggern;&lt;br /&gt;
* Oesch;&lt;br /&gt;
* Limpach;&lt;br /&gt;
* Dorfbäche und Jurabäche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dünnern entspringt im solothurnischen Jura, durchfliesst das Thal und das Gäu und mündet in Olten in die Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Birs bildet in Teilen des Schwarzbubenlands die Kantonsgrenze und entwässert das Gebiet in Richtung Basel und Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt keine grossen natürlichen Seen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannteren Kleinseen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Burgäschisee]];&lt;br /&gt;
* [[Inkwilersee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide liegen an der Grenze zwischen den Kantonen Solothurn und Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima ist gemässigt, weist aber deutliche regionale Unterschiede auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Aaretal und im Mittelland sind die Sommer vergleichsweise warm. Im Winter treten häufig Nebel- und Hochnebellagen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jurahöhen erhalten mehr Niederschlag und weisen längere Schneeperioden auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Südhängen des Juras besteht ein relativ mildes und sonniges Mikroklima, das Wein- und Obstbau ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klimawandel führt zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* steigenden Durchschnittstemperaturen;&lt;br /&gt;
* häufigeren Hitzetagen;&lt;br /&gt;
* längeren Trockenperioden;&lt;br /&gt;
* intensiveren Starkniederschlägen;&lt;br /&gt;
* kürzeren Schneeperioden;&lt;br /&gt;
* Veränderungen der Waldzusammensetzung;&lt;br /&gt;
* steigendem Bewässerungsbedarf in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Administrative Gliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amteien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist in fünf Amteien gegliedert. Jede Amtei umfasst zwei Bezirke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amteien-bezirke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Amtei&lt;br /&gt;
! Zugehörige Bezirke&lt;br /&gt;
! Bedeutende Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amtei Solothurn-Lebern]]&lt;br /&gt;
| Solothurn und Lebern&lt;br /&gt;
| Solothurn, Grenchen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amtei Bucheggberg-Wasseramt]]&lt;br /&gt;
| Bucheggberg und Wasseramt&lt;br /&gt;
| Biberist, Zuchwil, Derendingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amtei Thal-Gäu]]&lt;br /&gt;
| Thal und Gäu&lt;br /&gt;
| Balsthal, Oensingen, Egerkingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amtei Olten-Gösgen]]&lt;br /&gt;
| Olten und Gösgen&lt;br /&gt;
| Olten, Schönenwerd, Niedergösgen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amtei Dorneck-Thierstein]]&lt;br /&gt;
| Dorneck und Thierstein&lt;br /&gt;
| Dornach, Breitenbach&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amteien dienen als Grundlage für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Wahl des Kantonsrates;&lt;br /&gt;
* die dezentrale Verwaltung;&lt;br /&gt;
* die Organisation der erstinstanzlichen Rechtsprechung;&lt;br /&gt;
* verschiedene regionale Behörden und Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Wahlkreisreform des frühen 21. Jahrhunderts bilden die fünf Amteien die Wahlkreise für die Kantonsratswahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Bezirke sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bezirk&lt;br /&gt;
! Hauptort oder wichtigstes Zentrum&lt;br /&gt;
! Landschaftsraum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Solothurn]]&lt;br /&gt;
| Solothurn&lt;br /&gt;
| Hauptort und Stadtgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Lebern]]&lt;br /&gt;
| Grenchen&lt;br /&gt;
| Jurasüdfuss und Leberberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Bucheggberg]]&lt;br /&gt;
| Buchegg beziehungsweise Messen&lt;br /&gt;
| Ländliches Hügelland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Wasseramt]]&lt;br /&gt;
| Zuchwil beziehungsweise Biberist&lt;br /&gt;
| Aare- und Emmeebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Thal]]&lt;br /&gt;
| Balsthal&lt;br /&gt;
| Dünnerntal und Jura&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Gäu]]&lt;br /&gt;
| Oensingen&lt;br /&gt;
| Verkehrs- und Wirtschaftsraum am Jurasüdfuss&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Olten]]&lt;br /&gt;
| Olten&lt;br /&gt;
| Aaretal und Niederamt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Gösgen]]&lt;br /&gt;
| Niedergösgen&lt;br /&gt;
| Aaretal und Hauensteingebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Dorneck]]&lt;br /&gt;
| Dornach&lt;br /&gt;
| Dorneckberg, Leimental und Gempen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Thierstein]]&lt;br /&gt;
| Breitenbach&lt;br /&gt;
| Birs-, Lüssel- und Lützeltal&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezirke besitzen keine eigenständigen Parlamente oder Regierungen. Sie dienen als traditionelle, statistische, gerichtliche und administrative Gebietseinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2026 besteht der Kanton aus 104 Einwohnergemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden-2026&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden unterscheiden sich stark hinsichtlich Fläche, Einwohnerzahl und wirtschaftlicher Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevölkerungsreichsten Gemeinden waren Ende 2025:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Olten;&lt;br /&gt;
* Grenchen;&lt;br /&gt;
* Solothurn;&lt;br /&gt;
* Zuchwil;&lt;br /&gt;
* Biberist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnergemeinden erfüllen unter anderem folgende Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lokale Raumplanung;&lt;br /&gt;
* Volksschule;&lt;br /&gt;
* Gemeindestrassen;&lt;br /&gt;
* Wasserversorgung;&lt;br /&gt;
* Abwasser- und Abfallentsorgung;&lt;br /&gt;
* Feuerwehr;&lt;br /&gt;
* Sozialhilfe;&lt;br /&gt;
* Einwohnerkontrolle;&lt;br /&gt;
* Kultur- und Sportangebote;&lt;br /&gt;
* kommunale Steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Gemeinden bildet die Gemeindeversammlung die Legislative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere Städte und Gemeinden können ein Gemeindeparlament besitzen. Solche Parlamente bestehen unter anderem in Solothurn, Olten und Grenchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindearten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Einwohnergemeinden bestehen Bürgergemeinden und Kirchgemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einwohnergemeinde&#039;&#039;&#039; umfasst grundsätzlich alle Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bürgergemeinde&#039;&#039;&#039; vereinigt Personen, die das Bürgerrecht der betreffenden Gemeinde besitzen. Sie verwaltet häufig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wälder;&lt;br /&gt;
* Grundstücke;&lt;br /&gt;
* Bürgergüter;&lt;br /&gt;
* soziale und kulturelle Einrichtungen;&lt;br /&gt;
* Einbürgerungsangelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen Orten wurden Einwohner- und Bürgergemeinde zu einer &#039;&#039;&#039;Einheitsgemeinde&#039;&#039;&#039; zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholischen, evangelisch-reformierten und christkatholischen Kirchgemeinden besitzen öffentlich-rechtliche Aufgaben im kirchlichen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindefusionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Gemeinden nahm durch Zusammenschlüsse ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Fusionen der jüngeren Zeit gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildung der Gemeinde Buchegg;&lt;br /&gt;
* Lüsslingen-Nennigkofen;&lt;br /&gt;
* Drei Höfe;&lt;br /&gt;
* Welschenrohr-Gänsbrunnen;&lt;br /&gt;
* Rohr und Stüsslingen;&lt;br /&gt;
* Gänsbrunnen und Welschenrohr;&lt;br /&gt;
* Zusammenschluss von Halten, Oekingen und Kriegstetten zur Gemeinde Kriegstetten auf den 1. Januar 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindefusionen sollen Verwaltung, Finanzen, Infrastruktur und politische Behörden stärken. Gleichzeitig bleiben Dorfidentitäten, Vereine und Bürgergemeinden häufig erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2025 lebten 293&#039;081 Menschen im Kanton.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 216&#039;282 Schweizer Staatsangehörige;&lt;br /&gt;
* 76&#039;799 ausländische Staatsangehörige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausländeranteil betrug 26,2 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungswachstum von 2025 beruhte vollständig auf Zuwanderung. Die Zahl der Todesfälle lag leicht über jener der Geburten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung konzentriert sich besonders auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Agglomerationen Olten, Solothurn und Grenchen;&lt;br /&gt;
* das Wasseramt;&lt;br /&gt;
* den Jurasüdfuss;&lt;br /&gt;
* den Raum Gäu;&lt;br /&gt;
* die baselnahen Gemeinden des Schwarzbubenlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dünner besiedelt sind der Bucheggberg, Teile des Thals und die höheren Juraregionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 19. Jahrhundert führte die Industrialisierung zu einem starken Wachstum der Städte und Industriegemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ausgedehnte Wohnquartiere in Gemeinden wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zuchwil;&lt;br /&gt;
* Biberist;&lt;br /&gt;
* Bellach;&lt;br /&gt;
* Derendingen;&lt;br /&gt;
* Trimbach;&lt;br /&gt;
* Dulliken;&lt;br /&gt;
* Breitenbach;&lt;br /&gt;
* Dornach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Solothurnerinnen und Solothurner pendeln zur Arbeit in die Kantone Bern, Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt oder Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt ziehen die Industrie-, Logistik- und Dienstleistungszentren des Kantons zahlreiche ausserkantonale Arbeitskräfte an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amtssprache ist Deutsch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amteien-bezirke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verwaltung, Schulen, Gerichten und schriftlichen Medien wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag spricht die Bevölkerung überwiegend solothurnische Dialekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dialekte gehören zum hochalemannischen Sprachraum und weisen regionale Übergänge auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im westlichen Kantonsteil bestehen Gemeinsamkeiten mit dem Berndeutschen.&lt;br /&gt;
* Im Raum Olten und Gösgen sind Einflüsse aus dem Aargau und dem Baselbiet erkennbar.&lt;br /&gt;
* Im Schwarzbubenland werden nordwestschweizerische Dialekte gesprochen.&lt;br /&gt;
* Im Thal und am Jurasüdfuss bestehen eigene lokale Laut- und Wortformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einheitliche Form des Solothurnerdeutschen gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zuwanderung sind ausserdem verbreitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Italienisch;&lt;br /&gt;
* Albanisch;&lt;br /&gt;
* Portugiesisch;&lt;br /&gt;
* Spanisch;&lt;br /&gt;
* Türkisch;&lt;br /&gt;
* Serbisch;&lt;br /&gt;
* Kroatisch;&lt;br /&gt;
* Englisch;&lt;br /&gt;
* Französisch;&lt;br /&gt;
* Ukrainisch;&lt;br /&gt;
* Arabisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französisch besitzt aufgrund der Nähe zur Sprachgrenze und der historischen Beziehungen zu Frankreich eine kulturelle Bedeutung, ist jedoch keine kantonale Amtssprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn ist historisch überwiegend römisch-katholisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Reformation verbreiteten sich reformierte Lehren auch im Solothurner Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1529 bekannte sich ein grosser Teil der Landgemeinden zeitweise zum neuen Glauben. Nach dem katholischen Sieg im Zweiten Kappelerkrieg setzte die Regierung jedoch die katholische Konfession wieder durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bildete der Bucheggberg. Dort setzte Bern aufgrund seiner Herrschaftsrechte die Reformation durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Industrialisierung und Zuwanderung nahm der Anteil der reformierten Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind öffentlich-rechtlich anerkannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die römisch-katholische Kirche;&lt;br /&gt;
* die evangelisch-reformierte Kirche;&lt;br /&gt;
* die christkatholische Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* orthodoxe Gemeinden;&lt;br /&gt;
* Freikirchen;&lt;br /&gt;
* muslimische Gemeinschaften;&lt;br /&gt;
* jüdische Einwohnerinnen und Einwohner;&lt;br /&gt;
* hinduistische und buddhistische Gruppen;&lt;br /&gt;
* eine wachsende konfessionslose Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende religiöse Orte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn;&lt;br /&gt;
* Kloster Mariastein;&lt;br /&gt;
* Kloster Namen Jesu in Solothurn;&lt;br /&gt;
* Kloster Visitation in Solothurn;&lt;br /&gt;
* ehemalige Klosteranlage Beinwil;&lt;br /&gt;
* Einsiedelei und Verenakapelle bei Rüttenen;&lt;br /&gt;
* christkatholische Franziskanerkirche in Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Kantons wurde bereits in der Altsteinzeit von Menschen aufgesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde stammen aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Höhlen und Felsschutzdächern des Juras;&lt;br /&gt;
* dem Aaretal;&lt;br /&gt;
* dem Gebiet von Olten;&lt;br /&gt;
* dem Bucheggberg;&lt;br /&gt;
* den Ufern des Burgäschi- und Inkwilersees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Jungsteinzeit entstanden bäuerliche Siedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Kleinseen sind Reste prähistorischer Seeufersiedlungen erhalten. Die Fundstelle am Inkwilersee gehört zum Umfeld der UNESCO-Welterbestätten «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bronze- und Eisenzeit bestanden befestigte Höhensiedlungen, Dörfer und Handelswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region lag im Kontaktbereich verschiedener keltischer Bevölkerungsgruppen und war über Aare, Juraübergänge und Mittellandwege mit weit entfernten Gebieten verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der römischen Eroberung wurde das Gebiet Teil des Römischen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Siedlung war &#039;&#039;&#039;Salodurum&#039;&#039;&#039; an der Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salodurum lag an einer Strassenverbindung zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aventicum]];&lt;br /&gt;
* [[Vindonissa]];&lt;br /&gt;
* [[Augusta Raurica]];&lt;br /&gt;
* den Juraübergängen;&lt;br /&gt;
* dem schweizerischen Mittelland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlung besass eine Brücke beziehungsweise einen wichtigen Flussübergang, Handwerksbetriebe, Wohnbauten und religiöse Anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Raum Olten bestand eine römische Siedlung an einem bedeutenden Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Römische Gutshöfe sind in verschiedenen Teilen des heutigen Kantons nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten Römischen Reich wurde Salodurum befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursus und Viktor ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Solothurn ist die Überlieferung der Heiligen Ursus und Viktor verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Legende gehörten sie zur Thebäischen Legion und wurden wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Verehrung ist seit dem frühen Mittelalter belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das St.-Ursen-Stift entwickelte sich zu einem wichtigen religiösen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursus und Viktor gelten als Stadt- und Kantonsheilige. Ihre Darstellung erscheint auf Kirchen, Brunnen, Siegeln und Kunstwerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte die Region zeitweise zum burgundischen und fränkischen Herrschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter lag das Gebiet im Grenzraum zwischen dem Königreich Burgund und dem Herzogtum Schwaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klöster, Stifte, Bischöfe und Adelsfamilien besassen umfangreichen Grundbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Herrschaftsträgern gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St.-Ursen-Stift;&lt;br /&gt;
* Stift Schönenwerd;&lt;br /&gt;
* Kloster St. Urban;&lt;br /&gt;
* Kloster Beinwil;&lt;br /&gt;
* Bischof von Basel;&lt;br /&gt;
* Grafen von Buchegg;&lt;br /&gt;
* Grafen von Frohburg;&lt;br /&gt;
* Herren von Bechburg;&lt;br /&gt;
* Herren von Falkenstein;&lt;br /&gt;
* Grafen von Thierstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zähringer und Reichsstadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter standen Solothurn und das St.-Ursen-Stift unter dem Einfluss der Herzöge von Zähringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deren Aussterben im Jahr 1218 entwickelte sich Solothurn zu einer reichsfreien Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt besass einen Rat, eigene Gerichte, Markt- und Zollrechte sowie ein zunehmend selbstständiges Bürgerwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bündnisse mit Bern und weiteren Städten stärkte Solothurn seine Stellung gegenüber regionalen Adelsfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Territorialer Ausbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem späten 14. Jahrhundert begann Solothurn, ein eigenes Herrschaftsgebiet aufzubauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt erwarb schrittweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lebern;&lt;br /&gt;
* Bucheggberg;&lt;br /&gt;
* Wasseramt;&lt;br /&gt;
* Balsthal und Thal;&lt;br /&gt;
* Olten;&lt;br /&gt;
* Gösgen;&lt;br /&gt;
* Dorneck;&lt;br /&gt;
* Thierstein;&lt;br /&gt;
* weitere kleinere Herrschaften und Gerichtsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwerbungen erfolgten durch Käufe, Pfandschaften, Erbschaften, Verträge und militärische Beteiligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konkurrenz mit Bern, Basel und dem Fürstbistum Basel verhinderte die Bildung eines geschlossenen Territoriums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum frühen 16. Jahrhundert waren die wesentlichen Grenzen des späteren Kantons entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgunderkriege ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn beteiligte sich auf eidgenössischer Seite an den Burgunderkriegen gegen Karl den Kühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurner Truppen kämpften unter anderem in den Schlachten bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grandson;&lt;br /&gt;
* Murten;&lt;br /&gt;
* Nancy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die militärische Zusammenarbeit verstärkte die Beziehungen zur Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beitritt zur Eidgenossenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn und Freiburg strebten nach den Burgunderkriegen die Vollmitgliedschaft in der Eidgenossenschaft an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahme stiess bei mehreren Länderorten auf Widerstand. Sie befürchteten eine zunehmende Macht der Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Spannungen wurden 1481 durch das Stanser Verkommnis beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn und Freiburg wurden anschliessend als vollberechtigte Orte in die Eidgenossenschaft aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn nahm damit den elften Rang unter den damaligen eidgenössischen Orten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlacht bei Dornach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Schwabenkriegs von 1499 kam es bei Dornach zu einer entscheidenden Schlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Juli 1499 besiegten eidgenössische Truppen ein Heer des Schwäbischen Bundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schlacht bei Dornach]] war eine der letzten grossen Auseinandersetzungen des Schwabenkriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg stärkte die Stellung Solothurns im nördlichen Jura und trug zum Ende des Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformatorischen Ideen fanden wegen der Nachbarschaft zu Bern und Basel früh Eingang in das Kantonsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1529 gewährte die Regierung zeitweise eine begrenzte Glaubensfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Landgemeinden und ein bedeutender Teil der Stadtbevölkerung bekannten sich vorübergehend zur Reformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Kappelerkrieg von 1531 gewann die katholische Seite wieder die Oberhand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1533 verhinderte Schultheiss Niklaus von Wengi während eines konfessionellen Konflikts eine gewaltsame Eskalation in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Bewegung wurde danach mit Ausnahme des Bucheggbergs zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Reform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung förderte später die katholische Reform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesuiten übernahmen wichtige Aufgaben in Bildung und Seelsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jesuitenkolleg in Solothurn wurde zu einer bedeutenden höheren Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen, Klöster, Bruderschaften, Prozessionen und Wallfahrten prägten das öffentliche Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Beinwil wurde im 17. Jahrhundert nach Mariastein verlegt. Mariastein entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französische Ambassadoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1530 bis 1792 residierten die französischen Botschafter bei der Eidgenossenschaft in Solothurn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wird deshalb als &#039;&#039;&#039;Ambassadorenstadt&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französische Präsenz beeinflusste:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Politik;&lt;br /&gt;
* Solddienst;&lt;br /&gt;
* Diplomatie;&lt;br /&gt;
* Architektur;&lt;br /&gt;
* Mode;&lt;br /&gt;
* Kunst;&lt;br /&gt;
* Lebensweise des Patriziats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurner Familien stellten zahlreiche Offiziere in französischen Diensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palais, Landsitze und repräsentative Bürgerhäuser erinnern an diese Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Bauwerken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schloss Waldegg;&lt;br /&gt;
* Palais Besenval;&lt;br /&gt;
* Ambassadorenhof;&lt;br /&gt;
* Jesuitenkirche;&lt;br /&gt;
* St.-Ursen-Kathedrale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patriziat und Untertanengebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühen Neuzeit konzentrierte sich die politische Macht auf eine begrenzte Zahl städtischer Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kleine Rat führte Regierung, Verwaltung und Rechtsprechung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft war in elf Vogteien gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vögte vertraten die städtische Obrigkeit, zogen Abgaben ein und leiteten Gerichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landbevölkerung besass lokale Gemeinde- und Nutzungsrechte, war politisch jedoch nicht mit den Stadtbürgern gleichgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauernkrieg von 1653 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Schweizer Bauernkriegs von 1653 beteiligten sich auch Solothurner Bauern und Bürger aus Olten an der Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erhebung richtete sich vor allem gegen wirtschaftliche Belastungen, Abgaben und die Politik der Obrigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Solothurner Regierung reagierte teilweise zurückhaltender als andere beteiligte Kantone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten verlor später einen Teil seiner früheren städtischen Rechte und wurde stärker in die solothurnische Landesverwaltung eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1798 besetzten französische Truppen Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die patrizische Stadtrepublik brach zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton wurde Teil der zentralistisch organisierten Helvetischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Vogteien wurden durch fünf Distrikte ersetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Solothurn;&lt;br /&gt;
* Biberist;&lt;br /&gt;
* Balsthal;&lt;br /&gt;
* Olten;&lt;br /&gt;
* Dornach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt und Land wurden rechtlich gleichgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung war jedoch durch Besatzung, Einquartierungen, Militärdienst, Steuern und politische Unruhen belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mediationszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mediationsakte von 1803 stellte Solothurn als selbstständigen Kanton wieder her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton wurde in neun Oberämter gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn gehörte zu den Direktorialkantonen der Mediationsschweiz und beherbergte 1805 und 1811 die eidgenössische Tagsatzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Vorherrschaft der Stadt wurde teilweise wiederhergestellt, die vollständige Rückkehr zur alten Untertanenordnung war jedoch nicht mehr möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restauration ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft führte die Regierung 1814 eine konservative Verfassung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das städtische Patriziat erhielt erneut grossen politischen Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft war im Grossen Rat deutlich untervertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zensuswahlrecht und Selbstergänzung der Behörden sicherten die Macht der alten Führungsschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ordnung führte zu wachsender Unzufriedenheit auf dem Land und in liberalen Kreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volkstag von Balsthal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der europäischen Julirevolution von 1830 entstand eine breite Reformbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Dezember 1830 versammelten sich mehrere Tausend Menschen zum [[Volkstag von Balsthal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie forderten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* politische Gleichstellung von Stadt und Land;&lt;br /&gt;
* eine neue Verfassung;&lt;br /&gt;
* gewählte Volksvertretung;&lt;br /&gt;
* Gewaltenteilung;&lt;br /&gt;
* grössere Öffentlichkeit staatlichen Handelns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung führte Anfang 1831 zu einer liberalen Kantonsverfassung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liberaler Kanton ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Ordnung beseitigte die politische Vorherrschaft des Patriziats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton entwickelte sich zu einem Zentrum des schweizerischen Liberalismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Persönlichkeit war [[Josef Munzinger]] aus Olten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Munzinger gehörte 1848 zu den ersten sieben Mitgliedern des Schweizer Bundesrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn unterstützte die Schaffung des modernen Bundesstaates und trat nicht dem katholisch-konservativen Sonderbund bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau der Volksrechte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die direktdemokratischen Rechte schrittweise erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1856 wurde ein Volksveto in der Gesetzgebung eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 folgten unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* obligatorisches Gesetzesreferendum;&lt;br /&gt;
* Gesetzesinitiative;&lt;br /&gt;
* Volkswahl der Ständeräte;&lt;br /&gt;
* Abberufungsrecht für Kantons- und Regierungsrat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 wurde die Volkswahl des Regierungsrates eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 folgte das Verhältniswahlrecht für das Kantonsparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung setzte regional unterschiedlich ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den frühen Industrien gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von Roll’sche Eisenwerke;&lt;br /&gt;
* Textilbetriebe im Raum Olten;&lt;br /&gt;
* Schuhindustrie in Schönenwerd;&lt;br /&gt;
* Uhrenindustrie in Grenchen;&lt;br /&gt;
* Papierproduktion in Biberist und Attisholz;&lt;br /&gt;
* Zementindustrie in Luterbach;&lt;br /&gt;
* Kammindustrie in Mümliswil;&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Fahrzeugbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1851 gegründete Firma Bally machte Schönenwerd zu einem international bekannten Zentrum der Schuhindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenchen entwickelte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Bauerndorf zu einer Uhren- und Industriestadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten wuchs durch Eisenbahn, Werkstätten, Industrie und Handel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung führte zu starker Zuwanderung, neuen Arbeitersiedlungen und der Entstehung einer organisierten Arbeiterbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnknoten Olten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1856 wurde die Bahnverbindung zwischen Olten und Luzern eröffnet. Weitere Strecken nach Basel, Bern, Zürich und Biel folgten beziehungsweise wurden miteinander verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten entwickelte sich zu einem der wichtigsten Eisenbahnknoten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizerische Centralbahn errichtete dort Werkstätten und Verwaltungsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Verkehrslage beeinflusste die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der gesamten Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung setzte sich im 20. Jahrhundert fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Uhrenindustrie;&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Maschinenbau;&lt;br /&gt;
* Elektroindustrie;&lt;br /&gt;
* Papier;&lt;br /&gt;
* Zement;&lt;br /&gt;
* Fahrzeugbau;&lt;br /&gt;
* Energieversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen Bevölkerung, Siedlungsflächen und Pendelverkehr stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftskrise nach 1973 traf traditionelle Industrien schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Thal, in Grenchen und in weiteren Industriegebieten gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton förderte danach eine stärkere wirtschaftliche Diversifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frauenstimmrecht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Frauenstimm- und -wahlrecht wurde auf kantonaler Ebene am 6. Juni 1971 angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kanton-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem können Frauen an kantonalen und kommunalen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen sowie öffentliche Ämter übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsverfassung von 1986 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geltende Kantonsverfassung wurde am 8. Juni 1986 angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amteien-bezirke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trat am 1. Januar 1987 in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung erweiterte die politischen Rechte und führte unter anderem ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Volksauftrag;&lt;br /&gt;
* doppeltes Ja bei Initiative und Gegenvorschlag;&lt;br /&gt;
* Gemeindeinitiative;&lt;br /&gt;
* Gemeindereferendum;&lt;br /&gt;
* stärkere Mitwirkung bei Vernehmlassungen;&lt;br /&gt;
* modernen Grundrechtskatalog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung bezeichnet Solothurn als eigenständigen Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont ausserdem die Rolle des Kantons als Mittler zwischen Regionen und Kulturgemeinschaften der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonalbankkrise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er-Jahren geriet die Solothurner Kantonalbank in schwere finanzielle Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton musste hohe Belastungen übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bank verlor ihre Selbstständigkeit und wurde 1995 vom Schweizerischen Bankverein übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise führte zu Sparprogrammen, Verwaltungsreformen und einer Neuordnung der kantonalen Finanzpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentsreform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kantonsrat umfasste lange 144 Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Volksabstimmung wurde die Zahl auf 100 reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2005 besteht das Parlament aus 100 Mitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurden die fünf Amteien zu Wahlkreisen für die Kantonsratswahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsverfassung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung vom 8. Juni 1986 bildet die Grundlage der kantonalen Ordnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amteien-bezirke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie regelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundrechte;&lt;br /&gt;
* politische Rechte;&lt;br /&gt;
* Kantonsrat;&lt;br /&gt;
* Regierungsrat;&lt;br /&gt;
* Gerichte;&lt;br /&gt;
* Gemeinden;&lt;br /&gt;
* Kirchen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Aufgaben;&lt;br /&gt;
* Finanzen;&lt;br /&gt;
* Verwaltungsorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort ist die Stadt Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kantonsrat, Regierungsrat und oberste kantonale Gerichte haben ihren Sitz in Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Direkte Demokratie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verfassungsinitiative;&lt;br /&gt;
* Gesetzesinitiative;&lt;br /&gt;
* obligatorisches Referendum;&lt;br /&gt;
* fakultatives Referendum;&lt;br /&gt;
* Finanzreferendum;&lt;br /&gt;
* Volksauftrag;&lt;br /&gt;
* Volkswahl verschiedener Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Volksauftrag&#039;&#039;&#039; ist eine Solothurner Besonderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100 Stimmberechtigte können dem Kantonsrat schriftlich einen Antrag zu Fragen der politischen Planung, Rechtsetzung oder zu weiteren parlamentarischen Themen unterbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Gemeinden verfügen über Initiativ- und Referendumsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Kantonsrat des Kantons Solothurn|Kantonsrat]]&#039;&#039;&#039; ist die gesetzgebende und oberste aufsichtführende Behörde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus 100 Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kantonsrat-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder werden für vier Jahre nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf Amteien bilden die Wahlkreise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kantonsrat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* erlässt Gesetze;&lt;br /&gt;
* behandelt Verfassungsänderungen;&lt;br /&gt;
* genehmigt Budget und Staatsrechnung;&lt;br /&gt;
* bewilligt grössere Ausgaben;&lt;br /&gt;
* kontrolliert Regierungsrat und Verwaltung;&lt;br /&gt;
* genehmigt Konkordate und Staatsverträge;&lt;br /&gt;
* behandelt parlamentarische Vorstösse;&lt;br /&gt;
* wählt bestimmte Gerichts- und Behördenmitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzungen finden im Rathaus von Solothurn statt und sind grundsätzlich öffentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Regierungsrat des Kantons Solothurn|Regierungsrat]]&#039;&#039;&#039; ist die leitende und vollziehende Behörde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Volk für vier Jahre gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regierungsrat-solothurn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl erfolgt nach dem Mehrheitsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Mitglied leitet ein Departement:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bau- und Justizdepartement;&lt;br /&gt;
* Departement des Innern;&lt;br /&gt;
* Finanzdepartement;&lt;br /&gt;
* Volkswirtschaftsdepartement;&lt;br /&gt;
* Departement für Bildung, Kultur und Sport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorsitz trägt die traditionelle Amtsbezeichnung &#039;&#039;&#039;Landammann&#039;&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Frau Landammann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vizepräsidium wird als Vize-Landammann bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Präsidium wechselt jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kantonale Justiz umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Obergericht;&lt;br /&gt;
* Verwaltungsgericht;&lt;br /&gt;
* Amtsgerichte beziehungsweise Richterämter;&lt;br /&gt;
* Jugendgericht;&lt;br /&gt;
* Staatsanwaltschaft;&lt;br /&gt;
* Jugendanwaltschaft;&lt;br /&gt;
* Schlichtungsbehörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erstinstanzliche Rechtsprechung ist weitgehend nach den fünf Amteien organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Obergericht ist die oberste kantonale Instanz in Zivil- und Strafsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verwaltungsgericht entscheidet über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertretung im Bund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn verfügt über zwei Sitze im [[Ständerat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Sitze im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] richtet sich nach der Bevölkerungszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen besitzt der Kanton eine volle Standesstimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt eine vielseitige Wirtschaftsstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftlichen Schwerpunkte liegen in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Olten und Niederamt;&lt;br /&gt;
* Solothurn und Wasseramt;&lt;br /&gt;
* Grenchen und Leberberg;&lt;br /&gt;
* Gäu;&lt;br /&gt;
* Schwarzbubenland;&lt;br /&gt;
* Thal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienstleistungssektor stellt den grössten Anteil der Arbeitsplätze. Industrie und Gewerbe besitzen im schweizerischen Vergleich weiterhin ein bedeutendes Gewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uhren- und Präzisionsindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenchen gehört zu den wichtigsten Uhrenstädten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uhrenindustrie entwickelte sich dort seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Uhrenherstellern entstanden zahlreiche Zulieferbetriebe für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Uhrwerke;&lt;br /&gt;
* Gehäuse;&lt;br /&gt;
* Werkzeuge;&lt;br /&gt;
* Mikromechanik;&lt;br /&gt;
* Präzisionskomponenten;&lt;br /&gt;
* Oberflächenbehandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Bettlach, Selzach, Solothurn und weitere Gemeinden am Jurasüdfuss sind mit der Uhren- und Präzisionsindustrie verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maschinen- und Metallindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metallverarbeitung besitzt eine lange Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch bedeutend waren die von Roll’schen Eisenwerke in Gerlafingen, Klus und Olten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bestehen Unternehmen in den Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maschinenbau;&lt;br /&gt;
* Fahrzeugbau;&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Automation;&lt;br /&gt;
* Elektrotechnik;&lt;br /&gt;
* Präzisionsmechanik;&lt;br /&gt;
* industrielle Zulieferung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bellach befindet sich ein bedeutender Hersteller von Bussen und Fahrzeugaufbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizintechnik und Life Sciences ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Solothurn, Zuchwil, Bettlach, Grenchen und Luterbach entwickelte sich zu einem bedeutenden Standort für Medizintechnik und Life Sciences.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Tätigkeitsbereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* orthopädische Implantate;&lt;br /&gt;
* chirurgische Instrumente;&lt;br /&gt;
* medizinische Präzisionsteile;&lt;br /&gt;
* pharmazeutische Produktion;&lt;br /&gt;
* Biotechnologie;&lt;br /&gt;
* Diagnostik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Luterbach entstand ein grosser biopharmazeutischer Produktionsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist ein bedeutender Standort der schweizerischen Energieversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Däniken befindet sich das Kernkraftwerk Gösgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Aare, Emme und weiteren Gewässern bestehen Wasserkraftwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten ist Sitz bedeutender Unternehmen und Einrichtungen des Energiesektors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Energiewende fördert Investitionen in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Solarenergie;&lt;br /&gt;
* Wasserkraft;&lt;br /&gt;
* Fernwärme;&lt;br /&gt;
* Holzenergie;&lt;br /&gt;
* Wärmepumpen;&lt;br /&gt;
* Energieeffizienz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Logistik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gäu gehört wegen der Lage am Autobahnkreuz von A1 und A2 zu den bedeutendsten Logistikregionen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grosse Verteilzentren, Lager, Transportunternehmen und Gewerbebetriebe befinden sich insbesondere in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Härkingen;&lt;br /&gt;
* Egerkingen;&lt;br /&gt;
* Neuendorf;&lt;br /&gt;
* Oensingen;&lt;br /&gt;
* Niederbuchsiten;&lt;br /&gt;
* Gunzgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Logistik schafft Arbeitsplätze, verursacht jedoch auch hohen Flächenverbrauch und Verkehrsbelastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft unterscheidet sich nach Landschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelland und im Gäu sind bedeutend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Getreidebau;&lt;br /&gt;
* Zuckerrüben;&lt;br /&gt;
* Kartoffeln;&lt;br /&gt;
* Mais;&lt;br /&gt;
* Gemüse;&lt;br /&gt;
* Schweine- und Geflügelhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jura und im Thal dominieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Milchviehhaltung;&lt;br /&gt;
* Rinderzucht;&lt;br /&gt;
* Futterbau;&lt;br /&gt;
* Alpwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bucheggberg ist durch Ackerbau, Viehhaltung und Obstbäume geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den sonnigen Jurahängen und in einzelnen Gebieten des Bucheggbergs und Schwarzbubenlands wird Wein angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forstwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil des Kantonsgebiets ist bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder liefern Holz und erfüllen wichtige Aufgaben als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lebensraum;&lt;br /&gt;
* Erholungsraum;&lt;br /&gt;
* Trinkwasserschutz;&lt;br /&gt;
* Schutz vor Steinschlag und Rutschungen;&lt;br /&gt;
* Kohlenstoffspeicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgergemeinden gehören zu den bedeutenden Waldeigentümerinnen des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn ist kein klassischer Ferienkanton, besitzt jedoch einen bedeutenden Tages-, Kultur- und Naturtourismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Reiseziele sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Altstadt von Solothurn;&lt;br /&gt;
* Weissenstein;&lt;br /&gt;
* Naturpark Thal;&lt;br /&gt;
* Kloster Mariastein;&lt;br /&gt;
* Goetheanum;&lt;br /&gt;
* Schwarzbubenland;&lt;br /&gt;
* Aare;&lt;br /&gt;
* Schloss Waldegg;&lt;br /&gt;
* Altreu;&lt;br /&gt;
* Burgen und Ruinen des Juras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn liegt an mehreren wichtigen schweizerischen Verkehrsachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten ist einer der bedeutendsten Bahnknoten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort führen Hauptstrecken nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Basel;&lt;br /&gt;
* Bern;&lt;br /&gt;
* Zürich;&lt;br /&gt;
* Luzern;&lt;br /&gt;
* Biel;&lt;br /&gt;
* Aarau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Solothurn und Grenchen besitzen bedeutende Bahnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Bahnunternehmen und Netze sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schweizerische Bundesbahnen;&lt;br /&gt;
* BLS;&lt;br /&gt;
* Regionalverkehr Bern–Solothurn;&lt;br /&gt;
* Aare Seeland mobil;&lt;br /&gt;
* Oensingen-Balsthal-Bahn;&lt;br /&gt;
* Baselland Transport im nördlichen Kantonsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnlinie Solothurn–Moutier durchquert den Weissensteintunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenchen besitzt zwei wichtige Bahnhöfe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grenchen Nord an der Linie Biel–Moutier–Basel;&lt;br /&gt;
* Grenchen Süd an der Jurasüdfusslinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Autobahnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1|A1]];&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A2 (Schweiz)|A2]];&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A5 (Schweiz)|A5]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A1 verbindet den Kanton mit Bern und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 führt von Basel über das Gäu in Richtung Luzern und Gotthard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A5 erschliesst Solothurn und Grenchen und verbindet die Region mit Biel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Juraübergänge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unterer Hauenstein;&lt;br /&gt;
* Oberer Hauenstein;&lt;br /&gt;
* Passwang;&lt;br /&gt;
* Oensinger Klus;&lt;br /&gt;
* Challpass;&lt;br /&gt;
* verschiedene regionale Übergänge im Schwarzbubenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Nahverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Busnetze erschliessen Städte, Agglomerationen und ländliche Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Unternehmen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Busbetrieb Solothurn und Umgebung;&lt;br /&gt;
* Busbetrieb Olten Gösgen Gäu;&lt;br /&gt;
* Postauto;&lt;br /&gt;
* Baselland Transport;&lt;br /&gt;
* Regionalverkehr Bern–Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn besitzt eine meterspurige Bahnverbindung nach Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Schmalspurlinien führen in Richtung Niederbipp und Langenthal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Solothurn und Biel verkehren saisonale Kursschiffe auf der Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrt führt durch die geschützte Flusslandschaft und vorbei an Altreu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schifffahrt dient hauptsächlich dem Tourismus und der Freizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen Grenchen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionalflugplatz Grenchen wird genutzt für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geschäftsflüge;&lt;br /&gt;
* Privatluftfahrt;&lt;br /&gt;
* Flugschulen;&lt;br /&gt;
* Segelflug;&lt;br /&gt;
* Helikopterflüge;&lt;br /&gt;
* Rettungs- und Spezialflüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flugplatz besitzt eine lange Tradition in der Pilotenausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden führen Kindergarten und Primarschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton legt Lehrpläne, Bildungsziele und Qualitätsstandards fest und beaufsichtigt die Volksschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sekundarstufe I umfasst verschiedene Leistungszüge und bereitet auf Berufsausbildung oder weiterführende Schulen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsschulen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton führt zwei Kantonsschulen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kantonsschule Solothurn]];&lt;br /&gt;
* [[Kantonsschule Olten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bieten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* gymnasiale Maturität;&lt;br /&gt;
* Fachmittelschule;&lt;br /&gt;
* Fachmaturität;&lt;br /&gt;
* weitere allgemeinbildende Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schuljahr 2024/25 besuchten rund 1&#039;850 Schülerinnen und Schüler die beiden Gymnasien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton-zahlen-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufsbildung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die duale Berufsbildung verbindet praktische Ausbildung im Betrieb mit Unterricht an einer Berufsfachschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Berufsbildungszentren befinden sich in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Solothurn;&lt;br /&gt;
* Grenchen;&lt;br /&gt;
* Olten;&lt;br /&gt;
* weiteren regionalen Standorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutend sind Berufe in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maschinenbau;&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Uhrenindustrie;&lt;br /&gt;
* Detailhandel;&lt;br /&gt;
* Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Gesundheit;&lt;br /&gt;
* Bau;&lt;br /&gt;
* Elektronik;&lt;br /&gt;
* Informatik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachhochschule Nordwestschweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Olten befindet sich ein bedeutender Campus der [[Fachhochschule Nordwestschweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort sind verschiedene Bereiche vertreten, insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wirtschaft;&lt;br /&gt;
* Soziale Arbeit;&lt;br /&gt;
* Angewandte Psychologie;&lt;br /&gt;
* Weiterbildung;&lt;br /&gt;
* Forschung und Beratung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Campus liegt unmittelbar beim Bahnhof und zieht Studierende aus der gesamten Nordwestschweiz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist gemeinsam mit Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt Träger der Fachhochschule Nordwestschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn besitzt keine eigene Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende besuchen vor allem Hochschulen in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Basel;&lt;br /&gt;
* Bern;&lt;br /&gt;
* Zürich;&lt;br /&gt;
* Freiburg;&lt;br /&gt;
* Luzern;&lt;br /&gt;
* anderen Schweizer Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Verkehrslage ermöglicht kurze Verbindungen zu mehreren Hochschulstandorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitswesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Solothurner Spitäler bilden das wichtigste öffentliche Spitalunternehmen des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Standorten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgerspital Solothurn;&lt;br /&gt;
* Kantonsspital Olten;&lt;br /&gt;
* Spital Dornach;&lt;br /&gt;
* Psychiatrische Dienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spitäler bieten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Notfallversorgung;&lt;br /&gt;
* Innere Medizin;&lt;br /&gt;
* Chirurgie;&lt;br /&gt;
* Geburtshilfe;&lt;br /&gt;
* Intensivmedizin;&lt;br /&gt;
* Psychiatrie;&lt;br /&gt;
* ambulante Behandlungen;&lt;br /&gt;
* Rehabilitation und Nachsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen private Kliniken, Arztpraxen, Alters- und Pflegeheime sowie Spitexorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Basel, Bern und Aarau ermöglicht eine Zusammenarbeit mit ausserkantonalen Universitätsspitälern und Spezialkliniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ambassadorenstadt Solothurn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort besitzt eine der bedeutendsten barocken Altstädte der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtbild wurde stark durch die Zeit der französischen Ambassadoren geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Bauwerken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St.-Ursen-Kathedrale;&lt;br /&gt;
* Jesuitenkirche;&lt;br /&gt;
* Zeitglockenturm;&lt;br /&gt;
* Baseltor;&lt;br /&gt;
* Bieltor;&lt;br /&gt;
* Rathaus;&lt;br /&gt;
* Palais Besenval;&lt;br /&gt;
* Ambassadorenhof;&lt;br /&gt;
* historische Zunft- und Bürgerhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt liegt an der Aare und besitzt zahlreiche Brunnen, Plätze und Gassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahl elf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl elf besitzt in der Stadt Solothurn eine besondere symbolische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn wurde 1481 als elfter Ort in die Eidgenossenschaft aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl erscheint in zahlreichen späteren Traditionen und Bauwerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadt werden unter anderem gezählt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* elf historische Brunnen;&lt;br /&gt;
* elf Kirchen und Kapellen;&lt;br /&gt;
* elf Türme;&lt;br /&gt;
* eine Uhr mit elf Stunden;&lt;br /&gt;
* elf Glocken im Uhrwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die St.-Ursen-Kathedrale ist in verschiedenen architektonischen Einzelheiten auf die Zahl elf ausgerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahl-elf-solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://www.solothurn-city.ch/de/solothurn-erleben/warum-solothurn/geschichten-aus-solothurn/magische-zahl-11 &#039;&#039;Die magische Zahl 11&#039;&#039;], Solothurn Tourismus, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil dieser Traditionen entstand erst nachträglich und wurde bewusst in das Stadtbild und das touristische Erscheinungsbild aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen in Solothurn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Museen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kunstmuseum Solothurn;&lt;br /&gt;
* Naturmuseum Solothurn;&lt;br /&gt;
* Museum Altes Zeughaus;&lt;br /&gt;
* Historisches Museum Blumenstein;&lt;br /&gt;
* Kosciuszko-Museum;&lt;br /&gt;
* Schloss Waldegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstmuseum besitzt bedeutende Werke schweizerischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum Altes Zeughaus zeigt Waffen, Rüstungen, Fahnen und militärhistorische Objekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Olten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten besitzt eine historische Altstadt und eine vielfältige Kultur- und Literaturszene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Einrichtungen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kunstmuseum Olten;&lt;br /&gt;
* Historisches Museum Olten;&lt;br /&gt;
* Naturmuseum Olten;&lt;br /&gt;
* Stadttheater;&lt;br /&gt;
* Kulturzentrum Schützi;&lt;br /&gt;
* verschiedene Kleintheater und Veranstaltungsorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oltner Kabarett-Tage gehören zu den wichtigsten Veranstaltungen für Satire und Kleinkunst in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grenchen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenchen dokumentiert seine Entwicklung von einem Bauerndorf zur Uhren- und Industriestadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Einrichtungen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kunsthaus Grenchen;&lt;br /&gt;
* Kultur-Historisches Museum Grenchen;&lt;br /&gt;
* Parktheater;&lt;br /&gt;
* internationale Kunstausstellungen und Druckgrafik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goetheanum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dornach befindet sich das [[Goetheanum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist der Hauptsitz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und ein international bekanntes Zentrum für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Theater;&lt;br /&gt;
* Architektur;&lt;br /&gt;
* Kunst;&lt;br /&gt;
* Bildung;&lt;br /&gt;
* anthroposophische Forschung und Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Goetheanum wurde aus Holz errichtet und in der Silvesternacht 1922/23 durch einen Brand zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Gebäude entstand in den 1920er-Jahren nach Entwürfen Rudolf Steiners und gehört zu den bedeutenden frühen Grossbauten aus Sichtbeton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solothurner Filmtage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Solothurner Filmtage]] finden seit 1966 jährlich statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie präsentieren Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Animationsfilme aus der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Festival gilt als bedeutendes nationales Forum des Schweizer Films.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filmschaffende, Publikum, Medien und Kulturpolitik treffen sich während der Veranstaltung in Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solothurner Literaturtage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Solothurner Literaturtage]] finden jährlich statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie präsentieren Literatur aus den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lesungen, Diskussionen, Übersetzungsprojekte und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche gehören zum Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgen und Schlösser ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Anlagen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schloss Waldegg;&lt;br /&gt;
* Schloss Neu-Bechburg;&lt;br /&gt;
* Schloss Wartenfels;&lt;br /&gt;
* Schloss Alt-Falkenstein;&lt;br /&gt;
* Ruine Dorneck;&lt;br /&gt;
* Ruine Gilgenberg;&lt;br /&gt;
* Ruine Frohburg;&lt;br /&gt;
* Ruine Alt-Bechburg;&lt;br /&gt;
* Schloss Buchegg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen dokumentieren die mittelalterliche Herrschaftsstruktur und die spätere patrizische Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum und Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solothurner Fasnacht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Solothurner Fasnacht gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beginnt am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags mit der &#039;&#039;&#039;Chesslete&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmende ziehen in weissen Nachthemden, Zipfelmützen und roten Halstüchern durch die Stadt und erzeugen mit Glocken, Trommeln und Metallgegenständen grossen Lärm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bestandteile sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umzüge;&lt;br /&gt;
* Guggenmusiken;&lt;br /&gt;
* Masken;&lt;br /&gt;
* Schnitzelbänke;&lt;br /&gt;
* Fasnachtswagen;&lt;br /&gt;
* Strassenfeste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Fasnacht wird Solothurn scherzhaft als &#039;&#039;&#039;Honolulu&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilari ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hilaritag im Januar gilt als Beginn der Solothurner Vorfasnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fasnachtsgruppen, Zünfte und Vereine veranstalten erste öffentliche Auftritte und Zusammenkünfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition bezieht sich auf den Gedenktag des heiligen Hilarius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fasnacht in den Regionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Olten, Grenchen, Balsthal, Dornach und zahlreiche Dörfer besitzen eigene Fasnachtstraditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schwarzbubenland bestehen teilweise Einflüsse der Basler Fasnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Thal und Gäu sind Dorffasnachten, Maskenbälle und Guggenmusiken verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St.-Ursen-Fest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fest der Stadtheiligen Ursus und Viktor wird in Solothurn kirchlich und kulturell begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verehrung der Heiligen gehört zu den ältesten Traditionen der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Märkte und Dorffeste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wochenmärkte, Jahrmärkte, Chilben und Erntedankfeste werden in vielen Gemeinden gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Märkte bestehen unter anderem in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Solothurn;&lt;br /&gt;
* Olten;&lt;br /&gt;
* Grenchen;&lt;br /&gt;
* Balsthal;&lt;br /&gt;
* Breitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Kantons gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Altstadt von Solothurn;&lt;br /&gt;
* St.-Ursen-Kathedrale;&lt;br /&gt;
* Jesuitenkirche;&lt;br /&gt;
* Zeitglockenturm;&lt;br /&gt;
* Museum Altes Zeughaus;&lt;br /&gt;
* Schloss Waldegg;&lt;br /&gt;
* Weissenstein;&lt;br /&gt;
* Verenaschlucht und Einsiedelei;&lt;br /&gt;
* Kloster Mariastein;&lt;br /&gt;
* Goetheanum;&lt;br /&gt;
* Ruine Dorneck;&lt;br /&gt;
* Naturpark Thal;&lt;br /&gt;
* Schloss Neu-Bechburg;&lt;br /&gt;
* historische Altstadt von Olten;&lt;br /&gt;
* Storchensiedlung Altreu;&lt;br /&gt;
* Höllchöpfli und Jurahöhen;&lt;br /&gt;
* Bally-Park in Schönenwerd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verenaschlucht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verenaschlucht liegt nördlich der Stadt Solothurn in der Gemeinde Rüttenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fussweg führt durch eine bewaldete Schlucht zur Einsiedelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort befinden sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verenakapelle;&lt;br /&gt;
* Martinskapelle;&lt;br /&gt;
* Einsiedlerhaus;&lt;br /&gt;
* Felsformationen;&lt;br /&gt;
* Bach und Waldlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlucht verbindet religiöse Tradition, Naherholung und Naturerlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Mariastein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Benediktinerkloster Mariastein liegt im Bezirk Dorneck nahe der französischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrum der Wallfahrt ist eine Felsengrotte mit einem Marienbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die barocke Klosteranlage umfasst Kirche, Konventsgebäude, Kapellen und historische Wirtschaftsgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Storchensiedlung Altreu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altreu liegt an der Aare in der Gemeinde Selzach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vogelschützer Max Bloesch begann dort 1948 mit einem Programm zur Wiederansiedlung des Weissstorchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Storchensiedlung trug zur Rückkehr der Art in die Schweiz bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Altreu ein beliebtes Ausflugsziel und Teil der Aarelandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Landschaftsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt trotz dichter Verkehrs- und Siedlungsräume eine grosse Vielfalt an Lebensräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auen;&lt;br /&gt;
* Trockenwiesen;&lt;br /&gt;
* Jurafelsen;&lt;br /&gt;
* Wälder;&lt;br /&gt;
* Moore;&lt;br /&gt;
* Kulturlandschaften;&lt;br /&gt;
* Kleinseen;&lt;br /&gt;
* Kiesbänke;&lt;br /&gt;
* Obstgärten;&lt;br /&gt;
* Rebberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Witi Grenchen–Solothurn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Witi ist eine weiträumige, offene Ackerbau- und Flusslandschaft zwischen Grenchen und Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kantonale Landwirtschafts- und Schutzzone soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die offene Landschaft erhalten;&lt;br /&gt;
* eine naturnahe Landwirtschaft fördern;&lt;br /&gt;
* Brut- und Zugvögel schützen;&lt;br /&gt;
* Lebensräume für Feldhasen sichern;&lt;br /&gt;
* naturverträgliche Erholung ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;witi-solothurn&amp;quot;&amp;gt;[https://so.ch/verwaltung/bau-und-justizdepartement/amt-fuer-raumplanung/natur-und-landschaft/naturschutzobjekte/schutzzone-witi/ &#039;&#039;Kantonale Landwirtschafts- und Schutzzone Witi Grenchen–Solothurn&#039;&#039;], Kanton Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Witi ist ein Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturpark Thal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Naturpark Thal umfasst den Bezirk Thal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Natur- und Landschaftsschutz;&lt;br /&gt;
* regionale Landwirtschaft;&lt;br /&gt;
* nachhaltigen Tourismus;&lt;br /&gt;
* Gewerbe;&lt;br /&gt;
* Umweltbildung;&lt;br /&gt;
* Erhaltung der Dorf- und Industriekultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wird durch Juraketten, Wälder, Sennberge, Felsgebiete und das Tal der Dünnern geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wälder ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als zwei Fünftel der Kantonsfläche sind bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder des Juras, Bucheggbergs und Schwarzbubenlands gehören zu den prägenden Landschaftselementen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Baumarten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Buche;&lt;br /&gt;
* Tanne;&lt;br /&gt;
* Fichte;&lt;br /&gt;
* Eiche;&lt;br /&gt;
* Ahorn;&lt;br /&gt;
* Esche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trockenheit, Stürme, Schadorganismen und Klimawandel verändern die Waldzusammensetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auen und Flüsse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aare, Emme, Birs und kleinere Flüsse besitzen bedeutende Auen- und Uferlebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere Flusskorrektionen, Kraftwerke und Siedlungsentwicklung schränkten die natürliche Dynamik ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Revitalisierungsprojekte sollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flussräume verbreitern;&lt;br /&gt;
* Fischwanderung verbessern;&lt;br /&gt;
* Ufer aufwerten;&lt;br /&gt;
* Hochwasserschutz und Naturschutz verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturgefahren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Naturgefahren gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochwasser;&lt;br /&gt;
* Rutschungen;&lt;br /&gt;
* Steinschlag;&lt;br /&gt;
* Felsstürze;&lt;br /&gt;
* Sturm;&lt;br /&gt;
* lokale Murgänge;&lt;br /&gt;
* Waldbrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die steilen Jurahänge und engen Klusen erfordern Schutzwälder, Steinschlagschutz und Überwachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Aare, Emme und Dünnern besitzt der Hochwasserschutz eine hohe Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft bietet vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wandern;&lt;br /&gt;
* Velofahren;&lt;br /&gt;
* Mountainbike;&lt;br /&gt;
* Klettern;&lt;br /&gt;
* Schwimmen;&lt;br /&gt;
* Rudern;&lt;br /&gt;
* Kanufahren;&lt;br /&gt;
* Segelfliegen;&lt;br /&gt;
* Langlauf;&lt;br /&gt;
* Schneeschuhwandern;&lt;br /&gt;
* Orientierungslauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weissenstein, der Grenchenberg, der Passwang und der Naturpark Thal gehören zu den wichtigsten Wandergebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aare wird im Sommer intensiv für Schwimmen, Bootfahren und Freizeit genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fussball ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Fussballvereinen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* FC Solothurn;&lt;br /&gt;
* FC Grenchen;&lt;br /&gt;
* FC Olten;&lt;br /&gt;
* weitere regionale Vereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Grenchen spielte während verschiedener Epochen in den höchsten Schweizer Ligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eishockey ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der EHC Olten gehört zu den bekanntesten Eishockeyvereinen des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein spielt traditionell in der zweithöchsten Schweizer Liga und besitzt eine grosse regionale Anhängerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwingen und Turnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwingen, Turnen und Schiesssport besitzen besonders in den ländlichen Regionen eine lange Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kantonale und regionale Schwingfeste ziehen Teilnehmende aus der Nordwest- und Zentralschweiz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Velosport ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jurasüdfuss, Passwang, Weissenstein und Schwarzbubenland sind beliebte Gebiete für Rennvelo und Mountainbike.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenchen besitzt ein nationales Velodrom und ist ein bedeutender Standort des Schweizer Bahnradsports.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küche und regionale Produkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Solothurner Küche verbindet Einflüsse des Mittellands, des Juras, der Region Basel und des Kantons Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine landesweit einheitliche kantonale Küche besteht nicht. Viele Gerichte sind regional geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Solothurner Torte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Solothurner Torte&#039;&#039;&#039; ist die bekannteste süsse Spezialität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Haselnussböden;&lt;br /&gt;
* Biskuit;&lt;br /&gt;
* Buttercreme;&lt;br /&gt;
* gemahlenen Haselnüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Torte wurde im frühen 20. Jahrhundert in der Stadt Solothurn entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käse und Milchprodukte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jura und im Thal werden verschiedene Berg- und Alpkäse hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vieh- und Milchwirtschaft besitzt dort eine lange Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Käsereien produzieren Hart-, Halbhart- und Weichkäse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fleischgerichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur traditionellen ländlichen Küche gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* geräuchertes Fleisch;&lt;br /&gt;
* Speck;&lt;br /&gt;
* Würste;&lt;br /&gt;
* Gnagi;&lt;br /&gt;
* Saucisson;&lt;br /&gt;
* Eintöpfe;&lt;br /&gt;
* Kartoffelgerichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche des Schwarzbubenlands weist teilweise Einflüsse aus dem Baselbiet und dem Elsass auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den sonnigen Hängen des Juras werden verschiedene Weine produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rebflächen befinden sich unter anderem bei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grenchen;&lt;br /&gt;
* Solothurn;&lt;br /&gt;
* Lebern;&lt;br /&gt;
* Dornach;&lt;br /&gt;
* im Bucheggberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angebaut werden unter anderem Pinot noir, Chasselas und verschiedene Spezialsorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Produkte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere regionale Erzeugnisse sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Obst und Most;&lt;br /&gt;
* Kirsch;&lt;br /&gt;
* Honig;&lt;br /&gt;
* Jura-Kräuter;&lt;br /&gt;
* Bier;&lt;br /&gt;
* Aarefische;&lt;br /&gt;
* Backwaren und Fasnachtsgebäck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung innerhalb der Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solothurn nimmt innerhalb der Schweiz eine besondere geografische und historische Stellung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mittelland und Jura;&lt;br /&gt;
* Räume Bern, Basel, Zürich und Aargau;&lt;br /&gt;
* katholische und reformierte Traditionen;&lt;br /&gt;
* ländliche Gebiete und bedeutende Industriestandorte;&lt;br /&gt;
* barocke Stadtkultur und moderne Präzisionstechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahme Solothurns und Freiburgs in die Eidgenossenschaft im Jahr 1481 erweiterte den Bund nach Westen und stärkte das städtische Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlacht bei Dornach von 1499 gehört zu den entscheidenden Ereignissen des Schwabenkriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sitz der französischen Ambassadoren war Solothurn während mehr als zweieinhalb Jahrhunderten ein wichtiges diplomatisches Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert gehörte der Kanton zu den treibenden Kräften bei der Entwicklung des liberalen Bundesstaats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besitzt Solothurn grosse Bedeutung als Industrie-, Energie-, Logistik- und Verkehrskanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olten gehört zu den wichtigsten Eisenbahnknoten des Landes, während Grenchen für Uhren- und Präzisionstechnik und Solothurn für Verwaltung, Kultur und Medizintechnik bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bezirke des Kantons Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Amteien des Kantons Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Olten]]&lt;br /&gt;
* [[Grenchen]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzbubenland]]&lt;br /&gt;
* [[Bucheggberg]]&lt;br /&gt;
* [[Wasseramt]]&lt;br /&gt;
* [[Thal SO|Thal]]&lt;br /&gt;
* [[Gäu]]&lt;br /&gt;
* [[Aare]]&lt;br /&gt;
* [[Dünnern]]&lt;br /&gt;
* [[Weissenstein]]&lt;br /&gt;
* [[Hasenmatt]]&lt;br /&gt;
* [[Naturpark Thal]]&lt;br /&gt;
* [[Schlacht bei Dornach]]&lt;br /&gt;
* [[Stanser Verkommnis]]&lt;br /&gt;
* [[Goetheanum]]&lt;br /&gt;
* [[Solothurner Filmtage]]&lt;br /&gt;
* [[Solothurner Literaturtage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Andreas Fankhauser, Erich Meyer, Peter Heim und weitere: &#039;&#039;Solothurn (Kanton)&#039;&#039;. In: Historisches Lexikon der Schweiz.&lt;br /&gt;
* Bruno Amiet: &#039;&#039;Solothurnische Geschichte&#039;&#039;. Band 1–3. Solothurn.&lt;br /&gt;
* Hans Sigrist: Publikationen zur Geschichte des Kantons Solothurn.&lt;br /&gt;
* Thomas Wallner: &#039;&#039;Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914&#039;&#039;. Solothurn.&lt;br /&gt;
* Peter Heim und weitere: &#039;&#039;Geschichte des Kantons Solothurn im 20. Jahrhundert&#039;&#039;. Solothurn.&lt;br /&gt;
* Historischer Verein des Kantons Solothurn: &#039;&#039;Jahrbuch für Solothurnische Geschichte&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv Solothurn: Publikationen und Quellen zur Kantonsgeschichte.&lt;br /&gt;
* Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Amt für Denkmalpflege und Archäologie: &#039;&#039;Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Solothurn&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Statistikdienst des Kantons Solothurn: &#039;&#039;Kanton Solothurn in Zahlen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://so.ch/ Offizielle Website des Kantons Solothurn]&lt;br /&gt;
* [https://so.ch/parlament/ Kantonsrat des Kantons Solothurn]&lt;br /&gt;
* [https://so.ch/regierung/ Regierungsrat des Kantons Solothurn]&lt;br /&gt;
* [https://bgs.so.ch/app/de/texts_of_law/111.1 Kantonsverfassung]&lt;br /&gt;
* [https://so.ch/allgemeine-informationen/einwohnergemeinden/ Einwohnergemeinden des Kantons Solothurn]&lt;br /&gt;
* [https://so.ch/verwaltung/finanzdepartement/amt-fuer-finanzen/statistikportal/ Statistikportal des Kantons Solothurn]&lt;br /&gt;
* [https://so.ch/verwaltung/staatskanzlei/staatsarchiv/ Staatsarchiv Solothurn]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007386/ Solothurn im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.solothurn-city.ch/ Solothurn Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.naturparkthal.ch/ Naturpark Thal]&lt;br /&gt;
* [https://www.schwarzbubenland.info/ Schwarzbubenland Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/standorte/olten Fachhochschule Nordwestschweiz, Campus Olten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Canton of Solothurn|Kanton Solothurn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton der Schweiz|Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Solothurn (Kanton)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordwestschweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschschweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Espace Mittelland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Alten Eidgenossenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit im deutschsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beitritt zur Eidgenossenschaft 1481]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A4&amp;diff=683</id>
		<title>Autobahn A4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A4&amp;diff=683"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:25em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Autobahn A4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:A4Swiss.svg|100px|Autobahnsignal A4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Strassentyp&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Autobahn (Schweiz)|Autobahn]], [[Autostrasse]] und Nationalstrasse mit Gemischtverkehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | A4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | N4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Beginn&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Grenze Deutschland–Schweiz bei [[Thayngen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Ende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Altdorf UR]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Gesamtlänge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | rund 165 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Kantone&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Schaffhausen|Schaffhausen]], [[Kanton Zürich|Zürich]], [[Kanton Zug|Zug]], [[Kanton Schwyz|Schwyz]], [[Kanton Uri|Uri]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Wichtige Städte&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schaffhausen]], [[Winterthur]], [[Zürich]], [[Zug]], [[Altdorf UR|Altdorf]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Bedeutende Bauwerke&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Fäsenstaubtunnel, Cholfirsttunnel, Islisbergtunnel, Mositunnel, Axenstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Betreiber&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Vignettenpflicht&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Auf den als Autobahn oder Autostrasse signalisierten Abschnitten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Autobahn A4&#039;&#039;&#039; ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im schweizerischen Nationalstrassennetz. Sie führt vom deutsch-schweizerischen Grenzübergang bei [[Thayngen]] über [[Schaffhausen]], [[Winterthur]], den Grossraum [[Zürich]], das [[Knonaueramt]], [[Zug]], [[Küssnacht SZ|Küssnacht]], [[Schwyz]] und [[Brunnen SZ|Brunnen]] nach [[Altdorf UR|Altdorf]] im [[Kanton Uri]]. Die Strecke ist weitgehend Bestandteil der &#039;&#039;&#039;Nationalstrasse N4&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 ist nicht auf ihrer gesamten Länge als richtungsgetrennte Autobahn ausgebaut. Sie umfasst Autobahnabschnitte mit mehreren Fahrstreifen, zweispurige Autostrassen sowie Abschnitte mit Gegenverkehr und teilweise Gemischtverkehr. Besonders die historische [[Axenstrasse]] zwischen Brunnen und Flüelen weist nicht den Ausbaustandard einer modernen Autobahn auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Zürich verläuft die A4 abschnittsweise gemeinsam mit der [[Autobahn A1|A1]] und der [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]]. Zwischen den Verzweigungen Blegi und Rütihof im Kanton Zug wird sie gemeinsam mit der [[Autobahn A14 (Schweiz)|A14]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 verbindet den süddeutschen Raum mit der Agglomeration Zürich und der Zentralschweiz. Sie dient zugleich als regionale Hauptverkehrsachse und als Ausweichroute zur [[Autobahn A2 (Schweiz)|Gotthardautobahn]]. Ihre Gesamtlänge beträgt rund 165 Kilometer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/ Bundesamt für Strassen: Nationalstrassennetz der Schweiz], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung und Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grüne Signalisation mit der Nummer A4 bezeichnet die befahrbare Autobahn- und Autostrassenroute. In den gesetzlichen und technischen Unterlagen des Bundes wird die Verbindung als &#039;&#039;&#039;Nationalstrasse N4&#039;&#039;&#039; geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe Autobahn, Autostrasse und Nationalstrasse sind nicht deckungsgleich. Eine Nationalstrasse wird aufgrund ihrer Bedeutung für die Schweiz vom Bund geplant, finanziert, betrieben und unterhalten. Ihr baulicher Standard kann jedoch unterschiedlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die N4 umfasst deshalb neben vollständig ausgebauten Autobahnen auch zweispurige Abschnitte. Die Bezeichnung «Autobahn A4» wird im allgemeinen Sprachgebrauch für die gesamte Verbindung verwendet, obwohl einzelne Strecken rechtlich oder baulich keine Autobahn sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Erweiterung des Nationalstrassennetzes zum 1. Januar 2020 gehört die Verbindung zwischen Thayngen und Schaffhausen zur N4. Gleichzeitig wurde die frühere Strecke von Schaffhausen zum Grenzübergang Bargen aus dem Nationalstrassennetz entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/dam/de/sd-web/HQriesXimRJe/verkehrsflussbericht20.pdf Bundesamt für Strassen: Verkehrsentwicklung und Verkehrsfluss 2020], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thayngen–Schaffhausen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 beginnt am Grenzübergang Thayngen im Kanton Schaffhausen. Auf deutscher Seite setzt sie die [[Bundesstrasse 34]] fort, die über [[Singen (Hohentwiel)]] eine Verbindung zur deutschen [[Bundesautobahn 81]] herstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Thayngen und Herblingen entstand ursprünglich als kantonale Hauptstrasse. Er wurde 2020 in das Nationalstrassennetz aufgenommen und wird seither als Teil der A4 beziehungsweise N4 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke dient einem erheblichen internationalen Personen- und Güterverkehr. Der Grenzübergang Thayngen ist einer der wichtigsten Strassengrenzübergänge zwischen der Schweiz und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Herblingen erreicht die A4 das Stadtgebiet von Schaffhausen. Anschlüsse erschliessen die östlichen Stadtquartiere, das Industriegebiet Herblingen und die umliegenden Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadttangente Schaffhausen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Schaffhausen führt die A4 durch mehrere bedeutende Kunstbauten. Der Fäsenstaubtunnel unterquert dicht besiedelte Stadtgebiete und entlastet die oberirdischen Strassen vom Durchgangsverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschliessend überquert die Autobahn den [[Rhein]] auf einer Hochbrücke. Von der Brücke bestehen Ausblicke auf die Stadt Schaffhausen, den Fluss und die umliegenden Höhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Rheins führt die Strecke durch den Cholfirsttunnel. Dieser unterquert den Cholfirst und verbindet die Stadt Schaffhausen mit dem Zürcher Weinland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fäsenstaub- und Cholfirsttunnel wurden ursprünglich mit jeweils einer Röhre für beide Fahrtrichtungen gebaut. Wegen der heutigen Sicherheitsanforderungen wurden beziehungsweise werden parallele Sicherheitsstollen mit Notausgängen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fäsenstaubtunnel ist ab 2027 der Bau eines Sicherheitsstollens vorgesehen. Die Arbeiten sollen mehrere Jahre dauern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/fr/communiques-de-presse-de-la-filiale-de-winterthur Bundesamt für Strassen: A4 Schaffhausen – Sicherheitsstollen Fäsenstaubtunnel], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schaffhausen–Winterthur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Cholfirsttunnels verläuft die A4 durch [[Flurlingen]], [[Feuerthalen]] und das Zürcher Weinland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Schaffhausen und Kleinandelfingen wurde schrittweise ausgebaut. Teilweise besteht eine richtungsgetrennte Fahrbahn, teilweise eine zweispurige Autostrasse mit Gegenverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte Miniautobahn zwischen Schaffhausen und Andelfingen wurde 2010 eröffnet. Sie verbesserte den Verkehrsfluss und die Sicherheit auf einer zuvor stark belasteten Hauptstrassenverbindung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archiv.sh.ch/daten/fileadmin/Redaktoren/Dokumente/Medienmitteilungen/2012/2012-04-04.pdf Kanton Schaffhausen: Verkehrsdaten 2011], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führt an den Gemeinden [[Laufen-Uhwiesen]], [[Benken ZH|Benken]], [[Marthalen]], [[Kleinandelfingen]] und [[Andelfingen ZH|Andelfingen]] vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Kleinandelfingen und Winterthur besteht weiterhin kein durchgehend vierstreifiger Autobahnausbau. Die Strecke ist deshalb ein bedeutendes Ausbauprojekt des Bundes. Engstellen, niveaugleiche oder eng geführte Anschlüsse und der hohe Gegenverkehr stellen besondere Anforderungen an die Verkehrssicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Winterthur erreicht die A4 die Autobahn A1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsamer Verlauf mit der A1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Raum Winterthur und dem Limmattaler Kreuz verläuft die A4 gemeinsam mit der A1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Strecke führt über die Verzweigungen Winterthur-Nord, Winterthur-Ost, Brüttisellen und Zürich-Nord. Sie gehört zu den am stärksten belasteten Autobahnabschnitten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Zürich-Nord setzt sich die gemeinsame Führung auf der Nordumfahrung Zürich fort. Die Strecke erschliesst den [[Flughafen Zürich]], das Glattal, den Norden der Stadt Zürich und das Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt durch den Gubristtunnel war während Jahrzehnten ein bedeutender Engpass. Im Rahmen des Ausbaus der Nordumfahrung wurde eine dritte Tunnelröhre errichtet. Anschliessend wurden die bestehenden Röhren instand gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Limmattaler Kreuz zweigt die A1 in Richtung Bern und Basel ab. Die A4 folgt gemeinsam mit der A3 der westlichen Umfahrung von Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmattaler Kreuz–Zürich-West ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Limmattaler Kreuz und der Verzweigung Zürich-West verlaufen A3 und A4 auf derselben Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt führt unter anderem durch das Gebiet von [[Urdorf]], [[Birmensdorf ZH|Birmensdorf]] und [[Aesch ZH]]. Zu den Bauwerken gehören Tunnel, Einschnitte und Überdeckungen, mit denen Siedlungen und Landschaftsräume geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verzweigung Zürich-West trennen sich die beiden Autobahnen. Die A3 führt durch den Uetlibergtunnel in Richtung Zürich-Süd und Chur, während die A4 nach Süden durch das Knonaueramt verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verzweigung Zürich-West ist Teil der Westumfahrung Zürich. Diese wurde 2009 vollständig eröffnet und verbindet die A1, A3 und A4, ohne dass der Fernverkehr die Zürcher Innenstadt durchqueren muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2009/06/161.html Kanton Zürich: Die Westumfahrung hat sich bewährt], 30. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürich-West–Blegi ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich der Verzweigung Zürich-West führt die A4 durch das Knonaueramt. Dieser Abschnitt wird häufig als &#039;&#039;&#039;A4 Knonaueramt&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach Zürich-West durchquert die Autobahn den Islisbergtunnel. Der Tunnel unterquert den Islisberg zwischen [[Wettswil am Albis]] und [[Bonstetten]] beziehungsweise dem Raum [[Hedingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke verläuft anschliessend westlich von Hedingen, [[Affoltern am Albis]], [[Mettmenstetten]] und [[Knonau]]. Anschlüsse bestehen bei Wettswil, Affoltern am Albis und Knonau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Affoltern am Albis befindet sich eine Raststätte. Tunnel, Überdeckungen, Wildtierpassagen und landschaftliche Ausgleichsflächen sollen die Auswirkungen der Autobahn auf Siedlungen und Natur vermindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach rund 16 Kilometern erreicht die A4 die Kantonsgrenze zwischen Zürich und Zug. Bei der Verzweigung Blegi trifft sie auf die A14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt wurde am 13. November 2009 nach fast achtjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Er schloss eine der letzten grossen Lücken im schweizerischen Nationalstrassennetz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knonaueramt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2009/11/290.html Kanton Zürich: Verkehrsfreigabe der Autobahn A4 im Knonaueramt], 9. November 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blegi–Rütihof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Verzweigungen Blegi und Rütihof verlaufen die A4 und A14 gemeinsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt führt westlich beziehungsweise südwestlich der Stadt Zug durch die Gemeinden [[Cham ZG|Cham]], [[Hünenberg ZG|Hünenberg]] und [[Risch ZG|Risch]]. Er gehört zu den am stärksten belasteten Strassenabschnitten im Kanton Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des wachsenden Verkehrs wurde die Strecke auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Verkehrsbeeinflussungsanlagen, Wechselanzeigen und Geschwindigkeitsregelungen sollen den Verkehrsfluss stabilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verzweigung Rütihof trennt sich die A14 von der A4 und führt in Richtung [[Luzern]]. Die A4 setzt sich nach Süden in Richtung Küssnacht und Schwyz fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rütihof–Küssnacht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Rütihof und Küssnacht wurde 1981 eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a4-ruetihof-kuessnacht Bundesamt für Strassen: A4 Rütihof–Küssnacht], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn führt durch eine ländlich geprägte Landschaft zwischen Zugersee und Reusstal. Sie quert die Kantonsgrenze von Zug nach Schwyz und erreicht den Raum Küssnacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschluss Küssnacht erschliesst den Bezirk Küssnacht, den Raum [[Meggen]] und den nordwestlichen Teil des Kantons Schwyz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2026 wird der Abschnitt umfassend instand gesetzt. Zu den Arbeiten gehören die Erneuerung von Fahrbahnen, Leitplanken, Entwässerungsanlagen und technischer Ausrüstung sowie der Einbau lärmarmer Strassenbeläge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küssnacht–Goldau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Küssnacht führt die A4 südöstlich durch den Kanton Schwyz. Die Strecke verläuft zwischen den Ausläufern der Rigi und dem Zugersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Goldau]] besteht eine wichtige regionale Verbindung in Richtung [[Arth SZ|Arth]], [[Rigi]] und [[Sattel SZ|Sattel]]. Der Ort ist zugleich ein bedeutender Eisenbahnknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autobahnabschnitt ist landschaftlich durch Hügel, Wälder und die Nähe zum Zugersee geprägt. Mehrere Brücken, Einschnitte und Schutzbauten passen die Strecke an das Gelände an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldau–Brunnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Goldau führt die A4 durch den Talkessel von Schwyz. Anschlüsse erschliessen [[Steinen SZ|Steinen]], [[Schwyz]], [[Seewen SZ|Seewen]] und Brunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt besitzt grosse Bedeutung für den regionalen Pendlerverkehr und den Tourismus. Er dient zudem dem Verkehr zwischen dem Grossraum Zürich, dem Kanton Uri und dem Gotthardgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Brunnen endet der durchgehend richtungsgetrennte Autobahnabschnitt. Die A4 geht in eine zweispurige Nationalstrasse über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mositunnel umgeht Teile von Brunnen und führt den Verkehr zum nördlichen Beginn der Axenstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Axenstrasse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Axenstrasse]] führt von Brunnen entlang des östlichen Ufers des Urnersees nach [[Flüelen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strasse wurde 1864 und 1865 für Pferdefuhrwerke eröffnet. Seit den 1930er-Jahren ist sie asphaltiert und wird vom motorisierten Verkehr genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;axen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a4-axenstrasse Bundesamt für Strassen: A4 Axenstrasse], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der steilen Felswände und des schmalen Uferraums verläuft sie durch zahlreiche Tunnel und Galerien. Zu den Gefahren gehören Steinschläge, Felsstürze, Lawinen und Murgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führt durch [[Sisikon]] und überquert dabei die Kantonsgrenze zwischen Schwyz und Uri. In Sisikon verläuft die bestehende Strasse unmittelbar durch das Dorfzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Axenstrasse ist zweispurig und weist Gegenverkehr auf. Sie besitzt teilweise schmale Fahrbahnen und eingeschränkte Sichtweiten. In besonders gefährdeten Bereichen gelten reduzierte Geschwindigkeiten und besondere Verkehrsvorschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der engen Platzverhältnisse und des hohen Verkehrsaufkommens ist der Veloverkehr zwischen Brunnen und Sisikon eingeschränkt beziehungsweise verboten. Als Ersatz besteht ein Transportangebot für Velos und Motorfahrräder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flüelen–Altdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Flüelen verlässt die A4 das Ufer des Urnersees und erreicht die Reussebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führt weiter in Richtung Altdorf. Dort endet die N4 in der Nähe der Verbindung zur A2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 schafft damit eine zweite Strassenverbindung zwischen der Zentralschweiz und dem Kanton Uri. Bei Sperrungen des Seelisbergtunnels oder anderer Abschnitte der A2 kann sie teilweise als Ausweichroute dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Verzweigungen und Anschlüsse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Knotenpunkte der A4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Knotenpunkt&lt;br /&gt;
! Verbindungen und Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grenzübergang Thayngen&lt;br /&gt;
| Verbindung zur deutschen Bundesstrasse 34 und zur Autobahn A81&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schaffhausen&lt;br /&gt;
| Anschlüsse an das städtische und regionale Strassennetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Winterthur-Nord&lt;br /&gt;
| Übergang auf den gemeinsamen Verlauf mit der A1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Zürich-Nord&lt;br /&gt;
| Verbindungen zum Flughafen Zürich, zur A51 und zum Zürcher Stadtgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Limmattaler Kreuz&lt;br /&gt;
| Trennung von A1 und gemeinsamer Beginn des Abschnitts A3/A4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Zürich-West&lt;br /&gt;
| Trennung von A3 und A4; Beginn des Abschnitts durch das Knonaueramt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Blegi&lt;br /&gt;
| Verbindung mit der A14 in Richtung Baar und Sihlbrugg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Rütihof&lt;br /&gt;
| Trennung von A4 und A14; Verbindung in Richtung Luzern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anschluss Küssnacht&lt;br /&gt;
| Erschliessung von Küssnacht, Meggen und der Region Rigi&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anschluss Goldau&lt;br /&gt;
| Verbindung nach Arth, Goldau, Sattel und zur Rigi&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anschluss Schwyz&lt;br /&gt;
| Erschliessung des Kantonshauptorts und des Talkessels von Schwyz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brunnen&lt;br /&gt;
| Übergang vom Autobahnabschnitt zur zweispurigen Axenstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flüelen und Altdorf&lt;br /&gt;
| Verbindung zur Reussebene und zur Gotthardautobahn A2&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tunnel und Galerien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der dicht besiedelten Gebiete und der gebirgigen Landschaft besitzt die A4 zahlreiche Tunnel, Galerien und Überdeckungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Tunnel und unterirdische Bauwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bauwerk&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
! Lage und Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fäsenstaubtunnel&lt;br /&gt;
| Schaffhausen&lt;br /&gt;
| Unterquerung des Stadtgebiets von Schaffhausen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Cholfirsttunnel&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| Unterquerung des Cholfirsts südlich von Schaffhausen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aeschertunnel&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| Bestandteil der gemeinsamen Strecke A3/A4 westlich von Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Islisbergtunnel&lt;br /&gt;
| Zürich&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen Zürich-West und dem Knonaueramt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Überdeckung Rüteli&lt;br /&gt;
| Zug&lt;br /&gt;
| Landschafts- und Siedlungsschutz im Abschnitt Knonaueramt–Blegi&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mositunnel&lt;br /&gt;
| Schwyz&lt;br /&gt;
| Umfahrung von Brunnen und Zufahrt zur Axenstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Axenstrassentunnel und Galerien&lt;br /&gt;
| Schwyz und Uri&lt;br /&gt;
| Schutz vor Felsstürzen, Lawinen und Murgängen am Urnersee&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle Bauwerke besitzen getrennte Röhren für beide Fahrtrichtungen. Insbesondere auf älteren Strecken verkehren beide Richtungen in einer gemeinsamen Tunnelröhre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Sicherheitskonzepte umfassen Fluchtwege, Sicherheitsstollen, Notausgänge, Videoüberwachung, Brandmeldeanlagen, Belüftung, Notrufeinrichtungen und Verkehrslenkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Strassenverbindungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung zwischen Schaffhausen, Zürich und der Zentralschweiz bestand lange vor dem Bau der Autobahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden führten Handelswege vom Bodensee und aus Süddeutschland über Schaffhausen nach Winterthur und Zürich. Im Süden verbanden Strassen Zürich mit Zug, Schwyz und dem Gotthard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Axenstrasse wurde 1864 und 1865 eröffnet. Sie verbesserte die Verbindung zwischen Brunnen und dem Kanton Uri grundlegend. Vor ihrem Bau war der Landverkehr entlang des steilen Ostufers des Urnersees nur eingeschränkt möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalstrassenplanung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Motorfahrzeugverkehr stark zu. Der Bund entwickelte deshalb ein nationales Netz leistungsfähiger Strassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nationalstrassengesetz von 1960 bildete die Grundlage für Planung und Bau. Die N4 wurde als Verbindung von Schaffhausen über Zürich und Zug nach Altdorf festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Abschnitte wurden nicht in geografischer Reihenfolge gebaut. Kantone, topografische Bedingungen, Finanzmittel und politische Auseinandersetzungen führten zu unterschiedlichen Bauzeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau bei Schaffhausen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadttangente Schaffhausen mit Rheinbrücke, Fäsenstaubtunnel und Cholfirsttunnel wurde gebaut, um den Durchgangsverkehr aus den Stadtquartieren zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später folgten Ausbauten in Richtung Andelfingen. Der 2010 eröffnete Abschnitt verbesserte die Verbindung zwischen Schaffhausen und Winterthur, beseitigte aber nicht sämtliche Engstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Netzerweiterung von 2020 wurde die frühere Hauptstrasse von Thayngen nach Schaffhausen Teil der N4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Knonaueramt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders umstritten war der Bau durch das Knonaueramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Planungen stammten aus den 1960er-Jahren. Gegner kritisierten den Verlust von Kulturland, Lärm, Abgase, zusätzliche Siedlungsentwicklung und die Zerschneidung der Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach wurden Varianten geändert. Die Linienführung wurde teilweise in Tunnel und Überdeckungen verlegt. Umweltverbände, Gemeinden, Grundeigentümer und politische Organisationen führten langjährige Auseinandersetzungen über das Projekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen Anfang des 21. Jahrhunderts. Der 15,9 Kilometer lange Abschnitt zwischen Zürich-West und Blegi wurde am 13. November 2009 eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knonaueramt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurden in Affoltern am Albis, Bonstetten, Hedingen, Mettmenstetten und Wettswil verkehrsberuhigende Massnahmen umgesetzt. Sie sollten verhindern, dass die entlasteten Ortsdurchfahrten erneut für Transitverkehr attraktiv wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau im Kanton Zug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 entwickelte sich im Kanton Zug zu einer stark belasteten Pendler- und Wirtschaftsachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eröffnung des Knonaueramt-Abschnitts nahm der Verkehr zwischen Blegi und Rütihof deutlich zu. Der gemeinsame Abschnitt mit der A14 wurde deshalb auf sechs Fahrstreifen erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn unterstützt die wirtschaftliche Entwicklung des Raums Zug und Rotkreuz, führt aber zugleich zu Lärm, Flächenverbrauch und häufigen Verkehrsüberlastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau der Tunnelsicherheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere ältere Tunnel der A4 wurden nach neuen Sicherheitsnormen ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherheitsstollen ermöglichen die Flucht aus der Fahrbahnröhre und den Zugang der Rettungskräfte. Der Cholfirsttunnel erhielt einen solchen Stollen. Für den Fäsenstaubtunnel ist ein vergleichbares Bauwerk vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch technische Einrichtungen wie Beleuchtung, Belüftung, Funk, Videoüberwachung und Brandmeldung werden regelmässig erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Axenstrasse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehende Axenstrasse ist wegen ihrer Lage am steilen Ufer des Urnersees besonders störungsanfällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsstürze, Murgänge und Lawinen führten wiederholt zu Sperrungen. 1992 musste ein Abschnitt wegen akuter Felssturzgefahr während acht Monaten vollständig geschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/gruende-fuer-die-neue-axenstrasse Bundesamt für Strassen: Gründe für die Neue Axenstrasse], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Projekt &#039;&#039;&#039;Neue Axenstrasse&#039;&#039;&#039; entsteht zwischen Ingenbohl und Gumpisch eine neue Linienführung. Zentrale Bestandteile sind der Morschacher Tunnel und der Sisikoner Tunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Strecke soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Sicherheit vor Naturgefahren erhöhen;&lt;br /&gt;
* die Verfügbarkeit der Verbindung verbessern;&lt;br /&gt;
* Sisikon vom Durchgangsverkehr entlasten;&lt;br /&gt;
* eine zuverlässige Ausweichroute zur A2 sichern;&lt;br /&gt;
* die bisherige Axenstrasse für den Fuss-, Velo- und Landwirtschaftsverkehr aufwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das generelle Projekt wurde 2009 genehmigt. Nach der öffentlichen Auflage und den Rechtsverfahren wurde die Baubewilligung 2022 rechtskräftig. Der Baustart erfolgte 2023. Die Inbetriebnahme ist nach gegenwärtiger Planung für 2033 vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/chronologie-neue-axenstrasse Bundesamt für Strassen: Chronologie der Neuen Axenstrasse], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung der neuen Strecke soll die bisherige Axenstrasse vom Bund an die Kantone Schwyz und Uri übergeben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;axen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Verbindung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 verbindet den Norden der Schweiz mit Zürich und der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Thayngen und die deutsche A81 bestehen Verbindungen nach Singen, Stuttgart und in weitere Teile Süddeutschlands. Im Süden ermöglicht die Strecke den Zugang zur A2 und damit zum Gotthard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A4 besitzt deshalb sowohl für den Binnenverkehr als auch für den internationalen Personen- und Güterverkehr Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erschliessung der Regionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn erschliesst mehrere bedeutende Wirtschafts- und Wohnregionen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Agglomeration Schaffhausen;&lt;br /&gt;
* das Zürcher Weinland;&lt;br /&gt;
* Winterthur und den Grossraum Zürich;&lt;br /&gt;
* das Knonaueramt;&lt;br /&gt;
* den Wirtschaftsraum Zug;&lt;br /&gt;
* den Talkessel von Schwyz;&lt;br /&gt;
* den Kanton Uri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Gemeinden führte die bessere Erreichbarkeit zu Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausweichroute zur A2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung Brunnen–Flüelen–Altdorf stellt eine Alternative zur A2 über Luzern und den Seelisbergtunnel dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Unfällen, Bauarbeiten oder Sperrungen kann ein Teil des Verkehrs über die A4 umgeleitet werden. Die heutige Axenstrasse kann jedoch wegen ihres begrenzten Ausbaus nur eingeschränkt zusätzlichen Verkehr aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neue Axenstrasse soll diese Netzredundanz verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr und Engpässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verkehrsaufkommen unterscheidet sich stark zwischen den einzelnen Abschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchsten Belastungen treten auf den gemeinsam mit A1, A3 oder A14 geführten Strecken auf. Besonders betroffen sind die Nordumfahrung Zürich, das Limmattaler Kreuz sowie der Abschnitt Blegi–Rütihof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmässige Staus entstehen durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* hohes Pendleraufkommen;&lt;br /&gt;
* Ferien- und Wochenendverkehr;&lt;br /&gt;
* Unfälle und Pannen;&lt;br /&gt;
* Baustellen;&lt;br /&gt;
* starken Güterverkehr;&lt;br /&gt;
* begrenzte Kapazitäten in Tunnels;&lt;br /&gt;
* Naturereignisse an der Axenstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf schmalen Abschnitten können bereits kleinere Ereignisse zu längeren Sperrungen führen. Dies betrifft insbesondere die Tunnel bei Schaffhausen und die Axenstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehrsleitsysteme zeigen Staus, Sperrungen, Reisezeiten und empfohlene Umleitungen an. Auf stark belasteten Abschnitten kann die Höchstgeschwindigkeit vorübergehend reduziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rastanlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der A4 befinden sich mehrere Rastplätze und Raststätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Anlagen gehören Rastmöglichkeiten im Raum Schaffhausen, im Knonaueramt sowie im Kanton Schwyz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raststätte bei Affoltern am Albis wurde zusammen mit dem neuen Knonaueramt-Abschnitt eröffnet. Sie bietet Treibstoff, Verpflegung, Parkplätze und sanitäre Anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Schwyz bestehen Warteräume für schwere Nutzfahrzeuge. Sie können bei Störungen auf den Nord-Süd-Achsen aktiviert werden, um Lastwagen kontrolliert zurückzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt und Landschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der A4 führte zu erheblichen Eingriffen in Siedlungen, Landwirtschaftsflächen, Wälder und Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei neueren Abschnitten wurden deshalb umfangreiche Schutz- und Ersatzmassnahmen umgesetzt. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tunnel und Überdeckungen;&lt;br /&gt;
* Lärmschutzwände;&lt;br /&gt;
* lärmarme Strassenbeläge;&lt;br /&gt;
* Wildtierbrücken und Durchlässe;&lt;br /&gt;
* Renaturierungen von Bächen;&lt;br /&gt;
* Ersatzaufforstungen;&lt;br /&gt;
* ökologische Ausgleichsflächen;&lt;br /&gt;
* Gestaltung von Böschungen und Tunnelportalen;&lt;br /&gt;
* Wiederherstellung von Landwirtschaftswegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Knonaueramt wurden grosse Teile der Strecke abgesenkt, überdeckt oder durch den Islisbergtunnel geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nach der Eröffnung zeigten, dass die Luftschadstoffbelastung in den zuvor stark befahrenen Ortszentren von Hedingen, Affoltern am Albis und Mettmenstetten deutlich zurückging. In unmittelbarer Nähe neuer Autobahnabschnitte nahm die Belastung dagegen teilweise zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/umwelt-tiere/umweltschutz/zuercher-umweltpraxis-zup/2014/75/ZUP075_2014_H0100_ganz.pdf Kanton Zürich: Auswirkungen der Westumfahrung und der A4 auf die Luftqualität], 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Ausbaustandards stellen besondere Anforderungen an die Verkehrssicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf richtungsgetrennten Abschnitten bestehen meist zwei oder mehr Fahrstreifen je Richtung. Auf Autostrassen und der Axenstrasse verkehren beide Fahrtrichtungen teilweise ohne bauliche Trennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefahren entstehen insbesondere durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frontalkollisionen auf Gegenverkehrsstrecken;&lt;br /&gt;
* Pannen in Tunnels ohne Pannenstreifen;&lt;br /&gt;
* Steinschläge und Murgänge;&lt;br /&gt;
* Nebel, Schnee und Eis;&lt;br /&gt;
* hohe Geschwindigkeitsunterschiede;&lt;br /&gt;
* Rückstaus vor Tunnels und Anschlüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Islisbergtunnel gilt wegen der engen Verhältnisse und des fehlenden Pannenstreifens eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit als auf den offenen Autobahnabschnitten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knonaueramt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tunnel werden mit Notrufnischen, Fluchtwegen, Überwachungskameras, Brandmeldeanlagen und Verkehrssignalen ausgerüstet. Polizei, Feuerwehr, Sanität und Unterhaltsdienste führen regelmässige Übungen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbauprojekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden aktuellen und geplanten Projekten entlang der A4 gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wichtige Ausbau- und Erhaltungsprojekte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Projekt&lt;br /&gt;
! Inhalt&lt;br /&gt;
! Stand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thayngen–Herblingen&lt;br /&gt;
| Verbesserung von Sicherheit, Verkehrsfluss und Siedlungsverträglichkeit&lt;br /&gt;
| Planung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sicherheitsstollen Fäsenstaubtunnel&lt;br /&gt;
| Paralleler Fluchtstollen mit Notausgängen&lt;br /&gt;
| Baustart voraussichtlich 2027&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schaffhausen–Winterthur&lt;br /&gt;
| Beseitigung von Engstellen und Verbesserung der Verkehrssicherheit&lt;br /&gt;
| Planung und etappenweiser Ausbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nordumfahrung Zürich&lt;br /&gt;
| Kapazitätsausbau und Erneuerung der Tunnelanlagen&lt;br /&gt;
| Teilweise abgeschlossen, weitere Arbeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rütihof–Küssnacht&lt;br /&gt;
| Gesamterneuerung von Fahrbahn und technischer Ausrüstung&lt;br /&gt;
| Bauarbeiten ab 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Neue Axenstrasse&lt;br /&gt;
| Morschacher und Sisikoner Tunnel, Umfahrung von Sisikon&lt;br /&gt;
| Im Bau, Inbetriebnahme voraussichtlich 2033&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1864/1865&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Axenstrasse für Pferdefuhrwerke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Schaffung der gesetzlichen Grundlage für das schweizerische Nationalstrassennetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970er-Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau mehrerer Abschnitte bei Schaffhausen, Zürich, Zug und Schwyz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Autobahnabschnitts Rütihof–Küssnacht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Achtmonatige Sperrung der Axenstrasse wegen Felssturzgefahr am Ölberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Westumfahrung Zürich und der A4 durch das Knonaueramt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| Eröffnung des ausgebauten Abschnitts Schaffhausen–Andelfingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| Aufnahme der Strecke Thayngen–Schaffhausen in das Nationalstrassennetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023&lt;br /&gt;
| Baustart der Neuen Axenstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2026&lt;br /&gt;
| Beginn umfassender Erhaltungsarbeiten zwischen Rütihof und Küssnacht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2027&lt;br /&gt;
| Vorgesehener Baustart des Sicherheitsstollens beim Fäsenstaubtunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2033&lt;br /&gt;
| Geplante Inbetriebnahme der Neuen Axenstrasse&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A2 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A3 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A14 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Axenstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Islisbergtunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Fäsenstaubtunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Cholfirsttunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Mositunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Westumfahrung Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Knonaueramt]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;Strassen und Verkehr. Zahlen und Fakten.&#039;&#039; Bern, jährlich.&lt;br /&gt;
* Baudirektion Kanton Zürich: &#039;&#039;A3 Westumfahrung Zürich und A4 Knonaueramt.&#039;&#039; Zürich 2009.&lt;br /&gt;
* Heinz Pantli und Andreas Honegger: &#039;&#039;Direkt um Zürich. Die Westumfahrung und die A4 im Knonaueramt.&#039;&#039; Zürich 2009, ISBN 978-3-033-01890-7.&lt;br /&gt;
* Tiefbauamt des Kantons Schwyz und Amt für Tiefbau des Kantons Uri: &#039;&#039;A4 Neue Axenstrasse.&#039;&#039; Schwyz und Altdorf.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;Verkehrsentwicklung und Verkehrsfluss auf den Nationalstrassen.&#039;&#039; Bern, jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/ Bundesamt für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/a4-axenstrasse A4 Axenstrasse beim Bundesamt für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/a4-neue-axenstrasse A4 Neue Axenstrasse beim Bundesamt für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.axen.ch/ Offizielle Projektseite der Neuen Axenstrasse]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/a4-ruetihof-kuessnacht Erhaltungsprojekt A4 Rütihof–Küssnacht]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2009/11/290.html Eröffnung der A4 im Knonaueramt]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/astra/de/home/themen/nationalstrassen/verkehrsinformationen.html Verkehrsinformationen des Bundesamts für Strassen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|A4 (Switzerland)|Autobahn A4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz|04]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autostrasse in der Schweiz|04]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Zug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Uri]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Zug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Uri]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_St._Gallen&amp;diff=682</id>
		<title>Kanton St. Gallen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_St._Gallen&amp;diff=682"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; text-align:center; margin:0 0 1em 0; background:#f8f9fa;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#e9ecef;&amp;quot; | Diese Seite in anderen Sprachen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[:fr:Canton de Saint-Gall|Français]] · [[:it:Canton San Gallo|Italiano]] · [[:rm:Chantun Son Gagl|Rumantsch]] · [[:en:Canton of St. Gallen|English]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:120%; text-align:center;&amp;quot; | Kanton St.Gallen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtliche Bezeichnung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Kanton St.Gallen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Abkürzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| SG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hauptort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[St. Gallen|St.Gallen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Beitritt zur Eidgenossenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fläche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| rund 2&#039;028 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bevölkerung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 543&#039;913 Einwohnerinnen und Einwohner&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Ende 2025, provisorisch&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtssprache&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Politische Gemeinden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Wahlkreise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Höchster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Ringelspitz]], 3&#039;247 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tiefster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Bodensee]], rund 398 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Legislative&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Kantonsrat St. Gallen|Kantonsrat]], 120 Mitglieder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Exekutive&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Regierung des Kantons St. Gallen|Regierung]], 7 Mitglieder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Autokennzeichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| SG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;ISO-3166-2-Code&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| CH-SG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Website&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [https://www.sg.ch/ sg.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kanton St. Gallen&#039;&#039;&#039;, amtlich &#039;&#039;&#039;Kanton St.Gallen&#039;&#039;&#039;, ist ein Kanton im Nordosten der [[Schweiz]]. Er gehört zur Grossregion [[Ostschweiz]] und grenzt an [[Deutschland]], [[Österreich]], das [[Fürstentum Liechtenstein]] sowie an acht andere Schweizer Kantone. Hauptort und grösste Stadt ist [[St. Gallen|St.Gallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton wurde 1803 durch die [[Mediationsakte]] geschaffen. Er entstand aus zahlreichen zuvor politisch voneinander unabhängigen oder von anderen Orten beherrschten Gebieten. Dazu gehörten unter anderem die ehemalige Fürstabtei und die Stadt St.Gallen, das [[Toggenburg]], das [[Rheintal]], [[Werdenberg]], [[Sargans]], [[Gaster]], [[Uznach]] und [[Rapperswil]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/portraet-des-kantons-st-gallen/geschichte-und-wappen.html Kanton St.Gallen: Geschichte und Wappen], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer ständigen Wohnbevölkerung von provisorisch 543&#039;913 Personen Ende 2025 ist St.Gallen bevölkerungsmässig einer der grössten Kantone der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevölkerung2025&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/news/sgch_statistik/2026/04/staendige-wohnbevoelkerung-2025-provisorische-zahlen.html Kanton St.Gallen: Ständige Wohnbevölkerung wächst bis Ende 2025 auf fast 544&#039;000 Personen], 2. April 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Landschaft reicht vom [[Bodensee]] im Norden über das voralpine Hügelland und das [[Toggenburg]] bis zu den Hochalpen im Süden. Der höchste Punkt ist der 3&#039;247 Meter hohe [[Ringelspitz]] an der Grenze zum [[Kanton Graubünden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geografie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/portraet-des-kantons-st-gallen/geografie-und-umwelt.html Kanton St.Gallen: Geografie und Umwelt], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Schreibweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton trägt den Namen seines Hauptortes [[St. Gallen|St.Gallen]]. Dieser wiederum ist nach dem irischen Wandermönch [[Gallus]] benannt, der sich der Überlieferung nach im Jahr 612 im Tal der [[Steinach]] niederliess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den amtlichen Publikationen des Kantons wird die Schreibweise &#039;&#039;&#039;St.Gallen&#039;&#039;&#039; ohne Zwischenraum nach dem Punkt verwendet. In anderen Texten, Kartenwerken und Publikationen ist auch die Schreibweise &#039;&#039;&#039;St. Gallen&#039;&#039;&#039; verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen in den anderen Landessprachen der Schweiz lauten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Sprache&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Französisch&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;canton de Saint-Gall&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Italienisch&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Canton San Gallo&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rätoromanisch&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Chantun Son Gagl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abkürzung des Kantons lautet &#039;&#039;&#039;SG&#039;&#039;&#039;. Sie wird auch auf Fahrzeugkontrollschildern verwendet. Der internationale Gebietscode nach ISO 3166-2 lautet &#039;&#039;&#039;CH-SG&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton St.Gallen liegt im Nordosten der Schweiz. Seine unregelmässige Form ist eine Folge seiner Entstehung aus zahlreichen historischen Landschaften und Herrschaftsgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er grenzt an die Schweizer Kantone:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Thurgau|Thurgau]],&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich|Zürich]],&lt;br /&gt;
* [[Kanton Schwyz|Schwyz]],&lt;br /&gt;
* [[Kanton Glarus|Glarus]],&lt;br /&gt;
* [[Kanton Graubünden|Graubünden]],&lt;br /&gt;
* [[Kanton Appenzell Ausserrhoden|Appenzell Ausserrhoden]],&lt;br /&gt;
* [[Kanton Appenzell Innerrhoden|Appenzell Innerrhoden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Appenzeller Kantone sind vollständig vom Gebiet des Kantons St.Gallen umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internationale Grenzen bestehen zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutschland]] im Bereich des Bodensees,&lt;br /&gt;
* [[Österreich]] im Rheintal,&lt;br /&gt;
* dem [[Fürstentum Liechtenstein]] entlang des [[Alpenrhein]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Kantonsgrenze umfasst sowohl natürliche Grenzen entlang von Flüssen, Seen und Bergkämmen als auch historisch festgelegte Grenzlinien. Der höchste Punkt ist der Ringelspitz mit 3&#039;247 Metern über Meer. Der tiefste Punkt liegt am Bodenseeufer bei Steinach auf ungefähr 398 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grenzen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/bauen/geoinformation/vermessung/amtlichevermessungav/informationenverzeichnisse.html Kanton St.Gallen: Informationen und Verzeichnisse der amtlichen Vermessung], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftsräume ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton umfasst sehr unterschiedliche Landschaften. Im Norden dominieren das [[Schweizer Mittelland]], voralpine Hügelgebiete und die Landschaft am Bodensee. Im Süden bestimmen breite Täler, Gebirgszüge und hochalpine Regionen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Landschaftsräumen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das St.Galler Fürstenland,&lt;br /&gt;
* die Bodenseeregion,&lt;br /&gt;
* das [[St. Galler Rheintal]],&lt;br /&gt;
* das [[Toggenburg]],&lt;br /&gt;
* das [[Werdenberg (Region)|Werdenberg]],&lt;br /&gt;
* das [[Sarganserland]],&lt;br /&gt;
* die Linthebene,&lt;br /&gt;
* das Gebiet See-Gaster,&lt;br /&gt;
* die Region um [[Rapperswil-Jona]] am Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsstruktur ist polyzentrisch. Neben der Stadt St.Gallen besitzen auch [[Rapperswil-Jona]], [[Wil SG|Wil]], [[Gossau SG|Gossau]], [[Buchs SG|Buchs]], [[Altstätten]], [[Rorschach]], [[Uzwil]], [[Wattwil]] und [[Sargans]] regionale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil des Kantons gehört zu den [[Alpen]]. Zu den wichtigsten Gebirgsgruppen zählen die [[Glarner Alpen]], die [[Appenzeller Alpen]], die [[Churfirsten]] und das Gebiet um den [[Pizol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Berge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der [[Ringelspitz]] mit 3&#039;247 Metern,&lt;br /&gt;
* der [[Pizol]] mit 2&#039;844 Metern,&lt;br /&gt;
* der [[Säntis]] mit 2&#039;502 Metern,&lt;br /&gt;
* der [[Gonzen]] mit 1&#039;830 Metern,&lt;br /&gt;
* der [[Speer]] mit 1&#039;950 Metern,&lt;br /&gt;
* die sieben Gipfel der [[Churfirsten]],&lt;br /&gt;
* der [[Hinterrugg]] mit 2&#039;306 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Säntis liegt auf dem Gebiet der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Er ist wegen seiner weithin sichtbaren Lage eines der bekanntesten Wahrzeichen der Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Churfirsten bilden eine markante Bergkette zwischen dem Toggenburg und dem [[Walensee]]. Ihre steilen Südflanken fallen teilweise fast unmittelbar zum See ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Täler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Bevölkerung lebt in den breiten Haupttälern. Besonders wichtig sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Alpenrheintal,&lt;br /&gt;
* das Seeztal,&lt;br /&gt;
* die Linthebene,&lt;br /&gt;
* das Thur- und Toggenburgertal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Täler bilden zugleich bedeutende Verkehrs-, Landwirtschafts- und Siedlungsräume. Ihre Talböden enthalten wichtige Grundwasservorkommen, die für die Trinkwasserversorgung genutzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geografie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das St.Galler Rheintal erstreckt sich entlang des Alpenrheins von der Region Sargans bis zum Bodensee. Es ist dicht besiedelt und eng mit dem österreichischen Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein verflochten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Toggenburg folgt dem Lauf der [[Thur]] zwischen dem Alpstein und dem Gebiet um Wil. Es verbindet alpine und voralpine Landschaften und besitzt eine ausgeprägte regionale Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt Anteile an drei grossen Seen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* am [[Bodensee]],&lt;br /&gt;
* am [[Walensee]],&lt;br /&gt;
* am [[Zürichsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bodensee bildet im Nordosten einen Teil der internationalen Grenze zu Deutschland und Österreich. Bedeutende St.Galler Orte am See sind [[Rorschach]], [[Rorschacherberg]], [[Thal SG|Thal]], [[Steinach SG|Steinach]] und [[Goldach SG|Goldach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Walensee liegt zwischen den Churfirsten und den Glarner Alpen. Sein östlicher Teil gehört zum Kanton St.Gallen, der westliche zum Kanton Glarus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der obere Zürichsee grenzt an die Region See-Gaster. Am See liegen unter anderem Rapperswil-Jona, [[Schmerikon]] und [[Uznach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Flüsse sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der [[Alpenrhein]],&lt;br /&gt;
* die [[Thur]],&lt;br /&gt;
* die [[Linth]],&lt;br /&gt;
* die [[Seez]],&lt;br /&gt;
* die [[Sitter]],&lt;br /&gt;
* die [[Goldach]],&lt;br /&gt;
* die [[Steinach SG|Steinach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Alpenrhein bildet über weite Strecken die Grenze zu Liechtenstein und Österreich. Bei seinem Eintritt in den Bodensee bildet er ein ausgedehntes Delta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima unterscheidet sich je nach Höhenlage und Region deutlich. Im nördlichen Mittelland und am Bodensee herrscht ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Der Bodensee wirkt temperaturausgleichend und mildert in seiner Umgebung starke Temperaturschwankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Voralpen und Alpen nehmen Niederschläge und Schneemengen mit der Höhe zu. Das Toggenburg, der Alpstein und die westlichen Gebirgsgebiete gehören zu den niederschlagsreichen Teilen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rheintal wird regelmässig durch den [[Föhn]] beeinflusst. Dieser kann zu ungewöhnlich hohen Temperaturen, trockener Luft und starken Windböen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natur und Bodennutzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp die Hälfte der Kantonsfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Rund ein Drittel ist bewaldet. Weitere Flächen entfallen auf Siedlungen, Verkehrswege, Gewässer, Fels und unproduktive Hochgebirgsgebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geografie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt zahlreiche Naturschutzgebiete, Moore, Auen, Trockenwiesen und alpine Lebensräume. Bedeutende Naturräume sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Rheindelta am Bodensee,&lt;br /&gt;
* die Uferlandschaften am Walensee,&lt;br /&gt;
* die Moorlandschaften im Toggenburg,&lt;br /&gt;
* die Hochgebirgsräume im Pizolgebiet,&lt;br /&gt;
* die Auen des Alpenrheins,&lt;br /&gt;
* die Linthebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Herausforderungen des Natur- und Umweltschutzes zählen die Zersiedelung, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der Schutz des Kulturlands, invasive Arten und die Folgen des Klimawandels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2024 betrug die definitive ständige Wohnbevölkerung 540&#039;036 Personen. Ende 2025 lebten nach provisorischen Angaben 543&#039;913 Personen im Kanton.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevölkerung2024&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/statistik/themen/B01/wohnbevoelkerung.html Kanton St.Gallen: Wohnbevölkerung], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevölkerung2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 ist die Bevölkerung jedes Jahr gewachsen. Der Kanton umfasst knapp sechs Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung und ist bevölkerungsmässig der fünftgrösste Kanton des Landes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BevölkerungGemeinden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/portraet-des-kantons-st-gallen/bevoelkerung-und-gemeinden.html Kanton St.Gallen: Bevölkerung und Gemeinden], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungswachstum konzentriert sich vor allem auf die Stadtregion St.Gallen, das Rheintal, die Region Wil sowie See-Gaster. In einzelnen ländlichen und höher gelegenen Gebieten verläuft die Entwicklung langsamer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städte und grössere Orte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grösste Stadt und das politische Zentrum des Kantons ist St.Gallen. Weitere wichtige Städte und regionale Zentren sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rapperswil-Jona]],&lt;br /&gt;
* [[Wil SG|Wil]],&lt;br /&gt;
* [[Gossau SG|Gossau]],&lt;br /&gt;
* [[Buchs SG|Buchs]],&lt;br /&gt;
* [[Altstätten]],&lt;br /&gt;
* [[Rorschach]],&lt;br /&gt;
* [[Uzwil]],&lt;br /&gt;
* [[Wattwil]],&lt;br /&gt;
* [[Sargans]],&lt;br /&gt;
* [[Flawil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt St.Gallen bildet gemeinsam mit Gossau und mehreren umliegenden Gemeinden einen zusammenhängenden Wirtschafts- und Siedlungsraum. Rapperswil-Jona ist stark mit der Zürcher Stadt- und Wirtschaftsregion verbunden. Buchs, Werdenberg und das Rheintal sind eng mit Liechtenstein und Vorarlberg verflochten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssprache ist Deutsch. Im Alltag werden überwiegend ostschweizerische und st.gallische Varianten des [[Schweizerdeutsch]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dialekte unterscheiden sich regional. Im Norden und Westen bestehen Übergänge zu den Dialekten des Thurgaus und des Kantons Zürich. Im Rheintal, Toggenburg, Werdenberg und Sarganserland haben sich teilweise deutlich erkennbare lokale Sprachformen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Deutsch werden aufgrund der Zuwanderung zahlreiche weitere Sprachen gesprochen. Zu den am häufigsten verwendeten nichtdeutschen Sprachen zählen Albanisch, Englisch sowie Serbisch und Kroatisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprache&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/statistik/themen/B16.html Kanton St.Gallen: Sprache, Kultur, Medien und Sport], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Kantons wurde stark durch das Nebeneinander katholischer und reformierter Gebiete geprägt. Die Stadt St.Gallen war seit der Reformation überwiegend reformiert, während die umliegende Fürstabtei und viele ihrer ehemaligen Territorien katholisch blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehören ein grosser Teil der Bevölkerung der römisch-katholischen oder der evangelisch-reformierten Kirche an. Gleichzeitig ist der Anteil konfessionsloser Personen stark gewachsen. 2024 waren rund 30 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren konfessionslos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevölkerung2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholischen Kirchgemeinden bilden den katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen. Die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden gehören zur Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Kantons war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Archäologische Funde stammen unter anderem aus den Seeufergebieten am Zürichsee, Walensee und Bodensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eisenzeit lebten in verschiedenen Regionen keltische Bevölkerungsgruppen. Während der römischen Herrschaft gehörte das Gebiet teilweise zu den Provinzen [[Raetia]] und [[Germania superior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige römische Verkehrswege führten durch das Alpenrheintal, über die Pässe des Sarganserlands und entlang der Seen. Römische Siedlungen und Gutshöfe bestanden unter anderem in der Region Rapperswil-Jona, im Rheintal und im Gebiet um [[Kempraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der Römer wurden der Norden und Westen zunehmend durch alemannische Gruppen besiedelt. Im Süden und in den Alpentälern hielten sich romanische Spracheinflüsse länger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gallus und das Kloster St.Gallen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Überlieferung nach liess sich der irische Mönch Gallus um das Jahr 612 im Tal der Steinach nieder. An seinem Aufenthaltsort entstand eine Einsiedlergemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 719 gründete [[Otmar von St. Gallen|Otmar]] das Kloster St.Gallen. Dieses entwickelte sich im frühen Mittelalter zu einem der wichtigsten religiösen, wissenschaftlichen und kulturellen Zentren Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klosterbibliothek bewahrt zahlreiche bedeutende Handschriften aus dem frühen und hohen Mittelalter. Das Kloster besass umfangreiche Ländereien und Herrschaftsrechte in der Ostschweiz und darüber hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige [[Stiftsbezirk St. Gallen|Stiftsbezirk St.Gallen]] mit Kathedrale, Klosterbauten und Stiftsbibliothek gehört seit 1983 zum [[UNESCO-Welterbe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNESCO&amp;quot;&amp;gt;[https://whc.unesco.org/en/list/268 UNESCO World Heritage Centre: Abbey of St Gall], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt und Fürstabtei ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kloster entwickelte sich die Stadt St.Gallen. Im Spätmittelalter löste sie sich schrittweise aus der Herrschaft der Fürstabtei und wurde zu einer weitgehend selbstständigen Reichsstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen der reformierten Stadt und der katholischen Fürstabtei bestanden über Jahrhunderte politische, wirtschaftliche und konfessionelle Spannungen. Beide waren als zugewandte Orte mit der Alten Eidgenossenschaft verbunden, gehörten ihr jedoch nicht als vollberechtigte Kantone an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt St.Gallen entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Leinwandproduktion und des Fernhandels. St.Galler Textilien wurden in zahlreiche europäische Länder und später weltweit exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Territoriale Vielfalt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Kantonsgründung bestanden auf dem heutigen Kantonsgebiet zahlreiche selbstständige oder fremdverwaltete Herrschaften. Dazu gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Fürstabtei St.Gallen mit der Alten Landschaft und Teilen des Toggenburgs,&lt;br /&gt;
* die freie Reichsstadt St.Gallen,&lt;br /&gt;
* die Grafschaft Toggenburg,&lt;br /&gt;
* die Landvogtei Rheintal,&lt;br /&gt;
* die Herrschaft Sax-Forstegg,&lt;br /&gt;
* die Grafschaft Werdenberg,&lt;br /&gt;
* die Landvogtei Sargans,&lt;br /&gt;
* die Landschaft Gaster,&lt;br /&gt;
* die Grafschaft Uznach,&lt;br /&gt;
* die Stadt und Herrschaft Rapperswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Gebiete wurden von verschiedenen eidgenössischen Orten gemeinsam als Landvogteien verwaltet. Eine gemeinsame st.gallische Identität oder Verwaltung bestand vor 1803 nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WappenStaatsarchiv&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/kultur/staatsarchiv/uber-uns/historische-einblicke/Archivsplitter/11.html Staatsarchiv St.Gallen: Ursprung des St.Galler Kantonswappens], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem französischen Einmarsch von 1798 wurden die alten Herrschaftsverhältnisse aufgehoben. Während der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] gehörten die Gebiete des späteren Kantons hauptsächlich zu den Kantonen [[Kanton Säntis|Säntis]] und [[Kanton Linth|Linth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Säntis umfasste unter anderem die Stadt und die Fürstabtei St.Gallen, Teile des Toggenburgs, die beiden Appenzell und das Rheintal. Der Kanton Linth umfasste unter anderem Glarus, Rapperswil, Gaster, Uznach, Sargans, Werdenberg und Teile des Toggenburgs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralistische Helvetische Republik blieb politisch instabil. Konflikte zwischen Föderalisten und Unitariern sowie der Einfluss Frankreichs führten wiederholt zu Verfassungsänderungen und Unruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsgründung 1803 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der von [[Napoleon Bonaparte]] vermittelten Mediationsakte entstand 1803 der Kanton St.Gallen. Er wurde als gleichberechtigtes Mitglied in die Schweizerische Eidgenossenschaft aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen des neuen Kantons verbanden historisch, konfessionell und wirtschaftlich sehr unterschiedliche Gebiete. Eine wichtige Rolle bei der Gründung und beim Aufbau der Verwaltung spielte [[Karl Müller-Friedberg]], der erste Landammann des Kantons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Kanton erhielt eine eigene Verfassung, Regierung und Verwaltung. Die ursprüngliche Gliederung umfasste acht Bezirke. Diese acht Gründungsbezirke werden durch die Stäbe im Kantonswappen symbolisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fürstabtei St.Gallen wurde 1805 aufgehoben. Ein Teil ihrer Gebäude wurde später Sitz der Kantonsregierung und der kantonalen Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft erhielt der Kanton 1814 eine stärker zentralistische und konservative Verfassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der liberalen Bewegung von 1830 verlangten grosse Volksversammlungen mehr politische Rechte. 1831 trat eine neue Verfassung in Kraft, welche die demokratische Mitwirkung ausbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Verfassungen folgten 1861 und 1890. Die Verfassung von 1890 wurde durch eine Volksinitiative angestossen und blieb in ihren Grundzügen mehr als ein Jahrhundert gültig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Innenpolitik des 19. Jahrhunderts war stark von konfessionellen Gegensätzen geprägt. Katholisch-konservative und liberal-reformierte Kräfte rangen um Einfluss auf Schule, Kirche und Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig erlebten die Stadt St.Gallen und ihre Umgebung einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Textilindustrie. Besonders die St.Galler Stickerei erreichte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert internationale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau von Eisenbahnen, Strassen und Rheinkorrekturen veränderte die wirtschaftlichen und räumlichen Verhältnisse im ganzen Kanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stickereikrise nach dem Ersten Weltkrieg traf die Region St.Gallen besonders stark. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren, und die Wirtschaft musste sich breiter ausrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf des 20. Jahrhunderts gewannen Maschinenbau, Metallverarbeitung, Nahrungsmittelindustrie, Handel, Banken, Versicherungen, Bildung und weitere Dienstleistungen an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Frauenstimmrecht wurde auf kantonaler Ebene 1972 eingeführt. Seitdem sind Frauen im Kanton sowohl stimm- als auch wahlberechtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frauenstimmrecht&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/politik-verwaltung/kantonsrat/der-kantonsrat-kurz-erklaert/wie-der-kantonsrat-gewaehlt-wird/geschlechterverteilung-im-kantonsrat.html Kanton St.Gallen: Geschlechterverteilung im Kantonsrat], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen Bevölkerung, Wohlstand und Siedlungsfläche. Besonders das Rheintal, die Region Wil, See-Gaster und die Agglomeration St.Gallen entwickelten sich zu bedeutenden Wirtschafts- und Wohnräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassung von 2001 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 nahm die Stimmbevölkerung eine neue Kantonsverfassung an. Sie löste die Verfassung von 1890 ab und trat zu Beginn des Jahres 2003 vollständig in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der neuen Verfassung wurden die bisherigen 14 Bezirke aufgehoben. Für die Wahl des Kantonsrates bestehen seither acht Wahlkreise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung regelt die Grundrechte, die politischen Rechte, die Aufgaben des Kantons, die Organisation der Behörden sowie das Verhältnis zwischen Kanton und Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton St.Gallen ist eine demokratische Republik innerhalb des schweizerischen Bundesstaates. Die Staatsgewalt ist in Legislative, Exekutive und Judikative geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten wählen Kantonsrat und Regierung alle vier Jahre. Sie entscheiden ausserdem in kantonalen Volksabstimmungen über Verfassungsänderungen, Volksinitiativen, Referenden und weitere Vorlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kantonsrat&#039;&#039;&#039; ist das Parlament und damit die gesetzgebende Behörde des Kantons. Er besteht aus 120 Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kantonsrat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/politik-verwaltung/kantonsrat/der-kantonsrat-kurz-erklaert.html Kanton St.Gallen: Der Kantonsrat kurz erklärt], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder werden für vier Jahre nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt. Die Sitze werden auf die acht Wahlkreise entsprechend ihrer Bevölkerungszahl verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Aufgaben des Kantonsrates gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Erlass kantonaler Gesetze,&lt;br /&gt;
* die Genehmigung des Budgets und der Staatsrechnung,&lt;br /&gt;
* die parlamentarische Aufsicht über Regierung, Verwaltung und Gerichte,&lt;br /&gt;
* die Beratung parlamentarischer Vorstösse,&lt;br /&gt;
* die Wahl bestimmter Behörden- und Gerichtsmitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kantonsrat tagt in der Regel viermal jährlich in mehrtägigen Sessionen im Kantonsratssaal im Stiftsbezirk St.Gallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sessionen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/politik-verwaltung/kantonsrat/sessionen.html Kanton St.Gallen: Sessionen des Kantonsrates], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Regierung des Kantons St.Gallen&#039;&#039;&#039; ist die oberste leitende und vollziehende Behörde. Sie besteht aus sieben Mitgliedern, die vom Volk für vier Jahre gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regierung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/politik-verwaltung/regierung/wissenswertes.html Kanton St.Gallen: Wissenswertes über die Regierung], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Mitglied leitet ein Departement. Die kantonale Verwaltung ist in folgende Bereiche gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Volkswirtschaftsdepartement,&lt;br /&gt;
* Departement des Innern,&lt;br /&gt;
* Bildungsdepartement,&lt;br /&gt;
* Finanzdepartement,&lt;br /&gt;
* Baudepartement,&lt;br /&gt;
* Sicherheits- und Justizdepartement,&lt;br /&gt;
* Gesundheitsdepartement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatskanzlei unterstützt Regierung und Kantonsrat. Sie wird vom Staatssekretär oder von der Staatssekretärin geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Regierung wechselt nach einem festgelegten Turnus. Die Regierungspräsidentin oder der Regierungspräsident leitet die Sitzungen, besitzt innerhalb des Kollegiums jedoch keine zusätzliche politische Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kantonale Rechtsprechung wird von unabhängigen Gerichten ausgeübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gerichtsorganisation gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Kantonsgericht St. Gallen|Kantonsgericht]],&lt;br /&gt;
* die Kreisgerichte,&lt;br /&gt;
* das Handelsgericht,&lt;br /&gt;
* die Anklagekammer,&lt;br /&gt;
* das Versicherungsgericht,&lt;br /&gt;
* die Verwaltungsrekurskommission,&lt;br /&gt;
* das Verwaltungsgericht,&lt;br /&gt;
* Schlichtungsstellen und Vermittlungsämter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/recht/gerichte/organisation---standorte.html Gerichte St.Gallen: Organisation und Standorte], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreisgerichte sind hauptsächlich für erstinstanzliche Zivil- und Strafverfahren zuständig. Das Kantonsgericht beurteilt Rechtsmittel in Zivil- und Strafsachen. Das Verwaltungsgericht ist die oberste kantonale Instanz der Staats- und Verwaltungsrechtspflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Direkte Demokratie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die St.Galler Bevölkerung verfügt über weitreichende direktdemokratische Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Volksinitiative können Stimmberechtigte eine Änderung der Kantonsverfassung oder den Erlass gesetzlicher Bestimmungen verlangen. Gegen bestimmte Beschlüsse des Kantonsrates kann das Referendum ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfassungsänderungen unterliegen zwingend einer Volksabstimmung. Je nach Art und finanzieller Bedeutung können auch weitere Erlasse und Ausgabenbeschlüsse dem obligatorischen oder fakultativen Referendum unterstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsgliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlkreise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 ist der Kanton in acht Wahlkreise gegliedert. Sie dienen hauptsächlich der Wahl des Kantonsrates und sind keine Gebietskörperschaften mit eigenen politischen Organen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nummer&lt;br /&gt;
! Wahlkreis&lt;br /&gt;
! Bedeutende Orte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis St. Gallen|St.Gallen]]&lt;br /&gt;
| St.Gallen, Gossau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis Rorschach|Rorschach]]&lt;br /&gt;
| Rorschach, Goldach, Thal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis Rheintal|Rheintal]]&lt;br /&gt;
| Altstätten, Diepoldsau, Widnau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis Werdenberg|Werdenberg]]&lt;br /&gt;
| Buchs, Grabs, Sevelen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis Sarganserland|Sarganserland]]&lt;br /&gt;
| Sargans, Mels, Bad Ragaz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis See-Gaster|See-Gaster]]&lt;br /&gt;
| Rapperswil-Jona, Uznach, Rüti&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis Toggenburg|Toggenburg]]&lt;br /&gt;
| Wattwil, Ebnat-Kappel, Nesslau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| [[Wahlkreis Wil|Wil]]&lt;br /&gt;
| Wil, Uzwil, Flawil&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerichtskreise entsprechen weitgehend den Wahlkreisen. Werdenberg und Sarganserland bilden jedoch gemeinsam einen Gerichtskreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2026 umfasst der Kanton 75 politische Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeinden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/politik-verwaltung/gemeinden/ueber-die-gemeinden.html Kanton St.Gallen: Über die Gemeinden], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den politischen Gemeinden bestehen weitere öffentlich-rechtliche Körperschaften, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ortsgemeinden,&lt;br /&gt;
* Schulgemeinden,&lt;br /&gt;
* örtliche und ortsbürgerliche Korporationen,&lt;br /&gt;
* Zweckverbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Gemeinden erfüllen zahlreiche Aufgaben in den Bereichen Raumplanung, Bauwesen, Sozialhilfe, Schule, Versorgung, Entsorgung und lokale Infrastruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Gemeinden ist durch zahlreiche Fusionen zurückgegangen. Zu den grössten Zusammenschlüssen gehörten die Vereinigung von Rapperswil und Jona zu Rapperswil-Jona sowie die Bildung der Gemeinden [[Wildhaus-Alt St. Johann]], [[Nesslau]], [[Bütschwil-Ganterschwil]], [[Eschenbach SG|Eschenbach]] und [[Surses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton St.Gallen besitzt eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Traditionelle Industrien, moderne Technologieunternehmen, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen sind regional unterschiedlich verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung wurde stark durch die Textilwirtschaft geprägt. St.Galler Leinen, Baumwollstoffe und Stickereien waren über Jahrhunderte bedeutende Exportprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stickereiindustrie erreichte um 1900 ihren Höhepunkt. Obwohl ihre wirtschaftliche Bedeutung später zurückging, bestehen weiterhin Unternehmen, die hochwertige Stoffe, Stickereien und technische Textilien herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Industriezweige sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Anlagenbau,&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung,&lt;br /&gt;
* Elektrotechnik und Elektronik,&lt;br /&gt;
* Präzisions- und Medizintechnik,&lt;br /&gt;
* Kunststoffverarbeitung,&lt;br /&gt;
* Nahrungsmittelproduktion,&lt;br /&gt;
* Bauwirtschaft,&lt;br /&gt;
* Holz- und Papierverarbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industrielle Schwerpunkte liegen im Rheintal, in der Region Wil-Uzwil, im Raum St.Gallen-Gossau und in See-Gaster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienstleistungssektor beschäftigt den grössten Teil der Erwerbstätigen. Bedeutende Bereiche sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handel,&lt;br /&gt;
* Banken und Versicherungen,&lt;br /&gt;
* Unternehmensberatung,&lt;br /&gt;
* Bildung und Forschung,&lt;br /&gt;
* Gesundheitswesen,&lt;br /&gt;
* Verkehr und Logistik,&lt;br /&gt;
* Tourismus,&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung,&lt;br /&gt;
* Informations- und Kommunikationstechnologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt St.Gallen ist das wichtigste Dienstleistungszentrum der Ostschweiz. Die [[Universität St. Gallen]] trägt zur Bedeutung der Stadt als Bildungs-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft nutzt knapp die Hälfte der Kantonsfläche. Aufgrund der unterschiedlichen Landschaften bestehen verschiedene Produktionsformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelland und Rheintal werden Ackerbau, Gemüsebau, Obstbau und Viehwirtschaft betrieben. In den Voralpen und Alpen dominieren Milchwirtschaft, Rinderhaltung und Alpwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte landwirtschaftliche Produkte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Milch und Käse,&lt;br /&gt;
* Fleisch,&lt;br /&gt;
* Obst und Most,&lt;br /&gt;
* Gemüse aus dem Rheintal,&lt;br /&gt;
* Wein aus dem St.Galler Rheintal und vom Zürichsee,&lt;br /&gt;
* regionale Spezialitäten wie der [[St. Galler Alpkäse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rheintal gehört zu den wichtigsten Gemüseanbaugebieten der Ostschweiz. Weinbaugebiete befinden sich insbesondere an den sonnenreichen Hängen des Rheintals, im Sarganserland und am Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Tourismusregionen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St.Gallen-Bodensee,&lt;br /&gt;
* das Toggenburg,&lt;br /&gt;
* das Sarganserland mit der Ferienregion Heidiland,&lt;br /&gt;
* Rapperswil und der obere Zürichsee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tourismus&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/portraet-des-kantons-st-gallen/tourismus-und-standort.html Kanton St.Gallen: Tourismus und Standort], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Reisezielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Stiftsbezirk St.Gallen,&lt;br /&gt;
* die Altstadt von St.Gallen,&lt;br /&gt;
* die Altstadt und das Schloss Rapperswil,&lt;br /&gt;
* der [[Säntis]],&lt;br /&gt;
* die Churfirsten,&lt;br /&gt;
* die [[Taminaschlucht]],&lt;br /&gt;
* [[Bad Ragaz]],&lt;br /&gt;
* der Pizol,&lt;br /&gt;
* der Walensee,&lt;br /&gt;
* [[Werdenberg]],&lt;br /&gt;
* der [[Klangweg Toggenburg]],&lt;br /&gt;
* die Bodenseestädte Rorschach und Thal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter bestehen Skigebiete am Pizol, im oberen Toggenburg und in kleineren voralpinen Regionen. Im Sommer sind Wandern, Velofahren, Wassersport und alpine Aktivitäten von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton liegt an wichtigen europäischen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Seine Verkehrsnetze verbinden die Schweiz mit Deutschland, Österreich und Liechtenstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Bahnverbindung führt von Zürich über Winterthur, Wil, Gossau und St.Gallen nach St. Margrethen und weiter nach Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Linien verbinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* St.Gallen mit Romanshorn und dem Bodensee,&lt;br /&gt;
* St.Gallen mit Wattwil, Rapperswil und Luzern,&lt;br /&gt;
* Wil mit Wattwil und Nesslau,&lt;br /&gt;
* Rapperswil mit Ziegelbrücke, Sargans und Chur,&lt;br /&gt;
* Sargans mit Buchs und St. Margrethen,&lt;br /&gt;
* Buchs mit dem Fürstentum Liechtenstein und Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] betreiben insbesondere die [[Schweizerische Südostbahn]] und die [[Appenzeller Bahnen]] regionale Verbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[S-Bahn St. Gallen]] verbindet die Agglomeration St.Gallen mit dem Bodensee, dem Rheintal, dem Toggenburg, dem Thurgau, dem Appenzellerland und Vorarlberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Autobahnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Autobahn A1|A1]] von Zürich über Wil und St.Gallen nach St. Margrethen,&lt;br /&gt;
* die [[Autobahn A13 (Schweiz)|A13]] durch das Rheintal und Sarganserland,&lt;br /&gt;
* die [[Autobahn A15 (Schweiz)|A15]] zwischen dem Zürcher Oberland und Reichenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A13 verbindet den Bodenseeraum über das Rheintal mit Graubünden, dem San-Bernardino-Pass und dem Tessin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Hauptstrassen erschliessen das Toggenburg, den Walensee, den Zürichsee und die Berggebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luftfahrt und Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Flugplatz St. Gallen-Altenrhein]] liegt in der Gemeinde Thal am Bodensee. Er dient dem regionalen Geschäfts- und Linienverkehr sowie der allgemeinen Luftfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der internationale Flughafen Zürich ist aus vielen Teilen des Kantons per Bahn oder Strasse erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kursschiffe verkehren auf dem Bodensee, dem Zürichsee und dem Walensee. Der Hafen Rorschach ist ein wichtiger Ausgangspunkt der Bodenseeschifffahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bildungswesen umfasst Volksschulen, Berufsfachschulen, Mittelschulen, Hochschulen und Weiterbildungsinstitutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Hochschulen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Universität St. Gallen]],&lt;br /&gt;
* die [[OST – Ostschweizer Fachhochschule]],&lt;br /&gt;
* die [[Pädagogische Hochschule St. Gallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität St.Gallen ist auf Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Staatswissenschaften sowie Informatik spezialisiert. Sie besitzt eine internationale Ausrichtung und ist eng mit Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die OST unterhält Standorte in St.Gallen, Rapperswil-Jona und Buchs. Ihre Schwerpunkte liegen unter anderem in Technik, Informatik, Architektur, Wirtschaft, Gesundheit und Sozialer Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bildung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/portraet-des-kantons-st-gallen/bildung-und-kultur.html Kanton St.Gallen: Bildung und Kultur], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pädagogische Hochschule bildet Lehrpersonen für verschiedene Schulstufen aus und betreibt pädagogische Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berufsbildung besitzt im Kanton einen hohen Stellenwert. Zahlreiche Jugendliche absolvieren eine Berufslehre und besuchen gleichzeitig eine Berufsfachschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftsbezirk St.Gallen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiftsbezirk ist das bedeutendste kulturhistorische Ensemble des Kantons. Er umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Kathedrale St.Gallen,&lt;br /&gt;
* die Stiftsbibliothek,&lt;br /&gt;
* die ehemalige Klosteranlage,&lt;br /&gt;
* die Neue Pfalz,&lt;br /&gt;
* den Klosterhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftsbibliothek gehört zu den ältesten Bibliotheken der Welt. Sie besitzt bedeutende Handschriften aus dem frühen Mittelalter und dokumentiert die wissenschaftliche und kulturelle Rolle des Klosters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiftsbezirk wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNESCO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen und Kulturinstitutionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Museen und Kulturinstitutionen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Kunstmuseum St. Gallen]],&lt;br /&gt;
* das [[Historische und Völkerkundemuseum St. Gallen]],&lt;br /&gt;
* das [[Textilmuseum St. Gallen]],&lt;br /&gt;
* das [[Naturmuseum St. Gallen]],&lt;br /&gt;
* das [[Kunstzeughaus Rapperswil-Jona]],&lt;br /&gt;
* das [[Museum im Lagerhaus]],&lt;br /&gt;
* das [[Klangwelt Toggenburg]],&lt;br /&gt;
* das [[Staatsarchiv St. Gallen]],&lt;br /&gt;
* die [[Kantonsbibliothek Vadiana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theater und Konzertveranstaltungen finden unter anderem im [[Theater St. Gallen]], in der Tonhalle St.Gallen, im Kulturzentrum Lokremise und in zahlreichen regionalen Häusern statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volkskultur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Regionen besitzen ausgeprägte lokale Traditionen. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alpfahrten und Viehschauen,&lt;br /&gt;
* Fasnachtsbräuche,&lt;br /&gt;
* Jodel- und Volksmusik,&lt;br /&gt;
* Trachten,&lt;br /&gt;
* Jahrmärkte und Chilbis,&lt;br /&gt;
* regionale Dialekte,&lt;br /&gt;
* kirchliche Feste und Prozessionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Toggenburg spielen Naturjodel, Schellen und traditionelle Saiteninstrumente eine wichtige Rolle. Die St.Galler und Rheintaler Fasnacht besitzt eigene Figuren und Bräuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung]] findet jährlich in St.Gallen statt. Sie gehört zu den bekanntesten Publikumsmessen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Spezialitäten des Kantons gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[St. Galler Bratwurst]],&lt;br /&gt;
* die [[St. Galler Kinderfestbratwurst]],&lt;br /&gt;
* der [[St. Galler Biber]],&lt;br /&gt;
* Toggenburger Käse,&lt;br /&gt;
* Rheintaler Ribelmais,&lt;br /&gt;
* Alpkäse,&lt;br /&gt;
* regionale Weine,&lt;br /&gt;
* Most und Obstsäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die St.Galler Bratwurst wird traditionell ohne Senf gegessen. Sie ist eng mit der regionalen Fest- und Marktkultur verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Fussballverein ist der [[FC St. Gallen]], dessen Gründung auf das Jahr 1879 zurückgeht. Er gilt als einer der ältesten noch bestehenden Fussballvereine Kontinentaleuropas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Sportvereine sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[SC Rapperswil-Jona Lakers]] im Eishockey,&lt;br /&gt;
* der [[KTV St. Gallen]] und weitere Turnvereine,&lt;br /&gt;
* verschiedene Handball-, Unihockey- und Leichtathletikvereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berg- und Seenlandschaften bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wandern, Skifahren, Bergsteigen, Segeln, Rudern und Velosport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonswappen zeigt auf grünem Grund ein silbernes Rutenbündel mit einem eingeschlossenen Beil. Das Bündel wird durch ein grünes Band zusammengehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglich acht Stäbe symbolisierten die acht Bezirke, aus denen der Kanton 1803 gebildet wurde. In der heute üblichen zweidimensionalen Darstellung sind nur fünf Stäbe vollständig sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Band steht für den Zusammenhalt der unterschiedlichen Regionen. Das Beil symbolisiert die gemeinsame staatliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe Grün galt zur Zeit der Kantonsgründung als Farbe der Freiheit und Revolution. Weiss wurde als Farbe der Unschuld verstanden. Das Wappen wurde nach der Gründung des Kantons geschaffen, da keines der Wappen der früheren Herrschaftsgebiete für den gesamten neuen Staat geeignet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WappenStaatsarchiv&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsflagge zeigt dasselbe Motiv in rechteckiger Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== St.Gallerlied ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;St.Gallerlied&#039;&#039;&#039; gilt als inoffizielle Hymne des Kantons. Es beginnt mit den Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Sant Galle isch mis Heimatland,&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;bont gschägget isch sis Chleid …&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied entstand anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Kantons im Jahr 1953. Der Text beschreibt die landschaftliche und kulturelle Vielfalt des Kantons als bunt zusammengenähtes Kleid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons St. Gallen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons St. Gallen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Bergen im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
* [[Ostschweiz]]&lt;br /&gt;
* [[St. Galler Rheintal]]&lt;br /&gt;
* [[Toggenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Sarganserland]]&lt;br /&gt;
* [[Werdenberg (Region)]]&lt;br /&gt;
* [[See-Gaster]]&lt;br /&gt;
* [[Bodensee]]&lt;br /&gt;
* [[Walensee]]&lt;br /&gt;
* [[Stiftsbezirk St. Gallen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv St.Gallen: &#039;&#039;Sankt-Galler Geschichte 2003&#039;&#039;. Mehrbändiges Werk zur Geschichte des Kantons und seiner Regionen.&lt;br /&gt;
* Kanton St.Gallen: &#039;&#039;Kopf und Zahl&#039;&#039;. Jährlich erscheinendes statistisches Porträt des Kantons.&lt;br /&gt;
* Historischer Verein des Kantons St.Gallen: &#039;&#039;St.Galler Neujahrsblätter&#039;&#039; und weitere historische Publikationen.&lt;br /&gt;
* Amt für Kultur des Kantons St.Gallen: Publikationen zur Kultur- und Baugeschichte des Kantons.&lt;br /&gt;
* Kantonsbibliothek Vadiana: Regionalbibliografie zum Kanton St.Gallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.sg.ch/ Offizielle Website des Kantons St.Gallen]&lt;br /&gt;
* [https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/portraet-des-kantons-st-gallen.html Porträt des Kantons St.Gallen]&lt;br /&gt;
* [https://www.sg.ch/ueber-den-kanton-st-gallen/statistik.html Amt für Daten und Statistik]&lt;br /&gt;
* [https://www.geoportal.ch/ Geoportal des Kantons St.Gallen]&lt;br /&gt;
* [https://www.sg.ch/kultur/staatsarchiv.html Staatsarchiv St.Gallen]&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliosg.ch/ Kantonsbibliothek Vadiana]&lt;br /&gt;
* [https://www.stiftsbezirk.ch/ Stiftsbezirk St.Gallen]&lt;br /&gt;
* [https://www.st.gallen-bodensee.ch/ Tourismusregion St.Gallen-Bodensee]&lt;br /&gt;
* [https://toggenburg.swiss/ Ferienregion Toggenburg]&lt;br /&gt;
* [https://heidiland.com/ Ferienregion Heidiland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kantone der Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:St. Gallen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:St. Gallen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostschweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenseeregion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit gegründet 1803]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A6&amp;diff=681</id>
		<title>Autobahn A6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A6&amp;diff=681"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin-left:1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Autobahn A6&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Strassentyp&lt;br /&gt;
| [[Autobahn]] und [[Autostrasse]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| N6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
| [[Biel/Bienne]]–[[Bern]]–[[Thun]]–[[Spiez]]–Mülenen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kantone&lt;br /&gt;
| Bern&amp;lt;br /&amp;gt;Fortsetzung der N6 im Kanton Wallis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wichtige Orte&lt;br /&gt;
| Biel/Bienne, [[Lyss]], Bern, Thun, Spiez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Beginn&lt;br /&gt;
| Verzweigung Brüggmoos bei Biel/Bienne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Südliches Ende der Autobahnstrecke&lt;br /&gt;
| Mülenen im Kandertal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Betreiber&lt;br /&gt;
| [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Benutzung&lt;br /&gt;
| Vignettenpflicht auf den als Autobahn oder Autostrasse signalisierten Abschnitten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Autobahn A6&#039;&#039;&#039; ist eine schweizerische Autobahn- und Autostrassenverbindung, die [[Biel/Bienne]] über [[Lyss]], [[Bern]], [[Thun]] und [[Spiez]] mit Mülenen im [[Kandertal]] verbindet. Sie bildet den als Hochleistungsstrasse ausgebauten Hauptteil der Nationalstrasse N6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke verbindet das [[Seeland]], die Agglomeration Bern und das [[Berner Oberland]]. Sie besitzt sowohl für den Berufs- und Güterverkehr als auch für den Tourismus eine grosse Bedeutung. Über die A6 werden unter anderem die Ferienregionen am [[Thunersee]], das Kandertal, das [[Simmental]] und die Zugänge zum [[Lötschberg]] erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A6 besteht nicht aus einer einzigen durchgehend eigenständig signalisierten Autobahnstrecke. Der nördliche Abschnitt führt von der Verzweigung Brüggmoos bei Biel über Lyss bis zur Verzweigung Schönbühl. Zwischen Schönbühl und Bern-Wankdorf wird die Verbindung über die [[Autobahn A1|A1]] hergestellt. Ab der Verzweigung Wankdorf verläuft die A6 über den Osten Berns und das Aaretal nach Thun und Spiez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Spiez beziehungsweise der Verzweigung Lattigen teilt sich die Nationalstrassenverbindung in mehrere Äste. Eine Strecke führt über Spiez nach Mülenen und weiter als gewöhnliche Nationalstrasse durch das Kandertal nach Kandersteg. Der Zubringer Simmental führt von Lattigen über den Simmenfluhtunnel nach Wimmis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalstrasse N6 setzt sich südlich der autobahnmässig ausgebauten Strecke als Hauptstrasse über Frutigen nach Kandersteg fort. Zwischen Kandersteg und Goppenstein wird die Verbindung durch den [[Lötschberg-Autoverlad]] hergestellt. Von Goppenstein führt die N6 durch das Walliser Lötschental und über Gampel-Steg zur [[Autobahn A9 (Schweiz)|A9]] im Rhonetal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_klassierung&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.astra.admin.ch/a-h-oder-n-fuer-die-nationalstrassen/ Bundesamt für Strassen: A, H oder N für die Nationalstrassen?], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung und Klassierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen &#039;&#039;&#039;A6&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;N6&#039;&#039;&#039; haben unterschiedliche Bedeutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abkürzung &#039;&#039;&#039;N6&#039;&#039;&#039; bezeichnet die im Bundesbeschluss festgelegte Nationalstrasse. Diese reicht von Biel/Bienne über Bern und das Berner Oberland bis nach Gampel im Kanton Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;A6&#039;&#039;&#039; wird für jene Abschnitte verwendet, die als Autobahn oder Autostrasse ausgebaut und mit grünen Wegweisern signalisiert sind. Südlich des autobahnmässigen Ausbaus verläuft die Nationalstrasse teilweise als zweispurige Hauptstrasse. In offiziellen Mitteilungen verwendet das Bundesamt für Strassen die Bezeichnung A6 teilweise auch für Unterhaltsabschnitte im Kandertal und im Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kernstrecke zwischen Biel/Bienne und dem Berner Oberland liegt fast vollständig im Kanton Bern. Der südliche Teil der Nationalstrasse N6 zwischen Goppenstein und Gampel befindet sich im Kanton Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den als Autobahn oder Autostrasse signalisierten Abschnitten ist die Benutzung grundsätzlich nur mit einer gültigen Schweizer Autobahnvignette erlaubt. Die als gewöhnliche Hauptstrasse ausgeführten Abschnitte unterliegen nicht automatisch der Vignettenpflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brüggmoos–Lyss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A6 beginnt südöstlich von Biel/Bienne bei der Verzweigung Brüggmoos. Dort besteht eine Verbindung zur [[Autobahn A5 (Schweiz)|A5]], welche die Region Biel mit Solothurn und dem Jurasüdfuss verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führt zunächst durch die Gemeinden [[Brügg BE|Brügg]], [[Aegerten]], [[Studen BE|Studen]] und [[Worben]]. Sie verläuft durch das dicht besiedelte südliche Seeland und erschliesst zahlreiche Wohn-, Industrie- und Gewerbegebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lyss bestehen Anschlüsse an das regionale Strassennetz in Richtung Aarberg, Büren an der Aare und Kerzers. Lyss bildet einen bedeutenden Wirtschafts- und Verkehrsknoten des Berner Seelands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Brüggmoos und Lyss ist überwiegend richtungsgetrennt ausgebaut. Wegen der dichten Besiedlung, zahlreicher Anschlüsse und des hohen Pendlerverkehrs besitzt er einen eher städtischen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lyss–Schönbühl ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Lyss verläuft die A6 durch eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Sie passiert Grossaffoltern und Schüpfen und erreicht anschliessend den Raum Münchenbuchsee und Schönbühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Schönbühl endet der selbständige nördliche A6-Abschnitt an der A1. Die Verbindung in Richtung Bern und Berner Oberland benutzt danach die A1 bis zur Verzweigung Bern-Wankdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke zwischen Brüggmoos und Schönbühl befand sich bis Ende 2019 in kantonaler Zuständigkeit. Am 1. Januar 2020 ging sie im Rahmen des neuen Netzbeschlusses an den Bund über. Seither ist das Bundesamt für Strassen für Betrieb, Unterhalt und Ausbau verantwortlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_lyss_schoenbuehl&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/astra/it/home/temi/strade-nazionali/cantieri/comunicati-stampa-delle-filiali-dell-ustra/comunicati-stampa-della-filiale-thun/a6-lyss-sued--schoenbuehl--einschraenkungen-fuer-zustandsuntersuchungen.html Bundesamt für Strassen: A6 Lyss-Süd–Schönbühl], 17. April 2025, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönbühl–Bern-Wankdorf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen der Verzweigung Schönbühl und Bern-Wankdorf verläuft die Verbindung gemeinsam mit der A1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt gehört zu den am stärksten belasteten Autobahnstrecken der Region Bern. Neben dem Verkehr zwischen Zürich, Bern und der Westschweiz nimmt er auch den Verkehr der A6 aus dem Seeland und dem Berner Oberland auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verzweigung Wankdorf ist einer der wichtigsten Autobahnknoten der Schweiz. Hier treffen die A1, die A6 und mehrere städtische Zufahrten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bern-Wankdorf–Bern-Ostring ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Verzweigung Wankdorf führt die A6 in südlicher Richtung durch den Osten der Stadt Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verläuft zunächst an der Grossen und Kleinen Allmend, dem Messegelände [[BERNEXPO]] und dem [[Stadion Wankdorf]] vorbei. Der Anschluss Bern-Ostring erschliesst die östlichen Stadtquartiere und bildet eine wichtige Zufahrt zum Stadtzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn wurde in diesem Bereich durch die spätere Stadtentwicklung teilweise von Wohn- und Gewerbegebieten umschlossen. Hohe Lärmschutzwände begrenzen die Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Wankdorf und Muri ist das Verkehrsaufkommen besonders hoch. Staus führen regelmässig zu Ausweichverkehr in den Quartieren und Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bern-Ostring–Muri ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Anschlusses Ostring führt die A6 durch den Sonnenhoftunnel und entlang der Berner Quartiere Murifeld und Wittigkofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anschluss Muri besteht eine Verbindung nach Muri bei Bern, Gümligen und Rüfenacht. Der Zubringer Rüfenacht ist seit dem neuen Netzbeschluss ebenfalls Bestandteil der Nationalstrasse N6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschluss Muri wurde zwischen 2017 und 2019 umgestaltet. Kernstück der Arbeiten war ein neuer Kreisel, der die Verkehrsströme der Autobahn, der Kantonsstrassen und des Zubringers Rüfenacht besser miteinander verbindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_muri&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-anschluss-muri Bundesamt für Strassen: A6 Anschluss Muri], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Muri–Rubigen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Muri verlässt die A6 das dicht bebaute Stadtgebiet. Sie führt durch das Aaretal an Allmendingen, Münsingen und Rubigen vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn verläuft weitgehend parallel zur [[Aare]] und zur Bahnstrecke Bern–Thun. Das Gebiet ist von Landwirtschaftsflächen, Kiesgruben, Grundwasserschutzgebieten und Siedlungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschluss Rubigen erschliesst Münsingen, Rubigen und das Gürbetal. Von dort bestehen regionale Verbindungen nach Belp und zum Flughafen Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in der Aareebene macht die Strecke anfällig für Hochwasser. Bei den Hochwasserereignissen von 1999 und 2005 wurden Teile der Autobahn und des angrenzenden Belpmooses überflutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rubigen–Thun ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Rubigen führt die A6 über Kiesen, Heimberg und Steffisburg nach Thun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt wurde ab 1971 schrittweise dem Verkehr übergeben. Die weitgehend geradlinige Strecke besitzt in beiden Richtungen je zwei Fahrspuren und einen Pannenstreifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_rubigen_spiez&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-rubigen-thun-spiez Bundesamt für Strassen: A6 Rubigen–Thun–Spiez], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschluss Kiesen verbindet die Autobahn mit dem östlichen Gürbetal und dem Raum Oberdiessbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anschluss Thun-Nord wird die Aare überquert. Der Knoten erschliesst Heimberg, Steffisburg und den nördlichen Teil der Stadt Thun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn führt anschliessend durch den Osten Thuns. Über die Anschlüsse Thun-Nord und Thun-Süd wird ein grosser Teil des städtischen und regionalen Verkehrs abgewickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thun–Lattigen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Anschluss Thun-Süd führt die A6 durch das Gebiet von Strättligen und Gwatt in Richtung Spiez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke verläuft in der Nähe des Thunersees, ohne dessen Ufer unmittelbar zu berühren. Sie überquert mehrere Gewässer, Verkehrswege und die Kander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Gesigen befindet sich ein Werkhof des Nationalstrassenbetriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Verzweigung Lattigen werden die Verkehrsströme in Richtung Spiez, Interlaken, Kandertal und Simmental aufgeteilt. Die Hauptfahrbahn in Richtung Interlaken wird als [[Autobahn A8 (Schweiz)|A8]] weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lattigen–Spiez–Mülenen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ast der A6 führt von Lattigen nach Spiez. Über den Anschluss Spiez bestehen Verbindungen zum Ortszentrum, zum Thunersee, zur A8 in Richtung Interlaken und zur Strasse in Richtung Frutigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Spiez verläuft die A6 durch den einröhrigen Spiezwilertunnel. Die Strecke ist dort als zweispurige Autostrasse ohne bauliche Trennung der Fahrtrichtungen ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Mülenen endet der autobahn- beziehungsweise autostrassenmässig ausgebaute Abschnitt. Die Nationalstrasse N6 führt anschliessend als Hauptstrasse durch Reichenbach im Kandertal und Frutigen nach Kandersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zubringer Simmental ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Verzweigung Lattigen zweigt der Zubringer Simmental ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt durch den Simmenfluhtunnel und endet beim Anschluss Wimmis. Dort schliesst er an die Hauptstrassen durch das Simmental und in Richtung Zweisimmen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zubringer besitzt für den Tourismus und den regionalen Wirtschaftsverkehr eine grosse Bedeutung. Über ihn werden unter anderem das Niedersimmental, das Obersimmental, das Diemtigtal und die Ferienregion Gstaad erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckenabschnitte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Gliederung der A6 und der Nationalstrasse N6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Abschnitt&lt;br /&gt;
! Ausbau&lt;br /&gt;
! Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brüggmoos–Lyss&lt;br /&gt;
| Autobahn beziehungsweise Autostrasse&lt;br /&gt;
| Verbindung von Biel/Bienne mit dem südlichen Seeland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lyss–Schönbühl&lt;br /&gt;
| Richtungsgetrennte Hochleistungsstrasse&lt;br /&gt;
| Verbindung des Seelands mit Bern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schönbühl–Bern-Wankdorf&lt;br /&gt;
| Gemeinsamer Verlauf mit der A1&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen A6-Abschnitt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bern-Wankdorf–Muri&lt;br /&gt;
| Stadtautobahn&lt;br /&gt;
| Östliche Umfahrung und Erschliessung Berns&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Muri–Rubigen&lt;br /&gt;
| Autobahn&lt;br /&gt;
| Verbindung durch das Aaretal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rubigen–Thun&lt;br /&gt;
| Autobahn&lt;br /&gt;
| Hauptverbindung zwischen Bern und dem Berner Oberland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thun–Lattigen&lt;br /&gt;
| Autobahn&lt;br /&gt;
| Erschliessung von Thun, Spiez, Interlaken, Kandertal und Simmental&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lattigen–Spiez–Mülenen&lt;br /&gt;
| Teilweise Autobahn, teilweise zweispurige Autostrasse&lt;br /&gt;
| Zugang zum Kandertal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lattigen–Wimmis&lt;br /&gt;
| Zubringer Simmental mit Tunnel&lt;br /&gt;
| Zugang zum Simmental&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mülenen–Kandersteg&lt;br /&gt;
| Zweispurige Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| Verbindung durch das Kandertal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kandersteg–Goppenstein&lt;br /&gt;
| Lötschberg-Autoverlad&lt;br /&gt;
| Bahntransport der Motorfahrzeuge durch den Lötschbergtunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Goppenstein–Gampel&lt;br /&gt;
| Zweispurige Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| Verbindung vom Lötschental zur A9 im Rhonetal&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Anschlüsse und Verzweigungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Knoten der A6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Anschluss oder Verzweigung&lt;br /&gt;
! Erschlossene Orte und Strassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brüggmoos&lt;br /&gt;
| Biel/Bienne, Brügg und A5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lyss-Nord&lt;br /&gt;
| Lyss, Aarberg und Büren an der Aare&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lyss-Süd&lt;br /&gt;
| Lyss und Grossaffoltern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schüpfen&lt;br /&gt;
| Schüpfen und Münchenbuchsee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schönbühl&lt;br /&gt;
| A1 in Richtung Zürich, Bern und Westschweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bern-Wankdorf&lt;br /&gt;
| Bern, Ostermundigen, Bolligen, BERNEXPO und A1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bern-Ostring&lt;br /&gt;
| Berner Stadtzentrum und östliche Stadtquartiere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Muri&lt;br /&gt;
| Muri bei Bern, Gümligen und Rüfenacht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rubigen&lt;br /&gt;
| Rubigen, Münsingen, Belp und Gürbetal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kiesen&lt;br /&gt;
| Kiesen, Oberdiessbach und Konolfingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thun-Nord&lt;br /&gt;
| Thun, Heimberg und Steffisburg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thun-Süd&lt;br /&gt;
| Thun, Gwatt und Thunersee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lattigen&lt;br /&gt;
| Verzweigung A6, A8 und Zubringer Simmental&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spiez&lt;br /&gt;
| Spiez, Kandertal und Thunersee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wimmis&lt;br /&gt;
| Simmental und Diemtigtal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mülenen&lt;br /&gt;
| Reichenbach im Kandertal und Frutigen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen und Nummerierungen einzelner Anschlüsse wurden im Verlauf der Zeit mehrfach angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Bauwerke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonnenhoftunnel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonnenhoftunnel liegt zwischen den Anschlüssen Bern-Ostring und Muri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt die A6 unter einem Teil des Berner Siedlungsgebiets hindurch. Der Tunnel besitzt wegen des hohen Verkehrsaufkommens umfangreiche Beleuchtungs-, Lüftungs-, Überwachungs- und Sicherheitseinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Erneuerung des Abschnitts Wankdorf–Muri wurden auch die Betriebs- und Sicherheitsanlagen des Sonnenhoftunnels angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Simmenfluhtunnel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Simmenfluhtunnel liegt auf dem Zubringer Simmental bei Wimmis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterquert einen Felssporn der Simmenfluh und ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen der Verzweigung Lattigen und dem Simmental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel wird im Rahmen der Gesamterneuerung Thun-Süd–Spiez/Wimmis umfassend saniert. Dazu gehören Arbeiten an Fahrbahn, Entwässerung, Beleuchtung, Sicherheitseinrichtungen und Tunnelwänden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;simmenfluhtunnel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-wimmis-mehrmonatige-sperrung-des-simmenfluhtunnels Bundesamt für Strassen: A6 Wimmis – Sanierung des Simmenfluhtunnels], 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spiezwilertunnel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiezwilertunnel befindet sich südlich von Spiez auf der Strecke nach Mülenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist ein einröhriger, im Gegenverkehr betriebener Tunnel. Die beiden Fahrtrichtungen werden durch eine doppelte Sicherheitslinie getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüttelmarkierungen und Reflektoren sollen verhindern, dass Fahrzeuge unbeabsichtigt die Mittellinie überfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiezwilertunnel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-spiez-muelenen-ruettelmarkierung-bei-spiezwilertunnel Bundesamt für Strassen: Rüttelmarkierung beim Spiezwilertunnel], 7. Mai 2024, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanderbrücke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Thun und Spiez überquert die A6 die Kander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücke gehört zu den bedeutenden Kunstbauten des südlichen Autobahnabschnitts. Im Rahmen der Gesamterneuerung wird sie abschnittsweise instandgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der beschränkten Platzverhältnisse müssen die Fahrspuren während der Arbeiten mehrfach umgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitholztunnel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mitholztunnel liegt auf der Fortsetzung der N6 zwischen Frutigen und Kandersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört nicht mehr zum klassischen Autobahnabschnitt, wird in Mitteilungen des ASTRA jedoch häufig der A6-Strecke zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel führt an einem besonders engen und durch Naturgefahren beeinflussten Abschnitt des Kandertals vorbei. Er wird regelmässig gereinigt, überwacht und technisch unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke im Wallis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Goppenstein und Gampel verläuft die N6 durch ein steiles alpines Tal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Schutzbauwerken gehören der Tunnel Mittal sowie mehrere Galerien gegen Lawinen, Steinschlag und Murgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galerie Rotloiwi nahe Goppenstein schützt die Strasse vor Lawinen. Im Februar 2026 musste der Abschnitt nach einem Lawinenniedergang vorübergehend gesperrt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rotloiwi&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-goppenstein-gampel-strasse-nach-lawinenniedergang-vorlaeufig-gesperrt Bundesamt für Strassen: Lawinenniedergang bei Goppenstein], 12. Februar 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planung des Nationalstrassennetzes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Motorfahrzeugverkehr in der Schweiz stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehenden Hauptstrassen durch Bern, das Aaretal und Thun konnten den wachsenden Verkehr nicht mehr bewältigen. Ortsdurchfahrten waren überlastet, und die Reisezeiten zwischen Bern und dem Berner Oberland nahmen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz von 1960 wurde die N6 als Verbindung zwischen Biel, Bern, dem Berner Oberland und dem Wallis festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt sollte die Region Bern entlasten, die Erreichbarkeit des Berner Oberlands verbessern und eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung über den Lötschberg schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Bauetappen bei Bern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Abschnitt zwischen Bern und Muri begannen in den 1960er-Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Mai 1966 wurde der Autobahnzubringer zwischen Muri und Rüfenacht eröffnet. In den folgenden Jahren wurden die Abschnitte durch den Osten Berns und in Richtung Aaretal vervollständigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bern_verkehrsgeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bern.ch/themen/mobilitat-und-verkehr/gesamtverkehr/basisdaten-und-erhebungen/ftw-simplelayout-filelistingblock/Verkehrserhebungen_Stadt_Bern_2025.pdf Stadt Bern: Verkehrserhebungen und historische Eckdaten 2025], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn verlief zunächst teilweise durch wenig bebautes Gebiet. Mit dem Wachstum der Stadt wurden die Flächen entlang der Strecke zunehmend überbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau zwischen Rubigen und Spiez ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt zwischen Rubigen und Spiez wurde ab 1971 schrittweise für den Verkehr freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn folgte weitgehend der Aareebene und ersetzte die stark belasteten Ortsdurchfahrten der Hauptstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau mussten zahlreiche Brücken, Unterführungen, Entwässerungsanlagen und Hochwasserschutzbauten errichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke bestand teilweise aus Betonfahrbahnplatten. Diese Bauweise war langlebig, führte nach mehreren Jahrzehnten jedoch zu Schäden an Fugen und Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erschliessung des Simmentals und Kandertals ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verzweigung Lattigen, dem Zubringer Simmental und den Anschlüssen bei Spiez und Wimmis erhielten die Täler des Berner Oberlands leistungsfähige Zufahrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiezwilertunnel verbesserte die Verbindung zwischen Spiez und dem Kandertal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke durch das Kandertal blieb dagegen weitgehend eine gewöhnliche Hauptstrasse. Ein durchgehender Autobahnausbau bis Kandersteg wurde wegen der schwierigen Topografie, hoher Kosten und der begrenzten Verkehrsmenge nicht verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nördlicher Abschnitt Biel–Schönbühl ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochleistungsstrasse zwischen Biel, Lyss und Schönbühl entstand unter kantonaler Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde zunächst teilweise als kantonale Autobahn beziehungsweise als T6 bezeichnet. Der Ausbau erfolgte in mehreren Etappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem neuen Netzbeschluss wurde die Strecke am 1. Januar 2020 Teil des Nationalstrassennetzes. Der Bund übernahm damit auch die Verantwortung für künftige Sanierungen und Ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung zwischen den Regionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A6 verbindet vier bedeutende Wirtschaftsräume:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die zweisprachige Agglomeration Biel/Bienne;&lt;br /&gt;
* das Berner Seeland;&lt;br /&gt;
* die Bundesstadt Bern und ihre Agglomeration;&lt;br /&gt;
* Thun und das Berner Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bildet ausserdem eine wichtige Zufahrt zu den touristischen Regionen Interlaken, Jungfrau, Kandertal, Simmental und Gstaad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pendlerverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark belastet sind die Abschnitte Schönbühl–Wankdorf, Wankdorf–Muri und Rubigen–Thun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich pendeln zahlreiche Personen aus dem Aaretal, dem Raum Thun und dem Seeland nach Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Morgen- und Abendspitzen treten regelmässig Staus auf. Bei Verkehrsüberlastung weichen Fahrzeuge auf Kantons- und Gemeindestrassen aus, wodurch Siedlungsgebiete zusätzlich belastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güterverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A6 besitzt auch für den Güterverkehr grosse Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erschliesst Industrie- und Logistikstandorte in Biel, Lyss, Bern, Thun und Spiez. Über die Strecke werden Waren in die Täler des Berner Oberlands transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für schwere Motorfahrzeuge ist der Lötschberg-Autoverlad nur eingeschränkt nutzbar. Ein grosser Teil des überregionalen Schwerverkehrs benutzt deshalb andere Alpenübergänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismusverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Wochenenden und während der Ferienzeiten nimmt der Freizeitverkehr stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Richtung Süden entstehen insbesondere vor den Verzweigungen Lattigen und Spiez sowie auf den Zufahrten zum Kandertal und Simmental Rückstaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter führt der Verkehr zu den Skigebieten im Simmental, im Kandertal und im Raum Gstaad zu zusätzlichen Belastungen. Im Sommer sind der Thunersee, Interlaken und die Bergregionen wichtige Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pannenstreifen-Umnutzung Wankdorf–Muri ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Bern-Wankdorf und Muri wurde von 2021 bis 2024 eine Pannenstreifen-Umnutzung erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei hohem Verkehrsaufkommen können die Pannenstreifen vorübergehend als zusätzliche Fahrspuren freigegeben werden. Kameras, elektronische Signale und Verkehrssensoren überwachen den Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Pannenstreifen geöffnet wird, muss die Verkehrsleitstelle sicherstellen, dass sich dort keine stehenden Fahrzeuge, Gegenstände oder Personen befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage ging am 12. August 2024 in Betrieb. Gleichzeitig wurden der Strassenbelag, die Entwässerung, Kunstbauten, Lärmschutzwände sowie die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung erneuert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pun_wankdorf_muri&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-wankdorf-muri-pun Bundesamt für Strassen: A6 Wankdorf–Muri Pannenstreifen-Umnutzung], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massnahme soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Verkehrsfluss verbessern;&lt;br /&gt;
* Staus verringern;&lt;br /&gt;
* den Ausweichverkehr durch Wohnquartiere reduzieren;&lt;br /&gt;
* die Verkehrssicherheit erhöhen;&lt;br /&gt;
* die bestehende Strassenfläche besser ausnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pannenstreifen-Umnutzung gilt als Übergangslösung bis zu einem umfassenderen Ausbau oder dem geplanten Bypass Bern Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesamterneuerung Rubigen–Thun–Spiez ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ungefähr 30 Kilometer lange A6 zwischen Rubigen und Spiez wird seit 2015 umfassend erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt wurde in drei Abschnitte unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Etappen der Gesamterneuerung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Abschnitt&lt;br /&gt;
! Bauzeit&lt;br /&gt;
! Stand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rubigen–Kiesen&lt;br /&gt;
| ab 2015&lt;br /&gt;
| Abgeschlossen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kiesen–Thun-Süd&lt;br /&gt;
| bis 2022&lt;br /&gt;
| Abgeschlossen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thun-Süd–Spiez/Wimmis&lt;br /&gt;
| 2024–2027&lt;br /&gt;
| In Ausführung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der gesamten Strecke werden Fahrbahnbelag, Brücken, Über- und Unterführungen, Entwässerung, Leitplanken, Signalisation sowie Betriebs- und Sicherheitsanlagen erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Projekt gehören ausserdem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lärmmindernde Beläge;&lt;br /&gt;
* zusätzliche Lärmschutzwände;&lt;br /&gt;
* Strassenabwasser-Behandlungsanlagen;&lt;br /&gt;
* Verbesserungen des Hochwasserschutzes;&lt;br /&gt;
* ökologische Ausgleichsmassnahmen;&lt;br /&gt;
* Umbauten an Anschlüssen;&lt;br /&gt;
* die Sanierung des Simmenfluhtunnels;&lt;br /&gt;
* die Erneuerung der Kanderbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abschnitte Rubigen–Kiesen und Kiesen–Thun-Süd wurden zwischen 2015 und 2022 erneuert. Von 2024 bis 2027 folgen der Abschnitt Thun-Süd–Spiez und der Zubringer Simmental.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ruts_gesamtprojekt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-rubigen-thun-spiez Bundesamt für Strassen: Gesamterneuerung A6 Rubigen–Thun–Spiez], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hauptarbeiten wird die Zahl der Fahrspuren möglichst beibehalten. Dazu werden die Fahrbahnen provisorisch verschmälert und mehrfach verlegt. Für besondere Arbeiten sind Nacht- und Wochenendsperrungen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bypass Bern Ost ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Wankdorf–Muri verläuft heute teilweise mitten durch dicht bebaute Wohngebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundesamt für Strassen plant deshalb den &#039;&#039;&#039;Bypass Bern Ost&#039;&#039;&#039;. Kernstück ist der rund 4,5 Kilometer lange Seidenbergtunnel zwischen dem Bereich BERNEXPO/Mingerstrasse und Muri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung des Tunnels könnte ein ungefähr 4,9 Kilometer langer Teil der heutigen oberirdischen Autobahn zurückgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch sollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Wohnquartiere von Verkehrslärm entlastet werden;&lt;br /&gt;
* die Trennwirkung der Autobahn vermindert werden;&lt;br /&gt;
* neue Flächen für Stadtentwicklung und Grünräume entstehen;&lt;br /&gt;
* die Kapazität der Nationalstrasse erhöht werden;&lt;br /&gt;
* die Anschlüsse Wankdorf, Ostring und Muri neu organisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt befindet sich in der Planungs- und Genehmigungsphase. Nach dem Planungsstand von 2024 wurde eine Inbetriebnahme gegen Mitte der 2040er-Jahre angestrebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bypass_bern_ost&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a6-bypass-bern-ost Bundesamt für Strassen: A6 Bypass Bern Ost], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bypass_eckpunkte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/bypass-bern-ost-wichtigste-eckpunkte-sind-definiert Bundesamt für Strassen: Wichtigste Eckpunkte des Bypass Bern Ost], 19. Juni 2024, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrssicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A6 besitzt sowohl moderne Autobahnabschnitte als auch ältere, zweispurige Autostrassen und Hauptstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sicherheitsanforderungen unterscheiden sich deshalb stark. Auf den Autobahnabschnitten bestehen getrennte Richtungsfahrbahnen, Pannenstreifen, Wildschutzzäune und elektronische Verkehrsbeeinflussungsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einröhrigen Tunneln und zweispurigen Abschnitten besteht dagegen Gegenverkehr. Dort werden besondere Massnahmen wie doppelte Sicherheitslinien, Rüttelmarkierungen, Reflektoren und reduzierte Höchstgeschwindigkeiten eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tunnel werden regelmässig gereinigt und technisch überprüft. Saubere Tunnelwände und Beleuchtung verbessern die Sicht und damit die Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den überwachten Naturgefahren gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochwasser im Aaretal;&lt;br /&gt;
* Lawinen im Lötschental;&lt;br /&gt;
* Steinschlag und Murgänge;&lt;br /&gt;
* instabile Bäume entlang der Kandertalstrecke;&lt;br /&gt;
* Schnee und Eis auf den alpinen Abschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt und Landschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau und Betrieb der A6 greift in unterschiedliche Landschaftsräume ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Seeland und Aaretal beansprucht die Autobahn landwirtschaftliche Flächen und zerschneidet Lebensräume. Im Raum Bern führt sie durch dicht bebaute Quartiere. Im Berner Oberland und Wallis berührt sie empfindliche Fluss-, Wald- und Gebirgslandschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Umweltbelastungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkehrslärm;&lt;br /&gt;
* Luftschadstoffe;&lt;br /&gt;
* versiegelte Flächen;&lt;br /&gt;
* belastetes Strassenabwasser;&lt;br /&gt;
* Trennung von Lebensräumen;&lt;br /&gt;
* Lichtemissionen;&lt;br /&gt;
* Beeinträchtigung des Landschaftsbilds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Sanierungsprojekten werden deshalb Lärmschutzwände, lärmmindernde Beläge und Anlagen zur Behandlung des Strassenabwassers gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wildtierdurchlässe, Bachrenaturierungen, Ersatzpflanzungen und ökologische Ausgleichsflächen sollen die Auswirkungen auf Natur und Landschaft vermindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lötschberg-Autoverlad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die N6 besitzt zwischen Kandersteg und Goppenstein keine durchgehende Strassenverbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Motorfahrzeuge werden auf speziellen Zügen durch den Lötschberg-Scheiteltunnel transportiert. Der Autoverlad verbindet das Berner Oberland mit dem Oberwallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zufahrt auf der Nordseite erfolgt über die N6 durch das Kandertal. Auf der Südseite führt die Nationalstrasse von Goppenstein nach Gampel und zur A9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autoverlad besitzt besonders im Winter eine grosse Bedeutung, da er eine wettergeschützte Verbindung zwischen den beiden Alpenregionen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lawinengefahr, technischen Störungen oder Bauarbeiten können sowohl die Zufahrtsstrassen als auch der Verladebetrieb eingeschränkt oder eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Aufnahme der N6 in das schweizerische Nationalstrassennetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960er-Jahre&lt;br /&gt;
| Beginn des Autobahnbaus im Raum Bern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1966&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Zubringers Muri–Rüfenacht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 1971&lt;br /&gt;
| Schrittweise Verkehrsfreigabe zwischen Rubigen, Thun und Spiez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970er-Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau der Stadtautobahn Bern und der Verbindung durch das Aaretal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1999&lt;br /&gt;
| Hochwasser beeinträchtigt den Raum Belpmoos und die A6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| Erneutes grosses Hochwasser im Aaretal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| Übergang der bisherigen Nationalstrassen an den Bund im Rahmen der Neugestaltung des Finanzausgleichs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015&lt;br /&gt;
| Beginn der Gesamterneuerung Rubigen–Thun–Spiez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017–2019&lt;br /&gt;
| Umgestaltung des Anschlusses Muri&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| Übernahme des Abschnitts Brüggmoos–Schönbühl durch den Bund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| Beginn der Arbeiten für die Pannenstreifen-Umnutzung Wankdorf–Muri&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| Abschluss der Erneuerung bis Thun-Süd&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| Inbetriebnahme der Pannenstreifen-Umnutzung Wankdorf–Muri&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024–2027&lt;br /&gt;
| Erneuerung des Abschnitts Thun-Süd–Spiez/Wimmis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2026&lt;br /&gt;
| Sanierung des Simmenfluhtunnels und Arbeiten zwischen Gesigen und Spiez&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrassennetz der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A5 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A8 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A9 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Biel/Bienne]]&lt;br /&gt;
* [[Bern]]&lt;br /&gt;
* [[Thun]]&lt;br /&gt;
* [[Spiez]]&lt;br /&gt;
* [[Kandertal]]&lt;br /&gt;
* [[Simmental]]&lt;br /&gt;
* [[Lötschberg-Autoverlad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;Strassen und Verkehr. Zahlen und Fakten.&#039;&#039; Bern, verschiedene Jahrgänge.&lt;br /&gt;
* Kanton Bern: &#039;&#039;100 Jahre Tiefbauamt des Kantons Bern 1912–2012.&#039;&#039; Bern 2012.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;Netzzustandsbericht der Nationalstrassen 2024.&#039;&#039; Bern 2025.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;A6 Rubigen–Thun–Spiez. Dokumentation der Gesamterneuerung.&#039;&#039; Thun.&lt;br /&gt;
* Stadt Bern: &#039;&#039;Verkehrserhebungen der Stadt Bern.&#039;&#039; Bern, verschiedene Jahrgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/ Offizielle Website des Bundesamts für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/a6-rubigen-thun-spiez Projekt A6 Rubigen–Thun–Spiez]&lt;br /&gt;
* [https://www.a6-rubigen-spiez.ch/ Projektwebsite der Gesamterneuerung Rubigen–Spiez]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/a6-wankdorf-muri-pun Pannenstreifen-Umnutzung Wankdorf–Muri]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/a6-bypass-bern-ost Projekt Bypass Bern Ost]&lt;br /&gt;
* [https://www.bls.ch/de/freizeit-und-ferien/autoverlad Autoverlad am Lötschberg]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|A6 (Switzerland)|Autobahn A6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autostrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Biel/Bienne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Thun)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Berner Oberland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Waadt&amp;diff=680</id>
		<title>Kanton Waadt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Waadt&amp;diff=680"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Kanton Waadt}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:320px; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:125%; text-align:center; background:#eeeeee;&amp;quot; | Kanton Waadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtlicher Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Canton de Vaud&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Kürzel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| VD&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hauptort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Lausanne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Region&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Romandie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Beitritt zur Eidgenossenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Amtssprache&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Französische Sprache|Französisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fläche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 3&#039;212,1 km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;grunddaten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/fileadmin/user_upload/organisation/gc/fichiers_pdf/2022-2027/Brochure_Parlement_VD_25-26.pdf &#039;&#039;Le Parlement vaudois 2025–2026&#039;&#039;], Grosser Rat des Kantons Waadt, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bevölkerung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 864&#039;200 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2025&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/etat-droit-finances/statistique/statistiques-par-domaine/01-population/etat-et-structure-de-la-population État et structure de la population], Statistique Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Einwohnergemeinden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 300, Stand Juli 2026&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/etat-droit-finances/communes/liste-des-communes-et-districts Communes vaudoises et districts], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bezirke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Legislative&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Grosser Rat des Kantons Waadt|Grosser Rat]], 150 Mitglieder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Exekutive&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Staatsrat des Kantons Waadt|Staatsrat]], 7 Mitglieder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Höchster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Les Diablerets]], 3210 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tiefster Punkt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Genfersee]], etwa 372 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Internet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [https://www.vd.ch/ vd.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kanton Waadt&#039;&#039;&#039;, französisch &#039;&#039;&#039;Canton de Vaud&#039;&#039;&#039;, ist ein Kanton im Westen der [[Schweiz]]. Er gehört zur französischsprachigen [[Romandie]] und erstreckt sich vom [[Jura (Gebirge)|Jura]] über das [[Schweizer Mittelland]] und die Ufer des [[Genfersee|Genfersees]] bis zu den [[Waadtländer Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptort und grösste Stadt ist [[Lausanne]]. Weitere bedeutende Städte und regionale Zentren sind [[Yverdon-les-Bains]], [[Montreux]], [[Nyon]], [[Vevey]], [[Morges]], [[Renens]], [[Pully]], [[Aigle]] und [[Payerne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 864&#039;200 ständigen Einwohnerinnen und Einwohnern Ende 2025 ist Waadt nach den Kantonen [[Kanton Zürich|Zürich]] und [[Kanton Bern|Bern]] der drittbevölkerungsreichste Kanton der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot; /&amp;gt; Innerhalb der Romandie ist er der bevölkerungsreichste Kanton. Seine Wirtschaft, seine Hochschulen und seine kulturellen Einrichtungen besitzen weit über die Kantonsgrenzen hinaus Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Waadtland war vom 13. Jahrhundert an weitgehend Teil des Herrschaftsgebiets der [[Haus Savoyen|Savoyer]]. 1536 wurde es von Bern erobert und bis 1798 als Untertanengebiet verwaltet. Nach der Waadtländer Revolution und der Zeit der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] entstand 1803 der heutige Kanton Waadt als eigenständiges Mitglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Name des Kantons lautet &#039;&#039;&#039;Waadt&#039;&#039;&#039;. Daneben wird vor allem in historischen Zusammenhängen die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Waadtland&#039;&#039;&#039; verwendet. Auf Französisch heisst der Kanton &#039;&#039;Vaud&#039;&#039;, auf Italienisch &#039;&#039;Vaud&#039;&#039; und auf Rätoromanisch &#039;&#039;Vad&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Deutsch als Waadtländerinnen und Waadtländer bezeichnet. Die französische Bezeichnung lautet &#039;&#039;Vaudoises&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Vaudois&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im französischen Kantonsnamen steht kein bestimmter Artikel. Üblich sind deshalb Formulierungen wie &#039;&#039;Canton de Vaud&#039;&#039;, &#039;&#039;État de Vaud&#039;&#039; und &#039;&#039;Grand Conseil vaudois&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Wahlspruch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen des Kantons ist waagrecht in Weiss und Grün geteilt. Im oberen weissen Feld steht in goldenen, schwarz umrandeten Buchstaben der Wahlspruch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;LIBERTÉ&amp;lt;br /&amp;gt;ET&amp;lt;br /&amp;gt;PATRIE&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch bedeutet er «Freiheit und Vaterland». Die Farben und der Wahlspruch gehen auf die Waadtländer Revolution von 1798 zurück. Grün symbolisierte die revolutionäre und republikanische Bewegung. Das Wappen wurde nach der Entstehung des selbstständigen Kantons übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wahlspruch «Liberté et Patrie» ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der kantonalen Identität. Er erscheint auf dem Wappen, der Kantonsflagge, amtlichen Dokumenten und öffentlichen Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Kantonsverfassung legt sowohl das Wappen als auch Lausanne als Hauptstadt und Französisch als Amtssprache fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/fileadmin/user_upload/organisation/mediation/fichiers_pdf/Cst-VD.pdf &#039;&#039;Constitution du Canton de Vaud du 14 avril 2003&#039;&#039;], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Waadt liegt im Westen der Schweiz. Er grenzt an die Kantone [[Kanton Genf|Genf]], [[Kanton Neuenburg|Neuenburg]], [[Kanton Freiburg|Freiburg]], Bern und [[Kanton Wallis|Wallis]]. Im Westen besitzt er eine gemeinsame Grenze mit Frankreich. Die französischen Nachbargebiete gehören zu den Départements [[Ain]] und [[Jura (Département)|Jura]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden bildet der Genfersee auf langen Abschnitten eine natürliche Grenze zu Frankreich. Am gegenüberliegenden Seeufer liegt das französische Département [[Haute-Savoie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonsgebiet ist nicht vollständig zusammenhängend. Mehrere Freiburger Gebiete liegen als Enklaven oder Vorsprünge innerhalb beziehungsweise zwischen waadtländischen Gebieten. Umgekehrt ist die Genfer Gemeinde [[Céligny]] durch waadtländisches Gebiet vom übrigen Kanton Genf getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von 3&#039;212,1 Quadratkilometern ist Waadt flächenmässig der viertgrösste Kanton der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grunddaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftsräume ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonsgebiet umfasst vier grosse Landschaftsräume:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Waadtländer Jura im Westen und Norden;&lt;br /&gt;
* das Mittelland im Zentrum;&lt;br /&gt;
* das Genferseegebiet im Süden;&lt;br /&gt;
* die Waadtländer Alpen im Südosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jura bildet eine langgestreckte Gebirgskette entlang der französischen Grenze. Bedeutende Erhebungen sind [[La Dôle]], der [[Mont Tendre]] und der [[Dent de Vaulion]]. Zwischen den Juraketten liegt das [[Vallée de Joux|Hochtal Vallée de Joux]] mit dem [[Lac de Joux]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mittelland besteht aus Hügelzügen, landwirtschaftlich genutzten Ebenen, Flusstälern und dicht besiedelten Agglomerationen. Es erstreckt sich unter anderem über den [[Gros-de-Vaud]], die Broyeebene und das Gebiet zwischen Lausanne, Morges und Yverdon-les-Bains.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waadtländer Alpen liegen im Südosten des Kantons. Sie umfassen die Regionen [[Pays-d’Enhaut]], [[Les Ormonts]] und das östliche [[Chablais]]. Der höchste Punkt des Kantons liegt im Massiv von Les Diablerets auf 3210 Metern über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seen und Flüsse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Genfersee ist das grösste Gewässer des Kantons. Lausanne, Morges, Nyon, Rolle, Vevey und Montreux liegen an seinem nördlichen Ufer. Die Uferlandschaft wird von Städten, Weinbergen, Schlössern, Häfen und Parkanlagen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt zudem Anteile am [[Neuenburgersee]] und am [[Murtensee]]. Weitere bedeutende Seen sind der Lac de Joux, der [[Lac Brenet]] und mehrere kleinere Bergseen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Flüssen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Rhone]], die bei Villeneuve in den Genfersee mündet;&lt;br /&gt;
* die [[Broye]], die durch das Waadtländer und Freiburger Mittelland fliesst;&lt;br /&gt;
* die [[Orbe (Fluss)|Orbe]] und die [[Zihl|Thièle]];&lt;br /&gt;
* die [[Venoge]];&lt;br /&gt;
* die [[Aubonne (Fluss)|Aubonne]];&lt;br /&gt;
* die [[Veveyse]];&lt;br /&gt;
* die [[Grande Eau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Venoge entspringt im Jura und mündet westlich von Lausanne in den Genfersee. Sie besitzt wegen ihrer landschaftlichen und kulturellen Bedeutung einen besonderen Stellenwert im Kanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima unterscheidet sich je nach Höhenlage und Region deutlich. Am Genfersee herrscht ein vergleichsweise mildes Klima. Der See gleicht Temperaturschwankungen aus und begünstigt den Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelland sind warme Sommer und kühle, häufig neblige Winter typisch. Im Jura und in den Alpen fallen deutlich grössere Mengen Schnee. Das Vallée de Joux gehört im Winter zu den kältesten bewohnten Regionen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südhänge über dem Genfersee erhalten viel Sonnenschein. Besonders ausgeprägt ist dies in den Weinbaugebieten von La Côte, Lavaux und der Region zwischen Vevey und Montreux.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Administrative Gliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist seit der Gebietsreform von 2008 in zehn Bezirke gegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bezirke&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/etat-droit-finances/districts-/-prefectures/prefectures/cartes-des-districts-et-liste-des-prefectures Cartes des districts et liste des préfectures], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bezirk&lt;br /&gt;
! Französischer Name&lt;br /&gt;
! Bedeutende Orte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Aigle]]&lt;br /&gt;
| District d’Aigle&lt;br /&gt;
| [[Aigle]], [[Villeneuve VD|Villeneuve]], [[Bex]], [[Leysin]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Broye-Vully]]&lt;br /&gt;
| District de la Broye-Vully&lt;br /&gt;
| [[Payerne]], [[Avenches]], [[Moudon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Gros-de-Vaud]]&lt;br /&gt;
| District du Gros-de-Vaud&lt;br /&gt;
| [[Echallens]], [[Penthalaz]], [[Cossonay]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Jura-Nord vaudois]]&lt;br /&gt;
| District du Jura-Nord vaudois&lt;br /&gt;
| [[Yverdon-les-Bains]], [[Orbe VD|Orbe]], [[Grandson VD|Grandson]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Lausanne]]&lt;br /&gt;
| District de Lausanne&lt;br /&gt;
| [[Lausanne]], [[Epalinges]], [[Le Mont-sur-Lausanne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Lavaux-Oron]]&lt;br /&gt;
| District de Lavaux-Oron&lt;br /&gt;
| [[Bourg-en-Lavaux]], [[Pully]], [[Oron VD|Oron]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Morges]]&lt;br /&gt;
| District de Morges&lt;br /&gt;
| [[Morges]], [[Aubonne VD|Aubonne]], [[Saint-Prex]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Nyon]]&lt;br /&gt;
| District de Nyon&lt;br /&gt;
| [[Nyon]], [[Gland VD|Gland]], [[Rolle VD|Rolle]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Ouest lausannois]]&lt;br /&gt;
| District de l’Ouest lausannois&lt;br /&gt;
| [[Renens]], [[Ecublens VD|Ecublens]], [[Prilly]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Riviera-Pays-d’Enhaut]]&lt;br /&gt;
| District de la Riviera-Pays-d’Enhaut&lt;br /&gt;
| [[Vevey]], [[Montreux]], [[Château-d’Œx]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezirke dienen als Verwaltungs-, Gerichts- und Wahlkreise. Jeder Bezirk verfügt über eine Präfektur, welche den Staatsrat vertritt und als Verbindung zwischen Kanton und Gemeinden wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2026 bestand Waadt aus 300 politischen Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinden&amp;quot; /&amp;gt; Die Gemeinden unterscheiden sich stark hinsichtlich Fläche und Bevölkerung. Während Lausanne weit über 100&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt, haben zahlreiche ländliche Gemeinden weniger als 1&#039;000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Gemeindefusionen ist die Zahl der Gemeinden seit Beginn des 21. Jahrhunderts deutlich gesunken. Anfang 2003 bestanden noch 383 Gemeinden, Anfang 2025 waren es 300.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vd.ch/dicirh/dgaic/fusions-de-communes/fusions-de-communes-en-chiffres-2024 Fusions de communes en chiffres], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Kantons war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Archäologische Funde an den Ufern des Genfer- und Neuenburgersees belegen prähistorische Pfahlbausiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der römischen Eroberung gehörte das Gebiet zum Siedlungsraum der [[Helvetier]]. Nach der Eingliederung in das Römische Reich entstanden bedeutende Städte, Gutshöfe, Strassen und Hafenanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aventicum]], das heutige Avenches, war die Hauptstadt des römischen Helvetiergebiets. Von der einstigen Stadt sind unter anderem ein Amphitheater, Teile der Stadtmauer, Tempelanlagen und ein Theater erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nyon]] gründeten die Römer die &#039;&#039;Colonia Iulia Equestris&#039;&#039;. Auch Lausanne, Orbe, Yverdon-les-Bains und Vevey besitzen römische Ursprünge oder bedeutende archäologische Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte das Gebiet nacheinander zum Burgunderreich, zum Frankenreich und zum Königreich Hochburgund. 1032 wurde es Teil des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchliche Institutionen besassen im Mittelalter umfangreiche Ländereien. Bedeutende geistliche Zentren entstanden in Lausanne, Romainmôtier, Payerne und Saint-Maurice. Der Bischof von Lausanne übte in der Stadt und der Umgebung zeitweise auch weltliche Herrschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Savoyer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 13. Jahrhundert an dehnte das Haus Savoyen seinen Einfluss auf grosse Teile des Waadtlands aus. Die Savoyer gründeten und förderten Städte, bauten Burgen und schufen eine zunehmend einheitliche Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten savoyischen Zentren gehörten Morges, Nyon, Rolle, Yverdon und [[Schloss Chillon|Chillon]]. Lausanne blieb wegen der Stellung seines Bischofs zunächst weitgehend ausserhalb der direkten savoyischen Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Waadtland bildete zeitweise eine eigene savoyische Nebenherrschaft. Später wurde es wieder unmittelbar in das savoyische Herrschaftsgebiet eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/articles/007395 Waadt], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berner Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1536 eroberte Bern während eines Krieges gegen Savoyen den grössten Teil des Waadtlands. Das Gebiet wurde in mehrere bernische Landvogteien gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bern führte die [[Reformation]] ein. Klöster wurden aufgehoben oder umgewandelt, und die reformierte Kirche ersetzte weitgehend die bisherigen katholischen Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lausanne gründeten die Berner 1537 die &#039;&#039;Académie de Lausanne&#039;&#039;. Aus ihr entwickelte sich später die [[Universität Lausanne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berner Herrschaft brachte eine einheitlichere Verwaltung und eine lange Friedensperiode. Gleichzeitig blieb die Waadtländer Bevölkerung politisch von der Regierung ausgeschlossen. Die höchsten Ämter wurden überwiegend durch Berner Patrizier besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regionen wurden nicht allein von Bern verwaltet. Die Vogtei Echallens stand beispielsweise unter gemeinsamer Herrschaft von Bern und Freiburg. Dadurch blieb dort ein Teil der Bevölkerung katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waadtländer Revolution ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verstärkte sich der Widerstand gegen die Berner Herrschaft. Die Französische Revolution und die politischen Veränderungen in Europa beeinflussten auch das Waadtland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Befürwortern einer waadtländischen Unabhängigkeit gehörte [[Frédéric-César de La Harpe]]. Er setzte sich für die Befreiung des Waadtlands ein und suchte dafür Unterstützung bei Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Januar 1798 wurde in Lausanne die Unabhängigkeit der &#039;&#039;République lémanique&#039;&#039; ausgerufen. Kurz darauf marschierten französische Truppen ein. Die Berner Herrschaft brach zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Helvetischen Republik bildete das Waadtland den [[Kanton Léman]]. Der zentralistisch organisierte Staat blieb jedoch politisch instabil und war von inneren Konflikten und ausländischer Einflussnahme geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Kantons ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der von Napoleon Bonaparte vermittelten [[Mediationsakte]] wurde 1803 der heutige Kanton Waadt geschaffen. Er trat als gleichberechtigter Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne wurde zum Hauptort. Der erste Grosse Rat und der erste Staatsrat nahmen 1803 ihre Tätigkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der napoleonischen Zeit versuchte Bern, seine früheren Untertanengebiete zurückzuerlangen. Die Selbstständigkeit des Kantons Waadt wurde jedoch auf dem [[Wiener Kongress]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 19. Jahrhundert war von politischen Auseinandersetzungen zwischen konservativen, liberalen und radikalen Kräften geprägt. 1831 setzte eine liberale Bewegung eine neue Verfassung durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1845 führte eine radikale Revolution zu einem Regierungswechsel. Der Kanton gehörte anschliessend zu den treibenden Kräften bei der Entstehung des schweizerischen Bundesstaats von 1848.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau des Strassen- und Eisenbahnnetzes veränderte Wirtschaft und Gesellschaft. Die erste Bahnstrecke des Kantons wurde 1855 zwischen Yverdon und Bussigny eröffnet. Später entstanden Verbindungen nach Genf, Bern, dem Wallis, Frankreich und in die Bergregionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tourismus und Hotellerie entwickelten sich insbesondere am Genfersee und in den Alpen. Montreux, Vevey, Lausanne und die Bergkurorte wurden zu international bekannten Reisezielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert nahm die Bevölkerung stark zu. Lausanne und seine Vororte entwickelten sich zu einer grossen Agglomeration. Auch die Regionen Nyon, Morges, Riviera und Ouest lausannois verzeichneten ein ausgeprägtes Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen, Gesundheitswesen, Verwaltung, internationale Organisationen und moderne Dienstleistungsunternehmen gewannen an Bedeutung. Rund um Lausanne entstand ein international bekanntes Bildungs- und Forschungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1964 in Lausanne veranstaltete [[Schweizerische Landesausstellung 1964|Landesausstellung Expo 64]] beeinflusste die städtebauliche und infrastrukturelle Entwicklung der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. September 2002 nahm die Waadtländer Stimmbevölkerung eine neue Kantonsverfassung an. Sie trat am 14. April 2003, genau 200 Jahre nach der Gründung des Kantons, in Kraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 864&#039;200 Menschen dauerhaft im Kanton. Davon besassen 567&#039;800 die schweizerische und 296&#039;400 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil betrug rund 34 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem entlang des Genfersees und in der Agglomeration Lausanne. Weitere dicht besiedelte Gebiete liegen rund um Yverdon-les-Bains, Nyon, Morges, Vevey und Montreux.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stärkste Wachstum verzeichnen seit mehreren Jahrzehnten die Gebiete zwischen Lausanne und Genf sowie das Ouest lausannois. Gründe dafür sind die wirtschaftliche Entwicklung, die Nähe zu Genf, das grosse Bildungsangebot und die internationale Zuwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ländliche Regionen im Jura, in der Broye und in den Alpen sind deutlich dünner besiedelt. Einige abgelegene Gemeinden sind von Überalterung und einem eingeschränkten Angebot an öffentlichen Dienstleistungen betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alleinige kantonale Amtssprache ist Französisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung&amp;quot; /&amp;gt; Es wird in Verwaltung, Politik, Justiz, Schule und den kantonalen Medien verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurden im Waadtland verschiedene Dialekte des [[Frankoprovenzalische Sprache|Frankoprovenzalischen]] gesprochen. Diese Mundarten werden häufig als &#039;&#039;patois vaudois&#039;&#039; bezeichnet. Seit dem 19. Jahrhundert wurden sie zunehmend durch das Standardfranzösische verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Waadtländer Französisch weist eigene regionale Ausdrücke, Aussprachemerkmale und Redewendungen auf. Viele davon werden auch in anderen Teilen der französischsprachigen Schweiz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der internationalen Bevölkerung sind zahlreiche weitere Sprachen verbreitet. Besonders häufig werden Portugiesisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Albanisch und Deutsch gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch ist im Fremdenverkehr, in Unternehmen und in den Beziehungen zur übrigen Schweiz von Bedeutung. Im täglichen Leben dominiert jedoch deutlich das Französische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der von Bern eingeführten Reformation war das Waadtland traditionell evangelisch-reformiert geprägt. Die [[Église évangélique réformée du canton de Vaud]] besitzt deshalb eine besondere historische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Gemeinden blieben in einigen gemeinsam mit Freiburg verwalteten Gebieten bestehen. Durch die Zuwanderung des 19. und 20. Jahrhunderts nahm der katholische Bevölkerungsanteil im gesamten Kanton stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Kantonsverfassung anerkennt die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche als öffentlich-rechtliche Institutionen. Daneben bestehen orthodoxe, jüdische, muslimische, buddhistische, hinduistische und weitere religiöse Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in der übrigen Schweiz ist der Anteil der Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassung und Volksrechte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geltende Kantonsverfassung trat am 14. April 2003 in Kraft. Sie definiert Waadt als demokratischen Kanton innerhalb der Schweizerischen Eidgenossenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung verfügt über weitreichende direktdemokratische Rechte. Mit einer Volksinitiative können Änderungen der Verfassung oder neue gesetzliche Regelungen verlangt werden. Gegen bestimmte Beschlüsse des Grossen Rates kann das Referendum ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obligatorische Volksabstimmungen finden insbesondere bei Verfassungsänderungen statt. Auch grössere finanzielle Beschlüsse können dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grosser Rat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Grosser Rat des Kantons Waadt|Grosse Rat]]&#039;&#039;&#039;, französisch &#039;&#039;Grand Conseil&#039;&#039;, ist das Kantonsparlament. Er besteht aus 150 Mitgliedern, die für eine Amtsdauer von fünf Jahren gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grosserrat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/gc Grand Conseil], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl erfolgt nach dem Verhältniswahlverfahren. Die Abgeordneten vertreten die verschiedenen Bezirke und Wahlkreise des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grosse Rat erlässt Gesetze, genehmigt das Budget, bewilligt grössere Ausgaben und kontrolliert Regierung und Verwaltung. Seine Sitzungen finden im Parlamentsgebäude beim [[Schloss Saint-Maire]] in Lausanne statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;[[Staatsrat des Kantons Waadt|Staatsrat]]&#039;&#039;&#039;, französisch &#039;&#039;Conseil d’État&#039;&#039;, ist die Kantonsregierung. Er besteht aus sieben Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;staatsrat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/ce Conseil d’État], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierungsmitglieder werden vom Volk für fünf Jahre nach dem Mehrheitswahlverfahren gewählt. Jedes Mitglied leitet ein Departement der kantonalen Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staatsrat vollzieht die Gesetze, bereitet Vorlagen für das Parlament vor, leitet die Verwaltung und vertritt den Kanton nach aussen. Das Präsidium wird innerhalb der Regierung bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kantonsgericht Waadt|Kantonsgericht]], französisch &#039;&#039;Tribunal cantonal&#039;&#039;, ist die oberste kantonale Gerichtsbehörde. Ihm sind verschiedene Kammern für Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsrecht angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen Bezirksgerichte, Friedensgerichte, Arbeitsgerichte, Mietgerichte und weitere spezialisierte Instanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatsanwaltschaft leitet Strafuntersuchungen und vertritt die Anklage vor Gericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertretung im Bund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Waadt besitzt zwei Sitze im [[Ständerat]]. Die Zahl seiner Mitglieder im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] richtet sich nach der Bevölkerungszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Bundesebene setzt sich der Kanton insbesondere für die Interessen der Romandie, den öffentlichen Verkehr, Bildung und Forschung, Landwirtschaft, internationale Zusammenarbeit und die Entwicklung des Genferseeraums ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waadt besitzt eine breit gefächerte und international ausgerichtete Wirtschaft. Der Dienstleistungssektor stellt den grössten Teil der Arbeitsplätze. Bedeutende Bereiche sind öffentliche Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung, Handel, Finanzdienstleistungen, Tourismus, Informatik und unternehmensbezogene Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Lausanne ist ein wichtiges Zentrum für Forschung, Technologie, Biomedizin und Unternehmensgründungen. Die Nähe von Universität, EPFL, Universitätsspital und privaten Forschungsunternehmen fördert die Entstehung neuer Firmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wirtschaftliche Schwerpunkte sind die Lebensmittelindustrie in der Region Vevey, die Präzisions- und Uhrenindustrie im Vallée de Joux, die Pharma- und Medizintechnik, die Maschinenindustrie sowie die Logistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Nestlé]]-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Vevey. In Lausanne und Umgebung befinden sich zahlreiche internationale Sportverbände und Nichtregierungsorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waadt verfügt nach dem Kanton Bern über die zweitgrösste landwirtschaftliche Nutzfläche der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landwirtschaft&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vd.ch/etat-droit-finances/statistique/statistiques-par-domaine/07-agriculture-et-sylviculture/agriculture Agriculture], Statistique Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelland werden vor allem Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Raps, Gemüse und Futtermittel angebaut. Viehzucht und Milchwirtschaft sind im Jura und in den Alpen verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Käsespezialitäten sind der [[L’Etivaz]] und der [[Vacherin Mont-d’Or]]. Beide besitzen eine geschützte Ursprungsbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waadt ist nach dem Wallis der zweitgrösste Weinbaukanton der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landwirtschaft&amp;quot; /&amp;gt; Die bekannteste Rebsorte ist [[Chasselas]], die in der Region häufig auch unter lokalen Bezeichnungen angeboten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Weinbauregionen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[La Côte VD|La Côte]] zwischen Nyon und Lausanne;&lt;br /&gt;
* [[Lavaux]] zwischen Lausanne und Vevey;&lt;br /&gt;
* [[Chablais VD|Chablais]] rund um Aigle und Yvorne;&lt;br /&gt;
* die Region Bonvillars;&lt;br /&gt;
* die Côtes de l’Orbe;&lt;br /&gt;
* das Vully am Murtensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weinberge von Lavaux sind wegen ihrer jahrhundertealten Terrassenlandschaft besonders bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tourismus besitzt vor allem am Genfersee, im Jura und in den Waadtländer Alpen grosse Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne zieht Gäste wegen seiner Altstadt, seiner Museen, der Hochschulen und der olympischen Institutionen an. Montreux und Vevey sind für ihre Seepromenaden, Festivals und die Nähe zum Schloss Chillon bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Bergferienorten gehören Villars-sur-Ollon, Leysin, Les Diablerets, Château-d’Œx und Sainte-Croix. Das Vallée de Joux ist ein beliebtes Gebiet für Wandern, Langlauf, Schlittschuhlaufen und Naturtourismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yverdon-les-Bains und Lavey-les-Bains sind für ihre Thermalbäder bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Waadt ist einer der wichtigsten Bildungs- und Forschungsstandorte der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Universität Lausanne]], kurz UNIL, geht auf die 1537 gegründete Akademie von Lausanne zurück. Sie besitzt Fakultäten für Geistes-, Sozial-, Wirtschafts-, Rechts-, Natur- und Lebenswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[École polytechnique fédérale de Lausanne]], kurz EPFL, ist eine der beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen. Ihre Schwerpunkte liegen in Ingenieurwissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften, Architektur und Lebenswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
UNIL und EPFL bilden in Dorigny und Ecublens einen grossen gemeinsamen Hochschulcampus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Institutionen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Centre hospitalier universitaire vaudois]], kurz CHUV;&lt;br /&gt;
* die [[Haute école pédagogique du canton de Vaud]];&lt;br /&gt;
* die [[École cantonale d’art de Lausanne]];&lt;br /&gt;
* die [[Haute école d’ingénierie et de gestion du canton de Vaud]];&lt;br /&gt;
* die [[École hôtelière de Lausanne]];&lt;br /&gt;
* das [[International Institute for Management Development]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einrichtungen ziehen Studierende, Forschende und Fachkräfte aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vd.ch/formation/schooling/higher-education Higher education], État de Vaud, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton liegt an wichtigen europäischen und schweizerischen Verkehrsachsen. Die dichtesten Verkehrsverbindungen bestehen entlang des Genfersees zwischen Genf, Lausanne, Vevey und dem Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Lausanne ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten der Westschweiz. Von dort bestehen direkte Verbindungen nach Genf, Bern, Zürich, Basel, Brig und Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Bahnhöfe befinden sich in Renens, Morges, Nyon, Vevey, Montreux, Aigle, Payerne und Yverdon-les-Bains.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das regionale Bahnnetz umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[RER Vaud]];&lt;br /&gt;
* die [[Lausanne–Echallens–Bercher-Bahn]];&lt;br /&gt;
* die [[Montreux-Berner Oberland-Bahn]];&lt;br /&gt;
* die [[Nyon–Saint-Cergue–Morez-Bahn]];&lt;br /&gt;
* die [[Aigle–Leysin-Bahn]];&lt;br /&gt;
* die Bahnstrecken von Aigle nach Le Sépey, Les Diablerets und Champéry.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne besitzt mit der Linie [[Métro Lausanne M2|M2]] die einzige vollwertige Metro der Schweiz. Daneben verkehren Stadt- und Regionalbusse sowie Trolleybusse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Autobahnen sind die [[Autobahn A1|A1]] zwischen Genf, Lausanne, Yverdon und Bern sowie die [[Autobahn A9 (Schweiz)|A9]] zwischen Lausanne, Vevey, Aigle und dem Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Genfersee betreibt die [[Compagnie Générale de Navigation sur le lac Léman]] Personen- und Ausflugsschiffe. Mehrere Linien verbinden waadtländische Städte auch mit französischen Orten wie Évian-les-Bains und Thonon-les-Bains.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kulturelle Leben konzentriert sich vor allem auf Lausanne, Montreux, Vevey, Nyon und Yverdon-les-Bains.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lausanne befinden sich das [[Olympisches Museum|Olympische Museum]], das Kunstquartier [[Plateforme 10]], die [[Cinémathèque suisse]], das [[Musée de l’Élysée]] und zahlreiche Theater und Konzertsäle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Béjart Ballet Lausanne]] gehört zu den international bekannten Tanzensembles. Das [[Orchestre de Chambre de Lausanne]] und das [[Sinfonietta de Lausanne]] prägen das Musikleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Veranstaltungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Montreux Jazz Festival]];&lt;br /&gt;
* das [[Paléo Festival Nyon]];&lt;br /&gt;
* das Festival de la Cité in Lausanne;&lt;br /&gt;
* das Festival Images Vevey;&lt;br /&gt;
* das Septembre musical an der Waadtländer Riviera;&lt;br /&gt;
* das Musikfestival von Cully.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist Sitz des [[Internationales Olympisches Komitee|Internationalen Olympischen Komitees]] und zahlreicher internationaler Sportverbände. Die Stadt wird deshalb als olympische Hauptstadt bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://newsroom.olympics.com/olympic_games International Olympic Committee], IOC Newsroom, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturerbe und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lavaux ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die terrassierten Weinberge von [[Lavaux]] gehören seit 2007 zum [[UNESCO-Welterbe]]. Die Kulturlandschaft erstreckt sich über rund 30 Kilometer an den sonnigen Hängen zwischen Lausanne und dem östlichen Genferseegebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute sichtbaren Weinbauterrassen entwickelten sich vor allem seit dem Mittelalter. Klöster und lokale Weinbauern errichteten Mauern, Wege, Dörfer und Bewässerungssysteme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lavaux gilt als aussergewöhnliches Beispiel für die jahrhundertelange Anpassung einer Kulturlandschaft an schwierige topografische Bedingungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lavaux&amp;quot;&amp;gt;[https://whc.unesco.org/en/list/1243/ Lavaux, Vineyard Terraces], UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Chillon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss Chillon liegt auf einer Felseninsel am Genfersee bei Veytaux. Es kontrollierte während Jahrhunderten den Verkehrsweg zwischen dem Genfersee, dem Wallis und den Alpenpässen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage wurde von den Savoyern ausgebaut und später von Bern als Verwaltungssitz und Gefängnis genutzt. Der englische Dichter [[Lord Byron]] machte das Schloss mit seinem Gedicht &#039;&#039;The Prisoner of Chillon&#039;&#039; international bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lausanne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kathedrale von Lausanne]] ist eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke der Schweiz. Sie wurde im 12. und 13. Jahrhundert errichtet und war bis zur Reformation Sitz des Bischofs von Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Schloss Saint-Maire, die Altstadt, die Place de la Palud, der Hafen von Ouchy und die Uferanlagen des Genfersees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Fundstätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Avenches sind bedeutende Überreste der römischen Stadt Aventicum erhalten. Dazu gehören das Amphitheater, das römische Theater, Teile der Stadtmauer und das Römermuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nyon erinnern das Römermuseum, Säulen und weitere Funde an die Colonia Iulia Equestris. In Orbe können gut erhaltene römische Mosaiken besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren bekannten Kulturdenkmälern gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Abteikirche von [[Romainmôtier]];&lt;br /&gt;
* das Schloss von Morges;&lt;br /&gt;
* das Schloss von Nyon;&lt;br /&gt;
* das Schloss von Grandson;&lt;br /&gt;
* das Schloss von Aigle;&lt;br /&gt;
* die Altstadt von Yverdon-les-Bains;&lt;br /&gt;
* das Schloss La Sarraz;&lt;br /&gt;
* die mittelalterlichen Stadtbilder von Rolle, Aubonne und Moudon;&lt;br /&gt;
* das Charlie-Chaplin-Museum [[Chaplin’s World]] in Corsier-sur-Vevey.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Landschaftsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt eine grosse landschaftliche Vielfalt. Sie reicht von Seeufern und Feuchtgebieten über landwirtschaftlich genutzte Hügellandschaften bis zu Juraweiden, alpinen Tälern und Gletschergebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Regionaler Naturpark Jura vaudois|Regionale Naturpark Jura vaudois]] erstreckt sich von La Dôle bis Romainmôtier und umfasst grosse Teile des Waadtländer Juras.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://parcjuravaudois.ch/de Regionaler Naturpark Jura vaudois], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grande Cariçaie]] am Südufer des Neuenburgersees ist das grösste zusammenhängende Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz. Es bietet Lebensraum für zahlreiche Vogel-, Amphibien-, Pflanzen- und Insektenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturschutzgebiet Les Grangettes liegt an der Rhonemündung in den Genfersee. Es umfasst Schilfflächen, Auenwälder, Flachwasserzonen und Feuchtwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Naturräume sind das Vallée de Joux, der Joratwald, die Orbe-Schlucht, das Vallon de Nant und die alpinen Gebiete rund um Les Diablerets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den grössten Herausforderungen gehören die Zersiedelung, der Verlust landwirtschaftlicher Flächen, der Verkehr, die Belastung der Gewässer und die Folgen des Klimawandels. In den Alpen gehen Gletscher und Schneedecken zurück, während in den Städten sommerliche Hitzeperioden häufiger werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waadtländer Küche verbindet Produkte des Mittellands, des Juras, der Alpen und der Weinbaugebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bekanntestes traditionelles Gericht gilt der &#039;&#039;&#039;[[Papet vaudois]]&#039;&#039;&#039;. Er besteht aus Lauch und Kartoffeln und wird meist mit einer Waadtländer Kohlwurst oder einem Saucisson vaudois serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere regionale Spezialitäten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Saucisson vaudois;&lt;br /&gt;
* Saucisse aux choux;&lt;br /&gt;
* Malakoffs;&lt;br /&gt;
* Taillé aux greubons;&lt;br /&gt;
* Waadtländer Käsegerichte;&lt;br /&gt;
* L’Etivaz;&lt;br /&gt;
* Vacherin Mont-d’Or;&lt;br /&gt;
* Fischgerichte aus dem Genfer- und Neuenburgersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den typischen Weinen gehören Chasselas aus Lavaux, La Côte und dem Chablais sowie Pinot noir, Gamay und verschiedene Spezialitäten. Wein und regionale Gastronomie sind wichtige Bestandteile der Waadtländer Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zur Romandie und zu Frankreich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waadt nimmt innerhalb der Romandie eine zentrale Stellung ein. Lausanne ist neben Genf eines der wichtigsten politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Zentren der französischsprachigen Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem Kanton Genf bildet Waadt die [[Métropole lémanique]]. Die beiden Kantone arbeiten unter anderem bei Verkehr, Hochschulen, Wirtschaftsförderung, Gesundheitsversorgung und Raumplanung zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region zwischen Lausanne und Genf ist eng verflochten und weist ein starkes Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum auf. Viele Menschen pendeln täglich zwischen den beiden Kantonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit den französischen Nachbarregionen bestehen enge Beziehungen. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit findet besonders in den Bereichen Arbeitsmarkt, Verkehr, Tourismus, Natur- und Gewässerschutz statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lausanne]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bezirke des Kantons Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Romandie]]&lt;br /&gt;
* [[Genfersee]]&lt;br /&gt;
* [[Waadtländer Jura]]&lt;br /&gt;
* [[Waadtländer Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Lavaux]]&lt;br /&gt;
* [[Métropole lémanique]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Genf]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Freiburg]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lucienne Hubler: &#039;&#039;Histoire du Pays de Vaud&#039;&#039;. Éditions L.E.P., Lausanne.&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Chuard: &#039;&#039;La révolution vaudoise&#039;&#039;. Lausanne.&lt;br /&gt;
* Gilbert Coutaz: &#039;&#039;Histoire illustrée du Pays de Vaud&#039;&#039;. Lausanne.&lt;br /&gt;
* Historisches Lexikon der Schweiz: &#039;&#039;Waadt&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Statistique Vaud: &#039;&#039;Annuaire statistique du canton de Vaud&#039;&#039;. Lausanne, jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.vd.ch/ Offizielle Website des Kantons Waadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.vd.ch/etat-droit-finances/statistique Statistique Vaud]&lt;br /&gt;
* [https://www.vd.ch/gc Grosser Rat des Kantons Waadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.vd.ch/ce Staatsrat des Kantons Waadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.vaud.ch/ Waadtland Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.unil.ch/ Universität Lausanne]&lt;br /&gt;
* [https://www.epfl.ch/ École polytechnique fédérale de Lausanne]&lt;br /&gt;
* [https://www.patrimoine.vd.ch/ Kulturerbe des Kantons Waadt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Canton of Vaud|Kanton Waadt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kantone der Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton der Schweiz|Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waadt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romandie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit im französischsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1803]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Lausanne</title>
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		<updated>2026-07-24T15:26:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Lausanne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Lausanne Wiki.jpg|frameless|280px|Ansichten von Lausanne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.4em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Lausanne COA.svg|frameless|100px|Wappen von Lausanne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Waadt|Waadt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bezirk Lausanne|Lausanne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 5586&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 46° 31′ 11″ N, 6° 37′ 59″ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 495 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 41,38 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Bevölkerung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 151&#039;284 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaft2025&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/dam/jcr%3Af72d082f-23b6-4712-a334-7c7a0b45378a/Situation-econonique-lausannoise-2026.pdf Situation économique lausannoise en 2025]. Stadt Lausanne, 2026, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Amtssprache&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Französische Sprache|Französisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Stadtpräsident&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Grégoire Junod ([[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Postleitzahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 1000–1018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [https://www.lausanne.ch/ lausanne.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lausanne&#039;&#039;&#039; [loˈzan] (deutsch früher auch &#039;&#039;&#039;Losannen&#039;&#039;&#039;, italienisch und rätoromanisch &#039;&#039;&#039;Losanna&#039;&#039;&#039;) ist eine politische Gemeinde, die Hauptstadt des [[Kanton Waadt|Kantons Waadt]] und der Hauptort des [[Bezirk Lausanne|Bezirks Lausanne]]. Die Stadt liegt in der französischsprachigen [[Romandie]] am nördlichen Ufer des [[Genfersee]]s. Mit 151&#039;284 Einwohnerinnen und Einwohnern Ende 2025 ist Lausanne nach [[Zürich]], [[Genf]] und [[Basel]] die viertgrösste Stadt der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaft2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist das politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum des Kantons Waadt. In der Stadt befinden sich der Hauptsitz des [[Schweizerisches Bundesgericht|Schweizerischen Bundesgerichts]], das [[Internationales Olympisches Komitee|Internationale Olympische Komitee]] (IOC), das [[Olympisches Museum|Olympische Museum]] und zahlreiche internationale Sportverbände. Wegen dieser besonderen Stellung wird Lausanne seit 1994 offiziell als «Olympische Hauptstadt» bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stark geneigte Stadtgebiet erstreckt sich vom Seeufer bei [[Ouchy]] über das historische Zentrum bis zu den Wäldern des [[Jorat]] im Norden. Der beträchtliche Höhenunterschied prägt das Stadtbild, den Verkehr und die räumliche Entwicklung. Lausanne ist ausserdem ein bedeutender Hochschulstandort. Die [[Universität Lausanne]], die [[École polytechnique fédérale de Lausanne]] und weitere Hochschulen bilden zusammen einen der wichtigsten Bildungs- und Forschungsräume der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne liegt im Südwesten der Schweiz, ungefähr in der Mitte des nördlichen Ufers des Genfersees. Die Stadt gehört zum dicht besiedelten [[Arc lémanique]], dem Wirtschafts- und Lebensraum zwischen Genf, Lausanne, Vevey und Montreux. Im Süden öffnet sich der Blick über den Genfersee auf die Savoyer Alpen. Östlich von Lausanne beginnen die Weinbergterrassen des [[Lavaux]], während sich westlich der Stadt die Agglomeration über Renens, Prilly, Ecublens und weitere Gemeinden ausdehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum liegt rund 500 Meter über dem Meer. Zwischen dem Seeufer auf etwa 370 Metern und den nördlichen Waldgebieten auf ungefähr 870 Metern besteht ein Höhenunterschied von rund 500 Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geografie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lausanne-tourisme.ch/en/geography/ Geography]. Lausanne Tourisme, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelne Teile des Gemeindegebiets erreichen noch grössere Höhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne wurde auf drei Hügeln erbaut: der Cité, Bourg und Saint-Laurent. Dazwischen lagen ursprünglich die tief eingeschnittenen Täler der Flüsse [[Flon (Fluss)|Flon]] und Louve. Grosse Abschnitte dieser Wasserläufe wurden im 19. und 20. Jahrhundert eingedeckt. Die ehemaligen Täler sind dennoch im Strassennetz, in den Höhenunterschieden und in Bauwerken wie dem Grand-Pont und der Pont Bessières deutlich erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 41,38 km² grosse Gemeindegebiet umfasst nicht nur die dicht bebaute Kernstadt. Im Norden gehören ausgedehnte Wald-, Landwirtschafts- und Erholungsgebiete im Jorat zu Lausanne. Dazu zählen unter anderem Chalet-à-Gobet, Vers-chez-les-Blanc, Montheron und die Umgebung von Montblesson. Der nordwestlich gelegene Gemeindeteil Vernand ist durch Gebiete anderer Gemeinden teilweise von der geschlossenen Stadtfläche getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Stadtteilen und Ortslagen gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Centre und Cité;&lt;br /&gt;
* Flon und Saint-Laurent;&lt;br /&gt;
* Sous-Gare und Ouchy;&lt;br /&gt;
* Vidy, Cour und Montoie;&lt;br /&gt;
* Chailly und Rovéréaz;&lt;br /&gt;
* La Sallaz, Vennes und Séchaud;&lt;br /&gt;
* Borde, Bellevaux und Sauvabelin;&lt;br /&gt;
* Beaulieu, Pontaise und Blécherette;&lt;br /&gt;
* Sébeillon, Malley und Bourdonnette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für statistische Zwecke ist die Stadt in 17 eigentliche Quartiere gegliedert. In bestimmten statistischen Darstellungen werden die ausserhalb des geschlossenen Stadtgebiets liegenden «Zones foraines» als zusätzliche Gebietseinheit geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/portrait/cohesion-sociale/quartiers.html Quartiers]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Der Genfersee mildert die Temperaturen, weshalb die Winter am See vergleichsweise moderat und die Sommer warm, aber meist nicht dauerhaft heiss sind. Wegen der grossen Höhenunterschiede bestehen innerhalb des Gemeindegebiets merkliche klimatische Unterschiede. Während am Seeufer bereits frühlingshafte Bedingungen herrschen können, liegt in den nördlichen Waldgebieten gelegentlich noch Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südliche Hanglage begünstigt eine gute Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig kann der kalte Nordostwind [[Bise]] die gefühlte Temperatur deutlich senken. Im Sommer treten im dicht bebauten Zentrum Wärmeinseln auf, denen die Stadt mit Baumpflanzungen, begrünten Freiräumen und der Entsiegelung öffentlicher Flächen entgegenzuwirken versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 zählte Lausanne 151&#039;284 Einwohnerinnen und Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Wachstum von 0,3 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaft2025&amp;quot; /&amp;gt; Nach einem starken Wachstum im 19. und 20. Jahrhundert erreichte die Bevölkerung um 1970 einen ersten Höchststand. In den folgenden Jahrzehnten nahm sie ab und sank 1997 auf ungefähr 123&#039;000 Personen. Seit der Jahrtausendwende wächst Lausanne wieder kontinuierlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevoelkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/portrait/carte-identite/population.html Population]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist eine ausgesprochen internationale Stadt. Rund 43 Prozent der Bevölkerung besitzen keinen Schweizer Pass. Die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen stammen aus Frankreich, Portugal, Italien und Spanien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevoelkerung&amp;quot; /&amp;gt; Die internationale Zusammensetzung hängt unter anderem mit den Hochschulen, dem Universitätsspital, den internationalen Sportorganisationen und der Rolle Lausannes als wirtschaftliches Zentrum zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtssprache und wichtigste Alltagssprache ist Französisch. Daneben werden zahlreiche weitere Sprachen gesprochen. Deutsch, Italienisch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch sind im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben besonders häufig anzutreffen. Das traditionelle Frankoprovenzalische beziehungsweise Waadtländer Patois hat im Alltag nur noch eine geringe Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt werden auf Deutsch als &#039;&#039;&#039;Lausannerinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Lausanner&#039;&#039;&#039;, auf Französisch als &#039;&#039;Lausannoises&#039;&#039; und &#039;&#039;Lausannois&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und römisches Lousonna ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Siedlungsspuren im Gebiet von Lausanne reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. In der Nähe des heutigen Vidy bestanden bereits vor der römischen Eroberung keltische Siedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Römerzeit entwickelte sich am Seeufer der Vicus &#039;&#039;&#039;Lousonna&#039;&#039;&#039;. Der Name war vermutlich keltischen Ursprungs. Die Siedlung lag an einer bedeutenden Verkehrsachse zwischen Italien, dem Rhonetal, Gallien und dem schweizerischen Mittelland. Lousonna besass ein Forum, eine Basilika, Heiligtümer, Handwerksbetriebe, Wohnhäuser und einen Hafen. Zeitweise lebten dort mehr als 1&#039;500 Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/portrait/carte-identite/histoire.html Histoire]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Niedergang des Weströmischen Reiches verlor die offene Siedlung am See an Bedeutung. Die Bevölkerung zog zunehmend auf den leichter zu verteidigenden Hügel der heutigen Cité. Archäologische Überreste des römischen Lousonna sind in Vidy erhalten und werden im Musée romain de Lausanne-Vidy gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischofsstadt im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 6. Jahrhundert wurde Lausanne zum Sitz eines Bischofs. Der Bischofssitz förderte die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Rund um die Cité entstanden kirchliche Einrichtungen, Wohnquartiere und Befestigungen. Lausanne lag an wichtigen Handels- und Pilgerwegen, darunter Verbindungen über den [[Grosser St. Bernhard|Grossen St. Bernhard]] nach Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. bis zum 13. Jahrhundert wurde die [[Kathedrale von Lausanne|Kathedrale Notre-Dame]] errichtet. Sie wurde 1275 in Anwesenheit von Papst Gregor X. geweiht und entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsziel. Die Kathedrale gilt heute als einer der wichtigsten gotischen Sakralbauten der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kathedrale&amp;quot;&amp;gt;[https://press.lausanne-tourisme.ch/en/press-releases/750th-anniversary-of-lausanne-cathedral-innovation-meets-tradition 750th Anniversary of Lausanne Cathedral]. Lausanne Tourisme, 12. Februar 2025, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Stadt bestand aus mehreren räumlich und rechtlich teilweise getrennten Siedlungskernen. Neben der bischöflichen Cité entwickelten sich die Unterstadt und Handelsquartiere entlang der Verkehrswege. Die Bischöfe von Lausanne mussten ihre Herrschaft wiederholt gegen lokale Bürger, Adelsfamilien und das expandierende [[Haus Savoyen]] behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berner Herrschaft und Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1536 eroberte [[Bern]] das Waadtland. Die bischöfliche Herrschaft endete, und Lausanne wurde Teil des bernischen Untertanengebiets. Gleichzeitig wurde die [[Reformation]] eingeführt. Die Kathedrale wurde zu einer reformierten Kirche, Klöster wurden aufgehoben und kirchlicher Besitz ging an die neue Obrigkeit über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1537 gründeten die Berner die Lausanner Akademie, die vor allem der Ausbildung reformierter Pfarrer dienen sollte. Aus dieser Bildungseinrichtung ging später die Universität Lausanne hervor. Die Akademie entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum des Protestantismus und zog Gelehrte aus verschiedenen Teilen Europas an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1723 versuchte Major [[Jean Daniel Abraham Davel]] einen Aufstand zur Befreiung des Waadtlands von der Berner Herrschaft auszulösen. Der Versuch scheiterte, und Davel wurde in Vidy hingerichtet. Im 19. Jahrhundert wurde er zu einer Symbolfigur der waadtländischen Unabhängigkeitsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waadtländer Revolution und Kantonshauptstadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] erhob sich das Waadtland 1798 gegen Bern. Lausanne wurde Hauptstadt des Kantons Léman innerhalb der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]]. Mit der [[Mediationsakte]] von 1803 entstand der souveräne Kanton Waadt, dessen Hauptstadt Lausanne wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue politische Status beschleunigte die Entwicklung der Stadt. Kantonsverwaltung, Bildungsinstitutionen und Gerichte wurden ausgebaut. Die Universität Lausanne entstand 1890 aus der früheren Akademie. Der Bau neuer Strassen, Brücken und öffentlicher Gebäude veränderte das historische Stadtbild grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung und moderne Stadtentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert verbesserten Dampfschiffe und Eisenbahnen die Verkehrsverbindungen. Lausanne wurde an die Bahnlinien nach Genf, Yverdon, Bern und ins Wallis angeschlossen. Die Stadt wuchs über ihre historischen Grenzen hinaus. Neue Wohnquartiere entstanden unterhalb des Bahnhofs, in Ouchy, im Westen und auf den nördlichen Hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1875 ist Lausanne der ständige Sitz des Schweizerischen Bundesgerichts. Das heutige Gerichtsgebäude im Parc de Mon-Repos wurde in den 1920er-Jahren errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bger.ch/index/federal/federal-inherit-template/federal-geschichte.htm Geschichte des Bundesgerichts]. Schweizerisches Bundesgericht, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 verlegte das Internationale Olympische Komitee seinen Sitz nach Lausanne. Pierre de Coubertin wählte die neutrale Schweiz während des Ersten Weltkriegs als Standort. 1922 bezog das IOC Büros in der Villa Mon-Repos, später zog es nach Vidy.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olympics.com/ioc/1915-establishment-of-the-ioc-headquarters-in-lausanne 1915: Establishment of the IOC headquarters in Lausanne]. Internationales Olympisches Komitee, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juli 1923 wurde im Palais de Rumine der [[Vertrag von Lausanne]] unterzeichnet. Er regelte nach dem Ersten Weltkrieg die Beziehungen zwischen der Türkei und den alliierten Mächten und wurde zu einer wesentlichen Grundlage für die internationalen Grenzen der modernen Türkei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/vie-pratique/culture/bibliotheques-et-archives/lire-a-lausanne/histoire-et-patrimoine/les-coulisses-pratiques-du-traite-de-lausanne.html Les coulisses pratiques du traité de Lausanne]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Lausanne von einer regionalen Verwaltungs- und Handelsstadt zu einem international ausgerichteten Zentrum für Dienstleistungen, Bildung, Medizin, Kultur und Sport. Grosse Stadtentwicklungsprojekte wie die Umgestaltung des Flon, die Metro m2, das Museumsquartier Plateforme 10 und das Entwicklungsgebiet Métamorphose prägen die Stadt im 21. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist eine politische Gemeinde nach waadtländischem Recht. Die kommunale Legislative ist der &#039;&#039;&#039;Conseil communal&#039;&#039;&#039;. Er besteht aus 100 Mitgliedern, die alle fünf Jahre im Proporzverfahren gewählt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/officiel/conseil-communal/a-propos/composition-du-conseil-communal.html Composition du Conseil communal]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gemeinderat beschliesst unter anderem das Budget, kommunale Reglemente, Bau- und Entwicklungsprojekte sowie bedeutende Investitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive heisst &#039;&#039;&#039;Municipalité&#039;&#039;&#039; und besteht aus sieben Mitgliedern. Sie wird nach dem Majorzsystem gewählt. Den Vorsitz führt der Stadtpräsident, der in Lausanne den französischen Titel &#039;&#039;Syndic&#039;&#039; trägt. Seit 2016 ist der Sozialdemokrat Grégoire Junod Stadtpräsident. Im Anschluss an die Gemeindewahlen von 2026 wurde er für eine weitere Amtszeit bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/apps/actualites/index.php?actu_id=87280 Elections communales: Syndicature]. Stadt Lausanne, 7. April 2026, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Funktion als Kantonshauptstadt beherbergt Lausanne den Staatsrat, den Grossen Rat und grosse Teile der Verwaltung des Kantons Waadt. Der Sitz der Kantonsregierung befindet sich im [[Château Saint-Maire]] oberhalb der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne gehört politisch traditionell zu den eher links und ökologisch ausgerichteten Grossstädten der Schweiz. Fragen des öffentlichen Verkehrs, des gemeinnützigen Wohnungsbaus, der sozialen Integration, der Stadtbegrünung und der Klimapolitik besitzen in der Kommunalpolitik einen hohen Stellenwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist das wichtigste Arbeitsplatzzentrum des Kantons Waadt. Die lokale Wirtschaft wird deutlich vom Dienstleistungssektor geprägt. Rund 94 Prozent der vollzeitäquivalenten Arbeitsplätze entfallen auf den tertiären Sektor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaft2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesundheits- und Sozialwesen;&lt;br /&gt;
* öffentliche Verwaltung;&lt;br /&gt;
* Bildung und Forschung;&lt;br /&gt;
* Finanz-, Versicherungs- und Rechtsdienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Informationstechnologie und Kommunikation;&lt;br /&gt;
* Unternehmensberatung;&lt;br /&gt;
* Tourismus, Gastronomie und Freizeitwirtschaft;&lt;br /&gt;
* internationale Sportorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Centre hospitalier universitaire vaudois]] gehört zu den grössten Arbeitgebern der Region. Weitere bedeutende Beschäftigungseffekte gehen von der Kantons- und Stadtverwaltung, den Hochschulen, Versicherungen, Banken und internationalen Unternehmen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulen und Forschungszentren fördern die Entstehung technologieorientierter Unternehmen. In der Region Lausanne haben sich zahlreiche Start-ups aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik, Informationstechnologie, Robotik, künstliche Intelligenz, Energie und Umwelttechnik angesiedelt. Besonders der Innovationsraum rund um die EPFL besitzt internationale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tourismus profitiert von der Lage am Genfersee, dem historischen Stadtzentrum, dem Olympischen Museum, dem Kongresswesen und der Nähe zu Lavaux, Montreux und den Waadtländer Alpen. Lausanne ist zudem ein wichtiger Standort für internationale Konferenzen und Sportveranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung, Forschung und Gesundheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne gehört zu den bedeutendsten Hochschulstädten der Schweiz. Die &#039;&#039;&#039;Universität Lausanne&#039;&#039;&#039; geht auf die 1537 gegründete Akademie zurück und erhielt 1890 den Status einer Universität. Sie umfasst sieben Fakultäten und zählt mehr als 17&#039;000 Studierende.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vd.ch/formation/enseignement-superieur/liste-des-institutions L&#039;enseignement supérieur sur sol vaudois]. Kanton Waadt, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Hauptcampus befindet sich in Dorigny westlich des Stadtzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;École polytechnique fédérale de Lausanne&#039;&#039;&#039; wurde 1853 als private Ingenieurschule gegründet. 1969 übernahm der Bund die Einrichtung, die seither den heutigen Namen trägt. Der weitläufige EPFL-Campus befindet sich hauptsächlich in [[Ecublens VD|Ecublens]] und grenzt unmittelbar an den Campus der Universität Lausanne.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.epfl.ch/about/overview/history-of-epfl/ EPFL History]. École polytechnique fédérale de Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Bildungseinrichtungen sind die École hôtelière de Lausanne, die Haute école pédagogique du canton de Vaud, die Haute École de Santé Vaud, die Haute École de Musique de Lausanne und das International Institute for Management Development. Insgesamt studieren im Hochschulraum Lausanne Zehntausende Menschen aus zahlreichen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Centre hospitalier universitaire vaudois&#039;&#039;&#039; (CHUV) ist eines der fünf Universitätsspitäler der Schweiz. Es verbindet medizinische Versorgung mit Forschung und Lehre und arbeitet eng mit der Fakultät für Biologie und Medizin der Universität Lausanne sowie mit der EPFL zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.chuv.ch/fr/ Centre hospitalier universitaire vaudois]. CHUV, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der grosse Spitalkomplex liegt nördlich des Stadtzentrums am Bugnon und wird direkt durch die Metro m2 erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Olympische Hauptstadt und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Internationale Olympische Komitee hat seinen Sitz seit 1915 in Lausanne. Zum hundertjährigen Bestehen des IOC wurde die Stadt 1994 offiziell zur &#039;&#039;&#039;Olympischen Hauptstadt&#039;&#039;&#039; erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olympics.com/ioc/lausanne-1921-olympic-congress Lausanne, Olympic Capital]. Internationales Olympisches Komitee, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2019 eröffnete &#039;&#039;&#039;Olympic House&#039;&#039;&#039; in Vidy ist der Hauptsitz des IOC. Der geschwungene Bau wurde vom dänischen Architekturbüro 3XN entworfen und nach hohen Nachhaltigkeitsstandards errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.olympics.com/ioc/olympic-house Olympic House]. Internationales Olympisches Komitee, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Ouchy befindet sich das Olympische Museum mit Ausstellungen zur Geschichte der Spiele, zu den Sportarten und zur olympischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem IOC haben zahlreiche internationale Sportverbände und sportrechtliche Organisationen ihren Sitz in Lausanne oder der näheren Umgebung. Dazu gehören der Internationale Sportgerichtshof und verschiedene Weltverbände olympischer Sportarten. Diese Institutionen machen Lausanne zu einem globalen Verwaltungszentrum des Sports.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 9. bis 22. Januar 2020 war Lausanne Gastgeberin der dritten Olympischen Jugend-Winterspiele. An den Wettkämpfen in Lausanne und weiteren Austragungsorten in der Westschweiz und in Frankreich nahmen 1&#039;784 Athletinnen und Athleten aus 79 nationalen olympischen Komitees teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://olympics.com/ioc/news/celebrating-five-years-of-yog-lausanne-2020-a-legacy-of-local-engagement-youth-participation-and-sustainability Celebrating five years of YOG Lausanne 2020]. Internationales Olympisches Komitee, 6. Januar 2025, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Sportanlagen zählen das Stade de la Tuilière, die Eissport- und Veranstaltungsarena Vaudoise aréna in Prilly, das Stade Pierre-de-Coubertin in Vidy, das Schwimmzentrum in Vidy und zahlreiche Anlagen im Gebiet von Mauvernay und Chalet-à-Gobet. Bekannte Sportvereine sind der [[FC Lausanne-Sport]], der Lausanne Hockey Club und der Leichtathletikverein Stade Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild und Architektur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtbild wird durch die ausgeprägte Hanglage bestimmt. Strassen, Treppen, Brücken, Aufzüge und Metrostationen verbinden unterschiedliche Höhenebenen. Von vielen Punkten öffnen sich Ausblicke auf den Genfersee und die Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Zentrum liegt rund um den Hügel der Cité. Enge Gassen, Treppenverbindungen und Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten prägen diesen Stadtteil. Die Escaliers du Marché verbinden die Place de la Palud mit der Kathedrale. An der Place de la Palud stehen das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert und ein historischer Gerechtigkeitsbrunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Gewerbe- und Lagerquartier Flon liegt in einem früheren Flusstal. Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wurde es zu einem Geschäfts-, Kultur-, Gastronomie- und Freizeitviertel umgestaltet. Alte Lagerhäuser stehen dort neben moderner Architektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Hauptbahnhofs erstreckt sich das Quartier Sous-Gare mit repräsentativen Wohnhäusern, Gärten und Parks. Am See liegt Ouchy mit Hafenanlagen, Hotels, Promenaden, dem Château d&#039;Ouchy und dem Olympischen Museum. Westlich davon befinden sich die Grün- und Sportanlagen von Vidy sowie die Überreste des römischen Lousonna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kathedrale Notre-Dame ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kathedrale Notre-Dame ist das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt. Der gotische Bau entstand hauptsächlich im 12. und 13. Jahrhundert. Zu seinen wichtigsten Kunstwerken gehören die mittelalterliche Fensterrose, das bemalte Portal und die historische Bauplastik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Lausanner Tradition ist der Nachtwächter der Kathedrale. Seit 1405 werden vom Glockenturm aus die Stunden ausgerufen. Noch heute ruft der Nachtwächter beziehungsweise die Nachtwächterin jede Nacht zwischen 22 und 2 Uhr die vollen Stunden über die Dächer der Altstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne-tourisme.ch/en/explore/lausanne-cathedral/ Lausanne Cathedral]. Lausanne Tourisme, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bauwerke und Orte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren bedeutenden Bauwerken und städtischen Räumen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Château Saint-Maire, Sitz der Waadtländer Kantonsregierung;&lt;br /&gt;
* das Palais de Rumine mit kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen;&lt;br /&gt;
* das Hôtel de Ville an der Place de la Palud;&lt;br /&gt;
* die ehemalige Lausanner Akademie;&lt;br /&gt;
* die Kirche Saint-François;&lt;br /&gt;
* das Bundesgerichtsgebäude im Parc de Mon-Repos;&lt;br /&gt;
* die Pont Bessières und der Grand-Pont;&lt;br /&gt;
* der Esplanade de Montbenon mit dem Casino de Montbenon und dem Palais de Justice;&lt;br /&gt;
* der Sauvabelin-Turm mit Aussicht über Stadt, See und Alpen;&lt;br /&gt;
* die Seepromenaden und Parkanlagen von Ouchy und Vidy;&lt;br /&gt;
* der Friedhof Bois-de-Vaux, auf dem zahlreiche bekannte Persönlichkeiten bestattet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen und Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne besitzt eine vielfältige Museumslandschaft. Das 2019 und 2022 eröffnete Kulturquartier &#039;&#039;&#039;Plateforme 10&#039;&#039;&#039; liegt unmittelbar beim Hauptbahnhof. Es vereinigt drei kantonale Museen: das Musée cantonal des Beaux-Arts, Photo Elysée und das Museum für zeitgenössisches Design und angewandte Kunst mudac. Hinzu kommen die Sammlungen der Fondation Toms Pauli und der Fondation Félix Vallotton.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plateforme10.ch/en/ Plateforme 10]. Abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Museen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Olympische Museum;&lt;br /&gt;
* die Collection de l&#039;Art Brut;&lt;br /&gt;
* das Musée historique Lausanne;&lt;br /&gt;
* das Musée romain de Lausanne-Vidy;&lt;br /&gt;
* die Fondation de l&#039;Hermitage;&lt;br /&gt;
* das Musée de la main;&lt;br /&gt;
* das Naturmuseum und weitere Sammlungen im Palais de Rumine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist Sitz des Béjart Ballet Lausanne, der Opéra de Lausanne und des Orchestre de Chambre de Lausanne. Bedeutende Bühnen sind das Théâtre Vidy-Lausanne, das Théâtre de Beaulieu und das Théâtre de l&#039;Arsenic. Zu den regelmässigen Kulturveranstaltungen gehören das Festival de la Cité, das Comicfestival BDFIL und verschiedene Film-, Musik-, Tanz- und Theaterfestivals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Lausanne]] ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten der Westschweiz. Er liegt an den Hauptstrecken von Genf über Lausanne nach Bern und Zürich sowie von Lausanne über Vevey, Montreux und das Wallis in Richtung Simplon und Italien. Direkte Fernverkehrsverbindungen bestehen unter anderem nach Genf, Bern, Basel, Zürich, Brig und in zahlreiche weitere Schweizer Städte. Internationale Züge verbinden Lausanne mit Paris und Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der regionale Bahnverkehr wird durch das Netz der RER Vaud getragen. Wichtige Agglomerationsbahnhöfe befinden sich unter anderem in Renens, Prilly-Malley, Pully und Lutry.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Nahverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der öffentliche Nahverkehr wird hauptsächlich von den Transports publics de la région lausannoise betrieben. Das Netz umfasst Busse, Trolleybusse sowie die Metrolinien m1 und m2. Hinzu kommt die Bahnstrecke Lausanne–Echallens–Bercher, die den Bahnhof Lausanne-Flon mit dem Gros-de-Vaud verbindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/vie-pratique/mobilite/se-deplacer-a-lausanne/en-transports-en-commun.html En transports en commun]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1991 eröffnete Linie m1 verbindet das Zentrum mit der Universität, der EPFL und Renens. Die 2008 eröffnete, vollautomatische Linie m2 führt von Ouchy über den Hauptbahnhof und das Stadtzentrum nach Epalinges-Croisettes. Sie überwindet auf kurzer Distanz einen aussergewöhnlich grossen Höhenunterschied. Lausanne ist die einzige Schweizer Stadt mit einem eigentlichen Metrosystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne-tourisme.ch/en/the-lausanner/articles/fun-facts-about-the-lausanne-metro/ Fun facts about the Lausanne metro]. Lausanne Tourisme, 5. März 2021, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erweiterung des Netzes sind die neue Metrolinie m3 zwischen dem Hauptbahnhof und Blécherette sowie eine Strassenbahnverbindung vom Zentrum über Renens nach Villars-Sainte-Croix vorgesehen. Gleichzeitig soll die Kapazität der stark ausgelasteten Linie m2 erhöht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lausanne.ch/officiel/grands-projets/pole-gare/metros-m2-et-m3.html Métros m2 et m3]. Stadt Lausanne, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassen-, Schiffs- und Luftverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lausanne ist über die Autobahnen [[Autobahn A1|A1]] und [[Autobahn A9 (Schweiz)|A9]] an das nationale Strassennetz angeschlossen. Die A1 führt in Richtung Genf, Bern und Zürich, während die A9 Lausanne mit Vevey, dem Wallis und dem Simplongebiet verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Hafen Lausanne-Ouchy verkehren Kursschiffe der [[Compagnie Générale de Navigation sur le lac Léman]] zu Orten am Genfersee. Dazu gehören Verbindungen nach Evian-les-Bains auf der französischen Seeseite sowie nach Vevey, Montreux, Nyon und Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befindet sich der Regionalflugplatz Lausanne-La Blécherette. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der [[Flughafen Genf]], der mit direkten Zügen in ungefähr 45 bis 50 Minuten erreichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grünräume und Naherholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der dichten Bebauung verfügt Lausanne über zahlreiche Parks, Wälder und öffentliche Gärten. Zu den bekanntesten Grünanlagen zählen der Parc de Mon-Repos, der Parc de Milan, der botanische Garten, der Parc de l&#039;Hermitage, die Esplanade de Montbenon und die Uferparks von Ouchy und Vidy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald von Sauvabelin mit seinem kleinen See und dem hölzernen Aussichtsturm ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Weiter nördlich bieten die Wälder des Jorat ausgedehnte Wander-, Lauf- und Velowege. Im Winter werden in höheren Lagen bei geeigneten Schneeverhältnissen Langlaufloipen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Lausanne besitzt zudem Rebberge innerhalb und ausserhalb des Gemeindegebiets. Der Weinbau bildet eine historische Verbindung zwischen der Stadt und den Weinregionen Lavaux, La Côte und Chablais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den in Lausanne geborenen oder eng mit der Stadt verbundenen Persönlichkeiten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Benjamin Constant]] (1767–1830), Schriftsteller und Politiker;&lt;br /&gt;
* [[Johann Ludwig Burckhardt]] (1784–1817), Forschungsreisender;&lt;br /&gt;
* [[Charles-Ferdinand Ramuz]] (1878–1947), Schriftsteller;&lt;br /&gt;
* [[Félix Vallotton]] (1865–1925), Maler und Grafiker;&lt;br /&gt;
* [[Pierre de Coubertin]] (1863–1937), Begründer der modernen Olympischen Spiele;&lt;br /&gt;
* [[Jean Tinguely]] (1925–1991), Künstler;&lt;br /&gt;
* [[Maurice Béjart]] (1927–2007), Choreograf und Gründer des Béjart Ballet Lausanne;&lt;br /&gt;
* [[Bertrand Piccard]] (* 1958), Psychiater und Abenteurer;&lt;br /&gt;
* [[Stanislas Wawrinka]] (* 1985), Tennisspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Genfersee]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Olympische Jugend-Winterspiele 2020]]&lt;br /&gt;
* [[Universität Lausanne]]&lt;br /&gt;
* [[École polytechnique fédérale de Lausanne]]&lt;br /&gt;
* [[Kathedrale von Lausanne]]&lt;br /&gt;
* [[Vertrag von Lausanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lausanne.ch/ Offizielle Website der Stadt Lausanne]&lt;br /&gt;
* [https://www.lausanne-tourisme.ch/de/ Lausanne Tourisme]&lt;br /&gt;
* [https://www.vd.ch/ Offizielle Website des Kantons Waadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.bger.ch/ Schweizerisches Bundesgericht]&lt;br /&gt;
* [https://www.olympics.com/ioc/history/lausanne Lausanne als Olympische Hauptstadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.lausanne.ch/officiel/statistique.html Statistik der Stadt Lausanne]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lausanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantonshauptstadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Genfersee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Waadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A2&amp;diff=677</id>
		<title>Autobahn A2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A2&amp;diff=677"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:23em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.7em; background:#14853b; color:white; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Autobahn A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; text-align:center; background:white;&amp;quot; | [[Datei:A2Swiss.svg|100px|Autobahnsignal der A2]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Land&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Strassentyp&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Autobahn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | N2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Europastrasse&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Europastrasse 35|E35]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Beginn&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Grenze Deutschland–Schweiz bei [[Basel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Ende&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Grenze Schweiz–Italien bei [[Chiasso]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Gesamtlänge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | rund 295 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Wichtige Orte&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Basel, [[Liestal]], [[Luzern]], [[Altdorf UR|Altdorf]], [[Airolo]], [[Bellinzona]], [[Lugano]], Chiasso&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Bedeutendster Tunnel&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Gotthard-Strassentunnel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Betreiber&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Benutzung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Autobahnvignette erforderlich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; text-align:center; background:white;&amp;quot; | [[Datei:A2 Swiss Highway-de.svg|220px|Verlauf der Autobahn A2]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Autobahn A2&#039;&#039;&#039; ist eine rund 295 Kilometer lange schweizerische Autobahn, die von der deutschen Grenze bei [[Basel]] über das Schweizer Mittelland, [[Luzern]], den [[Gotthard-Strassentunnel]], [[Bellinzona]] und [[Lugano]] bis zur italienischen Grenze bei [[Chiasso]] führt. Sie bildet die wichtigste direkte Strassenverbindung zwischen der Nordwestschweiz, der Zentralschweiz und dem [[Kanton Tessin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 wird auch als &#039;&#039;&#039;Gotthardroute&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gotthardachse&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Gotthard-Autobahn&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Sie gehört zur [[Europastrasse 35]], die von Amsterdam über Deutschland und die Schweiz nach Rom führt. An der deutschen Grenze setzt sich die Strecke als deutsche [[Bundesautobahn 5]] fort, an der italienischen Grenze als italienische Autostrada A9 in Richtung [[Como]] und [[Mailand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den technischen Unterlagen des Bundes wird die Verbindung als &#039;&#039;&#039;Nationalstrasse N2&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die grüne Wegweisung für Verkehrsteilnehmende verwendet dagegen die Bezeichnung A2. Die Strecke zwischen Basel und Chiasso gehört zu den wichtigsten Strassen des schweizerischen Nationalstrassennetzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bezeichnung&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.astra.admin.ch/a-h-oder-n-fuer-die-nationalstrassen/ A, H oder N für die Nationalstrassen?], Bundesamt für Strassen, 2. Februar 2022, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 ist eine der beiden grossen Nord-Süd-Achsen des schweizerischen Strassenverkehrs. Die zweite bedeutende Alpentransitroute ist die [[Autobahn A13 (Schweiz)|A13]] durch den [[San-Bernardino-Tunnel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schweiz erfüllt die A2 mehrere Funktionen. Sie verbindet die Ballungsräume Basel und Luzern, erschliesst Teile der Kantone Basel-Landschaft, Solothurn, Aargau, Luzern, Nidwalden und Uri und stellt die wichtigste Autobahnverbindung des Tessins mit der übrigen Schweiz dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
International ist sie ein bedeutender Korridor zwischen Deutschland, den Beneluxstaaten und Norditalien. Die Strecke wird sowohl vom Personenverkehr als auch vom europäischen Güterverkehr genutzt. Während der Ferienzeiten ist sie zudem eine der wichtigsten Reiserouten zwischen Mittel- und Nordeuropa und Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn durchquert folgende Kantone:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Basel-Stadt|Basel-Stadt]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Basel-Landschaft|Basel-Landschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Solothurn|Solothurn]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Aargau|Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Luzern|Luzern]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Nidwalden|Nidwalden]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Uri|Uri]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Tessin|Tessin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Basel und Nordwestschweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 beginnt am Grenzübergang zwischen [[Weil am Rhein]] und Basel als Fortsetzung der deutschen Bundesautobahn 5. Sie überquert die Landesgrenze auf der Autobahnbrücke und führt anschliessend durch den Norden der Stadt Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte Osttangente durchquert dicht besiedelte Stadtgebiete und nimmt einen grossen Teil des regionalen, nationalen und internationalen Verkehrs auf. Auf diesem Abschnitt bestehen Verbindungen zum Basler Strassennetz, zu den Rheinhäfen und zur [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südöstlich von Basel verläuft die A2 über [[Muttenz]] und [[Pratteln]] zur Verzweigung Augst. Dort trennt sich die A3 in Richtung [[Zürich]] und [[Chur]] von der Gotthardroute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Augst führt die A2 durch das Ergolztal über Liestal und [[Sissach]]. Südlich von Sissach beginnt der Anstieg in den Baselbieter Jura. Zwischen [[Eptingen]] und [[Egerkingen]] durchquert die Autobahn den [[Belchentunnel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Härkingen und Wiggertal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verzweigung Härkingen trifft die A2 auf die [[Autobahn A1|A1]]. Zwischen Härkingen und der Verzweigung Wiggertal werden die beiden Autobahnen auf einer gemeinsamen Strecke geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt verbindet die Nord-Süd-Achse mit der wichtigsten Ost-West-Verbindung der Schweiz. Er gehört wegen des sich überlagernden Regional-, Fern- und Güterverkehrs zu den stark belasteten Abschnitten des Nationalstrassennetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verzweigung Wiggertal zweigt die A2 wieder nach Süden ab. Sie führt über [[Zofingen]], [[Reiden LU|Reiden]] und [[Sursee]] in Richtung Luzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raum Luzern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich von Luzern erreicht die A2 bei der Verzweigung Rotsee die [[Autobahn A14 (Schweiz)|A14]], die Verbindungen in Richtung [[Zug]] und Zürich herstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 durchquert anschliessend das Stadtgebiet von Luzern in mehreren Tunnels und Einschnitten. Zu den wichtigsten Bauwerken gehören der Reussporttunnel und der Sonnenbergtunnel. Die Strecke führt weiter über [[Kriens]] und [[Horw]] nach [[Hergiswil NW|Hergiswil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autobahnabschnitt zwischen Kriens und Ennethorw wurde am 11. Juni 1955 als kreuzungsfreie, vierspurige Ausfallstrasse eröffnet. Er gilt als erste Autobahn der Schweiz und gehört heute zur A2.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ersteautobahn&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swissinfo.ch/ger/erste-autobahn-hatte-noch-platz-fuer-fussgaenger-und-pferdefuhrwerke/41467362 Erste Autobahn hatte noch Platz für Fussgänger und Pferdefuhrwerke], SWI swissinfo.ch, 11. Juni 2015, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Abschnitt wurde zwischen 1998 und 2003 grundlegend erneuert. Dabei entstanden unter anderem die Tunnels Schlund und Spier sowie ein neuer Anschluss bei Horw.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hergiswil&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a2-arsenalbruecke-hergiswil A2 Arsenalbrücke–Hergiswil], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nidwalden und Seelisberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hergiswil erreicht die A2 den [[Vierwaldstättersee]]. An der Verzweigung Lopper zweigt die [[Autobahn A8 (Schweiz)|A8]] in Richtung [[Sarnen]], [[Brünigpass]] und [[Interlaken]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 führt durch den Loppertunnel nach [[Stansstad]] und weiter über [[Stans]], [[Buochs]] und [[Beckenried]]. Der Abschnitt verläuft teilweise nahe am Südufer des Vierwaldstättersees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Beckenried im Kanton Nidwalden und [[Seedorf UR|Seedorf]] im Kanton Uri durchquert die Autobahn den rund 9,3 Kilometer langen [[Seelisbergtunnel]]. Er besteht aus zwei getrennten Röhren und wurde 1980 eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a2-seelisbergtunnel-umfangreiche-vorgezogene-arbeiten-erfordern-nachtsperrungen A2 Seelisbergtunnel], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reusstal und Gotthard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Seelisbergtunnel erreicht die A2 das Urner Reusstal. Sie führt an Altdorf vorbei über [[Erstfeld]], [[Amsteg]] und [[Wassen UR|Wassen]] nach [[Göschenen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn steigt in diesem Abschnitt stark an. Zahlreiche Brücken, Galerien, Stützmauern und kurze Tunnels schützen die Strecke vor Steinschlag, Lawinen und anderen Naturgefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Göschenen beginnt der Gotthard-Strassentunnel. Der knapp 17 Kilometer lange Tunnel unterquert das [[Gotthardmassiv]] und endet bei Airolo im oberen [[Leventina|Leventinatal]]. Er stellt die einzige ganzjährig geöffnete direkte Strassenverbindung zwischen Uri und dem Tessin dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leventina und Bellinzona ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Airolo folgt die A2 dem Verlauf des Flusses [[Tessin (Fluss)|Tessin]] durch die Leventina. Die Strecke führt über [[Quinto TI|Quinto]], [[Faido]], [[Giornico]] und [[Biasca]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das steile Tal erforderte den Bau zahlreicher Kunstbauten. Dazu gehören die Tunnels Stalvedro und Piottino, Viadukte, Galerien und die auffällige Autobahnführung in der Biaschina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Biasca öffnet sich das Tal zur Riviera. Die Autobahn führt weiter nach Bellinzona. An der Verzweigung Bellinzona-Nord besteht der Anschluss an die A13 in Richtung [[Mesocco]], San Bernardino und [[Chur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monte Ceneri, Lugano und Chiasso ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Bellinzona überquert die A2 den [[Monte Ceneri]]. Die Autobahn stellt dort die wichtigste Verbindung zwischen dem Sopraceneri und dem Sottoceneri dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschliessend führt sie durch das Gebiet von Lugano. Südlich der Stadt verläuft die Strecke bei [[Melide TI|Melide]] über den Seedamm im [[Luganersee]]. Der Strassen- und Eisenbahnkorridor über den See gehört zu den markantesten Verkehrsbauwerken im Tessin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über [[Mendrisio]] erreicht die A2 den Grenzort Chiasso. Beim Grenzübergang Chiasso-Brogeda geht sie in die italienische Autostrada A9 über, die nach Como und Mailand führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Abschnitte und Verzweigungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Abschnitt oder Verzweigung&lt;br /&gt;
! Verbindung beziehungsweise Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grenze Basel–Weil am Rhein&lt;br /&gt;
| Übergang zur deutschen Bundesautobahn 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Osttangente Basel&lt;br /&gt;
| Stadtautobahn und Zugang zu den Basler Rheinhäfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Augst&lt;br /&gt;
| Abzweigung der A3 in Richtung Zürich und Chur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Belchentunnel&lt;br /&gt;
| Querung des Baselbieter und Solothurner Juras&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Härkingen&lt;br /&gt;
| Zusammentreffen von A1 und A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Wiggertal&lt;br /&gt;
| Trennung der gemeinsamen Strecke von A1 und A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Rotsee&lt;br /&gt;
| Verbindung zur A14 in Richtung Zug und Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Lopper&lt;br /&gt;
| Abzweigung der A8 in Richtung Obwalden und Berner Oberland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Seelisbergtunnel&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen Nidwalden und Uri&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gotthard-Strassentunnel&lt;br /&gt;
| Alpentransversale zwischen Göschenen und Airolo&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Bellinzona-Nord&lt;br /&gt;
| Verbindung zur A13 und zur San-Bernardino-Route&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grenze Chiasso-Brogeda&lt;br /&gt;
| Übergang zur italienischen Autostrada A9&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Tunnel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Topografie entlang der A2 machte den Bau zahlreicher Tunnel notwendig. Besonders im Jura, im Raum Luzern, am Vierwaldstättersee und in den Alpen verläuft ein erheblicher Teil der Strecke unterirdisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Auswahl bedeutender Tunnel der A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tunnel&lt;br /&gt;
! Ungefähre Länge&lt;br /&gt;
! Lage und Besonderheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Belchentunnel]]&lt;br /&gt;
| 3,2 km&lt;br /&gt;
| Juradurchquerung zwischen Eptingen und Egerkingen; drei Röhren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sonnenbergtunnel&lt;br /&gt;
| 1,5 km&lt;br /&gt;
| Stadttunnel im Raum Luzern und Kriens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Seelisbergtunnel]]&lt;br /&gt;
| 9,3 km&lt;br /&gt;
| Zweiröhriger Tunnel zwischen Nidwalden und Uri&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gotthard-Strassentunnel]]&lt;br /&gt;
| 16,9 km&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen Göschenen und Airolo&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stalvedrotunnel&lt;br /&gt;
| rund 1,2 km&lt;br /&gt;
| Tunnel im oberen Leventinatal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Piottinotunnel&lt;br /&gt;
| rund 1,5 km&lt;br /&gt;
| Umfahrung der Piottinoschlucht bei Faido&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Monte-Ceneri-Tunnel&lt;br /&gt;
| rund 1,4 km&lt;br /&gt;
| Querung des Monte Ceneri im Tessin&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Planungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der starken Zunahme des motorisierten Verkehrs nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in der Schweiz die Forderung nach einem leistungsfähigen Netz kreuzungsfreier Fernstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 eröffnete Abschnitt zwischen Kriens und Ennethorw war noch ein kantonales Projekt. Die Grundlage für den systematischen Bau eines schweizerischen Nationalstrassennetzes schuf das Bundesgesetz über die Nationalstrassen von 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung Basel–Luzern–Gotthard–Chiasso wurde als Nationalstrasse N2 in das geplante Netz aufgenommen. Ziel war eine ganzjährig nutzbare Strassenachse durch die Alpen und eine bessere Verbindung des Tessins mit der übrigen Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau in der Nordwest- und Zentralschweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er- und 1970er-Jahren wurden die Abschnitte zwischen Basel, dem Jura, dem Mittelland und Luzern schrittweise eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Belchentunnel wurde 1970 in Betrieb genommen. Seine beiden ursprünglichen Röhren waren wegen des quellfähigen Gesteins bereits früh hohen Belastungen ausgesetzt. Zwischen 2015 und 2022 entstand deshalb eine dritte Röhre, der sogenannte Sanierungstunnel Belchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;belchen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a2-tunnel-belchen A2 Tunnel Belchen], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem weiteren Ausbau durch Nidwalden und Uri wurde die Autobahn bis an die beiden Portale des geplanten Gotthard-Strassentunnels geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau des Gotthard-Strassentunnels ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten für den Gotthard-Strassentunnel begannen 1970. Der Vortrieb erfolgte gleichzeitig von Göschenen und Airolo aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1980 wurde der Tunnel nach rund zehnjähriger Bauzeit dem Verkehr übergeben. Zusammen mit dem Seelisbergtunnel ermöglichte er eine durchgehende, wintersichere Autobahnverbindung zwischen der Nord- und der Südschweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brand&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/20-jahre-nach-dem-brand 20 Jahre nach dem Brand im Gotthard-Strassentunnel], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel besass zunächst und bis zum Bau der zweiten Röhre nur eine Verkehrsfläche mit je einer Fahrspur pro Richtung. Die beiden Fahrtrichtungen waren nicht baulich voneinander getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brand von 2001 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Oktober 2001 kollidierten im Gotthard-Strassentunnel zwei Lastwagen. Auslaufender Treibstoff entzündete sich, und der anschliessende Brand erreichte Temperaturen von mehr als 1200 Grad. Elf Menschen kamen ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel blieb für Reparaturarbeiten rund zwei Monate geschlossen. Nach dem Unglück wurden die Lüftung, Beleuchtung, Fluchtwegsignalisation, Verkehrssteuerung, Videoüberwachung und Notrufanlagen verbessert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brand&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ereignis führte auch zu einer umfassenden Überprüfung der Sicherheit in den übrigen längeren Nationalstrassentunneln der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweite Gotthardröhre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestehende Röhre des Gotthard-Strassentunnels muss nach jahrzehntelangem Betrieb grundlegend saniert werden. Da für die Arbeiten eine mehrjährige Vollsperrung erforderlich wäre, beschloss der Bund den Bau einer zweiten Tunnelröhre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Stimmberechtigten bestätigten das Projekt am 28. Februar 2016 in einer eidgenössischen Volksabstimmung. Der offizielle Baubeginn erfolgte 2021.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zweiteroehre&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/zweite-roehre-gotthard A2 Sanierung des Gotthard-Strassentunnels], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Röhre verläuft rund 40 Meter östlich des bestehenden Service- und Infrastrukturstollens. Querverbindungen werden in Abständen von ungefähr 250 Metern angelegt. Neben dem Verkehrsraum entstehen Fluchtwege, technische Räume und Kanäle für Energie- und Versorgungsleitungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Inbetriebnahme der zweiten Röhre soll der gesamte Verkehr vorübergehend durch den Neubau geführt werden. Anschliessend wird die ursprüngliche Röhre vollständig saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss aller Arbeiten soll jede Röhre nur eine Fahrspur in einer Richtung und einen Pannenstreifen erhalten. Die Zahl der durchgehenden Fahrspuren wird somit nicht erhöht. Damit entspricht das Projekt den verfassungsrechtlichen Vorgaben zum Alpenschutz und dem Verbot einer Kapazitätserhöhung für den alpenquerenden Transitverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ASTRA sieht folgenden Zeitplan vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitraum&lt;br /&gt;
! Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021–2030&lt;br /&gt;
| Bau und Ausrüstung der zweiten Röhre&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sommer 2030&lt;br /&gt;
| Vorgesehene Freigabe der zweiten Röhre für den Verkehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2030–2033&lt;br /&gt;
| Vollständige Sanierung der bestehenden Röhre&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| nach 2033&lt;br /&gt;
| Richtungsgetrennter Betrieb mit einer Fahrspur je Röhre&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2026 hatte die von Norden arbeitende Tunnelbohrmaschine rund 4000 Meter und damit ungefähr die Hälfte ihrer vorgesehenen Strecke zurückgelegt. Die südliche Tunnelbohrmaschine nahm ihren Vortrieb am 18. Mai 2026 nach einer längeren Unterbrechung infolge eines Gesteinsniederbruchs wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/gotthard-tbm-paulina Gotthard-Strassentunnel: TBM «Paulina» startet wieder], Bundesamt für Strassen, 18. Mai 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsaufkommen und Staus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 gehört zu den meistbefahrenen Autobahnen der Schweiz. Besonders hohe Verkehrsmengen treten im Raum Basel, auf der gemeinsamen Strecke mit der A1, im Raum Luzern und im südlichen Tessin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Gotthard-Strassentunnel entstehen während der Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien regelmässig lange Staus. In Fahrtrichtung Süden bildet sich der Rückstau meist zwischen Erstfeld und Göschenen, in Fahrtrichtung Norden zwischen Quinto und Airolo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die begrenzte Kapazität des einröhrigen Tunnels, Unfälle, Pannen, Bauarbeiten und das hohe saisonale Verkehrsaufkommen können die Wartezeiten zusätzlich verlängern. Bei starken Behinderungen dient die A13 durch den San-Bernardino-Tunnel als wichtigste grossräumige Alternativroute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch vor dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda kommt es aufgrund von Ferienverkehr, Pendlerverkehr und Kontrollen regelmässig zu Überlastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 ist eine bedeutende Route des alpenquerenden Güterverkehrs. Gleichzeitig verfolgt die Schweiz das Ziel, möglichst viele Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Brand von 2001 wurde das Verkehrsmanagement für Lastwagen am Gotthard grundlegend verändert. Seit 2002 gilt das sogenannte &#039;&#039;&#039;Tropfenzählersystem&#039;&#039;&#039;. Lastwagen werden einzeln und mit festgelegten Sicherheitsabständen in den Tunnel eingelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zulässige Zahl der Lastwagen wird abhängig vom gesamten Verkehrsaufkommen gesteuert. In Uri und im Tessin bestehen Warteräume und Schwerverkehrszentren, in denen Fahrzeuge kontrolliert und bei Überlastung zurückgehalten werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brand&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thermoportale auf beiden Seiten des Gotthards erkennen überhitzte Fahrzeugteile. Fahrzeuge mit erhöhtem Brandrisiko können dadurch vor der Einfahrt in den Tunnel angehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrssicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Autobahnen gilt in der Schweiz grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Auf zahlreichen Abschnitten der A2 gelten jedoch tiefere Höchstgeschwindigkeiten, insbesondere in städtischen Gebieten, bei Verzweigungen, in Baustellen und in Tunnels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gotthard-Strassentunnel beträgt die signalisierte Höchstgeschwindigkeit in der Regel 80 km/h. Das Überholen ist verboten, und zwischen den Fahrzeugen müssen ausreichende Sicherheitsabstände eingehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherheitsausrüstung der A2 gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkehrsüberwachungs- und Leitsysteme&lt;br /&gt;
* Wechseltextanzeigen und variable Geschwindigkeitsanzeigen&lt;br /&gt;
* Notrufstellen und Videoüberwachung&lt;br /&gt;
* Fluchtwege und Sicherheitsstollen&lt;br /&gt;
* Lüftungs- und Rauchabzugssysteme&lt;br /&gt;
* Lawinen-, Steinschlag- und Hochwasserschutzanlagen&lt;br /&gt;
* Schwerverkehrskontrollen&lt;br /&gt;
* Thermoportale an den Gotthardzufahrten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau zusätzlicher Tunnelröhren beim Belchen und am Gotthard dient insbesondere der Trennung der Fahrtrichtungen, der Schaffung sicherer Fluchtmöglichkeiten und der Aufrechterhaltung des Verkehrs während umfangreicher Sanierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterhalt und Ausbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Betrieb, Unterhalt und Ausbau der A2 ist das Bundesamt für Strassen zuständig. Die Infrastruktur muss wegen des hohen Verkehrsaufkommens, der zahlreichen Tunnel und Brücken sowie der schwierigen klimatischen und geologischen Bedingungen laufend erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Projekten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Sanierung der Basler Osttangente&lt;br /&gt;
* die Instandsetzung der Jurastrecke zwischen Sissach und Eptingen&lt;br /&gt;
* der Bau und die Nutzung des Sanierungstunnels Belchen&lt;br /&gt;
* die Erneuerung der Stadtautobahn im Raum Luzern&lt;br /&gt;
* Unterhaltsarbeiten am Seelisbergtunnel&lt;br /&gt;
* der Bau der zweiten Gotthardröhre&lt;br /&gt;
* die Sanierung der ursprünglichen Gotthardröhre&lt;br /&gt;
* Lärmschutz- und Erneuerungsarbeiten in der Leventina und im Raum Lugano&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden ursprünglichen Röhren des Belchentunnels werden seit 2024 nacheinander instand gesetzt. Das Gesamtprojekt soll gemäss ASTRA bis 2035 dauern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;belchen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf Raum und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der A2 veränderte zahlreiche Landschaften und Siedlungen. Besonders im Raum Basel, in Luzern und Kriens, im Reusstal, in der Leventina und im südlichen Tessin führt die Autobahn nahe an Wohngebieten vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Auswirkungen gehören Lärm, Luftschadstoffe, Flächenverbrauch und die Trennung von Landschafts- und Siedlungsräumen. Bund, Kantone und Gemeinden errichteten deshalb Lärmschutzwände, Überdeckungen, Wildtierpassagen und Anlagen zur Behandlung des Strassenabwassers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau der zweiten Gotthardröhre wird ein Teil des Ausbruchmaterials wiederverwendet. Material wird unter anderem für die Betonproduktion und für eine kontrollierte Seeschüttung im Urnersee eingesetzt. In Airolo ist eine teilweise Überdeckung der Autobahn vorgesehen, durch die zusätzliche Grünflächen entstehen sollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zweiteroehre&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 steht zugleich im Zusammenhang mit der schweizerischen Verlagerungspolitik. Mit dem Ausbau der Gotthardbahn und der [[Neue Eisenbahn-Alpentransversale|Neuen Eisenbahn-Alpentransversale]] sollen Gütertransporte über die Alpen verstärkt auf der Schiene abgewickelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzung und Gebühren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Motorfahrzeuge und Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ist zur Benutzung der A2 grundsätzlich eine schweizerische Autobahnvignette erforderlich. Sie ist als Klebevignette und als elektronische Vignette erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Fahrzeuge unterliegen der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe. Diese richtet sich unter anderem nach dem Gesamtgewicht, der Emissionsklasse und den in der Schweiz zurückgelegten Kilometern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gotthard-Strassentunnel und die übrigen Tunnel der A2 werden nicht mit einer zusätzlichen streckenbezogenen Maut belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A2 ist nicht nur eine Verkehrsanlage, sondern auch ein Symbol für die Verbindung der verschiedenen Sprach- und Kulturräume der Schweiz. Die Fahrt von Basel durch das Mittelland und die Alpen ins Tessin führt innerhalb weniger Stunden von der deutschsprachigen Nordschweiz in die italienischsprachige Südschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders der Gotthard besitzt in der schweizerischen Geschichte und Selbstwahrnehmung eine grosse symbolische Bedeutung. Die Autobahn machte die Gotthardroute zu einer ganzjährig befahrbaren Massenverkehrsachse und veränderte damit Tourismus, Wirtschaft und Alltag im Alpenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrassennetz der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthard-Strassentunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Seelisbergtunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Belchentunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthardpass]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A13 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Europastrasse 35]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Eisenbahn-Alpentransversale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;Strassen und Verkehr. Entwicklungen, Zahlen und Fakten.&#039;&#039; Bern, verschiedene Jahrgänge.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Bärtschi: &#039;&#039;Die industrielle Schweiz vom 18. ins 21. Jahrhundert.&#039;&#039; Zürich 2011.&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Grüter, Beat Brechbühl: &#039;&#039;Wohnort Autobahn. Die A2 zwischen Luzern und Chiasso.&#039;&#039; Benteli, Bern 2010.&lt;br /&gt;
* Werner Bätzing: &#039;&#039;Die Alpen. Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft.&#039;&#039; München 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch Offizielle Website des Bundesamtes für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/zweite-roehre-gotthard Projektseite zur zweiten Gotthardröhre]&lt;br /&gt;
* [https://www.gotthardtunnel.ch Informationsportal zum Gotthard-Strassentunnel]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/verkehrsdaten Verkehrsdaten des schweizerischen Nationalstrassennetzes]&lt;br /&gt;
* [https://www.bazg.admin.ch/bazg/de/home/information-private/reisedokumente-und-strassenabgaben/vignette-autobahngebuehren.html Informationen zur Autobahnvignette]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|A2 (Switzerland)|Autobahn A2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Autobahn A02}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europastrasse 35]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Basel-Stadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Basel-Landschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Aargau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Luzern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Nidwalden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Uri)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Tessin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Bezirk_Pf%C3%A4ffikon&amp;diff=678</id>
		<title>Bezirk Pfäffikon</title>
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		<updated>2026-07-24T15:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Bezirk Pfäffikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Pfäffikon ZH COA.svg|100px|Wappen des Hauptorts Pfäffikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | [[Kanton der Schweiz|Kanton]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Hauptort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Pfäffikon ZH|Pfäffikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 0108&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 163,55 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 63&#039;598 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2024)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Bevölkerungsdichte&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 389 Einwohner pro km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Gemeinden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Region&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Zürcher Oberland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Region-ISO&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | CH-ZH&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Karte Bezirk Pfäffikon 2016.png|280px|Lage des Bezirks Pfäffikon im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Bezirk Pfäffikon&#039;&#039;&#039; ist ein [[Bezirk der Schweiz|Bezirk]] im Nordosten des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sein Hauptort ist [[Pfäffikon ZH|Pfäffikon]]. Der Bezirk umfasst den nördlichen Teil des [[Zürcher Oberland]]es und erstreckt sich vom [[Pfäffikersee]] und dem Kempttal bis in das [[Tösstal]] und zu den Höhenzügen an der Grenze zum [[Kanton Thurgau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk ist ländlich geprägt, weist jedoch insbesondere im Westen mit [[Illnau-Effretikon]], [[Lindau ZH|Lindau]] und [[Fehraltorf]] auch stark wachsende Siedlungs- und Wirtschaftsgebiete auf. Der Kanton Zürich bezeichnet den Pfäffikersee und das obere Tösstal als zwei der bedeutenden Naturlandschaften des Bezirks.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kanton&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-pfaeffikon.html Kanton Zürich: Bezirk Pfäffikon], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von rund 164 Quadratkilometern gehört der Bezirk zu den flächenmässig grösseren Bezirken des Kantons Zürich. Die zehn politischen Gemeinden unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer Siedlungsstruktur. Während Illnau-Effretikon einen städtischen Charakter besitzt, bestehen Bauma, Hittnau, Russikon, Weisslingen, Wila und Wildberg aus zahlreichen Dörfern, Weilern, Aussenwachten und Einzelhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Pfäffikon liegt im nordöstlichen Teil des Kantons Zürich. Im Westen grenzt er an die Bezirke [[Bezirk Bülach|Bülach]] und [[Bezirk Uster|Uster]], im Süden an den [[Bezirk Hinwil]] und im Norden an den [[Bezirk Winterthur]]. Im Nordosten berührt das Bezirksgebiet bei Sternenberg die Grenze zum Kanton Thurgau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft bildet einen Übergangsraum zwischen dem flacheren Zürcher Mittelland und den voralpinen Hügelzügen des Zürcher Oberlandes. Der westliche Bezirksteil um Lindau, Illnau-Effretikon und Fehraltorf gehört zum Kempttal. Die Gegend um Pfäffikon und Hittnau wird vom Pfäffikersee und den umliegenden Moränenlandschaften geprägt. Weiter östlich schliesst das hügelige Tössbergland mit Bauma, Wila und Wildberg an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort Pfäffikon liegt am Nord- und Ostufer des Pfäffikersees. Illnau-Effretikon befindet sich im westlichen Bezirksteil an wichtigen Verkehrsachsen zwischen Zürich und Winterthur. Bauma und Wila liegen im Tösstal, während Wildberg, Hittnau, Russikon und Weisslingen überwiegend auf erhöhten Hügel- und Plateaulagen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Landschaft wurde wesentlich durch die Eiszeiten geformt. Gletscher hinterliessen Moränenzüge, breite Talräume, Seen, Moore und zahlreiche kleinere Geländeterrassen. Im südlichen Bezirksteil ist der Pfäffikersee das auffälligste Landschaftselement. Der See und die angrenzenden Riedgebiete gehören zu den ökologisch wertvollsten Naturräumen des Zürcher Oberlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Kempttal steigt das Gelände gegen Osten und Nordosten zunehmend an. Das Tösstal wird von bewaldeten Hängen begleitet, die in zahlreiche Seitentäler und Tobel gegliedert sind. Rund um Sternenberg erreicht das Bezirksgebiet voralpinen Charakter. Zu den bekanntesten Erhebungen der Region gehört das [[Hörnli ZH|Hörnli]], dessen Umgebung ein beliebtes Wandergebiet bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen vor allem im Kempttal, in der Umgebung des Pfäffikersees sowie auf den Hochflächen von Russikon, Weisslingen, Hittnau und Wildberg. Im östlichen Bezirksteil nimmt der Waldanteil deutlich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Gewässer des Bezirks sind der Pfäffikersee, die [[Töss]], die [[Kempt]] und verschiedene kleinere Bäche. Der Pfäffikersee entwässert über den Aabach in Richtung [[Greifensee]]. Die Töss durchfliesst den östlichen Bezirksteil und berührt unter anderem die Gemeinden Bauma und Wila.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kempt entspringt im Zürcher Oberland und fliesst durch das Gebiet von Illnau-Effretikon in Richtung Winterthur. Sie war für die Entwicklung von Mühlen, Spinnereien und anderen frühen Industriebetrieben von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen Bäche und Tobel prägen besonders die Gemeinden Bauma, Hittnau, Wila und Wildberg. Viele Gewässer wurden im 19. und 20. Jahrhundert für Gewerbe und Industrie genutzt. Heute besitzen sie zusätzlich eine wichtige Funktion als Lebensräume und Vernetzungskorridore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima entspricht grundsätzlich demjenigen des schweizerischen Mittellands. Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen bestehen innerhalb des Bezirks jedoch merkliche Unterschiede. Der westliche Bezirksteil ist vergleichsweise mild, während auf den Höhen um Sternenberg, Bauma und Wildberg tiefere Temperaturen und höhere Niederschlagsmengen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter fällt in den höheren Lagen regelmässiger Schnee als im Raum Zürich. Die ausgeprägten Niederschläge des Tössberglands trugen zur Entstehung der zahlreichen Bäche, Tobel und bewaldeten Steilhänge bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Pfäffikon umfasst zehn politische Gemeinden. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle entsprechen der ständigen Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.pxweb.bfs.admin.ch/pxweb/de/px-x-0102010000_101/-/px-x-0102010000_101.px/ Bundesamt für Statistik: Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, 2010–2024], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Politische Gemeinden des Bezirks Pfäffikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wappen&lt;br /&gt;
! Gemeinde&lt;br /&gt;
! Hauptpostleitzahl&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Bauma COA.svg|30px|Wappen von Bauma]]&lt;br /&gt;
| [[Bauma]]&lt;br /&gt;
| 8494&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 5&#039;112&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Fehraltorf COA.svg|30px|Wappen von Fehraltorf]]&lt;br /&gt;
| [[Fehraltorf]]&lt;br /&gt;
| 8320&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 6&#039;883&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Hittnau COA.svg|30px|Wappen von Hittnau]]&lt;br /&gt;
| [[Hittnau]]&lt;br /&gt;
| 8335&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;970&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Illnau-Effretikon COA.svg|30px|Wappen von Illnau-Effretikon]]&lt;br /&gt;
| [[Illnau-Effretikon]]&lt;br /&gt;
| 8307 / 8308&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 17&#039;756&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Lindau ZH COA.svg|30px|Wappen von Lindau]]&lt;br /&gt;
| [[Lindau ZH|Lindau]]&lt;br /&gt;
| 8315&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 5&#039;871&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Pfäffikon ZH COA.svg|30px|Wappen von Pfäffikon]]&lt;br /&gt;
| [[Pfäffikon ZH|Pfäffikon]]&lt;br /&gt;
| 8330&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 12&#039;750&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Russikon COA.svg|30px|Wappen von Russikon]]&lt;br /&gt;
| [[Russikon]]&lt;br /&gt;
| 8332&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4&#039;634&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Weisslingen COA.svg|30px|Wappen von Weisslingen]]&lt;br /&gt;
| [[Weisslingen]]&lt;br /&gt;
| 8484&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;496&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Wila COA.svg|30px|Wappen von Wila]]&lt;br /&gt;
| [[Wila]]&lt;br /&gt;
| 8492&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 2&#039;113&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:CHE Wildberg ZH COA.svg|30px|Wappen von Wildberg]]&lt;br /&gt;
| [[Wildberg ZH|Wildberg]]&lt;br /&gt;
| 8489&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1&#039;013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Bezirk Pfäffikon&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 63&#039;598&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illnau-Effretikon ist die bevölkerungsreichste Gemeinde und das grösste städtische Zentrum des Bezirks. Pfäffikon ist die zweitgrösste Gemeinde sowie politischer und administrativer Hauptort. Fehraltorf, Lindau und Bauma bilden weitere regionale Siedlungs- und Versorgungszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wildberg ist die kleinste Gemeinde des Bezirks. Zahlreiche Gemeinden umfassen neben dem namensgebenden Hauptort weitere Dörfer und Weiler. Zur Gemeinde Bauma gehören unter anderem Saland und Sternenberg. Illnau-Effretikon umfasst unter anderem Effretikon, Illnau, Kyburg, Ottikon und Bisikon. Zur Gemeinde Lindau gehören Tagelswangen, Winterberg, Grafstal und Kleinikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen eine Besiedlung des Bezirksgebiets seit der Jungsteinzeit. Besonders bedeutend sind die Fundstellen am Pfäffikersee. In den ehemaligen Ufer- und Moorgebieten wurden Spuren prähistorischer Siedlungen gefunden, die zu den [[Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen|prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen am Pfäffikersee zeigen, dass die günstige Lage zwischen Wasser, Wald und fruchtbaren Böden schon früh genutzt wurde. Aus der Bronze- und Eisenzeit sind weitere Siedlungs- und Grabfunde bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Zeit verliefen Verkehrswege durch das Gebiet. Das bedeutendste sichtbare Bauwerk aus dieser Epoche ist das [[Kastell Irgenhausen]] bei Pfäffikon. Die spätrömische Befestigungsanlage überwachte vermutlich eine Strassenverbindung und diente dem Schutz des umliegenden Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen Mittelalter entstanden zahlreiche alemannische Siedlungen. Ortsnamen, Gräberfelder und Schenkungsurkunden belegen die Besiedlung seit dem 7. und 8. Jahrhundert. Klöster wie [[Kloster St. Gallen|St. Gallen]], [[Kloster Einsiedeln|Einsiedeln]], [[Kloster Allerheiligen|Allerheiligen]] in Schaffhausen und [[Kloster Rüti|Rüti]] verfügten über Grundbesitz und kirchliche Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter gehörten weite Teile des heutigen Bezirks zum Machtbereich der [[Grafen von Kyburg]]. Nach dem Aussterben des Geschlechts im Jahr 1264 fiel ein grosser Teil des kyburgischen Erbes an die [[Habsburg|Habsburger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grafschaft Kyburg]] war eines der wichtigsten Herrschaftsgebiete im nordöstlichen Mittelland. Ihr Zentrum bildete das [[Schloss Kyburg]], das heute innerhalb der Gemeinde Illnau-Effretikon liegt. Die Herrschaft umfasste zahlreiche Dörfer und Gerichtsbezirke des späteren Bezirks Pfäffikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich übernahm die Grafschaft Kyburg 1424 zunächst als Pfand. Während des [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkriegs]] gelangte sie zeitweise wieder unter habsburgische Kontrolle. Im Jahr 1452 erwarb Zürich die Herrschaft endgültig. Schloss Kyburg wurde zum Sitz eines zürcherischen Landvogts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kyburg&amp;quot;&amp;gt;Ueli Müller: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007829/ Kyburg – Grafschaft und Burg], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der von [[Huldrych Zwingli]] geprägten Zürcher Reformation wurde das Gebiet in den 1520er-Jahren reformiert. Die kirchlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse veränderten sich grundlegend. Klösterlicher Besitz wurde teilweise säkularisiert, während die Stadt Zürich zusätzliche Herrschafts- und Aufsichtsrechte übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht, Waldwirtschaft und lokalem Handwerk. Ab dem 17. Jahrhundert gewann die textile Heimarbeit zunehmend an Bedeutung. Viele Familien ergänzten ihr landwirtschaftliches Einkommen durch Spinnen und Weben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landvogtei Kyburg blieb bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 bestehen. Verwaltung, Gerichtsbarkeit und Abgabenwesen wurden von der Zürcher Obrigkeit und ihren lokalen Amtsträgern bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und Bezirksgründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im Jahr 1798 wurde die alte Landvogtei aufgehoben. Ein Teil des heutigen Bezirks wurde dem Distrikt Fehraltorf zugeteilt. Andere Gemeinden gehörten zeitweise zu benachbarten Distrikten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Mediationsakte]] von 1803 wurde die Verwaltung erneut umgestaltet. Fehraltorf und mehrere umliegende Gemeinden kamen zum Bezirk Uster, während einzelne westliche Gebiete anderen Bezirken zugeteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Restauration wurde 1814 beziehungsweise 1815 das Oberamt Kyburg eingerichtet. Schloss Kyburg diente als Verwaltungssitz. Das Oberamt umfasste im Wesentlichen das Gebiet des späteren Bezirks Pfäffikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kyburg&amp;quot;&amp;gt;Ueli Müller: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000120/ Kyburg – Dorf], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, Version vom 24. November 2016, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der liberalen Kantonsverfassung von 1831 wurden die Oberämter durch Bezirke ersetzt. Der Verwaltungssitz wurde von Kyburg nach Pfäffikon verlegt. Seither besteht der Bezirk Pfäffikon als kantonale Verwaltungseinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. und frühen 19. Jahrhundert war die textile Heimindustrie im Zürcher Oberland stark verbreitet. Mit der Mechanisierung entstanden entlang der Töss, der Kempt und weiterer Wasserläufe Spinnereien und Webereien. Das Wasser lieferte die Energie für Maschinen und bestimmte die Lage vieler Fabriken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauma, Saland, Wila, Illnau und andere Orte entwickelten sich zu Standorten der Textilindustrie. Neben grossen Fabrikanlagen entstanden Arbeiterhäuser, Kanäle, Speicher und Verkehrswege. Das Industriekultur-Ensemble Neuthal bei Bauma erinnert an diese Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn beschleunigte die wirtschaftliche Entwicklung. Effretikon erhielt 1855 einen Bahnhof an der Strecke Zürich–Winterthur. Mit der Eröffnung weiterer Linien wurde der Ort zu einem wichtigen Eisenbahnknoten. Die Strecke Effretikon–Pfäffikon–Hinwil wurde 1876 eröffnet. Die Tösstalbahn erschloss Bauma und Wila.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedliche Verkehrsanbindung führte zu einer ungleichen Siedlungsentwicklung. Effretikon wuchs im 20. Jahrhundert stark, während viele höher gelegene Dörfer und Weiler ihren ländlichen Charakter bewahrten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;illnau&amp;quot;&amp;gt;Ueli Müller: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000119/ Illnau-Effretikon], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, Version vom 18. Mai 2017, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerung in den verkehrsgünstig gelegenen Gemeinden deutlich zu. Besonders Effretikon entwickelte sich zu einem städtischen Wohn- und Arbeitsort. Im Jahr 1974 änderte die Gemeinde Illnau ihren Namen in Illnau-Effretikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Pfäffikon, Fehraltorf und Lindau verzeichneten ein starkes Siedlungswachstum. Die Nähe zu Zürich und Winterthur sowie die guten Bahnverbindungen machten den westlichen Bezirksteil zu einem bevorzugten Wohnstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ländlicheren Osten gingen zahlreiche Arbeitsplätze in der traditionellen Textilindustrie verloren. Gleichzeitig entwickelten sich neue Gewerbe-, Dienstleistungs- und Freizeitangebote. Ehemalige Industrieanlagen wurden teilweise erhalten und kulturell genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2015 vereinigten sich die Gemeinden Bauma und [[Sternenberg ZH|Sternenberg]] zur heutigen Gemeinde Bauma. Am 1. Januar 2016 wurde die frühere Gemeinde [[Kyburg ZH|Kyburg]] in Illnau-Effretikon eingegliedert. Dadurch sank die Zahl der Gemeinden des Bezirks von zwölf auf zehn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung und Siedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsentwicklung verlief innerhalb des Bezirks sehr unterschiedlich. Die westlichen Gemeinden Illnau-Effretikon, Lindau und Fehraltorf sind eng mit den Agglomerationsräumen Zürich und Winterthur verbunden. Dort entstanden seit der Mitte des 20. Jahrhunderts grössere Wohnquartiere, Gewerbezonen und Verkehrsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon entwickelte sich als Bezirkshauptort, Einkaufszentrum und Dienstleistungsstandort. Die Gemeinde verbindet einen verdichteten Ortskern mit zahlreichen ländlichen Aussenwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauma, Hittnau, Russikon, Weisslingen, Wila und Wildberg besitzen eine dezentrale Siedlungsstruktur. Neben den Hauptdörfern bestehen zahlreiche Weiler und Einzelhöfe. Besonders in den hügeligen Gebieten des Tössberglands prägen traditionelle Bauernhäuser und ehemalige Heimarbeiterhäuser das Ortsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten ausserhalb ihrer Wohngemeinde. Bedeutende Pendlerziele sind Zürich, Winterthur, Uster, Dübendorf und Wetzikon. Gleichzeitig bestehen im Bezirk zahlreiche Arbeitsplätze in Gewerbe, Industrie, Handel, Gesundheitswesen, Bildung und Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk ist eine Verwaltungseinheit des Kantons Zürich und besitzt kein eigenes Parlament. Die politischen Rechte werden auf kantonaler und kommunaler Ebene ausgeübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Bezirksbehörden gehören der Bezirksrat, das Statthalteramt und das Bezirksgericht. Der Bezirksrat beaufsichtigt die politischen Gemeinden und weitere öffentlich-rechtliche Körperschaften. Er entscheidet zudem über bestimmte Rechtsmittel gegen kommunale Beschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Statthalter steht dem Bezirksrat vor und erfüllt Aufgaben in den Bereichen Aufsicht, Sicherheit, Polizei- und Verwaltungsrecht. Das Statthalteramt und die Bezirksratskanzlei befinden sich an der Hörnlistrasse in Pfäffikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;behoerden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien.html Kanton Zürich: Statthalterämter und Bezirksratskanzleien], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bezirksgericht Pfäffikon behandelt Zivil- und Strafsachen der ersten kantonalen Instanz. Ihm sind unter anderem das Arbeitsgericht sowie die Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde für den Bezirk hat ihren Sitz in Illnau. Zahlreiche weitere Aufgaben werden durch Zweckverbände oder interkommunale Organisationen wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft besitzt im Bezirk weiterhin eine grosse landschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung. Viehhaltung, Milchwirtschaft, Ackerbau und Futterbau gehören zu den wichtigsten Betriebszweigen. In den tieferen Lagen werden zusätzlich Gemüse, Obst und Spezialkulturen angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Landwirtschaftsbetriebe haben ihre Tätigkeit durch Direktverkauf, Hofläden, Gastronomie, soziale Angebote oder Agrotourismus ergänzt. Die bäuerliche Nutzung trägt wesentlich zum Erhalt der offenen Kulturlandschaft bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Textilindustrie prägte den Bezirk während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Spinnereien und Webereien nutzten die Wasserkraft der Töss, der Kempt und kleinerer Bäche. Mit dem Niedergang der schweizerischen Textilindustrie verloren viele traditionelle Betriebe ihre wirtschaftliche Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die Wirtschaft von kleinen und mittleren Unternehmen getragen. Bedeutende Branchen sind Maschinenbau, Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Baugewerbe, Logistik, Lebensmittelproduktion und spezialisierte Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere Gewerbe- und Industriegebiete befinden sich insbesondere in Illnau-Effretikon, Fehraltorf, Lindau und Pfäffikon. Auch Bauma besitzt eine vielfältige Gewerbestruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienstleistungssektor konzentriert sich vor allem auf Illnau-Effretikon und Pfäffikon. Handel, Verwaltung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Finanzdienstleistungen und persönliche Dienstleistungen stellen einen grossen Teil der Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon erfüllt als Bezirkshauptort zentrale Versorgungsfunktionen für die umliegenden Gemeinden. Illnau-Effretikon profitiert von seiner Lage zwischen Zürich und Winterthur sowie von seiner Funktion als Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Effretikon gehört zu den wichtigsten Verkehrsknoten des Bezirks. Er liegt an der Hauptstrecke Zürich–Winterthur und ist Ausgangspunkt beziehungsweise Verzweigungspunkt weiterer Bahnverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahnstrecke Effretikon–Hinwil erschliesst Illnau, Fehraltorf und Pfäffikon. Sie verbindet den westlichen Bezirksteil mit dem Zürcher Oberland und dem Netz der [[S-Bahn Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tösstalbahn führt von Winterthur über Wila, Saland und Bauma weiter in Richtung Rüti. Sie ist für die Erschliessung des östlichen Bezirksgebiets von grosser Bedeutung. Der Bahnhof Bauma dient zudem als Ausgangspunkt historischer Eisenbahnfahrten des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Buslinien verbinden die Bahnhöfe mit den Dörfern, Weilern und Nachbargemeinden. Besonders in den hügeligen Gebieten übernehmen Busverbindungen eine wichtige Erschliessungsfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn [[Autobahn A1|A1]] berührt den westlichen Teil des Bezirks und besitzt bei Effretikon und Kemptthal wichtige Anschlüsse. Sie verbindet den Bezirk mit Zürich, Winterthur, St.Gallen und dem übrigen schweizerischen Nationalstrassennetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kantonsstrassen führen von Effretikon über Fehraltorf und Pfäffikon nach Wetzikon sowie durch das Tösstal von Winterthur über Wila und Bauma nach Rüti. Weitere Strassen verbinden Pfäffikon mit Uster, Hittnau, Russikon und dem Bezirk Hinwil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die topografischen Verhältnisse führen im östlichen Bezirksteil zu kurvenreichen Strassen mit teilweise erheblichen Höhenunterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langsamverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk verfügt über ein dichtes Netz von Wander- und Velowegen. Beliebte Routen führen um den Pfäffikersee, entlang der Töss, durch das Kempttal und über die Höhenzüge des Tössberglands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rundweg um den Pfäffikersee verbindet Naturbeobachtung, Erholung und kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeiten. Das Hörnli und die Höhen um Sternenberg sind wichtige Ziele für Wandernde und Velofahrende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Umweltschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pfäffikersee und seine Riedlandschaften gehören zu den bedeutendsten Schutzgebieten des Kantons Zürich. Flachmoore, Schilfgürtel, Feuchtwiesen und offene Wasserflächen bieten Lebensraum für zahlreiche Vogel-, Amphibien-, Pflanzen- und Insektenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der Seeufer sind nur eingeschränkt zugänglich. Wege, Beobachtungsstellen und Badeanlagen sollen die Erholungsnutzung mit dem Schutz empfindlicher Lebensräume vereinbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tösstal bilden naturnahe Flussabschnitte, Tobel und bewaldete Hänge weitere wichtige Lebensräume. Die Töss und ihre Zuflüsse wurden an verschiedenen Stellen ökologisch aufgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Bevölkerung stellt die Gemeinden vor Herausforderungen in den Bereichen Siedlungsentwicklung, Verkehr, Landschaftsschutz und Biodiversität. Regionale Planungen sollen neue Überbauungen auf geeignete Gebiete konzentrieren und grössere zusammenhängende Landschaftsräume bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Gesundheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden führen Kindergärten, Primarschulen und teilweise eigene Sekundarschulen. In verschiedenen Bereichen bestehen gemeinsame Schulorganisationen oder Zweckverbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen, Berufsschulen und Hochschulen befinden sich hauptsächlich in den nahe gelegenen Zentren Uster, Wetzikon, Winterthur und Zürich. Dank der Bahnverbindungen sind diese Bildungsstandorte aus grossen Teilen des Bezirks gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die medizinische Grundversorgung wird durch Arztpraxen, Apotheken, Therapieangebote, Pflegezentren und Spitex-Organisationen gewährleistet. Für die stationäre Versorgung orientiert sich die Bevölkerung vor allem an den Spitälern in Uster, Wetzikon und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Kyburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Kyburg]] gehört zu den bedeutendsten Burganlagen der Schweiz. Es war Stammsitz der Grafen von Kyburg und später Sitz der zürcherischen Landvögte. Die Anlage beherbergt heute ein Museum zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschafts-, Alltags- und Rechtsgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kastell Irgenhausen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kastell Irgenhausen liegt auf einer Anhöhe nahe dem Pfäffikersee. Die sichtbaren Mauern gehören zu einer spätrömischen Befestigungsanlage. Das Kastell ist eines der bedeutendsten römischen Baudenkmäler im Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industriekultur Neuthal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Industrieensemble Neuthal bei Bauma dokumentiert die Geschichte der Zürcher Textilindustrie. Historische Spinn-, Web- und Stickmaschinen sowie die erhaltenen Fabrikgebäude vermitteln einen Eindruck von den Produktionsbedingungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnkultur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauma ist ein Zentrum der historischen Eisenbahnkultur. Der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland betreibt historische Zugfahrten und bewahrt Fahrzeuge sowie technische Einrichtungen aus verschiedenen Epochen der Schweizer Eisenbahngeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbilder und Kirchen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Dörfer besitzen historische Ortskerne mit Bauernhäusern, Gasthäusern, Mühlen und Kirchen. Besonders ausgeprägte ländliche Ortsbilder finden sich unter anderem in Sternenberg, Kyburg, Wildberg, Wila, Hittnau und Weisslingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierten Kirchen von Pfäffikon, Illnau, Bauma, Wila und weiteren Gemeinden erinnern an die lange kirchliche und politische Geschichte der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Pfäffikersee mit seinen Schutzgebieten und Strandbädern;&lt;br /&gt;
* das Hörnli und die Landschaft um Sternenberg;&lt;br /&gt;
* die Töss und ihre Wanderwege;&lt;br /&gt;
* das Ortsmuseum Pfäffikon;&lt;br /&gt;
* der Flugplatz Speck bei Fehraltorf;&lt;br /&gt;
* die historischen Dorfkerne von Bauma, Hittnau und Weisslingen;&lt;br /&gt;
* die ehemaligen Industrieanlagen entlang der Töss und der Kempt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Zusammenarbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden des Bezirks arbeiten in verschiedenen Organisationen und Zweckverbänden zusammen. Gemeinsame Aufgaben bestehen unter anderem in den Bereichen Abfallentsorgung, Wasserversorgung, Feuerwehr, Gesundheitsversorgung, Sozialwesen, öffentlicher Verkehr und Raumplanung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk gehört zur Planungsregion Zürcher Oberland. Die regionale Zusammenarbeit soll die Interessen der Gemeinden gegenüber dem Kanton vertreten und eine abgestimmte Entwicklung von Siedlung, Landschaft und Verkehr fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &#039;&#039;Zürcher Oberland&#039;&#039; ist stärker als der Bezirksname mit einer gemeinsamen kulturellen und touristischen Identität verbunden. Der Bezirk Pfäffikon bildet zusammen mit dem Bezirk Hinwil sowie Teilen der Bezirke Uster und Winterthur einen wesentlichen Bestandteil dieser Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindeveränderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Gründung des Bezirks kam es zu mehreren Veränderungen im Gemeindebestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Veränderungen im Gemeindebestand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Datum&lt;br /&gt;
! Veränderung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Januar 1974&lt;br /&gt;
| Umbenennung der Gemeinde [[Illnau]] in [[Illnau-Effretikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Januar 2015&lt;br /&gt;
| Vereinigung von [[Bauma]] und [[Sternenberg ZH|Sternenberg]] zur Gemeinde Bauma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Januar 2016&lt;br /&gt;
| Eingemeindung der Gemeinde [[Kyburg ZH|Kyburg]] in die Stadt [[Illnau-Effretikon]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den beiden Gemeindefusionen von 2015 und 2016 bestand der Bezirk aus zwölf politischen Gemeinden. Seit 2016 umfasst er zehn Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in das 20. und frühe 21. Jahrhundert bestanden in mehreren Gemeinden zusätzlich Zivilgemeinden. Diese öffentlich-rechtlichen Körperschaften erfüllten örtliche Aufgaben, bevor ihre Funktionen von den politischen Gemeinden übernommen wurden. Die letzten Zivilgemeinden des Bezirks wurden bis Ende 2009 aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Kläui und Ueli Müller: &#039;&#039;Illnau-Effretikon. Von den Anfängen bis zum Umbruch des 19. Jahrhunderts.&#039;&#039; Illnau-Effretikon.&lt;br /&gt;
* Ueli Müller: &#039;&#039;Illnau-Effretikon im 19. und 20. Jahrhundert.&#039;&#039; Illnau-Effretikon.&lt;br /&gt;
* Peter Ziegler: &#039;&#039;Die Gemeindewappen des Kantons Zürich.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977.&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band 2: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel.&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Von der Kameralistik zum New Public Management. Geschichte der Zürcher Kantonsverwaltung von 1803 bis 1998.&#039;&#039; Regierungsrat des Kantons Zürich, Zürich 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Oberland]]&lt;br /&gt;
* [[Pfäffikon ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Pfäffikersee]]&lt;br /&gt;
* [[Tösstal]]&lt;br /&gt;
* [[Grafschaft Kyburg]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Kyburg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bezirke des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-pfaeffikon.html Bezirk Pfäffikon auf der Website des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://www.zuerioberland.ch/ Standortförderung Zürioberland]&lt;br /&gt;
* [https://www.pfaeffikon.ch/ Website der Gemeinde Pfäffikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.dampfbahn.ch/ Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland]&lt;br /&gt;
* [https://www.schlosskyburg.ch/ Museum Schloss Kyburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Oberland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit im deutschsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1831]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Aargau&amp;diff=676</id>
		<title>Kanton Aargau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Kanton_Aargau&amp;diff=676"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:340px; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; color:#202122; font-size:90%; line-height:1.45;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:8px; text-align:center; font-size:135%; background:#eaecf0; border-bottom:1px solid #a2a9b1;&amp;quot; | Kanton Aargau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:8px; text-align:center; border-bottom:1px solid #a2a9b1;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width:100%; border:0; border-collapse:collapse; background:transparent;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:50%; padding:4px; text-align:center; vertical-align:middle;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Canton of Aargau.svg|120px|rahmenlos|Flagge des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[[Flagge des Kantons Aargau|Flagge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:50%; padding:4px; text-align:center; vertical-align:middle;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Aargau.svg|95px|rahmenlos|Wappen des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[[Wappen des Kantons Aargau|Wappen]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:42%; padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Hauptort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | [[Aarau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Beitritt zum Bund&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | 1803&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Amtssprache&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | 1403,80 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | 743&#039;643&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Stand: 31. Dezember 2025&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Bevölkerungsdichte&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | rund 530 Einwohner pro km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Bezirke&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | 11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Gemeinden&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | 196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Höchster Punkt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | [[Geissfluegrat]], 908 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Tiefster Punkt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Rhein bei [[Kaiseraugst]], 261 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | Kantonskürzel&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top; border-bottom:1px solid #eaecf0;&amp;quot; | AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:5px 7px; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:5px 7px; vertical-align:top;&amp;quot; | [https://www.ag.ch/ ag.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Kanton Aargau&#039;&#039;&#039; ist ein Kanton im Norden der [[Schweiz]]. Sein Hauptort ist [[Aarau]]. Der Aargau grenzt an die Kantone [[Kanton Basel-Landschaft|Basel-Landschaft]], [[Kanton Solothurn|Solothurn]], [[Kanton Bern|Bern]], [[Kanton Luzern|Luzern]], [[Kanton Zug|Zug]] und [[Kanton Zürich|Zürich]] sowie im Norden entlang des Rheins an [[Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 743&#039;643 Einwohnerinnen und Einwohnern Ende 2025 gehört der Aargau zu den bevölkerungsreichsten Kantonen der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevoelkerung2025&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/medien/medienmitteilungen?mm=aargauer-bevoelkerung-waechst-2025-um-1-1-prozent-7c7125d3-1786-4167-9b8e-6fafec39bbd7_de&lt;br /&gt;
 |titel=Aargauer Bevölkerung wächst 2025 um 1,1 Prozent&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Volkswirtschaft und Inneres&lt;br /&gt;
 |datum=23. März 2026&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kantonsfläche beträgt 140&#039;380 Hektaren beziehungsweise 1403,80 Quadratkilometer. Der Kanton umfasst elf Bezirke und 196 politische Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/staat-politik/statistik/kanton-aargau-in-zahlen&lt;br /&gt;
 |titel=Kanton Aargau in Zahlen&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Statistik Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau liegt zwischen den grossen schweizerischen Wirtschafts- und Bevölkerungszentren Zürich, Basel, Bern und Luzern. Er besitzt kein einzelnes übermächtiges Zentrum, sondern ein Netz mittelgrosser Städte und Agglomerationen. Zu den wichtigsten Orten gehören Aarau, [[Baden AG|Baden]], [[Wettingen]], [[Brugg]], [[Zofingen]], [[Rheinfelden AG|Rheinfelden]], [[Lenzburg]], [[Wohlen AG|Wohlen]], [[Oftringen]], [[Spreitenbach]] und [[Bad Zurzach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind die grossen Flüsse [[Aare]], [[Reuss]], [[Limmat]] und [[Rhein]], die bewaldeten Höhen des [[Jura (Gebirge)|Juras]], das landwirtschaftlich geprägte Mittelland, das [[Freiamt]], das [[Fricktal]], der [[Hallwilersee]] sowie das sogenannte [[Wasserschloss der Schweiz]] bei Brugg. Dort vereinigen sich Aare, Reuss und Limmat, bevor die Aare bei Koblenz in den Rhein mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Kanton wurde 1803 durch die [[Mediationsakte]] geschaffen. Er vereinigte mehrere Gebiete, die zuvor über Jahrhunderte unterschiedlichen Herrschaften, Konfessionen und politischen Ordnungen angehört hatten. Diese Herkunft erklärt, weshalb der Aargau häufig als «Kanton der Regionen» bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name «Aargau» setzt sich aus dem Flussnamen [[Aare]] und dem althochdeutschen Wort &#039;&#039;Gau&#039;&#039; für ein Gebiet oder eine Landschaft zusammen. Der Name bedeutet somit ungefähr «Gebiet an der Aare».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ist bereits im frühen Mittelalter belegt. Der historische Aargau war jedoch wesentlich grösser als der heutige Kanton. Er umfasste zeitweise auch Gebiete des heutigen Kantons Bern und weitere Landschaften entlang der Aare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Französisch heisst der Kanton &#039;&#039;Argovie&#039;&#039;, auf Italienisch und Rätoromanisch &#039;&#039;Argovia&#039;&#039;. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als &#039;&#039;&#039;Aargauerinnen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Aargauer&#039;&#039;&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonskürzel &#039;&#039;&#039;AG&#039;&#039;&#039; wird auf Fahrzeugkontrollschildern, in Postadressen, amtlichen Statistiken und geografischen Bezeichnungen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Kanton Aargau 2026.png|mini|Karte des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Aargau liegt im Übergangsraum zwischen der Nordwestschweiz, dem Schweizer Mittelland und der Zentralschweiz. Im Norden bildet der Rhein über weite Strecken die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen grenzen Basel-Landschaft und Solothurn an den Aargau, im Südwesten der Kanton Bern. Im Süden liegen Luzern und Zug, im Osten der Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen Basel, Zürich, Bern und Luzern hat die wirtschaftliche und verkehrstechnische Entwicklung des Kantons stark geprägt. Zahlreiche Verkehrswege von nationaler Bedeutung durchqueren das Kantonsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftsräume ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau weist trotz seiner vergleichsweise kleinen Fläche unterschiedliche Landschaften auf. Er lässt sich grob in mehrere natürliche und historische Räume gliedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den [[Aargauer Jura]];&lt;br /&gt;
* das [[Fricktal]];&lt;br /&gt;
* das untere Aaretal;&lt;br /&gt;
* das Limmattal;&lt;br /&gt;
* das Reusstal;&lt;br /&gt;
* das Freiamt;&lt;br /&gt;
* das Seetal;&lt;br /&gt;
* das Wynental;&lt;br /&gt;
* das Suhrental;&lt;br /&gt;
* das Wiggertal;&lt;br /&gt;
* den westlichen Aargau um Zofingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördliche und nordwestliche Teil gehört zum Jura. Kalkhügel, Tafeljuralandschaften, bewaldete Höhen, Trockenwiesen und kleine Täler prägen diese Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale und südliche Kantonsgebiet gehört überwiegend zum Mittelland. Hier wechseln sich Flusstäler, Moränenlandschaften, Wälder, Äcker, Wiesen und dicht besiedelte Agglomerationen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fricktal liegt zwischen Jura und Rhein. Es ist landschaftlich und wirtschaftlich eng mit der Region Basel und dem südlichen Baden verbunden. Wegen seines vergleichsweise milden Klimas spielen Obst- und Weinbau eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freiamt liegt im Südosten des Kantons zwischen Reuss, Lindenberg und der Grenze zum Kanton Zürich. Es war historisch überwiegend katholisch geprägt und besitzt bis heute eine ausgeprägte regionale Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhenlage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt des Kantons ist der 908 Meter hohe [[Geissfluegrat]] bei Erlinsbach. Weitere bedeutende Erhebungen sind der Stierenberg, der Strihen, die Wasserflue, die Lägern und der Lindenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefste Punkt liegt am Rhein bei Kaiseraugst auf etwa 261 Metern über Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RaumUmwelt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/app/staag/statistisches_jahrbuch/chapters/02_umw.html&lt;br /&gt;
 |titel=Raum und Umwelt&lt;br /&gt;
 |werk=Statistisches Jahrbuch des Kantons Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Statistik Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhenunterschiede sind wesentlich geringer als in den Alpenkantonen. Dennoch entstehen zwischen den Rheinlagen, den Flusstälern, dem Jura und den höher gelegenen Gebieten unterschiedliche klimatische und landschaftliche Bedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserschloss Schweiz Aare Reuss Limmat.jpg|mini|Das Wasserschloss bei Brugg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau ist stark durch seine Flüsse geprägt. Die wichtigsten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aare]];&lt;br /&gt;
* [[Rhein]];&lt;br /&gt;
* [[Reuss]];&lt;br /&gt;
* [[Limmat]];&lt;br /&gt;
* [[Suhre]];&lt;br /&gt;
* [[Wyna]];&lt;br /&gt;
* [[Bünz]];&lt;br /&gt;
* [[Surb]];&lt;br /&gt;
* [[Sissle]];&lt;br /&gt;
* [[Wigger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aare durchquert den Kanton von Südwesten nach Norden. Bei Brugg nimmt sie zunächst die Reuss und kurz danach die Limmat auf. Dieses Gebiet wird als Wasserschloss der Schweiz bezeichnet. Bei [[Koblenz AG|Koblenz]] mündet die Aare in den Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasserschloss ist nicht nur geografisch bedeutend, sondern besitzt auch wertvolle Auen-, Wald- und Gewässerlebensräume. Es gehört zu den zentralen Gebieten des [[Auenschutzpark Aargau|Auenschutzparks Aargau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auenschutzpark&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/umwelt-natur/natur-und-landschaftsschutz/auenschutzpark-aargau&lt;br /&gt;
 |titel=Auenschutzpark Aargau&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bau, Verkehr und Umwelt&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hallwilersee ist der einzige grössere See, der teilweise im Kanton Aargau liegt. Sein südlicher Teil gehört zum Kanton Luzern. Der See wird von der [[Aabach (Hallwilersee)|Aabach]] durchflossen und ist ein bedeutendes Erholungsgebiet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hallwilersee&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/umwelt-natur/wasser-gewaesser/oberflaechengewaesser/hallwilersee&lt;br /&gt;
 |titel=Der Hallwilersee&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bau, Verkehr und Umwelt&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Wasserflächen sind der [[Klingnauer Stausee]], der Flachsee an der Reuss und verschiedene kleinere Weiher und Stauseen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Die Sommer sind meist warm, die Winter kühl und in den tieferen Lagen häufig nebelreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fricktal und die Rheinregion gehören zu den klimatisch milden Gebieten des Kantons. Dort gedeihen Weinreben, Kirschen und weitere Obstsorten. Im Jura und auf höher gelegenen Hügeln sind die Temperaturen tiefer und die Niederschlagsmengen teilweise höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter treten im Mittelland häufig Hochnebel und Inversionslagen auf. Der Klimawandel führt zu steigenden Durchschnittstemperaturen, häufigeren Hitzetagen, längeren Trockenperioden und intensiveren Starkniederschlägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2025 lebten 743&#039;643 Personen im Kanton Aargau. Gegenüber Ende 2024 nahm die Bevölkerung um 8&#039;107 Personen beziehungsweise 1,1 Prozent zu. 534&#039;379 Personen besassen die Schweizer Staatsangehörigkeit, 209&#039;264 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil betrug 28,1 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bevoelkerung2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungswachstum beruht vor allem auf der Zuwanderung aus anderen Kantonen und aus dem Ausland. Die Nähe zu Zürich, Basel und weiteren Arbeitsplatzzentren macht den Aargau zu einem bedeutenden Wohnkanton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung verteilt sich auf zahlreiche Städte, Agglomerationsgemeinden und ländliche Orte. Besonders dicht besiedelt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Raum Baden–Wettingen;&lt;br /&gt;
* das Limmattal;&lt;br /&gt;
* der Raum Aarau–Suhr;&lt;br /&gt;
* die Region Brugg;&lt;br /&gt;
* das untere Aaretal;&lt;br /&gt;
* das Freiamt um Wohlen;&lt;br /&gt;
* der Raum Zofingen–Oftringen;&lt;br /&gt;
* die Gemeinden entlang der Grenzen zu Zürich und Basel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau besitzt keine einzelne Grossstadt. Seine Siedlungsstruktur ist polyzentrisch: Mehrere regionale Zentren übernehmen Verwaltungs-, Bildungs-, Einkaufs- und Versorgungsfunktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amtssprache ist Deutsch. Im Alltag werden überwiegend schweizerdeutsche Dialekte gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionellen Aargauer Dialekte gehören zum hochalemannischen Sprachraum. Wegen der Lage zwischen Basel, Zürich, Bern, Solothurn und Luzern unterscheiden sie sich regional deutlich. Im Fricktal bestehen Übergänge zum Baseldeutschen und zu süddeutschen Dialekten, während im Freiamt Einflüsse aus Zürich und der Zentralschweiz erkennbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behörden, Schulen, Medien und schriftlichen Veröffentlichungen wird Schweizer Hochdeutsch verwendet. Durch Zuwanderung werden zahlreiche weitere Sprachen gesprochen, darunter Italienisch, Portugiesisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch, Türkisch, Spanisch, Englisch und Ukrainisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau ist historisch sowohl reformiert als auch katholisch geprägt. Die konfessionelle Verteilung geht wesentlich auf die früheren Herrschaftsgebiete zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Berner Aargau wurde im 16. Jahrhundert reformiert. Die Freien Ämter und das Fricktal blieben mehrheitlich katholisch. In der ehemaligen Grafschaft Baden bestanden katholische, reformierte und gemischtkonfessionelle Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war der Aargau ein wichtiger Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen liberalem Staat und katholischer Kirche. Besonders bekannt ist der [[Aargauer Klosterstreit]] von 1841.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von grosser Bedeutung für die jüdische Geschichte der Schweiz sind [[Endingen AG|Endingen]] und [[Lengnau AG|Lengnau]] im Surbtal. Während langer Zeit durften sich jüdische Familien in der damaligen Eidgenossenschaft dauerhaft fast nur in diesen beiden Dörfern niederlassen. Die Synagogen, Friedhöfe und Wohnhäuser zeugen von dieser Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist die religiöse Landschaft vielfältig. Neben den reformierten und römisch-katholischen Landeskirchen bestehen freikirchliche, orthodoxe, muslimische, jüdische, hinduistische, buddhistische und weitere Gemeinschaften. Der Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit nimmt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Kantons war bereits in der Alt- und Mittelsteinzeit besiedelt. Zu den frühen Funden gehören Steinwerkzeuge und Siedlungsspuren im Fricktal und in anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hallwilersee wurden Überreste jungsteinzeitlicher und bronzezeitlicher Pfahlbausiedlungen entdeckt. Fundstellen bei [[Seengen]] und [[Beinwil am See]] gehören zusammen mit weiteren prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen zum UNESCO-Welterbe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturerbe&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/kultur-sport/kultur/kulturkanton/kulturkonzept/grundlagen&lt;br /&gt;
 |titel=Grundlagen und Rahmeninformationen zum kulturellen Erbe&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bildung, Kultur und Sport&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Eisenzeit lebten keltische Bevölkerungsgruppen in der Region. Das Gebiet gehörte zum Lebensraum der [[Helvetier]] und weiterer keltischer Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der römischen Eroberung wurde das Gebiet Teil des Römischen Reiches. Wegen seiner Lage an wichtigen Flüssen und Verkehrswegen besass es grosse strategische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Windisch AG|Windisch]] befand sich das Legionslager [[Vindonissa]]. Es war das einzige dauerhaft angelegte römische Legionslager auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Rund um das Lager entstanden zivile Siedlungen, Werkstätten, Badeanlagen, Strassen und ein Amphitheater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Kaiseraugst]] lag ein Teil der römischen Koloniestadt [[Augusta Raurica]]. Der spätrömische Festungsort &#039;&#039;Castrum Rauracense&#039;&#039; entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum am Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Baden war unter dem Namen &#039;&#039;Aquae Helveticae&#039;&#039; für seine Thermalquellen bekannt. Die römischen Badeanlagen legten den Grundstein für die lange Tradition Badens als Kur- und Bäderstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere römische Gutshöfe, Strassen und Siedlungen sind im gesamten Kantonsgebiet nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter und Habsburger ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft siedelten sich alemannische Bevölkerungsgruppen an. Im Mittelalter gehörten die verschiedenen Landschaften zu unterschiedlichen Grafschaften, Klöstern und Herrschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region war das Stammland der [[Habsburger]]. Die um 1020 errichtete [[Habsburg (Burg)|Burg Habsburg]] bei Brugg gab dem später europaweit herrschenden Geschlecht seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Klöster [[Kloster Muri|Muri]], [[Kloster Wettingen|Wettingen]] und [[Kloster Königsfelden|Königsfelden]] besassen grosse religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter entstanden zahlreiche Städte und Marktflecken. Dazu gehörten Aarau, Baden, Brugg, Bremgarten, Lenzburg, Zofingen, Rheinfelden, Laufenburg und Mellingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung von 1415 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1415 eroberten eidgenössische Orte einen grossen Teil des habsburgischen Aargaus. Auslöser war der Konflikt zwischen König Sigismund und Herzog Friedrich IV. von Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eroberte Gebiet wurde nicht zu einem einheitlichen Staat, sondern unterschiedlich aufgeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der westliche Teil, der sogenannte Berner Aargau, kam unter die Herrschaft Berns.&lt;br /&gt;
* Die Freien Ämter wurden von mehreren eidgenössischen Orten gemeinsam verwaltet.&lt;br /&gt;
* Die Grafschaft Baden wurde zur Gemeinen Herrschaft mehrerer eidgenössischer Orte.&lt;br /&gt;
* Das Fricktal blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unter habsburgisch-vorderösterreichischer Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Teilung prägte die konfessionelle, politische und kulturelle Entwicklung der Regionen über mehrere Jahrhunderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bern führte 1528 in seinem Herrschaftsgebiet die Reformation ein. Der Berner Aargau wurde dadurch überwiegend reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freien Ämter und das Fricktal blieben mehrheitlich katholisch. Die Grafschaft Baden war konfessionell vielfältiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Villmergerkriege]] von 1656 und 1712 war das Freiamt ein wichtiger Kriegsschauplatz. Nach dem Zweiten Villmergerkrieg verschoben sich die politischen Machtverhältnisse innerhalb der Eidgenossenschaft zugunsten der reformierten Orte Bern und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fricktal blieb Teil Vorderösterreichs und war politisch und wirtschaftlich auf den süddeutschen Raum ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 marschierten französische Truppen in die Eidgenossenschaft ein. Die alten Herrschaftsverhältnisse wurden aufgehoben und die zentralistische [[Helvetische Republik]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Aargaus war während der Helvetik in mehrere Verwaltungseinheiten gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Kanton Aargau aus dem ehemaligen Berner Aargau;&lt;br /&gt;
* den Kanton Baden aus der Grafschaft Baden und den Freien Ämtern;&lt;br /&gt;
* den Kanton Fricktal aus den früher vorderösterreichischen Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Fricktal bestand formell nur kurze Zeit und nahm innerhalb der politischen Neuordnung eine besondere Stellung ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HelvetischesArchiv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/kultur-sport/kultur/bibliothek-archiv/staatsarchiv/bestaende-sammlungen/helvetisches-archiv&lt;br /&gt;
 |titel=Helvetisches Archiv&lt;br /&gt;
 |werk=Staatsarchiv Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Kantons 1803 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mediationsakte vom 19. Februar 1803 wurden die Kantone Aargau, Baden und Fricktal zu einem neuen Kanton Aargau vereinigt. Hinzu kam das zuvor luzernische Amt Merenschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurden einzelne Gemeinden an den Kanton Zürich abgetreten. Der neue Kanton erhielt damit weitgehend seine heutige Gestalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruendung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/kultur-sport/kultur/kulturkanton/erinnerungskultur/gruendung-aargau-1803&lt;br /&gt;
 |titel=Gründung des Aargaus 1803&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bildung, Kultur und Sport&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aarau wurde zum Hauptort bestimmt. Die historisch und konfessionell sehr unterschiedlichen Gebiete mussten nun gemeinsame Institutionen, Gesetze und eine kantonale Identität entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einteilung in elf Bezirke berücksichtigte weitgehend die historischen Grenzen. Sie besteht in ihren Grundzügen bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regeneration und Klosterstreit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1830 führte der sogenannte [[Freiämtersturm]] zu einer liberalen Verfassungsreform. Die neue Kantonsverfassung von 1831 stärkte die politischen Rechte und die Gewaltenteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehungen zwischen dem liberalen Staat und der katholischen Kirche verschärften sich. 1841 beschloss der Grosse Rat die Aufhebung der acht Aargauer Klöster. Dies führte zum Aargauer Klosterstreit und zu einer schweren politischen Krise innerhalb der Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Frauenklöster wurde später wieder zugelassen. Der Konflikt trug zur konfessionellen Polarisierung bei, die schliesslich im [[Sonderbundskrieg]] von 1847 und in der Gründung des schweizerischen Bundesstaates von 1848 mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Aargau zu einem bedeutenden Industriekanton. Die Wasserkraft der Flüsse und Bäche, die zentrale Lage und der Ausbau der Eisenbahn begünstigten die wirtschaftliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Branchen waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Textilindustrie;&lt;br /&gt;
* Stroh- und Hutgeflechtindustrie;&lt;br /&gt;
* Maschinenbau;&lt;br /&gt;
* Metallverarbeitung;&lt;br /&gt;
* Zementindustrie;&lt;br /&gt;
* Chemie;&lt;br /&gt;
* Elektroindustrie;&lt;br /&gt;
* Nahrungsmittelproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiamt entwickelte sich die Strohflechterei zu einer international ausgerichteten Exportindustrie. In Baden, Turgi, Brugg und im unteren Aaretal entstanden Maschinen- und Elektrotechnikunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung von Eisenbahnlinien verband die Aargauer Städte mit Zürich, Basel, Bern, Luzern und Deutschland. Gleichzeitig wuchsen die Industrieorte und es entstanden neue Arbeitersiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert verstärkten sich Industrialisierung, Siedlungswachstum und Verkehr. Die Regionen Baden, Wettingen, Spreitenbach und das Limmattal wurden zunehmend Teil des Zürcher Wirtschaftsraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fricktal orientierte sich stärker an Basel, während der westliche Kantonsteil eng mit der Region Olten–Zofingen verbunden ist. Aarau entwickelte sich als Verwaltungs-, Bildungs- und Dienstleistungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerung stark zu. Viele Menschen zogen aus anderen Kantonen und aus dem Ausland in den Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindezusammenschlüsse veränderten die kommunale Landschaft. Seit dem 1. Januar 2026 besteht der Kanton aus 196 politischen Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeinden&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/staat-politik/gemeindeaufsicht/interkommunale-zusammenarbeit-und-gemeindezusammenschluss&lt;br /&gt;
 |titel=Interkommunale Zusammenarbeit und Gemeindezusammenschluss&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Volkswirtschaft und Inneres&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsverfassung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Verfassung des Kantons Aargau wurde am 25. Juni 1980 angenommen und trat am 1. Januar 1982 in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie definiert den Aargau als demokratischen Rechtsstaat und als Glied der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Staatsgewalt wird durch die Stimmberechtigten und die kantonalen Behörden ausgeübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Rechte umfassen insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wahlrecht;&lt;br /&gt;
* Stimmrecht;&lt;br /&gt;
* Volksinitiative;&lt;br /&gt;
* obligatorisches Referendum;&lt;br /&gt;
* fakultatives Referendum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden besitzen im Rahmen des kantonalen Rechts eine weitgehende Autonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grosser Rat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Grosser Rat des Kantons Aargau|Grosse Rat]] ist das kantonale Parlament. Er besteht aus 140 Mitgliedern und wird alle vier Jahre im Verhältniswahlverfahren gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrosserRat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/ueber-uns/grosser-rat/ueber-uns/ratsmitglieder&lt;br /&gt;
 |titel=Mitglieder des Grossen Rats&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Parlamentsdienst&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlkreise entsprechen den elf Bezirken. Die Sitze werden entsprechend der Bevölkerungszahl auf die Bezirke verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grosse Rat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* beschliesst kantonale Gesetze;&lt;br /&gt;
* verabschiedet Budget und Rechnung;&lt;br /&gt;
* überwacht Regierung, Verwaltung und Justiz;&lt;br /&gt;
* genehmigt wichtige Staatsverträge;&lt;br /&gt;
* entscheidet über kantonale Planungen und Kredite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grosse Rat ist ein Milizparlament. Seine Mitglieder üben ihr politisches Amt normalerweise neben einer beruflichen Tätigkeit aus. Die Sitzungen finden im Grossratsgebäude in Aarau statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Regierungsrat des Kantons Aargau]] ist die leitende und oberste vollziehende Behörde. Er besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Volk für vier Jahre im Mehrheitswahlverfahren gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regierungsrat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/ueber-uns/rr&lt;br /&gt;
 |titel=Aargauer Regierungsrat&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Staatskanzlei des Kantons Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Regierungsmitglied leitet eines der fünf Departemente:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Departement Volkswirtschaft und Inneres;&lt;br /&gt;
* Departement Bildung, Kultur und Sport;&lt;br /&gt;
* Departement Finanzen und Ressourcen;&lt;br /&gt;
* Departement Gesundheit und Soziales;&lt;br /&gt;
* Departement Bau, Verkehr und Umwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatskanzlei unterstützt den Regierungsrat und koordiniert die Regierungsgeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Präsidium führt den Titel [[Landammann]]. Die Stellvertretung wird als [[Landstatthalter]] bezeichnet. Beide Funktionen wechseln regelmässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oberste kantonale Gerichtsbehörde ist das [[Obergericht des Kantons Aargau]]. Daneben bestehen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* elf Bezirksgerichte;&lt;br /&gt;
* Spezialverwaltungsgericht;&lt;br /&gt;
* Zwangsmassnahmengericht;&lt;br /&gt;
* Jugendgericht;&lt;br /&gt;
* Schlichtungsbehörden;&lt;br /&gt;
* Friedensrichterkreise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheide der höchsten kantonalen Instanzen können unter den gesetzlichen Voraussetzungen an das Schweizerische Bundesgericht weitergezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertretung im Bund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Aargau entsendet 16 Mitglieder in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] und zwei Mitglieder in den [[Ständerat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen verfügt der Aargau über eine ganze Standesstimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezirke und Gemeinden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist in elf Bezirke gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezirk&lt;br /&gt;
! Hauptort&lt;br /&gt;
! Regionale Einordnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Aarau|Aarau]]&lt;br /&gt;
| [[Aarau]]&lt;br /&gt;
| Kantonshauptort, Suhrental und unteres Wynental&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Baden|Baden]]&lt;br /&gt;
| [[Baden AG|Baden]]&lt;br /&gt;
| Limmattal, Agglomeration Baden–Wettingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Bremgarten|Bremgarten]]&lt;br /&gt;
| [[Bremgarten AG|Bremgarten]]&lt;br /&gt;
| Freiamt und unteres Reusstal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Brugg|Brugg]]&lt;br /&gt;
| [[Brugg]]&lt;br /&gt;
| Wasserschloss, unteres Aaretal und Bözberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Kulm|Kulm]]&lt;br /&gt;
| [[Unterkulm]]&lt;br /&gt;
| Wynental, mittleres Seetal und Hombergregion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Laufenburg|Laufenburg]]&lt;br /&gt;
| [[Laufenburg AG|Laufenburg]]&lt;br /&gt;
| oberes Fricktal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Lenzburg|Lenzburg]]&lt;br /&gt;
| [[Lenzburg]]&lt;br /&gt;
| Aabachtal, Seetal und zentrale Mittellandregion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Muri|Muri]]&lt;br /&gt;
| [[Muri AG|Muri]]&lt;br /&gt;
| oberes Freiamt und Lindenberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Rheinfelden|Rheinfelden]]&lt;br /&gt;
| [[Rheinfelden AG|Rheinfelden]]&lt;br /&gt;
| unteres Fricktal und Rheingebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Zofingen|Zofingen]]&lt;br /&gt;
| [[Zofingen]]&lt;br /&gt;
| Wiggertal und südwestlicher Aargau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Zurzach|Zurzach]]&lt;br /&gt;
| [[Bad Zurzach]]&lt;br /&gt;
| Studenland, Surbtal, Rhein- und unteres Aaretal&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 196 politischen Gemeinden unterscheiden sich stark hinsichtlich Bevölkerung, Fläche, Finanzkraft und Siedlungsstruktur. Neben Städten und Agglomerationsgemeinden bestehen zahlreiche kleine ländliche Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gemeinden besitzen eine Gemeindeversammlung. Grössere Gemeinden können ein kommunales Parlament führen, das meist als Einwohnerrat bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau ist einer der bedeutendsten Industrie- und Technologiekantone der Schweiz. Seine zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu Zürich, Basel und Bern fördern die wirtschaftliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsstandort ist durch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen sowie einige grosse internationale Arbeitgeber geprägt. Ende 2023 bestanden im Kanton 46&#039;890 aktive Arbeitsstätten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WirtschaftStatistik&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/staat-politik/statistik/themen/wirtschaft-und-arbeit/wirtschaft-und-unternehmen&lt;br /&gt;
 |titel=Wirtschaft und Unternehmen&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Statistik Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Branchen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Energie- und Elektrotechnik;&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Metallindustrie;&lt;br /&gt;
* Kunststofftechnologie;&lt;br /&gt;
* Chemie und Life Sciences;&lt;br /&gt;
* Medizintechnik;&lt;br /&gt;
* Informations- und Kommunikationstechnologie;&lt;br /&gt;
* Logistik;&lt;br /&gt;
* Bauwirtschaft;&lt;br /&gt;
* Nahrungsmittelindustrie;&lt;br /&gt;
* Finanz- und Unternehmensdienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Innovation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau gehört zu den grössten Industriekantonen der Schweiz. Besonders stark vertreten sind Unternehmen der Energie-, Elektro-, Maschinen-, Metall-, Kunststoff- und Life-Science-Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Villigen AG|Villigen]] und [[Würenlingen]] befindet sich das [[Paul Scherrer Institut]]. Es ist das grösste Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften der Schweiz. Zu seinen Forschungsgebieten gehören Energie, Klima, Gesundheit, Materialien und Grundlagen der Physik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaft&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/ueber-uns/ueber-den-kanton/entdeckungsreise-unser-kanton-aargau/wirtschaft&lt;br /&gt;
 |titel=Arbeit und Wirtschaft&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Staatskanzlei des Kantons Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Paul Scherrer Institut liegt der [[Park Innovaare]], ein Standort des Schweizerischen Innovationsparks. Er soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Unternehmen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Forschungs- und Bildungsinstitutionen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Fachhochschule Nordwestschweiz]] in Brugg-Windisch;&lt;br /&gt;
* das [[Forschungsinstitut für biologischen Landbau]] in Frick;&lt;br /&gt;
* das [[Zentrum für Demokratie Aarau]];&lt;br /&gt;
* das Hightech Zentrum Aargau;&lt;br /&gt;
* industrielle Forschungszentren verschiedener Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau besitzt eine besondere Bedeutung für die schweizerische Energieversorgung. Im Kanton befinden sich unter anderem die Standorte der Kernkraftwerke [[Kernkraftwerk Beznau|Beznau]] und [[Kernkraftwerk Leibstadt|Leibstadt]] sowie zahlreiche Wasserkraftwerke, Netzanlagen und Unternehmen der Energietechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flüsse Aare, Reuss, Limmat und Rhein werden seit langer Zeit zur Energiegewinnung genutzt. Gleichzeitig gewinnen Solarenergie, Energieeffizienz, Wärmenetze und erneuerbare Energien an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft nutzt einen erheblichen Teil der Kantonsfläche. Im Mittelland dominieren Ackerbau, Viehwirtschaft, Milchwirtschaft und Obstbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angebaut werden unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Getreide;&lt;br /&gt;
* Mais;&lt;br /&gt;
* Raps;&lt;br /&gt;
* Zuckerrüben;&lt;br /&gt;
* Kartoffeln;&lt;br /&gt;
* Gemüse;&lt;br /&gt;
* Obst;&lt;br /&gt;
* Weintrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fricktal ist besonders für den Kirschen- und Obstbau bekannt. Weinbaugebiete befinden sich unter anderem im Fricktal, im unteren Aaretal, im Limmattal und am Hallwilersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau ist ein zentraler Knotenpunkt des schweizerischen Verkehrsnetzes. Wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen durchqueren den Kanton.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verkehr&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/staat-politik/statistik/themen/umwelt-und-verkehr/mobilitaet-und-verkehr&lt;br /&gt;
 |titel=Mobilität und Verkehr&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Statistik Aargau&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Autobahnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Autobahn A1|A1]] zwischen Zürich, Bern und der Westschweiz;&lt;br /&gt;
* die [[Autobahn A2 (Schweiz)|A2]] zwischen Basel, Luzern und dem Gotthard;&lt;br /&gt;
* die [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]] zwischen Basel, dem Fricktal, Zürich und der Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Autobahnknoten liegen bei Birrfeld, Oftringen, Wiggertal und im Raum Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Lage bringt neben wirtschaftlichen Vorteilen auch Belastungen durch Durchgangsverkehr, Lärm, Luftschadstoffe und Flächenverbrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton wird von mehreren nationalen Bahnlinien durchquert. Bedeutende Bahnhöfe sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aarau;&lt;br /&gt;
* Baden;&lt;br /&gt;
* Brugg;&lt;br /&gt;
* Lenzburg;&lt;br /&gt;
* Zofingen;&lt;br /&gt;
* Rheinfelden;&lt;br /&gt;
* Wohlen;&lt;br /&gt;
* Wettingen;&lt;br /&gt;
* Frick;&lt;br /&gt;
* Stein-Säckingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkte Bahnverbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Basel, Bern, Luzern, Olten, Winterthur und in verschiedene Regionen Süddeutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionalverkehr wird durch die [[S-Bahn Aargau]], die Zürcher S-Bahn, die S-Bahn Basel und verschiedene Regionalbahn- und Busunternehmen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bus-, Velo- und Fussverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buslinien erschliessen Gemeinden und Regionen ohne direkten Bahnanschluss. Wichtige Betreiber sind unter anderem die PostAuto AG, die Regionalbus Lenzburg AG, die Busbetriebe Region Brugg und verschiedene städtische Verkehrsunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton baut sein Netz für den Velo- und Fussverkehr aus. Entlang der Flüsse, durch das Mittelland und über die Jurahöhen verlaufen nationale und regionale Velorouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die obligatorische Schule sind der Kanton und die Gemeinden zuständig. Das Schulsystem umfasst Kindergarten, Primarschule und Sekundarstufe I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Sekundarstufe II bestehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kantonsschulen;&lt;br /&gt;
* Berufsfachschulen;&lt;br /&gt;
* Fachmittelschulen;&lt;br /&gt;
* Berufsmaturitätsschulen;&lt;br /&gt;
* weitere Bildungs- und Brückenangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kantonsschulen befinden sich unter anderem in Aarau, Baden, Wettingen, Wohlen und Zofingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Campus Brugg-Windisch ist einer der bedeutendsten Standorte der Fachhochschule Nordwestschweiz. Dort befinden sich mehrere Hochschulen und Institute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton besitzt keine eigene Universität, ermöglicht seiner Bevölkerung jedoch den Zugang zu den schweizerischen Universitäten und Hochschulen. Wegen der Nähe werden besonders häufig Hochschulen in Zürich, Basel, Bern und Luzern besucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hochschulen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/ueber-uns/kantonale-verwaltung/bks/organisation/abteilung-hochschulen-und-sport/fachstelle-hochschulen-und-innovationsfoerderung&lt;br /&gt;
 |titel=Fachstelle Hochschulen und Innovationsförderung&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bildung, Kultur und Sport&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau besitzt ein vielfältiges kulturelles Erbe mit römischen Fundstätten, mittelalterlichen Altstädten, Burgen, Schlössern, Klöstern, Industriebauten und modernen Kulturinstitutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgen und Schlösser ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton ist für seine zahlreichen Burgen und Schlösser bekannt. Bedeutende Anlagen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Schloss Lenzburg]];&lt;br /&gt;
* [[Schloss Hallwyl]];&lt;br /&gt;
* [[Schloss Wildegg]];&lt;br /&gt;
* [[Habsburg (Burg)|Burg Habsburg]];&lt;br /&gt;
* [[Schloss Auenstein]];&lt;br /&gt;
* [[Schloss Liebegg]];&lt;br /&gt;
* [[Schloss Biberstein]];&lt;br /&gt;
* [[Schloss Brestenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss Lenzburg gehört zu den ältesten und bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz. Schloss Hallwyl ist eine Wasserburg im Seetal. Die Habsburg gilt als Stammburg des europäischen Herrscherhauses der Habsburger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klöster und Kirchen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Klosteranlagen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kloster Muri]];&lt;br /&gt;
* [[Kloster Wettingen]];&lt;br /&gt;
* [[Kloster Königsfelden]];&lt;br /&gt;
* [[Kloster Fahr]];&lt;br /&gt;
* die ehemalige Johanniterkommende Leuggern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Muri wurde 1027 von den Habsburgern gegründet. Königsfelden ist besonders für seine mittelalterlichen Glasfenster bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen und Kulturinstitutionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Kulturinstitutionen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das [[Aargauer Kunsthaus]] in Aarau;&lt;br /&gt;
* das [[Naturama Aargau]];&lt;br /&gt;
* das [[Stadtmuseum Aarau]];&lt;br /&gt;
* das [[Historisches Museum Baden|Historische Museum Baden]];&lt;br /&gt;
* das [[Stapferhaus]] in Lenzburg;&lt;br /&gt;
* das [[Museum Langmatt]] in Baden;&lt;br /&gt;
* das [[Vindonissa-Museum]] in Brugg;&lt;br /&gt;
* die Standorte von [[Museum Aargau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Museum Aargau verbindet Schlösser, Klöster, Römerstätten, Sammlungen und industriekulturelle Orte im gesamten Kanton.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kultur&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/ueber-uns/verwaltung/bks/zahlen-fakten/kennzahlen-kultur&lt;br /&gt;
 |titel=Kennzahlen Kultur&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bildung, Kultur und Sport&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisches Erbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das römische Erbe ist besonders in Vindonissa, Kaiseraugst und Baden sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Legionärspfad Vindonissa]] vermittelt das Leben im römischen Legionslager. In Kaiseraugst befinden sich das spätrömische Kastell und bedeutende archäologische Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bäderkultur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baden und Bad Zurzach besitzen traditionsreiche Thermalquellen. In Baden reicht die Bädergeschichte bis in die Römerzeit zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kur- und Thermalangebote bestehen in [[Schinznach-Bad]] und anderen Orten. Die Bäderkultur prägte Architektur, Tourismus und gesellschaftliches Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brauchtum und Küche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Bräuche umfassen Fasnachtsveranstaltungen, Jugendfeste, Maienzüge, Winzerfeste, Schützenfeste und lokale Märkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten kulinarischen Spezialitäten gehört die [[Aargauer Rüeblitorte]]. Im Fricktal spielen Kirschenprodukte, Obstbrände und Wein eine wichtige Rolle. Weitere regionale Erzeugnisse sind Käse, Fleischwaren, Brot, Honig und Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aargau besitzt eine hohe landschaftliche Vielfalt. Flüsse, Auen, Wälder, Jurahöhen, Trockenwiesen, Landwirtschaftsflächen und Seen bilden wichtige Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auenschutzpark Aargau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 stimmte die Aargauer Bevölkerung der Schaffung des Auenschutzparks zu. Er umfasst mehrere Gebiete entlang von Aare, Reuss, Rhein, Limmat und weiteren Gewässern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Auenlandschaften zu erhalten, wiederherzustellen und miteinander zu vernetzen. Auen gehören zu den artenreichsten, aber auch am stärksten gefährdeten Lebensräumen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jurapark Aargau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Jurapark Aargau]] ist ein regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung. Er umfasst Gemeinden im Aargauer Jura und im Fricktal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jurapark&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/umwelt-natur/natur-und-landschaftsschutz/landschaft/jurapark-aargau&lt;br /&gt;
 |titel=Jurapark Aargau&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Departement Bau, Verkehr und Umwelt&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Park verbindet Natur- und Landschaftsschutz mit regionaler Wirtschaft, Landwirtschaft, Umweltbildung und nachhaltigem Tourismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klingnauer Stausee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klingnauer Stausee liegt an der Aare kurz vor deren Mündung in den Rhein. Er ist ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet steht unter Schutz und ist ein beliebtes Ziel für Naturbeobachtung und Spaziergänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hallwilersee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hallwilersee ist ein bedeutendes Natur- und Erholungsgebiet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war er stark mit Nährstoffen belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Abwasserreinigung, Phosphorreduktion und technische Belüftungsmassnahmen verbesserte sich der Zustand des Sees. Der Schutz vor invasiven Arten und weiteren Belastungen bleibt eine dauerhafte Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein beträchtlicher Teil des Kantons ist bewaldet. Die Wälder dienen der Holzproduktion, dem Schutz von Böden und Gewässern, der Erholung und dem Erhalt der Artenvielfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kantonale Staatswald umfasst rund 3&#039;300 Hektaren in zahlreichen Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatswald&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ag.ch/de/themen/umwelt-natur/wald/staatswald/geschichte&lt;br /&gt;
 |titel=Geschichte des Aargauer Staatswalds&lt;br /&gt;
 |werk=Kanton Aargau&lt;br /&gt;
 |hrsg=Abteilung Wald&lt;br /&gt;
 |abruf=21. Juli 2026&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Sportarten sind Fussball, Turnen, Handball, Eishockey, Radfahren, Wandern, Schwimmen und Leichtathletik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Sportvereine sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[FC Aarau]];&lt;br /&gt;
* [[HSC Suhr Aarau]];&lt;br /&gt;
* [[TV Endingen]];&lt;br /&gt;
* [[Volley Schönenwerd]] im angrenzenden Kanton Solothurn mit regionalem Einzugsgebiet;&lt;br /&gt;
* verschiedene Turn-, Ruder-, Schwimm- und Radsportvereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton verfügt über ein dichtes Wander- und Velowegnetz. Besonders beliebt sind Wege entlang der Aare, Reuss, Limmat und des Rheins, um den Hallwilersee sowie im Jurapark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kantonswappen ist senkrecht geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heraldisch rechte Hälfte zeigt auf schwarzem Grund einen weissen Wellenbalken. Er symbolisiert die Aare und verweist auf den Namen des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heraldisch linke Hälfte zeigt auf blauem Grund drei weisse fünfzackige Sterne. Sie erinnern an die drei helvetischen Kantone Aargau, Baden und Fricktal, die 1803 zum neuen Kanton Aargau vereinigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantonsflagge zeigt das gleiche Motiv in quadratischer Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aarau]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bezirke des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burgen und Schlösser im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Aargauer Jura]]&lt;br /&gt;
* [[Fricktal]]&lt;br /&gt;
* [[Freiamt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Hallwilersee]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserschloss der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Auenschutzpark Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Jurapark Aargau]]&lt;br /&gt;
* [[Vindonissa]]&lt;br /&gt;
* [[Habsburg (Burg)]]&lt;br /&gt;
* [[Aargauer Klosterstreit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Historische Gesellschaft des Kantons Aargau: &#039;&#039;Argovia. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau&#039;&#039;. Aarau.&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv Aargau: &#039;&#039;Geschichte des Kantons Aargau&#039;&#039;. Aarau.&lt;br /&gt;
* Bruno Meier: &#039;&#039;Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter&#039;&#039;. Baden.&lt;br /&gt;
* Andreas Steigmeier: &#039;&#039;Geschichte des Kantons Aargau&#039;&#039;. Aarau.&lt;br /&gt;
* Nold Halder: &#039;&#039;Geschichte des Kantons Aargau 1803–1953&#039;&#039;. Aarau.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Statistik: &#039;&#039;Statistisches Jahrbuch der Schweiz&#039;&#039;. Neuenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/ Offizielle Website des Kantons Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.aargautourismus.ch/ Aargau Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/de/themen/staat-politik/statistik Statistik Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.ag.ch/de/themen/kultur-sport/kultur/bibliothek-archiv/staatsarchiv Staatsarchiv Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.museumaargau.ch/ Museum Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.geoportal.ag.ch/ Geoportal des Kantons Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://www.jurapark-aargau.ch/ Jurapark Aargau]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/ Historisches Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kantone der Schweiz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Aargau}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanton Aargau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1803]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Mittelland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jura (Gebirge)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Thur&amp;diff=675</id>
		<title>Thur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Thur&amp;diff=675"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable infobox&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:22em; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;font-size:125%;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Thur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Zusammenfluss von Säntisthur und Wildhauser Thur zur Thur, Unterwasser SG 20190722-jag9889.jpg|frameless|280px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:90%;&amp;quot; | Zusammenfluss von Säntisthur und Wildhauser Thur bei [[Unterwasser SG|Unterwasser]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lage&lt;br /&gt;
| [[Ostschweiz]], [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kantone&lt;br /&gt;
| [[Kanton St. Gallen|St. Gallen]], [[Kanton Thurgau|Thurgau]], [[Kanton Zürich|Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Flusssystem&lt;br /&gt;
| [[Rhein]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Abflussweg&lt;br /&gt;
| [[Rhein]] → Nordsee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Länge&lt;br /&gt;
| rund 135 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einzugsgebiet&lt;br /&gt;
| rund 1&#039;760 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ursprung&lt;br /&gt;
| Zusammenfluss von [[Säntisthur]] und [[Wildhauser Thur]] bei [[Unterwasser SG|Unterwasser]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höhe am Zusammenfluss&lt;br /&gt;
| etwa 899 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höchste Quelle&lt;br /&gt;
| Säntisthur am Chalbersäntis, etwa 2&#039;035 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Mündung&lt;br /&gt;
| bei [[Flaach]] in den [[Hochrhein]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Mündungshöhe&lt;br /&gt;
| etwa 345 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Mittlerer Abfluss&lt;br /&gt;
| rund 47 m³/s bei [[Andelfingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bedeutende Nebenflüsse&lt;br /&gt;
| [[Necker (Fluss)|Necker]], [[Glatt (Thur)|Glatt]], [[Sitter]], [[Murg (Thur)|Murg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Grössere Orte&lt;br /&gt;
| [[Wattwil]], [[Lichtensteig]], [[Bischofszell]], [[Weinfelden]], [[Frauenfeld]], [[Andelfingen]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Thur&#039;&#039;&#039; ist ein rund 135 Kilometer langer Fluss in der [[Ostschweiz]] und ein linker Nebenfluss des [[Rhein]]s. Sie durchquert die Kantone [[Kanton St. Gallen|St. Gallen]], [[Kanton Thurgau|Thurgau]] und [[Kanton Zürich|Zürich]]. Ihr Einzugsgebiet umfasst zudem Teile der Kantone [[Kanton Appenzell Ausserrhoden|Appenzell Ausserrhoden]] und [[Kanton Appenzell Innerrhoden|Appenzell Innerrhoden]]. Von der Quelle der Säntisthur bis zur Mündung in den Hochrhein überwindet das Gewässer einen Höhenunterschied von rund 1&#039;690 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thur gehört zu den bedeutendsten Flüssen der Nordostschweiz. Sie prägt das [[Toggenburg]], das nach ihr benannte [[Thurtal]] sowie weite Teile des Kantons Thurgau. Da ihr Einzugsgebiet keinen grossen See umfasst, der die Wassermenge ausgleichen könnte, reagiert die Thur vergleichsweise rasch auf starke Niederschläge und Schneeschmelze. Ihr Abfluss kann deshalb innerhalb kurzer Zeit erheblich ansteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Thur gehört zu den ältesten überlieferten Gewässernamen der Schweiz. Das [[Historisches Lexikon der Schweiz|Historische Lexikon der Schweiz]] erwähnt einen Beleg aus dem Jahr 610 im Zusammenhang mit dem lateinischen Ausdruck &#039;&#039;pagus Turensis&#039;&#039;, der ein Gebiet an der Thur bezeichnete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;Hans Büchler: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008764/2017-03-16/ «Thur»], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, Version vom 16. März 2017, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als unmittelbarer Flussname erscheint &#039;&#039;Dura&#039;&#039; im Jahr 886; im Mittelalter sind unter anderem die Formen &#039;&#039;Turia&#039;&#039;, &#039;&#039;Thûr&#039;&#039; und &#039;&#039;Tûr&#039;&#039; belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachwissenschaftlich wird der Name als alteuropäischer Gewässername gedeutet. Er geht wahrscheinlich auf eine indogermanische Wortwurzel mit der Bedeutung «laufen» oder «eilen» zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ortsnamen.ch/de/record/7002294 Thur], &#039;&#039;ortsnamen.ch&#039;&#039;, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Name [[Thurgau]] leitet sich von der Thur ab. Er bezeichnete ursprünglich einen Gau beziehungsweise eine Landschaft im Gebiet des Flusses. Der Flussname ist somit wesentlich älter als der heutige [[Kanton Thurgau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellgebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thur entsteht bei [[Unterwasser SG|Unterwasser]] in der politischen Gemeinde [[Wildhaus-Alt St. Johann]] durch den Zusammenfluss der [[Säntisthur]] und der [[Wildhauser Thur]]. Als hydrologischer Hauptquellfluss gilt die Säntisthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säntisthur entspringt im [[Alpstein]] an den südlichen Hängen des [[Säntis]]. Ihr höchstes Quellgebiet liegt am Chalbersäntis auf über 2&#039;000 Metern über Meer. Der Gebirgsbach fliesst durch ein steiles, von Felsen und Alpweiden geprägtes Tal in Richtung Unterwasser. Kurz vor dem Zusammenfluss bildet er die [[Thurfälle]], zwei markante Wasserfälle, die zu den bekannten Natursehenswürdigkeiten des Toggenburgs gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wildhauser Thur entspringt im Gebiet des Munzenriets bei [[Wildhaus SG|Wildhaus]]. Sie fliesst zunächst durch ein Moor- und Wiesengebiet und danach westwärts durch das Tal. Bei Unterwasser vereinigt sie sich auf ungefähr 899 Metern über Meer mit der Säntisthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberlauf im Toggenburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenfluss durchquert die Thur zunächst das obere Toggenburg. Sie fliesst an [[Alt St. Johann]], Starkenbach und [[Nesslau]] vorbei. Mehrere Engstellen, Geländestufen und Schluchten bestimmen den Verlauf des Oberlaufs. Zwischen den engeren Abschnitten öffnen sich breite Talkammern, in denen sich Siedlungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb von Nesslau erreicht die Thur Krummenau, [[Ebnat-Kappel]] und [[Wattwil]]. In diesem Abschnitt nimmt das Gefälle allmählich ab. Bei Wattwil öffnet sich das Tal, bevor der Fluss durch das Gebiet von [[Lichtensteig]] und [[Bütschwil-Ganterschwil]] weiterfliesst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Lütisburg]] mündet von rechts der [[Necker (Fluss)|Necker]] in die Thur. Der Necker entwässert Teile des Neckertals und gehört zu den wichtigsten Zuflüssen im Kanton St. Gallen. Unterhalb der Einmündung verlässt die Thur das eigentliche Toggenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittellauf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet zwischen Lütisburg und [[Wil SG|Wil]] beschreibt die Thur eine grosse Flussschleife. Anschliessend wendet sie sich nach Osten. Sie durchquert oder berührt die Gemeindegebiete von [[Kirchberg SG|Kirchberg]], [[Jonschwil]], [[Uzwil]], [[Oberbüren]] und [[Niederbüren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Oberbüren mündet die [[Glatt (Thur)|Glatt]] in die Thur. Kurz zuvor nimmt die Glatt ihrerseits die [[Uze]] auf. Über diese Zuflüsse gelangt Wasser aus einem grossen Teil des Fürstenlands und aus dem Raum Uzwil in die Thur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Übergang in den Kanton Thurgau erreicht der Fluss [[Bischofszell]]. Dort mündet von rechts die [[Sitter]] ein, der wasserreichste Nebenfluss der Thur. Die Sitter entwässert grosse Teile des [[Appenzellerland]]s und nimmt unter anderem die [[Urnäsch (Fluss)|Urnäsch]] auf. Nach der Sittermündung ändert die Thur ihre Fliessrichtung deutlich und wendet sich nach Westen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterlauf im Thurgau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb von Bischofszell fliesst die Thur durch ein breites Tal, das intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Sie passiert unter anderem [[Kradolf-Schönenberg]], [[Bürglen TG|Bürglen]], [[Weinfelden]], [[Müllheim TG|Müllheim]] und das Gebiet nördlich von [[Frauenfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flusslauf ist in diesem Abschnitt über weite Strecken von Hochwasserschutzdämmen begleitet. Zwischen den Dämmen befinden sich Waldflächen, Kiesbänke, Seitenarme und landwirtschaftlich genutzte Gebiete. An verschiedenen Stellen wurden frühere harte Uferverbauungen entfernt oder ökologisch aufgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Warth-Weiningen]] mündet die [[Murg (Thur)|Murg]] von links in die Thur. Die Murg entspringt im südlichen Hinterthurgau und durchquert unter anderem [[Münchwilen TG|Münchwilen]] und Frauenfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zürcher Abschnitt und Mündung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor [[Andelfingen]] erreicht die Thur den Kanton Zürich. Sie fliesst durch das Zürcher Weinland und passiert unter anderem [[Altikon]], [[Thalheim an der Thur]], [[Andelfingen]], [[Kleinandelfingen]] und [[Flaach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsgebiet weitet sich der Flussraum deutlich aus. Bei Flaach mündet die Thur auf ungefähr 345 Metern über Meer in den [[Hochrhein]]. Das Gebiet um die Mündung wird als [[Thurspitz]] bezeichnet. Es gehört zu den ökologisch wertvollsten Flusslandschaften des Schweizer Mittellands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzugsgebiet und Nebenflüsse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet der Thur umfasst rund 1&#039;760 Quadratkilometer. Es reicht vom Alpstein und dem Toggenburg über Teile des Appenzellerlands bis in den Kanton Thurgau und das Zürcher Weinland. Über den Rhein und die Nordsee gehört die Thur zum Einzugsgebiet des Atlantischen Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Zuflüssen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Luteren (Thur)|Luteren]] im Obertoggenburg,&lt;br /&gt;
* der [[Necker (Fluss)|Necker]] bei Lütisburg,&lt;br /&gt;
* die [[Glatt (Thur)|Glatt]] bei Oberbüren,&lt;br /&gt;
* die [[Sitter]] bei Bischofszell,&lt;br /&gt;
* die [[Murg (Thur)|Murg]] bei Warth-Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen Nebenflüssen besitzt die Sitter das grösste Einzugsgebiet. Durch sie gehören auch grosse Teile der Kantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden zum Flusssystem der Thur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserführung der Thur wird durch Niederschläge, die Schneeschmelze im Alpstein und die Zuflüsse aus dem Toggenburg und dem Appenzellerland bestimmt. Anders als Flüsse, deren Abfluss durch grosse Seen ausgeglichen wird, kann die Thur nach anhaltendem Regen sehr schnell anschwellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Messstation [[Andelfingen]] werden seit 1904 hydrologische Daten erhoben. Der langjährige mittlere Abfluss beträgt dort rund 47 Kubikmeter pro Sekunde. Die Messstation erfasst ein Einzugsgebiet von ungefähr 1&#039;696 Quadratkilometern. Als historischer Höchstwert wurden rund 1&#039;130 Kubikmeter pro Sekunde registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAFU&amp;quot;&amp;gt;Bundesamt für Umwelt: [https://www.hydrodaten.admin.ch/documents/Stationsposter/2044_poster.pdf Hydrometrische Messstation Thur–Andelfingen], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abflussmenge kann damit zwischen Trockenperioden und Hochwasserereignissen um ein Vielfaches schwanken. Besonders hohe Wasserstände treten häufig nach grossflächigen Niederschlägen im Alpstein, Toggenburg und Appenzellerland auf. Im Sommer können intensive Gewitter lokale Hochwasser auslösen. Während längerer Hitze- und Trockenperioden sinkt die Wasserführung dagegen stark ab, und die Wassertemperatur kann deutlich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den aussergewöhnlichen Ereignissen der jüngeren Vergangenheit gehört das Hochwasser vom Mai 1999. Bei Andelfingen erreichte die Thur damals eine Abflussspitze von ungefähr 1&#039;130 Kubikmetern pro Sekunde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesamt für Umwelt: [https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/gduCKYNgRci8/hochwasser_1999_analysedermessdatenundstatistischeeinordnung.pdf &#039;&#039;Hochwasser 1999 – Analyse der Messdaten und statistische Einordnung&#039;&#039;], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasser und Flusskorrektionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überschwemmungen gehören zur Geschichte des Thurtals. Vor dem Bau durchgehender Dämme veränderte der Fluss bei Hochwasser regelmässig seinen Lauf. Er bildete neue Seitenarme, verlagerte Kiesbänke und überflutete grosse Flächen. Die Auenlandschaft bot wertvolle Lebensräume, erschwerte jedoch die dauerhafte landwirtschaftliche Nutzung und gefährdete Siedlungen, Verkehrswege und Brücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Überschwemmungen sind unter anderem für die Jahre 1664, 1755, 1789, 1852, 1876, 1881 und 1883 überliefert. Zwischen 1874 und 1893 führten die betroffenen Thurgauer und Zürcher Gemeinden eine umfassende Thurkorrektion durch. Der Fluss wurde begradigt, befestigt und zwischen Hochwasserschutzdämme gelegt. Im Kanton St. Gallen folgte von 1907 bis 1913 eine Korrektion zwischen Ebnat-Kappel und Lichtensteig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Korrektionen verbesserten den Schutz der Siedlungen und machten zusätzliche Flächen für die Landwirtschaft nutzbar. Gleichzeitig gingen natürliche Seitenarme, Kiesflächen, Feuchtgebiete und Auenwälder verloren. Die eingeengte Thur grub sich stellenweise tiefer in ihr Bett ein, während die Dämme auch bei späteren Hochwassern nicht überall standhielten. Dammbrüche traten unter anderem 1910, 1965, 1977 und 1978 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1979 erarbeiteten die Kantone St. Gallen, Thurgau und Zürich gemeinsam das Thurrichtprojekt. Seither wird der Hochwasserschutz zunehmend mit ökologischen Zielen verbunden. Wo genügend Raum vorhanden ist, soll die Thur wieder breiter werden und eine grössere strukturelle Vielfalt entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton Thurgau verfolgt mit dem langfristigen Entwicklungskonzept [[Thur+]] das Ziel, den Hochwasserschutz zu verbessern, die Dämme zu sichern und den Flussraum ökologisch aufzuwerten. Dabei werden auch Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung, Erholung und bestehende Infrastrukturen berücksichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://thur.tg.ch/ Thur – Hochwasserschutz und Revitalisierung], Kanton Thurgau, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Ökologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturnahe Abschnitte der Thur bilden ein Mosaik aus fliessendem Wasser, Kiesbänken, Flachwasserzonen, Steilufern, Seitenarmen und Auenwäldern. Solche Lebensräume verändern sich durch Hochwasser ständig. Diese Dynamik schafft offene Flächen, auf denen sich spezialisierte Pflanzen- und Tierarten ansiedeln können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Flusssystem kommen unter anderem [[Bachforelle]], [[Äsche]], [[Barbe]], [[Nase (Fisch)|Nase]], [[Alet]], [[Strömer]], [[Schneider (Fisch)|Schneider]] und [[Elritze]] vor. Die Verbauung von Ufern, Wehre, Wasserkraftanlagen und fehlende Verbindungen zu Seitengewässern beeinträchtigen jedoch die Wanderung und Fortpflanzung verschiedener Fischarten. Revitalisierungen und Fischaufstiegshilfen sollen die ökologische Durchgängigkeit verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sg.ch/umwelt-natur/wasser/fluesse---baeche/revitalisierungen-/_jcr_content/Par/sgch_downloadlist_1709566321/DownloadListPar/sgch_download.ocFile/Revitalisierungsplanung%20Fliessgew%C3%A4sser%20im%20Kanton%20St.Gallen.pdf &#039;&#039;Revitalisierungsplanung Fliessgewässer im Kanton St. Gallen&#039;&#039;], Kanton St. Gallen, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kiesbänke und Steilufer bieten Lebensräume für Vögel wie den [[Eisvogel]] und den [[Flussuferläufer]]. In den Auenwäldern wachsen vor allem Weiden, Pappeln, Erlen und Eschen. Häufige Überschwemmungen und wechselnde Grundwasserstände sind für die Entwicklung dieser Wälder entscheidend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zunehmende Herausforderung bildet der [[Klimawandel]]. Höhere Wassertemperaturen und längere sommerliche Niedrigwasserperioden belasten besonders kälteliebende Fischarten. Gleichzeitig können intensive Niederschlagsereignisse das Hochwasserrisiko erhöhen. Ufergehölze, breitere Gewässerräume und besser verbundene Seitenarme können dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit des Flussökosystems zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thurauen und Thurspitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mündungsgebiet der Thur ist Teil des Auengebiets Eggrank–Thurspitz von nationaler Bedeutung. Die [[Thurauen]] gelten als grösstes zusammenhängendes Auengebiet des Schweizer Mittellands.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesamt für Umwelt: [https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/Y69vO5YQjPhN/magazin_die_umwelt_32021-duerfenwirdas.pdf &#039;&#039;Im grössten Auengebiet des Mittellandes&#039;&#039;], in: &#039;&#039;die umwelt&#039;&#039;, Ausgabe 3/2021, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» wurde die Thur im Mündungsbereich wieder stärker mit ihrer Aue verbunden. Die Bauarbeiten dauerten von 2008 bis 2017. Uferbefestigungen wurden teilweise entfernt, Flussarme reaktiviert und Flächen so gestaltet, dass sie bei Hochwasser überflutet werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/planen-bauen/wasserbau/wasserbauprojekte/hochwasserschutz-und-auenmuendung-thurmuendung/projektabschlussbericht_thurauen.pdf &#039;&#039;Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung – Projektabschlussbericht&#039;&#039;], Kanton Zürich, August 2020, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aufweitung kann der Fluss sein Bett innerhalb eines festgelegten Raums wieder selbst verändern. Dabei entstehen neue Kiesinseln, Uferabbrüche, Tümpel und Seitengewässer. Neben dem Naturschutz dient das Projekt auch dem Hochwasserschutz und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bei Flaach gelegene [[Naturzentrum Thurauen]] informiert über die Auenlandschaft und ihre Tier- und Pflanzenwelt. Ein Netz aus Wegen und Beobachtungsstellen ermöglicht den Besuch des Gebiets, ohne besonders empfindliche Bereiche frei zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung des Flusses ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserkraft der Thur und ihrer Zuflüsse wurde bereits früh für Mühlen, Sägen und andere Gewerbebetriebe genutzt. Im 19. Jahrhundert entstanden besonders im Toggenburg zahlreiche Textilbetriebe. Spinnereien und Webereien siedelten sich bevorzugt in der Nähe des Flusses an, da die Wasserkraft Maschinen antreiben konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die Thur an mehreren Stellen zur Energiegewinnung genutzt. Wehre und Kraftwerke beeinflussen jedoch den Geschiebetransport und die Wanderung von Fischen. Bei Sanierungen werden deshalb Restwassermengen, Fischaufstiegsmöglichkeiten und ein möglichst naturnaher Geschiebehaushalt berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grundwasser in den Schotterkörpern des Thurtals ist für die Trinkwasserversorgung mehrerer Gemeinden von Bedeutung. Zwischen Fluss und Grundwasser besteht ein enger Austausch. Der Schutz der Wasserqualität gehört deshalb zu den wichtigen Aufgaben der Kantone und Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fruchtbaren Böden des unteren Thurtals werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Dämme schützen grosse Acker- und Siedlungsflächen vor häufigen Überflutungen. Gleichzeitig führt die geplante Verbreiterung des Flussraums teilweise zu Interessenkonflikten zwischen Hochwasserschutz, Landwirtschaft, Naturschutz, Trinkwassergewinnung und Erholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brücken und Verkehrswege ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thur war über Jahrhunderte ein bedeutendes Verkehrshindernis. Furten und Brücken befanden sich häufig an Engstellen, an denen felsiger Untergrund einen stabilen Übergang ermöglichte. Schriftlich erwähnt werden unter anderem Brücken bei Andelfingen im Jahr 1354, bei Schwarzenbach im Jahr 1453 und bei Lütisburg im Jahr 1460.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten historischen Übergängen gehört die 1487 errichtete achtjochige [[Thurbrücke Bischofszell|Steinbrücke von Bischofszell]]. Sie gilt als bedeutendes Beispiel mittelalterlicher Brückenbaukunst in der Ostschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes im 19. Jahrhundert entstanden mehrere grosse Bahnbrücken. Dazu gehört der 1877 eröffnete [[Thurviadukt Ossingen]], der die Bahnstrecke zwischen Winterthur und Etzwilen über das Thurtal führt. Weitere Eisenbahnbrücken befinden sich unter anderem bei Wattwil, Schwarzenbach, Weinfelden und Andelfingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die Thur von zahlreichen Strassen-, Bahn-, Fuss- und Velobrücken überquert. Auch die Autobahnen [[Autobahn A1|A1]] und [[Autobahn A4 (Schweiz)|A4]] queren den Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Tourismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thur ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Wege entlang des Flusses werden zum Wandern, Velofahren, Spazieren und zur Naturbeobachtung genutzt. Kiesbänke und zugängliche Uferabschnitte sind im Sommer beliebte Aufenthaltsorte. Wegen der rasch wechselnden Wasserführung kann das Betreten von Kiesinseln und flachen Flussarmen bei steigendem Wasser gefährlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der regionale Wanderweg [[Thurweg]] ist als SchweizMobil-Route 24 ausgeschildert. Er führt in acht Etappen über rund 160 Kilometer von Wildhaus-Gamplüt durch das Toggenburg und das Thurtal bis nach [[Rüdlingen]] am Rhein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-24 Thurweg, Route 24], SchweizMobil, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Ausflugszielen am Fluss gehören die Thurfälle bei Unterwasser, die historischen Stadtbilder von Lichtensteig und Bischofszell, die Brücken bei Bischofszell und Andelfingen sowie die Thurauen bei Flaach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle und regionale Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thur verbindet sehr unterschiedliche Landschaften der Ostschweiz. Ihr Lauf beginnt im voralpinen Gebiet des Alpsteins, durchquert das enge Toggenburg und erreicht danach die offenen Landwirtschaftslandschaften des Thurgaus und des Zürcher Weinlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss beeinflusste die Lage von Siedlungen, Verkehrswegen und Industrieanlagen. Gleichzeitig war er wegen seiner Hochwasser über Jahrhunderte eine Bedrohung für die Bevölkerung. Diese doppelte Rolle als Lebensgrundlage und Naturgefahr prägt die Wahrnehmung der Thur bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders eng ist die Verbindung zwischen dem Fluss und dem Kanton Thurgau. Dessen Name, historische Entwicklung und Landschaftsbild sind unmittelbar mit der Thur verbunden. Der Fluss gilt daher als eines der wichtigsten geografischen und kulturellen Elemente des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Flüsse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Rhein]]&lt;br /&gt;
* [[Toggenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Thurtal]]&lt;br /&gt;
* [[Thurauen]]&lt;br /&gt;
* [[Thurweg]]&lt;br /&gt;
* [[Thurfälle]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Walter Salathé (Hrsg.): &#039;&#039;Der Thur auf der Spur&#039;&#039;. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1997.&lt;br /&gt;
* Meinrad Suter: &#039;&#039;Die Thur und das untere Thurtal in den Kantonen Zürich und Thurgau. Die Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart&#039;&#039;. Zürich 2022, ISBN 978-3-033-08967-9.&lt;br /&gt;
* Markus Hostmann: &#039;&#039;Befreite Wasser. Entdeckungsreisen in revitalisierte Flusslandschaften der Schweiz&#039;&#039;. Rotpunktverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-85869-383-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hydrodaten.admin.ch/de/2044.html Hydrologische Daten der Thur bei Andelfingen] beim Bundesamt für Umwelt&lt;br /&gt;
* [https://thur.tg.ch/ Informationsportal zur Thur] des Kantons Thurgau&lt;br /&gt;
* [https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-24 Thurweg] bei SchweizMobil&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008764/2017-03-16/ Thur] im Historischen Lexikon der Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton St. Gallen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toggenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geografie (Kanton Thurgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geografie (Kanton Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebenfluss des Rheins]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Ostschweiz&amp;diff=673</id>
		<title>Ostschweiz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Ostschweiz&amp;diff=673"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:340px; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! Regionales Zentrum&lt;br /&gt;
| [[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Weitere wichtige Städte&lt;br /&gt;
| [[Chur]], [[Schaffhausen]], [[Frauenfeld]], [[Rapperswil-Jona]], [[Wil SG|Wil]], [[Kreuzlingen]], [[Buchs SG|Buchs]], [[Arbon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Landschaftsräume&lt;br /&gt;
| [[Bodensee]], [[Alpstein]], [[Appenzellerland]], [[Toggenburg]], [[St. Galler Rheintal]], [[Linthgebiet]], [[Glarnerland]], [[Klettgau]], [[Bündner Alpen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wichtige Gewässer&lt;br /&gt;
| [[Rhein]], [[Thur]], [[Sitter]], [[Linth]], [[Bodensee]], [[Walensee]], [[Zürichsee]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sprachen&lt;br /&gt;
| vorwiegend [[Deutsche Sprache in der Schweiz|Deutsch]] beziehungsweise [[Schweizerdeutsch]], in Graubünden zusätzlich [[Rätoromanische Sprache|Rätoromanisch]] und [[Italienische Sprache in der Schweiz|Italienisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nachbarstaaten&lt;br /&gt;
| [[Deutschland]], [[Österreich]] und [[Liechtenstein]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Ostschweiz&#039;&#039;&#039; ist eine geografisch, wirtschaftlich und kulturell vielfältige Region im Osten und Nordosten der [[Schweiz]]. Der Begriff besitzt keine einzige, allgemein verbindliche Abgrenzung. Im engeren Alltagsverständnis umfasst die Ostschweiz vor allem die Kantone [[Kanton St. Gallen|St. Gallen]], [[Kanton Thurgau|Thurgau]], [[Appenzell Ausserrhoden]] und [[Appenzell Innerrhoden]]. Je nach Zusammenhang werden auch [[Kanton Schaffhausen|Schaffhausen]], [[Kanton Glarus|Glarus]], Teile des östlichen [[Kanton Schwyz|Kantons Schwyz]], das [[Fürstentum Liechtenstein]] und [[Kanton Graubünden|Graubünden]] dazugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bundesamt für Statistik]] (BFS) fasst Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden und Thurgau zur statistischen &#039;&#039;&#039;Grossregion Ostschweiz&#039;&#039;&#039; zusammen. Diese seit 1997 verbindliche Einteilung dient vor allem schweizerischen und internationalen Vergleichen und entspricht einer Region der europäischen Statistikstufe [[NUTS|NUTS 2]]. Sie ist keine politische Körperschaft und besitzt weder eine eigene Regierung noch ein Parlament.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bfs-grossregion&amp;quot;&amp;gt;Bundesamt für Statistik: [https://www.atlas.bfs.admin.ch/maps/13/de/237_236_235_227/135.html «Die 7 Grossregionen der Schweiz»], Statistischer Atlas der Schweiz, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region reicht in ihrer weitesten Definition von den Reblandschaften des [[Klettgau]]s und dem [[Rheinfall]] über den [[Bodensee]], das Appenzellerland und das St. Galler Rheintal bis in die Hochalpen Graubündens. Sie verbindet dicht besiedelte Agglomerationen mit ländlichen Räumen, international ausgerichtete Industrie mit Landwirtschaft und Tourismus sowie deutschsprachige Gebiete mit der rätoromanischen und italienischsprachigen Schweiz. Durch die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Liechtenstein ist die Ostschweiz besonders stark in grenzüberschreitende Lebens- und Wirtschaftsräume eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Regionsbegriffe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &#039;&#039;Ostschweiz&#039;&#039; entstand nicht aus einer historischen Gebietseinheit. Das Gebiet war über Jahrhunderte in Städte, Länderorte, geistliche Herrschaften, gemeine Herrschaften und zugewandte Orte gegliedert. Auch heute hängt die Abgrenzung vom jeweiligen Zweck ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Verwendung&lt;br /&gt;
! Einbezogene Gebiete&lt;br /&gt;
! Charakter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Statistische Grossregion des BFS&lt;br /&gt;
| Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden und Thurgau&lt;br /&gt;
| Verbindliche Analyseregion für die schweizerische und internationale Statistik; keine politische Einheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ostschweizer Regierungskonferenz&lt;br /&gt;
| Dieselben sieben Kantone; Zürich und Liechtenstein sind assoziierte Mitglieder&lt;br /&gt;
| Plattform für die politische Koordination und die Vertretung regionaler Interessen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ostschweiz Tourismus&lt;br /&gt;
| Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Liechtenstein&lt;br /&gt;
| Touristische Vermarktungs- und Kooperationsregion; Graubünden wird eigenständig vermarktet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Engeres Alltagsverständnis&lt;br /&gt;
| Meist St. Gallen, Thurgau und beide Appenzell; häufig zusätzlich Schaffhausen und Glarus&lt;br /&gt;
| Nicht amtlich festgelegt; abhängig von Sprache, Medien, Verkehr und persönlicher Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die statistische Grossregion umfasst damit auch Graubünden, obwohl der Kanton im Alltag und in den Medien häufig als [[Südostschweiz]] bezeichnet wird. Umgekehrt bestehen enge Beziehungen zum [[Zürcher Oberland]], zu [[Winterthur]], zur [[March (Schwyz)|March]], zum [[Fürstentum Liechtenstein]] und zum österreichischen [[Vorarlberg]], obwohl diese Gebiete nicht zur BFS-Grossregion gehören. Die Grenzen der Ostschweiz sind daher eher Übergangszonen als scharfe Kulturgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ostschweizer Regierungskonferenz]] (ORK) vereinigt die sieben Kantone der statistischen Grossregion. Sie koordiniert gemeinsame Anliegen gegenüber dem Bund und anderen Regionen. Der Kanton Zürich und Liechtenstein wirken als assoziierte Mitglieder mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ork&amp;quot;&amp;gt;Ostschweizer Regierungskonferenz: [https://www.ork-ostschweiz.ch/mitglieder.html «Mitglieder»] und [https://www.ork-ostschweiz.ch/mitglieder/assoziierte-mitglieder.html «Assoziierte Mitglieder»], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben existieren zahlreiche Fachkonferenzen, Zweckverbände und grenzüberschreitende Organisationen mit jeweils eigenen Perimetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftliche Gliederung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ostschweiz weist auf engem Raum aussergewöhnlich unterschiedliche Landschaften auf. Im Norden liegen der [[Klettgau]], der [[Randen]], das untere Rheintal und der westliche Bodenseeraum. Der Kanton Thurgau wird von sanften Hügeln, Flusstälern, Obstkulturen und dem Ufer des Bodensees geprägt. Südlich davon folgen das Fürstenland, das Toggenburg, das Appenzeller Hügelland und das Gebirge des [[Alpstein]]s mit dem 2502 Meter hohen [[Säntis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kanton St. Gallen umschliesst beide Appenzell und verbindet mehrere sehr verschiedenartige Räume. Dazu gehören das Bodenseeufer um [[Rorschach]], das Fürstenland um St. Gallen und [[Gossau SG|Gossau]], das Toggenburg, das St. Galler Rheintal, [[Werdenberg]], [[Sarganserland]], [[See-Gaster]] sowie die Stadtregion [[Rapperswil-Jona]] am oberen Zürichsee. Diese langgestreckte Form macht den Kanton zu einem Bindeglied zwischen Bodensee, Alpenrhein, Walensee und Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden und Südwesten erheben sich die Glarner und Bündner Alpen. Das Glarnerland ist durch das enge Tal der Linth und hohe Gebirgsketten gekennzeichnet. Graubünden umfasst den grössten Teil des schweizerischen Alpenostens mit dem Rheintal um Chur, dem Prättigau, der Landschaft Davos, dem Engadin, dem Münstertal und den italienischsprachigen Südtälern. Aufgrund seiner Grösse, Mehrsprachigkeit und eigenständigen Identität wird Graubünden meistens als eigene Region behandelt, obwohl es statistisch zur Ostschweiz gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer und Pässe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Rhein]] prägt mehrere Teilräume. Bei Schaffhausen bildet er mit dem Rheinfall den bekanntesten Wasserfall der Schweiz. Der Alpenrhein fliesst zwischen Graubünden beziehungsweise St. Gallen und Liechtenstein oder Österreich zum Bodensee. Die [[Thur]] entspringt im Toggenburg, durchquert den Kanton Thurgau und mündet westlich von Schaffhausen in den Rhein. Weitere wichtige Flüsse sind [[Sitter]], [[Linth]], [[Seez]], [[Landquart (Fluss)|Landquart]], [[Plessur]], Vorder- und Hinterrhein sowie der Inn im Engadin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bodensee ist Verkehrsraum, Trinkwasserspeicher, Naturgebiet und touristischer Mittelpunkt zugleich. Walensee und oberer Zürichsee verbinden die östlichen Kantone mit dem Wirtschaftsraum Zürich. Historische Übergänge wie der [[Kunkelspass]], der [[San-Bernardino-Pass]], der [[Splügenpass]], der [[Julierpass]], der [[Albula]] und der [[Berninapass]] stellten Verbindungen nach Süden und innerhalb des Alpenraums her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima und Naturgefahren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima reicht vom gemässigten Bodenseeraum bis zum hochalpinen Klima. Der Bodensee wirkt temperaturausgleichend und begünstigt Obst- und Weinbau. Im Alpstein, im Glarnerland und an den nördlichen Voralpen führen Staulagen zu hohen Niederschlagsmengen. Das Rheintal ist häufig vom [[Föhn]] beeinflusst. In den inneralpinen Tälern Graubündens sind die Verhältnisse teilweise deutlich trockener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Naturgefahren gehören Hochwasser, Rutschungen, Murgänge, Lawinen und Felsstürze. Gewässerkorrektionen und Schutzbauten veränderten die Landschaft stark. Besonders die Regulierung von Alpenrhein, Linth und Thur ermöglichte neue Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen, schuf jedoch zugleich den Bedarf nach Renaturierung und verbessertem Hochwasserschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung und Siedlungsstruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ostschweiz besitzt keine einzelne, den gesamten Raum beherrschende Metropole. Ihr Siedlungssystem ist polyzentrisch. [[St. Gallen]] ist das wichtigste urbane Zentrum des engeren ostschweizerischen Raums und Sitz bedeutender Bildungs-, Kultur-, Verwaltungs- und Gesundheitsinstitutionen. Weitere kantonale und regionale Zentren sind Schaffhausen, Frauenfeld, Chur, Herisau, Appenzell und Glarus sowie Rapperswil-Jona, Wil, Kreuzlingen, Arbon, Romanshorn, Buchs und Altstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen diesen Zentren liegen stark verstädterte Korridore. Dazu gehören das Bodenseeufer, das untere Thurtal, die Achse Wil–St. Gallen–Rorschach, das St. Galler Rheintal und der Raum Rapperswil-Jona. Andere Gebiete sind von Streusiedlungen, Dörfern und kleinen Städten geprägt. In den Alpen konzentriert sich die Bevölkerung auf Talböden und touristische Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zur Agglomeration Zürich beeinflusst besonders Schaffhausen, den westlichen Thurgau, Wil, das Linthgebiet und Rapperswil-Jona. Zahlreiche Menschen pendeln über Kantons- und Staatsgrenzen. Im Rheintal bilden die schweizerischen Gemeinden zusammen mit Liechtenstein und Vorarlberg einen eng verflochtenen Arbeitsmarkt. Ähnliche Beziehungen bestehen rund um den Bodensee mit den deutschen Landkreisen Konstanz, Bodenseekreis und Lindau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen und Konfessionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im grössten Teil der Ostschweiz ist Deutsch die Amts- und Bildungssprache. Im Alltag werden unterschiedliche ostschweizerische Mundarten des [[Schweizerdeutsch]]en gesprochen. Die Dialekte des Bodensee- und Rheingebiets zeigen teilweise Übergänge zum Schwäbischen und Vorarlbergischen. Appenzeller, Toggenburger, St. Galler, Thurgauer, Schaffhauser und Glarner Mundarten besitzen jeweils eigene Lautungen und Wortschätze, wobei die Unterschiede durch Mobilität und Medien abgenommen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graubünden macht die statistische Grossregion dreisprachig. Neben Deutsch werden dort [[Rätoromanische Sprache|Rätoromanisch]] und Italienisch gesprochen. Die fünf rätoromanischen Idiome und die Standardsprache Rumantsch Grischun sind ein bedeutender Teil der schweizerischen Sprachenvielfalt. Italienisch ist vor allem im Misox, Calancatal, Bergell und Puschlav verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konfessionelle Landschaft ist eine Folge der [[Reformation]]. Die Stadt St. Gallen nahm unter [[Joachim Vadian]] die neue Lehre an, während die Fürstabtei katholisch blieb. Schaffhausen wurde reformiert; Glarus, Graubünden und mehrere gemeine Herrschaften entwickelten konfessionell gemischte Verhältnisse. Die Trennung Appenzells in das katholische [[Appenzell Innerrhoden]] und das reformierte [[Appenzell Ausserrhoden]] im Jahr 1597 machte die konfessionelle Teilung auch territorial sichtbar. Der Kanton St. Gallen blieb nach seiner Gründung 1803 konfessionell gemischt. In der Gegenwart haben Konfessionslosigkeit, Zuwanderung und religiöse Vielfalt die traditionellen Grenzen deutlich relativiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühzeit und römische Epoche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit der Steinzeit. Pfahlbausiedlungen an Bodensee und Zürichsee, Siedlungsplätze in Flusstälern und alpine Verkehrswege zeugen von frühen Wirtschafts- und Austauschbeziehungen. In der Römerzeit verteilte sich das Gebiet auf die Provinzen Germania superior und Raetia; im Raum Pfyn verlief eine wichtige Provinzgrenze. Bedeutende römische Orte und Verkehrsplätze bestanden unter anderem bei [[Arbon]] (&#039;&#039;Arbor Felix&#039;&#039;), [[Pfyn]] (&#039;&#039;Ad Fines&#039;&#039;), [[Eschenz]] (&#039;&#039;Tasgetium&#039;&#039;) und [[Chur]] (&#039;&#039;Curia Raetorum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Herrschaft siedelten sich im nördlichen und mittleren Teil verstärkt Alamannen an. In den Bündner Tälern blieb die romanisierte Bevölkerung prägend. Diese unterschiedliche Entwicklung bildet eine historische Grundlage der heutigen Sprachgrenze zwischen deutsch- und rätoromanischsprachigen Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klöster, Städte und Herrschaften im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kloster St. Gallen]] wurde zu einem der wichtigsten geistigen und politischen Zentren des mittelalterlichen Europas. Seine Bibliothek und Schreibschule bewahrten und schufen bedeutende Handschriften. Der heutige [[Stiftsbezirk St. Gallen]] gehört seit 1983 zum UNESCO-Welterbe. Die UNESCO würdigt das Kloster als herausragendes Beispiel eines grossen karolingischen Klosters und als über Jahrhunderte bedeutendes Zentrum von Kunst und Wissen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unesco-stgallen&amp;quot;&amp;gt;UNESCO World Heritage Centre: [https://whc.unesco.org/en/list/268 «Abbey of St Gall»], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Fürstabtei St. Gallen bestimmten das Bistum Chur, die Klöster Reichenau, Disentis und Pfäfers sowie weltliche Adelsgeschlechter die Region. Zu diesen gehörten die Grafen von Toggenburg, die Kyburger und die Habsburger. Städte wie St. Gallen, Schaffhausen, Chur, Rapperswil und Frauenfeld entwickelten sich zu Markt-, Verwaltungs- und Gewerbeorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Annäherung an die Eidgenossenschaft erfolgte schrittweise. Glarus wurde im 14. Jahrhundert eidgenössischer Ort. Die Appenzeller setzten sich in den [[Appenzellerkriege]]n des frühen 15. Jahrhunderts gegen die Herrschaftsansprüche der Fürstabtei und Habsburgs zur Wehr; Appenzell wurde 1513 vollberechtigter Ort. Schaffhausen trat 1501 der Eidgenossenschaft bei. Die Stadt St. Gallen, die Fürstabtei und die Drei Bünde waren zugewandte Orte, während der Thurgau ab 1460 als gemeine Herrschaft von mehreren eidgenössischen Orten verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation verstärkte die politische und kulturelle Zersplitterung. Stadt und Fürstabtei St. Gallen standen einander konfessionell gegenüber. Im Thurgau entstanden zahlreiche paritätische Kirchgemeinden, in denen reformierte und katholische Gläubige dieselbe Kirche nutzten. In Graubünden konnten Gemeinden weitgehend selbst über ihre Konfession entscheiden. Daraus entwickelte sich eine kleinräumige Vielfalt, die wiederholt Konflikte auslöste, aber auch Formen des konfessionellen Zusammenlebens hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich gewann die Herstellung von Leinwand und später Baumwollstoffen an Bedeutung. Kaufleute aus St. Gallen, dem Appenzellerland und dem Thurgau waren in europäische Handelsnetze eingebunden. Heimarbeit verband bäuerliche Haushalte mit städtischen Handelshäusern. Im Alpenraum blieben Viehzucht, Alpwirtschaft, Passverkehr und saisonale Migration wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsbildung und Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Helvetische Republik]] von 1798 beseitigte vorübergehend die alten Herrschaftsverhältnisse. Mit der [[Mediationsakte]] von 1803 entstanden die Kantone St. Gallen, Thurgau und Graubünden in ihrer modernen Form; die ehemaligen Untertanengebiete wurden gleichberechtigte Kantone der Eidgenossenschaft. Glarus, Schaffhausen und die beiden Appenzell wurden wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Ostschweiz zu einem der bedeutendsten Textilräume Europas. Die St. Galler Stickerei, die Appenzeller Handstickerei sowie die Baumwoll- und Maschinenindustrie im Thurgau, Glarnerland und Rheintal beschäftigten zeitweise einen grossen Teil der Bevölkerung. Fabrikbauten, Fabrikantenvillen und dicht bebaute Stickereiquartiere erinnern bis heute an diese Epoche. Die Textilkrise während und nach dem Ersten Weltkrieg führte zu tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eisenbahnbau verband die Region ab der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Zürich, Basel, Süddeutschland, Österreich und den Alpenpässen. Industrie und Gewerbe diversifizierten sich in Maschinenbau, Metallverarbeitung, Nahrungsmittelproduktion, Chemie und später Präzisionstechnik. Der Ausbau des Tourismus erschloss den Alpstein, das Toggenburg, das Glarnerland, Bad Ragaz und die Bündner Ferienorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ostschweiz besitzt ein ausgeprägtes industrielles Profil. Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der Wirtschaft, daneben bestehen international tätige Grossunternehmen. Wichtige Branchen sind Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, Präzisionstechnik, Optik, Sensorik, Medizintechnik, Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau, Kunststoffe, Chemie, Textilien sowie Nahrungsmittelverarbeitung. Das BFS zählt die Ostschweiz zu den schweizerischen Grossregionen mit einem besonders starken Anteil industrieller Beschäftigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesamt für Statistik: [https://www.swissstats.bfs.admin.ch/data/webviewer/appId/ch.admin.bfs.swissstat/article/issue190618441800-01/package «Porträt der Unternehmensgruppen in der Schweiz 2014–2018»], Abschnitt zur regionalen Branchenstruktur, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Textilindustrie ist stark geschrumpft, wirkt aber in spezialisierten Betrieben, im Design und in der St. Galler Stickerei weiter. Hochwertige Ostschweizer Stoffe und Stickereien werden international für Mode und Inneneinrichtung verwendet. Aus dem traditionellen Maschinenbau gingen zahlreiche technologieorientierte Unternehmen hervor. Im Rheintal und im Raum Buchs besteht ein grenzüberschreitender Cluster für Präzisions- und Hochtechnologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienstleistungssektor konzentriert sich in den Städten und regionalen Zentren. St. Gallen ist ein wichtiger Standort für Versicherungen, Verwaltung, Gesundheit, Bildung, Handel und Unternehmensdienstleistungen. Touristische Dienstleistungen sind in den Voralpen, im Sarganserland und besonders in Graubünden von grosser Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft bleibt landschaftsprägend. Im Thurgau dominieren Obstbau, Ackerbau, Gemüsebau und Milchwirtschaft. Schaffhausen, das St. Galler Rheintal und Teile des Bündner Rheintals sind bekannte Weinbaugebiete. Im Appenzellerland, Toggenburg, Glarnerland und in Graubünden stehen Viehzucht, Milchwirtschaft und Alpwirtschaft im Vordergrund. Regional bekannte Erzeugnisse sind [[Appenzeller Käse]], [[St. Galler Bratwurst]], Thurgauer Obstprodukte, Bündner Fleisch, Glarner Schabziger und zahlreiche Alpkäse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung, Forschung und Innovation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Universität St. Gallen]] (HSG) besitzt internationales Ansehen in Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Staatswissenschaften. Sie entwickelte sich aus der 1898 gegründeten Handelsakademie und ist eng mit Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung verbunden. Weitere Hochschul- und Forschungseinrichtungen befinden sich insbesondere in Chur und im Umfeld der kantonalen Spitäler und Forschungszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[OST – Ostschweizer Fachhochschule]] entstand 2020 aus dem Zusammenschluss der früheren Fachhochschulen in St. Gallen, Rapperswil und Buchs. Ihre Standorte verbinden angewandte Forschung mit Industrie, Gesundheit, Sozialer Arbeit, Informatik, Architektur und Technik. Träger sind mehrere Kantone und Liechtenstein.&amp;lt;ref&amp;gt;OST – Ostschweizer Fachhochschule: [https://www.ost.ch/de/die-ost/ «Die OST»], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen die Fachhochschule Graubünden in Chur, die Pädagogischen Hochschulen der Region, Berufsfachschulen und spezialisierte Forschungsinstitute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die duale Berufsbildung besitzt einen hohen Stellenwert. Viele Industriebetriebe bilden Lernende in technischen und gewerblichen Berufen aus. Die Verbindung von Berufslehre, Fachhochschule und betrieblicher Forschung gilt als wichtiger Standortvorteil der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Bahnachsen führen von Zürich über Winterthur nach Frauenfeld, Romanshorn, Kreuzlingen, Schaffhausen und St. Gallen sowie entlang von Zürichsee und Walensee nach Sargans und Chur. Von St. Gallen verlaufen Linien nach Rorschach, ins Rheintal, nach Appenzell und ins Toggenburg. Sargans ist ein zentraler Knoten zwischen Zürich, Chur, Buchs, Liechtenstein und Österreich. Internationale Verbindungen führen nach München, Bregenz, Innsbruck und weiter nach Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalverkehrsnetze wie die [[S-Bahn St. Gallen]], die S-Bahn Schaffhausen und die S-Bahn Bodensee verbinden die Kantone mit den Nachbarregionen. Der Tarifverbund [[Ostwind (Tarifverbund)|OSTWIND]] umfasst grosse Teile der engeren Ostschweiz sowie Liechtenstein und die March. Schifffahrtslinien auf Bodensee, Rhein, Walensee und Zürichsee ergänzen den öffentlichen Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Strassenverkehr sind die [[Autobahn A1|A1]] zwischen Zürich, St. Gallen und St. Margrethen, die [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]] zum Walensee und nach Sargans sowie die [[Autobahn A13 (Schweiz)|A13]] durch das Rheintal und Graubünden entscheidend. Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein bietet regionale Flugverbindungen. Für den internationalen Luftverkehr wird vor allem der [[Flughafen Zürich]] genutzt; im Bodenseeraum spielt auch der Flughafen Friedrichshafen eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Randlage gegenüber den grossen schweizerischen Zentren ist ein wiederkehrendes politisches Thema. Gleichzeitig liegt die Ostschweiz im Zentrum des internationalen Bodenseeraums. Das aktualisierte [[Raumkonzept Schweiz]] hebt diesen grenzüberschreitenden Lebens-, Wirtschafts- und Bildungsraum ausdrücklich hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Kanton St. Gallen: [https://www.sg.ch/news/sgch_allgemein/2026/03/aktualisiertes-raumkonzept-schweiz-staerkt-die-rolle-des-interna.html «Aktualisiertes Raumkonzept Schweiz stärkt die Rolle des internationalen Bodenseeraums»], 30. März 2026, abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ostschweiz grenzt an Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Handel, Arbeitsmarkt, Bildung, Verkehr, Kultur und Freizeit reichen vielfach über die Staatsgrenzen hinaus. Die [[Internationale Bodensee-Konferenz]] bringt Kantone und Länder rund um den Bodensee zusammen. Daneben bestehen Kooperationen im Alpenrheintal, im öffentlichen Verkehr, im Gewässer- und Hochwasserschutz sowie zwischen Hochschulen und Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liechtenstein ist wirtschaftlich und verkehrlich besonders eng mit dem St. Galler Rheintal und Werdenberg verbunden. Das Fürstentum gehört zum schweizerischen Zollgebiet und verwendet den Schweizer Franken. Viele Beschäftigte pendeln täglich über den Rhein. Vorarlberg und die deutsche Bodenseeregion sind ebenfalls wichtige Absatz-, Arbeits- und Freizeiträume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzlage bringt neben Chancen auch Herausforderungen. Unterschiedliche Fahrpläne, Tarife, Rechtsordnungen und Raumplanungen müssen aufeinander abgestimmt werden. Wechselkurse, Verkehrswachstum und der Schutz von Landschaft und Gewässern beeinflussen die Beziehungen. Der Bodensee besitzt keine überall abschliessend festgelegte Staatsgrenze, wird in der Praxis aber gemeinschaftlich und pragmatisch genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Brauchtum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kultur der Ostschweiz verbindet städtische, ländliche und alpine Traditionen. Der Stiftsbezirk und die Stiftsbibliothek prägen St. Gallen als historische Kulturstadt. Das Textilmuseum, Theater und Konzert St. Gallen, das Kunstmuseum St. Gallen, das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen, das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen und zahlreiche regionale Museen dokumentieren die kulturelle Vielfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Bräuchen gehören das [[Silvesterchlausen]] in Appenzell Ausserrhoden, Appenzeller und Toggenburger Sennentraditionen, Alpaufzüge, Viehschauen, Jodel und Streichmusik. In Glarus wird die [[Näfelser Fahrt]] begangen; in Graubünden gehören unter anderem [[Chalandamarz]], romanische Gesangskultur und lokale Fasnachtsbräuche zum kulturellen Erbe. Diese Traditionen sind nicht unverändert überliefert, sondern werden von Vereinen, Tourismus und Bevölkerung laufend neu gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung]] in St. Gallen ist eine der bekanntesten Publikumsmessen der Schweiz. Sie bringt Landwirtschaft, Ernährung, Gewerbe und regionale Identität zusammen. Weitere bedeutende Veranstaltungen sind das OpenAir St. Gallen, die St. Galler Festspiele, das Seenachtfest in Rapperswil, die Schaffhauser Bachfeste und zahlreiche regionale Musik-, Film- und Theateranlässe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tourismus profitiert von der Verbindung aus Seen, historischen Städten, Hügellandschaften und Alpen. Zu den bekanntesten Zielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Rheinfall und die Altstadt von Schaffhausen;&lt;br /&gt;
* der Bodensee mit Stein am Rhein, Kreuzlingen, Romanshorn, Arbon und Rorschach;&lt;br /&gt;
* der UNESCO-Stiftsbezirk und die Altstadt von St. Gallen;&lt;br /&gt;
* das Appenzellerland mit Appenzell, Säntis, Ebenalp und Alpstein;&lt;br /&gt;
* das Toggenburg mit den Churfirsten;&lt;br /&gt;
* Rapperswil-Jona, Walensee, Flumserberg, Pizol und Bad Ragaz;&lt;br /&gt;
* das Glarnerland und die [[Tektonikarena Sardona]];&lt;br /&gt;
* das Bündner Rheintal und die Ferienregionen Graubündens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tektonikarena Sardona]] gehört seit 2008 zum UNESCO-Weltnaturerbe. An der markanten Glarner Hauptüberschiebung sind Prozesse der Gebirgsbildung aussergewöhnlich gut sichtbar. Das Gebiet umfasst Teile der Kantone Glarus, St. Gallen und Graubünden.&amp;lt;ref&amp;gt;UNESCO World Heritage Centre: [https://whc.unesco.org/en/list/1179 «Swiss Tectonic Arena Sardona»], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren touristischen Regionsverständnis wird Graubünden gewöhnlich separat vermarktet. Der Verein Ostschweiz Tourismus umfasst die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau sowie Liechtenstein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ostschweiz Tourismus: [https://ostschweiz.ch/de/verein.html «Netzwerk und Organisation»], abgerufen am 22. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Abgrenzung zeigt erneut, dass der Begriff Ostschweiz je nach Aufgabe unterschiedlich verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Identität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einheitliche ostschweizerische Identität besteht nur begrenzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich häufig zuerst ihrem Kanton, Tal, ihrer Stadt oder historischen Landschaft verbunden. Appenzellerland, Toggenburg, Thurgau, Glarnerland, Schaffhausen, Rheintal und Graubünden besitzen ausgeprägte Eigenbilder. Auch die konfessionelle und sprachliche Vielfalt wirkte lange stärker als ein gemeinsames Regionalbewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch haben Medien, Verkehr, Bildung, Sport, Wirtschaft und politische Zusammenarbeit den Begriff gefestigt. St. Gallen übernimmt viele Zentrumsfunktionen, ohne die übrigen Teilräume vollständig zu dominieren. Gemeinsame Interessen bestehen insbesondere beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, bei Hochschulen und Spitälern, in der Standortförderung und bei der Vertretung gegenüber dem Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ostschweiz wird innerhalb der Schweiz gelegentlich als peripher wahrgenommen, liegt aus europäischer Sicht jedoch in einem zentralen grenzüberschreitenden Raum zwischen Zürich, München, Stuttgart, Innsbruck und Mailand. Diese doppelte Lage – am östlichen Rand der Schweiz und zugleich mitten im Bodensee- und Alpenrheingebiet – gehört zu ihren wichtigsten Merkmalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Grossregionen der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Nordostschweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Südostschweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Bodenseeregion]]&lt;br /&gt;
* [[Appenzellerland]]&lt;br /&gt;
* [[Toggenburg]]&lt;br /&gt;
* [[St. Galler Rheintal]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ernst Bruckmüller und Peter Blickle (Hrsg.): &#039;&#039;Regionen im alten Europa. Die Ostschweiz, Vorarlberg und Schwaben.&#039;&#039; UVK, Konstanz 2000.&lt;br /&gt;
* Peter Röllin: &#039;&#039;Kulturbau Ostschweiz. 10 Einblicke in 50 Jahre Kulturgeschichte.&#039;&#039; VGS, St. Gallen 2005.&lt;br /&gt;
* Walter Schläpfer: &#039;&#039;Wirtschaftsgeschichte des Kantons Appenzell Ausserrhoden bis 1939.&#039;&#039; Appenzell-Ausserrhodische Kantonalbank, Herisau 1984.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Statistik: &#039;&#039;Die Raumgliederungen der Schweiz.&#039;&#039; Neuenburg 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ork-ostschweiz.ch/ Ostschweizer Regierungskonferenz]&lt;br /&gt;
* [https://ostschweiz.ch/ Ostschweiz Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.atlas.bfs.admin.ch/ Statistischer Atlas der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.ibk.ch/ Internationale Bodensee-Konferenz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Ostschweiz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostschweiz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossregion der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Thurgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Schaffhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Glarus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Appenzell Ausserrhoden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Appenzell Innerrhoden)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Unterengstringen&amp;diff=674</id>
		<title>Unterengstringen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Unterengstringen&amp;diff=674"/>
		<updated>2026-07-24T15:26:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Unterengstringen&lt;br /&gt;
|BILD = Kloster Fahr - Unterengstringen IMG 5912.JPG&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Unterengstringen mit dem Kloster Fahr im Vordergrund&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Unterengstringen COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Unterengstringen 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Dietikon&lt;br /&gt;
|BFS = 0249&lt;br /&gt;
|PLZ = 8103&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.414998&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.449727&lt;br /&gt;
|HÖHE = 416&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 3.36&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 4350&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.unterengstringen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterengstringen&#039;&#039;&#039; ist eine [[Politische Gemeinde (Schweiz)|politische Gemeinde]] im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] in der [[Schweiz]]. Sie liegt am rechten Ufer der [[Limmat]] im unteren [[Limmattal]] und gehört zur [[Metropolregion Zürich]]. Die Gemeinde zählte Ende 2025 insgesamt 4&#039;350 Einwohnerinnen und Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.unterengstringen.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde Unterengstringen: &#039;&#039;Gemeinde in Zahlen&#039;&#039;], Stand 31. Dezember 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterengstringen hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts von einem landwirtschaftlich und vom [[Weinbau in der Schweiz|Rebbau]] geprägten Dorf zu einer stadtnahen Wohngemeinde entwickelt. Gleichzeitig blieben am Gubrist, im Hardwald und entlang der Limmat grössere zusammenhängende Natur- und Erholungsräume erhalten. Zu den bedeutendsten kulturhistorischen Orten in der Umgebung gehören die mittelalterliche Stadtwüstung [[Glanzenberg]] und das [[Kloster Fahr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterengstringen befindet sich nordwestlich der Stadt [[Zürich]] an der rechten Seite des Limmattals. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich von der Talebene an der Limmat über den leicht ansteigenden Hang bis zur Südflanke des [[Gubrist]]s und des Altberg-Höhenzugs. Das historische Dorfzentrum liegt hauptsächlich entlang der Dorfstrasse, während sich die jüngeren Wohnquartiere hangaufwärts und in Richtung der Nachbargemeinden ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindefläche beträgt rund 336 Hektaren. Davon werden etwa 28,3 Prozent landwirtschaftlich genutzt, während ungefähr 31 Prozent auf Siedlungsflächen entfallen. Der übrige Teil umfasst insbesondere Wald, Gewässer, Verkehrsflächen und unproduktive Flächen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot; /&amp;gt; Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich auf dem Gubrist auf 615&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M. Der tiefste Punkt liegt am Limmatufer beim Wehr Dietikon auf rund 382&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder am Gubrist und im Hard bilden wichtige Naherholungsgebiete. Im südlichen Gemeindegebiet setzt sich der Landschaftsraum entlang der Limmat aus Waldflächen, Landwirtschaftsland, Uferwegen und den Besitzungen des Klosters Fahr zusammen. Der Fluss und seine ehemaligen Seitenarme haben die Siedlungs- und Verkehrsgeschichte des Gebiets wesentlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind [[Dietikon]], [[Schlieren]], [[Oberengstringen]], [[Weiningen ZH|Weiningen]] und [[Regensdorf]]. Innerhalb des Zürcher Gemeindegebiets liegt das Areal des Klosters Fahr. Dieses gehört politisch jedoch nicht zu Unterengstringen, sondern bildet eine Exklave der aargauischen Gemeinde [[Würenlos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühzeit und Namensherkunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus dem Hardwald und aus dem Gebiet beim Kloster Fahr weisen darauf hin, dass das heutige Gemeindegebiet bereits während der Bronze- und Eisenzeit begangen und zeitweise besiedelt war. Grabfunde belegen die Bedeutung einer alten Furt durch die Limmat, die vermutlich Teil einer überregionalen Nord-Süd-Verbindung war. Aus römischer Zeit sind auf Unterengstringer Gemeindegebiet bisher keine eindeutigen Siedlungsfunde bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Fuss des Sparrenbergs wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld entdeckt, das mit einer alemannischen Siedlung des 6. Jahrhunderts in Verbindung gebracht wird. Der Ortsname erscheint im Jahr 870 als &#039;&#039;Enstelingon&#039;&#039;. Die Bezeichnung &#039;&#039;Nitern Enstringen&#039;&#039;, mit der das untere Engstringen vom höher gelegenen [[Oberengstringen]] unterschieden wurde, ist zwischen 1265 und 1287 belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;Martin Illi: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000167/ &#039;&#039;Unterengstringen&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name wird auf eine alemannische Personensippe zurückgeführt und bezeichnete ursprünglich die Siedlung der Angehörigen oder Nachkommen eines Mannes namens &#039;&#039;Enstilo&#039;&#039; oder &#039;&#039;Anstilo&#039;&#039;. Die mundartlichen Formen lauten unter anderem &#039;&#039;Underäischtrige&#039;&#039; und &#039;&#039;Underäischtringe&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Fahr und Glanzenberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1130 übergab der Freiherr Lütold von Regensberg dem [[Kloster Einsiedeln]] das Gut Fahr. Mit der Stiftung war die Verpflichtung verbunden, dort ein Frauenkloster einzurichten. Aus dieser Niederlassung entwickelte sich das bis heute bestehende Benediktinerinnenkloster Fahr. Zum mittelalterlichen Gut gehörten eine Kapelle, Weinberge, landwirtschaftliche Flächen und vermutlich eine Fähre über die Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiherren von Regensberg liessen in der Mitte des 13. Jahrhunderts an der Limmat die Burg und das Städtchen Glanzenberg errichten. Die Stadtgründung sollte einen eigenen Flussübergang sichern und den Fernverkehr durch regensbergisches Herrschaftsgebiet leiten. Glanzenberg wurde 1257 erstmals erwähnt und 1259 als &#039;&#039;oppidum&#039;&#039;, also als befestigter städtischer Ort, bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtanlage wurde offenbar nicht vollständig fertiggestellt und später aufgegeben. In der älteren Geschichtsschreibung wurde ihr Ende häufig mit der Regensberger Fehde von 1267 und einer Zerstörung durch Zürich und dessen Verbündete erklärt. Archäologische Untersuchungen erbrachten jedoch keine zweifelsfreien Belege für eine vollständige gewaltsame Zerstörung. Teile der Anlage blieben wahrscheinlich bis ins 14. Jahrhundert bewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007822/ Heinrich Boxler: &#039;&#039;Glanzenberg&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind von Glanzenberg Abschnitte der Ring- und Stadtmauer, Gräben sowie weitere Geländespuren erhalten. Die Burgstelle und die Stadtwüstung zählen zu den bedeutenden mittelalterlichen Bodendenkmälern des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichtsherrschaft und dörfliche Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterengstringen war während des Mittelalters und der frühen Neuzeit Teil der Gerichtsherrschaft Weiningen. Die Vogtei über Fahr, Weiningen, Ober- und Unterengstringen sowie Geroldswil gelangte nach mehreren Besitzerwechseln 1435 an die Familie Meyer von Knonau. Diese übte die Gerichtsherrschaft bis zum Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dem heiligen Michael geweihte Kapelle in Unterengstringen ist 1324 urkundlich belegt. Ihr genauer Standort ist heute nicht mehr bekannt. Wahrscheinlich wurde sie während oder nach der [[Reformation in der Schweiz|Reformation]] profaniert. Kirchlich gehört die reformierte Bevölkerung traditionell zur Kirchgemeinde Weiningen, während die katholische Bevölkerung lange von Oberengstringen aus betreut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Fahr besass eine 1330 erwähnte Mühle in Unterengstringen. Diese verschwand vermutlich um 1500. Landwirtschaft, Viehhaltung, Waldnutzung und Rebbau bildeten über Jahrhunderte die wirtschaftliche Grundlage des kleinen Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterengstringen als Kriegsschauplatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Limmatübergänge war die Gegend wiederholt von militärischen Ereignissen betroffen. Während des [[Zweiter Villmergerkrieg|Zweiten Villmergerkriegs]] wurde 1712 bei der Chräuelfurt eine provisorische Schiffsbrücke errichtet. Auf der Unterengstringer Seite befand sich ein befestigter Brückenkopf. Wegen der ungenügenden Zufahrtswege verlor die Verbindung bald wieder ihre Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders wichtige Rolle spielte das Gemeindegebiet während der [[Zweite Schlacht von Zürich|Zweiten Schlacht von Zürich]] im Jahr 1799. Russische Truppen hatten am rechten Limmatufer Stellungen bezogen. Am Morgen des 25. September überquerten französische Einheiten unter General [[André Masséna]] die Limmat im Raum Dietikon und Unterengstringen. Der erfolgreiche Übergang leitete den französischen Angriff gegen die russische Armee ein und trug entscheidend zu deren Niederlage bei. An diese Ereignisse erinnern die Franzosenschanzen und ein Russendenkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Bauerndorf zur Agglomerationsgemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Unterengstringen ein kleines und vergleichsweise armes Bauerndorf. Viele Kleinbauern betrieben neben Landwirtschaft und Weinbau ein zusätzliches Handwerk. Der historische Baubestand entlang der Dorfstrasse entstand zu einem grossen Teil im 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1890 nahm eine Schaumweinfabrikation den Betrieb auf. Sie gehörte zu den ersten grösseren Gewerbebetrieben der Gemeinde. Von 1901 bis 1931 verband eine Linie der Limmattal-Strassenbahn Schlieren über Unterengstringen mit Weiningen. Die erhoffte starke bauliche Entwicklung setzte zunächst jedoch nicht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dauerhafte Strassenbrücke über die Limmat und die Einbindung in das städtische Busnetz verbesserten ab den 1930er-Jahren die Verkehrsverhältnisse. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine intensive Bautätigkeit. Neue Wohnquartiere entstanden zwischen dem alten Dorf, der Zürcherstrasse und dem Grüngürtel am Gubrist. Die Nähe zu Zürich und zu den Arbeitsplätzen des Limmattals führte zu einem starken Bevölkerungswachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterengstringen zählte 1634 lediglich 96 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch im 19. Jahrhundert nahm die Bevölkerung nur langsam zu. Das starke Wachstum begann vor allem nach 1950 und setzte sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634&lt;br /&gt;
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| 2020&lt;br /&gt;
| 3&#039;982&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| 4&#039;350&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historischen Zahlen bis 1764 beruhen auf Angaben des Historischen Lexikons der Schweiz, die neueren Werte auf eidgenössischen und kantonalen Bevölkerungsstatistiken sowie auf der Einwohnerstatistik der Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten in Unterengstringen 3&#039;174 Schweizer Staatsangehörige und 1&#039;176 ausländische Staatsangehörige. Die Gemeinde verzeichnete 1&#039;904 Haushalte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot; /&amp;gt; Die Bevölkerungsstruktur ist heute durch die Lage innerhalb der international geprägten Agglomeration Zürich bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Wirtschaft Unterengstringens beruhte auf Landwirtschaft, Viehzucht, Weinbau und der Nutzung der umliegenden Wälder. Die zunehmende Industrialisierung des Limmattals und die besseren Verkehrsverbindungen veränderten die Erwerbsstruktur im 20. Jahrhundert grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Unterengstringen in erster Linie eine Wohngemeinde. Ein grosser Teil der erwerbstätigen Bevölkerung pendelt nach Zürich, Dietikon, Schlieren oder in andere Gemeinden der Agglomeration. Daneben bestehen lokale Gewerbe-, Handels-, Bau- und Dienstleistungsbetriebe. Einige Unternehmen befinden sich in der Talebene nahe der Limmat und der überregionalen Verkehrsachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden in Unterengstringen 253 Betriebe mit insgesamt 1&#039;048 Beschäftigten gezählt. Davon arbeiteten 13 Personen im primären, 296 im sekundären und 739 im tertiären Wirtschaftssektor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahlen&amp;quot; /&amp;gt; Damit entfällt der grösste Teil der lokalen Arbeitsplätze auf Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterengstringen ist als politische Gemeinde nach dem Gemeinderecht des Kantons Zürich organisiert. Die Stimmberechtigten entscheiden an der [[Gemeindeversammlung]] oder bei Urnenabstimmungen über wichtige Sachgeschäfte. Der Gemeinderat bildet die ausführende Behörde und bereitet die Geschäfte der Gemeindeversammlung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2018 bilden die politische Gemeinde und die frühere Primarschulgemeinde eine Einheitsgemeinde. Die schulischen Angelegenheiten werden innerhalb dieser Organisation von der Primarschulpflege geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unterengstringen.ch/gemeinderat Gemeinde Unterengstringen: &#039;&#039;Gemeinderat Unterengstringen&#039;&#039;], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindepräsident ist Marcel Balmer von der [[Schweizerische Volkspartei|SVP]]. Er wurde für die Amtsdauer 2026 bis 2030 wiedergewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unterengstringen.ch/aktuelles/2926828 Gemeinde Unterengstringen: &#039;&#039;Konstituierung des Gemeinderats für die Legislatur 2026–2030&#039;&#039;], 7. Juli 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Dorfstrasse 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde führt Kindergärten und die Primarschule auf dem Schulareal Büel. Zur Anlage gehören mehrere Schulgebäude, Sportanlagen, Betreuungsangebote, die Gemeindebibliothek und weitere öffentliche Räume. Die erste Etappe der Schulanlage Büel wurde 1951 eröffnet und später mehrfach erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Bildung der Einheitsgemeinde ist die Primarschule organisatorisch Teil der politischen Gemeinde. Die Jugendlichen der Sekundarstufe besuchen die Oberstufenschule in Weiningen. Unterengstringen bildet gemeinsam mit Weiningen, [[Geroldswil]] und [[Oetwil an der Limmat]] eine Oberstufenkreisschulgemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unterengstringen.ch/bildung/25163 Gemeinde Unterengstringen: &#039;&#039;Oberstufenschule&#039;&#039;], abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterengstringen besitzt keinen eigenen Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in [[Schlieren]] und wird von mehreren Linien der [[S-Bahn Zürich]] bedient. Weitere Bahnanschlüsse bestehen am [[Bahnhof Zürich Altstetten]] und in Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum der Gemeinde wird durch Buslinien des [[Zürcher Verkehrsverbund]]s erschlossen. Die Linie 89 verbindet die Haltestelle Sennenbüel über Zürich-Höngg und den Bahnhof Altstetten mit Sihlcity. Die Linie 302 führt von Geroldswil über Unterengstringen und Schlieren zum Bahnhof Urdorf Weihermatt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://online.fahrplaninfo.zvv.ch/frame_hst3.php?hstNr=2751&amp;amp;lang=de Zürcher Verkehrsverbund: &#039;&#039;Haltestellenfahrplan Unterengstringen, Sennenbüel N&#039;&#039;], Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das regionale Strassennetz ist die Gemeinde mit Zürich, Schlieren, Dietikon und den übrigen Orten des rechten Limmattals verbunden. Die nahe Autobahn [[Autobahn A1|A1]] gewährleistet den Anschluss an das schweizerische Nationalstrassennetz. Entlang der Limmat verlaufen regionale Wander- und Velowege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Fahr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kloster Fahr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Fahr ist ein Benediktinerinnenkloster am Ufer der Limmat. Es wurde 1130 gegründet und steht in enger historischer Verbindung mit dem Kloster Einsiedeln. Die heutige Klosteranlage umfasst die Kirche, Konventgebäude, Wirtschaftsgebäude, Gärten und Rebberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das Kloster vollständig vom Gebiet des Kantons Zürich umgeben ist, gehört es zur Gemeinde Würenlos und damit zum [[Kanton Aargau]]. Das Kloster ist ein religiöses und kulturelles Zentrum und bildet gemeinsam mit der umgebenden Landschaft ein beliebtes Ausflugsziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glanzenberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Glanzenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich des Dorfes befinden sich die Überreste der mittelalterlichen Burg und des Städtchens Glanzenberg. Sichtbar sind Teile der Befestigungsmauern, Gräben und Geländestrukturen. Die Anlage vermittelt einen Eindruck von den territorialen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen des 13. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt in der Limmataue und ist über Spazier- und Velowege erreichbar. Sie gehört zu den archäologisch bedeutendsten mittelalterlichen Stadtwüstungen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Franzosenschanzen und Russendenkmal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Landschaftsraum zwischen dem Kloster Fahr und dem Hardwald sind Spuren der militärischen Stellungen von 1799 erhalten. Die sogenannten Franzosenschanzen erinnern an den französischen Limmatübergang während der Zweiten Schlacht von Zürich. Ein Russendenkmal gedenkt der gefallenen russischen Soldaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern und Ortsmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Dorfstrasse sind mehrere ältere Bauern- und Wohnhäuser erhalten. Sie dokumentieren den Wandel vom bäuerlichen Dorf zur Agglomerationsgemeinde. Das Ortsmuseum sammelt Gegenstände, Fotografien und Dokumente zur lokalen Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ortsgeschichteweg verbindet verschiedene historische Stätten. Er führt unter anderem zu vorgeschichtlichen Fundstellen, zum Kloster Fahr, nach Glanzenberg, zu den Schauplätzen der Ereignisse von 1799 und durch den alten Dorfkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Rot eine silberne Pflugschar vor einem silbernen Rebmesser mit goldenem Griff.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflugschar und das Rebmesser erinnern an die Landwirtschaft und den Weinbau, die das wirtschaftliche Leben Unterengstringens über viele Jahrhunderte prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band IX: Der Bezirk Dietikon. Unterengstringen.&#039;&#039; Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 88. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8, S. 295–337.&lt;br /&gt;
* Jakob Meier: &#039;&#039;Das Dörfchen Unterengstringen. Das Dörfchen vor 100 Jahren.&#039;&#039; Gemeinderat Unterengstringen, Unterengstringen 2010.&lt;br /&gt;
* Walter Drack: &#039;&#039;Glanzenberg. Burg und Stadt.&#039;&#039; Schweizerische Kunstführer, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.unterengstringen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Unterengstringen]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000167/ Unterengstringen im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Unterengstringen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Limmat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 870]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<title>Frauenfeld</title>
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		<updated>2026-07-24T15:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:22em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.7em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Frauenfeld&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Frauenfeld COA.svg|110px|Wappen von Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Kanton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Thurgau|Thurgau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Bezirk&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bezirk Frauenfeld|Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | BFS-Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 4566&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Postleitzahl&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 8500–8503&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Koordinaten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 47° 33′ 22″ N, 8° 53′ 53″ O&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Höhe&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 417 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Fläche&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 27,43 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | 26&#039;919 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2025)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Einwohnerdichte&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | rund 981 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Stadtpräsident&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Claudio Bernold (FDP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left; vertical-align:top;&amp;quot; | Website&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [https://www.frauenfeld.ch/ frauenfeld.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Frauenfeld&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Kanton Thurgau]] in der [[Schweiz]]. Sie ist Hauptort des Kantons sowie Verwaltungssitz des gleichnamigen [[Bezirk Frauenfeld|Bezirks Frauenfeld]]. Die Stadt liegt an der [[Murg (Thur)|Murg]] wenige Kilometer vor deren Mündung in die [[Thur]] und bildet das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des westlichen Thurgaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld entstand im 13. Jahrhundert als befestigte Siedlung bei einer Burg und wurde 1246 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Eroberung des Thurgaus durch die Eidgenossen im Jahr 1460 entwickelte sich die Stadt zum Verwaltungszentrum der gemeinen Herrschaft Thurgau. Von 1712 bis zum Ende der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]] war Frauenfeld ein regelmässiger Tagungsort der [[Tagsatzung]]. Seit der Verselbständigung des Thurgaus 1798 ist die Stadt Kantonshauptort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 26&#039;919 Menschen in Frauenfeld. Mit einer Fläche von 27,43 Quadratkilometern ist Frauenfeld nach der Einwohnerzahl die grösste Stadt des Kantons Thurgau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/portraet/zahlen-fakten.html/126 |titel=Zahlen und Fakten |hrsg=Stadt Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Zentrum mit Schloss, Rathaus, Kirchen, Gesandtschaftshäusern und Bürgerhäusern besitzt ein geschlossenes kleinstädtisches Erscheinungsbild. Ausserhalb der Altstadt prägen Wohnquartiere, Verwaltungsgebäude, Industrieareale, ehemalige Fabrikanlagen und weitläufige Grünräume das Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld liegt im westlichen Teil des Kantons Thurgau nahe der Grenze zum [[Kanton Zürich]]. Die Altstadt befindet sich beidseits der Murg in einem Übergangsgebiet zwischen dem breiten Thurtal und den südlich ansteigenden Hügelzügen des [[Hinterthurgau]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum liegt auf rund 417 Metern über Meer. Der tiefste Bereich des Gemeindegebiets befindet sich im Norden in der Ebene der Thur. Gegen Süden und Südosten steigt das Gelände deutlich an. Die höchsten Punkte liegen in den bewaldeten Hügelgebieten bei Herten, Huben und Gerlikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Murg durchquert das Stadtgebiet von Süden nach Norden. Ihr Lauf und die davon abgeleiteten Gewerbekanäle waren für die mittelalterliche Stadtentwicklung und die spätere Industrialisierung von grosser Bedeutung. Nördlich der Stadt fliesst die Murg in die Thur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld grenzt an die Thurgauer Gemeinden [[Aadorf]], [[Felben-Wellhausen]], [[Gachnang]], [[Matzingen]], [[Thundorf TG|Thundorf]], [[Uesslingen-Buch]] und [[Warth-Weiningen]]. Im Westen bestehen Grenzen zu Gemeinden des Kantons Zürich, darunter [[Ellikon an der Thur]], [[Hagenbuch ZH|Hagenbuch]] und [[Wiesendangen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgebiet und Quartiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Stadtgebiet umfasst neben der historischen Kernstadt mehrere ehemalige Dörfer und ländliche Siedlungen. Die Stadt wird in acht grössere Quartiergebiete gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erzenholz-Horgenbach;&lt;br /&gt;
* Ergaten-Talbach;&lt;br /&gt;
* Gerlikon;&lt;br /&gt;
* Herten-Bannhalde;&lt;br /&gt;
* Huben;&lt;br /&gt;
* Kurzdorf;&lt;br /&gt;
* Langdorf;&lt;br /&gt;
* Vorstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quartiere unterscheiden sich deutlich in ihrer Siedlungsstruktur. Während die Vorstadt und die zentrumsnahen Gebiete dicht bebaut sind, besitzen Herten, Huben, Horgenbach und Gerlikon teilweise einen dörflichen Charakter. Zwischen den Siedlungsgebieten liegen Landwirtschaftsflächen, Wälder und kleinere Naturräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurden die damaligen Ortsgemeinden Frauenfeld, Herten, Horgenbach, Huben, Kurzdorf und Langdorf zur Einheitsgemeinde Frauenfeld zusammengeschlossen. Seit dem 1. Januar 1998 gehören auch Gerlikon, Zelgli und Schönenhof zur Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/portraet/geschichte/eckdaten.html/103 |titel=Eckdaten zur Geschichte Frauenfelds |hrsg=Stadt Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft und Naherholung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz ihrer Funktion als Kantons- und Regionalzentrum besitzt die Gemeinde einen hohen Anteil an Wald-, Landwirtschafts- und Grünflächen. Zu den bedeutenden Naherholungsgebieten gehören die Grosse und die Kleine Allmend, das Murgufer, der Murg-Auen-Park sowie die Wälder und Höhenzüge südlich der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Ausflugsziel ist der &#039;&#039;&#039;Stählibuck&#039;&#039;&#039; südöstlich des Zentrums. Auf seiner Höhe steht ein Aussichtsturm, von dem sich bei guter Sicht ein Panorama über das Thurtal, den Seerücken, die Voralpen und Teile der Alpen eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thurauen nördlich der Stadt sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Sie dienen zugleich dem Hochwasserschutz und der Naherholung. Die Murg wurde innerhalb des Siedlungsgebiets abschnittsweise aufgewertet und stärker in den öffentlichen Stadtraum einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist 1246 erstmals in der Form &#039;&#039;&#039;Vrowinfelt&#039;&#039;&#039; belegt. Er bedeutet «Feld der Frau». Mit der Frau war ursprünglich wahrscheinlich die Gottesmutter Maria gemeint. Das Gebiet gehörte im Frühmittelalter dem [[Kloster Reichenau]], dessen Hauptkirche Maria geweiht war. Frauenfeld entstand demnach auf einem Feld, das rechtlich und symbolisch der Schutzpatronin des Klosters zugerechnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtwappen zeigt auf weissem Grund einen steigenden roten Löwen, der von einer rot gekleideten Frau an einer goldenen Kette geführt wird. Hautpartien, einzelne Verzierungen und die Kette erscheinen in Gold beziehungsweise Gelb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Löwe wird meist mit der habsburgischen Herrschaft in Verbindung gebracht. Die weibliche Figur verweist vermutlich auf Maria und damit auf den Namen der Stadt sowie auf das Kloster Reichenau. Das Motiv ist bereits auf mittelalterlichen Siegeln und Bannern überliefert. Die heutige Form des Gemeindewappens wurde 1943 amtlich festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/portraet/geschichte/name-und-wappen.html/102 |titel=Name und Wappen der Stadt |hrsg=Stadt Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und Erchingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Frauenfelds war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Archäologische Funde stammen unter anderem aus der [[Latènezeit]]. Während der römischen Epoche führte eine wichtige Strassenverbindung von [[Vitudurum]], dem heutigen Oberwinterthur, über das Gebiet von Frauenfeld nach [[Pfyn]], dem römischen &#039;&#039;Ad Fines&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich von Thalbach und Oberkirch wurden Reste römischer Gutshöfe entdeckt. Nach dem Ende der römischen Herrschaft entwickelten sich frühmittelalterliche Siedlungen. Eine besondere Bedeutung besass Erchingen, das im 9. Jahrhundert als Königshof, Kirche und Gerichtsstätte nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erchingen wurde 853 oder 854 erstmals in Urkunden des [[Fürstabtei St. Gallen|Klosters St. Gallen]] erwähnt. König Arnulf bestätigte 888 und 889 die Übertragung des Hofs an das Kloster Reichenau. Zur Anlage gehörte bereits eine Kirche, deren Nachfolgerin die heutige Oberkirche ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der Stadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bergfried des heutigen [[Schloss Frauenfeld|Schlosses Frauenfeld]] wurde um 1230 errichtet. Seine Lage über einem Übergang der Murg erlaubte die Kontrolle eines regionalen Verkehrswegs. Neben der Burg entstand im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts eine befestigte Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. August 1246 erschien ein «B. de Vrowinfelt» als Zeuge in einer Zürcher Urkunde. Dies gilt als erste schriftliche Erwähnung des Stadtnamens. In einer Urkunde von 1286 wurde Frauenfeld erstmals ausdrücklich als Stadt bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung erfolgte auf Grundbesitz des Klosters Reichenau. Die Vogteirechte lagen zunächst bei den [[Grafen von Kyburg]] und gingen nach deren Aussterben 1264 an die [[Habsburg]]er über. Die Stadt erhielt eigene Organe, Markt- und Gerichtsrechte. Ein dreiköpfiger Rat ist 1312 belegt, die erste bekannte Stadtverfassung stammt von 1331.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld bestand aus einer kleinen, von Mauern und Gräben umgebenen Kernstadt. Tore führten zu den regionalen Verkehrswegen. Die Murg und mehrere Gewerbekanäle versorgten Mühlen, Werkstätten und andere Betriebe mit Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsstadt und österreichische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ächtung Herzog Friedrichs IV. von Österreich während des [[Konzil von Konstanz|Konstanzer Konzils]] löste sich Frauenfeld zeitweise aus der habsburgischen Herrschaft. Von 1415 bis 1442 besass die Stadt den Status einer Reichsstadt und stand unter dem Schutz eines Reichslandvogts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschliessend fiel Frauenfeld nochmals an Österreich. Die Stadt blieb jedoch klein und war wirtschaftlich stark von ihrem ländlichen Umland abhängig. Landwirtschaft, Weinbau, Handwerk und regionaler Handel bildeten die wichtigsten Lebensgrundlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter eidgenössischer Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1460 eroberten mehrere eidgenössische Orte den Thurgau. Frauenfeld wurde Teil der gemeinsam verwalteten [[Gemeine Herrschaft|gemeinen Herrschaft]] Thurgau. Die Eidgenossen bestätigten der Stadt ihre bestehenden Rechte und Freiheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer zentralen Lage und ihrer Verwaltungstradition wurde Frauenfeld schrittweise zum politischen Mittelpunkt der Landgrafschaft. Um 1500 fanden erstmals eidgenössische Tagsatzungen in der Stadt statt. Der eidgenössische Landvogt residierte zunächst an verschiedenen Orten und bezog 1532 das Schloss Frauenfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1529 setzte sich in Frauenfeld die [[Reformation]] durch. Die konfessionellen Spannungen zwischen reformierten und katholischen Einwohnern führten zu einer besonderen Form der kirchlichen Parität. 1558 wurden die Rechte und die gemeinsame Nutzung kirchlicher Einrichtungen zwischen den Konfessionen geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1712 bis 1798 tagte die eidgenössische Tagsatzung regelmässig in Frauenfeld. Gesandte der eidgenössischen Orte wohnten in repräsentativen Häusern, von denen mehrere erhalten sind. Die Funktion als Tagsatzungsort erhöhte das politische Ansehen der Stadt und prägte ihr bauliches Erscheinungsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbrände und Wiederaufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Juli 1771 zerstörte ein grosser Brand die östliche Hälfte der Altstadt. Zahlreiche Wohnhäuser, Werkstätten und öffentliche Gebäude gingen verloren. 62 Familien wurden obdachlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Stadtbrand verwüstete 1788 grosse Teile der westlichen Altstadt. Dabei brannten unter anderem das Rathaus, das evangelische Schulhaus und mehr als 30 Wohnhäuser nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wiederaufbau erfolgte nach geordneten Plänen. Viele Gebäude erhielten barocke und frühklassizistische Fassaden. Das heutige Rathaus wurde zwischen 1791 und 1793 errichtet. Sein repräsentativer Saal diente der Tagsatzung und wird heute unter anderem vom [[Grosser Rat des Kantons Thurgau|Grossen Rat des Kantons Thurgau]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonshauptort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft wurde der Thurgau 1798 zu einem selbständigen Kanton der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]]. Frauenfeld wurde zu dessen Hauptort bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Mediationsakte von 1803 blieb Frauenfeld Sitz der kantonalen Behörden. Die Wahl war nicht unumstritten, da auch das zentraler im Kanton gelegene [[Weinfelden]] Ansprüche auf die Hauptortfunktion erhob. Frauenfeld behauptete sich jedoch als politisches Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1804 und 1846 wurden die Stadttore, grosse Teile der Befestigung und mehrere Mauerabschnitte abgebrochen. Die Stadtgräben wurden aufgefüllt und in Promenaden sowie Strassen umgewandelt. Dadurch konnte sich die Bebauung über den mittelalterlichen Stadtkern hinaus ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805 eröffnete der Textilunternehmer Bernhard Greuter am rechtsufrigen Murgkanal eine Niederlassung. Dieser Betrieb gilt als Ausgangspunkt der modernen Industrialisierung Frauenfelds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstanden Unternehmen der Textil-, Leder-, Nahrungsmittel-, Metall- und chemischen Industrie. Viele Fabriken nutzten die Wasserkraft der Murgkanäle. Industrieanlagen entwickelten sich insbesondere im Gebiet der Walzmühle, des Eisenwerks und entlang der Bahnlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn im Jahr 1855 verbesserte die Verkehrsverbindungen erheblich. 1863 wurden die Kaserne und der Artillerie-Waffenplatz eröffnet. Seit 1887 verbindet die Frauenfeld-Wil-Bahn die Stadt mit [[Wil SG|Wil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld entwickelte sich zu einem wichtigen Industrie-, Verwaltungs- und Bildungsstandort. Die Bevölkerung wuchs, und ausserhalb der Altstadt entstanden neue Wohnquartiere, öffentliche Bauten und Verkehrsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurden die Stadt und die umliegenden Ortsgemeinden Frauenfeld, Herten, Horgenbach, Huben, Kurzdorf und Langdorf zur Einheitsgemeinde zusammengeschlossen. Damit entstand die Grundlage des heutigen ausgedehnten Stadtgebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wählte Frauenfeld erstmals ein 40 Mitglieder umfassendes Gemeindeparlament. Der Plättli Zoo wurde 1958 eröffnet, der Stadtbus nahm 1981 den Betrieb auf. Das ehemalige Industrieareal Eisenwerk wurde ab den 1980er-Jahren zu einem Wohn-, Gewerbe- und Kulturzentrum umgenutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1998 wurden Gerlikon, Zelgli und Schönenhof eingemeindet. 1999 wurde der neu gestaltete Bahnhof eröffnet. Nach dem Abzug der Artillerie im Jahr 2007 veränderte sich die militärische Nutzung des Waffenplatzes, der als Ausbildungs- und Infrastrukturstandort der Schweizer Armee weiterhin Bedeutung besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten entstanden neue Wohngebiete, Dienstleistungsbetriebe und öffentliche Anlagen. Frühere Industriekomplexe wie Walzmühle und Eisenwerk wurden teilweise zu Wohn-, Arbeits- und Kulturarealen umgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/portraet/geschichte/geschichte.html/104 |titel=Geschichte Frauenfelds |hrsg=Stadt Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld blieb bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts eine kleine Landstadt. Die Industrialisierung, die Funktion als Kantonshauptort und der Ausbau der Verkehrswege führten zu einem kontinuierlichen Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonders deutlichen Bevölkerungszuwachs erlebte die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Neue Wohnquartiere entstanden vor allem im Langdorf, im Kurzdorf, in Ergaten-Talbach, Huben und Herten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 lebten 26&#039;919 Personen in Frauenfeld. Davon besassen 19&#039;610 die schweizerische und 7&#039;309 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Bevölkerung ist sprachlich, kulturell und religiös vielfältig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher dominierenden reformierten und römisch-katholischen Landeskirchen umfassen heute zusammen etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Ein wachsender Teil gehört einer anderen Religionsgemeinschaft oder keiner Landeskirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld besitzt als eine der grösseren Gemeinden des Kantons Thurgau ein Gemeindeparlament. Die politischen Organe sind der Gemeinderat als Legislative und der Stadtrat als Exekutive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Gemeinderat&#039;&#039;&#039; besteht aus 40 Mitgliedern und wird im Verhältniswahlverfahren gewählt. Er berät das Budget, städtische Reglemente, Bau- und Sachkredite sowie weitere kommunale Geschäfte. Bestimmte Beschlüsse unterstehen dem fakultativen oder obligatorischen Referendum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Parlament sind mehrere Parteien und lokale Gruppierungen vertreten. Die Ratsmitglieder bilden Fraktionen und arbeiten in ständigen sowie besonderen Kommissionen. Die Sitzungen finden in der Regel im Rathaus statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/politik-verwaltung/politik/gemeinderat.html/522 |titel=Gemeinderat |hrsg=Stadt Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Stadtrat&#039;&#039;&#039; bildet die fünfköpfige Exekutive. Seine Mitglieder werden von den Stimmberechtigten gewählt und führen jeweils ein Departement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juni 2025 ist Claudio Bernold von der [[FDP.Die Liberalen|FDP]] Stadtpräsident. Zum Stadtrat gehören ausserdem Barbara Dätwyler Weber, Andrea Hofmann Kolb, Stefan Leuthold und Regine Siegenthaler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/politik-verwaltung/politik/stadtrat.html/521 |titel=Stadtrat |hrsg=Stadt Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kantonshauptort beherbergt Frauenfeld die Regierung, einen Teil der kantonalen Verwaltung und das Kantonsparlament. Der Grosse Rat tagt im Rathaus. Weitere kantonale Dienststellen befinden sich in verschiedenen Gebäuden innerhalb und ausserhalb des historischen Zentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld ist das wichtigste Arbeitsplatzzentrum des westlichen Thurgaus. Die Wirtschaftsstruktur umfasst öffentliche Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung, Industrie, Gewerbe, Handel, Logistik und weitere Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion als Kantonshauptort sorgt für zahlreiche Arbeitsplätze in Verwaltung, Justiz und kantonsnahen Betrieben. Mit dem Kantonsspital Frauenfeld verfügt die Stadt über einen bedeutenden Gesundheitsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrie konzentriert sich vor allem auf Gebiete entlang der Bahnlinie, der Zürcherstrasse und im Norden der Stadt. Bedeutende Branchen sind Maschinenbau, Metallverarbeitung, Nahrungsmittelproduktion, Chemie, Verpackung, Logistik und technische Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weithin sichtbarer Industriebetrieb ist das Werk Frauenfeld der Schweizer Zucker AG. Es gehört neben dem Werk in Aarberg zu den beiden grossen Zuckerfabriken der Schweiz. Während der jährlich stattfindenden Rübenkampagne werden grosse Mengen Zuckerrüben aus der Ostschweiz verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frauenfeld.ch/public/upload/assets/34959/Studie%20Standortgemeinden%20Schweizer%20Zucker%202%20SZU%2027.4.2021.pdf |titel=Volkswirtschaftliche Bedeutung der Schweizer Zucker AG für ihre Standortregionen |hrsg=Stadt Frauenfeld |format=PDF |datum=2021 |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Detailhandel konzentriert sich auf die Altstadt, die Vorstadt, das Langdorf und grössere Einkaufsgebiete entlang der Hauptverkehrsachsen. Die historische Innenstadt steht dabei im Wettbewerb mit Einkaufszentren und dem Onlinehandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft besitzt in den äusseren Quartieren weiterhin Bedeutung. Auf dem Gemeindegebiet bestehen Ackerbau-, Viehhaltungs- und Spezialkulturbetriebe. Die Nähe zur landwirtschaftlich geprägten Region fördert die Verbindung zwischen Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Frauenfeld liegt an der Hauptstrecke von Winterthur nach Romanshorn. Er wird von Fernverkehrs- und Regionalzügen bedient. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Winterthur, Weinfelden, Romanshorn, Kreuzlingen, Konstanz und St. Gallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld ist Ausgangspunkt der schmalspurigen [[Frauenfeld-Wil-Bahn]]. Sie führt über Matzingen und Münchwilen nach Wil und erschliesst zahlreiche Ortschaften des Hinterthurgaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptbahnhof besitzt Frauenfeld weitere Haltestellen im regionalen Bahnnetz, darunter Frauenfeld Marktplatz und Frauenfeld Lüdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt- und Regionalbusse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtbus Frauenfeld nahm 1981 den Betrieb auf. Das Liniennetz verbindet den Bahnhof und die Innenstadt mit den Wohnquartieren, Einkaufsgebieten, Schulen, dem Kantonsspital und den Randgebieten der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalbusse führen in umliegende Gemeinden und ländliche Gebiete des Bezirks. Frauenfeld gehört zum Tarifverbund [[Ostwind]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld liegt an der [[Autobahn A7 (Schweiz)|Autobahn A7]], die Winterthur mit Kreuzlingen und der deutschen Grenze bei Konstanz verbindet. Über Winterthur besteht Anschluss an die [[Autobahn A1|A1]] in Richtung Zürich, Bern und St. Gallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Kantonsstrassen führen nach Winterthur, Schaffhausen, Weinfelden, Wil, Steckborn und Kreuzlingen. Der Durchgangsverkehr belastet insbesondere die zentrumsnahen Hauptachsen. Zur Entlastung und Aufwertung der Innenstadt werden seit mehreren Jahrzehnten unterschiedliche Verkehrs- und Umfahrungsprojekte diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt fördert den Fuss- und Veloverkehr durch Radwege, Abstellanlagen und Verbindungen entlang der Murg und der Thur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld ist ein bedeutender Bildungsstandort des Kantons Thurgau. Die Primar- und Sekundarschulen werden von eigenständigen Schulgemeinden geführt. Im Stadtgebiet befinden sich zahlreiche Kindergärten und Schulanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kantonsschule Frauenfeld]] wurde 1851 eröffnet und ist eine der ältesten kantonalen Mittelschulen der Ostschweiz. Sie bietet gymnasiale Bildungsgänge und weitere Mittelschulangebote an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kanti-frauenfeld.ch/ueber-uns/geschichte.html/11501 |titel=Abriss zur Geschichte der Kantonsschule Frauenfeld |hrsg=Kantonsschule Frauenfeld |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Bildungseinrichtungen vermitteln Berufsbildung, technische Ausbildung, Erwachsenenbildung und überbetriebliche Kurse. Die Nähe zu den Hochschulstandorten Winterthur, Zürich, St. Gallen und Konstanz erweitert das Bildungsangebot für die Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielen zudem die Kantonsbibliothek Thurgau, das Staatsarchiv, die städtische Bibliothek sowie die Sammlungen der kantonalen Museen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation wurde 1529 in Frauenfeld eingeführt. Wegen der eidgenössischen Herrschaft und der konfessionell gemischten Bevölkerung entwickelte sich eine paritätische Ordnung, in der reformierte und katholische Gläubige zeitweise dieselben Kirchen nutzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Stadtkirche und die katholische Kirche St. Nikolaus prägen gemeinsam das Bild der Altstadt. Weitere historische Kirchen befinden sich in Kurzdorf und Oberkirch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bestehen neben den evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Kirchgemeinden verschiedene Freikirchen, orthodoxe Gemeinden, muslimische Gemeinschaften und weitere Religionsgemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenfelder Altstadt besitzt einen weitgehend geschlossenen Grundriss. Ihre heutige Erscheinung wird stark durch den Wiederaufbau nach den Stadtbränden von 1771 und 1788 geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Freien Strasse, der Zürcherstrasse, des Bankplatzes und des Rathausplatzes stehen Bürgerhäuser mit barocken und klassizistischen Fassaden. Mehrere Gebäude dienten im 18. Jahrhundert als Unterkünfte und Vertretungen der eidgenössischen Orte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden historischen Bauwerken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schloss Frauenfeld;&lt;br /&gt;
* das Rathaus;&lt;br /&gt;
* die evangelische Stadtkirche;&lt;br /&gt;
* die katholische Kirche St. Nikolaus;&lt;br /&gt;
* die Baliere;&lt;br /&gt;
* das Bernerhaus;&lt;br /&gt;
* das Luzernerhaus;&lt;br /&gt;
* die Oberkirche;&lt;br /&gt;
* die Kirche St. Johann im Kurzdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Frauenfeld ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss ist das älteste erhaltene weltliche Bauwerk der Stadt. Sein mächtiger Turm entstand um 1230. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach erweitert und umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1532 bis 1798 diente das Schloss als Residenz der eidgenössischen Landvögte. Nach der Gründung des Kantons Thurgau nutzte die kantonale Verwaltung Teile des Gebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1960 beherbergt das Schloss das Historische Museum Thurgau. Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte des Kantons, der eidgenössischen Herrschaft, der Reformation und der Lebenswelt früherer Jahrhunderte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://historisches-museum.tg.ch/ausstellungen-/schloss-frauenfeld.html/7374 |titel=Schloss Frauenfeld |hrsg=Historisches Museum Thurgau |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rathaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rathaus wurde zwischen 1791 und 1793 nach dem zweiten grossen Stadtbrand errichtet. Der klassizistische Bau steht am Rathausplatz und bildet das politische Zentrum der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im grossen Saal tagte in den letzten Jahren der Alten Eidgenossenschaft die Tagsatzung. Heute dient er als Sitzungssaal des Grossen Rates des Kantons Thurgau. Im Gebäude befinden sich zudem Teile der Stadtverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld verfügt über mehrere Museen von kantonaler Bedeutung. Das Historische Museum Thurgau nutzt das Schloss und das Alte Zeughaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturmuseum Thurgau vermittelt die Naturgeschichte, Tierwelt, Pflanzenwelt und Landschaftsentwicklung des Kantons. Das Museum für Archäologie Thurgau zeigt Funde von der Steinzeit bis in die Neuzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Museen arbeiten mit Schulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und kulturellen Organisationen zusammen und bieten Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturleben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kulturzentrum Eisenwerk entstand in einem ehemaligen Industriekomplex. Es beherbergt Wohnungen, Werkstätten, Ateliers, Gastronomie und Veranstaltungsräume. Konzerte, Theater, Ausstellungen und gesellschaftliche Anlässe prägen das Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kulturorte sind das Casino Frauenfeld, das Cinema Luna, die Kantonsbibliothek, das Staatsarchiv und verschiedene Galerien. Die Stadt und der Kanton unterstützen regionale Kulturprojekte und Vereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das international bekannteste Ereignis ist das &#039;&#039;&#039;Openair Frauenfeld&#039;&#039;&#039;. Das Festival entstand 1987 unter dem Namen «Out in the Green» und entwickelte sich später zu einem auf Hip-Hop und urbane Musik ausgerichteten Grossanlass. Es findet auf der Grossen Allmend statt und zieht Gäste aus der Schweiz und dem Ausland an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tg.ch/news.html/485/news/79086 |titel=Von der Wiese zur Weltbühne – Vierzig Jahre Openair Frauenfeld |hrsg=Kanton Thurgau |datum=2026-06-17 |abruf=2026-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mitsommerfest wird in mehrjährigen Abständen im Stadtzentrum durchgeführt. Vereine, Kulturschaffende, Gastronomiebetriebe und Institutionen gestalten gemeinsam ein umfangreiches Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere regelmässige Veranstaltungen sind Märkte, Altstadtkonzerte, Sportanlässe, Fasnachtsveranstaltungen, Adventsanlässe und das internationale Street-Art-Festival.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grosse und die Kleine Allmend bilden wichtige Sport- und Veranstaltungsräume. Dort befinden sich Sportplätze, Reitanlagen, Schiessanlagen und weitere Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt verfügt über ein Hallen- und Freibad, eine Kunsteisbahn, Turnhallen, Tennisanlagen, Fussballplätze und zahlreiche frei zugängliche Bewegungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Frauenfeld gehört zu den traditionsreichen Fussballvereinen der Region. Weitere Vereine betreiben Eishockey, Leichtathletik, Handball, Volleyball, Radsport, Turnen, Reiten und zahlreiche weitere Sportarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1958 eröffnete &#039;&#039;&#039;Plättli Zoo&#039;&#039;&#039; liegt am bewaldeten Hang oberhalb des Stadtteils Herten. Er hält einheimische und exotische Tiere und ist ein beliebtes Familienausflugsziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerstadt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenfeld unterhält eine Städtepartnerschaft mit [[Kufstein]] im österreichischen Bundesland Tirol. Die Verbindung wird durch gegenseitige Besuche, kulturelle Veranstaltungen, Kontakte zwischen Vereinen und Begegnungen von Behörden gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Frauenfeld geboren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Fridolin Anderwert]] (1828–1880), Politiker und Bundesrat&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Martini]] (1833–1897), Ingenieur und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Walter Rudolf Hess]] (1881–1973), Physiologe und Nobelpreisträger&lt;br /&gt;
* [[Pascal Zuberbühler]] (* 1971), Fussballtorhüter und Trainer&lt;br /&gt;
* [[Patrick Heuscher]] (* 1976), Beachvolleyballspieler&lt;br /&gt;
* [[Fabian Frei]] (* 1989), Fussballspieler&lt;br /&gt;
* [[Leandro Riedi]] (* 2002), Tennisspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Frauenfeld verbunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johann Konrad Kern]] (1808–1888), Politiker, Diplomat und Ehrenbürger&lt;br /&gt;
* [[Hanna Brack]] (1873–1955), Lehrerin und Frauenrechtlerin&lt;br /&gt;
* [[Alfred Huggenberger]] (1867–1960), Schriftsteller und Landwirt in Gerlikon&lt;br /&gt;
* [[Hansjörg Walter]] (* 1951), Landwirt und Politiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Frauenfeld-Wil-Bahn]]&lt;br /&gt;
* [[Openair Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Angelus Hux: &#039;&#039;Frauenfeld. Geschichte einer Stadt im 19. und 20. Jahrhundert.&#039;&#039; Frauenfeld 1996.&lt;br /&gt;
* Albert Knoepfli: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Band I: Der Bezirk Frauenfeld.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1950.&lt;br /&gt;
* Stadt Frauenfeld (Hrsg.): &#039;&#039;Frauenfeld – Geschichte und Gegenwart einer Thurgauer Stadt.&#039;&#039; Frauenfeld.&lt;br /&gt;
* Peter Erni: &#039;&#039;Frauenfeld.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.frauenfeld.ch/ Offizielle Website der Stadt Frauenfeld]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001898/ Frauenfeld im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.regiofrauenfeld.ch/ Regio Frauenfeld]&lt;br /&gt;
* [https://historisches-museum.tg.ch/ Historisches Museum Thurgau]&lt;br /&gt;
* [https://naturmuseum.tg.ch/ Naturmuseum Thurgau]&lt;br /&gt;
* [https://archaeologiemuseum.tg.ch/ Museum für Archäologie Thurgau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Frauenfeld}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptort eines Kantons]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirkshauptort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Murg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1246]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Thurgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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		<title>Metropolregion Zürich</title>
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		<updated>2026-07-24T15:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „A1“ durch „A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Metropolregion Zürich&#039;&#039;&#039; ist der grösste zusammenhängende Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsraum der [[Schweiz]]. Ihr Zentrum bildet die Stadt [[Zürich]], während weitere bedeutende Zentren unter anderem [[Winterthur]], [[Baden AG|Baden]], [[Zug]], [[Schaffhausen]], [[Frauenfeld]], [[Rapperswil-Jona]] und [[Luzern]] sind. In der institutionellen Zusammenarbeit wird häufig die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Metropolitanraum Zürich&#039;&#039;&#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolregion ist keine politische oder administrative Gebietskörperschaft mit eindeutig festgelegten Grenzen. Ihr Umfang unterscheidet sich je nach statistischer, raumplanerischer, wirtschaftlicher oder politischer Betrachtungsweise. Die engere [[Agglomeration Zürich]] umfasst Zürich und die unmittelbar mit der Kernstadt verflochtenen Gemeinden. Der weiter gefasste Metropolitanraum erstreckt sich über Teile mehrerer Kantone der Deutschschweiz und umfasst einen Lebens- und Wirtschaftsraum mit mehreren Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Metropolregion ist ein grossstädtisch geprägter Raum, dessen Gemeinden und Städte durch intensive wirtschaftliche, gesellschaftliche und verkehrliche Beziehungen miteinander verbunden sind. Massgebend sind nicht allein die administrative Zugehörigkeit, sondern insbesondere Pendlerströme, Arbeitsmärkte, Verkehrsverbindungen, Unternehmensnetzwerke sowie die Nutzung gemeinsamer Bildungs-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Region Zürich bestehen mehrere unterschiedliche Abgrenzungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Zweck&lt;br /&gt;
! Räumlicher Umfang&lt;br /&gt;
! Besonderheiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Agglomeration Zürich&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Statistische Erfassung des zusammenhängenden städtischen Raums&lt;br /&gt;
| Stadt Zürich sowie eng verflochtene Gemeinden vor allem in den Kantonen Zürich, Aargau, Schwyz und Schaffhausen&lt;br /&gt;
| Wird nach der Agglomerationsdefinition des [[Bundesamt für Statistik|Bundesamtes für Statistik]] bestimmt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Metropolitanraum Zürich&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Politische und fachliche Zusammenarbeit in einem funktionalen Grossraum&lt;br /&gt;
| Teile der Kantone Zürich, Aargau, Thurgau, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Zug und Luzern&lt;br /&gt;
| Grundlage der Metropolitankonferenz Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Region Zürich und Umgebung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Überkommunale Raumplanung innerhalb des Kantons Zürich&lt;br /&gt;
| Stadt Zürich und sechs angrenzende Zürcher Planungsregionen&lt;br /&gt;
| Wird durch den Planungsdachverband RZU koordiniert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Greater Zurich Area&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Internationale Wirtschafts- und Standortförderung&lt;br /&gt;
| Neun Kantone sowie die Stadt Zürich und die Region Winterthur&lt;br /&gt;
| Reicht deutlich über den eigentlichen Zürcher Metropolitanraum hinaus&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe sind daher nicht austauschbar. Insbesondere die &#039;&#039;Greater Zurich Area&#039;&#039; ist eine Standortmarketingregion und keine statistische Agglomeration. Ihr gehören die Kantone Zürich, Zug, Schwyz, Schaffhausen, Glarus, Graubünden, Uri, Solothurn und Tessin sowie die Stadt Zürich und die Region Winterthur an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greaterzuricharea.com/sites/default/files/2024-08/25%20Jahre%20Jubil%C3%A4um%20Greater%20Zurich%20Area%20AG%20-%20Medienmitteilung%2020.%20August%202024.pdf Die Greater Zurich Area feiert 25 Jahre Kooperation, Innovation und Zukunftsfähigkeit], Greater Zurich Area AG, 20. August 2024, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Räumliche Gliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kernstadt Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Zürich ist das dominierende Zentrum der Metropolregion. Sie ist die bevölkerungsreichste Stadt der Schweiz und ein bedeutender Standort für Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Unternehmensberatungen, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschung, Bildung, Medien und Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das städtische Zentrum erstreckt sich über das dicht bebaute Gebiet beidseits der [[Limmat]], entlang des unteren [[Zürichsee]]s sowie über die Entwicklungsgebiete im Westen und Norden der Stadt. Bedeutende Arbeitsplatzschwerpunkte befinden sich in der Innenstadt, in Zürich-West, in Altstetten, Oerlikon, Seebach und Leutschenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Agglomeration ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Kernstadt baulich und funktional eng verbunden sind zahlreiche Gemeinden im [[Limmattal]], [[Glattal]], [[Furttal]], am Zürichsee sowie auf dem [[Zimmerberg]] und am [[Pfannenstiel]]. Dazu gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Opfikon]], [[Kloten]], [[Wallisellen]] und [[Dübendorf]] im Glattal;&lt;br /&gt;
* [[Schlieren]], [[Dietikon]], [[Urdorf]] und [[Spreitenbach]] im Limmattal;&lt;br /&gt;
* [[Adliswil]], [[Thalwil]], [[Horgen]] und [[Wädenswil]] am linken Zürichseeufer;&lt;br /&gt;
* [[Zollikon]], [[Küsnacht ZH|Küsnacht]], [[Meilen]] und [[Stäfa]] am rechten Zürichseeufer;&lt;br /&gt;
* [[Regensdorf]], [[Rümlang]] und [[Buchs ZH|Buchs]] im Norden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Zürich und vielen dieser Gemeinden bestehen weitgehend durchgehende Siedlungsgebiete. Politische Gemeindegrenzen sind im Stadtbild häufig kaum wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äussere Zentren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserhalb der inneren Agglomeration liegen mehrere eigenständige Städte und Agglomerationen, die eng mit Zürich verflochten sind. Besonders bedeutend sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Winterthur]]&lt;br /&gt;
: Winterthur ist die zweitgrösste Stadt des Kantons Zürich und verfügt über einen eigenen Arbeitsmarkt, Hochschulen, kulturelle Einrichtungen und eine historisch bedeutende Industrie. Gleichzeitig bestehen starke Pendler- und Verkehrsbeziehungen nach Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Baden AG|Baden]] und [[Brugg]]&lt;br /&gt;
: Der Raum Baden–Brugg bildet einen bedeutenden Wirtschafts- und Industriestandort im Kanton Aargau. Das untere Limmattal verbindet ihn unmittelbar mit der Agglomeration Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Zug]]&lt;br /&gt;
: Die Stadt Zug und die umliegenden Gemeinden sind wichtige Standorte für internationale Unternehmen, Finanzdienstleistungen, Rohstoffhandel und technologieorientierte Betriebe. Zwischen Zürich und Zug bestehen intensive Pendlerbeziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
: Schaffhausen bildet ein eigenständiges regionales Zentrum nördlich des Kantons Zürich. Die Stadt ist über Bahn und Strasse eng mit Zürich und Winterthur verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Frauenfeld]]&lt;br /&gt;
: Der Hauptort des Kantons Thurgau liegt im Einflussbereich von Winterthur und Zürich und ist Teil der überkantonalen Verflechtungen des Metropolitanraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Rapperswil-Jona]]&lt;br /&gt;
: Die Stadt am oberen Zürichsee bildet ein wichtiges Zentrum zwischen den Kantonen St. Gallen, Zürich und Schwyz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Luzern]]&lt;br /&gt;
: Luzern verfügt über eine eigenständige Metropol- und Tourismusfunktion. Aufgrund der wirtschaftlichen und verkehrlichen Beziehungen arbeitet der Kanton Luzern dennoch im Verein Metropolitanraum Zürich mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Agglomeration Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agglomeration Zürich ist der statistisch definierte Kernraum der Metropolregion. Nach der Methodik des Bundesamtes für Statistik bestehen Agglomerationen aus einem dichten Zentrum und einem Gürtel von Gemeinden, die aufgrund ihrer Bevölkerungsdichte, Bebauungsstruktur und Pendlerverflechtungen dem Zentrum zugeordnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swissstats.bfs.admin.ch/data/webviewer/appId/ch.admin.bfs.swissstat/article/issue242122972000-04/package Raum mit städtischem Charakter, Agglomerationen und Gemeindetypologie 2020], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit rund 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist Zürich die grösste Agglomeration der Schweiz. Ihr Siedlungs- und Pendlergürtel reicht stellenweise bis zu rund 35 Kilometer vom Zentrum entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dashboard-agglomeration.ch/de/definition Definition der Agglomerationen], Schweizerischer Städteverband und Bundesamt für Raumentwicklung, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agglomeration ist polyzentrisch aufgebaut. Neben der Stadt Zürich bestehen mehrere Neben- und Arbeitsplatzkerne, darunter das Glattal mit dem Flughafen und zahlreichen Unternehmensstandorten, das Limmattal mit grossen Wohn- und Entwicklungsgebieten sowie die Zentren am Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung und Siedlungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Metropolitanraum Zürich gehört zu den am stärksten wachsenden Gebieten der Schweiz. Das Wachstum wird vor allem durch internationale und interkantonale Zuwanderung, den hohen Arbeitskräftebedarf und die gute Erreichbarkeit beeinflusst. Für einen weiter gefassten Perimeter wurde die Bevölkerung des Metropolitanraums in Veröffentlichungen der Metropolitankonferenz mit rund 2,85 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metropolitanraum-zuerich.ch/projects/immigration-und-bevoelkerungswachstum/ Immigration und Bevölkerungswachstum], Metropolitankonferenz Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlagerte sich ein erheblicher Teil des Bevölkerungswachstums aus der Kernstadt in die umliegenden Gemeinden. Neue Wohngebiete entstanden insbesondere im Glattal, Limmattal, Furttal, Knonaueramt sowie entlang der Bahnlinien am Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er-Jahren verzeichnet auch die Stadt Zürich wieder ein deutliches Bevölkerungswachstum. Frühere Industrie- und Bahnareale wurden in gemischt genutzte Stadtquartiere umgewandelt. Beispiele sind Zürich-West, Neu-Oerlikon, das Gebiet Europaallee sowie verschiedene Entwicklungsgebiete in Altstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Verdichtung soll das Wachstum stärker innerhalb bestehender Siedlungsgebiete aufnehmen. Dadurch sollen unbebaute Landschaften geschützt und zusätzliche Verkehrswege begrenzt werden. Gleichzeitig führt die Verdichtung zu Diskussionen über Wohnqualität, Hochhäuser, Grünflächen, Denkmalschutz und die Belastung bestehender Infrastrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolregion Zürich ist der bedeutendste Wirtschaftsraum der Schweiz. Sie weist eine hohe Konzentration von Arbeitsplätzen, Unternehmenssitzen, Forschungsinstitutionen und spezialisierten Dienstleistungen auf. Zürich erfüllt dabei sowohl nationale als auch internationale Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanz- und Versicherungswesen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich ist der wichtigste Finanzplatz der Schweiz. Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltungen, Pensionskassen und Finanztechnologieunternehmen konzentrieren sich in der Stadt Zürich und in angrenzenden Gemeinden. Eine zentrale Institution ist die [[SIX Swiss Exchange]], die wichtigste Schweizer Börse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Finanzplatz ist eng mit Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Informatik und Immobilienwirtschaft verbunden. Neben internationalen Grossunternehmen bestehen zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Technologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Dienstleistungssektor dominiert, besitzt die Metropolregion weiterhin eine bedeutende industrielle Basis. Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik, Präzisionsindustrie, Chemie und Lebensmittelproduktion sind besonders in Winterthur, im Zürcher Oberland, im Glattal, im Aargau, in Zug und in der Ostschweiz vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 20. Jahrhundert haben sich zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie, künstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie, Medizintechnik und digitale Finanzdienstleistungen angesiedelt. Wichtige Standorte sind Zürich, Schlieren, Dübendorf, Opfikon, Kloten, Winterthur und Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmenssitze und internationale Vernetzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche schweizerische und internationale Unternehmen unterhalten ihren Hauptsitz oder wichtige Niederlassungen im Grossraum Zürich. Gründe dafür sind die zentrale Lage in Europa, die politische Stabilität, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, die Nähe zu Hochschulen und der internationale Flughafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Standortförderung erfolgt unter anderem durch die Greater Zurich Area AG. Sie ist als öffentlich-private Partnerschaft organisiert und unterstützt ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung im Wirtschaftsraum.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greaterzuricharea.com/de/unternehmenfreundliches-umfeld Unternehmenfreundliches Umfeld], Greater Zurich Area AG, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolregion verfügt über eine aussergewöhnlich hohe Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Zu den wichtigsten Institutionen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[ETH Zürich]];&lt;br /&gt;
* die [[Universität Zürich]];&lt;br /&gt;
* die [[Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften]];&lt;br /&gt;
* die [[Zürcher Hochschule der Künste]];&lt;br /&gt;
* die [[Pädagogische Hochschule Zürich]];&lt;br /&gt;
* die [[Hochschule Luzern]];&lt;br /&gt;
* die [[Universität Luzern]];&lt;br /&gt;
* die [[Universität St. Gallen]];&lt;br /&gt;
* verschiedene private Hochschulen und Forschungszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ETH Zürich betreibt Grundlagenforschung und angewandte Forschung in Naturwissenschaften, Technik, Architektur, Informatik, Medizin und weiteren Fachgebieten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ethz.ch/de/forschung.html Forschung], ETH Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Universität Zürich ist mit mehr als 28&#039;000 Studierenden die grösste Universität der Schweiz und deckt als Volluniversität ein breites Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uzh.ch/de/explore/portrait/profile.html Die Universität Zürich auf einen Blick], Universität Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulen arbeiten eng mit Unternehmen, Spitälern und öffentlichen Einrichtungen zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entstehen Forschungsprojekte, Start-up-Unternehmen und sogenannte Spin-offs. Besonders ausgeprägt ist der Wissenstransfer in den Bereichen Informatik, Robotik, künstliche Intelligenz, Pharmazeutik, Medizintechnik und nachhaltige Technologien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche und wirtschaftliche Einheit der Metropolregion beruht wesentlich auf ihrer Verkehrsinfrastruktur. Das Bahnnetz bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs, während Autobahnen und Hauptstrassen die regionalen Zentren miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und S-Bahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zürich Hauptbahnhof]] ist der grösste Eisenbahnknoten der Schweiz. Von dort bestehen direkte Verbindungen in alle Landesteile sowie nach Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und in weitere europäische Länder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[S-Bahn Zürich]] erschliesst die Stadt und grosse Teile der Kantone Zürich, Aargau, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Schwyz und Zug. Sie ermöglicht schnelle Verbindungen zwischen den regionalen Zentren und der Kernstadt. Wichtige Knotenpunkte sind Zürich Oerlikon, Zürich Altstetten, Winterthur, Stadelhofen, Flughafen Zürich, Dietikon, Uster, Wetzikon, Rapperswil, Baden und Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der Durchmesserlinie mit dem unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse stärkte die Leistungsfähigkeit des Zürcher Hauptbahnhofs und schuf zusätzliche direkte Verbindungen durch das Stadtzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nahverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Stadt Zürich und der umliegenden Gemeinden verkehren Trams, Trolleybusse und Autobusse. Im Glattal ergänzt die [[Glattalbahn]] das Verkehrsnetz. Die [[Limmattalbahn]] verbindet Zürich-Altstetten mit Schlieren, Dietikon und Killwangen-Spreitenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrsunternehmen sind im [[Zürcher Verkehrsverbund]] tariflich miteinander verbunden. Dadurch können Bahn, Tram, Bus, Schiff und verschiedene Bergbahnen innerhalb eines einheitlichen Zonentarifs genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Autobahnen der Region sind die [[Autobahn A1|A1]], die [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]] und die [[Autobahn A4 (Schweiz)|A4]]. Sie verbinden Zürich mit Bern und Basel, der Ostschweiz, Graubünden, der Zentralschweiz und der Gotthardachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark belastete Abschnitte befinden sich unter anderem am Nordring Zürich, im Glattal, im Limmattal und bei Winterthur. Der Ausbau der Infrastruktur ist politisch umstritten, da zusätzlicher Strassenraum einerseits Engpässe vermindern, andererseits aber zusätzlichen Verkehr und Umweltbelastungen verursachen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Flughafen Zürich]] in Kloten ist der grösste Flughafen der Schweiz und das wichtigste internationale Luftverkehrsdrehkreuz des Landes. Er verbindet den Metropolitanraum mit zahlreichen europäischen und interkontinentalen Zielen. Am und um den Flughafen einschliesslich des Geschäftszentrums &#039;&#039;The Circle&#039;&#039; arbeiten rund 35&#039;000 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.flughafen-zuerich.ch/de/unternehmen/flughafen-zuerich/ueber-uns/portrait Die Flughafen Zürich AG im Portrait], Flughafen Zürich AG, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flughafen ist zugleich ein bedeutender Wirtschaftsstandort und ein zentraler Bestandteil der internationalen Erreichbarkeit der Region. Sein Betrieb führt jedoch zu Konflikten über Fluglärm, Nachtflugregelungen, Raumplanung und die Verteilung der An- und Abflugrouten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumplanung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche Entwicklung der Metropolregion wird durch die föderale Struktur der Schweiz geprägt. Raumplanung, Verkehr, Wohnungsbau und Infrastruktur liegen in der Verantwortung verschiedener Kantone, Regionen und Gemeinden. Eine einheitliche Metropolitanbehörde besteht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Kantons Zürich übernimmt der &#039;&#039;&#039;Planungsdachverband Region Zürich und Umgebung&#039;&#039;&#039; (RZU) koordinierende Aufgaben. Mitglieder sind die Stadt Zürich, der Kanton Zürich sowie die sechs angrenzenden Planungsregionen Furttal, Glattal, Knonaueramt, Limmattal, Pfannenstil und Zimmerberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rzu.ch/auftrag-und-gebiet Auftrag und Gebiet], RZU – Planungsdachverband Region Zürich und Umgebung, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten raumplanerischen Zielen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Konzentration des Wachstums auf gut erschlossene Standorte;&lt;br /&gt;
* die Verdichtung bestehender Siedlungsgebiete;&lt;br /&gt;
* die Abstimmung von Siedlungsentwicklung und Verkehr;&lt;br /&gt;
* der Schutz von Landschaften, Landwirtschaftsflächen und Gewässern;&lt;br /&gt;
* die Entwicklung regionaler Zentren;&lt;br /&gt;
* die Sicherung ausreichender Wohn- und Gewerbeflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielen die Agglomerationsprogramme des Bundes. Kantone, Regionen und Gemeinden erarbeiten darin gemeinsame Verkehrs- und Siedlungskonzepte. Der Bund kann sich finanziell an Verkehrsvorhaben beteiligen, wenn diese mit einer abgestimmten räumlichen Entwicklung verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Metropolitankonferenz Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Zusammenarbeit im weiter gefassten Metropolitanraum erfolgt vor allem durch den &#039;&#039;&#039;Verein Metropolitanraum Zürich&#039;&#039;&#039;. Er wurde am 3. Juli 2009 in Frauenfeld gegründet und bildet die Trägerschaft der Metropolitankonferenz Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Verein gehören die acht Kantone Zürich, Aargau, Thurgau, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Zug und Luzern sowie rund 130 Städte und Gemeinden an. Ein Teil der Gemeinden ist über regionale Körperschaften vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.metropolitanraum-zuerich.ch/ueber-uns/ Über uns], Verein Metropolitanraum Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolitankonferenz dient als Plattform für die Zusammenarbeit über Kantons- und Gemeindegrenzen hinweg. Sie bearbeitet insbesondere die Handlungsfelder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wirtschaft;&lt;br /&gt;
* Verkehr;&lt;br /&gt;
* Gesellschaft;&lt;br /&gt;
* Lebensraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konferenz besteht aus einer Kantonskammer und einer Städte- beziehungsweise Gemeindekammer. Beide Kammern verfügen insgesamt über gleich viele Stimmen. Das oberste Vereinsorgan ist die Metropolitankonferenz als Mitgliederversammlung. Der Metropolitanrat übernimmt die strategische Steuerung und ist paritätisch mit Vertretungen der Kantone sowie der Städte und Gemeinden besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die acht Mitgliedskantone bilden zusätzlich die Regierungskonferenz des Metropolitanraums Zürich. Die Kantone Glarus und Graubünden besitzen Beobachterstatus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/politik-staat/kanton/aussenbeziehungen/interkantonale-beziehungen.html Interkantonale Beziehungen], Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich ist das wichtigste Kulturzentrum der Region. Zu den bedeutenden Einrichtungen gehören das [[Schauspielhaus Zürich]], das [[Opernhaus Zürich]], die [[Tonhalle Zürich]], das [[Kunsthaus Zürich]] und das [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerische Nationalmuseum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Kulturstandorte sind Winterthur mit dem Kunst Museum Winterthur und dem Fotomuseum, Baden mit seinen Theater- und Festivalangeboten, Zug, Schaffhausen, Rapperswil-Jona und Luzern mit dem [[Kultur- und Kongresszentrum Luzern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolregion verfügt gleichzeitig über zahlreiche Naherholungsgebiete. Dazu gehören der Zürichsee, der [[Greifensee]], der [[Pfäffikersee]], die Flussräume von Limmat, Reuss und Rhein sowie die Höhenzüge von [[Uetliberg]], [[Albis]], [[Pfannenstiel]] und Zürcher Oberland. Durch die kurzen Entfernungen zwischen Siedlungen, Seen, Wäldern und Voralpen besitzt die Region eine hohe landschaftliche Vielfalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausforderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohnungsmarkt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum führt zu einer hohen Nachfrage nach Wohnraum. Besonders in der Stadt Zürich, am Zürichsee und in gut erschlossenen Agglomerationsgemeinden sind Grundstücks- und Mietpreise hoch. Haushalte mit mittleren und niedrigen Einkommen weichen zunehmend in weiter entfernte Gemeinden aus, wodurch neue Pendlerströme entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entlastung des Wohnungsmarkts werden bestehende Quartiere verdichtet, ehemalige Industrieareale umgenutzt und neue Wohngebiete an Bahnhöfen und Verkehrsachsen entwickelt. Gleichzeitig besteht ein Interesse am Erhalt preisgünstiger Wohnungen und gemeinnütziger Wohnbauträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr und Pendeln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Verflechtung erzeugt täglich umfangreiche Pendlerbewegungen. Bahnstrecken, Bahnhöfe, Trams und Autobahnen sind während der Hauptverkehrszeiten stark ausgelastet. Ausbauprojekte benötigen häufig lange Planungs- und Bewilligungsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Ausbau der Infrastruktur werden flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Verkehrsmanagement und eine stärkere Mischung von Wohnen und Arbeiten als mögliche Mittel zur Verringerung der Verkehrsspitzen diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Föderale Zusammenarbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die funktionale Region überschreitet zahlreiche Kantons-, Bezirks- und Gemeindegrenzen. Politische Zuständigkeiten stimmen daher nicht immer mit den tatsächlichen Lebens- und Wirtschaftsräumen überein. Entscheidungen über Verkehr, Siedlung, Energie oder Landschaftsschutz können unterschiedliche Interessen berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit beruht meist auf freiwilligen Vereinbarungen, interkantonalen Konferenzen, regionalen Planungsverbänden und gemeinsamen Projekten. Eine demokratisch direkt gewählte Regierung für die gesamte Metropolregion existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umwelt und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungswachstum, Verkehr und Energieverbrauch belasten Umwelt und Landschaft. Gleichzeitig ist die Region von den Folgen des Klimawandels betroffen. In dicht bebauten Gebieten entstehen während sommerlicher Hitze Wärmeinseln. Starkregen kann Kanalisationen und Gewässer belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Städte und Gemeinden fördern deshalb die Begrünung von Strassenräumen, Gebäuden und Plätzen, die Entsiegelung von Flächen, erneuerbare Energien sowie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Velonetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolregion Zürich besitzt für die Schweiz eine herausragende wirtschaftliche, wissenschaftliche und verkehrliche Bedeutung. Sie verbindet den wichtigsten Finanzplatz des Landes mit dem grössten Flughafen, dem am stärksten frequentierten Eisenbahnknoten sowie mehreren international bedeutenden Hochschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich ist Zürich nicht die politische Hauptstadt der Schweiz. Die föderale Struktur verteilt zentrale Funktionen auf mehrere Städte und Regionen. [[Bern]] ist Bundesstadt, [[Genf]] ein Zentrum internationaler Organisationen, [[Basel]] ein bedeutender Standort der Pharma- und Chemieindustrie und Lausanne ein wichtiges Bildungs-, Sport- und Verwaltungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metropolregion Zürich ist daher Teil eines polyzentrischen schweizerischen Städtesystems. Ihre Stärke beruht nicht nur auf der Kernstadt, sondern auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen zahlreichen eigenständigen Städten, Gemeinden und Kantonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Agglomeration Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Deutschschweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Verkehrsverbund]]&lt;br /&gt;
* [[Flughafen Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaft der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Bevölkerung der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.metropolitanraum-zuerich.ch/ Offizielle Website der Metropolitankonferenz Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://rzu.ch/ Planungsdachverband Region Zürich und Umgebung]&lt;br /&gt;
* [https://www.greaterzuricharea.com/de Greater Zurich Area]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/planen-bauen/raumplanung.html Raumplanung des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/querschnittsthemen/raeumliche-analysen.html Räumliche Analysen des Bundesamtes für Statistik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Metropolregion Zürich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metropolregion in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Kanton Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Geroldswil&amp;diff=670</id>
		<title>Geroldswil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Geroldswil&amp;diff=670"/>
		<updated>2026-07-24T15:25:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „Autobahn A1“ durch „Autobahn A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Geroldswil&lt;br /&gt;
|BILD = AIC 02-DD-252140-001 Geroldswil.tif&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Luftbild von Geroldswil&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Geroldswil COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Geroldswil 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Dietikon&lt;br /&gt;
|BFS = 0244&lt;br /&gt;
|PLZ = 8954&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.42305&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.410835&lt;br /&gt;
|HÖHE = 403&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 1,91&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 5384&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.geroldswil.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geroldswil&#039;&#039;&#039; ist eine politische [[Gemeinde in der Schweiz|Gemeinde]] im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt rechts der [[Limmat]] am südlichen Fuss des [[Altberg (Höhenzug)|Altbergs]] und gehört zum [[Limmattal]] sowie zur [[Agglomeration Zürich]]. Der zürichdeutsche Mundartname lautet &#039;&#039;Geeretschwiil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von 1,91 Quadratkilometern ist Geroldswil flächenmässig die zweitkleinste Gemeinde des Kantons Zürich. Die früher landwirtschaftlich geprägte Siedlung entwickelte sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer dicht bebauten Wohn- und Gewerbegemeinde. Charakteristisch sind die Hanglage über dem Limmattal, das in den 1970er-Jahren entstandene Gemeindezentrum und die enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden [[Oetwil an der Limmat]], [[Weiningen ZH|Weiningen]] und [[Dietikon]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.geroldswil.ch/aktuellesgeroldswil/geroldswil/zahlen-und-fakten.html/98 Zahlen und Fakten], Gemeinde Geroldswil, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil erscheint erstmals in einer Urkunde vom 20. April 1255. Darin werden die Namensformen &#039;&#039;Geroltzwiler&#039;&#039; und &#039;&#039;Geroltiswiler&#039;&#039; verwendet. Spätere Schreibweisen waren unter anderem &#039;&#039;Gerolzwile&#039;&#039;, &#039;&#039;Geroltswile&#039;&#039;, &#039;&#039;Gerentswil&#039;&#039;, &#039;&#039;Gerottschwil&#039;&#039;, &#039;&#039;Geratschwil&#039;&#039;, &#039;&#039;Gerolschwil&#039;&#039;, &#039;&#039;Geroldsweil&#039;&#039; und &#039;&#039;Geroldschwyl&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.geroldswil.ch/aktuellesgeroldswil/geroldswil/geschichte.html/97 Geschichte], Gemeinde Geroldswil, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name gehört zu den in der Deutschschweiz verbreiteten Ortsnamen auf &#039;&#039;-wil&#039;&#039;. Dieser Bestandteil geht auf das althochdeutsche Wort &#039;&#039;wīlāri&#039;&#039; zurück, das einen Weiler oder ein einzelnes Gehöft bezeichnete. Der erste Namensbestandteil dürfte mit dem Personennamen Gerold zusammenhängen. Der Ortsname kann somit sinngemäss als «Weiler des Gerold» verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Schreibweise Geroldswil ist bereits im Spätmittelalter nachgewiesen, setzte sich jedoch erst im 19. Jahrhundert endgültig durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil liegt im westlichen Teil des Kantons Zürich, ungefähr zwölf Kilometer nordwestlich des Zürcher Stadtzentrums. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom rechten Ufer der Limmat über die Ebene des Limmattals bis zum bewaldeten Südhang des Altbergs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittlere Höhenlage wird von der Gemeinde mit 403 Metern über Meer angegeben. Das Gelände steigt vom Fluss gegen Norden deutlich an. Die höher gelegenen Wohnquartiere bieten teilweise eine weite Aussicht über das Limmattal bis zu den Hügelzügen des Kantons Aargau und zu den Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst 191 Hektaren. Wegen der geringen Fläche und der starken Siedlungsentwicklung gehört Geroldswil zu den am dichtesten bebauten Gemeinden des Kantons. Zwischen den Wohnquartieren sind dennoch Waldstücke, Grünflächen und landwirtschaftlich genutzte Gebiete erhalten geblieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil grenzt an drei politische Gemeinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Oetwil an der Limmat]] im Westen&lt;br /&gt;
* [[Weiningen ZH|Weiningen]] im Norden und Osten&lt;br /&gt;
* [[Dietikon]] im Süden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsgebiete von Geroldswil und Oetwil an der Limmat sind weitgehend zusammengewachsen. Im Osten geht die Bebauung in den Ortsteil Fahrweid über, der sich auf die Gemeinden Geroldswil und Weiningen verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmat und Altberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat bildet den landschaftlichen Bezugspunkt im Süden der Gemeinde. Das Flussufer wurde in mehreren Abschnitten ökologisch aufgewertet und dient heute sowohl dem Natur- als auch dem Hochwasserschutz. Wege entlang des Flusses werden von Spaziergängern, Velofahrern und Sporttreibenden genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Siedlung erhebt sich der Altberg. Seine Wälder bilden ein wichtiges Naherholungsgebiet für Geroldswil und die übrigen Gemeinden des rechten Limmattals. Wanderwege führen durch das Wisentäli und über die bewaldeten Hänge in Richtung Weiningen, [[Unterengstringen]], [[Dänikon]] und [[Hüttikon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsstruktur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Dorfkern entstand als kleine Strassensiedlung an der alten Verbindung durch das Limmattal. Ältere Bauern- und Wohnhäuser befinden sich vor allem entlang der heutigen Limmattalstrasse und in den angrenzenden Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1950er-Jahren breitete sich die Siedlung am Hang des Altbergs aus. Es entstanden Einfamilienhausquartiere, Mehrfamilienhäuser und grössere Wohnüberbauungen. Die Gemeinde blieb während des stärksten Wachstums weitgehend von grossen Hochhaussiedlungen verschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Autobahn A1]] durchquert den südlichen Teil des Gemeindegebiets. Sie trennt einen Teil der Wohn- und Gewerbezonen von den Grün-, Sport- und Erholungsflächen an der Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2025 lebten 5384 Personen in Geroldswil. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung betrug 31,2 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrhunderte war Geroldswil ein sehr kleines Dorf. Im Jahr 1634 wurden lediglich 56 Einwohner gezählt. 1860 lebten 163 Personen in 23 Wohnhäusern. Noch 1930 hatte die Gemeinde nur 336 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot;&amp;gt;[https://www.geroldswil.ch/public/upload/assets/181/dorfchronik.pdf &#039;&#039;750 Jahre Geroldswil – Aus der Geschichte der Gemeinde&#039;&#039;], Gemeinde Geroldswil, 2005, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein aussergewöhnlich starkes Wachstum ein. Zwischen 1950 und 1960 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl. Im folgenden Jahrzehnt nahm sie nochmals um mehr als das Dreifache zu. Gründe waren die Ausdehnung der Agglomeration Zürich, die zunehmende Motorisierung, die verbesserte Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr und die Schaffung neuer Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er-Jahren entwickelte sich die Einwohnerzahl wesentlich langsamer. Aufgrund der weitgehend überbauten Gemeindefläche erfolgt das Wachstum heute vor allem durch die Verdichtung bestehender Siedlungsgebiete und die Erneuerung älterer Überbauungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Einwohnerzahlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1860&lt;br /&gt;
| 163&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| 336&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025&lt;br /&gt;
| 5384&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bekannte Nennung von Geroldswil stammt aus dem Jahr 1255. In der betreffenden Urkunde übertrug Emma, die Ehefrau des Ritters Rudolf von Thurn, dem [[Kloster Wettingen]] Besitz in Geroldswil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf gehörte im Mittelalter zur Pfarrei Weiningen. Grundbesitz und Herrschaftsrechte lagen bei verschiedenen geistlichen und weltlichen Besitzern. Eine bedeutende Rolle spielten das Kloster Wettingen, das [[Kloster Fahr]] und die Gerichtsherrschaft Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil blieb während des Mittelalters eine kleine, aus wenigen Bauernhöfen bestehende Siedlung. Die Bevölkerung lebte vor allem von Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und der Nutzung der umliegenden Wälder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft Weiningen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil gehörte zur Gerichtsherrschaft Weiningen innerhalb der [[Grafschaft Baden]]. Nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415 wurde die Grafschaft Baden als Gemeine Herrschaft mehrerer eidgenössischer Orte verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die niedere Gerichtsbarkeit in Weiningen und Geroldswil wechselte im Verlauf der Jahrhunderte zwischen verschiedenen Besitzern. Seit 1435 stand sie im Zusammenhang mit dem Kloster Fahr. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei den regierenden Orten der Grafschaft Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eigenständige dörfliche Organisation entwickelte sich in Geroldswil vergleichsweise spät. Erst 1704 ist erstmals die Wahl eines Dorfmeiers belegt. Dieser vertrat die Interessen der Dorfgemeinschaft und überwachte unter anderem die Nutzung der Allmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zum Kanton Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] endeten 1798 die Rechte der alten Gerichtsherren. Geroldswil wurde dem Kanton Zürich angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Helvetik gehörte die Gemeinde zum Distrikt Regensdorf. In der Mediationszeit von 1803 bis 1813 war sie dem damaligen Bezirk Bülach zugeteilt. Ab 1814 gehörte Geroldswil zum Bezirk Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kantonale Gesetz vom 21. Dezember 1804 schuf die moderne Gemeindeorganisation mit Gemeindeversammlung und Gemeinderat. Diese Grundstruktur besteht bis heute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Gründung des Bezirks Dietikon am 1. Juli 1989 gehört Geroldswil zu diesem Bezirk. Zuvor waren die Gemeinden des heutigen Bezirks Teil des Bezirks Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Fischerei ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 20. Jahrhundert war Geroldswil landwirtschaftlich geprägt. Angebaut wurden Getreide, Kartoffeln, Obst und Wein. Daneben spielten Viehzucht und Milchwirtschaft eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung war früher der Fischfang in der Limmat. In dem Fluss lebten unter anderem Lachse, die mit speziellen Harpunen gefangen wurden. Diese Tätigkeit fand später Eingang in das Gemeindewappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat trat wiederholt über ihre Ufer und überschwemmte Teile der Talebene. Nach besonders schweren Hochwassern begannen im späten 19. Jahrhundert umfangreiche Korrektionsarbeiten. Zwischen Oetwil und Dietikon wurde der Fluss begradigt und verkürzt. Die Arbeiten verbesserten den Hochwasserschutz und machten zusätzliche Flächen nutzbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Post- und Schulwesen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1842 erhielt Geroldswil im Zusammenhang mit der Postkutschenverbindung zwischen Zürich und Baden eine Postablage. Nach der Eröffnung der ersten Schweizer Eisenbahnstrecke zwischen Zürich und Baden im Jahr 1847 verlor die Postkutschenverbindung jedoch rasch an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil und Oetwil an der Limmat arbeiteten bereits früh im Schulwesen zusammen. Da sich die beiden Gemeinden nicht auf einen Standort einigen konnten, wurde das gemeinsame Schulhaus Letten zwischen den beiden Dörfern errichtet. Der Schulbau wurde in den 1860er-Jahren bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Schulorganisation bildete eine Grundlage für die bis heute bestehende enge Zusammenarbeit der beiden Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blieb Geroldswil ein kleines Bauerndorf. Die erste stärkere Bautätigkeit setzte in den 1930er-Jahren ein. Entlang der heutigen Giessackerstrasse und im Oberdorf entstanden neue Häuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 wurde die Buslinie Dietikon–Geroldswil–Oetwil eröffnet. Damit erhielt die Gemeinde erstmals eine regelmässige Verbindung zum regionalen Eisenbahnnetz. Der verbesserte öffentliche Verkehr förderte die Entwicklung zur Wohngemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserversorgung konnte mit der wachsenden Bevölkerung nicht mehr Schritt halten. 1951 gründeten Geroldswil, Oetwil und Weiningen eine gemeinsame Gruppenwasserversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er-Jahren wandelte sich Geroldswil rasch von einem Bauerndorf zu einer Agglomerationsgemeinde. Die letzten Rebflächen verschwanden, neue Quartiere wurden erschlossen und die kommunale Verwaltung musste ausgebaut werden. 1963 wurde der Gemeinderat von fünf auf sieben Mitglieder vergrössert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 vereinbarten Geroldswil und Oetwil einen umfangreichen Gebietsabtausch im Bereich Werd und Wisentäli. Damit wurden die Gemeindegrenzen an die geplante Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau des Gemeindezentrums ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schnelle Bevölkerungswachstum machte ein neues Ortszentrum notwendig. 1967 schrieb die Gemeinde einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus. Das Siegerprojekt trug den Namen &#039;&#039;Turm&#039;&#039;. Der vorgesehene eigentliche Turm wurde zwar nicht verwirklicht, die übrigen Bestandteile des Projekts entstanden jedoch schrittweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 bezog die Gemeindeverwaltung das neue Gemeindehaus. In den folgenden Jahren entstanden am Dorfplatz die Post, Geschäfte, ein Hotel mit Restaurant, ein Gemeindesaal, Alterswohnungen, ein Hallenbad und weitere öffentliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 genehmigten die Stimmberechtigten einen für die damalige Gemeinde aussergewöhnlich grossen Kredit für den Ausbau des Zentrums. 1975 war der Hauptteil der Anlage fertiggestellt. Das neue Zentrum galt als Ausdruck des Wandels von der ländlichen Gemeinde zu einem modernen Vorort Zürichs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten wurde das Zentrum mehrfach angepasst und saniert. Seit den 2010er-Jahren wird es im Rahmen einer mehrstufigen Zentrumsentwicklung erneuert. Der Name &#039;&#039;&#039;Hoschti&#039;&#039;&#039; für Teile des neuen Zentrums erinnert an das frühere Hotel und Restaurant Hosti, das während Jahrzehnten ein wichtiger Treffpunkt der Gemeinde war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hoschti-geroldswil.ch/ Hoschti Geroldswil], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobahn und Gewerbeentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Autobahn A1 zu Beginn der 1970er-Jahre erhielt Geroldswil eine direkte Verbindung zum nationalen Strassennetz. Gleichzeitig führte die Autobahn zu einer erheblichen Lärmbelastung. Später wurden entlang der Strecke Lärmschutzwände errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1983 entwickelte die Gemeinde das Gewerbegebiet Steinhalden. Dort siedelten sich kleinere und mittlere Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an. Dadurch entstanden zusätzliche Arbeitsplätze, und Geroldswil entwickelte sich neben der Wohn- auch zu einer Gewerbegemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Blau vor einer silbernen Fackel mit goldenem Feuer ein abwärtsgerichteter silberner Fischger mit fünf Widerhaken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde erstmals 1834 auf Feuerwehreimern nachgewiesen. Seit 1865 verwendete die Gemeinde das Motiv auf ihrem Siegel. 1928 erklärte der Gemeinderat es offiziell zum Gemeindewappen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fackel und Fischger erinnern an den früheren Lachsfang in der Limmat. Beim nächtlichen Fischfang wurde das Wasser mit einem Feuer beleuchtet. Die Fischer versuchten anschliessend, die Lachse mit einer mehrzackigen Harpune zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil ist als politische Gemeinde nach dem Recht des Kantons Zürich organisiert. Die gesetzgebende Gewalt liegt bei der Gemeindeversammlung. Die stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner entscheiden dort unter anderem über das Budget, die Jahresrechnung, kommunale Erlasse und grössere Investitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der siebenköpfige Gemeinderat. Er leitet die Gemeindeverwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und vertritt Geroldswil nach aussen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Zentrum an der Huebwiesenstrasse. Zahlreiche öffentliche Aufgaben werden gemeinsam mit anderen Gemeinden des rechten Limmattals erfüllt. Dazu gehören unter anderem Feuerwehr, Wasserversorgung, Schulen, Abwasserentsorgung, Altersversorgung und weitere regionale Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil gehört seit 1989 zum Bezirk Dietikon. Zuständige kantonale und regionale Behörden wie das Bezirksgericht, das Statthalteramt und die Bezirksratskanzlei befinden sich in Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst vor allem als Wohngemeinde. Viele Erwerbstätige pendeln nach Dietikon, Schlieren, Zürich oder in andere Wirtschaftsräume der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig verfügt die Gemeinde über ein eigenes Gewerbe- und Dienstleistungsangebot. Im Jahr 2020 wurden 325 Arbeitsstätten mit insgesamt 2238 Beschäftigten gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betriebe konzentrieren sich insbesondere im Gewerbegebiet Steinhalden, entlang der Limmattalstrasse und im Gemeindezentrum. Vertreten sind unter anderem Handel, Baugewerbe, Metallverarbeitung, Logistik, Unternehmensdienstleistungen, Gastronomie und Gesundheitsversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ortszentrum befinden sich Lebensmittelgeschäfte, kleinere Fachgeschäfte, Restaurants, Arztpraxen, eine Apotheke und weitere Dienstleistungsbetriebe. Wegen der geringen Gemeindefläche spielt die Landwirtschaft heute nur noch eine untergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil besitzt keinen eigenen Bahnhof. Der nächstgelegene Eisenbahnknoten ist der [[Bahnhof Dietikon]]. Von dort bestehen Verbindungen mit der [[S-Bahn Zürich]], Fernverkehrszügen und der [[Limmattalbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Buslinien des [[Zürcher Verkehrsverbund]]es verbinden Geroldswil mit Dietikon sowie mit Oetwil, Weiningen, Unterengstringen und weiteren Gemeinden des Limmattals. Der zentrale Umsteigepunkt innerhalb der Gemeinde befindet sich im Bereich des Dorfzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste regelmässige Busverbindung nach Dietikon wurde 1948 eröffnet. Sie war eine wichtige Voraussetzung für das spätere Bevölkerungswachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmattalstrasse bildet die wichtigste lokale Verkehrsachse. Sie verbindet Geroldswil mit Zürich, Weiningen, Oetwil und den Gemeinden im Aargauer Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn A1 durchquert den südlichen Teil des Gemeindegebiets. Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse befinden sich bei Weiningen und Dietikon. Über die A1 sind Zürich, Baden, Bern, Basel und die Nordostschweiz erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fuss- und Veloverkehr bestehen Verbindungen entlang der Limmat sowie durch die Wohnquartiere und die benachbarten Gemeinden. Der Limmatuferweg ist Teil eines regionalen Freizeit- und Alltagsnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kindergarten- und Primarschulstufe wird von der gemeinsamen Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil geführt. Auf dem Gebiet von Geroldswil befinden sich mehrere Kindergärten und Schulanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Schulstandorten gehören die Anlagen Huebwies und Fahrweid. Das Schulhaus Huebwies wurde 1974 im Zusammenhang mit dem Ausbau des Gemeindezentrums eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe besuchen die Oberstufenschule in Weiningen. Die nächstgelegene kantonale Mittelschule ist die [[Kantonsschule Limmattal]] in [[Urdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bildungs- und Kulturinfrastruktur gehört ausserdem die Schul- und Gemeindebibliothek im Ortszentrum. Sie wurde gemeinsam mit der reformierten Kirche eingerichtet und 1977 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil gehörte historisch zur Pfarrei und später zur reformierten Kirchgemeinde Weiningen. Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Weiningen umfasst heute die Gemeinden Unterengstringen, Weiningen, Geroldswil und Oetwil an der Limmat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geroldswil.ch/freizeit-und-kultur/kultur/kirchen/reformierte-kirche.html/412 Reformierte Kirche], Gemeinde Geroldswil, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Geroldswil wurde 1977 im Gemeindezentrum eröffnet. Der moderne Bau ist mit weiteren öffentlichen Räumen und der Bibliothek verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Johanneskirche entstand 1971 und 1972. Sie gehört zur katholischen Kirchgemeinde Geroldswil. Beide Kirchen sind Teil des in den 1970er-Jahren entwickelten Gemeindezentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Ortsbild ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsbild von Geroldswil wird durch den Gegensatz zwischen dem kleinen historischen Strassendorf und den seit den 1960er-Jahren entstandenen Wohnquartieren geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im älteren Dorfbereich haben sich einzelne Bauernhäuser, Wohnhäuser und Brunnen erhalten. Sie erinnern an die landwirtschaftliche Vergangenheit der Gemeinde. Bedeutende Beispiele der älteren Bausubstanz sind in den kantonalen und kommunalen Inventaren verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindezentrum ist ein charakteristisches Beispiel der schweizerischen Zentrumsplanung der 1960er- und 1970er-Jahre. Es vereinigte Verwaltung, Kirchen, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Wohnen, Kultur und Freizeit in einer zusammenhängenden Anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeindesaal dient Veranstaltungen, Versammlungen, Aufführungen und privaten Anlässen. Weitere kulturelle Angebote werden von der Bibliothek, den Kirchen, Vereinen und der Gemeinde organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil besitzt trotz seiner geringen Fläche ein vielfältiges Sport- und Freizeitangebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hallenbad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hallenbad Geroldswil wurde in den 1970er-Jahren als Bestandteil des neuen Gemeindezentrums errichtet. Es wird von der Bevölkerung, den Schulen, Vereinen sowie Schwimm- und Tauchschulen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage umfasst Schwimmbecken und ergänzende Wellnessangebote. Nach einer umfassenden Sanierung wurde das Hallenbad 2025 wiedereröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geroldswil.ch/verwaltungpolitik/verwaltung/abteilungen/bevoelkerungsdienste/hallenbad.html/583 Hallenbad], Gemeinde Geroldswil, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freizeit- und Sportanlage Werd ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freizeit- und Sportanlage Werd liegt zwischen der Autobahn und der Limmat. Sie wurde gemeinsam mit den Nachbargemeinden entwickelt und umfasst unter anderem Fussballplätze, eine Skateanlage, einen Outdoor-Fitnessbereich, eine Bocciabahn und weitere Freizeitflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fussballplätze werden unter anderem vom FC Oetwil-Geroldswil genutzt. Die Anlage ist ein regionaler Treffpunkt für den Vereins- und Breitensport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naherholung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Naherholungsgebieten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das renaturierte Limmatufer&lt;br /&gt;
* das Wisentäli am Fuss des Altbergs&lt;br /&gt;
* die Freizeitanlage Moos&lt;br /&gt;
* die Waldgebiete des Altbergs&lt;br /&gt;
* der Vitaparcours im Gebiet Aeschbrig&lt;br /&gt;
* die Wege entlang der Limmat und durch die umliegenden Gemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmatauen bieten Lebensräume für Vögel, Amphibien, Fische und zahlreiche Pflanzenarten. Gleichzeitig dienen die Wege am Fluss als regionale Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geroldswil.ch/aktuellesgeroldswil/geroldswil/willkommen.html/108 Willkommen in Geroldswil], Gemeinde Geroldswil, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine und gesellschaftliches Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben wird von zahlreichen Sport-, Kultur-, Musik-, Freizeit- und Interessenvereinen getragen. Mehrere Organisationen sind gemeinsam für Geroldswil und Oetwil an der Limmat tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste gemeinsame Dorfverein sind die 1880 gegründeten Feldschützen Oetwil-Geroldswil. Weitere Vereine befassen sich unter anderem mit Fussball, Tennis, Turnen, Schwimmen, Musik, Kultur, Natur und sozialen Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmässige Gemeindeanlässe, Märkte, Vereinsfeste und Veranstaltungen auf dem Dorfplatz fördern den Austausch zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Zusammenarbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer kleinen Fläche und der engen räumlichen Verflechtung arbeitet die Gemeinde in zahlreichen Bereichen mit ihren Nachbarn zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit Oetwil an der Limmat. Gemeinsam geführt oder organisiert werden unter anderem die Primarschule, die Feuerwehr sowie verschiedene Vereine und Infrastrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Oetwil und Weiningen besteht eine gemeinsame Gruppenwasserversorgung. Weitere regionale Aufgaben werden zusammen mit Dietikon und den übrigen Gemeinden des Bezirks wahrgenommen. Dazu gehören Abwasserreinigung, Abfallentsorgung, Gesundheitsversorgung, öffentlicher Verkehr, Zivilschutz und Raumplanung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geroldswil ist zudem Teil der regionalen Planungsorganisation Zürcher Planungsgruppe Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band IX: Der Bezirk Dietikon.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, S. 144–150.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Geroldswil: &#039;&#039;750 Jahre Geroldswil. Aus der Geschichte der Gemeinde.&#039;&#039; Geroldswil 2005.&lt;br /&gt;
* Heinz Bollinger: &#039;&#039;Geroldswil.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&#039;&#039; 8. Dezember 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Limmat]]&lt;br /&gt;
* [[Oetwil an der Limmat]]&lt;br /&gt;
* [[Weiningen ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.geroldswil.ch Offizielle Website der Gemeinde Geroldswil]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/articles/000162 Geroldswil im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.hoschti-geroldswil.ch Zentrumsentwicklung Hoschti]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Geroldswil|Geroldswil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geroldswil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Limmat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1255]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Weiningen_ZH&amp;diff=669</id>
		<title>Weiningen ZH</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Weiningen_ZH&amp;diff=669"/>
		<updated>2026-07-24T15:25:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „Autobahn A1“ durch „Autobahn A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Weiningen&lt;br /&gt;
|BILD = Weiningen02.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Weiningen mit Rebbergen und historischem Dorfkern&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Weiningen COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Weiningen 2007.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Dietikon&lt;br /&gt;
|BFS = 0251&lt;br /&gt;
|PLZ = 8104 Weiningen&amp;lt;br /&amp;gt;8951 Fahrweid&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.421103&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.435556&lt;br /&gt;
|HÖHE = 413&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 5,38&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 5108&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.weiningen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiningen&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt am Nordrand des [[Limmattal]]s, ungefähr zehn Kilometer nordwestlich des Zürcher Stadtzentrums. Zur Gemeinde gehören das historische Weinbauerndorf Weiningen und der in der Ebene nahe der [[Limmat]] gelegene Ortsteil Fahrweid-Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen ist besonders für seine ausgedehnten Rebberge bekannt. Trotz seiner Lage innerhalb der dicht besiedelten [[Agglomeration Zürich]] hat das Hauptdorf einen vergleichsweise ländlichen Charakter bewahrt. Landwirtschaftsflächen, Rebhänge und Wälder umgeben den historischen Ortskern. Fahrweid-Weiningen unterscheidet sich davon durch seine städtischere Siedlungsstruktur und die enge räumliche Verbindung mit [[Dietikon]], [[Geroldswil]] und [[Unterengstringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde wurde am 8. Februar 870 als &#039;&#039;Winigon&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist entgegen einer verbreiteten Annahme nicht vom Weinbau abgeleitet, sondern geht wahrscheinlich auf den alemannischen Personennamen &#039;&#039;Wini&#039;&#039; oder &#039;&#039;Wino&#039;&#039; zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/geschichte Gemeinde Weiningen: Winigon wird zu Weiningen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Weiningen gehört zur Gruppe der alemannischen Ortsnamen mit der Endung &#039;&#039;-ingen&#039;&#039;. Solche Namen bezeichnen gewöhnlich die Angehörigen oder Nachkommen einer bestimmten Person. &#039;&#039;Winigon&#039;&#039; kann demnach als «bei den Angehörigen des Wini oder Wino» gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweizerdeutsche Ortsbezeichnung lautet &#039;&#039;Wiinige&#039;&#039;. Der Zusatz &#039;&#039;&#039;ZH&#039;&#039;&#039; ist kein Bestandteil des amtlichen Gemeindenamens. Er dient in Verzeichnissen und enzyklopädischen Werken zur Unterscheidung von [[Weiningen TG]] im [[Kanton Thurgau]] und weiteren ähnlich benannten Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Schreibweise Weiningen ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. Die Ähnlichkeit mit dem Wort &#039;&#039;Wein&#039;&#039; passt zwar zur ausgeprägten Weinbautradition der Gemeinde, ist sprachgeschichtlich jedoch zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen liegt auf der rechten Seite des Limmattals zwischen der Limmat im Süden und den bewaldeten Höhen von Gubrist und Altberg im Norden. Das Hauptdorf befindet sich auf einer Geländeterrasse oberhalb der Talebene. Die Rebberge erstrecken sich an den sonnigen Hängen zwischen dem Dorf, dem Gubrist und dem Gebiet Hasleren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet reicht von den Höhenzügen am Übergang zum [[Furttal]] bis in die dicht besiedelte Limmatebene. Der Höhenbereich erstreckt sich von ungefähr 381 Metern an der Limmat bis auf rund 631 Meter in den bewaldeten Höhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind [[Dällikon]], [[Regensdorf]], Unterengstringen, Geroldswil, [[Oetwil an der Limmat]] und Dietikon. Im Osten liegt die Stadtgrenze von Zürich nur wenige Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gemeindefläche entfällt ein grosser Teil auf Wald und Landwirtschaft. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf Weiningen-Dorf, Fahrweid und die Gebiete entlang der Autobahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde gliedert sich in zwei deutlich unterschiedliche Siedlungsräume:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ortsteile der Gemeinde Weiningen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ortsteil&lt;br /&gt;
! Postleitzahl&lt;br /&gt;
! Charakter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Weiningen-Dorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8104&lt;br /&gt;
| Historisches Weinbauerndorf mit Kirche, Schlössli, Bauernhäusern, Rebbergen und kommunalen Einrichtungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fahrweid-Weiningen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| 8951&lt;br /&gt;
| Dicht bebauter Ortsteil in der Limmatebene mit Wohnquartieren, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und unmittelbarer Nähe zu Dietikon&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen-Dorf zählt rund 2&#039;700 Einwohnerinnen und Einwohner. Das Dorf ist von den Rebbergen an Hasleren und Gubrist sowie vom landwirtschaftlich genutzten Weiningerfeld umgeben. Der historische Ortskern ist im kantonalen Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder verzeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ortsteile&amp;quot;&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/portraitdorf Gemeinde Weiningen: Weiningen-Dorf und Fahrweid], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fahrweid bildet ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet, das politisch auf Weiningen und Geroldswil verteilt ist. Der Weininger Teil zählt mehr als 2&#039;000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeindegrenze ist im Ortsbild kaum erkennbar und verläuft teilweise durch Strassenzüge und Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil besitzt mit 8951 eine eigene Postleitzahl. Er liegt nahe dem Bahnhof Dietikon und ist durch Buslinien mit den umliegenden Gemeinden verbunden. Zur örtlichen Infrastruktur gehören Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Einkaufsmöglichkeiten und das Quartierzentrum Föhrewäldli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Landschaftsbild Weiningens wird durch den Gegensatz zwischen der urbanen Limmatebene und den ländlichen Hanglagen bestimmt. Während Fahrweid Teil des weitgehend zusammenhängenden Siedlungsbands zwischen Zürich und Dietikon ist, vermitteln das Hauptdorf und die nördlichen Gemeindegebiete einen dörflichen Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebhänge bilden eines der auffälligsten Landschaftselemente. Oberhalb der Reben schliessen Landwirtschaftsflächen und Waldgebiete an. Die Wälder des Gubrists und des Altbergs dienen der Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Naherholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weiningerfeld ist eine offene Kulturlandschaft zwischen Weiningen und den benachbarten Gemeinden. Es wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt und bildet einen wichtigen Freiraum innerhalb der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länggenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Weiningen fliesst der Länggenbach. Sein Oberlauf entspringt im Gebiet zwischen Gubrist und Altberg am Übergang zum Furttal und wird dort teilweise als Trüebbach bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bach durchquert das Hauptdorf und fliesst anschliessend in Richtung Limmatebene. Teile seines Laufs wurden im Zuge der Siedlungsentwicklung verbaut oder eingedolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwasserschutz, ökologische Aufwertung und die Pflege der Uferbereiche gehören zu den Aufgaben der Gemeinde und des Kantons. Wo es die räumlichen Verhältnisse erlauben, werden naturnähere Bachabschnitte angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmat und Fahrweid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmat verläuft südlich des Gemeindegebiets. Die Fahrweid liegt in der flachen Talebene nahe dem Fluss und den Verkehrsanlagen von Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmatufer bildet ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Wege entlang des Flusses werden zum Spazieren, Joggen und Velofahren genutzt. Auenwaldreste, Ufergehölze und Grundwassergebiete besitzen ökologische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Limmatebene war früher regelmässig von Hochwasser betroffen. Flusskorrektionen, Dämme und Entwässerungsanlagen ermöglichten im 19. und 20. Jahrhundert eine intensivere Nutzung und Bebauung des Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsanlagen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet wird von bedeutenden überregionalen Verkehrsanlagen durchquert. Beim Limmattaler Kreuz treffen die [[Autobahn A1]] und die [[Autobahn A4 (Schweiz)|Autobahn A4]] aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gubristtunnel der Zürcher Nordumfahrung führt durch den südöstlichen Teil des Gubrists. Autobahnen, Tunnelportale und Zufahrtsstrassen prägen Teile des Gemeindegebiets und verursachen Lärm- und Umweltbelastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig verfügt Weiningen dadurch über eine gute Strassenanbindung an Zürich, den Flughafen, das Furttal, den Aargau und die Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und erste Erwähnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus der Umgebung weisen auf eine Besiedlung des Limmattals seit vorgeschichtlicher Zeit hin. Die fruchtbaren Böden, Wasserläufe und sonnigen Hänge boten günstige Bedingungen für Landwirtschaft und Viehhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der römischen Zeit verliefen bedeutende Verkehrswege durch das Limmattal. In der näheren Umgebung bestanden Gutshöfe, Siedlungen und Strassenverbindungen zwischen [[Turicum]], dem heutigen Zürich, und [[Vindonissa]], dem heutigen Windisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft entstanden alemannische Siedlungen. Weiningen wurde am 8. Februar 870 unter dem Namen &#039;&#039;Winigon&#039;&#039; erstmals in einer Urkunde genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundbesitz und Herrschaftsrechte waren im Mittelalter auf verschiedene Adlige, Klöster und freie Bauern verteilt. Der Kirchensatz der Pfarrkirche St. Peter gehörte zunächst den Freiherren von Regensberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Verhältnisse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrei Weiningen umfasste im Mittelalter ein grösseres Gebiet. Zu ihr gehörte zeitweise auch das im 13. Jahrhundert gegründete und später zerstörte Städtchen [[Glanzenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 12. Jahrhundert gelangten kirchliche Rechte an das [[Kloster Fahr]]. Das Benediktinerinnenkloster besass im Limmattal umfangreichen Grundbesitz und übte wirtschaftlichen sowie kirchlichen Einfluss aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weininger Kirche blieb über Jahrhunderte eng mit dem Kloster Fahr verbunden. Nach der Einführung der Reformation im Zürcher Einflussgebiet wurde die Gemeinde reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiherren von Regensberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiherren von Regensberg gehörten im Hochmittelalter zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern der Region. Sie besassen Land, Vogteien und kirchliche Rechte im Limmattal, Furttal und Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 14. Jahrhunderts verloren sie einen grossen Teil ihres Besitzes. Rechte und Güter gelangten unter anderem an die Klöster Fahr und Wettingen sowie an städtische Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang der Regensberger und der wachsende Einfluss Zürichs veränderten die Herrschaftsverhältnisse im gesamten Limmattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichtsherrschaft Weiningen-Oetwil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerichtsherrschaft Weiningen-Oetwil umfasste Weiningen, Oberengstringen, Unterengstringen, Geroldswil und Oetwil an der Limmat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1435 gelangten die niederen Gerichtsrechte an die Zürcher Familie Meyer von Knonau. Sie übte die Gerichtsherrschaft bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gerichtsherr war unter anderem für Zivilstreitigkeiten, kleinere Straftaten, Erbschaftsfragen, Grundstücksgeschäfte und die lokale Verwaltung zuständig. Die hohe Gerichtsbarkeit, insbesondere bei schweren Verbrechen und Todesurteilen, lag bei der eidgenössischen [[Grafschaft Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schlössli Weiningen diente der Familie Meyer von Knonau als Land- und Gerichtsherrensitz. Es erinnert bis heute an die besondere politische Stellung der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung des Aargaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1415 eroberten die Eidgenossen grosse Teile des habsburgischen Aargaus. Das Limmattal wurde dadurch in neue Herrschaftsgebiete aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen gehörte hochgerichtlich zur gemeinsam verwalteten Grafschaft Baden. Gleichzeitig wuchs der Einfluss der Stadt Zürich auf die östlichen Gebiete des Limmattals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geteilten Herrschaftsverhältnisse blieben bis 1798 bestehen. Örtliche Niedergerichtsherren, die Grafschaft Baden, Klöster und die Stadt Zürich besassen gleichzeitig unterschiedliche Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1520er-Jahren setzte Zürich die Reformation auch in Weiningen und den umliegenden Gemeinden durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gottesdienst wurde nach reformierten Grundsätzen neu gestaltet. Altäre, Heiligenbilder und andere Elemente der katholischen Liturgie wurden entfernt oder verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das benachbarte Kloster Fahr wurde vorübergehend aufgehoben. Es nahm das klösterliche Leben später wieder auf und blieb katholisch, während Weiningen reformiert blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konfessionelle Grenze zwischen den reformierten Zürcher Gemeinden und den katholischen Besitzungen des Klosters Fahr prägte die Region über Jahrhunderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit in das 20. Jahrhundert lebte ein grosser Teil der Bevölkerung von Landwirtschaft und Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau, Viehhaltung, Obstbau und Waldwirtschaft ergänzten den Rebbau. Viele Familien besassen kleinere Rebparzellen und verarbeiteten ihre Trauben in gemeinschaftlichen oder privaten Trotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen verfügte früher über zahlreiche Trotten. Diese Gebäude dienten dem Pressen der Trauben und waren wichtige Treffpunkte während der Weinlese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau wurde wiederholt durch Frost, Hagel, Pflanzenkrankheiten und wirtschaftliche Krisen beeinträchtigt. Im 19. Jahrhundert führten Mehltau und Reblaus sowie die Konkurrenz importierter Weine zu einem Rückgang der Rebflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu vielen anderen Gemeinden wurde der Weinbau in Weiningen jedoch nie vollständig aufgegeben. Er blieb ein bestimmender Bestandteil von Landschaft, Wirtschaft und lokaler Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und moderne Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] wurden die alten Gerichts- und Untertanenverhältnisse 1798 aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen gehörte von 1798 bis 1803 zum helvetischen Distrikt Regensdorf. Die Einwohner erhielten grundsätzlich gleiche politische Rechte, mussten aber zugleich Einquartierungen, Abgaben und wirtschaftliche Belastungen tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Mediationsakte]] von 1803 wurde Weiningen dem Bezirk Zürich zugeteilt. Die moderne politische Gemeinde entwickelte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bildung des Bezirks Dietikon wechselte Weiningen 1989 vom Bezirk Zürich in den neu geschaffenen Bezirk Dietikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Limmattal-Strassenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Verbesserung der Verkehrsverbindungen brachte die [[Limmattal-Strassenbahn]]. Von 1901 bis 1931 bestand eine Zweigstrecke von Schlieren nach Weiningen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elektrische Strassenbahn erleichterte den Personen- und Güterverkehr und verband das Dorf enger mit Schlieren und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten und der zunehmenden Konkurrenz durch Busse und Automobile wurde die Strecke eingestellt. Der öffentliche Verkehr wurde danach durch Autobusse übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der Fahrweid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrweid war bis ins frühe 20. Jahrhundert eine weitgehend landwirtschaftlich genutzte Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Flusskorrektionen, Entwässerung und dem Ausbau der Verkehrswege entstanden erste Gewerbe- und Wohnbauten. Der eigentliche Ausbau zum Wohnquartier setzte in den 1950er- und 1960er-Jahren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfamilienhäuser, Schulen, Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten veränderten das Gebiet grundlegend. Die Einwohnerzahl der Gemeinde nahm stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Gemeindegrenze zwischen Weiningen und Geroldswil durch das Siedlungsgebiet verläuft, entwickelte sich Fahrweid als gemeinsamer Ort mit zwei politischen Zugehörigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobahnbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Autobahn A1 im Jahr 1971 und der A4 im Jahr 1985 machte Weiningen zu einem bedeutenden Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limmattaler Kreuz und der Gubristtunnel verbesserten die Erreichbarkeit, brachten aber zugleich erhebliche Eingriffe in Landschaft und Lebensraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der Zürcher Nordumfahrung und die Erweiterung des Gubristtunnels führten im 21. Jahrhundert zu langjährigen Bauarbeiten. Die Gemeinde setzte sich dabei für Lärmschutz, landschaftliche Aufwertungen und eine möglichst geringe Belastung der Wohngebiete ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl blieb vom 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vergleichsweise niedrig. Um 1900 lebten weniger Menschen in Weiningen als 1850, was unter anderem auf fehlende Arbeitsplätze und Abwanderung zurückzuführen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1950er-Jahren wuchs die Bevölkerung stark. Ausschlaggebend waren die Entwicklung Fahrweids, die Nähe zu Zürich und Dietikon sowie der Ausbau der Verkehrsverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 832&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 653&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 976&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1&#039;633&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 2&#039;323&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 2&#039;964&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;551&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 3&#039;743&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4&#039;229&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4&#039;857&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 5&#039;108&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsstruktur unterscheidet sich zwischen den beiden Ortsteilen. Das Hauptdorf besitzt zahlreiche Einfamilienhäuser, ältere Bauernhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser. Fahrweid ist dichter bebaut und stärker von grösseren Wohnanlagen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bevölkerung ist deutschsprachig. Aufgrund der Lage in der Agglomeration Zürich lebt in der Gemeinde ein bedeutender Anteil ausländischer Staatsangehöriger und mehrsprachiger Haushalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;In Gold eine blaue Pflugschar vor einem blauen Rebmesser mit rotem Griff, überhöht von einer grüngestielten und beblätterten blauen Traube.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflugschar, Rebmesser und Traube verweisen auf Landwirtschaft und Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motiv ist seit dem 18. Jahrhundert belegt. Seit 1755 wurde es auf Dorfbrunnen verwendet. 1925 bereinigte die Wappenkommission der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich die Darstellung. 1932 wurde die heutige Form festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen gehört zu den besonders anschaulichen Berufswappen der Zürcher Gemeinden. Es macht die historische Bedeutung des Rebbaus unmittelbar erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen ist nach dem Zürcher Gemeinderecht als politische Gemeinde organisiert. Die Primarschulgemeinde ist mit der politischen Gemeinde zu einer Einheitsgemeinde verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/gemeindeordnung Gemeinde Weiningen: Gemeindeordnung], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung oder an der Urne über Sachgeschäfte, Budgets, Rechnungen, Gemeindevorschriften und Wahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er leitet die Verwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Stimmberechtigten und vertritt die Gemeinde nach aussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Hauptdorf. Weil Weiningen und Fahrweid räumlich deutlich voneinander getrennt sind, spielt die ausgewogene Versorgung beider Ortsteile mit öffentlichen Einrichtungen eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde arbeitet in zahlreichen regionalen Organisationen und Zweckverbänden mit. Dazu gehören Einrichtungen für Planung, Polizei, Feuerwehr, Abwasser, Wasserversorgung, Altersbetreuung und weitere kommunale Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Weiningen Teil der Agglomeration Zürich ist, bestehen mehrere Landwirtschaftsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ackerbau, Viehhaltung, Obstbau und Rebbau prägen die noch unbebauten Flächen. Landwirtschaftliche Betriebe tragen wesentlich zur Pflege des Weiningerfelds und der Hanglagen bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der steigende Bodenbedarf für Wohnen, Verkehr und Gewerbe setzt die Landwirtschaftsflächen unter Druck. Raumplanung und Landschaftsschutz sollen die verbleibenden Freiräume sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen zählt zu den bedeutendsten Weinbaugemeinden des Kantons Zürich. Rund 30 Hektaren Rebfläche erstrecken sich vor allem an den Hängen Hasleren und Gubrist. Die Gemeinde bezeichnet sich damit als drittgrösste Weinbaugemeinde des Kantons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Rebsorten sind Blauburgunder und Riesling-Silvaner. Daneben werden weitere rote und weisse Sorten angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Betriebe keltern ihre Trauben selbst. Weitere Trauben werden von regionalen Kellereien verarbeitet. Die Weininger Weine werden direkt ab Hof, über den Detailhandel, in Restaurants und bei lokalen Veranstaltungen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebhänge besitzen neben ihrer wirtschaftlichen auch eine hohe landschaftliche und kulturelle Bedeutung. Trockenmauern, Rebwege, Böschungen und Hecken bieten Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen und Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe und Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Vertreten sind unter anderem Baugewerbe, Handwerk, Gastronomie, Detailhandel, Beratung und persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fahrweid bestehen aufgrund der Nähe zu Dietikon und den grossen Verkehrsachsen zusätzliche Arbeitsplätze in Gewerbe, Logistik und Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Zürich, Dietikon, Schlieren, Regensdorf oder in andere Gemeinden der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen besitzt keinen eigenen Bahnhof. Die nächstgelegenen wichtigen Bahnhöfe befinden sich in Dietikon und Schlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buslinien verbinden Weiningen-Dorf und Fahrweid mit Dietikon, Schlieren, Unterengstringen, Geroldswil, Oetwil an der Limmat und Regensdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bahnhof Dietikon bestehen Verbindungen mit der Zürcher S-Bahn, Fernverkehrszügen und der [[Limmattalbahn]]. Fahrweid liegt besonders nahe am Bahnhof Dietikon und ist daher gut an das regionale Bahnnetz angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiningen ist über Kantons- und Gemeindestrassen mit Dietikon, Unterengstringen, Regensdorf, Geroldswil und Oetwil an der Limmat verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten überregionalen Strassen sind die Autobahnen A1 und A4. Sie kreuzen sich im Limmattaler Kreuz auf dem Gemeindegebiet beziehungsweise in dessen unmittelbarer Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gubristtunnel stellt die Verbindung zur Zürcher Nordumfahrung her. Er ist eine der meistbefahrenen Strassenverbindungen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Verkehr führt zu Belastungen durch Lärm, Luftschadstoffe und Flächenverbrauch. Lärmschutzbauten, Überdeckungen, Ersatzflächen und ökologische Ausgleichsmassnahmen sollen die Auswirkungen vermindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Velo- und Fussverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wege durch die Rebberge, das Weiningerfeld und die Wälder werden für Spaziergänge, Wanderungen und Velofahrten genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Limmatebene bestehen regionale Velorouten und Wege entlang des Flusses. Sie verbinden Fahrweid mit Dietikon, Geroldswil, Unterengstringen und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenunterschied zwischen Fahrweid und dem Hauptdorf erschwert den Alltagsveloverkehr teilweise. Neue Veloverbindungen und sichere Querungen stark befahrener Strassen sind deshalb wichtige Planungsaufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheitsgemeinde führt Kindergärten und Primarschulen. Schulstandorte bestehen im Hauptdorf und im Gebiet Fahrweid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberstufe wird regional organisiert. Jugendliche besuchen je nach Schulorganisation Einrichtungen in Weiningen oder benachbarten Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelschulen, Berufsfachschulen und Hochschulen befinden sich vor allem in Dietikon, Zürich, Urdorf, Baden und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bibliotheksangebote, Musikunterricht, Vereine und private Kurse ergänzen das Bildungsangebot. Die Gemeindebibliothek befindet sich im Dachgeschoss des Schlösslis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/bibliotheken/65 Gemeinde Weiningen: Gemeindebibliothek], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen und Religionsgemeinschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Weiningen ist das bedeutendste historische Sakralgebäude der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Anlage besitzt einen spätgotischen Kern und wurde in mehreren Bauphasen verändert. Wichtige Umbauten erfolgten 1650, 1688, 1705 und 1792.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zh-kirchenspots.ch/content/e1665/e1667/e2657/ Reformierte Kirche Weiningen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche steht erhöht am Rand des historischen Dorfkerns und bildet gemeinsam mit den Rebbergen ein charakteristisches Ortsbild. Der reformierten Kirchgemeinde gehören die Kirchen in Weiningen und Geroldswil an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Einwohnerinnen und Einwohner gehören einer regionalen Pfarrei im Limmattal an. Weitere Religionsgemeinschaften befinden sich vor allem in Dietikon, Schlieren und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Dorfkern von Weiningen besteht aus Bauernhäusern, ehemaligen Weinbauernhäusern, Gasthöfen, Brunnen, der Kirche und dem Schlössli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gebäude weisen Riegelkonstruktionen, grosse Scheunen und für Weinbaudörfer typische Kelleranlagen auf. Die Siedlungsstruktur vermittelt trotz neuerer Bauten noch immer den Charakter eines historischen Limmattaler Dorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortsbild ist im kantonalen Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ortsteile&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlössli Weiningen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schlössli Weiningen wurde vor ungefähr 400 Jahren als Landherrensitz der Gerichtsherren Meyer von Knonau errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude besitzt eine repräsentative Fassade, bemalte Fensterläden, ein steiles Dach und einen kleinen Dachreiter. Eine Freitreppe führt zum Haupteingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende der alten Gerichtsverhältnisse diente es als Herrschafts- und Verwaltungssitz. Später wurde es für verschiedene öffentliche und private Zwecke verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist das Schlössli ein kultureller Begegnungsort. Es enthält Veranstaltungs-, Sitzungs- und Vereinsräume sowie die Gemeindebibliothek.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weiningen.ch/infrastrukturmieten Gemeinde Weiningen: Schlössli Weiningen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht oberhalb der Rebberge. Ihr weisser Turm mit den auffälligen Zifferblättern ist weithin sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde über mehrere Jahrhunderte erweitert und umgestaltet. Der Innenraum entspricht dem Typus einer reformierten Predigtkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche, Friedhof, Pfarrhaus und umliegende historische Gebäude bilden ein bedeutendes Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rebberge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebberge von Hasleren und Gubrist gehören zu den wichtigsten Wahrzeichen Weiningens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rebwege erschliessen die Hänge und bieten Ausblicke über das Limmattal, den Heitersberg und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reben verändern das Landschaftsbild im Jahresverlauf deutlich. Austrieb, Blüte, Reife und Herbstfärbung prägen die Wahrnehmung der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfbrunnen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere historische Brunnen erinnern an die frühere Wasserversorgung und an das dörfliche Gemeinschaftsleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einzelnen Brunnen ist das Weininger Wappen mit Traube, Pflugschar und Rebmesser dargestellt. Das Wappenmotiv ist an Brunnen seit 1755 belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahrweid und Limmatufer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Fahrweid besitzt vor allem neuere Architektur. Zu den gemeinschaftlichen Einrichtungen gehört das Quartierzentrum Föhrewäldli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nahe Limmatufer bietet Spazier- und Velowege, Grünflächen und Zugang zu regionalen Erholungsräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feste und Brauchtum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau prägt verschiedene lokale Veranstaltungen. Dazu gehören Rebblütenfeste, Weinanlässe, Degustationen und Veranstaltungen während oder nach der Weinlese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereine organisieren Konzerte, Sportanlässe, Dorffeste und kulturelle Veranstaltungen. Das Schlössli, die Kirche, Gasthäuser und weitere Gemeinderäume dienen dabei als Veranstaltungsorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Siedlungsstrukturen von Dorf und Fahrweid führen zu teilweise eigenständigen Quartiertraditionen. Gemeinsame Gemeindeanlässe sollen den Zusammenhalt zwischen beiden Ortsteilen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine und Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Weiningen bestehen Sport-, Musik-, Kultur-, Natur- und Quartiervereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sportanlagen befinden sich sowohl im Hauptdorf als auch in und um Fahrweid. Beliebte Sportarten sind Fussball, Turnen, Schiessen, Tennis, Curling und verschiedene Freizeitsportarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder, Rebwege und das Limmatufer werden für Wandern, Joggen und Velofahren genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Quartierverein Fahrweid vertritt lokale Interessen und organisiert Veranstaltungen im südlichen Gemeindeteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Weiningen verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Hirzel (Theologe)|Heinrich Hirzel]] (1766–1833), reformierter Theologe, Schriftsteller und Hochschullehrer, der vermutlich in Weiningen geboren wurde und dort aufwuchs;&lt;br /&gt;
* [[Rolf Binder]] (1929–2016), Korpskommandant und Ausbildungschef der Schweizer Armee;&lt;br /&gt;
* [[Theo Frey]] (1908–1997), Fotograf und bedeutender Vertreter der schweizerischen Reportagefotografie, der während mehrerer Jahrzehnte in Weiningen lebte;&lt;br /&gt;
* [[Hans Geiger (Bankmanager)|Hans Geiger]] (* 1943), Wirtschaftswissenschaftler und Bankmanager;&lt;br /&gt;
* [[Carmen Schäfer]] (* 1981), Curlerin, Weltmeisterin und Europameisterin, aufgewachsen in Fahrweid-Weiningen;&lt;br /&gt;
* [[Janine Greiner]] (* 1981), Curlerin, Weltmeisterin und Europameisterin, aufgewachsen in Fahrweid-Weiningen;&lt;br /&gt;
* [[Albert Bunjaku]] (* 1983), Fussballspieler und ehemaliger Schweizer Nationalspieler, der in Fahrweid-Weiningen aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der administrativen Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Administrative Entwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitraum&lt;br /&gt;
! Zugehörigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter bis 1798&lt;br /&gt;
| Niedergericht Weiningen-Oetwil; hohe Gerichtsbarkeit bei der Grafschaft Baden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798–1803&lt;br /&gt;
| Distrikt Regensdorf der Helvetischen Republik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803–1989&lt;br /&gt;
| Bezirk Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1989&lt;br /&gt;
| Bezirk Dietikon&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Grunder: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band IX: Der Bezirk Dietikon.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8, S. 367–396.&lt;br /&gt;
* Leo Niggli: &#039;&#039;Weininger Chronik.&#039;&#039; Weiningen.&lt;br /&gt;
* Peter Ziegler: &#039;&#039;Die Gemeindewappen des Kantons Zürich.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977.&lt;br /&gt;
* Hélène Arnet: &#039;&#039;Das Kloster Fahr im Mittelalter. Mundus in gutta.&#039;&#039; Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1995.&lt;br /&gt;
* Martin Illi: &#039;&#039;Weiningen ZH.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Gemeinderat Weiningen: &#039;&#039;Weiningen. Dorfgeschichte und Gemeindeentwicklung.&#039;&#039; Weiningen.&lt;br /&gt;
* Heinz Gallmann: &#039;&#039;Zürichdeutsches Wörterbuch.&#039;&#039; Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
* [[Limmattal]]&lt;br /&gt;
* [[Fahrweid]]&lt;br /&gt;
* [[Gubrist]]&lt;br /&gt;
* [[Limmat]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster Fahr]]&lt;br /&gt;
* [[Glanzenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Weinbau im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Weiningen ZH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.weiningen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Weiningen]&lt;br /&gt;
* [https://www.weiningen.ch/geschichte Geschichte der Gemeinde Weiningen]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000094/ Weiningen im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/statthalteraemter-bezirksratskanzleien/bezirk-dietikon.html Bezirk Dietikon auf der Website des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dietikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limmattal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbauort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 870]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A9&amp;diff=668</id>
		<title>Autobahn A9</title>
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		<updated>2026-07-24T15:25:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „Autobahn A1“ durch „Autobahn A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;infobox&amp;quot; style=&amp;quot;width:25em; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; border:1px solid #a2a9b1; border-collapse:collapse; background:#f8f9fa; font-size:90%; line-height:1.4;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.6em; background:#cfe8f3; text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Autobahn A9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;padding:0.5em; text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:A9Swiss.svg|100px|Autobahnsignal A9]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Staat&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Strassentyp&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Autobahn (Schweiz)|Autobahn]], [[Autostrasse]] und Nationalstrasse mit Gemischtverkehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Nummer&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | A9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | N9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Beginn der N9&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Grenze Frankreich–Schweiz bei [[Vallorbe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Ende der N9&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Grenze Schweiz–Italien bei [[Gondo]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Länge der Gesamtverbindung&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | rund 230 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Kantone&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Kanton Waadt|Waadt]], [[Kanton Wallis|Wallis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Wichtige Orte&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Vallorbe]], [[Lausanne]], [[Vevey]], [[Montreux]], [[Aigle VD|Aigle]], [[Martigny]], [[Sitten]], [[Siders]], [[Visp]], [[Brig-Glis]], [[Simplon VS|Simplon]], [[Gondo]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Höchster Punkt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Simplonpass]], 2005 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Europastrassen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Europastrasse 23|E23]], [[Europastrasse 25|E25]], [[Europastrasse 27|E27]], [[Europastrasse 62|E62]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Betreiber&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;padding:0.35em; text-align:left;&amp;quot; | Vignettenpflicht&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:0.35em;&amp;quot; | Auf den als Autobahn oder Autostrasse signalisierten Abschnitten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Autobahn A9&#039;&#039;&#039; ist eine bedeutende Verkehrsachse im Westen und Südwesten der [[Schweiz]]. Sie verbindet den französisch-schweizerischen Grenzraum bei [[Vallorbe]] mit [[Lausanne]], der [[Genfersee]]region und dem [[Kanton Wallis]]. Über [[Sitten]], [[Siders]], [[Visp]] und [[Brig-Glis]] führt die dazugehörende Nationalstrasse N9 weiter über den [[Simplonpass]] bis zum Grenzübergang [[Gondo]] und nach Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 ist nicht auf ihrer gesamten Strecke als richtungsgetrennte Autobahn ausgebaut. Sie umfasst Autobahnabschnitte, zweispurige Autostrassen und auf der Simplonstrecke auch Nationalstrassenabschnitte mit Gegen- oder Gemischtverkehr. Im Oberwallis bestehen weiterhin einzelne bauliche Lücken und provisorische Verkehrsführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wallis wird die A9 häufig als &#039;&#039;&#039;Rhoneautobahn&#039;&#039;&#039; oder französisch als &#039;&#039;Autoroute du Rhône&#039;&#039; bezeichnet. Sie folgt dort über weite Strecken dem Tal der [[Rhone]] und erschliesst die wichtigsten Städte, Industriegebiete und Tourismusregionen des Kantons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 beziehungsweise die N9 gehört zu den landschaftlich vielfältigsten Nationalstrassenverbindungen der Schweiz. Sie beginnt im waadtländischen Jura, führt durch das Mittelland, entlang des Genfersees, durch das Rhonetal und schliesslich über den 2005 Meter hohen Simplonpass in die Alpenregion südlich des Hauptkamms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung und Einordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen A9 und N9 werden in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;N9&#039;&#039;&#039; ist die im Bundesrecht und in technischen Unterlagen verwendete Bezeichnung der Nationalstrasse. Sie reicht von der französischen Grenze bei Vallorbe bis zur italienischen Grenze bei Gondo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grüne Routennummer &#039;&#039;&#039;A9&#039;&#039;&#039; bezeichnet hauptsächlich die als Autobahn oder Autostrasse signalisierten Strecken. Das Bundesamt für Strassen verwendet die Bezeichnung A9 jedoch auch für den Nationalstrassenabschnitt über den Simplon, obwohl dieser teilweise normalen Strassenverkehr mit Zufahrten, Gegenverkehr und örtlichen Anschlüssen aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bauliche Standard wechselt deshalb entlang der Route:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausbaustandards der A9 und N9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Strassentyp&lt;br /&gt;
! Merkmale&lt;br /&gt;
! Beispiele&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Autobahn&lt;br /&gt;
| Richtungsgetrennte Fahrbahnen, keine niveaugleichen Kreuzungen, ausschliesslich motorisierter Verkehr&lt;br /&gt;
| Lausanne–Siders, grosse Teile im Oberwallis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Autostrasse&lt;br /&gt;
| Meist zweispurig, Gegenverkehr möglich, keine langsamen Fahrzeuge&lt;br /&gt;
| Abschnitte im Jura und bei Brig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nationalstrasse mit Gemischtverkehr&lt;br /&gt;
| Teilweise Zufahrten, Kreuzungen und Verkehr unterschiedlicher Fahrzeugarten&lt;br /&gt;
| Simplonstrecke und einzelne Übergangsabschnitte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Route vom französischen bis zum italienischen Grenzübergang ist rund 230 Kilometer lang. Sie gehört zu den Nationalstrassen erster, zweiter und dritter Klasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/ Bundesamt für Strassen: Nationalstrassennetz der Schweiz], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europastrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf verschiedenen Teilstücken ist die A9 Bestandteil mehrerer internationaler Europastrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die E23 führt von Frankreich über Vallorbe nach Lausanne. Die E25 verbindet den Raum Lausanne mit weiteren internationalen Nord-Süd-Achsen. Die E27 berührt die A9 im Bereich des Genfersees und des Unterwallis, während die E62 von der Westschweiz durch das Rhonetal und über den Simplon nach Italien führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europastrassennummern werden auf der schweizerischen Signalisation ergänzend zu den nationalen Autobahnnummern angezeigt. Für den alltäglichen Verkehr ist die Bezeichnung A9 jedoch wesentlich gebräuchlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französische Grenze–Vallorbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalstrasse N9 beginnt am Grenzübergang Le Creux westlich von Vallorbe. Auf französischer Seite setzt sich die Verbindung als Route nationale N57 in Richtung [[Pontarlier]], [[Besançon]] und weitere Teile Ostfrankreichs fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grenzübergang Vallorbe ist für den regionalen Personenverkehr, den Tourismus und den internationalen Güterverkehr von Bedeutung. Er liegt in einem engen Juratal nahe der Orbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Grenzübergang führt die Strasse zunächst auf einer normalen Hauptstrasse in Richtung Vallorbe und Ballaigues. Der als A9 beziehungsweise Autostrasse signalisierte Abschnitt beginnt östlich des Grenzraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke steigt durch die bewaldete Juralandschaft an und führt anschliessend in Richtung Orbe. Das Gelände erfordert mehrere Einschnitte, Brücken und Kurven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ballaigues–Orbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ballaigues und Orbe ist die A9 teilweise als zweispurige Autostrasse ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erschliesst die Gemeinden des waadtländischen Juras und bildet die wichtigste Strassenverbindung zwischen Vallorbe und dem schweizerischen Autobahnnetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt wird sowohl vom regionalen Verkehr als auch von Fahrzeugen aus Frankreich genutzt. Wegen des Gegenverkehrs und der topografischen Verhältnisse gelten teilweise niedrigere Geschwindigkeiten als auf einer voll ausgebauten Autobahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Orbe verlässt die Route die Jurahöhen und erreicht das waadtländische Mittelland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orbe–Essert-Pittet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Orbe verläuft die A9 durch eine offene Landwirtschaftslandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlüsse erschliessen Orbe, Chavornay und weitere Gemeinden der Region. Bei der Verzweigung Essert-Pittet trifft die A9 auf die [[Autobahn A1]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Essert-Pittet und dem Raum Lausanne werden A1 und A9 auf derselben Autobahn geführt. Die Strecke verläuft über Yverdon-les-Bains beziehungsweise an dessen südlichem Umland vorbei in Richtung Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Führung ist ein wichtiger Bestandteil des Westschweizer Autobahnnetzes. Sie verbindet die Verkehrsströme aus dem Jura, dem Genferseeraum, Bern und der Nordwestschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsamer Abschnitt mit der A1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 folgt der A1 bis zur Verzweigung Villars-Sainte-Croix westlich von Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesem Abschnitt bestehen mehrere Anschlüsse an die Agglomeration Lausanne und das regionale Strassennetz. Der Verkehr ist besonders während der Hauptverkehrszeiten stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Villars-Sainte-Croix trennt sich die A9 von der A1. Die A1 führt weiter in Richtung Genf, während die A9 die nördliche und östliche Umfahrung von Lausanne bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umfahrung Lausanne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 umgeht das Zentrum von Lausanne auf der Nordseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Anschlüsse befinden sich unter anderem bei Crissier, Lausanne-Blécherette, Vennes und Belmont. Sie erschliessen Wohngebiete, Gewerbezonen, Hochschulen, Spitäler und Sportanlagen der Agglomeration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umfahrung verläuft durch dicht besiedelte Gebiete und besitzt zahlreiche Brücken, Überführungen, Lärmschutzanlagen und technische Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verkehr zwischen den Anschlüssen Lausanne-Vennes und La Blécherette gehört zu den am stärksten belasteten Abschnitten der A9. Neben dem Durchgangsverkehr nutzt ein grosser Anteil des regionalen Pendlerverkehrs diese Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Belastung führt regelmässig zu Staus, insbesondere am Morgen und am Abend. Verkehrsbeeinflussungsanlagen und variable Geschwindigkeitsanzeigen sollen den Verkehrsfluss stabilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lausanne–Chexbres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Lausanne führt die A9 oberhalb des Genfersees durch die Gemeinden Belmont-sur-Lausanne, Lutry, Bourg-en-Lavaux und Chexbres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn verläuft am Hang oberhalb der Weinberge des [[Lavaux]]. Von einzelnen Abschnitten bestehen weite Ausblicke über den Genfersee und auf die Savoyer Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lavaux ist als Kulturlandschaft in die Liste des [[UNESCO-Welterbe in der Schweiz|UNESCO-Welterbes]] aufgenommen. Beim Bau und Unterhalt der Autobahn müssen deshalb Landschaftsschutz, Weinbau und Siedlungsentwicklung besonders berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Vennes–Chexbres wird seit mehreren Jahren umfassend erneuert. Dabei werden Fahrbahnen, Brücken, Stützmauern, Entwässerungsanlagen, Tunneltechnik und Lärmschutzanlagen instand gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://a9-vennes-chexbres.ofrou.ch/ Bundesamt für Strassen: A9 Vennes–Chexbres], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chexbres–La Veyre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Chexbres senkt sich die Strecke in Richtung Vevey.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn führt durch eine stark gegliederte Landschaft mit Weinbergen, Tobeln, Siedlungen und Verkehrswegen. Zahlreiche Kunstbauten ermöglichen die Querung des schwierigen Geländes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verzweigung La Veyre trifft die [[Autobahn A12 (Schweiz)|A12]] aus Richtung Bern und Freiburg auf die A9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
La Veyre ist ein wichtiger Verkehrsknoten der Westschweiz. Über die A12 bestehen Verbindungen nach Bulle, Freiburg, Bern und in die Deutschschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vevey–Montreux ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von La Veyre führt die A9 oberhalb von Vevey und Montreux nach Südosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke verläuft teilweise hoch über dem Genfersee. Sie erschliesst Vevey, La Tour-de-Peilz, Montreux und die Tourismusorte der Waadtländer Riviera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das steile Gelände zwischen See und Bergen liess nur wenig Raum für den Autobahnbau. Tunnel, Viadukte und Stützkonstruktionen prägen deshalb diesen Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Bauwerken gehören die Tunnel von Glion oberhalb von Montreux. Sie führen die Autobahn durch den Bergsporn zwischen dem Genfersee und dem Tal der Baye de Montreux.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tunnel von Glion besitzen getrennte Röhren für beide Fahrtrichtungen. Wegen ihrer Bedeutung und der beschränkten Ausweichmöglichkeiten führen Sanierungen oder Sperrungen regelmässig zu grossen Verkehrsbehinderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Montreux–Villeneuve ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Montreux folgt die Autobahn dem östlichen Ende des Genfersees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlüsse erschliessen unter anderem Villeneuve, den Freizeitpark Swiss Vapeur Parc, das Schloss Chillon und die Tourismusregion rund um Montreux.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 verläuft teilweise nahe der Bahnstrecke und dem Seeufer. Die dichte Konzentration von Siedlungen, Bahn, Hauptstrasse und Autobahn erschwert Ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Villeneuve erreicht die A9 die flache Rhoneebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Villeneuve–Aigle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Villeneuve und Aigle verläuft die A9 durch die Ebene des Chablais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet wird von Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe, Wohnsiedlungen und Verkehrsanlagen geprägt. Die Autobahn liegt teilweise nahe der kanalisierten Rhone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlüsse bestehen bei Villeneuve, Roche, Aigle und Yvorne. Sie erschliessen den östlichen Kanton Waadt, die Waadtländer Alpen und den westlichen Teil des Kantons Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Aigle bestehen Verbindungen in die Tourismusregionen Leysin, Les Diablerets und das Pays-d&#039;Enhaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt gehört an Wochenenden und während der Ferienzeiten zu den stauanfälligen Teilen der A9. Ein grosser Teil des Verkehrs fährt in die Walliser und Waadtländer Berggebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aigle–Saint-Maurice ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Aigle verengt sich das Rhonetal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn führt an Bex vorbei und erreicht bei Saint-Maurice die Grenze zwischen den Kantonen Waadt und Wallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saint-Maurice liegt an einer natürlichen Engstelle zwischen steilen Felswänden. Seit der Antike führen wichtige Verkehrswege durch diesen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9, die Bahnlinie, die Hauptstrasse und die Rhone verlaufen hier auf engem Raum nebeneinander. Tunnel, Brücken und Schutzbauten sichern die Verkehrswege gegen Steinschlag und Hochwasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Saint-Maurice–Martigny ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Saint-Maurice führt die A9 durch das Unterwallis nach Martigny.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie passiert Vernayaz, Evionnaz und weitere Gemeinden des Rhonetals. Industrielle Anlagen, Steinbrüche, Landwirtschaftsflächen und Siedlungen prägen die Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Martigny verändert die Rhone ihre Richtung. Die A9 folgt dem Fluss nach Nordosten in Richtung Sitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Raum Martigny zweigt die Nationalstrasse N21 in Richtung [[Grosser St. Bernhard|Grosser St. Bernhard]], Aostatal und Italien ab. Diese Verbindung wird auch als A21 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martigny ist deshalb ein wichtiger Knoten für den Verkehr zwischen dem Genferseeraum, dem Wallis, dem Simplon und Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martigny–Sitten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Martigny und Sitten verläuft die A9 weitgehend in der Rhoneebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlüsse bestehen unter anderem bei Fully, Saxon, Riddes, Conthey und Sitten. Die Autobahn erschliesst grosse Industrie- und Gewerbezonen sowie zahlreiche Seitentäler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Riddes besteht die Verbindung nach Verbier und ins Val de Bagnes. Weitere Zufahrten führen nach Ovronnaz, Nendaz und in die Region der Walliser Wintersportorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke verläuft häufig parallel zur Rhone und zur Simplonbahn. Hochwasserschutz, Grundwasser und Landwirtschaft sind wichtige Rahmenbedingungen für Unterhalts- und Ausbauprojekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umfahrung Sitten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 umgeht die Walliser Kantonshauptstadt [[Sitten]] südlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Anschlüsse erschliessen das Stadtzentrum, die Gewerbegebiete, den Flughafen Sitten und die umliegenden Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn ist für den regionalen Pendlerverkehr von grosser Bedeutung. Sie verbindet Sitten mit Martigny, Siders und den Seitentälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt Sion-Est–Sierre-Est wurde 1999 eröffnet. Nach mehr als 25 Betriebsjahren begann im März 2026 eine umfassende Sanierung. Die Arbeiten sollen bis Ende 2028 dauern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sionsierre&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/a9-sion-sierre Bundesamt für Strassen: A9 Sion-Est–Sierre-Est], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sitten–Siders ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Sitten führt die A9 durch die zentrale Rhoneebene nach Siders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke passiert unter anderem Saint-Léonard, Granges und Grône. In der Umgebung liegen Weinberge, Obstkulturen, Industriegebiete und Kieswerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verkehr ist durch Pendler, Tourismus und Gütertransporte geprägt. Zahlreiche Fahrzeuge zweigen in die Seitentäler und zu den Ferienorten der Walliser Alpen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Siders führt die Autobahn teilweise durch Tunnel und Einschnitte. Der Tunnel von Siders entlastet die Stadt vom Durchgangsverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siders–Pfynwald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Sierre-Est endet der seit 1999 durchgehend befahrbare westliche Autobahnabschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verkehr wird auf die bestehende Hauptstrasse 9 durch den [[Pfynwald]] geleitet. Dieser Abschnitt bildet eine der letzten grossen Lücken im schweizerischen Nationalstrassennetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pfynwald gehört zu den bedeutendsten Natur- und Landschaftsräumen des Wallis. Er umfasst Auen, Trockenwälder, Flusslandschaften und landwirtschaftliche Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung einer Autobahn durch dieses Gebiet war deshalb besonders anspruchsvoll und politisch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geplanter Abschnitt durch den Pfynwald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue A9-Abschnitt zwischen Siders-Ost und Leuk/Susten-Ost soll einen grossen Teil des Durchgangsverkehrs unterirdisch aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt umfasst gedeckte Einschnitte, Tunnel, Brücken, neue Anschlüsse und umfangreiche ökologische Ersatzmassnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den geplanten oder vorbereiteten Bauwerken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der gedeckte Einschnitt Pfyn;&lt;br /&gt;
* der gedeckte Einschnitt Gorwetsch;&lt;br /&gt;
* neue Anschlüsse bei Leuk und Susten;&lt;br /&gt;
* Brücken und Unterführungen;&lt;br /&gt;
* Entwässerungs- und Sicherheitsanlagen;&lt;br /&gt;
* ökologische Vernetzungsmassnahmen;&lt;br /&gt;
* Ersatzflächen für Landwirtschaft und Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der künftigen Autobahn soll im Bereich der heutigen Kantonsstrasse entstehen. Da diese während der Bauarbeiten weiterhin benötigt wird, müssen provisorische Verkehrswege und Baustrassen eingerichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorbereitenden Arbeiten wurden 2025 und 2026 verstärkt. Dazu gehören die Verlegung von Leitungen, Materialbewirtschaftung, Erschliessung der Baustellen und technische Untersuchungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pfyn&amp;quot;&amp;gt;[https://a9-info.ch/ Autobahn A9 im Oberwallis: Netzvollendung und Baustellen Pfyn], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der komplexen Bauweise erfolgt die Inbetriebnahme in mehreren Etappen. Ein endgültiger Eröffnungstermin für den gesamten Pfynwaldabschnitt hängt vom Baufortschritt und von den technischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leuk/Susten–Gampel/Steg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Leuk/Susten und Gampel/Steg besteht seit dem 25. November 2016 ein rund sieben Kilometer langer Autobahnabschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führt an Agarn und Turtmann-Unterems vorbei. Sie entlastete diese Ortschaften erheblich vom Durchgangs- und Schwerverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Bauwerken gehört der gedeckte Einschnitt Turtmann. Die Autobahn verläuft dort unterirdisch beziehungsweise überdeckt durch den Siedlungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Rastplatz befindet sich im Gebiet Martischejiu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt endet im Osten beim Anschluss Gampel/Steg. Von dort führt die A9 weiter in Richtung Raron und Visp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gampel/Steg–Raron ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke zwischen Gampel/Steg und Raron verläuft durch die obere Rhoneebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teilstück wurde bereits vor der vollständigen Verbindung bis Visp in Betrieb genommen. Es umfasst offene Autobahnabschnitte, Brücken und den Bereich des Tunnels Riedberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Riedberg ist geologisch schwierig. Bewegungen des Hangs führten während der Bauzeit zu Unterbrüchen und umfangreichen Sicherungsmassnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel besitzt zwei Röhren von jeweils etwas mehr als 500 Metern Länge. Seine Fertigstellung erforderte besondere geotechnische Überwachung, Entwässerungsstollen und Stützmassnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur vollständigen Inbetriebnahme des Tunnels wird der Verkehr in diesem Bereich über eine provisorische beziehungsweise oberirdische Verbindung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gampel/Steg–Visp West ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Oktober 2025 wurde der 7,6 Kilometer lange Abschnitt Gampel/Steg–Visp West vollständig für den Verkehr freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit entstand eine durchgehende Verkehrsverbindung von Gampel/Steg über Raron nach Visp und Brig. Ausgenommen blieb zunächst die endgültige Führung durch den Tunnel Riedberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;raron&amp;quot;&amp;gt;[https://a9-info.ch/a9-im-oberwallis-offizielle-eroeffnung-des-abschnitts-gampel-steg-visp-west/ A9 Oberwallis: Eröffnung Gampel/Steg–Visp West], 28. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der gedeckte Einschnitt Raron;&lt;br /&gt;
* der Vollanschluss Raron;&lt;br /&gt;
* die offene Strecke bei St. German;&lt;br /&gt;
* der Vollanschluss Visp West;&lt;br /&gt;
* mehrere Brücken und Unterführungen;&lt;br /&gt;
* neue Zufahrts- und Umgehungsstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedeckte Einschnitt Raron führt die Autobahn unter dem Ortsteil Turtig hindurch. Nach Abschluss der Bauarbeiten können Teile der Oberfläche für lokale Strassen, Freiräume und landschaftliche Gestaltung genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung entlastete Raron und Turtig vom Durchgangsverkehr und verkürzte die Fahrzeiten zwischen Visp und dem westlichen Oberwallis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südumfahrung Visp ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südumfahrung Visp gehört zu den technisch aufwendigsten Abschnitten der A9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie umfasst ein komplexes Tunnelsystem, das den Verkehr aus Richtung Raron, Brig und den Vispertälern miteinander verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel Visp besitzt zwei Röhren und unterirdische Verzweigungen. Eine Verbindung führt in Richtung Brig und Simplon, eine weitere in Richtung Stalden, Zermatt und Saas-Fee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordröhre wurde am 23. September 2022 eröffnet. Die Südröhre wurde am 24. Juni 2025 in Betrieb genommen. Seither kann die Südumfahrung in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://a9-info.ch/wp-content/uploads/2025/06/202506_A9info-Juni-2025-web.pdf A9 Info: Inbetriebnahme der Südumfahrung Visp], Juni 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umfahrung entlastet das Zentrum von Visp, das zuvor stark vom regionalen und internationalen Durchgangsverkehr betroffen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Visp–Eyholz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Visp führt die A9 durch den Tunnel Eyholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel wurde 2018 eröffnet und bildet die Verbindung zwischen der Südumfahrung Visp und dem Abschnitt nach Brig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besitzt zwei Röhren und moderne Betriebs- und Sicherheitsanlagen. Die Strecke entlastet Eyholz und weitere Siedlungsgebiete vom Durchgangsverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tunnel Visp und Tunnel Eyholz sind technisch miteinander verbunden. Lüftung, Verkehrssteuerung, Überwachung und Notfallkonzepte müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eyholz–Brig ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Eyholz und Brig führt die A9 am nördlichen Rand der Rhoneebene entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gamsentunnel umgeht das Siedlungs- und Industriegebiet von Gamsen. Er wurde 2007 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlüsse bestehen bei Visp-Ost, Brig-Glis und Brig-Zentrum. Die Strecke erschliesst Brig, Naters, das Goms und die Zufahrt zum Simplon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autobahnstandard endet im Raum Brig-Glis. Die Nationalstrasse N9 setzt sich als Autostrasse und Gebirgsstrasse über den Simplonpass fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brig–Ried-Brig ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Brig steigt die N9 in Richtung Ried-Brig und Simplonpass an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke überwindet auf kurzer Distanz einen beträchtlichen Höhenunterschied. Sie führt durch Tunnel, Galerien und über zahlreiche Brücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist von steilen Hängen, Schluchten und Wildbächen geprägt. Stützmauern und Schutzbauten sichern die Strasse gegen Steinschlag, Lawinen und Murgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Brig-Glis und Ried-Brig liegt unter anderem die historische Napoleonsbrücke beziehungsweise eine moderne Strassenanlage in ihrem Umfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Simplonpass ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Simplonpass bildet mit 2005 Metern über Meer den höchsten Punkt der N9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Passstrasse verbindet das Oberwallis mit dem italienischen Ossolatal. Sie ist eine der wichtigsten ganzjährig offen gehaltenen Alpenverbindungen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Strasse folgt teilweise der zwischen 1801 und 1805 unter [[Napoleon Bonaparte]] erbauten Simplonstrasse. Diese war als militärisch und wirtschaftlich bedeutende Verbindung zwischen Frankreich, der Schweiz und Norditalien angelegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde die Strecke für den motorisierten Verkehr ausgebaut und in das Nationalstrassennetz aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Passhöhe befinden sich das Simplon-Hospiz, gastronomische Betriebe, Parkplätze und das markante Steinadler-Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Simplon-Südseite ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich der Passhöhe fällt die Strasse durch das Tal der Doveria nach Simplon-Dorf und Gondo ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke besitzt zahlreiche Tunnel, Galerien, Brücken und Stützmauern. Insgesamt umfasst die Simplon-Nationalstrasse etwa zehn Tunnel, rund zwanzig Galerien und ungefähr fünfzig grössere Brücken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;simplon&amp;quot;&amp;gt;[https://www.a9-simplon.ch/ A9 Simplon: Unterhalt und Bauwerke], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südseite ist besonders durch Naturgefahren gefährdet. Lawinen, Steinschläge, Hochwasser und Murgänge können zu Sperrungen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2024 verschüttete ein grosser Murgang Teile der Nationalstrasse und drang in die Galerie Engi ein. Umfangreiche Räumungs-, Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten waren notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strasse wird laufend überwacht. Messanlagen erfassen Bewegungen von Hängen, Wasserstände, Lawinengefahr und den Zustand der Bauwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gondo und italienische Grenze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondo liegt unmittelbar an der Grenze zu Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort befindet sich in einer engen Schlucht und war seit Jahrhunderten ein wichtiger Handels- und Zollplatz. Der Grenzübergang dient dem Personen-, Tourismus- und Güterverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Gondo bestehen Zollanlagen und Einrichtungen zur Kontrolle des Schwerverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf italienischer Seite setzt sich die Verbindung als Strada Statale 33 del Sempione in Richtung Domodossola und Mailand fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Knotenpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Verzweigungen und Anschlüsse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Knotenpunkt&lt;br /&gt;
! Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grenzübergang Vallorbe&lt;br /&gt;
| Verbindung zur französischen N57 in Richtung Pontarlier und Besançon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Orbe&lt;br /&gt;
| Erschliessung des waadtländischen Juras und der Region Orbe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Essert-Pittet&lt;br /&gt;
| Beginn der gemeinsamen Führung mit der A1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung Villars-Sainte-Croix&lt;br /&gt;
| Trennung von A1 und A9 westlich von Lausanne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lausanne-Blécherette&lt;br /&gt;
| Anschluss an das nördliche Stadtgebiet und den Flughafen Lausanne-La Blécherette&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lausanne-Vennes&lt;br /&gt;
| Anschluss an Lausanne und das Strassennetz Richtung Epalinges&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verzweigung La Veyre&lt;br /&gt;
| Verbindung mit der A12 in Richtung Freiburg und Bern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Villeneuve&lt;br /&gt;
| Erschliessung des östlichen Genferseegebiets&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aigle&lt;br /&gt;
| Zufahrt zu den Waadtländer Alpen und ins Chablais&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martigny&lt;br /&gt;
| Verbindung zur N21 und zum Grossen St. Bernhard&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Riddes&lt;br /&gt;
| Zufahrt nach Verbier und ins Val de Bagnes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sitten&lt;br /&gt;
| Erschliessung der Walliser Kantonshauptstadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siders&lt;br /&gt;
| Westliches Ende der bestehenden Autobahn vor der Pfynwaldlücke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leuk/Susten&lt;br /&gt;
| Östliches Ende der Pfynwaldlücke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gampel/Steg&lt;br /&gt;
| Anschluss an Lötschental und Region Gampel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Raron&lt;br /&gt;
| Erschliessung von Raron, Turtig und dem mittleren Oberwallis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Visp West&lt;br /&gt;
| Verbindung zwischen A9, Visp und dem westlichen Oberwallis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel Visp&lt;br /&gt;
| Unterirdische Verzweigung nach Brig und in die Vispertäler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brig-Glis&lt;br /&gt;
| Übergang zur Simplonstrecke und Verbindung ins Goms&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grenzübergang Gondo&lt;br /&gt;
| Verbindung zur italienischen SS33 nach Domodossola&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Tunnel und Überdeckungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Tunnel und gedeckte Einschnitte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bauwerk&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
! Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel von Glion&lt;br /&gt;
| Waadt&lt;br /&gt;
| Führung der A9 oberhalb von Montreux&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel von Siders&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Umfahrung und Unterquerung von Teilen des Stadtgebiets Siders&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gedeckter Einschnitt Turtmann&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Entlastung des Siedlungsgebiets von Turtmann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel Riedberg&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Unterquerung eines geologisch instabilen Hanggebiets bei Gampel/Steg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gedeckter Einschnitt Raron&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Unterirdische Führung durch den Ortsteil Turtig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel Visp&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Südumfahrung von Visp und unterirdische Verzweigung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel Eyholz&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Umfahrung von Eyholz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gamsentunnel&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Umfahrung von Gamsen bei Brig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Simplontunnel und Galerien&lt;br /&gt;
| Wallis&lt;br /&gt;
| Schutz vor Naturgefahren und Führung durch das alpine Gelände&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Verkehrsachsen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige A9 folgt mehreren sehr alten Verkehrsverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jura verbanden Wege das Schweizer Mittelland mit der Franche-Comté. Der Übergang bei Vallorbe war für Handel und militärische Bewegungen von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang des Genfersees und durch das Rhonetal bestanden seit römischer Zeit Strassenverbindungen. Die Route führte über Aventicum, Lausanne, Vevey, Saint-Maurice und Martigny.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Simplon wurde bereits im Mittelalter für regionalen Handel genutzt. Eine leistungsfähige Passstrasse entstand jedoch erst unter Napoleon zu Beginn des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahme ins Nationalstrassennetz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Nationalstrassengesetz von 1960 schuf der Bund die Grundlage für den Bau eines schweizerischen Autobahnnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die N9 wurde als Verbindung zwischen Frankreich, Lausanne, dem Wallis und Italien festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau erfolgte in zahlreichen Etappen. Die topografischen Verhältnisse, dichte Besiedlung, Weinbaugebiete und Naturgefahren machten die Strecke besonders aufwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau im Kanton Waadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Autobahnabschnitte im Raum Lausanne, Vevey und Montreux entstanden in den 1960er- und 1970er-Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 übernahm einen grossen Teil des Verkehrs, der zuvor durch die Ortszentren am Genfersee geführt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt durch die Waadtländer Riviera erforderte zahlreiche Tunnel und Viadukte. Die knappen Platzverhältnisse erschweren bis heute Unterhaltsarbeiten und Erweiterungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhoneautobahn im Unterwallis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn wurde von Saint-Maurice aus schrittweise nach Martigny, Sitten und Siders verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau veränderte die Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung des Rhonetals. Industrie- und Gewerbegebiete entstanden häufig in der Nähe der Anschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eröffnung des Abschnitts Sion-Est–Sierre-Est im Jahr 1999 war die Autobahn von Vallorbe bis Siders durchgehend befahrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzvollendung im Oberwallis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau zwischen Siders und Brig wurde zu einem der längsten und komplexesten Nationalstrassenprojekte der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte Netzvollendung im Oberwallis umfasst rund 31,8 Kilometer neue Autobahn. Etwa die Hälfte der Strecke verläuft unterirdisch oder in gedeckten Einschnitten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pfyn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abschnitt wurde in mehrere Teilprojekte gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Hauptabschnitte der Netzvollendung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Abschnitt&lt;br /&gt;
! Stand im Jahr 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siders-Ost–Leuk/Susten-Ost&lt;br /&gt;
| Pfynwaldabschnitt in Vorbereitung und Bau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leuk/Susten-Ost–Gampel/Steg&lt;br /&gt;
| Seit 2016 in Betrieb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gampel/Steg–Visp West&lt;br /&gt;
| Seit 27. Oktober 2025 weitgehend in Betrieb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Visp West–Visp Ost&lt;br /&gt;
| Südumfahrung seit Juni 2025 in beiden Richtungen in Betrieb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Visp Ost–Brig&lt;br /&gt;
| Mit Tunnel Eyholz und Gamsentunnel in Betrieb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel Riedberg&lt;br /&gt;
| Fertigstellung und technische Inbetriebnahme als separates Teilprojekt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Meilensteine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1801–1805&lt;br /&gt;
| Bau der napoleonischen Simplonstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Aufnahme der N9 in das schweizerische Nationalstrassennetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960er- und 1970er-Jahre&lt;br /&gt;
| Eröffnung erster Autobahnabschnitte bei Lausanne und am Genfersee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980er- und 1990er-Jahre&lt;br /&gt;
| Schrittweiser Ausbau der Rhoneautobahn im Unterwallis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1999&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Abschnitts Sion-Est–Sierre-Est&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Gamsentunnels&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Abschnitts Leuk/Susten–Gampel/Steg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2018&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Tunnels Eyholz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Nordröhre des Tunnels Visp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24. Juni 2025&lt;br /&gt;
| Inbetriebnahme der Südröhre des Tunnels Visp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27. Oktober 2025&lt;br /&gt;
| Eröffnung des Abschnitts Gampel/Steg–Visp West&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 2026&lt;br /&gt;
| Beginn der Gesamtsanierung Sion-Est–Sierre-Est&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2026–2028&lt;br /&gt;
| Geplante Hauptarbeiten der Sanierung zwischen Sitten und Siders&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Verbindung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 verbindet Frankreich mit der Westschweiz und stellt über den Simplon eine Strassenverbindung nach Norditalien her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den grossen Transitachsen A2 und A13 ist das Verkehrsaufkommen über den Simplon geringer. Der Anteil schwerer Güterfahrzeuge ist jedoch bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Route dient insbesondere dem Verkehr zwischen der Westschweiz, dem Wallis, dem Piemont und der Lombardei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erschliessung des Wallis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Kanton Wallis ist die A9 die wichtigste innere Verkehrsachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verbindet die grossen Zentren Martigny, Sitten, Siders, Visp und Brig und erschliesst die Zugänge zu zahlreichen Seitentälern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Autobahn werden unter anderem folgende Tourismusgebiete erreicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Portes du Soleil;&lt;br /&gt;
* Verbier und das Val de Bagnes;&lt;br /&gt;
* Crans-Montana;&lt;br /&gt;
* Val d&#039;Anniviers;&lt;br /&gt;
* Leukerbad;&lt;br /&gt;
* Lötschental;&lt;br /&gt;
* Zermatt und Mattertal;&lt;br /&gt;
* Saastal;&lt;br /&gt;
* Aletschgebiet;&lt;br /&gt;
* Goms;&lt;br /&gt;
* Simplonregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Wintersaison, an Ferienwochenenden und bei Grossveranstaltungen nimmt der Verkehr stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Bedeutung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn erschliesst Industrie-, Energie- und Gewerbestandorte im Rhonetal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden Wirtschaftsregionen entlang der Strecke gehören Lausanne, Vevey, Montreux, Aigle, Martigny, Sitten, Siders, Visp und Brig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 ist auch für Landwirtschaft, Weinbau und Logistik wichtig. Zahlreiche Betriebe transportieren ihre Produkte über die Autobahn in andere Landesteile oder ins Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr und Staus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verkehrsaufkommen ist auf den einzelnen Abschnitten sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark belastet sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Umfahrung Lausanne;&lt;br /&gt;
* der Abschnitt Lausanne–Vevey;&lt;br /&gt;
* die Region Vevey–Montreux;&lt;br /&gt;
* die Strecke Villeneuve–Aigle;&lt;br /&gt;
* die Zufahrten zu den Walliser Tourismusgebieten;&lt;br /&gt;
* die Umfahrungen von Sitten und Siders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staus entstehen vor allem durch Pendlerverkehr, Ferienverkehr, Unfälle, Baustellen und Engstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Abschnitt Yvorne–Villeneuve wurden 2024 insgesamt 157 Staustunden registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/dam/en/sd-web/ytqtZRothlA0/faltprospekt_statistik_strassenverkehr_2024.pdf Bundesamt für Strassen: Verkehrsentwicklung auf den Nationalstrassen 2024], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Sperrungen der A9 wird der Verkehr häufig auf die Hauptstrasse 9 umgeleitet. Da diese durch zahlreiche Ortschaften führt, entstehen dort rasch Überlastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raststätten und Rastplätze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der A9 bestehen mehrere Raststätten und Rastplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bieten je nach Anlage Parkplätze, Toiletten, Treibstoff, Gastronomie und Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oberwallis wurde zusammen mit dem Abschnitt Leuk–Gampel der Rastplatz Martischejiu eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Simplonstrecke bestehen zusätzliche Halteplätze und Kontrollflächen. Wegen der Steigungen und der langen Gefälle sind sichere Rastmöglichkeiten besonders für den Schwerverkehr wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung über den Simplon wird von einem bedeutenden Anteil an Lastwagen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Fahrzeuge müssen wegen der langen Steigungen, engen Kurven und Gefälle besondere Vorschriften beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Gondo befindet sich ein Kontroll- und Warteraum für den Schwerverkehr. Fahrzeuge können dort bei Überlastung, schlechten Wetterbedingungen oder Einschränkungen in Italien zurückgehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontrolliert werden unter anderem Gewicht, Abmessungen, Ladungssicherung, Bremsen und die Einhaltung der Arbeits- und Ruhezeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vignettenpflicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den grün signalisierten Autobahn- und Autostrassenabschnitten der A9 gilt die schweizerische Autobahnvignettenpflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vignette ist für Motorfahrzeuge und Anhänger bis 3,5 Tonnen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf normalen Hauptstrassenabschnitten sowie auf Teilen der Simplonstrecke, die nicht als Autobahn oder Autostrasse signalisiert sind, besteht keine Vignettenpflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für schwere Nutzfahrzeuge gilt unabhängig davon die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt und Landschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 durchquert mehrere empfindliche Landschaftsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Wälder und Täler des waadtländischen Juras;&lt;br /&gt;
* die Weinberge des Lavaux;&lt;br /&gt;
* das Ufergebiet des Genfersees;&lt;br /&gt;
* die Rhoneebene;&lt;br /&gt;
* der Pfynwald;&lt;br /&gt;
* alpine Landschaften am Simplon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Neubau- und Sanierungsprojekten werden deshalb umfangreiche Umweltmassnahmen umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören Lärmschutzwände, gedeckte Einschnitte, Wildtierpassagen, Ersatzaufforstungen, renaturierte Gewässer und ökologische Ausgleichsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfynwald ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pfynwald stellt die grösste ökologische Herausforderung der Netzvollendung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autobahn soll weitgehend unterirdisch oder in gedeckten Einschnitten verlaufen. Dadurch soll die Zerschneidung der Landschaft begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen Teile der Oberfläche renaturiert und für Landwirtschaft, Natur und Langsamverkehr genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lavaux ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lavaux verläuft die Autobahn oberhalb der historischen Weinberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhaltsarbeiten müssen so geplant werden, dass Rebflächen, Ortsbilder, Grundwasser und die UNESCO-Kulturlandschaft möglichst wenig beeinträchtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhoneebene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Rhoneebene bestehen enge Wechselwirkungen zwischen Autobahn, Flussraum, Landwirtschaft und Hochwasserschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Projekte der dritten Rhonekorrektion können Anpassungen an Brücken, Entwässerungsanlagen und Böschungen der A9 erfordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturgefahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Simplonstrecke ist die A9 zahlreichen Naturgefahren ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lawinen;&lt;br /&gt;
* Steinschläge;&lt;br /&gt;
* Felsstürze;&lt;br /&gt;
* Murgänge;&lt;br /&gt;
* Hochwasser;&lt;br /&gt;
* starke Schneefälle;&lt;br /&gt;
* Vereisung;&lt;br /&gt;
* Hangbewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galerien und Tunnel schützen die Strasse an besonders gefährdeten Stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lawinenverbauungen, Steinschlagschutznetze, Dämme und Überwachungssysteme ergänzen den baulichen Schutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei akuter Gefahr kann die Strecke kurzfristig gesperrt werden. Verkehrsteilnehmende müssen dann über den Grossen St. Bernhard, den Gotthard oder andere Alpenübergänge ausweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winterdienst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Simplonpass wird grundsätzlich ganzjährig offen gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schneeräumung, Salzstreuung und Lawinensicherung erfordern einen erheblichen Aufwand. Räumfahrzeuge sind bei starken Schneefällen teilweise rund um die Uhr im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei schwierigen Verhältnissen können Schneeketten vorgeschrieben werden. Für schwere Fahrzeuge gelten teilweise zusätzliche Einschränkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Passhöhe liegt deutlich höher als die meisten dauerhaft offenen Schweizer Strassenverbindungen. Wetter und Fahrbahnzustand können sich deshalb rasch ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 besitzt je nach Abschnitt unterschiedliche Sicherheitsstandards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Autobahnabschnitte verfügen über getrennte Fahrbahnen, Pannenstreifen, Leitplanken und überwachte Tunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf älteren Autostrassen und der Simplonroute bestehen teilweise Gegenverkehr, schmale Fahrbahnen und direkte Zufahrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Sicherheitsanlagen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Notruftelefone;&lt;br /&gt;
* Videoüberwachung;&lt;br /&gt;
* Brandmeldeanlagen;&lt;br /&gt;
* Tunnelfunk;&lt;br /&gt;
* Fluchtwege;&lt;br /&gt;
* Verkehrslichtsignale;&lt;br /&gt;
* Wechselanzeigen;&lt;br /&gt;
* Geschwindigkeitssteuerung;&lt;br /&gt;
* Wetter- und Lawinenmessanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tunnel werden regelmässig für Wartung, Reinigung und Sicherheitsübungen gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierungen und Ausbauprojekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Projekte mit Stand 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Projekt&lt;br /&gt;
! Inhalt&lt;br /&gt;
! Zeitraum oder Stand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A9 Vennes–Chexbres&lt;br /&gt;
| Sanierung von Fahrbahnen, Brücken, Entwässerung, Lärmschutz und technischer Ausrüstung&lt;br /&gt;
| Mehrjähriges Erhaltungsprojekt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A9 Sion-Est–Sierre-Est&lt;br /&gt;
| Umfassende Erneuerung des 13,3 km langen Abschnitts&lt;br /&gt;
| 2026–2028&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Pfynwald&lt;br /&gt;
| Neubau der unterirdisch geführten Autobahn zwischen Siders und Leuk/Susten&lt;br /&gt;
| Vorbereitungs- und Bauarbeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tunnel Riedberg&lt;br /&gt;
| Fertigstellung, Entwässerung, Hangsicherung und Betriebsanlagen&lt;br /&gt;
| In Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A9 Simplon&lt;br /&gt;
| Erneuerung von Galerien, Brücken, Fahrbahnen und Schutzbauten&lt;br /&gt;
| Laufende Teilprojekte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schwerverkehrskontrollplatz Gondo&lt;br /&gt;
| Ausbau und Modernisierung der Kontrollanlagen&lt;br /&gt;
| Etappenweise Realisierung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterhalt der Simplonstrecke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Simplonroute ist durch Schwerverkehr, Schnee, Frost und grosse Temperaturunterschiede stark belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundesamt für Strassen führt deshalb fortlaufend Sanierungen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Arbeiten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ersatz von Fahrbahnbelägen;&lt;br /&gt;
* Erneuerung von Brückenübergängen;&lt;br /&gt;
* Sanierung von Stützmauern;&lt;br /&gt;
* Verstärkung von Galerien;&lt;br /&gt;
* Erneuerung der Entwässerung;&lt;br /&gt;
* Installation von Glasfaserkabeln;&lt;br /&gt;
* Modernisierung von Verkehrskameras;&lt;br /&gt;
* Schutz vor Murgängen und Steinschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arbeiten können nur während der schneefreien Monate ausgeführt werden. Einspurige Verkehrsführungen und nächtliche Sperrungen sind deshalb regelmässig notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/de/a9-simplon-kommunikation Bundesamt für Strassen: Kommunikation A9 Simplon], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A9 weist mehrere Besonderheiten innerhalb des Schweizer Nationalstrassennetzes auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verbindet zwei Landesgrenzen und überquert einen hohen Alpenpass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Vallorbe und Gondo wechselt die Sprache der Signalisation von Französisch zu Deutsch und teilweise Italienisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke umfasst urbane Autobahnen, Seeuferlandschaften, Weinbaugebiete, breite Talebenen und alpine Gebirgsstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Pfynwaldlücke besitzt sie zugleich einen der letzten noch nicht vollständig ausgebauten Abschnitte des ursprünglichen Nationalstrassennetzes von 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Hauptstrasse 9]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A12 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A21 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Simplonpass]]&lt;br /&gt;
* [[Simplonstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Pfynwald]]&lt;br /&gt;
* [[Rhone]]&lt;br /&gt;
* [[Tunnel Visp]]&lt;br /&gt;
* [[Tunnel Eyholz]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Nationalstrassen der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;Strassen und Verkehr. Zahlen und Fakten.&#039;&#039; Bern, jährlich.&lt;br /&gt;
* Kanton Wallis, Dienststelle für Nationalstrassenbau: &#039;&#039;A9 – verbindet das Wallis.&#039;&#039; Sitten, verschiedene Ausgaben.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;A9 Simplon – Unterhalt und Erneuerung.&#039;&#039; Thun.&lt;br /&gt;
* Kanton Waadt und Bundesamt für Strassen: &#039;&#039;A9 Vennes–Chexbres.&#039;&#039; Lausanne.&lt;br /&gt;
* Jean-Henri Papilloud: &#039;&#039;La route du Simplon.&#039;&#039; Siders.&lt;br /&gt;
* Bundesrat: &#039;&#039;Botschaft über die Festlegung des schweizerischen Nationalstrassennetzes.&#039;&#039; Bern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/ Bundesamt für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://a9-info.ch/ Offizielle Informationsseite zur A9 im Oberwallis]&lt;br /&gt;
* [https://www.a9-simplon.ch/ Offizielle Informationsseite zur A9 Simplon]&lt;br /&gt;
* [https://a9-vennes-chexbres.ofrou.ch/ Projekt A9 Vennes–Chexbres]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/a9-sion-sierre Projekt A9 Sion-Est–Sierre-Est]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/verkehrsdaten Verkehrsdaten des Bundesamts für Strassen]&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/de/verkehrsmeldungen Verkehrsinformationen zu den Nationalstrassen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|A9 (Switzerland)|Autobahn A9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz|09]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autostrasse in der Schweiz|09]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr im Kanton Wallis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Pfungen&amp;diff=667</id>
		<title>Pfungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Pfungen&amp;diff=667"/>
		<updated>2026-07-24T15:25:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „Autobahn A1“ durch „Autobahn A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Pfungen&lt;br /&gt;
|BILD = Tösstal - Pfungen 2011-09-11 13-30-56.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Blick auf Pfungen und das untere Tösstal&lt;br /&gt;
|BILD_WAPPEN = CHE Pfungen COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Pfungen 2018.png&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-ZH&lt;br /&gt;
|KANTON = Zürich&lt;br /&gt;
|REGION = Unteres Tösstal&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Winterthur&lt;br /&gt;
|BFS = 0224&lt;br /&gt;
|PLZ = 8422&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.51583&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.64695&lt;br /&gt;
|HÖHE = 412&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 4,99&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 4163&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.pfungen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pfungen&#039;&#039;&#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Winterthur]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt im unteren [[Tösstal]], rund sieben Kilometer westlich des Stadtzentrums von [[Winterthur]]. Das historische Dorf befindet sich südlich der [[Töss]] auf einem Geländesporn am Fuss des Multbergs. Zur Gemeinde gehören ausserdem die im 19. Jahrhundert entstandenen Siedlungs- und Gewerbegebiete Bruni und Neu-Pfungen sowie mehrere Hofsiedlungen im Rumstal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen wurde 993 oder 994 erstmals als &#039;&#039;Funginga&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Die Gemeinde war während Jahrhunderten von Landwirtschaft, Weinbau und Waldwirtschaft geprägt. Mit der Ansiedlung der Textilindustrie im Jahr 1854, der Eröffnung der Eisenbahnstrecke 1876 und der Gründung einer mechanischen Ziegelei 1889 entwickelte sich Pfungen zu einem regionalen Industrieort. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandelte sich die Gemeinde zunehmend zu einem Wohn- und Pendlerort in der Agglomeration Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2024 lebten 4163 Einwohnerinnen und Einwohner in Pfungen. Von der 4,99 Quadratkilometer grossen Gemeindefläche entfallen mehr als zwei Fünftel auf Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.pfungen.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde Pfungen: Gemeinde in Zahlen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schweizerdeutsche Ortsname lautet &#039;&#039;Pfunge&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen wurde 993 oder 994 unter der Bezeichnung &#039;&#039;Funginga&#039;&#039; erstmals schriftlich erwähnt. Der Name gehört zu den alemannischen Ortsnamen mit der Endung &#039;&#039;-ingen&#039;&#039;. Solche Namen bezeichneten ursprünglich häufig die Siedlung oder den Besitz einer Personengruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Herkunft des ersten Namensbestandteils ist nicht abschliessend geklärt. Vermutet wird ein Zusammenhang mit einem frühmittelalterlichen Personennamen. Der Ortsname entwickelte sich über verschiedene historische Schreibweisen zur heutigen Form Pfungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;Heini Steiner: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000151/ Pfungen], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen liegt im unteren Tösstal am Übergang zwischen mehreren Landschaftsräumen des Kantons Zürich. Nördlich der Töss beginnt die Landschaft des [[Zürcher Weinland]]s. Im Süden erhebt sich das Hochplateau von [[Brütten]], während sich westlich der Gemeinde der Übergang zum [[Zürcher Unterland]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dättlikon]] im Norden;&lt;br /&gt;
* [[Neftenbach]] im Nordosten;&lt;br /&gt;
* die Stadt [[Winterthur]] im Osten und Südosten;&lt;br /&gt;
* [[Embrach]] im Südwesten;&lt;br /&gt;
* [[Oberembrach]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorfzentrum liegt auf ungefähr 412 Metern über Meer. Die Entfernung zum Zentrum von Winterthur beträgt rund sieben Kilometer, jene zur Stadt Zürich etwa 18 Kilometer Luftlinie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindefläche umfasst 499 Hektaren. Die Bodennutzung gliederte sich gemäss kommunaler Statistik folgendermassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bodennutzung in Pfungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nutzungsart&lt;br /&gt;
! Fläche&lt;br /&gt;
! Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wald&lt;br /&gt;
| 208,08 ha&lt;br /&gt;
| 41,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Landwirtschaft&lt;br /&gt;
| 139,22 ha&lt;br /&gt;
| 27,9 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siedlungsfläche&lt;br /&gt;
| 100,79 ha&lt;br /&gt;
| 20,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verkehrsfläche&lt;br /&gt;
| 39,92 ha&lt;br /&gt;
| 8,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gewässer&lt;br /&gt;
| 5,98 ha&lt;br /&gt;
| 1,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Unproduktive Fläche&lt;br /&gt;
| 4,99 ha&lt;br /&gt;
| 1,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Gesamtfläche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;499,00 ha&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;100 %&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Dorf liegt auf einem Sporn des Multbergs südlich der Töss. Das Gelände fällt nach Norden zur Tössniederung und nach Westen zum Rumstal ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Dorfteile Hinderdorf, Oberdorf, Reckholdern und Buck sind durch traditionelle Bauernhäuser, schmale Strassen und kleinere Plätze geprägt. Die neueren Wohngebiete erstrecken sich vor allem östlich und südlich des historischen Siedlungskerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile und Fluren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bedeutende Siedlungs- und Landschaftsteile&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Hinderdorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Historischer Dorfteil bei Kirche und ehemaligem Schloss&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Oberdorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Älterer, höher gelegener Teil des Dorfkerns&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Reckholdern&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Historisches Wohn- und Landwirtschaftsgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Buck&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Siedlungsgebiet am Rand des alten Dorfs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Neu-Pfungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Im 19. Jahrhundert in der Tössniederung entstandener Industrie- und Wohnort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Bruni&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Ehemaliges Textilindustriegebiet an der Töss&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rumstal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Landwirtschaftlich und bewaldet geprägtes Tal südwestlich des Dorfs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Multberg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Bewaldeter Höhenzug südöstlich des Dorfzentrums&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu-Pfungen wird auch als Vorbruggen bezeichnet. Der Ortsteil entstand in Zusammenhang mit der Industrialisierung und der Nutzung der Wasserkraft der Töss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Töss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töss bildet einen wesentlichen Teil der nördlichen Gemeindegrenze. Der Fluss prägte die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte Pfungens stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert änderte die Töss bei Hochwasser wiederholt ihren Lauf. Überschwemmungen bedrohten Landwirtschaftsflächen, Wege und Gebäude. Durch die Tösskorrektion wurde das Flussbett befestigt und der Hochwasserschutz verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regulierung ermöglichte die Errichtung von Fabrikanlagen in der Niederung. Kanäle und Wasserfassungen lieferten Energie für die Textilindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist die Töss zugleich ein bedeutender Natur- und Erholungsraum. Wege entlang des Flusses werden zum Wandern, Velofahren und Spazieren genutzt. Kiesbänke, Ufergehölze und Auenreste bieten Lebensräume für Tiere und Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Multberg erhebt sich unmittelbar südöstlich des Dorfkerns. Der bewaldete Hügel erreicht eine Höhe von rund 550 Metern über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seinem Gipfel befindet sich die Burgstelle Multberg. Die mittelalterliche Höhenburg wurde vermutlich um die Mitte des 13. Jahrhunderts durch die Freiherren von Wart errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Anlage sind oberirdisch keine Mauern mehr sichtbar. Erkennbar sind jedoch das Gipfelplateau und künstlich angelegte Gräben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Multberg ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet. Waldwege verbinden Pfungen mit Winterthur-Wülflingen, Oberembrach und dem Rumstal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wälder und Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Waldanteil von 41,7 Prozent gehört Pfungen trotz seiner Nähe zu Winterthur zu den waldreichen Gemeinden der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder dienen der Holzproduktion, dem Natur- und Bodenschutz sowie der Naherholung. Sie bieten Lebensraum für Rehe, Füchse, Dachse, Spechte und zahlreiche weitere Tierarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliche Flächen befinden sich vor allem im Rumstal, auf den Höhen südlich des Dorfs und an der Grenze zu Oberembrach. Die Betriebe bewirtschaften Ackerflächen, Wiesen und Weiden und betreiben teilweise Viehhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und frühes Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des unteren Tösstals war bereits in vorgeschichtlicher und römischer Zeit begangen und besiedelt. Die Töss und die umliegenden Höhen bildeten natürliche Verkehrsachsen zwischen dem Raum Winterthur, dem Rhein und dem Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen in der Region nieder. Der Name &#039;&#039;Funginga&#039;&#039; weist auf eine frühmittelalterliche Siedlungsgründung hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kirchlichen Überlieferung soll sich der Missionar [[Pirminius]] im 8. Jahrhundert zeitweise in der Gegend von Pfungen aufgehalten haben. Historisch sicher belegt ist diese lokale Tradition nicht. Sie beeinflusste jedoch das religiöse Selbstverständnis des Orts. Sowohl die mittelalterliche Kirche als auch die heutige katholische Kirche tragen den Namen des heiligen Pirminius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste urkundliche Erwähnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen wurde 993 oder 994 erstmals schriftlich genannt. Die frühe Erwähnung steht im Zusammenhang mit kirchlichem Grundbesitz und den Besitzverhältnissen im unteren Tösstal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter gehörten Ländereien und Rechte verschiedenen geistlichen und weltlichen Grundherren. Das Kloster Reichenau besass zeitweise Güter und kirchliche Rechte in der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiherren von Wart ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter prägten die Freiherren von Wart die Herrschaftsverhältnisse im Gebiet von Pfungen, Neftenbach und Dättlikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie besass Grundbesitz, Kirchenrechte und Teile der niederen Gerichtsbarkeit. Zu ihren Herrschaftssitzen gehörten die Burg Wart nördlich der Töss, das Schloss Pfungen und die Burg auf dem Multberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019795/ Wart, von], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf III. von Wart war an der Ermordung König Albrechts I. von Habsburg im Jahr 1308 beteiligt. Im folgenden habsburgischen Rachefeldzug wurden 1309 die Burgen Wart und Multberg zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakob von Wart, der ältere Bruder Rudolfs, war als Minnesänger bekannt. Er lebte zeitweise auf dem Schloss Pfungen und ist in der [[Manessische Liederhandschrift|Manessischen Liederhandschrift]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burg Multberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Multberg entstand wahrscheinlich um die Mitte des 13. Jahrhunderts. Archäologische Ausgrabungen im Jahr 1953 ergaben, dass die Anlage möglicherweise unter Zeitdruck und in vergleichsweise einfacher Bauweise errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg wurde 1309 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Später wurden vermutlich Steine der Ruine als Baumaterial verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind keine sichtbaren Mauerreste mehr vorhanden. Das Gelände mit seinem Plateau und den Burggräben ist jedoch weiterhin erkennbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.burgenwelt.org/schweiz/multberg/object.php Burgenwelt: Burgstelle Multberg], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Pfungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss Pfungen stand am Ende des Hinderdorfs und bildete den örtlichen Mittelpunkt der mittelalterlichen Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage bestand aus einem ummauerten Hof, einem Wohnturm und weiteren Gebäuden. Sie wurde im Verlauf der Jahrhunderte nur wenig verändert und bewahrte bis ins 19. Jahrhundert einen mittelalterlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Gerichtsherren nutzten das Schloss als Wohn- und Verwaltungssitz. Nach der Übernahme der Herrschaft durch die Stadt Winterthur im Jahr 1629 wurde die Anlage von einem Schlosswart betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau der Eisenbahnstrecke Winterthur–Koblenz wurde das Schloss 1875 und 1876 abgebrochen. Ein Teil der Steine fand beim Bau des Bahndamms über das benachbarte Bachtobel Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zentralbibliothek_Zürich_-_Schloss_Pfungen_-_991082914369705501.jpg Zentralbibliothek Zürich: Grundrisse des Schlosses Pfungen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Stadt Winterthur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1629 erwarb die Stadt Winterthur die Herrschaft Pfungen. Sie übte bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft 1798 die niedere Gerichtsbarkeit und weitere Herrschaftsrechte aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Gerichtsbarkeit lag im Rahmen der Grafschaft beziehungsweise Landvogtei Kyburg bei der Stadt Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen orientierte sich wirtschaftlich und gesellschaftlich zunehmend nach Winterthur. Diese Verbindung blieb auch nach der Aufhebung der feudalen Herrschaftsrechte bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;portrait&amp;quot;&amp;gt;[https://www.pfungen.ch/portrait Gemeinde Pfungen: Porträt und Geschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation wurde in Pfungen in den 1520er-Jahren eingeführt. Der damalige Pfarrer Johannes Müller unterstützte die reformatorische Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche und Gemeindeleben wurden nach den Vorgaben der Zürcher Reformation neu organisiert. Die Fürsorge für arme und bedürftige Einwohner erhielt eine stärkere kommunale und kirchliche Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige reformierte Kirche entstand 1648 und 1649 an der Stelle älterer Gotteshäuser. Bei archäologischen Untersuchungen in den 1960er-Jahren wurden Fundamente mehrerer Vorgängerbauten freigelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;refkirche&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ref-daettlikon-pfungen.ch/ueber_uns/kirche_pfungen_geschichte/ Reformierte Kirchgemeinde Dättlikon-Pfungen: Geschichte der Kirche Pfungen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und politische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 endeten die Herrschaftsrechte der Stadt Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen wurde zu einer politischen Gemeinde. Nach mehreren Änderungen der Verwaltungsorganisation wurde sie dem Bezirk Winterthur zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bäuerliche Bevölkerung blieb im frühen 19. Jahrhundert wirtschaftlich vergleichsweise arm. Die schattige Lage der Äcker, die schwierigen Verkehrsverbindungen und wiederkehrende Überschwemmungen begrenzten die landwirtschaftlichen Erträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung veränderte Pfungen grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Korrektion der Töss siedelte sich 1854 im Bruni eine Textilfabrik an. Die Wasserkraft des Flusses wurde zum Antrieb der Maschinen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen entwickelte sich später zur Schweizerischen Decken- und Tuchfabrik und schliesslich zur Eskimo Textil AG. Es stellte Decken, Stoffe und weitere Textilwaren her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fabrik bot Einwohnern von Pfungen und den umliegenden Gemeinden neue Arbeitsmöglichkeiten. Viele Beschäftigte kamen auch aus Dättlikon auf der gegenüberliegenden Seite der Töss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Fabrikarbeiter wurde 1855 ein Steg über den Fluss errichtet. Von 1882 bis 1883 entstand eine Strassenbrücke zwischen Dättlikon und Neu-Pfungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und Ziegelei ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1876 wurde die Bahnstrecke Winterthur–Koblenz eröffnet. Pfungen erhielt dadurch eine direkte Verbindung nach Winterthur, Bülach und ins Zürcher Unterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnbau erforderte den Abbruch des alten Schlosses Pfungen. Der Bahnhof wurde nördlich des historischen Dorfkerns im Bereich der neuen Industriesiedlungen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 gründete Johann Jakob Keller im Gebiet Riedäcker eine mechanische Ziegelei. Der Betrieb nutzte die örtlichen Tonvorkommen und entwickelte sich zu einem wichtigen Arbeitgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textilfabrik, Eisenbahn und Ziegelei führten zu einem starken Bevölkerungswachstum. Zwischen 1850 und 1900 verdoppelte sich die Einwohnerzahl nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Zuwanderung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Industrialisierung zogen katholische Arbeitskräfte aus anderen Teilen der Schweiz, Deutschland und Italien nach Pfungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten katholischen Gottesdienste wurden in einem Saal der Textilfabrik gefeiert. 1899 begann der Bau einer eigenen katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche St. Pirminius wurde 1901 fertiggestellt. Sie gehört zu den frühen katholischen Kirchenbauten im überwiegend reformiert geprägten Zürcher Landgebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pirminius.ch/ueber-uns/geschichte/ Pfarrei St. Pirminius: Geschichte], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb Pfungen ein Industrie- und Arbeiterdorf. Landwirtschaft und Gewerbe behielten daneben ihre Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er-Jahren setzte eine starke Bautätigkeit ein. Neue Wohnquartiere entstanden östlich und südlich des historischen Dorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Dorfteile gerieten dadurch an den westlichen Rand des zusammenhängenden Siedlungsgebiets. Pfungen entwickelte sich zunehmend zu einer Wohngemeinde im Einzugsgebiet Winterthurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strukturwandel führte zum Niedergang der traditionellen Industrie. Die Eskimo Textil AG stellte ihre Produktion 1983 nach 129 Betriebsjahren ein. Die Keller Ziegeleien beendeten die Produktion in Pfungen im Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Textilfabrikareal wurde in ein Gewerbezentrum mit verschiedenen Unternehmen und Nutzungen umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;portrait&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen verzeichnete seit Beginn des 21. Jahrhunderts ein deutliches Bevölkerungswachstum. Mehrere neue Wohnüberbauungen entstanden auf früheren Industrie- und Landwirtschaftsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bemüht sich, das Wachstum mit dem Ausbau von Schulen, Betreuung, Verkehrsanlagen und öffentlicher Infrastruktur abzustimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Entwicklungsgebiet liegt beim Bahnhof. Die Gemeinde, die Schweizerischen Bundesbahnen, die PostAuto AG und private Grundeigentümer beschäftigen sich mit einer längerfristigen Aufwertung und besseren Erschliessung des Bahnhofsumfelds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl Pfungens blieb bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts niedrig. Mit der Industrialisierung setzte ein rasches Wachstum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Phase langsameren Wachstums in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung seit den 1960er-Jahren wieder stark zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1467&lt;br /&gt;
| etwa 50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1633&lt;br /&gt;
| 240&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1757&lt;br /&gt;
| 478&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 522&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 1061&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910&lt;br /&gt;
| etwa 1325&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950&lt;br /&gt;
| 1278&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| 1870&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 2232&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2486&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 2962&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015&lt;br /&gt;
| 3750&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| 3945&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| 4051&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| 4163&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Deutsch. Durch die industrielle Vergangenheit und die Nähe zu Winterthur besitzt Pfungen seit langem eine sozial und kulturell vielfältige Einwohnerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil der reformierten Bevölkerung nahm im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts ab. Neben Angehörigen der reformierten und katholischen Kirchen leben konfessionslose Personen sowie Mitglieder weiterer Religionsgemeinschaften in der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Geteilt von Blau und einer gefugten silbernen Zinnenmauer, mit eingeschobener, geschweifter blauer Spitze.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen erinnert an die mittelalterlichen Herrschaftssitze und Befestigungen im Gebiet von Pfungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die silberne Zinnenmauer verweist auf das frühere Schloss Pfungen und die Burgen der Freiherren von Wart. Die blaue Farbe kann zugleich als Hinweis auf die Töss verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Form des Wappens wurde im 20. Jahrhundert vereinheitlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen ist als politische Gemeinde nach dem Gemeindegesetz des Kantons Zürich organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmberechtigten entscheiden an Gemeindeversammlungen über Budget, Jahresrechnung, kommunale Erlasse, grössere Kredite und weitere Sachgeschäfte. Wahlen sowie eidgenössische, kantonale und bestimmte kommunale Vorlagen werden an der Urne entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive bildet der Gemeinderat. Er ist für die strategische Führung der Gemeinde und die Aufsicht über die Verwaltung zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindepräsidentin ist Tamara Schmocker. Sie ist seit 2022 im Amt und die erste Frau an der Spitze der Gemeinde Pfungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pfungen.ch/bindestrich/557221 Gemeinde Pfungen: Porträt der Gemeindepräsidentin Tamara Schmocker], 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Dorfstrasse 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde erfüllt gleichzeitig die Aufgaben der Volksschule. Für regionale Aufgaben arbeitet Pfungen mit Dättlikon, Neftenbach, Winterthur und weiteren Gemeinden zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsame Einrichtungen und Zweckverbände bestehen unter anderem in den Bereichen Abwasserreinigung, Feuerwehr, Zivilschutz, Gesundheitsversorgung und Altersbetreuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die wichtigste Erwerbsgrundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird noch rund ein Viertel der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt. Die Betriebe betreiben Ackerbau, Futterbau und Viehhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landwirtschaftlichen Flächen befinden sich vor allem im Rumstal, südlich des Multbergs und an der Grenze zu Oberembrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Textilindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1854 gegründete Textilfabrik prägte Pfungen während mehr als eines Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Betrieb stellte unter verschiedenen Firmennamen Stoffe, Wolldecken und weitere Textilprodukte her. Zuletzt war er als Eskimo Textil AG bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Produktionsgebäuden entstanden Arbeiterwohnungen, Lagerhäuser, Wasserkanäle und weitere technische Anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einstellung der Produktion im Jahr 1983 wurde das rund 60&#039;000 Quadratmeter grosse Areal schrittweise umgenutzt. Heute beherbergt es verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelei ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1889 gegründete mechanische Ziegelei nutzte Tonvorkommen im Gebiet Riedäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie produzierte Backsteine, Dachziegel und weitere Baustoffe. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der schweizerischen Baustoffindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion in Pfungen wurde im Jahr 2000 eingestellt. Das frühere Ziegeleigelände wurde zu einem bedeutenden Entwicklungsgebiet der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe und Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die lokale Wirtschaft vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreten sind Baugewerbe, Handwerk, Detailhandel, Logistik, Fahrzeugbetriebe, Informatik, Beratung und persönliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet ausserhalb der Gemeinde. Wichtigster Arbeitsort ist Winterthur. Weitere Pendlerziele liegen in Zürich, Bülach, im Glattal und in der Flughafenregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Pfungen liegt an der Bahnstrecke Winterthur–Bülach–Koblenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird von der Linie S41 der [[Zürcher S-Bahn]] bedient. Die S41 verbindet Pfungen direkt mit Winterthur, Embrach-Rorbas und Bülach.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zvv.ch/content/dam/zvv/publikationen/niederflur/sbahn/S41.pdf Zürcher Verkehrsverbund: Linie S41 Winterthur–Bülach, Fahrplanjahr 2026], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Winterthur bestehen Anschlüsse an den schweizerischen Fernverkehr und weitere Linien der Zürcher S-Bahn. In Bülach kann unter anderem in Richtung Zürich und Schaffhausen umgestiegen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn besitzt für den Pendlerverkehr eine grosse Bedeutung. Das Gebiet rund um den Bahnhof soll langfristig verkehrlich und städtebaulich aufgewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buslinien verbinden den Bahnhof und das Dorfzentrum mit Dättlikon, Neftenbach und Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Busverbindungen ergänzen die S-Bahn und erschliessen Wohngebiete, die nicht unmittelbar beim Bahnhof liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nächten vor Wochenenden und Feiertagen bestehen Nachtverbindungen im Netz des Zürcher Verkehrsverbunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Strassen verbinden Pfungen mit Winterthur, Neftenbach, Embrach, Oberembrach und Dättlikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töss wird durch die Strassenbrücke zwischen Pfungen und Dättlikon überquert. Weitere Übergänge dienen dem Fuss- und Veloverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Anschluss an die [[Autobahn A1]] befindet sich im Westen von Winterthur. Über Embrach und Kloten besteht eine Verbindung zum [[Flughafen Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuss- und Veloverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Töss verläuft ein regional bedeutender Fuss- und Veloweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Wege führen durch das Rumstal, über den Multberg, nach Dättlikon, Neftenbach und Winterthur-Wülflingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder und Flusslandschaften ermöglichen Rundwanderungen unterschiedlicher Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule Pfungen umfasst Kindergarten, Primarstufe und Sekundarstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Gemeinde ist für die Volksschule und die schulergänzende Betreuung zuständig. Zu den Einrichtungen gehören Kindergärten, Schulhäuser, Turnhallen, Sportplätze und Tagesstrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schulareal Seebel wurde aufgrund des Bevölkerungswachstums erweitert und erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berufsfachschulen, Mittelschulen und Hochschulen befinden sich hauptsächlich in Winterthur und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfkern an der Hinterdorfstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Kirche wurde 1648 und 1649 nach Plänen des aus Wülflingen stammenden Baumeisters Balthasar Sölli errichtet. Sie entstand an der Stelle mehrerer älterer Gotteshäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei archäologischen Untersuchungen von 1964 und 1965 wurden Fundamente und Bauteile früherer Kirchen freigelegt. Die älteste Kirche bestand vermutlich bereits vor der ersten Jahrtausendwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof befand sich ursprünglich bei der Kirche. Wegen Platzmangels wurde 1919 ein neuer Friedhof an der Buckstrasse angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehört Pfungen zur reformierten Kirchgemeinde Dättlikon-Pfungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche St. Pirminius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche St. Pirminius wurde zwischen 1899 und 1901 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Bau stand in engem Zusammenhang mit der Zuwanderung katholischer Arbeiterinnen und Arbeiter während der Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten katholischen Gottesdienste fanden in einem Saal der Textilfabrik statt. Ein Priester aus Bülach hielt die Gottesdienste teilweise in deutscher und italienischer Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist nach dem heiligen Pirminius benannt und steht unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Dorfkern umfasst Teile des Hinderdorfs, des Oberdorfs, der Reckholdern und des Bucks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten sind traditionelle Bauernhäuser, ehemalige Kleinbauernhäuser, Scheunen und Wohnbauten aus verschiedenen Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Siedlungsbild ist trotz der starken Bautätigkeit des 20. Jahrhunderts weiterhin erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche ist das bedeutendste erhaltene historische Bauwerk Pfungens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau von 1648 und 1649 dokumentiert die Entwicklung der Zürcher Landkirchen nach der Reformation. Die archäologischen Funde im Kirchenbereich reichen deutlich weiter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche St. Pirminius ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1901 vollendete katholische Kirche ist ein wichtiges Zeugnis der Industrialisierung und der konfessionellen Veränderungen im Kanton Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erinnert an die Zuwanderung von Arbeitskräften aus katholischen Gebieten der Schweiz, aus Italien und aus Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstelle Multberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burgstelle auf dem Gipfel des Multbergs ist über Wanderwege erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl keine Mauern erhalten sind, lassen sich das Burgplateau und die Gräben erkennen. Informationstafeln und historische Darstellungen vermitteln die Geschichte der Freiherren von Wart und der Zerstörung von 1309.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standort des Schlosses Pfungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom ehemaligen Schloss Pfungen sind keine sichtbaren Bauteile erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Pläne, Zeichnungen und Druckgrafiken dokumentieren das Aussehen der Anlage. Ihr Standort befand sich im Bereich des früheren Endes des Hinderdorfs und der heutigen Bahnlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrieareale ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Areal der Textilfabrik im Bruni gehört zu den wichtigsten Zeugnissen der Pfungener Industriegeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhaltenen Fabrikbauten werden heute gewerblich genutzt. Auch das frühere Ziegeleigelände erinnert an die industrielle Entwicklung der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töss, der Multberg und die Wälder des Rumstals bilden die wichtigsten Naherholungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang des Flusses bestehen Spazier-, Wander- und Velowege. Im Sommer werden einzelne flache Uferbereiche zum Baden und Verweilen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Multberg bietet Waldwege und Zugänge zur mittelalterlichen Burgstelle. Weitere Wanderwege führen über Dättlikon zum Irchel oder nach Winterthur-Wülflingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfungen verfügt über Sportplätze, Turnhallen, Spielplätze und verschiedene Freizeitanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vereinsleben umfasst Sport-, Musik-, Kultur-, Schiess-, Natur- und Quartiervereine. Zusammen mit der Nachbargemeinde Dättlikon erscheint die Dorfzeitung &#039;&#039;Binde-Strich&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Pfungen verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakob von Wart]], mittelalterlicher Minnesänger und Angehöriger der Freiherren von Wart;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Benz]] (1810–1872), Jurist, Zürcher Regierungsrat und Nationalrat, Bürger von Pfungen;&lt;br /&gt;
* [[Jakob Flach (Gewerkschafter)|Jakob Flach]] (1867–1952), Buchdrucker, Gewerkschafter und Verwalter des Konsumvereins Winterthur;&lt;br /&gt;
* [[Emilie Bosshart]] (1897–1979), Lehrerin und Pädagogin, in Pfungen geboren;&lt;br /&gt;
* [[Jakob Flach (Schriftsteller)|Jakob Flach]] (1894–1982), Schriftsteller, Maler und Puppenspieler, Bürger von Pfungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ausgewählte Ereignisse der Ortsgeschichte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 993/994&lt;br /&gt;
| Erste urkundliche Erwähnung als &#039;&#039;Funginga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1250&lt;br /&gt;
| Bau der Burg auf dem Multberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1308&lt;br /&gt;
| Beteiligung Rudolfs von Wart an der Ermordung König Albrechts I.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1309&lt;br /&gt;
| Zerstörung der Burgen Wart und Multberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1520er-Jahre&lt;br /&gt;
| Einführung der Reformation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1629&lt;br /&gt;
| Erwerb der Herrschaft Pfungen durch die Stadt Winterthur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1648–1649&lt;br /&gt;
| Bau der heutigen reformierten Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| Ende der Winterthurer Herrschaft und Bildung der politischen Gemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1854&lt;br /&gt;
| Ansiedlung der Textilindustrie an der Töss&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1855&lt;br /&gt;
| Bau eines Fabrikstegs nach Dättlikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875–1876&lt;br /&gt;
| Abbruch des Schlosses Pfungen für den Eisenbahnbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1876&lt;br /&gt;
| Eröffnung der Bahnstrecke Winterthur–Koblenz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1882–1883&lt;br /&gt;
| Bau der Strassenbrücke nach Dättlikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1889&lt;br /&gt;
| Gründung der mechanischen Ziegelei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1901&lt;br /&gt;
| Fertigstellung der katholischen Kirche St. Pirminius&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1919&lt;br /&gt;
| Verlegung des Friedhofs an die Buckstrasse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| Archäologische Untersuchung der Burgstelle Multberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964–1965&lt;br /&gt;
| Archäologische Untersuchung und Renovation der reformierten Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1983&lt;br /&gt;
| Einstellung der Textilproduktion der Eskimo Textil AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| Einstellung der Ziegeleiproduktion in Pfungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024&lt;br /&gt;
| Die Einwohnerzahl erreicht 4163 Personen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Winterthur]]&lt;br /&gt;
* [[Töss]]&lt;br /&gt;
* [[Tösstal]]&lt;br /&gt;
* [[Multberg]]&lt;br /&gt;
* [[Freiherren von Wart]]&lt;br /&gt;
* [[Jakob von Wart]]&lt;br /&gt;
* [[Dättlikon]]&lt;br /&gt;
* [[Neftenbach]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Pfungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heini Steiner: &#039;&#039;Pfungen. Ortsgeschichte und Heimatbuch.&#039;&#039; Gemeinde Pfungen, Pfungen 1954.&lt;br /&gt;
* Heini Steiner und Mario Bont: &#039;&#039;993 Pfungen 1993.&#039;&#039; Gemeinde Pfungen, Pfungen 1993.&lt;br /&gt;
* Hans Martin Gubler: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band VII: Der Bezirk Winterthur. Südlicher Teil.&#039;&#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1986, ISBN 3-7643-1786-8, S. 172–212.&lt;br /&gt;
* Heini Steiner: &#039;&#039;Pfungen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Kanton Zürich: &#039;&#039;Zürcher Denkmalpflege. 4. Bericht 1964/1965.&#039;&#039; Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.pfungen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Pfungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.pfungen.ch/portrait Geschichte und Porträt der Gemeinde]&lt;br /&gt;
* [https://www.pfungen.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000151/ Pfungen im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.ref-daettlikon-pfungen.ch/ Reformierte Kirchgemeinde Dättlikon-Pfungen]&lt;br /&gt;
* [https://pirminius.ch/ Pfarrei St. Pirminius]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pfungen|Pfungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Winterthur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Töss]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tösstal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 993]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A7&amp;diff=666</id>
		<title>Autobahn A7</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Autobahn_A7&amp;diff=666"/>
		<updated>2026-07-24T15:25:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nick Frei: Textersetzung - „Autobahn A1“ durch „Autobahn A1“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Autobahn A7&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:A7 Swiss Highway-de.svg|300px|Verlauf der Autobahn A7]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Strassentyp&lt;br /&gt;
| [[Autobahn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nummer&lt;br /&gt;
| A7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nationalstrasse&lt;br /&gt;
| N7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Beginn&lt;br /&gt;
| [[Winterthur]], Verzweigung Winterthur Ost&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ende&lt;br /&gt;
| [[Kreuzlingen]], Grenze zu [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gesamtlänge&lt;br /&gt;
| rund 35 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kantone&lt;br /&gt;
| [[Kanton Zürich|Zürich]], [[Kanton Thurgau|Thurgau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wichtige Orte&lt;br /&gt;
| [[Winterthur]], [[Frauenfeld]], [[Kreuzlingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Betreiber&lt;br /&gt;
| [[Bundesamt für Strassen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bedeutende Bauwerke&lt;br /&gt;
| [[Girsbergtunnel]], Aspiholztunnel, Fuchswiestunnel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:A7 Thurgau.jpeg|300px|Die A7 im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Autobahn A7&#039;&#039;&#039; ist eine rund 35 Kilometer lange Schweizer Autobahn, die von [[Winterthur]] über [[Frauenfeld]] nach [[Kreuzlingen]] und zur deutschen Grenze führt. Sie entspricht der [[Nationalstrasse]] N7 und bildet eine der wichtigsten Strassenverbindungen zwischen dem Grossraum [[Zürich]], dem westlichen und mittleren [[Kanton Thurgau|Thurgau]] sowie dem Gebiet um den [[Bodensee]]. An der Landesgrenze geht sie in die deutsche [[Bundesstrasse 33]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 beginnt an der Verzweigung Winterthur Ost, wo sie von der [[Autobahn A1]] abzweigt. Von dort verläuft sie in nordöstlicher Richtung durch das Zürcher Weinland und das Thurtal, erschliesst den Thurgauer Hauptort Frauenfeld und führt über die Verzweigung Grüneck sowie den Seerücken nach Kreuzlingen. Der letzte Abschnitt verläuft durch den Girsbergtunnel und endet an der Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen–Konstanz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_streckennetz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/dam/de/sd-web/UDvK8yIPJSOB/situationsplan_infrastrukturfiliale_winterthur.pdf Bundesamt für Strassen ASTRA: Situationsplan der Infrastrukturfiliale Winterthur], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 zweigt östlich von Winterthur an der Verzweigung Winterthur Ost von der A1 ab. Die Verzweigung ermöglicht Fahrten zwischen der A7 und der A1 in Richtung [[Zürich]] beziehungsweise [[St. Gallen]]. Für einzelne Fahrbeziehungen dient zusätzlich der Anschluss Attikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verlassen des Kantons Zürich erreicht die Autobahn den Kanton Thurgau. Bei [[Kefikon]] befinden sich beidseits der Fahrbahn Rastplätze. Anschliessend führt die Strecke nördlich an Frauenfeld vorbei. Die Kantonshauptstadt ist über die Anschlüsse Frauenfeld West und Frauenfeld Ost mit der Autobahn verbunden. Der westliche Anschluss erschliesst insbesondere das Stadtzentrum und die westlichen Stadtteile, während der östliche Anschluss unter anderem dem Verkehr aus dem Raum [[Matzingen]], [[Thundorf TG|Thundorf]] und dem östlichen Frauenfeld dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Frauenfeld folgt die A7 weitgehend dem Thurtal. Bei der Verzweigung Grüneck zweigt die [[Autobahn A23 (Schweiz)|A23]] in Richtung [[Weinfelden]], [[Amriswil]] und [[Arbon]] ab. Die A7 selbst wendet sich nach Norden und steigt aus dem Thurtal zum Seerücken an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Kreuzlingen durchquert die Autobahn den Aspiholztunnel und den Fuchswiestunnel. Beim Anschluss Kreuzlingen Süd beginnt der städtisch geprägte Schlussabschnitt. Durch den rund 1,75 Kilometer langen Girsbergtunnel unterquert die A7 Teile des Kreuzlinger Stadtgebiets und erreicht den Anschluss Kreuzlingen Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Anschlusses führt die Strecke zur Gemeinschaftszollanlage Kreuzlingen–Konstanz. Auf deutscher Seite setzt sich die Verbindung als Bundesstrasse 33 fort. Diese führt durch den Raum [[Konstanz]] und weiter über [[Allensbach]] und [[Radolfzell am Bodensee]] in Richtung [[Singen (Hohentwiel)]], wo Anschluss an die deutsche [[Bundesautobahn 81]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlüsse und Verzweigungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Anschluss oder Verzweigung&lt;br /&gt;
! Erschlossene Orte und weiterführende Strassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| Verzweigung Winterthur Ost&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A1 (Schweiz)|A1]] Richtung [[Zürich]] und [[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Attikon&lt;br /&gt;
| [[Attikon]], [[Wiesendangen]], [[Oberwinterthur]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| Frauenfeld West&lt;br /&gt;
| [[Frauenfeld]], [[Gachnang]], [[Islikon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| Frauenfeld Ost&lt;br /&gt;
| Frauenfeld, [[Thundorf TG|Thundorf]], [[Matzingen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| Verzweigung Grüneck&lt;br /&gt;
| [[Autobahn A23 (Schweiz)|A23]] Richtung [[Weinfelden]], [[Amriswil]] und [[Arbon]]; Zufahrt nach [[Müllheim TG|Müllheim]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen Süd&lt;br /&gt;
| [[Kreuzlingen]], [[Kemmental]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen Nord&lt;br /&gt;
| Kreuzlingen, [[Tägerwilen]], Stadtzentrum von [[Konstanz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
| Grenzübergang Kreuzlingen–Konstanz&lt;br /&gt;
| Übergang zur deutschen [[Bundesstrasse 33]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anschlussnummern werden von Winterthur in Richtung Kreuzlingen aufsteigend gezählt. Neben den regulären Anschlüssen bestehen Betriebszufahrten und Einrichtungen für den Unterhalt der Nationalstrasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anschluesse_a7&amp;quot;&amp;gt;[https://www.autobahnen.ch/index.php?direction=1&amp;amp;id=7&amp;amp;lg=000&amp;amp;page=015 Autobahnen.ch: A7 von Winterthur Ost zur Grenze bei Kreuzlingen], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planung und erste Abschnitte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spätere A7 wurde im Rahmen des schweizerischen Nationalstrassennetzes geplant. Ziel war eine leistungsfähige Verbindung zwischen der A1 bei Winterthur, dem Thurgauer Kantonshauptort Frauenfeld und der Grenzregion Kreuzlingen–Konstanz. Gleichzeitig sollte die neue Strasse die Ortsdurchfahrten entlang der traditionellen Verkehrsachse durch das Thurtal entlasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke entstand in mehreren Etappen. In den Jahren 1975 und 1976 wurde die Umfahrung von Frauenfeld als Teil der A7 eröffnet. 1978 folgte die Verlängerung bis in den Raum [[Pfyn]], 1984 wurde die Autobahn bis Müllheim weitergeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls_thurgau&amp;quot;&amp;gt;Peter Giger: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007393/ «Thurgau»], in: &#039;&#039;Historisches Lexikon der Schweiz&#039;&#039;, abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der Autobahn veränderte die verkehrliche Erschliessung des westlichen Thurgaus grundlegend. Frauenfeld erhielt mit den Anschlüssen West und Ost direkte Verbindungen zum nationalen Autobahnnetz. Auch die Gemeinden entlang des Thurtals wurden besser an Winterthur und den Grossraum Zürich angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlängerung nach Kreuzlingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. November 1992 wurde ein weiteres Teilstück der Nationalstrasse A7 eröffnet. Damit reichte die durchgehende Schnellstrassenverbindung von Winterthur über Grüneck bis in den Raum Kreuzlingen Süd.&amp;lt;ref name=&amp;quot;srf_teilstueck1992&amp;quot;&amp;gt;[https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/eroeffnung-teilstueck-nationalstrasse-a7?urn=urn:srf:video:13dda9fd-2372-4374-aef7-4655bfe15ccb Schweizer Radio und Fernsehen: «Eröffnung Teilstück Nationalstrasse A7»], &#039;&#039;Tagesschau&#039;&#039; vom 27. November 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der noch fehlende Abschnitt zwischen Kreuzlingen Süd und der Landesgrenze war planerisch besonders anspruchsvoll. Eine weitgehend oberirdische Führung hätte dicht besiedelte Gebiete durchschnitten und Kreuzlingen zusätzlich belastet. Die in den frühen 1980er-Jahren eingesetzte Kommission Biel empfahl deshalb, die N7 im Nationalstrassennetz zu belassen, die Linienführung jedoch anzupassen und Kreuzlingen mit einem Tunnel zu unterqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spatenstich für den letzten Abschnitt erfolgte 1998. Nach etwas mehr als vier Jahren Bauzeit wurde die Verbindung am 22. November 2002 durch den damaligen Bundesrat [[Moritz Leuenberger]] eröffnet. Seit diesem Datum ist die A7 bis zur Landesgrenze durchgehend befahrbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;girsberg_jubilaeum&amp;quot;&amp;gt;Kurt Peter: [https://www.kreuzlinger-nachrichten.ch/suche/detail/girsbergtunnel-kernstueck-der-a7 «Girsbergtunnel: Kernstück der A7»], &#039;&#039;Kreuzlinger Nachrichten&#039;&#039;, 23. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Girsbergtunnel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Girsbergtunnel&#039;&#039;&#039; ist das bedeutendste Einzelbauwerk der A7. Er verbindet die Anschlüsse Kreuzlingen Süd und Kreuzlingen Nord und unterquert einen Teil des Kreuzlinger Stadtgebiets. Der zweiröhrige Tunnel ist rund 1,75 Kilometer lang. Jede Röhre führt den Verkehr einer Fahrtrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk überwindet den Höhenunterschied zwischen dem Seerücken südlich von Kreuzlingen und dem tiefer gelegenen Gebiet nahe der Landesgrenze. Durch die unterirdische Linienführung konnten Wohngebiete geschont und der oberirdische Durchgangsverkehr innerhalb Kreuzlingens reduziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel bildete das Kernstück des rund vier Kilometer langen letzten Autobahnabschnitts zwischen Schwaderloh und der Grenze. Für den Autobahnbau und das neue Zollareal wurden insgesamt mehr als 300 Millionen Franken aufgewendet. Der Bund übernahm den grössten Teil der Kosten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swissinfo_eroeffnung2002&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swissinfo.ch/ger/archive-finanzplatz-schweiz/schweizer-autobahn-wartet-auf-deutsche-braut/3039108 «Schweizer Autobahn wartet auf deutsche Braut»], SWI swissinfo.ch, 22. November 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Tunnelanlage gehören Fluchtverbindungen, Lüftungs-, Beleuchtungs- und Überwachungssysteme sowie Einrichtungen zur automatischen Verkehrslenkung. Die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden regelmässig geprüft und erneuert. Während solcher Arbeiten kann der Tunnel nachts vollständig gesperrt werden; der Verkehr wird dann über das lokale Strassennetz umgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzüberschreitende Verbindung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 besitzt sowohl für den regionalen Verkehr als auch für die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland eine grosse Bedeutung. Sie verbindet Kreuzlingen unmittelbar mit der benachbarten deutschen Stadt Konstanz. Beide Städte bilden einen zusammenhängenden grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Bundesstrasse 33 erreicht der Verkehr von der A7 den westlichen Bodenseeraum, Radolfzell, Singen und die A81. Dadurch besteht eine Verbindung zum deutschen Fernstrassennetz in Richtung [[Stuttgart]] und [[Schaffhausen]]. Gleichzeitig dient die Strecke dem Einkaufs-, Berufs- und Freizeitverkehr zwischen dem Thurgau und dem Landkreis Konstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei hohem Verkehrsaufkommen können sich vor der Zollanlage und auf den Zufahrten Rückstaus bilden. Besonders betroffen sind Zeiten mit starkem Pendlerverkehr, Feiertage und Wochenenden mit intensivem Ausflugsverkehr am Bodensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Kantons Thurgau ist die A7 die wichtigste Hochleistungsstrasse in Nord-Süd-Richtung. Sie erschliesst vor allem den westlichen Teil des Kantons und verbindet diesen mit dem Wirtschaftsraum Winterthur–Zürich. Über die A23 bei Grüneck besteht zusätzlich eine Verbindung zum mittleren und östlichen Thurgau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Frauenfeld ist die Autobahn ein wesentlicher Standortfaktor. Gewerbe- und Industriegebiete in der Umgebung der Anschlüsse profitieren von der guten Erreichbarkeit. Auch Kreuzlingen ist über die A7 direkt an das schweizerische Nationalstrassennetz angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrsmenge unterscheidet sich je nach Abschnitt. Im Raum Frauenfeld spielt der regionale Pendler- und Wirtschaftsverkehr eine wichtige Rolle. Auf dem nördlichen Abschnitt bei Kreuzlingen ist der Anteil des grenzüberschreitenden Verkehrs besonders bedeutend. Verkehrszählungen des Bundes zeigen, dass die Belastung im Girsbergtunnel und bei Müllheim von Jahr zu Jahr deutlich schwanken kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;astra_verkehr2023&amp;quot;&amp;gt;[https://www.astra.admin.ch/dam/de/sd-web/RDHEX6vumk5p/verkehrsentwicklung_verfuegbarkeit_nationalstrassen_jahresbericht_2023.pdf Bundesamt für Strassen ASTRA: &#039;&#039;Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen – Jahresbericht 2023&#039;&#039;], Bern 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrieb und Unterhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bestandteil des Nationalstrassennetzes steht die N7 in der Verantwortung des Bundes. Zuständig für Ausbau-, Erhaltungs- und Sicherheitsprojekte ist das [[Bundesamt für Strassen]] (ASTRA). Die Strecke gehört zum Zuständigkeitsgebiet der ASTRA-Infrastrukturfiliale Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Unterhalt gehören die Erneuerung von Fahrbahnbelägen und Brücken, die Kontrolle der Entwässerung, der Winterdienst sowie die Wartung der Tunnel- und Verkehrstechnik. Grössere Arbeiten werden häufig nachts oder in verkehrsärmeren Zeiträumen ausgeführt. Bei Vollsperrungen werden Umleitungen über Kantons- und Gemeindestrassen signalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 ist überwiegend als richtungsgetrennte, vierspurige Autobahn ausgebaut. Für den Verkehr gelten die allgemeinen Schweizer Vorschriften für Autobahnen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt grundsätzlich 120 km/h, kann aber aus Sicherheits-, Lärm- oder Verkehrsgründen abschnittsweise tiefer angesetzt werden. In den Tunneln und im Bereich der Anschlüsse gelten signalisierte Geschwindigkeitsbegrenzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vignettenpflicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 gehört grundsätzlich zu den vignettenpflichtigen Nationalstrassen. Für Motorfahrzeuge und Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ist deshalb eine gültige Schweizer Autobahnvignette erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine örtliche Ausnahme besteht am Grenzübergang Kreuzlingen. Fahrzeuge, die aus Deutschland einreisen und die Autobahn bei der ersten Ausfahrt Kreuzlingen Nord wieder verlassen, benötigen für diesen kurzen Abschnitt keine Vignette. Dasselbe gilt in umgekehrter Fahrtrichtung zwischen der ersten Auffahrt und dem Grenzübergang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bazg_vignette&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bazg.admin.ch/de/faq-vignette-und-e-vignette-erwerb Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit: FAQ zur Vignette und E-Vignette], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer über Kreuzlingen Nord hinaus in Richtung Girsbergtunnel, Frauenfeld oder Winterthur fährt, muss bereits über eine gültige Vignette verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft und Umwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die A7 durchquert unterschiedliche Landschaftsräume. Im Süden verläuft sie durch das Übergangsgebiet zwischen Winterthur und dem Thurtal. Im Raum Frauenfeld führt sie durch eine dicht genutzte Landschaft mit Siedlungen, Landwirtschaftsflächen, Gewerbegebieten und Verkehrswegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Frauenfeld folgt die Autobahn abschnittsweise dem breiten Talraum der [[Thur (Rhein)|Thur]]. Anschliessend steigt sie durch die Hügellandschaft des Seerückens an. Vor Kreuzlingen wird die Strecke durch mehrere Tunnel geführt, wodurch Siedlungen und landschaftlich empfindliche Bereiche weniger stark zerschnitten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Massnahmen gegen die Auswirkungen des Strassenverkehrs gehören Lärmschutzwände, Wildschutzeinrichtungen, Entwässerungsanlagen und begrünte Böschungen. Bei Sanierungen werden solche Anlagen an aktuelle Umwelt- und Sicherheitsanforderungen angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planung und Bau der Nationalstrasse führten im Kanton Thurgau zu zahlreichen archäologischen Untersuchungen. Bereits in den 1960er-Jahren gab die Planung der A7 den Anstoss zu weiteren Forschungen an der jungsteinzeitlichen Fundstelle Niederwil-Egelsee bei [[Gachnang]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;niederwil_archaeologie&amp;quot;&amp;gt;[https://archaeologie.tg.ch/fundstellen/ausflugsziele/fundstellen-mit-tafeln-im-gelaende/gachnang-niederwil.html/5891 Amt für Archäologie des Kantons Thurgau: Gachnang-Niederwil], abgerufen am 24. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim Bau späterer Abschnitte wurden bisher unbekannte Siedlungsspuren, Gräber und andere Zeugnisse früherer Epochen entdeckt. Die Funde zeigen, dass das Thurtal und der Seerücken bereits in vorgeschichtlicher Zeit wichtige Siedlungs- und Verkehrslandschaften waren. Ein Teil der Ergebnisse wurde in der Publikation &#039;&#039;A7 – Ausfahrt Archäologie&#039;&#039; dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A1]]&lt;br /&gt;
* [[Autobahn A23 (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalstrasse]]&lt;br /&gt;
* [[Girsbergtunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesstrasse 33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erwin Rigert: &#039;&#039;A7 – Ausfahrt Archäologie&#039;&#039;. Archäologie im Thurgau, Band 10. Amt für Archäologie des Kantons Thurgau, Frauenfeld 2002, ISBN 3-905405-09-1.&lt;br /&gt;
* Walter Ebinger: &#039;&#039;Nationalstrasse A7, von Schwaderloh zur Landesgrenze: Die letzten vier Kilometer&#039;&#039;. In: Erwin Rigert: &#039;&#039;A7 – Ausfahrt Archäologie&#039;&#039;. Frauenfeld 2002, S. 19–23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.astra.admin.ch/ Bundesamt für Strassen ASTRA]&lt;br /&gt;
* [https://www.bazg.admin.ch/de/faq-vignette-und-e-vignette-erwerb Informationen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit zur Autobahnvignette]&lt;br /&gt;
* [https://www.autobahnen.ch/index.php?page=015&amp;amp;id=7&amp;amp;direction=1&amp;amp;lg=000 Streckenübersicht und Bilder der A7 auf Autobahnen.ch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|A7 (Switzerland)|Autobahn A7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobahn in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Thurgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Winterthur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Frauenfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kreuzlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationale Strasse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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